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	<title>Tür &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Personalmangel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Dec 2022 15:35:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Knochen]]></category>
		<category><![CDATA[Mangel]]></category>
		<category><![CDATA[Mühe]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
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					<description><![CDATA[Weihnachtsmann Willi ist nun ja schon einige Jahre im wohlverdienten Ruhestand. Auf seinen Nachfolger Weihnachtsmann Rudi ist er sehr stolz. Nicht nur, weil er ihn selbst ausgebildet hat, sondern auch, weil dieser die Arbeit hervorragend erledigt. Weihnachtsmänner bleiben immer Weihnachtsmänner, das heißt, sie verlieren nie diesen Titel. Selbst dann nicht, wenn sie schon lange nicht mehr aktiv sind. Einmal Weihnachtsmann &#8211;  immer Weihnachtsmann. Gerade hat sich Willi mit einem Pfeiffchen auf seinen Ohrensessel gesetzt und die Füße auf die Ofenbank gelegt. Er liebt es ins Kaminfeuer zu schauen und sich die Füße zu wärmen. Während das Feuer so schön prasselt und die Flammen zucken, kann er seinen Gedanken freien Lauf lassen. Die vielen Jahrzehnte, die er als Weihnachtsmann unterwegs war, ziehen gedanklich an ihm vorüber.  „Es war eine schöne Zeit“, denkt er mit ein bisschen Wehmut. „Aber anstrengend war sie auch und jetzt bin ich schon so alt und auch schon recht müde. Obwohl, manchmal würde ich schon gerne wieder ein bisschen …“ Just in diesem Moment klopft es an der Tür. Erst zaghaft, dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weihnachtsmann Willi ist nun ja schon einige Jahre im wohlverdienten Ruhestand. Auf seinen Nachfolger Weihnachtsmann Rudi ist er sehr stolz. Nicht nur, weil er ihn selbst ausgebildet hat, sondern auch, weil dieser die Arbeit hervorragend erledigt.</p>
<p>Weihnachtsmänner bleiben immer Weihnachtsmänner, das heißt, sie verlieren nie diesen Titel. Selbst dann nicht, wenn sie schon lange nicht mehr aktiv sind. Einmal Weihnachtsmann &#8211;<span class="Apple-converted-space">  </span>immer Weihnachtsmann.</p>
<p>Gerade hat sich Willi mit einem Pfeiffchen auf seinen Ohrensessel gesetzt und die Füße auf die Ofenbank gelegt. Er liebt es ins Kaminfeuer zu schauen und sich die Füße zu wärmen. Während das Feuer so schön prasselt und die Flammen zucken, kann er seinen Gedanken freien Lauf lassen. Die vielen Jahrzehnte, die er als Weihnachtsmann unterwegs war, ziehen gedanklich an ihm vorüber.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Es war eine schöne Zeit“, denkt er mit ein bisschen Wehmut. „Aber anstrengend war sie auch und jetzt bin ich schon so alt und auch schon recht müde. Obwohl, manchmal würde ich schon gerne wieder ein bisschen …“</p>
<p>Just in diesem Moment klopft es an der Tür. Erst zaghaft, dann immer fester und dann sogar recht laut und mehrmals hintereinander.</p>
<p>„Da hat aber anscheinend jemand ein dringendes Anliegen“ überlegt Willi und schlüpft in seine Pantoffeln.</p>
<p>„Langsam, langsam!“, ruft er. „Ich komme ja schon. Es dauert nur ein Weilchen, ein alter Mann ist ja kein D-Zug!“</p>
<p>Schlurfend bewegt er sich in Richtung seiner Wohnungstür. Seine alten Knochen wollen nicht mehr so schnell und auch sein Rücken ist schon ein wenig in Mitleidenschaft gezogen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Das kommt vom vielen Schleppen der Säcke, die immer voller Geschenke für die Kinder waren“, denkt Willi. „Aber die Freude der Kinder und deren strahlende Augen waren all die Mühen und die anstrengende Arbeit wert.“</p>
<p>„Weihnachtsmann Willi!!!“, ruft es von außerhalb. „Bitte mach doch die Tür auf!!!“</p>
<p>„Ja, doch! Ich bin ja schon unterwegs!“, antwortet er.</p>
<p>„Was gibt es denn so Dringendes, dass du einen solchen Lärm veranstalten musst?“ will Weihnachtsmann Willi wissen. „Ich wusste gar nicht, dass ein kleines Engelchen so kräftig und energisch gegen die Tür klopfen kann“, meint er schmunzelnd.</p>
<p>„Eine Katastrophe, lieber Weihnachtsmann“, schluchzt nun das Engelchen. „In der Himmelswerkstatt geht alles drunter und drüber! Du musst uns unbedingt helfen, bitte, bitte!“</p>
<p>„Nun komm doch erst einmal herein, liebes Engelchen und erzähle mir alles der Reihe nach. Aber schließ die Tür hinter dir, sonst wird es kalt in meiner bescheidenen Hütte.“</p>
<p>„Ja, natürlich“, sagt das Engelchen brav und nachdem sich Beide vor den Kamin gesetzt haben, berichtet es:</p>
<p>„Auf der Erde werden momentan dringend Schutzengel gebraucht und so haben sich viele Engel, die eigentlich für andere Bereiche zuständig sind, für eine Weiterbildung als Schutzengel beworben. Auch viele von den Engelchen, die normalerweise in der Himmelswerkstatt und in der Himmelsbäckerei arbeiten, verrichten entweder schon unten auf der Erde ihre Arbeit oder sie stecken gerade noch in der Weiterbildung. Jetzt haben wir hier oben einen großen Personalmangel.“</p>
<p>„Ja, ja“, nickt Weihnachtsmann Willi. „Das ist wahrlich ein Problem.“</p>
<p>„Bitte, bitte, du musst uns unbedingt helfen“, bettelt das Engelchen.</p>
<p>„Ja, ja“, wiederholt sich Willi. „Aber ich habe hier keine kleinen Helferlein versteckt.“</p>
<p>„Aber du könntest uns doch selbst helfen, indem du in der Himmelswerkstatt mitarbeitest.“</p>
<p>Fast ein wenig verlegen schlägt das Engelchen die Lider nieder und hofft, dass der Weihnachtsmann nicht nein sagt.</p>
<p>„Nun ja“, brummt dieser in seinen Bart. „Ich bin nicht so gut in den handwerklichen Dingen.“</p>
<p>„Du bekommst auch nur ganz einfache Aufgaben“, flehentlich sieht es den alten Herrn an. Zum Beispiel könntest du doch die Geschenke verpacken.“</p>
<p>„Mmh, mmh!“, überlegt Willi hin und her…….</p>
<p style="text-align: center;">….Fortsetzung folgt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/weihnachtsmann-willi/">Weihnachtsmann Willi</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/seine-letzte-tour-2/">Seine letzte Tour</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/besuch-vom-nikolaus/">Besuch vom Nikolaus </a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Da bin ich!</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/da-bin-ich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2021 13:01:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Fenster]]></category>
		<category><![CDATA[Gast]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist ein schöner sonniger Tag. Frühling liegt in der Luft. Meine Laune ist bestens. Ich öffne die Haustür. „Halli, Hallo! Hier bin ich! Die anderen kommen gleich nach!“, scheint sie zu sagen und schon tanzt meine Besucherin ins Haus hinein. Meine Laune ist dahin. Ich verfolge meinen ungebetenen Gast und will ihn wieder hinaus befördern. Leider ist meine Besucherin sehr flink. Sie entkommt mir immerzu, doch irgendwann gibt sie nach. Erleichtert werfe ich die Tür hinter ihr zu. Da fällt mir das Küchenfenster ein. Es steht offen. Nichts wie hin. Zu spät! Ja, wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, dann …. &#160; &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Flie Das Familien – A B C Wenn der Vater mit dem Sohn … &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein schöner sonniger Tag. Frühling liegt in der Luft. Meine Laune ist bestens. Ich öffne die Haustür.</p>
<p>„Halli, Hallo! Hier bin ich! Die anderen kommen gleich nach!“, scheint sie zu sagen und schon tanzt meine Besucherin ins Haus hinein.</p>
<p>Meine Laune ist dahin. Ich verfolge meinen ungebetenen Gast und will ihn wieder hinaus befördern. Leider ist meine Besucherin sehr flink. Sie entkommt mir immerzu, doch irgendwann gibt sie nach. Erleichtert werfe ich die Tür hinter ihr zu. Da fällt mir das Küchenfenster ein. Es steht offen. Nichts wie hin. Zu spät!</p>
<p>Ja, wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, dann ….</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/flie/">Flie</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/das-familien-b-c-2/">Das Familien – A B C</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/wenn-der-vater-mit-dem-sohn/">Wenn der Vater mit dem Sohn …</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Missverständnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2021 19:40:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Erklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Missverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Schmunzeln]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute rufe ich eine neue Kategorie in meinem Blog ins Leben: &#8222;100 Worte&#8220;, so heißt diese und hier finden kleine Alltagsbegebenheiten ihren Platz. Diese passieren einfach mal zwischendurch im täglichen Einerlei und entlocken uns den einen oder anderen Schmunzler oder auch ein Stirnrunzeln. Da sie so klein sind, werden sie hier auch nur mit höchsten 100 Worten erzählt. Das ist manchmal gar nicht so einfach, aber ich will es versuchen. Also nun geht es los: &#160; Ich marschiere in die Küche und gebe der Tür hinter mir einen leichten Schups. Sie schließt sich bis auf einen Spalt. &#8222;Lottchen hat es gerade noch geschafft hineinzukommen, ohne dass du sie eingequetscht hast&#8220;, erklärt mir mein Mann. &#8222;Sie ist dir nämlich gefolgt!&#8220; &#8222;Armes Kätzchen! Zum Glück bist du durchgekommen&#8220;, bedauere ich. &#8222;Was brauchst du?&#8220;, erkundigt sich die schwerhörige Oma. &#8222;Ich brauche nichts&#8220;, erwidere ich. &#8222;Ich habe mit Lottchen gesprochen, weil ich die Tür hinter mir zugeworfen habe und sie glücklicherweise unbeschadet hindurchgekommen ist.&#8220; &#8222;Wer ist gekommen?&#8220;, fragt Sohnemann, der nichts außer den allerletzten Rest meiner Erklärung mitbekommen hat. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute rufe ich eine neue Kategorie in meinem Blog ins Leben:<br />
&#8222;100 Worte&#8220;, so heißt diese und hier finden kleine Alltagsbegebenheiten ihren Platz. Diese passieren einfach mal zwischendurch im täglichen Einerlei und entlocken uns den einen oder anderen Schmunzler oder auch ein Stirnrunzeln. Da sie so klein sind, werden sie hier auch nur mit höchsten 100 Worten erzählt. Das ist manchmal gar nicht so einfach, aber ich will es versuchen.</p>
<p><span class="dropcap">A</span>lso nun geht es los:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Ich marschiere in die Küche und gebe der Tür hinter mir einen leichten Schups. Sie schließt sich bis auf einen Spalt.</em></strong></p>
<p><strong><em>&#8222;Lottchen hat es gerade noch geschafft hineinzukommen, ohne dass du sie eingequetscht hast&#8220;, erklärt mir mein Mann. &#8222;Sie ist dir nämlich gefolgt!&#8220;</em></strong></p>
<p><strong><em>&#8222;Armes Kätzchen! Zum Glück bist du durchgekommen&#8220;, bedauere ich.</em></strong></p>
<p><strong><em>&#8222;Was brauchst du?&#8220;, erkundigt sich die schwerhörige Oma.</em></strong></p>
<p><strong><em>&#8222;Ich brauche nichts&#8220;, erwidere ich. &#8222;Ich habe mit Lottchen gesprochen, weil ich die Tür hinter mir zugeworfen habe und sie glücklicherweise unbeschadet hindurchgekommen ist.&#8220;</em></strong></p>
<p><strong><em>&#8222;Wer ist gekommen?&#8220;, fragt Sohnemann, der nichts außer den allerletzten Rest meiner Erklärung mitbekommen hat.</em></strong></p>
<p>(100 Worte)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/hallo-taxi/">Hallo Taxi!</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/pirat-schorsch/">Pirat Schorsch</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/frau-froehlich-und-herr-trueb/">Frau Fröhlich und Herr Trüb</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Was hat Oma Hildi angestellt? (1)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2021 14:31:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[anstellen]]></category>
		<category><![CDATA[Bäcker]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Geschwister]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Mund]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
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					<description><![CDATA[Enkelkinder sind neugierig. So auch Oma Hildis Enkel. Er ist bereits ein Schulkind und möchte keine erfundene Gutenachtgeschichte hören, sondern eine aus dem wahren Leben. Deshalb versucht er mit einem kleinen Trick Oma Hildi Geschichten aus ihrer Kindheit zu entlocken.  „Mama und Papa sagen, ich sei früher ein kleiner Schlingel gewesen, weil ich Papa mit der Zange in den Popo gezwickt habe, als er auf der Leiter stand. Warst du auch so ein Schlingel oder warst du immer brav?“ „Eigentlich war ich immer brav, soweit ich mich erinnern kann…,“, meint die Großmutter schmunzelnd. „Bis auf ein- oder zweimal vielleicht.“ Dieser letzte Satz lässt den Enkel aufhorchen. Er will das jetzt ganz genau wissen. „Nun sag schon. Was hast du angestellt?“ „Ach, du weißt ja sicher, dass ich noch einen Bruder und eine Schwester hatte. Ich war die Jüngste von uns Dreien und somit das Nesthäkchen, wie man so schön sagt.“ „Dann bist du wohl genauso verwöhnt worden, wie ich als Einzelkind“, sagt der Enkel hoffnungsvoll. „Naja, manchmal haben sie mich ein bisschen verwöhnt, aber es &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Enkelkinder sind neugierig. So auch Oma Hildis Enkel. Er ist bereits ein Schulkind und möchte keine erfundene Gutenachtgeschichte hören, sondern eine aus dem wahren Leben. Deshalb versucht er mit einem kleinen Trick Oma Hildi Geschichten aus ihrer Kindheit zu entlocken.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">„M</span>ama und Papa sagen, ich sei früher ein kleiner Schlingel gewesen, weil ich Papa mit der Zange in den Popo gezwickt habe, als er auf der Leiter stand. Warst du auch so ein Schlingel oder warst du immer brav?“<br />
„Eigentlich war ich immer brav, soweit ich mich erinnern kann…,“, meint die Großmutter schmunzelnd. „Bis auf ein- oder zweimal vielleicht.“<br />
Dieser letzte Satz lässt den Enkel aufhorchen. Er will das jetzt ganz genau wissen.<br />
„Nun sag schon. Was hast du angestellt?“<br />
„Ach, du weißt ja sicher, dass ich noch einen Bruder und eine Schwester hatte. Ich war die Jüngste von uns Dreien und somit das Nesthäkchen, wie man so schön sagt.“<br />
„Dann bist du wohl genauso verwöhnt worden, wie ich als Einzelkind“, sagt der Enkel hoffnungsvoll.<br />
„Naja, manchmal haben sie mich ein bisschen verwöhnt, aber es war ja Krieg damals und man kann das schwer mit heutzutage vergleichen. Meine Eltern haben schon sehr darauf geachtet, dass wir auch teilen gelernt haben. Naja, ich war ja noch klein und manchmal vergisst<span class="Apple-converted-space">  </span>man das auch…“<br />
„Aha, ich ahne da etwas!“ Erwartungsvoll blickt der Enkelsohn seine Oma an, die auch gleich weitererzählt.<br />
„Eigentlich waren die Beiden ja auch irgendwie selbst schuld. Ich war ja noch so klein, vielleicht drei Jahre. Aber das weiß ich nicht mehr so genau. Auf jeden Fall hatten sie ein bisschen Geld, das für uns alle bestimmt war. Nicht viel, nur ein paar Pfennige. Aber sie reichten aus, um sich etwas etwas zu kaufen, das es nicht alle Tage gab. Vielleicht kannst du dir denken, was das war?!“<br />
„Ich weiß nicht. Mama sagt immer, man muss nicht jeden Tag Süßigkeiten haben.“<br />
„Da liegst du gar nicht so falsch. Meine Geschwister haben mir das Geld in die Hand gedrückt und mich zum Bäcker um die Ecke geschickt. Dort sollte ich Schokolade kaufen.“<br />
„Oh, oh! Und du hast das Geld verloren?“, fragt der Enkel.<br />
„Aber nein!“, Oma schaut fast ein wenig entsetzt. „Das Geld habe ich ganz fest gehalten, als ich zum Laden gelaufen bin. Die Bäckersfrau hat mich gekannt und mir sogar etwas mehr Schokolade für mein Geld gegeben. Sie hat mich sogar daran erinnert, dass ich mich beeilen sollte, damit die Schokolade nicht in meiner Hand zerschmilzt. Auf dem Heimweg hatte ich es allerdings nicht mehr so eilig wie auf dem Hinweg. Ich habe mir nämlich überlegt, dass ich ja lieber meinen Anteil schon essen sollte, damit er nicht schmilzt. Die Schokolade hat so gut geschmeckt. Richtig lecker. Ich glaube fast, ich habe nie mehr wieder so köstliche Schokolade gegessen.“<br />
„Weißt du noch welche Marke es war“, erkundigt sich ihr Zuhörer.<br />
„Nein, ich konnte damals doch noch nicht lesen und sie war ja auch gar nicht eingepackt, sie lag nur lose in einer kleinen Papiertüte. Jedenfalls war mein Anteil sicher in meinem Bauch gelandet und weil die Bäckersfrau mir ja mehr gegeben hatte, dachte ich mir ich könnte sicherheitshalber diesen Teil auch noch essen. Davon wussten meine Geschwister ja nichts und so würden sie ihn auch nicht vermissen. Sicher ist Sicher, dachte ich mir und stopfte die Schokolade in mich hinein.“<br />
„Hast du kein Bauchweh davon bekommen?“<br />
„Das nicht, ich kann mich zumindest nicht daran erinnern. Im Gedächtnis ist mir etwas ganz anderes geblieben.“<br />
„Und was?“<br />
„Die entsetzten Gesichter meiner Geschwister als ich endlich nach einer Ewigkeit zu Hause ankam.“<br />
„Wieso?“<br />
„Naja, zum Einen, weil alles rund um meinen Mund total schokoladenverschmiert war…“<br />
„Und zum anderen?“, will der Enkel wissen.<br />
„… weil die Tüte vollkommen leer war.“<br />
„Ohje, das hat wohl Ärger gegeben.“<br />
„Das kannst du aber glauben“, bestätigt Oma Hildi. „Die Schokolade, die ich ein paar Wochen später von meiner Patentante zum Geburtstag geschenkt bekam, musste ich abgeben und bekam selbst nur ein winziges Stückchen davon ab.“<br />
„Richtig so!“, schallt es von der Kinderzimmertür her. Dort steht nämlich Opa, der den letzten Teil der Geschichte mitgehört hat. „Das sollten wir auch einführen, denn Oma futtert mir immer die ganze Schokolade weg und ich finde dann nur noch die leere Verpackung. Leider verrät sie sich nicht mehr durch einen schokoladenverschmierten Mund.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das auch noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/gut-gemeint/">Gut gemeint</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/babette-und-der-schneemann/">Babette und der Schneemann</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Opa erzähl mir eine Geschichte</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/opa-erzaehl-mir-eine-geschichte/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/opa-erzaehl-mir-eine-geschichte/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2020 19:08:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Großvater]]></category>
		<category><![CDATA[Stiel]]></category>
		<category><![CDATA[Teich]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
		<category><![CDATA[Zimmer]]></category>
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					<description><![CDATA[Sabinchen ist bei ihren Großeltern zu Besuch. Papa und Mama haben sie am Wochenende zu Opa und Oma gebracht, wo sie eine ganze Woche bleiben darf. Nun ist sie schon den dritten Tag hier und es gefällt ihr richtig gut. Gemeinsam unternehmen sie viel und so kommt bei Sabinchen keine Langeweile auf. Mit ihren fünf Jahren ist sie an allem interessiert und fragt den Opa gerne Löcher in den Bauch, wie er immer so schön sagt.  Gerade haben sie draußen im Garten gegrillt, aber jetzt muss sie leider ins Bett, dabei fühlt sie sich kein bisschen müde. Wie Kinder nun mal so sind, probiert auch Sabine alle möglichen Ausreden aus, aber es hilft nichts. Die Großeltern schicken sie zum Zähneputzen ins Bad. „Wenn du fertig bist, dann rufst du. Ich komme zum Gute-Nacht-Sagen noch mal ganz kurz nach oben“,schlägt Opa Friedrich vor.  „Ich gebe dir jetzt schon den Gutenachtkuss“, meint Oma Erika und drückt Sabine einen zarten Kuss auf die Wange. „Ich muss nämlich noch das ganze Chaos in der Küche beseitigen und die Spülmaschine &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sabinchen ist bei ihren Großeltern zu Besuch. Papa und Mama haben sie am Wochenende zu Opa und Oma gebracht, wo sie eine ganze Woche bleiben darf. Nun ist sie schon den dritten Tag hier und es gefällt ihr richtig gut. Gemeinsam unternehmen sie viel und so kommt bei Sabinchen keine Langeweile auf. Mit ihren fünf Jahren ist sie an allem interessiert und fragt den Opa gerne Löcher in den Bauch, wie er immer so schön sagt.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">G</span>erade haben sie draußen im Garten gegrillt, aber jetzt muss sie leider ins Bett, dabei fühlt sie sich kein bisschen müde. Wie Kinder nun mal so sind, probiert auch Sabine alle möglichen Ausreden aus, aber es hilft nichts. Die Großeltern schicken sie zum Zähneputzen ins Bad.</p>
<p>„Wenn du fertig bist, dann rufst du. Ich komme zum Gute-Nacht-Sagen noch mal ganz kurz nach oben“,schlägt Opa Friedrich vor.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Ich gebe dir jetzt schon den Gutenachtkuss“, meint Oma Erika und drückt Sabine einen zarten Kuss auf die Wange. „Ich muss nämlich noch das ganze Chaos in der Küche beseitigen und die Spülmaschine einräumen.“<br />
Es dauert gar nicht lange, da tönt der Ruf durch das Haus:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Opa, kommst du?!“</p>
<p>Wie versprochen erscheint der Großvater im alten Kinderzimmer von Sabines Mutter. Das Mädchen sitzt aufrecht im Bett und bettelt:</p>
<p>„Bitte, bitte erzähl mir noch eine Geschichte. Ich bin nämlich überhaupt noch nicht müde.“</p>
<p>„Aber höchstens für 5 Minuten“, lässt sich der Großvater erweichen. „Länger sollte eine Gute-Nacht-Geschichte nicht dauern.“</p>
<p>„Na gut“, willigt Sabinchen ein.</p>
<p>„Worüber soll ich denn erzählen?“, möchte Opa Friedrich wissen.</p>
<p>„Von einem Blümchen“, sagt die Kleine sofort. „Ich habe nämlich im Garten eine schöne gelbe Blume entdeckt. Sie wächst direkt bei dem kleinen Teich.“</p>
<p>Opa Friedrich überlegt. Im Moment gibt es ja nur wenige Frühlingsblüher und so weiß er eigentlich sofort welche Blume seine Enkeltochter meint.</p>
<p>„Hat sie viele kleine gelbe Blüten, die oben auf einem langen dünnen Stiel wachsen?“, vergewissert er sich.</p>
<p>„Ja, genau!“</p>
<p>„Das ist ein Schlüsselblümchen. Ich mag diese Frühlingsblümchen sehr gerne. Als ich noch ein Kind war, ungefähr so alt wie du“, beginnt er zu erzählen, „da gab es eine große Wiese in der Nähe meines Elternhauses. Dort durften wir Kinder immer spielen. Im Frühjahr war sie ganz gelb. Auf ihr blühten viele, viele Schlüsselblumen. Damals habe ich meiner Mutter einen dicken Strauß geschenkt. Heute sind diese Blümchen seltener geworden und stehen unter Naturschutz.“<br />
Sabine hört ganz genau zu und stellt dann eine Frage:</p>
<p>„Warum heißen sie denn eigentlich ‚Schlüsselblumen‘?“</p>
<p>„Weil sie gewissermaßen einem Schlüsselbund gleichen. Ihre kleinen Blüten sind so angeordnet wie die vielen einzelnen Schlüssel an einem Schlüsselbund. Manche Menschen nennen sie auch Himmelsschlüssel.“</p>
<p>„Ein Schlüssel, um den Himmel aufzuschließen. Wer soll das denn machen?“, fragt Sabine neugierig.</p>
<p>„Naja, es gibt eine Legende*, die sagt, dass der Heilige Petrus die Schlüssel zu der Himmelspforte besitzt. Er hat sie immer gut gehütet, damit sie ihm niemand wegnehmen kann. Trotzdem berichtete man ihm eines Tages, dass irgendwelche Übeltäter sich einen Nachschlüssel angefertigt hätten. Das war keine gute Nachricht und Petrus erschrak sehr. Er begann vor Schreck zu zittern und so entglitten ihm die Schlüssel. Der Schlüsselbund fiel und fiel. Immer tiefer und tiefer, bis er schließlich auf die Erde plumpste. Da lag er nun.“</p>
<p>„Oh nein!“, ruft Sabine erschrocken aus. „Das ist ja schrecklich. Mama hat mal ihren Autoschlüssel verloren. Sie war völlig verzweifelt und hat überall gesucht. Gefunden hat sie ihn schließlich in Papas Jackentasche. Da war Mama wieder glücklich und hat sich riesig gefreut.“</p>
<p>Sabinchen schaut ihren Opa an und hofft, dass die Geschichte weitergeht. Doch Opa Friedrich lächelt und schweigt. Er will damit seine Enkelin noch ein wenig auf die Folter spannen, was auch die Wirkung nicht verfehlt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Hat denn Petrus seinen Himmelsschlüssel auch wieder bekommen“, fragt Sabine aufgeregt.</p>
<p>„Naja, zuerst war er mal weg und guter Rat war teuer. Aber zum Glück hatte einer der Engel alles genau beobachtet und gesehen, wo der Schlüsselbund gelandet war“, berichtet Opa Friedrich.</p>
<p>“Er flog schnell und zielgerichtet hinunter zur Erde. Inmitten einer Wiese sah er ihn in der Frühlingssonne glitzern. Er hob ihn auf und brachte ihn Petrus wieder zurück in den Himmel.“</p>
<p>„Und was hat das mit den schönen gelben Schlüsselblümchen zu tun?“</p>
<p>„Stell dir vor!“, flüstert Opa Friedrich geheimnisvoll. „Dort, wo der Schlüssel die Erde berührt hat, genau an dieser Stelle blühten plötzlich wunderschöne gelbe Blümchen. Die Schlüsselblümchen. Die Himmelsschlüssel sind sozusagen zu Blumen geworden.“</p>
<p>„Ist das eine schöne Geschichte“, gähnt Sabinchen. „Morgen werde ich sie nochmal ganz genau betrachten und für Mama und Papa ein Bild malen“, beschließt das kleine Mädchen bevor es vom Schlaf übermannt wird. Großvater Friedrich schleicht sich leise aus dem Zimmer und schließt lächelnd die Tür.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>* Hier findet man die Legende und viel Wissenswertes zum Thema &#8222;Schlüsselblume&#8220;:</p>
<p>vgl.: https://www.beetfreunde.de/schluesselblumen-himmelsschluessel/</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ein gewöhnlicher Donnerstag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2020 13:12:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Becher]]></category>
		<category><![CDATA[Donnerstag]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Hunger]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgenosse]]></category>
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					<description><![CDATA[Sein Name war Anton Helfer.* Er war Oberamtsrat und sehr korrekt. Das drückte auch seine ganze Haltung und sein gesamtes Verhalten aus. Er ging aufrecht, erhobenen Hauptes und mit dem Blick geradeaus. Stellte man ihm eine Frage, so konnte man sicher sein, dass er sie wahrheitsgemäß beantwortete. Man konnte nicht behaupten, dass er viel lachte, doch hin und wieder huschte auch bei ihm ein sympathisches Schmunzeln über das Gesicht.  Ob er bei seinen Mitmenschen beliebt war? Zumindest war er nicht unbeliebt. Doch durch seine sehr zurückhaltende und recht introvertierte Art begegnete man ihm nicht mit überschwänglichen Gefühlen. Man akzeptierte und respektierte ihn und mochte ihn auf eine ganz eigene Art. Anton war auf keinen Fall ein unangenehmer Zeitgenosse, doch man musste ihn zu nehmen wissen. Er war unverheiratet. Nein, das entsprach nicht ganz der Wahrheit. Einst war er es, aber inzwischen geschieden von der Frau, die ihn auch heute noch nicht losließ. Sie führten gewissermaßen eine Wochenendbeziehung, die inzwischen allerdings nur noch auf platonische Art stattfand. Der Tag, an dem es sich ereignete, war ein &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sein Name war Anton Helfer.* Er war Oberamtsrat und sehr korrekt. Das drückte auch seine ganze Haltung und sein gesamtes Verhalten aus. Er ging aufrecht, erhobenen Hauptes und mit dem Blick geradeaus. Stellte man ihm eine Frage, so konnte man sicher sein, dass er sie wahrheitsgemäß beantwortete. Man konnte nicht behaupten, dass er viel lachte, doch hin und wieder huschte auch bei ihm ein sympathisches Schmunzeln über das Gesicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">O</span>b er bei seinen Mitmenschen beliebt war? Zumindest war er nicht unbeliebt. Doch durch seine sehr zurückhaltende und recht introvertierte Art begegnete man ihm nicht mit überschwänglichen Gefühlen. Man akzeptierte und respektierte ihn und mochte ihn auf eine ganz eigene Art. Anton war auf keinen Fall ein unangenehmer Zeitgenosse, doch man musste ihn zu nehmen wissen.<br />
Er war unverheiratet. Nein, das entsprach nicht ganz der Wahrheit. Einst war er es, aber inzwischen geschieden von der Frau, die ihn auch heute noch nicht losließ. Sie führten gewissermaßen eine Wochenendbeziehung, die inzwischen allerdings nur noch auf platonische Art stattfand.<br />
Der Tag, an dem es sich ereignete, war ein gewöhnlicher Donnerstag. Anton packte um Schlag 18 Uhr am Abend seine Aktentasche und schloss sein Büro im Amt ab. Exakt mit dem letzten Schlag der Turmuhr der benachbarten Kirche hörte er noch ein anderes Geräusch. Es war sein Magen, der knurrend kund gab, dass er Hunger hatte.<br />
Anton horchte in sich hinein und erkannte, dass er nicht nur Hunger, sondern auch noch Appetit hatte. Ihm gelüstete es nach einer Spezialität aus einem Schnellrestaurant, das angeblich niemand besuchte, wo man sich allerdings immer in einer Schlange anstellen musste.<br />
Anton Helfer marschierte in die Fußgängerzone und freute sich auf ein richtig deftiges Essen.<br />
Unvermittelt trat ihm ein Mann in den Weg und hielt ihm die ausgestreckte Hand entgegen. Anton stoppte unwillkürlich und blickte auf diese etwas schmutzige Hand, die der Fremde ihm nicht zum Grüße reichen wollte, sondern um etwas hineingelegt zu bekommen.<br />
„Bitte! Haben Sie ein paar Euro?! Ich habe Hunger“, sagte der Mann, der ähnlich schmutzig aussah wie seine Hand.<br />
„Nein“, sagte Anton. „Das wird doch nur in Alkohol angelegt.“<br />
Bevor der Bittende etwas erwidern konnte, erklang Antons raue befehlende Stimme erneut: „Mitkommen!“<br />
Verdutzt sah ihn der Fremde an, doch Anton wandte sich schon zum Weitergehen. So blieb dem Mann nichts anderes übrig, als ihm nachzulaufen.<br />
Verwundert betrat er dann nach Anton das besagte Schnellrestaurant und stellte sich hinter ihm in der Schlange an.<br />
„Suchen Sie sich etwas aus,- egal was auch immer. Nur kein Alkohol“, meinte Anton Helfer bestimmt und ohne jegliche erkennbare Regung.<br />
Als sie dann gemeinsam vor Speis und Trank saßen, herrschte zwischen ihnen totale Stille. Der Fremde aß so gierig, als hätte man ihm ein feudales Menü vorgesetzt.<br />
„Was können Sie?“, wollte Anton irgendwann wissen.<br />
„Nichts mehr“, lautete die Antwort.<br />
„Das gibt es nicht!“, schmetterte der Oberamtsrat ihm entgegen.<br />
„Früher war ich einmal Schreiner, aber nach dem Tod meiner Frau hat mich der Lebensmut verlassen und ich kann alles nur noch mit Alkohol ertragen.“<br />
Anton blickte auf die zitternden Hände, die den Becher mit Limonade umklammerten und dann in das Gesicht des Fremden. Was er sah, waren ehrliche und unsagbar traurige Augen.<br />
„Hier“, sagte Anton und reichte ihm eine Visitenkarte. „Kommen Sie morgen nüchtern und sauber in mein Büro. Dann reden wir weiter und vielleicht finden wir eine Lösung. Aber Sie müssen dem Alkohol für immer abschwören.“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Daraufhin erhob sich Anton Helfer, schenkte dem Fremden ein kurzes freundliches Lächeln und verschwand ohne ein weiteres Wort durch die Restauranttür nach draußen…</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Name ist frei erfunden und hat nichts mit lebenden oder gestorbenen Personen zu tun</p>
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		<title>Auf der Suche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jul 2019 22:01:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Eindruck]]></category>
		<category><![CDATA[Korb]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pfiff]]></category>
		<category><![CDATA[Suche]]></category>
		<category><![CDATA[Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich habe ich ja schon von unserer Katze berichtet. Sie hält sich zur Zeit hauptsächlich draußen auf und lässt sich nur noch selten blicken. Auch frisst sie sehr wenig und ist ziemlich abgemagert. Da wir nicht einfach nur warten wollten, dass sie sich wieder einmal bei uns blicken lässt, sind wir auf die Suche nach ihr gegangen. Unsere Katze hört nicht nur auf ihren Namen, sondern auch auf unser Pfeifen. Mein Pfeifen ist ihr zwar manchmal ziemlich egal, aber auf den Pfiff meines Mannes, der sehr intensiv und durchdringend ist und selbst mir in den Ohren weh tut, reagiert sie sofort. Also haben wir uns auf den Weg durch unser Wohngebiet gemacht. Zunächst sind wir die näheren Straßen mit dem Auto abgefahren, denn normalerweise kommt sie sofort aus irgendeiner Ecke hervor, wenn sie das Motorgeräusch unseres Wagens hört. Mit heruntergekurbeltem Fenster ließ mein Mann seinen durchdringenden Pfiff ertönen. Leider blieben wir erfolglos und fuhren etwas traurig wieder nach Hause. Doch so schnell gaben wir natürlich nicht auf. Wir gingen zu dem nahegelegenen kleinen Wäldchen, da &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich habe ich ja schon von unserer Katze berichtet. Sie hält sich zur Zeit hauptsächlich draußen auf und lässt sich nur noch selten blicken. Auch frisst sie sehr wenig und ist ziemlich abgemagert.</p>
<p>Da wir nicht einfach nur warten wollten, dass sie sich wieder einmal bei uns blicken lässt, sind wir auf die Suche nach ihr gegangen. Unsere Katze hört nicht nur auf ihren Namen, sondern auch auf unser Pfeifen. Mein Pfeifen ist ihr zwar manchmal ziemlich egal, aber auf den Pfiff meines Mannes, der sehr intensiv und durchdringend ist und selbst mir in den Ohren weh tut, reagiert sie sofort. Also haben wir uns auf den Weg durch unser Wohngebiet gemacht. Zunächst sind wir die näheren Straßen mit dem Auto abgefahren, denn normalerweise kommt sie sofort aus irgendeiner Ecke hervor, wenn sie das Motorgeräusch unseres Wagens hört. Mit heruntergekurbeltem Fenster ließ mein Mann seinen durchdringenden Pfiff ertönen. Leider blieben wir erfolglos und fuhren etwas traurig wieder nach Hause. Doch so schnell gaben wir natürlich nicht auf.</p>
<p>Wir gingen zu dem nahegelegenen kleinen Wäldchen, da mein Mann sie neulich mal aus dieser Richtung hat kommen sehen. Kurz vor dem Wald blieben wir stehen und mein Mann schickte seinen Pfiff durch die Luft. Unterstützend rief ich den Namen unserer Katze.</p>
<p>Siehe da, schon hörten wir ein Rascheln und lautes Miauen. Beide Geräusche näherten sich uns. Und dann sahen wir sie. Sie kam geradewegs auf uns zu. Allerdings nicht aus dem Wäldchen, sondern aus einem Gebüsch in einem Garten. Jetzt sahen wir auch, dass der Maschendrahtzaun am Boden verbogen war und somit ein Schlupfloch bot. Genau dort hindurch schlüpfte unsere Katze und umschmeichelte jetzt unsere Beine.</p>
<p>Zunächst machte es den Eindruck, als wolle sie uns etwas zeigen, denn sie lief den Waldweg ein paar Schritte entlang, dann wartete sie auf uns. Wir folgten ihr und sie lief wieder ein paar Meter. Allerdings schien sie schon bald selbst nicht mehr genau zu wissen, was sie eigentlich wollte und so schlugen wir die entgegengesetzte Richtung ein und marschierten nach Hause. Unsere Katze folgte uns erzählend und kam sogar mit ins Haus. Als sie ein paar Happen gefressen hatte, wollte sie wieder nach draußen. Von der geschlossenen Haustür marschierte sie zur geschlossenen Terrassentür. Da beides keinen Erfolg zeigte, probierte sie ihre Katzenklappe aus, doch auch diese hatten wir wohlweißlich verschlossen. Sie begann natürlich zu jammern. Hätte ich es nicht besser gewusst, so hätte ich gedacht, sie sei rollig oder hätte irgendwo Junge, die sie versorgen muss.</p>
<p>Gerade als wir schon fast durch ihr Jammern nachgeben und sie wieder nach draußen entlassen wollten, beruhigte sie sich. Sie legte sich gemütlich auf den Teppich und begann sich zu putzen. Danach sprang sie zu meinem Mann auf das Sofa, ließ sich kraulen und schlief dann tief, fest und zufrieden ein.</p>
<p>Am Morgen musste sie allerdings ganz schnell und dringend weg. Natürlich ohne Frühstück. Aber sie kam tagsüber, futterte und schlief auf der Terrasse in ihrem Körbchen, bevor sie wieder auf Tour ging.</p>
<p>Mal sehen, ob sie heute Nacht von alleine kommt&#8230;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6008 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1405-300x241.jpg" alt="" width="300" height="241" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1405-300x241.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1405-768x616.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1405-1024x821.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1405.jpg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-6010 size-medium aligncenter" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1420-270x300.jpg" alt="" width="270" height="300" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1420-270x300.jpg 270w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1420-768x853.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1420-922x1024.jpg 922w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1420.jpg 1199w" sizes="(max-width: 270px) 100vw, 270px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/ungebetener-besuch/">Ungebetener Besuch</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Frau Fröhlich und Herr Trüb</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/frau-froehlich-und-herr-trueb/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Oct 2017 22:41:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[draußen]]></category>
		<category><![CDATA[fröhlich]]></category>
		<category><![CDATA[Griesgram]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Tag]]></category>
		<category><![CDATA[trüb]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
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					<description><![CDATA[„Grüß Gott! Ich bin Frau Fröhlich und wohne ganz oben auf dem Berg im schönen Bayernland. Umgeben von Wiesen und Wäldern genieße ich die bayrische Natur und mein Leben. Ich bin so, wie schon mein Name verrät, &#8211; eine richtige Frohnatur. Immerzu habe ich ein Lächeln auf den Lippen und am liebsten würde ich den ganzen Tag singen. Gekleidet bin ich natürlich wie eine echte Bayerin. Am liebsten trage ich mein Dirndl und einen feschen Hut habe ich auch auf dem Kopf. Er schützt mich vor der Sonne, damit ich keinen Sonnenstich bekomme. Mir geht es richtig gut, wäre da nicht mein Nachbar. Er ist ein echter Griesgram. Er scheint immer schlecht gelaunt zu sein, selbst die Sonne kann ihn nicht aus dem Haus locken. Eigentlich sieht er in seinen kurzen Lederhosen recht adrett aus, zu denen er ein weißes Hemd, eine rote Krawatte und Kniestümpfe trägt. Mit seinem Hütchen wird er zum feschen Bayer. Wir könnten eigentlich ein nettes Pärchen abgeben, aber mit ihm kann man ja nicht einmal reden. Sobald ich nach draußen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Grüß Gott! Ich bin Frau Fröhlich und wohne ganz oben auf dem Berg im schönen Bayernland. Umgeben von Wiesen und Wäldern genieße ich die bayrische Natur und mein Leben.</strong><br />
<strong> Ich bin so, wie schon mein Name verrät, &#8211; eine richtige Frohnatur. Immerzu habe ich ein Lächeln auf den Lippen und am liebsten würde ich den ganzen Tag singen.</strong><br />
<span class="dropcap">G</span>ekleidet bin ich natürlich wie eine echte Bayerin. Am liebsten trage ich mein Dirndl und einen feschen Hut habe ich auch auf dem Kopf. Er schützt mich vor der Sonne, damit ich keinen Sonnenstich bekomme.<br />
Mir geht es richtig gut, wäre da nicht mein Nachbar. Er ist ein echter Griesgram. Er scheint immer schlecht gelaunt zu sein, selbst die Sonne kann ihn nicht aus dem Haus locken.<br />
Eigentlich sieht er in seinen kurzen Lederhosen recht adrett aus, zu denen er ein weißes Hemd, eine rote Krawatte und Kniestümpfe trägt. Mit seinem Hütchen wird er zum feschen Bayer. Wir könnten eigentlich ein nettes Pärchen abgeben, aber mit ihm kann man ja nicht einmal reden. Sobald ich nach draußen gehe, weil ich ein nettes Gespräch mit ihm suche und die Sonne vom Himmel lacht, verschwindet er wieder nach drinnen. Manchmal denke ich schon fast, ich hätte eine ansteckende Krankheit. So verhält er sich jedenfalls, wenn ich auch nur die Nasenspitze nach draußen stecke.<br />
Wir müssen gezwungenermaßen miteinander auskommen. Das ist nicht immer leicht, wie ihr euch vorstellen könnt. Und oft ist es auch anstrengend. Doch wenn wir uns an gewisse Regeln halten, dann kann jeder sein Leben leben und wir haben keinen Streit.“</p>
<p>„Jetzt muss ich mich aber auch mal zu Wort melden. Ich bin Johann Trüb und der Nachbar der flotten jungen Dame von nebenan. Wir teilen uns ein Haus, sie wohnt links und ich rechts. Sie kommt immer lächelnd vor die Tür und ich würde sie gerne kennenlernen. Das ist aber gar nicht so einfach. Sie scheint mich nämlich für einen schlecht gelaunten Menschen zu halten, der ihre gute Laune gefährden könnte. So zieht sie es immer vor, drinnen zu bleiben, wenn ich draußen bin und mir die schöne Natur ansehe. Dabei würde ich doch so gerne ein kleines Schwätzchen mit ihr halten und sie davon überzeugen, dass ich gar kein so übler Kerl bin. Anscheinend will sie das aber nicht. Neulich erst habe ich mich ganz still in meiner Wohnung verhalten. Als ich ihre Schritte hörte, die in Richtung Tür gingen, wollte ich auch zur Tür eilen. Vor lauter Aufregung konnte ich mich aber plötzlich nicht mehr bewegen. Ein anderes Mal hörte ich gleichzeitig mit meinem Hinaustreten, dass sie sich wieder in ihre Wohnung zurückzog und sich die Tür schloss. Das macht mich schon ein bisschen traurig. Ich frage mich, warum sie mich so meidet. Ich habe mir noch nie etwas zu Schulden kommen lassen und bin eigentlich ein recht verträglicher Typ. Nur das weiß sie ja nicht, weil wir noch nie miteinander geredet haben.“</p>
<p>„Heute habe ich den Griesgram von nebenan beobachtet, als er draußen vor der Tür stand. Eigentlich sieht er gar nicht so unfreundlich aus. Ob ich ihm unrecht tue? Vielleicht ist er im Grunde genommen ganz nett. Aber er dreht sich nicht einmal um und vorgestellt hat er sich mir auch noch nie, obwohl wir schon so lange nebeneinander wohnen. So langsam werde ich neugierig und es würde mich schon interessieren, wie er tatsächlich so ist.“</p>
<p>„Fast jeden Tag sehe ich sie. Sie sieht wirklich nett aus. Es muss schön sein mit ihr befreundet zu sein. Wenn sie nur nicht so schüchtern wäre und immer versuchen würde ein Zusammentreffen zu vermeiden.“</p>
<p>„Ich frage mich, was passiert ist. Schon eine ganze Woche habe ich ihn nicht mehr gesehen. Hoffentlich ist ihm nichts passiert. Er wird doch nicht krank sein?! Ich mache mir Sorgen.“</p>
<p>„Oh, ist sie hübsch anzusehen. Ich könnte ihr stundenlang zusehen. Am liebsten würde ich zu ihr hinaus gehen, aber ich kann nicht. Irgendetwas hält mich hier drinnen.“</p>
<p>„Ob ich ihn morgen wiedersehen werde? Ich vermisse ihn.“</p>
<p>„Ob sie mich schon vermisst hat? Immerhin war ich jetzt schon eine ganze Weile nicht mehr vor der Tür. Morgen werde ich wieder hinausgehen. Vielleicht habe ich Glück und treffe sie doch einmal.“</p>
<p>„Oh, er ist wieder da! Ich freue mich. Ich habe richtig Herzklopfen, so freue ich mich ihn zu sehen. Was ist nur mit mir los? Er könnte mir doch vollkommen gleichgültig sein. Sollte ich mich in ihn verliebt haben? Das kann doch nicht sein. Er interessiert sich doch gar nicht für mich.“</p>
<p>„Ich könnte ohne sie nicht mehr leben. Sie ist inzwischen ein Teil meines Lebens geworden. Ich glaube, ich bin in sie verliebt. Aber sie ist unerreichbar für mich. Ich sehne mich mit jeder Faser meines Herzens nach ihr.“</p>
<p>„Ich bin mir sicher, eines Tages wird sich mein Wunsch erfüllen. Er und ich werden gemeinsam vor dem Haus stehen und uns unsere Liebe gestehen.“</p>
<p>„Könnte ich ihr nur mein Herz schenken. Ich würde alles dafür tun mit ihr vereint vor dem Haus zu stehen und ihr meine Liebe zu erklären…“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Mama, Mama! Unser Wetterhäuschen ist kaputt. Die Sonnenfrau und der Regenmann stehen beide vor der Tür. Schau nur wie glücklich sie aussehen. Bestimmt sind sie froh endlich einmal gemeinsam draußen zu sein!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr dies noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/grossvaters-haus/">Großvaters Haus</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-abenteuer-des-kleinen-matz/">Die Abenteuer des kleinen Matz</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/karl-und-pingy/">Karl und Pinky</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Auch das bin ich</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/auch-das-bin-ich/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/auch-das-bin-ich/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Oct 2017 22:41:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Über mich]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Gäste]]></category>
		<category><![CDATA[Kaugummi]]></category>
		<category><![CDATA[Tankwart]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=4634</guid>

					<description><![CDATA[Als ich neulich in einer Buchhandlung stöberte, entdeckte ich ein Buch, das mein Interesse weckte. Ich griff  danach, blätterte es durch und erstand es.  Inzwischen hat es einen Platz in meinem Arbeitszimmer. Es handelt sich um „Das Buch der fast vergessenen Wörter“ von Petra Cnyrim*. Sie erklärt und zeigt den Ursprung bestimmter Wörter auf. Manche davon sind ganz verschwunden, andere sind im Begriff vergessen zu werden. Schon beim Durchblättern kamen Erinnerungen in mir hoch und eine Idee entstand: Ich möchte meinen Namen (Astrid Berg) auf solche Wörter und meine damit ganz persönlichen Erinnerungen durchforsten. Also lasst Euch überraschen, was dabei herausgekommen ist. A &#160; Als Kind trug ich im Winter einen Anorak und raste in einem Affenzahn auf meinem Schlitten den Hügel hinunter. Heute saust man vielleicht in einer mit Fell gefütterten Windjacke, in einer Skijacke oder in einer mit Daunen gepolsterten Kapuzenjacke&#8230; den Schneehang hinunter, aber keinesfalls in einem stinknormalen Anorak. Da ich 1960 geboren bin, war es in meiner Generation üblich, dass man im Laufe seines Weges zum Erwachsenwerden mit der Aussteuer ausgestattet &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als ich neulich in einer Buchhandlung stöberte, entdeckte ich ein Buch, das mein Interesse weckte. Ich griff  danach, blätterte es durch und erstand es.  Inzwischen hat es einen Platz in meinem Arbeitszimmer. </strong><strong>Es handelt sich um „Das Buch der fast vergessenen Wörter“ von Petra Cnyrim*. Sie erklärt und zeigt den Ursprung bestimmter Wörter auf. Manche davon sind ganz verschwunden, andere sind im Begriff vergessen zu werden.</strong><br />
<strong>Schon beim Durchblättern kamen Erinnerungen in mir hoch und eine Idee entstand: Ich möchte meinen Namen (Astrid Berg) auf solche Wörter und meine damit ganz persönlichen Erinnerungen durchforsten. Also lasst Euch überraschen, was dabei herausgekommen ist.</strong></p>
<p><span class="dropcap">A</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als Kind trug ich im Winter einen <strong>Anorak</strong> und raste in einem <strong>Affenzahn</strong> auf meinem Schlitten den Hügel hinunter. Heute saust man vielleicht in einer mit Fell gefütterten Windjacke, in einer Skijacke oder in einer mit Daunen gepolsterten Kapuzenjacke&#8230; den Schneehang hinunter, aber keinesfalls in einem stinknormalen Anorak.<br />
Da ich 1960 geboren bin, war es in meiner Generation üblich, dass man im Laufe seines Weges zum Erwachsenwerden mit der <strong>Aussteuer</strong> ausgestattet wurde. So bekam ich zum Beispiel von meinen beiden Patentanten zu Weihnachten, Ostern, Geburtstagen, Kommunion, Firmung und zu allen passenden Gelegenheiten Geschenke, die für meine Aussteuer bestimmt waren. Sie schenkten mir silberne Löffel, Gabeln, Messer, Bettwäsche, Handtücher, Geschirrtücher etc. . Damit sollte gewährleistet sein, dass ich bei der Hochzeit schon notwendige Utensilien zum gemeinsamen Hausstand beisteuern konnte.<br />
Die Großtante meines Mannes setzte gewissermaßen diese Tradition fort. Sie schenkte mir vor unserer Hochzeit  ebenfalls Handtücher, Geschirrtücher und Gästehandtücher.<br />
Mal ganz ehrlich, wir besitzen viele davon noch. Besonders von den Geschirrtüchern gibt es noch etliche. Ich musste mir bisher noch keine neuen anschaffen. Die Handtücher entsprechen weder unserem heutigen Geschmack, noch passen sie zu unseren Vorstellungen. Aber sie finden noch vielfältige Verwendung, zum Beispiel in der Garage.</p>
<p><span class="dropcap">S</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jedes Jahr zum 30. Oktober, am Weltspartag, marschierte ich als Kind mit meiner <strong>Sparbüchse</strong> zur Bank und zahlte mein gespartes Geld ein.<br />
Sonntags zog man mir mein <strong>Sonntagskeidchen</strong> an und meine Mutter machte den <strong>Sonntagsbraten</strong>. Da ich ein schlechter Esser war, nannte man mich auch manchmal einen <strong>Suppenkasper</strong>.<br />
Später in der Schule machte ich einen <strong>Schreibmaschine</strong>nkurs, den übrigens auch noch unser Sohn als Vorbereitung auf die Computerarbeit in der 10. Klasse belegte. Meine beiden Examensarbeiten (1. und 2. Staatsexamen) schrieb ich damals auf einer Schreibmaschine. Allerdings nutzte ich hierfür eine elektrische Schreibmaschine, was schon ein enormer Fortschritt war und für mich einen gewissen Luxus bedeutete.</p>
<p><span class="dropcap">T</span></p>
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<p>Stellt Euch vor, damals gab es  <strong>Telefonzellen</strong> und man führte seine Telefongespräche noch räumlich abgegrenzt von den anderen Menschen, die sich auf der Straße befanden. Das hatte den Vorteil, dass nicht alle Umstehenden lautstark mitbekamen, was man der Freundin, dem Freund oder anderen Gesprächsteilnehmern am Ende der Leitung mitteilte. Ich erinnere mich, dass der Anruf bei der Telefonauskunft kostenlos war und wir manchmal unsere Späße mit dem Fräulein am anderen Ende machten.<br />
Zwar betankte ich mein Mofa und später mein Auto immer selbst, aber trotzdem lernte ich in meiner Kindheit und Jugend noch die Existenz eines <strong>Tankwart</strong>es kennen.<br />
Aber warum sollten wir denn immerzu nur mit dem Auto fahren? Bewegung war angesagt. Dafür erfand man den <strong>Trimm-dich-Pfad</strong>. Und wenn man abends müde vor dem Fernseher eingeschlafen war, dann wachte man möglicherweise erst beim <strong>Testbild</strong> wieder auf. Ich habe dieses Testbild noch genau vor meinem geistigen Auge.</p>
<p><span class="dropcap">R</span></p>
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<p>Mein Mann beschwert sich, wenn Studenten statt eines wissenschaftlichen Taschenrechners einfach den im Handy integrierten Taschenrechner benutzen. Wie sich doch die Zeiten ändern. Obwohl wir auch schon zu Schulzeiten mit dem Taschenrechner fleißig rechnen mussten, lernten wir noch den Gebrauch des <strong>Rechenschieber</strong>s kennen. Ich gebe zu, dass ich ganz schön aufgeschmissen wäre, wenn ich jetzt dieses Gerät bedienen müsste. Im Gegensatz zu der heutigen jungen Generation, die keinerlei Vorkenntnisse bezüglich eines Rechenschiebers hat, könnte ich mich sicherlich wieder einarbeiten und das einst Gelernte aus meinem Gedächtnis hervor kramen.</p>
<p><span class="dropcap">I</span></p>
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<p>Wie viele Kinder hörte und las ich gerne Märchen. Im Studium belegte ich sogar ein Seminar zu diesem Thema und mein Erstes Staatsexamen schrieb ich dann auch über Märchen. Wie jeder weiß, begegnete Rotkäppchen dem bösen Wolf. Damals bezeichnete man ihn auch mit dem Namen „<strong>Isegrim</strong>“. Heute taucht diese Bezeichnung höchstens noch im Kreuzworträtsel auf, &#8211; wenn überhaupt.</p>
<p><span class="dropcap">D</span></p>
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<p>In meiner Kindheit machte man noch <strong>Dauerlauf</strong>. Heute joggt man, geht walken oder läuft einen Marathon, nur Dauerlauf macht niemand mehr.<br />
Wir bezahlten mit der DM (<strong>Deutschen Mark</strong>) und sprachen von einem <strong>Dutzend</strong>, wenn wir zum Beispiel zwölf Brötchen etc. meinten.</p>
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<p><span class="dropcap">B</span></p>
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<p>Mein Großvater mütterlicherseits war Frisörmeister, den man damals als <strong>Barbier</strong> bezeichnete. Ganz verschwunden scheint dieses Wort jedoch noch nicht zu sein, denn auch in unserer Stadt gibt es heute wieder einen Barbier.<br />
Auch den Begriff „<strong>Butterberg</strong>“ lernte ich kennen und wusste, dass es einen Überschuss an Butter gab. Das erfuhr ich in den siebziger Jahren als Kind mal so nebenbei, als ich mit meiner Mutter freitags zum Wocheneinkauf ging.<br />
Wenn sich zwei <strong>Bengel</strong> tüchtig stritten, so konnte es schon mal passieren, dass der eine vom anderen eine <strong>Backpfeife</strong> erhielt und dann beleidigt mit seinem <strong>Bonanzafahrrad</strong> davon fuhr. Mein Mann kaufte sich vor ein paar Jahren eine Art „Retro-Bonanzafahrrad, bei welchem der Reifen des Hinterrades ebenso wie beim amerikanischen Original einen größeren Durchmesser hat. So erinnert das Bonanzafahrrad an eine Harley Davidson.</p>
<p><span class="dropcap">E</span></p>
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<p>Wir drückten damals unsere Überraschung oder Verwunderung ganz einfach mit einem einzigen Wort aus: &#8222;<strong>Eiderdaus</strong>!&#8220; Wir sammelten beispielsweise <strong>emsig</strong> Autogrammkarten und hielten manche super genauen Menschen für <strong>Erbsenzähler</strong>. Auch das bargeldlose Bezahlen kannten wir schon, allerdings nutzten wir hierfür den <strong>Eurocheque. </strong></p>
<p><span class="dropcap">R</span></p>
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<p>Ich kann mich noch genau an den roten <strong>Reisewecke</strong>r erinnern, den meine Tante besaß. Er war sehr handlich und man konnte ihn sozusagen zusammenklappen.<br />
Und mit <strong>Rollschuhen</strong> konnte ich ziemlich gut laufen. Wir trafen uns draußen auf der Straße in unserem Wohngebiet, auf der kaum Autos fuhren und dann liefen wir damit um die Wette. Ich weiß noch, dass eines Tages eine Schulfreundin hinfiel und sich den Arm brach. Und vor noch gar nicht allzu langer Zeit überlegte ich, ob ich es noch einmal versuchen sollte. Die Geschichte hierzu könnte Ihr gerne nachlesen: <a href="http://lifetellsstories.de/wenn-es-dem-esel-zu-wohl-ist/">Wenn es dem Esel zu wohl ist&#8230;</a></p>
<p><span class="dropcap">G</span></p>
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<p>Kennt ihr noch den Kaugummiautomaten, den wir nur mit einem <strong>Groschen</strong> füttern mussten, damit er uns eine Kaugummikugel herausgab? Überhaupt konnte man für einen Groschen in meiner Kindheit noch einige Dinge kaufen, zum Beispiel einen Lutscher oder Brausestangen zum Lecken.<br />
Auch spielten wir in der Pause <strong>Gummitwist</strong> mit ausgedienten und aneinander geknoteten Gummis. Das machte riesigen Spaß.</p>
<p>Und ebenso viel Freude hat mir gerade die Erinnerung an fast oder ganz vergessene Dinge und Wörter gemacht, die in meiner Kindheit und Jugend noch total selbstverständlich waren.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><em>Sie gehören zu mir, wie mein Name an der Tür.</em></strong></p>
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<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-bin-ich-und-noch-viel-mehr/">Das bin ich &#8230; und noch viel mehr</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ich-hab-da-eine-kleine-macke/">Ich hab&#8216; da eine kleine Macke</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>*Petra Cnyrim, Das Buch der fast vergessenen Wörter, riva Verlag München, 2. Auflage 2017</p>
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		<title>Babette und der Schneemann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Dec 2016 02:14:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Ärger]]></category>
		<category><![CDATA[Babette]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; &#160; Es drücken sich Tobi und Toni an der Scheibe die Nasen breit, der Raum ist erfüllt von Jubel und Heiterkeit. Sie singen im Chor gar laut: „Juhu, es schneit, es schneit!!! Bald nun ist die liebe Weihnachtszeit.“ Mit Jacke, Schal und Mütze sie hinaus auf die Straße geh’n, dort lassen sie sich die Flocken um die Nase weh’n. Im Garten dann die Schneeballschlacht entfacht, wie herrlich, welche Freude der Schnee doch macht. Sie lachen und tanzen mit den Flocken um die Wette, und landen vor der Haustür der alten Babette. Geschreie und Gejohle erweckt diese aus ihrem Mittagsschlafe, Ihr ahnt es schon, dies wird nicht bleiben ohne Strafe. Tobi und Toni dicke Kugeln für einen Schneemann rollen, Babette sich aus dem Bette erhebt mit Grollen. Im Nachthemd sie durch die Wohnung schleicht, verärgert über Lärm und Radau sie die Tür erreicht. Ein Ende sie will diesem Toben nun schlagartig setzen und den Hund auf die Störenfriede hetzen. Tobi und Toni flüchten vor dem Gespenst im Hemd und Waldi sie freudig verfolgt, weil er &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es drücken sich Tobi und Toni an der Scheibe die Nasen breit,<br />
der Raum ist erfüllt von Jubel und Heiterkeit.<br />
Sie singen im Chor gar laut: „Juhu, es schneit, es schneit!!!<br />
Bald nun ist die liebe Weihnachtszeit.“</p>
<p>Mit Jacke, Schal und Mütze sie hinaus auf die Straße geh’n,<br />
dort lassen sie sich die Flocken um die Nase weh’n.<br />
Im Garten dann die Schneeballschlacht entfacht,<br />
wie herrlich, welche Freude der Schnee doch macht.</p>
<p>Sie lachen und tanzen mit den Flocken um die Wette,<br />
und landen vor der Haustür der alten Babette.<br />
Geschreie und Gejohle erweckt diese aus ihrem Mittagsschlafe,<br />
Ihr ahnt es schon, dies wird nicht bleiben ohne Strafe.</p>
<p>Tobi und Toni dicke Kugeln für einen Schneemann rollen,<br />
Babette sich aus dem Bette erhebt mit Grollen.<br />
Im Nachthemd sie durch die Wohnung schleicht,<br />
verärgert über Lärm und Radau sie die Tür erreicht.</p>
<p>Ein Ende sie will diesem Toben nun schlagartig setzen<br />
und den Hund auf die Störenfriede hetzen.<br />
Tobi und Toni flüchten vor dem Gespenst im Hemd<br />
und Waldi sie freudig verfolgt, weil er die Beiden kennt.</p>
<p>Babette schimpft und wettert hinter den Dreien her,<br />
der Ärger plagt sie nun noch mehr.<br />
Ein greller, lauter Pfiff ertönt aus ihrem Mund:<br />
„Komm zurück, du dummer Hund!“</p>
<p>Tobi und Toni verstecken sich hinter einem Strauch,<br />
warten ab bis Babettes Ärger ist verraucht.<br />
Als erneut ein Schnarchen ertönt aus dem Haus,<br />
sie schleichen leise aus ihrem Versteck heraus.</p>
<p>Sie haben eine Idee, zu besänftigen die alte Babette,<br />
holen die Weihnachtskiste mit Kugeln und Kette.<br />
So schmücken die beiden Kinder,<br />
den Schneemann mit Schal und Zylinder.</p>
<p>Augen, Nase, Mund und fertig ist des Schneemanns Gesicht,<br />
der hoffentlich Babette mit seinem Lächeln besticht.<br />
Girlande und Glöckchen die Tür nun schmücken,<br />
das muss doch auch Babette entzücken.</p>
<p>Tobi und Toni an der Türe die Klingel jetzt drücken<br />
und sich hinter den Holzstapel verdrücken.<br />
Babette erscheint, reißt die Arme zuerst in die Lüfte<br />
und stemmt sie dann in die Hüfte.</p>
<p>Sie erblickt den Schneemann und den Weihnachtsschmuck,<br />
dreht sich um mit einem Ruck.<br />
In Babettes Gesicht kein Ärger mehr steht,<br />
dieser ist auf einmal wie weggeweht.</p>
<p>Babette mit einem glücklichen Lächeln ruft jetzt aus:<br />
„Kinder kommt aus dem Versteck heraus!<br />
Ich habe Kuchen und heiße Schokolade,<br />
auch Kekse mit feiner Marmelade!“</p>
<p>So nimmt der Kinder Entschuldigung Babette herzlich an,<br />
sie auch nicht mehr böse sein kann.<br />
Die Kinder aber sind mit Rücksicht auf Babettes Schlaf bedacht,<br />
nicht zu stören diesen bei Tag und Nacht.</p>
<p>Zwischen Babette und den Buben eine Freundschaft entsteht,<br />
die hoffentlich noch viele Jahre besteht.<br />
Rücksicht und Freundlichkeit ist die Zauberformel dafür,<br />
denn sie öffnen jede Herzenstür.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch diese Geschichten noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-begegnung/">Die Begegnung</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/total-ueberraschend-und-unverhofft/">Total überraschend und unverhofft</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/arme-kleine-gans/">Arme kleine Gans</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Das Beitragsbild habe ich in Bangkok in einem Supermarkt von einem Verkaufsstand abfotografiert. Der Künstler ist mir unbekannt.</p>
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