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	<title>plaudern &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Geschmacksveränderung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Sep 2018 17:04:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Andenken]]></category>
		<category><![CDATA[Geschmack]]></category>
		<category><![CDATA[Nerven]]></category>
		<category><![CDATA[plaudern]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>
		<category><![CDATA[Wein]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie heißt es denn so schön: &#8222;Über Geschmack lässt sich streiten!&#8220; Oder lustiger ausgedrückt: &#8222;Die Geschmäcker der Gestecker  sind unterschiedlich.&#8220; Streiten möchte ich mich nicht, aber trotzdem möchte ich ein bisschen über den Geschmack mit Euch plaudern. Hierbei geht es mir nicht darum, ob das Kleid der Nachbarin gefällt oder nicht. Es geht auch nicht darum, ob Ihr einen ähnlichen Weingeschmack habt wie ich. Trotzdem beginne ich dieses Thema mit dem Wein: Genießt man in fröhlicher Runde, im Urlaub, in einer schönen Umgebung oder Atmosphäre etc. ein Gläschen Wein, das besonders gut mundet, möchte man diesen Geschmack gerne mit nach Hause nehmen und das Geschmackserlebnis sozusagen wiederholen. Man besorgt sich ein Fläschchen des köstlichen Weins, nimmt es mit, um dieses Getränk an einem gemütlichen Abend gemeinsam mit dem Partner im Wohnzimmer zu genießen. Und siehe da: Irgendetwas hat sich verändert. Der Wein schmeckt anders. Gut? Naja, eigentlich hat man schon besseren Wein getrunken. Seltsam!? Oder ein anderes Beispiel: Man ist beispielsweise im Ausland und kauft sich ein Andenken. Einen traditionell verzierten Krug, ein gemaltes Bild, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie heißt es denn so schön:</strong><br />
<strong>&#8222;Über Geschmack lässt sich streiten!&#8220;</strong><br />
<strong>Oder lustiger ausgedrückt:</strong><br />
<strong>&#8222;Die Geschmäcker der Gestecker  sind unterschiedlich.&#8220;</strong><br />
<span class="dropcap">S</span>treiten möchte ich mich nicht, aber trotzdem möchte ich ein bisschen über den Geschmack mit Euch plaudern.<br />
Hierbei geht es mir nicht darum, ob das Kleid der Nachbarin gefällt oder nicht. Es geht auch nicht darum, ob Ihr einen ähnlichen Weingeschmack habt wie ich. Trotzdem beginne ich dieses Thema mit dem Wein:</p>
<p>Genießt man in fröhlicher Runde, im Urlaub, in einer schönen Umgebung oder Atmosphäre etc. ein Gläschen Wein, das besonders gut mundet, möchte man diesen Geschmack gerne mit nach Hause nehmen und das Geschmackserlebnis sozusagen wiederholen. Man besorgt sich ein Fläschchen des köstlichen Weins, nimmt es mit, um dieses Getränk an einem gemütlichen Abend gemeinsam mit dem Partner im Wohnzimmer zu genießen. Und siehe da:</p>
<p>Irgendetwas hat sich verändert. Der Wein schmeckt anders.</p>
<p>Gut?</p>
<p>Naja, eigentlich hat man schon besseren Wein getrunken.</p>
<p>Seltsam!?</p>
<p>Oder ein anderes Beispiel:</p>
<p>Man ist beispielsweise im Ausland und kauft sich ein Andenken. Einen traditionell verzierten Krug, ein gemaltes Bild, eine handgefertigte Decke oder ein ähnliches Mitbringsel. Manchmal hat man auch schon eine Idee, wo es im eigenen Heim einen Platz finden soll. Nur, wenn man dieses besagte Etwas dann zu Hause auspackt, ist eine sonderbare Geschmacksveränderung eingetreten:</p>
<p>Das Mitbringsel passt überhaupt nicht in das eigene Heim, gefällt auch nicht mehr so richtig und man fragt sich, wie und wann diese Geschmacksveränderung eingetreten ist.</p>
<p>Habt Ihr auch schon dieses Phänomen erlebt?</p>
<p>Woran mag das liegen?</p>
<p>Haben wir unseren Geschmack so schnell verändert?</p>
<p>Sind unsere Geschmacksnerven irgendwie umprogrammiert?</p>
<p>Warum passiert das immer wieder?</p>
<p>Was macht Ihr im Falle einer Geschmacksveränderung mit dem jeweiligen Mitbringsel? Entsorgen? Im Keller oder auf dem Dachboden deponieren,&#8230;?</p>
<p>Trifft das immer zu oder gibt es auch Ausnahmen, bei denen keine Geschmacksveränderung eintritt?</p>
<p>Lasst uns einfach ein bisschen darüber plaudern!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ausgedient/">Ausgedient</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/durch-die-luefte-getragen/">Durch die Lüfte getragen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/dumme-socke/">Dumme Socke</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Absicht oder Unachtsamkeit?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Aug 2018 13:22:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Absicht]]></category>
		<category><![CDATA[peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[plaudern]]></category>
		<category><![CDATA[Schachtel]]></category>
		<category><![CDATA[Unachtsamkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[In meiner Jugend habe ich es bei meiner Großtante festgestellt, bei der Großtante meines Mannes und auch noch bei anderen Personen. Schnell war man dann einer ganz bestimmten Meinung und diese tendierte dahin, dass man glaubte, derjenige habe es mit Absicht gemacht. Doch heute, Jahre, sogar Jahrzehnte später habe ich plötzlich eine ganz andere Ansicht. Wieso das denn? Naja, man kann ja seine Meinung gegenüber gewissen Gegebenheiten ändern. Vielleicht, weil die Sicht der Dinge eine andere geworden ist. Aber auch, weil man plötzlich ähnliche Situationen erlebt hat. Nein, das ist nicht ganz korrekt ausgedrückt. Ich meine natürlich, weil man selbst auf einmal derjenige ist, welcher… Erst neulich ist es mir passiert. Wir waren in Lübeck. Diese Stadt zu besuchen und ohne das köstliche Marzipan gekostet zu haben, wieder wegzufahren, geht gar nicht. Lübeck und Marzipan gehören einfach zusammen. Die Lieben zu Hause freuen sich dann natürlich auch über ein Mitbringsel und was wäre besser geeignet als eine Schachtel dieser Köstlichkeiten. „Schaut mal, was wir euch mitgebracht haben“, sage ich zu der Freundin unseres Sohnes und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In meiner Jugend habe ich es bei meiner Großtante festgestellt, bei der Großtante meines Mannes und auch noch bei anderen Personen. Schnell war man dann einer ganz bestimmten Meinung und diese tendierte dahin, dass man glaubte, derjenige habe es mit Absicht gemacht.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>och heute, Jahre, sogar Jahrzehnte später habe ich plötzlich eine ganz andere Ansicht. Wieso das denn? Naja, man kann ja seine Meinung gegenüber gewissen Gegebenheiten ändern. Vielleicht, weil die Sicht der Dinge eine andere geworden ist. Aber auch, weil man plötzlich ähnliche Situationen erlebt hat. Nein, das ist nicht ganz korrekt ausgedrückt. Ich meine natürlich, weil man selbst auf einmal derjenige ist, welcher…<br />
Erst neulich ist es mir passiert. Wir waren in Lübeck. Diese Stadt zu besuchen und ohne das köstliche Marzipan gekostet zu haben, wieder wegzufahren, geht gar nicht. Lübeck und Marzipan gehören einfach zusammen. Die Lieben zu Hause freuen sich dann natürlich auch über ein Mitbringsel und was wäre besser geeignet als eine Schachtel dieser Köstlichkeiten.<br />
„Schaut mal, was wir euch mitgebracht haben“, sage ich zu der Freundin unseres Sohnes und reiche ihr die Schachtel.<br />
„Oh, lecker!“, meint sie erfreut, „da sind ja sogar verschiedene Sorten drin.“<br />
Da die Aufzählung dieser unterschiedlichen Geschmacksrichtungen auf der Rückseite der Schachtel benannt ist, dreht sie diese automatisch um.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Ja, was soll ich sagen? Genau in diesem Moment sehe ich es. Ein kleines Schildchen.<br />
„Oh,oh!“, rufe ich peinlich berührt aus und nehme ihr die Schachtel wieder weg.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Da habe ich wohl etwas vergessen!“, erkläre ich ihr und versuche das kleine Preisschildchen zu entfernen. „Na hoffentlich ist mir das bei unseren Nachbarn nicht auch passiert. Ihnen haben wir nämlich ebenfalls eine Packung mitgebracht.“<br />
„Jetzt ist es also auch bei mir schon soweit“, denke ich und mir fallen die Mitbringsel und Geschenke ein, die man früher von diversen älteren Verwandten und Bekannten bekam. „Ich vergesse nachzusehen, ob irgendwo ein Preisschild klebt und entferne es demzufolge nicht.“<br />
Inzwischen denke ich, dass dies jedem passieren kann und bestimmt auch schon passiert ist. Unachtsamkeit, Eile, Gedankenlosigkeit, es gibt bestimmt viele Gründe.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Aber zwei Gründe treffen bei mir nicht zu: Ich bin weder „vertüdelt“, wie man bei uns so schön sagt, noch handelt es sich um Absicht.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
&#8222;Eigentlich muss mir das doch überhaupt nicht peinlich sein&#8220;, so überlege ich.<br />
Jedermann weiß, dass man das Mitbringsel gekauft hat und das hat nun mal seinen Preis. Nur welchen Preis, das will man nicht unbedingt kundtun, denn es geht um die Geste des Schenkens und nicht um den Preis.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Kennt Ihr ebenfalls solche Situationen und ist es Euch selbst schon passiert? Wie denkt Ihr darüber? Warum ist das eigentlich eine peinliche Situation?</p>
<p>Lasst uns ein bisschen darüber plaudern!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/fraeulein-tussnelda/">Fräulein Tussnelda</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/glueck-gehabt/">Glück gehabt</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-abenteuer-des-kleinen-matz/">Die Abenteuer des kleinen Matz</a></p>
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		<title>Das Urlaubsgeschenk</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/das-urlaubsgeschenk/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jun 2017 08:51:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Ablehnung]]></category>
		<category><![CDATA[Begrüßung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[interessieren]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[plaudern]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn ich jemand etwas schenke, dann tue ich das gerne. Ich verschenke beispielsweise nur Dinge, die mir selbst auch gefallen. Ich möchte mit dem Geschenk jemand eine Freude machen und hege dabei keinerlei Hintergedanken. Ich erwarte keine Gegenleistung dafür, sonst wäre es eine Art der Bezahlung und kein Geschenk. Manchmal verschenke ich etwas aus einer Laune heraus und ohne einen großartigen Anlass und ich freue mich, wenn der Beschenkte sich freut. Schenken ist also etwas, das beiden Seiten Freude bereiten sollte. Wenn wir am Meer Urlaub machen, dann haben wir uns angewöhnt, vor Ort eine Luftmatratze zu kaufen. Am letzten Tag suchen wir uns dann ein Kind oder eine Familie aus, die noch länger am Urlaubsort verweilt und schenken dem / den Betreffenden die Luftmatratze. Wir wollen uns nicht mit unnötigem Gepäck belasten und die betreffende Person kann noch einen Nutzen daraus ziehen, bzw. hat seinen Spaß mit der Matratze im Meer oder im Pool. Kinder sind hierbei sehr spontan und nehmen gerne das Geschenk an. Erwachsene schauen zuerst zwar etwas skeptisch, nehmen allerdings dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn ich jemand etwas schenke, dann tue ich das gerne. Ich verschenke beispielsweise nur Dinge, die mir selbst auch gefallen. Ich möchte mit dem Geschenk jemand eine Freude machen und hege dabei keinerlei Hintergedanken. Ich erwarte keine Gegenleistung dafür, sonst wäre es eine Art der Bezahlung und kein Geschenk. </strong><br />
<strong>Manchmal verschenke ich etwas aus einer Laune heraus und ohne einen großartigen Anlass und ich freue mich, wenn der Beschenkte sich freut. Schenken ist also etwas, das beiden Seiten Freude bereiten sollte.</strong><br />
<span class="dropcap">W</span>enn wir am Meer Urlaub machen, dann haben wir uns angewöhnt, vor Ort eine Luftmatratze zu kaufen. Am letzten Tag suchen wir uns dann ein Kind oder eine Familie aus, die noch länger am Urlaubsort verweilt und schenken dem / den Betreffenden die Luftmatratze. Wir wollen uns nicht mit unnötigem Gepäck belasten und die betreffende Person kann noch einen Nutzen daraus ziehen, bzw. hat seinen Spaß mit der Matratze im Meer oder im Pool.<br />
Kinder sind hierbei sehr spontan und nehmen gerne das Geschenk an. Erwachsene schauen zuerst zwar etwas skeptisch, nehmen allerdings dann auch gerne die Matratze und paddeln damit davon.<br />
Dieses Mal hatten wir am letzten Abend jedoch noch etwas anderes zu verschenken, bevor wir am nächsten Tag abreisen wollten.<br />
Wir waren schon zum dritten Mal im selben Hotel abgestiegen und mittlerweile so etwas wie Stammgäste. Zur Begrüßung brachte man uns eine Flasche Sekt auf das Zimmer. Ich finde das ist eine sehr nette Geste der Hotelleitung, obwohl wir nicht die Sekttrinker schlechthin sind. Allerdings hatte ich in diesem Urlaub auch noch Geburtstag und so hoben wir uns den Sekt zum mitternächtlichen Anstoßen zu diesem besonderen Anlass auf.<br />
Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnten, war die Tatsache, dass wir ein paar Stunden später wiederum eine Sektflasche mit zwei Gläsern in unserem Zimmer als Geburtstagsgeschenk vom Hotel vorfinden würden.<br />
Nun gut, irgendwann würden wir vielleicht in diesem Urlaub noch einmal mit Sekt anstoßen. So dachten wir zumindest. Doch am letzten Abend stellten wir fest, dass die Flasche immer noch unangetastet und verschlossen im Kühlschrank stand.<br />
Also schnappten wir uns die Flasche und wollten sie verschenken. Ein Ehepaar, mit dem wir uns im Urlaub angefreundet hatten, war bereits einen Tag zuvor abgereist. Aber das Hotel war gut besucht und es dürfte nicht schwer sein, die Flasche loszuwerden.<br />
Ja, so dachten wir.<br />
Wir suchten uns zwei Frauen aus, die immer abseits der anderen Gäste innerhalb des Hotels saßen und dachten, sie würden sich über unsere Geste sicherlich freuen.<br />
Weit gefehlt. Sie schauten uns fast erschrocken und mit großen Augen an. Nein, nein sie wollten den Sekt nicht haben.<br />
Dachten sie etwa sie sollten ihn uns abkaufen? Wir beteuerten, dass wir die Flasche einfach nur so verschenken möchten. Nein, sie wollten den Sekt nicht.<br />
Nun gut. Also schauten wir uns weiter im Hotel um.<br />
In einer Ecke saßen zwei ältere Paare, die sich unterhielten. Wir traten an den Tisch und brachten unser Anliegen vor.<br />
Ich konnte die Welt nicht mehr begreifen, denn auch sie lehnten ab. Was war denn los? Wir wollten weder eine Versicherung verkaufen, noch irgendeine Gegenleistung. Wir wollten lediglich jemand eine Freude machen, indem wir ihm oder ihnen die Flasche Sekt schenkten. Auch handelte es sich nicht um Antialkoholiker, denn sie hatten jeder ein alkoholisches Getränk vor sich stehen.<br />
Wir waren nach dieser zweiten Ablehnung schon irgendwie geschockt und fühlten uns, als hätten wir etwas verbrochen. Wir wollten doch niemand ein Leid zufügen, sondern nur ganz ohne irgendeinen Hintergedanken oder eine Gegenleistung etwas verschenken. Stattdessen schaute man uns an, als wären wir von einem anderen Stern gekommen und würden etwas vollkommen Verrücktes und Unmögliches von jemand verlangen. Wir verlangten gar nichts. Wir wollten etwas geben, kamen uns aber fast schon wie Bittsteller vor.<br />
Seltsam. Sind die Menschen schon derartig misstrauisch geworden?<br />
Nun gut, wir fanden noch eine kleinere Gruppe von Neuankömmlingen, die zwar auch erst skeptisch schauten, aber nach unseren Erklärungen und Beteuerungen, dass wir lediglich die Flasche Sekt verschenken wollen würden, diese endlich dankend annahmen. Einer der Männer stand auch sofort auf und organisierte Gläser. Wir zogen uns dann zurück, denn wir wollten ja noch nicht einmal mittrinken.<br />
Uns gab dieses Ereignis wirklich zu denken, denn so etwas ist uns noch nie passiert.<br />
Sind die Menschen so skeptisch geworden?<br />
Schenkt man nicht einfach mal fremden Menschen etwas?<br />
Gehört sich das nicht?<br />
Passt es nicht in unser Weltbild?<br />
Muss man sofort mit Misstrauen reagieren, wenn man einfach mal eben etwas geschenkt bekommt?<br />
Was ist nur los, wenn man nicht mal mehr eine Kleinigkeit verschenken kann, ohne für verrückt erklärt zu werden?<br />
Muss man sich jetzt schon dafür schämen, eine Kleinigkeit zu verschenken?</p>
<p>Mich würde interessieren, was Ihr zu dieser Begebenheit sagt. Lasst uns darüber plaudern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/der-luemmel-aus-der-letzten-bank/">Der Lümmel aus der letzten Bank</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/haengemattengedanken/">Hängemattengedanken</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mr-stonemans-friend/">Mr. Stoneman&#8217;s friend</a></p>
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		<item>
		<title>Schuld ist das Wetter</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/schuld-ist-das-wetter/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/schuld-ist-das-wetter/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jun 2017 23:05:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Gans]]></category>
		<category><![CDATA[passiert]]></category>
		<category><![CDATA[plaudern]]></category>
		<category><![CDATA[Scherben]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich glaube, ich leide heute an Überhitzung. Und nicht nur ich. Gestern waren es schon einunddreißig Grad, heute am 20. Juni 2017 waren es zweiunddreißig und morgen werden wir wahrscheinlich wieder die Dreißiggradmarke knacken. Dabei können wir uns hier in Cottbus noch glücklich schätzen, denn in Frankfurt am Main ist das Thermometer am heutigen Dienstag tatsächlich auf 35 Grad gestiegen. Bei solchen Temperaturen beginnt das Hirn zu qualmen und die Zahnrädchen drehen sich im Gedankengetriebe langsamer. Um es genau zu sagen, ist das Wetter schuld daran, dass ich nur ein wenig mit Euch plaudern möchte. Dabei kann man sich so schön entspannen und läuft keine Gefahr, dass irgendwelche Drähte in den Hirnwindungen durchschmoren. Worüber ich mit Euch plaudern will? Auf jeden Fall nicht über das Wetter, wie die Einleitung und die Überschrift vielleicht vermuten lassen. Obwohl… Auch nicht über irgendwelche archäologisch wertvollen Stücke, was die Betrachtung des Beitragsfotos suggeriert. Obwohl… Das Wetter ist schuld und mit Scherben hat die Begebenheit schon etwas zu tun. Und dann auch noch mit meinem Mann: Weil es den ganzen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich glaube, ich leide heute an Überhitzung. Und nicht nur ich. </strong><br />
<strong>Gestern waren es schon einunddreißig Grad, heute am 20. Juni 2017 waren es zweiunddreißig und morgen werden wir wahrscheinlich wieder die Dreißiggradmarke knacken. Dabei können wir uns hier in Cottbus noch glücklich schätzen, denn in Frankfurt am Main ist das Thermometer am heutigen Dienstag tatsächlich auf 35 Grad gestiegen.</strong><br />
<span class="dropcap">B</span>ei solchen Temperaturen beginnt das Hirn zu qualmen und die Zahnrädchen drehen sich im Gedankengetriebe langsamer. Um es genau zu sagen, ist das Wetter schuld daran, dass ich nur ein wenig mit Euch plaudern möchte. Dabei kann man sich so schön entspannen und läuft keine Gefahr, dass irgendwelche Drähte in den Hirnwindungen durchschmoren.<br />
Worüber ich mit Euch plaudern will?<br />
Auf jeden Fall nicht über das Wetter, wie die Einleitung und die Überschrift vielleicht vermuten lassen. <em><strong>Obwohl…</strong></em><br />
Auch nicht über irgendwelche archäologisch wertvollen Stücke, was die Betrachtung des Beitragsfotos suggeriert. <em><strong>Obwohl…</strong></em><br />
Das Wetter ist schuld und mit Scherben hat die Begebenheit schon etwas zu tun.<br />
Und dann auch noch mit meinem Mann:<br />
Weil es den ganzen Tag über so extrem heiß war, gedachten wir den schönen lauen Sommerabend in einem Restaurant auf der Terrasse bei einem Gläschen Wein und einer leckeren Pizza zu genießen. Doch bevor wir mit dem Auto in die Innenstadt fuhren, eilte ich noch schnell in den Keller, um drei Plastiktüten zu holen. Diese hatte ich in den letzten beiden Tagen mit Kleidung gefüllt, die wir nun zum Altkleidercontainer bringen würden. Ich stellte die Tüten vor die Haustür und eilte noch einmal zurück ins Haus, denn ich hatte meine Handtasche vergessen. Gerade als ich mir den Riemen der Tasche über die Schulter hängte, hörte ich von draußen ein verdächtiges Geräusch. Irgendwie hörte es sich klirrend an. In mir wuchs sofort ein Verdacht heran, der auch sogleich durch einen Ausspruch meines Mannes bestätigt wurde:<br />
„Ist nichts passiert!“, tönte seine Stimme an mein Ohr.<br />
Dieser Spruch ist es, der mir jedes Mal bestätigt, dass genau dieses Nichts etwas hat zu Bruch gehen lassen. Ich bin mittlerweile 31 Jahre mit meinem Peter verheiratet und kenne ihn seit nunmehr 41 Jahren. Wenn er nach einem klirrenden oder krachenden Geräusch diesen Satz ausruft, weiß ich genau, <em><strong>dass</strong></em> etwas passiert ist.<br />
So war es auch heute.<br />
Bestätigt fühlte ich mich auch noch durch die anschließende Frage unserer Nachbarin: „Und ist sie kaputt?“<br />
„Kann man wieder kleben! Alles halb so wild!“, hörte ich meinen Göttergatten antworten.<br />
Jetzt war ich mir hundertprozentig sicher. Mein Mann hat etwas kaputt gemacht. Und ich wusste auch ziemlich genau, was es war.<br />
Als ich meinen Kopf zur Haustür hinaus streckte, blickte mein Mann grinsend zu mir hoch.<br />
„Ist nur die Gans. Ich hab nichts gemacht. Die Tüte ist mir aus der Hand gerutscht, auf die Gans gefallen und schon war sie hin. Taugt ja alles nichts mehr heutzutage. Aber sie ist nur in drei Teile zersplittert. Die lassen sich prima kleben. Alles halb so wild.“<br />
„Ich weiß“, sagte ich. „Du kannst nichts dafür.“<br />
„Schuld ist das Wetter!“, verteidigte die Nachbarin meinen Mann.<br />
„Genau“, bestätigte mein Gatte, „bei dieser Affenhitze ist man ja schon richtig kraft- und saftlos. Da kann einem schon mal was aus der Hand fallen.“<br />
Das war mir jetzt aber ganz egal, denn den schönen Sommerabend wollte ich mir nicht verderben lassen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-4332 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8359-1024x682.jpg" alt="" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8359-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8359-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8359-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8359-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8359.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Aber Strafe muss schon sein, deshalb sitzt mein Peter jetzt ein paar Stunden später in der Küche und klebt die Gans wieder zusammen und ich fotografiere für Euch die ganze Sache.<br />
Ohje, die Hitze schafft mich. Hab ich jetzt vergessen die Speicherkarte in die Kamera einzulegen bevor ich auf den Auslöser gedrückt habe?<br />
Sie steckt in meinem Laptop.<br />
Ach, Quatsch!<br />
Ich habe sie erst aus der Kamera gezogen, nachdem ich die Fotos schon gemacht hatte.<br />
Alles gut.<br />
Nichts passiert.<br />
Schuld an diesem ganzen Durcheinander ist das Wetter. Wer sonst?!</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4333 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8369-1024x682.jpg" alt="" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8369-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8369-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8369-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8369-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8369.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4334 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8372-1024x682.jpg" alt="" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8372-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8372-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8372-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8372-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8372.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-4335 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8373-1024x682.jpg" alt="" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8373-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8373-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8373-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8373-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/06/1200px-_DSC8373.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Ende gut,- alles gut!</p>
<p>Und jetzt seid Ihr an der Reihe mit der Plauderei:</p>
<p>Erzählt mal über das Wetter, …, ein Missgeschick, …, einen immer wiederkehrenden Ausspruch,…, über Scherben…, …</p>
<p style="text-align: center;">
<em><strong>Ich freue mich mit Euch zu plaudern.</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/familienausflug/">Familienausflug</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/3514-2/">Familienausflug Teil 2</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/1174-knut-knopf/">Knut Knopf</a></p>
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		<title>Was sagt man dazu?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jun 2017 22:20:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Flasche]]></category>
		<category><![CDATA[Händler]]></category>
		<category><![CDATA[plaudern]]></category>
		<category><![CDATA[Spucke]]></category>
		<category><![CDATA[Verbot]]></category>
		<category><![CDATA[was]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute melde ich mich mal wieder kurz aus meiner Plauderecke, denn ich muss unbedingt etwas loswerden, was ich vor fast zwei Jahren erlebt habe. Ich habe zuerst überlegt, eine Geschichte daraus zu machen, kam dann aber zu dem Entschluss, dass es an dieser Stelle besser platziert ist. Also lasst uns darüber plaudern: Ihr kennt bestimmt die Situation, wenn sich das Leergut so angesammelt hat, dass es endlich wieder einmal zum Händler gebracht werden muss, um Platz für neue gefüllte Flaschen zu schaffen. Ich bin jedesmal wieder erstaunt darüber, wieviel Geld da so im Keller herumsteht und freue mich, wenn ich dadurch an der Supermarktkasse meine Rechnung schmälern kann. Das ist ja wohl auch der Anreiz, der geschaffen wurde. Man wirft sie nicht einfach weg, sie werden noch verwertet und erhält das gezahlte Pfand zurück. Nun gut, langer Rede kurzer Sinn: Ich stand also wieder einmal am Flaschenrücknahmeautomaten, mit dem ich mich auch manchmal köstlich unterhalte, aber das ist eine andere Geschichte ( Zwischen Kampf und Unterhaltung ). Insgesamt gab es zwei Automaten. Neben mir standen zwei &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute melde ich mich mal wieder kurz aus meiner Plauderecke, denn ich muss unbedingt etwas loswerden, was ich vor fast zwei Jahren erlebt habe. Ich habe zuerst überlegt, eine Geschichte daraus zu machen, kam dann aber zu dem Entschluss, dass es an dieser Stelle besser platziert ist. Also lasst uns darüber plaudern:</strong><br />
<span class="dropcap">I</span>hr kennt bestimmt die Situation, wenn sich das Leergut so angesammelt hat, dass es endlich wieder einmal zum Händler gebracht werden muss, um Platz für neue gefüllte Flaschen zu schaffen. Ich bin jedesmal wieder erstaunt darüber, wieviel Geld da so im Keller herumsteht und freue mich, wenn ich dadurch an der Supermarktkasse meine Rechnung schmälern kann.<br />
Das ist ja wohl auch der Anreiz, der geschaffen wurde. Man wirft sie nicht einfach weg, sie werden noch verwertet und erhält das gezahlte Pfand zurück.<br />
Nun gut, langer Rede kurzer Sinn: Ich stand also wieder einmal am Flaschenrücknahmeautomaten, mit dem ich mich auch manchmal köstlich unterhalte, aber das ist eine andere Geschichte ( <a href="http://lifetellsstories.de/zwischen-kampf-und-unterhaltung/">Zwischen Kampf und Unterhaltung ).</a><br />
Insgesamt gab es zwei Automaten. Neben mir standen zwei Männer, die die Sache mit der Rückgabe der Flaschen sehr ernst nahmen. Sie schienen damit ihr Taschengeld aufzubessern, das sie scheinbar vom Heim bekamen. Sie waren nicht mit Taschen, sondern mit einem gefüllten Karren zum Automaten gepilgert. Auf dem Karren stapelten sich einige Kästen, aber hauptsächlich einzelne Flaschen. Zum großen Teil waren es Bierflaschen, aber auch Wasser- und Limonadenflaschen waren dabei.<br />
Sie schoben also Flasche für Flasche in die vorgesehene Öffnung und freuten sich an dem steigenden Geldbetrag, der auf dem Display sichtbar wurde.<br />
Es dauerte jedoch nicht lange, da stand ein Mitarbeiter des Supermarktes neben ihnen und verwies sie des Marktes. Sie mussten unverrichteter Dinge wieder gehen und durften auch nicht wiederkommen. Auch ihr Bitten half nichts.<br />
Ich war sehr verwundert und fragte nach dem Grund des Verbotes. Als Antwort erhielt ich nur die Auskunft, dass die Flaschen bei einem Fußballspiel gesammelt wurden. Diese und andere Männer würden dies immer wieder tun und sie hätten schon in anderen Märkten Hausverbot. Ich erlaubte mir anzuführen, dass sie ja auch etwas bringen würden, sprich Leergut, wofür sie das Geld bekommen würden. Doch dieses Argument zählte scheinbar nicht, denn man erklärte mir nur, dass die Männer nichts oder nur wenig im Markt kaufen würden und man durch die vielen Flaschen nur mehr Arbeit hätte.<br />
Die beiden Männer mussten mit ihrem gesammelten Leergut gehen und mir blieb sprichwörtlich die Spucke weg.</p>
<p style="text-align: center;">Was sagt Ihr dazu?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/zwischen-kampf-und-unterhaltung/">Zwischen Kampf und Unterhaltung</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/zwiegespraech/">Zwiegespräch</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-blau-des-himmels/">Das Blau des Himmels</a></p>
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		<title>Huch!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 May 2017 17:40:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Arme]]></category>
		<category><![CDATA[Ball]]></category>
		<category><![CDATA[geht]]></category>
		<category><![CDATA[huch]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch heute melde ich mich wieder aus meiner Plauderecke. Es hat mir das letzte Mal sehr viel Spaß gemacht, mit Euch zu plaudern und Eure Erinnerungen zu lesen, die Ihr mir geschickt habt. Jetzt geht es weniger um Erinnerungen, als um Eigenarten. Kein Mensch ist perfekt und das ist auch gut so. Ich denke, dass jeder von uns eine oder mehrere Eigenarten hat, die mehr oder weniger ausgeprägt sind. So auch ich. Ich habe festgestellt, dass sich diese Eigenarten nicht „verwachsen“, wie man so schön sagt. Jedenfalls ist dies bei mir der Fall. Entdeckt hat sie zum ersten Mal ein Lehrer, der mich selbst erst darauf aufmerksam gemacht hat. Noch heute stellt sie mein Mann immer wieder aufs Neue bei mir fest. Ich darf also stolz behaupten, dass ich dieses Wesensmerkmal schon seit der Schulzeit (kurz nach der Grundschule) mit mir herum trage und voraussichtlich auch niemals ablegen werde. Ich könnte vielleicht an mir arbeiten und sie auszumerzen versuchen, aber sie ist schon ziemlich fest in meinem Wesen verankert. Außerdem taucht diese Eigenart immer total &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auch heute melde ich mich wieder aus meiner Plauderecke. Es hat mir das letzte Mal sehr viel Spaß gemacht, mit Euch zu plaudern und Eure Erinnerungen zu lesen, die Ihr mir geschickt habt. Jetzt geht es weniger um Erinnerungen, als um Eigenarten.</strong><br />
<span class="dropcap">K</span>ein Mensch ist perfekt und das ist auch gut so. Ich denke, dass jeder von uns eine oder mehrere Eigenarten hat, die mehr oder weniger ausgeprägt sind. So auch ich.<br />
Ich habe festgestellt, dass sich diese Eigenarten nicht „verwachsen“, wie man so schön sagt. Jedenfalls ist dies bei mir der Fall. Entdeckt hat sie zum ersten Mal ein Lehrer, der mich selbst erst darauf aufmerksam gemacht hat. Noch heute stellt sie mein Mann immer wieder aufs Neue bei mir fest. Ich darf also stolz behaupten, dass ich dieses Wesensmerkmal schon seit der Schulzeit (kurz nach der Grundschule) mit mir herum trage und voraussichtlich auch niemals ablegen werde. Ich könnte vielleicht an mir arbeiten und sie auszumerzen versuchen, aber sie ist schon ziemlich fest in meinem Wesen verankert. Außerdem taucht diese Eigenart immer total überraschend auf und ich wage zu behaupten, dass sie einer Art Instinkt gleicht.<br />
Mit dieser Eigenart schade ich keinem anderen Wesen und auch nicht mir selbst. Im Gegenteil, sie beschützt mich. Eventuell könnte sich der eine oder andere Mitmensch kurzzeitig darüber ärgern oder eher darüber belustigen.<br />
Nun gut, langer Rede, kurzer Sinn. Ich werde nicht mehr um den heißen Brei herum reden, sondern Euch verraten, worum es geht. Nur noch soviel vorneweg: Ausgelöst ist diese Eigenart durch Angst.<br />
Und nun folgt mein Geständnis:<br />
Ich habe Angst vor Bällen. Nein, nicht vor allen Bällen, nur vor diesen, die plötzlich und von mir unerwartet direkt auf mich zugeflogen kommen.<br />
Entdeckt hat dieses mir eigene Wesensmerkmal mein ehemaliger Sportlehrer. Er meinte nämlich:<br />
„Immer wenn ein Ball auf Astrid zugeflogen kommt, reißt sie die Arme hoch und hält sie schützend vor das Gesicht, anstelle den Ball zu fangen.“<br />
Ich kann mich nicht erinnern, jemals negative Erfahrungen bezüglich fliegender Bälle gemacht zu haben, aber ich muss meinem damaligen Sportlehrer recht geben. Und noch mehr: Bis zum heutigen Tage schnellen meine Arme reflexartig in die Höhe und überkreuzen sich vor meinem Gesicht, wenn ein Ball oder ähnliches auf mich zugeflogen kommt.<br />
Erst gestern machte sich mein Mann wieder einen Spaß daraus, als er mir den Schlüsselbund zuwerfen wollte.<br />
„Achtung!“, rief er aus. „Ich werfe! Einfach nur auffangen!“<br />
„Nein! Nicht!“, rief ich aus und sah im Geiste auch schon dieses Etwas auf mich zufliegen.<br />
Mein Mann, der meine Eigenart nur zu gut kennt, begann zu lachen, als er sah, wie sich meine Arme in die Lüfte schwangen und vor meinem Gesicht schützend überkreuzten. Gleichzeitig hielt er in seiner Wurfbewegung inne und streckte mir seine Hand hin, in der sich die Schlüssel befanden, die er mir geben wollte. Als ich nach diesen greifen wollte, umklammerte er sie wieder mit seinen Fingern und zog die Hand zurück.<br />
„Komm, wir üben noch mal! Fang sie einfach auf!“, sagte er vertrauenserweckend.<br />
„Okay!“, willigte ich ein.<br />
Zack! Schon kamen die Schlüssel durch die Luft geflogen und landeten sanft in meiner Hand, die sie einfach und ohne Problem aufgefangen hatte.<br />
„Na also, geht doch!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>&#8222;Welche Eigenart habt Ihr? Wollt Ihr sie ausplaudern?&#8220;</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/geruempel-oder-kostbarkeiten/">Gerümpel und Kostbarkeiten</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/familienzuwachs/">Familienzuwachs</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/chaotischer-umzug/">Chaotischer Umzug</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Bei dem Beitragsbild handelt es sich um ein Graffiti, das ich abfotografiert habe. Leider ist mir der Künstler nicht bekannt.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Großvaters Haus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 May 2017 22:56:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Ecke]]></category>
		<category><![CDATA[groß]]></category>
		<category><![CDATA[Großvater]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[klein]]></category>
		<category><![CDATA[Nähkästchen]]></category>
		<category><![CDATA[plaudern]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute möchte ich eine neue Kategorie auf meinem Blog eröffnen. Ich nenne sie „Meine Plauderecke“. Hier wird sozusagen ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Es gibt viele Gedanken, die mir manchmal so durch den Kopf schwirren, aus denen ich momentan keine Geschichte machen möchte, aber trotzdem sind sie es wert festgehalten zu werden. Sie sollen in der Plauderecke ihren Platz finden. Als erstes Thema an dieser Stelle habe ich mir folgende zwei Worte ausgesucht: „Klein und Groß“ Ich sah neulich ein kleines Kind an der Hand der Mutter eine Treppe erklimmen und mir wurde bewusst, wie hoch diese Treppenstufen doch für ein Kind dieser Körpergröße sein müssen. Ja und auf einmal machten meine Gedanken einen riesigen Sprung zurück in meine eigene Kindheit. Das Kopfkino startete und schon liefen Bilder vor meinem geistigen Auge ab, von denen ich Euch berichten möchte. Ich fand mich nämlich plötzlich im Haus meines Großvaters wieder. Leider steht es heute nicht mehr, sondern an seinem Platz wurde ein neues Haus von mir fremden Menschen erbaut. Dieses Haus ist tatsächlich wesentlich größer, als &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Heute möchte ich eine neue Kategorie auf meinem Blog eröffnen. Ich nenne sie „Meine Plauderecke“. Hier wird sozusagen ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Es gibt viele Gedanken, die mir manchmal so durch den Kopf schwirren, aus denen ich momentan keine Geschichte machen möchte, aber trotzdem sind sie es wert festgehalten zu werden. Sie sollen in der Plauderecke ihren Platz finden.</strong><br />
<span class="dropcap">A</span>ls erstes Thema an dieser Stelle habe ich mir folgende zwei Worte<br />
ausgesucht:<br />
<em><strong>„Klein und Groß“</strong></em></p>
<p>Ich sah neulich ein kleines Kind an der Hand der Mutter eine Treppe erklimmen und mir wurde bewusst, wie hoch diese Treppenstufen doch für ein Kind dieser Körpergröße sein müssen. Ja und auf einmal machten meine Gedanken einen riesigen Sprung zurück in meine eigene Kindheit. Das Kopfkino startete und schon liefen Bilder vor meinem geistigen Auge ab, von denen ich Euch berichten möchte.<br />
Ich fand mich nämlich plötzlich im Haus meines Großvaters wieder. Leider steht es heute nicht mehr, sondern an seinem Platz wurde ein neues Haus von mir fremden Menschen erbaut. Dieses Haus ist tatsächlich wesentlich größer, als das Haus meines Großvaters war.<br />
Würde ich heute durch die Räume der großväterlichen Wohnung spazieren, so wäre ich sicherlich erstaunt darüber, dass sie größenmäßig nicht mit meinem Eindruck von damals übereinstimmen würden. Es kommt eben immer auf die Sichtweise an. So erscheinen für ein Kleinkind beispielsweise Treppenstufen hoch, Räume groß und weit, aber für uns Erwachsene wirken sie wahrscheinlich gar nicht so gigantisch.<br />
Wenn ich heute in Gedanken durch die Räume des Hauses meines Großvaters gehe, so schreite ich als Kind hindurch und sehe es mit meinen Kinderaugen:<br />
Um das Haus betreten zu können, musste man einige Treppenstufen hoch steigen und gelangte auf ein Podest. Hier habe ich manchmal meine Schultafel aufgestellt und mit meinen Freundinnen, die schon in die Schule gingen, gespielt. Sie zeigten mir, wie man die Buchstaben schreibt und auch was sie gerade im Rechenunterricht gelernt hatten. Das war wohl schon der erste Schritt zu meiner Lehrerausbildung.<br />
So und nun öffnen wir die Haustür:<br />
Man betrat einen Flur, der recht geräumig geschnitten war, zumindest in den Augen eines Kindes.  Linkerhand war das Badezimmer und auf der rechten Seite befand sich eine Holztreppe, die nach oben zu den Schlafräumen führte. Unter der Treppe gab es noch einen kleinen Abstellraum, den man durch eine Tür betreten konnte. Wenn ich recht überlege, weiß ich nicht, ob man sich beim Eintreten bücken musste. Ich musste es sicherlich nicht, aber die Erwachsenen vermutlich schon.<br />
Durchschritt man den Flur und ging einfach geradeaus, kam man in die Wohnküche. Ich erinnere mich an einen Esstisch mit Stühlen und unter dem Fenster stand ein Sofa, von dem ich Euch schon einmal berichtet habe. Dann gab es noch einen Küchenschrank und einen alten gußeisernen Herd, der die Stube beheizte und auf dem gekocht wurde. Opas Hund, genannt Bazi, hatte seinen Platz unter dem Herd, wo es immer schön warm war.<br />
Ein Spülbecken befand sich ebenfalls in der Küche, über dem ich meine beiden Lieblingspuppen auf den Namen Moni und Rita getauft habe.<br />
Der an die Küche angrenzende Raum war das Wohnzimmer. Ich erinnere mich an den Wohnzimmertisch und die Stühle, jedoch nicht mehr an den Schrank. Es gab einen Ölofen, eine Couch und einen Fernseher. In einer Ecke stand ein Sessel und an der Wand hing ein kleines Regal. Hierauf stand ein Bild meiner Omi, die leider als ich ungefähr zwei Jahre alt war, verstorben ist.<br />
Vom Wohnzimmer aus konnte man ein weiteres Zimmer betreten. Hierin stand ein Bett, wahrscheinlich auch ein Schrank, doch ich sehe nur noch das Bett. Hier lag meine Oma während ihrer schlimmen Krankheit, die ihr viele Schmerzen bereitete, so dass sie Morphium bekam.<br />
In das obere Stockwerk kam man über die Treppe im Flur, was ich ja schon erwähnt habe. Oben angekommen, befand sich geradeaus der Dachboden, den ich genauso ungern betrat wie den Keller des Hauses, der sehr niedrig und dunkel war und wo mein Opa eine kleine Bastelwerkstatt hatte.<br />
Links und rechts vom Dachboden befanden sich nur noch zwei Schlafräume.<br />
Möglicherweise gab es in dieser Etage noch eine kleine Abstellkammer, die aber nur gebückt betreten werden konnte. Hierbei bin ich mir allerdings nicht mehr ganz so sicher, ob diese Kammer tatsächlich existierte.<br />
Das Haus selbst war in einem zarten Grünton gestrichen und befand sich auf einem Grundstück mit Hof und Garten. Außerdem gab es noch ein großes Nebengebäude, wo sich auch in den ersten Jahren die Toilette befand.<br />
Egal, ob das Haus groß oder klein war, es war das Haus meines Opas und ich habe mich dort wohlgefühlt, bin dort gerne ein und aus gegangen. Ich habe dieses Haus einfach gemocht und ich bedauere noch heute, dass es nicht mehr existent ist. Wenn ich durch die Straße laufe, so schaue ich zwar hin, doch nur vor meinem geistigen Auge steht noch das Haus meines Großvaters.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Das Beitragsfoto habe ich in Erfurt in einem Schaufenster fotografiert. Der Künstler der Holzfigur ist mir unbekannt.</p>
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		<title>Ach du liebe Zeit!</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/ach-du-liebe-zeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2016 22:05:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Cafe]]></category>
		<category><![CDATA[erschöpft]]></category>
		<category><![CDATA[Klassenkamerad]]></category>
		<category><![CDATA[labern]]></category>
		<category><![CDATA[plaudern]]></category>
		<category><![CDATA[reden]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Erschöpft lässt sich Lara auf den Sessel plumpsen. Sie schließt die Augen und denkt erleichtert: „Geschafft! Das war die letzte Umzugskiste!“ Sie ist fertig und kann es kaum glauben. Ein bisschen Stolz mischt sich zu den Gefühlen der Freude und Erschöpfung. Na klar, sie hat auch Helfer gehabt. Gute Freunde gingen ihr die letzten Tage zur Hand und unterstützten sie tatkräftig. Das Auspacken der Umzugskisten wollte sie jedoch alleine bewältigen. Am Anfang machte es ja auch noch Spaß, aber sie hat wohl die Anzahl der Kisten unterschätzt und den Kleinkram, den sie zu Tage förderte ebenso. Aber jetzt ist es endlich geschafft.  Als sie einen Blick zum Fenster hinaus wirft, stellt sie fest, dass es ein herrlicher Spätsommertag ist, den man nicht drinnen verbringen sollte. Schnell hüpft sie unter die Dusche, schlüpft in eine saubere Jeans und eine weiße Bluse, zieht ihre Pumps an und macht sich auf den Weg zur Altstadt. Dort sucht Lara sich in einem hübschen Straßencafe einen unbesetzten Tisch in der Sonne. Sie genießt die vermutlich letzten wärmenden Sonnenstrahlen dieses Sommers ebenso &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erschöpft lässt sich Lara auf den Sessel plumpsen. Sie schließt die Augen und denkt erleichtert:</strong><br />
<strong> „Geschafft! Das war die letzte Umzugskiste!“</strong><br />
<strong> Sie ist fertig und kann es kaum glauben. Ein bisschen Stolz mischt sich zu den Gefühlen der Freude und Erschöpfung. Na klar, sie hat auch Helfer gehabt. Gute Freunde gingen ihr die letzten Tage zur Hand und unterstützten sie tatkräftig. Das Auspacken der Umzugskisten wollte sie jedoch alleine bewältigen. Am Anfang machte es ja auch noch Spaß, aber sie hat wohl die Anzahl der Kisten unterschätzt und den Kleinkram, den sie zu Tage förderte ebenso. Aber jetzt ist es endlich geschafft. </strong></p>
<p><span class="dropcap">A</span>ls sie einen Blick zum Fenster hinaus wirft, stellt sie fest, dass es ein herrlicher Spätsommertag ist, den man nicht drinnen verbringen sollte. Schnell hüpft sie unter die Dusche, schlüpft in eine saubere Jeans und eine weiße Bluse, zieht ihre Pumps an und macht sich auf den Weg zur Altstadt. Dort sucht Lara sich in einem hübschen Straßencafe einen unbesetzten Tisch in der Sonne. Sie genießt die vermutlich letzten wärmenden Sonnenstrahlen dieses Sommers ebenso wie das Treiben um sie herum. Sie lächelt zufrieden in sich hinein. Allerdings nur bis Lara <em>sie</em> entdeckt.<br />
„<strong>Ach du liebe Zeit!</strong>“, denkt sie. „Ist das nicht Ludmilla Labermann?! Na hoffentlich sieht sie mich nicht.“<br />
Lara rutscht merklich auf ihrem Stuhl ein wenig nach unten und richtet ihren Blick gebannt auf ihre Kaffeetasse, so als würde sie selbst dadurch unsichtbar.<br />
„Sie wohnt ja auch in dieser Stadt&#8220;, erinnert sich Lara. &#8222;Das hatte ich ja total vergessen.“<br />
Ludmilla Labermann ist eine ehemalige Klassenkameradin, die früher ihrem Namen alle Ehre machte. Sie laberte den ganzen lieben langen Tag und niemals stand ihr Mund still. Selbst im Unterricht nicht. Richtige Freunde hatte sie eigentlich nicht, aber Ludmilla selbst hatte dies nie bemerkt. Sie fühlte sich schon immer zu Höherem geboren und glaubte eine große Schauspielkarriere vor sich zu haben.<br />
Das letzte, was sie von Ludmilla wusste, war die Tatsache, dass sie mit einem Jungen aus der Parallelklasse ging, der ebenfalls sehr gesprächig war.<br />
„Wie hieß er nur gleich?“, überlegt Lara angestrengt. „Ach ja, Horst Redner oder so ähnlich.“<br />
Doch plötzlich wird Lara in ihren Gedanken unterbrochen, denn zu ihr dringt eine schrille weibliche Stimme:<br />
„<strong>Ach du liebe Zeit!</strong> Das ist ja Lara! Bist du’s oder bist du’s nicht?“<br />
„Mist!“, hätte Lara fast ausgerufen, aber stattdessen nickt sie und blickt direkt in Ludmillas Gesicht. Diese steht aufgedonnert mit Hut vor ihr und strahlt sie aus ihrem pausbackigem Gesicht an, wie ein Honigkuchenpferd.<br />
„Was machst du denn hier?“, fragt Ludmilla, wartet aber keine Antwort von Lara ab, sondern plappert munter weiter. „Naja, das<strong> war</strong> ja eigentlich <strong>nur eine Frage der Zeit</strong>, bis wir uns wieder einmal über den Weg laufen mussten. Ach, das ist ja jetzt schon <strong>ewige Zeiten</strong> her, dass wir uns gesehen haben. <strong>Das waren noch Zeiten!</strong> <strong>Man müsste</strong> jetzt <strong>alle Zeit der Welt</strong> <strong>haben</strong>, um <strong>das Rad der Zeit zurück</strong>zu<strong>drehen</strong> und über <strong>die guten alten Zeiten</strong> zu plaudern. Wir sollten uns <strong>zu gegebener Zeit</strong> einmal treffen, ich <strong>stehe</strong> nämlich total <strong>unter</strong> <strong>Zeitdruck</strong> im Moment. Aber was soll&#8217;s! Man muss <strong>die Zeit nutzen</strong> und darf <strong>keine Zeit verlieren</strong>.“<br />
Mit diesen Worten zieht Ludmilla den Stuhl heran und lässt sich gemütlich an Laras Tisch nieder. Lara, die bisher noch nicht zu Wort gekommen ist und in deren Kopf sich inzwischen schon alles zu drehen beginnt, öffnet den Mund, um die ehemalige Klassenkameradin zu begrüßen. Allerdings bleibt es bei dem guten Vorsatz, denn Ludmilla ist schon wieder schneller und erzählt einfach weiter.<br />
„Was wollen wir <strong>auf bessere Zeiten hoffen</strong>, ich <strong>nehme mir</strong> jetzt einfach <strong>die Zeit</strong> und wir unterhalten uns ein bisschen. Kinder, wie ich mich freue! <strong>Wie doch die Zeit vergeht!</strong> Es müssen ja jetzt schon bestimmt acht Jahre her sein, dass wir gemeinsam die Schulbank gedrückt haben. Ja, das kann hinkommen, denn ich bin ja jetzt schon seit sieben Jahren verheiratet. Nein, nein, nicht mit Horst. Von dem habe ich mich schon bald nach unserem Schulabschluss getrennt. Der hat mir zuviel geredet, da bin ich ja gar nicht zu Wort gekommen. Und außerdem ist er gar nicht <strong>mit der Zeit gegangen</strong>, das war mir zu langweilig. Er hat ja an unserer Trennung ziemlich geknabbert, aber <strong>die Zeit heilt alle Wunden</strong>. Naja, <strong>alles hat</strong> eben <strong>seine</strong> <strong>Zeit!</strong> Man muss nur <strong>die Zeichen der Zeit erkennen</strong> und das habe ich getan und habe mich halt von ihm getrennt. Mit ihm wäre ich <strong>der Zeit</strong> immer nur <strong>hinterher gehinkt</strong>. Tja und schwuppdiwupp <strong>hat man seine beste Zeit hinter sich</strong>. Nein, nein, das wollte ich nicht, immerhin habe ich <strong>keine Zeit zu verschenken</strong>!“<br />
Ludmilla hebt während des Redens ihren Arm und ruft der Bedienung zu: „Einen Milchkaffee für mich, bitte!“ Und schon setzt sie ihren Redefluss ungehindert fort:<br />
„<strong>Die Zeit war</strong> einfach <strong>reif</strong> und als ich meinen Emil getroffen habe, da haben wir wahrlich <strong>keine Zeit verschwendet</strong> und sofort geheiratet. Damit haben sich dann auch für mich <strong>die Zeiten geändert</strong>. <strong>Die Saure- Gurken-Zeit</strong> war vorbei. Wir führen ein tolles Leben, <strong>dem Zeitgeist entsprechend</strong>, wenn du verstehst was ich meine.“<br />
Lara versteht gar nichts, sie würde am liebsten aufstehen und sich verabschieden. Nur leider bietet ihr Ludmilla keinerlei Gelegenheit zur Verabschiedung, sie hat sie ja noch nicht einmal begrüßen können. Also denkt sie sich: „<strong>Kommt Zeit, kommt Rat!</strong>“, und <strong>sitzt</strong> sozusagen <strong>ihre Zeit ab</strong>.<br />
Ludmilla geht richtig in der Gesprächsführung auf und erzählt weiter und weiter:<br />
„Was machst du denn so beruflich? Wolltest du nicht Lektorin werden? Naja, ich habe meine Pläne geändert. Die Schauspielerei hätte mich doch nur immer wieder von meinem Emil getrennt und er braucht mich doch so sehr und so <strong>schenke ich ihm meine Zeit</strong>. Du musst wissen, er hat eine Firma und da ist meine Hilfe gefragt. <strong>Wir investieren sozusagen  unsere Zeit</strong>.“<br />
Ludmilla holt tatsächlich kurz Luft, doch Lara ist inzwischen so erschöpft, dass sie die Gelegenheit verpasst und weiter schweigsam bleibt.<br />
„Ach, <strong>die Zeit vergeht</strong> doch tatsächlich <strong>wie im Fluge</strong>! Ich habe mir für heute Nachmittag <strong>einen zeitlichen Rahmen gesetzt</strong> und <strong>meine Zeit erlaubt es</strong> leider<strong> nicht</strong> diesen zu überschreiten. Deshalb muss ich mich jetzt leider von dir verabschieden. Es war nett mit dir geplaudert zu haben. Das sollten wir <strong>von Zeit zu Zeit</strong> wiederholen. Ich melde mich <strong>zu gegebener Zeit</strong> bei dir. Du stehst doch sicherlich im Telefonbuch?! <strong>Es ist jetzt </strong>aber<strong> höchste Zeit</strong>, ich muss gehen!“<br />
Ludmilla erhebt sich tatsächlich und wendet sich zum Gehen. Bevor sie jedoch den Tisch verlässt, muss Lara noch eine dringende Frage loswerden:<br />
„Darf ich dich noch etwas fragen?“ sagt Lara schnell, doch wieso sollte Ludmilla dieses Mal darauf eingehen?!<br />
„Tschüss, ich muss weg! <strong>Mir läuft </strong>sonst<strong> die Zeit davon</strong>!“, ignoriert Ludmilla wie erwartet die Frage der ehemaligen Klassenkameradin.<br />
„Was ist eigentlich…?<br />
„<strong>Die Zeit drängt!</strong>“, sagt Ludmilla eilig und geht schon.<br />
„… dein Mann von Beruf?“, beendet Lara die Frage, obwohl sie schon alle Hoffnung auf eine Antwort aufgegeben hat.<br />
Ludmilla dreht sich ein letztes Mal um und winkt grinsend. Im Weitergehen ruft sie Lara nur noch zu:<br />
„Uhrmacher! Was dachtest du denn?!“</p>
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