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Natürlich schön

Wieder einmal waren wir in der alten Heimat. Und wieder einmal haben wir Altbekanntes neu entdeckt. So machten wir zum Beispiel am Sonntag einen wunderschönen Spaziergang. Wir fuhren nach Bad Salzhausen, einem kleinen, aber überaus schnuckeligen Kurort. Dieser  liegt nördlich von Frankfurt am Main, am Fuße des Vogelsberges. 

Ich möchte Euch gerne den Kurpark in Bad Salzhausen vorstellen, der ebenso wie das dortige Kurhaus im 19. Jahrhundert entstand und sich uns in seiner natürlichen Schönheit und im Glanz der Herbstsonne gezeigt hat. Anfangs war es hier zwar noch ein wenig menschenleer und auch dunstig, als wir morgens um 10 Uhr den Park betraten, aber das sollte sich sehr schnell ändern.

1200px-dunstig

Wir liefen direkt auf die Trinkhalle zu. Leider hatte ich keinen Trinkbecher dabei, aber ich kostete das Heilwasser der Södergrundquelle trotzdem. Es plätscherte aus dem Trinkbrunnen, der von einem kleinen Nackedei auf einer Gans bewacht wurde.

1200px-Brunnenfigur

Justus Liebig höchstpersönlich hat laut Bildunterschrift die  Quellen im Jahre 1824 analysiert und damit die Grundlagen für die Heilbadentwicklung geleistet.

Es gibt hier insgesamt sechs Heilquellen (Söderquelle, Roland-Krug-Quelle, Lithiumquelle, Stahlquelle, Schwefelquelle und Nibelungenquelle).

1200px-Liebig

Wir konnten uns jetzt entscheiden, in welche Richtung wir den Park durchwandern wollten. Kurzentschlossen bogen wir erst einmal nach links ab und bewunderten die schöne Fontäne.

1200px-Fontaine2

Noch lag der Park im Schatten und machte einen eher verlassenen Eindruck,

1200px-Fontaine3

doch schon bald brach die goldene Herbstsonne hervor und immer mehr Spaziergänger begegneten uns. Da ich jedoch kein bekanntes Gesicht entdeckte, handelte es sich wohl hauptsächlich um Kurgäste und deren Besucher.

1200px-Spaziergang1

1200px-Spaziergang4

Und wieder kamen wir an einer Quelle vorbei, die wir sogleich an ihrem Geruch erkannten. Es handelte sich um eine Schwefelquelle.

1200px-Schwefelquelle

Unser Weg führte uns ca. 350 Meter weiter bis zum Landgrafenteich, in dem jetzt im Herbst nicht nur Enten, sondern auch viele Blätter schwimmen.

1200px-Teich

1200px-Teich2

Jetzt traten wir den Rückweg zur Trinkhalle an, denn wir wollten diesen schönen und großen Park auch in die andere Richtung noch durchwandern.

1200px-Rückweg1

Dieser Kurpark birgt schöne Erinnerungen an einen ganz bestimmten Sommertag. Aber ihr müsstet uns noch ein Stückchen begleiten, bevor ich Euch davon erzählen kann und will.

1200px-Rückweg2JPG

Wir marschierten also den Weg, den wir gekommen waren, wieder zurück und …

1200px-Rückweg3JPG… … erkannten in der Ferne die Fontäne und die Trinkhalle.1200px-Rückweg6Aber auch noch eine andere Besonderheit fanden wir in diesem Park, nämlich ein Gradierwerk.1200px-GradierwerkHier atmeten wir die gesunde Luft beim Umrunden des Gradierwerkes tief ein.

Auf einer Informationstafel des Kurortes Bad Salzhausen lasen wir:

„Zu Ihrer Information:

Durch die herabrieselnde Sole wird die Luft im Gradierwerk mit Salz angereichert. Die Wassertröpfchen bilden Partikel in der Luft. Dies wirkt sich ähnlich wie bei Seeluft beispielsweise bei Pollenallergikern und Asthmatikern und anderen positiv aus.

Durch das intensive Einatmen salzhaltiger Luft werden die Atemwege befeuchtet und die Wandungen der Atemorgane positiv beeinflusst. Des Weiteren besitzen die feinen Salzkristalle eine sekretlösende Wirkung, die die Atemwege intensiv von Bakterien reinigen und die Schleimhäute abschwellen lassen.“

 

Der Gradierbau in Bad Salzhausen wird durch zwei Quellen gespeist, nämlich die Nibelungenquelle und die Roland-Krug-Quelle.

1200px-Info Gradierwerk

Meine Mutter verweilte noch eine Weile auf einer der Bänke innerhalb des Gradierwerkes, während wir dieses wieder verließen und weiter wanderten. Aus dieser Richtung hatten wir uns zuvor dem Gradierwerk genähert, doch jetzt liefen wir in der entgegengesetzten Richtung weiter.

1200px-vom Gradierwerk aus

Unser Weg führte uns zum Kräutergarten.

1200px-Kräutergarten

1200px-Kräutergarten2

Und direkt neben dem Kräutergarten erblickten wir etwas, das bei uns Erinnerungen an einen ganz besonderen Tag wachrief. Aber davon erzähle ich Euch auf dem Rückweg.

1200px-Wasserrad1

Zunächst einmal gingen wir zu einer weiteren Quelle, nämlich zur Lithiumquelle.

1200px-Lithiumquelle

Doch eigentlich interessierte uns das alte Wasserrad viel mehr. Also schnell wieder zurück.

1200px-Info Rad

Hier sahen wir das Gestänge des Wasserrades, das die mechanische Arbeit des Wasserrades weiterleitet.

1200px-Gestänge

Noch ein kurzer Blick von hinten und jetzt …

1200px-Wasserrad3

… verrate ich es Euch:

Hier haben wir am Nachmittag des 28.6.1986 gestanden und

1200px-Wasserrad2

wurden von einem Fotografen im Bild festgehalten.

Ich habe gleich am Montag unser Hochzeitsfotoalbum durchgeblättert. Werft mit mir einen Blick hinein:

1200px-Hochzeitsfoto

Sind wir nicht ein hübsches Paar?

Solltet Ihr einmal vor diesem Wasserrad stehen, so denkt an uns!

 

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Deutsche Sprache, – schwere Sprache

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20 Kommentare

  1. Oh ja, liebe Astrid,
    ihr seid ein hübsches Paar und der Spaziergang mit euch durch den Park und am Gradierwerk vorbei, der hat richtig gut getan, vielen Dank dafür!
    Herzliche Grüße
    Regina

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Regina,
      ich hoffe, Du hast auch richtig tief durchgeatmet und die salzhaltige Luft gespürt.
      Ich wünsche Dir eine schöne Woche und schicke Dir liebe Grüße
      Astrid

    • Astrid Berg sagt

      Ich wünsche Dir auch einen schönen Tag, auch wenn das Wetter heute nicht so angenehm ist, wie in den letzten Tagen.
      LG
      Astrid

  2. Martina sagt

    Na und ob ihr ein schönes Paar wart und seid! Danke, dass du uns mitgenommen hast in diesen wundervollen Park und auch in die Vergangenheit! LG Martina

  3. So ging es mir an meinen Tagen in Holland, das Altvertraute neu zu erleben, eine Reise in die Vergangenheit zu wagen, hat allem von allein eine besondere „Duftnote“ gegeben.
    Auf dass ihr noch viele Jahre so ein glückliches Paar bleibt!!

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

  4. Liebe Astrid, herzliche Grüße.
    Es war ein wunderschöner, bildlicher Spaziergang.
    Ich schaute mir auch vor 3 Jahren die Wohngegend an, wo ich meine Kinderzeit und Jugendjahre verbracht hatte.
    Alles Gute, tschüssi Brigitte

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Brigitte,
      da meine Mutter und auch meine Schwiegermutter immer noch in Hessen wohnen, sind wir alle paar Wochen in unserer alten Heimat.
      Ich schicke Dir liebe Grüße und hoffe, dass in Berlin nicht auch so ein Regenwetter ist wie in Cottbus.
      Astrid

  5. Eine interessante Wanderung.
    Die Schwefelquelle riecht man schon von weitem, kenne ich aus Aachen.
    Ein schönes Hochzeitsbild von euch beiden.
    deine Bärbel

    • Astrid Berg sagt

      Ich freue mich, dass Dir unser gemeinsamer Spaziergang gefallen hat.
      Einen schönen Abend
      Astrid

  6. Liebe Astrid, und ob, schön seid ihr und immer noch lach! Sag, waren da überhaupt Menschen oder hast Du sie für Deine Aufnahmen verjagd.
    Liebe Grüße Eva

    • Astrid Berg sagt

      Danke für das Kompliment, liebe Eva 😉 .
      Es waren schon Menschen da, aber ich habe immer gewartet, dass sie um die Ecke waren und niemand auf den Fotos war. Man weiß ja nie…
      Ich wünsche Dir einen schönen Herbstabend
      Astrid

  7. Das muss ja ein riesiges Gelände sein! So viele Quellen, so viele Gerüche. Lachen muss ich beim Namen „Trinkhalle“. Das klingt wie ein riesiges Festzelt, wo es reichlich Bier gibt 🙂
    Wow, da also habt ihr nach dem Ja-Wort gestanden! Eine schöne Kulisse. Danke für diese private Aufnahme.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Kerstin,
      der Begriff „Trinkhalle“ stammt nicht von mir, es war so ausgeschildert. Ist mir auch nicht so bewusst geworden, aber jetzt, da Du es schreibst, finde ich ihn auch seltsam. Du hast Recht, zum Oktoberfest hätte die Bezeichnung besser gepasst 😉
      Liebe Abendgrüße
      Astrid

  8. Hallo Astrid,

    schöner Rundgang durch den Kurpark – hat mir gut gefallen 🙂
    Trinkhallen gibt es auch in manchen Städten *g* aber meist in anderer Bedeutung 😉

    Der Uropa von Justus Liebig, Johann Sebastian Liebig, stammt aus meinem Heimatort und noch heute leben Liebig hier.

    Und ja, Ihr wart ein schönes Paar 🙂

    Liebe Grüße
    Björn 🙂

    • Astrid Berg sagt

      Hallo Björn,
      diese Trinkhallen in manchen Städten sind dann wohl die sogenannten Wasserhäuschen ;-), obwohl dort meist kein Wasser konsumiert wird 😉 Also hätte man vielleicht die Begriffe doch eher vertauschen sollen, dann wäre es der Realität näher gekommen, oder?
      LG und einen angenehmen Freitag, den 13. Pass auf Dich auf!
      Astrid

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