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Aus vergangenen Zeiten

Am  verlängerten Pfingstwochenende hatten wir endlich einmal die Zeit einen Ausflug zu machen, der im Grunde genommen schon lange anstand. Wie das eben so ist, man schweift eher in die Ferne, bevor man die nähere Umgebung erkundet. Eigentlich hätten wir seit 2003 die Gelegenheit gehabt, diesen Ausflug zu unternehmen. So lange steht die rekonstruierte Slawenburg nämlich schon in Raddusch. Hierbei handelt es sich um eine ringwallförmige Burganlage, die im 9./10. Jahrhundert in der Niederlausitz und im westlichen Spreewaldrand relativ häufig erbaut wurde. Die Slawenburg in Radisch ist ein Denkmal, das an eine vergangene Kultur erinnert. Schon von der Autobahn (Berlin-Cottbus, kurz vor der Abfahrt Vetschau) ist sie zu sehen. Diese Burganlage befindet sich am originalen Ausgrabungsort und ist eine Holzkonstruktion.   Bevor man innerhalb des Geländes zum Burgwall kommt, läuft man an einem Spielplatz der besonderen Art vorbei. Alle Geräte sind aus Holz gefertigt und laden nicht nur Kinder zum Verweilen und Spielen ein.   Der Stier ist, nebenbei bemerkt, das Wappentier der Niederlausitz. Auf dem Außengelände kann man sich auch auf eine geschichtliche Zeitreise von …

Bärenstark

Letztes Jahr feierte ich meinen Geburtstag in Stockholm, denn ich hatte mir diesen Schwedenaufenthalt gewünscht. Wir waren nur eine knappe Woche in Schweden, aber ich war total begeistert und sicherlich werden wir nochmals dieses Land besuchen.  An einem Tag machten wir einen Ausflug zum größten Freilichtmuseum der Welt, Skansen. Es wurde 1891 auf der Insel Djurgården gegründet.  Hierzu gehört auch das Wildtiergehege mit typisch nordischen Tieren, wie zum Beispiel Rentiere, Elche und Bären. Die Bären haben mich besonders fasziniert. Ich fand sie im wahrsten Sinne des Wortes einfach „bärenstark“. Mit seinem massiven Körperbau und den kurzen Gliedmaßen wirkt dieses Tier trotzdem wie ein Teddybär, wenn er durch das Gehege tapst. Aber man sollte diese Säuger nicht unterschätzen, denn sie gehören zu den Raubtieren. Der Bär hat einen großen Kopf mit einer langen Schnauze, kleine Augen und kleine runde Ohren, die aufgestellt sind. Es gibt verschiedene Bärenarten, die sich jedoch in Körperbau und Aussehen ähneln. So gibt es zum Beispiel Braun- und Schwarzbären, Kragenbären, Lippenbären, Brillenbären, Malaienbären, Pandabären und Eisbären. Die beiden letzten Bärentypen weichen in …

Tierisch und menschlich

Mensch und Tier sind beides Lebewesen. Doch dies ist nicht alles, was sie vereint. Oftmals sind sie für einander da. Der Mensch versorgt die Tiere, speziell die Haus- und Nutztiere. Er hat also, wie der Name schon sagt, auch einen Nutzen davon. Es gibt Blindenhunde, die blinde Menschen führen und für sie sehen, es gibt die kleinen Schmusekatzen, die dem Mensch Wärme und Geborgenheit vermitteln, Pferde, die ihn tragen, Kühe und Schweine, die ihm Nahrung liefern… Aber der Mensch erhebt sich nicht nur über die Tiere, sondern spricht ihnen noch schlechte Eigenschaften zu. Nicht selten sind das allerdings Missverständnisse im wahrsten Sinne des Wortes, – wir verstehen das Verhalten der Tiere falsch. Manche benutzen sogar die Tiernamen oder Tiereigenarten, um unsere Mitmenschen zu beschimpfen. So sprechen manche Menschen zum Beispiel von einem Dreckschwein, wenn damit zum Ausdruck gebracht werden soll,  dass jemand äußerst unsauber ist. Dabei suhlen sich Schweine nur im Schlamm, um Parasiten loszuwerden und ihre Haut zu kühlen. Ich habe verschiedene Betitelierungen unserer Mitmenschen mithilfe von Tierbezeichnungen herausgesucht und überlegt, was dahinter steckt. …

Strandimpressionen

Heute möchte ich ein paar ausgewählte Fotos aus unserem Sizilienurlaub zeigen. Ich habe mich ganz bewusst für diese kleine Auswahl entschieden. Erstens verleiten diese Aufnahmen zum Träumen und zweitens habe ich sie in einer Art Bildergeschichte zusammengestellt. Taucht ein in diese kleine Geschichte, die mit nur ganz wenigen Worten auskommt. Vor  uns liegt ein einsamer Strand. Hier sind nur wir, das Meer, der Strand und ein paar Palmen. Über uns scheint die Sonne von einem traumhaft blauen Himmel. Seichte Wellen erreichen den Strand. Einsam und verlassen läd dieses Fleckchen Erde zum Verweilen, Genießen und zu einem kleinen Strandspaziergang ein. Nur das Rauschen des Meeres dringt an unsere Ohren. Das Meer hat seine Spuren an dem kleinen Felsen hinterlassen. Es umspült die am Strand liegenden Steine, auf denen sich Algen abgesetzt haben.   Und unsere Spuren im Sand sind gleich nicht mehr zu sehen.   Baumstämme und Äste liegen am Strand. Wie lange mögen sie dort schon liegen? Wird sie das Meer irgendwann davon tragen oder…? Da kommt ein einsamer Strandläufer auf uns zu. Wem mag er …

Der Rhododendronpark

Am vergangenen Donnerstag war Himmelfahrt, ein gesetzlicher Feiertag, der eigentlich korrekt „Christi Himmelfahrt“ heißt. Vielerorts wird dieser Tag auch als sogenannter Männertag (oder: Vatertag) begangen, verknüpft mit Fahrradtouren und Wanderungen. Auch wir wollten einen kleinen Ausflug unternehmen und überlegten, was wir gemeinsam mit meiner Mutter, die uns für ein paar Wochen besuchte, unternehmen könnten. Bei einem Gang durch unseren Garten sah ich, dass so langsam die Azaleen und Rhododendren zu blühen beginnen. Einige sind schon in voller Blüte, während die anderen ganz langsam die Knospen öffnen. Das brachte mich auf eine Idee: In der Gemeinde Gablenz im  Landkreis Görlitz gibt es einen Ort mit dem Namen „Kromlau“. Dieser Ort ist bekannt durch seinen Azaleen- und Rhododendronpark, der sich auf einem Gelände von über 200 Hektar erstreckt und welches 1948 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Innerhalb Deutschlands ist dieser Landschaftspark die größte Rhododendren-Freilandanlage.  Ich hatte schon viel davon gehört, aber wir waren noch nie dort gewesen. Also machten wir uns auf den Weg. Schon am Parkplatz konnten wir riesige Rhododendronsträucher sehen. Und auch am Ortseingang begrüßte uns die bunte …

Tierparkgedanken

Neulich habe ich wieder einmal einen Rundgang durch unseren schönen Tierpark gemacht. Er wurde am 1. Juni 1954 eröffnet, 1968 kam dann ein Raubtierhaus dazu und bereits 1969 zog ein Elefant in den Tierpark ein. Später kamen Gänse, Enten, Störche und andere Wasservögel hinzu und mittlerweile beherbergt er über 1200 Tiere und ist der größte Tierpark im Land Brandenburg. Auch wenn ich schon oft diesen kleinen Zoo besucht habe, lohnt sich ein Vorbeischauen  immer wieder. Besonders interessant ist es bei Neuzugängen oder wenn Tierkinder angekommen sind. Auf jeden Fall gibt es viel zu sehen und zu bestaunen. Seltsamerweise hatte es mich diesmal zu den Dickhäutern gezogen, wo auch gerade Kameraleute zugange waren. Leider waren sie schon am Zusammenpacken. Ich setzte mich auf eine Bank und beobachtete das Treiben und die Dickhäuter. Elefanten gelten als schlaue und sensible Tiere, die auch soziale Kompetenz aufweisen. Sie zeigen Emotionen und können u.a. Beziehungen zu ihren Betreuern aufbauen.Ich denke, diese Bindungen an Menschen sind besonders wichtig, wenn diese Tiere in Gefangenschaft leben, wie zum Beispiel hier im Tierpark. Ich …

Unser persönliches Spiel mit dem Gedächtnis

In unserem Gedächtnis sind Informationen der verschiedensten Art abgespeichert. Wir unterscheiden zwischen Kurzeit- und Langzeitgedächtnis und sprechen sogar noch vom Ultrakurzzeitgedächtnis. Diese Einteilung betrifft die Dauer der jeweiligen abgespeicherten Information, denn nicht alles wird für immer und ewig benötigt. Unsere Speicher sollen nicht mit unnötigen Informationen überfüllt sein, deshalb ist u. a. auch das Vergessen ganz wichtig. Die „Grundlage bewusster Informationsverarbeitung ist das Kurzzeitgedächtnis (in einigen Modellen auch Arbeitsgedächtnis). Das Kurzzeitgedächtnis ist ein Speicher, der eine eng begrenzte Menge von Information in einem unmittelbar verfügbaren Zustand bereithält.“* Und hierum geht es heute an dieser Stelle. Das Gedächtnis will auch trainiert werden und das von Anfang an. Schon Neugeborene erkennen den Herzschlag der eigenen Mutter wieder, denn sie haben ihn schließlich im Mutterleib gehört. Für Kinder, aber auch für Erwachsene gibt es verschiedene Arten des Gedächtnistrainings und Gedächtnisübungen. Neulich erst habe ich mit meiner Mutter ein Spiel gespielt, das ich mit unserem Sohn auch im Kindesalter relativ häufig gespielt habe Memory. Allerdings habe ich beim Spiel mit meiner Mutter nicht das typische Memory von Ravensburg benutzt, …

Ein himmlisches Erlebnis

Am 1. Mai haben wir einen Ausflug unternommen. Eigentlich waren wir schon mehrmals an diesem Ort, aber es zieht uns immer wieder hin. Wir wollten unserem Besuch ein besonderes Erlebnis bescheren, was uns auch gelungen ist. Es war überaus beeindruckend, göttlich und himmlisch zugleich. Wir fuhren in einen kleinen Ort im Nordosten der Niederlausitz, der ein staatlich anerkannter Erholungsort ist und ein besonderes Kulturerlebnis aufzuweisen hat. Ich spreche hier von dem kleinen Städtchen Neuzelle und seiner Sehenswürdigkeit, nämlich der ehemaligen Zisterzienserabtei, der Klosterkirche Neuzelle. Diese katholische Stiftskirche St. Marien bildet den Mittelpunkt der Klosteranlage und lässt dem Besucher schon beim Betreten den Atem stocken. Ursprünglich handelte es sich hierbei um eine gotische Kirche. Ihre Überarbeitung im 17. und 18. Jahrhundert war barocker Natur und dieses Kunstwerk, an dem böhmische Künstler beteiligt waren, übertrifft alle von mir bisher besichtigten Gotteshäuser. Nicht nur ich bleibe staunend und ehrfürchtig stehen und wage angesichts der überaus reichhaltigen barocken Ausstattung kaum zu atmen. Nicht umsonst gehört dieses Gotteshaus laut einer Broschüre der Besucherinformation Neuzelle zu den bedeutendsten Kirchen Mitteleuropas. Um …

Zeitreise

Am Wochenende haben wir wieder einmal einen Ausflug in den Spreewald gemacht. Und zwar führte uns unser Weg nach Burg und dort marschierten wir gezielt zum alten Spreewaldbahnhof, der sich mitten im Ort befindet. Nein, wir wollten nicht mit dem Zug verreisen. Dieser Bahnhof ist schon längst stillgelegt und seit 1995 befindet sich in dem historischen Gebäude ein Gasthaus und eine Pension. Aber unser Ziel war ein anderes: Wir steuerten direkt auf ein Café der besonderen Art zu, um uns hier auf eine Zeitreise in die Vergangenheit zu begeben und zwar innerhalb von Reklame und Verpackung. Dieses „Reclamecafé“, wie es vom Inhaber genannt wird, zeichnet sich durch eine Ladenstraße aus, die sich im oberen Stockwerk des Gebäudes direkt vor dem Spreewaldbahnhof befindet. Diese Art eines Cafés ist einmalig in Deutschland. Werner Motzek, wie der Inhaber heißt, hat 45 Jahre gesammelt und zusammengetragen, um dieses einzigartige Reclamecafé mit alter Ladenstraße entstehen zu lassen. Er hat Schilder, Dosen, Behältnisse,   alte Ladeneinrichtungen, Möbel, Fenster, Türen etc. von alten Geschäften aufgekauft und restauriert, die sonst nach der jeweiligen Geschäftsaufgabe vergessen …

Wenn es dem Esel zu wohl ist…

Ihr kennt sicherlich alle diesen Ausspruch:  „Wenn es dem Esel zu wohl ist, dann geht er auf das Eis tanzen.“ Nein, heute kommen keine Redewendungen dran, sondern die nackte Wahrheit. Und dann will ich auch gleich weiterhin offen und ehrlich sein: Der Esel bin ich! Ich hatte die Wahl: Fahre ich mit nach Berlin oder…? Ich habe mich für das ODER entschieden. Leider! Der Tag vor fast zwei Wochen war schön, es ging mir gut und ich freute mich auf ein Päckchen, das die Postbotin an diesem Tag bringen würde. Ich war echt glücklich, als ich sie auspackte. Inlineskater besitze ich schon lange, aber ich wollte wie früher mal wieder Rollschuhe haben, also mit 4 Rollen, jeweils 2 nebeneinander. Super! Stimmt, super! Aber irgendwie waren dann doch die Rollen schneller als ich und so saß ich irgendwann auf meinem Allerwertesten. „Super dämlich!“, dachte ich, bis ich auf einmal den Schmerz im ungeschützten Handgelenk verspürte. Lange Rede, kurzer Sinn: Heute schreibe ich über den Gipsverband: Dieser wurde vor 134 Jahren, also 1851 von Antonius Mathijsen erfunden. …

Wir haben noch alle Tassen im Schrank

Männer gehen zur Jagd und Frauen sammeln. Spätestens nach dem Einmannstück „Caveman“ weiß dies jeder. Irgendetwas gesammelt habe ich eigentlich immer. Als Kind waren es Briefmarken, Autogrammkarten, Muscheln, Perlen und, und, und. Aber ich habe noch etwas im Wohnzimmerschrank bei meiner Mutter entdeckt, das viele von meinen Lesern vielleicht ebenfalls besitzen oder zumindest etwas Ähnliches. Es sind keine Kostbarkeiten, aber auf jeden Fall immer noch schöne Andenken, die man sogar benutzen kann -Tassen. Sammeltassen gab es schon im frühen 19. Jahrhundert, so entwickelte sich im Biedermeier dieser Brauch des Sammelns von einzelnen Tassen. Sie wurden zu besonderen Anlässen oder als eine Art Freundschaftsgabe verschenkt. Oftmals waren diese Tassen reich verziert und individualisiert. In vielen Fällen waren sie sogar mit dem Namen des Beschenkten oder mit individuellen Dekoren versehen. Immer waren es nur Einzelstücke, niemals hatte man sie als komplettes Service. Und es handelte sich dabei auch nicht um Alltagsgeschirr. Diese Tassen gehörten in den Schrank, in die Glasvitrine und dienten der Zurschaustellung. Die Dekore erstreckten sich über Blüten, Blumen und Vögel bis hin zu Landschaftsgemälden …

Einen Augenblick mal, bitte!

Das Wort „Augenblick“ besteht aus zwei zusammen gesetzten Wörtern: AUGEN und BLICK. Beides gehört zusammen, denn durch unsere Augen blicken wir in die Welt. Auf die Idee heute bei DIES UND DAS UND SONST NOCH WAS über die Augen oder genauer gesagt über Blicke zu schreiben, liegt daran, dass mir meine Tagebücher in die Hand gefallen sind. Über was man so alles als junger Mensch nachgedacht und geschrieben hat!? Im Grunde meist über die Liebe und da spielt der Blick eine große und bedeutende Rolle. Man versucht dann nämlich Blicke des Angehimmelten zu deuten. Klar, man sucht doch nach Anhaltspunkten, dass der Auserwählte Interesse zeigt. So fand ich beispielsweise eine handgeschriebene Notiz, dass „lange und tief in die Augen sehen“, bedeutet: „Ich habe Sehnsucht nach dir!“ Oder: „Du bist mein großes Glück!“ Ich brauche sicherlich nicht zu erwähnen, dass ich auf Wolke sieben schwebte, wenn der von mir auserwählte Junge sich in meine Augen versenkte. Manchmal jedoch war es auch unangenehm und eher abschreckend, wenn mich ein Junge sehr intensiv fixierte und anstarrte. Dann trafen sich …

Märchenhafter Taubenschlag

Nach Rom führen viele Wege, so sagt man. Aber nicht nur dorthin. Wenn wir einen Ausflug in den Spreewald machen, dann haben wir ebenfalls die Wahl. So entscheiden wir uns hin und wieder für den Weg, der uns an einem märchenhaften Taubenschlag vorbeiführt. Ich kann es nicht verhindern, aber immer bleibt mein Blick an diesem Taubenhaus hängen, obwohl er unbewohnt zu sein scheint. Er zieht mich nahezu magisch an. Der Grund hierfür liegt in meiner Kindheit. Dieser Taubenschlag erinnert mich an ein Märchen der Gebrüder Grimm. Jeder, der diese Märchen kennt, weiß auch welches spezielle Märchen ich meine: Aschenputtel Ich möchte heute aber nicht über Aschenputtel schreiben, sondern über meinen Fund aus der Kindheit. Dieses Märchen steht nämlich in meinem ganz persönlichen Märchenbuch. Und zwar handelt es sich hierbei um „Die echten WS Glanzbilder Geschichten : Deutsche Märchenwelt nach Brüder Grimm“. Die Seiten sind aus schwarzem dünnen kartonartigem Papier, auf denen sich bereits der vorgedruckte Text befindet und Aussparungen für die einzuklebenden Glanzbilder vorgesehen sind. In diesen Platzhaltern sind die Nummern des jeweils entsprechenden Bildes …

Besuch in einer sizilianischen Schokoladenmanufaktur

Heute möchte ich von unserem Besuch in der Schokoladenmanufaktur Bonajuta auf Sizilien berichten. Diese gehört zu dem ältesten Schokoladengeschäft in Modica, das ich bereits in meinem ersten Schokoladenpost vorgestellt habe. Bevor wir zu dieser privaten kleinen Führung aufgebrochen sind, habe ich mir einen Videofilm von Ritter Sport* angesehen, der die Herstellung der Schokolade auf industrieller Basis aufzeigt. Da es sich hier in Modica auf Sizilien allerdings um eine Manufaktur handelt, die die ursprüngliche Schokoladenrezeptur benutzt, wird sich jeder denken können, dass auch dieser Betrieb sich von den hochmodernen und industriellen Fabriken der bekannten Schokoladenmarken unterscheidet. Wir kamen in den Genuss einer kleinen und hoch interessanten Privatführung durch den Schokoladenexperten dieser Firma und einer weiteren Mitarbeiterin, die uns alles ins Englische übersetzte. So erklärten sie uns zunächst, dass die Herstellung von Schokolade aus Modica auf einem traditionellen Rezept beruht. Dem gemahlenen Kakao wird die Kakaobutter nicht entzogen und in dieser Schokolade ist keine Milch, keine Butter, kein Pflanzenfett und kein Lezithin enthalten. Der Kakaogehält beträgt ungefähr 40-90%. Im ersten Raum, den man uns zeigte, war die …