Kurzgeschichten, Meine Plauderecke
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Großvaters Haus

Heute möchte ich eine neue Kategorie auf meinem Blog eröffnen. Ich nenne sie „Meine Plauderecke“. Hier wird sozusagen ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Es gibt viele Gedanken, die mir manchmal so durch den Kopf schwirren, aus denen ich momentan keine Geschichte machen möchte, aber trotzdem sind sie es wert festgehalten zu werden. Sie sollen in der Plauderecke ihren Platz finden.
Als erstes Thema an dieser Stelle habe ich mir folgende zwei Worte
ausgesucht:
„Klein und Groß“

Ich sah neulich ein kleines Kind an der Hand der Mutter eine Treppe erklimmen und mir wurde bewusst, wie hoch diese Treppenstufen doch für ein Kind dieser Körpergröße sein müssen. Ja und auf einmal machten meine Gedanken einen riesigen Sprung zurück in meine eigene Kindheit. Das Kopfkino startete und schon liefen Bilder vor meinem geistigen Auge ab, von denen ich Euch berichten möchte.
Ich fand mich nämlich plötzlich im Haus meines Großvaters wieder. Leider steht es heute nicht mehr, sondern an seinem Platz wurde ein neues Haus von mir fremden Menschen erbaut. Dieses Haus ist tatsächlich wesentlich größer, als das Haus meines Großvaters war.
Würde ich heute durch die Räume der großväterlichen Wohnung spazieren, so wäre ich sicherlich erstaunt darüber, dass sie größenmäßig nicht mit meinem Eindruck von damals übereinstimmen würden. Es kommt eben immer auf die Sichtweise an. So erscheinen für ein Kleinkind beispielsweise Treppenstufen hoch, Räume groß und weit, aber für uns Erwachsene wirken sie wahrscheinlich gar nicht so gigantisch.
Wenn ich heute in Gedanken durch die Räume des Hauses meines Großvaters gehe, so schreite ich als Kind hindurch und sehe es mit meinen Kinderaugen:
Um das Haus betreten zu können, musste man einige Treppenstufen hoch steigen und gelangte auf ein Podest. Hier habe ich manchmal meine Schultafel aufgestellt und mit meinen Freundinnen, die schon in die Schule gingen, gespielt. Sie zeigten mir, wie man die Buchstaben schreibt und auch was sie gerade im Rechenunterricht gelernt hatten. Das war wohl schon der erste Schritt zu meiner Lehrerausbildung.
So und nun öffnen wir die Haustür:
Man betrat einen Flur, der recht geräumig geschnitten war, zumindest in den Augen eines Kindes.  Linkerhand war das Badezimmer und auf der rechten Seite befand sich eine Holztreppe, die nach oben zu den Schlafräumen führte. Unter der Treppe gab es noch einen kleinen Abstellraum, den man durch eine Tür betreten konnte. Wenn ich recht überlege, weiß ich nicht, ob man sich beim Eintreten bücken musste. Ich musste es sicherlich nicht, aber die Erwachsenen vermutlich schon.
Durchschritt man den Flur und ging einfach geradeaus, kam man in die Wohnküche. Ich erinnere mich an einen Esstisch mit Stühlen und unter dem Fenster stand ein Sofa, von dem ich Euch schon einmal berichtet habe. Dann gab es noch einen Küchenschrank und einen alten gußeisernen Herd, der die Stube beheizte und auf dem gekocht wurde. Opas Hund, genannt Bazi, hatte seinen Platz unter dem Herd, wo es immer schön warm war.
Ein Spülbecken befand sich ebenfalls in der Küche, über dem ich meine beiden Lieblingspuppen auf den Namen Moni und Rita getauft habe.
Der an die Küche angrenzende Raum war das Wohnzimmer. Ich erinnere mich an den Wohnzimmertisch und die Stühle, jedoch nicht mehr an den Schrank. Es gab einen Ölofen, eine Couch und einen Fernseher. In einer Ecke stand ein Sessel und an der Wand hing ein kleines Regal. Hierauf stand ein Bild meiner Omi, die leider als ich ungefähr zwei Jahre alt war, verstorben ist.
Vom Wohnzimmer aus konnte man ein weiteres Zimmer betreten. Hierin stand ein Bett, wahrscheinlich auch ein Schrank, doch ich sehe nur noch das Bett. Hier lag meine Oma während ihrer schlimmen Krankheit, die ihr viele Schmerzen bereitete, so dass sie Morphium bekam.
In das obere Stockwerk kam man über die Treppe im Flur, was ich ja schon erwähnt habe. Oben angekommen, befand sich geradeaus der Dachboden, den ich genauso ungern betrat wie den Keller des Hauses, der sehr niedrig und dunkel war und wo mein Opa eine kleine Bastelwerkstatt hatte.
Links und rechts vom Dachboden befanden sich nur noch zwei Schlafräume.
Möglicherweise gab es in dieser Etage noch eine kleine Abstellkammer, die aber nur gebückt betreten werden konnte. Hierbei bin ich mir allerdings nicht mehr ganz so sicher, ob diese Kammer tatsächlich existierte.
Das Haus selbst war in einem zarten Grünton gestrichen und befand sich auf einem Grundstück mit Hof und Garten. Außerdem gab es noch ein großes Nebengebäude, wo sich auch in den ersten Jahren die Toilette befand.
Egal, ob das Haus groß oder klein war, es war das Haus meines Opas und ich habe mich dort wohlgefühlt, bin dort gerne ein und aus gegangen. Ich habe dieses Haus einfach gemocht und ich bedauere noch heute, dass es nicht mehr existent ist. Wenn ich durch die Straße laufe, so schaue ich zwar hin, doch nur vor meinem geistigen Auge steht noch das Haus meines Großvaters.

 

Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:

Im Garten meines Opas

Das Sofa in der Küche

Kindheitserinnerungen

 

*Das Beitragsfoto habe ich in Erfurt in einem Schaufenster fotografiert. Der Künstler der Holzfigur ist mir unbekannt.

20 Kommentare

  1. Liebe Astrid, sei herzlich gegrüßt.
    So eine schöne Erinnerung habe ich auch vom Haus meiner Tante, Schwester meiner Pflegemutter bzw Großtante. Dieses Haus wurde vom Sohn der Tante, welche verstorben war, verkauft. Das Haus gefiel mir vom ersten Tag an. Es steht auch heute noch so da, wie es einstmal gebaut wurde. Das Dachgeschoß hat Fachwerkbau. Sogar der Fassadenanstrich wurde nicht verändert, aber Umbauten innen wirds wohl gegeben haben und eine Außenterrasse ist auch drangebaut worden.
    Ich würde gern mal das Haus von innen mir angucken wollen.
    Meine Kinder -und Jugendjahre habe ich dort im Haus und Garten verlebt.
    Hatte vom Nachbargrundstück und über die Straße auch Kinder-Spielfreundschaften, obwohl ich mit den Eltern nur am Wochenende oder in den Schulferien dort war. Wir machten aber auch mal 4 Wochen Urlaub dort, denn meine Tante lebte in einer kleinen Villensiedlung, wo es schön grün und waldig war und somit sehr ruhig und erholsam in Berlin-Köpenick.
    Voriges Jahr bin ich mit dem Rad dort hin und um Haus und Garten drumrum geschlichen. Da kamen viele bunte Bilder in meinen Kopf.
    Da bin ich so richtig innerlich freudig aufgewühlt, woran man denkt, was man so alles gemacht hat und geschehen ist.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, tschüssi Brigitte.

    • Astrid Berg sagt

      Ja, solche Erinnerungen wühlen innerlich auf und bringen gleichzeitig Glücksgefühle mit sich.
      Wie immer bin ich total begeistert von Deinem ausführlichen Kommentar. Hab herzlichen Dank, dass Du an meiner kleinen Plauderei teilgenommen hast. Ich hoffe Dich auch das nächste Mal wieder in der Runde begrüßen zu dürfen und schicke liebe Grüße zu Dir nach Berlin.
      Astrid

  2. Schön hast du das beschrieben. Ich habe ähnliche Erinnerungen, allerdings steht die komplette Siedlung nicht mehr, in der ich viel Zeit meiner Kindheit verbracht habe und auch immer sehr gerne!

    Liebe Grüße aus dem lauen Maiabend,
    Anna-Lena

    • Astrid Berg sagt

      Dann ist es umso wichtiger das Kopfkino anzuschalten und die lebendigen Bilder ablaufen zu lassen.
      Herzliche Grüße zum Montagabend
      Astrid

  3. Eine schöne Erinnerung hast du aufgeschrieben. Man kann durch deine Beschreibung alles vor dem inneren Auge sehen. Sicher gab es alte knarrende Dielen? Das Geländer nach oben hatte gedrechselte Holzteile? So war es zumindest meistens.
    Ich selbst bin in einem neu errichteten kleinen Wohnblock aufgewachsen, der steht heut noch.
    Liebe Grüße in den heißen Tag von Kerstin.

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Kerstin,
      die Räume waren mit Linoleum ausgelegt, das man nicht nur putzen, sondern auch noch bohnern musste. Die Treppe war aus Holz, so wie Du sie Dir vorgestellt hast.
      Ich habe nur ganz kurze Zeit mit meinen Eltern bei meinem Großvater im Haus gelebt, nämlich in dem Zeitraum, in dem unser eigenes Haus gebaut wurde. Aber ansonsten habe ich meinen Opa gerne und oft in seinem Haus besucht.
      LG
      Astrid

  4. Liebe Astrid,
    ich sehe das Haus nun ebenfalls vor meinem geistigen Auge, es hat etwas sehr Gemütliches an sich und es hat außerdem eine sehr persönliche Geschichte – selbst wenn die zum Teil traurig ist, denn deine Oma hat offenbar am Ende sehr gelitten. Aber du warst gerne hier und ich kann mir vorstellen, dass auch ich mich in dem grünen Haus mit dem Tauf-Spülbecken wohl gefühlt hätte …
    Herzlichst, die Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2017/05/durch-die-wuste-vorbei-der-einode.html

    • Astrid Berg sagt

      Es ist schon seltsam, was man so aus der Kindheit im Gedächtnis behält. Ich kann mich noch sehr genau an die Taufe meiner Puppen über dem Spülbecken erinnern :-). Meine Mutter hatte die Puppen auf dem Arm, sie war sozusagen die Taufpatin und ich habe die Puppen getauft und gesegnet. 🙂
      Herzliche Abendgrüße
      Astrid

  5. Liebe Astrid,
    es war schön in deiner Plauderecke. Spontan wurde ich an meine Kindheit erinnert. Ich bin ja ein „Schlosskind“, bin in einem Wirtschaftsgebäude, das zu einem Schloss gehörte, aufgewachsen. ( https://rixande.jimdo.com/schl%C3%B6sser-burgen-kl%C3%B6ster/fuchsm%C3%BChl-1/schloss/ ). Ich hatte dort eine schöne Kindheit.
    Diese Gebäude wurden vor etwa 70 Jahren von der Gemeinde gekauft und renoviert. Wir hatten sogar eine Wasserspülung auf der Toilette! Es waren schöne schnuckelige Zimmer, wir wohnten ganz oben.
    Vor etwa 10 Jahren war ich wieder dort. Ich habe mir sagen lassen, dass nur noch drei Familie drin wohnen. Das Haus ist ziemlich heruntergekommen. Es steht heute noch, man spricht aber von Abriss. Mein Onkel wohnt noch in dem Ort, er berichtet mir immer wieder davon.
    Aber was ich eigentlich sagen wollte und woran ich bei deiner Plauderei erinneret wurde ist, dass ich vor 10 Jahren in dieses Gebäude hinein ging. Wie oft bin ich als Kind diese vielen Stufen hinaufgegangen. Und dieses Treppenhaus kam mir irgendwie kleiner vor. Alles war so eng. In die Wohnung konnte ich leider nicht. Meine Empfindungen waren gespalten. Mir tat es leid, dass ich dieses heruntergekommene Treppenhaus sah. Ich war aber froh, dies wieder gesehen zu haben.
    Das eigentliche Schloss ist heute ein Restaurant und wird erhalten bleiben.

    Viele liebe Grüße schickt dir das Schlosskind Traudi

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Traudi,
      ich danke Dir, dass Du in meine kleine Plauderecke gekommen bist und so viele interessante Details beigesteuert hast.
      Du bist bestimmt in Deiner Kindheit gerne in die Rolle einer Prinzessin geschlüpft, wenn Du doch so dicht am Schloss gewohnt hast. Das beflügelt die Fantasie ungemein ;-). Ich bin zwar nicht als „Schlosskind“ aufgewachsen, aber in Prinzessinnenkleider bin ich gerne geschlüpft, – sogar eine Krone hatte ich ;-).
      Ich schicke Dir herzliche Grüße und freue mich auf unsere nächste Plauderei.
      Astrid

  6. Liebe Astrid, ist das nicht gigantisch, dass es oft nur eines winzig kleinen Anlasses bedarf und schon sind wir in einer anderen Welt – in der Welt unserer Kindheit zum Beispiel. Du beschreibst es so herrlich. Es schien mir, als stünde ich als kleines Mädchen an deiner Hand und hätte dich in die Welt deiner Erinnerungen begleitet! – Danke und LG! Martina
    P.S.: Die Idee, eine Plauderecke einzurichten, finde ich großartig!

    • Astrid Berg sagt

      Danke, liebe Martina. Ich freue mich, dass Du mich in der Plauderecke besucht hast und lade Dich schon jetzt zur nächsten Runde ein. Ich bin gespannt, was Du uns ausplaudern wirst 😉
      Ganz herzliche Grüße und einen schönen Abend
      Astrid

  7. Eine wunderbare Erinnerung !
    Ich selber kenne das Haus meiner Grosseltern
    sehr gut ,als sie starben haben meine Eltern es übernommen
    als meine Eltern schon früh verstarben ,hat es mein
    allein stehender Bruder übernommen ,es ist klein und alt ,aber
    urgemütlich !

    Herzlich grüsst dich
    Margrit

    • Astrid Berg sagt

      Hallo liebe Margrit,
      das ist ja toll, dass Du immer wieder in das Haus Deiner Großeltern, Eltern und Deiner eigenen Kindheit zurückkehren kannst, weil es jetzt das Haus Deines Bruders ist. So etwas ist ganz selten geworden in der heutigen Zeit.
      LG
      Astrid

  8. Hallo liebe Astrid,
    ich liebe solche Erinnerungen
    Auch ich kann mich noch gut an meine Kindheit erinnern und ich hatte eine schöne Kindheit.
    Wir wohnten in einer Doppelhaushälfte, im Vorderhaus wohnte meine Oma und nach hinten raus wohnten wir. Ich sehe das Haus genau vor mir und auch die einzelnen Zimmer, die Tapete an der Wand und der beigefarbene Kachelofen und wie Oma auf ihrem Kohleherd jedes Jahr am 31.12. morgens um 5 Uhr aufsteht um Pfannkuchen für den Mitternachtssnack zu backen. Das Grundstück war riesig, ca. 1200 qm, mit Obst und Gemüse und Tieren. Das Haus meiner Großeltern hat mein Opa mit seinem Vater selbst gebaut und als meine Mutter geheiratet hat, hat mein Vater mit meinem Opa angebaut.
    Obwohl wir irgendwie zusammen gewohnt haben, wohnte doch jeder für sich. Ich war ein „Draußenkind“ nach dem Frühstück ging es nach draußen und das bei Wind und Wetter.
    Leider musste meine Mutter nach dem Tod meines Vaters das Haus verkaufen, sie konnte es körperlich nicht mehr bewerkstelligen. Darüber war ich sehr traurig, auch meine Mutter hat unter diesen Verlust sehr lange gelitten, denn in ihrer zwei Zimmerwohnung hat sie sich nie richtig wohl gefühlt.

    Jetzt kommen so viele Erinnerungen hoch, ich könnte darüber einen Roman schreiben.
    Aber Du kannst sowas besser 🙂

    Eine schöne Woche wünsche ich Dir…
    Liebe Grüße
    Biggi

    • Astrid Berg sagt

      Hallo liebe Biggi,
      oh schade, dass Du nicht noch ein bisschen weiter erzählt hast. Es war wirklich interessant Deine Erinnerungen zu lesen und ich habe gespürt, wie Du in ihnen versunken bist. Außerdem habe ich die kleine Biggi genau gesehen, wie sie draußen auf der Wiese spielt, Hund und Katze streichelt und durch die Natur streift.
      Sei herzlich gegrüßt
      Astrid

  9. das Haus der Großeltern
    auch ich habe da Erinnerungen 😉
    meine Großmutter väterlicherseits hat es bei der Flucht bis nach Thüringen geschafft
    nachdem mein Großvater unterwegst gestorben war
    sie führte dann einem Witwer den Haushalt und konnte dort unterkommen
    sie hat ihn auch geheiratet..
    es war ein kleines Häuschen, fast am Orstausgang zu Wald und Feldern
    sie hatte Hühner.. ein Schwein und 2 Ziegen (und ein Plumpsklo 😀 )
    auch ich weiß noch wie es dort aussah..
    wir waren oft im Herbst dort zur Ernte um zu helfen
    nach dem Tod des Opas konnte und wollte sie nicht alleine dort bleiben und kam zu uns
    sie hat nichts mitgebracht
    sicher wären dort einige „Schätze“ zu entdecken gewesen
    aber das Erbe fiel an seine Kinder
    Jahre später nach der Wende habe ich mit meinem Cousin noch einmal vor dem Haus gestanden
    es wirkte alles viel kleiner und ärmlicher..
    der Schuppen und der Stall waren eingefallen

    liebe Grüße
    Rosi

    • Astrid Berg sagt

      Oh, liebe Rosi, diese Familiengeschichte solltest Du unbedingt festhalten. Solche Erinnerungen und auch Schicksale sollten nicht vergessen gehen. Sie gehören zur Familie.
      LG
      Astrid

  10. unglaublich was einem doch alles einfällt wenn man ein bisserl zurückguckt…
    leider – muss ich heute sagen – dass ich nie lange genug an nur einem Ort meiner Kindheit war um mich an Häuser/Wohnungen und Stätten zurückzuerinnern, nur eines da muss ich so um die 5 – 6 gewesen sein..
    wir waren durch die Trennung meiner Eltern irgendwie ausgebommt und Mutter kam bei einer alten Schulfreundin unter /wie man heute so schön sagt…ehe sie in ein altes Dorf auf dem Lande umzog.
    die zeit im alten Haus am Bohlenplatz(in Erlangen /wird mir immer in Erinnerung bleiben..es gab einen Hinterhof von dem man auf die rundherumangebauten Balkone sah – und eine alte dicke Erle mittendrin unter dem wir Kinder tagsüber spielten ehe es zum Abendbrot rief – und es gab einen Untermieter in der Wohnung der Freundin meiner Mutter, die dort mit ihrer Mutter und 2 gleichaltrigen Kinder wohnte. beim Untermieter der bei einer zeitungsredaktion arbeitete haben wir immer heimlich still und leise durchs Guckloch an der Tür oder durch das Oberlicht gesehen indem wir uns dazu auf einen Stuhl davor stellten.(Bis wir mal dabei erwischt wurden und dann gabs tüchtig Schelte.
    es gab hohe Decken – waren dennoch dunkle Räume – aber gemeinsam mit Freundin und Kindern waren wir jedes jahr in Holland an der See gemeinsam…
    die Bilder sind und bleiben immer in meinem Kopf obwohl wir danach sicherlich noch oft umzogen —
    angelface

    • Astrid Berg sagt

      Siehst Du, manchmal bedarf es nur eines kleinen Anreizes und schon kommen die Erinnerungen hoch. Es müssen nicht immer die großen spektakulären Erlebnisse sein, die uns in Erinnerung bleiben, sondern ganz häufig sind es kleine und fast schon nebensächliche Begebenheiten.
      LG und ein angenehmes WE
      Astrid

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