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Kurztrip (2): Barockes Paradies

Wie versprochen geht meine Berichterstattung von unserem Kurztrip nach Dresden (Kurztrip Teil 1) und Umgebung weiter. Ich habe Euch neulich in meinem Post (Mit Volldampf über die Elbe) ja schon erzählt, dass wir mit dem Raddampfer gefahren sind. Diese Dampferfahrt führte uns nach Pillnitz. Der Ausblick von der Elbe zu beiden Seiten des Ufers war fantastisch und in Pillnitz erwartete uns ein barockes Paradies.

Längs des Elbufers erblickt man prächtige Bauten, seien es Schlösser oder Villen.  So sieht man am linken Elbufer zum Stadteil Löschwitz gehörend 3 Schlösser aus dem 19. Jahrhundert.  An erster Stelle sei das Abrechtsschloss genannt.

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Das nächste Palais hatte einst einen berühmten Besitzer, nämlich den Erfinder des Mundwassers „Odol“, Karl August Lingner (1861-1916).

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Schloss Eckberg, das man auf dem Foto zwischen den Bäumen erkennen kann, wurde 1926 von Ottomar Heinsius von Mayenburg (1865-1932) erworben. Er gilt als Erfinder der Zahncreme „Chlorodont“.

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Umgeben von hohen Bäumen erblickt man wunderschöne Villen.

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Der Raddampfer muss bei der Durchfahrt durch das „Blaue Wunder“, welches 260 m lang ist und 3800 Tonnen wiegt, seinen Schornstein ankippen. „Einem hartnäckigen Gerücht entsprechend, soll sie ursprünglich einen grünen Farbanstrich bekommen haben. In der Mischung aus Kobaltblau und Chromgelb habe das Chromgelb der Sonneneinstrahlung nicht standhalten können – aus der grünen Brücke sei so das „Blaue Wunder“ geworden!“*

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Ein kleines Stück weiter „schwebt“ die Loschwitzer Bergschwebebahn in die Höhe zum kleinen Ortsteil Oberloschwitz. Die Streckenlänge beträgt 274 Meter und die beiden Wagen hängen an einem 38mm starken Seil. Dieses beeindruckende technische Denkmal ist die älteste Bergschwebebahn der Welt (1898/1901 errichtet). Von der Bergstation aus hat man dann einen wundervollen Blick auf die Elbe und auf das „Blaue Wunder“.

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Wir verlassen dann den Raddampfer am östlichsten Endpunkt der Sächsischen Weinstraße, nämlich in Pillnitz. Hier eröffnet sich uns mit dem Schloss und Park Pillnitz ein wahres barockes Paradies, eine echte Sehenswürdigkeit.

„Seit 1403 Rittersitz und 1694 von den Wettinern gekauft, erblühte es im 18. Jahrhundert zu heutiger Pracht. Friedrich August I.,der Starke (1670-1733), hatte es zusammen mit der Landesherrschaft von seinem älteren Bruder geerbt…“**  1707 schenkte August der Starke seiner Mätresse Gräfin Cosel das Anwesen bestehend aus Schloss und Park.

Neues Palais

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Wasserpalais mit Lustgarten

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Bergpalais

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Sowohl am Wasser- als auch am Bergpalais findet man asiatisch anmutende Malereien.  Man spricht bei der gesamten Anlage von einem „chinoisen Stil des Barocks“.

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Neues Palais vom Lustgarten her aufgenommen

Der Lustgarten ist mit seinen kunstvoll gestalteten Blumenrabatten, Rasenflächen und hohen Bäumen prachtvoll angelegt.

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Neues Palais aufgenommen von der Maillebahn mit Heckengärten

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1200px-Lustgarten

Besonders beeindruckend ist die riesige farnblättrige Rot-Buche mit einer Höhe von 22,5m. Der Stammdurchmesser beträgt 1,18m und sein Umfang 3,70m. Der Kronendurchmesser wurde mit 24m angegeben. Diese Rotbuche hat mittlerweile auch schon ein beträchtliches Alter erreicht, denn sie wurde nach 1867, bei der Gestaltung des Lustgartens in der heutigen Form, gepflanzt.

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Heckengarten

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Im weitläufigen Schlosspark

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Die Orangerie (von 1730)

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Das Palmenhaus (von 1859)

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Im Palmenhaus

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Chinesischer Pavillon (1804 errichtet)

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Der kleine Teich in der Nähe des chinesischen Pavillons.

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Ich hoffe, Euch hat auch dieser Ausflug gefallen und ihr kommt demnächst noch mit zum 3. Teil unseres Kurztrips.

Das interessiert Euch vielleicht auch noch:

Erhebend

Mit Volldampf über die Elbe

Erlebnisreicher Kurztrip (1)

 

* Zitat aus: Jürgen Helfricht, Vieltausend Augen-Blicke, Reiseführer Sächsische Dampfschifffahrt, Husum Druck-und VerlagsesellschaftmbH u. Co.KG, Husum 2012, S. 13f

**Zitat aus: Jürgen Helfricht, Vieltausend Augen-Blicke, Reiseführer Sächsische Dampfschifffahrt, Husum Druck-und VerlagsesellschaftmbH u. Co.KG, Husum 2012, S. 21

9 Kommentare

  1. Liebe Astrid,
    ich bin dir mit Begeisterung gefolgt. Habe durch dich etwas gesehen, was ich nicht kannte. Wunderbar sind diese alten Villen und Schlösser. Ich freue mich schon auf die nächste Folge.
    Liebe Grüße schickt Dir
    Irmi

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Irmi,
      schön, dass ich Dir mit meinem Beitrag eine kleine Freude machen konnte. Wir hatten selbst viel Freude bei diesem Kurztrip und ich habe versucht sie auf diese Art weiterzugeben.
      LG
      Astrid

  2. Hallo Astrid,

    wirklich wunderschön 🙂

    Diese Schlösser und die Parkanlagen dazu, einfach herrlich. Von Chlorodont habe ich noch ein Sammelbildalbum aus den 1930er Jahren, jetzt sehe ich auch einmal wie der Eigentümer der Firma so wohnte 😉

    Freue mich wieder sehr auf den nächsten Teil 🙂

    Liebe Grüße aus dem Odenwald und noch eine schöne Zeit
    Björn 🙂

    • Astrid Berg sagt

      Hallo Björn,
      da bin ich ja mal gespannt, ob wir irgendwann bei Dir etwas über die Zahncreme „Chlorodont“ lesen können 😉
      LG und einen schönen Abend
      Astrid

  3. Da hast Du Dir aber Mühe gemacht mit diesem Beitrag. Nicht nur Fotos zeigst Du, Du informierst auch mit Fakten und Daten.
    In Pillnitz war ich schon ewig nicht mehr, Dresden habe ich ja fast vor der Nase.
    Liebe Grüße ins heiße Wochenende von Kerstin.

  4. Und schon sitze ich mitten auf dem Elbdampfer und genieße…
    Wir hatten damals strahlend blauen Himmel und Sonne dazu *träum*…..

    • Astrid Berg sagt

      Eigentlich war das Wetter auf der Rückfahrt fast besser als auf der Hinfahrt. Ich hoffe ich konnte Deine Erinnerungen wieder ein bisschen auffrischen.
      LG
      Astrid

  5. Na, da scheinen nun ja die Umbaumassnahmen im Park von Schloss Pillnitz abgeschlossen zu sein. Als wir vor 2 Jahren im Oktober mit Blechi und ihrer Schwester dort waren, war von den schönen Anlagen nicht viel zu sehen, manches sogar gesperrt – da waren wir schon ziemlich enttäuscht. Immerhin liefen damals noch alle Brunnen, während sie in Frankfurt schon abgestellt waren. Daran dachte ich gerade bei deinem Brunnenmädchen ohne Wasser. Ich habe damals ein anderes fotografiert: http://mainzauber.de/hp2012/wp-content/uploads/2013/10/sprudeldame.jpg
    Herzliche Grüße
    Elke

    • Astrid Berg sagt

      Ich muss gleich mal bei meinen Fotos nachsehen, ob Dein Brunnenmädchen noch dort steht. Jedenfalls sieht es sehr hübsch aus. Ich freue mich, dass ich durch meinen Blogbeitrag bei Dir wieder Erinnerungen hervorrufen konnte und Du vielleicht sogar etwas entdecken konntest, das damals bei Deinem Besuch gesperrt war.
      LG
      Astrid

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