Gedichte
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Unbeschriebenes Blatt

 

„Hallo“, ruft das unbeschriebene Blatt,
„ich habe es unendlich satt,
denn ich liege einfach hier nur so rum
und das ist mir dann doch zu dumm.“

Pinsel, Stift und auch die Schreibfeder
verstehen nicht dies Gezeter,
denn bald kommt gewiss auch ihr Einsatz,
drum gehört Abwarten zum Grundsatz.

„Ach, lass doch das Meckern sein,
siehst aus so sauber und rein,
so perfekt und vollkommen unschuldig,
drum sei doch nicht so ungeduldig.

Mensch und Muse werden erscheinen,
uns alle in Text oder Bild vereinen.
Warten wir lieber auf der Stunde Gunst, 
um zu erstrahlen als Poesie oder Kunst.“

„Will auch ich nun still und geduldig sein,
was meine Bestimmung wird sein,
übe mich in Vorfreude und Hoffnung
auf die kreative menschliche Schöpfung.“

Stift, Pinsel, Feder beginnen mit ihrem Tanz,
zaubern damit prachtvollen Glanz,
auf das einst unbeschriebene, traurige Papier,
erfüllen es mit Stolz und schöner Zier.

 

 

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