Dies & Das und sonst noch Was 2018, Gedichte

Tränenreiche Liebe

Dein Äußeres ist recht unscheinbar,
doch dein Inneres einfach wunderbar.
Unsere Begegnungen sind von Kürze,
doch in ihnen liegt immer wieder Würze.

Sei dir gewiss, ich brauche dich,
doch du bringst zum Weinen mich.
Kann trotzdem nicht lassen von dir,
auch wenn ich mit Tränen steh vor dir.

Ich versuche mich zu schützen,
doch leider will alles nichts nützen.
Ich bin dir ausgeliefert völlig machtlos,
unsere Beziehung ist niemals problemlos.

Pelle ich dich aus deiner Haut,
dein Inneres mich unschuldig anschaut.
Nun kann ich machen, was ich will,
die Tränen fließen heimlich und still.

Ich dir energisch zu Leibe rücke
und mein Messer ich nun zücke.
Ich schniefe unweigerlich vor mich hin,
obwohl ich nichts Böses habe im Sinn.

In Würfeln, Streifen oder Scheiben,
man kann dich auch gerne zerreiben,
zu Salat, Soße, Fleisch, Suppe -ein Genuss,
niemals wirst du mir zum Überdruss.

Meine tränenreiche Liebe ist dir gewiss,
gibst den Gerichten den richtigen Biss.
Die Rezepte sind da sehr flexibel,
wenn es geht um dich,-liebe Zwiebel.

 

 

 

 

 

 

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16 Kommentare

  1. Was hat sieben Häute und beißt alle Leute? Die Zwiebel! Das war zu Kindertagen ein Rätsel. Aber ohne Zwiebel geht vieles nicht und manche sind echt so stark, dass man einfach heulen muss beim Schneiden. Habe gerade auch eine geschnippelt für Hackepeter, aber die war zum Glück mild.
    Liebe Abendgrüße von Kerstin.

    • Astrid Berg sagt

      Ja, dieses Rätsel aus Kindertagen kenne ich auch noch. Komisch, ich kann mich nicht erinnern, dass ich als Kind geweint hätte, wenn meine Mutter Zwiebeln geschnitten hat. Wahrscheinlich war ich dann immer gerade draußen zum Spielen. 🙂 Außerdem habe ich meine Liebe zur Zwiebel 😉 erst später als Erwachsene entdeckt.
      LG
      Astrid

  2. Liebe Astrid, herzlichen gute Nacht-Gruß.
    Mal was Anderes, ein Zwiebelgedicht. Ab der 2. Strophe war es mir klar. Tolles Gedicht.
    Das Zwiebelschneiden hat mir erstaunlicherweise noch nie Probleme gemacht. Als Diätassistentin war das ja auch immer eine meiner tägl. Arbeitsgänge.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, tschüssi Brigitte.

    • Astrid Berg sagt

      Vielleicht hast du ja unbewusst einen Trick, wie die Zwiebel Dich nicht zum Weinen bringt?! Vielleicht schützt Dich aber auch Deine Brille.
      Sei herzlich gegrüßt und hab einen schönen Wochenteiler
      Astrid

  3. Hihi, das kennt wohl jeder, schön hast du es in ein Gedicht verpackt, liebe Astrid!
    Herzliche Grüße
    Regina

    • Astrid Berg sagt

      Danke, liebe Regina. Entweder sind die Zwiebeln heutzutage schärfer geworden oder meine Augen empfindlicher. Früher hatte ich nämlich nur selten solche Probleme beim Zwiebelschneiden. Ich heule fast immer still und leise vor mich hin 🙂 .
      LG
      Astrid

    • Astrid Berg sagt

      Weinst Du auch immer oder lässt Du Zwiebelschneiden?
      Ich schicke liebe Grüße und wünsche Dir noch eine gute restliche Woche.
      Astrid

  4. Ein Gedicht zur Zwiebel, wirklich toll 🙂
    Und genau getroffen, gerade die Sache mit den Tränen erlebe ich auch immer, wenn Zwiebel geschnitten werden, dann muss ich das Weite suchen *lach*

    Liebe Grüße
    Björn 🙂

    • Astrid Berg sagt

      Aha, jetzt hast Du Dich verraten 😉 . Du überlässt also diese Aufgabe lieber jemand anders 🙂 . Schlau! 🙂
      LG
      Astrid

    • Astrid Berg sagt

      Willkommen im Club, liebe Kerstin 😉 . Die Zwiebel hat es einfach auf uns Frauen abgesehen :-).
      LG
      Astrid

  5. Moin liebe Astrid,
    was für ein schönes „Liebes-Gedicht“ für die Zwiebel :-))

    Naja ich liebe die Zwiebel nicht gerade, muss auch immer dabei weinen, aber sie gehört halt in so manches Essen und Salat.
    Meistens überlasse ich meinen Mann das schneiden, dem macht das nichts aus.

    Liebe Grüße
    Biggi

    • Astrid Berg sagt

      Das ist eine kluge Entscheidung, liebe Biggi. Da wir Silvester Gäste zum Racletteessen hatten und ich mich noch nicht ganz von meinem Infekt erholt hatte, übernahm mein Mann die Vorbereitungen und damit auch die Sache mit dem Zwiebelschneiden. Ich habe ihn in Anbetracht der Menge nicht beneidet 🙂 .
      LG
      Astrid

  6. Liebe Astrid,
    ich glaube so schön wurde die Zwiebel bislang noch nie „besungen“. Dabei hat sie es wirklich verdient – ich mag dieses tolle Gemüse auch gern, und angeblich versorgt es den Körper mit den wichtigsten Vitaminen. Es heißt, wenn man wenig zu essen hat, können einen Zwiebel über die schwerste Zeit retten und man bleibt dabei gesund…
    Dank dir sehr für deine lieben Zeilen bei mir! „Von Weihnachten bis Silvester krank“ und dann auch noch full house klingt weniger gut – aber zum Glück geht es dir jetzt wieder besser – und bleibst hoffentlich auch im weiteren 2018er-Jahr gesund! (Im Notfall: viele Zwiebeln essen ;-))
    Herzliche Rostrosengrüße,
    Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2018/01/anl-25-3-neue-herausforderungen-bei-anl.html

    • Astrid Berg sagt

      Ich danke Dir, liebe Traude.
      Ja, die Zwiebel sorgt auch für unsere Gesundheit, – in vielerlei Hinsicht. Ich glaube, man kann mit ihr auch einen Hustensaft zubereiten. Sie meint es ja gut mit uns, aber sie ärgert uns auch immer 😉 .
      LG
      Astrid

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