<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss"
	xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#"
	>

<channel>
	<title>Geschichte &#8211; life tells stories</title>
	<atom:link href="https://lifetellsstories.de/tag/geschichte/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://lifetellsstories.de</link>
	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
	<lastBuildDate>Fri, 05 Feb 2021 14:33:28 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">123020734</site>	<item>
		<title>Was hat Oma Hildi angestellt? (1)</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/was-hat-oma-hildi-angestellt/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/was-hat-oma-hildi-angestellt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2021 14:31:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[anstellen]]></category>
		<category><![CDATA[Bäcker]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Geschwister]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Mund]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=6952</guid>

					<description><![CDATA[Enkelkinder sind neugierig. So auch Oma Hildis Enkel. Er ist bereits ein Schulkind und möchte keine erfundene Gutenachtgeschichte hören, sondern eine aus dem wahren Leben. Deshalb versucht er mit einem kleinen Trick Oma Hildi Geschichten aus ihrer Kindheit zu entlocken.  „Mama und Papa sagen, ich sei früher ein kleiner Schlingel gewesen, weil ich Papa mit der Zange in den Popo gezwickt habe, als er auf der Leiter stand. Warst du auch so ein Schlingel oder warst du immer brav?“ „Eigentlich war ich immer brav, soweit ich mich erinnern kann…,“, meint die Großmutter schmunzelnd. „Bis auf ein- oder zweimal vielleicht.“ Dieser letzte Satz lässt den Enkel aufhorchen. Er will das jetzt ganz genau wissen. „Nun sag schon. Was hast du angestellt?“ „Ach, du weißt ja sicher, dass ich noch einen Bruder und eine Schwester hatte. Ich war die Jüngste von uns Dreien und somit das Nesthäkchen, wie man so schön sagt.“ „Dann bist du wohl genauso verwöhnt worden, wie ich als Einzelkind“, sagt der Enkel hoffnungsvoll. „Naja, manchmal haben sie mich ein bisschen verwöhnt, aber es &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Enkelkinder sind neugierig. So auch Oma Hildis Enkel. Er ist bereits ein Schulkind und möchte keine erfundene Gutenachtgeschichte hören, sondern eine aus dem wahren Leben. Deshalb versucht er mit einem kleinen Trick Oma Hildi Geschichten aus ihrer Kindheit zu entlocken.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">„M</span>ama und Papa sagen, ich sei früher ein kleiner Schlingel gewesen, weil ich Papa mit der Zange in den Popo gezwickt habe, als er auf der Leiter stand. Warst du auch so ein Schlingel oder warst du immer brav?“<br />
„Eigentlich war ich immer brav, soweit ich mich erinnern kann…,“, meint die Großmutter schmunzelnd. „Bis auf ein- oder zweimal vielleicht.“<br />
Dieser letzte Satz lässt den Enkel aufhorchen. Er will das jetzt ganz genau wissen.<br />
„Nun sag schon. Was hast du angestellt?“<br />
„Ach, du weißt ja sicher, dass ich noch einen Bruder und eine Schwester hatte. Ich war die Jüngste von uns Dreien und somit das Nesthäkchen, wie man so schön sagt.“<br />
„Dann bist du wohl genauso verwöhnt worden, wie ich als Einzelkind“, sagt der Enkel hoffnungsvoll.<br />
„Naja, manchmal haben sie mich ein bisschen verwöhnt, aber es war ja Krieg damals und man kann das schwer mit heutzutage vergleichen. Meine Eltern haben schon sehr darauf geachtet, dass wir auch teilen gelernt haben. Naja, ich war ja noch klein und manchmal vergisst<span class="Apple-converted-space">  </span>man das auch…“<br />
„Aha, ich ahne da etwas!“ Erwartungsvoll blickt der Enkelsohn seine Oma an, die auch gleich weitererzählt.<br />
„Eigentlich waren die Beiden ja auch irgendwie selbst schuld. Ich war ja noch so klein, vielleicht drei Jahre. Aber das weiß ich nicht mehr so genau. Auf jeden Fall hatten sie ein bisschen Geld, das für uns alle bestimmt war. Nicht viel, nur ein paar Pfennige. Aber sie reichten aus, um sich etwas etwas zu kaufen, das es nicht alle Tage gab. Vielleicht kannst du dir denken, was das war?!“<br />
„Ich weiß nicht. Mama sagt immer, man muss nicht jeden Tag Süßigkeiten haben.“<br />
„Da liegst du gar nicht so falsch. Meine Geschwister haben mir das Geld in die Hand gedrückt und mich zum Bäcker um die Ecke geschickt. Dort sollte ich Schokolade kaufen.“<br />
„Oh, oh! Und du hast das Geld verloren?“, fragt der Enkel.<br />
„Aber nein!“, Oma schaut fast ein wenig entsetzt. „Das Geld habe ich ganz fest gehalten, als ich zum Laden gelaufen bin. Die Bäckersfrau hat mich gekannt und mir sogar etwas mehr Schokolade für mein Geld gegeben. Sie hat mich sogar daran erinnert, dass ich mich beeilen sollte, damit die Schokolade nicht in meiner Hand zerschmilzt. Auf dem Heimweg hatte ich es allerdings nicht mehr so eilig wie auf dem Hinweg. Ich habe mir nämlich überlegt, dass ich ja lieber meinen Anteil schon essen sollte, damit er nicht schmilzt. Die Schokolade hat so gut geschmeckt. Richtig lecker. Ich glaube fast, ich habe nie mehr wieder so köstliche Schokolade gegessen.“<br />
„Weißt du noch welche Marke es war“, erkundigt sich ihr Zuhörer.<br />
„Nein, ich konnte damals doch noch nicht lesen und sie war ja auch gar nicht eingepackt, sie lag nur lose in einer kleinen Papiertüte. Jedenfalls war mein Anteil sicher in meinem Bauch gelandet und weil die Bäckersfrau mir ja mehr gegeben hatte, dachte ich mir ich könnte sicherheitshalber diesen Teil auch noch essen. Davon wussten meine Geschwister ja nichts und so würden sie ihn auch nicht vermissen. Sicher ist Sicher, dachte ich mir und stopfte die Schokolade in mich hinein.“<br />
„Hast du kein Bauchweh davon bekommen?“<br />
„Das nicht, ich kann mich zumindest nicht daran erinnern. Im Gedächtnis ist mir etwas ganz anderes geblieben.“<br />
„Und was?“<br />
„Die entsetzten Gesichter meiner Geschwister als ich endlich nach einer Ewigkeit zu Hause ankam.“<br />
„Wieso?“<br />
„Naja, zum Einen, weil alles rund um meinen Mund total schokoladenverschmiert war…“<br />
„Und zum anderen?“, will der Enkel wissen.<br />
„… weil die Tüte vollkommen leer war.“<br />
„Ohje, das hat wohl Ärger gegeben.“<br />
„Das kannst du aber glauben“, bestätigt Oma Hildi. „Die Schokolade, die ich ein paar Wochen später von meiner Patentante zum Geburtstag geschenkt bekam, musste ich abgeben und bekam selbst nur ein winziges Stückchen davon ab.“<br />
„Richtig so!“, schallt es von der Kinderzimmertür her. Dort steht nämlich Opa, der den letzten Teil der Geschichte mitgehört hat. „Das sollten wir auch einführen, denn Oma futtert mir immer die ganze Schokolade weg und ich finde dann nur noch die leere Verpackung. Leider verrät sie sich nicht mehr durch einen schokoladenverschmierten Mund.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das auch noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/gut-gemeint/">Gut gemeint</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/babette-und-der-schneemann/">Babette und der Schneemann</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/was-hat-oma-hildi-angestellt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>8</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6952</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Mein schönstes Herbstkleid</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/mein-schoenstes-herbstkleid/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/mein-schoenstes-herbstkleid/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2020 18:14:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Blätter]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Kleid]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>
		<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=6796</guid>

					<description><![CDATA[Mißmutig schlendert Martin den Weg entlang. Er hat es überhaupt nicht eilig, denn nach dem Wochenende muss er seinen Aufsatz abgeben und er hat noch kein einziges Wort geschrieben. „Und es wird auch kein Wort dazukommen!“, schimpft er und kickt einen Stein in die nächste Ecke.  „Immer diese blöden Aufsätze mit den noch blöderen Themen. ‚Mein schönstes Ferienerlebnis‘, ‚Mein lustigstes Erlebnis‘ ,Frühling, Sommer, Herbst und Winter’, und so weiter, und so weiter…. Als wenn es nichts anderes auf der Welt gäbe.“ Dieses Mal ist der Herbst dran. Sie sollen eine ganz persönliche Herbstgeschichte schreiben. Vom Drachensteigen will schon Hugo, sein Banknachbar, erzählen. Das wäre was gewesen, weil er nämlich ganz allein einen tollen Drachen gebaut hat, den er beim nächsten Herbstwind steigen lassen will. Aber das hat Hugo schon letztes Jahr gemacht und davon will er nun berichten. Also ist für Martin diese Idee schon mal hinfällig. Yvonne hat im Herbst Geburtstag und erzählt wahrscheinlich von ihrer letzten Geburtstagsfeier. Alex stellte bei einer Kindergartenaufführung mal einen Baum im Herbststurm dar und wird darüber schreiben. Aber &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mißmutig schlendert Martin den Weg entlang. Er hat es überhaupt nicht eilig, denn nach dem Wochenende muss er seinen Aufsatz abgeben und er hat noch kein einziges Wort geschrieben.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„U</span>nd es wird auch kein Wort dazukommen!“, schimpft er und kickt einen Stein in die nächste Ecke.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Immer diese blöden Aufsätze mit den noch blöderen Themen. ‚Mein schönstes Ferienerlebnis‘, ‚Mein lustigstes Erlebnis‘ ,Frühling, Sommer, Herbst und Winter’, und so weiter, und so weiter…. Als wenn es nichts anderes auf der Welt gäbe.“<br />
Dieses Mal ist der Herbst dran. Sie sollen eine ganz persönliche Herbstgeschichte schreiben. Vom Drachensteigen will schon Hugo, sein Banknachbar, erzählen. Das wäre was gewesen, weil er nämlich ganz allein einen tollen Drachen gebaut hat, den er beim nächsten Herbstwind steigen lassen will. Aber das hat Hugo schon letztes Jahr gemacht und davon will er nun berichten. Also ist für Martin diese Idee schon mal hinfällig. Yvonne hat im Herbst Geburtstag und erzählt wahrscheinlich von ihrer letzten Geburtstagsfeier. Alex stellte bei einer Kindergartenaufführung mal einen Baum im Herbststurm dar und wird darüber schreiben. Aber Martin hat keinen blassen Schimmer wovon er berichten soll. Der Herbst ist für ihn einfach nur eine Jahreszeit ohne große Bedeutung.<br />
„Geh nach draußen in den Park und beobachte das Treiben um dich herum und die schöne Natur, dann wird dir schon was einfallen“, hatte ihm sein größerer Bruder geraten.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Bah! Toller Rat. Als ich im Park ankam, zogen dunkle Wolken auf und es fing an zu schütten. Das einzige Ergebnis war, dass ich pitschnass nach Hause kam und ich mir einen Schnupfen angelacht hatte.“<br />
Gut, darüber könnte man notfalls schreiben, aber irgendwie empfand Martin die Sache ziemlich langweilig.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Das reißt doch niemand vom Hocker“, meint er zu seiner Oma, der er beim Mittagessen sein Herz ausschüttet.<br />
„Da hast du allerdings recht!“, pflichtet sie ihm bei.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Worüber würdest du denn schreiben?“, fragt Martin in der Hoffnung auf einen tollen Vorschlag.<br />
„Ach“, lächelt Oma und bekommt plötzlich einen ganz verträumten Blick. „Ich würde von meinem schönstes Herbstkleid erzählen.“<br />
„Oma!“, ruft Martin entsetzt aus. „Ich ziehe doch keine Kleider an, ich bin ein Junge, falls du es noch nicht bemerkt haben solltest!“<br />
„Ja, ja, aber komm trotzdem mal mit!“, fordert sie ihren Enkel auf, der durch das geheimnisvolle Verhalten seiner Oma neugierig geworden ist.<br />
Oma steigt gefolgt von Martin die Stufen zum Keller hinab und geht geradewegs auf einen alten Schrank zu. Sie öffnet die rechte Schranktür und Martin sieht Wintermäntel, Stiefel und zwei Kleiderhüllen, die dort auf den Bügeln hängen. Bei einer von den Kleiderhüllen zieht Oma nun den Reißverschluss auf und holt etwas heraus.<br />
Martin sieht ein zartes, schwarzes Kleid aus weich fließendem Stoff mit weit fallendem Rock und aufgedruckt leuchtend orange-und rötlichen Herbstblättern. Fast ehrfurchtsvoll streicht seine Oma den Stoff glatt und Martin spürt, dass dies tatsächlich etwas ganz Besonderes sein muss.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Das ist ein hübsches Kleid“, meint er und lächelt seiner Oma zu.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ja und es gehört zu meiner ganz persönlichen Geschichte und damit auch zu deiner Geschichte“, erklärt sie Martin. „Aber lass uns wieder nach oben gehen.“<br />
Martins Großmutter hängt das Kleid zurück in den Schrank und beide gehen nach oben ins Wohnzimmer.<br />
Martin setzt sich voller Erwartung auf das Sofa, denn er hofft, dass Oma ihm diese ganz persönliche Geschichte erzählt.<br />
„Weißt du, mein Junge, auch deine Großmutter war einmal jung. Vor vielen Jahren trug ich dieses Kleid. Es war auf einem Fest. Tanz in den Herbst, so hatten sie es genannt. Deine Uroma hatte mir extra dafür dieses Kleid geschneidert. Ich war gerade einmal 18 Jahre jung.<span class="Apple-converted-space">  </span>Gleich beim ersten Tanz wurde ich von einem feschen jungen Mann aufgefordert, der mir sofort sympathisch war. Wir tanzten den gesamten Abend zusammen und beim Abschied verabredeten wir uns für das darauffolgende Wochenende. Dreimal darfst du raten, wer mein Tanzpartner war!“<br />
„Ich glaube“, meint Martin, „ich brauche nicht zu raten. Das kann nur Großvater gewesen sein!“<br />
„Ja, mein Junge! Und es war Liebe auf den ersten Blick und zwar nicht nur bei ihm, sondern auch bei mir hat es sofort gefunkt. Dieses Kleid wird mich immer daran erinnern“, sagt die Großmutter und kommt Martin plötzlich wie ein verliebtes junges Mädchen vor.<br />
„Oma, hast du ein Foto, das dich in diesem Kleid zeigt?“<br />
„Ja, irgendwo muss ich noch eines haben. Lass uns mal in diesem Fotoalbum nachsehen.“<br />
Am späten Nachmittag marschiert Martin mit dem Foto in der Hand nach Hause. Jetzt hat er keine schlechte Laune mehr. Im Gegenteil. Seinen Aufsatz wird er gleich nachher mit Freude im Herzen schreiben. Nun hat er eine ganz persönliche Herbstgeschichte, denn ohne diese wäre er nicht da.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/spaziergang-durch-den-branitzer-park/">Spaziergang durch den Branitzer Park</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/vom-winde-verweht/">Vom Winde verweht</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/nebel/">Nebel</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/mein-schoenstes-herbstkleid/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6796</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Opa erzähl mir eine Geschichte</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/opa-erzaehl-mir-eine-geschichte/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/opa-erzaehl-mir-eine-geschichte/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2020 19:08:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Großvater]]></category>
		<category><![CDATA[Stiel]]></category>
		<category><![CDATA[Teich]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
		<category><![CDATA[Zimmer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=6432</guid>

					<description><![CDATA[Sabinchen ist bei ihren Großeltern zu Besuch. Papa und Mama haben sie am Wochenende zu Opa und Oma gebracht, wo sie eine ganze Woche bleiben darf. Nun ist sie schon den dritten Tag hier und es gefällt ihr richtig gut. Gemeinsam unternehmen sie viel und so kommt bei Sabinchen keine Langeweile auf. Mit ihren fünf Jahren ist sie an allem interessiert und fragt den Opa gerne Löcher in den Bauch, wie er immer so schön sagt.  Gerade haben sie draußen im Garten gegrillt, aber jetzt muss sie leider ins Bett, dabei fühlt sie sich kein bisschen müde. Wie Kinder nun mal so sind, probiert auch Sabine alle möglichen Ausreden aus, aber es hilft nichts. Die Großeltern schicken sie zum Zähneputzen ins Bad. „Wenn du fertig bist, dann rufst du. Ich komme zum Gute-Nacht-Sagen noch mal ganz kurz nach oben“,schlägt Opa Friedrich vor.  „Ich gebe dir jetzt schon den Gutenachtkuss“, meint Oma Erika und drückt Sabine einen zarten Kuss auf die Wange. „Ich muss nämlich noch das ganze Chaos in der Küche beseitigen und die Spülmaschine &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sabinchen ist bei ihren Großeltern zu Besuch. Papa und Mama haben sie am Wochenende zu Opa und Oma gebracht, wo sie eine ganze Woche bleiben darf. Nun ist sie schon den dritten Tag hier und es gefällt ihr richtig gut. Gemeinsam unternehmen sie viel und so kommt bei Sabinchen keine Langeweile auf. Mit ihren fünf Jahren ist sie an allem interessiert und fragt den Opa gerne Löcher in den Bauch, wie er immer so schön sagt.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">G</span>erade haben sie draußen im Garten gegrillt, aber jetzt muss sie leider ins Bett, dabei fühlt sie sich kein bisschen müde. Wie Kinder nun mal so sind, probiert auch Sabine alle möglichen Ausreden aus, aber es hilft nichts. Die Großeltern schicken sie zum Zähneputzen ins Bad.</p>
<p>„Wenn du fertig bist, dann rufst du. Ich komme zum Gute-Nacht-Sagen noch mal ganz kurz nach oben“,schlägt Opa Friedrich vor.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Ich gebe dir jetzt schon den Gutenachtkuss“, meint Oma Erika und drückt Sabine einen zarten Kuss auf die Wange. „Ich muss nämlich noch das ganze Chaos in der Küche beseitigen und die Spülmaschine einräumen.“<br />
Es dauert gar nicht lange, da tönt der Ruf durch das Haus:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Opa, kommst du?!“</p>
<p>Wie versprochen erscheint der Großvater im alten Kinderzimmer von Sabines Mutter. Das Mädchen sitzt aufrecht im Bett und bettelt:</p>
<p>„Bitte, bitte erzähl mir noch eine Geschichte. Ich bin nämlich überhaupt noch nicht müde.“</p>
<p>„Aber höchstens für 5 Minuten“, lässt sich der Großvater erweichen. „Länger sollte eine Gute-Nacht-Geschichte nicht dauern.“</p>
<p>„Na gut“, willigt Sabinchen ein.</p>
<p>„Worüber soll ich denn erzählen?“, möchte Opa Friedrich wissen.</p>
<p>„Von einem Blümchen“, sagt die Kleine sofort. „Ich habe nämlich im Garten eine schöne gelbe Blume entdeckt. Sie wächst direkt bei dem kleinen Teich.“</p>
<p>Opa Friedrich überlegt. Im Moment gibt es ja nur wenige Frühlingsblüher und so weiß er eigentlich sofort welche Blume seine Enkeltochter meint.</p>
<p>„Hat sie viele kleine gelbe Blüten, die oben auf einem langen dünnen Stiel wachsen?“, vergewissert er sich.</p>
<p>„Ja, genau!“</p>
<p>„Das ist ein Schlüsselblümchen. Ich mag diese Frühlingsblümchen sehr gerne. Als ich noch ein Kind war, ungefähr so alt wie du“, beginnt er zu erzählen, „da gab es eine große Wiese in der Nähe meines Elternhauses. Dort durften wir Kinder immer spielen. Im Frühjahr war sie ganz gelb. Auf ihr blühten viele, viele Schlüsselblumen. Damals habe ich meiner Mutter einen dicken Strauß geschenkt. Heute sind diese Blümchen seltener geworden und stehen unter Naturschutz.“<br />
Sabine hört ganz genau zu und stellt dann eine Frage:</p>
<p>„Warum heißen sie denn eigentlich ‚Schlüsselblumen‘?“</p>
<p>„Weil sie gewissermaßen einem Schlüsselbund gleichen. Ihre kleinen Blüten sind so angeordnet wie die vielen einzelnen Schlüssel an einem Schlüsselbund. Manche Menschen nennen sie auch Himmelsschlüssel.“</p>
<p>„Ein Schlüssel, um den Himmel aufzuschließen. Wer soll das denn machen?“, fragt Sabine neugierig.</p>
<p>„Naja, es gibt eine Legende*, die sagt, dass der Heilige Petrus die Schlüssel zu der Himmelspforte besitzt. Er hat sie immer gut gehütet, damit sie ihm niemand wegnehmen kann. Trotzdem berichtete man ihm eines Tages, dass irgendwelche Übeltäter sich einen Nachschlüssel angefertigt hätten. Das war keine gute Nachricht und Petrus erschrak sehr. Er begann vor Schreck zu zittern und so entglitten ihm die Schlüssel. Der Schlüsselbund fiel und fiel. Immer tiefer und tiefer, bis er schließlich auf die Erde plumpste. Da lag er nun.“</p>
<p>„Oh nein!“, ruft Sabine erschrocken aus. „Das ist ja schrecklich. Mama hat mal ihren Autoschlüssel verloren. Sie war völlig verzweifelt und hat überall gesucht. Gefunden hat sie ihn schließlich in Papas Jackentasche. Da war Mama wieder glücklich und hat sich riesig gefreut.“</p>
<p>Sabinchen schaut ihren Opa an und hofft, dass die Geschichte weitergeht. Doch Opa Friedrich lächelt und schweigt. Er will damit seine Enkelin noch ein wenig auf die Folter spannen, was auch die Wirkung nicht verfehlt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Hat denn Petrus seinen Himmelsschlüssel auch wieder bekommen“, fragt Sabine aufgeregt.</p>
<p>„Naja, zuerst war er mal weg und guter Rat war teuer. Aber zum Glück hatte einer der Engel alles genau beobachtet und gesehen, wo der Schlüsselbund gelandet war“, berichtet Opa Friedrich.</p>
<p>“Er flog schnell und zielgerichtet hinunter zur Erde. Inmitten einer Wiese sah er ihn in der Frühlingssonne glitzern. Er hob ihn auf und brachte ihn Petrus wieder zurück in den Himmel.“</p>
<p>„Und was hat das mit den schönen gelben Schlüsselblümchen zu tun?“</p>
<p>„Stell dir vor!“, flüstert Opa Friedrich geheimnisvoll. „Dort, wo der Schlüssel die Erde berührt hat, genau an dieser Stelle blühten plötzlich wunderschöne gelbe Blümchen. Die Schlüsselblümchen. Die Himmelsschlüssel sind sozusagen zu Blumen geworden.“</p>
<p>„Ist das eine schöne Geschichte“, gähnt Sabinchen. „Morgen werde ich sie nochmal ganz genau betrachten und für Mama und Papa ein Bild malen“, beschließt das kleine Mädchen bevor es vom Schlaf übermannt wird. Großvater Friedrich schleicht sich leise aus dem Zimmer und schließt lächelnd die Tür.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-fliederbaeumchen/">Die Fliederbäumchen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/tim-und-tom/">Tim und Tom</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* Hier findet man die Legende und viel Wissenswertes zum Thema &#8222;Schlüsselblume&#8220;:</p>
<p>vgl.: https://www.beetfreunde.de/schluesselblumen-himmelsschluessel/</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/opa-erzaehl-mir-eine-geschichte/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6432</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Lass es dir schmecken! (1)</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/lass-es-dir-schmecken-1/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/lass-es-dir-schmecken-1/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jul 2018 20:45:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Brei]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Problem]]></category>
		<category><![CDATA[Schleim]]></category>
		<category><![CDATA[schmecken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=5250</guid>

					<description><![CDATA[Wieder einmal ist meine Mutter zu Besuch. Gerade haben wir zu Mittag gegessen und sie sitzt mir gegenüber. Heute gab es nur mal etwas Schnelles, aber nicht minder Leckeres, nämlich eine Broccolisuppe. Und dann noch einen Nachtisch, so wie ihn jeder mag. Zur Auswahl stehen eine kleine Quarkspeise und ein kleiner Becher kalter Grießbrei.  Ich greife ganz automatisch zur letzteren Auswahlmöglichkeit und wünsche meiner Mutter einen guten Appetit: „Lass es Dir schmecken!“ Nachdem sie mir dasselbe gewünscht hat, erinnert sie sich:  „Du hast schon immer gerne Grießbrei gegessen.&#8220; Ich ahne schon, dass jetzt eine kleine Anekdote aus meiner frühen Kindheit folgt, an die ich mich selbst nicht mehr erinnern kann. Allerdings habe ich sie schon so oft gehört, dass ich mich inzwischen bildlich als noch nicht einmal Einjährige vor meinem inneren Auge sehe. Auch in dieser Vorstellung sitzt mir meine Mutter gegenüber und schaut mich an. Sie hält einen Löffel in der Hand und vor mir steht ein gefüllter Teller. Man muss jetzt sicher nicht viel überlegen, um zu erraten, dass es sich bei der &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wieder einmal ist meine Mutter zu Besuch. Gerade haben wir zu Mittag gegessen und sie sitzt mir gegenüber. Heute gab es nur mal etwas Schnelles, aber nicht minder Leckeres, nämlich eine Broccolisuppe. Und dann noch einen Nachtisch, so wie ihn jeder mag. Zur Auswahl stehen eine kleine Quarkspeise und ein kleiner Becher kalter Grießbrei.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong><br />
<span class="dropcap">I</span>ch greife ganz automatisch zur letzteren Auswahlmöglichkeit und wünsche meiner Mutter einen guten Appetit:<br />
„Lass es Dir schmecken!“<br />
Nachdem sie mir dasselbe gewünscht hat, erinnert sie sich:<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Du hast schon immer gerne Grießbrei gegessen.&#8220;<br />
Ich ahne schon, dass jetzt eine kleine Anekdote aus meiner frühen Kindheit folgt, an die ich mich selbst nicht mehr erinnern kann. Allerdings habe ich sie schon so oft gehört, dass ich mich inzwischen bildlich als noch nicht einmal Einjährige vor meinem inneren Auge sehe. Auch in dieser Vorstellung sitzt mir meine Mutter gegenüber und schaut mich an. Sie hält einen Löffel in der Hand und vor mir steht ein gefüllter Teller. Man muss jetzt sicher nicht viel überlegen, um zu erraten, dass es sich bei der Speise um Grießbrei handelt.<br />
„Du warst als Kind so ein kleiner Suppenkasper, der nicht alles gegessen hat“, erklärt mir meine Mutter. &#8222;Das war ich ja schon gewöhnt von dir.&#8220;<br />
„Das scheint sich wohl vererbt zu haben, denn das Problem hatte ich bei unserem Sohn auch“, gebe ich ihr grinsend zu verstehen.<br />
„Deshalb habe ich dir dann halt das gegeben, was du gerne mochtest.“<br />
Ich nicke ihr zustimmend zu, weil ich im Grunde genommen die Geschichte schon kenne und mich in derselben Lage als Mutter befunden habe.<br />
„Das war halt zum Beispiel der gute Grießbrei.“<br />
Inzwischen ist meine Mutter tief in ihren Erinnerungen versunken.<br />
„Ich habe dich gefüttert, aber bereits bei dem ersten Löffel hast du alles wieder herausgedrückt. Beim zweiten Versuch, zu dem ich dich trickreich und liebevoll quasi überreden musste, hast du nur: &#8218;Brrrr!&#8216; gemacht und der Grießbrei ist durch die Gegend gespritzt.“<br />
„Kein Wunder!“, sage ich, um mich im Nachhinein gewissermaßen noch zu verteidigen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Meine Mutter geht jedoch gar nicht auf meine Äußerung ein, sondern erzählt einfach weiter.<br />
„Der dritte Löffel ging gar nicht mehr. Du hast einfach den Mund nicht mehr aufgemacht. Ich war schon ganz verzweifelt und meinte nur: ’Ach Astridchen, willst du jetzt den guten Grießbrei auch nicht mehr essen? Komm, nimm noch einen Löffel für den Papa.&#8216; Es war aber absolut nichts mehr zu machen. Dein Mund blieb fest verschlossen und du hast das getan, was kleine Kinder ziemlich schnell können, nämlich den Kopf geschüttelt.“<br />
Plötzlich setzt meine Mutter ein Grinsen auf, das sich aber sogleich in einen mitleidigen Gesichtsausdruck verwandelt.<br />
„Weil ich mir diese Sache nicht erklären konnte, nahm ich den Löffel und führte ihn zu meinem Mund. Tja, und nun wusste ich warum du deinen geliebten Grießbrei nicht essen wolltest. Ich hatte anstelle von Zucker Salz hineingeben.“<br />
Meine Mutter hält einen kurzen Moment inne, bevor sie weiter berichtet.<br />
„&#8217;Ach, arme Astrid!&#8216;, hab ich zu dir gesagt. &#8218;Das kann man ja auch nicht essen. Es ist alles gut. Die Mama kocht dir einen neuen Brei, aber dieses Mal mit Zucker.&#8217;“<br />
Anscheinend habe ich mich von diesem einmaligen Geschmackserlebnis nicht abschrecken lassen, denn ich mag Grießbrei noch heute und ab und zu koche ich mir dann auch eine ordentliche Portion davon. Unser Sohn isst ihn ebenfalls gerne, mein Mann allerdings nicht. Und meine Mutter zieht Reisbrei eindeutig vor. Im Krankenhaus, wenn man zum Beispiel nach einer OP gefragt wird, ob man Grießbrei oder Haferschleim möchte, gibt es für mich nur eine Antwort. Für meine Mutter auch. Allerdings ziehe ich das erste und meine Mutter das zweite Angebot vor.<br />
„Aber heute magst du ihn nicht mehr ganz so dick wie in Kinderzeiten?!“<br />
Einerseits klingt dieser Satz meiner Mutter nach einer Frage, aber anderseits auch nach einer Feststellung.<br />
„Nein!“, lache ich. „So fest muss die Konsistenz nicht mehr sein.“<br />
„Als Kind hast du immer zu mir gesagt: ‚Mach ihn aber richtig fest.’“<br />
„Ja!“, bestätige ich. „Ich wollte, dass der Löffel darin steckenbleibt. &#8211; So hat er mir eben am besten geschmeckt und so hat halt jeder seine Vorlieben, aber auch seine Abneigungen gegenüber bestimmten Speisen, die ein Leben lang bestehen bleiben.“<br />
Anscheinend ahnt meine Mutter, dass auch ich eine Episode aus meiner Kindheit zu erzählen habe, die sie allerdings nicht hautnah miterlebt hat und die ich möglicherweise auch noch nicht erzählt habe. Vielleicht hat sie es aber auch nur vergessen. Sie schaut mich zumindest etwas verwundert an und erwartet meine Geschichte….</p>
<p style="text-align: center;">… Fortsetzung folgt …</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wenn-zwei-traeumen/">Wenn Zwei träumen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/lieber-wettermacher/">Lieber Wettermacher!</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/1174-knut-knopf/">Knut Knopf</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Das Beitragsbild habe ich von einem Poster in einem Restaurant abfotografiert. Mir ist der Künstler etc. nicht bekannt.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/lass-es-dir-schmecken-1/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5250</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Onkel Emil und der Pfeil des Amor</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/onkel-emil-und-der-pfeil-des-amor/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/onkel-emil-und-der-pfeil-des-amor/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Apr 2018 22:01:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Amor]]></category>
		<category><![CDATA[Blumenstrauß]]></category>
		<category><![CDATA[Chauffeur]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Häuptling]]></category>
		<category><![CDATA[Hexenschuss]]></category>
		<category><![CDATA[Pfeil]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=5079</guid>

					<description><![CDATA[Jens und Jenny machen gemeinsam mit ihren Eltern einen Verwandtenbesuch bei Großtante Else und Großonkel Emil. Obwohl der Onkel sonst immer so ein lustiger Typ ist, treffen sie ihn an diesem Tag zunächst etwas mürrisch in seinem Lieblingssessel an. Er hat eine starke und schmerzhafte Muskelverspannung und erzählt den Kindern, dass er von einer Hexe mit einem Giftpfeil angeschossen wurde. Die Beiden sind etwas skeptisch, denn eigentlich wissen sie, dass es gar keine Hexen gibt. Nachdem Tante Else dieses kleine Missverständnis und die Herkunft dieses Begriffs aufgeklärt hat, meint ihr Mann: „Ich sag es doch, ich habe einen Hexenschuss!“  Und fast schon ein wenig beleidigt fügt Onkel Emil hinzu: „Aber wenn ihr mir sowieso nicht glaubt, dann wollt ihr bestimmt auch nicht die Geschichte vom Pfeil des Amor hören, der mich mitten ins Herz traf, als ich Tante Else das erste Mal sah.“ Mit seinen Worten entfacht er natürlich die Neugier der Kinder, die ihn aber trotzdem etwas ungläubig anschauen. „Willst du uns jetzt erzählen, dass dich ein Indianerhäuptling mit Pfeil und Bogen angeschossen hat? &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jens und Jenny machen gemeinsam mit ihren Eltern einen Verwandtenbesuch bei Großtante Else und Großonkel Emil. Obwohl der Onkel sonst immer so ein lustiger Typ ist, treffen sie ihn an diesem Tag zunächst etwas mürrisch in seinem Lieblingssessel an. Er hat eine starke und schmerzhafte Muskelverspannung und erzählt den Kindern, dass er von einer Hexe mit einem Giftpfeil angeschossen wurde. Die Beiden sind etwas skeptisch, denn eigentlich wissen sie, dass es gar keine Hexen gibt. Nachdem Tante Else dieses kleine Missverständnis und die Herkunft dieses Begriffs aufgeklärt hat, meint ihr Mann:</strong><br />
<span class="dropcap">„I</span>ch sag es doch, ich habe einen Hexenschuss!“<span class="Apple-converted-space">  </span>Und fast schon ein wenig beleidigt fügt Onkel Emil hinzu: „Aber wenn ihr mir sowieso nicht glaubt, dann wollt ihr bestimmt auch nicht die Geschichte vom Pfeil des Amor hören, der mich mitten ins Herz traf, als ich Tante Else das erste Mal sah.“<br />
Mit seinen Worten entfacht er natürlich die Neugier der Kinder, die ihn aber trotzdem etwas ungläubig anschauen.<br />
„Willst du uns jetzt erzählen, dass dich ein Indianerhäuptling mit Pfeil und Bogen angeschossen hat? Also Onkel Emil, du flunkerst uns doch schon wieder etwas vor“, sagt Jens und macht dabei ein sehr ernstes Gesicht.<br />
„Nein nein, das würde ich doch niemals tun“, beschwichtigt Onkel Emil den Jungen. „Ihr könnt mir glauben. Allerdings war es kein Indianer und ein Häuptling schon gar nicht. Es war ein halbwüchsiger Knabe mit Pfeil und Bogen und er traf mich auf einer Geburtstagsfeier mitten ins Herz.“<br />
„Das glaube ich jetzt aber auch nicht“, meint Jenny, „und solche schrecklichen Geschichten mag ich sowieso nicht. Dann gehe ich lieber zu Tante Else in die Küche.“<br />
„Na warte doch mal!“, ruft Onkel Emil das Mädchen zurück. „Es ist keine gruselige Geschichte und sie wird dir bestimmt gefallen.“<br />
„Gut, aber wenn es brutal und gefährlich wird, gehe ich raus!“, erklärt Jenny.<br />
Inzwischen haben sich die Kinder vor dem Sessel auf dem Teppich niedergelassen und schauen den Großonkel erwartungsvoll an.<br />
„Es ist inzwischen schon fast fünfzig Jahre her. Ich war damals noch ein junger Bursche und verdiente gerade mein erstes Geld. In einer Möbelfabrik hatte ich gerade eine Ausbildung als Schreiner gemacht. Der Besitzer des Unternehmens war ein sehr reicher Mann. Er hatte auch zu Hause in seinem Privathaushalt viele Bedienstete, &#8211; einen Gärtner, eine Haushaltshilfe und sogar einen Chauffeur. Obwohl er reich war, bildete er sich darauf nichts ein. Er war sehr freundlich, auch zu uns Arbeitern. So bedankte er sich<span class="Apple-converted-space"> </span>einmal im Jahr mit einer kleinen Betriebsfeier bei seinen Mitarbeitern. Auch in diesem besagten Jahr stand eine Feier an. Da wir aus sicherer Quelle erfahren hatten, dass er zwei Tage zuvor Geburtstag hatte, wollten wir Arbeiter ihn mit einer kleinen Darbietung überraschen. Es war eine Art Zirkusvorstellung, die wir eingeprobt hatten. Es wurde jongliert, auf einem Seil balanciert, auf einem Einrad umhergefahren und der Pudel eines Kollegen machte ein paar Kunststückchen, die er ihm beigebracht hatte.“<br />
„Und wo waren die Indianer oder die Pfeilschützen? Und was hast du gemacht?“, will Jenny wissen. <span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Langsam, langsam. Das erfahrt ihr alles noch“, sagt Onkel Emil und plötzlich zieht ein Lächeln über sein Gesicht. „Mich bat man den Clown zu spielen, da alle meinten, ich hätte das Talent dafür.“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Du musst unbedingt auf unserer nächsten Geburtstagsfeier auch als Clown kommen. Bitte, Onkel Emil!“, fleht Jenny den älteren Mann an.<br />
„Psst!“, zischt Jens seiner Zwillingsschwester zu. „Lass ihn doch erzählen!“<br />
Onkel Emil nickt und berichtet weiter.<br />
„Natürlich wurde auch mit Pfeilen geworfen, aber die trafen mich nicht und schon gar nicht mitten in mein Herz.“<br />
Onkel Emil räuspert sich durch die Erinnerungen sichtlich gerührt.<br />
„Der Gärtner, der als Zauberer auftreten wollte, wurde leider krank. Er hatte sich so stark erkältet, dass er mit Fieber im Bett lag. Die Zeit reichte leider nicht mehr aus, dass ein anderer seine Kunststückchen einstudieren konnte. Aber seine Tochter, war gerade aus dem Internat gekommen und sie erklärte sich bereit eine Tanzdarbietung zu machen. Ich hatte sie noch nie zuvor gesehen. Wir waren uns alle nicht so sicher, was sie darbieten würde und ob es das Richtige war. Aber wir ließen uns darauf ein und wollten uns ebenso überraschen lassen wie unser Chef.“<br />
„Und das war Tante Else!“, ruft Jenny begeistert aus und klatscht in die Hände.<br />
„Jetzt sei doch endlich still!“, ermahnt Jens. „Wenn du nicht still zuhören kannst, dann kommst du nächstes Jahr auch nicht in die Schule!“<br />
„Entschuldigung!“ Jenny hält sich erschrocken die Hand vor den Mund und nimmt sich vor, nun nicht mehr dazwischen zu reden.<br />
„Die Tanzdarbietung sollte die erste Nummer unserer Vorführung sein. Doch die Tänzerin war noch nicht da. Wir waren schon alle sehr nervös und befürchteten, dass die Gärtnerstochter uns versetzen würde. Schon erklangen die ersten Töne des Liedes, zu dem sie tanzen wollte. Und da trat sie von der Seite her auf die Bühne. Mir stockte der Atem. Sie war in ihrem langen blau-weißen Kleid so schön wie eine Prinzessin. Ich konnte die Augen nicht mehr von ihr wenden, als sie mit leichten Schritten fast schwebend über die Bühne tänzelte. Ja, und da spürte ich plötzlich den Pfeil des Amor mitten in meinem Herz.“<br />
„Ohje! Wo kam der denn so plötzlich her?“ Jenny ist entsetzt. „Du hättest sterben können!“<br />
„Du bist doch ein kleines Dummerchen!“, ruft Jens seiner gleichaltrigen Schwester zu. „Du kommst ganz sicher nicht nächstes Jahr in die Schule!“<br />
„Du bist gemein!“<br />
„Nein, ich bin nur schlauer als du! Ich hab es nämlich kapiert.“<br />
„Ich hab genau aufgepasst und Onkel Emil hat noch nichts von dem bösen Jungen mit dem Pfeil erzählt!“, gibt Jenny ihrem Bruder beleidigt zu verstehen.<br />
„Jetzt streitet euch nicht, Kinder“, versucht der Großonkel zu schlichten. „Der Knabe kam ja auch ganz plötzlich und ich habe ihn weder gesehen, noch erwartet. Niemand hat ihn bisher gesehen, nur gespürt.“<br />
„Ist er unsichtbar? Ach das ist schon wieder so eine erfundene Geschichte. Ich glaube jetzt gar nichts mehr!“<br />
Jenny will schon aufstehen, da entdeckt sie die Mutter im Türrahmen.<br />
„Bleib ruhig da, Jenny“, fordert diese ihre Tochter auf. „Diesen Knaben kann man tatsächlich nur spüren und dieser Pfeil ist nichts anderes, als die Liebe, die den Betreffenden mitten ins Herz trifft. Onkel Emil hat sich in das hübsche Mädchen, also in Eure Tante Else ganz plötzlich und unerwartet verliebt. Man sagt dann, dass Amor, der Liebesbote, ihn mit seinem Pfeil mitten ins Herz getroffen hat. Verletzt wird dabei niemand, aber das Herz beginnt ganz schnell und tüchtig zu schlagen, wenn man verliebt ist.“<br />
„Ja genau so war es. Und dann macht man lauter verrückte Dinge. Ich zum Beispiel bin in meinem Clownkostüm zu ihr auf die Bühne gesprungen.“<br />
„Und hast sie geküsst?!“, will nun auch Jens wissen.<br />
„Nein, das hätte ich mich nicht getraut. Aber ich habe den Blumenstrauß ergriffen, der eigentlich für den Chef bestimmt war und habe ihn ihr überreicht. Sie hat mich angelächelt und schüchtern ihre Augen niedergeschlagen.“<br />
„Und dann?“<br />
„Dann habe ich ihr jedes Jahr bis zum heutigen Tag einen großen bunten Blumenstrauß geschenkt. Im dritten Jahr habe ich ihr beim Überreichen der Blumen eine Frage gestellt, die sie strahlend mit Ja beantwortet hat.“<br />
„Was wolltest du denn von ihr wissen?“<br />
„Ach Jenny, ahnst du das immer noch nicht?“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Der Zwillingsbruder ist sehr verwundert über seine gleichaltrige Schwester.<br />
„Na, ob sie Onkel Emil heiraten will, das ist doch klar.“<br />
„Das hab ich mir schon gedacht, du Schlaumeier!“, rügt Jenny ihren Bruder. „Ich wollte es nur von Onkel Emil hören.“<br />
„Ja, ich habe ihr einen Heiratsantrag gemacht!“, bestätigt der Onkel die Vermutung und deutet mit der Hand in Richtung von Tante Else, die mittlerweile vor dem Wohnzimmertisch steht, auf dem sich ein großer bunter Blumenstrauß befindet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/unser/">Unser zweites Kennenlernen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-sache-mit-der-vorahnung/">Die Sache mit der Vorahnung</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/stock-und-weisser-bart/">Stock und weißer Bart</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/onkel-emil-und-der-pfeil-des-amor/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>8</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5079</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Der Lümmel aus der letzten Bank</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/der-luemmel-aus-der-letzten-bank/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/der-luemmel-aus-der-letzten-bank/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2016 22:01:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Blätter]]></category>
		<category><![CDATA[Donnerwetter]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lümmel]]></category>
		<category><![CDATA[Schulzeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=3747</guid>

					<description><![CDATA[Da ich mich ja nun auch von meinen Sommererinnerungen an Rhodos verabschiede und endlich hier im Herbst ankommen muss, kommt mir die folgende Geschichte gerade recht. Sie ist wie ein kleiner Brückenschlag von einer Jahreszeit zur nächsten. Es ist eine Kindheitserinnerung meines Mannes, die er mir auf der Insel zum wiederholten Male erzählte. Warum sie ihm gerade im Sommerurlaub auf Rhodos wieder einfiel, kann ich Euch jetzt noch nicht verraten. Allerdings wird Euch diese Logik spätestens am Ende meiner Geschichte einleuchten. Also lasst Euch überraschen: Mein Mann hatte während seiner frühen Schulzeit schon einige Flausen im Kopf. Ich bin froh, dass dies unser Sohn nicht geerbt hat, jedenfalls sind mir keinerlei Klagen der Lehrer bekannt. Meine Schwiegereltern hingegen erfuhren bei Elternversammlungen gar manchen Unsinn ihres Sohnes. Wer hätte damals gedacht, dass aus ihm einmal ein Universitätsprofessor werden würde? Weder seine Eltern, noch seine damaligen Lehrer. „Ach ja, der Herbst und das Blättersammeln“, sagt mein Mann leicht verträumt, als wir durch die Hotelanlage spazieren. „Wirst du jetzt melancholisch?“, frage ich stirnrunzelnd. „Nö, das nicht, aber mir &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Da ich mich ja nun auch von meinen Sommererinnerungen an Rhodos verabschiede und endlich hier im Herbst ankommen muss, kommt mir die folgende Geschichte gerade recht. Sie ist wie ein kleiner Brückenschlag von einer Jahreszeit zur nächsten. Es ist eine Kindheitserinnerung meines Mannes, die er mir auf der Insel zum wiederholten Male erzählte. Warum sie ihm gerade im Sommerurlaub auf Rhodos wieder einfiel, kann ich Euch jetzt noch nicht verraten. Allerdings wird Euch diese Logik spätestens am Ende meiner Geschichte einleuchten. Also lasst Euch überraschen:</strong></p>
<p><span class="dropcap">M</span>ein Mann hatte während seiner frühen Schulzeit schon einige Flausen im Kopf. Ich bin froh, dass dies unser Sohn nicht geerbt hat, jedenfalls sind mir keinerlei Klagen der Lehrer bekannt. Meine Schwiegereltern hingegen erfuhren bei Elternversammlungen gar manchen Unsinn ihres Sohnes. Wer hätte damals gedacht, dass aus ihm einmal ein Universitätsprofessor werden würde? Weder seine Eltern, noch seine damaligen Lehrer.<br />
„Ach ja, der Herbst und das Blättersammeln“, sagt mein Mann leicht verträumt, als wir durch die Hotelanlage spazieren.<br />
„Wirst du jetzt melancholisch?“, frage ich stirnrunzelnd.<br />
„Nö, das nicht, aber mir fällt da nur gerade etwas aus meiner Schulzeit ein.“<br />
Ich schweige fein still, denn noch ahne ich nicht, worum es geht.<br />
„Ihr Grundschullehrer wollt doch immer, dass die lieben Schülerlein im Herbst Blätter sammeln.“<br />
„Ja, da kann man ganz tolle Projekte gestalten. Egal, ob in Kunst oder Biologie oder…“<br />
Mein Mann lässt mich gar nicht erst ausreden, sondern erzählt munter weiter.<br />
„Jahr für Jahr immer wieder und einmal wurde es mir zu bunt…“<br />
„Wie? Deine Blätter waren dir zu bunt?“, frage ich verwirrt.<br />
„Ach Quatsch, meine Blätter doch nicht. Die waren alles andere als bunt.“<br />
Inzwischen habe ich eine leise Ahnung, um welche Schandtat aus seiner Kindheit es sich handeln könnte. Immerhin sind wir schon seit 37 Jahren zusammen und da hat man sich schon viel erzählt. Ich lasse ihn aber weiter erzählen, denn ich liebe diese Geschichten.<br />
„Ich hatte einfach keine Lust Blätter zu sammeln. Zuerst jedenfalls und dann habe ich es schlichtweg vergessen oder vielleicht auch verdrängt. Keine Ahnung. Auf jeden Fall stand ich morgens im Schulhof mit meinen Kumpels zusammen und sie fragten mich beiläufig, ob ich denn auch meine Blätter mit hätte…“<br />
„Natürlich hatte Klein-Peter keine!“, lache ich.<br />
„Mhmh!“, nickt mein Mann grinsend. „Als ich in der Stunde dann verlegen auf meinem Stuhl hin und her rutschte, fragte mich der Lehrer, ob ich auf die Toilette müsste. Ich nickte und durfte gehen.“<br />
„Ja und?“<br />
„Als ich wieder ins Klassenzimmer kam, hatte ich meine Blätter dabei.“<br />
„Wieso? Warst du schnell am Schulhof sammeln?“, will ich wissen. Ich bin leicht irritiert. Sollte ich die Geschichte doch noch nicht kennen? Das wäre eigentlich recht unwahrscheinlich, aber immerhin möglich.<br />
„Nein! So weit musste ich gar nicht erst gehen“, erklärt er mir geheimnisvoll.  &#8222;Auf alle Fälle war ich so was von froh, als ich zurück ins Klassenzimmer kam.“<br />
„Dein Lehrer hat sich wohl gefreut, als er sah, dass selbst du deine Hausaufgaben, nämlich das Blättersammeln, ordentlich erledigt hattest?!“<br />
„Freude ist gar kein Ausdruck dafür!“, sagt mein Mann todernst.<br />
Ich hingegen kann mich nun nicht mehr vor Lachen halten, denn ich weiß inzwischen ganz genau, um welche Geschichte es sich handelt. Ich habe vor Lachen regelrecht Bauchschmerzen und japse nach Luft.<br />
„Los, erzähl weiter!“<br />
„Als ich so den Gang entlang schlenderte, der übrigens menschenleer war, da fiel mein Blick auf etwas, das ganz hinten in einer Ecke stand.“<br />
„Ja?!“, sage ich und gestikuliere, damit er weiter erzählt.<br />
„Da stand ein Gummibaum mit schönen Blättern. Die waren zwar nicht bunt, sondern grün, aber groß waren sie. Das hatte den Vorteil, dass ich nicht so viele benötigen würde, um mein Blatt damit zu bekleben. Also entblätterte ich den Gummibaum ein bisschen und steckte die Blätter unter meinen Pullover.“<br />
„Oh nein, der arme Gummibaum!“<br />
„Stimmt, es tat ihm wohl weh, denn er „blutete“!“<br />
„Und?“ Ich will wissen, wie es weiter ging.<br />
„Na, nichts und!“, sagt mein Mann. „Als der Lehrer sah, was ich da versuchte auf mein Zeichenblatt zu kleben, kam er sofort angerauscht. Erst fragte er mich scheinheilig, woher ich diese Blätter hätte. Dann rauschte er zur Tür hinaus, warf einen Blick um die Ecke und kam wieder herein gerauscht. Danach brach das Donnerwetter über mich herein. Das erste. Das zweite sollte später noch folgen.“<br />
„Hihi!“, lache ich schadenfroh.<br />
„Da brauchst du gar nicht lachen. Ich wurde verdonnert eine neue Pflanze zu besorgen. Das tat ich auch, indem ich heimlich mein Sparschwein leerte und eine Pflanze kaufte. Irgendwie tat mir die Sache ja auch leid.“<br />
„Richtig so!“, pflichte ich dem Lehrer und Peters schlechtem Gewissen bei.<br />
„Der Lehrer hat sich auch mächtig gefreut und ich dachte schon, damit wäre die Sache ein für alle Male erledigt.“<br />
„War es nicht?“<br />
„Nein, selbstverständlich nicht! Es war nur so eine Art ‚Ruhe vor dem Sturm‘. Das zweite Donnerwetter sollte noch folgen.“<br />
„Von den anderen Lehrern?“<br />
„Nein, von denen nicht“, sagt mein Mann und gönnt sich eine kurze Atempause. Wohl auch um die Spannung zu steigern, bevor er weiter spricht: „Allerdings war schon bald Elternabend angesagt und der Lehrer erzählte die Geschichte meinen Eltern. Da war was los, als sie heimkamen, kann ich dir sagen!“<br />
„Das kann ich mir vorstellen. Hast du Stubenarrest bekommen?“<br />
„Das weiß ich nicht mehr, aber der Donner klingt mir noch in den Ohren.“<br />
Tja und weil Schadenfreude bekanntlich die schönste Freude ist, laufen mir mittlerweile die Tränen vom Lachen über die Wangen. Als ich sie wegwische und wieder klar sehen kann, erkenne ich auch, warum Peter gerade in diesem Moment diese wohl einzigartige Schulgeschichte eingefallen ist. Wir stehen vor einer Vielzahl von riesigen Gummibäumen, die in der Wärme und dem Klima von Rhodos draußen in der Hotelanlage wachsen und prächtig gedeihen können.<br />
Ich schnappe mir also mein Handy und mache sofort ein paar Fotos von den Blättern, denn ich dachte mir, dass Euch diese Geschichte bestimmt gefällt. Also habe ich sie Euch mitgebracht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-3754 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-IMG_4130-225x300.jpg" alt="1200px-img_4130" width="225" height="300" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-IMG_4130-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-IMG_4130-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-IMG_4130-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-IMG_4130.jpg 1200w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><img decoding="async" class="alignright wp-image-3755 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-IMG_4137-225x300.jpg" alt="1200px-img_4137" width="225" height="300" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-IMG_4137-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-IMG_4137-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-IMG_4137-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-IMG_4137.jpg 1200w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das auch noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/felicita-und-der-mann-im-mond/">Felicitas und der Mann im Mond</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-schatten-der-krone/">Im Schatten der Krone</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-meerjungfraeulein/">Das Meerjungfräulein</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/der-luemmel-aus-der-letzten-bank/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>22</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">3747</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Gut gemeint</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/gut-gemeint/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/gut-gemeint/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2016 08:46:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Appetit]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[gut gemeint]]></category>
		<category><![CDATA[Junge]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
		<category><![CDATA[Reha]]></category>
		<category><![CDATA[Schokolade]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=3552</guid>

					<description><![CDATA[Wir bringen gerade meine Mutter nach Burg zur Reha. Dazu gehört natürlich auch ein gemeinsamer Gang durch die gesamte Anlage. Wo ist ihr Zimmer, wo das Schwesternzimmer, die Therapieräume, die Cafeteria und die Kantine? Selbstverständlich werfen wir auch einen Blick in die Aufenthaltsräume. Im Fernsehzimmer hängt ein großer Bildschirm an der Wand. Niemand sitzt in diesem Raum, wahrscheinlich haben sich alle schon fix und fertig von den Strapazen der Therapien in ihre Zimmer zurückgezogen. „Komm lass uns einen Moment hier hinsetzen“, schlägt meine Mutter vor. Mein Mann macht es sich sogleich in einem der Sessel gemütlich. Ich erblicke einen Getränkeautomaten im Raum und bitte meinen Göttergatten um einen kleinen Gefallen: „Kannst du mir eine Limo kaufen? Ich habe nämlich kein Kleingeld einstecken.“ Das macht er natürlich gerne und sich selbst zieht er auch noch ein kleines Leckerlie. Strahlend steht er vor mir und meiner Mutter. „Appetit auf ein kleines Stückchen Vollmilchschokolade?“, fragt er und verteilt auch schon die Köstlichkeit. „Mmh! Lecker!“, sage ich und schiebe mir die Schokolade in den Mund. Sie zergeht auf meiner &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir bringen gerade meine Mutter nach Burg zur Reha. Dazu gehört natürlich auch ein gemeinsamer Gang durch die gesamte Anlage. Wo ist ihr Zimmer, wo das Schwesternzimmer, die Therapieräume, die Cafeteria und die Kantine? Selbstverständlich werfen wir auch einen Blick in die Aufenthaltsräume.</strong><br />
<span class="dropcap">I</span>m Fernsehzimmer hängt ein großer Bildschirm an der Wand. Niemand sitzt in diesem Raum, wahrscheinlich haben sich alle schon fix und fertig von den Strapazen der Therapien in ihre Zimmer zurückgezogen.<br />
„Komm lass uns einen Moment hier hinsetzen“, schlägt meine Mutter vor. Mein Mann macht es sich sogleich in einem der Sessel gemütlich. Ich erblicke einen Getränkeautomaten im Raum und bitte meinen Göttergatten um einen kleinen Gefallen:<br />
„Kannst du mir eine Limo kaufen? Ich habe nämlich kein Kleingeld einstecken.“<br />
Das macht er natürlich gerne und sich selbst zieht er auch noch ein kleines Leckerlie. Strahlend steht er vor mir und meiner Mutter.<br />
„Appetit auf ein kleines Stückchen Vollmilchschokolade?“, fragt er und verteilt auch schon die Köstlichkeit.<br />
„Mmh! Lecker!“, sage ich und schiebe mir die Schokolade in den Mund. Sie zergeht auf meiner Zunge und hinterlässt das Verlangen nach einem weiteren Stückchen Schokolade. Obwohl jeder von uns noch einen Nachschub einfordert, bleibt noch ein kleiner Rest der Tafel Schokolade übrig, den mein Mann wieder ordentlich einpackt und mir überreicht.<br />
„Steck das doch mal in deine Handtasche! Bei mir schmilzt sie sonst nur in meiner Hosentasche.“<br />
Beim Anblick der eingewickelten köstlichen Schokolade und seinen Worten startet bei mir das Kopfkino. Bilder laufen vor meinem geistigen Auge ab, die zu einem Geschehen gehören, das sich vor schätzungsweise dreiundvierzig Jahren abgespielt hat.<br />
„Lange ist es her!“, denke ich „Und trotzdem sind diese Bilder immer noch in meinem Kopf präsent.“<br />
Zu diesem Zeitpunkt befinde ich mich im zarten Alter von dreizehn Jahren und damit in der Pubertät. Mädchen werfen in diesem Alter schon kichernd neugierige Blicke auf Jungs und diese haben wohl auch schon entdeckt, dass es zweierlei Geschlechter gibt. Vorsichtige Kontakte werden geknüpft und scheue Blicke ausgetauscht. Fragt man sich, wo die meisten dieser Kontaktaufnahmen wohl stattfinden, so stellt man fest, dass dies vielfach in der Schule passiert.<br />
Ja, auch die Bilder in meinem Kopf stammen aus der Schule:<br />
Sittsam und ordentlich sitze ich mit meinen Mitschülern im Klassenraum. Wir haben gerade Unterricht. Ich weiß zwar nicht mehr, um welches Unterrichtsfach es sich handelt, aber mit Sicherheit ist es keine Französischstunde, denn unser Französischlehrer hat kein Tuscheln geduldet. Und wir haben es in seinen Unterrichtsstunden auch nicht gewagt.<br />
„Hochinteressant kann der Unterricht wohl nicht gewesen sein“, überlege ich so, „denn sonst könnte ich mich auch daran erinnern. Stattdessen muss ich an einen Jungen denken.“<br />
Das stimmt jedoch auch nicht ganz genau. Nicht der männliche Mitschüler hat mich so stark beeindruckt, sondern etwas anderes, was ich all die vielen Jahre hinweg nicht vergessen habe.<br />
Unsere Schulbänke sind in der Hufeisenform angeordnet. Allerdings stehen innerhalb dieser Form an den beiden Längsseiten noch ein paar Einzeltische. Dies führt dazu, dass manche Schüler drei Nachbarn haben. Ich habe zum Beispiel links und rechts jeweils eine Freundin sitzen und an dem angrenzenden Tisch sitzt ein Klassenkamerad.<br />
„Er war ja sehr nett und immer zuvorkommend und höflich“, erinnere ich mich in Gedanken. „Und ich gefiel ihm wohl besonders. Naja, nun muss dieses Gefallen ja nicht immer auf beiden Seiten der Fall sein. Manchmal ist es einfach nur die Nase, die bei dem anderen nicht auf dem rechten Fleck zu sitzen scheint, zu dick oder zu lang ist. In diesem Fall war mir die Nase des männlichen Klassenkameraden einfach nur zu dick“, muss ich mir wiederum gedanklich eingestehen. Doch mein Kopfkino läuft unaufhaltsam weiter:<br />
Ich erkenne, wie der Junge sich zu mir herüber beugt und mit mir tuschelt. Ich sehe aber auch noch etwas anderes. Der besagte Klassenkamerad greift in seine Hosentasche und reicht mir etwas rüber. Es ist etwas, das ich im Grunde genommen sehr mag und unter anderen Umständen sicherlich nicht verschmäht hätte.<br />
Er hält in seiner Hand ein Stückchen Schokolade, das vermutlich schon den halben Tag in seiner Hosentasche verweilt hat. Dementsprechend sieht es auch leicht gequetscht und etwas weich aus.<br />
„Möchtest du ein bisschen Schokolade?“, flüstert er mir zu.<br />
Nun höre ich auch mich etwas sagen:<br />
„Nein danke! Ich habe jetzt keinen Hunger!“<br />
So ein Quatsch! Für Schokolade braucht man keinen Hunger zu haben, Appetit reicht vollkommen aus. Aber der Appetit vergeht, wenn man weiß, dass das Stückchen Schokolade schon stundenlang in der Hosentasche eines Klassenkameraden zart schmelzend seine Form verloren hat.<br />
Mein Kopfkino flackert jetzt nur noch schwach, aber ich sehe noch, wie der Junge leicht frustriert den Schokoladenriegel wieder in seiner Hosentasche verschwinden lässt. Dann ist die Kinovorstellung beendet und ich grinse in mich hinein. Aber anscheinend haben sich auch meine Mundwinkel leicht nach oben gezogen, denn mein Mann fragt plötzlich:<br />
„Was grinst du eigentlich die ganze Zeit so?“<br />
„Ach, das Stück Schokolade hat mich gerade an N. erinnert“, gestehe ich etwas verschämt, „den kennst du doch auch?“<br />
„Ach ja? Den haben wir schon ewig nicht mehr gesehen. Was er wohl macht? Aber was hat er mit meiner Schokolade zu tun?“<br />
„Das willst du wissen? Na dann“, antworte ich frech, „lies einfach meine Geschichte!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier gibt es noch mehr Schokolade:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/glueckshormone/">Glückshormone</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/danke-fuer-die-schokolade/">Danke für die Schokolade</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/besuch-einer-sizilianischen-schokoladenmanufaktur/">Besuch in einer sizilianischen Schokoladenmanufaktur</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/gut-gemeint/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>14</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">3552</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Biergartenerlebnis</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/biergartenerlebnis/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/biergartenerlebnis/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2016 22:31:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Biergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Bierglas]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Brötchen]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Grill]]></category>
		<category><![CDATA[Kärtchen]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=3410</guid>

					<description><![CDATA[Wir sind in Bad Saarow am Scharmützelsee, denn meine Mutter liegt dort im Krankenhaus. Letzte Woche wurde bei ihr im Alter von 87 Jahren eine große Knieoperation durchgeführt. Ihr wurde erfolgreich ein künstliches Kniegelenk eingesetzt. Jetzt muss sie wieder fit werden und seit gestern übt sie das Laufen. Nach unseren mehrmals am Tag stattfindenden Besuchen an ihrem Krankenbett, wollen wir den herrlichen Sommerabend direkt am See genießen. Dort gibt es unter anderem einen winzigen Biergarten, wo man zu seinem Bierchen Gegrilltes und auch andere Kleinigkeiten zu essen bekommt. Die Atmosphäre mit dem malerischen Blick auf den Scharmützelsee gefällt uns und so wollen wir uns dort auch niederlassen. Während ich einen kleinen runden Tisch ergattere  und die Plätze nun für uns reserviere, was im Übrigen gar nicht so einfach ist, stellt sich mein Mann schon mal in der Schlange an, um Speis und Trank zu ordern. Das scheint allerdings auch nicht so ohne Weiteres zu klappen, denn es dauert eine gefühlte Ewigkeit. Ich lasse meinen Blick währenddessen umherschweifen und genieße den wunderschönen Sommerabend. Ich bin schon &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir sind in Bad Saarow am Scharmützelsee, denn meine Mutter liegt dort im Krankenhaus. Letzte Woche wurde bei ihr im Alter von 87 Jahren eine große Knieoperation durchgeführt. Ihr wurde erfolgreich ein künstliches Kniegelenk eingesetzt. Jetzt muss sie wieder fit werden und seit gestern übt sie das Laufen.</strong></p>
<p><span class="dropcap">N</span>ach unseren mehrmals am Tag stattfindenden Besuchen an ihrem Krankenbett, wollen wir den herrlichen Sommerabend direkt am See genießen. Dort gibt es unter anderem einen winzigen Biergarten, wo man zu seinem Bierchen Gegrilltes und auch andere Kleinigkeiten zu essen bekommt. Die Atmosphäre mit dem malerischen Blick auf den Scharmützelsee gefällt uns und so wollen wir uns dort auch niederlassen. Während ich einen kleinen runden Tisch ergattere  und die Plätze nun für uns reserviere, was im Übrigen gar nicht so einfach ist, stellt sich mein Mann schon mal in der Schlange an, um Speis und Trank zu ordern. Das scheint allerdings auch nicht so ohne Weiteres zu klappen, denn es dauert eine gefühlte Ewigkeit. Ich lasse meinen Blick währenddessen umherschweifen und genieße den wunderschönen Sommerabend. Ich bin schon halb verhungert und verdurstet, als mein Mann endlich mit zwei Bierchen an den Tisch kommt.<br />
„Ich muss dir gleich mal eine lustige Geschichte erzählen!“, sagt er zu mir und ist auch schon wieder weg, um in der nächsten Schlange anzustehen.<br />
Sehnsüchtig warte ich auf seine Rückkehr und das nicht nur wegen der beiden gefüllten Teller, die er dann mitbringt.<br />
„Du wolltest mir doch was erzählen“, fordere ich ihn kauend auf.<br />
„Ja, also erst einmal hast du mir überhaupt nicht mitgeteilt, was du essen möchtest. Das war schon mein erstes Problem. Wie soll ich wissen, worauf du Appetit hast.“<br />
„Och“, sage ich. „Es war mir eigentlich egal, ob du mir eine Bratwurst, eine Currywurst, ein Steak oder sonst was mitbringst. Ich wollte nur kein…“<br />
„Ich habe dann dort drüben an der Tafel gelesen, dass es Lachsbrötchen gibt. Die isst du doch so gerne!“<br />
„Richtigen Lachs schon, aber…!“, fange ich meinen Satz an, werde aber sofort wieder unterbrochen.<br />
„Hab ich dann auch gemerkt, aber lass mich der Reihe nach berichten. Da kannst du echt eine Geschichte daraus machen und in deinen Blog stellen.“<br />
Jetzt bin ich aber neugierig geworden und unterbreche sogar mein Essen. Gebannt lausche ich nun meinem Mann:<br />
„Ich stehe mir also dort vorne in der Schlange schon fast die Füße platt. Vielleicht bin ich auch etwas ins Träumen geraten, denn auf einmal drängelt sich ein Mann vor, gefolgt von einer Frau und einem weiteren Mann. Ich drehe mich um und frage die Leute hinter mir:</p>
<p>&#8222;Sind Sie auch vor mir?&#8220;</p>
<p>&#8222;Ach, das wäre aber nett, wenn Sie uns auch noch vorlassen würden!&#8220; , erhalte ich als Antwort.</p>
<p>Zum Glück war dies eher lustig gemeint, so dass ich dann doch endlich an die Reihe komme und meine Bestellung aufgebe. Um dir eine Freude zu machen, habe ich also zwei Lachsbrötchen bestellt, weil du die doch so magst.“<br />
„Ja, aber…!“<br />
„Warte!“, bremst mich mein Peter aus. „Nach dem Bezahlen erhalte ich zwei rote Kärtchen, mit denen ich mich an der Essensausgabe anstellen muss. Nachdem ich auch hier warten muss, überstürzen sich auf einmal die Ereignisse. Ein Mann kommt aus dem Häuschen heraus, übergibt mir die zwei Lachsbrötchen mit der einen Hand und entreißt mir die zwei roten Karten mit der anderen Hand. So weit, so gut! Ich drehe mich mit den Brötchen in der Hand um und eine herbeieilende Frau, die sich übrigens kurz zuvor bei mir vorgedrängelt hat, entreißt mir nun die beiden Lachsbrötchen mit den Worten:<br />
„Das sind meine!“<br />
Ich bin vor Schreck erst einmal vollkommen sprachlos, was bei mir eher selten vorkommt. Jetzt stehe ich also ohne Lachsbrötchen und ohne Kärtchen da.<br />
„Dann müssen Sie mir aber ihre zwei roten Kärtchen geben!“, erkläre ich der Frau, nachdem ich meine Sprachlosigkeit wieder überwunden habe.<br />
„Ich? Nein! Wieso?“, erwidert diese.<br />
„Na, weil meine Kärtchen schon der Mann von der Essensausgabe hat“, meine ich.<br />
„Wieso? Die müssen Sie ihm doch erst geben, wenn Sie Ihre Brötchen bekommen“, will sie mich aufklären.<br />
„Das habe ich ja, aber Sie haben mir die Brötchen doch weggenommen!“, versuche ich ihr die Sachlage darzulegen. Endlich, nach einigem Hin und Her gibt sie mir die geforderten roten Karten und verschwindet zu ihrem Sitzplatz. Jetzt habe ich aber gesehen, dass die Lachsbrötchen gar keinen echten Lachs enthalten. Das war sozusagen Glück im Unglück. Also habe ich mir gedacht, dass ich da wohl was falsch gemacht habe. Der Herr an der Essensausgabe meinte jedoch, das sei kein Problem, ich müsse nur die Kärtchen dort vorne umtauschen und gegebenenfalls noch etwas darauf zahlen. Ich marschiere also wieder zur ersten Schlange und erstehe auch relativ zeitnah zwei braune Karten für jeweils ein gegrilltes Kräutersteak. Damit gehe ich nun zur Schlange am Grill. Der Grillspezialist ist aber irgendwo mal kurz um die Ecke gegangen und lässt gerade die Würstchen verbrennen. Vorsichtshalber drehe ich hilfsbereit, wie ich eben bin, die Würstchen lieber mal um. Bei dieser Aktion gelangen vermutlich meine beiden braunen Kärtchen mit der Aufschrift ‚STEAK‘ auf den Grillrost, ohne dass ich es merke. Im selben Moment biegt der Grillexperte um die Ecke und wundert sich über das Chaos auf seinem Grill.</p>
<p>&#8222;Was ist denn hier los!&#8220;, ruft er entsetzt aus und sammelt die braunen Kärtchen auf. Nachdem ich ihm mit unschuldigem Blick auf seine Frage nach meinen Kärtchen erklärt habe, dass es anscheinend die Meinigen sind, die dort auf den Rost geflattert sind, legt er mir bereitwillig die Steaks auf meine beiden Teller. So und nun bin ich endlich hier und wir können essen“, beendet mein Mann seine Erzählung.<br />
Ich kann mich kaum noch vor Lachen halten und habe schon richtig Bauchweh.<br />
„Das war ja ganz schön kompliziert!“, kommentiere ich seine Berichterstattung. Gerade als ich mir ein weiteres Stückchen des wirklich leckeren Steaks in den Mund schiebe, fällt mein Blick auf seinen Teller.<br />
„Wieso sind eigentlich auf deinem Teller drei Steaks?“, frage ich total verwundert meinen Peter.<br />
Er zuckt nur mit den Schultern und meint: „Die hat mir der Grillmeister freundlicherweise einfach so auf meinen Teller gelegt. Keine Ahnung warum. Er sagte nur, dass das schon in Ordnung wäre so.“<br />
„Na, dann lassen wir es uns schmecken!“, beschließe ich.<br />
„Prost!“, sagt mein Mann lachend und hebt sein Bierglas, um mit mir anzustoßen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr noch folgende Geschichten lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/immer-rund-herum/">Immer rund herum</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kleiner-filou/">Mopsi und Filou</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-sache-mit-der-vorahnung/">Die Sache mit der Vorahnung</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/biergartenerlebnis/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>23</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">3410</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Klammeräffchen und Co.</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/klammeraeffchen-und-co/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/klammeraeffchen-und-co/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2016 22:26:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Klammeräffchen]]></category>
		<category><![CDATA[knuddeln]]></category>
		<category><![CDATA[Kuscheltier]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Liebling]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=3349</guid>

					<description><![CDATA[Wir haben einen Schrank, der ganz viele Schätze und Erinnerungen beinhaltet. Es ist unser Fotoschrank. Dort befinden sich unsere Fotos, die wir sorgfältig in Alben eingeklebt haben, bevor auch bei uns das Zeitalter der digitalen Fotografie angebrochen ist. Ab diesem Zeitpunkt werden die Fotos fast ausschließlich auf Speichermedien abgelegt. Ich sage ausdrücklich „fast“, denn manchmal kann ich es nicht lassen und drucke zum Beispiel Urlaubsfotos aus und sortiere diese in Fotoalben ein. Mir macht es einfach Spaß auch mal in einem Fotoalbum zu blättern und mich den Erinnerungen hinzugeben. „Schau mal“, sage ich zu meinem Mann. „Hier ist Jimmy, das Klammeräffchen. Kannst Du Dich noch daran erinnern!“ „Na klar, das Äffchen habe ich doch Dir mal geschenkt.“ „Und dann haben wir es unserem Sohn an die Seite gelegt. Schau hier ist das Foto!“ Jimmy ist ein kleiner Schimpanse mit einer grünen Arbeitshose und einer grünen Schirmmütze auf dem Kopf. Dazu trägt er ein rot gestreiftes T-Shirt. Er hat ganz lange Arme und noch längere Schlenkerbeine. „Unser Sohn hat ihn gemocht, aber sein Lieblingsstofftier ist Jimmy &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben einen Schrank, der ganz viele Schätze und Erinnerungen beinhaltet. Es ist unser Fotoschrank. Dort befinden sich unsere Fotos, die wir sorgfältig in Alben eingeklebt haben, bevor auch bei uns das Zeitalter der digitalen Fotografie angebrochen ist. Ab diesem Zeitpunkt werden die Fotos fast ausschließlich auf Speichermedien abgelegt. Ich sage ausdrücklich „fast“, denn manchmal kann ich es nicht lassen und drucke zum Beispiel Urlaubsfotos aus und sortiere diese in Fotoalben ein. Mir macht es einfach Spaß auch mal in einem Fotoalbum zu blättern und mich den Erinnerungen hinzugeben.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„S</span>chau mal“, sage ich zu meinem Mann. „Hier ist Jimmy, das Klammeräffchen. Kannst Du Dich noch daran erinnern!“<br />
„Na klar, das Äffchen habe ich doch Dir mal geschenkt.“<br />
„Und dann haben wir es unserem Sohn an die Seite gelegt. Schau hier ist das Foto!“<br />
Jimmy ist ein kleiner Schimpanse mit einer grünen Arbeitshose und einer grünen Schirmmütze auf dem Kopf. Dazu trägt er ein rot gestreiftes T-Shirt. Er hat ganz lange Arme und noch längere Schlenkerbeine.<br />
„Unser Sohn hat ihn gemocht, aber sein Lieblingsstofftier ist Jimmy trotzdem nicht geworden“, sagt mein Mann. „Dieses Klammeräffchen haben wir für ihn ausgesucht und damit war es anscheinend nicht Liebe auf den ersten Blick.“<br />
„Das war es aber wohl bei Dir und Deinem Schnuffelhund“, versuche ich meinen Peter zum Erzählen zu animieren, was auch voll und ganz klappt.<br />
„Ja, den habe ich irgendwo mal gefunden. Damals war er schon nicht mehr ganz neu und auch schon ein bisschen lädiert.“<br />
„Und den Rest hast Du dann erledigt, oder?! Als Du ihn mir mal gezeigt hast, war nicht mehr allzu viel von einem Stoffhund zu erkennen.“<br />
„Egal!“, sagt mein Mann ganz bestimmt und mit ernster Miene. „Ich habe ihn über alles geliebt und überall mit hingenommen. Niemand durfte ihn mir wegnehmen. Wo ist der eigentlich hingekommen?“<br />
„Keine Ahnung. Wegwerfen durfte ich ihn ja nicht, obwohl dieses seltsame Wesen inzwischen aussieht wie ein Häufchen Schmutz und ich möchte gar nicht wissen, wieviele Bakterien sich auf ihm tummeln. Waschen konnte man ihn ja nicht mehr, denn dann wäre er in tausend Teile zerbröselt. Ich glaube wir haben ihn in Zeitungspapier eingeschlagen und irgendwo beerdigt oder in die hinterste Ecke im Keller oder sonst irgendwo hin verbannt. Dieses Etwas ist nur noch ekelig!“<br />
„Das war aber mein Lieblingsschnuffelhund!“, sagt mein Peter jetzt fast ein bisschen beleidigt.<br />
„Ja, und deshalb hat Deine Großtante unserem Sohn zum ersten Geburtstag auch einen kleinen Plüschhund geschenkt. Wahrscheinlich in der Hoffnung, dass es auch sein Lieblingsschnuffelhund wird.“<br />
„So klappt das aber nicht. Man muss ihn sehen und schon weiß man: Das ist mein Lieblingshund und den gebe ich nicht mehr her. Egal wie er aussieht und ob ihn andere schön oder hässlich finden.“<br />
Obwohl unser Sohn weder das Äffchen Jimmy, noch den namenlosen Plüschhund als sein Lieblingsstofftier auserkoren hat, gab es auch jemand, den er für nichts auf der Welt eingetauscht hätte. Und ähnlich wie der Schnuffelhund bei meinem Mann, war dieser Schnuffel- und Knuddelhund von der übergroßen Liebe unseres kleinen Sohnes schon merklich gekennzeichnet.<br />
„Wo hatte er den blauen Stoffhund eigentlich her?“, fragt Peter mich.<br />
„Er hat ihn damals am Weltspartag von der Sparkasse als Geschenk erhalten. Sozusagen als Belohnung für das fleißige Sparen. Und kurz danach sind wir zur Taufe meines Patenkindes nach Frankreich gefahren. Diese beiden Ereignisse haben dazu beigetragen, dass aus dem blauen Hündchen das liebste Kuscheltier unseres Sohnes geworden ist.“<br />
„Stimmt, er hat ihn mit nach Frankreich genommen und in der Familie deines Patenkindes gab es einen kleinen wuscheligen Hund. Wie hieß er noch gleich?“<br />
„Jona!“, weiß ich sofort wieder. „Unser Sohn hat den Namen dann leicht abgewandelt und schon war Jonas geboren.“<br />
Seinen Jonas hat er total geliebt. Er war immer und überall an seiner Seite. Vom vielen Knuddeln war er schon ganz schmal geworden und seine Stoffhaut hatte dünne Stellen bekommen. So blieb mir nichts anderes übrig als ihn ärztlich zu versorgen.<br />
„Eines morgens, du warst gerade auf Dienstreise“, erzähle ich meinem Mann, „da musste ich ihn operieren. Ich habe seine Rückennaht aufgetrennt und ihm eine Spritze aus dem Spielzeug-Arztkoffer unseres Sohnes verpasst. Danach habe ich ihn mit alten, aber sauberen Socken ausgestopft. Etwas anderes hatte ich auf die Schnelle nicht zur Hand. Nach dem Zunähen war er wieder kugelrund und sah auch gleich wieder fröhlicher aus. Und auch unser Sohn war froh über die glücklich verlaufene Operation.“<br />
„Gibt es Jonas eigentlich noch?“<br />
„Selbstverständlich! Er liegt im Einbauschrank im obersten Stockwerk und wartet darauf, dass er wieder herausgeholt wird und von den noch nicht geplanten und ungeborenen Kindern unseres Sohnes geknuddelt wird.“<br />
„Also von unseren zukünftigen Enkelkindern, denen Du dann die Geschichte von Jonas erzählen kannst“, freut sich mein Mann. „Übrigens: Hattest Du auch ein Lieblingsstofftier?“<br />
„Na, aber sicher doch! Davon habe ich doch schon erzählt (Jetzt fängt mein neues Leben an) und eigentlich müsstest Du es wissen.“<br />
„Ach ja, ich erinnere mich. Du hast mal etwas von dem dicken gelben Bär erzählt. Wie hieß er noch mal gleich?“<br />
„Chruschtschow!“*<br />
„Wie der sowjetische Politiker?“, werde ich von Peter gefragt, dem ich zwar die Geschichte schon mehrmals erzählt habe, der aber anscheinend dies noch einmal hören will.<br />
„Meine Mutter hatte eine Tante in der ehemaligen DDR und wir schickten immer Pakete mit Kaffee, Schokolade und Strumpfhosen an sie. Die Tante wiederum schickte für mich Geschenke, wie zum Beispiel Kinderspiele. Eines Tages kam jedoch ein großer dicker gelber Teddy an. Irgendwie habe ich wohl den Namen Chruschtschow* aufgeschnappt, weil irgendjemand meinte, es gebe da gewisse äußerliche Ähnlichkeiten*. Und schon hatte mein Teddy einen Namen: Chruschtschow*. Ich war damals erst ungefähr zwei Jahre alt und konnte diesen schwierigen Namen schon aussprechen. Immer, wenn ich gefragt wurde, wie mein Teddy denn heißen würde, antwortete ich mit diesem Namen und meine Eltern waren in Erklärungsnöten.“<br />
„Toll!“, meint Peter. „Wir haben also unsere ganz persönlichen Lieblingskuscheltiere und sogar noch die jeweilige ganz persönliche Geschichte dazu. Das musst Du unbedingt aufschreiben, damit es nicht in Vergessenheit gerät und vor allem, damit wir es später unseren Enkelkindern erzählen können.“<br />
„Ich bin schon ganz gespannt darauf, welche Lieblingskuscheltiere sie haben werden und was diese Liebe auf den ersten Blick auslösen wird.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/jetzt-faengt-mein-neues-leben-an/">Jetzt fängt mein neues Leben an</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/peinlich-peinlich/">Peinlich, peinlich</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/timo-und-die-kleinen-tierchen-meiner-kueche/">Timo und die kleinen Tierchen in meiner Küche</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Dies ist keinerlei politische Wertung oder Anspielung.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/klammeraeffchen-und-co/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>22</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">3349</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Aus der Schulzeit meiner Mutter</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/aus-der-schulzeit-meiner-mutter/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/aus-der-schulzeit-meiner-mutter/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Apr 2016 22:02:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[aufgehoben]]></category>
		<category><![CDATA[Brief]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schulzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sohn]]></category>
		<category><![CDATA[Tintenfass]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=3073</guid>

					<description><![CDATA[Als unser Sohn in die dritte Grundschulklasse ging, sprachen sie im Sachunterricht über die Schule in früheren Zeiten. Sie sollten die Eltern und Großeltern zu diesem Thema befragen. Klar, dass ich ihm sofort über meine Schulzeit berichtet habe. Doch auch von seiner Oma wollte er wissen, wie es damals so in der Schule war. Da wir allerdings 600 Kilometer von den Großeltern entfernt wohnten, rief er meine Mutter an und stellte ihr Fragen. Sie notierte sich diese und schrieb ihm damals einen ausführlichen Brief, in welchem sie über ihre Schulzeit berichtete. Diesen Brief habe ich wieder gefunden, denn ich habe ihn die ganzen Jahre für unseren Sohn aufbewahrt. Dieses Jahr zu Weihnachten schenkte er seiner Oma ein Buch, in dem sie Fragen zu ihrem Leben beantworten soll. Der Brief und die Fotos von damals werden hierin einen Platz finden. Auch meine Mutter hat sich gefreut, als ich ihr diesen Brief neulich zeigte. Sie ist damit einverstanden, dass ich heute diesen Brief in meinem Blog vorstelle: Die Schule in früheren Zeiten „Ich bin am 27.6.1929 in &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als unser Sohn in die dritte Grundschulklasse ging, sprachen sie im Sachunterricht über die Schule in früheren Zeiten. Sie sollten die Eltern und Großeltern zu diesem Thema befragen. Klar, dass ich ihm sofort über meine Schulzeit berichtet habe. Doch auch von seiner Oma wollte er wissen, wie es damals so in der Schule war.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>a wir allerdings 600 Kilometer von den Großeltern entfernt wohnten, rief er meine Mutter an und stellte ihr Fragen. Sie notierte sich diese und schrieb ihm damals einen ausführlichen Brief, in welchem sie über ihre Schulzeit berichtete. Diesen Brief habe ich wieder gefunden, denn ich habe ihn die ganzen Jahre für unseren Sohn aufbewahrt. Dieses Jahr zu Weihnachten schenkte er seiner Oma ein Buch, in dem sie Fragen zu ihrem Leben beantworten soll. Der Brief und die Fotos von damals werden hierin einen Platz finden. Auch meine Mutter hat sich gefreut, als ich ihr diesen Brief neulich zeigte. Sie ist damit einverstanden, dass ich heute diesen Brief in meinem Blog vorstelle:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Die Schule in früheren Zeiten</strong></p>
<p>„Ich bin am 27.6.1929 in Asch (Sudetenland) geboren und auch dort in die Schule gegangen. Mein erster Schultag war am 1.9.35.</p>
<p>Wir hatten in Asch 7 Schulen. Ich ging in die nächstgelegene Schule, die „Bergschule“. Im Gebäude links waren die Jungen untergebracht und rechts die Mädchen. Dazwischen lag eine große Turnhalle.</p>
<p>Wir hatten täglich vier Stunden Unterricht.</p>
<p>Der Lehrer in der Volksschule (=Grundschule) war sehr streng. Er hatte einen Rohrstock. Wenn wir während des Unterrichts nicht aufpassten, mussten wir die Hand aufhalten, dann gab es eine drauf. Oh, das hat sehr weh getan.</p>
<p>Die Kleidung war normal, das heißt, es gab keine Uniform, wir durften anziehen, was wir wollten.</p>
<p>In der Volksschule waren wir 28 Schülerinnen.</p>
<p>Das Klassenzimmer war groß, hatte viele Fenster, Holztische und Bänke. In den Tischen waren Tintenfässer. Wir hatten keinen Kuli oder so einen Füller, wie ihr ihn kennt. Unser Schreibgerät war ein Holzstift, in den man eine Stahlfeder einschieben konnte. Während des Schreibens musste die Feder immer in das Tintenfass getaucht werden.</p>
<p>In der Volksschule hatten wir Rechnen, Lesen und Schreiben. Wir mussten Aufsätze und Diktate schreiben.<br />
Religion, Heimatkunde und Turnen hatten wir auch.</p>
<p>Es gab Turnfeste und wir machten Wanderungen.</p>
<p>Im September 1939 begann der 2. Weltkrieg. Ich war damals 10 Jahre alt und ging in die 4. Klasse. Bei Fliegeralarm mussten wir in den Keller. Wir hatten immer Angst.</p>
<p>In die Bergschule ging ich 4 Jahre. Danach machte ich eine Aufnahmeprüfung und kam in die Bürgerschule (das war so wie die heutige Realschule). Ich ging also nach den großen Ferien in die &#8222;Angerschule&#8220;, so hieß meine neue Schule. Auch hier waren es 4 Jahre. Davon hatte ich drei Jahre Englischunterricht und Unterricht in Stenografie (=Kurzschrift). Außerdem hatten wir Musik, Biologie, Mathe, Deutsch, Kochen, Turnen und Zeichnen.</p>
<p>Unser Klassensaal war groß. Auch hatten wir einen Zeichensaal. Ich konnte sehr gut zeichnen. Meine Bilder hingen im Treppenhaus der Schule.</p>
<p>Der Unterricht in der Bürgerschule begann morgens um 8 Uhr und endete um 13.30 Uhr.</p>
<p>Ich hatte einen sehr weiten Schulweg in die Bürgerschule. Wir mussten immer laufen, denn wegen des Krieges fuhr kein Auto.</p>
<p>Die Klassen waren sehr groß. Wir waren 40 Kinder. Es fehlten viele Lehrer, denn die jungen Lehrer waren im Krieg.</p>
<p>Nach den 4 Klassen in der Bürgerschule, machte ich ein Pflichtjahr. Das Pflichtjahr bedeutete während des 3. Reiches 1 Jahr in der Landwirtschaft oder in einer kinderreichen Familie arbeiten.</p>
<p>Nachher begann ich eine Lehre im Büro. Nachdem ich <strong>1</strong> 1/2 Jahre im Büro gelernt hatte, war der Krieg endlich zu Ende. Doch jetzt wurden wir aus unserer Heimat vertrieben. Mit einem Viehwagon wurden wir nach Hessen transportiert. In diesem Viehwagon „feierte“ ich meinen 17. Geburtstag.“</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3077 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01441-Kopie-781x1024.jpg" alt="1200px-DSC01441 Kopie" width="781" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01441-Kopie-781x1024.jpg 781w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01441-Kopie-229x300.jpg 229w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01441-Kopie-768x1007.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01441-Kopie.jpg 1200w" sizes="(max-width: 781px) 100vw, 781px" /></p>
<p>Dieses Bild zeigt meine Mutter im Alter von 10 Jahren.</p>
<p>Ich bin froh, dass meine Mutter damals den oben abgedruckten Brief an unseren Sohn geschrieben und uns damit einen Teil ihrer Geschichte mitgeteilt hat.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Danke Mutti! </strong></p>
<p>Auch unser Sohn ist seiner Oma hierfür dankbar.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Danke Oma!</strong></p>
<p style="text-align: left;">Gut, dass ich alles aufgehoben habe.</p>
<p style="text-align: left;">Vielleicht möchtet Ihr auch noch diese Geschichten über mich und meine Familie lesen:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/erinnerungen-an-die-schulzeit/">Erinnerungen an die Schulzeit</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/meine-mutter-und-die-zugspitze/">Meine Mutter und die Zugspitze</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/aus-der-schulzeit-meiner-mutter/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>18</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">3073</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Die Dreivasengeschichte</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/die-dreivasengeschichte/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/die-dreivasengeschichte/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2016 22:28:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Clown]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbringsel]]></category>
		<category><![CDATA[Polterabend]]></category>
		<category><![CDATA[Scherben]]></category>
		<category><![CDATA[Sprudel]]></category>
		<category><![CDATA[Tante]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[Vasen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=3013</guid>

					<description><![CDATA[Ich habe einen wunderschönen Blumenstrauß geschenkt bekommen und schon nimmt die Geschichte ihren Lauf. Was jetzt folgt kennt wahrscheinlich jeder und trotzdem ist es anders: Die Blumen sind eine Augenweide und das sollen sie auch noch lange bleiben. Also brauchen sie jetzt und sofort Wasser. Ich gehe zu meinem Schrank, um das passende Gefäß zu suchen. Vasen habe ich eigentlich genug, aber … Als erstes schiebe ich die große, schwere Glasvase zur Seite. „He!“, ruft sie mir entgegen. „Mich schiebst du immer nur zur Seite. Warum willst du mich nie?“ „Du bist zu groß“, antworte ich in Gedanken. „Nein, du magst mich einfach nicht. Dabei bin ich ein Erbstück und zwar von Tante Leni.“ „Genau“, denke ich. „Tante Leni!“ Ich schaue in eine andere Ecke meines Hauswirtschaftsraumes. Dort hängt ebenfalls ein Erbstück von ihr. Ein Bild, das einen Clown zeigt. Tante Leni gehörte zu der Familie meines Mannes. Sie war eine lustige Nudel, wie man so schön sagt. Untrennbar mit ihr verbunden ist der Clown August und der Ententanz, aber das ist eine andere Geschichte. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich habe einen wunderschönen Blumenstrauß geschenkt bekommen und schon nimmt die Geschichte ihren Lauf. Was jetzt folgt kennt wahrscheinlich jeder und trotzdem ist es anders:</strong><br />
<strong>Die Blumen sind eine Augenweide und das sollen sie auch noch lange bleiben. Also brauchen sie jetzt und sofort Wasser. Ich gehe zu meinem Schrank, um das passende Gefäß zu suchen. Vasen habe ich eigentlich genug, aber …</strong><br />
<span class="dropcap">A</span>ls erstes schiebe ich die große, schwere Glasvase zur Seite.<br />
„He!“, ruft sie mir entgegen. „Mich schiebst du immer nur zur Seite. Warum willst du mich nie?“<br />
„Du bist zu groß“, antworte ich in Gedanken.<br />
„Nein, du magst mich einfach nicht. Dabei bin ich ein Erbstück und zwar von Tante Leni.“<br />
„Genau“, denke ich. „Tante Leni!“<br />
Ich schaue in eine andere Ecke meines Hauswirtschaftsraumes. Dort hängt ebenfalls ein Erbstück von ihr. Ein Bild, das einen Clown zeigt.<br />
Tante Leni gehörte zu der Familie meines Mannes. Sie war eine lustige Nudel, wie man so schön sagt. Untrennbar mit ihr verbunden ist der <a href="http://lifetellsstories.de/clown-august-und-der-ententanz/">Clown August und der Ententanz</a>, aber das ist eine andere Geschichte.<br />
Leider benutze ich ehrlich gesagt, ihre Vase nicht sehr oft. Meistens ist sie zu groß, &#8211; und zu schwer ist sie mir auch. Obwohl ich sie also sehr, sehr selten in Gebrauch habe, möchte ich sie nicht entsorgen. Sie hat sozusagen als schönes Andenken ihre Daseinsberechtigung.<br />
Die Vase, die ich für meinen Blumenstrauß nehmen möchte, steht natürlich ganz hinten, &#8211; wie auch immer sie dort hin diffundiert ist, kann ich mir im Moment nicht erklären. Ist auch egal. Fakt ist, dass ich erst einmal das halbe Fach ausräumen muss, um sie herauszunehmen. Dabei stoße ich auf ein weiteres für uns kostbares Erinnerungsstück.<br />
„Mich hast du noch niemals benutzt!“, schreit es mir erbost entgegen. „Wenn deine Mutter mich damals nicht aufgehoben hätte, wäre ich schon längst nicht mehr da.“<br />
„Das stimmt“, überlege ich.<br />
Damals, das war am 26.6.1986, also vor dreißig Jahren. Wir hatten am Vormittag standesamtlich geheiratet und am Abend fand unser großer Polterabend statt. Wie es sich gehört, kamen alle Gäste mit Porzellanteilen zum Poltern, denn bekanntlich bringen diese Scherben ja Glück. Und genau das wünscht man dem Brautpaar, &#8211; ein gemeinsames Leben voller Glückseligkeit.<br />
„Du hattest aber einen großen Überlebenswillen“, schicke ich meine Gedanken der weißen Porzellanvase entgegen.<br />
Keiner von uns weiß mehr, wer diese Vase mitgebracht hat und ob derjenige oder jemand anders es überhaupt bemerkt hatte, dass sie beim Poltern nicht kaputt ging. Als wir alle Scherben gemeinsam wegkehrten, entdeckten wir die unversehrte Vase mit dem Hasia Sprudel Motiv auf der Vorderseite. Vielleicht hätten mein Mann und ich sie sogar entsorgt, hätte meine Mutter nicht vehement protestiert.<br />
„Die hat das Poltern überlebt und die hebe ich für Euch auf. Irgendwann freut ihr euch darüber!“<br />
Sie stellte sie mit unverwüstlichen Rosen in ihr Wohnzimmer. Auch diese Vase ist im Grunde genommen nicht unser Geschmack und wahrscheinlich war sie auch nicht der Geschmack unseres Polterabendgastes. Sonst wäre sie ja nicht auf dem Scherbenhaufen gelandet. Sie begleitet uns seither sozusagen als guter „Poltergeist“ durch unser Eheleben.*<br />
„Ach“, denke ich, „wenn ich schon einmal dabei bin und in Erinnerungen schwelge, dann gehört auch noch eine dritte Vase dazu.<br />
„Hier, ich bin jetzt an der Reihe!“, ruft mir eine kleine Bleikristallvase entgegen.<br />
„Ich habe ebenfalls eine schöne Geschichte!“<br />
Richtig, sie ist seit vielleicht drei oder vier Jahren in unserem Besitz.<br />
„Ich finde dich wunderschön und du zauberst mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht“, gestehe ich ihr in meinen Gedanken.<br />
Nein, eigentlich sollte ich nicht von einem Lächeln sprechen, sondern eher von einem breiten Grinsen. Ich muss mich und meine eigene Bl…heit belächeln:<br />
Wir waren, wie seit vielen Jahren regelmäßig, wieder einmal in Bangkok. An einem freien Nachmittag durchstreiften wir eine Mall. In einer der obersten Stockwerke dieses Einkaufsparadieses kamen wir in die Glas- und Porzellanabteilung. Hier standen herrliche Dinge, die sich auch hervorragend als Geschenke, beziehungsweise als Mitbringsel eigneten. So wollten wir für die beiden Mütter etwas aussuchen. Mein Mann wurde auch sogleich mit einem kleinen Glasschälchen mit Deckel fündig. Ich fand es irgendwie zu schwer für den Rückflug und entschloss mich daher für meine Mutter etwas anderes auszusuchen. Allerdings konnte ich mich zu nichts wirklich entschließen. Da ich allerdings ein paar Tage vor unserer Rückreise noch nichts Geeignetes für meine Mutter gefunden hatte, fuhren wir nochmals in die besagte Mall. Dieses Mal erstand ich eine tolle Bleikristallvase, die natürlich mindestens so schwer war wie das Geschenk meines Mannes für seine Mutter. Hoffentlich, so dachte ich mir damals würden wir keine Gewichtsprobleme beim Rückflug bekommen.<br />
Nun gut, ich war richtig stolz auf meinen tollen Kauf und betrachtete mir die Vase später in unserem Appartement noch eingehender. Von allen Seiten begutachtete ich sie und wurde dabei eines Etikettes gewahr, dessen Aufschrift ich allerdings ohne mein Nasenfahrrad nicht entziffern konnte. Also setzte ich mir unverzüglich meine Brille auf und las laut vor: „Bleikristall &#8211; Made in Germany“.<br />
Das ging ja nun überhaupt nicht. Ich konnte ja wohl schwer ein Mitbringsel aus Thailand verschenken, das in Deutschland hergestellt worden war. Jetzt war guter Rat teuer.<br />
Also nochmal hin in die Mall. Und was habe ich erstanden? Klar, das gleiche kleine Glasschälchen mit Deckel, das auch Peter seiner Mutter schenken wollte. Somit bekamen die beiden Mütter nicht nur genau das Gleiche geschenkt, sondern unser vermeintliches Gewichtsproblem hatte sich im Grunde genommen noch verschärft. So kam diese Bleikristallvase in meinen Besitz und im Nachhinein frage ich mich, wo eigentlich die kleinen Glasschälchen hergestellt worden waren.<br />
„Du bist eine schöne Vase“, sage ich nochmals gedanklich. „Und du wirst in Ehren gehalten, genau wie die beiden anderen auch, denn ihr seid und bleibt Vasen mit Geschichte.“<br />
Für meinen Blumenstrauß jedoch wähle ich eine ganz andere Blumenvase aus.<br />
Bevor ich meine Schranktür schließe, gebe ich jedoch meinen drei Vasen noch ein Versprechen:<br />
„Ihr seid meine drei Sonderexemplare und ich werde sogleich einen Ausdruck meiner „Dreivasengeschichte“ in euer Inneres legen, damit eure ganz persönliche und unverwechselbare Historie nicht verloren geht.“</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Gesagt! &#8211; Getan!</strong></em></p>
<p style="text-align: center;">*Zum Schluss verrate ich meinen lieben Lesern noch, dass ich an einer Stelle ein kleines bisschen geschummelt habe: Die Hasia-Sprudel-Vase steht noch immer bei meiner Mutter im Wohnzimmer und nicht bei mir im Schrank. Ansonsten entspricht alles der absoluten Wahrheit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3015 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC03052-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC03052" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC03052-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC03052-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC03052-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC03052-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC03052.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch noch diese Geschichten lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/abenteuerliche-ausfahrt/">Abenteuerliche Ausfahrt</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wenn-der-vater-mit-dem-sohn/">Wenn der Vater mit dem Sohn &#8230;</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/peinlich-peinlich/">Peinlich-peinlich</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/die-dreivasengeschichte/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>10</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">3013</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Eiskalt</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/eiskalt/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/eiskalt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2016 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Balkon]]></category>
		<category><![CDATA[eiskalt]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<category><![CDATA[Professor]]></category>
		<category><![CDATA[Schaufensterpuppe]]></category>
		<category><![CDATA[Villa]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=2586</guid>

					<description><![CDATA[Die Geschichte, die ich Euch heute erzählen möchte, hat ebenfalls wieder das Leben geschrieben. Ich habe neulich in unserer Tageszeitung einen ziemlich kurzen Artikel über eine wahre Begebenheit gelesen. Diese wenigen Zeilen haben mich dazu animiert, Euch wieder eine Professor Konfusi-Geschichte zu erzählen. Lasst Euch überraschen, was diesmal wieder so alles rund um den netten älteren Herrn passiert. Das Haus, in welchem Professor Konfusi wohnt, ist ein älteres Mehrfamilienhaus. Eigentlich ist es eine alte Villa, die Anfang der 50er Jahre erbaut wurde. Hier wohnen vier Parteien. Im Erdgeschoss lebt eine sehr betagte Dame, die alle nur Oma Schmidt nennen. Die Wohnung darüber wird von Marco und seinen Eltern bewohnt und im zweiten Stock hat das Ehepaar Konfusi eine schöne gemütliche Wohnung. Im dritten Stock wurde erst kürzlich aus- und umgebaut, allerdings gibt es hier noch keinen Bewohner. Überhaupt hat man im Jahr 1981 die gesamte Villa modernisiert und danach vermietet. Während Marco mit seinen Eltern erst seit knapp fünf Jahren in diesem Haus wohnt, leben das Ehepaar Konfusi und Oma Schmidt schon seit fünfunddreißig Jahren &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Geschichte, die ich Euch heute erzählen möchte, hat ebenfalls wieder das Leben geschrieben. Ich habe neulich in unserer Tageszeitung einen ziemlich kurzen Artikel über eine wahre Begebenheit gelesen. Diese wenigen Zeilen haben mich dazu animiert, Euch wieder eine Professor Konfusi-Geschichte zu erzählen. Lasst Euch überraschen, was diesmal wieder so alles rund um den netten älteren Herrn passiert.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">D</span>as Haus, in welchem Professor Konfusi wohnt, ist ein älteres Mehrfamilienhaus. Eigentlich ist es eine alte Villa, die Anfang der 50er Jahre erbaut wurde. Hier wohnen vier Parteien. Im Erdgeschoss lebt eine sehr betagte Dame, die alle nur Oma Schmidt nennen. Die Wohnung darüber wird von Marco und seinen Eltern bewohnt und im zweiten Stock hat das Ehepaar Konfusi eine schöne gemütliche Wohnung. Im dritten Stock wurde erst kürzlich aus- und umgebaut, allerdings gibt es hier noch keinen Bewohner. Überhaupt hat man im Jahr 1981 die gesamte Villa modernisiert und danach vermietet. Während Marco mit seinen Eltern erst seit knapp fünf Jahren in diesem Haus wohnt, leben das Ehepaar Konfusi und Oma Schmidt schon seit fünfunddreißig Jahren hier.<br />
Oma Schmidt feiert nächstes Jahr ihren neunzigsten Geburtstag. Aber sie ist noch so fit wie ein Turnschuh, wie sie selbst immer wieder betont. Nur ihre Augen sind schon ein wenig müde und auch trüb geworden, allerdings trägt sie nur zum Lesen und beim Fernsehen eine Brille. Ansonsten sieht sie angeblich alles klar und deutlich.<br />
Oma Schmidt hat ihren Mann schon früh durch einen Verkehrsunfall verloren. Nach seinem Tod zog sie aus der ehemals gemeinsamen Wohnung aus und mietete sich in der Villa ein. Ja und hier ist sie geblieben. Sie hat nie wieder geheiratet und der einzige Sohn lebt inzwischen in Amerika, wohin er sie gerne nachholen würde. Aber die alte Dame weigert sich strikt, so nach dem Motto: Einen alten Baum verpflanzt man nicht.<br />
So hat der Sohn mit Frau Konfusi ein Abkommen getroffen, sich ein wenig um seine Mutter zu kümmern und ihm immer genauestens zu schildern, wie es ihr geht. Er selbst ruft sie so oft es geht an und kommt einmal im Monat über den großen Teich geflogen. Vorausgesetzt sein Flugplan lässt dies zu, denn er ist bei einer großen Fluggesellschaft als Pilot tätig, sonst wäre die große Distanz nahezu unüberbrückbar. Zweimal im Jahr kommt sogar die ganze Familie auf Besuch. Gerade erst waren sie über Weihnachten und Silvester bei ihr.<br />
Heute ist Oma Schmidt’s Haushaltshilfe da, wie alle zwei Tage. Sie hat für heute und morgen gekocht, geputzt und gewaschen und will gerade gehen.<br />
„Warten Sie! Ich komme mit“, sagt Oma Schmidt. „Ich nehme dann den leeren Mülleimer wieder mit rein.“<br />
„Es ist aber eiskalt draußen. Wir haben fünf Grad unter Null!“, weist sie die junge Frau auf die niedrigen Temperaturen hin. „Bleiben sie lieber in der warmen Stube!“<br />
Doch Oma Schmidt schlüpft in ihre gefütterte Winterjacke und in ihre warmen Schuhe. Während die alte Dame nach hinten in den Hof geht und ihren Müll entsorgt, steigt die Haushaltshilfe in ihr Auto und düst davon. Oma Schmidt lässt ihren Blick im Hof und an den Fenstern des Hauses herumschweifen. Plötzlich sieht sie etwas, das sie stutzig werden lässt.<br />
„Komisch“, denkt sie, „die Wohnung im dritten Stock ist doch noch gar nicht vermietet. Aber da sitzt doch jemand auf dem Balkon!“<br />
Die alte Dame reibt sich die Augen, denn vielleicht ist es ja nur eine optische Täuschung. Nein, tatsächlich, da ist jemand. Und wie sieht der denn aus? Das gibt es doch nicht!<br />
Oma Schmidt schlägt sich vor Schreck die Hand vor den Mund, um sie sogleich wieder wegzunehmen und zu rufen:<br />
„Hallo, hallo! Was machen sie denn da?“<br />
Der Angesprochene sitzt jedoch reglos da und gibt keine Antwort. Auch auf den zweiten und dritten Versuch reagiert er nicht.<br />
So schnell sie ihre alten Beine tragen, schlurft Oma Schmidt ins Haus zurück. Sie steigt mühsam die Stufen bis zum zweiten Stock nach oben und läutete Sturm bei Professor Konfusi. Da dieser nicht schnell genug an der Wohnungstür erscheint, klopft sie  gegen diese und brüllt:<br />
„Hilfe! Professor Konfusi! So kommen Sie doch!“<br />
Gerade als sie nochmals auf den Klingelknopf drückt, reißt der Professor die Tür auf.<br />
„Um Himmels Willen, Oma Schmidt! Was ist denn so Schlimmes passiert?“<br />
„Hilfe! Ein nackter Mann!, japst die alte Dame.<br />
Professor Konfusi schaut verwirrt an sich herunter, aber er steht vollkommen bekleidet im Türrahmen. Also kann sie ihn schon mal nicht gemeint haben.<br />
„Wo?“, fragt er. „Werden Sie verfolgt?“<br />
„Ach, Blödsinn!“<br />
Oma Schmidt sieht Professor Konfusi energisch an und deutet nach oben.<br />
„Dort oben im dritten Stock sitzt ein nackter Mann auf dem Balkon! Sie müssen sofort die Polizei und den Krankenwagen rufen. Er antwortet nicht, wenn man ihn anspricht und er ist auch schon total rot. Bei dieser Eiseskälte ist er bestimmt schon halb erfroren.“<br />
„Aber da oben wohnt doch niemand und schon gar kein Nackter“, erklärt Professor Konfusi sachlich. „Sind Sie da auch ganz sicher?“<br />
„Aber ja doch! Er hat überhaupt nichts an. Vollkommen nackt,- sag ich doch! Bei dieser Jahreszeit! Sie müssen was unternehmen! Rufen Sie doch nun schon endlich die Polizei!“<br />
Professor Konfusi schiebt die alte aufgeregte Dame in die Wohnung, übergibt sie seiner Frau, greift zu seiner Jacke und steckt sein Handy ein.<br />
„Ich lauf schnell nach unten und schau mir das mal an. Die Polizei und den Krankenwagen rufe ich dann vom Handy aus an. Machen Sie sich keine Sorgen. Beruhigen Sie sich erst einmal!“<br />
Professor Konfusi steigt schnellen Schrittes die Treppen hinunter und hastet in den Hof.<br />
Schon bevor er seinen Blick zielgerichtet nach oben wirft, ruft er laut:<br />
„Hallo! Brauchen Sie Hilfe?“<br />
Tatsächlich, jetzt sieht er es auch mit seinen eigenen Augen:</p>
<p style="text-align: center;">Ein Nackter!<br />
In dieser Eiseskälte!<br />
Auf dem Balkon im dritten Stock!</p>
<p>Doch der Nackte reagiert nicht auf sein Rufen. Genau wie es Oma Schmidt beschrieben hat.<br />
Aber etwas ist anders. Etwas, das der alten und aufgeregten Dame nicht aufgefallen ist, obwohl sie doch angeblich alles klar und deutlich sieht.<br />
Auf dem Balkon sitzt kein unbekleideter Mann.</p>
<p style="text-align: center;">Nein!</p>
<p style="text-align: center;">Auf dem Balkon der leerstehenden Wohnung im dritten Stock sitzt</p>
<p style="text-align: center;">eine unbekleidete männliche</p>
<p style="text-align: center;">Schaufensterpuppe.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Wollt Ihr noch mehr Professor Konfusi-Geschichten lesen?</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/ohje-ohje/">Ohje,ohje</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/marco-braucht-hilfe/">Marco braucht Hilfe</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/die-entfuehrung/">Die Entführung</a></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">* Hinweis: In unserer Tageszeitung (&#8222;Lausitzer Rundschau&#8220;, vom 9./10.Januar 2016, Nr.7/ 65.Jahrgang) wurde in wenigen Zeilen eine Begebenheit aus Bad Hersfeld/Hessen erwähnt: Ein aufgeregter Bürger habe die Polizei verständigt, da er auf einem Balkon einen nackten Mann sitzen sah, der nicht reagierte. Die Polizei stellte fest, dass es sich um eine Schaufensterpuppe handelte.</p>
<p style="text-align: left;">Und so entstand plötzlich in meinem Kopf eine neue Professor Konfusi-Geschichte.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/eiskalt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>16</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">2586</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
