<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss"
	xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#"
	>

<channel>
	<title>Haus &#8211; life tells stories</title>
	<atom:link href="https://lifetellsstories.de/tag/haus/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://lifetellsstories.de</link>
	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
	<lastBuildDate>Tue, 27 Jul 2021 14:07:59 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">123020734</site>	<item>
		<title>Der Alte und der Neue</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/der-alte-und-der-neue/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/der-alte-und-der-neue/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jul 2021 14:07:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[alt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ecke]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Tag]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=7291</guid>

					<description><![CDATA[Es ist ein sonniger Tag, ich freue mich auf meine Arbeit. Doch plötzlich bringt die Hausherrin einen funkelnagelneuen Besen. „Jetzt hast du ausgedient“, sagt sie zu mir und stellt mich in die Ecke. „Der Neue ist viel schöner, so sauber. Mit ihm geht die Arbeit bestimmt viel flotter und besser.“ Ich muss zugeben, dass ich schmutzig, ziemlich abgenutzt und auch geschrumpft bin. Mit Eifer geht sie ans Werk. „Da macht die Arbeit richtig Spaß!“, ruft sie aus, doch nach einer Weile tauscht sie ihn gegen mich aus. Tja, denke ich, neue Besen kehren gut, aber die Alten kennen die Ecken. &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: In die Jahre gekommen Ärger mit dem verflixten kleinen Ding Fräulein Tussnelda &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein sonniger Tag, ich freue mich auf meine Arbeit. Doch plötzlich bringt die Hausherrin einen funkelnagelneuen Besen. „Jetzt hast du ausgedient“, sagt sie zu mir und stellt mich in die Ecke. „Der Neue ist viel schöner, so sauber. Mit ihm geht die Arbeit bestimmt viel flotter und besser.“<br />
Ich muss zugeben, dass ich schmutzig, ziemlich abgenutzt und auch geschrumpft bin. Mit Eifer geht sie ans Werk. „Da macht die Arbeit richtig Spaß!“, ruft sie aus, doch nach einer Weile tauscht sie ihn gegen mich aus. Tja, denke ich, neue Besen kehren gut, aber die Alten kennen die Ecken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-jahre-gekommen/">In die Jahre gekommen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/aerger-mit-dem-verflixten-kleinen-ding/">Ärger mit dem verflixten kleinen Ding</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/fraeulein-tussnelda/">Fräulein Tussnelda</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/der-alte-und-der-neue/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">7291</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Der Ausreißer</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/7152-2/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/7152-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Apr 2021 09:10:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Park]]></category>
		<category><![CDATA[Teich]]></category>
		<category><![CDATA[zufrieden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=7152</guid>

					<description><![CDATA[Ein kurzes Video, rief eine Erinnerung aus meiner Kindheit in mir hoch. Hiervon möchte ich Euch heute hier an dieser Stelle erzählen: Er hatte  ein schönes Zuhause. Der Park und der Teich waren ganz nach seinem Geschmack. Gefährten hatte er ebenfalls. Er war zufrieden mit seinem Leben. Doch eines Tages packte ihn die Reiselust. Er flog davon und ließ alles unter sich. Da er kein Ziel hatte, landete er irgendwo und das war genau vor unserer Haustür. Ich weiß nicht mehr, wer ihn entdeckte, aber ich erinnere mich, dass meine Mutter bei der Stadtverwaltung anrief. Daraufhin erschienen städtische Mitarbeiter, fingen ihn ein und brachten den schönen weißen Schwan zurück in den Alteburgpark mitten in unserer Stadt. Jetzt war er wieder zu Hause. &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Sonntagsausflug Ach, du lieber Schwan! Lady und Junior &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kurzes Video, rief eine Erinnerung aus meiner Kindheit in mir hoch. Hiervon möchte ich Euch heute hier an dieser Stelle erzählen:</p>
<p>Er hatte  ein schönes Zuhause. Der Park und der Teich waren ganz nach seinem Geschmack. Gefährten hatte er ebenfalls. Er war zufrieden mit seinem Leben.<br />
Doch eines Tages packte ihn die Reiselust. Er flog davon und ließ alles unter sich. Da er kein Ziel hatte, landete er irgendwo und das war genau vor unserer Haustür.<br />
Ich weiß nicht mehr, wer ihn entdeckte, aber ich erinnere mich, dass meine Mutter bei der Stadtverwaltung anrief. Daraufhin erschienen städtische Mitarbeiter, fingen ihn ein und brachten den schönen weißen Schwan zurück in den Alteburgpark mitten in unserer Stadt. Jetzt war er wieder zu Hause.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3167 size-large" src="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1551-1024x682.jpg" alt="" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1551-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1551-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1551-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1551-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1551.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/sonntagsausflug/">Sonntagsausflug</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/mein-lieber-schwan/">Ach, du lieber Schwan!</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/lady-und-junior/">Lady und Junior</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/7152-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">7152</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Da bin ich!</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/da-bin-ich/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/da-bin-ich/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2021 13:01:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Fenster]]></category>
		<category><![CDATA[Gast]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=7138</guid>

					<description><![CDATA[Es ist ein schöner sonniger Tag. Frühling liegt in der Luft. Meine Laune ist bestens. Ich öffne die Haustür. „Halli, Hallo! Hier bin ich! Die anderen kommen gleich nach!“, scheint sie zu sagen und schon tanzt meine Besucherin ins Haus hinein. Meine Laune ist dahin. Ich verfolge meinen ungebetenen Gast und will ihn wieder hinaus befördern. Leider ist meine Besucherin sehr flink. Sie entkommt mir immerzu, doch irgendwann gibt sie nach. Erleichtert werfe ich die Tür hinter ihr zu. Da fällt mir das Küchenfenster ein. Es steht offen. Nichts wie hin. Zu spät! Ja, wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, dann …. &#160; &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Flie Das Familien – A B C Wenn der Vater mit dem Sohn … &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein schöner sonniger Tag. Frühling liegt in der Luft. Meine Laune ist bestens. Ich öffne die Haustür.</p>
<p>„Halli, Hallo! Hier bin ich! Die anderen kommen gleich nach!“, scheint sie zu sagen und schon tanzt meine Besucherin ins Haus hinein.</p>
<p>Meine Laune ist dahin. Ich verfolge meinen ungebetenen Gast und will ihn wieder hinaus befördern. Leider ist meine Besucherin sehr flink. Sie entkommt mir immerzu, doch irgendwann gibt sie nach. Erleichtert werfe ich die Tür hinter ihr zu. Da fällt mir das Küchenfenster ein. Es steht offen. Nichts wie hin. Zu spät!</p>
<p>Ja, wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, dann ….</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/flie/">Flie</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/das-familien-b-c-2/">Das Familien – A B C</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/wenn-der-vater-mit-dem-sohn/">Wenn der Vater mit dem Sohn …</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/da-bin-ich/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">7138</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Nächster Stopp (3)</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/naechster-stopp-3/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/naechster-stopp-3/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2020 10:41:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Brücke]]></category>
		<category><![CDATA[Fontäne]]></category>
		<category><![CDATA[Gestalt]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Post]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=6702</guid>

					<description><![CDATA[Und weiter ging unsere Fahrt. Nach Hause wollten wir noch nicht, deshalb steuerten wir nun Stralsund an. Dort verbrachten wir einen gemütlichen Nachmittag und den frühen Abend. Schaut mal genau Hin! Seht Ihr ganz links im Bild die Wasserlache? Das kommt daher, weil dort ab und zu eine Wasserfontäne aufsteigt. Neugierig, wie der Mensch nun mal ist, ging mein Mann hin und begutachtete die im Boden eingelassene Düse. Da sie momentan kein Wasser versprühte, stellte er sich breitbeinig darüber und meinte, er wolle jetzt hier stehen bleiben. Entsetzt rief ich ihm zu, er solle doch schnell weggehen, denn das Wasser würde sicherlich jeden Augenblick wieder hochschießen. Das hörte ein Passant, der mir zulächelte und meinte: &#8220; Keine Angst! Die Fontäne steigt nur immer zur vollen Stunde auf!&#8220; Mein Blick auf die Turmuhr bestätigte mir, dass für mehr als eine halbe Stunde keine Gefahr bestand. Nach einer Stärkung setzten wir unsere Fahrt fort und wie Ihr sicher richtig vermutet, ging es über diese Brücke hinüber auf die Insel Rügen, wo wir in Göhren übernachteten. Den darauffolgenden &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Und weiter ging unsere Fahrt. Nach Hause wollten wir noch nicht, deshalb steuerten wir nun Stralsund an. Dort verbrachten wir einen gemütlichen Nachmittag und den frühen Abend.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-6706 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8116-scaled-e1600941007489-1024x822.jpg" alt="" width="840" height="674" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8116-scaled-e1600941007489-1024x822.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8116-scaled-e1600941007489-300x241.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8116-scaled-e1600941007489-768x616.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8116-scaled-e1600941007489-1536x1232.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8116-scaled-e1600941007489-2048x1643.jpg 2048w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Schaut mal genau Hin! Seht Ihr ganz links im Bild die Wasserlache? Das kommt daher, weil dort ab und zu eine Wasserfontäne aufsteigt. Neugierig, wie der Mensch nun mal ist, ging mein Mann hin und begutachtete die im Boden eingelassene Düse. Da sie momentan kein Wasser versprühte, stellte er sich breitbeinig darüber und meinte, er wolle jetzt hier stehen bleiben. Entsetzt rief ich ihm zu, er solle doch schnell weggehen, denn das Wasser würde sicherlich jeden Augenblick wieder hochschießen.</p>
<p>Das hörte ein Passant, der mir zulächelte und meinte:</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-6707 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8119-1024x891.jpg" alt="" width="840" height="731" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8119-1024x891.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8119-300x261.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8119-768x668.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8119-1536x1337.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8119-2048x1783.jpg 2048w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>&#8220; Keine Angst! Die Fontäne steigt nur immer zur vollen Stunde auf!&#8220;</p>
<p>Mein Blick auf die Turmuhr bestätigte mir, dass für mehr als eine halbe Stunde keine Gefahr bestand.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6708 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8121-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8121-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8121-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8121-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8121-1536x1152.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8121-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Nach einer Stärkung setzten wir unsere Fahrt fort und wie Ihr sicher richtig vermutet, ging es über diese Brücke</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6709 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8140-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8140-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8140-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8140-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8140-1536x1152.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8140-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>hinüber auf die Insel Rügen, wo wir in Göhren übernachteten.</p>
<p>Den darauffolgenden Tag verbrachten wir mit laufen, laufen, laufen. Dabei begeneten uns urige Gestalten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6711 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8195-767x1024.jpg" alt="" width="767" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8195-767x1024.jpg 767w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8195-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8195-768x1026.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8195-1150x1536.jpg 1150w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8195-1533x2048.jpg 1533w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8195-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8195-scaled.jpg 1917w" sizes="auto, (max-width: 767px) 100vw, 767px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6712 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8197-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8197-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8197-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8197-1152x1536.jpg 1152w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8197-1536x2048.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8197-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8197-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6713 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8199-scaled-e1600942136596-962x1024.jpg" alt="" width="840" height="894" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8199-scaled-e1600942136596-962x1024.jpg 962w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8199-scaled-e1600942136596-282x300.jpg 282w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8199-scaled-e1600942136596-768x817.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8199-scaled-e1600942136596.jpg 1353w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Wir genossen die Landschaft, die Natur&#8230;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6714 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8201-1024x767.jpg" alt="" width="840" height="629" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8201-1024x767.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8201-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8201-768x575.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8201-1536x1151.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8201-2048x1535.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6715 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8202-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8202-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8202-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8202-1152x1536.jpg 1152w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8202-1536x2048.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8202-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8202-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6719 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8211-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8211-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8211-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8211-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8211-1536x1152.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8211-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>und das schöne Wetter. Wie Ihr seht, hatten wir unsere Schönwettergarantie wieder dabei und sie hat einwandfrei funktioniert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6717 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8217-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8217-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8217-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8217-1152x1536.jpg 1152w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8217-1536x2048.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8217-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8217-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></p>
<p>Wir marschierten immer der Nase lang und hatten am Abend mindestens 15-17 Kilometer zurückgelegt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6718 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8210-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8210-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8210-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8210-1152x1536.jpg 1152w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8210-1536x2048.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8210-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8210-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></p>
<p>Als wir wieder bei unserem Auto ankamen, nahmen wir Abschied von der Insel Rügen, indem wir hie und da noch einmal ausstiegen und ein paar Fotos machten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6721 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8223-1-1024x820.jpg" alt="" width="840" height="673" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8223-1-1024x820.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8223-1-300x240.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8223-1-768x615.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8223-1-1536x1230.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8223-1-2048x1640.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6722 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8231-scaled-e1600943161194-1024x914.jpg" alt="" width="840" height="750" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8231-scaled-e1600943161194-1024x914.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8231-scaled-e1600943161194-300x268.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8231-scaled-e1600943161194-768x686.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8231-scaled-e1600943161194-1536x1372.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8231-scaled-e1600943161194-2048x1829.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6723 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8234-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8234-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8234-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8234-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8234-1536x1152.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8234.jpg 1940w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6724 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8235-1024x686.jpg" alt="" width="840" height="563" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8235-1024x686.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8235-300x201.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8235-768x515.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8235-1536x1029.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8235-2048x1372.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6725 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8236-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8236-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8236-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8236-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8236-1536x1152.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8236-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6726 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8248-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8248-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8248-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8248-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8248-1536x1152.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2020/09/IMG_8248-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Längst ahnt Ihr schon, dass uns der Abschied schwer fiel und wir noch immer nicht nach Hause wollten. So fuhren wir auch nur bis Rostock, von wo ich Euch im nächsten Post erzähle.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-meerjungfraeulein/">Das Meerjungfräulein</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/4134-2/">Unterwegs mit Piraten</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/anton/">Anton</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/naechster-stopp-3/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6702</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Das Haus am anderen Ende der Straße</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/das-haus-am-anderen-ende-der-strasse/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/das-haus-am-anderen-ende-der-strasse/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2020 18:30:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerin]]></category>
		<category><![CDATA[Onkel]]></category>
		<category><![CDATA[seltsam]]></category>
		<category><![CDATA[Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Tränen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=6457</guid>

					<description><![CDATA[Nele ist neu in der Gegend. Sie ist mit ihren Eltern erst vor einer Woche in das große Haus am Ende der Straße gezogen. Vorher hatten sie in einem eigenen Haus in einer anderen Stadt gewohnt, aber nachdem der Vater seine Arbeitsstelle verloren hat, ist das Haus für Nele und ihre Eltern zu teuer geworden. Deshalb haben sie das Haus verkauft und sind in die Wohnung im obersten Stockwerk im Mühlenweg 10* gezogen. Außer ihnen wohnen noch zwei Familien in dem Haus. Im Erdgeschoss lebt Tina, die genauso alt ist wie Nele und ebenfalls in die 3. Klasse geht. „Hast du Lust mir ein bisschen die Gegend zu zeigen?“, fragt Nele ihre zukünftige Klassenkameradin. „Ich kenne mich ja noch nicht so richtig aus.“  „Na klar!“, willigt Tina sofort ein. „Ich hab heute sowieso nichts vor, es sind ja noch Ferien.“ Die beiden Mädchen scheinen sich von Anfang an zu mögen und so spazieren sie die lange Straße entlang bis sie zum anderen Ende kommen, dort, wo es nur noch einen Feldweg gibt, der in den &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nele ist neu in der Gegend. Sie ist mit ihren Eltern erst vor einer Woche in das große Haus am Ende der Straße gezogen. Vorher hatten sie in einem eigenen Haus in einer anderen Stadt gewohnt, aber nachdem der Vater seine Arbeitsstelle verloren hat, ist das Haus für Nele und ihre Eltern zu teuer geworden.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>eshalb haben sie das Haus verkauft und sind in die Wohnung im obersten Stockwerk im Mühlenweg 10* gezogen. Außer ihnen wohnen noch zwei Familien in dem Haus. Im Erdgeschoss lebt Tina, die genauso alt ist wie Nele und ebenfalls in die 3. Klasse geht.<br />
„Hast du Lust mir ein bisschen die Gegend zu zeigen?“, fragt Nele ihre zukünftige Klassenkameradin. „Ich kenne mich ja noch nicht so richtig aus.“<br />
<span class="Apple-converted-space"> </span>„Na klar!“, willigt Tina sofort ein. „Ich hab heute sowieso nichts vor, es sind ja noch Ferien.“<br />
Die beiden Mädchen scheinen sich von Anfang an zu mögen und so spazieren sie die lange Straße entlang bis sie zum anderen Ende kommen, dort, wo es nur noch einen Feldweg gibt, der in den Wald führt. Am Waldrand steht ein altes verfallenes Haus. Es sieht unbewohnt aus, aber Nele bemerkt, dass sich der Vorhang am rechten Fenster bewegt.<br />
„Wohnt dort noch jemand?“, fragt sie Tina ungläubig. „Es wirkt etwas unheimlich!“<br />
„Ach, da wohnt so eine alte merkwürdige Frau“, antwortet die neue Freundin. „Die läuft mit einer Katze auf der Schulter herum und sieht aus, wie die Hexe von Hänsel und Gretel.“<br />
„Hast du sie schon mal gesehen?“<br />
„Nö, die sieht niemand, aber sie sieht alles“, antwortet Tina.<br />
„Woher weißt du dann dass sie aussieht wie die Hexe aus dem Märchen?“, will Nele wissen und bei der Vorstellung schüttelt es sie ein bisschen.<br />
„Das hat mir mal jemand erzählt und der weiß es von einem Freund eines Bekannten, der es von einem Kumpel gehört hat, dessen Onkel bei der Zeitung arbeitet und der weiß es von einem Kollegen, der es auch von jemand erzählt bekommen hat. Keine Ahnung wer das war.“ Tina zuckt mit den Schultern und läuft weiter. „Auf jeden Fall muss man sich von dem Haus und der Alten fernhalten.“<br />
Am Abend als Nele schon im Bett liegt, kann sie nicht schlafen. Sie muss immerzu an das denken, was ihre neue Freundin von dem verfallenen Haus und der seltsamen Frau erzählt hat. Hexen gibt es nicht, das weiß sie, deshalb kann sie die ganze Geschichte nicht so richtig glauben. Vielleicht wohnt tatsächlich niemand mehr in diesem Haus und es war ein Luftzug, der den Vorhang in Bewegung versetzt hat.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Als die Eltern vor dem Zubettgehen nochmal einen Blick in Neles Zimmer werfen, ist das Mädchen immer noch wach.<br />
„Bist du aufgeregt, weil die Ferien bald zu Ende sind und du in eine neue Schule gehst?“, fragt die Mutter.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Nein, aber Tina hat mir von einer seltsamen Frau erzählt und an die muss ich dauernd denken.“<br />
So kommt es, dass Nele den Eltern alles berichtet und sie beschließen sich einmal gemeinsam das Haus von außen anzusehen.<br />
Am nächsten Tag geht die Familie spazieren und kommt auch bei dem verfallenen Haus vorbei.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Du hast Recht, es wirkt merkwürdig. Allerdings ist der Garten in Ordnung und überall blühen Blumen“, meint der Vater. „Irgendjemand scheint den Garten zu pflegen. Aber es steht auch kein Name am Briefkasten.“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Wahrscheinlich wohnt tatsächlich niemand hier, aber wir können ja mal klingeln und uns vorstellen“, schlägt die Mutter vor.<br />
Nele nimmt all ihren Mut zusammen und drückt auf die Klingel, doch niemand reagiert.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Da!“, flüstert Nele und deutet auf das eine Fenster. Kaum merklich hat sich der Vorhang bewegt. Und dann plötzlich sieht Nele noch etwas anderes.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Da !“, sagt sie nun schon zum zweiten Mal und nun sehen auch die Eltern die Bewegung.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Hallo!“, ruft der Vater. „Ist da jemand?!“<br />
Im selben Moment öffnete sich die Tür, die anscheinend nur angelehnt war und eine schwarze Katze schleicht aus dem Haus in den Garten.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Nele hält vor Aufregung die Luft an.<br />
„Bestimmt kommt gleich die alte seltsame Frau heraus“, denkt sie. Aber niemand erscheint.<br />
„Wir versuchen es ein anderes Mal“, schlägt die Mutter vor und dann gehen alle drei nach Hause.<br />
In ihrem Zimmer malt Nele ein Bild von der schwarzen Katze, schreibt ganz klein unten in die Ecke ihren Namen und am nächsten Tag wirft sie dieses in den Briefkasten am Zaun des alten verfallenen Hauses.<br />
„Vielleicht holt es ja jemand heraus…“, überlegt sie sich.<br />
Doch die Tage vergehen und Nele hat das Bild, die Katze, das verfallene Haus und die seltsame Frau schon fast vergessen. Die Schule beginnt wieder und ihre Neugier auf die neuen Klassenkameraden ist plötzlich vorrangig.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Am Freitag der ersten Schulwoche bittet die Klassenlehrerin Nele nach Schulschluss vor dem Lehrerzimmer auf sie zu warten.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Habe ich was falsch gemacht?“, will das Mädchen wissen.<br />
„Nein, ich möchte dir jemand vorstellen“, erwidert die Klassenlehrerin lächelnd, nimmt Nele an der Hand und führt sie zu einer Frau, die im Gang steht.<br />
„Das ist meine Freundin Marianne und das ist Nele, die das Bild von Mimi, der schwarzen Katze gemalt hat“, stellt sie die Beiden gegenseitig vor.<br />
„Ich möchte dir danken!“, sagt die Frau. „Meine Mutter, die im Altersheim lebt, hat sich sehr über dein Bild gefreut. Sie liebt die Katze Mimi sehr.“<br />
Nele bekommt ganz große Augen und ihre Wangen laufen vor Stolz und Aufregung rot an.<br />
„Früher hat meine Mutter mit ihrer schwarzen Katze in dem alten Haus gewohnt, aber jetzt ist sie schon viele Jahre im Altenheim. Ich pflege den Garten und füttere die Katze, aber das Haus wieder instandzusetzen, kann ich mir nicht leisten.“<br />
Die Frau namens Marianne holt tief Luft, bevor sie weiter erzählt:<br />
„Du musst wissen, dass die Katze sehr anhänglich war und immer bei meiner Mutter auf der Schulter saß und dann erfinden die Menschen seltsame Geschichten. Meine Mutter ist aber eine sehr liebe, herzensgute und freundliche Frau. Heute ist sie schon etwas vergesslich und an manchen Tagen erkennt sie mich nicht mehr, aber an ihre Katze Mimi kann sie sich immer noch erinnern. Als sie dein Bild sah, standen ihr Freudentränen in den Augen.“</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-schatten-der-krone/">Im Schatten der Krone</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-meerjungfraeulein/">Das Meerjungfräulein</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/karl-fridolin-von-tap/">Karl Fridolin von Tap</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*frei erfunden</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/das-haus-am-anderen-ende-der-strasse/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>12</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6457</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Frau Fröhlich und Herr Trüb</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/frau-froehlich-und-herr-trueb/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/frau-froehlich-und-herr-trueb/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Oct 2017 22:41:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[draußen]]></category>
		<category><![CDATA[fröhlich]]></category>
		<category><![CDATA[Griesgram]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Tag]]></category>
		<category><![CDATA[trüb]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=4666</guid>

					<description><![CDATA[„Grüß Gott! Ich bin Frau Fröhlich und wohne ganz oben auf dem Berg im schönen Bayernland. Umgeben von Wiesen und Wäldern genieße ich die bayrische Natur und mein Leben. Ich bin so, wie schon mein Name verrät, &#8211; eine richtige Frohnatur. Immerzu habe ich ein Lächeln auf den Lippen und am liebsten würde ich den ganzen Tag singen. Gekleidet bin ich natürlich wie eine echte Bayerin. Am liebsten trage ich mein Dirndl und einen feschen Hut habe ich auch auf dem Kopf. Er schützt mich vor der Sonne, damit ich keinen Sonnenstich bekomme. Mir geht es richtig gut, wäre da nicht mein Nachbar. Er ist ein echter Griesgram. Er scheint immer schlecht gelaunt zu sein, selbst die Sonne kann ihn nicht aus dem Haus locken. Eigentlich sieht er in seinen kurzen Lederhosen recht adrett aus, zu denen er ein weißes Hemd, eine rote Krawatte und Kniestümpfe trägt. Mit seinem Hütchen wird er zum feschen Bayer. Wir könnten eigentlich ein nettes Pärchen abgeben, aber mit ihm kann man ja nicht einmal reden. Sobald ich nach draußen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Grüß Gott! Ich bin Frau Fröhlich und wohne ganz oben auf dem Berg im schönen Bayernland. Umgeben von Wiesen und Wäldern genieße ich die bayrische Natur und mein Leben.</strong><br />
<strong> Ich bin so, wie schon mein Name verrät, &#8211; eine richtige Frohnatur. Immerzu habe ich ein Lächeln auf den Lippen und am liebsten würde ich den ganzen Tag singen.</strong><br />
<span class="dropcap">G</span>ekleidet bin ich natürlich wie eine echte Bayerin. Am liebsten trage ich mein Dirndl und einen feschen Hut habe ich auch auf dem Kopf. Er schützt mich vor der Sonne, damit ich keinen Sonnenstich bekomme.<br />
Mir geht es richtig gut, wäre da nicht mein Nachbar. Er ist ein echter Griesgram. Er scheint immer schlecht gelaunt zu sein, selbst die Sonne kann ihn nicht aus dem Haus locken.<br />
Eigentlich sieht er in seinen kurzen Lederhosen recht adrett aus, zu denen er ein weißes Hemd, eine rote Krawatte und Kniestümpfe trägt. Mit seinem Hütchen wird er zum feschen Bayer. Wir könnten eigentlich ein nettes Pärchen abgeben, aber mit ihm kann man ja nicht einmal reden. Sobald ich nach draußen gehe, weil ich ein nettes Gespräch mit ihm suche und die Sonne vom Himmel lacht, verschwindet er wieder nach drinnen. Manchmal denke ich schon fast, ich hätte eine ansteckende Krankheit. So verhält er sich jedenfalls, wenn ich auch nur die Nasenspitze nach draußen stecke.<br />
Wir müssen gezwungenermaßen miteinander auskommen. Das ist nicht immer leicht, wie ihr euch vorstellen könnt. Und oft ist es auch anstrengend. Doch wenn wir uns an gewisse Regeln halten, dann kann jeder sein Leben leben und wir haben keinen Streit.“</p>
<p>„Jetzt muss ich mich aber auch mal zu Wort melden. Ich bin Johann Trüb und der Nachbar der flotten jungen Dame von nebenan. Wir teilen uns ein Haus, sie wohnt links und ich rechts. Sie kommt immer lächelnd vor die Tür und ich würde sie gerne kennenlernen. Das ist aber gar nicht so einfach. Sie scheint mich nämlich für einen schlecht gelaunten Menschen zu halten, der ihre gute Laune gefährden könnte. So zieht sie es immer vor, drinnen zu bleiben, wenn ich draußen bin und mir die schöne Natur ansehe. Dabei würde ich doch so gerne ein kleines Schwätzchen mit ihr halten und sie davon überzeugen, dass ich gar kein so übler Kerl bin. Anscheinend will sie das aber nicht. Neulich erst habe ich mich ganz still in meiner Wohnung verhalten. Als ich ihre Schritte hörte, die in Richtung Tür gingen, wollte ich auch zur Tür eilen. Vor lauter Aufregung konnte ich mich aber plötzlich nicht mehr bewegen. Ein anderes Mal hörte ich gleichzeitig mit meinem Hinaustreten, dass sie sich wieder in ihre Wohnung zurückzog und sich die Tür schloss. Das macht mich schon ein bisschen traurig. Ich frage mich, warum sie mich so meidet. Ich habe mir noch nie etwas zu Schulden kommen lassen und bin eigentlich ein recht verträglicher Typ. Nur das weiß sie ja nicht, weil wir noch nie miteinander geredet haben.“</p>
<p>„Heute habe ich den Griesgram von nebenan beobachtet, als er draußen vor der Tür stand. Eigentlich sieht er gar nicht so unfreundlich aus. Ob ich ihm unrecht tue? Vielleicht ist er im Grunde genommen ganz nett. Aber er dreht sich nicht einmal um und vorgestellt hat er sich mir auch noch nie, obwohl wir schon so lange nebeneinander wohnen. So langsam werde ich neugierig und es würde mich schon interessieren, wie er tatsächlich so ist.“</p>
<p>„Fast jeden Tag sehe ich sie. Sie sieht wirklich nett aus. Es muss schön sein mit ihr befreundet zu sein. Wenn sie nur nicht so schüchtern wäre und immer versuchen würde ein Zusammentreffen zu vermeiden.“</p>
<p>„Ich frage mich, was passiert ist. Schon eine ganze Woche habe ich ihn nicht mehr gesehen. Hoffentlich ist ihm nichts passiert. Er wird doch nicht krank sein?! Ich mache mir Sorgen.“</p>
<p>„Oh, ist sie hübsch anzusehen. Ich könnte ihr stundenlang zusehen. Am liebsten würde ich zu ihr hinaus gehen, aber ich kann nicht. Irgendetwas hält mich hier drinnen.“</p>
<p>„Ob ich ihn morgen wiedersehen werde? Ich vermisse ihn.“</p>
<p>„Ob sie mich schon vermisst hat? Immerhin war ich jetzt schon eine ganze Weile nicht mehr vor der Tür. Morgen werde ich wieder hinausgehen. Vielleicht habe ich Glück und treffe sie doch einmal.“</p>
<p>„Oh, er ist wieder da! Ich freue mich. Ich habe richtig Herzklopfen, so freue ich mich ihn zu sehen. Was ist nur mit mir los? Er könnte mir doch vollkommen gleichgültig sein. Sollte ich mich in ihn verliebt haben? Das kann doch nicht sein. Er interessiert sich doch gar nicht für mich.“</p>
<p>„Ich könnte ohne sie nicht mehr leben. Sie ist inzwischen ein Teil meines Lebens geworden. Ich glaube, ich bin in sie verliebt. Aber sie ist unerreichbar für mich. Ich sehne mich mit jeder Faser meines Herzens nach ihr.“</p>
<p>„Ich bin mir sicher, eines Tages wird sich mein Wunsch erfüllen. Er und ich werden gemeinsam vor dem Haus stehen und uns unsere Liebe gestehen.“</p>
<p>„Könnte ich ihr nur mein Herz schenken. Ich würde alles dafür tun mit ihr vereint vor dem Haus zu stehen und ihr meine Liebe zu erklären…“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Mama, Mama! Unser Wetterhäuschen ist kaputt. Die Sonnenfrau und der Regenmann stehen beide vor der Tür. Schau nur wie glücklich sie aussehen. Bestimmt sind sie froh endlich einmal gemeinsam draußen zu sein!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr dies noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/grossvaters-haus/">Großvaters Haus</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-abenteuer-des-kleinen-matz/">Die Abenteuer des kleinen Matz</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/karl-und-pingy/">Karl und Pinky</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/frau-froehlich-und-herr-trueb/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>19</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">4666</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Ausgedient</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/ausgedient/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/ausgedient/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Sep 2017 22:03:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[ausgedient]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Rauch]]></category>
		<category><![CDATA[Schall]]></category>
		<category><![CDATA[Schein]]></category>
		<category><![CDATA[Stein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=4562</guid>

					<description><![CDATA[Hey, altes Haus! Wie schaust Du denn aus? Warst einst ein Schatz, hier mitten auf dem Platz. Warst voller Leben und Geschichten Dich umweben, voller Glück und Schicksal. Du hattest keine andere Wahl. Gabst Schutz, Sicherheit und vor allem Geborgenheit. Warst mal schön anzuseh’n, nun allerdings musst Du geh’n. Wirst nicht gebraucht, gehst mit Schall und Rauch. Niemand Dich mehr pflegt, noch Wert auf Dich legt. Wirst bald ersetzt. Schläge man Dir versetzt. Schon bröckelt die Fassade. Niemand findet es schade. Du gibst auf, nimmst den Untergang in Kauf. Zerfällst Stein für Stein, fragst nicht, was wird sein. Sich wird erheben, hier bald neues Leben. Glanz, Prunk, neuer Schwung, höher, weiter, besser und jung. Hey, neues Haus! Gut schaust Du aus! Bist ein richtiger Schatz, hier mitten auf dem Platz. Was wird sein, wenn verblasst der Schein? Wird es Dir ergehen, wie dem alten Haus geschehen? &#160; &#160; Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen: Schnulli Ich hab so gedacht&#8230; Nie gedacht&#8230; &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Hey, altes Haus!<br />
Wie schaust Du denn aus?<br />
Warst einst ein Schatz,<br />
hier mitten auf dem Platz.</p>
<p style="text-align: center;">Warst voller Leben<br />
und Geschichten Dich umweben,<br />
voller Glück und Schicksal.<br />
Du hattest keine andere Wahl.</p>
<p style="text-align: center;">Gabst Schutz, Sicherheit<br />
und vor allem Geborgenheit.<br />
Warst mal schön anzuseh’n,<br />
nun allerdings musst Du geh’n.</p>
<p style="text-align: center;">Wirst nicht gebraucht,<br />
gehst mit Schall und Rauch.<br />
Niemand Dich mehr pflegt,<br />
noch Wert auf Dich legt.</p>
<p style="text-align: center;">Wirst bald ersetzt.<br />
Schläge man Dir versetzt.<br />
Schon bröckelt die Fassade.<br />
Niemand findet es schade.</p>
<p style="text-align: center;">Du gibst auf,<br />
nimmst den Untergang in Kauf.<br />
Zerfällst Stein für Stein,<br />
fragst nicht, was wird sein.</p>
<p style="text-align: center;">Sich wird erheben,<br />
hier bald neues Leben.<br />
Glanz, Prunk, neuer Schwung,<br />
höher, weiter, besser und jung.</p>
<p style="text-align: center;">Hey, neues Haus!<br />
Gut schaust Du aus!<br />
Bist ein richtiger Schatz,<br />
hier mitten auf dem Platz.</p>
<p style="text-align: center;">Was wird sein,<br />
wenn verblasst der Schein?<br />
Wird es Dir ergehen,<br />
wie dem alten Haus geschehen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/schnulli/">Schnulli</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/lottchens-gedanken/">Ich hab so gedacht&#8230;</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/nie-gedacht/">Nie gedacht&#8230;</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/ausgedient/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>8</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">4562</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Großvaters Haus</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/grossvaters-haus/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/grossvaters-haus/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 May 2017 22:56:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Ecke]]></category>
		<category><![CDATA[groß]]></category>
		<category><![CDATA[Großvater]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[klein]]></category>
		<category><![CDATA[Nähkästchen]]></category>
		<category><![CDATA[plaudern]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=4226</guid>

					<description><![CDATA[Heute möchte ich eine neue Kategorie auf meinem Blog eröffnen. Ich nenne sie „Meine Plauderecke“. Hier wird sozusagen ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Es gibt viele Gedanken, die mir manchmal so durch den Kopf schwirren, aus denen ich momentan keine Geschichte machen möchte, aber trotzdem sind sie es wert festgehalten zu werden. Sie sollen in der Plauderecke ihren Platz finden. Als erstes Thema an dieser Stelle habe ich mir folgende zwei Worte ausgesucht: „Klein und Groß“ Ich sah neulich ein kleines Kind an der Hand der Mutter eine Treppe erklimmen und mir wurde bewusst, wie hoch diese Treppenstufen doch für ein Kind dieser Körpergröße sein müssen. Ja und auf einmal machten meine Gedanken einen riesigen Sprung zurück in meine eigene Kindheit. Das Kopfkino startete und schon liefen Bilder vor meinem geistigen Auge ab, von denen ich Euch berichten möchte. Ich fand mich nämlich plötzlich im Haus meines Großvaters wieder. Leider steht es heute nicht mehr, sondern an seinem Platz wurde ein neues Haus von mir fremden Menschen erbaut. Dieses Haus ist tatsächlich wesentlich größer, als &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Heute möchte ich eine neue Kategorie auf meinem Blog eröffnen. Ich nenne sie „Meine Plauderecke“. Hier wird sozusagen ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Es gibt viele Gedanken, die mir manchmal so durch den Kopf schwirren, aus denen ich momentan keine Geschichte machen möchte, aber trotzdem sind sie es wert festgehalten zu werden. Sie sollen in der Plauderecke ihren Platz finden.</strong><br />
<span class="dropcap">A</span>ls erstes Thema an dieser Stelle habe ich mir folgende zwei Worte<br />
ausgesucht:<br />
<em><strong>„Klein und Groß“</strong></em></p>
<p>Ich sah neulich ein kleines Kind an der Hand der Mutter eine Treppe erklimmen und mir wurde bewusst, wie hoch diese Treppenstufen doch für ein Kind dieser Körpergröße sein müssen. Ja und auf einmal machten meine Gedanken einen riesigen Sprung zurück in meine eigene Kindheit. Das Kopfkino startete und schon liefen Bilder vor meinem geistigen Auge ab, von denen ich Euch berichten möchte.<br />
Ich fand mich nämlich plötzlich im Haus meines Großvaters wieder. Leider steht es heute nicht mehr, sondern an seinem Platz wurde ein neues Haus von mir fremden Menschen erbaut. Dieses Haus ist tatsächlich wesentlich größer, als das Haus meines Großvaters war.<br />
Würde ich heute durch die Räume der großväterlichen Wohnung spazieren, so wäre ich sicherlich erstaunt darüber, dass sie größenmäßig nicht mit meinem Eindruck von damals übereinstimmen würden. Es kommt eben immer auf die Sichtweise an. So erscheinen für ein Kleinkind beispielsweise Treppenstufen hoch, Räume groß und weit, aber für uns Erwachsene wirken sie wahrscheinlich gar nicht so gigantisch.<br />
Wenn ich heute in Gedanken durch die Räume des Hauses meines Großvaters gehe, so schreite ich als Kind hindurch und sehe es mit meinen Kinderaugen:<br />
Um das Haus betreten zu können, musste man einige Treppenstufen hoch steigen und gelangte auf ein Podest. Hier habe ich manchmal meine Schultafel aufgestellt und mit meinen Freundinnen, die schon in die Schule gingen, gespielt. Sie zeigten mir, wie man die Buchstaben schreibt und auch was sie gerade im Rechenunterricht gelernt hatten. Das war wohl schon der erste Schritt zu meiner Lehrerausbildung.<br />
So und nun öffnen wir die Haustür:<br />
Man betrat einen Flur, der recht geräumig geschnitten war, zumindest in den Augen eines Kindes.  Linkerhand war das Badezimmer und auf der rechten Seite befand sich eine Holztreppe, die nach oben zu den Schlafräumen führte. Unter der Treppe gab es noch einen kleinen Abstellraum, den man durch eine Tür betreten konnte. Wenn ich recht überlege, weiß ich nicht, ob man sich beim Eintreten bücken musste. Ich musste es sicherlich nicht, aber die Erwachsenen vermutlich schon.<br />
Durchschritt man den Flur und ging einfach geradeaus, kam man in die Wohnküche. Ich erinnere mich an einen Esstisch mit Stühlen und unter dem Fenster stand ein Sofa, von dem ich Euch schon einmal berichtet habe. Dann gab es noch einen Küchenschrank und einen alten gußeisernen Herd, der die Stube beheizte und auf dem gekocht wurde. Opas Hund, genannt Bazi, hatte seinen Platz unter dem Herd, wo es immer schön warm war.<br />
Ein Spülbecken befand sich ebenfalls in der Küche, über dem ich meine beiden Lieblingspuppen auf den Namen Moni und Rita getauft habe.<br />
Der an die Küche angrenzende Raum war das Wohnzimmer. Ich erinnere mich an den Wohnzimmertisch und die Stühle, jedoch nicht mehr an den Schrank. Es gab einen Ölofen, eine Couch und einen Fernseher. In einer Ecke stand ein Sessel und an der Wand hing ein kleines Regal. Hierauf stand ein Bild meiner Omi, die leider als ich ungefähr zwei Jahre alt war, verstorben ist.<br />
Vom Wohnzimmer aus konnte man ein weiteres Zimmer betreten. Hierin stand ein Bett, wahrscheinlich auch ein Schrank, doch ich sehe nur noch das Bett. Hier lag meine Oma während ihrer schlimmen Krankheit, die ihr viele Schmerzen bereitete, so dass sie Morphium bekam.<br />
In das obere Stockwerk kam man über die Treppe im Flur, was ich ja schon erwähnt habe. Oben angekommen, befand sich geradeaus der Dachboden, den ich genauso ungern betrat wie den Keller des Hauses, der sehr niedrig und dunkel war und wo mein Opa eine kleine Bastelwerkstatt hatte.<br />
Links und rechts vom Dachboden befanden sich nur noch zwei Schlafräume.<br />
Möglicherweise gab es in dieser Etage noch eine kleine Abstellkammer, die aber nur gebückt betreten werden konnte. Hierbei bin ich mir allerdings nicht mehr ganz so sicher, ob diese Kammer tatsächlich existierte.<br />
Das Haus selbst war in einem zarten Grünton gestrichen und befand sich auf einem Grundstück mit Hof und Garten. Außerdem gab es noch ein großes Nebengebäude, wo sich auch in den ersten Jahren die Toilette befand.<br />
Egal, ob das Haus groß oder klein war, es war das Haus meines Opas und ich habe mich dort wohlgefühlt, bin dort gerne ein und aus gegangen. Ich habe dieses Haus einfach gemocht und ich bedauere noch heute, dass es nicht mehr existent ist. Wenn ich durch die Straße laufe, so schaue ich zwar hin, doch nur vor meinem geistigen Auge steht noch das Haus meines Großvaters.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Das Beitragsfoto habe ich in Erfurt in einem Schaufenster fotografiert. Der Künstler der Holzfigur ist mir unbekannt.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/grossvaters-haus/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>20</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">4226</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Steine der Erinnerungen</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/steine-der-erinnerungen/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/steine-der-erinnerungen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 May 2017 22:48:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Armband]]></category>
		<category><![CDATA[Einnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Schmuck]]></category>
		<category><![CDATA[Steine]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=4192</guid>

					<description><![CDATA[Meine Mutter sitzt in der Küche und blättert in einer Zeitschrift. Sie sucht das Kreuzworträtsel, denn sie hat das Rätseln als ihr Hobby auserkoren und ist auch sehr gut darin. Ich schaue ihr über die Schulter und sehe, die aufgeschlagene Seite, allerdings handelt es sich hierbei nicht um die Rätselseite. „Lass doch mal sehen“, sage ich. „Das sind ja alles Heilsteine!“ „Willst du den Artikel dazu lesen?“, fragt sie mich, als ich mich über die Doppelseite beuge. „Nein, lass mal. Mach du erst einmal dein Kreuzworträtsel.“ Mir ist in diesem Moment nämlich etwas in den Sinn gekommen und ich muss sofort nach oben und danach suchen. Es dauert auch nicht lange und ich halte das besagte Etwas in den Händen. Sofort flitze ich wieder nach unten zu meiner Mutter. „Schau mal, was ich hier habe.“ „Oh!“, sagt sie. „Das ist aber ein hübsches Silberarmband. Woher hast du das?“ Anscheinend kann sie sich nicht mehr daran erinnern, aber es ist ja auch schon ziemlich lange her. Es muss wohl so in meiner Pubertät gewesen sein oder &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meine Mutter sitzt in der Küche und blättert in einer Zeitschrift. Sie sucht das Kreuzworträtsel, denn sie hat das Rätseln als ihr Hobby auserkoren und ist auch sehr gut darin. Ich schaue ihr über die Schulter und sehe, die aufgeschlagene Seite, allerdings handelt es sich hierbei nicht um die Rätselseite.</strong><br />
<strong>„Lass doch mal sehen“, sage ich. „Das sind ja alles Heilsteine!“</strong><br />
<strong> „Willst du den Artikel dazu lesen?“, fragt sie mich, als ich mich über die Doppelseite beuge.</strong><br />
<strong> „Nein, lass mal. Mach du erst einmal dein Kreuzworträtsel.“</strong><br />
<span class="dropcap">M</span>ir ist in diesem Moment nämlich etwas in den Sinn gekommen und ich muss sofort nach oben und danach suchen. Es dauert auch nicht lange und ich halte das besagte Etwas in den Händen. Sofort flitze ich wieder nach unten zu meiner Mutter.<br />
„Schau mal, was ich hier habe.“<br />
„Oh!“, sagt sie. „Das ist aber ein hübsches Silberarmband. Woher hast du das?“<br />
Anscheinend kann sie sich nicht mehr daran erinnern, aber es ist ja auch schon ziemlich lange her. Es muss wohl so in meiner Pubertät gewesen sein oder vielleicht auch schon ein bisschen früher.<br />
„Das hat mir doch Tante Ritsch geschenkt!“, erzähle ich ihr.<br />
Tante Ritsch war eigentlich meine Großtante und hieß Maria, doch so hat sie niemand genannt. Sie war die Schwester meines Opas väterlicherseits. Sie lebte mit ihrer Mutter, meiner Uroma, in einem kleinen Häuschen in Rottach-Egern am Teegernsee. Als ich noch ein Kind war, fuhren wir jeden Sommer für ein paar Wochen zu den Beiden nach Bayern. Auch später, als ich schon erwachsen war, bin ich mit meinem Mann und dann auch noch mit unserem kleinen Sohn nach Rottach-Egern gefahren. Unser Sohn durfte noch meine Tante Ritsch kennenlernen.<br />
„Schau mal die Steine“, sage ich zu meiner Mutter und zeige sie ihr. „Ein Rosenquarz, ein Tigerauge, ein Jadestein und ein Amethyst.“<br />
Wir vergleichen die Steine mit den Abbildungen in dem Artikel und ich freue mich, dass ich dieses Armband besitze, obwohl ich es ehrlich gesagt schon lange nicht mehr getragen habe. Da es aber absolut up to date ist, werde ich es von nun an wieder öfter um mein Handgelenk legen.<br />
„Dieses Armband ist ein Unikat“, erkläre ich meiner Mutter, die mir aufmerksam zuhört. „Du ahnst nicht, woher die Steine stammen.“<br />
„Du machst mich jetzt echt neugierig, denn ich kann mich daran wirklich nicht mehr erinnern. Also erzähl schon, was es mit den Steinen auf sich hat“, fordert sie mich auf.<br />
„Damals gab es an einer namhaften Tankstelle eine Aktion und man erhielt dort wohl fürs Tanken solche Steine zum Sammeln. Seltsam, aber Tante Ritsch hatte doch gar kein Auto“, wundere ich mich selbst ein wenig, schiebe diese Ungereimtheit aber gleich wieder zur Seite. Vielleicht hat sie diese als Beifahrerin vom Fahrer bekommen, der keinerlei Sinn für solche Steine hatte. Egal, meine Tante jedoch wusste etwas damit anzufangen.<br />
„Tante Ritsch hat die Steine fassen und an ein Silberarmband machen lassen und bei einem unserer Besuche hat sie mir dieses Armband geschenkt.“ Schon damals wirkte Schmuck jeglicher Art eine große Anziehungskraft auf mich aus, was auch meine Mutter weiß.<br />
„Du warst schon als kleines Kind immer begeistert, wenn die Schwester deiner Uroma kam. Sie war mit vielen Ketten, Ringen, Ohrringen und Armbändern behängt und du warst davon total fasziniert.“<br />
„Ja“, bestätige ich, „das muss mich irgendwie geprägt haben, denn ohne Schmuck fühle ich mich fast nackt. Allerdings behänge ich mich nicht derartig übermäßig. Aber zurück zu dem Armband…“, lenke ich das Gespräch wieder auf das besagte Schmuckstück.<br />
„Ich habe es im Studium auch getragen, was allerdings meinem Pädagogikprofessor etwas missfiel.“<br />
„Wieso das denn? Das Armband ist doch wirklich sehr hübsch“, wundert sich meine Mutter.<br />
„Das schon, aber wir sollten in seinen Seminaren immer Protokolle anfertigen. Wir mussten also sehr viel schreiben und die Steine schlugen bei jeder noch so geringen Armbewegung auf der Tischplatte auf und klimperten und klapperten. Da ich auch ziemlich in seiner Nähe saß, schienen ihn irgendwann diese Geräusche zu nerven. Auf jeden Fall forderte er mich nach einer gewissen Zeit auf, doch bitte das Armband auszuziehen. Da ich es mir mit ihm nicht verscherzen wollte, immerhin hatte ich noch Prüfungen bei ihm, zog ich es sofort aus. Ich habe es nie wieder in seinen Vorlesungen oder Seminaren getragen, aber auch nie diese Begebenheit vergessen.“<br />
Dieses Armband mit seinen Steinen ist zwar nicht kostbar, wenn man seinen Wert am Geld festmachen würde, aber für mich ist es mit vielen schönen Erinnerungen verbunden. Somit hat es vielleicht einen geringen materiellen Wert, aber einen hohen ideellen Wert für mich persönlich.<br />
Ausgelöst durch diese Erinnerungen, durchstöbere ich gemeinsam mit meiner Mutter jetzt einige Fotoalben, denn ich suche ein ganz bestimmtes Foto. Dieses eine Foto, das mir im Kopf herum schwirrt, finde ich zwar nicht, aber zumindest eines, das ähnlich ist. Es ist auf dem Grundstück meiner Großtante entstanden. Dort befand sich neben dem Wohnhaus noch ein Holzhaus.<br />
„Dieses Häuschen habe ich als Kind geliebt“, lasse ich meine Mutter wissen.<br />
Das Holzhaus hatte zwei Räume, die eingerichtet waren. Dort haben meine Eltern und ich übernachtet, wenn wir meine Großtante und meine Uroma in den Sommerferien besucht haben. Das erste Zimmer war eine Art Wohnzimmer mit einer Couch, die zu meinem Bett wurde und im Nebenzimmer standen dann zwei Betten für meine Eltern. Es gab noch eine kleine Kammer, in der dann später auch noch eine Dusche und ein WC eingebaut wurden. Leider kamen meine Eltern und ich eines Sommers wieder nach Rottach-Egern und meine Tante erzählte uns, dass das Holzhaus ein paar Wochen zuvor abgebrannt war.<br />
„Das machte mich ziemlich traurig, denn das Häuschen hatte so etwas Heimeliges und Gemütliches.“<br />
Schade! Ich hätte es gerne meinem Mann und unserem Sohn gezeigt, doch da existierte es nicht mehr. Aber die herrliche Gegend rund um den Tegernsee, den Blick auf den Walberg und vom Walberg ins Tal herab habe ich ihnen gezeigt.<br />
„Wenn ich daran denke, packt mich schon ein bisschen die Sehnsucht“, gestehe ich meiner Mutter, die ich gerade mit auf meine Erinnerungsreise genommen habe.<br />
Auch an die Menschen, die ich dort kennengelernt habe und die Freunde, mit denen ich gespielt habe, denke ich sehr gerne. Vor langer Zeit, als unser inzwischen erwachsener Sohn noch ein kleines Kind war, trafen wir dort zufällig meine bayrische Freundin aus Kindertagen mit ihrer kleinen Tochter. Das war eine große Freude.<br />
Das Haus meiner Großtante gibt es nicht mehr, an seiner Stelle steht jetzt ein anderes Haus. Geblieben sind nur die Erinnerungen und die Dankbarkeit an eine schöne Zeit, die ich dort verleben durfte.<br />
„Welche Erinnerungen doch so ein paar Steine auslösen können“, sage ich zu meiner Mutter, lege das Armband um mein Handgelenk und schließe den Verschluss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/und-noch-mehr-kindheitserinnerungen/">Und noch mehr Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/haengemattengedanken/">Hängemattengedanken</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/steine-der-erinnerungen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>17</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">4192</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Elisa und Luise</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/elisa-und-luise/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/elisa-und-luise/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Nov 2016 22:37:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Brotkrumen]]></category>
		<category><![CDATA[Gänse]]></category>
		<category><![CDATA[Gänseessen]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Martinsumzug]]></category>
		<category><![CDATA[Regen]]></category>
		<category><![CDATA[Sankt Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Wiese]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=3802</guid>

					<description><![CDATA[Jetzt haben wir schon bald den 11. November. Für mich persönlich ist und bleibt es der Sankt Martinstag. Die Kinder verbinden mit ihm den Martinsumzug mit Laternen und mancherorts auch mit einem Sankt Martin auf dem Pferd, der mit einem Bettler seinen Mantel teilt. Selbst wenn die Geschichte vom Bischof von Tours nicht allen bekannt ist, ist diese Tradition doch noch weit verbreitet. Bei den Erwachsenen denken viele an die Martinsgans und treffen sich zum Gänseessen. Ich esse ebenfalls gerne Gänsebraten, doch ich muss auch an die vielen armen Gänse denken, die ihr Leben für den Gaumenschmaus der Menschen lassen müssen oder sogar nur deshalb gezüchtet werden. Meine heutige Geschichte widme ich all diesen armen Gänsen: Elisa liebt die Spaziergänge im Herbst. Wenn die Blätter sich bunt färben, selbst wenn sie von den Bäumen fallen und auch wenn der Wettergott zu weinen beginnt, hält sie nichts mehr im Haus. In wetterfester Kleidung dreht sie ihre tägliche Runde. Früher war ihr Mann an ihrer Seite, doch inzwischen ist sie alleine unterwegs, genießt die Natur und hängt ihren &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jetzt haben wir schon bald den 11. November. Für mich persönlich ist und bleibt es der Sankt Martinstag. Die Kinder verbinden mit ihm den Martinsumzug mit Laternen und mancherorts auch mit einem Sankt Martin auf dem Pferd, der mit einem Bettler seinen Mantel teilt. Selbst wenn die Geschichte vom Bischof von Tours nicht allen bekannt ist, ist diese Tradition doch noch weit verbreitet. Bei den Erwachsenen denken viele an die Martinsgans und treffen sich zum Gänseessen. Ich esse ebenfalls gerne Gänsebraten, doch ich muss auch an die vielen armen Gänse denken, die ihr Leben für den Gaumenschmaus der Menschen lassen müssen oder sogar nur deshalb gezüchtet werden. </strong><br />
<strong>Meine heutige Geschichte widme ich all diesen armen Gänsen:</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>lisa liebt die Spaziergänge im Herbst. Wenn die Blätter sich bunt färben, selbst wenn sie von den Bäumen fallen und auch wenn der Wettergott zu weinen beginnt, hält sie nichts mehr im Haus. In wetterfester Kleidung dreht sie ihre tägliche Runde. Früher war ihr Mann an ihrer Seite, doch inzwischen ist sie alleine unterwegs, genießt die Natur und hängt ihren Gedanken nach.<br />
Heute marschiert sie weiter als gewöhnlich. Ihr Weg führt sie bis an den Rand des Nachbardorfes. Noch bevor sie die ersten Häuser erreicht, kommt sie an einer großen Wiese vorbei. Schon aus der Ferne hat sie ein Schnattern vernommen.<br />
„Es hört sich an, als ob es Gänse wären“, überlegt sie.<br />
Und tatsächlich nach der nächsten Biegung sieht sie einen Hof vor einem schon fast zerfallenen Haus. Der Hof ist umzäunt und inmitten befinden sich schnatternde Gänse.<br />
„Das müssen wohl hunderte sein“, denkt Elisa. „Ich werde mal näher heran gehen und mit meinem Fotoapparat ein paar Bilder schießen.“<br />
Sie läuft auf die Umzäunung zu und das Schnattern wird immer lauter und aufgeregter. Die Gänse laufen alle aufgeregt durcheinander und Elisa befürchtet schon, dass sich gleich die Haustür öffnen wird und eine erboste Männerstimme ihr zuruft, sie möge doch endlich verschwinden, damit sich die Gänse wieder beruhigen. Doch niemand erscheint.<br />
„Ich will euch doch nicht stören“, ruft sie den Gänsen zu. „Lasst mich nur schnell ein paar Fotos von euch machen.“<br />
Ihre Bitte geht in dem Geschnatter unter und so macht sie ein paar Aufnahmen und geht wieder zurück nach Hause.<br />
Am nächsten Tag will sie gleich nach ihrem Mittagsschläfchen die Fotos auf ihrem Computer ansehen.<br />
„Ach, die armen Gänse“, sagt Elisa kaum hörbar. „Sie kennen noch nicht ihr Schicksal. Jede einzelne von ihnen wird erst in einem Ofen landen und dann auf Tellern.“<br />
Elisa vergrößert die Aufnahme und betrachtet gedankenverloren die Gänseschar. Plötzlich fällt ihr Blick auf eine einzelne Gans. Sie steht genau dort am Zaun, wo Elisa ihre Fotos gemacht hat. Diese Gans scheint zu ihr hochzublicken. Elisa zoomt die Gans noch weiter heran.<br />
„Seltsam“, flüstert Elisa fast andächtig. „Es sieht aus, als wolle sie mir etwas sagen und ihre Augen sehen traurig aus. Arme kleine Gans!“<br />
Elisa klappt mit einem großen traurigen Seufzer den Laptop zu. Doch der Blick dieser kleinen Gans lässt sie nicht mehr los. So beschließt sie am nächsten Tag noch einmal zu dem Haus mit den vielen Gänsen zu marschieren. Sie will den Gänsen in die Augen schauen. Zu ihrer eigenen Beruhigung, denn sicher war ja alles nur Einbildung.<br />
„Nie und nimmer kann eine Gans mit einem derartig bittenden Blick einen Menschen anschauen. Elisa, du spinnst! Du bist zu lange allein, sonst würdest du nicht auf solche absurden Gedanken kommen.“<br />
Trotzdem kann sie am nächsten Tag dem Drang nicht widerstehen direkt zur Gänsewiese zu marschieren.<br />
„Oh“, ruft sie entsetzt aus. „Das sind ja nur noch die Hälfte!“<br />
Tatsächlich hat sich die Gänseschar deutlich verkleinert. Elisa lässt ihren Blick über die Tiere schweifen und versucht deren Blicke aufzufangen. Es ist unmöglich. Die Tiere zeigen keinerlei Interesse an ihr. Sie zupfen an den Grashalmen, suchen nach Essbarem, laufen kreuz und quer oder liegen einfach nur rum.<br />
„Siehst du Elisa“, tröstet sie sich selbst. „Es war alles nur Einbildung!“<br />
Gerade als sie sich wieder umdrehen und weggehen will, fällt ihr Blick direkt vor ihr auf die Erde. Dort steht sie wieder. Elisa und die kleine Gans sind nur durch den Zaun getrennt. Und wieder wirft die Gans ihr einen bittenden Blick zu, so als wolle sie ihr sagen:<br />
„Bitte, bitte, hol mich hier raus.“<br />
Elisa kniet sich und streckt ihre Hand, auf der ein kleiner Brotkrumen liegt, durch den Maschendrahtzaun. Ganz vorsichtig, als wolle sie Elisa nicht wehtun, nimmt die Gans mit ihrem Schnabel das dargebotene Futter auf.<br />
„Ich kann dich nicht rausholen“, erklärt Elisa. „Aber ich komme morgen wieder und besuche dich.“<br />
Elisa stellt sich, dreht sich ruckartig um, läuft strammen Schrittes nach Hause und schimpft innerlich mit sich selbst:<br />
„Elisa, du wirst alt und sonderbar. Das war reiner Zufall und sonst nichts.  Alles andere ist Blödsinn!“<br />
Trotzdem wiederholt sich in den nächsten fünf Tagen das gleiche Schauspiel. Immer wieder steht diese eine Gans vor Elisa und sieht sie flehend an. Auch die Gänseschar wird immer kleiner. Und an diesem Tag scheint in dem Blick der Gans noch mehr Traurigkeit zu liegen. Auf das Versprechen von Elisa am nächsten Tag wieder zu kommen, glaubt sie in dem Gänseblick die traurige Botschaft lesen zu können:<br />
„Das ist vielleicht zu spät. Wer weiß, ob ich morgen noch da bin!“<br />
Elisa gibt der Gans, die sie inzwischen auf den Namen Luise getauft hat, noch einen Brotkrumen, dann rennt sie davon so schnell sie ihre Füße tragen können. Weit kommt sie nicht, denn schon nach wenigen Metern ist sie außer Puste.<br />
„Elisa, du bist eben keine zwanzig mehr. Und jetzt lass endlich diesen Blödsinn. Du warst doch sonst immer ein Realist und hast dir nichts eingebildet. Also hör endlich damit auf.“<br />
Elisa will sich noch ein letztes Mal umdrehen und dann nie wieder hierher kommen. Genau in diesem Moment zupft ihr etwas am Hosenbein. Luise, die kleine Gans war durch ein Loch im Zaun geschlüpft und hinter ihr hergelaufen und nun steht sie vor Elisa und wirft wieder ihren Blick nach oben.<br />
„Komm mit!“, sagt Elisa und läuft zurück zur Gänsewiese. „Los, komm!“<br />
Doch die Gans will nicht mehr zurück gehen, sie bleibt einfach stehen und harrt der Dinge, die kommen.<br />
„Luise komm! Ich will dich nicht zurückbringen, aber ich muss doch für dich bezahlen!“<br />
Doch Luise, die Gans, bleibt hartnäckig stehen. So läuft Elisa alleine zurück, klopft an der Haustür und tritt ein. In der Küche sitzt ein altes Mütterchen.<br />
„Na endlich“, sagt diese. „Ich dachte schon, Sie kommen nie.“<br />
„Wie?“, fragt Elisa verwundert. „Ich …, ich wollte die Gans bezahlen!“, stottert sie verlegen.<br />
„Nehmen Sie die Gans einfach mit. Sie brauchen nichts zu bezahlen, denn die Gans hat Sie auserwählt. Und nun gehen Sie schon und pflegen Sie sie gut. Sie ist für Sie bestimmt und wird Ihnen Glück bringen, solange Sie für sie sorgen.“<br />
Genau in diesem Augenblick reißt das Klingeln an der Haustür Elisa aus ihren Träumen. Vor der Tür steht ihre Freundin Luise.<br />
„Na, hast du ein Mittagsschläfchen gemacht? Ich wollte dich nicht stören“, sagt sie entschuldigend. „Aber, ich wollte dich einladen. Wenn du Lust hast, dann komm doch morgen Abend zu uns zum Gänseessen?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/arme-kleine-gans/">Arme kleine Gans</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-schatten-der-krone/">Im Schatten der Krone</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/vom-winde-verweht/">Vom Winde verweht</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/elisa-und-luise/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>18</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">3802</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Emma</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/emma/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/emma/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2016 23:47:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Atelier]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Ferien]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[gefallen]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Kuchen]]></category>
		<category><![CDATA[Leckerei]]></category>
		<category><![CDATA[Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=3278</guid>

					<description><![CDATA[Meine heutige Geschichte gehört zwar in die Kategorie &#8222;Erdachtes&#8220;, beinhaltet aber trotzdem einige wahre Momente. So hat mir eine gute Freundin ein Handyfoto zugeschickt, das ich als heutiges Beitragsfoto genommen habe. Weiterhin hatten wir am letzten Tag unseres Kurzurlaubes an der Ostsee ein schönes Erlebnis. Beide Begebenheiten haben mich dazu veranlasst die folgende Geschichte zu schreiben. Mehr verrate ich Euch heute noch nicht. Na, neugierig geworden? Dann lest einfach weiter und kommt auch das nächste Mal wieder vorbei:  „Hey! Wer bist du denn?“ &#160; „Sag nur du kennst mich nicht?“ „Bist du etwa die Ateliersmaus?“ „Na also, du kennst mich ja doch!“ So begann eine großartige Freundschaft. Eine Freundschaft zwischen mir und einer kleinen Maus. Sie lebte in einem Atelier, ganz hinten in einer Ecke. In der Fußbodenleiste war ein kleines Loch und dort hinein verkroch sie sich immer, wenn Trubel im Atelier herrschte. Vorsichtig guckte sie immer heraus und beobachtete das Treiben. Nichts entging ihr. Und so merkte sie auch sofort als ich einen Teller mit leckerem Kuchen auf meinen Arbeitstisch stellte. Doch schon &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meine heutige Geschichte gehört zwar in die Kategorie &#8222;Erdachtes&#8220;, beinhaltet aber trotzdem einige wahre Momente. So hat mir eine gute Freundin ein Handyfoto zugeschickt, das ich als heutiges Beitragsfoto genommen habe. Weiterhin hatten wir am letzten Tag unseres Kurzurlaubes an der Ostsee ein schönes Erlebnis. Beide Begebenheiten haben mich dazu veranlasst die folgende Geschichte zu schreiben. Mehr verrate ich Euch heute noch nicht. Na, neugierig geworden? Dann lest einfach weiter und kommt auch das nächste Mal wieder vorbei: </strong></p>
<p><span class="dropcap">„H</span>ey! Wer bist du denn?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Sag nur du kennst mich nicht?“<br />
„Bist du etwa die Ateliersmaus?“<br />
„Na also, du kennst mich ja doch!“<br />
So begann eine großartige Freundschaft. Eine Freundschaft zwischen mir und einer kleinen Maus. Sie lebte in einem Atelier, ganz hinten in einer Ecke. In der Fußbodenleiste war ein kleines Loch und dort hinein verkroch sie sich immer, wenn Trubel im Atelier herrschte. Vorsichtig guckte sie immer heraus und beobachtete das Treiben. Nichts entging ihr. Und so merkte sie auch sofort als ich einen Teller mit leckerem Kuchen auf meinen Arbeitstisch stellte. Doch schon nach dem zweiten Bissen klingelte mein Handy und ich verließ kurz zum Telefonieren das Atelier. Immerhin wollte ich die anderen nicht beim Arbeiten stören.<br />
Als ich wieder zu meinem Arbeitsplatz zurückkehrte, musste ich feststellen, dass sich ein kleines niedliches Tierchen an meinem Kuchen gütlich tat. Vorsichtig trat ich näher und stellte das süße kleine Mäuschen zur Rede.<br />
„Schämst du dich denn gar nicht, dich so einfach über meinen Kuchen herzumachen?“<br />
„Bitte, bitte, tu mir nichts! Ich hab doch so großen Hunger!“<br />
Ja, da saß sie nun und beobachtete mich mit ihren Knopfäuglein ganz ängstlich. Und auch ich konnte meinen Blick nicht von ihr wenden. Ich gestehe, auch ich hatte ein wenig Angst. Warum nur, frage ich mich. Was sollte mir dieses kleine Wesen tun? Nichts! Und das tat sie auch. Aber auch ich tat ihr nichts. Ich ließ sie einfach weiter meinen Kuchen futtern.<br />
Von diesem Tag an brachte ich immer eine kleine Leckerei mit und stellte sie so auf meinen Arbeitstisch, dass das Mäuschen sie auch von ihrem Mauseloch aus sehen konnte. Und tatsächlich sie wagte sich aus ihrem Versteck und krabbelte auf meinen Arbeitstisch. Mit der Zeit verlor sie die Angst vor mir und ich vor ihr.<br />
„Wie heißt du eigentlich?“, fragte ich sie eines Tages.<br />
„Emma, ich bin Emma!“, antwortete sie mir und fiepte dabei ein kleines bisschen.<br />
Emma wuchs mir sehr ans Herz und ich glaube, ich ihr auch. Sie verlor vollkommen jegliche Angst und Scheu auch den anderen Ateliersbesuchern und -mitarbeitern gegenüber. Und von allen erhielt sie Leckereien. Es ging ihr richtig gut, wären da nicht die herannahenden Ferien gewesen.<br />
„Was, ihr wollt alle weg und lasst mich ganz alleine hier?“<br />
„Wir kommen doch wieder!“, versuchte ich sie zu trösten, aber ich verstand ihren Kummer. Auch mir tat der Abschied leid. Doch ich konnte sie nicht einfach mitnehmen.<br />
Als könne Emma meine Gedanken lesen, fiepte sie mir eine Bitte ins Ohr. Sie saß auf meiner Schulter und piepste in den höchsten Mäusetönen.<br />
„Bitte, bitte nimm mich mit! Ich will nicht alleine sein und außerdem muss ich ja dann verhungern!“<br />
„Solltest du dir nicht lieber einen Mäusemann suchen und eine Familie gründen?“, fragte ich Emma.<br />
„Oh ja, das wäre schön!“, meinte sie leise und sah ganz verträumt aus.<br />
„Aber wo soll ich den denn finden? Da draußen werde ich nur gefangen oder totgefahren. Hier war ich die ganze Zeit in Sicherheit und hier geht es mir doch gut.“<br />
„Alleine kannst du hier nicht bleiben und mitnehmen kann ich dich auch nicht einfach. Das wäre auch kein schönes Mäuseleben“, erklärte ich ihr.<br />
Da ich allerdings ihren tieftraurigen Blick sah, fügte ich schnell hinzu:<br />
„Ich komme morgen vor meiner Abreise noch einmal vorbei. Vielleicht ist mir bis dahin eine Lösung eingefallen.“<br />
Die ganze Nacht konnte ich nicht schlafen, denn meine Gedanken kreisten ständig um Emma. Was sollte ich nur mit ihr machen. Am nächsten Morgen schon wollte ich an die Ostsee fahren. Einen Zwischenstopp würde ich bei meiner Oma einlegen. Ob sie sich vielleicht um Emma kümmern könnte? Ganz früh am Morgen griff ich nach dem Telefon und wählte die Nummer meiner Oma.<br />
„Ach Markus, das ist aber schön, dass du mich besuchen möchtest. Ich freue mich schon!“<br />
„Ich freue mich auch, aber da gibt es im wahrsten Sinne des Wortes ein klitzekleines Problem.“<br />
Ich erzählte meiner Oma von Emma. Sie hörte mir stillschweigend zu. Noch bevor ich sie fragen konnte, ob sie vielleicht für ein paar Wochen Emma in Pflege nehmen könnte, machte sie mir einen Vorschlag.<br />
„Ach Markus, bring Emma ruhig mit. Ich glaube ich habe da eine ganz prima Idee.“<br />
Mehr verriet mir meine Großmutter nicht, aber ich war mir sicher, dass sie Emma helfen würde. Also besorgte ich mir in der Zoohandlung einen kleinen Käfig, holte Emma aus dem Atelier und verfrachtete den Käfig mitsamt der kleinen süßen Maus auf dem Rücksitz meines Autos.<br />
Als ich bei meiner Oma ankam, stand sie schon in ihrem schönsten Sonntagskleid und der Handtasche um den Arm in ihrem Hausflur.<br />
„Lass Emma gleich im Auto, wir wollen mit ihr einen Ausflug machen. Sie wird sich freuen!“<br />
Ich hatte keine Ahnung, was meine Großmutter vor hatte, aber ich war mir sicher, dass es nur zu Emmas Besten sein würde.<br />
Oma dirigierte mich durch die Stadt hindurch und auf einem großen Parkplatz außerhalb der Stadt sollte ich mein Fahrzeug abstellen und Emma gut geschützt in meine Hand nehmen. Meine Oma führte uns durch einen Wald und ich befürchtete schon ich solle Emma hier aussetzen und den wilden Tieren zum Fraß da lassen. Das hätte ich niemals über das Herz gebracht.<br />
Nach einer Viertelstunde kamen wir an ein Holzhäuschen und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich verstand jetzt, was meine Oma beabsichtigte. An dem Haus war nämlich ein Schild angebracht. Hierauf stand mit großen Buchstaben geschrieben:</p>
<p style="text-align: center;">Hier in diesem Haus<br />
wohnt Familie Maus.</p>
<p>Die Tür stand sperrangelweit offen und so traten wir gemeinsam mit Emma ein. Was ich sah, übertraf meine kühnsten Erwartungen. Wir standen direkt im Wohnzimmer von Familie Maus. Es war anscheinend eine Großfamilie, denn in allen Ecken wimmelte es von Mäusen. Im Schrank, unter dem Tisch, auf dem Tisch, auf den Stühlen, im Fernseher und aus den Mauselöchern schauten ebenfalls lauter kleine süße Mäuschen hervor.<br />
Emmas Augen wurden immer größer und sie zappelte unruhig in meiner Hand. Und das Schönste war, dass es aus allen Richtungen zu fiepen und zu piepsen begann. Es schien mir als würden alle ganz laut rufen:<br />
„Herzlich willkommen, kleine Emma. Lass dich ruhig bei uns nieder. Hier kannst du bleiben und ein Mitglied unserer Familie werden. Komm schnell zu uns!“<br />
Emma sprang mir fast aus der Hand. Mit sehnsüchtigen Blicken verfolgte sie das Treiben rund um uns herum. Danach warf sie mir einen flehenden Blick zu.<br />
„Ich glaube, liebe Emma, hier kann ich dich getrost lassen. Hier bist du willkommen und hier fühlst du dich wohl!“<br />
Emma fiepte mir ein „Dankeschön!“ und ein „Leb wohl!“ zu.<br />
Sanft setzte ich sie auf den Tisch und streichelte zart über ihr Mausefell.<br />
„Mach es gut, kleine Emma!“<br />
In Sekundenschnelle war Emma umringt von den anderen Mäusen, die sie zu einem festlichen Willkommensmahl mit Brot, Käse, Gemüse und vielen anderen Leckereien einluden. Emma war angekommen und hatte eine Familie gefunden.<br />
„Ich werde dich nie vergessen!“, rief sie mir nach, als ich mit meiner Oma das Haus der Familie Maus verließ.</p>
<p>Das nächste Mal werde ich Euch dieses Haus der Familie Maus zeigen. Ich war nämlich dort und habe ganz viele Fotos mitgebracht. Lasst Euch überraschen. Es wird Euch dort gefallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bestimmt möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/purzel/">Purzel</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/der-gekaufte-braeutigam/">Der gekaufte Bräutigam</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/unser-persoenliches-spiel-mit-dem-gedaechtnis/">Unser persönliches Spiel mit dem Gedächtnis</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/emma/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>18</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">3278</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Unser märchenhaftes Erlebnis</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/unser-maerchenhaftes-erlebnis/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/unser-maerchenhaftes-erlebnis/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2016 01:11:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Alte]]></category>
		<category><![CDATA[Bed and Breakfast]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[flüstern]]></category>
		<category><![CDATA[Hänsel und Gretel]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Hexenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[märchenhaft]]></category>
		<category><![CDATA[Prinzessin auf der Erbse]]></category>
		<category><![CDATA[Überraschung]]></category>
		<category><![CDATA[unheimlich]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=2812</guid>

					<description><![CDATA[„Möchtest du zu deinem Spiegelei auch gebratenen Schinkenspeck?“, fragt mich mein Mann beim Frühstück. „Ach nein“, antworte ich ihm und bin mit meinen Gedanken bereits woanders. Ich habe nämlich einen Gedankensprung in die Vergangenheit gemacht. Es war nur die Kombination der beiden Wörter, die in meinem Kopf allerdings nicht in deutscher, sondern aus irgendeinem Grund in englischer Sprache angekommen ist.  „Bacon and egg“ funkt es durch meine Gedankenkanäle und schon bin ich in England. Genauer gesagt in einer Ortschaft in der Nähe von London. Leider habe ich deren Namen vergessen, aber was sich dort ereignet hat, ist mir immer noch sehr lebhaft in Erinnerung. Unser Sohn war damals noch klein, so im Kindergartenalter und er war bereits schon einmal in England gewesen. Damals hatte er sich mit einem kleinen Mädchen angefreundet und ein paar englische Wörter gelernt. So begrüßte er uns noch eine ganze Weile nach unserer Rückreise morgens mit einem „Good morning!“. Vielleicht würde er dieses Mal noch mehr lernen. Wir hatten uns ganz spontan einen Flug gebucht und wollten uns dann im Land &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Möchtest du zu deinem Spiegelei auch gebratenen Schinkenspeck?“, fragt mich mein Mann beim Frühstück.</strong></p>
<p><strong>„Ach nein“, antworte ich ihm und bin mit meinen Gedanken bereits woanders. Ich habe nämlich einen Gedankensprung in die Vergangenheit gemacht. Es war nur die Kombination der beiden Wörter, die in meinem Kopf allerdings nicht in deutscher, sondern aus irgendeinem Grund in englischer Sprache angekommen ist. </strong></p>
<p><span class="dropcap">„B</span>acon and egg“ funkt es durch meine Gedankenkanäle und schon bin ich in England. Genauer gesagt in einer Ortschaft in der Nähe von London. Leider habe ich deren Namen vergessen, aber was sich dort ereignet hat, ist mir immer noch sehr lebhaft in Erinnerung.<br />
Unser Sohn war damals noch klein, so im Kindergartenalter und er war bereits schon einmal in England gewesen. Damals hatte er sich mit einem kleinen Mädchen angefreundet und ein paar englische Wörter gelernt. So begrüßte er uns noch eine ganze Weile nach unserer Rückreise morgens mit einem „Good morning!“.<br />
Vielleicht würde er dieses Mal noch mehr lernen. Wir hatten uns ganz spontan einen Flug gebucht und wollten uns dann im Land selbst erst nach einer Unterkunft umsehen.<br />
„Bed and Breakfast gibt es dort überall. Das wird überhaupt kein Problem für uns eine schöne Unterkunft zu finden“, erklärte mir mein Mann damals. „Überall stehen Schilder vor den Häusern, man braucht nur zu klingeln und sich die Zimmer anzusehen. Wenn es uns nicht gefällt, fahren wir einfach ein Stückchen weiter.“<br />
So einfach auf „Gut-Glück“ in ein anderes Land zu fahren, ist nun eigentlich gar nicht meine Sache. Ich bin immer darauf bedacht, dass alles im Vorfeld genau geregelt ist und es keine Überraschungen gibt. Nun gut, schöne Überraschungen sind erlaubt, aber keine bösen.<br />
Das Erlebnis, das wir bei diesem besagten Aufenthalt in England hatten, gehört im Grunde genommen in die Kategorie „märchenhaft“.<br />
Wir landeten erst am Nachmittag auf einem der Flughäfen in der Nähe von London, gingen zur Mietwagenstation und nahmen unser Auto in Empfang. Soweit, so gut! Das sollte sich allerdings noch ändern. Wir fuhren darauf los. Nein, mein Mann, wusste schon genau in welche Richtung er fahren musste. Doch wir wollten uns von der Gegend inspirieren lassen und den genauen Ort unseres Aufenthaltes danach bestimmen. Und er ging richtig in der Annahme, dass überall die Schilder für Übernachtungsgelegenheit vor den Häusern angebracht waren. Nur leider, war entweder niemand zu Hause oder alle Räumlichkeiten waren schon ausgebucht.<br />
„Kein Problem“, meinte mein Mann, „dann fahren wir eben noch ein Stückchen weiter. Wir sind ja flexibel.“<br />
Unser Sohn war recht friedlich, denn er war allgemein ein guter Mitfahrer im Auto. Das war also wirklich nicht unser Problem.<br />
Doch so langsam dämmerte es und ich meinte schon etwas genervt:<br />
„Die nächste Unterkunft nehmen wir aber. Ich habe keine Lust mehr. Im Notfall suchen wir morgen weiter. Hauptsache für diese Nacht haben wir schon einmal etwas. Es muss nur sauber und ordentlich sein.“<br />
So kamen wir an ein Häuschen, … aus Lebkuchen fein….<br />
Nein, nicht ganz so. Aber wir hielten vor einem kleinen Haus und stiegen aus. Mittlerweile war die Nacht hereingebrochen. Es war stockdunkel. Die Gegend wirkte recht einsam und verlassen. Das Haus selbst lag auch im Dunkeln und wir dachten schon, dass wir auch hier keinen Erfolg hätten.<br />
Wir klopften an der Tür und hörten von innen die schleifenden Geräusche einer sich nähernden Person. Knarrend öffnete sich langsam die Tür und wir sahen uns einer alten Frau gegenüber, die mir schon auf den ersten Blick etwas merkwürdig erschien. Der zweite Blick bestätigte mir dieses Gefühl jedoch noch mehr. Auf ihrer Schulter saß wahrlich und wahrhaftig eine schwarze Katze und überhaupt … Ein immer seltsameres Gefühl überkam mich.<br />
Sofort umklammerte ich die Hand unseres Sohnes noch ein bisschen fester und stupste meinen Mann in die Seite. Leider wollte er mich anscheinend nicht verstehen, denn er fragte sofort nach einer Übernachtungsmöglichkeit in diesem gruselig anmutenden Haus mit der noch unheimlicher wirkenden alten Bewohnerin.<br />
„Oh yes!“, hörte ich auch schon unser Gegenüber freudestrahlend antworten, indem sie uns ihr sehr lückenreiches Gebiss präsentierte. Sie warf einen Blick auf unseren kleinen Sohn und meinte:<br />
„Nice little boy! Come in, come in!“<br />
Winkend deutete sie uns an, doch einzutreten, was ich nur sehr widerwillig tat und immer wieder meinem Mann vielsagende Blicke zuwarf.<br />
„Mama, komm!“, sagte nun auch unser Sohn und zog kräftig an meinem Arm. Auch ihm schien es mulmig zumute zu sein.<br />
„Peter! Ich will nicht!“, flüsterte ich meinem Göttergatten zu. „Lass uns wieder gehen, bitte! Das ist mir irgendwie nicht geheuer hier.“<br />
„Nur mal schauen!“, flüsterte er zurück. „Du täuscht dich bestimmt.“<br />
Im Inneren des Hauses war es nicht viel heller als draußen. Eine kleine Lampe flackerte ihr spärliches Licht von der Decke auf uns herab. Die Frau ging vor uns und führte uns eine steile schmale Treppe zum nächsten Stockwerk hoch. Es knarrte bei jedem einzelnen Schritt und je höher wir stiegen, umso mehr klopfte mein Herz vor Aufregung und Angst. Ich kam mir vor wie die Gretel aus Grimms Märchen und wäre am liebsten wieder geflüchtet.<br />
Mein Mann allerdings ging unerschrocken vor mir und unserem Sohn die Treppe hinauf. Immer wieder drehte sich die mir unheimlich erscheinende Alte zu uns um. Scheinbar fürchtete sie, wir könnten schon wieder auf dem Weg nach unten sein, was mir auch ehrlich gesagt lieber gewesen wäre.<br />
Unser Sohn flüsterte angstvoll:<br />
„Wann gehen wir wieder, Mama?“<br />
Und ich warf meinem Mann ebenso flüsternd die Aufforderung zu:<br />
„Lass uns hier verschwinden. Ich übernachte hier auf keinen Fall. Ich könnte auch kein einziges Auge zutun.“<br />
„What are you whispering?“ (Was flüstern Sie?“)<br />
„Say it loud! But dont’t whisper!“, forderte uns das unheimliche weibliche Wesen auf und streichelte die schwarze Katze auf ihrer Schulter.<br />
„It’s okay, it’s okay!“, erklärte ich sofort. Allerdings fürchtete ich, dass es nicht sehr überzeugend klang, zumal unser Sohn mich in die entgegengesetzte Richtung zog und erneut bat:<br />
„Mama komm!“<br />
Mittlerweile waren wir oben angekommen und standen vor einer Zimmertür. Die Alte drückte den Türgriff herunter. Und wie sollte es anders sein? Die Tür öffnete sich mit einem lauten vernehmlichen Knarren. Eine erdrückende Dunkelheit kam uns entgegen und Kälte drang aus dem Raum ins Treppenhaus. Die Alte holte eine Taschenlampe aus ihrer Schürze und leuchtete damit im Raum umher. Leider sei das Licht kaputt, erklärte sie uns. Aber sie würde uns die Taschenlampe leihen.<br />
Ich war bereits jetzt mit meinen Nerven am Ende. Doch das Tröpfchen zum Überlaufen des Fasses sollte erst noch fallen. Es passierte genau in dem Moment als der Lichtschein der Taschenlampe auf die Schlafmöglichkeit fiel. Im Lichtkegel offenbarten sich uns fünf übereinander gestapelte Matratzen.<br />
„Ich bin doch keine Prinzessin auf der Erbse!“, raunte ich meinem Mann zu, der inzwischen auch das Gefühl hatte im falschen Film zu sein.<br />
Unseren Sohn an der Hand, drehte ich mich ruckartig um und lief fluchtartig die Treppe hinunter. Ich konnte nur noch denken:<br />
„Nichts wie raus hier!“ und „So weit wie möglich weg!“</p>
<p>&#8222;Thank you very much!&#8220;, rief ich die Treppe hinauf und entschwand durch die Haustür nach draußen.<br />
Ich konnte erst wieder aufatmen, als wir alle Drei im Auto saßen, mein Mann den Zündschlüssel umdrehte und sich das Auto immer weiter von dem vermeintlichen „Hexenhaus“ und seiner unheimlichen Bewohnerin entfernte.</p>
<p>Wie im Märchen ging auch diese Geschichte gut aus. Und sicherlich war die alte Frau ganz harmlos. Aber für uns war alles mehr als unheimlich und gruselig, was uns bis zum heutigen Tag dieses Erlebnis unvergesslich gemacht hat.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/unser-maerchenhaftes-erlebnis/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>20</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">2812</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
