Gedichte
Kommentare 3

Unbeschriebenes Blatt

 

„Hallo“, ruft das unbeschriebene Blatt,
„ich habe es unendlich satt,
denn ich liege einfach hier nur so rum
und das ist mir dann doch zu dumm.“

Pinsel, Stift und auch die Schreibfeder
verstehen nicht dies Gezeter,
denn bald kommt gewiss auch ihr Einsatz,
drum gehört Abwarten zum Grundsatz.

„Ach, lass doch das Meckern sein,
siehst aus so sauber und rein,
so perfekt und vollkommen unschuldig,
drum sei doch nicht so ungeduldig.

Mensch und Muse werden erscheinen,
uns alle in Text oder Bild vereinen.
Warten wir lieber auf der Stunde Gunst, 
um zu erstrahlen als Poesie oder Kunst.“

„Will auch ich nun still und geduldig sein,
was meine Bestimmung wird sein,
übe mich in Vorfreude und Hoffnung
auf die kreative menschliche Schöpfung.“

Stift, Pinsel, Feder beginnen mit ihrem Tanz,
zaubern damit prachtvollen Glanz,
auf das einst unbeschriebene, traurige Papier,
erfüllen es mit Stolz und schöner Zier.

 

 

Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:

Liebeserklärung

Gut gemeint!

Goldglöckchen

3 Kommentare

  1. Liebe Astrid, sei herzlich gegrüßt.
    Das Schreiben auf Papier ist leider durch den Compi ins Hintertreffen geraten. Nur die Unterschrift ist noch wichtig und das Ausfüllen von Formularen macht es noch notwendig.
    Briefe schreiben hat sich durch die E-Mail oder SMS fast erledigt, denke ich.
    Das Telefonieren hatte sicher auch seinen Anteil daran.
    Wir hatten in der Schule noch „Schönschreiben“. In Schönschrift mußten wir immer Aufsätze zu einem vorgegebenen Thema schreiben.
    Ich habe gern Briefe geschrieben. Nun ist es im Laufe der letzten Jahre auch nicht mehr notwendig.
    Hattest wieder einen tollen Einfall, in Gedichtform über dieses Thema zu schreiben.
    Ich wünsche Dir einen guten Tag, tschüssi, winke, winke, Brigitte.

  2. Liebe Astrid,
    grundsätzlich schreibe ich gerne, früher auf Papier und jetzt malträtiere ich die Tastatur.
    Ja, ich schreibe auch noch Briefe, worin ich mich entschuldige, dass ich diesen Briefe nicht per Hand geschrieben habe. Meine Handschrift kann man in den ersten beiden Zeilen noch lesen, dann wird gesudelt. Meine Leute wissen das und freuen sich, dass sie auf diesem Weg dann auch mehr zu lesen bekommen. 🙂

    Seit 1982 schreibe ich Tagebuch. Vor dem Computerzeitalter wurden schöne Bücher mit leeren weißen Seiten gekauft und am Jahresende waren sie so dick, dass die Seiten aufklafften, weil vieles darin gesammelt wurde.
    Heute noch schreibe ich täglich Tagebuch, aber am PC (natürlich passwortgeschützt 😉 ). Ich gebe zu, ich vermisse dieses TageBUCH-Flair und überlege immer wieder, ob ich nicht wieder damit anfangen soll.

    Sei lieb gegrüßt von der Traudi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.