Autor: Astrid Berg

Emmas neues Zuhause

Ich habe Euch das letzte Mal etwas versprochen und Versprechen muss man halten. Deshalb will ich Euch heute zeigen, wo die Ateliersmaus Emma ein neues Zuhause gefunden hat.* Wir waren für ein paar Tage an der Ostsee und haben in Rostock auch den Zoo besucht. Wir waren schon auf dem Weg zu einem der Ausgänge, als uns unser Weg an einem Holzhaus vorbeiführte. Vielleicht wären wir achtlos weiter gegangen, hätte nicht ein Schild unsere Aufmerksamkeit erregt. Und schon beim Betreten des Hauses wurde in meinem Kopf die Geschichte von der Ateliersmaus Emma geboren, die ich Euch das letzte Mal vorgestellt habe. Mit ein bisschen Fantasie könnt Ihr Euch jetzt vorstellen, dass Markus mit Emma in der Hand und seiner Großmutter dieses Holzhaus erspäht haben. Sie lesen das Schild … …und sehen die lustigen Mäuseabbildungen an den Außenwänden: Sogar die Mickey Mouse ist dabei. Einladend steht die Haustür der Familie Maus offen und die Drei treten ein. Was sie sehen, übertrifft alle ihre Erwartungen. Sie stehen nämlich mitten im Wohnzimmer von Familie Maus. Der Tisch ist …

Emma

Meine heutige Geschichte gehört zwar in die Kategorie „Erdachtes“, beinhaltet aber trotzdem einige wahre Momente. So hat mir eine gute Freundin ein Handyfoto zugeschickt, das ich als heutiges Beitragsfoto genommen habe. Weiterhin hatten wir am letzten Tag unseres Kurzurlaubes an der Ostsee ein schönes Erlebnis. Beide Begebenheiten haben mich dazu veranlasst die folgende Geschichte zu schreiben. Mehr verrate ich Euch heute noch nicht. Na, neugierig geworden? Dann lest einfach weiter und kommt auch das nächste Mal wieder vorbei:  „Hey! Wer bist du denn?“   „Sag nur du kennst mich nicht?“ „Bist du etwa die Ateliersmaus?“ „Na also, du kennst mich ja doch!“ So begann eine großartige Freundschaft. Eine Freundschaft zwischen mir und einer kleinen Maus. Sie lebte in einem Atelier, ganz hinten in einer Ecke. In der Fußbodenleiste war ein kleines Loch und dort hinein verkroch sie sich immer, wenn Trubel im Atelier herrschte. Vorsichtig guckte sie immer heraus und beobachtete das Treiben. Nichts entging ihr. Und so merkte sie auch sofort als ich einen Teller mit leckerem Kuchen auf meinen Arbeitstisch stellte. Doch schon …

Zug um Zug

Wir sind wieder zurück. Die kleine Auszeit hat uns sehr gut getan. Die Ostsee hat uns wundervolles Wetter beschert und sich in den schönsten Farben präsentiert. Wir sind viel zu Fuß unterwegs gewesen und hatten keine Minute Langeweile. An einem der Tage haben wir einen Ausflug mit der Dampflok gemacht, die uns von Bad Doberan über Heiligendamm nach Kühlungsborn und zurück gebracht hat. Vielleicht lag das, was dann passierte an unserer Müdigkeit, vielleicht aber auch an unserer Vergesslichkeit. Ich denke jedoch, dass auch Ihr schon einmal Ähnliches erlebt habt. Ich hoffe es zumindest! 😉 Wir sind total müde und schleppen uns mit letzter Kraft noch in einen Supermarkt, um uns für den Abend noch mit ein paar Getränken einzudecken. Mineralwasser ist bei diesem Wetter ein unbedingtes Muss, aber auch ein Schlückchen Wein ist nicht zu verachten. So stehen wir also vollbepackt an der Kasse. Natürlich ist so kurz vor Feierabend eine Schlange an der Kasse. Wahrscheinlich alles Urlauber, denn die haben ja den ganzen Tag über keine Zeit zum Einkaufen. Der Herr vor uns scheint …

Strandkorbgrüße

Ganz spontan kam uns eine Idee. Wir mussten für einen Tag nach Berlin und danach waren ein paar Tage frei. Warum nicht die Koffer packen und ab an die Ostsee. In ganz Deutschland waren die Wettervorhersagen nicht gerade berauschend, um nicht zu sagen: Ausnehmend schlecht! Zumindest sehr wechselhaft. Mein Handy zeigte mir allerdings in der Wetterapp für Rostock Sonnenschein an. „Also, worauf warten wir?“, so fragten wir uns und ab ging es nach Rostock und Warnemünde. Und was soll ich sagen? Wir hatten tolles Wetter. Überzeugt Euch selbst. Und farbenfroh ging es hier am Strand zu. Einfach wie im Bilderbuch. „Schnell hin und einen Standkorb mieten!“, beschlossen wir. Erst einmal drehten wir ihn in Richtung Sonne und dann ließen wir uns diese ins Gesicht scheinen. Unsere  Blicke schweiften umher und was wir sahen, genossen wir in vollen Zügen. Die bunten Fahnen wehten im Wind. Drachen in rot, blau, weiß, gelb, grün schwebten durch die Lüfte.                 Aber auch Möwen kreisten über unsere Köpfe hinweg und ließen sich in …

Kulinarische Köstlichkeiten

Wie Ihr ja wisst, liebe ich das Spiel mit der Sprache. Unsere deutsche Sprache ist reich an bildlichen Ausdrücken, Vergleichen und Redewendungen. Die meisten sind uns ganz geläufig. Wir benutzen sie, ohne viel darüber nachzudenken.  Martina (http://kluempche.blogspot.de) fragte neulich, ob wir die Redewendung „einmal um den Pudding gehen“, kennen würden. Ich kannte sie nicht. Mir fiel aber ein, dass manche Menschen gerne „um den heißen Brei herum reden“. Ich überlegte, ob unsere deutsche Sprache noch mehr bildliche Ausdrücke zu bieten hat, die den kulinarischen Bereich betreffen und wurde fündig. Folgende kleine Unterhaltung bastelte ich daraus: Erna und Paul haben ihre Freunde Anna und Fritz zum Grillen eingeladen. Eigentlich sind die Vier immer eine lustige Runde und man unterhält sich über dies und das und hat viel Spaß miteinander. Aber irgendwie liegt heute etwas in der Luft, das anfänglich keine richtige Stimmung aufkommen lässt. Die beiden Frauen bereiten in der Küche den Salat und die Beilagen zu, während sich die Männer draußen im Garten um das Grillen kümmern. Paul kommt herein und will das Fleisch und die …

Lady und Junior

Erst neulich habe ich doch von Frau und Herrn Schwan berichtet, die am Spremberger See wohnen. Frau Schwan brütete damals gerade ein Ei (oder sogar mehrere) aus und gewährte mir von weitem einen kurzen Einblick in das Nest. Dank meiner Kamera konnte ich dort ein Ei erkennen, das zwischen dem Flaum lag. Bei unserem letzten Besuch saß sie immer noch brav und geduldig auf ihrer Brut. Heute wollen wir nachsehen, ob sich vielleicht inzwischen etwas getan hat, oder ob die Zeit des Ausbrütens noch andauert. Auf leisen Sohlen nähern wir uns der Stelle, an der wir das Nest nahe des Ufers sehen können. Doch was wir vorfinden, enttäuscht uns. Das Nest liegt leer und verlassen im Wasser. Aber nicht nur das, auch unser Blick über den See lässt uns weder Herrn noch Frau Schwan finden. Wie ausgestorben wirkt der See und auch rund um das Schwanenhaus ist nichts zu sehen. Was ist nur passiert? Plötzlich ruft mich mein Mann, der mir schon einige Schritte vorausgeeilt ist: „Komm schnell her! Hier sind sie!“ Tatsächlich! In einem …

Zwiegespräch

Als ich auf unserer Terrasse auf der Hollywoodschaukel saß, fiel mein Blick nach unten. Und auf einmal hörte ich Stimmen. Zwei Stimmen. Jetzt ist es eigentlich nicht meine Art, andere zu belauschen, aber ich konnte mich diesem Gespräch nicht entziehen. Zuerst wusste ich nicht, wer die Gesprächspartner waren, doch Schritt für Schritt näherte ich mich der Erkenntnis, dass es sich um meine beiden … handeln musste. „Hallo mein Freund? Wo bist du?“ „Ich bin doch da, wo ich immer bin. Dreh dich doch ein bisschen zur Seite, dann siehst du mich.“ „Du siehst aber heute gar nicht gut aus. Was ist mit dir los?“ „Ach nichts!“ „Und so kleinlaut bist du auch noch. Du hast doch was!“ „Mmh!“ „Hab ich dir was getan? Bin ich vielleicht auf dich getreten?“ „Das nicht gerade. Obwohl das auch schon vorgekommen ist.“ „Jetzt rück schon raus! Wage den ersten Schritt, damit wieder alles stimmt zwischen uns.“ „Du bist schon auf der richtigen Fährte. Um den ersten Schritt geht es auch.“ „Dann mach ihn doch endlich!“ „Geht nicht! Den machst …

Katz und Maus

„Ich liege noch in meinem Körbchen, das ganz hinten im Haus steht, dort wo auch meine Katzenklappe ist. Zum Fenster scheint schon die schöne Frühlingssonne herein und kitzelt mich mit ihren Strahlen an der Nase. Ob ich will oder nicht, jetzt muss ich meine Augen aufmachen und meine Ohren natürlich auch.  Oh, draußen ist es schön und die Vögel zwitschern! Da muss ich raus! Wo bleibt nur das Frauchen? Sie muss mir unbedingt die Katzenklappe aufmachen! Warum kommt sie denn nicht endlich? Sie weiß doch ganz genau, dass ich unbedingt nach draußen will! Na gut, wenn es noch ein Weilchen dauert, dann springe ich einfach mal schnell auf das Fensterbrett. Von dort kann ich ganz genau sehen, was draußen im Garten los ist. Und da ist eine ganze Menge los, es wimmelt nur so von Köstlichkeiten und Spielgelegenheiten. Alle sind sie dort im Garten versammelt: Die Vögel fliegen und setzen sich in die Äste der Bäume, dort fliegt ein Schmetterling, da sehe ich sogar einen Käfer über die Grashalme klettern und gerade ist direkt vor …

Mir schwant da etwas

Wir machen einen schönen Spaziergang durch den Schweizergarten in Spremberg. Die Sonne scheint und der blaue Himmel mit den weißen Wolken spiegeln sich in dem Teich. Rundherum ist bereits alles grün und auf der Wiese blühen Gänseblümchen und Löwenzahn.  Strammen Schrittes marschieren wir den Weg entlang und geniesen die frische Luft und die Natur. Habt Ihr die Fontäne auf dem See gesehen? Im nächsten Foto ist sie allerdings schon fast vollständig durch das Laub der Bäume verdeckt. Doch wenn wir erst um die Kurve gebogen sind, dann werden wir sie wieder vollständig sehen. Noch sind wir nicht ganz um die Kurve, aber mir schwant jetzt schon etwas. Vielleicht geht es Euch auch so, wenn Ihr genau hinschaut. Da hatte ich doch mit meiner Vermutung recht. Dort im seichten Wasser sitzt ein Schwan. Ganz ruhig und friedlich sitzt der Schwan auf einem Nest aus Reisig. Mir schwant, dass der Schwan brütet. Vermutlich ist es das Weibchen. Plötzlich kommt ein bisschen Bewegung in die Situation, denn anscheinend sind einige Zweige verrutscht und das Nest muss ein wenig ausgebessert …

Tim’s Wunsch

Vielleicht könnt Ihr Euch noch dunkel an die Geschichte von Tim und Tom erinnern, die ich letztes Jahr geschrieben habe. Tim ist ein vierjähriger Junge, der mit seinen Eltern im Hause der Großeltern wohnt. Er ist mit dem Großvater im Garten, denn er soll ein eigenes Beet bekommen. Im Gartenhaus entdeckt er den alten kleinen Gartenzwerg Tom, den er in sein Blumenbeet stellen möchte. Da es sich um einen verzauberten Gartenzwerg handelt, der selbst nur an diesem besagten Tag Zauberkräfte hat, fordert dieser Tim auf, sich ganz schnell etwas zu wünschen. Dies muss allerdings geschehen, bevor die Zauberkräfte des Gartenzwergs wieder nachlassen. Tim hat schon lange einen großen Wunsch, an den er jetzt auch ganz intensiv denkt, damit sich dieser erfüllt. Gerade nimmt Tim die kleine Figur mit der roten Zipfelmütze hoch, als ihn etwas winselnd an der Hand leckt… Tim reibt sich seine Augen, denn er kann gar nicht glauben, was er da sieht. Vor ihm steht ein kleines schwarz-weißes Wollknäuel. Die Ohren, aber auch das kurze Wuschelschwänzchen besitzen schwarze Strähnchen. Tim und das Wollknäuel …

Brief an die Oma

Wie Ihr ja wisst, krame ich gerne mal in meinen Erinnerungskisten. Neben den üblichen Fotoalben besitze ich nämlich auch noch kleine Aufbewahrungskartons mit verschiedenen Fotos, die niemals eingeklebt wurden. Aus welchen Gründen auch immer sie dort gelandet sind, aber auf jeden Fall waren sie zu wertvoll, um sie zu entsorgen. Weiterhin gibt es auch noch ein paar Sammelmappen mit alten Postkarten, Briefen und dergleichen mehr. Und hier bin ich wieder einmal fündig geworden. Ich habe eine kleine liebevoll gestaltete Postkarte gefunden, die mir sofort ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Auf ihr wird ein Ereignis aus dem Leben unseres Sohnes festgehalten, das ich Euch nicht vorenthalten möchte. Es ist ein kleiner neuer Lebensabschnitt, der durch dieses Ereignis beginnt. Es ist im Grunde genommen nichts, was die Welt aus den Angeln hebt. Aber trotzdem ist es für jede Familie mit einem Kleinkind immer wieder etwas Besonderes und doch irgendwie etwas Einmaliges. Warum sonst hätte ich damals diese Zeilen stellvertretend für unseren Sohn an seine Oma geschrieben?! Und so sieht die Vorderseite der Karte aus: Unterhalb dieser …

Muttertagserinnerungen

Am Sonntag, den 8. Mai ist es wieder einmal soweit. Es ist Muttertag. Mir sind neulich einige kleine Geschenke, Fotos, gemalte Bilder, Gedichte und Briefe in die Hand gefallen, die mein Herz damals erfreuten und dies auch noch heute tun. Jede Mutter kennt sie, diese kleinen Aufmerksamkeiten, die einfach nur sagen: „Ich hab dich lieb!“ Ich erinnere mich noch an meinen ersten Muttertag, an dem ich eigentlich noch gar keine richtige Mutter war. Ich war damals, an diesem zweiten Sonntag im Mai 1989, hochschwanger. Also war ich eine sogenannte werdende Mutter. Mein Mann schenkte mir damals stellvertretend für unser noch ungeborenes Kind einen Rosenstrauß. Wenn Ihr ihn Euch genauer anseht, dann könnt Ihr etwas erkennen. Ja, genau, einen Schnuller. Seltsam, es ist ein rosa Schnuller. Ich habe allerdings ein paar Wochen später einen kleinen Jungen auf die Welt gebracht. Dann hätte eigentlich ein blauer Schnuller in dem Strauß stecken sollen.  Naja, aber erstens hatten sie im Blumenladen nur noch rosa Schnuller da und zweitens wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, ob wir Eltern eines …

Große Aufregung in der Villa

Bei Herrn und Frau Konfusi und den anderen Bewohnern der Villa ist immer etwas los. Ihnen wird es nie langweilig. Auch heute herrscht in dem Haus wieder große Aufregung, dabei fing der Tag ganz friedlich und vielversprechend an.  Am Morgen ahnte noch niemand etwas von der bevorstehenden großen Aufregung. Die Frühlingssonne scheint zu den Fenstern herein und lockt Herrn und Frau Konfusi zu einem kleinen Spaziergang nach draußen. Gerade sind sie wieder auf dem Heimweg, da fährt ein Feuerwehrauto an ihnen vorbei und biegt in die Straße ein, an deren Ende die Villa steht, in der sie wohnen. „Nanu?! Da muss irgendetwas passiert sein!“, überlegt Frau Konfusi laut und dreht sich reflexartig um. „Du kannst ganz beruhigt sein“, erklärt ihr Professor Konfusi, der den Blick seiner Frau nach hinten wahrgenommen hat. „Dieses Mal wirst du von keinem Känguru verfolgt. So schnell kann Karl, das Känguru nicht mehr aus seinem Gehege entwischen. Sie haben den Zaun nämlich erneuert.“ Frau Konfusi geht nicht auf das Gesagte ein, sondern überlegt krampfhaft, was sich denn wohl Schlimmes in der …

Im Garten meines Opas

Ich habe die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und den Besuch meiner Mutter zum Schwelgen in Erinnerungen genutzt. So bin ich im Garten meines Großvaters gelandet. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es dort aussah, aber auch noch an das eine oder andere Erlebnis in diesem Garten. Mein Erinnerungsvermögen diesbezüglich endet mit ungefähr acht Jahren.  Meine Oma (väterlicherseits) durfte ich nur zwei Jahre kennenlernen, dann ist sie leider verstorben und bei meinem Opa (väterlicherseits) war ich acht Jahre. Die Eltern meiner Mutter habe ich leider nie kennengelernt, da sie beide bei meiner Geburt bereits verstorben waren. In den Garten meines Opas konnte man durch ein Tor gelangen, das mit einem Rosenbogen überbaut war. Wenn man durch dieses Tor schritt, wie beispielsweise meine Eltern an ihrem Hochzeitstag, dann war rechts ein langes schmales Rosenbeet. Leider waren die Fotos zu dieser Zeit noch schwarzweiß, aber man kann trotzdem die Farbenpracht der Rosen erahnen. Sie erblühten in rosa, rot und weiß. Auf der dahinterliegenden Wiese spielte ich oft. Manchmal tat ich dies mit meiner Puppe und meinem …