Dies & Das und sonst noch Was
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Halt, nicht wegwerfen!

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Alles, was für uns scheinbar keinen Wert mehr besitzt, wird entsorgt. So kommt es, dass wir unsere Waren nur kurz gebrauchen, aus den unterschiedlichsten Gründen wegwerfen und durch neue wieder ersetzen. Inzwischen entgegnet man der Wegwerfgesellschaft mit dem sogenannten Produkt-Recycling, das heißt man versucht zum Beispiel Abfälle zu vermeiden und die Rohstoffe wieder zu verwenden. Unsere Mülltrennung liefert hierzu einen großen Beitrag. 
Doch hierum geht es heute an dieser Stelle nicht. Sondern einzig und allein nur um das Zeitungspapier. Jeden Morgen holen wir die Tageszeitung aus dem Briefkasten. Ist sie gelesen, wird sie entsorgt. Gut, manchmal schneide ich mir auch einen Artikel über besonders Wissenswertes aus, aber ansonsten landet alles in der Papiertonne. Doch hin und wieder hole ich mir auch wieder einige Seiten des alten Zeitungspapiers heraus. Warum, fragt Ihr? Weil es noch sehr nützlich ist und für die unterschiedlichsten Zwecke gute Dienste leisten  kann.

1200px-Schiff:Hut

Als Kind hat wohl jeder schon einmal einen Zeitungspapierhut oder ein -schiffchen gefaltet.

1200px-Schnipsel

Auch das Zerreißen in kleine Papierschnipsel und das anschließende Bekleben z.B. eines Luftballons mittels eines Papier-Kleister-Gemisches (Pappmaschee), um daraus eine Maske, ein Sparschwein oder Ähnliches herzustellen, macht selbst den Kindern im Computerzeitalter noch Spaß.

Zeitungspapier kann uns beispielsweise helfen unsere Fenster ohne Chemie streifenfrei zu bekommen. Ich kann mich gut erinnern, dass ich die beiden großen Fensterscheiben unserer ersten Wohnung mit Zeitungspapier poliert habe. Einen Abzieher hatte ich nicht, also griff ich zu dem, was da war.

1200px-Spiegel

Spiegel lassen sich damit ebenfalls von Streifen oder Fingerabdrücken befreien.

1200px-Kamin

Selbst die Scheibe unseres Kamins reinigt mein Mann mit Zeitungspapier, das auch für die Backofenreinigung oder die Säuberung des Grillrostes sehr nützlich ist.
Für das Verraten eines anderen Tricks im Zusammenhang mit dem Kaminfeuer ist mein Mann meiner Mutter sehr dankbar.

1200px-Feuer

Klar, zum Anmachen eines Feuers kann man es verwenden. Sie hat ihm allerdings auch noch erzählt, dass sie früher am Abend vor dem Zubettgehen ein Brikettstück in Zeitungspapier eingewickelt haben. Dies wurde dann auf die Glut gelegt und hat somit die Glut bis zum nächsten Morgen erhalten und das Entfachen eines neuen Feuers einfacher gemacht.

1200px-Schuh

Jetzt haben wir Herbst und diese Jahreszeit bringt uns wieder vermehrt Regen und Nebel. Unsere Schuhe werden nass. Also greife ich nach Zeitungspapier und stecke es in die Schuhe, denn es nimmt die Nässe auf und lässt unsere Schuhe wieder trocknen.
Da das Zeitungspapier auch unangenehme Gerüche aufnehmen kann, wird es auch in trockene Schuhe gesteckt, ins Katzenklo gelegt oder sogar ins Gemüsefach im Kühlschrank.

1200px-Situation 3

Aber auch im Garten kann es seine Anwendung finden. Dann nämlich, wenn keine Unkrautfolie zur Hand ist oder man ganz einfach nur das Geld dafür sparen will. Als Schicht zwischen Erde und Rindenmulch wird es zum effektiven Unkrautstopp.

Im Frühjahr, wenn sich doch noch einmal der Frost ansagen sollte, kann man die bereits gesetzten Pflanzen vor dieser Kälte schützen.

Äpfel, die man im Herbst geerntet hat und in Zeitungspapier wickelt, sind auch im Frühjahr noch knackig und frisch.

Ebenso kann man mit Zeitungspapier die Mülltonne auslegen, um Feuchtigkeit damit aufzufangen.

Als Handwerker weiß man seine Dienste ebenfalls zu schätzen. Beim Streichen z. B. verhindert es, dass Farbtropfen auf Stellen gelangen, die nicht gestrichen werden sollen.  Die Kinder legen beim Malen mit Wasserfarben den Tisch damit aus und selbst Büchern kann es als schützender Einband dienen.

1200px Geschenk

Warum sollte man nicht auch einmal ein Geschenk damit einpacken und anschließend mit schönen Schleifen verzieren?!

1200px-Paeckchen

Als Ersatz für die Luftpolsterfolie kann es weiterhin beim Verschicken von Päckchen dienen und beim Umzug lassen sich mit Hilfe von Zeitungspapier die eingewickelten Gläser oder Geschirrteile vor dem Zerbrechen schützen.

Oben auf die (Küchen-) Schränke gelegt, verhindern sie das Ablagern von Staub und Fett.

Unser Zeitungspapier ist in gewisser Hinsicht nahezu ein Alleskönner und vielseitig einsetzbar. Und selbst wenn wir es in der Papiertonne entsorgen, wird es einer Wiederverwertung zugeführt.

Einfach super, – unser Zeitungspapier!

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12 Kommentare

  1. Liebe Astrid,
    einige dieser Möglichkeiten nutze ich auch, um das Zeitungspapier noch nutzbringend zu verwenden. Z.B. die Fensterscheiben polieren, es gibt nichts besseres, finde ich. Aber auch das ausstopfen von nassen Schuhen und Stiefeln bringt Erfolg! Schön, dass du einmal alle Möglichkeiten aufgeführt hast!
    Herzliche Grüße
    Regina

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Regina,
      ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob ich alle Einsatzmöglichkeiten des Zeitungspapiers genannt habe. Die Möglichkeit, die Brigitte noch erzählt hat, war mir zum Beispiel noch neu.
      LG
      Astrid

  2. Hallo Astrid,
    ich frage mich gerade, warum du diesen Beitrag mit mehr als zehn Zeilen über die Wegwerfgesellschaft anfängst, um dann zu schreiben „doch hierum geht es heute an dieser Stelle nicht.“ Das finde ich irgendwie merkwürdig.
    Deine Ideen zum Papierrecycling gefallen mir dagegen. Einige nutze ich auch gerne. Nur beim Fensterputzen bin ich anderer Meinung. Mein Mann macht das leider auch, und ich frage mich ernsthaft, warum jemand Druckerschwärze auf einer gerade frisch geputzten Scheibe verteilen will.
    Interessant finde ich die Sache mit dem Aufnehmen von Gerüchen. Das ist mir tatsächlich neu. Legst du das Zeitungspapier unter die Streu ins Katzenklo oder schredderst du es und gibst es zur Streu dazu? Und funktioniert das wirklich? Dann wäre es tatsächlich eine Überlegung wert, sich einen preiswerten Papierschredder zuzulegen. In der Praxis hatte ich sowas, privat bislang nicht. Du bringst mich da auf eine Idee 🙂
    Herzliche Grüße
    Elke
    PS.: Habe mich gerade auch wieder total dem Schreiben „verschrieben“ 😉

    • Astrid Berg sagt

      Hallo Elke,
      ich bedanke mich für Dein aufmerksames Lesen. Du hast recht, meine Einleitung war etwas lang und vielleicht ein wenig irreführend.
      Das Fenster mit Zeitungspapier streifenfrei zu bekommen, funktioniert prima.
      Das Zeitungspapier kommt als Lage unter das Katzenstreu. Geschreddert unter das Streu zu mischen, ist eine neue Idee von Dir und die habe ich noch nicht versucht. Allerdings muss ich auch gestehen, dass unser Lottchen eine Drinnen-Draußen-Katze ist und ihr Geschäft überwiegend in der freien Natur verrichtet. Meist steht das Katzenklo nur zur „Dekoration“ in der Ecke. Sie nutzt es vielleicht vier- oder fünfmal im Jahr.
      Aber Du kannst es ja mal mit dem Schreddern probieren. Es würde mich interessieren, ob es funktioniert. Vielleicht hast Du gerade eine neue und marktreife Erfindung gemacht 😉
      LG
      Astrid

  3. Liebe Astrid, herzlichen Gruß.
    Aufsaugbares Zeitungspapier ist bei mir knapp, weil wir keine Tageszeitung abonniert haben, so muß ich immer die Wochenzeitung aus dem Kiez aufheben, um damit öfter mal die große Plaste-Flaschentasche neu auslegen zu können. Ja, Zeitungspapier ist gut und vielfältig einsetzbar.
    Als Kind bekam ich Zeitungspapier um die Füße, zwischen 2 Paar Socken in die Wander-Lederstiefel oder Skistiefel. Ich hatte nie kalte Füße und nasse auch nicht. Später dann, nahm ich Toilettenpapier, denn die Wander-Leder-Skistiefel waren ja nicht gefüttert, aber ließen auch keine Nässe durch, weil sie eingefettet wurden.
    Zeitungspapier hält warm.
    Tschüssi, winke, winke, Brigitte

    • Astrid Berg sagt

      Hallo liebe Brigitte,
      das ist ja ein toller Kommentar von Dir. Das kannte ich noch nicht, dass man das Zeitungspapier zwischen zwei Socken um die Füße wickelt. Echt erfinderisch und eine prima Idee, die zudem auch noch kostengünstig ist. Das war bestimmt in Kriegszeiten, oder? Ich muss direkt mal bei meiner Mutter nachfragen, ob sie so etwas aus ihrer Kindheit auch kennt.
      Danke für Deinen ergänzenden Beitrag zu meinem Artikel.
      LG und allzeit warme Füße
      Astrid

  4. Liebe Astrid,
    genau das haben wir auch immer gemacht.
    Fenster, Schuhe ausgestopft.
    Zeitungspapier in den Eimer für Bio-Abfall.
    liebe Grüße Bärbel

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Bärbel,
      im Bioeimer ist das Zeitungspapier sehr nützlich, denn es stoppt nicht nur die Gerüche, sondern nimmt auch die auftretende Feuchtigkeit auf.
      Danke, für Deinen netten Kommentar.
      LG
      Astrid

    • Astrid Berg sagt

      Hallo Klaus,
      das kam mir so in den Sinn, weil ich wieder einmal Zeitungspapier in die Papiertonne geworfen habe.
      LG
      Astrid

  5. Also ich finde deine Einleitung passend und nicht irreführend (zwinkern) und all das, was du aufgeführt hast, habe ich mit Zeitungspapier schon gemacht, außerdem nicht nur für das Katzenklo verwendet, sondern auch für den Vogelkäfig. Interessant sind auch die Kommentare und die Erinnerung von Brigitte.
    Und Bioabfall in Zeitungspapier hatte ich auch gemacht, ebenso wie Brikett über Nacht eingwickelt in die Schlagzeilen von gestern?
    Und auch interessante Zeitungsartikel habe ich ausgeschnitten (siehe Katzenmarei)
    Jetzt habe ich leider keine Zeitung mehr, lese das Neueste immer im Internet.
    Aber das ist krankheitsbedingt, da ich ja gehbhindert seit einem Schlaganfall bin und meinen Papierkrorb nicht mehr raustragen kann und mein lieber Mann ja auch nicht mehr das ist. Und in dieser Situation ist das Internet für mich wirklich toll. Ich sage immer, es ist das Tor zur Welt für mich.
    .LGLore

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Lore,
      das Internet hat schon was Tolles an sich. Es ist tatsächlich ein Blick in die Welt. Es vermittelt ein Gefühl der großen weiten Welt, an der man teilhaben kann. Allerdings hat es ebenso wie alles andere auch Nachteile.
      An den Vogelkäfig habe ich gar nicht gedacht, aber es stimmt hierfür ist unser Zeitungspapier bestens geeignet. Ich freue mich, dass Du praktisch schon alles ausprobiert hast, was ich beschrieben habe. Gefreut habe ich mich auch, dass Du den Trick mit dem Brikett und dem Zeitungspapier kennst.
      LG
      Astrid

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