Meine Plauderecke
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Geschmacksveränderung

Wie heißt es denn so schön:
„Über Geschmack lässt sich streiten!“
Oder lustiger ausgedrückt:
„Die Geschmäcker der Gestecker  sind unterschiedlich.“
Streiten möchte ich mich nicht, aber trotzdem möchte ich ein bisschen über den Geschmack mit Euch plaudern.
Hierbei geht es mir nicht darum, ob das Kleid der Nachbarin gefällt oder nicht. Es geht auch nicht darum, ob Ihr einen ähnlichen Weingeschmack habt wie ich. Trotzdem beginne ich dieses Thema mit dem Wein:

Genießt man in fröhlicher Runde, im Urlaub, in einer schönen Umgebung oder Atmosphäre etc. ein Gläschen Wein, das besonders gut mundet, möchte man diesen Geschmack gerne mit nach Hause nehmen und das Geschmackserlebnis sozusagen wiederholen. Man besorgt sich ein Fläschchen des köstlichen Weins, nimmt es mit, um dieses Getränk an einem gemütlichen Abend gemeinsam mit dem Partner im Wohnzimmer zu genießen. Und siehe da:

Irgendetwas hat sich verändert. Der Wein schmeckt anders.

Gut?

Naja, eigentlich hat man schon besseren Wein getrunken.

Seltsam!?

Oder ein anderes Beispiel:

Man ist beispielsweise im Ausland und kauft sich ein Andenken. Einen traditionell verzierten Krug, ein gemaltes Bild, eine handgefertigte Decke oder ein ähnliches Mitbringsel. Manchmal hat man auch schon eine Idee, wo es im eigenen Heim einen Platz finden soll. Nur, wenn man dieses besagte Etwas dann zu Hause auspackt, ist eine sonderbare Geschmacksveränderung eingetreten:

Das Mitbringsel passt überhaupt nicht in das eigene Heim, gefällt auch nicht mehr so richtig und man fragt sich, wie und wann diese Geschmacksveränderung eingetreten ist.

Habt Ihr auch schon dieses Phänomen erlebt?

Woran mag das liegen?

Haben wir unseren Geschmack so schnell verändert?

Sind unsere Geschmacksnerven irgendwie umprogrammiert?

Warum passiert das immer wieder?

Was macht Ihr im Falle einer Geschmacksveränderung mit dem jeweiligen Mitbringsel? Entsorgen? Im Keller oder auf dem Dachboden deponieren,…?

Trifft das immer zu oder gibt es auch Ausnahmen, bei denen keine Geschmacksveränderung eintritt?

Lasst uns einfach ein bisschen darüber plaudern!

 

 

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9 Kommentare

  1. Liebe Astrid,
    ich denke, Urlaubsstimmung ist ein bisserl wie Verliebtheit, es werden Glückhormone ausgeschüttet, da wird vieles mit der rosaroten Brille gesehen, die Luft duftet, der Wein schmeckt, und das Essen erst! Oh, und all die hübschen Dinge, die es hier zu sehen gibt, ein Traum!
    Beim Nachhausekommen flaut zuweilen die verliebte hormonelle Verblendung wieder ab – wie auch manche Schwärmerei für einen Menschen wieder vergeht. Manche Liebe aber bleibt, und das kann sich auch auf Souvenirs beziehen.
    Ich kaufe an Urlaubsorten nur noch sehr wenig – meistens Schmuck oder ein Kleidungsstück, das in meine Garderobe passt,und damit bin ich zumeist lange glücklich und zufrieden. Es ist aber auch schon passiert, dass ich etwas, das mir gefiel, nur fotografiert habe, anstatt es zu kaufen – und daheim dachte ich mir dann beim Betrachten des Fotos: Ich Idiotin! Warum habe ich das nicht mitgenommen!?! 😉
    Herzliche Rostrosengrüße, Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2018/09/1-gugelhupf-3-spatsommer-outfits-1.html

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Traude,
      das ist ein toller Vergleich und ich denke er trifft sogar zu.
      Wir nehmen meist Kleinigkeiten als Mitbringsel für Freunde oder Angehörige aus dem Urlaub mit. Nach Kleidern und Schmuck halte ich immer gerne Ausschau. Ist ein schönes Stück dabei, achte ich darauf, dass es zu mir passt und auch zu Hause gut getragen werden kann.
      Ich wünsche Dir einen angenehmen Tag und schicke Dir herzliche Grüße
      Astrid

  2. Liebe Astrid, sei herzlich gegrüßt.
    Kann wieder im Bloggerland unterwegs sein, Sohnemann hat das Internet-Problem gelößt.
    Urlaubs-Mitbringsel waren bei uns nicht so angesagt.
    Einkaufsbummel wurden nie gemacht. Wir wanderten und schauten uns Heimatmuseen an, Kirchen und die Gegend, Ortschaften und Städte.
    Tschüssi bis zum nächsten Mal, alles Gute wünscht Brigitte.

    • Astrid Berg sagt

      Liebe Brigitte,
      schön, dass alles wieder mit dem Bloggen funktioniert. Allerdings mussste ich bei Dir lesen, dass nicht alles so erfreulich ist. Das tut mir leid und ich hoffe, dass sich bald alles wieder klärt und Frieden einkehrt.
      LG
      Astrid

  3. Liebe Astrid,
    mit dem Wein hatten wir das gleiche Erlebnis. Zuhause fehlt einfach die Urlaubsstimmung, der nette Freundeskreis, den wir im Urlaub kennen gelernt haben.

    Aber auch zuhause im Alltag gibt es Geschmacksveränderungen. Ich meine vor allem die Lieblingsfarben. Als wir vor Jahren in unsere neue Wohnung eingezogen sind, war Blau meine Lieblingsfarbe. Habe alles in Blau ausgestattet, vom Teppich bis zu den Glaskugeln am Weihnachtsbaum. Heute bin ich total weg von dieser Farbe.

    Liebe Grüße
    Traudi

    • Astrid Berg sagt

      Oh ja, vor diesen Geschmacksveränderungen ist man niemals gefeit. Sie können uns immer und überall erwischen. Meine Lieblingsfarbe war einst Rot. Ich liebe Rot immer noch, allerdings nicht mehr so extrem. Im Grunde genommen liebe ich alle bunten Farben, denn sie machen das Leben lebendig und heiter.
      Ich wünsche Dir einen bunten und fröhlichen Tag
      Astrid

  4. ein weitergeleiteter Kommentar von meiner Mama:

    Liebe Astrid,

    plaudern ist doch immer schön, manchmal kommt man aber einfach nicht zu Wort oder wird im Redefluß unterbrochen. Hach, das passiert hier garantiert nicht und ich rede somit frei von der Leber weg. Also, ich bin immer eine Spontane, Mama sagte immer das Helgele muß ich bremsen, auch das Herz trägt sie auf der Zunge, denn früher fragte man immer gerne die Kinder aus, wenn man etwas familieäres wissen wollte. So ist es auch geblieben bis heute und daraus mußte ich lernen, immer eine Nacht darüber zu schlafen, um am anderen Tag festzustellen, daß sich jetzt alles etwas verändert darstellt.
    Zur Urlaubskaufssucht kann ich nicht viel beitragen, meist mußten doch die Kinderwünsche erfüllt werden und da gingen schon eine Menge Kreuzerle drauf, da konnte Mutti keine großen Ansprüche stellen und Vati als männlicher Urlauber hatte von Haus aus in seiner Bescheidenheit keine Wünsche anzumelden. Später machten wir keine Urlaube mehr und steckten alles was uns gefiel in Heim und Haus und Garten.
    Hier hatten wir etwas geschaffen, unseren eigenen Urlaubsort, sozusagen. Gerne schlafen wir in unserem eigenen Bett und so erkundeten wir nur die Gegend in unserem Umfeld, zu meist mit dem Fahrrad und dem Kaffeekrug mit Nachmittagskuchen in Helgas Körbchen. Der Bodensee war lange Zeit unser Wohnzimmer, im April/Mai zur Blütezeit der Obstbäume und im September nach Ferienende, wenn uns die rotbackigen Äpfel begrüßten. Dinge zu erwerben hatten wir nicht im Sinn, aber eine angeschwemmte Wurzel am Ufer oder ein besonders schöner Stein für den eigenen Garten, ja das machte uns Freude. Vielleicht ist es ja auch unser Jahrgang 1937 und 1939, wo es viele Entbehrungen gab, sowohl für uns Kinder und auch für unsere Eltern, daß wir so zurückhaltend sind.
    Du sprichst es ja an, wohin damit, wenn es nicht mehr dienlich ist, da sind wir wieder beim Generationenproblem jener die nix wegwerfen können. Sammler oder gar Messis sind wir nicht geworden, aber, um auf die Eingangsfrage zurückzukommen, ein Gläschen Wein auf dem Sofa….na wer wird denn das ausschlagen? 🍷Also wir nicht, Mainfranken rund um Würzburg hat sich gemausert, Frankenwein schmeckt nach Heimat und fruchtig, einfach köstlich.
    Danke, daß ich solange ohne Unterbrechung mit Euch plaudern durfte und laße herzliche Grüße da, als die Helga Mama

    • Astrid Berg sagt

      Oh, war das jetzt eine angenehme Plauderei.Ich habe nicht nur viel über Dich erfahren, sondern in diesem Kommentar stecken viele Anregungen für Geschichten. Das ist das Schöne am Plaudern, es regt die eigene Fantasie an.
      Hab herzlichen Dank für Deinen wunderschönen Kommentar und sei herzlich gegrüßt.
      Astrid

  5. So geht es mir oft mit Lebensmitteln. Im Urlaub lecker – daheim fehlt was. Fischbrötchen zum Beispiel. Hole ich sie hier auf dem Wochenmarkt, dann schmecken sie doch nicht so gut wie am Meer, wenn die Luft anders riecht.
    Oder Wein. An Rhein oder Mosel lecker – daheim irgendwie anders. Das Flair fehlt, die vielen Eindrücke ringsum.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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