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Wo?

 

Verzweifelt stehe ich hier

und stelle immer und immer eine Frage mir.

Sie lässt mir keine Ruh’

und kreist nun in meinem Kopf immerzu.

 

Wo hast du dich versteckt?

Heute Morgen hat mich diese Frage geweckt,

trage sie mit mir rum,

überlege hin und her und auch drumherum.

 

Hallo, wo bist du nur?,

rufe ich, doch du bleibst stumm und stur.

Komm bitte zurück zu mir,

sonst sitze ich hier verlassen vor dem Papier.

 

Ich weiß du bist irgendwo,

hast dich verkrochen, lachst mich aus sowieso.

Warum bist du gegangen?

Kann ich deine Rückkehr einfach so verlangen?

 

Ich suche nicht mehr,

auch wenn ich dich vermisse noch so sehr.

Ich bin mir ganz sicher,

du kommst zu mir zurück mit viel Gekicher.

 

Dann ist alles wieder gut,

verraucht ist dann auf dich meine große Wut.

Liebe Muse ich erwarte dich,

damit du kannst überschütten mit Ideen mich.

 

 

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Wer ist wohl schlauer?

Draußen ist wieder einmal so richtiges Schmuddelwetter, naja es ist ja auch schon November. Da kann man nicht mehr erwarten. Den Sommer habe ich in vollen Zügen genossen, also kann ich mir jetzt ein bisschen Ruhe gönnen. Und damit sollte ich gleich, nein,- sofort anfangen.

Ein Schlückchen von der köstlichen Milch und dann geht es geradewegs zu meinem gemütlichen Plätzchen. Dort liegt bereits meine Kuscheldecke. Sie ist warm und ich werde schon bei ihrem Anblick total müde und schläfrig.

Mit meinem Nickerchen ist es aber nicht gut bestellt, denn auf einmal wird hier herumgeruschelt und der Wischmop geschwungen. Wieso muss das jetzt eigentlich sein, frage ich mich. Das ist total störend. Ich verziehe mich. Wozu kennt man denn nicht auch noch andere Eckchen, in die man sich verziehen kann?!

Ich bin gerade sooo schön in meine Träume versunken, da höre ich von weit her eine mir vertraute Stimme. Ich versuche mich aus meiner Traumwelt zu lösen und eine Frage dringt an mein Ohr.

„Wo bist Du?“

Das ist mein Frauchen, sie sucht mich. Wenn ich jetzt schnell aus meinem Versteck komme, dann gibt es sicherlich Leckerlies.

Tatsächlich, sie steht schon mit der kleinen Dose in der Diele und wartet auf mich. 

Wie ich es liebe, wenn sie die Leckerlies in der Dose klappern lässt! Ehrlich gesagt, ich lasse mich immer davon überzeugen, selbst als sie die Haustür öffnet und ein paar Leckerlies davor legt. 

Diese kleinen Dinger schmecken aber auch zuuu gut. Schade, jetzt sind sie alle aufgefuttert und sie hat mich reingelegt. Ich stehe nämlich draußen in der Kälte. Na warte! 

Ich renne in Windeseile um das Haus herum und schwuppdiwupp bin ich durch meine Katzenklappe geschlüpft und bin wieder im Warmen. Gelassen marschiere ich zurück in die Diele. 

„Da bist du ja schon wieder! Du sollst doch draußen ein bisschen spazieren gehen.“

Frauchen steht in ihrer warmen Jacke und der Tasche in der Hand da. Aha, denke ich mir. Sie will weg und dann muss ich entweder nach hinten in den Kellerersatzbereich, wo mein Körbchen steht oder ich muss raus an die frische Luft. Das will ich aber jetzt nicht. Ich will mich auf meine Kuscheldecke legen, die auf dem gemütlichen Sessel liegt. Mich kriegt sie hier nicht weg.

Schon wieder klappert Frauchen mit dem Döschen und öffnet die Terrassentür. Ich kann sehen, wie sie auf der Terrasse ein paar Köstlichkeiten verstreut. Als wenn ich nicht wüsste, dass sie mich damit locken will. Na gut. Ich mache das Spielchen noch einmal mit. Aber nur zum Schein, denn ich bin ja schlau.

Kaum bin ich draußen schnappe ich mir eine Leckerei, die anderen hebe ich mir für später auf, und schon sause ich wieder in Richtung meiner Katzenklappe.

Ich komme gerade wieder in der Diele an, als Frauchen die Autoschlüssel aus dem Schlüsselkasten holt. Siegesgewiss schaue ich sie mit großen und unschuldigen Augen an. Bin ich nicht schlau?!!!

„Oh nein!“, ruft sie aus. „Du bist ja schon wieder da. Ich habe jetzt keine Zeit für deine Spielchen!“

Ich schon!, denke ich und verkrieche mich unter der ersten Treppenstufe. Da kann mein Frauchen mich nämlich nicht fangen und nach draußen tragen. Trotzdem versucht sie mich wieder zu locken. Ihre Hand greift unter die Treppenstufe und sie streichelt mich. Ich weiß ja, dass sie mich mag, aber ich weiß auch wie ich sie ärgern kann. Also bleibe ich ruhig sitzen und genieße die Streicheleinheiten.

Was macht sie denn jetzt? Warum hört sie auf mich zu streicheln? Ach ja, sie greift schon wieder zu der berühmt berüchtigten Dose. Ich bleibe jedoch stark und lasse mich nicht verführen, auch nicht als sie ihren Trick 17 anwendet. Sie legt jetzt nämlich eine kleine Spur und am Ende bin ich dann bei meinem Körbchen im Kellerersatzbereich. Nein, nicht mit mir! Ich bin nämlich schlau!!!

Aufmerksam beobachte ich mein Frauchen. Sie wird langsam nervös, das merke ich. Wahrscheinlich hat sie einen Termin. Na und?! Ich habe auch einen Termin, nämlich mit meiner Kuscheldecke auf dem Sessel.

Während ich so meine Augen durch die Diele schweifen lasse, entdecke ich in der einen Ecke neben einem Leckerlie noch etwas anderes. Da krabbelt doch was! Ah, eine kleine Spinne! Die hole ich mir! Auf meinen Samtpfötchen schleiche ich mich an meine Beute heran. Frauchen hat die Spinne jetzt auch gesehen und lässt mir aber den Vortritt, damit ich mir diesen Leckerbissen schnappen kann.

Tja und damit hat sie wieder einmal die Chance verpasst mich zu fangen, denn sofort flüchte ich mich wieder unter die Treppenstufe.

„Ich muss doch weg!“, jammert sie jetzt.

So langsam tut sie mir ja leid. Aber was viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass mein Magen plötzlich anfängt zu knurren. Dieser kleine Happen hat mich erst richtig hungrig gemacht. Die winzige Spinne war ja auch nur was für den hohlen Zahn.

Wenn ich jetzt der gelegten Spur aus Leckerlies folgen würde, hätte ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Mein Hunger wäre gestillt und mein Frauchen würde sich freuen. Aber ich will doch auf meine Decke!!!

Schon wieder fummelt Frauchen mit ihrer Hand unter der Treppenstufe herum. Dieses Mal allerdings nicht, um mich zu streicheln. Sie will mich aus meinem sicheren Versteck verscheuchen.

Kann man nicht endlich mal seine Ruhe haben?, frage ich mich.

„Nun komm schon! Ich bin schon spät dran! Lass doch dein Spielchen. Wir spielen später!“

Es ist fürchterlich, wenn jemand was von dir will und du eigentlich nur deine Ruhe haben willst. So macht mir das Spielchen auch keinen Spaß. 

Wenn ich einfach hier sitzen bleibe, kann sie nichts machen. Dann ist sie aber irgendwann bestimmt sauer auf mich. Was mache ich nur? Vielleicht gibt sie ja nach.

Apropos nachgeben, da fällt mir was ein. Hat Frauchen neulich nicht so einen Spruch gesagt?! Na warte! Dieses Mal bist du nicht schlauer und klüger als ich.

Der Klügere gibt nach!!!

Schon klappt hinter mir die Kellertür zu.

 

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Opa Heinrich

Opa Heinrich ist zu Besuch bei seiner Tochter Barbara und deren zwölfjährigem Sohn Markus. Sie sitzen am Abend gemütlich im Wohnzimmer und der Enkelsohn zeigt seinem Großvater die Urlaubsaufnahmen auf dem großen Bildschirm an der Wand. 

„Wie sich die Welt verändert hat“, meint der rüstige 90jährige, „früher waren unsere Fotos nur Schwarzweiß, erst später wurden sie farbig. Auch haben wir sie noch in einem Schuhkarton gesammelt oder in ein Fotoalbum geklebt. Es ist schon toll, was man heutzutage alles machen kann.“

„Schau mal! Das war unser Hotel und hier ist die Lobby,“ erklärt Markus seinem Opa.

„Der Empfangsbereich…“, versucht Barbara zu übersetzen.

„Ja, ja!“, meint der ältere Herr nickend. „Das verstehe ich schon. Aber ist da gerade eine Trauerfeier, weil jemand gestorben ist oder warum schaut hier jeder nach unten?“

„Wie jetzt?“, fragt Markus sichtlich verwirrt.

„Na, keiner unterhält sich anscheinend mit seinem Gegenüber. Alle haben den Blick nach unten gerichtet und niemand hat ein Lächeln im Gesicht. Im Urlaub sollte man doch erwarten, dass alle gemeinsam fröhlich sind.“

„Ach,“ sagt Markus, denn nun weiß er, was Opa Heinrich meint. „In der Lobby hat man Internetempfang und alle schicken wahrscheinlich Fotos nach Hause zu ihren Freunden oder unterhalten sich über W…ap oder F…k mit ihnen.“

„Die Fotos kann man doch auch später noch zeigen und gemeinsam betrachten. So wie wir jetzt. Ist es nicht schöner im Urlaub neue Bekanntschaften zu machen und sich mit ihnen zu unterhalten?“

„Ja aber“, wendet Markus ein, „die waren doch alle mit ihren Handys oder Laptops beschäftigt. Ist doch ganz normal. Man will ja schließlich aller Welt zeigen, wie toll es im Urlaub ist.“

„Naja“, meint der Großvater, „normal ist was anderes. Zumindest in meinen Augen. Aber zeig mal, was ihr sonst noch alles gemacht habt.“

Als Markus die nächsten Fotos zeigt, gibt sein Handy plötzlich einen Ton von sich. Der Junge unterbricht sofort sein Gespräch, greift nach dem Smartphone und liest die eingegangene Nachricht. In Windeseile gehen seine Finger über das Display und er blickt nur kurz auf, als er an die beiden Erwachsenen gerichtet, sagt:

„Florian, will mit mir chatten. Ich geh dann mal in mein Zimmer. Mutti, du kannst ja Opa Heinrich die Fotos noch zeigen.“

Und schon ist er zur Tür hinaus und in seinem Zimmer verschwunden, aus dem er an diesem Abend auch nicht mehr ins Wohnzimmer zurückkehrt.

Als Opa Heinrich zu Bett gehen will, schaut er noch einmal kurz bei Markus vorbei. Dieser sitzt vor seinem Computer und hämmert auf der Tastatur herum.

„Was machst du?“

„Ich chatte, eh, unterhalte mich mit Florian.“

„Aber hier ist doch niemand!“

„Na, Florian sitzt zu Hause auch vor seinem Computer“, meint Markus und irgendwie sind beide jetzt leicht irritiert über die Aussage des anderen.

Am nächsten Nachmittag gehen Barbara, ihr Vater und Markus in ein Café. Nachdem sich jeder etwas Süßes an der Kuchentheke ausgesucht hat, setzen sie sich an einen Tisch in der hinteren Ecke. 

„Von hier aus kann man gut die Cafébesucher beobachten“, denkt sich der ältere Herr, dem dies schon immer Freude bereitet hat. Er schmunzelt still vor sich hin, als er an sich und seine leider schon verstorbene Frau in jungen Jahren denkt. Als Frischverliebte haben sie sich oft im Café getroffen, sich zärtlich einen Kuss zugehaucht und vor allen Dingen viel gelacht. Das hat sich auch in den vielen langen Jahren ihrer Ehe nicht geändert.

Während er sich umschaut, sind seine Tochter und deren Sohn damit beschäftigt, irgendwelche Nachrichten in ihr Handy zu tippen. Und auch sonst scheint jeder im Raum mit sich selbst beschäftigt zu sein, oder besser gesagt, mit seinem Smartphone. Heinrich stellt fest, dass das junge Paar am Nachbartisch kaum ein Wort miteinander wechselt, geschweige denn sich zärtlich küsst.

„Früher hat man noch miteinander geredet und gelacht, wenn man in einem Café saß. Hat denn heutzutage keiner mehr Interesse am anderen?“, wundert er sich und durchschneidet damit die herrschende Schweigsamkeit.

Markus und seine Mutter blicken auf und sehen den Großvater verständnislos an.

„Schmeckt dir der Kuchen nicht?“, fragt Barbara verwirrt.

„Doch, doch, aber…“ 

Opa Heinrich stockt, scheint zu überlegen und richtet dann an Markus die Frage: 

„Sag mal, willst du deinen Freund Florian nicht mal einladen?“

„Ja doch, eben gerade habe ich ihn zum Chatten eingeladen.“

„Einfach nur um etwas gemeinsam zu unternehmen und sich ein wenig zu unterhalten, meine ich“, versucht der Großvater seinen Vorschlag zu erklären.

„Sag ich doch: Wir chatten gleich“, antwortet sein Enkel.

„So richtig in der Realität…“, versucht Heinrich es erneut.

„Ist doch in der Realität“. 

„Kommt er auch mal zu dir nach Hause?“

„Nö, der hat doch keine Zeit.“

„Ach so, die Schulaufgaben…“

„Nö“, wiederholt sich Markus. „Der sitzt am Computer und chattet mit Leuten aus aller Welt. Der kennt echt viele Leute…Toll!“

„Lad ihn doch morgen Nachmittag mal ein!“, fordert der Opa seinen Enkel noch einmal auf.

„Der kommt eh’ nicht…, okay ich versuch es mal…, aber du wirst sehen…“

Schon gehen Markus Finger über die angedeutete Tastatur auf seinem Handy.

Kaum hat er die Nachricht abgeschickt, piept es und Florian hat geantwortet.

„Er hat zugesagt…, na so was,…das gab es ja noch nie…“, wundert sich der Junge.

Am folgenden Nachmittag klingelt es um drei Uhr an der Haustür und der Freund von Markus steht davor.

„Ich hab den alten Laptop meines Vaters dabei, den er mir geschenkt hat“, sagt er zur Begrüßung an der Haustür.

„Gib mal her, ich bringe ihn schon mal ins Wohnzimmer“, meint Großvater Heinrich. „Erst müsst ihr mal für mich zur Apotheke und Hustensaft holen, ich glaube, ich habe mich ein bisschen erkältet.“

Mit diesen Worten drückt der alte Herr seinem Enkel die Jacke, einen Zettel und etwas Geld in die Hand, nimmt Florian den Laptop ab und schließt ganz schnell die Eingangstür hinter den Beiden.

Achselzuckend ziehen die zwei Jungen ab und kurz darauf reicht Markus dem Apotheker den Zettel:

„Soll ich für meinen Opa holen.“

Dieser wirft einen kurzen Blick auf die Notiz des alten Herrn, danach reicht er den Zettel wieder an den Jungen zurück. Lächelnd sagt er:

„Da seid ihr hier aber falsch. Geht mal nebenan in das Geschäft!“

„Wieso? Hier ist doch die Apotheke…“

„Eben drum…!“

Jetzt erst werfen Markus und Florian einen Blick auf  die handgeschriebene Zeile.

„Holt euch für das Geld einen Fußball und habt einen schönen Nachmittag miteinander!
Opa Heinrich“

 

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Anmerkung zum Beitragsbild: Leider ist mir der Künstler dieser Darstellung (Wand in einer Hotellobby auf Mallorca) nicht bekannt (Foto: Astrid Berg)

Kommt vorbei

Ich weiß nicht, wer sich hat das ausgedacht,

doch einst hat man mich hierher gebracht.

Man hat mich erwählt unter etlichen Exemplaren

und so liege ich hier nun schon seit vielen Jahren.

 

Ihr fragt, ob ich mich fühle hier etwas einsam,

ohne zu sein mit meinesgleichen gemeinsam?

Seid mit eurem Urteil dahingehend nicht voreilig,

Ihr könnt es glauben, mir wird niemals langweilig.

 

Selten geht man an mir einfach achtlos vorüber,

es ist egal, ob nachts oder auch tagsüber.

Mit mir teilt man sein Glück und auch die Sorgen,

und das beginnt meist schon am frühen Morgen.

 

Beim Gassigehen ruht Frauchen sich dann aus,

wirft den Ball, Bello bringt ihn zurück durchaus.

Arbeiter stapfen durch Klee, Blätter oder Schnee

und genießen hier bei mir ihren heißen Kaffee.

 

Schulkindern groß und klein diene ich als Tisch,

korrigieren die Mathelösung mit einem Wisch.

Mein Gast war sogar mancher Schulschwänzer,

aber auch der eine oder andere Traumtänzer.

 

Verliebte hauchen hier zärtlich ihren ersten Kuss,

machen hin und wieder aber auch mal Schluss.

Es wird geküsst und auch liebevoll umarmt,

mit Kreide Herz und Buchstaben gemalt.

 

Mit Hochzeitspaaren werde ich aufs Foto gebannt,

das dann später hängt gerahmt an der Wand.

Wenn das Paar kommt einst dann mit dem Kind,

werde ich zum riesigen Kletterfelsen geschwind.

 

Eichhörnchen vergräbt die Nuss an meiner Seite

bevor es scheu und flink sucht das Weite.

Mäuschen vor der Katze sucht ganz ängstlich Schutz,

ist die Katze weg, macht ein Vogel seinen Federputz.

 

Über Langeweile kann ich wahrhaft nicht klagen,

denn man besucht mich in allen Lebenslagen.

Kommt vorbei bei Sonne, Regen oder Schnee,

bin zu finden in einem Wäldchen unweit der Spree.

 

 

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Ein Nachmittag im Spreewald

Der Sonntag macht seinem Namen alle Ehre,
kein Wölkchen kommt der Sonne in die Quere.
Drum zieht es uns hinaus in den Spreewald,
wo wir zum Hafen spazieren schon bald.

Am Wegesrand ein Fliegenpilz leuchtend steht,
sich vom blätterbedeckten Boden abhebt. 
Er will uns mit seiner roten Farbe verführen,
doch jeder weiß, man darf ihn nicht berühren.

Nach Kaffee und dem leckeren Streuselkuchen,
wollen wir geschwind eine Kahnfahrt buchen.
Durch die schmalen Fließe geht nun die Fahrt,
uns die Schönheit des Spreewaldes offenbart.

Wenn der Kahn gleitet hindurch unter Brücken,
muss der Fährmann sich immer wieder bücken.
An der Schleuse wird ein lustiges Gedicht rezidiert,
von den Fahrgästen mit großem Applaus honoriert.

Wohin man seinen Blick nun auch wenden mag,
die Sonne alles vergoldet an diesem schönen Tag.
Zu sehen gibt es hier tatsächlich so Allerlei,
gerade gleiten wir an einem Heuschober vorbei.

Die Natur sich von ihrer schönsten Seite zeigt,
der Fährmann interessante Geschichten hält bereit.
Als die Sonne sich dann dem Untergang neigt,
ist leider auch das Ende der Kahnfahrt angezeigt.

Vorbei ist nun ein schöner Nachmittag im Oktober,
erinnern wird uns daran das Foto vom Heuschober.
Im Winter in Decken eingewickelt und mit Glühwein,
nehmen wir den Spreewald wieder in Augenschein.

 

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Erinnerungen und Angewohnheiten

Beim Aufräumen bin ich auf ein gerahmtes Foto gestoßen. Hierauf sind zwei Personen abgelichtet.
„Ach schau mal an!“, sagt mein Mann, der mir gerade von hinten über die Schulter blickt. „Deine Mutter und mein Opa!“
Ruckartig drehe ich mich um und frage erstaunt: „Wie kommst du denn auf die Idee?“
„Na, das ist doch deine Mutter.“
„Ja, aber…“
„Und das ist mein Opa“, grinst er mich frech an.
„Quatsch, das ist doch im Wachsfigurenkabinett aufgenommen und meine Mutter steht neben Albert Einstein, nicht neben deinem Opa. Albert Einstein kennt doch wohl jeder!“, empöre ich mich.
„Nicht unbedingt“, gibt mir mein Mann zur Antwort und schürt damit meine Neugier. Diese scheint mir direkt ins Gesicht geschrieben, denn mein Göttergatte meint nur:
„Dann will ich deinen Wissensdurst mal stillen: Es war wohl so gegen Ende der Grundschulzeit oder kurz nachdem ich auf das Gymnasium gekommen bin. Damals trug ich immer ein Foto von Albert Einstein in meiner Geldbörse. Das sah zufällig ein Klassenkamerad und er fragte mich, wer das denn sei. Ich antwortete damals, dass es sich um meinen Opa handeln würde, was er mir auch ohne weitere Rückfragen abgenommen hat. So einfach und so schnell kommt man zu einem Opa“, schließt Peter seine Kurzdarstellung der damaligen Begebenheit ab und wir müssen beide herzlich lachen.
Sein Opa wird beim Mittagessen zufälligerweise ebenfalls wieder zum Gesprächsthema. Seltsam, aber es gibt Tage, an denen sich die Zufälle einfach so aneinanderreihen.
Ich habe passend zur Herbstzeit Kürbissuppe gekocht. Sie schmeckt ausgesprochen lecker, was mir auch mein Mann zu verstehen gibt. Auch die Tatsache, dass er sich zweimal einen Nachschlag nimmt, spricht dafür. Allerdings gibt es auch etwas, das mich total stört. Meint er doch zu mir:
„Und mit ein bisschen M… schmeckt sie noch köstlicher.“
„Hörst du auf!“, rufe ich entsetzt aus. „Das zerstört meine Kochkunst und verändert den Geschmack!“
„Nein, im Ernst, das ist das i-Tüpfelchen, das noch gefehlt hat.“
Schon hält er die besagte kleine Flasche in der Hand und schüttet tüchtig in seine Suppe.
„Aber auf keinen Fall so viel!“
„Mein Opa hat dieses Fläschchen mit seinem Inhalt auch geliebt“, erklärt er mir und hält das besagte Ding mit seiner linken Hand fest umklammert.
„Wer jetzt? Dein Opa? Albert Einstein?“, frage ich abermals völlig irritiert und mit dem Gedanken an die kurze Erzählung von heute Morgen.
„Ach nein! Mein richtiger Opa. Opa K.“, erklärt er mir nun. „Er hielt immer beim Essen die M…flasche fest im Griff. Er hat diesen Geschmack sehr gemocht. Irgendwie muss ich wohl ein Gen von ihm abbekommen haben, denn auch mir schmeckt es mit M… immer alles noch ein bisschen besser.“
„Aha“, sage ich nur kurz und nehme mir ebenfalls noch einen Nachschlag, allerdings ohne M… „Was Männer alles so fest im Griff halten! Ich kenne da auch so einen Gegenstand, den du gerne festhält und nur ungern aus der Hand gibst…“
Leider werden wir an dieser Stelle vom eindringlichen Klingelton unseres Telefons unterbrochen und auch danach bleibt uns keine Zeit mehr für ein weiterführendes Gespräch. 
Als ich am Spätnachmittag zwischen zwei Terminen noch in der Stadt unterwegs bin, komme ich an zwei unterschiedlichen Dingen vorbei, die ich unbedingt kaufen muss: Im Supermarkt erstehe ich eine neue M…flasche, die ich meinem Mann mitbringe, aber auch etwas anderes habe ich noch entdeckt: Einen kleinen Albert Einstein, der an einer langen Zugfeder hängt und den man damit lustig auf und ab wippen lassen kann. Schon jetzt freue ich mich auf das Gesicht meines Göttergatten, wenn ich  ihm am Abend meine beiden Geschenke präsentiere.
Allerdings wird alles etwas später als gedacht und ich komme erst bei Dunkelheit nach Hause. Als ich die Haustüre öffne, kann ich ein stilles Lächeln nicht verbergen, denn ich freue mich schon auf das Gesicht meines Mannes, wenn ich ihm die beiden erstandenen Dinge überreiche. Doch was sehen meine Augen?
Mein Göttergatte liegt nach einem wohl anstrengenden Arbeitstag auf der Couch und ist bei laufendem Fernseher eingeschlafen. Sein rechter Arm ist leicht nach oben angewinkelt und in seiner Hand hält er festumklammert einen Gegenstand: Die Fernbedienung.

Schade, dass er gerade die Augen öffnet, als ich ihm in die andere Hand die M…flasche legen will, sonst hätte ich sofort mein Handy gezückt, um ein Foto zu machen.

 

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Herbstzeit

 

Ich schau zum Himmel hinauf,

wo die Wolken nehmen ihren Lauf.

Hinweg die wärmenden Sonnenstrahlen,

im Schrank stehen die luftigen Sandalen.

 

Die Tage immer kürzer werden,

der Sommer liegt nun in Scherben.

Bäume in bunten Farben leuchten,

Nebel und Tau die Wiesen befeuchten.

 

Vorbei ist endgültig das Sommerwetter,

es fallen nun schon die ersten Blätter.

Spinnen ihre Netze kunstvoll weben,

Drachen durch die Lüfte schweben.

 

Eichhörnchen eifrig Nüsse sammeln, 

Zugvögel sich für die Reise versammeln.

Igel futtern sich ein Fettpolster an,

die Brunftzeit für das Wild fängt an.

 

Der Kürbis gehört zur Herbstzeit

und Halloween ist nicht mehr weit.

Wenn dann die Bäume sind kahl,

geht man hinaus mit Mantel und Schal.

 

September, Oktober und November,

werden gefolgt vom kalten  Dezember.

So kommt nach der bunten Herbstzeit,

der letzte Monat des Jahres im Winterkleid.

 

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Die Empfehlung

Professor Konfusi ist mit seiner Gemahlin auf Reisen. Sie haben sich für eine Sonneninsel entschieden, auf der sie zwei Wochen verweilen möchten. Allerdings gehören die Beiden nicht zu denjenigen Sonnenanbetern, die sich stundenlang am Strand von einer Seite zur anderen wälzen und einzig auf ihre Urlaubsbräune bedacht sind. 
Sie wollen Land und Leute kennenlernen, denn… 
„Deshalb reist man ja wohl in ferne Länder“, wie der ältere Herr betont. „Ich brauche die Bräune nicht, um allen Bekannten zu demonstrieren, dass der Urlaub schön war.“
Ja, Land und Leute lernen sie kennen, denn das sind meist die wahren und einprägsamsten Urlaubserlebnisse, wie ihnen auch der heutige Tag wieder beweist.
Mit ihrem Mietwagen düsen sie über die Insel, halten hier mal an und kehren dort mal ein. So kommen sie auf einer zwar abgelegenen, aber gut ausgebauten Straße an einem einsamen kleinen Kiosk vorbei.
„Lass uns dort doch anhalten“, schlägt Frau Konfusi vor. „Ist das nicht der Stand, an dem wir letztes Jahr auch schon angehalten haben?“
„Richtig!“, bestätigt ihr Gemahl. „Dort gab es leckeren Wein zu kaufen.“
Schon setzt er den Blinker nach rechts und fährt auf den steinigen Parkplatz. Tatsächlich steht derselbe Opa in dem Kiosk, mit dem sie im Jahr zuvor schon so nett geplaudert und dem sie natürlich auch gleich drei Flaschen Wein abgekauft hatten.
Sichtlich erfreut begrüßt dieser die beiden Reisenden und auf Frau Konfusis Geständnis, vor ungefähr 12 Monaten schon einmal da gewesen zu sein, lächelt er freundlich und umarmt sie herzlich.
„Yes, yes, I remember!!!“, lächelt er. „Ich erinnere!“
Frau Konfusi schmunzelt und zwinkert ihm zu. „Ob das so stimmt?“, fragt sie sich insgeheim, aber sie hatten sich damals lange und ausgiebig mit ihm unterhalten. Sie will es ihm einfach mal glauben, so freundlich und nett, wie er ist.
So wird geplaudert, Wein und Honig gekostet und selbstverständlich auch etwas gekauft. Es dauert nicht lange, da rollt ein anderes Auto mit einem Pärchen an. Ebenfalls Urlauber, ebenfalls aus Deutschland. Man kommt ins Gespräch und lässt sich rund um den Tisch nieder, der neben dem Verkaufsstand steht. Kaffee wird vom Kioskbesitzer schnell auf traditionelle Art und mit einem Bunsenbrenner zubereitet. 
„Das nächste Dorf, ist mein Dorf“, gibt er zu verstehen. „Kleines Dorf, aber hat zwei Tavernen.“
„Lass uns mal hinfahren“, meint Frau Konfusi. „Wir wollten doch sowieso in einer Taverne eine Kleinigkeit essen und Durst habe ich auch.“
Mit den anderen Urlaubern verabreden sich die beiden älteren Herrschaften in einem anderen Dorf, wo es noch einen richtigen Schuhmacher gibt, der wunderschöne Schuhe selbst fertigt und sie für einen günstigen Preis verkauft.  
„Welche Frau könnte da widerstehen?“, fragt sie lächelnd in die Runde.
Bevor alle sich verabschieden macht der Kioskbeitzer noch ein paar Fotos, die seine Tochter nach Saisonende ins Internet stellt. Außerdem gibt er noch eine Empfehlung ab.
„Nicht die erste Taverne, – ist nicht so gut. Aber die Zweite! Nicht vergessen, zur zweiten Taverne in meinem Dorf!“
So machen sich Herr und Frau Konfusi auf den Weg. Nach ungefähr einer knappen Viertelstunde erreichen sie das Dorf. Man erkennt sofort, dass es kein reiches, aber landestypisches Dorf ist. 
„Schau mal!“, ruft Frau Konfusi aus. Die Oma dort drüben in der Taverne.“
Tatsächlich steht auf den Stufen eine ältere Frau, die mit ihrem Wischmop in der Luft herum wedelt, um dem Ehepaar Konfusi zu signalisieren, das Auto am Straßenrand zu parken und in ihre Taverne einzukehren.
„Bestimmt ist das die Frau des Kioskbesitzers. Ich kann mir denken, dass er ihr über sein Handy schon Bescheid gesagt hat, dass wir kommen“, überlegt sie laut.
„Na gut. Ich habe allerdings nicht darauf geachtet, ob es tatsächlich die zweite Taverne ist“, gibt Professor Konfusi zu bedenken.
„Ich glaube, da vorne war schon irgendeine Möglichkeit zum Einkehren“, erwidert seine Gattin.
Kurz und gut, die Beiden steigen die Stufen zur Taverne hoch und lassen sich auf den einfachen Stühlen nieder. Etwas verwundert stellen sie fest, dass sie die einzigen Gäste sind und kommen ein bisschen ins Zweifeln, ob sie hier richtig sind. Aber jetzt wieder gehen, wollen sie auch nicht. Die Frau ist sehr nett, spricht ein paar Brocken Deutsch und erzählt, dass sie einst für fast drei Jahre in Deutschland gearbeitet hat.
Sie bringt die Speisekarte und das Ehepaar Konfusi wählt Tsatsiki und Souvlaki. Geschwind macht sich die Besitzerin der Taverne an die Zubereitung der Speisen. Irgendwie riecht es nach altem Fett, was nicht gerade die beste Empfehlung ist. Die beiden älteren Herrschaften werden nun noch skeptischer und bezweifeln abermals, dass es die empfohlene Taverne ist. Doch für eine Flucht ist es nun zu spät. Da müssen sie wohl oder übel durch.
Während das Tsatsiki in Ordnung ist, wie Professor Konfusi sich vorsichtig ausdrückt, bemerkt seine Frau schon beim ersten Happen, dass ihr Souvlaki ziemlich versalzen ist. Die Pommes triefen außerdem vor Fett.
„Nein, das kann ich nicht essen!“, flüstert sie ihrem Mann zu. 
Sie müssen sich im Flüsterton unterhalten, denn die Besitzerin hat sich an einen der gegenüberliegenden Tische gesetzt und behält die beiden einzigen Gäste fest im Auge. Ihr entgeht nichts.
„Was machen wir jetzt?“
Bevor Professor Konfusi antworten kann, steht die Besitzerin auf und kommt an den Tisch.
„Die Kartoffeln sind aus meinem eigenen Garten. Sehr gut!“, gibt sie zu verstehen und wacht darüber, dass sich Frau Konfusi eine Kostprobe in den Mund steckt. 
Zum Glück geht sie danach wieder an ihren angestammten Platz zurück, aber beobachtet die Gäste auch weiterhin mit Adlersaugen.
„Warte mal!“, flüstert Professor Konfusi seiner Angetrauten zu, steht auf und marschiert in Richtung Auto.
Frau Konfusi nimmt einen tüchtigen Schluck aus dem Wasserglas, um Salz und Fett hinunterzuspülen. Es dauert nicht  lange, da kehrt ihr Mann mit einem Plastikbeutel in der Hand zurück. Seine Gemahlin kann sich denken, was er vor hat, allerdings wird es unter dem wachen Auge der Tavernenbesitzerin nur schwer möglich sein. 
Glücklicherweise gibt diese ihren Wachposten kurzzeitig auf und verschwindet für einen winzigen Moment im Inneren der Taverne. Das ist die Gelegenheit, die Professor Konfusi auch sofort nutzt.
Als die Inhaberin wieder auf die Terrasse tritt, sind die Teller der Beiden leer und sie bitten um die Rechnung. Mit freundlichen, aber unverfänglichen Worten zahlen sie und verabschieden sich. Als sie die Stufen hinuntersteigen und zum Auto marschieren, schwengt Professor Konfusi siegessicher die Tüte in seiner Hand.
„Jetzt brauchen wir nur noch einen Mülleimer“, meint er.
Als sie dann um den Beutel erleichtert in das Auto steigen und durch das Dorf fahren, entdecken sie doch tatsächlich ungefähr hundert Meter weiter eine nette und ansprechende Taverne. Doch jetzt ist ihnen der Appetit vergangen.
„Das war wohl nicht seine Frau und auch nicht die richtige Taverne! “, sagt Frau Konfusi resigniert. „Was man so alles erlebt.“ 
Beide müssen nach diesem überstandenen Urlaubserlebnis nun tüchtig lachen.

 

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Heute möchte ich Euch im dritten und letzten Teil noch ein paar weitere Fotos von Rhodos zeigen. Einige von Euch kennen diese Insel. Vielleicht kann ich schöne Erinnerungen bei Euch wecken oder neugierig auf diese Sonneninsel machen.

Auf dieser Terrasse mit dem herrlichen Ausblick auf das Meer und die Berge haben wir immer unser Frühstück eingenommen.

Das Mittagessen oder den Nachmittagskaffee haben wir dann in der einen oder anderen Taverne genossen.

Und abends saßen wir  gemütlich bei einem Gläschen Wein zum Beispiel auf der Dachterrasse über den Gassen von Lindos. Oberhalb ist die beleuchtete Akropolis zu erkennen.

Bei Tag lässt sich diese auch vom Schiff aus bestaunen.

Auch der Blick in einen Höhleneingang lohnt sich.

Glockentürme, kleine Kapellen und Kirchen gibt es überall auf der Insel zu sehen.

Einen Süßwasserstausee haben wir auch entdeckt.

Der Besuch der Thermen von Kalithea ist ebenso ein Muss, …

wie die malerische Hafeneinfahrt von Rhodos, mit der ich meinen kleinen Beitrag beenden möchte.

 

Und das nächste Mal gibt es eine lustige Urlaubsgeschichte.

 

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Heute möchte ich Euch noch ein paar Fotos von Rhodos zeigen, die Euch einen kleinen Eindruck von dieser wunderschönen Insel vermitteln sollen. Wer diese Insel kennt, mag sie sicher so sehr wie wir, denn man kann sich einfach nur in sie verlieben.

Der Blick auf das Meer bis hin zum Horizont. Hier möchte man verweilen.

Was wäre das Meer ohne den Strand?! 

Natürlich gehört am Abend auch noch ein Gläschen Wein und leckeres Essen dazu:

Und das nächste Mal zeige ich Euch noch mehr schöne Orte und Plätze, die wir auf Rhodos besucht haben.

 

 

 

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Heute melde ich mich wieder zurück, denn wir haben die letzten zwei Wochen auf einer schönen Insel verbracht. Wo es uns gefällt, da wollen wir auch immer wieder hin. So waren wir inzwischen schon viermal auf Rhodos.  Leider konnten wir die Sonne nicht mitbringen, aber ein paar Eindrücke, die ich mit dem Handy festgehalten habe, möchte ich Euch hier zeigen.

Morgens der Sonnenaufgang war traumhaft und von unserem Balkon aus habe ich ihn auch sogleich versucht einzufangen.

Aus diesem feuerroten Himmel wird dann ein strahlendes Blau, das mich immer wieder fasziniert. Besonders im Zusammenklang mit Weiß.

Natürlich habe ich noch viele andere Fotos mitgebracht, die es dann in den anderen Teilen zu sehen gibt und die nicht nur den strahlend blauen Himmel betreffen ;-).

Seid alle recht herzlich gegrüßt und und verzeiht mir mein langes Schweigen.

 

 

Augenblicke

 

Das Leben besteht aus vielen Augenblicken,

die uns unverhofft und fröhlich zunicken.

Wir müssen sie nur erkennen und einfangen,

sonst sind sie für immer uns entgangen.

 

Unbemerkt schleichen sie sich dann fort,

unwiederbringlich und ohne ein Wort.

Gar mancher wird dies erst später erkennen,

doch dann hilft kein Jammern und Flennen.

 

Das Leben erscheint ihm irgendwie leer,

ohne zu wissen, was er vermisst so sehr.

Es ist der kleine Moment des Glücks,

der bereichert das Leben Stück für Stück.

 

Ein Lächeln oder ein zwinkernder Blick,

den du verschenkst, kommt zu dir zurück.

Unverhofft und in Sekundenschnelle.

wirkt dies wie eine sprudelnde Quelle.

 

Des Sonnenstrahls Kitzeln auf der Nase,

der Duft des Blümchens in der Vase,

erreicht dich für einen einzigen Moment,

aber intensiv und zu hundert Prozent.

 

Der zwitschernde Vogel, das lachende Kind

und der die Blätter aufwirbelnde Wind,

alles dies will dir immer wieder sagen,

du sollst Freude am Leben haben.

 

Die ständige Suche des besonderen Moments,

den ganz großen und einzigartigen Events,

mit dem super tollen Wahnsinnskick,

vernebelt nicht selten den eigenen Blick.

 

Sich auch auf das kleine Glück zu besinnen,

lässt wahre Freude am Leben gewinnen.

Drum verpasst nicht den kleinen Augenblick,

wenn das Leben schickt Euch das Glück.

 

 

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Einfach und unkompliziert?!

Neulich habe ich Euch ein lustiges und auch nützliches Schild gezeigt, das mir aufgefallen ist. Heute habe ich zwar kein Schild, aber nützlich ist die Sache trotzdem.

In unserem Leben begegnen uns immer wieder Automaten. Aus meiner Kindheit und Jugend kann ich mich im Grunde genommen ganz spontan an den Kaugummi-, Zigaretten- und Briefmarkenautomaten erinnern. Ach ja, im Krankenhaus gab es einen Heißgetränkeautomaten. Und dann war da auch die Parkuhr oder im Parkhaus der Parkautomat. Eines hatten sie alle gemeinsam, man musste nämlich Geld einwerfen, um die besagte Ware zu erhalten. Dann musste man an einem Knopf drücken oder drehen, eine kleine Schublade aufziehen oder auch eine Kurbel betätigen. In einem Kiosk in unserer Stadt gab es noch einen Spielautomaten und eine Jukebox, die nach dem Geldeinwurf auf Knopfdruck Schlager abspielte. Manchmal gab mir mein Opa ein paar Münzen und ich durfte mir ein Lied aussuchen, das dann abgespielt wurde, während ich meine Sinalco aus einem Strohhalm saugte.

Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Automaten, mit denen wir mehr oder weniger häufig zu tun haben. Wer mit der Bahn, U-Bahn oder Straßenbahn unterwegs ist, kennt sie ebenso wie derjenige, der sein Leergut am Pfandautomaten zurückgeben will.

Sie übernehmen Aufgaben, die früher Menschen ausgeführt haben. Ihnen konnte man noch Fragen stellen beziehungsweise mit ihnen ein paar Wörtchen reden. Letzteres mache ich gelegentlich allerdings auch mit diversen Automaten, allerdings ist die Unterhaltung eher einseitig und der betreffende Automat beantwortet nicht immer meine Fragen. Jedoch haben sie alle einen Vorteil: Selbst wenn man sie beschimpft, bleiben sie gelassen.

Nicht nur die Anzahl der Automaten hat sich heutzutage erhöht, sondern auch die Bedienung hat sich verändert. Manche haben ein Display oder auch einen Touchscreen (nebenbei bemerkt, hat man in meiner Kindheit diese Begriffe noch gar nicht gekannt), andere fordern neben dem Geldeinwurf auch noch die Erfüllung anderer Voraussetzungen. Ein Zigarettenautomat kann nur noch bedient werden, wenn man eine Karte mit Altersmerkmal einsteckt, was ich persönlich für sehr sinnvoll erachte.

Lange Rede, kurzer Sinn: Auch auf dem weiten Feld der Automaten gibt es solche, die sinnvoll und nützlich sind (Man denke nur an die Notrufsäulen an Autobahnen etc) und jene, die uns das Leben erleichtern, aber auch solche, auf die man gut und gerne verzichten könnte.

Neulich habe ich im Spreewald einen Automaten entdeckt, der in einer echten Notlage weiterhilft. Zuerst dachte ich es handele sich um einen alten Zigarettenautomaten. Obwohl ich keine Raucherin bin, lud mich dieser Automat zum Näherkommen ein. Ich betrachtete ihn ausgiebig und stellte fest, dass man hier keine Zigaretten nach alter Art und Weise aus den Schubladen ziehen konnte, sondern per Tastendruck eine ganz andere Ware erhält.

 

 

Sagt selbst, das ist doch mal wirklich ein nützlicher und auch recht unkomplizierter Automat. Natürlich ist er auch mit der Neuzeit durch den Hinweis auf eine App verbunden und somit absolut up to date.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag, der Euch alles das bringen mag, was Ihr Euch von ihm erhofft und allzeit gute Fahrt. Haltet die Augen auf, vielleicht seid auch Ihr schon an einem solchen Automat vorbei geradelt.

 

 

Sinnvoll?!

Heute schicke ich Euch wieder einmal liebe Grüße aus meiner Plauderecke. 

Ich hatte ja schon berichtet, dass bei uns im Haus wegen eines Wasserschadens die Trocknungsgeräte laufen. Das ist leider nicht sehr angenehm, wie sich jeder vorstellen kann, aber man muss das Beste aus allem machen. Zum Glück ist inzwischen Land in Sicht und am kommenden Donnerstag werden die Geräte endlich abgebaut. Das stehen wir auch noch durch.

Um dem Lärm und den Unannehmlichkeiten ein wenig zu entfliehen, haben wir neulich einen Ausflug nach Bad Saarow gemacht. Hier haben wir die Stille und die Landschaft genossen.

Beim Spazierengehen fiel mir ein Schild auf, das ich Euch unbedingt zeigen möchte. Es gibt ja inzwischen vielerlei Schilder, die uns vorschreiben, wie wir uns zu verhalten haben, die uns auf bestimmte Situationen hinweisen, die den Verkehr regeln oder uns vor Gefahren warnen… Manchmal hat man sogar das Gefühl sich regelrecht in einem Schilderwald zu befinden. 

Es gibt lustige, hilfreiche und auch überflüssige Schilder. Es existieren solche, die es schon seit Jahrzehnten in der einen oder anderen Form gibt, aber auch solche, die ihre Notwendigkeit und Berechtigung erst seit geraumer Zeit besitzen. Zu der letzten Kategorie gehört das von uns entdeckte Schild.

Es stand in keinem Schilderwald, auf keiner Straße und hing auch nicht an einer Haustür, sondern es stand einsam und verlassen auf einer großen Wiese.

Heutzutage erleichtern uns viele Geräte die Arbeit und durch sie läuft vieles, wenn man sie einmal programmiert hat, automatisch ab. 

So hat man früher beispielsweise den rasenmähenden Mitmenschen schon von weitem auf der Wiese gesehen und auch das Geräusch des Rasenmähers war meist nicht zu überhören. 

Inzwischen wird vielerorts der Mensch durch einen Mähroboter ersetzt. Man hört ihn fast nicht und plötzlich kommt er angefahren. Damit kein Spaziergänger über einen solchen Rasenroboter stolpert oder gar angefahren wird, hat man dieses Schild aufgestellt.

Voraussetzung um die Warnung des Schildes zu verstehen, ist nicht unbedingt die Tatsache, dass man lesen kann. Da es neben der Aufschrift ebenfalls eine Abbildung auf diesem Schild gibt, können auch des Lesens Unkundige die Gefahr erkennen.

Mein Fazit ist also: 

Ein wirklich sinnvolles Schild, auch wenn es im ersten Moment ein Schmunzeln hervorruft.

Welche lustigen, unsinnigen oder nützlichen, aber außergewöhnlichen Schilder habt Ihr denn schon gesehen?

 

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