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Kurze Zwischenmeldung

Leider hat mir das Leben in den letzten Wochen wenig Zeit gelassen, um mich um meinen Blog zu kümmern und Blogrunden zu drehen. Daher ist mir erst jetzt aufgefallen, dass keine Reaktion auf meine letzte Geschichte kam. Dank Eurer Hilfe, ist mir nun klar, warum dies so ist.

Inzwischen haben mich nämlich mehrere E-mails erreicht, dass bei mir zur Zeit kein Kommentieren möglich ist. Ich werde mich am Wochenende darum kümmern und hoffe, dass der Fehler bald gefunden wird. Und dann läuft alles wieder in gewohnten Bahnen ;-).

Habt alle ein schönes und sonniges Wochenende und seid recht herzlich gegrüßt

Astrid

P.S.

Das Problem ist gelöst, es hing mit einem neuen Update. Jetzt funktioniert das Kommentieren wieder.

Das Telefonat

Barbara und Kurt sind nun schon seit fünfzehn Jahren verheiratet und unternehmen in ihrer Freizeit alles gemeinsam. Allerdings gibt es eine Ausnahme. Jeden zweiten Freitag im Monat gehen sie getrennte Wege. Kurt trifft sich mit seinem alten ehemaligen Schulfreund zum Billardspielen und Barbara macht sich einen gemütlichen Abend mit ihrer besten und langjährigen Freundin Grit. Sie gehen zusammen ins Kino, spielen Karten, treffen sich in einem Restaurant oder Reden einfach nur über Dieses oder Jenes bei einem Gläschen Wein.

An diesem Freitag  jedoch ist alles anders. Grit ist zur Kur und so verbringt Barbara diesen freien Abend alleine. Sie freut sich ein paar Stunden für sich zu haben und möchte diese für ein Wellnessprogramm nutzen. Gerade will sie das Badewasser einlassen, als das Telefon klingelt. Kurz zögert sie, dreht dann allerdings den Wasserhahn wieder zu und geht in den Flur, wo ihr Handy liegt. Das Display zeigt einen unbekannten Anrufer an. Nichtsahnend meldet sie sich:

„Herrmann!“

„Barbara?“ klingt die Frage aus dem Handy. Allerdings scheint die Unbekannte keine Antwort zu erwarten, denn sie plappert munter weiter:

„Na klar bist du es, Barbara. Ich habe dich sofort an der Stimme erkannt. Hier ist Claudia. Du weißt schon, deine Schulfreundin aus der Oberstufe.“

„Ja“, antwortet Barbara und denkt sich: „Von wegen Freundin, mit dieser Nervensäge war ich lediglich in einem Kurs zusammen, aber von Freundschaft waren wir weit entfernt.“

„Ich dachte mir, ich melde mich mal wieder. Unser letztes Gespräch muss doch schon fast zwanzig Jahre her sein. Damals haben wir Abi gemacht. Wie geht es dir? Ich bin mir sicher, dir geht es gut. Mir geht es auch einigermaßen. Eigentlich wäre ich ja zufrieden, aber in letzter Zeit plagen mich Rückenschmerzen. Ich sag dir, das ist gar nicht lustig. Sie fingen an, als ich mich von Egon getrennt habe. Kennst du eigentlich diesen gemeinen Schuft? Nein, den kannst du gar nicht kennen. Den hab ich ja erst vor fünf Jahren kennengelernt und vom Fleck weg geheiratet. Auf einer Weiterbildung zum Paartherapeuten haben wir uns getroffen. Du hast doch bestimmt studiert? Wolltest du nicht immer Ärztin werden? Ach so etwas könnte ich nicht. Ich kann kein Blut sehen und dann die ganzen Krankheiten. Da steckt man sich nur an. Macht dir das nichts aus?“

Barbara öffnet den Mund, um zu antworten, aber schon plappert es am anderen Ende weiter.

„Apropos Ansteckung, –  ich hab mich mit einer scheußlichen Grippe angesteckt. Ich müsste mich eigentlich ins Bett legen und mich auskurieren, aber du kennst mich ja. Ich kann einfach keine Ruhe finden. Immer muss ich in Aktion sein. Neulich zum Beispiel habe ich mich für einen Tenniskurs eingeschrieben. Spielst du Tennis?“

„Eh, ich…“

„Ehrlich gesagt, kann ich nicht verstehen, was alle Welt so toll findet am Tennisspielen. Nein, das ist mir zu anstrengend. Ich brauche ein Hobby, das etwas geruhsamer ist.  Ich habe es mal mit Stricken versucht. Du hast doch in der Schule immer alle deine Winterpullover selbst gestrickt. Machst du das eigentlich noch? Ich habe es erst einmal mit einem Schal versucht, aber nachdem ich dreimal auftrennen musste, weil mir die Maschen von der Nadel gefallen sind, habe ich das Strickzeug in die Ecke geworfen. Aber jetzt habe ich das richtige Hobby gefunden. Mit meinem neuen Freund Hugo male ich in jeder freien Minute abstrakte Bilder. Wir planen sogar eine Ausstellung. Ich schicke dir auf jeden Fall eine Einladung, wenn es soweit ist. Du musst mir versprechen zu kommen. Bring einfach deinen Mann mit. Du hast doch bestimmt Kurt geheiratet. Oder bist du am Ende auch geschieden wie ich? Ach nein, du doch nicht. Kurt ist ja auch ein toller Mann. Das war er schon in der Schule, aber er hatte ja nur Augen für dich. Ach ja, meine Augen ,- möglicherweise erkennst du mich gar nicht mehr, denn ich habe jetzt Kontaktlinsen. Brauchst du schon eine Lesebrille?“

„Eh, ich…“

„Ich lese ja für mein Leben gern. Erst im letzten Sommer habe ich einen Roman gelesen, mal sehen, vielleicht suche ich mir für diesen Sommer wieder ein Buch heraus. Ich habe ja selbst mal versucht ein Buch zu schreiben, aber dafür habe ich viel zu wenig Zeit. Ach, die liebe Zeit, sie vergeht ja so schnell. Ich muss jetzt auch mal Schluss machen, mein Freund Hugo muss gleich da sein. Es war nett mit dir zu plaudern. Mach’s gut. Tschüss und lass uns nicht wieder zwanzig Jahre warten bis zu unserem nächsten Gedankenaustausch.“

„Tschüss!“, sagt Barbara und zuckt mit den Schultern, als gleichzeitig das Besetztzeichen zu vernehmen ist.
„Mit einer Tonbandaufnahme hätte ich ebenso viel Gedankenaustausch gehabt“, erklärt sie ihrem Mann Kurt später, als dieser vom Billardspielen zurück ist und sich nach ihrem Abendprogramm erkundigt.

 

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Pfingstunternehmung

Pfingsten ist nun auch schon wieder vorbei und der Sommer ist immer noch nicht eingekehrt. Gestern ließ er sich mal blicken, doch heute sieht es wieder wie Herbst aus.

Da meine Wetterapp mir schon Tage zuvor 22 Grad und Sonnenschein für den Pfingstmontag versprochen hatte, haben wir uns mit unserem Sohn und seiner Lebensgefährtin in Berlin getroffen.

Bei einem Picknick am Spreeufer ganz zünftig mit Decke und Picknickkorb,

gab es viele leckere Köstlichkeiten, wie zum Beispiel Eiskaffee, Karottenkuchen,

Erdbeeren, Melone, selbstgebackenes Brot, gekochte Eier, Lachs, und vieles mehr.

Später ging es dann in den Tierpark.

Wir machten einen langen und ausgiebigen Spaziergang und konnten ohne Probleme in diesem großen Park weitaus mehr als den geforderten Coronaabstand einhalten. Durch die verschlungenen Wege waren wir zeitweise alleine auf weiter Flur.

Nicht nur Hunde haben anscheinend das Bedürfnis mit Herrchen oder Frauchen spazieren zu gehen. Das Herrchen saß allerdings auf einer Bank, passte auf und kam Dank seines Schützlings immer wieder ins Gespräch mit anderen Spaziergängern.

Nach einem kurzen Schnappschuss mit dem Handy setzten wir unseren Weg fort,

 

der uns kreuz und quer durch den Park führte.

Schön war es zu sehen, wie hier schon die Rhododendren blühen.

Während in unserem Garten die Knospen dieses Jahr nur recht langsam aufspringen, waren hier z.B. die weißen Rhododendren zum Teil sogar schon verblüht.

Noch schnell ein letztes Foto, dann blieb das Handy in der Tasche. Wir liefen und liefen und entfernten uns immer mehr von unserem Ausgangspunkt. Als wir dann ca. 19:30 Uhr wieder bei unserem Auto ankamen, taten uns die Füße weh, aber es war ein schöner Tag.

Ich hoffe, auch Ihr habt ein schönes Pfingstwochenende verbracht. Lasst es Euch gutgehen.

 

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Wunder gibt es immer wieder

Neulich vor meinem Besuch beim Orthopäden, hatte ich an jedem Ohr einen Ohrring. Später zu Hause zeigte mir mein Spiegelbild, dass ein Ohrgehänge fehlte. Ich suchte in meiner Tasche, im Auto, in und an meiner Kleidung.  Sogar auf dem Parkplatz vor der Arztpraxis suchte ich am Abend noch. Nichts!  Meine Anrufversuche scheiterten. Vor ein paar Tagen fand ich es bei uns vor dem Haus, als ich die Einkäufe aus dem Auto holte.

Heute Morgen beim Ausräumen der Spülmaschine und der Reinigung des Siebs, hing dort ein anderes lange vermisstes Ohrgehänge.

Ich frage mich und Euch: „Kleine Alltagswunder? Verwunderlich? Jedenfalls erfreulich!“

Die Freitag – Sonntag-Berichterstattung

Der Freitag läutet zwar das Wochenende ein, allerdings zeigte er sich von der Wetterseite her weniger optimistisch. Es regnete bei uns den ganzen lieben langen Tag. Schön war lediglich der Regenbogen, den ich begeistert am Himmel erspähte, aber nur vom Auto aus mit dem Handy einzufangen versuchen konnte.

Da man ihn auf dem Foto fast nicht erkennen konnte, öffnete ich das Seitenfenster um schnell einen weiteren Versuch zu starten. Allerdings musste mein Mann gleich wieder weiterfahren, da er im Rückspiegel schon die Autos sehen konnte.

In solchen Fällen ärgere ich mich immer, dass ich nur das Handy zur Hand habe und meine Kamera zu Hause im Schrank liegt.

Am Freitagabend kamen dann unser Sohn und seine Lebensgefährtin. Sie blieben das ganze Wochenende und weil das Schmuddelwetter vom Freitag von strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen abgelöst wurde, machten wir am Samstag wieder einmal einen kleinen Ausflug in den Spreewald.

Dort war es schon wesentlich grüner als bei unserem letzten Besuch Ende März, wie die Fotos deutlich zeigen.

28.3.2021                                                                                      8.5.2021

 

 

 

 

 

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8.5.2021

28.03.2021                                                               8.5.2021

Und wenn die Wanderschuhe schmutzig sind, gibt es immer noch eine Verwendung für sie, wie wir auf unserem Spaziergang feststellen konnten:

Am Sonntag war dann Muttertag,

 

den wir bei strahlendem Sonnenschein im heimischen Garten verbrachten. Auch hier verändert sich die Natur. Es wächst und grünt, beginnt zu knospen und zu blühen.

Mit diesen Vergissmeinnicht schicke ich Euch liebe Grüße und wünsche Euch eine gute und schöne Woche.

 

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Tausendmal berührt

Aus meinem Küchenradio ertönt der Refrain „Tausendmal berührt“. Plötzlich macht es „Zoom“. Meine Erinnerungen sind da: 

Diese Topflappen in meiner Hand sind ziemlich alt, jahrelang lagen sie im Schrank. Ich habe sie damals im Handarbeitsunterricht so fest gehäkelt, dass man sich nicht die Finger am heißen Topf verbrennt. Die große schlanke Handarbeitslehrerin „Fräulein Streckfuß“, wachte über unsere Arbeit, lobte oder tadelte uns dafür. Sie brachte uns auch das Sockenstricken bei. Meine Baumwollsocken waren blau. Eine Liebe zum Sockenstricken wurde nie daraus. Sie blieben die einzigen ihrer Art. Oder sollte ich nur nicht wissen, was mir all die Jahre gefehlt hat?

Der Ausreißer

Ein kurzes Video, rief eine Erinnerung aus meiner Kindheit in mir hoch. Hiervon möchte ich Euch heute hier an dieser Stelle erzählen:

Er hatte  ein schönes Zuhause. Der Park und der Teich waren ganz nach seinem Geschmack. Gefährten hatte er ebenfalls. Er war zufrieden mit seinem Leben.
Doch eines Tages packte ihn die Reiselust. Er flog davon und ließ alles unter sich. Da er kein Ziel hatte, landete er irgendwo und das war genau vor unserer Haustür.
Ich weiß nicht mehr, wer ihn entdeckte, aber ich erinnere mich, dass meine Mutter bei der Stadtverwaltung anrief. Daraufhin erschienen städtische Mitarbeiter, fingen ihn ein und brachten den schönen weißen Schwan zurück in den Alteburgpark mitten in unserer Stadt. Jetzt war er wieder zu Hause.

 

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Seltsam

Ich frage mich, ob dieses seltsame Phänomen nur bei mir auftritt:

Ich besitze ziemlich viele von ihnen. Manchmal sind sie alle da, nun sind es fast schon zuviele. Dann wiederum kann ich keinen einzigen finden, jedenfalls keinen, der seiner eigentlichen Bestimmung gerecht wird. Bin ich endlich nach langer Sucherei fündig geworden, entdecke ich die anderen plötzlich in allen möglichen und unmöglichen Ecken. Hurra! Es sind sogar welche dabei, die mir unbekannt sind, andere wiederum bleiben unauffindbar. Diese scheinen wie auf wundersame Weise ihre Besitzer gewechselt zu haben. Naja, sie alle sind eben heißbegehrt, – trotz des Computerzeitalters, – 

unsere guten alten Kugelschreiber.

 

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Da bin ich!

Es ist ein schöner sonniger Tag. Frühling liegt in der Luft. Meine Laune ist bestens. Ich öffne die Haustür.

„Halli, Hallo! Hier bin ich! Die anderen kommen gleich nach!“, scheint sie zu sagen und schon tanzt meine Besucherin ins Haus hinein.

Meine Laune ist dahin. Ich verfolge meinen ungebetenen Gast und will ihn wieder hinaus befördern. Leider ist meine Besucherin sehr flink. Sie entkommt mir immerzu, doch irgendwann gibt sie nach. Erleichtert werfe ich die Tür hinter ihr zu. Da fällt mir das Küchenfenster ein. Es steht offen. Nichts wie hin. Zu spät!

Ja, wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, dann ….

 

 

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Der April weiß nicht, was er will

Am Sonntag hatten wir richtig tolles Frühlingswetter, das uns hinaus in die Natur gelockt hat.

 

Bei 21 Grad zog es uns wieder einmal in den Spreewald. Dieses Mal fuhren wir nach Lübbenau.

Im Ort selbst war uns zuviel los. Eigentlich marschieren wir in solchen Fällen von Lübbenau nach Lehde, aber meine Mutter war mit ihrem Rollator dabei und so zogen wir es vor eine große Runde durch den Schlosspark zu drehen.

Seltsamerweise taten das nur ganz wenige Menschen, was in Corona-Zeiten von Vorteil ist. Der Park war fast menschenleer, jedenfalls zu dem Zeitpunkt, als wir ihn besuchten.

Auf unserer Runde durch den Schlosspark näherten wir uns wieder unserem Ausgangspunkt. Zuvor fotografierte ich noch schnell das Schloss von der Seite.

Was wäre ein Spaziergang im Spreewald ohne einen Heuschober gesehen zu haben? 😉Das langgestreckte Fachwerkhaus auf der linken Seite nennt man auch das „Efeuhaus“, weil es einst vollkommen von Efeu umwuchert war. So ist es zumindest auf einer der Infotafeln zu lesen. Heute beherbergt es Hotelgäste, ebenso wie das Schloss.Tja, was soll ich sagen: Wir hatten am Sonntag echt Glück mit dem Frühlingswetter. Heute Morgen schneite es. Frau Holle hatte anscheinend noch einmal Lust ihre Betten auszuschütteln.

Ich finde, Frau Holle ist doch nun auch schon eine ältere Frau, die sich Ruhe gönnen und ihren Sommerschlaf halten sollte. 😉 Ich jedenfalls mag dieses Hin und Her gar nicht. Der Frühling ist mir eindeutig lieber, aber der April weiß ja bekanntlich nicht, was er will.

 

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Gesucht…

Wir holen uns Coffee to go, trinken beim Laufen. Ich marschiere vorneweg, mein Mann ist wenige Schritte hinter mir. Nach zehn Metern bleibe ich stehen, drehe mich um und kann Peter nicht mehr entdecken.

„Wie kann man sich auf einer solch kurzen Strecke verlieren?“, überlege ich.

Ich blicke nach links, nach rechts: Nichts!

Mein Blick schweift umher. Dann mache ich eine Hundertachtzig – Grad – Drehung. Grinsend blickt mir Peter direkt in die Augen.

„Wie damals im Supermarkt mit unserem kleinen Sohn“, lache ich. „Ich suchte und rief. Es zupfte an meiner Jacke. Mein Blick fiel nach unten. Da stand er.“

 

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Ostergespräche

Opa Heiner und Oma Gundula sitzen am Ostersonntag gemeinsam mit der Familie ihres Sohnes am reichhaltig gedeckten Frühstückstisch. Die Enkelkinder Tobias und Sabine sind eigentlich schon ein bisschen ungeduldig, denn sie wollen endlich nach draußen in den Garten, um die Ostereier zu suchen. Die Erwachsenengespräche interessieren sie eigentlich recht wenig, doch dann werden sie plötzlich hellhörig.

„Melanie, meine Cousine, hat mir geschrieben“, beginnt Oma Gundula zu berichten, „sie hat jetzt einen Hund und ist sehr glücklich darüber. Das ermöglicht ihr täglich schöne und lange Spaziergänge in der Natur zu unternehmen.“
Damit ist ein Thema gefunden, das nun alle interessiert und zu einem angeregten Gespräch über einen Vierbeiner als mögliches neues Familienmitglied führt.
„Wie wäre es denn mit einem niedlichen kleinen Hund?“, fragt der Vater von Tobias und Sabine in die Runde.
„Oh ja!“, rufen die Kinder erfreut aus und klatschen in die Hände.
„Ob das für euch so eine gute Idee ist“, bezweifelt Oma Gundula und dämpft damit gleichzeitig die Freude der Enkelkinder. 
„Immerhin lebt ihr in einer Großstadt . Außerdem seid ihr berufstätig und die Kinder sind tagsüber auch nicht da. Der arme Kerl wäre ja die ganze Zeit alleine zu Hause.“
„Wir dachten auch, dass er hier bei euch lebt“, kommt sofort die Lösung.
„Ach ja und wir müssen dann dreimal am Tag Gassigehen, weil ihr ja nur mal gelegentlich am Wochenende vorbeikommt“, überlegt Oma Gundula laut.
„Da bleiben wir aber gesund und fit“, lenkt Opa Heiner ein.
„Das stimmt nun auch wieder“, freundet sich Oma Gundula mit der Idee an.
„Hattet ihr eigentlich als Kinder einen Hund in der Familie?“, erkundigt sich Sabine.
„Mein Opa hatte einen Hund“, beginnt Opa Heiner zu erzählen. „Er hatte draußen im Hof seine Hundehütte und war sozusagen ein Wachhund.“
„Ach ja?“, fragt Oma Gundula etwas ungläubig, denn hiervon hat sie noch nie gehört. „Welcher Opa war das denn?“
„Na, Opa Karl“, erklärt der Großvater.
„Und wie hieß der Hund?“, will Tobias neugierig wissen.
„Er hieß Butz und ließ niemand so richtig an sich heran. Nur ich durfte eigentlich alles mit ihm machen. Bei mir hat er nicht gekläfft und auch nicht geschnappt“,  berichtet Opa Heiner ganz begeistert. Er steigert sich regelrecht in die Erinnerungen hinein.
„Ich war noch ein ganz kleines Kind und saß in meinem Sportwagen. Meine Mutter hatte mir ein Brötchen gegeben, aber ich ließ meine Hand mit dem Brötchen aus dem Wagen hängen. Ja, und was soll ich sagen? Butz hat mir das Brötchen aus der Hand gefressen, ganz vorsichtig, um mir ja nicht wehzutun.“
„Ach! Tatsächlich?!“, sagt Oma Gundula grinsend. „Bist du dir sicher?“
„Sollte ich da was verwechselt haben?“, fragt der Großvater und schaut seine Frau doch etwas unsicher geworden an.
„Ich denke schon, dass da eine Verwechslung vorliegt!“, gibt ihm diese zu verstehen. „Der Hund meines Opas, der übrigens Batzi hieß, hat mir das Brötchen aus der Hand gefressen, denn in dem Kinderwagen saß ich!“
„Ach!“, gibt Opa Heiner jetzt zu und schlägt sich gegen die Stirn. „Da stammen wohl die Bilder in meinem Kopf von dir, als du mir diese Geschichte erzählt hast.“

 

Ich wünsche Euch ein schönes und entspanntes Osterfest. Bleibt alle gesund und habt viel Spaß beim Ostereiersuchen.

Liebe Ostergrüße von

Astrid Berg

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Probleme im Osterhasenland

Familie Hoppel ist in großer Aufregung ununterbrochen
bereits schon seit ein paar Wochen.
Wie jedermann weiß, ist das Osterfest nun schon bald
mit der großen Eiersuche im Wald.

Vater Hoppel kommen schreckliche Neuigkeiten zu Ohr,
denn es stehen große Probleme bevor.
Die Hühner klagen, über zu viel Arbeit, wenig Personal,
wollen streiken, die Arbeit niederlegen total.

Der Familienrat trifft sich ganz dringend und sofort,
Osterhasen benötigen der Hühner Support.
Familie Hoppel braucht eine Lösung für das Problem,
denn die Situation ist äußerst unbequem.

„Wie nur kann man die Hühner entlasten geschwind?“,
fragt nun Hops, das Osterhasenkind.
Er hat sich auf’s Eiermalen mit bunten Farben gefreut,
will anfangen damit noch heut.

Mutter Hoppel hätte da vielleicht eine brauchbare Idee,
erwägt sie beim Nachmittagskaffee.
Voller Hoffnung richten sich die Blicke gespannt auf sie,
überlassen alles ihrer Fantasie.

Eine Legefabrik voller Hennen existiert hinter dem Wald,
die armen Tiere sterben schon bald.
Sie sind eingesperrt in Käfigen, klein und eng zum Eierlegen,
können sich nur unter Schmerzen bewegen.

„Wir müssen sie unbedingt und ganz schnell befreien,
denn ihre Qual ist zum Schreien.“
Familie Hoppel will sie erretten bei Nacht und Nebel
und öffnen aller Käfige Hebel.

„Hier bei uns im Wald haben sie ein besseres Leben
und können uns ihre Eier geben.“
Schon in der nächsten Nacht schreiten sie zur Tat,
gründen ihren eigenen Hühnerstaat.

Nun ist gelöst zum Glück das fatale Personalproblem
und die Legefabrik zerstört außerdem.
Die Ostervorbereitungen sind in vollem Gange überall
ob auf Feld, Wiese oder im Stall.

Es freuen sich alle Hühner, Osterhasen und auch Kinder.
Wer wird wohl der größte Ostereierfinder?
Ostereier von glücklichen Hühnern vorzüglich schmecken,
drum lasst uns den Ostertisch decken.

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Missverständnis

Heute rufe ich eine neue Kategorie in meinem Blog ins Leben:
„100 Worte“, so heißt diese und hier finden kleine Alltagsbegebenheiten ihren Platz. Diese passieren einfach mal zwischendurch im täglichen Einerlei und entlocken uns den einen oder anderen Schmunzler oder auch ein Stirnrunzeln. Da sie so klein sind, werden sie hier auch nur mit höchsten 100 Worten erzählt. Das ist manchmal gar nicht so einfach, aber ich will es versuchen.

Also nun geht es los:

 

Ich marschiere in die Küche und gebe der Tür hinter mir einen leichten Schups. Sie schließt sich bis auf einen Spalt.

„Lottchen hat es gerade noch geschafft hineinzukommen, ohne dass du sie eingequetscht hast“, erklärt mir mein Mann. „Sie ist dir nämlich gefolgt!“

„Armes Kätzchen! Zum Glück bist du durchgekommen“, bedauere ich.

„Was brauchst du?“, erkundigt sich die schwerhörige Oma.

„Ich brauche nichts“, erwidere ich. „Ich habe mit Lottchen gesprochen, weil ich die Tür hinter mir zugeworfen habe und sie glücklicherweise unbeschadet hindurchgekommen ist.“

„Wer ist gekommen?“, fragt Sohnemann, der nichts außer den allerletzten Rest meiner Erklärung mitbekommen hat.

(100 Worte)

 

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