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	<title>Freude &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Opa und das Glasengelchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Dec 2021 10:33:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
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					<description><![CDATA[Ganz aufgeregt erzählt Luisa ihren Traum, als alle gemeinsam beim Frühstück sitzen. „Das war aber ein schöner Traum“, meint Opa Kurt, „und auch eine Erklärung, warum das Engelchen dort im Schnee gelandet ist.“ Da fällt Luisa ein, dass ja der Großvater ihr auch eine Geschichte erzählen wollte. &#8222;Da wirst du dich noch bis heute Abend gedulden müssen“, erklärt dieser allerdings. „Ich habe Oma versprochen mit ihr einkaufen zu gehen. Sie möchte sich für Weihnachten ein neues Kleid kaufen und da braucht sie mich als Berater.“ „Och, bitte Opa, du kannst es doch jetzt beim Frühstück erzählen“, bettelt Luisa. „Also, da hat Luisa recht und ehrlich gesagt, bin ich inzwischen auch neugierig geworden“, gesteht die Großmutter. „Die Geschäfte haben den ganzen Tag geöffnet, da können wir uns jetzt ruhig noch ein paar Minuten Zeit lassen.“ „Da bin ich wohl überstimmt“, willigt Opa Kurt ein, kratzt sich nachdenklich am  Kopf und beginnt zu erzählen: „Ihr wisst ja alle, dass inzwischen die Vorbereitungen im himmlischen Weihnachtsland auf Hochtouren laufen. Es wird gebastelt, gemalt, verpackt, gebacken und gewerkelt. Aber &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ganz aufgeregt erzählt Luisa ihren Traum, als alle gemeinsam beim Frühstück sitzen.<br />
„Das war aber ein schöner Traum“, meint Opa Kurt, „und auch eine Erklärung, warum das Engelchen dort im Schnee gelandet ist.“</strong><br />
<strong>Da fällt Luisa ein, dass ja der Großvater ihr auch eine Geschichte erzählen wollte.</strong></p>
<p><span class="dropcap">&#8222;D</span>a wirst du dich noch bis heute Abend gedulden müssen“, erklärt dieser allerdings. „Ich habe Oma versprochen mit ihr einkaufen zu gehen. Sie möchte sich für Weihnachten ein neues Kleid kaufen und da braucht sie mich als Berater.“</p>
<p>„Och, bitte Opa, du kannst es doch jetzt beim Frühstück erzählen“, bettelt Luisa.</p>
<p>„Also, da hat Luisa recht und ehrlich gesagt, bin ich inzwischen auch neugierig geworden“, gesteht die Großmutter. „Die Geschäfte haben den ganzen Tag geöffnet, da können wir uns jetzt ruhig noch ein paar Minuten Zeit lassen.“</p>
<p>„Da bin ich wohl überstimmt“, willigt Opa Kurt ein, kratzt sich nachdenklich am<span class="Apple-converted-space">  </span>Kopf und beginnt zu erzählen:</p>
<p>„Ihr wisst ja alle, dass inzwischen die Vorbereitungen im himmlischen Weihnachtsland auf Hochtouren laufen. Es wird gebastelt, gemalt, verpackt, gebacken und gewerkelt. Aber es gibt auch noch andere Aufgaben, die Engel übernehmen…“</p>
<p>Oma und Enkeltochter sind gespannt, was der Großvater nun weiter berichten wird. Die Großmutter lässt sogar das benutzte Frühstücksgeschirr auf dem Tisch stehen und lauscht schweigend ihrem Mann.</p>
<p>„Die beiden Engelchen Angela und Angelina sind Schwestern, genauer gesagt, sie  sind eineiige Zwillinge. Sie sehen sich so ähnlich, dass jeder sie schon mal verwechselt hat. Dabei gibt es ein ganz winziges Merkmal, das die beiden unterscheidet, allerdings weiß das nur der Weihnachtsmann.“</p>
<p>„Weißt du es auch, Opa?“, will nun Luisa wissen.</p>
<p>„Naja, er hat es mir mal verraten“, grinst der Großvater. „Wenn ihr mir versprecht, es nicht weiterzuerzählen, dann kann ich es euch verraten.“</p>
<p>„Ehrenwort!“, ruft Luisa aus und auch die Großmutter erklärt, dass kein Sterbenswörtchen über ihre Lippen kommt.</p>
<p>„Auf der Nase von Angela befindet sich eine klitzekleine Sommersprosse, allerdings muss man schon sehr genau hinschauen, um das überhaupt zu sehen.“</p>
<p>„Ich habe sogar zwei Sommersprossen auf der Nase“, ruft Luisa stolz aus und deutet auf ihre Nasenspitze.</p>
<p>„Manchmal malt sich Angelina einen kleinen Punkt auf die Nase, damit sie den Weihnachtsmann ein bisschen ärgern kann. Heute allerdings nicht. Sie ist zusammen mit ihrer Zwillingsschwester in der Himmelswerkstatt und bastelt fleißig Weihnachtssterne, als der Weihnachtsmann herein kommt. Er blickt in die Runde und geht dann zielstrebig auf die Zwillinge zu, denn er braucht einen zuverlässigen Engel für eine ganz besondere Aufgabe. Sowohl auf Angela als auch auf Angelina ist trotz allen Unfugs immer Verlass, auf Angela vielleicht noch ein kleines bisschen mehr. Deshalb entscheidet er sich für Angela. Da der Weihnachtsmann schon ein bisschen schlecht sieht und nun zum Auseinanderhalten der Zwillinge nach der Sommersprosse suchen muss, setzt er nun seine Brille auf. Tja, und was soll ich sagen, mit diesem Hilfsmittel findet er den besagten Punkt sofort und ruft den betreffenden Zwilling zu sich.“</p>
<p>Der Großvater bittet nun erst einmal seine Frau um eine weitere Tasse Kaffee und legt eine kleine Pause ein. Luisa ist schon ganz ungeduldig und rutscht auf ihrem Stuhl hin und her.</p>
<p>„Was der Weihnachtsmann allerdings nicht bemerkt hat, ist die Tatsache, dass sich der Fleck nicht auf der Nasenspitze des Engels befindet, sondern auf seiner Brille. So kommt es, dass er den anderen Engel zur Erde schickt, um dort eine sehr wichtig Mission zu erfüllen.“</p>
<p>„Also hat er nun Angelina zur Erde geschickt“, folgert die Enkeltochter und der Großvater bestätigt es durch sein Nicken.</p>
<p>„Ihr könnt es Euch vorstellen, dass Angelina mächtig stolz ist, als der Weihnachtsmann sie zum Schutzengel erklärt. Sie soll ein ganz bestimmtes Mädchen beschützen und ihr immer zur Seite stehen. Allerdings kommt Angelina nicht dort an, denn sie hat sich irgendwie verflogen. Außerdem werden ihre Flügel langsam müde, sie kann kaum noch fliegen. So muss sie sich sozusagen zu einer Notlandung entscheiden und lässt sich in den Schnee fallen.“</p>
<p>„Ja, aber …“, beginnt Luisa, doch der Großvater deutet ihr an, dass sie einfach nur zuhören soll.</p>
<p>„Angelina weiß, dass sie nun warten muss, bis dieses Mädchen zu ihr kommt, sonst kann sie ihre Mission nicht erfüllen. Weil sie aber vermutlich bis dahin erfrieren würde, verwandelt sie sich in einen Glasengel.“</p>
<p>Luisa springt begeistert von ihrem Stuhl auf und holt den Glasengel aus ihrem Zimmer:</p>
<p>„Dann ist das Angelina und mein Schutzengel“, ruft sie voller Freude aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/danke-lieber-schutzengel/">Danke lieber Schutzengel</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-weihnachtsmannmuetze/">Die Weihnachtsmannmütze</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/der-weihnachtsbaum/">Der Weihnachtsbaum</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Smiley</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jul 2021 20:10:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Lächeln]]></category>
		<category><![CDATA[Smiley]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin Smiley und tauche an allen möglichen Orten, zu unterschiedlichen Gelegenheiten und Zeiten auf. Plötzlich bin ich da und verschenke mein strahlendstes Lächeln, weil das Leben dadurch viel schöner ist. Ich drücke Liebe, Dankbarkeit, Verbundenheit, Freude, Glück … aus und wecke Erinnerungen. Heute erinnere ich Astrid daran, dass sie als Kind den Grießbrei schön fest wollte, so dass der Löffel darin stecken blieb. Als Mutter hat sie ihrem Sohn diesen Brei immer mit einem „Mandarinengesicht“ serviert. Weil sie sich daran erinnert, lächelt sie gedankenverloren vor sich hin und freut sich. Lächeln ist zwar ansteckend, aber gesund, darum lächelt einfach mit!  &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Das Sofa in der Küche Aus der Schulzeit meiner Mutter Goldglöckchen &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin Smiley und tauche an allen möglichen Orten, zu unterschiedlichen Gelegenheiten und Zeiten auf. Plötzlich bin ich da und verschenke mein strahlendstes Lächeln, weil das Leben dadurch viel schöner ist. Ich drücke Liebe, Dankbarkeit, Verbundenheit, Freude, Glück … aus und wecke Erinnerungen.<br />
Heute erinnere ich Astrid daran, dass sie als Kind den Grießbrei schön fest wollte, so dass der Löffel darin stecken blieb. Als Mutter hat sie ihrem Sohn diesen Brei immer mit einem „Mandarinengesicht“ serviert. Weil sie sich daran erinnert, lächelt sie gedankenverloren vor sich hin und freut sich. Lächeln ist zwar ansteckend, aber gesund, darum lächelt einfach mit!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/aus-der-schulzeit-meiner-mutter/">Aus der Schulzeit meiner Mutter</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/goldgloeckchen/">Goldglöckchen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wunder gibt es immer wieder</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/wunder-gibt-es-immer-wieder/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 May 2021 09:59:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt]]></category>
		<category><![CDATA[fehlen]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Ohr]]></category>
		<category><![CDATA[Reinigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich vor meinem Besuch beim Orthopäden, hatte ich an jedem Ohr einen Ohrring. Später zu Hause zeigte mir mein Spiegelbild, dass ein Ohrgehänge fehlte. Ich suchte in meiner Tasche, im Auto, in und an meiner Kleidung.  Sogar auf dem Parkplatz vor der Arztpraxis suchte ich am Abend noch. Nichts!  Meine Anrufversuche scheiterten. Vor ein paar Tagen fand ich es bei uns vor dem Haus, als ich die Einkäufe aus dem Auto holte. Heute Morgen beim Ausräumen der Spülmaschine und der Reinigung des Siebs, hing dort ein anderes lange vermisstes Ohrgehänge. Ich frage mich und Euch: &#8222;Kleine Alltagswunder? Verwunderlich? Jedenfalls erfreulich!&#8220;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich vor meinem Besuch beim Orthopäden, hatte ich an jedem Ohr einen Ohrring. Später zu Hause zeigte mir mein Spiegelbild, dass ein Ohrgehänge fehlte. Ich suchte in meiner Tasche, im Auto, in und an meiner Kleidung.  Sogar auf dem Parkplatz vor der Arztpraxis suchte ich am Abend noch. Nichts!  Meine Anrufversuche scheiterten. Vor ein paar Tagen fand ich es bei uns vor dem Haus, als ich die Einkäufe aus dem Auto holte.</p>
<p>Heute Morgen beim Ausräumen der Spülmaschine und der Reinigung des Siebs, hing dort ein anderes lange vermisstes Ohrgehänge.</p>
<p>Ich frage mich und Euch: &#8222;Kleine Alltagswunder? Verwunderlich? Jedenfalls erfreulich!&#8220;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Beim Spaziergang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2020 12:25:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bank]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderwagen]]></category>
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		<category><![CDATA[Spaziergang]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin Klein-Astrid und liege in meinem Kinderwagen, wo es so richtig gemütlich und kuschelig ist. Meine Mama rückt die Decke zurecht, denn das kann ich noch nicht. Dafür bin ich noch zu klein und auch zu schwach.  „So“, sagt meine Mama während sie mich zudeckt. „Jetzt hast du es schön warm unter deiner Decke.“  Ich verstehe zwar noch nicht, was sie mir so alles erzählt, aber ich kenne ihre Stimme. Sie ist beruhigend und ich weiß, dass es meine Mama gut mit mir meint. Jetzt geht meine Mama mit mir spazieren. Das gefällt mir, denn es schaukelt so schön hin und her. Dann dauert es auch gar nicht lange und ich bin eingeschlafen. Tief und fest und ganz ruhig schlafe ich, denn in meinem Kinderwagen und mit Mama in meiner Nähe fühle ich mich sicher.  Überhaupt schlafe ich viel, gern, oft, mal kurz und mal lang.  Immer mal wieder übermannt mich der Schlaf. Wenn ich aufwache, bin ich hungrig, meine Windel ist voll oder ich habe Bauchweh. Aber inzwischen beobachte ich auch meine Umwelt, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich bin Klein-Astrid und liege in meinem Kinderwagen, wo es so richtig gemütlich und kuschelig ist. Meine Mama rückt die Decke zurecht, denn das kann ich noch nicht. Dafür bin ich noch zu klein und auch zu schwach.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">„S</span>o“, sagt meine Mama während sie mich zudeckt. „Jetzt hast du es schön warm unter deiner Decke.“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Ich verstehe zwar noch nicht, was sie mir so alles erzählt, aber ich kenne ihre Stimme. Sie ist beruhigend und ich weiß, dass es meine Mama gut mit mir meint.<br />
Jetzt geht meine Mama mit mir spazieren. Das gefällt mir, denn es schaukelt so schön hin und her. Dann dauert es auch gar nicht lange und ich bin eingeschlafen. Tief und fest und ganz ruhig schlafe ich, denn in meinem Kinderwagen und mit Mama in meiner Nähe fühle ich mich sicher.<span class="Apple-converted-space">  </span>Überhaupt schlafe ich viel, gern, oft, mal kurz und mal lang.<span class="Apple-converted-space">  </span>Immer mal wieder übermannt mich der Schlaf. Wenn ich aufwache, bin ich hungrig, meine Windel ist voll oder ich habe Bauchweh. Aber inzwischen beobachte ich auch meine Umwelt, die Menschen, die in meinen Kinderwagen oder mein Bettchen hineinschauen und auch das Vögelchen, das mir Mama zum Spielen hingehängt hat. Das alles strengt mich so an, dass ich immer wieder schlafen muss. Ich bin zwar inzwischen schon ein bisschen größer und meine Wachphasen werden auch länger als noch vor ein paar Monaten, aber ich muss viel verarbeiten. Ich kann auch schon lächeln und manchmal ziehe ich Grimassen.<br />
Aber nun ich bin ganz vom Thema abgeschweift, eigentlich will ich Euch was ganz anderes erzählen:<br />
Meine Mama geht wie gesagt mit mir spazieren. Als ich aufwache nimmt sie mich aus dem Kinderwagen und hält mich ein bisschen auf dem Arm. Das ist schön.<br />
„Hast du gut geschlafen?“, fragt sie mich. Sie spricht mit mir und die Sonne kitzelt mich ein wenig an der Nase. Das gefällt mir.<br />
Doch plötzlich merke ich, dass Mama und ich nicht alleine sind. Da ist noch jemand. Ich bin mir nicht sicher, ob ich denjenigen auch kenne. Die Stimme kommt mir bekannt vor. Irgendwie hört es sich an als sei es die Stimme meines Papas. Aber mein Papa sieht doch anders aus. Und jetzt legt mich Mama diesem Mann mit Papas Stimme<span class="Apple-converted-space">  </span>in den Arm.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Hier stimmt doch etwas nicht. Das ist mir jetzt aber nicht ganz geheuer. Deshalb verziehe ich das Gesicht. Hoffentlich merkt Mama, dass ich hier weg will.<br />
„Oh, oh!“, sagt sie. „Ich glaube, Klein-Astrid fängt gleich an zu weinen!“<br />
Sie nimmt mich wieder und wiegt mich hin und her, während sie beruhigend auf mich einspricht.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Ja, Mama hat mich verstanden und deshalb muss ich jetzt auch nicht mehr weinen. Dankbar lächele ich sie an.<br />
„Was hat sie nur?“, fragt Papas Stimme.<br />
„Ich habe da so einen Verdacht“, meint Mama. „Wahrscheinlich erkennt sie dich nicht!“<br />
„Wieso? Ich habe mich doch innerhalb der letzten halben Stunde nicht verändert. Zu Hause war das auch noch nicht. Überhaupt war das noch nie so“, sagt Papas Stimme und ich merke Traurigkeit darin. Fast klingt die Stimme auch noch ein wenig beleidigt.<br />
„Doch“, erklärt Mama, „du hast dich schon verändert!“<br />
„Das stimmt doch gar nicht!“, protestiert Papas Stimme.<br />
„Doch, doch!“, sagt Mama und nimmt dem Unbekannten etwas weg, das sie einfach neben sich auf die Bank legt. Danach reicht sie mich wieder an den Unbekannten mit Papas Stimme. Ja und da erkenne ich ihn: Es ist mein Papa!!!<br />
„Schau nur!“, sagt Mama freudestrahlend. „Sie hat dich vorhin nur nicht erkannt, weil du einen Hut auf dem Kopf hattest.“<br />
„So, so, du magst also meinen neuen Hut nicht. Dann setze ich ihn einfach nicht mehr auf!“, beschließt Papa, lächelt mich an und gibt mir einen Kuss.<br />
Ich lächele zurück und gluckse vor Freude. Bei Papa und Mama ist es doch am Schönsten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/4093-2/">Klein Astrid und der Osterhase</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/hat-astrid-denn-kein-schmuckkaestchen/">„Hat Astrid denn kein Schmuckkästchen?“</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Fliederbäumchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2018 10:21:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Flieder]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kleid]]></category>
		<category><![CDATA[Kniestrumpf]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute möchte ich Euch einen kleinen Fliedergruß schicken. Dieser ist kombiniert mit Erinnerungen an meine Kinderzeit. Als ich die schönen Blüten sah, musste ich einfach in unserem Fotoschrank stöbern, bis ich die entsprechende Aufnahme gefunden habe. „Das ist aber ein hübsches Foto“, sagt meine Mutter, bei einem ihrer Besuche bei uns. Sie betrachtet gedankenversunken die Schwarzweißaufnahme, wendet sie und schaut auf die Rückseite. Ich weiß warum, denn ich habe vor ein paar Minuten dies ebenfalls getan. Beide hofften wir ein Datum auf der Rückseite zu finden. Leider steht noch nicht einmal das Jahr dort vermerkt. So rätseln wir, wann es gewesen sein könnte und kommen zu dem Schluss, dass ich vielleicht so acht oder neun Jahre alt war, als das Foto geschossen wurde. Schnell springe ich nach oben und hole noch ein paar andere alte Aufnahmen, die ich gemeinsam mit meiner Mutter betrachte. „Schau mal“, mache ich sie auf etwas aufmerksam. „Diese beiden Fliederbäume sind mit mir aufgewachsen und waren anscheinend mit mir gemeinsam immer ein beliebtes Fotomotiv.“ Ich zeige meiner Mutter ein Foto aus &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute möchte ich Euch einen kleinen Fliedergruß schicken. Dieser ist kombiniert mit Erinnerungen an meine Kinderzeit. Als ich die schönen Blüten sah, musste ich einfach in unserem Fotoschrank stöbern, bis ich die entsprechende Aufnahme gefunden habe.</strong><br />
<span class="dropcap">„D</span>as ist aber ein hübsches Foto“, sagt meine Mutter, bei einem ihrer Besuche bei uns. Sie betrachtet gedankenversunken die Schwarzweißaufnahme, wendet sie und schaut auf die Rückseite. Ich weiß warum, denn ich habe vor ein paar Minuten dies ebenfalls getan. Beide hofften wir ein Datum auf der Rückseite zu finden. Leider steht noch nicht einmal das Jahr dort vermerkt. So rätseln wir, wann es gewesen sein könnte und kommen zu dem Schluss, dass ich vielleicht so acht oder neun Jahre alt war, als das Foto geschossen wurde.<br />
Schnell springe ich nach oben und hole noch ein paar andere alte Aufnahmen, die ich gemeinsam mit meiner Mutter betrachte.<br />
„Schau mal“, mache ich sie auf etwas aufmerksam. „Diese beiden Fliederbäume sind mit mir aufgewachsen und waren anscheinend mit mir gemeinsam immer ein beliebtes Fotomotiv.“<br />
Ich zeige meiner Mutter ein Foto aus dem Jahre 1962, das mich an Pfingsten als Zweijährige beim Gießen der Wiese im Garten meines Opas zeigt. Dort stehen nämlich die beiden Fliederbäumchen, die zum damaligen Zeitpunkt kaum größer waren als ich. Doch dann haben sie wohl rasant das Wachstum beschleunigt, denn im Sommer 1964 überragen sie mich schon gewaltig. Ein paar Jahre später halte ich mich locker an den Zweigen fest, um als Fotomodell in die Kamera zu lächeln.<br />
„Wie ein kleines Fräulein“, schmunzelt meine Mutter.<br />
„Ja und die Sonnenbrille war mir anscheinend wichtig.“<br />
„Ganz schön kess stehst du da.“<br />
„Ja, das habe ich mir bei meiner Tante abgeguckt“, kläre ich meine Mutter auf.<br />
Irgendwo hatte ich nämlich damals ein Foto von ihr als junge Frau gesehen und sie hatte sich darauf auch lässig an dem Fliederbaum festgehalten. Allerdings musste sie den Arm nicht so strecken wie ich, um einen der untersten Zweige zu erreichen.“<br />
Leider kann ich das betreffende Foto nicht finden, denn wahrscheinlich liegt es zuhause bei meiner Mutter in dem berühmten Schuhkarton. Dort befinden sich nämlich alle nicht einsortierten Fotos und es macht immer wieder fast mehr Spaß in ihm zu stöbern, als das Fotoalbum durchzublättern.<br />
„Und die Kniestrümpfe“, kichere ich. „Ich habe mich als Kind immer gefreut, wenn ich die lästigen Strumpfhosen nicht mehr anziehen musste und es endlich warm genug für Kniestrümpfe war.“<br />
„Sieht doch chic aus“, meint meine Mutter.<br />
„Naja“, erwidere ich. „Das hat man halt damals so getragen.“<br />
Leider können wir uns beide nicht an die Farbe des Flieders erinnern und auch das Foto, welches alles ohnehin nur in Schwarzweißtönen zeigt, gibt uns keinen Aufschluss auf die Farbe.<br />
„Vielleicht lila“, sinniere ich. „Möglicherweise aber auch weiß. Es könnte ja auch sein, dass von jeder Sorte ein Bäumchen in Opas Garten stand.“<br />
Meine Mutter zuckt nur mit den Schultern. So ist das eben mit den Erinnerungen, sie sind manchmal einfach nicht vorhanden oder verschwunden.<br />
„Wahrscheinlich war uns die Fliederfarbe nie so wichtig, dass wir sie in unserem Gedächtnis abgespeichert haben“, überlege ich.<br />
„Ein hübsches Sommerkleidchen war das.“<br />
„Das durfte ich immer nur sonntags tragen. Es war aus ganz zartem Stoff und hellblau, daran kann ich mich noch sehr gut erinnern“, plaudere ich munter los. „In der Taille war es bestickt mit kleinen Blüten. Und natürlich hatte es einen Faltenrock, weil du Faltenröcke so sehr magst.“<br />
„Du nicht?“<br />
„Nein, die sind nicht so mein Fall“, gestehe ich meiner Mutter. „Trotzdem habe ich dieses Kleid irgendwie gemocht und gerne angezogen. Da es allerdings ein Sonntagskleid und nur für wirklich warme Tage war, hatte ich sicher nicht so viele Gelegenheiten dazu.“<br />
„Man hat halt damals die Sachen geschont.“<br />
„Ich hatte doch gar keine Schwester, der ich es hätte vererben können“, denke ich leise. „Ich hätte gerne eine gehabt, allerdings habe ich mir immer eine ältere Schwester gewünscht.“<br />
Ich nicke und frage meine Mutter, ob sie noch weiß, dass wir dieses Sommerkleidchen nach meinem Herauswachsen verschenkt haben. Nachdem ich ihr ein paar Schlüsselreize zugeworfen habe, erinnert sie sich genau und weiß auch, was die Mutter des Mädchens damals zu ihr gesagt hat:<br />
„So schöne Sachen hatte ich noch nie für meine Kinder!“<br />
„Weitergeben macht doch Freude, besonders, wenn man merkt, dass es dankbar angenommen wird“, denke ich. „Und Freude haben uns jetzt auch diese kleinen Erinnerungen gemacht.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-5104 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/04/1200px-IMG_E2986-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/04/1200px-IMG_E2986-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/04/1200px-IMG_E2986-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/04/1200px-IMG_E2986-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/04/1200px-IMG_E2986.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/und-noch-mehr-kindheitserinnerungen/">Und noch mehr Kindheitserinnerungen</a></p>
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		<title>Eile mit Weile</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/eile-mit-weile/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Nov 2017 19:17:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Eile]]></category>
		<category><![CDATA[Einkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen eilen geschwind von Ort zu Ort, haben für den Nächsten kaum ein Wort, haben keine Zeit zum Verweilen, denn sie müssen sich beeilen. Morgens schnell zur Arbeit fahren, Mittagessen unter Menschenscharen, vom Einkauf bepackt mit Waren, wie soll man da noch Ruhe bewahren. In Straßen und Geschäften sich drängen Menschen, die sich in alle Ecken zwängen. Überall herrscht nur noch Trubel, wo bleibt die Freude und der Jubel? Mensch, bleib stehen und halte inne, das kann nicht sein in des Lebens Sinne. Vieles wird nicht besser durchs Beeilen, Gutes braucht Zeit,- auch zum Verweilen. Auch ein Lächeln und ein liebes Wort, schafft Vertrauen, Freundschaft hier und dort. Zeit für Mensch, all das Tun und Streben, gibt Kraft und den Sinn für das Leben. &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Die zwei Alten Verdammt lang her! Wenn der Vater mit dem Sohn&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen eilen geschwind von Ort zu Ort,<br />
haben für den Nächsten kaum ein Wort,<br />
haben keine Zeit zum Verweilen,<br />
denn sie müssen sich beeilen.</p>
<p>Morgens schnell zur Arbeit fahren,<br />
Mittagessen unter Menschenscharen,<br />
vom Einkauf bepackt mit Waren,<br />
wie soll man da noch Ruhe bewahren.</p>
<p>In Straßen und Geschäften sich drängen<br />
Menschen, die sich in alle Ecken zwängen.<br />
Überall herrscht nur noch Trubel,<br />
wo bleibt die Freude und der Jubel?</p>
<p>Mensch, bleib stehen und halte inne,<br />
das kann nicht sein in des Lebens Sinne.<br />
Vieles wird nicht besser durchs Beeilen,<br />
Gutes braucht Zeit,- auch zum Verweilen.</p>
<p>Auch ein Lächeln und ein liebes Wort,<br />
schafft Vertrauen, Freundschaft hier und dort.<br />
Zeit für Mensch, all das Tun und Streben,<br />
gibt Kraft und den Sinn für das Leben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-zwei-alten/">Die zwei Alten</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/lange-ist-es-her/">Verdammt lang her!</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wenn-der-vater-mit-dem-sohn/">Wenn der Vater mit dem Sohn&#8230;</a></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Jetzt ärgere ich mich aber…</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/jetzt-aergere-ich-mich-aber/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/jetzt-aergere-ich-mich-aber/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Oct 2017 17:08:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[ärgern]]></category>
		<category><![CDATA[Dreieck]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Kleber]]></category>
		<category><![CDATA[Routine]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnarzt]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit meiner Mutter war ich irgendwann Anfang des Jahres in einem Hörakustiker- und Optikergeschäft. Dort entdeckte ich ein Brillenetui. „Schau mal!“, sagte ich zu meiner Mutter. „Das ist echt chic. Das gefällt mir!“ „Ja, ein wirklich elegantes Teil“, bestätigte auch meine Mutter. Nachdem ich es nach allen Seiten gedreht und gewendet hatte, erstand ich es und freute mich sehr darüber. Es war von der Außenseite mit  schwarzem Kunstleder überzogen, das wie Schlangenleder wirkte. Die Innenseite war mit Samt ausgefüttert. Leider ist Chic nicht immer mit guter Verarbeitung verbunden, denn schon nach geraumer Zeit ging es entzwei. Ich muss allerdings alle Schuld von mir weisen, denn ich habe es sicherlich pfleglich behandelt. Trotzdem löste sich eines Tages eines der Seitenteile, &#8211; ein kleines Dreieck. „Ach, das kann ich Dir wieder einkleben“, versprach mir mein Mann, der schon auf dem Sprung zu einem Termin war. „Ich habe den entsprechenden Kleber. Lass es mal in Deiner Küche liegen, &#8211; ich muss jetzt weg…“ Und dabei blieb es auch, &#8211; sprich: Das Etui blieb samt Dreieck liegen. Nach ein paar &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit meiner Mutter war ich irgendwann Anfang des Jahres in einem Hörakustiker- und Optikergeschäft. Dort entdeckte ich ein Brillenetui. </strong><br />
<strong>„Schau mal!“, sagte ich zu meiner Mutter. „Das ist echt chic. Das gefällt mir!“</strong><br />
<strong>„Ja, ein wirklich elegantes Teil“, bestätigte auch meine Mutter.</strong><br />
<span class="dropcap">N</span>achdem ich es nach allen Seiten gedreht und gewendet hatte, erstand ich es und freute mich sehr darüber. Es war von der Außenseite mit  schwarzem Kunstleder überzogen, das wie Schlangenleder wirkte. Die Innenseite war mit Samt ausgefüttert.<br />
Leider ist Chic nicht immer mit guter Verarbeitung verbunden, denn schon nach geraumer Zeit ging es entzwei. Ich muss allerdings alle Schuld von mir weisen, denn ich habe es sicherlich pfleglich behandelt. Trotzdem löste sich eines Tages eines der Seitenteile, &#8211; ein kleines Dreieck.<br />
„Ach, das kann ich Dir wieder einkleben“, versprach mir mein Mann, der schon auf dem Sprung zu einem Termin war. „Ich habe den entsprechenden Kleber. Lass es mal in Deiner Küche liegen, &#8211; ich muss jetzt weg…“<br />
Und dabei blieb es auch, &#8211; sprich: Das Etui blieb samt Dreieck liegen. Nach ein paar Tagen räumte ich es weg. Naja, nicht ganz weg. Ich steckte das Dreieck in das Etui und .…<br />
Das ist mittlerweile schon einige Zeit her. Ich erinnere mich nur noch daran, dass ich das Etui eines Morgens wieder in den Händen hielt und entdeckte, dass das besagte Dreieck fehlte.<br />
„Schade!“, dachte ich damals. „War nur eine kurze Freude. Was soll ich jetzt noch damit?“ &#8230;</p>
<p>Heute Morgen beim Aufstehen hat der Tag ganz normal begonnen. Auch der restliche Tag ist einfach nur vom Alltag geprägt gewesen und es gibt bisher keine außergewöhnlichen Vorkommnisse. Mittlerweile ist es Abend geworden. Ich entschließe mich den Inhalt meiner Handtasche auszuräumen, die ich seit langer Zeit wieder einmal benutzt habe und jetzt wieder zurück in den Schrank räumen will.<br />
„Ach“, denke ich. „Da ist also mein kleiner Kamm, den ich immer so gerne für unterwegs mitgenommen habe. Nun gut, jetzt habe ich also einen Kamm und die kleine Bürste, die ich neulich als Ersatz gekauft habe. Alles prima Utensilien für die Handtasche.“<br />
Ich weiß ja, dass meine Taschen jeweils einem <a href="http://lifetellsstories.de/bermudadreieck-und-andere-mysterien/">Bermudadreieck </a>ähneln, denn in ihnen verschwindet ständig etwas. Also durchsuche ich auch immer die Ecken und Innentaschen. So auch heute. Im Grunde genommen sieht die Tasche völlig leer aus und ein Blick in die Zwischenfächer bestätigt es mir. Das Innenfutter ist schwarz, das sollte ich vielleicht noch erwähnen. Die darin befindlichen Gegenstände sollten sich also gut davon abheben, … es sei denn sie sind ebenfalls schwarz und relativ klein.<br />
Tja, das ist wohl der Grund. Möglicherweise ist es innere Eingebung, purer Zufall oder einfach auch nur Routine. Jedenfalls lasse ich meine Hand durch die Innentasche gleiten und halte plötzlich etwas in der Hand. Ein kleines schwarzes gleichschenkliges Dreieck.<br />
Kurzzeitig kommt in mir Freude auf, als ich dieses besagte Fundstück zwischen meinen Fingern hin und her drehe. Ich weiß genau wozu es gehört. Ihr wisst es sicherlich auch.<br />
„Schön, dass es wieder da ist. Peter muss es mir unbedingt sofort einkleben“, beschließe ich.<br />
Doch da gibt es ein kleines Problem.<br />
„Wo zum Kuckuck hab ich nur das Etui hingetan?“<br />
Ich renne im Haus treppauf und treppab und suche an unterschiedlichen Stellen, wo ich es verwahrt haben könnte. Nichts!<br />
Plötzlich springt mein Kopfkino an:<br />
<em>Ich halte das Etui in der Hand, öffne den Mülleimer in unserer Küche und …..,</em><br />
…. dann bricht der Film ab, meine Erinnerungen verlieren sich.</p>
<p>Jetzt ärgere ich mich aber. Ich bin nun wirklich kein Mensch, der übereilt Dinge entsorgt.<br />
„Da entschließe ich mich schon einmal etwas wegzuwerfen und dann passiert mir das. Ich könnte mich selbst ohrfeigen. “<br />
„Führst du Selbstgespräche?“, fragt mein Mann und kommt aus dem Wohnzimmer. „Ach ja, das klebe ich dir morgen ein!“, erklärt er mir, indem er auf das kleine schwarze Dreieck in meiner Hand deutet. „Leg es mal in die Küche.“<br />
„Soweit waren wir ja schon einmal“, gebe ich leicht pampig zurück. „Das hat sich jetzt allerdings erübrigt, weil ich das Etui weggeworfen habe.“<br />
„Man soll eben nichts wegwerfen!“, zuckt er grinsend mit den Schultern und marschiert nach oben in Richtung Badezimmer.<br />
Jetzt ärgere ich mich aber noch mehr. Frustriert gehe ich ebenfalls die Treppe hoch, um mich dort auf dem Absatz wieder umzudrehen und nach unten zu springen.<br />
„Eine Möglichkeit gibt es noch!“, rufe ich nach oben.<br />
Ich will mich einfach nicht damit abfinden, das Etui entsorgt zu haben. Zumal ich mich wirklich über diesen Kauf gefreut hatte.<br />
Im Arbeitszimmer meines Mannes stehe ich nun vor dem Schrankteil, in dem er seine Ersatzbrillen aufbewahrt. Ich hole dreimal tief Luft, immerhin ist dies meine letzte Chance den vermissten Gegenstand zu finden. Ansonsten ist er wohl tatsächlich schon längst in der Müllverbrennungsanlage gelandet.<br />
Was soll ich sagen?:<br />
Das Dreieck, samt Etui liegt inzwischen auf meinem Küchentisch und wartet auf die Klebung,-  morgen gleich nach dem Aufstehen. Dieses Versprechen habe ich erhalten.</p>
<p>Allerdings ist meinem Göttergatten gerade eben noch eingefallen, dass er schon in aller Herrgottsfrühe einen Termin beim Zahnarzt hat …</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/taenzchen-gefaellig/">Tänzchen gefällig?</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ein-taesschen-kaffee-gefaellig/">Ein Tässchen Kaffee gefällig?</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/unfassbar/">Unfassbar</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Gustav von Blech</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/gustav-von-blech/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 May 2017 22:04:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Blech]]></category>
		<category><![CDATA[blühen]]></category>
		<category><![CDATA[Blumen]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestatten, ich bin Gustav von Blech, mein Grinsen ist ziemlich frech, aber ich bin ein lieber Geselle, aus einer kleinen Gartenparzelle. Ich stehe auf einer Insel im Mittelmeer und grüße Euch alle sehr. Viele Menschen bleiben vor mir steh’n, um mich zu bestaunen und zu seh’n. Meine Harke habe ich stets dabei, wo auch immer ich sei. Gekleidet in des Gärtners grüner Tracht, verhelfe ich den Pflanzen zu ihrer Pracht. Wenn die Sonne vom Himmel lacht, Gartenarbeit Freude macht. Ich strahle mit der Sonne um die Wette, erfreue mich an meiner Arbeitsstätte. Drum lasst uns nicht mehr länger warten, geht hinaus in den Garten. Mit einem frohen Lied auf den Lippen, klappt das Harken und auch das Schippen. Die Arbeit an der frischen Luft, und der Blumen zarter Duft, macht uns alle froh und munter und die Welt ein Stückchen bunter. Euer lieber und treuer Gustav von Blech wünscht ganz frech, eine frohes und erfolgreiches Gelingen, um die Blumen zum Blühen zu bringen. &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Jetzt fängt mein neues Leben &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestatten, ich bin Gustav von Blech,<br />
mein Grinsen ist ziemlich frech,<br />
aber ich bin ein lieber Geselle,<br />
aus einer kleinen Gartenparzelle.</p>
<p>Ich stehe auf einer Insel im Mittelmeer<br />
und grüße Euch alle sehr.<br />
Viele Menschen bleiben vor mir steh’n,<br />
um mich zu bestaunen und zu seh’n.</p>
<p>Meine Harke habe ich stets dabei,<br />
wo auch immer ich sei.<br />
Gekleidet in des Gärtners grüner Tracht,<br />
verhelfe ich den Pflanzen zu ihrer Pracht.</p>
<p>Wenn die Sonne vom Himmel lacht,<br />
Gartenarbeit Freude macht.<br />
Ich strahle mit der Sonne um die Wette,<br />
erfreue mich an meiner Arbeitsstätte.</p>
<p>Drum lasst uns nicht mehr länger warten,<br />
geht hinaus in den Garten.<br />
Mit einem frohen Lied auf den Lippen,<br />
klappt das Harken und auch das Schippen.</p>
<p>Die Arbeit an der frischen Luft,<br />
und der Blumen zarter Duft,<br />
macht uns alle froh und munter<br />
und die Welt ein Stückchen bunter.</p>
<p>Euer lieber und treuer Gustav von Blech<br />
wünscht ganz frech,<br />
eine frohes und erfolgreiches Gelingen,<br />
um die Blumen zum Blühen zu bringen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4203 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/05/1200px-IMG_3802-768x1024.jpg" width="768" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/05/1200px-IMG_3802-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/05/1200px-IMG_3802-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/05/1200px-IMG_3802-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/05/1200px-IMG_3802.jpg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/jetzt-faengt-mein-neues-leben-an/">Jetzt fängt mein neues Leben an</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/chaotische-familie/">Meine ganz normale,chaotische Familie</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-sache-mit-der-vorahnung/">Die Sache mit der Vorahnung</a></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Nobody is perfect!?</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/nobody-is-perfect/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/nobody-is-perfect/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2016 09:04:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Freundin]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Macke]]></category>
		<category><![CDATA[perfect]]></category>
		<category><![CDATA[Professor]]></category>
		<category><![CDATA[Rührung]]></category>
		<category><![CDATA[Termin]]></category>
		<category><![CDATA[Zettel]]></category>
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					<description><![CDATA[Der nette ältere Herr aus meinen Geschichten, den ich Professor Konfusi genannt habe, ist mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen. Vielleicht geht es Euch ähnlich.  Tanja (fruendliche scherereien) fragte neulich, ob der liebenswerte Professor denn auch Macken habe. Lasst mich heute eine weitere Geschichte erzählen und entscheidet selbst, ob es da doch eine klitzekleine Macke bei ihm gibt. Professor Konfusi hält alle seine beruflichen Termine schriftlich in seinem Terminkalender fest. Darin ist er sehr genau und hat auch noch keinen der Termine vergessen, geschweige denn hat er sich jemals verspätet. Aber mit seinen privaten Terminen ist das so eine ganz spezielle Sache: Professor Konfusi sitzt in seinem Arbeitszimmer und schreibt an einer Veröffentlichung, während seine Frau vor ihrem Kleiderschrank steht. Sie sucht sich das passende Outfit für ihr Treffen mit ihren Freundinnen aus. Sie sind zu viert und treffen sich regelmäßig in einem kleinen Café am Stadtrand. Heute freut sie sich besonders darauf, denn sie möchte den Freundinnen die Fotos von der letzten Reise mit ihrem Mann zeigen. Die anderen haben auch versprochen ein paar &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der nette ältere Herr aus meinen Geschichten, den ich Professor Konfusi genannt habe, ist mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen. Vielleicht geht es Euch ähnlich.  Tanja</strong> (fruendliche scherereien)<strong> fragte neulich, ob der liebenswerte Professor denn auch Macken habe. Lasst mich heute eine weitere Geschichte erzählen und entscheidet selbst, ob es da doch eine klitzekleine Macke bei ihm gibt.</strong><br />
<strong>Professor Konfusi hält alle seine beruflichen Termine schriftlich in seinem Terminkalender fest. Darin ist er sehr genau und hat auch noch keinen der Termine vergessen, geschweige denn hat er sich jemals verspätet. Aber mit seinen privaten Terminen ist das so eine ganz spezielle Sache:</strong></p>
<p><span class="dropcap">P</span>rofessor Konfusi sitzt in seinem Arbeitszimmer und schreibt an einer Veröffentlichung, während seine Frau vor ihrem Kleiderschrank steht. Sie sucht sich das passende Outfit für ihr Treffen mit ihren Freundinnen aus. Sie sind zu viert und treffen sich regelmäßig in einem kleinen Café am Stadtrand.<br />
Heute freut sie sich besonders darauf, denn sie möchte den Freundinnen die Fotos von der letzten Reise mit ihrem Mann zeigen. Die anderen haben auch versprochen ein paar Fotos von ihren Reisen und Ausflügen mitzubringen.<br />
„Das wird sicherlich sehr interessant und auch kurzweilig“, denkt sie und nimmt ein geblümtes Sommerkleid aus dem Schrank.<br />
„Das passt perfekt zu dem heutigen Sonnenwetter und zu meiner guten Laune. Nur schade, dass es wahrscheinlich einer der letzten sommerlichen Tage des Jahres sein wird“, überlegt sie sich während sie in das Kleid schlüpft.<br />
Beschwingt dreht sie sich vor dem Spiegel und greift danach noch nach einem leichten Sommerjäckchen, &#8211; nur für den Fall, dass es am Spätnachmittag doch schon etwas abkühlen sollte.<br />
Bevor Frau Konfusi das Haus verlässt, schaut sie noch einmal kurz zu ihrem Mann ins Arbeitszimmer hinein. Sie öffnet die Tür und bleibt im Türrahmen stehen. Sie will ihn nicht stören, aber trotzdem noch schnell Bescheid sagen, dass sie dann gleich weg ist.<br />
„Ich geh dann mal“, sagt sie mit gesenkter Stimme. „Bis nachher!“<br />
„Ja, ja!“, antwortet ihr Gatte, ohne seine Arbeit zu unterbrechen und aufzublicken, da er vollkommen vertieft in seine Veröffentlichung ist.<br />
Frau Konfusi ist gerade im Begriff die Tür wieder zu schließen, da fällt ihr noch etwas ein. Doch sie will nicht weiter stören. Deshalb geht sie schnell in die Küche und schreibt ihrem Mann noch eine kurze Botschaft auf einen Zettel, den sie auf den Küchentisch legt und dann ist sie auch schon verschwunden.<br />
„Hallo meine Liebe“, wird sie wenig später von ihrer Freundin Gertrud begrüßt. „Hast du eigentlich dein Handy dabei?“<br />
„Ja natürlich. Das habe ich immer in meiner Handtasche, aber das weißt du doch“, antwortet Frau Konfusi und grinst.<br />
„Na, dann wird es wohl auch heute wieder klingeln!“, freut sich Mathilde und klatscht begeistert in die Hände.<br />
„Wollen wir eine Wette abschließen?“, erkundigt sich Anna.<br />
„Was soll das?“, fragt Frau Konfusi zurück. „Ich weiß genau, was du wetten willst, aber wer von uns soll denn dagegen wetten. Wir wissen doch alle, was spätestens in einer Stunde passieren wird.“<br />
Die vier Frauen brechen in Vorfreude auf das bevorstehende Ereignis in schallendes Gelächter aus und lassen sich dann Kaffee und Kuchen schmecken.<br />
Fast hätten sie über dem Austausch von Neuigkeiten und dem Betrachten der Fotos Frau Konfusis Handy vergessen, doch plötzlich ertönt ein unüberhörbarer Klingelton aus deren Handtasche.<br />
„Na also!“, rufen alle vier Frauen im Chor.<br />
Alle verstummen schlagartig, nur Frau Konfusi holt das Handy aus der Tasche und meldet sich mit einem einfachen, aber freundlichen:<br />
„Hallo, mein lieber Göttergatte!“<br />
„Wo bist du denn?“, tönt die Stimme von Herrn Konfusi aus dem Telefon.<br />
„Na da, wo ich jeden zweiten Mittwoch im Monat bin“, antwortet sie und grinst ihre Freundinnen an, die sich kaum das Lachen verkneifen können.<br />
„Und wo ist das?“<br />
„Ach mein Lieber, seit drei Jahren rufst du mich jeden zweiten Mittwoch an, stellst mir die selbe Frage und ich gebe dir auch immer wieder gerne die selbe Antwort: Ich bin bei meinem Damenkränzchen.“<br />
„Ach so! Und ich dachte schon, du seist beim Frisör.“<br />
„Aber nein, dort bin ich jeden Samstag.“<br />
„Als wenn ich das nicht wüsste“, kommt jetzt eine leicht verärgerte Antwort.<br />
„Natürlich weißt du das, aber es ist dir anscheinend gerade entfallen.“<br />
„Ich nehme an, dir ist aber etwas anderes entfallen“, kontert jetzt Professor Konfusi. „Und daran möchte ich dich jetzt erinnern. Du kannst heute nicht so lange bei deinem Kaffeekränzchen bleiben, denn du musst nachher noch zum Zahnarzt.“<br />
„Ach!“, ist das einige, was Frau Konfusi beim Versuch ihr eigenes Lachen zu unterdrücken, hervorbringt.<br />
„Gut, dass ich deinen Notizzettel auf dem Küchentisch gefunden habe. Dort hast du dir nämlich folgendes notiert: 17 Uhr Zahnarzt.“<br />
„Das hast du aber missverstanden“, antwortet Frau Konfusi inzwischen wieder mit ganz ruhiger Stimme. „Das ist nicht mein Termin, sondern deiner!“<br />
„Ohje, den hätte ich jetzt glatt vergessen. Gut, dass ich dich angerufen habe. Diese privaten Termine machen mich ganz konfus. Vielleicht sollte ich sie mir mal aufschreiben.“<br />
Gerade will Frau Konfusi ihrem Gatten beipflichten, als dieser seiner Feststellung noch einen Satz nachschiebt.<br />
„Oder besser noch: Du erinnerst mich immer an meine privaten Termine!“<br />
„So machen wir es!“, kichert Frau Konfusi.<br />
„Aber sag mal, ihr seid wirklich eine sehr lustige Truppe. Man hört euch immer nur lachen“, stellt der Professor fest. „Ihr werdet doch wohl nicht über mich und meine kleine Macke lachen.“<br />
„Nein nein!“, rufen alle vier Damen in das Handy.<br />
„Übrigens, Gertrud!“, ruft Professor Konfusi aus. „Ich gratuliere dir recht herzlich nachträglich zu deinem gestrigen Geburtstag und haben nicht Anna und Erwin nächsten Monat 30jährigen Hochzeitstag und Mathildes Tochter wird am nächsten Samstag 45?!“<br />
Frau Konfusi ist mindestens so baff wie Gertrud, Mathilde und Anna.<br />
„Woher weißt du das alles?“, fragt Frau Konfusi sichtlich überrascht. „Das habe ich dir doch gar nicht erzählt!“<br />
„Oh, ich weiß noch viel mehr. Zum Beispiel weiß ich ganz genau, dass du jeden zweiten Mittwoch mit deinen Damen zusammen sitzt, aber man kann doch nicht einfach so zugeben, dass man seine Frau vermisst. Außerdem habe ich mir bereits vor ungefähr einem Jahr schon einen Terminkalender extra für private Termine zugelegt und da steht auch dein Mittwochnachmittagtreff drin! Aber es hat dir und deinen Freundinnen immer so viel Freude bereitet, wenn ich jeden Mittwoch angerufen habe, da wollte ich euch den Spaß nicht nehmen. Außerdem erinnerst du mich immer so lieb an alle privaten Termine.“<br />
„Du Schlawiner!“, sagt Frau Konfusi jetzt nicht ganz ohne Rührung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch diese Geschichten noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/auf-reisen/">Auf Reisen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-christel-von-der-post/">Die Christel von der Post</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/felicita-und-der-mann-im-mond/">Felicitas und der Mann im Mond</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Ein schönes Geschenk</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/ein-schoenes-geschenk/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/ein-schoenes-geschenk/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2014 20:06:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Advent]]></category>
		<category><![CDATA[alte Dame]]></category>
		<category><![CDATA[Fest]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Momente]]></category>
		<category><![CDATA[schenken]]></category>
		<category><![CDATA[Trubel]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Am dritten Adventswochenende haben wir uns kurzentschlossen in den Trubel gestürzt. „Lass uns nach Berlin fahren und uns dem Rausch des Weihnachtsshoppings hingegeben“, habe ich meinem Mann vorgeschlagen. Es war einfach nur unbeschreiblich und schon ein bisschen  seltsam, wenn anscheinend alle zur gleichen Zeit auf die gleiche Idee kommen. Menschenmassen strömten durch die Straßen Berlins hinein in das Getümmel in den Kaufhäusern und den Weihnachtsmärkten.  Vom ersten Stock des Alexa aus konnte ich den Menschenstrom beobachten, der sich durch die weit geöffnete Tür auf der einen Seite den Weg nach innen und auf der anderen Seite nach außen bahnte. „Der Mensch ist tatsächlich ein Herdentier!“, dachte ich mir und mischte mich ebenfalls unter das Volk. Überall nur Schlangen, vor den Eingangstüren der Kaufhäuser, an den Kassen, an den Ständen, vor den Parkhäusern und selbstverständlich vor den Toiletten. „Warum tun wir Menschen uns dies nur jedes Jahr immer wieder an? Werden wir denn nicht schlauer?“, frage ich mich insgeheim. Eigentlich schon. Man nimmt es sich jedenfalls vor, doch das vorletzte Wochenende vor Weihnachten packt uns dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am dritten Adventswochenende haben wir uns kurzentschlossen in den Trubel gestürzt. „Lass uns nach Berlin fahren und uns dem Rausch des Weihnachtsshoppings hingegeben“, habe ich meinem Mann vorgeschlagen. Es war einfach nur unbeschreiblich und schon ein bisschen  seltsam, wenn anscheinend alle zur gleichen Zeit auf die gleiche Idee kommen. Menschenmassen strömten durch die Straßen Berlins hinein in das Getümmel in den Kaufhäusern und den Weihnachtsmärkten. </strong></p>
<p><span class="dropcap">V</span>om ersten Stock des Alexa aus konnte ich den Menschenstrom beobachten, der sich durch die weit geöffnete Tür auf der einen Seite den Weg nach innen und auf der anderen Seite nach außen bahnte. „Der Mensch ist tatsächlich ein Herdentier!“, dachte ich mir und mischte mich ebenfalls unter das Volk. Überall nur Schlangen, vor den Eingangstüren der Kaufhäuser, an den Kassen, an den Ständen, vor den Parkhäusern und selbstverständlich vor den Toiletten. „Warum tun wir Menschen uns dies nur jedes Jahr immer wieder an? Werden wir denn nicht schlauer?“, frage ich mich insgeheim. Eigentlich schon. Man nimmt es sich jedenfalls vor, doch das vorletzte Wochenende vor Weihnachten packt uns dann doch wieder die Unvernunft und unter dem Vorwand nur ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, sind wir unversehens wieder mitten drin im Leben. Wie die Ameisen tragen wir unsere Schätze nach Hause. Dafür, dass wir und alle anderen eigentlich nichts brauchen, haben wir an diesem Nichts ganz schön zu schleppen. Zu Hause wird dieses Nichts hübsch verpackt, gut versteckt, dann am Heiligen Abend unter den Tannenbaum gelegt und bei der Bescherung an die Lieben verteilt.<br />
Weihnachten ist das Fest der Freude und der Liebe. Aus Freude über die Geburt Jesu brachten damals die drei Weisen aus dem Morgenland ebenfalls Geschenke mit, nämlich Gold, Myrrhe und Weihrauch.<br />
So liegt nichts näher als unseren Lieben an diesem Fest ebenfalls eine Freude zu machen. Beschenkt zu werden bereitet Freude, idealerweise sogar auf beiden Seiten. (Dass in unserer heutigen Gesellschaft Weihnachten und damit auch das Schenken weitestgehend kommerzialisiert wird, steht auf einem anderen Blatt und sei hier auch nur nebenbei erwähnt.)<br />
Wichtig ist auch, das richtige Versteck für unser Geschenk zu wählen, denn der oder die Beschenkten sollten es zu ihrer eigenen Freude auch erst am Heiligen Abend unter dem Weihnachtsbaum finden.<br />
Meine Mutter erzählte mir diesbezüglich vor langer Zeit einmal eine Geschichte aus ihrer eigenen Kindheit:<br />
Ihr Bruder wusste, dass sie gerne las und kaufte ihr ein Buch. Noch heute weiß meine Mutter den Titel dieses Buches: „Der Trotzkopf“. Mein Onkel hatte es auch gut versteckt, aber anscheinend nicht gut genug, jedenfalls nicht für meine Mutter. Ich frage mich, ob es ein zufälliger Fund war oder ob meine Mutter damals sehr systematisch alle Ecken ausgesucht hatte, um schon vor Weihnachten einen Blick auf die Geschenke werfen zu können. Sie entdeckte jedenfalls das genannte Buch und verzog sich damit an einen stillen Ort, wo sie so schnell niemand vermutete. Zunächst wollte sie nur ein wenig das Buch durchblättern, doch die Buchstaben schienen sie magisch anzuziehen, denn sie fing an zu lesen.<br />
„Nur ein paar Seiten“, überlegte sie wohl. „Dann lege ich das Buch wieder zurück.“<br />
Gesagt, &#8211; getan. Doch schon am nächsten Tag holte sie es in einem geeigneten Moment wieder hervor. Die Hauptperson des Buches, ein zu Beginn der Erzählung 15jähriges Mädchen und dessen Leben zogen meine Mutter so in den Bann, dass sie fortan in jeder geeigneten Minute das Buch hervorholte und las. So passierte, was passieren musste: Sie hatte das Buch noch vor dem Heiligen Abend zu Ende gelesen. Als ihr Bruder bei der Bescherung das Buch eingepackt in ihre Hände legte und schon ihr freudiges Lächeln erwartete, schob sie es etwas zu schnell zur Seite und meinte kleinlaut: „Ach, ein Buch!“<br />
Das wiederum verwunderte den Bruder sehr, denn er wusste, dass seine Schwester eine leidenschaftliche Leserin war. Gleichzeitig machte ihn das seltsame Verhalten auch stutzig und regte ihn zu einer nicht gerade unwahrscheinlichen Vermutung an:<br />
„Das kleine Os (Biest) hat das Buch gefunden und ausgelesen!“, sollen laut den Erinnerungen meiner Mutter seine Worte gewesen sein.<br />
Eigentlich schade! Ich kann mir gut vorstellen, wie enttäuscht mein Onkel gewesen sein muss. Er hatte meiner Mutter ein Geschenk machen wollen, an dem sie Freude hätte und er hatte es bestimmt mit Liebe und Bedacht ausgesucht. Es war ja wohl auch ein gelungenes Geschenk, denn Freude hatte es meiner Mutter offensichtlich bereitet. Nur leider zum falschen Zeitpunkt. So hatte der Bruder nichts von der eigentlichen Freude meiner Mutter gespürt und zum Zeitpunkt des Schenkens war die Freude schon verflogen.<br />
Man sieht beim Schenken sollte die Freude auf beiden Seiten sein.<br />
Ich freute mich als Kind immer so sehr drauf, dass der Beschenkte sich freute, dass ich mein Geheimnis nicht für mich behalten konnte. So sagte ich zu meiner Mutter: „Ich kann es dir ja verraten, was ich dir schenken will, aber du musst es gleich wieder vergessen.“<br />
Ähnlich ergeht es manchmal noch heute unserem Sohn, denn er hat mich schon gar manches Mal gefragt: „Ich kann es dir doch auch gleich geben, oder?“ Ich muss dazu sagen, ich habe bisher immer dieser Versuchung widerstanden und doch lieber abgewartet.<br />
Das größte Geschenk, das man einem Menschen machen kann, ist ihm Zeit zu schenken. Zeit, die man gemeinsam mit demjenigen verbringt. Ich habe neulich eine wahre Geschichte von einem Taxifahrer in New York gelesen, der einer alten Dame dieses Geschenk gemacht hat und ihr damit wahrscheinlich sogar eine große letzte Freude bereitet hat (http://www.steffenkirchner.de/blog/zeit-als-geschenk-eine-bewegende-geschichte/ Stand: 14.12.2014).<br />
Dieser Taxifahrer wurde zu einem Haus gerufen und der Fahrgast war eine 90jährige Dame. Ihr Fahrziel war ein Hospiz. Sie wollte unbedingt durch die Innenstadt fahren, obwohl dies einen erheblichen Umweg bedeutete. Sie zeigte dem Taxifahrer das Haus, in dem sie in jungen Jahren mit ihrem verstorbenen Mann gelebt hatte, das Hotel in dem sie an der Rezeption gearbeitet hatte, ein Möbelhaus, das früher eine Tanzbar gewesen war und wo sie selbst früher das Tanzbein geschwungen hatte. Sie fuhren die ganze Nacht durch die Stadt und manchmal bat sie den Taxifahrer an bestimmten Häusern oder Häuserreihen langsamer zu fahren. Schweigend betrachtete sie dann alles und es schien dem Taxifahrer als hätte sie sich auf eine Zeitreise begeben. Als schon der Morgen graute bat sie ihn dann zu ihrem eigentlichen Ziel zu fahren, wo man sie schon längst erwartet hatte. Sie hatte keine Familie mehr und war ganz allein. Der Arzt hatte ihr gesagt, dass sie nicht mehr lange zu leben hätte. Der Taxifahrer, der übrigens kein Geld für diese Fahrt verlangte, hatte ihr seine Zeit geschenkt, denn diese Fahrt sollte für den Abend seine letzte sein, dann hätte seine Schicht geendet. Mit dieser Zeit hatte er der alten Dame ein Geschenk gemacht, das unendlich mehr wert war als ein Sack voller Dollarscheine.<br />
In unserer oft hektischen Welt Zeit füreinander zu haben, auf einander einzugehen und sich freundlich zu begegnen ist ein Geschenk, das vielfach unterschätzt wird, das aber einfach nur selbstverständlich sein sollte. Dies konnte ich an dem hektischen 3. Adventwochenende gewissermaßen als Zeuge miterleben.<br />
Wir standen gerade in einem Kaufhaus vor einer Schmuckvitrine und betrachteten die Auslage, beziehungsweise ließen uns verschiedene Schmuckstücke zeigen. Auf einmal hörte ich eine junge Frau neben mir sagen: „Sie sind wie ein richtiges vorweihnachtliches Geschenk! Sie sind eine wirklich nette Verkäuferin!“<br />
Ich blickte von der jungen Frau zu der betreffenden Verkäuferin und konnte alles nachvollziehen, denn im Gegensatz zu der uns bedienenden Verkäuferin, die nur mürrisch ihre Arbeit verrichtete, hatte ihre Kollegin Freude an ihrer Arbeit. Sie machte sozusagen mit ihrer Zeit und Freundlichkeit der Kundin eine Freude. Beide strahlten sich an und schenkten sich gewissermaßen gegenseitig ihre Freude.</p>
<p style="text-align: center;">Es sind eben doch die kleinen Dinge im Leben, die uns Freude bereiten und uns strahlen lassen. Momente des Glücks inmitten einer hektischen Welt.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Ein schönes Geschenk!</strong></p>
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		<title>Total überraschend und unverhofft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2014 15:37:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Besinnlichkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Geburt Jesu]]></category>
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					<description><![CDATA[Jedes Jahr nehme ich mir vor mich rechtzeitig auf Weihnachten vorzubereiten. „Gleich wenn wir aus dem Sommerurlaub kommen, schreibe ich mir alle Wünsche auf, die ein Familienmitglied so nebenbei erwähnt. Wenn ich etwas sehe, was einer von uns brauchen könnte, dann besorge ich das auch gleich“, überlege ich mir. Seltsamerweise wird nie etwas aus diesem guten Vorsatz und es ist jedes Jahr das selbe Spiel: Weihnachten kommt immer total überraschend und unverhofft. Bedingt durch unseren diesjährigen Aufenthalt in Abu Dhabi und Bangkok in den Wochen vor dem ersten Advent war für uns Weihnachten noch überraschender. Es war wie ein Sprung ins kalte Wasser. Umso intensiver sind jetzt unsere Bemühungen wieder in den Tritt zu kommen, d.h. alles zu erledigen, was eigentlich schon erledigt hätte sein sollen. Und das ist nicht gerade wenig. So werden jetzt Plätzchen gebacken, Einkäufe getätigt, die Gans bestellt, Geschenke gekauft, Weihnachtsfeiern vorbereitet und besucht, Weihnachtsschmuck hervor gekramt, der Weihnachtsbaum wird ausgesucht, aufgestellt und geschmückt. Die Mütter müssen aus einer Entfernung von sechshundert Kilometern abgeholt werden. Alles muss für das Festessen vorbereitet &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jedes Jahr nehme ich mir vor mich rechtzeitig auf Weihnachten vorzubereiten. „Gleich wenn wir aus dem Sommerurlaub kommen, schreibe ich mir alle Wünsche auf, die ein Familienmitglied so nebenbei erwähnt. Wenn ich etwas sehe, was einer von uns brauchen könnte, dann besorge ich das auch gleich“, überlege ich mir. Seltsamerweise wird nie etwas aus diesem guten Vorsatz und es ist jedes Jahr das selbe Spiel: Weihnachten kommt immer total überraschend und unverhofft.</strong></p>
<p><span class="dropcap">B</span>edingt durch unseren diesjährigen Aufenthalt in Abu Dhabi und Bangkok in den Wochen vor dem ersten Advent war für uns Weihnachten noch überraschender. Es war wie ein Sprung ins kalte Wasser. Umso intensiver sind jetzt unsere Bemühungen wieder in den Tritt zu kommen, d.h. alles zu erledigen, was eigentlich schon erledigt hätte sein sollen. Und das ist nicht gerade wenig. So werden jetzt Plätzchen gebacken, Einkäufe getätigt, die Gans bestellt, Geschenke gekauft, Weihnachtsfeiern vorbereitet und besucht, Weihnachtsschmuck hervor gekramt, der Weihnachtsbaum wird ausgesucht, aufgestellt und geschmückt. Die Mütter müssen aus einer Entfernung von sechshundert Kilometern abgeholt werden. Alles muss für das Festessen vorbereitet sein, nichts darf fehlen. Und das alles neben der eigentlichen und täglichen Arbeit, dem Beruf, den Terminen und Schriftlichkeiten. Der Kopf schwirrt, die Hektik bricht herein und der Stress ist da.<br />
Ich frage mich: „Wo bleibt die viel besungene Besinnlichkeit?“<br />
Man sollte sich Nischen schaffen, Momente der Ruhe und Besinnlichkeit, sonst bleibt nicht nur die Vorfreude auf der Strecke, sondern auch das Fest selbst.<br />
„Und das ist nicht Sinn der Sache“, überlege ich mir. „Weihnachten ist etwas anderes als Hektik und Stress.“<br />
Die Christen feiern an Weihnachten die Geburt Jesu und das seit über 2000 Jahren. Egal ob mit christlichem Hintergrund oder ohne, in jedem Fall ist es ein Fest der Familie und der Liebe, aber heutzutage rückt der Mensch alles andere in den Vordergrund. Der Perfektionismus ist wichtiger geworden als die Sache selbst.<br />
„So will ich das nicht!“, beschließe ich, öffne unseren Schrank mit den Fotoalben und fange an zu stöbern.<br />
„Da liegen ja auch meine alten Tagebücher“, stelle ich fest. „Mal sehen, was in meiner Jugend so um die Weihnachtszeit los war.“<br />
Mit 13 Jahren, so lese ich und erinnere mich wieder, hatte ich einen heimlichen Verehrer, der mir ein Päckchen mit einem Teddy und einer Kette mit einem Herzchen schickte.<br />
Mit 15 schenkte mir meine Mutter ein Armband, das sie einst von meinem Vater geschenkt bekam, im zarten Alter von 17 Jahren war ich verliebt und mit achtzehn Jahren saß ich Weihnachten gemeinsam mit meiner Mutter am Krankenbett meines Vaters, der in der Adventszeit einen Herzinfarkt erlitten hatte.<br />
Mit 19 erlebte ich dann meine ersten Weihnachten mit meinem geliebten Peter und im Sommer darauf finde ich den letzten Eintrag in meinem Tagebuch. Jetzt konnte und kann ich ja mit ihm alle meine kleinen und großen Freuden und Sorgen teilen.<br />
Ich blättere nun in den Fotoalben und finde ein Foto, auf dem unser damals fünfmonatiger Sohn Timo, Peter und ich abgebildet sind und zeige es Peter.<br />
„Ich kann mich noch ganz genau erinnern, das war ein ganz schönes Hin und Her!“, meint er.<br />
Wir hatten einen Termin beim Fotografen vereinbart, weil wir den stolzen Großeltern von Timo zum Weihnachtsfest ein Bild von uns Dreien schenken wollten.<br />
„Na ja“, grinse ich. „Erkläre mal einem Baby, dass es genau in die Kamera schauen und nach einer Stunde immer noch fröhlich lachen soll!“<br />
Die Fotografin hatte sich richtig Mühe gegeben, immer mit einem Spielzeug oberhalb der Kamera gewackelt und komische Laute von sich gegeben. Trotz aller Bemühungen fand unser Sohn anscheinend alles andere im Raum interessanter als das Quietscheentchen der Fotografin. Auf jeden Fall hatte die Fotografin keine einfache Aufgabe zu erfüllen, aber sie versuchte sich tapfer der Sache zu stellen. Allerdings hatte Timo nach fast einer Stunde die Nase gestrichen voll, so dass er dies auch deutlich zum Ausdruck brachte. Und genau in diesem Augenblick schaute er direkt in die Kamera und die junge Frau drückte auf den Auslöser. Was herauskam, war ein unvergesslicher Moment, in dem Timo grimmig in die Kamera schaute und einen Schmollmund aufsetzte. Und genau dieses Foto fanden wir soooo süß, dass wir es rahmen ließen und verschenkten. Noch heute hat eben dieses Foto in unserem Heim einen Ehrenplatz.<br />
In meinem Kopf ziehen plötzlich viele Weihnachtsabende vorüber:</p>
<p>Zu einem Weihnachtsfest, ich war damals zehn Jahre alt, erhielt ich meine erste mechanische Schreibmaschine. Ich sehe mich noch, als ich im Wohnzimmer mehr oder weniger unter dem Weihnachtsbaum begann meine erste Geschichte zu tippen, während meine Eltern auf dem Sofa eingeschlafen waren. Die Hauptperson hieß Dhana, soviel weiß ich noch, mehr aber nicht mehr.</p>
<p>Meist durfte ich schöne Weihnachten erleben, doch es gab auch traurige Weihnachten oder solche, die durch die kommenden Ereignisse zu traurigen wurden. So zum Beispiel das letzte Weihnachtsfest mit meinem Vater, dem im darauffolgenden Frühjahr eine schwere Herzoperation bevorstand und der davon überzeugt war, diese nicht zu überleben, was sich leider auch bewahrheitet hat. So konnte er unsere zwei Jahre spätere Hochzeit nicht mehr miterleben und hat nie seinen Enkelsohn kennengelernt, über den er sich mit Sicherheit sehr gefreut hätte.<br />
Traurig denke ich auch an das letzte Weihnachtsfest mit meinem Schwiegervater zurück, der dann in den ersten Wochen des neuen Jahres verstarb.<br />
Wenn ich bei Dunkelheit durch die weihnachtlich erleuchteten Straßen gehe oder fahre und die vielen Lichter hinter den Fenstern sehe, denke ich manchmal:<br />
„Wie mag es den Menschen hinter diesen Fenstern ergehen? Welche Freude oder welches Leid mag sich dahinter verbergen?“<br />
Das Märchen von Hans Christian Andersen, das von dem kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzchen erzählt, kommt mir in den Sinn. Dieses Mädchen ist in einer kalten Winternacht erfroren. Auch kann ich mich an eine Erzählung von Werner Wollenberger erinnern, die auf einer wahren Begebenheit beruht und in der ein todkrankes Mädchen noch einmal Weihnachten erleben möchte. Ein ganzes Dorf spielt mit, wenn Weihnachten auf den 2. Dezember vorverlegt wird, weil das Mädchen es sonst nicht mehr erlebt hätte. Es stirbt 2 Tage nach dem Fest. (de.wikipedia.org/wiki/Janine_feiert_Weihnachten, Stand: 10.12. 2014)</p>
<p>Ich denke das lässt uns erkennen:<br />
Weihnachten ist mehr als nur Tannenbaum, Festessen, Geschenke und Besinnlichkeit.<br />
<strong>Wir sollten unsere Herzen öffnen, mit Freude und Liebe aufeinander zugehen, &#8211; aber nicht nur zur Weihnachtszeit!</strong></p>
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