Alle Artikel mit dem Schlagwort: Blick

Lottchens kalte Winterwelt

Ich liege hier im mollig warmen Zimmer, auf meiner kuscheligen Decke , so wie immer. Gerade versuche ich ein Nickerchen zu machen, da kommt Frauchen auf so komische Sachen. Sie will unbedingt nach draußen gehen, obwohl dort der kalte Wind beginnt zu wehen. Sie sagt mir, der Himmel sei wundervoll blau, aber ich weiß, die Luft ist kein bisschen lau. Sie streichelt mir ganz zärtlich übers Fell, doch ich bin nicht dumm und kapiere es schnell. Ich soll mit nach draußen kommen, verrät ihr Blick, sie denkt ich kenne nicht diesen Trick. Mir ist die Welt da draußen einfach zu kalt, da frieren meine Pfötchen fest auf dem Asphalt. Nein ich bleibe hier, träume von der Sommerzeit, mit Maus und Käfer als meine leckere Mahlzeit. Was ist denn nun schon wieder passiert? Ich denke, ich bekomme den Kopf massiert. Nein, sie setzt mir auf ein schwarzes Mützchen, und sagt, ich soll machen keine Mätzchen. Das lasse ich mir nicht noch einmal sagen, so etwas kann ich nämlich gar nicht vertragen. Drum springe ich vom Sessel …

Elisa und Luise

Jetzt haben wir schon bald den 11. November. Für mich persönlich ist und bleibt es der Sankt Martinstag. Die Kinder verbinden mit ihm den Martinsumzug mit Laternen und mancherorts auch mit einem Sankt Martin auf dem Pferd, der mit einem Bettler seinen Mantel teilt. Selbst wenn die Geschichte vom Bischof von Tours nicht allen bekannt ist, ist diese Tradition doch noch weit verbreitet. Bei den Erwachsenen denken viele an die Martinsgans und treffen sich zum Gänseessen. Ich esse ebenfalls gerne Gänsebraten, doch ich muss auch an die vielen armen Gänse denken, die ihr Leben für den Gaumenschmaus der Menschen lassen müssen oder sogar nur deshalb gezüchtet werden. Meine heutige Geschichte widme ich all diesen armen Gänsen: Elisa liebt die Spaziergänge im Herbst. Wenn die Blätter sich bunt färben, selbst wenn sie von den Bäumen fallen und auch wenn der Wettergott zu weinen beginnt, hält sie nichts mehr im Haus. In wetterfester Kleidung dreht sie ihre tägliche Runde. Früher war ihr Mann an ihrer Seite, doch inzwischen ist sie alleine unterwegs, genießt die Natur und hängt ihren …

Sommerabschiedsgruß

Da ich erst Sonntagnacht von Rhodos zurückgekommen bin, wo ich einen strahlend blauen Himmel und ein tolles blaues Meer zurückgelassen habe, fiel mir jetzt der deutliche Herbstanfang in Deutschland doch etwas schwer. So musste ich nun auch für mich innerlich Abschied nehmen vom Sommer. Daher war es mir ein Bedürfnis, dies mit diesem Gedicht zu tun und noch einen Sommerabschiedsgruß in die Runde zu schicken. Ich stehe hier und mein Blick schweift umher, oh, wie ich liebe Sonne, Strand und Meer. Blau bis zum Horizont, wo Himmel und Meer sich küssen, oh, wie werde ich dies alles hier vermissen. Still und leise seufze ich tief in mich hinein, ach, könnt’ ich doch nehmen alles mit nach Daheim. Ich dank dem Himmel für Ruhe, Frieden und der Blüten Duft, atme ein, die mit Glück durchströmte Luft. Des Sommers unvergleichbar strahlenden Glanz, schließe ich in meinem Herzen ein, voll und ganz. Obwohl innerlich eine leise Ahnung von Herbst mich umweht, die Erinnerung an eine Zeit voller Wärme und Freude mit mir geht. Daraus erwächst auch in der …

Beobachtende Blicke am Wegesrand

Ist Euch das auch schon einmal passiert? Bestimmt! Ihr marschiert so durch die Gegend und plötzlich überfällt Euch ein seltsames Gefühl. Es ist so, als ob Euch jemand beobachtet. Ihr schaut Euch um und niemand ist zu sehen. Doch warum fühlt Ihr Euch beobachtet? Kann es sein, dass die Bäume Euch beobachten, wenn Ihr noch vor der Arbeit mit dem Hund eine Runde dreht? Selbst die Steine werfen Euch Blicke zu. Vorsichtig! Selbst vom Waldweg her, schaut jemand zu Euch auf. Die Sitzgelegenheiten am Wegesrand haben nur Augen für Euch. Am Parkplatz angekommen, erwarten Euch die freundlichen Blicke Eures Autos. Jetzt fahrt Ihr zur Arbeit, um auf dem Schreibtischstuhl Platz zu nehmen. Dieser blickt Euch etwas mürrisch entgegen, denn Ihr habt Euch ein wenig verspätet. Auf Eurem Heimweg verfolgt Euch sogar der Stromverteilerkasten in Eurer Straße mit seinen Blicken. Auch die kleinen Froschaugen in Nachbars Garten schauen neugierig in Eure Richtung. Jetzt seid Ihr urlaubsreif und wollt mit dem Schiff in See stechen? Glaubt nur nicht, dass Ihr die beobachtenden Blicke los werdet. Und am …

Streifzug

Zunächst einmal möchte ich mich bei Euch für Eure Treue bedanken. Ihr habt alle fleißig meinen Blog besucht, obwohl ich durch die Operation meiner Mutter wenig Zeit für Gegenbesuche hatte. Ich bedanke mich auch für die Genesungswünsche für meine Mutter. Sie läuft mittlerweile schon sehr gut, wird am Samstag auch schon aus der Klinik entlassen und spätestens in drei Wochen die Reha antreten. Wie ihr wisst, wurde sie in Bad Saarow operiert und ich möchte heute mit Euch einen Streifzug durch den dortigen Kurpark machen. Kommt einfach mit und genießt den Park und den Scharmützelsee: Mein Weg führt vom Krankenhaus in Richtung Bahnhofund den angrenzenden Gebäuden.Ich überquere schnell die Straße, um den Brunnen zu bewundern.An diesem wirklich heißen Sommertag genießen diese Nackedeis eine kleine Dusche.Doch ich wechsele wiederum die Straßenseite und biege nach links in den Kurpark ab.Links auf dem Foto ist das Thermalbad von hinten zu sehen.Habt Ihr auch schon den Scharmützelsee erspäht?Hier müssen wir einfach verweilen, denn der Blick auf den See ist wunderschön.Die Wege des Parks schlängeln sich entlang des Sees und …

Einen Augenblick mal, bitte!

Das Wort „Augenblick“ besteht aus zwei zusammen gesetzten Wörtern: AUGEN und BLICK. Beides gehört zusammen, denn durch unsere Augen blicken wir in die Welt. Auf die Idee heute bei DIES UND DAS UND SONST NOCH WAS über die Augen oder genauer gesagt über Blicke zu schreiben, liegt daran, dass mir meine Tagebücher in die Hand gefallen sind. Über was man so alles als junger Mensch nachgedacht und geschrieben hat!? Im Grunde meist über die Liebe und da spielt der Blick eine große und bedeutende Rolle. Man versucht dann nämlich Blicke des Angehimmelten zu deuten. Klar, man sucht doch nach Anhaltspunkten, dass der Auserwählte Interesse zeigt. So fand ich beispielsweise eine handgeschriebene Notiz, dass „lange und tief in die Augen sehen“, bedeutet: „Ich habe Sehnsucht nach dir!“ Oder: „Du bist mein großes Glück!“ Ich brauche sicherlich nicht zu erwähnen, dass ich auf Wolke sieben schwebte, wenn der von mir auserwählte Junge sich in meine Augen versenkte. Manchmal jedoch war es auch unangenehm und eher abschreckend, wenn mich ein Junge sehr intensiv fixierte und anstarrte. Dann trafen sich …