Gedichte
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Eile mit Weile

Menschen eilen geschwind von Ort zu Ort,
haben für den Nächsten kaum ein Wort,
haben keine Zeit zum Verweilen,
denn sie müssen sich beeilen.

Morgens schnell zur Arbeit fahren,
Mittagessen unter Menschenscharen,
vom Einkauf bepackt mit Waren,
wie soll man da noch Ruhe bewahren.

In Straßen und Geschäften sich drängen
Menschen, die sich in alle Ecken zwängen.
Überall herrscht nur noch Trubel,
wo bleibt die Freude und der Jubel?

Mensch, bleib stehen und halte inne,
das kann nicht sein in des Lebens Sinne.
Vieles wird nicht besser durchs Beeilen,
Gutes braucht Zeit,- auch zum Verweilen.

Auch ein Lächeln und ein liebes Wort,
schafft Vertrauen, Freundschaft hier und dort.
Zeit für Mensch, all das Tun und Streben,
gibt Kraft und den Sinn für das Leben.

 

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14 Kommentare

    • Astrid Berg sagt

      In unserer hektischen Zeit wird man richtig in diese Eile hineingetrieben. Es ist nicht immer leicht ihr zu entfliehen, aber man sollte es trotzdem hin und wieder versuchen. Eile mit Weile heißt ja nicht trödeln, aber mit Bedacht handeln.
      LG
      Astrid

  1. Liebe Astrid,
    ich frage mich auch immer wieder, warum die Menschen in solch einer Hektik leben. Bei uns im Schwabenländle finde ich es besonders schlimm. Wehe man wechselt mit der Verkäuferin beim Bäcker oder Metzger ein paar Worte, verdrehen die nächsten Kunden schon die Augen oder trippeln herum.
    Besonders schlimm ist es auf dem Straßen. Es wird gedrängelt und genötigt wo’s nur geht. Die Leute wissen gar nicht mehr warum!
    Und man muss aufpasssen, dass man sich nicht anstecken lässt. Aber ich glaube, das habe ich im Griff.

    Ein schönes Wochenende wünsche ich dir. Und danke für das schöne Gedicht, das den „Nagel auf den Kopf“ trifft. 🙂

    Liebe Grüße
    Traudi

    • Astrid Berg sagt

      Oh ja, liebe Traudi, das ist mir schon so oft aufgefallen. Steht man im Supermarkt an der Kasse, so ist Eile geboten. Erst die Waren schnell auf das Band legen, bezahlen und dann schnell wieder alles in den Korb packen. Noch bevor man alles richtig verstaut hat, ist der nächste Kunde schon dran. Manchmal kann man noch nicht mal richtig sein Wechselgeld wieder einstecken. Warum nur hat keiner mehr Zeit? Das frage ich mich wirklich oft.
      LG
      Astrid

  2. Liebe Astrid,
    ein sehr schönes Gedicht hast du geschrieben,
    ganz so spricht auch mein Herz…
    Schade, dass so viel untergeht in der Lebenshektik. Du hast so recht,
    wichtig zur Besinnung zu kommen.
    Schön zu merken, dass man oft selbst ganz stark zu dem Stress beitägt
    und daran dann schon was ändern kann…
    Vielen Dank für deine tolle Zeilen!
    Ein gutes Wochenende wünsche ich dir,
    herzlichst
    Monika*

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Monika,
      die Hektik, die heute unseren Alltag prägt, ist nicht nur nervig, sie macht auch krank. Und wenn man ehrlich ist, stellt man fest, dass man sich nur allzu oft von dieser Eile anstecken lässt.
      LG
      Astrid

  3. Wunderschöne Zeilen, liebe Astrid,
    allein das bewusste Lesen lässt einen zur Ruhe kommen….
    angenehmen Samstag und lieben Gruß
    moni

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Moni,
      ich freue mich, dass meine Zeilen diese Wirkung haben. Man kann sich selbst gar nicht oft genug zur Ruhe ermahnen. Die Fülle der Tätigkeiten, die bis zu einem gesetzten Datum erfüllt sein müssen, nimmt stetig zu und genau diese Überforderung treibt uns in die Eile und in die Hektik. Manchmal erreicht man sein Ziel besser (und seltsamerweise sogar schneller), wenn man es einen Schritt langsamer angeht.
      LG
      Astrid

  4. Nun geht sie wieder los: die Zeit der Hetzerei, der Geschenkesucherei, der vollen Einkaufswagen. Doch wir müssen in all dem Trubel auch innehalten, Momente der Stille und des Friedens finden. Ich war heut Abend noch mal auf dem Friedhof und es sah so schön aus mit all den kleinen Lichtern auf den Gräbern. In der alten Kirche – sie ist schon über 500 Jahre alt – brannte noch Licht. Und so nahm ich Johnny einfach mit hinein, ganz leise. Es konnte nur noch unser Küster da sein. Und so war es auch. Ein kleiner Plausch, ich wurde richtig sentimental. Ich liebe diese alte Kirche, die sich noch im Originalzustand befindet, altes Holz, Steinfußboden, Malereien. Ich würde sie gern mal fotografieren und zeigen. Aber entweder habe ich keine Kamera mit oder sie ist zu.
    Hab einen guten Abend liebe Astrid.

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Kerstin,
      die Kirche ist ein Ort, der die Menschen zur Besinnung und zur Ruhe bringen sollte. Schon beim Betreten, wird man irgendwie ruhiger und in sich gekehrt. Wir haben in unserem Ort auch eine kleine alte Kirche. Ich mag solche Dorfkirchen sehr gerne, denn von ihnen geht ein ganz besonderer Reiz aus.
      LG
      Astrid

  5. Ja liebe Astrid, ich mag diese Eile und Hetze gar nicht leiden. Ich liebe die dunklere und stillere Jahreszeit sehr damit man auch mal inne halten kann und ein bisschen langsamer gehen kann. Wunderschöne und sehr passende Zeilen. Das Mosaik ist übrigens sehr gelungen wer immer das auch gemacht hat♥

    Herzliche Grüße
    Kerstin mit Mama Helga

    • Astrid Berg sagt

      Dieses Mosaik habe ich mit vielen anderen Darstellungen auf einem Bürgersteig auf der Insel Rhodos gefunden. Es werden verschiedene Sportarten dargestellt. Ich habe sie damals alle fotografiert und siehe da, eines dieser Abbildungen hat seinen Platz auf meinem Blog gefunden. 🙂
      LG
      Astrid

  6. liebe Astrid
    gerade jetzt in der vorweihnachtlichen Zeit kann man
    genau dieses Szenario beobachten…
    keine Zeit –
    Hetze und Eile
    Oberflächliches im Sinn…
    worin der Sinn im wahrsten Sinn des Wortes liegt
    haben sie nicht begriffen
    sie eilen weiter und weiter..
    passend – schön hast du es in diesem gedicht ausgedrückt…
    herzliche Grüße
    angelface

    • Astrid Berg sagt

      Mir ist neulich dieses Getriebenwerden ganz bewusst geworden. Wir waren an einem Samstag in Berlin und haben ein bekanntes Einkaufszentrum besucht. Ich hatte das Gefühl, ganz Berlin sei auf den Beinen und alle sind kreuz und quer gerannt ohne auch nur einen Moment zu verweilen. Mein Mann und ich hatten dann plötzlich keine Lust mehr und wollten nur noch weg. Es war einfach zuviel Hektik.
      LG
      Astrid

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