Gedichte
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Tränenreiche Liebe

Dein Äußeres ist recht unscheinbar,
doch dein Inneres einfach wunderbar.
Unsere Begegnungen sind von Kürze,
doch in ihnen liegt immer wieder Würze.

Sei dir gewiss, ich brauche dich,
doch du bringst zum Weinen mich.
Kann trotzdem nicht lassen von dir,
auch wenn ich mit Tränen steh vor dir.

Ich versuche mich zu schützen,
doch leider will alles nichts nützen.
Ich bin dir ausgeliefert völlig machtlos,
unsere Beziehung ist niemals problemlos.

Pelle ich dich aus deiner Haut,
dein Inneres mich unschuldig anschaut.
Nun kann ich machen, was ich will,
die Tränen fließen heimlich und still.

Ich dir energisch zu Leibe rücke
und mein Messer ich nun zücke.
Ich schniefe unweigerlich vor mich hin,
obwohl ich nichts Böses habe im Sinn.

In Würfeln, Streifen oder Scheiben,
man kann dich auch gerne zerreiben,
zu Salat, Soße, Fleisch, Suppe -ein Genuss,
niemals wirst du mir zum Überdruss.

Meine tränenreiche Liebe ist dir gewiss,
gibst den Gerichten den richtigen Biss.
Die Rezepte sind da sehr flexibel,
wenn es geht um dich,-liebe Zwiebel.

 

 

 

 

 

 

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7 Kommentare

  1. Was hat sieben Häute und beißt alle Leute? Die Zwiebel! Das war zu Kindertagen ein Rätsel. Aber ohne Zwiebel geht vieles nicht und manche sind echt so stark, dass man einfach heulen muss beim Schneiden. Habe gerade auch eine geschnippelt für Hackepeter, aber die war zum Glück mild.
    Liebe Abendgrüße von Kerstin.

  2. Liebe Astrid, herzlichen gute Nacht-Gruß.
    Mal was Anderes, ein Zwiebelgedicht. Ab der 2. Strophe war es mir klar. Tolles Gedicht.
    Das Zwiebelschneiden hat mir erstaunlicherweise noch nie Probleme gemacht. Als Diätassistentin war das ja auch immer eine meiner tägl. Arbeitsgänge.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, tschüssi Brigitte.

  3. Ein Gedicht zur Zwiebel, wirklich toll 🙂
    Und genau getroffen, gerade die Sache mit den Tränen erlebe ich auch immer, wenn Zwiebel geschnitten werden, dann muss ich das Weite suchen *lach*

    Liebe Grüße
    Björn 🙂

  4. Moin liebe Astrid,
    was für ein schönes „Liebes-Gedicht“ für die Zwiebel :-))

    Naja ich liebe die Zwiebel nicht gerade, muss auch immer dabei weinen, aber sie gehört halt in so manches Essen und Salat.
    Meistens überlasse ich meinen Mann das schneiden, dem macht das nichts aus.

    Liebe Grüße
    Biggi

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