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Weiße Welt

Heute habe ich wieder einmal in meine Schatzkiste gegriffen und ein paar alte private Winterfotos heraus geholt. Leider ist deren Qualität nicht so besonders gut, aber ich möchte Sie Euch trotzdem  zeigen. Es geht heute nämlich um die weiße Welt, die der Winter uns beschert. Da der Winter nicht zu meiner Lieblingsjahreszeit zählt, habe ich auch nur wenige ältere Fotos zu diesem Thema gefunden. Also habe ich noch ein paar Fotos aus diesem Jahr hinzu gefügt und was dabei heraus gekommen ist, könnt Ihr hier sehen.

Wenn Frau Holle (oder wie hier im Bild, die Goldmarie) ihre Betten ausschüttelt, dann schneit es bei uns auf der Erde, so jedenfalls erzählt es das Märchen von den Gebrüdern Grimm.*

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„Oh ist das schön! Es schneit! Wir gehen  Schlittenfahren! Aber erst bauen wir einen Schneemann!“

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„Hübsch ist er geworden! Er gefällt Euch doch auch, oder?“

„Darf ich vorstellen: Mein Freund Egon, der Schneemann.“

Übrigens: Gestern am 18. Januar war der Tag des Schneemanns.

Die größte Schneefrau der Welt wurde 2008 in Bethel im US-Bundesstaat Maine gebaut. Sie ist 37 Meter hoch und wiegt stolze 6000 Tonnen.**

 

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„Und schon sausen wir den Berg hinunter!“

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Die Kinder freuen sich, die Meinung der Erwachsenen zum Schnee ist zweigeteilt. Für viele bedeutet Schnee in erster Linie Arbeit und mögliche Gefahren und erst in zweiter Linie Freude und Spaß.

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Ist es nur Pulverschnee, dann ist er federleicht und das Schneeschieben macht sogar Spaß. Allerdings nur, wenn es nicht allzu oft notwendig ist.

Klar, im Winterurlaub ist der Schnee einfach nur wundervoll, absolut erwünscht und hüllt alles wie durch einen Zauber in eine weiße Pracht.

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Obwohl Schnee eigentlich nur gefrorenes Wasser ist und Wasser durchsichtig ist, bewirkt die Lichtbrechung ein kleines Wunder. Es bricht sich an den Rändern der einzelnen Eiskristallen, wird reflektiert und gestreut. Durch diese Lichtbrechung erscheint der Schnee weiß. Und im Sonnenlicht glitzert der Schnee. So mögen wir den Schnee, – rein und weiß. So legt er sich sanft wie eine Haube über alles und wirkt auf uns faszinierend.

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1200px-TannenbaumFaszinierend ist auch, dass eine Flocke aus mehreren Schneekristallen besteht und jedes Schneekristall einzigartig ist. Ich habe gelesen, dass es amerikanischen Schneeforschern gelungen ist, 6000 unterschiedliche Schneekristalle zu fotografieren und man geht davon aus, dass es noch eine weit größere Anzahl gibt. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam, nämlich die Grundform. Hierbei handelt es sich um ein Sechseck.***

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„Leise rieselt der Schnee, still und starr, ruht der See“, so singt man. Diese Stille habe ich neulich auch bei meinem Winterspaziergang gespürt. Doch täuscht dieser Eindruck etwa?

1200px-SchneelandschaftWir können den Schneefall nicht hören, doch ich habe gelesen, dass auch er Geräusche machen kann. „Denn wenn Schnee zum Beispiel auf Wasser fällt, dann macht er schon Geräusche: Da platzen nämlich die kleinen Luftblasen, die zwischen den Eiskristallen eingeschlossen sind – und dann klirrt es. Aber eben in einer Tonhöhe, die wir nicht mehr wahrnehmen können: Zwischen 50 und 200 Kilo-Hertz. Fledermäuse können das noch hören.“****

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Auch der Schnee selbst dämpft den Schall.

Der leichte Pulverschnee verschluckt unsere Schritte, während man sie sehr wohl in dem schon etwas festeren und verharschten Schnee hören kann.

Wer mag wohl diese Spuren hinterlassen haben? Ich tippe auf einen Vierbeiner 😉

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Beenden möchte ich heute meinen kleinen Beitrag mit einem sehr alten Foto, das ich ebenfalls bei meinen Schätzen gefunden und eingescannt habe. Es zeigt die Tanten meiner Mutter und ihren Bruder beim Schlittenfahren (vermutlich in den 1920er Jahren aufgenommen).

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Ich hoffe Euch hat mein kleiner Ausflug in unsere private weiße Welt  gefallen.

Vielleicht möchtet Ihr ja auch noch die schöne Geschichte passend zu dem Foto von der Zugspitze (das Foto stammt von unserem Sohn) lesen. Dann klickt euch doch mal schnell hier hinein:

Meine Mutter und die Zugspitze

 

 

 

*das Bild habe ich aus meinem Märchenbuch abfotografiert: „Die echten WS Glanzbilder Geschichten, Deutsche Märchenwelt nach Brüder Grimm“

** vgl: http://www.volksstimme.de/leben/weiss-und-kugelrund-wissenswertes-zum-schneemann/1453019085000

***vgl hierzu: http://www.ksta.de/ratgeber/wenn-s-weiss-wird–wissenswertes-ueber-schnee,15189524,33054148.html

****Zitat aus: http://www.hr-online.de/website/radio/hr4/index.jsp?rubrik=51179&key=standard_document_58634446

 

 

Eiskalt

Die Geschichte, die ich Euch heute erzählen möchte, hat ebenfalls wieder das Leben geschrieben. Ich habe neulich in unserer Tageszeitung einen ziemlich kurzen Artikel über eine wahre Begebenheit gelesen. Diese wenigen Zeilen haben mich dazu animiert, Euch wieder eine Professor Konfusi-Geschichte zu erzählen. Lasst Euch überraschen, was diesmal wieder so alles rund um den netten älteren Herrn passiert.

Das Haus, in welchem Professor Konfusi wohnt, ist ein älteres Mehrfamilienhaus. Eigentlich ist es eine alte Villa, die Anfang der 50er Jahre erbaut wurde. Hier wohnen vier Parteien. Im Erdgeschoss lebt eine sehr betagte Dame, die alle nur Oma Schmidt nennen. Die Wohnung darüber wird von Marco und seinen Eltern bewohnt und im zweiten Stock hat das Ehepaar Konfusi eine schöne gemütliche Wohnung. Im dritten Stock wurde erst kürzlich aus- und umgebaut, allerdings gibt es hier noch keinen Bewohner. Überhaupt hat man im Jahr 1981 die gesamte Villa modernisiert und danach vermietet. Während Marco mit seinen Eltern erst seit knapp fünf Jahren in diesem Haus wohnt, leben das Ehepaar Konfusi und Oma Schmidt schon seit fünfunddreißig Jahren hier.
Oma Schmidt feiert nächstes Jahr ihren neunzigsten Geburtstag. Aber sie ist noch so fit wie ein Turnschuh, wie sie selbst immer wieder betont. Nur ihre Augen sind schon ein wenig müde und auch trüb geworden, allerdings trägt sie nur zum Lesen und beim Fernsehen eine Brille. Ansonsten sieht sie angeblich alles klar und deutlich.
Oma Schmidt hat ihren Mann schon früh durch einen Verkehrsunfall verloren. Nach seinem Tod zog sie aus der ehemals gemeinsamen Wohnung aus und mietete sich in der Villa ein. Ja und hier ist sie geblieben. Sie hat nie wieder geheiratet und der einzige Sohn lebt inzwischen in Amerika, wohin er sie gerne nachholen würde. Aber die alte Dame weigert sich strikt, so nach dem Motto: Einen alten Baum verpflanzt man nicht.
So hat der Sohn mit Frau Konfusi ein Abkommen getroffen, sich ein wenig um seine Mutter zu kümmern und ihm immer genauestens zu schildern, wie es ihr geht. Er selbst ruft sie so oft es geht an und kommt einmal im Monat über den großen Teich geflogen. Vorausgesetzt sein Flugplan lässt dies zu, denn er ist bei einer großen Fluggesellschaft als Pilot tätig, sonst wäre die große Distanz nahezu unüberbrückbar. Zweimal im Jahr kommt sogar die ganze Familie auf Besuch. Gerade erst waren sie über Weihnachten und Silvester bei ihr.
Heute ist Oma Schmidt’s Haushaltshilfe da, wie alle zwei Tage. Sie hat für heute und morgen gekocht, geputzt und gewaschen und will gerade gehen.
„Warten Sie! Ich komme mit“, sagt Oma Schmidt. „Ich nehme dann den leeren Mülleimer wieder mit rein.“
„Es ist aber eiskalt draußen. Wir haben fünf Grad unter Null!“, weist sie die junge Frau auf die niedrigen Temperaturen hin. „Bleiben sie lieber in der warmen Stube!“
Doch Oma Schmidt schlüpft in ihre gefütterte Winterjacke und in ihre warmen Schuhe. Während die alte Dame nach hinten in den Hof geht und ihren Müll entsorgt, steigt die Haushaltshilfe in ihr Auto und düst davon. Oma Schmidt lässt ihren Blick im Hof und an den Fenstern des Hauses herumschweifen. Plötzlich sieht sie etwas, das sie stutzig werden lässt.
„Komisch“, denkt sie, „die Wohnung im dritten Stock ist doch noch gar nicht vermietet. Aber da sitzt doch jemand auf dem Balkon!“
Die alte Dame reibt sich die Augen, denn vielleicht ist es ja nur eine optische Täuschung. Nein, tatsächlich, da ist jemand. Und wie sieht der denn aus? Das gibt es doch nicht!
Oma Schmidt schlägt sich vor Schreck die Hand vor den Mund, um sie sogleich wieder wegzunehmen und zu rufen:
„Hallo, hallo! Was machen sie denn da?“
Der Angesprochene sitzt jedoch reglos da und gibt keine Antwort. Auch auf den zweiten und dritten Versuch reagiert er nicht.
So schnell sie ihre alten Beine tragen, schlurft Oma Schmidt ins Haus zurück. Sie steigt mühsam die Stufen bis zum zweiten Stock nach oben und läutete Sturm bei Professor Konfusi. Da dieser nicht schnell genug an der Wohnungstür erscheint, klopft sie  gegen diese und brüllt:
„Hilfe! Professor Konfusi! So kommen Sie doch!“
Gerade als sie nochmals auf den Klingelknopf drückt, reißt der Professor die Tür auf.
„Um Himmels Willen, Oma Schmidt! Was ist denn so Schlimmes passiert?“
„Hilfe! Ein nackter Mann!, japst die alte Dame.
Professor Konfusi schaut verwirrt an sich herunter, aber er steht vollkommen bekleidet im Türrahmen. Also kann sie ihn schon mal nicht gemeint haben.
„Wo?“, fragt er. „Werden Sie verfolgt?“
„Ach, Blödsinn!“
Oma Schmidt sieht Professor Konfusi energisch an und deutet nach oben.
„Dort oben im dritten Stock sitzt ein nackter Mann auf dem Balkon! Sie müssen sofort die Polizei und den Krankenwagen rufen. Er antwortet nicht, wenn man ihn anspricht und er ist auch schon total rot. Bei dieser Eiseskälte ist er bestimmt schon halb erfroren.“
„Aber da oben wohnt doch niemand und schon gar kein Nackter“, erklärt Professor Konfusi sachlich. „Sind Sie da auch ganz sicher?“
„Aber ja doch! Er hat überhaupt nichts an. Vollkommen nackt,- sag ich doch! Bei dieser Jahreszeit! Sie müssen was unternehmen! Rufen Sie doch nun schon endlich die Polizei!“
Professor Konfusi schiebt die alte aufgeregte Dame in die Wohnung, übergibt sie seiner Frau, greift zu seiner Jacke und steckt sein Handy ein.
„Ich lauf schnell nach unten und schau mir das mal an. Die Polizei und den Krankenwagen rufe ich dann vom Handy aus an. Machen Sie sich keine Sorgen. Beruhigen Sie sich erst einmal!“
Professor Konfusi steigt schnellen Schrittes die Treppen hinunter und hastet in den Hof.
Schon bevor er seinen Blick zielgerichtet nach oben wirft, ruft er laut:
„Hallo! Brauchen Sie Hilfe?“
Tatsächlich, jetzt sieht er es auch mit seinen eigenen Augen:

Ein Nackter!
In dieser Eiseskälte!
Auf dem Balkon im dritten Stock!

Doch der Nackte reagiert nicht auf sein Rufen. Genau wie es Oma Schmidt beschrieben hat.
Aber etwas ist anders. Etwas, das der alten und aufgeregten Dame nicht aufgefallen ist, obwohl sie doch angeblich alles klar und deutlich sieht.
Auf dem Balkon sitzt kein unbekleideter Mann.

Nein!

Auf dem Balkon der leerstehenden Wohnung im dritten Stock sitzt

eine unbekleidete männliche

Schaufensterpuppe.

Wollt Ihr noch mehr Professor Konfusi-Geschichten lesen?

Professor Konfusi

Ohje,ohje

Marco braucht Hilfe

Die Entführung

* Hinweis: In unserer Tageszeitung („Lausitzer Rundschau“, vom 9./10.Januar 2016, Nr.7/ 65.Jahrgang) wurde in wenigen Zeilen eine Begebenheit aus Bad Hersfeld/Hessen erwähnt: Ein aufgeregter Bürger habe die Polizei verständigt, da er auf einem Balkon einen nackten Mann sitzen sah, der nicht reagierte. Die Polizei stellte fest, dass es sich um eine Schaufensterpuppe handelte.

Und so entstand plötzlich in meinem Kopf eine neue Professor Konfusi-Geschichte.

Augenblicke des Lächelns

Als ich heute Morgen am Unicampus war, fand ich ein sonderbares Wesen vor, das mir augenblicklich ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Sogleich manifestierte sich die Idee in meinem Kopf, Euch doch auch kleine Augenblicke des Lächelns zu schenken.

Es sind die kleinen Dinge im Leben, die eigentlich bedeutungslos sind, aber uns doch die Mundwinkel nach oben ziehen lassen. Ich bin froh, dass es diese Momente gibt. Sie kommen ganz spontan auf uns zu, aber wir müssen sie erkennen, um sie spüren zu können.

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Dieser kleine süße Kerl hat mich verzaubert. Ich erinnerte mich plötzlich an viele Augenblicke, in denen irgendetwas oder irgendjemand mir ein Lächeln entlockte. Diese persönlichen Glücksmomente sind kostbar.

Und wieder einmal habe ich meine Festplatte durchforstet, um Euch vielleicht auch ein paar Augenblicke des Lächelns zu schenken.

Nehmt einfach Platz, so wie diese Dame…

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wählt Euch einen gemütlichen Sitzplatz aus und …

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lächelt einfach nur!

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Dieses süße Schweinchen lief uns bei einem Spaziergang im Spreewald über den Weg.

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Diese Beiden waren so neugierig und zutraulich, dass sie auf Rhodos durch unser offenes Autofenster schauten. Sicher könnt Ihr Euch vorstellen, dass ich erst einmal ein Stückchen vom Fenster abgerückt bin und dann einen tüchtigen Lachanfall bekommen habe.

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Ihr fragt Euch, warum ich bei dem nächsten Foto schmunzeln muss? Na ganz einfach: Dieser faule Kerl erinnert mich an die Kindersendung Urmel aus dem Eis.

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In Bangkok freute ich mich über die weihnachtlich dekorierten Schaufensterpuppen und meinen Mann, der sich zu ihnen gesellte.

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Oder über unseren Besuch beim thailändischen Friseur, von dem ich bereits schon berichtet habe.

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Dieses tolle Reisegepäck sah ich irgendwo auf einem Bürgersteig stehen und hatte sofort gute Laune.

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Ich bin froh diesem Unbekannten in Schweden begegnet zu sein, denn auch er hat mir mit seiner Art die Brille zu tragen einen Augenblick des Lächelns geschenkt.

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Als uns in Erfurt plötzlich Käpt’n Blaubär und Hein Blöd begegneten, lächelte und winkte ich ihnen zu.

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Aber auch Sandmann und Tigerente rufen schöne Erinnerungen in mir hoch.

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Und natürlich entlockt mir Till Eulenspiegel immer ein Schmunzeln.

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Wenn Ihr denkt, man muss viel in der Welt herumreisen, um Augenblicke des Lächelns zu finden, dann habt ihr Euch gewaltig getäuscht. Sie liegen direkt vor unserer Haustür.

In einem Nachbardorf fand ich diesen hübschen ausgestopften Herrn, der gerade den Garten umpflügen wollte.

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In der Stadt sah ich eine Ente den Kopf ins Wasser stecken und das Schwänzchen in die Höhe strecken. Sofort musste ich an das Kinderlied „Alle meine Entchen“ denken und schmunzelte still vor mich hin.

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Auch als ich Olaf, den Schneemann in einem Schaufenster erblickte, weckte dieser Erinnerungen. Ich habe den Film „Die Eiskönigin-völlig unverfroren“ auf unserem Flug von Bangkok nach Abu Dhabi gesehen.

Als ich an Olaf vorbei ging, schmunzelte ich ebenso wie er.

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Auch an diesen tollen Kinderzeichnungen erfreute sich mein Herz. Sie schmücken einen Bauzaun und sind durch eine Initiative der Lausitzer Wasser Gesellschaft (LWG) entstanden.

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Auf meinem Weg durch die Stadt begegnete ich noch Fürst Pückler, der gerade auf der Jagd war.

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Ob er wohl Jagd auf die beiden Elefanten gemacht hat, die an dieser Hauswand für unseren Tierpark werben?

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Ich hoffe ich konnte Euch mit meinen kleinen Augenblicken des Lächelns ebenfalls ein paar Momente mit hochgezogenen Mundwinkeln bescheren.

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Lasst es Euch gut gehen und freut Euch über die vielen unverhofften Gelegenheiten zum Schmunzeln.

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Auch bei diesen Kurzgeschichten könnt ihr lächeln:

Meine ganz normale, chaotische Familie

Peinlich, peinlich

Mensch ärgere dich nicht!

Beim thailändischen Friseur

 

 

 

Ein Hauch von Winter

Vielleicht könnt Ihr Euch noch an meinen Spaziergang durch den 100 ha großen Branitzer Park  in Cottbus erinnern. Ich habe Euch damals versprochen auch einen Winterspaziergang durch diesen schönen und großen Landschaftspark zu machen. Gestern habe ich diesen Park, der von dem Landschaftsarchitekten Fürst Hermann von Pückler gestaltet wurde, besucht. Natürlich habe ich auch meine Kamera mitgenommen, um Euch den Hauch von Winter zeigen zu können, den der Schnee dort hinterlassen hat.

Lehnt Euch für einen Augenblick zurück und genießt die winterliche Parklandschaft, aber auch die Stille und den Frieden.

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Im Hintergrund könnt Ihr schon die beiden Pyramiden erkennen.

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Die große Pyramide (die Ruhestätte von Fürst Hermann von Pückler und Fürstin Lucie Muskau) und …

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nur ein paar Meter weiter…

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kommt man zur kleineren Pyramide mit dem „Krönchen“ oben drauf.

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Ich wandere weiter und lasse den Hauch von Winter inmitten dieses Parks auf mich wirken.

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Von Weitem kann ich eine Art Pilz entdecken, der …

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in den wärmeren Jahreszeiten zum Verweilen und Ausruhen einlädt.

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Alles strahlt heute hier eine gewisse Unberührtheit aus.

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Es sind kaum Menschen unterwegs, – ich könnte sie an meinen zehn Fingern abzählen. Mal ein Pärchen, mal zwei Mütter mit Kinderwagen, ein Paar mit Hund, ein Jogger,… und ich mit meiner Kamera und meinen Gedanken.

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Durch die Bäume hindurch kann ich schon das Schloss sehen.

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Das Entenhaus nahe dem Schloss sieht verlassen aus.

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Die Figuren, die man von Frühjahr bis Herbst rund um das Schloss bewundern kann, sind winterfest verpackt.

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Aber hier trotzen noch zwei Nackedeis der Eiseskälte.

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Auch das Schloss erscheint wie in einem Winterschlaf.

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Wie Puderzucker ist der Schnee über die Bäume und Büsche verteilt.

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Mein Blick, der über die Wiese gegenüber vom Schloss schweift, lässt mich ein orangefarbenes Schaf entdecken. Seht Ihr es auch?

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Doch noch mehr bunte Schafe tummeln sich hier auf der mit Schnee „gepuderten“ Wiese.

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Auf meinem Weg zurück zum Parkplatz komme ich an einer großen Schieferplatte mit einer Inschrift vorbei:

HIER RUHT

ADSCHAMEH

MEINE VORTREFFLICHE

ARABISCHE STUTE

BRAV SCHÖN UND KLUG

Aschameh war Pücklers Lieblingsstute.

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Ich marschiere weiter und halte noch ein paar Winterimpressionen fest.

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Weit und breit ist kein Mensch zu sehen und doch zeugen die Spuren im Schnee davon, dass heute hier schon Mensch und Tier entlang gegangen sind.

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Wie alt mag der Baum wohl gewesen sein, der zu diesem Stamm gehörte?

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Groß und mächtig ragen die Baumkronen in den Himmel. Schon bald werden sie wieder knospen und ergrünen.

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Der See ist mit einer leichten Eis- und Schneeschicht bedeckt.

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Und schon kann ich wieder die Pyramide erkennen. Mein Spaziergang neigt sich dem Ende zu.

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Seht Ihr die Spuren im Schnee, die über den See führen? Ein Tier hat sich hier wohl auf das Eis gewagt. Doch für Menschen ist die Eisschicht noch viel zu dünn.

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Dieser Spaziergang hat mir richtig gut getan. Die Stille des Parks hat sich auf mich übertragen und hat mich zur Ruhe kommen lassen. Es ist  -6 Grad, aber ich fühle mich erholt und gut gewappnet für den Rest des Tages.

 

Vielleicht möchtet Ihr auch noch das lesen:

Spaziergang durch den Branitzer Park

Im Schatten der Krone

Hans guck in die Luft

 

Die Entführung

Bestimmt möchtet Ihr wissen, wie Professor Konfusi so ins Neue Jahr gekommen ist. Ich verrate vorerst nur soviel, dass es zunächst ganz schön turbulent zuging und dann jedoch ganz ruhig. Aber lest doch einfach weiter, dann könnt Ihr alles ganz genau erfahren:

Es ist der Vormittag des 31. Dezembers.

„Brauchst du etwas aus dem Keller?“, fragt Frau Konfusi ihren Mann. „Ich gehe nämlich runter.“ Sie erhält lediglich ein stummes Kopfschütteln, denn der Professor sitzt gerade über seiner Briefmarkensammlung und sortiert den Briefmarkenjahrgang 1989.
Frau Konfusi geht nach unten, um den Kassler aus der Gefriertruhe zu holen, denn bei ihnen ist es Tradition am Neujahrstag Kassler mit Sauerkraut zu essen. Sie lächelt still vor sich hin, denn die Sache mit dem Sauerkraut an Neujahr ist so eine Art Aberglaube, den sie von ihren Eltern her kennt und der auch in ihrer eigenen Familie zwar nicht wirklich geglaubt, aber doch gepflegt wird. Das Sauerkraut am 1. Januar soll nämlich dafür sorgen, dass der Geldbeutel im kommenden Jahr nicht leer wird, sondern sich sogar noch füllt. Aber eigentlich rührt es aus den Kriegsjahren, in denen es in den Wintermonaten kein frisches Gemüse gab, nur eben das Sauerkraut. ( Sauerkraut zum Neuen Jahr)
Gedankenverloren schließt sie die Kellertür auf, da hört sie Stimmen. Sie kommen aus dem Keller, der zu der leerstehenden Wohnung im 3. Stock gehört.
„Ob wir ab Januar neue Mieter im Haus haben?“, fragt sie sich im Stillen. „Ich habe bisher niemand gesehen und auch noch nichts davon gehört.“
Sie dreht sich um, sieht aber niemand. Gesprächsfetzen dringen an ihr Ohr:
„Verhalte dich still!…
…Nicht rumzappeln!…
…Entführung…“
Frau Konfusi hält die Luft an. Da es im Keller so hallt, ist es ihr nicht möglich mehr zu verstehen, geschweige denn die Stimmen zu identifizieren.
„Um Himmels Willen! Eine Entführung! Hier im Haus!“, fährt es ihr durch den Kopf. Sie muss schnellstmöglich wieder nach oben und ihrem Mann davon erzählen und selbstverständlich auch, um die Polizei zu informieren. So leise wie möglich schleicht sie zur Kellertreppe. Plötzlich hört sie ein Geräusch, als würde etwas Schweres über den Boden gezogen und wieder eine Stimme:
„Pass doch auf!…
…Wir brauchen ganz schnell Wasser!…
…sonst stirbt er uns noch!…
…dann war die ganze Entführung umsonst…

Frau Konfusi bekommt es mit der Angst zu tun und eilt die Treppen so schnell sie kann nach oben. Atemlos kommt sie oben an, reißt die Wohnungstür auf und ruft:
„Hilfe! Entführung!“
Erschrocken kommt Professor Konfusi aus dem Wohnzimmer geeilt.
„Was ist denn los? Du bist ja total außer Atem und so blass als hättest du ein Gespenst gesehen. Setz dich erst einmal und dann erzähl der Reihe nach!“, fordert er seine Frau auf und reicht ihr ein Glas Wasser.
„Dort unten, in dem leeren Keller sind Entführer. Ich habe es ganz deutlich gehört!“
„Beruhige dich! Was hast du denn gehört?“
Jetzt erzählt Frau Konfusi ihrem Mann die ganze Geschichte. Sie ist immer noch total aufgeregt.
„Wir müssen die Polizei verständigen!“, schließt sie ihren Bericht ab.
„Warte erst noch einen Moment. Ich schleiche mich mal hinunter. Vielleicht hört ja nur jemand bei den Silvestervorbereitungen im Keller Radio. Du hast dich bestimmt getäuscht!“
„Nein, nein!“, beteuert Frau Konfusi. „Bleib lieber hier!“
„Wenn ich in 10 Minuten nicht wieder hier oben bin, dann rufst du die Polizei“, bestimmt ihr Gatte, schnappt sich seinen Spazierstock, falls er sich verteidigen muss und schon fällt die Wohnungstür ins Schloss.
Frau Konfusi jedoch holt sich das tragbare Telefon und lauscht durch einen Spalt ins Treppenhaus hinaus. Alles ist still, so als wäre nichts geschehen. Und doch passiert dort unten im Keller etwas.
Nach Minuten der Stille, die ihr endlos erscheinen, hört sie Schritte auf der Treppe. Gerade will sie die Notrufnummer der Polizei wählen, da erkennt sie die Stimme ihres Mannes:
„Ihr seid mir aber zwei schöne Entführer! Wie seid ihr nur auf so eine Idee gekommen.“
Schon schiebt er Marco und dessen Freund Manuel zur Wohnungstür hinein.
„So, hier haben wir die Übeltäter!“, sagt er und lächelt seine Frau an. „Du kannst ganz beruhigt sein, wir brauchen keine Polizei. Aber Erklärungsbedarf besteht schon!“, richtet er sich zuerst an seine Gattin und dann an die beiden Jungs.
Marco blickt beschämt nach unten auf seine Füße. Dann holt er dreimal kräftig Luft und beginnt seine Berichterstattung, zuerst etwas stockend, doch dann immer flüssiger.
„Alles fing an der Weihnachtsfeier an, zu der mein Vater bei seinem Chef eingeladen war. Sie erinnern sich doch, als er das Problem mit dem Krawattenbinden hatte.“
„Ja, ja, erzählt nur weiter!“, ermuntert ihn Professor Konfusi.
„Naja und der Chef hat meinem Vater zu Silvester einen Karpfen versprochen, sozusagen als zusätzlichen Dank für seine gute Arbeit.“
Marco stockt und blickt hilfesuchend zu seinem Freund, der auch gleich einspringt.
„Gestern hat er ihn bei Marcos Eltern vorbeigebracht. Ich war gerade dort und habe gesehen, wie er ihn in einem mit Wasser gefüllten großen Eimer brachte“, erzählt Manuel.
„Mein Vater und der Chef haben den lebenden Fisch in die Badewanne gesetzt, denn wenn er noch ein wenig in sauberem Wasser schwimmt, dann schmeckt er angeblich nicht mehr so schlammig. Und danach hat der Chef erklärt, wie der Karpfen getötet, ausgenommen und als Silvesteressen zubereitet werden muss werden.“
Marco kämpft mit den Tränen. „Der Karpfen ist so ein schöner kräftiger Kerl und er hat mich aus seinen traurigen Augen angesehen.“
Auch Marco schaut jetzt das ältere Ehepaar traurig an.
„Und da sind wir auf die Idee mit der Entführung gekommen“, berichtet Manuel weiter. „Als Marcos Eltern vorhin noch einmal schnell in die Stadt gefahren sind, haben wir den Karpfen sozusagen entführt. Wir haben ihn in den leerstehenden Keller gebracht, eine alte Blechwanne aus unserem Schuppen geholt und wir waren gerade dabei diese mit Wasser zu befüllen, als der Professor uns erwischt hat.“
„Wir hatten doch nur Mitleid mit dem Karpfen und außerdem mag ich auch überhaupt keinen Fisch essen. Nur weil das so eine Tradition zu Silvester ist, soll der Karpfen sterben. Und dann soll man auch noch eine Schuppe des Karpfens in der Geldbörse behalten, damit immer genug Geld da ist, hat der Chef erzählt. So ein Blödsinn! Deshalb wollten wir ihn morgen  in einen der Teiche hinten am Waldrand werfen, damit er wieder richtig schwimmen kann. Und von meinem Gesparten habe ich schon ganz viele Würstchen und Kartoffelsalat beim Metzger geholt, damit das Silvesteressen nicht ganz ausfällt“, erklärt Marco.
„Ach, bin ich froh, dass es nur eine Karpfenentführung war!“, lacht Frau Konfusi erleichtert und holt den beiden Jungs Limonade und Schokolade.
„Wann kommen denn deine Eltern zurück?“, will sie noch von Marco wissen.
„Ich glaube, sie müssen jeden Moment auftauchen!“, antwortet der Junge ängstlich.
„Na, dann werde ich mal im Treppenhaus auf sie warten und die Beiden zu uns herein bitten. Aber Marco, du musst es ihnen schon selbst beichten“, sagt Professor Konfusi. „Ich bin mir sicher, das lässt sich alles regeln!“
So ist es dann auch, denn es stellt sich heraus, dass auch Marcos Eltern Würstchen besorgt haben. Auch sie ziehen dieses einfache Silvesteressen dem Karpfen vor.
Nach dieser ganzen Aufregung am Vormittag, rutschen Professor Konfusi und seine Frau um Mitternacht doch noch still und friedlich ins Neue Jahr. Sie stoßen in trauter Zweisamkeit mit einem Gläschen Sekt an und danach gehen sie hinunter auf die Straße. Sie bestaunen mit den Nachbarn das Feuerwerk und wünschen allen ein frohes und gesundes Neues Jahr.
Am Nachmittag des 1. Januars marschieren sie gemeinsam mit Marco, seinen Eltern und seinem Freund Manuel zu den Fischteichen. Dort lassen sie den Karpfen Egon, inzwischen hat er nämlich auch noch einen Namen erhalten, sanft ins Wasser gleiten. Irgendwie scheint es ihnen, als blicke dieser noch einmal zu ihnen ans Ufer, doch dann schwimmt er davon.

Same, same, but different (Teil 2)

Neulich habe ich Euch ein Erlebnis aus Thailand geschildert, heute erzähle ich Euch eine andere Geschichte. Auch hierbei geht es wieder um eine gewisse Ähnlichkeit. Während die Thailandgeschichte sich zur kalten Jahreszeit abspielte, ist dies eine Begebenheit aus dem Sommer. Warme schwarze Socken spielen hierbei also keine Rolle, aber lasst Euch überraschen, worum es sich diesmal handelt.

„Wollen wir heute ein bisschen die Insel erkunden?“, frage ich meinen Mann.
Wir sitzen gerade beim Mittagessen auf der griechischen Insel Rhodos.
„Das wäre keine schlechte Idee, aber pack mal die Badesachen ein. Bestimmt kommen wir an einem Strand vorbei, der uns gefällt und wir würden uns ärgern, wenn wir dann nichts zum Baden dabei hätten.“
Wir sind erst seit ein paar Tagen auf dieser Insel und nur in der Sonne schmoren, macht auf Dauer keinen Spaß. Ein bisschen Abenteuer soll schon auch dabei sein. Abenteuer ist vielleicht das falsche Wort dafür, aber wir erkunden immer gerne die jeweilige Urlaubsinsel auf eigene Faust und erleben dann auch meist unsere klitzekleinen und persönlichen „Abenteuer“. Meist können wir hinterher tüchtig darüber lachen, wie zum Beispiel damals in Bangkok über unsere Taxiirrfahrt quer durch die Stadt. Heute jedoch fährt mein Mann höchstpersönlich über die griechische Insel, was bedeutet, dass wir einfach darauf losfahren, ohne ein bestimmtes Ziel zu haben. Nein, falsch. Ziel ist irgendwo einen Strand zu entdecken, der uns gefällt und der nicht so sehr bevölkert ist.
„Wo willst du eigentlich hin?“, frage ich meinen Peter, der zielstrebig losfährt, als wüsste er genau wohin er will.
„Ich habe da auf der Karte eine Stelle entdeckt, dort finden wir bestimmt einen tollen Strand.“
„Und wo soll das sein?“
„Keine Ahnung, wie der Ort heißt, aber du kannst ja mal die Karte aufschlagen.“
„Und wo soll die sein?“, erkundige ich mich und wühle im Handschuhfach.
„Hier ist sie jedenfalls nicht!“
„Das kann wohl nicht sein, gestern war sie da noch“, erklärt mir mein Göttergatte. „Du musst halt richtig hinsehen!“
„Da kann ich gucken soviel ich will, hier ist keine Karte“, gebe ich beleidigt zurück.
„Ich habe sie doch gestern noch genau studiert“, beharrt mein Mann.
„Stimmt!“, bestätige ich ihn. „Das war allerdings gestern Abend im Bett. Wahrscheinlich liegt sie noch auf dem Nachttisch.“
„Egal, ich habe sowieso alles genau im Kopf!“
Mein Mann hat im Gegensatz zu mir ein sehr gutes Orientierungsvermögen und wenn er keine Abkürzungen nimmt, klappt das schon. Außerdem befinden wir uns auf einer Insel. Rundherum ist Wasser und da wird es schon eine Menge Strände geben, die wir anfahren können. Hier kann also nichts schiefgehen.
Irgendwann fahren wir über relativ unzugängliches Gelände, aber wie ja jeder weiß, sind die besten Strände immer ziemlich versteckt und mit dem Auto schwer erreichbar. Es geht hoch und runter, über Steine und Schlaglöcher.
„Wollen wir nicht besser laufen. Sonst fallen wir noch irgendwo runter oder bleiben stecken“, fragt der Angsthase Astrid.
„Ach Quatsch!“, antwortet der Entdecker Peter. „Das ist ja wohl eine Straße!“
„Aber was für ein!“, verdrehe ich die Augen und warne sogleich vor dem nächsten Schlagloch: „Achtung!“
Nach einer gefühlten Ewigkeit endet die angebliche Straße im Nichts. Das stimmt nicht ganz: Vor uns liegt eine scharfe Kurve, die steil abfällt. Rechterhand spiegelt sich die Sonne im Meer und einige wenige Autos parken in sehr fragwürdigen Positionen und man kann nur hoffen, dass deren Handbremse gut angezogen wurde.
„Das muss er sein!“
„Wer?“, frage ich, doch da hat mein Peter schon das Auto hinter ein anderes Auto gequetscht und steigt aus.
Von oben begutachten wir den Strand und stellen fest, dass es sich um einen reinen Kiesstrand handelt. Das ist jetzt nicht so ganz mein Fall, aber es gibt Liegen. Die wenigen Leute, die anscheinend diesen tollen Strand entdeckt haben, schwimmen im Meer.
„Komm wir gehen mal hinunter!“
Also schnappen wir unsere Badesachen und marschieren hinunter. Und jetzt sehe ich außer den Kieselsteinen und dem Meer auch noch etwas anderes.
„Und dafür habe ich meinen neuen Bikini eingepackt?“, frage ich meinen Mann, doch der zuckt nur grinsend mit den Schultern.
Wir schälen uns also in unser Adam- und Evakostüm und ergattern auch noch zwei freie Liegen.
„Hier stinkt es!“, stelle ich jedoch schon nach wenigen Minuten fest. „Das liegt bestimmt an der Bedürfnisanstalt dort drüben. Lass uns andere Liegen suchen.“
Gesagt, getan. Wir wechseln unseren Platz. Und das nicht nur einmal oder zweimal. Das Wasser ist toll, aber atmen muss man ja auch.
Da es inzwischen schon etwas kühler geworden ist und die Sonne untergeht, verlassen die übrigen Badegäste den Strand. Wir auch, zumindest haben wir dies vor. Gerade als wir unsere sieben Sachen zusammengepackt haben, stellt mein Mann die entscheidende Frage:
„Wo haben wir eigentlich zuerst gelegen?“
„Wieso?“, will ich wissen.
„Ach nur so. Wahrscheinlich habe ich dort meine Schuhe stehen gelassen.“
„Dort vorne stehen noch welche“, sag ich und deute in die Richtung, wo ich etwas liegen sehe.
Peter eilt auch schon hin und schlüpft in die Schläppchen hinein.
„Meine Füße sind geschrumpft“, höre ich ihn rufen. „Oder hast du die viel zu groß gekauft?“
Ich stehe jetzt neben ihm und schaue etwas verblüfft auf seine Füße. Irgendwie sehen die Schuhe aus wie die, in denen er hierher gekommen ist. Irgendwie aber auch nicht. Die gleichen Schuhe, aber wohl nicht die selben.
„Hattest du mir nicht neue Schläppchen besorgt?“, fragt er mich. „Die sind jedenfalls eklig!“
Seine Füße stecken in abgelatschten und viel zu großen Schlappen.
„Die hier habe ich auch gar nicht gekauft! Schau sie dir doch mal an!“, verteidige ich mich. „Da scheint wohl jemand in deinen schönen nagelneuen Schuhen geflüchtet zu sein und hat dir seine alten ausgelatschten dagelassen“, verschlucke ich mich fast vor Lachen.“

Wir blicken uns um, aber außer uns ist niemand mehr da.
„Los komm“, ruft mir mein Göttergatte zu. „Den kriegen wir!“
Wir hechten zu unserem Auto, das Dank gut angezogener Handbremse auch noch da steht, wo wir es abgestellt haben.
Auf unserer Rückfahrt nehmen wir jeden Fußgänger genauestens unter die Lupe. Besser gesagt, wir schauen jedem auf die Füße. Leider ist uns der Flüchtige doch einige Fußlängen voraus und wir, beziehungsweise mein Mann bleibt in den abgelatschten Schlappen stecken. Allerdings findet er sie so eklig, dass er es vorzieht barfuß zu unserem Hotel zurückzufahren, wo noch andere Badeschlappen auf ihn warten.
Soviel zum Thema „Same, same, but different!“ Aber wie ich uns kenne, wird es nicht lange dauern und wir erleben wieder ein neues „Abenteuer“.

 

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In den Schuhen des Anderen

Mit Schaufel und Eimer

Stock und weißer Bart

 

Same, same, but different

Und wieder hat ein neues Jahr begonnen. Wir haben die Sekunden bis Punkt Mitternacht gezählt, haben mit Sekt angestoßen und uns ein gutes neues Jahr gewünscht. Überall stiegen die Raketen in die Luft und allerorts gab es ein prächtiges Feuerwerk. Alljährlich vertreiben wir die bösen Geister des alten Jahres und begrüßen mit großem Hallo das kommende Jahr. Das ähnelt sich irgendwie doch jedes Jahr, es ist eben „Same procedure as every year“. Mir fällt ein Spruch der Thailänder ein, der mir irgendwie passend scheint: „Same, same, but different“.

Hierzu möchte ich Euch zwei lustige Begebenheiten aus unserem Leben erzählen.
Obwohl sie nichts mit dem Jahreswechsel zu tun haben, wähle ich sie als meine ersten beiden Blogbeiträge aus, um damit das Neue Jahr auf eine lustige Art beginnen zu lassen. Denn Lachen macht fröhlich und so wünsche ich uns allen ein fröhliches 2016!

„Ich brauche unbedingt meine schwarzen Socken“, sagt mein Mann in unserem Hotelzimmer in Bangkok. „Zum Anzug kann ich die hellen Socken, die hier noch in der Schublade liegen, nicht anziehen.“
„Ach“, sage ich, „die habe ich waschen lassen, weil ich nicht so viele Socken eingepackt habe. Ich schau gleich mal nach, ob sie schon zurück sind.“
Gut in kleine Plastikpäckchen verpackt, liegt die gewaschene Wäsche im Schrank.
„Hier sind sie!“, rufe ich meinem Mann zu, der auch schon herbei geeilt kommt und mir ungeduldig das keine Päckchen entreißt, aber auch sofort wieder an mich zurückgibt.
„Ich krieg das nicht auf, außerdem hab ich es eilig!“
Kurzerhand zerreiße ich die Plastikfolie und hole die schwarzen Socken heraus.
„Ach“, sage ich heute schon zum zweiten Mal. „Ich glaube das sind die Reisestützstrümpfe, die ich dir für den Langstreckenflug gekauft habe!“
Ganz sicher bin ich mir jedoch nicht, denn sie sehen irgendwie komisch aus.
„Seltsam, was haben die mit denen gemacht?“
Ich halte ziemlich verwaschene und ausgebleichte ehemals scheinbar schwarze sehr dicke Strümpfe in die Höhe. Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, dass sie so ausgeleiert und verwaschen ausgesehen haben, bevor ich sie zum Waschen gegeben habe. Da stimmt irgendetwas nicht.
„Die zieh ich nicht an!“, verkündet mein Peter auch schon entschieden. „Ich brauch ganz normale Socken, außerdem sind die ziemlich ekelig!“
Das finde ich allerdings auch und kann mich nicht erinnern, dass mein Mann überhaupt jemals solche Socken besessen hat. Außerdem habe ich gerade etwas entdeckt, das auch unmöglich ein Indiz für die Socken meines Peters sein kann. Jeder der beiden Socken hat auf der Unterseite kleinere und größere Löcher.
Während Peter inzwischen seine eigenen Socken ausfindig gemacht hat, stelle ich Vermutungen an.
„Ich bin gestern hier im Hotel von einem älteren Mann aus Alaska angesprochen worden“, erzähle ich meinem Göttergatten.
Ich kombiniere in Gedanken die Dicke der Wollstrümpfe mit der Kälte in Alaska und komme zu dem Schluss, dass diese wohl dem besagten Herrn gehören müssten.
„Schmeiß sie weg!“, ruft mir mein Mann zu, bevor er das Hotel in Richtung Universität verlässt.
„Irgendjemand gehören sie ja wohl“, rufe ich ihm noch nach.
Ich packe die Socken zusammen und fahre mit dem Aufzug nach unten an die Rezeption. Hier versuche ich den Thailändern mit ihren eigenen Worten zu erklären, dass dies nicht unser Eigentum ist. Ich lege ihnen die Socken auf den Empfangstisch:
„Same, same, but different!“, erkläre ich ihnen und sie lächeln mich an.
Nach einigen Erklärungen, erhalte ich wiederum ein Lächeln und ein kräftiges Nicken.
„We will search for your socks!“ (Originalton)
Der Herr an der Rezeption greift zum Telefon und ruft das „Housekeeping“ an. Danach erklärt er mir, dass sie eine große Suche starten würden und wir am Abend die richtigen Socken auf unserem Zimmer hätten. Naja, das würde ja ausreichen, denn am nächsten Tag wollen wir zurück nach Deutschland fliegen.
Schon am Abend als wir nach dem Abendessen in das Hotel zurückkehren, empfängt man uns freudestrahlend an der Rezeption. Man habe die Socken ausfindig gemacht, so erklärt man uns sichtlich erleichtert. Auch wir freuen uns. Nicht etwa, weil unsere Socken so kostbar oder unersetzlich gewesen wären, sondern weil die Thailänder so eifrig nach ihnen gesucht haben und das auch noch mit Erfolg.
Als wir unser Appartement betreten, sehen wir das Plastikpäckchen mit den Socken schon auf dem Tisch liegen. Voller Erwartung packen wir die Socken aus und freuen uns noch mehr. Uns kullern vor Freude nur so die Tränen über die Wangen. Was wir in der Hand halten, sind die selben Socken, die wir vor ein paar Stunden zurück gebracht haben. Sie sind lediglich im Kreis gedreht worden und sind wieder bei uns gelandet, so nach dem Motto „Same, same, but different“. Schwarze Socken sind eben schwarze Socken, egal wie sie sonst noch aussehen.
Am nächsten Tag bei unserer Abreise übergibt mein Mann die Socken wiederum den Bediensteten des Hotels. Wir scherzen, dass wir uns schon jetzt auf Weihnachten und über ein Überraschungspaket aus Thailand freuen, das dann vermutlich die Socken meines Mannes enthalten würde. Die Thailänder lachen uns fröhlich an und wir verabschieden uns bis zum nächsten Jahr.
Übrigens, es kam zu Weihnachten weder ein Sockenpaket aus Thailand an, noch die vermisste Ansichtskarte von Mallorca, von der ich ja auch schon berichtet habe.
Die zweite Geschichte, passend zum Thema „Same, same, but different“, erzähle ich Euch in der Fortsetzung.

 

Vielleicht möchtet Ihr auch noch diese Geschichte zum Jahresanfang  lesen:

Ohje, das fängt ja gut an!

Unser Ausflug nach Ayutthaya

Heute möchte ich Euch wieder einmal nach Thailand entführen und zwar nach Ayutthaya. Wir haben einen sehr schönen und erlebnisreichen Ausflug dorthin unternommen, an welchem ich Euch gerne teilhaben lassen möchte. Da die Fotos im Grunde genommen für sich sprechen und ich momentan durch den Besuch der beiden Mütter zeitmäßig sehr eingebunden bin, werde ich nur wenig kommentieren. Lasst die Fotos einfach auf Euch wirken, sie werden Euch gefallen.

„Ayutthaya war von 1351 bis 1767 Hauptstadt des siamesischen Königreichs Ayutthaya und im 18. Jahrhundert die wichtigste Metropole des südostasiatischen Festlands. Die Ruinen der 1767 nach einem Siamesisch-Birmanischen Krieg zerstörten und aufgegebenen Altstadt sind heute als Geschichtspark Ayutthaya geschützt, gehören zum UNESCO-Welterbe und sind wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt.“*

1200px-Hinfahrt

Schon auf der Hinfahrt von Bangkok nach Ayutthaya kamen wir aus dem Staunen nicht heraus. Hier war anscheinend ein Verkaufsstand unterwegs.

1200px-Ayuthaya

In Ayutthaya angekommen, suchten wir uns sogleich ein Tuk-Tuk mit Fahrer, der uns drei Stunden lang zu allen Sehenswürdigkeiten der Stadt begleitete. Wir kletterten in sein sehenswertes und abenteuerliches Gefährt hinein, das er anscheinend selbst zusammengebastelt hatte.

1200px-Tuk Tuk

1200px-Lenkrad

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1200px-AusstiegMein Mann ließ es sich nicht nehmen einen Moment auf dem Fahrersitz  und dann auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen. Erst danach kam er zu mir auf die Ladefläche und ab ging die Fahrt zu den Sehenswürdigkeiten.

1200px-FarangSchon bei der ersten ehemaligen Tempelanlage forderte man von den Ausländern 50 Baht, während die Tailänder selbst weniger bezahlen mussten. Aber das kannten wir schon, denn auch auf Märkten gibt es in Thailand oftmals einen anderen Preis für die sogenannten Farangs als für die Thailänder.

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1200px-Ruinen4Überall findet man Überreste alter Tempelanlagen, aber auch die verschiedensten Buddhafiguren.

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Hier ein riesiger schlafender Buddha. Bei unserem letzten Besuch in Ayutthaya war gerade das große Hochwasser gewesen und man zeigte uns an ihm den Wasserstand, der weit über mannshoch war.

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Aber auch ein Mönch gehört dazu, auch wenn er selbst ein Tourist zu sein scheint.

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Hier ist ein Buddhakopf schon richtig eingewachsen, – die Wurzeln des Baumes haben ihn umschlungen.

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Will man sich vor diesem Buddhakopf fotografieren lassen, so weist ein Schild darauf hin, dass der eigene Kopf nie höher sein darf als Buddhas Kopf. Also gehen alle davor in die Knie.

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Auch in diesem wieder aufgebauten Tempel finden wir einen restaurierten Budda.

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1200px-Tempel3Unser Tag in Ayutthaya neigte sich dem Ende zu. Doch bevor uns der Tuk-Tuk-Fahrer wieder zum Ausgangspunkt fuhr, sollte noch ein Highlight folgen.

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In dem Gewimmel zwischen Autos, Mopeds, Tuk-Tuks und Menschen, trabten auch Elefanten mit Touristen auf dem Rücken daher. Dies haben wir zwar nicht gemacht, aber mein Mann nahm  auf einem Elefantenbein Platz und ließ sich von dem Rüssel umschlingen.

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Wie Ihr sehen könnt, hat es ihm sichtlich Spaß gemacht und der Elefant war auch ganz zärtlich zu ihm. Es hat nur ein wenig gekitzelt.

 

Ich wünsche allen meinen Lesern einen guten Rutsch in das Neue Jahr. Lasst es Euch gut gehen und bleibt schön gesund.

Hier gibt es noch mehr von Thailand und Asien:

Hallo Taxi

Donwai Market (1)

Die Flussfahrt

Über den Wolken

*Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ayutthaya_(Stadt) /Stand 29.12.2015

Felicita und der Mann im Mond

Der Mann im Mond sitzt gemütlich in seinem Schaukelstuhl und macht ein Nickerchen. Die Nacht war lange und er hat die ganze Nacht auf die Erde hinunter geschaut. Jetzt sind ihm die Augen zugefallen.

Ganz oben in der Schutzengelschule herrscht im gleichen Moment große Aufregung. Felicita ist nämlich nicht zur Schule gekommen. Die kleinen Engelchen, die noch viel lernen müssen, um richtige Schutzengel zu werden, suchen überall nach ihr. Aber sie können sie nirgends finden. Sie ist einfach spurlos verschwunden. Da kommt die Lehrerin auf eine Idee.
„Bestimmt ist sie auf der Himmelsleiter hinunter zum Mond gestiegen. Lasst uns mal zur Himmelsleiter laufen und hinunter schauen.“
Als sie dort ankommen, finden sie einen Brief. Er liegt direkt neben der Himmelsleiter.
„Macht Euch keine Sorgen“, steht darin. „Ich muss nur mal schnell zum Mann im Mond. Morgen bin ich wieder zurück!“
Jetzt sind die Lehrerin und die anderen Schutzengelschüler beruhigt, denn der Mann im Mond ist ein guter Freund von ihnen. Manchmal machen sie einen Klassenausflug zu ihm und dann erzählt er ihnen viele Geschichten. Er hat schon viel erlebt und gesehen, denn er blickt jede Nacht nach unten auf die Erde.
„Hört ihm gut zu“, hat dann die Lehrerin immer gesagt. „Er ist ein weiser Mann, von dem man viel lernen kann.“
Felicita ist die beste Schülerin in der Schutzengelklasse und sie besucht den Mann im Mond manchmal auch alleine. Heute muss sie ganz dringend mit ihm sprechen, denn sie hat ein großes Problem. Doch bevor sie zu ihm geht, sitzt sie ganz lange auf der Mondsichel und grübelt vor sich hin.
„Wenn es doch bloß nicht so langweilig wäre in der Schule. Sie kann und weiß doch schon alles. Sie hatte gehofft, dass sie schon im Neuen Jahr als Schutzengel arbeiten dürfe. Aber die Lehrerin hat gesagt sie müssten noch das letzte Kapitel in der großen dicken Schutzengelfibel durcharbeiten. Das würde noch ein ganzes Jahr dauern und erst dann wären sie richtig ausgebildete Schutzengel und würden jeder ein Menschenkind zugeordnet bekommen, das sie beschützen dürfen.
„Ich kann doch schon alles. Alles was in der Schutzengelfibel steht, habe ich doch schon gelesen. Auch das letzte Kapitel!“, meckert Felicita laut vor sich hin und lehnt sich gelangweilt in der Mondsichel zurück.
„Was war denn das? Diese Stimme kenne ich doch?“
Der Mann im Mond ist aufgewacht und glaubt eine Stimme gehört zu haben.
„Felicita, bist du das?“, fragt er und öffnet seine Haustüre.
„Ja, ich ich bin hier!“, ruft Felicita und winkt dem alten Mann zu.
„Komm doch rein in meine gute Stube! Ich mache dir eine heiße Schokolade.“
Das lässt sich Felicita kein zweites Mal sagen, denn der Mann im Mond macht die himmlischste heiße Schokolade, die man sich nur erträumen kann.
„Sag mal“, will der alte Herr wissen. „Hast du heute keine Schule?“
Felicita senkt schuldbewusst ihren Blick und schaut auf ihre Füße.
„Doch, aber es ist soooo langweilig. Ich kenne die Schutzengelfibel doch schon in und auswendig. Ich kann dir jedes Wort sagen, so oft habe ich sie schon gelesen.“
„Aber die Schule schwänzen, das geht gar nicht“, sagt der Mann im Mond. Er versucht ja streng zu klingen, kann sich aber ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen. Er kennt Felicita seit ihrer Geburt und er weiß, dass sie manchmal etwas vorwitzig ist. Sie ist aber auch das schlauste und klügste Engelchen, das er je kennengelernt hat.
„Mach dir keine Gedanken. Ich habe ihnen einen Brief geschrieben. Sie wissen, dass ich bei dir bin!“, sagt sie beschwichtigend. „Kannst du mir nicht helfen? Ich will doch jetzt schon ein richtiger Schutzengel sein. Und ich kann das auch. Das weiß ich, denn manchmal habe ich schon heimlich probiert und es hat immer geklappt“, erklärt Felicita dem Mann im Mond.
„Das kann ich nicht, denn ohne dein Abschlusszeugnis aus der Schutzengelschule darfst du nicht als Schutzengel arbeiten.“
Jetzt ist Felicita beleidigt und verzieht verdächtig ihr Gesicht.
„Gleich wird sie weinen“, denkt der Mann im Mond.

Das mag er nun gar nicht. Er will nicht, dass auch nur eines der kleinen Engelchen traurig ist und große Engelstränen weint.

„Nein, ich muss mir da etwas überlegen“, beschließt er.
„Jetzt trink erst mal in aller Ruhe deinen Kakao. Mir wird schon etwas einfallen, wie ich dir helfen kann. Aber in die Schule musst du trotzdem weiter gehen. Nur gegen die Langeweile kann ich bestimmt etwas tun!“, erklärt er Felicita. „Lass mich nachdenken!“
Er legt seine Stirn in tiefe Falten und zieht ganz kräftig an seiner Pfeife. Felicita hingegen setzt sich ganz still in eine Ecke und schlürft ihre heiße Schokolade.
„Ich hab’s!“, ruft der Mann im Mond plötzlich aus und schaut das Engelchen strahlend an.
Felicita setzt sich vor den Schaukelstuhl und schaut den alten Mann erwartungsvoll an.
„Weißt du“, beginnt er. „Ich beobachte die Menschen ja schon so viele Jahrtausende. Sie haben oftmals viele Sorgen und Probleme.“
Felicita nickt, denn das weiß sie aus der Schutzengelfibel.
„Dadurch können sie manchmal das kleine Glück, das ihnen jeden Tag begegnet nicht sehen“, erzählt der Mann im Mond weiter. „Diese kleinen Glücksmomente verschwinden in der großen Hektik, gehen zwischen der Arbeit und den Sorgen der Menschen verloren. Die kleinen Glücksmomente sind da, aber die Menschen sehen sie einfach nicht.  Sie stecken in den kleinen Dingen, zum Beispiel, wenn morgens die Sonne durch die Rolladenschlitze scheint oder die Bäckersfrau ihnen ein freundliches Guten Morgen entgegen ruft, ihnen der Postbote zuwinkt, ein kleines Kind sie anlächelt oder ein Vogel im Baum fröhlich vor sich hin zwitschert.“
„Ja, oder wenn ein Regenbogen nach dem Gewitter am Himmel steht, ein Kätzchen am Straßenrand sitzt oder vielleicht ein Glückspfennig auf der Straße liegt“, ergänzt Felicita. „Ich weiß genau, was du meinst!“
„Schau mal durch mein Fernrohr!“, der Mann im Mond reicht dem kleinen Engel das große Fernrohr und Felicita schaut nach unten auf die Erde.
„Was siehst du?“, fragt der alte Mann.
„Da ist eine Frau, die gerade Wäsche im Garten aufhängt. Ja, und jetzt setzt sich ein Schmetterling auf die Wäscheleine!“
„Gut! Und jetzt kommt deine Aufgabe. Du musst die Frau ein wenig streicheln, so dass sie den Schmetterling sieht, sich darüber freut und diesen kleinen Glücksmoment spürt. Hast du das verstanden?“
Felicita ist begeistert: „Das ist toll! Das mache ich! Das schaffe ich auch neben der Schule und den Hausaufgaben. Ich streichele die Menschen, damit sie das kleine Glück für einen Moment sehen und sich freuen. Ich schenke ihnen sozusagen die Glücksmomente!“
Freudig lächelt der Mann im Mond das kleine Engelchen an und winkt ihm zu, als es die Himmelsleiter wieder nach oben steigt.
Ich wünsche uns allen, dass Felicita auch uns jeden Tag im Neuen Jahr ein bisschen streichelt, damit wir die kleinen Glücksmomente des Lebens sehen.
Ich habe mir vorgenommen jeden Abend einen dieser Glücksmomente in einem Satz aufzuschreiben.

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins Neue Jahr, bleibt schön gesund und habt viele, viele dieser kleinen und großen Glücksmomente.

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Die Begegnung

Es war kurz vor Weihnachten, dem Fest der Familie, der Liebe, des Friedens und der Stille. Doch die Adventswochen davor, die eigentlich zur Besinnung und zum Sinn des Weihnachtsfestes hinführen sollten, waren vollgepackt gewesen mit Hektik und Stress.
So war es auch an diesem Tag spät geworden. Er hatte bis mitten in die Nacht hinein gearbeitet. Da es sich um eine Terminarbeit handelte, die schon in zwei Tagen beendet sein musste, war ihm nichts anderes übrig geblieben, als auch Nachtschichten einzulegen. Der Termin musste gehalten werden, denn sonst wäre das Projekt verloren. Ein Blick auf seine Armbanduhr zeigte ihm an, dass es bereits zwei Stunden nach Mitternacht war und er erst in den frühen Morgenstunden zu Hause sein würde. Er war mit dem Zug unterwegs von der Großstadt in Richtung seines mehr als hundert Kilometer entfernten Wohnortes. Einmal musste er umsteigen. Gerade fuhr der Zug in den Bahnhof ein.
Der junge Mann, noch keine Dreißig, sprang aus dem Zug und marschierte strammen Schrittes über den Bahnsteig. Er musste seinen Anschlusszug erreichen, sonst würde er hier festsitzen. Er war in Gedanken immer noch bei seiner Arbeit, überlegte, was noch alles zu tun war. Er war ehrgeizig und es war seine erste Arbeitsstelle nach seinem erfolgreichen Studienabschluss. Instinktiv griff er in seine Manteltasche und zog  sein Handy heraus. Schnell wollte er noch seine E-Mails checken, denn dazu war er bis jetzt noch nicht gekommen. So lief er mit auf sein Handy gesenktem Blick seinen Weg entlang.
Ein paar Minuten hatte er nur, um zum nächsten Bahnsteig zu gelangen. Zu dieser Zeit war der Bahnhof recht verlassen. Wenige Menschen waren noch unterwegs. Es war eine sternenklare Nacht, kalt, aber trotzdem noch zu mild für diese Jahreszeit. Er zog leicht fröstelnd seinen Mantel zu.
Gerade lief er an einem Mann vorbei. Er registrierte ihn nur aus den Augenwinkeln heraus. Den Zettel, den dieser ihm entgegenhielt, wischte er mit einer achtlosen Handbewegung zur Seite. „Schon wieder ein Bettler“, dachte er. In der Großstadt gab es viele davon und besonders am Bahnhof. Schnell war der junge Mann an ihm vorüber gehechtet, da durchfuhr ihn ein Gedanke.
„Nein, das war bestimmt kein Bettler. Nicht hier an diesem Bahnhof und auch nicht zu dieser Uhrzeit. Vielleicht war es …“, er hielt inne und drehte sich um.
Der Mann, den er erblickte, passte rein gar nicht in das Bild, das er erwartet hatte. Es war ein älterer Mann mit Schnauzer und von etwas kleinerer Statur. Er stand immer noch da. Allein,- niemand sonst war zu sehen. Reglos hielt er seinen Zettel hoch.
Der junge Mann glaubte Traurigkeit und Einsamkeit in seinem Blick zu sehen, aber auch Herzlichkeit und Wärme. Er kannte ihn nicht, es war ein Fremder. Und doch war er für ihn schon mit diesem ersten Blickkontakt kein Fremder mehr, sondern ein Band der Vertrautheit entspann sich zwischen den beiden sich unbekannten Menschen.
Der junge Mann ging beschämt zurück und sprach ihn an.
„Es tut mir leid… Ich war in Gedanken vertieft… Kann ich Ihnen irgendwie helfen?“
Doch der ältere Herr sprach kein Deutsch, auch kein Englisch. Seine Lippen formten jedoch ein Wort und sein Zeigefinger deutete auf eine Stelle seines Zettels. Es war ein amtliches Schreiben, in dem ein Ortsname mit schwarzen fettgedruckten Buchstaben hervorgehoben war. Dem jungen Mann war dieser Ortsname bekannt, denn die genannte Ortschaft lag an der Bahnstrecke, die auch er fahren musste. Also deutete er dem Herrn an, er solle mitkommen und unterstrich seine Gesten trotz der Sprachbarriere mit Worten:
„Kommen Sie! Ich muss in die selbe Richtung.“
Die Beiden bestiegen den Zug und nahmen auf gegenüberliegenden Sitzen Platz. Irgendwie waren sie sich auf Anhieb gegenseitig sympathisch. Der junge Mann war froh, nicht vorüber gegangen zu sein und der ältere Herr war dankbar endlich jemand gefunden zu haben, der sich seiner annahm. Er nahm seinen Rucksack ab, stellte ihn zwischen die Beine, und blickte den jungen Mann mit seinen braunen Augen freundlich an. Sein faltiges Gesicht zierte ein Schnauzer und ein Dreitagebart.
So lächelten sie sich zunächst stumm an, doch dann versuchten sie mit Händen und Füßen eine kleine Unterhaltung zu gestalten. Der Ältere klopfte sich mit der Hand an die Brust und sprach ein paar Worte in seiner eigenen Sprache. Scheinbar handelte es sich um seinen Namen und das Land aus dem er stammte.  Auch der Jüngere tippte sich an die Brust und stellte sich mit seinem Vornamen vor. Gerne hätte er mehr erfahren, doch die gegenseitige Unkenntnis der vollkommen unterschiedlichen Sprachen ließ dies nicht zu. Aber manchmal können Blicke, Mimik und Gesten auch erzählen. So deutete der ältere Mann dem jüngeren mit seitlich auf seine gefalteten Hände geneigtem Kopf an, dass er dort, wo er hin wollte, schlafen könne. Vermutlich wollte er zu einer Unterkunft, die man ihm zugewiesen hatte. Er war nicht aufdringlich, eher zurückhaltend. Seine Ausstrahlung war freundlich. Auch schien er müde zu sein, was jedoch verständlich war, wenn man bedachte, was vermutlich alles hinter ihm lag. Dennoch schämte er sich dafür, dass seine Augen für einen kleinen Moment zufielen.
Der junge Mann machte sich Gedanken, denn der angegebene Ort hatte keinen Bahnhof. Der ältere Herr musste fast noch zehn Kilometer überwinden, um dorthin zu gelangen. Zu Fuß? Er würde einen Fußmarsch von nahezu zwei Stunden vor sich haben, vielleicht sogar länger.
„Und das mitten in der Nacht“, überlegte sich der junge Mann. „Um diese Zeit fährt kein Bus und die Straßen sind teilweise unbeleuchtet.“
Mit den Fingern deutete er das Laufen an und sein Gegenüber nickte. Er fragte den Älteren, ob er Geld für ein Taxi habe, was dieser kopfschüttelnd verneinte.
Spontan griff der junge Mann in seine Tasche. Er wollte ihm wenigstens ein wenig Kleingeld geben, damit der ältere Herr sich ein Taxi nehmen und somit zumindest den größten Teil des Weges damit überbrücken konnte.
Der Jüngere musste feststellen, dass er keinerlei Kleingeld hatte, doch er fühlte in seiner Tasche einen Schein. Ein größerer Schein und für ihn, der noch nicht sein erstes Gehalt erhalten hatte, eine Menge Geld. Trotzdem verschwendete er keinen Gedanken an seine eigene Situation, sondern wollte seinem Gegenüber, das sichtlich erschöpft war, helfen.
„Er braucht es dringlicher!“, dachte er.
So reichte er ihm den Geldschein hinüber und verdeutlichte, dass dieser sich ein Taxi nehmen und den Rest behalten solle. Der Ältere schüttelte jedoch vehement den Kopf und schob die Hand des Jüngeren zurück. Dieser jedoch bestand darauf, dass das Geld angenommen werden sollte. Nur nach mehrmaligen Ablehnen und dann auch noch sehr zögerlich wechselte der Schein seinen Besitzer.
Der Herr erhob sich dankbar und freundlich lächelnd. Er strich dem Jüngeren mit der Hand sanft über die Wange, dann faltete er die Hände und sprach etwas für den jungen Mann Unverständliches, aber dennoch so Herzliches und Schönes aus. Für einen Moment war ihm so, als würde er ihn verstehen.
Nun griff der ältere Herr in seinen Rucksack und holte ein kleines Foto heraus. Es war schon vergilbt, an den Rändern heller und leicht gewellt. Es zeigte ihn und ein kleines Mädchen, das auf seinem Schoß saß. Beide lächelten in die Kamera und hielten sich fest umschlungen. Stolz lächelnd griff der Ältere sich an sein Herz und gab zu verstehen, dass es sich um seine Tochter handelte. Herzlich und gleichzeitig so sehnsüchtig lächelte er das Foto an.
„Ist sie auch hier in Deutschland?“, fragte der junge Mann und gestikulierte zu seiner Frage.
Er schien verstanden worden zu sein, denn ein trauriges Herbeiwinken und ein Schulterzucken, folgte als Antwort.
Inzwischen erreichten sie den Bahnhof, wo der ältere Herr aussteigen musste.  Zum Abschied strich der Jüngere ihm liebevoll über die Schulter. Danach reichten sich beide schweigend, aber lächelnd die Hände. Noch vor weniger als einer Stunde waren sie noch völlig Fremde gewesen, doch beide Männer spürten, dass sie dies schon lange nicht mehr waren.
Dann trennten sich ihre Wege, doch in Gedanken blieben sie noch miteinander verbunden. Für Beide war es eine wahrhaft weihnachtliche Begegnung.

Mit dieser auf einer wahren Begebenheit beruhenden
Geschichte

wünsche ich allen meinen Lesern ein friedliches und besinnliches

Weihnachtsfest voller Liebe, Dankbarkeit, gegenseitiger Achtung

und Zuwendung.

Hier gibt es noch mehr Weihnachtsgeschichten:

Total überraschend und unverhofft

Ein schönes Geschenk

Santa Claus

Liebes Christkind

Weihnachtsmann Willi

Willi, der Weihnachtsmann stapft durch den verschneiten Winterwald… 

Eigentlich sollte so die Geschichte beginnen, aber hier ist kein verschneiter Winterwald und auch Weihnachtsmann Willi kann ich nirgends entdecken. Irgendetwas stimmt hier nicht.

Der Kalender zeigt an, dass es Dezember ist und sogar der dritte Advent ist schon vorüber. Zu dieser Zeit sollte es schneien und auch der Weihnachtsmann müsste im Grunde genommen unermüdlich seine Arbeit verrichten. Aber wo ist er nur? Keiner hat ihn bisher gesehen. Irgendetwas muss wohl passiert sein. Das hat es noch nie gegeben und wenn er nicht bald auftaucht, wird Weihnachten wohl ausfallen müssen.
Die Kinder sollten in den warmen Stuben sitzen und fröhlich ihre Weihnachtslieder singen, aber auch sie merken, dass etwas anders ist als sonst. Eine große unerklärliche Traurigkeit hat sich im ganzen Land ausgebreitet.
„Ich glaube Weihnachten fällt dieses Jahr aus“, hört Micha seinen Onkel Ben sagen.
„Das glaube ich langsam auch“, antwortet Tante Gertrude. „Vermutlich hat er verschlafen, denn sonst hätte man doch schon einmal was von ihm gehört oder ihn gesehen.“
Was, der Weihnachtsmann soll verschlafen haben? Das kann doch gar nicht sein. Micha wundert sich sehr. Bisher hat er sich nie Gedanken gemacht, ob ein Weihnachtsmann überhaupt schläft. Aber Tante Gertrude wird es schon wissen und Micha fragt sie deshalb:
„Wann wacht er denn immer auf?“
„Normalerweise ist er am ersten Advent schon munter und beginnt seine Geschenke einzupacken und manchmal verteilt er auch schon ein paar davon. Man hört ihn dann, wenn er mit seinem Sack auf dem Rücken polternden Schrittes durch die Straßen marschiert und an den Türen klopft, um eingelassen zu werden. Aber dieses Jahr erzählen die Menschen im ganzen Land, dass er noch niemand aufgesucht hat.“
Tante Getrude macht ein nachdenkliches Gesicht und auch Onkel Ben legt die Stirn in tiefe Falten.
„Hat der Weihnachtsmann denn keinen Wecker?“, will Micha wissen.
„Eigentlich braucht er keinen. Er fällt nach Weihnachten in einen tiefen und wohlverdienten Schlaf“, erklärt Onkel Ben. „Und dann schläft er das ganze Frühjahr, den ganzen Sommer und den ganzen Herbst durch. Wenn dann die Tage wieder kürzer und die Nächte länger werden, dann fängt er langsam an wach zu werden.“
„Und dieses Jahr ist er nicht aufgewacht?“, erkundigt sich Micha.
Onkel Ben zuckt ratlos mit den Schultern und auch Tante Gertrude schaut sorgenvoll umher.
„Ist er vielleicht tot?“, fragt Micha mit tränenerstickter Stimme. „Die Schildkröte von Papa ist nicht mehr aus dem Winterschlaf aufgewacht, weil sie einfach gestorben ist.“
„Nein, nein!“, sagt Onkel Ben ganz bestimmt und Tante Gertrude fügt erklärend hinzu:
„Weihnachtsmänner sterben nicht. Aber wenn sie schon ziemlich alt sind und vom vielen Arbeiten müde geworden sind, dann kann es passieren, dass sie verschlafen. Und wenn sie vergessen haben einen Weihnachtsmannlehrling einzuarbeiten, dann muss in dem Jahr Weihnachten ausfallen.“
„Ist das schon einmal passiert?“
Micha wird es immer ängstlicher zumute.
„Ja, man erzählt sich, dass es ein einziges Mal vor vielen hunderten von Jahren vorgekommen ist. Seither aber niemals wieder“, weiß Tante Gertrude zu berichten.
„Aber, wo ist der Weihnachtsmann denn? Jemand muss ihn doch aufwecken oder einen Weihnachtsmannlehrling finden. Wollen wir ihn nicht suchen gehen?“
Micha ist total aufgeregt und will schon seinen Anorak vom Garderobenhaken nehmen, um nach draußen und auf die Suche zu gehen.
Nicht nur Micha und seine Familie suchen den schlafenden Weihnachtsmann. Nein, das ganze Land ist in Aufruhr und jeder, der laufen kann, ist auf der Suche. Weihnachten ohne den Weihnachtsmann ist undenkbar. Auch das Christkind braucht ihn, denn er ist immer eine große Hilfe für das Christkind. Doch, was soll man machen? Niemand weiß wo er stecken könnte. So herrscht auf der Erde, aber auch im himmlischen Weihnachtsland die helle Aufregung. Sowohl oben als auch unten schmiedet man Pläne, wie man ihn finden kann.
„Egal, wo er steckt“, sagt einer der Engel oben im Himmel, „ er muss erst einmal geweckt werden, dann ergibt sich alles von selbst.“
„Papa und Mama stellen sich immer einen Wecker, damit sie nicht verschlafen“, stellt Micha unten auf der Erde fest. „Wenn der Weihnachtsmann keinen Wecker hat, dann wacht er doch viel zu spät auf.“
„Der Junge hat recht“, meint der Pfarrer. „Wir müssen ihn wecken. Wozu haben wir eine neue Glocke gekauft?!“
Ja, das ist die Idee! Sie lassen einfach die Glocken läuten. Das kann man bis zum Nachbardorf hören. Und auch dort fangen die Glocken an zu läuten. Und im nächsten Dorf auch und in der Stadt gibt es sogar gleich zwei Kirchen, die ihre Glocken erklingen lassen. So kommt es, dass plötzlich im ganzen Land die Kirchenglocken läuten.
Das hören auch die Engel im Himmel und sie beginnen zu singen:
„Süßer die Glocken nie klingen, als zur Weihnachtszeit …“
Irgendwo auf einem Berg, im tiefen Wald, dort wo ihn niemals ein Mensch finden könnte, dringen die Glockenklänge und der Gesang der Engel an die Ohren des Weihnachtsmann Willi und kitzeln ihn wach. Verschlafen reckt er seine müden Glieder und öffnet langsam erst ein Auge und dann auch noch das zweite Auge. Es ist dunkel, nur der Mond steht am Himmel und die Sterne funkeln zu ihm hinunter. Sie funkeln so wunderschön wie sie es nur in der Weihnachtszeit tun. Der Weihnachtsmann schaut in diesen Sternenhimmel, hört die Glocken klingen und die Engelein singen und bekommt einen Riesenschreck.
„Ohje, ich habe verschlafen!“ Ich muss mich sputen! Die Menschen warten auf mich!“
Er lässt einen lauten Pfiff ertönen, um seine Rentiere zu rufen. Auch sie haben noch geschlafen, kommen aber jetzt gehorsam herbei. Schnell spannt er sie vor den Schlitten und entschwebt mit ihnen direkt ins himmlische Weihnachtsland, – in die Engelswerkstatt. Dort wartet man schon aufgeregt auf ihn und lädt sofort all die großen und kleinen Geschenke auf den Schlitten.
Weihnachtsmann Willi sitzt schon auf seinem Schlitten, doch bevor er den Rentieren das Kommando zum Loslaufen gibt, winkt er einen der Engel herbei und ernennt ihn zum Weihnachtsmannlehrling.
„Komm und spring auf! Dieses Jahr wirst du alles lernen, was ein Weihnachtsmann wissen muss. Nächstes Jahr übernimmst du meine Aufgaben und ich werde dich ein letztes Mal begleiten, dann bist du der Weihnachtsmann. Ich bin schon alt und müde. Diesmal ging noch einmal alles gut, Weihnachten wird pünktlich stattfinden. Aber der Zeitpunkt ist für mich gekommen, einem Jüngeren meinen Posten als Weihnachtsmann zu übertragen.“
Weihnachtsmann Willi nimmt die Zügel in die Hand, schnalzt mit der Zunge und ab geht die Fahrt durch den Sternenhimmel hinab zur Erde, wo die Menschen ihn sehnsuchtsvoll erwarten.
Auch Micha ist glücklich, denn Weihnachten ist gerettet. Fröhlich blickt er aus dem Fenster, während es draußen zu schneien begonnen hat.
Und wenn er ganz genau hinsieht, kann er ihn sehen:

Willi, der Weihnachtsmann stapft durch den verschneiten Winterwald…

 

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Santa Claus

Die Flussfahrt (Donwai Market 2)

Neulich habe ich Euch zum lebhaften Don Wai Market mitgenommen, der ungefährt 30 Kilometer von Bangkok entfernt ist und als echter Geheimtipp gilt. Wie ihr gesehen habt, handelt es sich hier nicht um einen schwimmenden Markt, sondern um einen Flussmarkt, der am Ufer des sogenannten Nakhon Chaisi River liegt.

Heute lasse ich Euch an unserer Schifffahrt auf  diesem Fluss teilhaben. Stündlich verkehren Boote auf dem Nakhon Chaisi River und man sollte auch unbedingt mitfahren, denn es lohnt sich. Man kann vom Schiff aus wunderschön das reale Leben und Treiben entlang des Flusses sehen. Ich möchte auch nicht viele Worte machen, denn die Fotos sprechen für sich.

Hier legt gerade unser Schiff an, mit dem wir ungefähr zwei Stunden unterwegs sein werden.

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Schnell noch ein Blick zum gegenüberliegenden Ufer und schon geht die Fahrt  los.

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Hier gibt es Natur pur.

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Es grünt und blüht überall.

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Häuser der unterschiedlichsten Kategorien stehen entlang des Flusses.

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Seht Ihr beim nächsten Foto das Geisterhäuschen im Vordergrund? Diese Geisterhäuschen gehören zu einem thailändischen Haus und deshalb findet man sie allerorts. Hierin befinden sich Opfergaben wie zum Beispiel Getränke oder Essbares, um die Geister gnädig zu stimmen.

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Hier ist anscheinend Waschtag.

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Und hier angelt sich der Herr wohl gerade sein Mittagessen.

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Ein reges Treiben herrscht auf dem Fluss, das ich auch nicht kommentieren möchte. Lasst es einfach auf Euch wirken.

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Hier wird anscheinend gerade ein neues Wat gebaut.

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Und noch ein Wat.

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An einem Wat steigen wir sogar aus und alle marschieren zu der Buddastatue, um Räucherstäbchen anzuzünden und Buddha zu ehren.

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Danach geht es wieder zurück zum Donwai Market.

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Es war ein sehr erlebnisreicher Tag für uns und wir sind froh, hier gewesen zu sein. Wir konnten mehr vom Leben der Thailänder sehen und kennenlernen. Dieses Leben hier am Fluss unterscheidet sich sehr vom Leben in der Großstadtmetropole Bangkok und ganz erheblich von unserem Leben.

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Mein Weg zum „7ELEVEN“

Beim thailändischen Friseur

 

Zotti im Weihnachtsland

Könnt Ihr Euch noch an Brummbär Max und seine Familie erinnern? Zusammen mit seiner lieben Bärenfrau hat er zwei Kinder. Ein Mädchen und einen Jungen: Sandy und Andy heißen sie. Zotti ist ein guter Freund der Beiden und von ihm und seinem großen Abenteuer will ich Euch heute erzählen.
Zotti ist den ganzen Tag über schon total aufgeregt, denn sein Freund Andy hat ihm gesagt, dass es nun nicht mehr lange dauert und dann ist Weihnachten. Der kleine Teddybär kann an nichts anderes mehr denken. Er will unbedingt den Weihnachtsmann und das Christkind kennenlernen. Und auf die Geschenke freut er sich ebenso wie ein Menschenkind. Gemeinsam mit Andy und Sandy hat er einen Wunschzettel verfasst. Er wünscht sich einen Koffer. Wofür ein Teddybär einen Koffer braucht?, fragt ihr. Na, ein Koffer ist ein tolles Ding, denn darin kann man eine Menge Dinge verstauen. Nicht nur, wenn man auf Reisen geht. Er lässt sich beispielsweise ganz hervorragend als eine Art Schatztruhe verwenden. Alles was Zotti gefällt und was er irgendwo gefunden oder gesammelt hat, soll in diesen Koffer, denn alle diese Dinge sind ganz viele kleine Erinnerungen. Wenn er dann irgendwann einmal ein alter Zottibär ist und mit seinen Enkelbärenkindern zusammensitzt, dann will er diesen tollen Koffer öffnen und ihnen viele spannende Geschichten aus seinem Leben erzählen.
Zotti ist total in Gedanken versunken. Er sieht diesen Koffer vor seinem geistigen Auge und auf einmal passiert etwas, das er sich nicht erklären kann.
Dieser Koffer spricht zu ihm. Ja, er kann reden. Zotti hört es ganz deutlich.
„Komm setz dich hinein und flieg mit mir durch die Lüfte!“
Zotti reibt sich die Augen und tatsächlich da steht ein brauner kleiner Koffer, der gerade so groß ist, dass er hinein passt.
Zotti wackelt mit seinen schönen Bärenohren, denn es kann nicht sein, dass ein Koffer spricht. Bestimmt hat er sich das alles nur eingebildet. Doch da hört er die helle Stimme wieder:
„Mach schon, setz dich hinein und ich zeig dir das Weihnachtsland!“
Das lässt sich Zotti kein zweites Mal mehr sagen. Husch, sitzt er inmitten dieses Koffers. Aber nicht nur das. Der Koffer setzt sich in Bewegung und schwebt mit ihm davon. Hoch zu den Wolken schwebt er. Fast glaubt Zotti, er könne sie fangen.

1200px-viele Wolken

Er schaut hinunter zur Erde, wo alles immer kleiner wird und aussieht, als sei alles nur Spielzeug. Er fliegt über Länder und Meere. Ein bisschen bange ist ihm schon. Auch kalt ist es hier oben. Kälter als er es von der Erde kennt. Und ein tüchtiger Wind weht, so dass sein Koffer hin und her schaukelt.
Gerade denkt Zotti: „Ich habe Angst, dass ich rausfalle und ganz tief nach unten auf die Erde plumpse!“
Doch da kitzelt ihn etwas an der Nasenspitze und Zotti muss niesen.
„Hallo kleiner Geselle!“, hört er eine Stimme.
„Wer bist du?“, fragt Zotti in die unendliche Weite hinein.
„Ich bin ein Sonnenstrahl und mich hat die Sonne zu dir geschickt!“
Zotti schaut noch weiter nach oben und erkennt das Sonnenlicht.
„Wenn du an meinem Strahl hinunterrutscht, dann landest du ganz sanft wieder auf der Erde und genau dort, wo du hin möchtest!“
Na, das ist doch was für Zotti, denn das Rutschbahnrutschen hat er schon immer geliebt.
„Halt dich gut fest und mach die Augen zu, denn jetzt wird es ganz rasant nach unten gehen. Aber hab keine Angst, ich halte dich sicher fest. Es kann dir nichts passieren.“
Und wie schnell das geht! So schnell ist Zotti noch nie gerutscht. Er jauchzt vor Vergnügen. Hui! Immer schneller und immer tiefer rutscht er den Sonnenstrahl entlang.
„Achtung!“, hört er die Stimme rufen.
Plumps! Zotti ist mitsamt seines Koffers gelandet. Er blickt sich verwundert um. Wo ist er nur? Wollte er nicht in das Weihnachtsland? Hier ist es warm, nein es ist richtig heiß. Aber im Weihnachtsland muss es doch kalt sein und Schnee liegen. Aber hier ist kein Schnee, nur ein großer Platz und ganz viele Menschen und viele, viele Lichter. Er ist mitten in Bangkok gelandet, das liegt in Thailand und gehört zu Südostasien. Zotti ist also viele tausend Kilometer von seiner Heimat entfernt.

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Er steigt aus seinem Koffer, klappt ihn zu und marschiert mit dem Koffer in die Menschenmenge hinein. Er will wissen, was hier los ist.
Und dann sieht er ihn.
Ein riesiger und bunt geschmückter Weihnachtsbaum steht vor ihm. Zotti muss den Kopf ganz tief in den Nacken legen, um bis zu seiner Spitze hinauf schauen zu können. Tausende bunte Lichter erhellen diesen wunderschönen Baum.

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Zotti dreht sich vor Freude im Kreis. Er ist tatsächlich im Weihnachtsland, allerdings in einem Weihnachtsland ohne Schnee. Vielleicht gibt es ja viele verschiedene Weihnachtsländer, aber das ist Zotti jetzt egal, denn rund um ihn herum sind Weihnachts- und Schneemänner, kleine und große Engelchen. Dort drüben steht ein großer Schlitten mit Rentieren davor und genau gegenüber ein tolles Lebkuchenhaus.

1200px-Lebkuchenhaus

Zotti geht auf das Häuschen zu und trifft auf die zwei Bärenkinder Tino und Tina, die ihn freudig begrüßen.
„Hallo Brummi! Was machst du denn hier, hast du heute deinen freien Tag?“
„Brummi? Ich bin Zotti und zum ersten Mal hier im Weihnachtsland!“
„Ach, das glaub ich jetzt aber nicht. Du willst dich doch nur über uns lustig machen!“
„Nein, ganz sicher nicht. Ich kenne euch doch nicht einmal!“, beteuert Zotti und setzt das unschuldigste Gesicht auf, das er nur machen kann.
„Jetzt hör aber auf, wir kennen dich doch. Gestern waren wir doch gemeinsam beim Weihnachtskonzert, als die Engelchen gesungen haben.“
„Nein, ich schwöre euch, ich bin Zotti!“
Tino und Tina schauen sich an und schütteln verwundert den Kopf.
„Aber du siehst ganz genauso aus wie unser Freund Brummi“, ergreift Tina das Wort. „Sogar den gleichen rot und grün gestreiften Schal hast du um den Hals gewickelt. Und das Weihnachtsmützchen hast du auch auf!“

1200px-Brummi
Zottis Blick fällt auf sein Spiegelbild in einer Schaufensterscheibe. Verwundert  tastet er sich ab, denn irgendwie sieht er verändert aus. Das liegt nicht nur an dem Mützchen, das er auf hat und auch nicht an dem Schal, der um seinen Hals gebunden ist. Er erkennt sich kaum wieder und auch die Sachen kennt er nicht. Da muss ein Zauber passiert sein, vielleicht als er auf dem Sonnenstrahl auf die Erde gerutscht ist. Da hat es Zotti auch mal einen Moment lang gekribbelt und gekrabbelt. Seltsam!
„Wir schleichen uns einfach hier weg und bringen Zotti zu unserem Freund Brummi“, beschließt Tino und greift Tina und Zotti an der Hand, um mit ihnen in der Menschenmenge unterzutauchen.
„Wo willst du mit uns hin?“, erkundigt sich Zotti.
„In das Hotel, in dem Brummi arbeitet, damit ihr euch kennenlernt. Und später stelle ich dir noch den Weihnachtsmann und das Christkind vor! Komm einfach mit!“
Endlich sind die Drei vor dem Hotel angekommen, aber vor ihnen liegt eine große Treppe auf deren Stufen hunderte von blühenden Weihnachtssternen stehen.

1200px-Weihnachtssterne

Mühsam erklimmen sie mit ihren kurzen Beinchen die vielen Stufen und kommen vollkommen außer Atem oben an.
„Hallo Brummi!“, ruft es plötzlich. „Mach mal schnell, dass du wieder auf deinen Platz kommst!“
Zotti zuckt mit den Schultern, denn er wundert sich sehr, dass er ständig verwechselt wird.
Auf einmal geht ihm ein Licht auf, – nein ein ganzer Weihnachtsbaum erleuchtet. Und was sieht Zotti? Einen Weihnachtsbaum voller Weihnachtsteddybären.

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Staunend lässt sich Zotti von Tino um den Baum herum zerren. Vor Staunen hat er den Mund weit aufgerissen und als sie plötzlich stehen bleiben, klappt er ihn erst wieder vor Schreck zu.
„Darf ich vorstellen?! Das ist Brummi und das ist Zotti!“
Die beiden Bären sehen sich staunend und verwirrt an. Beide fragen sich insgeheim, ob man ihnen einen Spiegel vor die Augen hält.
Zotti und Brummi gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Stolz stellen sie sich für das Foto, das ein Hotelgast von ihnen machen will, nebeneinander auf.

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„Ich habe einen Doppelgänger!“, jubelt Zotti vor Freude und streckt beide Arme aus, um Brummi zu umarmen.
„Was ist denn mit dir los? Wieso hast Du einen Doppelgänger? Träumst du?“, fragen Andy und Sandy wie aus einem Mund. Sie falten ihre Wunschzettel zusammen und stecken sie in einen Briefumschlag, den sie an das Christkind im Himmel adressieren.

 

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Lottchen & Brummbär Max auf Verbrecherjagd

Donwai Market (1)

Wir sind wieder zurück von unserem mehrwöchigen Bangkokaufenthalt. Wie immer haben wir viel erlebt und jedesmal ist es irgendwie wie ein großes Abenteuer. Obwohl wir Bangkok schon so oft besucht haben, gibt es in und rund um diese asiatische Stadt so viel zu sehen und zu erleben. Da wir nicht als normale Touristen unterwegs sind, sondern durch die Tätigkeit meines Mannes auch in echten Kontakt mit den Thailändern kommen, erhalten wir auch Tipps. So empfahl man uns beispielsweise den Besuch des Donwai Markets.

Dieser Markt direkt am Fluss wird hauptsächlich nur von den Thais besucht und ist eigentlich ein echter Geheimtipp. Wir haben bei unserem Besuch nur Asiaten angetroffen. Ich möchte Euch gerne an diesem Besuch teilhaben lassen. Da ich allerdings so viele Fotos gemacht habe, teile ich den Bericht auf. Als erstes zeige ich Euch den Markt selbst und als zweiten Teil gibt es dann die Flussfahrt, die wir von dort aus gestartet haben.

Den Kulturschock, den eigentlich fast jeden nicht aus Asien stammenden Touristen erst einmal trifft, haben wir schon vor mehr als 10 Jahren überwunden. Da wir ja einmal jährlich nach Bangkok reisen, schockt uns so schnell nichts mehr, es gehört einfach dazu.  So hat uns das Drumherum auch nicht gewundert, als wir am Donwai Market ankommen.

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Doch gleich haben wir uns in das Getümmel des Marktes gestürzt, auf dem viele Thailänder einkaufen und an diesem Samstag ist er auch gut besucht.

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Übrigens: Der Herr da vorne, der seinen Foto in dem Gedränge hochhält, ist mein Göttergatte.

Hier gibt es allerlei Köstlichkeit und für uns auch allerlei Undefinierbares. Doch ich zeige Euch einfach mal, was wir so alles gesehen haben. Leider kann ich die Gerüche nicht vermitteln, doch ich kann Euch verraten: Sie gingen von „Köstlich duftend“ über „Seltsam“ bis hin zu „Sehr ungewöhnlich“ und vor allem für uns „Fremd“.

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Manchmal ist man schon versucht zuzugreifen. Da ich allerdings vor zwei Jahren keine so guten Erfahrungen gemacht habe und mein Arzt mir immer wieder anrät von dem Genuss der Speisen auf Märkten und Straßen abzusehen, halte ich mich lieber daran…

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… Abgesehen natürlich von diesen kleinen Bananen, die übrigens köstlich schmecken. Allerdings bevorzuge ich sie, wenn sie reif und damit auch gelb sind. Doch bei diesem Klima werden sie das ganz schnell.

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Selbstverständlich gibt es hier Fisch in Hülle und Fülle, egal ob roh oder

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vom Grill.

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Manchmal ist die Ware sogar in Folie verpackt, doch meist liegt sie unverpackt auf den Tischen und lockt auch Fliegen an, die sich mal da und mal dort niederlassen.

Auch Geflügel darf auf einem solchen Markt nicht fehlen.

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Könnt Ihr die langen Hälse erkennen? Ich denke es sind Gänse.

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Das darf auf einem asiatischen Markt natürlich auch nicht fehlen:

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Überall brodelt, kocht und dampft es.

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In großen Schüsseln wird Suppe gekocht und…

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in Pfannen werden Teigtaschen gebacken.

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Nicht immer ist eindeutig definierbar, worum es sich handelt. Jedenfalls uns fällt dies schwer.

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Auch Süßes gibt es hier.

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Das sieht köstlich und verlockend aus. Ich weiß nicht um was es sich handelt und möchte es meinem Magen zuliebe auch nicht kosten. Ich bin da schon etwas ängstlich. Mein Mann eigentlich weniger, aber auch er hält sich eigentlich zurück. Vor vielen Jahren hat er auch einmal eine Heuschrecke gegessen. Ich habe dabei sein Gesicht beobachtet. Naja, lassen wir es. Er hat seither jedenfalls keine mehr verzehrt.

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Mit dem unteren Foto möchte ich jetzt auch den Rundgang auf dem Donwai Market beenden.

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Ich hoffe es hat Euch gefallen. Ich habe versucht die hygienischen Verhältnisse auszusparen und denke schon, dass Ihr bestimmt auch auf das Eine oder Andere Appetit bekommen habt.

In der Zweiten Folge vom Donwai Market lasse ich Euch an unserer Schifffahrt teilhaben, die Ihr auf keinen Fall verpassen solltet. Das Leben am Fluss wird Euch sicherlich interessieren.

Fortsetzung folgt…

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