Gedichte
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Lottchens kalte Winterwelt

Ich liege hier im mollig warmen Zimmer,
auf meiner kuscheligen Decke , so wie immer.
Gerade versuche ich ein Nickerchen zu machen,
da kommt Frauchen auf so komische Sachen.

Sie will unbedingt nach draußen gehen,
obwohl dort der kalte Wind beginnt zu wehen.
Sie sagt mir, der Himmel sei wundervoll blau,
aber ich weiß, die Luft ist kein bisschen lau.

Sie streichelt mir ganz zärtlich übers Fell,
doch ich bin nicht dumm und kapiere es schnell.
Ich soll mit nach draußen kommen, verrät ihr Blick,
sie denkt ich kenne nicht diesen Trick.

Mir ist die Welt da draußen einfach zu kalt,
da frieren meine Pfötchen fest auf dem Asphalt.
Nein ich bleibe hier, träume von der Sommerzeit,
mit Maus und Käfer als meine leckere Mahlzeit.

Was ist denn nun schon wieder passiert?
Ich denke, ich bekomme den Kopf massiert.
Nein, sie setzt mir auf ein schwarzes Mützchen,
und sagt, ich soll machen keine Mätzchen.

Das lasse ich mir nicht noch einmal sagen,
so etwas kann ich nämlich gar nicht vertragen.
Drum springe ich vom Sessel herunter geschwind,
denke nicht mehr an den dummen Winterwind.

Ich überlege, ich werde wohl umdisponieren
und mal schnell durch den Garten marschieren.
Zuvor muss Frauchen mir geben jetzt schnell,
die feinen Leckerlies für mich ganz speziell.

Bitte, bitte öffne die Türe mir ganz weit,
schnell, ich habe nämlich überhaupt keine Zeit.
Mein Näschen riecht schon die gute frische Luft,
das ist fürwahr ein ganz verlockender Duft.

Ich bin guter Dinge und gnädig auch,
ich warte auf mein Frauchen vorne beim Strauch.
Wollen wir machen einen Spaziergang gemeinsam?
Dann bin ich hier nicht so einsam.

Ich trabe im Abstand vor Frauchen her,
sie marschiert hinter mir her, na bitte sehr.
Dann geht sie plötzlich um die nächste Ecke,
und läuft eine ganz andere Strecke.

Frauchen lässt mich auf der Straße allein,
nein, das kann und darf auf keinen Fall sein.
Ich drehe mich um und renne schnell noch nach,
rufe: Frauchen langsam! Gemach, gemach!

Sind wir endlich daheim angekommen,
fühle ich mich ganz verfroren und benommen.
Nun muss ich mich ausruhen auf meiner Decke,
schlummere ein, bis man mich wecke.

 

 

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6 Kommentare

  1. Liebe Astrid, herzliche Grüße.
    Ein Winterspaziergang mit Mieze und dann noch in Reimform, ist was ganz Besonderes.
    Da denke ich auch an Kerstin, die nette Erlebnisse mit den beiden Katzen und ihrem Hund hat.
    Hier ist blauer, wolkenloser Himmel, herrlicher Sonnenschein und wir haben jetzt -5 Grad.
    Kein kalter Wind und somit ein perfekter Tag für einen schönen Waldspaziergang, aber Männe muß zur ERGO-Therapie.
    Einen guten Tag wünscht Dir Brigitte.

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Brigitte,
      ja, bei Kerstin lese ich auch immer und freue mich jedesmal, wenn sie von einem Spaziergang o.ä. mit Hund und Katzen berichtet. Ich hätte früher nie gedacht, dass Katzen mit Herrchen und Frauchen spazierengehen. Aber unsere Katze hat mich eines Besseren belehrt. Sie verhält sich manchmal wie ein Hund. Allerdings bringt sie uns nicht die Schnäppchen 🙂 . Das muss sie noch lernen 😉 .
      LG
      Astrid

  2. Wie herzlich liebe Astrid. Wenn wir doch auch nur kuscheln könnten den ganzen langen Tag. Lese gerade, dass Brigitte an mich denkt dabei 🙂 Ja, immer schön zusammen bleiben. Daher rufe ich auch immer zwischendurch alle Namen 🙂
    Hab ein kuscheliges Wochenende liebe Astrid.

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Kerstin,
      wir hatten am vergangenen Sonntag einen Faschingsumzug mit neunzig Wagen etc. Wir haben es allerdings nur ungefähr bis zur Nummer 55 geschafft, dann fing es an zu nieseln und wir hatten keine Lust mehr zum Zuschauen. Es war dann auch ungemütlich kalt. Daher haben wir uns in ein gemütliches Cafe zurückgezogen, das eingerichtet ist wie ein Wohnzimmer aus Großmutters Zeiten. Also ganz kuschelig.
      LG
      Astrid

  3. Liebe Astrid,
    ich habe zwar keine Katze, aber ich schaue mir gerne Katzenfotos an und lese gerne ihre Geschichten. Und deine ist sogar in Gedichtform.
    Ja, wir alle hoffen nun bald auf wärmere Temperaturen.

    Hab ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße
    Traudi

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Traudi,
      früher hätte ich nie gedacht, dass wir einmal eine Katze im Haus haben würden. Wir waren gar keine Katzenfreunde, aber auch keine Katzenfeinde. Sie interessierten uns eigentlich nicht sonderlich. Doch dann kam der Tag, an dem unser Sohn mit einem kleinen Kätzchen vor der Tür stand. Seitdem hat sich unser Verhältnis zu Katzen grundlegend verändert. Wir sind jetzt richtige Katzenfreunde und lieben unser Lottchen sehr. Daher kann man in meinem Blog auch einige Geschichten aus dem Leben unserer Katze finden.
      LG
      Astrid

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