Heute entführe ich Euch noch einmal und nehme Euch mit auf eine weitere Etappe unseres Kurztrips nach Dresden und Umgebung. Wir haben an diesen vier Tagen viel erlebt und sind eingetaucht in eine wundersschöne Landschaft. Das bekannte Sprichwort „Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah“ hat sich wieder einmal bewahrheitet. Unser schönes Deutschland hat so viel zu bieten.
Unsere Fahrt führte uns vorbei an saftigen Wiesen, Wäldern und durch Täler mit dem Blick auf Felsen des Elb-Sandsteingebirges. 
So fuhren wir über eine Brücke, die uns einen traumhaften Blick auf die Elbe
und auf die Kneippkurstadt Bad Schandau eröffnete. Diese Kleinstadt liegt im Elbsandsteingebirge direkt am Nationalpark Sächsische Schweiz und rechts der Elbe.
Bei unserem Rundgang durch das Städtchen fielen uns die Markierungen an den Häusern auf. Diese kennzeichnen den Wasserstand in den jeweiligen Jahren, in denen die Stadt an der Elbe vom Hochwasser betroffen war. So reichte den Bewohnern des fotografierten Hauses im Juli 1928 das Wasser bis zur Oberkannte des Haussockels, aber am 16.8.2002 sogar bis zur Unterkannte der oberen Fenster. Das heißt, dass das gesamte untere Stockwerk unter Wasser stand. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich den Schaden und das Unglück der Bewohner dieses Hauses, der ganzen Straße und des gesamten Ortes vorzustellen.
„Bad Schandau war von den Elbhochwasserereignissen der Jahre 1845, 2002, 2006 und 2013 schwer betroffen:
• Das Hochwasser stand am 16./17. August 2002 9,78 m über Mittelwasser, 4,28 m über dem Markt und 3,46 m hoch in der Kirche. Höchstpegel Schöna 12,04 (Höchstpegel Bad Schandau 11,88)…“*
Ein fröhlicheres Bild bat sich uns als wir einen Holzzaun erspähten, auf dessen Pfählen viele bunte Kaffeetassen aufgereiht waren. Anscheinend wohnt hier ein Tassenliebhaber und -sammler, dessen Schränke nicht mehr ausreichen, um alle diesen schönen Stücke zu beherbergen.
Wir marschierten durch den Stadtpark
und stießen auf einen Turm, in dessen Inneren sich ein Aufzug befindet, mit welchem man sich in ein Gebiet oberhalb des Ortes befördern lassen kann. Das machte uns natürlich neugierig und so huschten wir schnell in den Aufzug hinein, um nach oben zu gelangen.
Von oben schauten wir in den Stadtpark …
und auf die Stadt Bad Schandau hinunter.
Doch das war nicht alles, was uns hier oben erwartete. Hier gab es zwei große Gehege in denen jeweils ein Luchs zu sehen war. Sie waren hinter einem hohen Maschendrahtzaun untergebracht, hinter dem sich nochmals zur Sicherung ein Elektrozaun befand. Ich habe dann vorsichtig versucht mein Kameraobjektiv zwischen die Maschen des Zaunes zu schieben, ohne den Elektrozaun zu berühren. So gelang es mir die beiden Luchse zu fotografieren, die sich übrigens nicht von meinem Blitz irritieren ließen, den ich durch die einsetzende Dämmerung und die geminderte Helligkeit in diesem Waldgebiet einsetzen musste.
Übrigens waren hier nicht immer Luchse zu Hause. 1939 wurde in diesem Gebiet am Personenaufzug ein Gehege für einen Bär bereitgestellt, welcher ein Geschenk von der Stadt Berlin an die Stadt Bad Schandau war.
Jetzt leben hier Alphons (5.5.2005), der sich gerne bestaunen lässt und Cinderella (26.5.2007). Da ihre Eltern Cinderella nicht versorgten, wurde diese von Hand aufgezogen. Sie lebt von Alphons getrennt in einem anderen Gehege.
Luchse zählen zu den Kleinkatzen, aber sie gehören auch zu den größten europäischen Wildkatzen. Sie können laut Wikipedia 70-110cm lang werden. Sie haben einen Backenbart und auf den Spitzen der Ohren sitzen schwarze Haarpinsel.

Ein bisschen kann man auf dem obigen Foto erkennen, dass die Hinterseite der Luchsohren schwarz sind und einen weißen oder grauweißen Fleck haben.
Auf dem unteren Foto lassen sich sehr gut die sogenannten Pinselohren des Luchses erkennen.
Laut der Informationstafel werden diese Luchse nur an sechs Tagen in der Woche gefüttert, da sie auch in der Wildnis nicht jeden Tag etwas zum Fressen finden.
„In freier Wildbahn werden Luchse 10-20 Jahre alt.“**
„Luchse sind einzelgängerisch, dämmerungsaktiv und territorial. Sie sind spezialisierte Jäger.“**
Auf dem nächsten Fotos kann man das schwarze Ende des kurzen Schwanzes erkennen.
Da wir mit der letzten Liftfahrt des Tages nach oben zum Tiergehege kamen, liefen wir den ausgeschilderten Weg durch den Wald wieder nach unten in die Stadt hinein. Hierbei kamen wir am Lutherplatz mit dem Lutherdenkmal vorbei. Laut einer Infotafel des Förderkreises für Heimatkunde Bad Schandau – Museumsverein e.V. wurde dieser Platz 1817 von dem Badebesitzer Kaufmann Hering angelegt. Im selben Jahr pflanzte man drei Eichen von der Wartburg vor das Denkmal. 1900 wurde dieses Denkmal erneuert und man feierte fortan jedes Jahr an dieser Stelle das Reformationsfest.
Mit diesem Artikel beende ich meine Beiträge zu unserem Kurztrip nach Dresden und Umgebung und hoffe es hat Euch gefallen uns ein Stückchen dabei zu begleiten.
Vielleicht möchtet ihr auch noch folgende Beiträge zu diesem Kurztrip lesen:
Eine liebe Mitbloggerin hat ebenfalls einmal über die Sächsische Schweiz berichtet:
*Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Schandau (Stand:7.6.2015)
**Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Luchse (Stand: 7.6.2015)











































































































































































































