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Aus der Schulzeit meiner Mutter

Als unser Sohn in die dritte Grundschulklasse ging, sprachen sie im Sachunterricht über die Schule in früheren Zeiten. Sie sollten die Eltern und Großeltern zu diesem Thema befragen. Klar, dass ich ihm sofort über meine Schulzeit berichtet habe. Doch auch von seiner Oma wollte er wissen, wie es damals so in der Schule war.

Da wir allerdings 600 Kilometer von den Großeltern entfernt wohnten, rief er meine Mutter an und stellte ihr Fragen. Sie notierte sich diese und schrieb ihm damals einen ausführlichen Brief, in welchem sie über ihre Schulzeit berichtete. Diesen Brief habe ich wieder gefunden, denn ich habe ihn die ganzen Jahre für unseren Sohn aufbewahrt. Dieses Jahr zu Weihnachten schenkte er seiner Oma ein Buch, in dem sie Fragen zu ihrem Leben beantworten soll. Der Brief und die Fotos von damals werden hierin einen Platz finden. Auch meine Mutter hat sich gefreut, als ich ihr diesen Brief neulich zeigte. Sie ist damit einverstanden, dass ich heute diesen Brief in meinem Blog vorstelle:

Die Schule in früheren Zeiten

„Ich bin am 27.6.1929 in Asch (Sudetenland) geboren und auch dort in die Schule gegangen. Mein erster Schultag war am 1.9.35.

Wir hatten in Asch 7 Schulen. Ich ging in die nächstgelegene Schule, die „Bergschule“. Im Gebäude links waren die Jungen untergebracht und rechts die Mädchen. Dazwischen lag eine große Turnhalle.

Wir hatten täglich vier Stunden Unterricht.

Der Lehrer in der Volksschule (=Grundschule) war sehr streng. Er hatte einen Rohrstock. Wenn wir während des Unterrichts nicht aufpassten, mussten wir die Hand aufhalten, dann gab es eine drauf. Oh, das hat sehr weh getan.

Die Kleidung war normal, das heißt, es gab keine Uniform, wir durften anziehen, was wir wollten.

In der Volksschule waren wir 28 Schülerinnen.

Das Klassenzimmer war groß, hatte viele Fenster, Holztische und Bänke. In den Tischen waren Tintenfässer. Wir hatten keinen Kuli oder so einen Füller, wie ihr ihn kennt. Unser Schreibgerät war ein Holzstift, in den man eine Stahlfeder einschieben konnte. Während des Schreibens musste die Feder immer in das Tintenfass getaucht werden.

In der Volksschule hatten wir Rechnen, Lesen und Schreiben. Wir mussten Aufsätze und Diktate schreiben.
Religion, Heimatkunde und Turnen hatten wir auch.

Es gab Turnfeste und wir machten Wanderungen.

Im September 1939 begann der 2. Weltkrieg. Ich war damals 10 Jahre alt und ging in die 4. Klasse. Bei Fliegeralarm mussten wir in den Keller. Wir hatten immer Angst.

In die Bergschule ging ich 4 Jahre. Danach machte ich eine Aufnahmeprüfung und kam in die Bürgerschule (das war so wie die heutige Realschule). Ich ging also nach den großen Ferien in die „Angerschule“, so hieß meine neue Schule. Auch hier waren es 4 Jahre. Davon hatte ich drei Jahre Englischunterricht und Unterricht in Stenografie (=Kurzschrift). Außerdem hatten wir Musik, Biologie, Mathe, Deutsch, Kochen, Turnen und Zeichnen.

Unser Klassensaal war groß. Auch hatten wir einen Zeichensaal. Ich konnte sehr gut zeichnen. Meine Bilder hingen im Treppenhaus der Schule.

Der Unterricht in der Bürgerschule begann morgens um 8 Uhr und endete um 13.30 Uhr.

Ich hatte einen sehr weiten Schulweg in die Bürgerschule. Wir mussten immer laufen, denn wegen des Krieges fuhr kein Auto.

Die Klassen waren sehr groß. Wir waren 40 Kinder. Es fehlten viele Lehrer, denn die jungen Lehrer waren im Krieg.

Nach den 4 Klassen in der Bürgerschule, machte ich ein Pflichtjahr. Das Pflichtjahr bedeutete während des 3. Reiches 1 Jahr in der Landwirtschaft oder in einer kinderreichen Familie arbeiten.

Nachher begann ich eine Lehre im Büro. Nachdem ich 1 1/2 Jahre im Büro gelernt hatte, war der Krieg endlich zu Ende. Doch jetzt wurden wir aus unserer Heimat vertrieben. Mit einem Viehwagon wurden wir nach Hessen transportiert. In diesem Viehwagon „feierte“ ich meinen 17. Geburtstag.“

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Dieses Bild zeigt meine Mutter im Alter von 10 Jahren.

Ich bin froh, dass meine Mutter damals den oben abgedruckten Brief an unseren Sohn geschrieben und uns damit einen Teil ihrer Geschichte mitgeteilt hat.

Danke Mutti!

Auch unser Sohn ist seiner Oma hierfür dankbar.

Danke Oma!

Gut, dass ich alles aufgehoben habe.

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Das Sofa in der Küche

Der Verfolger

Frau Konfusi hatte letzte Woche Geburtstag. Sie hatte die Hausgemeinschaft zu einem kleinen Kaffeeklatsch eingeladen und allen ausdrücklich gesagt, dass sie keine Geschenke möchte. Naja, wie das eben so ist, ab einem gewissen Alter hat man eigentlich schon alles und freut sich hauptsächlich über den lieben Besuch.

Ja, das ist die eine Seite. Aber auf der anderen Seite stehen die Gäste und die wollen nicht mit leeren Händen kommen. Also hatte doch jeder eine Kleinigkeit mitgebracht. So standen am Abend ein Blumenstrauß, ein Alpenfeilchen, eine Schachtel Pralinen und eine Flasche Sekt auf der Wohnzimmeranrichte. Zwischen diesen Geschenken lagen noch zwei Gutscheine.
Marco hatte im Auftrag der Hausgemeinschaft zwei Eintrittskarten für einen Tierparkbesuch beschafft und es Frau Konfusi feierlich mit den Glückwünschen überreicht.
„Ich hoffe, Sie und Ihr Mann haben viel Spaß! Jetzt im Frühling ist es nämlich besonders schön im Tierpark!“, hatte er ihr gesagt.
„Oh danke! Damit macht ihr uns eine ganz besondere Freude. Ich danke euch allen ganz herzlich!“ Frau Konfusi war sichtlich gerührt gewesen von dieser netten Geste. Zu diesem Zeitpunkt ahnte sie allerdings noch nicht, dass dieser Ausflug ein unvergessliches Erlebnis werden sollte.
Heute nun soll es in den Tierpark gehen, aber leider ist Professor Konfusi verhindert. Er hat einen Anruf bekommen und soll einen Kollegen vertreten, der einen Autounfall hatte.
„Da kann man nichts machen“, sagt er zu seiner Frau. „Entweder wir verschieben die Sache oder du nimmst einfach Marco mit. Heute ist das Wetter hervorragend, das solltet ihr nutzen. Wer weiß, wie lange ich den Kollegen noch vertreten muss.“
Als Frau Konfusi Marco diesen Vorschlag unterbreitet, huscht ein Strahlen über das Gesicht des Jungen, aber es erlischt auch sogleich wieder. Verlegen tritt er von einem Fuß auf den anderen, denn eigentlich war ja das Geschenk nicht für ihn gedacht, aber weil Frau Konfusi sich nicht von dieser Idee abbringen lässt, willigt er dann doch freudig ein.
Es ist ein schöner Nachmittag und die beiden genießen den Tierparkbesuch sehr. Frau Konfusi ist ganz fasziniert von den Erdmännchen, den Papageien und den süßen kleinen Äffchen. Marco hingegen kann sich nicht an den Kängurus satt sehen. Besonders das eine ganz hinten in der Ecke des Geheges  hat es ihm angetan. Es sitzt da und knabbert genüsslich an einem Zweig, den es in seinen Vorderpfoten hält. Plötzlich blickt es auf und schaut Marco direkt an. Es macht ein paar Sprünge in Marcos Richtung, so als wolle er Kontakt mit dem Jungen aufnehmen.
„Marco, willst du auch ein Eis? Schokolade oder Vanille?“, ruft ihm in diesem Moment Frau Konfusi zu.
„Vanille mag ich am liebsten“, antwortet Marco und wendet sich Frau Konfusi zu.
Da die Beiden nun mittlerweile schon alle Tiere gesehen haben, beschließen sie wieder nach Hause zu laufen, ohne noch einmal den Blick in das Kängurugehege zu werfen. Der Weg ist nicht so weit, nur durch den großen Stadtpark und dann noch fünfzehn Minuten zu Fuß.
Für Karl ist es Liebe auf den ersten Blick. Er sieht den Jungen und dann gibt es für ihn kein Halten mehr.
„Er sieht so nett aus!“, denkt er. Ich will zu ihm! Vielleicht hat er ja was für mich!“
So beschließt er durch den kaputten Zaun zu schlüpfen und dem Jungen und der älteren Dame zu folgen. Durch den gesamten Stadtpark hat er sie inzwischen schon verfolgt. Zum Glück ist der Park um diese Zeit bereits menschenleer. So hat ihn bisher niemand bemerkt.  Auch auf dem restlichen Weg begegnet ihnen niemand. Karl ist guter Dinge und hüpft fröhlich, aber immer in einem gewissen Abstand hinter den Beiden her.
Inzwischen ist er schon weit von seinem Zuhause entfernt und ein bisschen mulmig ist ihm auch zumute.
„Ob sie mich Zuhause schon vermissen?“, fragt er sich insgeheim.
Aber seine Neugierde und seine Liebe zu dem Jungen ist stärker, also läuft und hüpft er weiter. Immer wenn Marco und Frau Konfusi irgendwo stehenbleiben, tut Karl dies auch.
„Ich muss vorsichtig sein, denn sie sollen mich nicht entdecken. Erst will ich sehen, wo die Beiden wohnen“, überlegt Karl, der Verfolger. „Dann kann ich sie immer wieder heimlich besuchen.“
Einmal dreht sich Marco um, weil er glaubt etwas gehört zu haben. Weil Karl jedoch nicht entdeckt werden will, muss er sich ganz schnell verstecken. Gerade noch rechtzeitig huscht er hinter eine Bushaltestelle, wo er sich ins Gras setzt. Müde ist er inzwischen geworden und hungrig ist er auch.
„Was ist denn Marco?“, fragt Frau Konfusi, die bemerkt hat, dass der Junge sich während des Laufens umgedreht hat.
„Ach nichts“, erklärt er schnell. „Ich glaube gerade ist meine Fantasie mit mir durchgegangen. Ich habe doch tatsächlich gedacht, ich hätte gerade …..“
Genau in diesem Moment sieht die ältere Dame weit entfernt Professor Konfusi. Dieser beginnt plötzlich wild zu gestikulieren und zückt sein Handy.
„Schau mal!“, unterbricht sie Marco. „Dort kommt mein Mann. Er will uns sicher abholen. Aber warum winkt er denn so wild? Und sein Handy benutzt er auch, – das tut er doch nur in Notfällen.“
Irgendetwas scheint nicht zu stimmen, denn Professor Konfusi wirkt sehr aufgeregt und hat auch seinen Schritt beschleunigt. Gerade als die Drei aufeinander treffen, kommen Polizei und Feuerwehrauto mit Martinshorn angerauscht und sausen an ihnen vorbei. Durch den Lärm hat Frau Konfusi leider nicht verstanden, was ihr Gatte sagt. Zum Nachfragen kommt sie jedoch nicht mehr, denn die Ereignisse überstürzen sich.
Auch aus der entgegengesetzten Richtung kommen noch zwei weitere Polizeiautos. Eines davon hält direkt vor ihnen. Die Martinshörner sind verstummt und ein Polizist kommt auf sie zu.
„Würden Sie bitte zu ihrer eigenen Sicherheit zu uns ins Polizeiauto einsteigen?“
„Um Gottes Willen! Was ist denn passiert?“, will Frau Konfusi wissen, lässt sich aber in Richtung Polizeiauto schieben und setzt sich mit Marco und dem Professor hinein.
„Ihr werdet verfolgt“, erklärt Professor Konfusi ganz aufgeregt.
„Verfolgt?“
„Sie haben uns alarmiert?“, richtet jetzt der Polizist das Wort an Professor Konfusi, der diese Frage nickend bestätigt.
Nach einer kurzen Pause wendet sich der Polizist zu den Dreien um und erklärt ihnen:
„Aus dem Tierpark ist vorhin ein Känguru durch einen defekten Zaun im Gehege entwischt. Wie uns die Tierparkleitung mitteilte, muss es durch den Stadtpark in diese Richtung gelaufen sein. Wir waren deshalb schon hier in der Gegend unterwegs, als uns der Anruf von Professor Konfusi ereilte. So wie es aussieht, wurden Sie von dem Känguru verfolgt.“
Frau Konfusi schnappt nach Luft. „Um Himmels willen“, ertönt es aus ihrer Kehle.
„Da hab ich wohl doch nicht geträumt oder fantasiert“, sagt Marco, wird aber durch einen Funkspruch unterbrochen.
„Die Gefahr ist gebannt“,erklärt er Polizist nun. „Karl, das Känguru hat sich dort hinten an der Bushaltestelle niedergelassen und meine Kollegen konnten es mithilfe eines Tierpflegers wieder einfangen.“
Jetzt breitet sich im Auto Erleichterung aus und alle müssen über den Verfolger lachen, der dies anscheinend nicht zum ersten Mal gemacht hat.
„Euch kann man nicht einmal allein in den Tierpark gehen lassen!“, lächelt der Professor. „Stellt euch nur einmal vor, das Känguru hätte mit euch boxen wollen…“

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*Ein kurzer Zeitungsbericht von 2 Kängurus, die aus einem Tierpark entlaufen sind und von denen eines an einer Bushaltestelle gefunden wurde, hat mich zu dieser Geschichte inspiriert.

 

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Professor Konfusi

Marco braucht Hilfe

Eiskalt

Goldglöckchen

Bestimmt denkt Ihr jetzt, dass Ihr Euch verlesen habt. Aber es hat schon alles seine Richtigkeit. Ich heiße nicht Goldlöckchen, sondern Goldglöckchen. Mein Name kommt von den beiden goldfarbenen Glöckchen auf meiner Oberseite. Ich bin nämlich ein Wecker. Funktionstüchtig bin ich zwar, aber doch schon ein wenig in die Jahre gekommen. 

Abgesehen von den beiden Glöckchen, habe ich auch sonst schon ein fast nostalgisches Aussehen. Rundum goldig und manuell einstellbar mit analoger Anzeige, so würde ich mich beschreiben. Nichts mit dem modernen digitalen Schnickschnack und einfach nur einer Zahlenanzeige! Wenn man bei mir die Uhrzeit ablesen will, dann muss man noch genau nachsehen, was meine Zeiger anzeigen. Ich wette mit Euch, das kann heute nicht mehr jedermann. Zu meiner Zeit konnte jedes Kind mit Hilfe meiner Zeiger sehen, was die Stunde geschlagen hat.
Weiße römische Ziffern, die jeweils schwarz hinterlegt sind, umrunden mein Zifferblatt, das ansonsten ebenfalls goldfarben ist und das den Aufdruck „Meister Anker“ trägt. Unter der Ziffer VI kann man lesen, dass ich in „West Germany“ hergestellt wurde. Über jeder Ziffer befindet sich ein grüner fluoreszierender Punkt. Auch meine schwarzen Zeiger besitzen einen solchen Punkt und leuchten nachts. Das ist eine ganz prima Sache, denn so kann man auch bei Dunkelheit erkennen, wie spät es ist. Umrundet wird mein Gehäuse von einem filigran verziertem Band.
So, jetzt wisst Ihr, wie hübsch ich bin und nun will ich Euch meine Geschichte erzählen.
Ich wurde wie gesagt in Deutschland produziert und stand irgendwann in einem Kaufhaus im Regal. Ich stand dort nicht alleine, sondern war umrundet von vielen anderen Weckern. Hübsche und weniger schöne, kleine und große Wecker waren hier aufgereiht. Man schrieb das Jahr 1979 und somit stamme ich sozusagen noch aus dem letzten Jahrhundert, beziehungsweise sogar noch aus dem letzten Jahrtausend. Ehrlich gesagt, kann ich mich nicht mehr erinnern, ob neben mir auch schon digitale Wecker standen. Ich fühlte mich zwar nicht allein, aber etwas unnütz, denn niemand wollte von mir geweckt werden. So fieberte ich meinem großen Tag entgehen, an dem mich jemand aus dem Regal nehmen würde und mich endlich meine vorbestimmte Arbeit tun ließ.
Die Tage vergingen und längst war mein Uhrwerk stehen geblieben, da sich niemand die Mühe machte dieses erneut aufzuziehen. Ach, das habe ich ja vergessen zu erwähnen. Auf meiner Rückseite befinden sich nämlich kleine Rädchen, an denen man die Zeiger verstellen, das Uhrwerk und das Weckerklingeln aufziehen und die Weckzeit einstellen kann.
So, nun gehen wir wieder siebenunddreißig Jahre zurück: Eines Tages kam ein Ehepaar vorbei und blieb vor dem Regal stehen. Sie sahen sich sehr interessiert um und plötzlich griff eine Männerhand nach mir.
„Schau mal!“, sagte der Herr zu seiner Frau. „Wäre das nicht etwas für unsere Tochter?“
Er reichte mich nun weiter an seine Ehefrau, die mich drehte und wendete.
„Ja, der ist wirklich hübsch und gefällt ihr bestimmt!“
Ja und so wurde ich gekauft, hübsch verpackt und mitgenommen. Ich spürte die neidischen Blicke der anderen Wecker in dem Regal. Sie mussten nämlich noch auf ihre Käufer warten, während ich jetzt meiner eigentlichen Funktion entgegen ging.
Ich wurde ein paar Stunden später wieder ausgepackt, bestaunt und anschließend in einen Koffer gelegt. Als ich abermals ausgepackt wurde, fand ich mich nicht nur in einem anderen Haus, sondern auch in einer anderen Stadt wieder. Das Ehepaar hatte mich an seine Tochter verschenkt, die in einer anderen Stadt studierte. Anscheinend hatten sie Angst, dass das Töchterchen verschlafen könnte und dann zu spät in den Vorlesungen und Seminaren erscheinen würde. Niemand außer mir würde sie in der Studentenbude wecken. Vielleicht würde sie irgendwann von der Sonne wachgekitzelt oder von einer Autohupe geweckt werden, aber das wäre ganz sicherlich viel zu spät. Auf mich jedoch war Verlass und so konnten die Eltern ganz beruhigt sein.
Das Töchterchen stellte mich sofort auf einen Ehrenplatz, nämlich auf das Nachttischchen direkt neben dem Bett. Ich muss sagen, dort fühlte ich mich auch vom ersten Moment an wohl und ich nahm mir vor, sie immer pünktlich zu wecken. So wurde mein Uhrwerk aufgezogen und die Weckzeit eingestellt. Bedenkenlos schlief das Töchterchen ein, aber auch die Eltern daheim wussten, dass sie sich auf mich verlassen konnten.
So zählte ich die Minuten und Stunden bis zum nächsten Morgen. Pünktlich um sieben Uhr ließ ich dann meine zwei kleinen goldfarbenen Glöckchen so laut ich nur konnte, erklingen.
Schlagartig saß das Töchterchen senkrecht im Bett und sah mich bitterböse an. Ich war total irritiert und das hatte zwei Gründe. Ich war verwundert, dass sie mich nicht dankbar in die Hand nahm und streichelte, sondern mich unter Schimpfen in die Schublade warf und diese ganz fest zu machte.
„Ich glaube doch, du spinnst!“, rief sie mir noch hinterher.
Ich wusste nicht, was ich angestellt hatte. Ja, sicher ich hatte mich auch ein bisschen erschrocken, weil mein Klingeln sich doch etwas anders und viel lauter angehört hatte, als ich es kannte.
Am nächsten Abend nahm sie mich jedoch wieder aus der Schublade heraus und murmelte etwas, das sich so anhörte:
„Entschuldige, aber du kannst ja nichts dafür. Ich bin selbst schuld. Oder eigentlich ist die Glasplatte auf meinem Nachtschränkchen schuld. Sie hat dich noch zusätzlich vibrieren lassen und dein Klingeln verstärkt. Aber das kann jetzt nicht mehr passieren.“
Das Töchterchen legte auf die Glasplatte ein kleines Deckchen, das einst die Uroma gehäkelt hatte. Darauf stellte sie nun mich und so ging es sozusagen in die nächste Runde.
Am nächsten Morgen ertönten meine Glöckchen zum eingestellten Zeitpunkt erneut. Durch das Schlagen des kleinen Schlägels an die beiden Glocken begann ich freudig zu hüpfen. So arbeiteten sich meine Füßchen durch die Löcher des gehäkelten Deckchens auf die Glasplatte durch und ich erklang wieder in den schrillsten Tönen.
Wie beim ersten Mal saß das Töchterchen wieder schlagartig senkrecht im Bett.
„Jetzt reicht es aber!“, rief es aus und beförderte mich erneut in die Schublade. „Hier bist du und hier bleibst du, basta!“
Mit diesen Worten schlug sie die Schublade zu und ich durfte fortan meinen Weckruf nur noch innerhalb dieser dunklen Schublade verrichten.
Beim nächsten Besuch des Töchterchens bei seinen Eltern, fragte der Vater gleich bei der Begrüßung:
„Na Astrid, hat dich dein schöner neuer Wecker auch immer pünktlich geweckt?“

 

 

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Chaotischer Umzug

Die Sache mit der Vorahnung

Erinnerungen an die Schulzeit

An meine Schulzeit denke ich gerne zurück. Ich wurde am 1. Dezember 1966 eingeschult. Heute würde man denken, dass dies ein seltsamer Einschulungstermin ist. Dieses Datum ergab sich durch eine Umstellung, denn zuvor wurde immer zu Ostern eingeschult, außer in Bayern. Jetzt jedoch wollte man in ganz Deutschland, genauso wie in den europäischen Nachbarländern, den Schulanfang auf den Sommer verlegen. Deshalb führte man 1966 zwei Kurzschuljahre durch (erstmalig vom 01. 04. bis zum 30. 11. 1966). Ich machte also das zweite Kurzschuljahr noch mit, das am 1.12.1966 anfing und mit den Sommerferien am 31. Juli des Folgejahres endete.

Ich kann mich noch genau an den Klassenraum der ersten Klasse erinnern. Er befand sich in einem sehr alten Gebäude, das auch heute noch steht. Man nennt es heute „Das Gelbe Haus“ und in seinem Inneren befindet sich die Stadtbibliothek und die Touristeninformation.

Man musste zunächst einige wenige Treppenstufen hochgehen und im Erdgeschoss befand sich dann auch gleich unser Klassenzimmer. Wenn man es betrat, so stand rechts ein Ölofen. Auf diesem wärmten wir immer leicht unsere Schulmilch, beziehungsweise den Kakao an, den wir jeden Morgen aus der städtischen Molkerei geliefert bekamen.
Ich ging gerne zur Schule und saß laut meines ersten Klassenlehrers mit hochroten Wangen und hochmotiviert im Unterricht. Ein Streber war ich nicht, aber ich kann sagen, dass ich die gesamte Schulzeit über eine gute Schülerin war. Bereits schon in der ersten Klasse stand mein Berufsziel fest. Ich wollte und bin Grundschullehrerin geworden. Bestimmt hing dies mit der Bewunderung für unseren ersten Lehrer zusammen, den wir wohl ausnahmslos alle verehrt haben.
Wir schrieben in der ersten Klasse noch mit einem Griffel auf kleine Schiefertafeln. Erst in der zweiten Klasse lernten wir das Schreiben mit dem Füller in kleine DIN A5-Hefte.
Unseren Klassenlehrer behielten wir die ersten beiden Grundschuljahre. Der Abschied von ihm fiel uns allen sehr schwer, obwohl wir mächtig stolz waren in die dritte Klasse zu kommen. Jetzt waren wir nicht mehr die Kleinen, sondern schon erfahrene Grundschüler.
Schon vor den Sommerferien wussten wir, wer unsere Klasse durch die nächsten beiden Grundschuljahre führen sollte. Dieses Mal handelte es sich um eine Lehrerin.
„Die ist ziemlich streng!“, so erzählten uns die älteren Schüler auf dem Schulhof.
„Ohje!“, dachten wir und zu unserer Neugierde mischte sich auch noch ein etwas mulmiges Gefühl.
Aber erst einmal waren die Sommerferien angesagt. Ich kann mich nur an sonnige Sommerferien erinnern. Scheinbar hatten wir niemals schlechtes Wetter. Regen hat es in meinen Sommerferien nie gegeben. Zumindest gibt es den in meinen Erinnerungen nicht und die blenden einfach verregnete Sommerferientage aus. Selbst wenn es mal geregnet hat, dann haben wir uns Kinder mit Sicherheit nicht so darüber geärgert, wie wir dies als Erwachsene heutzutage manchmal tun. Wir haben den Tag genommen wie er kam und haben einfach unbedarft und fröhlich gelebt und das war auch gut so.
Nach den Sommerferien waren wir dann naturgemäß auch ziemlich aufgeregt. Als erstes wurde geklärt, ob meine Freundin und ich auch wieder nebeneinander sitzen würden. So drückten wir dann auch tatsächlich im neuen Klassenraum wieder die gemeinsame Schulbank.

Unsere Klassenlehrerin war aus unserer damaligen Sicht schon etwas älter. Wenn ich heute grob nachrechne, müsste sie so Ende Dreißig bis Anfang Vierzig gewesen sein. Naja, so alt dann wohl doch nicht. Sie hatte dunkelblondes etwas gewelltes, kinnlanges Haar und trug eine Brille. Sie war streng, aber auch sie liebten wir. Trotz ihres „fortgeschrittenen Alters“ war sie ledig und wurde daher auch als Fräulein angesprochen.

Fräulein U. kannte ihre Pappenheimer genau. Erklärte ihr O. beispielsweise, dass er sein Hausaufgabenheft zu Hause vergessen habe, so marschierte sie sogleich forschen Schrittes zu seiner Schulbank. Sie schnappte sich seinen Ranzen und leerte ihn unter unseren wachsamen Augen auf seinem Tisch aus. Zielsicher griff sie dann nach dem betreffenden Heft, das selbstredend nicht die geforderte Hausaufgabe enthielt. Manchmal entlarvte sie unter den Jungs auch einen Lügner, der vorgab seine Hausaufgaben selbst erledigt zu haben, erkannte aber die Handschrift des Vaters des betreffenden Schülers. Dann konnte das Heft schon mal um die Ohren des betreffenden Burschen flattern und der Vater erhielt eine schriftliche Einladung.
Naja, vielleicht war sie dann doch nicht ausnahmslos bei allen Schülern so beliebt.
Ich kann mich an einen Tag während dieser zwei Schuljahre noch genau erinnern. Nein, nicht an den gesamten Tag, aber an eine bestimmte Unterrichtsstunde. Am Ende der jeweiligen Unterrichtsstunde mussten wir immer so lange sitzen bleiben, bis uns die Lehrerin die Hausaufgaben zum Eintragen in das Hausaufgabenheft diktiert hatte. Erst nach diesem Eintrag durften wir in die Pause entschwinden. An diesem Tag jedoch meinte sie lächelnd:
„Heute bekommt ihr mal keine Hausaufgaben!“
„Toll!“, rief ich aus, klatschte freudig in die Hände und meiner Freundin und Banknachbarin sagte ich strahlend: „Dann kommst du heute Nachmittag aber zum Spielen zu mir nach Hause. Ach, ist das ein schöner Tag!!!“
„Astrid“, meinte unser Fräulein U., das alles laut und deutlich vernommen hatte.
„Denk immer daran, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!“
Wahrscheinlich dachte ich nur: „Schöner Spruch! Hauptsache wir können heute den ganzen Nachmittag spielen!“
Vielleicht dachte ich mir auch nichts dabei und wir gingen einfach nur in die Pause, um Gummitwist zu spielen. Dieses Hüpfspiel war nämlich unter uns Mädchen total in, wie man es heute ausdrücken würde.
Die Schulglocke rief uns am Ende der Pause wieder von draußen nach drinnen in den Klassenraum. Wir saßen schon artig auf unseren Plätzen als Fräulein U. mit einem Stapel Hefte durch die Reihen ging. Sie teilte jedem das entsprechende Heft aus. Und jetzt verstand ich auch plötzlich was sie mit ihrem Ausspruch gemeint hatte. Vor uns lagen nämlich unsere Dikatathefte, die wir aufschlagen sollten. Danach folgte ein unangekündigtes und unvorbereitetes Diktat. Das war es also, was sie mir und meinen Klassenkameraden verschlüsselt durch die Redewendung mitgeteilt hatte. Wir alle sollten nämlich lernen, dass noch nicht aller Tage Abend war und noch viel passieren konnte.
Ich kann mich nicht mehr an den Text des Diktates erinnern, auch nicht, welche Note ich erhielt. Den Ausspruch „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben“ habe ich jedoch über all die Jahrzehnte hinweg nie vergessen. Immer wenn etwas besonders schön ist, fällt er mir wieder ein und Fräulein U. steht in Gedanken vor mir.

Schön war es trotzdem, auch dass es an diesem Tag keine Hausaufgaben gab!!!

 

 

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Die Dreivasengeschichte

Ich habe einen wunderschönen Blumenstrauß geschenkt bekommen und schon nimmt die Geschichte ihren Lauf. Was jetzt folgt kennt wahrscheinlich jeder und trotzdem ist es anders:
Die Blumen sind eine Augenweide und das sollen sie auch noch lange bleiben. Also brauchen sie jetzt und sofort Wasser. Ich gehe zu meinem Schrank, um das passende Gefäß zu suchen. Vasen habe ich eigentlich genug, aber …
Als erstes schiebe ich die große, schwere Glasvase zur Seite.
„He!“, ruft sie mir entgegen. „Mich schiebst du immer nur zur Seite. Warum willst du mich nie?“
„Du bist zu groß“, antworte ich in Gedanken.
„Nein, du magst mich einfach nicht. Dabei bin ich ein Erbstück und zwar von Tante Leni.“
„Genau“, denke ich. „Tante Leni!“
Ich schaue in eine andere Ecke meines Hauswirtschaftsraumes. Dort hängt ebenfalls ein Erbstück von ihr. Ein Bild, das einen Clown zeigt.
Tante Leni gehörte zu der Familie meines Mannes. Sie war eine lustige Nudel, wie man so schön sagt. Untrennbar mit ihr verbunden ist der Clown August und der Ententanz, aber das ist eine andere Geschichte.
Leider benutze ich ehrlich gesagt, ihre Vase nicht sehr oft. Meistens ist sie zu groß, – und zu schwer ist sie mir auch. Obwohl ich sie also sehr, sehr selten in Gebrauch habe, möchte ich sie nicht entsorgen. Sie hat sozusagen als schönes Andenken ihre Daseinsberechtigung.
Die Vase, die ich für meinen Blumenstrauß nehmen möchte, steht natürlich ganz hinten, – wie auch immer sie dort hin diffundiert ist, kann ich mir im Moment nicht erklären. Ist auch egal. Fakt ist, dass ich erst einmal das halbe Fach ausräumen muss, um sie herauszunehmen. Dabei stoße ich auf ein weiteres für uns kostbares Erinnerungsstück.
„Mich hast du noch niemals benutzt!“, schreit es mir erbost entgegen. „Wenn deine Mutter mich damals nicht aufgehoben hätte, wäre ich schon längst nicht mehr da.“
„Das stimmt“, überlege ich.
Damals, das war am 26.6.1986, also vor dreißig Jahren. Wir hatten am Vormittag standesamtlich geheiratet und am Abend fand unser großer Polterabend statt. Wie es sich gehört, kamen alle Gäste mit Porzellanteilen zum Poltern, denn bekanntlich bringen diese Scherben ja Glück. Und genau das wünscht man dem Brautpaar, – ein gemeinsames Leben voller Glückseligkeit.
„Du hattest aber einen großen Überlebenswillen“, schicke ich meine Gedanken der weißen Porzellanvase entgegen.
Keiner von uns weiß mehr, wer diese Vase mitgebracht hat und ob derjenige oder jemand anders es überhaupt bemerkt hatte, dass sie beim Poltern nicht kaputt ging. Als wir alle Scherben gemeinsam wegkehrten, entdeckten wir die unversehrte Vase mit dem Hasia Sprudel Motiv auf der Vorderseite. Vielleicht hätten mein Mann und ich sie sogar entsorgt, hätte meine Mutter nicht vehement protestiert.
„Die hat das Poltern überlebt und die hebe ich für Euch auf. Irgendwann freut ihr euch darüber!“
Sie stellte sie mit unverwüstlichen Rosen in ihr Wohnzimmer. Auch diese Vase ist im Grunde genommen nicht unser Geschmack und wahrscheinlich war sie auch nicht der Geschmack unseres Polterabendgastes. Sonst wäre sie ja nicht auf dem Scherbenhaufen gelandet. Sie begleitet uns seither sozusagen als guter „Poltergeist“ durch unser Eheleben.*
„Ach“, denke ich, „wenn ich schon einmal dabei bin und in Erinnerungen schwelge, dann gehört auch noch eine dritte Vase dazu.
„Hier, ich bin jetzt an der Reihe!“, ruft mir eine kleine Bleikristallvase entgegen.
„Ich habe ebenfalls eine schöne Geschichte!“
Richtig, sie ist seit vielleicht drei oder vier Jahren in unserem Besitz.
„Ich finde dich wunderschön und du zauberst mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht“, gestehe ich ihr in meinen Gedanken.
Nein, eigentlich sollte ich nicht von einem Lächeln sprechen, sondern eher von einem breiten Grinsen. Ich muss mich und meine eigene Bl…heit belächeln:
Wir waren, wie seit vielen Jahren regelmäßig, wieder einmal in Bangkok. An einem freien Nachmittag durchstreiften wir eine Mall. In einer der obersten Stockwerke dieses Einkaufsparadieses kamen wir in die Glas- und Porzellanabteilung. Hier standen herrliche Dinge, die sich auch hervorragend als Geschenke, beziehungsweise als Mitbringsel eigneten. So wollten wir für die beiden Mütter etwas aussuchen. Mein Mann wurde auch sogleich mit einem kleinen Glasschälchen mit Deckel fündig. Ich fand es irgendwie zu schwer für den Rückflug und entschloss mich daher für meine Mutter etwas anderes auszusuchen. Allerdings konnte ich mich zu nichts wirklich entschließen. Da ich allerdings ein paar Tage vor unserer Rückreise noch nichts Geeignetes für meine Mutter gefunden hatte, fuhren wir nochmals in die besagte Mall. Dieses Mal erstand ich eine tolle Bleikristallvase, die natürlich mindestens so schwer war wie das Geschenk meines Mannes für seine Mutter. Hoffentlich, so dachte ich mir damals würden wir keine Gewichtsprobleme beim Rückflug bekommen.
Nun gut, ich war richtig stolz auf meinen tollen Kauf und betrachtete mir die Vase später in unserem Appartement noch eingehender. Von allen Seiten begutachtete ich sie und wurde dabei eines Etikettes gewahr, dessen Aufschrift ich allerdings ohne mein Nasenfahrrad nicht entziffern konnte. Also setzte ich mir unverzüglich meine Brille auf und las laut vor: „Bleikristall – Made in Germany“.
Das ging ja nun überhaupt nicht. Ich konnte ja wohl schwer ein Mitbringsel aus Thailand verschenken, das in Deutschland hergestellt worden war. Jetzt war guter Rat teuer.
Also nochmal hin in die Mall. Und was habe ich erstanden? Klar, das gleiche kleine Glasschälchen mit Deckel, das auch Peter seiner Mutter schenken wollte. Somit bekamen die beiden Mütter nicht nur genau das Gleiche geschenkt, sondern unser vermeintliches Gewichtsproblem hatte sich im Grunde genommen noch verschärft. So kam diese Bleikristallvase in meinen Besitz und im Nachhinein frage ich mich, wo eigentlich die kleinen Glasschälchen hergestellt worden waren.
„Du bist eine schöne Vase“, sage ich nochmals gedanklich. „Und du wirst in Ehren gehalten, genau wie die beiden anderen auch, denn ihr seid und bleibt Vasen mit Geschichte.“
Für meinen Blumenstrauß jedoch wähle ich eine ganz andere Blumenvase aus.
Bevor ich meine Schranktür schließe, gebe ich jedoch meinen drei Vasen noch ein Versprechen:
„Ihr seid meine drei Sonderexemplare und ich werde sogleich einen Ausdruck meiner „Dreivasengeschichte“ in euer Inneres legen, damit eure ganz persönliche und unverwechselbare Historie nicht verloren geht.“

Gesagt! – Getan!

*Zum Schluss verrate ich meinen lieben Lesern noch, dass ich an einer Stelle ein kleines bisschen geschummelt habe: Die Hasia-Sprudel-Vase steht noch immer bei meiner Mutter im Wohnzimmer und nicht bei mir im Schrank. Ansonsten entspricht alles der absoluten Wahrheit.

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Peinlich-peinlich

Den Durchblick haben

Bestimmt kennt jeder von Euch den Ausspruch: „Ich verstehe nur Bahnhof!“. Gemeint ist damit, dass man eine bestimmte Aussage nicht versteht, – aus welchen Gründen auch immer. Im Gegensatz dazu steht jedoch, wenn jemand von sich oder jemand anderem behauptet, diese Person habe den Durchblick. Er oder sie hat also alles kapiert, verstanden oder wie man so schön sagt: „Geblickt“.

Ich habe unter meinen Fotos einige Aufnahmen entdeckt, die nicht nur festhalten, was wir erblickt haben, sondern auch solche, bei denen wir sozusagen den Durchblick hatten. Allerdings ist dieser Durchblik weniger auf der kognitiven Ebene, sondern mehr räumlich gemeint. Einige dieser Fotos möchte ich Euch heute zeigen und sie auch ein bisschen zweideutig und auf das Leben bezogen, betrachten.

Manchmal muss man seinen Blick eben auch in die Ferne schweifen lassen, um gewisse Dinge zu erkennen, erst dann kann man sie begreifen und in Angriff nehmen.

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Hat man erst den Durchblick erlangt, so eröffnen sich ungeahnte Perspektiven.

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Auch wenn es im Leben viele Schattenseiten gibt, so muss man doch immer den Durchblick behalten, um sein Ziel zu erreichen. Dabei ist es egal, ob dieses Ziel nah ist oder in der Ferne liegt.

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Hierbei muss der Blick nach allen Richtungen offen sein. Man sollte sowohl nach oben,…

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als auch in die Tiefe schauen. Nicht immer ist der Weg, den man beschreiten muss, eben und einfach zu bewältigen.

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Manchmal muss man sich tief in das Innere einer Sache begeben, um sie zu verstehen.

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Nicht immer ist ein lückenloser Durchblick möglich, auch wenn vieles schon zum Greifen nahe ist.

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Mit Ruhe und etwas Abstand lässt sich oftmals sogar mehr (Durchblick) erreichen, als mit unbedachten und schnellem Voranschreiten.

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Für den absoluten Durchblick muss man die Dinge im Leben manchmal auch von verschiedenen Seiten aus betrachten.

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Auch wenn das Leben uns manchmal in die Knie zwingt, dürfen wir unser Ziel nicht aus den Augen verlieren. So muss man sich eben bücken, sprich anstrengen, um den Durchblick zu erhalten oder zu behalten.

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Man sollte sich jedoch, wenn möglich nicht in einen Rahmen pressen lassen, denn dies schränkt nicht nur uns, sondern auch unseren Durchblick ein.

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Ist dieser Rahmen jedoch unumgänglich, da er aus notwendigen Bedingungen, Vorschriften, unabänderlichen Gegebenheiten etc. besteht, kann möglicherweise schon eine minimale (hier: zeitliche) Veränderung zu einem neuen Durchblick, bzw. auch Erkenntnisstand führen.

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Ist der Durchblick nicht ungehindert möglich, weil Hindernisse im Wege stehen, dann muss man versuchen diese zu überwinden, zu bewältigen, sie zu umgehen.

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Den Durchblick zu haben, gleicht einem Rettungsring. Man ist sozusagen auf der sicheren Seite und für alle Gefahren gewappnet.

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Wir wünschen uns alle, dass unser Durchblick uns einen geraden und zielgerichteten Weg eröffnet, den wir mühelos beschreiten können.

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Danach können wir uns ein wenig ausruhen und rasten, um dann frisch und gestärkt unserem nächsten Drurchblick und unserem nächsten  Ziel entgegen zu gehen.

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Ich hoffe, meine leicht philosophischen Gedanken und Fotos zum Thema „Durchblick“ haben Euch gefallen und ich freue mich schon jetzt auf Eure Kommentare.

 

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Der April, der macht was er will

Kaum haben wir April, da macht er schon was er will. Das jedenfalls behauptet man und meint damit das Wetter in diesem Monat.  Aber wenn man nach diesem Spruch geht, dann hatten wir schon im März Aprilwetter. Mal schön, mal trüb, mal Sonne, mal Regen.
Bedingt durch unseren Urlaub auf der Insel des ewigen Frühlings, haben wir uns diese Jahreszeit schon ein wenig vorverlegt. Aber nun ist er endlich auch in der Heimat angekommen und am Sonntag haben wir die Grillsaison auf unserer Terrasse eröffnet. 
Ach, was wären wir nur ohne das Wetter! Immerhin ist es in aller Munde und Gesprächsstoff Nummer eins. Belauschen wir doch einmal ein Gespräch auf der Straße:
Erna ist gerade unterwegs zum Einkaufen in der Stadt. In die Apotheke muss sie auch noch. Als sie das Auto auf dem Parkplatz vor dem Einkaufszentrum abstellt, trifft sie auf die beiden Freundinnen Else und Anna. Die Zwei strahlen über das ganze Gesicht und lachen wie zwei Teenager.
„Hallo Ihr Beiden!“, begrüßt Erna die zwei Frauen. „Wir haben uns ja jetzt schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Wie geht es Euch denn so?“
„Wie soll es uns beiden denn gehen, bei solch einem schönen, warmen und sonnigen Wetter?“, antwortet Else fröhlich. „Einfach nur toll!“
„Ja“, bestätigt Anna. „Das Wetter ist heiter und so sind wir es auch!“
„Es wurde ja auch mal wieder Zeit. Der Frühling hat so lange auf sich warten lassen. Immer dieser Regen. Endlich ist es trocken und freundlich“, schnattert Else fröhlich drauf los.
„Ich fand es gar nicht so schlecht“, gesteht Erna. „Gut, ein bisschen regnerisch war es schon“, fügt sie ein wenig kleinlaut hinzu.
„Regnerisch ist gar kein Ausdruck“, protestiert Else. „ Es war kalt und nass, einfach nur hässlich!“
„Dieses feuchte Wetter schlägt mir immer nur auf das Gemüt“, erklärt Anna. “ Ich werde davon richtig depressiv. Aber endlich ist es morgens nicht mehr neblig und bewölkt, sondern die Sonne scheint durch die Rolladenschlitze und weckt mich freundlich auf. Da hüpft das Herz doch regelrecht vor Freude.“
„Und ich bekomme von dem feuchten Wetter immer Rheuma“, berichtet Else.  „Wenn es mild ist, so wie jetzt, dann bekommt es mir am besten. Ich bin einfach nur froh und könnte den ganzen Tag singen und tanzen vor lauter Freude über das sonnige Wetter.“
„Ja, ja“, meint Erna. „Das liebe Wetter…“
Weiter kommt sie nicht. Die beiden Freundinnen sind so begeistert vom Sonnenschein, dass sie ihnen die Freude nicht verderben will. Da sie allerdings kein sehr erfreutes Gesicht macht und auch sichtlich verquollen aus den Augen schaut, werden die beiden Frauen doch etwas skeptisch.
„Ist mit dir irgendetwas nicht in Ordnung?“, erkundigt sich Anna jetzt.
„Du siehst verweint aus, ist etwas passiert?“, will nun auch Else wissen.
„Nein, nein! Es ist nur der Frühling…“
„Wir sind doch alle froh, dass er endlich da ist, du etwa nicht? Das ist doch die beste Jahreszeit, nicht kalt, nicht heiß oder schwül. Einfach nur warm und sonnig!“
„Naja, ganz so froh bin ich nicht. Aber übermorgen soll es ja regnen, dann geht es mir wieder besser“, berichtet Erna den Freundinnen.
Die Beiden schauen sie mit großen verwunderten Augen an und scheinen die Welt nicht mehr zu verstehen. Doch als Erna plötzlich zu niesen beginnt und sich die Augen reibt, wird ihnen Einiges klar.
„Sag nur, du bist erkältet und hast die Grippe!? Oder hast du etwa…?“, erkundigt sich Else.
„Ja,  das Zweite trifft zu“, erläutert Erna den beiden Frauen. „Ich leide neuerdings an Heuschnupfen.“
„Ach herrje!“, rufen die Frauen wie aus einem Munde.
„Und gegen was bist du allergisch“, will Anna wissen.
„So ziemlich gegen alles, was im Frühling so blüht. Ich habe mich testen lassen.“
„Wir wollten dich gerade fragen, ob du morgen mit uns einen Spaziergang durch den großen Landschaftspark machen willst?!“, tastet sich Else vorsichtig vor.
„Ich würde gerne mitkommen, aber ich fürchte es wäre kein Vergnügen für mich. Morgen soll die Sonne ja wieder den ganzen Nachmittag scheinen und der Pollenflug soll auch ziemlich hoch sein. Übermorgen haben sie Regenschauer gemeldet, das würde mir dann besser passen.“
„Ach, im Regen macht ein Spaziergang doch keinen Spaß!“, erwidert Else. „Und mir fällt gerade ein, dass ich übermorgen auch auf einem Kaffeeklatsch eingeladen bin. Ich kann also nur morgen.“
„Bei mir geht es auch nur morgen, weil ich übermorgen zum Schuhkauf verabredet bin“, beeilt sich Anna zu sagen.
„Nehmt auf mich keine Rücksicht“, beteuert Erna, ist aber doch ein bisschen enttäuscht. „Ich wünsche euch viel Spaß bei eurem Spaziergang!“, fügt sie noch schnell hinzu und meint es sogar ehrlich.
„Jaja, das liebe Wetter. Nie ist es recht.“
„Da hast etwas Wahres gesagt, liebe Anna. Des einen Freud, des anderen Leid!“, sagt Else mitleidig. „Naja, und so hat man immer etwas worüber man sich unterhalten kann.“
Erna nickt und schnieft in ihr Taschentuch. Danach verabschiedet sie sich von den zwei Frauen, die eingehakt von dannen ziehen.

„Vielleicht treffen wir uns einfach mal zum Kaffee!“, ruft Anna und dreht sich noch einmal zu Erna um. Dann marschieren die zwei Freundinnen in Richtung Gartencenter, um dort die Frühlingspracht zu bestaunen. Erna jedoch geht in die Apotheke und deckt sich mit Nasenspray, Augentropfen und Tabletten gegen ihre Pollenallergie ein.

Als Erna zu Hause ankommt, stürmt ihr die Enkeltochter entgegen.

„Schau mal, was wir heute in der Schule geschrieben haben. Ganz viele Sätze über das Frühligswetter!“, ruft sie schon von weitem und hält ihr Schulheft hoch.

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*Als ich neulich die Osterhasengeschichte geschrieben habe, fand ich auch in meinem alten Schulheft diese Aufzeichnungen.

 

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Zahlensalat

Manchmal habe ich den Eindruck, dass mein lieber Mann mich für ein wandelndes Telefonbuch oder einen Rechtschreibduden auf zwei Beinen hält. Auch das Merken von Zahlenkombinationen überlässt er vollkommen mir. Er ist überhaupt nicht gewillt sich diese Dinge zu merken. Braucht er diesbezüglich eine Auskunft, dann fragt er einfach mich.

Anfangs dachte ich, er würde vielleicht kein Zahlengedächtnis besitzen. So etwas soll es ja geben. Also machte ich ihm folgenden Vorschlag:
„Ich kann dir eine Eselsbrücke nennen, wie du dir beispielsweise diese Telefonnummer besser merken kannst!“
„Nur nicht!“, wehrte er sich dagegen. „Ich will sie mir nicht merken.“
Wann immer ich ihn darauf ansprach, warum er dies nicht möchte, erhielt ich dieselbe Antwort:
„Ich will nicht unnötige Speicherkapazität in meinem Gehirn für das Merken von diesen Zahlen und PIN’s verschwenden. Damit blockiere ich nur mein Gehirn für andere wichtige Dinge, die ich mir merken will oder muss.“
Nun gut, über den Sinn und Unsinn solcher Zahlenkombinationen lässt sich streiten. Fakt ist allerdings, dass auch mein Göttergatte diese hin und wieder benötigt.
„Aber für das Merken habe ich doch dich!“, schmeichelte er sich bei mir ein. „Du kannst dir das sowieso viel besser merken und dann brauche ich den jeweiligen Zahlencode oder die erforderliche Telefonnummer nur bei dir abzufragen. Ist doch vollkommen unnötig, dass wir uns beide die Nummern merken.“
„Egal“, dachte ich mir. „Auch so kann sich Frau unentbehrlich machen!“
Laut sagte ich dann allerdings: „Es gibt aber auch Telefonbücher!“
„Ja, aber da muss man nachschlagen und das kostet Zeit“, suchte er nach der nächsten Ausrede. „Und das mit dem Alphabet passt wiederum besser zu dir als Grundschullehrerin. Macht doch Sinn!“
„Was soll man dazu sagen?“, dachte ich mir und ergab mich zunächst wortlos meinem Schicksal. Ich konnte es dann aber doch nicht unterlassen, noch einen Satz nachzuschieben:
„Naja, ein bisschen Gehirnjogging hat noch niemand geschadet. Aber wenn du nicht willst, dann mache ich eben diesen Sport.“
Nun ist es ja allgemein bekannt, dass auch das Handy ein Telefonregister besitzt. Aber dieses sollte man auch pflegen, sprich die Nummern den entsprechenden Namen zuordnen und umgekehrt. Und das ist schon wieder eher mein Bereich, denn mein Mann besitzt hierfür keinerlei Muse, wie man so schön sagt. Es gibt eben wichtigere Dinge im Leben, womit er gar nicht so unrecht hat. Allerdings kommt es immer auf die jeweilige Situation an. Manchmal können sich Dinge, die zunächst unwichtig erscheinen und denen man keinerlei Beachtung schenkt, durchaus in den entsprechenden Situationen als äußerst wichtig erweisen.
Gerade an Ostern hatten wir wieder einmal ein Schlüsselerlebnis in Bezug auf die Wichtigkeit oder Unwichtigkeit solcher Zahlenkombinationen in unserem Leben.
Wir waren bei den Müttern in Hessen und kamen gerade von einem Ausflug nach Bad Homburg zurück. Die Tankanzeige ermahnte uns doch noch schnell einmal an eine Tankstelle ran zu fahren. Unser Auto war vollbesetzt. Mein Göttergatte saß am Steuer, ein Bekannter von uns saß auf dem Beifahrersitz und ich war auf dem Rücksitz mehr oder weniger eingequetscht zwischen den beiden Müttern. Mein Peter stieg aus und befüllte den Tank und wollte dann zum Bezahlen mit der EC-Karte schreiten. Doch halt, da war doch noch etwas! Genau! – Die PIN! Und hier kam ich wieder ins Spiel. Allerdings konnte ich nicht aussteigen, da meine Sitzposition äußerst ungünstig war.
„Wie war noch mal die PIN?“, fragte Peter mich und steckte seinen Kopf zur hinteren Tür herein. Ich beugte mich vor und flüsterte sie ihm ins Ohr.
„Kann Peter sich Nummern immer noch nicht merken?“, fragte unser Bekannter mit grinsendem Gesicht.
„Nö, wieso?“, fragte ich zurück.
„Kannst du dich nicht mehr erinnern?“, antwortete er wiederum mit einer Frage. Da wir allerdings durch diese Hin- und Herfragerei nicht weiter kamen, fügte er erklärend hinzu:
„Ich war vor vielleicht 10 Jahren mal mit Peter in Berlin und uns ereilte eine ähnliche Situation wie gerade eben hier, nur warst du damals nicht dabei. Deshalb hat er dich direkt von der Tankstelle aus angerufen. Nach zwei fehlgeschlagenen Versuchen bei der Eingabe seiner PIN, war ihm die Sache wohl zu riskant und er wollte lieber bei dir nachfragen.“
„Stimmt, jetzt fällt es mir auch wieder ein“, kicherte ich. „Nur gut, dass ich die Zahlen alle im Kopf habe.“
Und dann fiel mir plötzlich noch eine andere Begebenheit ein, die gar nicht so lange zurücklag.
„Neulich habe ich ihm schon mal dieselbe PIN ins Ohr geflüstert. Es war auch an einer Tankstelle. Allerdings habe ich ihm mit der Zahlenkombination sozusagen einen Ohrwurm eingepflanzt. Während der gesamten Tankaktion hat er sich still in Gedanken die Zahlen immer wieder vorgesagt, damit er sie ja auch nicht vergisst“, erzählte ich.
„Und hat es geklappt oder musstest du doch noch zum Bezahlen aussteigen?“, erkundigte sich jetzt auch meine Mutter, die neugierig geworden war.
„Also das war so“, berichtete ich weiter. „Er hat sich immer wieder im Kopf die Kombination ‚ABCD‚ vorgesagt. Den gesamten Tankvorgang über und auf dem Weg zum Bezahlen. Er öffnete die Tür zum Kassenhäuschen und sagte sich immer noch still und leise ‚ABCD‚ vor. Er schritt auf den Kassierer zu und jetzt sollte sich dieser eigentlich nach der Tanksäulennummer erkundigen. Mein Peter jedoch war schneller und schmetterte ihm ungefragt und ohne zu überlegen die Nummer hin. Nur nannte er nicht die Säulennummer 1, 2, 3 oder 4. Er rief ihm schon einige Schritte von der Kasse entfernt ‚ABCD!‘ zu. Im selben Moment hat er wohl registriert, was er da so vor sich hin posaunt hatte.“
„Und was hat der Kassierer gesagt?“, wollte meine Schwiegermutter wissen und erklärte sofort: „So etwas darf man nämlich niemals tun!“
„Ach“, sagte ich, „es war zum Glück sonst niemand da und der Kassierer war entweder leicht schwerhörig oder etwas schwer von Kapee. Er hat auf jeden Fall weder verwundert noch entsetzt oder sonst irgendwie auf die Äußerung von Peter reagiert.“
Als ich diese Begebenheit unseren Mitfahrern erzählte, war selbstverständlich das Gelächter groß. Und unser Bekannter meinte nur trocken:
„Typisch Peter! Aber das ist noch gar nichts gegen meinen Bruder. Der hat keinerlei Zahlengedächtnis und auch keine Frau, die sich diese Dinge merkt. Deshalb hat er sich die PIN sinnigerweise gleich auf der EC-Karte vermerkt, was natürlich äußerst praktisch ist.“
„Ja genau“, bestätigte ich ironisch diesen Nachsatz. „Besonders, wenn die EC-Karte verloren geht. So weiß der Finder wenigstens sofort, wie er Geld am EC-Automaten abheben kann. Klasse Erfindung!“
„Mein Bruder war schon immer praktisch veranlagt!“, lachte unser Bekannter.
„Ich will mitlachen“, sagte mein Peter, der gerade vom Bezahlen kam und wieder in unser vollbesetztes Auto einstieg.
„Ach, im Grunde genommen ging es nur um die Wichtigkeit des Merkens von Zahlenkombinationen“, berichtete unser Bekannter.
„Das brauche ich nicht, dafür ist Astrid zuständig!“, erklärte Peter.
„Und hast du dir die PIN bis zur Kasse merken können?“, wollte ich noch wissen.
„Es hat alles prima geklappt. Vorsichtshalber habe ich mir die Zahlenkombination mit dem Finger auf den Kofferraumdeckel geschrieben“, teilte er uns grinsend mit und blickte dabei in vier vollkommen verdutzte Gesichter.

 

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Katzenalarm

Meine heutige Geschichte stammt wie immer mitten aus dem Leben. Die Idee hierzu stammt im ersten Teil aus einem klitzekleinen Zeitungsbericht und im zweiten Teil kommt ein Erlebnis mit unserem Kätzchen Lottchen zur Sprache. Ich hoffe Ihr habt viel Spaß beim Lesen der Geschichte, die ich aus diesen beiden Begebenheiten kreiert habe.
Es ist ein Frühlingsmorgen, wie aus dem Bilderbuch. Die Sonne scheint vom blauen Himmel und verspricht einen wunderschönen Tag. Da nicht das kleinste Wölkchen am Himmel zu erkennen ist, kann man davon ausgehen, dass dieses Versprechen auch eingehalten wird.
Lottchen gähnt und reckt sich. Von ihrem etwas erhöhten Schlafplatz im Haus aus, hat sie eine hervorragende Sicht auf den Garten. Genauestens späht sie jede Ecke und jeden Winkel aus, um auch nichts zu übersehen. Im Grunde genommen, wartet sie nur noch auf Frauchen, die zur Kellertür herein kommt und ihr die Katzenklappe öffnen wird.
Als sich Frauchen dann endlich blicken lässt, gibt es auch kein Halten mehr. Selbst die tägliche Milchration kann das kleine Kätzchen nicht mehr zum weiteren Verweilen im Haus veranlassen. Schnell ein kurzes, aber freundliches Miau in Richtung Frauchen und schon entschwindet Lottchen durch die Katzenklappe nach draußen.
Hier riecht es nach Frühling, aber auch nach Freiheit und allem Möglichen, das ein Katzenherz erfreut.
Nachdem Lottchen hinter dem Haus den Garten durchstreift und alles ausgeschnüffelt hat, entschließt sie sich nach vorne zu laufen und auszukundschaften, was es es dort Interessantes gibt. Kaum biegt sie um die Hausecke, sieht sie auf dem Nachbargrundstück schon eine andere Katze. Es ist Samy, der dreibeinige Kater. Im selben Augenblick erblickt dieser auch Lottchen. Nun sind Katzen ja von Natur aus eher Einzelgänger, aber sie kennen sich untereinander und manchmal spielen sie auch ein wenig miteinander, vorausgesetzt sie können sich „riechen“. Eigentlich ist dies bei Lottchen und Samy  der Fall. Sie mögen sich und Samy kommt oftmals bei Lottchen vorbei, um sie zu einem gemeinsamen Streifzug abzuholen.

1200px-DSC014441200px-DSC01688„Hey Lottchen, komm mal rüber!“, ruft er ihr zu.

„Komm doch du!“, miaut Lottchen. „Hier ist viel mehr Sonne und ich habe gerade Lust mich hier ein bisschen zu räkeln, zu strecken und mich von den Sonnenstrahlen wärmen zu lassen.“

Was bleibt Samy jetzt anderes übrig, als auf die andere Straßenseite zu Lottchen zu trotten. So ist es eben mit den Frauen, sie haben ihren eigenen Willen.
„Hast du eigentlich vorhin die ganze Aufregung mitbekommen?“, fragt der Kater.
„Nö, aber was war denn los? Erzähl mal!“
„Schuld an der ganzen Aufregung ist der dicke, fette Kater, der dort drüben in dem großen Haus wohnt. Du weißt schon, der der immer so frech ist und vor dem man sich in Acht nehmen muss!“
Lottchen miaut, um zu erkennen zu geben, dass sie genau weiß, um welchen Kater es sich handelt und, dass sie den überhaupt nicht leiden kann. Aber neugierig ist sie trotzdem.
„Sag schon, was hat er denn angestellt?!“, fordert sie Samy auf.
„Wegen ihm war heute morgen in aller Frühe schon die Polizei da“, berichtet Samy. „Ich habe die Leute dort drüben aus dem Haus belauscht. Die haben es erzählt.“
„Jetzt mach es aber nicht so spannend. Warum war die Polizei da?“
Lottchen ist inzwischen näher zu Samy gerückt und er nimmt sich plötzlich ganz wichtig, denn er weiß was, das Lottchen neugierig gemacht hat.
„Sein Herrchen ist gestern Abend zur Nachtschicht gegangen und so war der fette Kater allein zu Hause. Zunächst war ja auch alles in Ordnung, nichts Ungewöhnliches also. Doch dann haben die Nachbarn plötzlich seltsame Geräusche aus der Wohnung gehört. Eigentlich war es mehr so ein gleichförmiges und anhaltendes Geräusch. Nachdem es nach mehreren Stunden und ohne Unterbrechung immer noch aus der Wohnung kam und alle Nachbarn bei der Nachtruhe störte, hat sich einer von ihnen das Telefon geschnappt und dort angerufen. Aber niemand ging ans Telefon.“
„Logisch, war ja auch niemand da“, sagt Lottchen, denn sie hat ja aufmerksam zugehört. „Andererseits muss doch jemand da gewesen sein, woher sonst soll die Ruhestörung gekommen sein?“, folgert das schlaue Lottchen.
„Richtig!“, bestätigt Samy. „Deshalb hat auch ein Nachbar die Polizei angerufen und die wiederum haben den Wohnungsmieter an seinem Arbeitsplatz verständigt. Der ist auch gleich gekommen und hat der Polizei die Wohnungstür aufgeschlossen.“
„Und dann haben sie die Einbrecher entdeckt?“, will Lottchen wissen.
„Ach Quatsch, die schließen doch nicht die Wohnungstür ab!“, kontert Samy. „Der dumme, schwarze, fette Kater saß auf dem Staubsauger und hatte es zwar fertiggebracht den Knopf zum Starten zu drücken, aber es nicht mehr geschafft den Knopf nochmals zum Ausschalten zu drücken.“
Samy kullert sich vor Lachen auf der Erde herum. Und auch Lottchen miaut fröhlich vor sich hin. Doch auf einmal verstummt sie. Kater Samy hört ebenfalls auf zu lachen und schaut Lottchen etwas verwirrt an. Insgeheim fragt er sich, warum seine Freundin plötzlich verstummt ist. Aber Lottchen schaut beschämt zur Seite und sagt ganz kleinlaut:
„Als ich noch ein kleines Kätzchen war, da hatte ich auch mal ein ähnliches Erlebnis. Aber wie gesagt, da war ich noch klein und unerfahren und die Polizei war auch nicht da.“
Jetzt ist Samy an der Reihe neugierig zu sein.
„Los erzähl schon! Was hast du gemacht?“
„Also, das war so“, vertraut Lottchen ihrem Katzenfreund an, „ich war damals noch kein Jahr alt. Die Nachbarin kam mit dem Auto nach Hause und als sie die Autotür öffnete, um auszusteigen, bin ich unbemerkt in das Innere des Wagens geschlüpft.“
„Und als die Tür wieder zu ging, warst du drinnen gefangen“, schlussfolgert Samy.
„Ja genau. Am Anfang war es ja auch ganz lustig. Ich bin von hinten nach vorne, von vorne nach hinten gesprungen und wieder nach vorne und habe auf alle möglichen Knöpfe und Tasten  gedrückt. Aber irgendwann hatte ich keine Lust mehr und es war mir langweilig. Weil mein Miauen niemand gehört hat, habe ich mich schließlich hingelegt, nach meiner Mama gerufen und bin dann eingeschlafen.“
„Und wie bist du aus dem Auto wieder rausgekommen?“, fragt Samy zwischen Mitleid und Neugierde schwankend.
„Später hat mein Frauchen erzählt, sie habe  gesehen, dass das Warnblinklicht am Auto der Nachbarin eingeschalten war. Als es nach einer halben Stunde immer noch blinkte, rief sie die Nachbarin an und diese hat mich dann entdeckt.“
„Das war aber ganz schön schlau von dir“, lobt und bewundert Kater Samy seine Freundin Lottchen. „Weil niemand deine Hilferufe gehört hat, hast du einfach das Warnblinklicht eingeschalten und somit auf dich aufmerksam gemacht. Toll!!! Echt toll!!!“
„Naja, eigentlich war es mehr ein Versehen oder Zufall, dass ich den richtigen Knopf gedrückt habe“, will Lottchen schon sagen, aber das behält sie dann doch lieber für sich. Die Bewunderung von Kater Samy tut sooooo gut!

 

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Osterhasenabenteuer

Meine Mutter hat noch einige Schulhefte aus meiner Grundschulzeit aufgehoben. In einem Heft aus der zweiten Klasse fand ich zwei Texte, aus denen ich Euch heute eine kleine Geschichte gebastelt habe. An deren Ende findet Ihr die handgeschriebenen Originaltexte. Doch lest erst einmal meine Geschichte, denn ich bin gespannt, ob Ihr des Rätsels Lösung findet.

Hopsi ist ein kleiner Osterhase. Nein, das ist nicht ganz korrekt, denn Hopsi ist noch kein richtiger Osterhase. Er geht noch in die Osterhasenschule. Deshalb ist Hopsi ein Osterhasenschüler. Er muss noch viel lernen, alle die Dinge, die ein richtiger Osterhase wissen und können muss. Ja, jetzt denkt ihr natürlich an das Färben und Bemalen der Eier. Klar, das machen die Osterhasenkinder im Malunterricht. Das macht ihnen viel Spaß und es ist jedes Mal eine riesige Kleckserei. Der Osterhasenlehrer ermahnt immer wieder:
„Kinder, Kinder! Bleibt schön ruhig sitzen und seid ganz vorsichtig, dass Euch der Farbtopf nicht herunter fällt.“
Bei der ganzen Aufregung und Begeisterung seiner Schüler ist das nämlich schon mehr als nur einmal passiert.
„Vorsicht Fritzchen, pass auf den Pinsel auf, sonst liegt er wieder im Farbtopf wie das letzte Mal. Und du Hopsi schaukle nicht mit dem Stuhl. Emmalein, das Ei ist doch kein Ball, also wirf es nicht in die Luft!“
Aber der Herr Lehrer muss nicht nur ermahnen, er hat auch viele liebe und lobende Worte für seine Schüler. Am Ende der Malstunde zeigt ihm nämlich jedes Osterhasenkind die bunt bemalten Ostereier.
„Das habt ihr alle sehr schön gemacht und zur Belohnung gehen wir jetzt auf die Wiese und spielen Verstecken.“
Dieses Spiel ist für einen zukünftigen Osterhasen sehr wichtig, müsst ihr wissen. Ein Osterhase muss ja die besten Verstecke kennen. Und wie findet man die? Genau, indem man Verstecken spielt. Aber auch Haken schlagen muss gekonnt und gelernt sein und manchmal muss ein Osterhase auch schnell wegrennen können. Das alles wird in der Osterhasenschule geübt und noch vieles mehr.
Wenn alle vom vielen Bewegen ganz außer Puste sind, dann ruft der Lehrer seine Osterhasenschüler zu sich in die hinterste Ecke der Wiese. Dort steht nämlich ein großer Tisch und zwei Bänke. Artig nehmen die Häschen Platz und jeder bekommt eine große leckere Karotte. Da wird geknabbert und geplappert, gelacht und geschmatzt.
Fritzchen erzählt dem Lehrer und seinen Mitschülern, was ihm gestern nach dem Schulunterricht auf dem Heimweg so passiert ist:
„Ich bin gerade so schön über das Feld gehoppelt, da kam ein kleiner Hund. Er war seinem Herrchen davon gelaufen und hat mich plötzlich entdeckt.“
Die Ohren seiner Mitschüler stehen hoch in die Luft gerichtet und alle schauen ihn gespannt an.
„Hast du Angst gehabt?“, fragt Emmalein mitfühlend.
„Ja ganz viel“, gibt Fritzchen ehrlich zu. „Deshalb bin ich auch ganz schnell weggerannt, aber der Hund lief immer hinter mir her.“
„Oh! Und dann?“, will Tapsi wissen.
„Ich bin immer schneller gelaufen und auf einmal sah ich einen Bach vor mir. Und da musste ich an die Schule denken und was der Herr Lehrer uns beigebracht hat. Blitzschnell habe ich einen Haken geschlagen. Der Hund war mir ganz dicht auf den Fersen, aber er konnte nicht so schnell wie ich einen Haken schlagen oder stehen bleiben, deshalb ist er weiter geradeaus gelaufen. Ich habe nur noch gehört, wie es Platsch gemacht hat und er lag im Bach.“
Jetzt freuen sich alle über Fritzchens Klugheit und Geschicklichkeit. Über den Hund aber müssen sie tüchtig lachen.
„Prima, liebes Fritzchen, das hast du schon so gut gemacht wie ein richtiger Osterhase“, lobt der Herr Lehrer ihn und gibt ihm zur Belohnung eine Extramöhre.
„Darf ich auch noch etwas erzählen?“, erkundigt sich Hopsi.
Als der Herr Lehrer aufmunternd nickt, beginnt Hopsi zu erzählen.
„Mir ist da am Dienstagmittag etwas ganz Schreckliches passiert. Am Dienstag hat doch die Sonne so schön gescheint und ich hatte keine Lust auf meine Hausaufgaben. Meine Eltern und Geschwister waren bei meiner Hasenoma und ich wollte auch zu ihr. Also bin ich einfach raus auf das große Feld gelaufen und bin in die Richtung, wo das Häuschen meiner Hasenoma im Wald steht, gegangen.“
Inzwischen ist es mucksmäuschenstill. Alle wollen wissen was doch dem kleinen Hopsi so Schreckliches widerfahren ist.
„Die Sonne war schön warm und sie schien mir direkt ins Gesicht. Ich lief der Sonne einfach entgegen und über das große Feld. Plötzlich bemerkte ich ein merkwürdiges Tier mit zwei großen Hörnern hinter mir. Es verfolgte mich die ganze Zeit. So ein Tier hatte ich noch niemals gesehen. Es war mir total unheimlich zumute und ich hatte ganz fürchterliche Angst.“
„Hast du auch einen Haken geschlagen wie Fritzchen?“, fragt Tapsi.
„Psst!“, machen die anderen. „Lass einfach Hopsi erzählen!“
„ Dieses merkwürdige und bösartige Tier lief immer noch hinter mir her. Es verfolgte mich und ich war mir sicher, dass es mich fressen wollte. Ich bin immer schneller gelaufen. Bis ich endlich zum Wald kam, in dem meine Hasenoma wohnt. Als ich im Wald war, war das böse Tier auf einmal verschwunden. Ich sage Euch, wenn ich nicht so schnelle Beine gehabt hätte, dann wäre ich jetzt nicht mehr hier. Das böse unheimliche Tier hätte mich ganz einfach aufgefressen.“
Hopsi blickt in die angsterfüllten Augen seiner aufgeregten Mitschüler. Aber als er zum Herrn Lehrer blickt, bemerkt er ein breites Grinsen in dessen Gesicht.
„Ich glaube nicht, dass du aufgefressen worden wärst“, erklärt er Hopsi.
„Doch, doch! Es war ein ganz gefährliches und schnelles Tier mit zwei riesigen Hörner, das habe ich doch schon erzählt“, beteuert der arme Hase.
„Ja, du hast aber ganz am Anfang Deiner abenteuerlichen Geschichte auch noch etwas ganz anderes erzählt, lieber Hopsi.“
Der Hasenlehrer blickt in die Runde und fragt:
„Na, wer hat genau aufgepasst und wer kann uns des Rätsels Lösung nennen?“
Die Osterhasenschüler tuscheln untereinander und schauen zwischendurch immer wieder ratlos zum Herrn Lehrer. Dieser meint nur:
„Ich gebe Euch noch einen kleinen Tipp: Denkt an die Sonne!“
Jetzt schnellt blitzartig das Pfötchen des Oberstreberhasen Julius in die Höhe.
„Ich weiß es, ich weiß es, Herr Lehrer!“, ruft er in die Runde.
„Es war sein Sch…!“
„Psst!“, sagt jetzt der Hasenlehrer, „lass die anderen noch ein bisschen überlegen.“

 

 

Und das stammt aus meinem Schulheft aus der 2. Klasse:

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Leider weiß ich nicht, woher damals diese Texte stammten. Der erste Text war anscheinend ein Diktat, da es eine Nummer trägt und ich auch die Note „eins“ hierfür erhalten habe, der zweite war möglicherweise nur eine Abschrift oder eine Diktatübung, aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern.

 

Ich wünsche Euch ein schönes Osterfest mit recht viel Frühlingssonne und ganz vielen bunten Ostereiern. Lasst es Euch gutgehen und seid herzlich gegrüßt.

Eure Astrid Berg

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Rund, grün und faszinierend (2)

Nachdem ich Euch neulich von der Überfahrt von Teneriffa nach La Gomera berichtet habe, zeige ich Euch heute die Insel La Gomera selbst. Das Wetter war gemischt: Teilweise etwas trüb, teilweise sonnig und an manchen Stellen sehr windig und auch etwas feucht. Das liegt daran, dass La Gomera mehrere Klimazonen aufweist. Wir haben den Tag genossen, denn diese Insel ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

La Gomera nennt man wegen ihrer Form auch die „Runde Insel“. Sie ist die kleinste Insel des Archipels und nur etwa 40 Kilometer von Teneriffa entfernt und damit auch schnell erreichbar.

La Gomera ist vulkanischen Ursprungs, wobei der letzte Vulkanausbruch schon mehrere Millionen Jahre zurückliegt.

Wir haben mit der Autofähre die Ostküste angesteuert und in der Inselhauptstadt San Sebastian angelegt. Zunächst  sind wir Richtung Norden gefahren, um dann unsere Fahrt bis zum Südwesten fortzusetzen und dort den Valle Gran Rey zu bewundern. Von dort aus ging es dann am Abend wieder nach San Sebastian, um mit der Fähre zurück nach Teneriffa zu fahren.

Die Insel ist sehr interessant, da sie viele Hügel, Berge, Täler und Schluchten aufweisen kann. 1200px-DSC01013

Sie ist sehr grün, was wohl auch an der höheren Feuchtigkeit liegt.1200px-DSC01014

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Der Wind hat das Meer aufgepeitscht und die Wellen an den Strand geworfen.1200px-DSC01072

An diesem Strandabschnitt haben wir auch diese Fassade mit den zwei Haustüren entdeckt. Leider konnten wir nicht durch die Türen gehen, aber wir haben einfach über die Mauer geschaut.  Dahinter befand sich ein noch nicht bestellter Garten und ein Wohnhaus.1200px-DSC01075

Diese Insel ist auch aus geologischer Sicht sehr interessant, da Vukanausbrüche und Verwitterungsprozesse etc. in Millionen von Jahren hier eine faszinierende Landschaft und auch Vegetation gestaltet haben.1200px-DSC01088

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Dieses Foto zeigt eine einzigartige Sehenswürdigkeit. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Vulkankamin, der durch Erosion entstanden ist. 1200px-DSC01099

Die Informationstafel erklärt die Entstehung des Vulkankamins genauer und ich habe den deutschen Text für Interessierte vergrößert.1200px-DSC01100

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Dieser Wald wirkte auf mich wie ein geheimnisvoller Zauberwald. Leider konnten wir nicht anhalten und ich musste aus dem Auto heraus fotografieren.1200px-DSC01113

Das Licht drang zwischen den Bäumen hindurch.1200px-DSC01116

Die Stämme der Bäume sind moosbewachsen und ich war versucht mir in der Fantasie Hexen, Zwerge, Wölfe und andere verzauberte Märchenwesen in diesem mysteriösen Wald vorzustellen.1200px-DSC01120

Obwohl es nicht ganz klar war, waren wir von der Aussicht begeistert. 1200px-DSC01124

Aber hier oben wehte ein heftiger Wind, so dass wir trotz der berauschenden Aussicht zu frieren begannen und uns nach ein paar schnellen Schnappschüssen wieder ins Auto flüchteten.1200px-DSC01127

Wir erreichten das Valle Gran Rey.1200px-DSC01150

Der Blick war atemberaubend! Übersetzt bedeutet der Name „Tal des großen Königs“.1200px-DSC01162

In dieser Schlucht konnten wir sehen, wie die Bauern sie terrassenförmig kultiviert haben. Hier werden hauptsächlich Bananen angebaut.1200px-DSC01050

Aber auch viele Palmen zieren diese Schlucht.1200px-DSC01160

Noch ein letzter Blick in dieses zauberhafte Tal und dann…1200px-DSC01161

noch einer über die gesamte Schlucht, aber …1200px-DSC01163

jetzt mussten wir uns sputen, damit wir noch die letzte Autofähre zurück nach Teneriffa erwischten.

Müde, aber glücklich über diesen schönen Ausflug ließen wir dann den Tag ausklingen.

 

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Wir waren zwei Wochen auf Teneriffa, der Insel des ewigen Frühlings. Es hat gut getan endlich wieder ein bisschen Sonne zu tanken und sich zu entspannen. Es war nicht das erste Mal, dass wir diese Insel besucht haben und trotzdem haben wir viele Dinge erlebt, die für uns neu waren. Ich möchte Euch gerne daran teilhaben lassen und zeige Euch in zwei Teilen unseren Ausflug nach La Gomera.

Zu den Kanarischen Inseln (Hauptinseln) gehören ja bekanntlich Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro.

La Gomera ist von Teneriffa aus in ungefähr einer Stunde mit der Fähre erreichbar. Da wir einen Mietwagen hatten, wählten wir die Autofähre und waren somit auch auf der Insel mobil.

Wir waren schon morgens frühzeitig am Hafen von Los Cristianos, mussten aber doch noch einige Zeit warten, bevor wir auf das Schiff konnten, denn die Luke zur Be- und Entladung der Fähre ließ sich zunächst nicht öffnen. Doch irgendwann öffnete sich das „Schiffsmaul“, spuckte die Fahrzeuge aus und verschluckte wieder andere Autos und Busse. Unter anderem auch unser Auto, das mit vier Personen besetzt war.1200px-DSC00961 Kopie

Zu jedem Schiff gehören auch Flaggen. Im Wind wehte außer der spanischen Flagge,1200px-DSC01230

die Flagge der Kanaren (weiß, blau, gelb) und diejenige von Teneriffa (blauer Grund, weißes Kreuz).1200px-DSC01239

Wir verließen den Hafen von Los Cristianos und damit auch Teneriffa.1200px-DSC00966

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Ein Blick zurück auf den schneebedeckten Teide durfte selbstverständlich auch nicht fehlen.1200px-DSC01210

Immer weiter entfernten wir uns von Teneriffa und1200px-DSC00980

befanden uns schon bald mitten auf dem offenen Meer. Während wir hinaus fuhren, kehrten die Fischer mit ihren Booten zurück.1200px-DSC00983

Über uns kreisten vereinzelte Möven, aber1200px-DSC00970

den Fischerbooten folgten sie in Scharen.1200px-DSC01242

In der Ferne konnten wir schon bald La Gomera sehen.1200px-DSC00995

Schon vom Meer aus haben wir die Häuser, Berge und Täler der Insel bewundert.1200px-DSC00997

Zu einer Insel gehört selbstverständlich ein Leuchtturm, den wir auch sofort erspähten.1200px-DSC00999

Doch wir entfernten uns wieder und steuerten den Hafen von San Sebastian  an.1200px-DSC01000

Dort lag  bereits eine andere Fähre vor Anker.1200px-DSC01002

Wir waren ganz gespannt, was uns auf La Gomera erwarten würde.1200px-DSC01003

Schon auf den ersten Blick erschien uns diese Insel sehr interessant und wir fuhren im Hafen von San Sebastian von der Fähre, um La Gomera zu entdecken.1200px-DSC01005

An diesem Tag erforschten wir mit dem Auto die ganze Insel und waren von der Natur und der Landschaft beeindruckt.

Wenn Ihr Lust habt, dann kommt im zweiten Teil mit uns mit und „durchwandert“ La Gomera. Ich kann Euch jetzt schon verraten: Es lohnt sich und es wird Euch genauso gefallen wie uns.

Na, seid Ihr neugierig geworden?

 

 

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Wo die Liebe hinfällt …

Diese Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit, von der ich neulich durch einen Bericht im Fernsehen erfahren habe. Ich war und bin so fasziniert, dass ich Euch hiervon in abgewandelter Form in der folgenden Kurzgeschichte erzählen möchte.
Sie handelt von einer ungewöhnlichen Liebe und zeigt, dass Liebe nicht nur Berge zu versetzen vermag, sondern auch ungewöhnlich große Distanzen überwinden und ungeahnte Kräfte wachrufen kann.

Fridolin* kann sich bis heute nicht mehr daran erinnern, wie es eigentlich passierte. Auf jeden Fall geriet er in eine fatale und im Grunde genommen ausweglose Situation. Irgendwo war aus ihm unbekannten Gründen eine große Menge Öl in das Meer gelaufen. Ein richtiger Ölteppich trieb im Meer und er war hineingeraten.
Dabei wollte er nur ein bisschen im Meer herum schwimmen und plantschen, so wie es eben ein Pinguin gerne macht. Anscheinend war er auch zu weit hinaus geschwommen, aber das merkte er erst viel zu spät.
Am Anfang machte das Schwimmen und Plantschen ja auch Spaß, doch dann fand er sich plötzlich inmitten des stark verunreinigten Wassers. Eigentlich war es gar kein Wasser mehr, es war nur noch Öl.
„Was ist denn nur los?“, fragte er sich. Ich kann mich gar nicht mehr richtig bewegen und alles fühlt sich so klebrig an.“
Ihm fielen auf einmal die Bewegungen schwerer und immer schwerer. Er versuchte den Schmutz abzuschütteln, doch dieses Öl klebte an ihm und er wurde es nicht mehr los. Auch seine Kräfte schwanden. Er hatte keine Chance, um zurück zu seinen Freunden und seiner Familie zu schwimmen.
So laut er konnte, rief er:
„Hilfe! So helft mir doch! Kommt und rettet mich!“
Doch niemand hörte ihn und niemand kam ihm zur Hilfe. Fridolin war nicht der Einzige, der dieser klebrigen Masse zum Opfer gefallen war. Inzwischen schwammen tote Fische auf der Meeresoberfläche, aber auch andere Pinguine trieben reglos um ihn herum.
Immer verzweifelter schrie er um Hilfe. Allerdings erfolglos.
Inzwischen war er auf das offene Meer hinaus getrieben. Der Wind wurde stärker und die Wellen größer. Er hatte Angst. Ganz fürchterliche Angst. Auch wusste er mittlerweile nicht mehr, wo er eigentlich war.
„Ich habe noch niemals in meinem Pinguinleben dieses schreckliche Gefühl gehabt“, dachte er. „Was soll ich nur machen?“
Auch wenn er noch ein unerfahrener Pinguin war, so wusste er doch, dass er dieses schreckliche Unglück nicht überleben würde. Es sei denn ein Wunder würde geschehen.
„Ich will nicht sterben!“, schrie er in die Weite hinein.
Die Nacht war mittlerweile herein gebrochen und der Wind hatte sich in einen Sturm verwandelt. Fridolin hatte sich seinem Schicksal ergeben. Er wusste nicht wie lange er so im Meer dahin trieb, denn irgendwann musste er wohl aus Erschöpfung das Bewusstsein verloren haben.
Als er wieder aus dieser Bewusstlosigkeit erwachte, sah er in große Kinderaugen.
„Schau mal der arme Kerl“, sagte ein Junge. „Ob er noch lebt?“
Fridolin versuchte sich bemerkbar zu machen, aber nur ein ganz leiser, kaum hörbarer Ton drang aus seiner Kehle.
Das Schicksal hatte ihn vollkommen verklebt und abgemagert an einen Strand von Rio de Janeiro gespült. Da lag er nun völlig hilflos. Die Kinderstimmen drangen jedoch zu ihm durch und plötzlich spürte er Hände. Sie umklammerten ihn und hoben ihn hoch. Er ahnte nicht, dass diese Kinderhände ihn zu seinem Retter und geliebten Herrn bringen würden.
Jo*, so hieß der Junge, der den Pinguin zu seinem Großvater brachte.
„Opa, Opa! Komm ganz schnell!“, rief er schon von Weitem.
„Der arme Pinguin braucht unsere Hilfe, sonst stirbt er! Bitte Opa, wir müssen ihn retten!“, bat Jo seinen Großvater.
Der alte Mann war ein brasilianischer Fischer. Er hatte ein gutes Herz und vor allem ein Herz für den Pinguin Fridolin. Er säuberte ihn und und holte einen Korb voller frischer Fische. Mit großer Geduld fütterte er den vollkommen abgemagerten Pinguin. Von Tag zu Tag erwachten die neuen Lebensgeister in Fridolin wieder zum Leben.
Die Hilfe des brasilianischen Fischers und der Kinder, die das Tier immer wieder besuchten und vor allem die aufopfernde Hingabe mit der der alte Mann den kleinen Pinguin pflegte, ließen Fridolin mehr und mehr zu Kräften kommen. Voller Dankbarkeit seinem Retter gegenüber, folgte er diesem auf Schritt und Tritt. Egal, wohin der alte Fischer auch ging, Fridolin war an seiner Seite.
„Warte, ich komme mit!“, rief er dem Fischer zu, sobald dieser sich auch nur zwei Schritte von ihm entfernte.
Zwischen den beiden entspann sich eine richtige Freundschaft. Nein, es war mehr als das. Es war die große Liebe. Und zwar von beiden Seiten.
Der kleine Pinguin Fridolin war ein treuer Freund und auch Jo’s Großvater wollte den kleinen Kerl nicht mehr missen. Sie gingen zusammen im Meer schwimmen, neckten sich und gaben sich gegenseitige Liebesbeweise. Der Pinguin stupste seinen Retter an und schmiegte sich so oft es nur ging an ihn. Manchmal hatte man sogar den Eindruck, dass die Beiden sich Küsschen geben würden.
„Du bist das Beste, das mir je passiert ist. Durch dich bin ich nicht mehr so allein!“, flüsterte der Fischer dem Pinguin zu.
Und Fridolin antwortete ihm. „Du bist mein großer Held, du hast mich gerettet. Ich liebe dich!“
Die Beiden waren in der ganzen Gegend bekannt und überall herzlich willkommen. Sie waren einfach unzertrennlich und die Menschen konnten sich den Einen nicht mehr ohne den Anderen vorstellen.
Doch der alte Fischer wusste ganz genau, dass eines Tages die Trennung kommen würde. Eigentlich war der Pinguin Fridolin schon viel zu lange in Brasilien. Auch konnte man sicherlich nicht von einem artgerechten Leben reden, das Fridolin führte.
„Du musst wieder zu deinen Artgenossen schwimmen“, sagte er eines Tages zu Fridolin. „Wo immer du auch hergekommen bist, dort gehörst du hin.“
Schweren Herzens ging er immer wieder mit dem Pinguin zum Meer und war sich sicher, dass dieser eines Tages im Meer bleiben und davon schwimmen würde. Doch der kleine Kerl marschierte immer wieder mit zurück in des Fischers Hütte.
Aber plötzlich packte den Pinguin doch ein ungekanntes Verlangen. Er dachte immer öfter an seine eigentliche Heimat und die Sehnsucht überfiel ihn. Auch wollte er seine Artgenossen wiedersehen. Irgendwie sagte ihm sein Instinkt, dass die Zeit für seinen Aufbruch gekommen war.
Nachforschungen hatten ergeben, dass es sich um einen Magellan-Pinguin handelte, der vermutlich von Patagonien stammte. Vielleicht würde man eines Tages in Erfahrung bringen, welches Schicksal ihn ereilte, aber so recht glaubte niemand daran, jemals wieder etwas von dem kleinen Pinguin zu hören oder zu sehen.
Der Fischer war sehr traurig, als er Fridolin immer weiter hinaus schwimmen sah.
„Lebe wohl, mein kleiner Freund!“, rief er ihm nach. „Ich werde dich nie vergessen. Du wirst immer einen Platz in meinem Herzen haben.“
Traurig ging er alleine nach Hause. Sein Leben war nicht mehr so wie vorher. Immer wieder musste er an Pinguin Fridolin denken. Er hoffte, dass er seine Artgenossen heil erreicht hatte und ein schönes Pinguinleben führen konnte.
So vergingen die Tage und Monate. Und der alte Fischer konnte es nicht fassen, als eines Tages sein treuer Freund Pinguin Fridolin wieder angewatschelt kam. Er hatte tatsächlich mehr als 4000 Kilometer zurückgelegt, um auf einer seiner Heimatinseln eine Familie zu gründen. Doch irgendwie hatte er den alten Freund, den Fischer, nie vergessen können. Sein Herz gehörte auch diesem Mann. So war er fortan hin und her gerissen zwischen seinem Pinguinleben und der Liebe zu seinem Retter. Auch jetzt trieb ihn die Sehnsucht wieder hinaus auf das Meer und er legte diese unendlich erscheinende Distanz wiederum zurück. Seither wiederholt sich Jahr für Jahr das gleiche Schauspiel. Der Pinguin Fridolin pendelt zwischen seinen beiden Welten und seinen beiden großen Lieben hin und her und überbrückt dabei auf jeder Strecke locker mehr als 4000 Kilometer.
„Ich komme wieder!“, ruft er bei jedem Abschied dem winkenden Fischer zu.

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*Die Namen sind frei erfunden und die Fotos bilden Pinguine aus dem Jungle Park auf Teneriffa ab. Einen Bericht zu der wahren Begebenheit brachte die Tagesschau am 11.3.2016.

 

Ich möchte mich heute bei allen meinen Lesern für die Treue bedanken, mit der Ihr immer wieder meinen Blog besucht. Danke, dass es Euch gibt und ich freue mich, wenn ich Euch mit meinen Geschichten, Fotos und Berichten auch weiterhin ein bisschen den Alltag verschönern kann.

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Badetag

Früher gab es jede Woche einen Badetag. Ich kann mich noch erinnern, dass am Samstag immer die ganze Familie gebadet hat. Heutzutage ist sozusagen jeder Tag ein Badetag. Ob in der Badewanne, unter der Dusche oder im Schwimmbad, das kühle Nass ist erfrischend, wohltuend und ist mehr als nur pure Reinigung. Es ist auch Entspannung. Außerdem bereitet Plantschen Freude, egal ob den Kleinen oder den Großen.
Warum mir das jetzt gerade einfällt, wollt Ihr vielleicht wissen? Na ganz einfach: Wir haben auf Teneriffa den Jungle Park besucht. Dort wurde mein Mann nicht nur von der Seelöwin geküsst, sondern wir konnten auch den Pinguinen beim Plantschen zusehen. Das war so herrlich, denn sie haben ihren „Badetag“ sichtlich genossen. Schaut her, ich habe Euch ein paar Fotos mitgebracht:

Herr Pinguin überlegt sich gerade, ob er mal schnell in das kühle Nass springt und ein paar Runden darin dreht.1200px-DSC00419

Und platsch! Schon ist er im Wasser…1200px-DSC00433

… und schwimmt los.1200px-DSC00447

Da ist Herr Pinguin in seinem Element. 1200px-DSC00414

Er schwimmt mal hier hin und mal da hin.1200px-DSC00421

Es ist einfach nur herrlich, wenn das Wasser in die Höhe spritzt.1200px-DSC00442

Plantschen macht Spaß!1200px-DSC00445

Auch Rückenschwimmen ist für ihn kein Problem.1200px-DSC00439

Aber verflixt, da juckt etwas ganz fürchterlich.1200px-DSC00423

Jetzt ist Gelenkigkeit gefragt.1200px-DSC00449

Und er kann sich sogar noch ein bisschen mehr verbiegen.1200px-DSC00437

Auch muss er mal ganz kurz nachschauen, was es so da unten gibt und schnell für einen kurzen Moment abtauchen.1200px-DSC00440

Herr Pinguin fühlt sich so richtig wohl.1200px-DSC00415

So jetzt noch eine letzte Runde.1200px-DSC00430

Und dann geht es wieder an Land zu den anderen.1200px-DSC00453

Aber er bringt ihnen noch etwas mit, damit sie sich ihr  Zuhause auch schön gemütlich machen können.1200px-DSC00426

Treppensteigen kann Herr Pinguin auch.1200px-DSC00427

Ohje, dabei ging das Mitbringsel anscheinend  verloren.1200px-DSC00429

Ob die anderen jetzt wohl geschimpft haben? Zumindest sieht er ziemlich geknickt aus.1200px-DSC00428

Also nochmal ab ins Wasser. Vielleicht findet sich ja das Verlorengegangene wieder.1200px-DSC00455

Ist er nicht niedlich, der kleine Pinguin? Mir jedenfalls hat es viel Freude bereitet ihm beim Plantschen zuzusehen.

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