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	<title>Professor Konfusi-Geschichten &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Die Bitte</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/die-bitte-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2024 06:29:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Anzug]]></category>
		<category><![CDATA[Bitte]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
		<category><![CDATA[Rezept]]></category>
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					<description><![CDATA[Professor Konfusi ist unterwegs. Er hatte eine Besprechung mit einem Kollegen und will gerade in sein Auto einsteigen, als das Handy klingelt. „Konfusi“, meldet er sich kurz. „Hallo, mein Lieber, ich bin’s, deine Angetraute“, hört er die Stimme seiner Gattin. „Könntest du mir bitte einen Gefallen tun und ein Rezept beim Arzt abholen?! Ich müsste sonst nochmal extra in die Stadt fahren, aber wenn du…“ „Kein Problem, ich geh gleich mal hin und dann komme ich nach Hause.“ Gesagt, getan. Und damit ist die Aktion sowohl bei seiner Frau als auch bei ihm abgehakt und vergessen. Erst am nächsten Tag fällt die Angelegenheit seiner Frau wieder ein. „Wo sind eigentlich die Medikamente?“, erkundigt sie sich. „Welche Medikamente?“, fragt Professor Konfusi zurück. „Sag nur, du hast das Rezept gestern nicht abgeholt?“, erkundigt sich seine Gemahlin. „Ja doch, klar!“, und nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: „Sollte ich auch gleich die Medikamente in der Apotheke holen? Das wusste ich jetzt nicht“, gibt er zu und blickt völlig unschuldig drein. „Das kann man sich aber denken.“ Seine &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Konfusi ist unterwegs. Er hatte eine Besprechung mit einem Kollegen und will gerade in sein Auto einsteigen, als das Handy klingelt.</strong><br />
<strong>„Konfusi“, meldet er sich kurz.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„H</span>allo, mein Lieber, ich bin’s, deine Angetraute“, hört er die Stimme seiner Gattin. „Könntest du mir bitte einen Gefallen tun und ein Rezept beim Arzt abholen?! Ich müsste sonst nochmal extra in die Stadt fahren, aber wenn du…“<br />
„Kein Problem, ich geh gleich mal hin und dann komme ich nach Hause.“<br />
Gesagt, getan. Und damit ist die Aktion sowohl bei seiner Frau als auch bei ihm abgehakt und vergessen.<br />
Erst am nächsten Tag fällt die Angelegenheit seiner Frau wieder ein.<br />
„Wo sind eigentlich die Medikamente?“, erkundigt sie sich.<br />
„Welche Medikamente?“, fragt Professor Konfusi zurück.<br />
„Sag nur, du hast das Rezept gestern nicht abgeholt?“, erkundigt sich seine Gemahlin.<br />
„Ja doch, klar!“, und nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: „Sollte ich auch gleich die Medikamente in der Apotheke holen? Das wusste ich jetzt nicht“, gibt er zu und blickt völlig unschuldig drein.<br />
„Das kann man sich aber denken.“ Seine Gattin schüttelt den Kopf. „Wahrscheinlich hatte er seine Gedanken wieder bei irgendeinem wissenschaftlichen Thema“, fügt sie im Stillen hinzu und richtet dann eine wichtige Frage an ihren Mann: „Wo ist denn das Rezept?“<br />
„Wenn ich das wüsste! … Lass mich mal überlegen! … Ich habe es entgegengenommen und dann habe ich es irgendwo hingesteckt…“<br />
Als der ältere Herr bemerkt, dass seine Frau die Stirn runzelt und ihn fragend anblickt, fügt er schnell hinzu:<br />
„Ja, genau, ich habe es in meine Jacke gesteckt. Moment mal…“<br />
Professor Konfusi durchsucht alle Taschen seiner Jacke, allerdings ohne Erfolg.<br />
„Bestimmt liegt es im Auto!“, lautet seine nächste Idee, die jedoch auch ins Leere läuft.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span><br />
„Dann habe ich es vielleicht in meiner Aktentasche“, meint er nachdenklich, als der wieder ins Haus zurückkehrt und geradewegs zur Garderobe marschiert, wo er die Mappe am Abend zuvor abgestellt hat. Doch leider lässt sich auch hier nichts finden. Jetzt ist guter Rat teuer. Im Grunde genommen sind mittlerweile alle denkbaren Möglichkeiten ausgeschöpft. Damit ist auch für Professor Konfusi die Angelegenheit beendet und er will sich wieder seiner Lektüre zuwenden. Kurz darauf klingelt das Telefon und er ist sofort in ein fachliches Gespräch mit einem Kollegen vertieft.<br />
Frau Konfusi hat sich schon damit abgefunden, dass sie nun doch selbst die Sache mit dem Rezept und den Medikamenten in Angriff nehmen muss. „Sicher ist sicher!“, denkt sie sich, doch da kommt ihr eine andere Idee. Die Zeitspanne zwischen ihrem Anruf und der Ankunft ihres Mannes zu Hause war recht groß gewesen. „Sollte er noch einmal im Büro gewesen sein?“, fragt sie laut vor sich hin.<br />
„Richtig, meine Liebe. Jetzt, da du es sagst, fällt es mir wieder ein. Ich musste noch ein paar Dinge im Büro regeln. Bestimmt liegt das Rezept auf meinem Schreibtisch in der Universität.“<br />
Professor Konfusi strahlt, denn nun scheint er die Lösung seines Rätsels gefunden zu haben. „Ich muss nachher sowieso noch mal hin, sie brauchen ein paar Unterschriften von mir.“<br />
„Dann bringst du bitte auch gleich die Medikamente mit!“, erinnert ihn seine Gemahlin vorsichtshalber noch einmal.<br />
Doch auch an diesem Abend kommt er wieder unverrichteter Dinge daheim an.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span><br />
„Hast du meinen Anzug mal durchsucht?“, will er von seiner Frau wissen.<br />
„Da habe ich nichts gefunden, aber du kannst gerne auch nachsehen…“<br />
„Ich hab’s: Mein Hemd! Da muss es sein!“, startet der Professor einen erneuten Versuch. Ich habe das Rezept in die Brusttasche gesteckt.“ Seine Augen leuchten regelrecht vor Freude, dass die Erinnerung zurückgekehrt und des Rätsels Lösung gefunden ist.<br />
„Das hängt im Hauswirtschaftsraum“, meint Frau Konfusi und läuft hin. Sie greift in die Tasche und zieht etwas heraus, das sie ihrem Gatten zeigt.<br />
„Damit bekommen wir auf jeden Fall keine Medikamente“, sagt sie und zuckt mit den Achseln.<br />
Am nächsten Morgen steht Professor Konfusi erneut in der Arztpraxis.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span><br />
„Waschmaschine!“, ruft er dem Arzt zu, der ihn fragend anschaut, weil der ältere Herr schon wieder an der Anmeldung steht.<br />
„Meine Frau hat das Hemd gewaschen und jetzt sind von dem Rezept nur noch ein paar Papierkrümelchen übrig. Könnten Sie mir bitte ein neues Rezept ausstellen?!“<br />
Stolz überreicht er am Abend seiner Frau das Rezept, kratzt sich jedoch verlegen am Kopf, als diese lachend fragt:<br />
„Und wo sind nun die Medikamente?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/aerger-mit-dem-verflixten-kleinen-ding/">Ärger mit dem verflixten kleinen Ding</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/mensch-aergere-dich-nicht/">Mensch ärgere dich nicht!</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/tante-frieda/">Tante Frieda</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Eiskalt</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/eiskalt-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jan 2024 21:10:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Fenster]]></category>
		<category><![CDATA[Flugplan]]></category>
		<category><![CDATA[Müll]]></category>
		<category><![CDATA[Turnschuh]]></category>
		<category><![CDATA[Villa]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Geschichte, die ich Euch heute erzählen möchte, hat ebenfalls wieder das Leben geschrieben. Ich habe neulich in unserer Tageszeitung einen ziemlich kurzen Artikel über eine wahre Begebenheit gelesen. Diese wenigen Zeilen haben mich dazu animiert, Euch wieder eine Professor Konfusi-Geschichte zu erzählen. Lasst Euch überraschen, was diesmal wieder so alles rund um den netten älteren Herrn passiert. Das Haus, in welchem Professor Konfusi wohnt, ist ein älteres Mehrfamilienhaus. Eigentlich ist es eine alte Villa, die Anfang der 50er Jahre erbaut wurde. Hier wohnen vier Parteien. Im Erdgeschoss lebt eine sehr betagte Dame, die alle nur Oma Schmidt nennen. Die Wohnung darüber wird von Marco und seinen Eltern bewohnt und im zweiten Stock hat das Ehepaar Konfusi eine schöne gemütliche Wohnung. Im dritten Stock wurde erst kürzlich aus- und umgebaut, allerdings gibt es hier noch keinen Bewohner. Überhaupt hat man im Jahr 1981 die gesamte Villa modernisiert und danach vermietet. Während Marco mit seinen Eltern erst seit knapp fünf Jahren in diesem Haus wohnt, leben das Ehepaar Konfusi und Oma Schmidt schon seit fünfunddreißig Jahren &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Geschichte, die ich Euch heute erzählen möchte, hat ebenfalls wieder das Leben geschrieben. Ich habe neulich in unserer Tageszeitung einen ziemlich kurzen Artikel über eine wahre Begebenheit gelesen. Diese wenigen Zeilen haben mich dazu animiert, Euch wieder eine Professor Konfusi-Geschichte zu erzählen. Lasst Euch überraschen, was diesmal wieder so alles rund um den netten älteren Herrn passiert.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>as Haus, in welchem Professor Konfusi wohnt, ist ein älteres Mehrfamilienhaus. Eigentlich ist es eine alte Villa, die Anfang der 50er Jahre erbaut wurde. Hier wohnen vier Parteien. Im Erdgeschoss lebt eine sehr betagte Dame, die alle nur Oma Schmidt nennen. Die Wohnung darüber wird von Marco und seinen Eltern bewohnt und im zweiten Stock hat das Ehepaar Konfusi eine schöne gemütliche Wohnung. Im dritten Stock wurde erst kürzlich aus- und umgebaut, allerdings gibt es hier noch keinen Bewohner. Überhaupt hat man im Jahr 1981 die gesamte Villa modernisiert und danach vermietet. Während Marco mit seinen Eltern erst seit knapp fünf Jahren in diesem Haus wohnt, leben das Ehepaar Konfusi und Oma Schmidt schon seit fünfunddreißig Jahren hier.<br />
Oma Schmidt feiert nächstes Jahr ihren neunzigsten Geburtstag. Aber sie ist noch so fit wie ein Turnschuh, wie sie selbst immer wieder betont. Nur ihre Augen sind schon ein wenig müde und auch trüb geworden, allerdings trägt sie nur zum Lesen und beim Fernsehen eine Brille. Ansonsten sieht sie angeblich alles klar und deutlich.<br />
Oma Schmidt hat ihren Mann schon früh durch einen Verkehrsunfall verloren. Nach seinem Tod zog sie aus der ehemals gemeinsamen Wohnung aus und mietete sich in der Villa ein. Ja und hier ist sie geblieben. Sie hat nie wieder geheiratet und der einzige Sohn lebt inzwischen in Amerika, wohin er sie gerne nachholen würde. Aber die alte Dame weigert sich strikt, so nach dem Motto: Einen alten Baum verpflanzt man nicht.<br />
So hat der Sohn mit Frau Konfusi ein Abkommen getroffen, sich ein wenig um seine Mutter zu kümmern und ihm immer genauestens zu schildern, wie es ihr geht. Er selbst ruft sie so oft es geht an und kommt einmal im Monat über den großen Teich geflogen. Vorausgesetzt sein Flugplan lässt dies zu, denn er ist bei einer großen Fluggesellschaft als Pilot tätig, sonst wäre die große Distanz nahezu unüberbrückbar. Zweimal im Jahr kommt sogar die ganze Familie auf Besuch. Gerade erst waren sie über Weihnachten und Silvester bei ihr.<br />
Heute ist Oma Schmidt’s Haushaltshilfe da, wie alle zwei Tage. Sie hat für heute und morgen gekocht, geputzt und gewaschen und will gerade gehen.<br />
„Warten Sie! Ich komme mit“, sagt Oma Schmidt. „Ich nehme dann den leeren Mülleimer wieder mit rein.“<br />
„Es ist aber eiskalt draußen. Wir haben fünf Grad unter Null!“, weist sie die junge Frau auf die niedrigen Temperaturen hin. „Bleiben sie lieber in der warmen Stube!“<br />
Doch Oma Schmidt schlüpft in ihre gefütterte Winterjacke und in ihre warmen Schuhe. Während die alte Dame nach hinten in den Hof geht und ihren Müll entsorgt, steigt die Haushaltshilfe in ihr Auto und düst davon. Oma Schmidt lässt ihren Blick im Hof und an den Fenstern des Hauses herumschweifen. Plötzlich sieht sie etwas, das sie stutzig werden lässt.<br />
„Komisch“, denkt sie, „die Wohnung im dritten Stock ist doch noch gar nicht vermietet. Aber da sitzt doch jemand auf dem Balkon!“<br />
Die alte Dame reibt sich die Augen, denn vielleicht ist es ja nur eine optische Täuschung. Nein, tatsächlich, da ist jemand. Und wie sieht der denn aus? Das gibt es doch nicht!<br />
Oma Schmidt schlägt sich vor Schreck die Hand vor den Mund, um sie sogleich wieder wegzunehmen und zu rufen:<br />
„Hallo, hallo! Was machen sie denn da?“<br />
Der Angesprochene sitzt jedoch reglos da und gibt keine Antwort. Auch auf den zweiten und dritten Versuch reagiert er nicht.<br />
So schnell sie ihre alten Beine tragen, schlurft Oma Schmidt ins Haus zurück. Sie steigt mühsam die Stufen bis zum zweiten Stock nach oben und läutete Sturm bei Professor Konfusi. Da dieser nicht schnell genug an der Wohnungstür erscheint, klopft sie  gegen diese und brüllt:<br />
„Hilfe! Professor Konfusi! So kommen Sie doch!“<br />
Gerade als sie nochmals auf den Klingelknopf drückt, reißt der Professor die Tür auf.<br />
„Um Himmels Willen, Oma Schmidt! Was ist denn so Schlimmes passiert?“<br />
„Hilfe! Ein nackter Mann!, japst die alte Dame.<br />
Professor Konfusi schaut verwirrt an sich herunter, aber er steht vollkommen bekleidet im Türrahmen. Also kann sie ihn schon mal nicht gemeint haben.<br />
„Wo?“, fragt er. „Werden Sie verfolgt?“<br />
„Ach, Blödsinn!“<br />
Oma Schmidt sieht Professor Konfusi energisch an und deutet nach oben.<br />
„Dort oben im dritten Stock sitzt ein nackter Mann auf dem Balkon! Sie müssen sofort die Polizei und den Krankenwagen rufen. Er antwortet nicht, wenn man ihn anspricht und er ist auch schon total rot. Bei dieser Eiseskälte ist er bestimmt schon halb erfroren.“<br />
„Aber da oben wohnt doch niemand und schon gar kein Nackter“, erklärt Professor Konfusi sachlich. „Sind Sie da auch ganz sicher?“<br />
„Aber ja doch! Er hat überhaupt nichts an. Vollkommen nackt,- sag ich doch! Bei dieser Jahreszeit! Sie müssen was unternehmen! Rufen Sie doch nun schon endlich die Polizei!“<br />
Professor Konfusi schiebt die alte aufgeregte Dame in die Wohnung, übergibt sie seiner Frau, greift zu seiner Jacke und steckt sein Handy ein.<br />
„Ich lauf schnell nach unten und schau mir das mal an. Die Polizei und den Krankenwagen rufe ich dann vom Handy aus an. Machen Sie sich keine Sorgen. Beruhigen Sie sich erst einmal!“<br />
Professor Konfusi steigt schnellen Schrittes die Treppen hinunter und hastet in den Hof.<br />
Schon bevor er seinen Blick zielgerichtet nach oben wirft, ruft er laut:<br />
„Hallo! Brauchen Sie Hilfe?“<br />
Tatsächlich, jetzt sieht er es auch mit seinen eigenen Augen:</p>
<p>Ein Nackter!<br />
In dieser Eiseskälte!<br />
Auf dem Balkon im dritten Stock!</p>
<p>Doch der Nackte reagiert nicht auf sein Rufen. Genau wie es Oma Schmidt beschrieben hat.<br />
Aber etwas ist anders. Etwas, das der alten und aufgeregten Dame nicht aufgefallen ist, obwohl sie doch angeblich alles klar und deutlich sieht.<br />
Auf dem Balkon sitzt kein unbekleideter Mann.</p>
<p>Nein!</p>
<p>Auf dem Balkon der leerstehenden Wohnung im dritten Stock sitzt</p>
<p>eine unbekleidete männliche</p>
<p>Schaufensterpuppe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/weisse-welt/">Weiße Welt</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/ohje-das-faengt-ja-gut/">Ohje, das fängt ja gut an!</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/der-verpatzte-einstieg/">Der verpatzte Einstieg</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Bitte</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/die-bitte/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/die-bitte/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2020 23:50:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Bitte]]></category>
		<category><![CDATA[Medikament]]></category>
		<category><![CDATA[Rezept]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibtisch]]></category>
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					<description><![CDATA[Professor Konfusi ist unterwegs. Er hatte eine Besprechung mit einem Kollegen und will gerade in sein Auto einsteigen, als das Handy klingelt. „Konfusi“, meldet er sich kurz. „Hallo, mein Lieber, ich bin’s, deine Angetraute“, hört er die Stimme seiner Gattin. „Könntest du mir bitte einen Gefallen tun und ein Rezept beim Arzt abholen?! Ich müsste sonst nochmal extra in die Stadt fahren, aber wenn du…“ „Kein Problem, ich geh gleich mal hin und dann komme ich nach Hause.“ Gesagt, getan. Und damit ist die Aktion sowohl bei seiner Frau als auch bei ihm abgehakt und vergessen. Erst am nächsten Tag fällt die Angelegenheit seiner Frau wieder ein. „Wo sind eigentlich die Medikamente?“, erkundigt sie sich. „Welche Medikamente?“, fragt Professor Konfusi zurück. „Sag nur, du hast das Rezept gestern nicht abgeholt?“, erkundigt sich seine Gemahlin. „Ja doch, klar!“, und nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: „Sollte ich auch gleich die Medikamente in der Apotheke holen? Das wusste ich jetzt nicht“, gibt er zu und blickt völlig unschuldig drein. „Das kann man sich aber denken.“ Seine &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Konfusi ist unterwegs. Er hatte eine Besprechung mit einem Kollegen und will gerade in sein Auto einsteigen, als das Handy klingelt.</strong><br />
<strong>„Konfusi“, meldet er sich kurz.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„H</span>allo, mein Lieber, ich bin’s, deine Angetraute“, hört er die Stimme seiner Gattin. „Könntest du mir bitte einen Gefallen tun und ein Rezept beim Arzt abholen?! Ich müsste sonst nochmal extra in die Stadt fahren, aber wenn du…“<br />
„Kein Problem, ich geh gleich mal hin und dann komme ich nach Hause.“<br />
Gesagt, getan. Und damit ist die Aktion sowohl bei seiner Frau als auch bei ihm abgehakt und vergessen.<br />
Erst am nächsten Tag fällt die Angelegenheit seiner Frau wieder ein.<br />
„Wo sind eigentlich die Medikamente?“, erkundigt sie sich.<br />
„Welche Medikamente?“, fragt Professor Konfusi zurück.<br />
„Sag nur, du hast das Rezept gestern nicht abgeholt?“, erkundigt sich seine Gemahlin.<br />
„Ja doch, klar!“, und nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: „Sollte ich auch gleich die Medikamente in der Apotheke holen? Das wusste ich jetzt nicht“, gibt er zu und blickt völlig unschuldig drein.<br />
„Das kann man sich aber denken.“ Seine Gattin schüttelt den Kopf. „Wahrscheinlich hatte er seine Gedanken wieder bei irgendeinem wissenschaftlichen Thema“, fügt sie im Stillen hinzu und richtet dann eine wichtige Frage an ihren Mann: „Wo ist denn das Rezept?“<br />
„Wenn ich das wüsste! … Lass mich mal überlegen! … Ich habe es entgegengenommen und dann habe ich es irgendwo hingesteckt…“<br />
Als der ältere Herr bemerkt, dass seine Frau die Stirn runzelt und ihn fragend anblickt, fügt er schnell hinzu:<br />
„Ja, genau, ich habe es in meine Jacke gesteckt. Moment mal…“<br />
Professor Konfusi durchsucht alle Taschen seiner Jacke, allerdings ohne Erfolg.<br />
„Bestimmt liegt es im Auto!“, lautet seine nächste Idee, die jedoch auch ins Leere läuft.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Dann habe ich es vielleicht in meiner Aktentasche“, meint er nachdenklich, als der wieder ins Haus zurückkehrt und geradewegs zur Garderobe marschiert, wo er die Mappe am Abend zuvor abgestellt hat. Doch leider lässt sich auch hier nichts finden. Jetzt ist guter Rat teuer. Im Grunde genommen sind mittlerweile alle denkbaren Möglichkeiten ausgeschöpft. Damit ist auch für Professor Konfusi die Angelegenheit beendet und er will sich wieder seiner Lektüre zuwenden. Kurz darauf klingelt das Telefon und er ist sofort in ein fachliches Gespräch mit einem Kollegen vertieft.<br />
Frau Konfusi hat sich schon damit abgefunden, dass sie nun doch selbst die Sache mit dem Rezept und den Medikamenten in Angriff nehmen muss. „Sicher ist sicher!“, denkt sie sich, doch da kommt ihr eine andere Idee. Die Zeitspanne zwischen ihrem Anruf und der Ankunft ihres Mannes zu Hause war recht groß gewesen. „Sollte er noch einmal im Büro gewesen sein?“, fragt sie laut vor sich hin.<br />
„Richtig, meine Liebe. Jetzt, da du es sagst, fällt es mir wieder ein. Ich musste noch ein paar Dinge im Büro regeln. Bestimmt liegt das Rezept auf meinem Schreibtisch in der Universität.“<br />
Professor Konfusi strahlt, denn nun scheint er die Lösung seines Rätsels gefunden zu haben. „Ich muss nachher sowieso noch mal hin, sie brauchen ein paar Unterschriften von mir.“<br />
„Dann bringst du bitte auch gleich die Medikamente mit!“, erinnert ihn seine Gemahlin vorsichtshalber noch einmal.<br />
Doch auch an diesem Abend kommt er wieder unverrichteter Dinge daheim an.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Hast du meinen Anzug mal durchsucht?“, will er von seiner Frau wissen.<br />
„Da habe ich nichts gefunden, aber du kannst gerne auch nachsehen…“<br />
„Ich hab’s: Mein Hemd! Da muss es sein!“, startet der Professor einen erneuten Versuch. Ich habe das Rezept in die Brusttasche gesteckt.&#8220; Seine Augen leuchten regelrecht vor Freude, dass die Erinnerung zurückgekehrt und des Rätsels Lösung gefunden ist.<br />
„Das hängt im Hauswirtschaftsraum“, meint Frau Konfusi und läuft hin. Sie greift in die Tasche und zieht etwas heraus, das sie ihrem Gatten zeigt.<br />
„Damit bekommen wir auf jeden Fall keine Medikamente“, sagt sie und zuckt mit den Achseln.<br />
Am nächsten Morgen steht Professor Konfusi erneut in der Arztpraxis.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Waschmaschine!“, ruft er dem Arzt zu, der ihn fragend anschaut, weil der ältere Herr schon wieder an der Anmeldung steht.<br />
„Meine Frau hat das Hemd gewaschen und jetzt sind von dem Rezept nur noch ein paar Papierkrümelchen übrig. Könnten Sie mir bitte ein neues Rezept ausstellen?!“<br />
Stolz überreicht er am Abend seiner Frau das Rezept, kratzt sich jedoch verlegen am Kopf, als diese lachend fragt:<br />
„Und wo sind nun die Medikamente?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/aerger-mit-dem-verflixten-kleinen-ding/">Ärger mit dem verflixten kleinen Ding</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/taenzchen-gefaellig/">Tänzchen gefällig?</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wo-die-liebe-hinfaellt/">Wo die Liebe hinfällt …</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Ein Hoch auf…</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/ein-hoch-auf/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/ein-hoch-auf/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2020 20:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos]]></category>
		<category><![CDATA[dabbisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hoch]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[Sekt]]></category>
		<category><![CDATA[spontan]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Toast]]></category>
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					<description><![CDATA[Professor Konfusi hatte Geburtstag. Alle Bewohner der alten Villa waren eingeladen, haben ihm einen Gutschein für einen Theaterbesuch mit seiner Gattin geschenkt und haben mit dem älteren Ehepaar gemeinsam gefeiert. Heute ist es dann soweit. Herr und Frau Konfusi haben sich chic angezogen und stehen jetzt im Foyer des wunderschönen Jugendstiltheaters.  Da es draußen tüchtig stürmt und der Wind auch noch Kälte mit sich bringt, haben sie sich wie alle anderen Theaterbesucher in warme Mäntel und Schals gehüllt.   „Ach herje, ist das eine lange Schlange an der Garderobe“, sagt Frau Konfusi nach der Theatervorstellung. „Lass uns doch noch ein Gläschen Sekt trinken, danach ist der größte Andrang bestimmt vorüber.“ Während sich der Professor auf den Weg zur Bar macht, um das prickelnde Getränk zu besorgen, gesellt sich seine Gattin zu ein paar Frauen, die sie flüchtig kennt. Diese hatten den gleichen Gedanken und warten nun im Theaterfoyer auf ihre Männer und den Sekt.  So steht man anschließend in lockerer Runde zusammen, diskutiert über die Aufführung und stößt auf den gelungenen Abend an.  „Wir sollten &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Konfusi hatte Geburtstag. Alle Bewohner der alten Villa waren eingeladen, haben ihm einen Gutschein für einen Theaterbesuch mit seiner Gattin geschenkt und haben mit dem älteren Ehepaar gemeinsam gefeiert.</strong></p>
<p><span class="dropcap">H</span>eute ist es dann soweit. Herr und Frau Konfusi haben sich chic angezogen und stehen jetzt im Foyer des wunderschönen Jugendstiltheaters.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Da es draußen tüchtig stürmt und der Wind auch noch Kälte mit sich bringt, haben sie sich wie alle anderen Theaterbesucher in warme Mäntel und Schals gehüllt. <span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ach herje, ist das eine lange Schlange an der Garderobe“, sagt Frau Konfusi nach der Theatervorstellung. „Lass uns doch noch ein Gläschen Sekt trinken, danach ist der größte Andrang bestimmt vorüber.“<br />
Während sich der Professor auf den Weg zur Bar macht, um das prickelnde Getränk zu besorgen, gesellt sich seine Gattin zu ein paar Frauen, die sie flüchtig kennt. Diese hatten den gleichen Gedanken und warten nun im Theaterfoyer auf ihre Männer und den Sekt.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
So steht man anschließend in lockerer Runde zusammen, diskutiert über die Aufführung und stößt auf den gelungenen Abend an.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Wir sollten aber nicht nur auf die Schauspieler anstoßen!“, meint Professor Konfusi und blickt in die verständnislosen Gesichter. &#8222;Ich möchte noch auf eine andere Person einen Toast aussprechen.&#8220;<br />
Auch seine Frau schaut ihn fragend an, runzelt die Stirn und folgt seinem Blick zur Garderobe, wo sie allerdings kein bekanntes Gesicht entdeckt. Alle Personen sind ihr mit dem Rücken zugewandt.<br />
„Wie darf man das verstehen?“, fragt sie ihren Gatten.<br />
„Ach, meine Liebe, ich möchte jemand würdigen, der gerne übersehen wird!“ Mit diesen Worten hebt er sein Glas. Erst<span class="Apple-converted-space">  </span>jetzt merkt er, dass niemand so recht versteht, worum es ihm geht und ihn möglicherweise alle momentan für ein bisschen verwirrt halten. So herrscht nun eine betretene Stille in dem kleinen Kreise, die durch Frau Konfusis Aufforderung unterbrochen wird:<br />
„Würdest du uns das bitte näher erklären?!“, fragt sie und man merkt ihr sichtlich das Interesse an. <span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Das ist eine etwas längere Geschichte“, grinst nun der Professor und alle richten ihre Blicke gespannt auf ihn.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Neulich war ich auf einem Kongress. Alle Teilnehmer trugen bei der Ankunft dicke schwarze Jacken oder Mäntel über ihren Anzügen. Es standen auch genügend Garderobenständer im Vorraum bereit. So hängte jeder seine wärmende Wetterbekleidung dort auf. Ich ebenfalls.“<br />
„Kann es sein, dass du hinterher ein Problem hattest“, erkundigt sich Frau Konfusi, die langsam etwas zu ahnen beginnt.<br />
„Nicht nur ich!“, betont ihr Gatte. „Keiner hatte darauf geachtet, an welchen Gaderobenständer er seine Jacke oder den Mantel gehängt hatte. Sie hingen<span class="Apple-converted-space"> </span>total voll, mehrere Bekleidungsstücke übereinander und ein Mantel sah aus wie der andere.“<br />
„Lass mich raten“, versucht seine Frau das Geschehen zu rekonstruieren. „Du hast den falschen Mantel erwischt.“<br />
„Ich habe bestimmt drei Versuche gestartet. Sie sahen alle so aus wie mein Mantel, waren aber entweder zu klein, zu groß oder der in der Tasche befindliche Inhalt gehörte nicht mir und somit der Mantel auch nicht.“<br />
„Und wie haben Sie ihn letztendlich gefunden?“, will einer der Umstehenden wissen.<br />
„Indem plötzlich jemand vor mir stand, der dasselbe Problem hatte wie ich. Und dieser Jemand trug meinen Mantel, der ihm sichtlich zu klein war. Ich glaubte ihn an den Knöpfen zu erkennen. Wir tauschten die Mäntel und siehe da, es war tatsächlich der Meinige. Der andere Herr musste allerdings noch einige Zeit weitersuchen.“<br />
Für seine Erzählung erntet Professor Konfusi Gelächter, doch er kann herzlich mitlachen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Damit ist die Geschichte aber noch nicht zu Ende“, grinst er schelmisch in die Runde. „Bei der Manteltaschenkontrolle zog ich tatsächlich meinen Autoschlüssel heraus, allerdings fiel auch noch etwas anderes von mir unbemerkt auf den Boden.“<br />
„ ‚<i>Dabbischkeit verlass mich nicht‘</i>, würde der Hesse jetzt sagen“, wirft ein Herr ein.<br />
„Wie auch immer&#8230;“, will Professor Konfusi fortfahren.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Was war es denn?“, fragen plötzlich alle neugierig wie aus einem Munde.<br />
„Langsam, langsam!“, mahnt der Professor seine Zuhörer. „Auf einmal trat ein Mann an mich heran, der zuvor hinter mir gestanden hatte und reichte mir eine Visitenkarte.&#8220;<br />
&#8222;Was denn auch sonst. Auf Kongressen reicht man sich immer Visitenkarten&#8220;, erklärt Frau Konfusi.<br />
&#8222;Ich wollte ihm ebenfalls meine Visitenkarte geben&#8220;, fährt ihr Gemahl unbeirrt fort. &#8222;Doch das war gar nicht nötig, denn ich erkannte plötzlich, dass er mir meine eigene gegeben hatte, die mir zuvor aus der Tasche gefallen und von ihm aufgehoben worden war.“<br />
Wieder erntet Professor Konfusi Gelächter für seine Erzählung.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Soweit zur Dabbischkeit“, meint Frau Konfusi. „Aber du hast mit deiner Geschichte vom eigentlichen Thema abgelenkt. Wolltest du nicht auf jemand anstoßen?“<br />
„Nein!“, widerspricht der Professor. &#8222;Und: Ja!&#8220;<br />
&#8222;Was denn jetzt?&#8220;, erkundigt sich der Hesse. &#8222;Nein oder Ja?&#8220;<br />
&#8222;Nein, ich habe nicht vom Thema abgelenkt. Ja, ich will auf eine besondere Person anstoßen.&#8220;<br />
Abermals erhebt Professor Konfusi sein Sektglas und sagt mit feierlicher Stimme:<br />
&#8222;Ich bin das lebende Beispiel dafür, welches Chaos hier herrschen würde, wenn es nicht diese liebenswürdige und hilfreiche Person geben würde.&#8220;<br />
Er wendet sich in Richtung Gedarobe und spricht weiter:<br />
&#8222;Ich erhebe nun mein Glas und spreche einen Toast auf die Gaderobiere aus ohne die wir alle ziemlich hilflos wären!“<br />
Spontan tun es ihm alle gleich.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Empfehlung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2019 12:03:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Adlerauge]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Kiosk]]></category>
		<category><![CDATA[Mülleimer]]></category>
		<category><![CDATA[Taverne]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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					<description><![CDATA[Professor Konfusi ist mit seiner Gemahlin auf Reisen. Sie haben sich für eine Sonneninsel entschieden, auf der sie zwei Wochen verweilen möchten. Allerdings gehören die Beiden nicht zu denjenigen Sonnenanbetern, die sich stundenlang am Strand von einer Seite zur anderen wälzen und einzig auf ihre Urlaubsbräune bedacht sind.  Sie wollen Land und Leute kennenlernen, denn…  „Deshalb reist man ja wohl in ferne Länder“, wie der ältere Herr betont. „Ich brauche die Bräune nicht, um allen Bekannten zu demonstrieren, dass der Urlaub schön war.“ Ja, Land und Leute lernen sie kennen, denn das sind meist die wahren und einprägsamsten Urlaubserlebnisse, wie ihnen auch der heutige Tag wieder beweist. Mit ihrem Mietwagen düsen sie über die Insel, halten hier mal an und kehren dort mal ein. So kommen sie auf einer zwar abgelegenen, aber gut ausgebauten Straße an einem einsamen kleinen Kiosk vorbei. „Lass uns dort doch anhalten“, schlägt Frau Konfusi vor. „Ist das nicht der Stand, an dem wir letztes Jahr auch schon angehalten haben?“ „Richtig!“, bestätigt ihr Gemahl. „Dort gab es leckeren Wein zu kaufen.“ &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Konfusi ist mit seiner Gemahlin auf Reisen. Sie haben sich für eine Sonneninsel entschieden, auf der sie zwei Wochen verweilen möchten. Allerdings gehören die Beiden nicht zu denjenigen Sonnenanbetern, die sich stundenlang am Strand von einer Seite zur anderen wälzen und einzig auf ihre Urlaubsbräune bedacht sind.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong><br />
Sie wollen Land und Leute kennenlernen, denn…<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Deshalb reist man ja wohl in ferne Länder“, wie der ältere Herr betont. „Ich brauche die Bräune nicht, um allen Bekannten zu demonstrieren, dass der Urlaub schön war.“<br />
Ja, Land und Leute lernen sie kennen, denn das sind meist die wahren und einprägsamsten Urlaubserlebnisse, wie ihnen auch der heutige Tag wieder beweist.<br />
Mit ihrem Mietwagen düsen sie über die Insel, halten hier mal an und kehren dort mal ein. So kommen sie auf einer zwar abgelegenen, aber gut ausgebauten Straße an einem einsamen kleinen Kiosk vorbei.<br />
„Lass uns dort doch anhalten“, schlägt Frau Konfusi vor. „Ist das nicht der Stand, an dem wir letztes Jahr auch schon angehalten haben?“<br />
„Richtig!“, bestätigt ihr Gemahl. „Dort gab es leckeren Wein zu kaufen.“<br />
Schon setzt er den Blinker nach rechts und fährt auf den steinigen Parkplatz. Tatsächlich steht derselbe Opa in dem Kiosk, mit dem sie im Jahr zuvor schon so nett geplaudert und dem sie natürlich auch gleich drei Flaschen Wein abgekauft hatten.<br />
Sichtlich erfreut begrüßt dieser die beiden Reisenden und auf Frau Konfusis Geständnis, vor ungefähr 12 Monaten schon einmal da gewesen zu sein, lächelt er freundlich und umarmt sie herzlich.<br />
„Yes, yes, I remember!!!“, lächelt er. „Ich erinnere!“<br />
Frau Konfusi schmunzelt und zwinkert ihm zu. „Ob das so stimmt?“, fragt sie sich insgeheim, aber sie hatten sich damals lange und ausgiebig mit ihm unterhalten. Sie will es ihm einfach mal glauben, so freundlich und nett, wie er ist.<br />
So wird geplaudert, Wein und Honig gekostet und selbstverständlich auch etwas gekauft. Es dauert nicht lange, da rollt ein anderes Auto mit einem Pärchen an. Ebenfalls Urlauber, ebenfalls aus Deutschland. Man kommt ins Gespräch und lässt sich rund um den Tisch nieder, der neben dem Verkaufsstand steht. Kaffee wird vom Kioskbesitzer schnell auf traditionelle Art und mit einem Bunsenbrenner zubereitet.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Das nächste Dorf, ist mein Dorf“, gibt er zu verstehen. „Kleines Dorf, aber hat zwei Tavernen.“<br />
„Lass uns mal hinfahren“, meint Frau Konfusi. „Wir wollten doch sowieso in einer Taverne eine Kleinigkeit essen und Durst habe ich auch.“<br />
Mit den anderen Urlaubern verabreden sich die beiden älteren Herrschaften in einem anderen Dorf, wo es noch einen richtigen Schuhmacher gibt, der wunderschöne Schuhe selbst fertigt und sie für einen günstigen Preis verkauft. <span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Welche Frau könnte da widerstehen?“, fragt sie lächelnd in die Runde.<br />
Bevor alle sich verabschieden macht der Kioskbeitzer noch ein paar Fotos, die seine Tochter nach Saisonende ins Internet stellt. Außerdem gibt er noch eine Empfehlung ab.<br />
„Nicht die erste Taverne, &#8211; ist nicht so gut. Aber die Zweite! Nicht vergessen, zur zweiten Taverne in meinem Dorf!“<br />
So machen sich Herr und Frau Konfusi auf den Weg. Nach ungefähr einer knappen Viertelstunde erreichen sie das Dorf. Man erkennt sofort, dass es kein reiches, aber landestypisches Dorf ist.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Schau mal!“, ruft Frau Konfusi aus. Die Oma dort drüben in der Taverne.“<br />
Tatsächlich steht auf den Stufen eine ältere Frau, die mit ihrem Wischmop in der Luft herum wedelt, um dem Ehepaar Konfusi zu signalisieren, das Auto am Straßenrand zu parken und in ihre Taverne einzukehren.<br />
„Bestimmt ist das die Frau des Kioskbesitzers. Ich kann mir denken, dass er ihr über sein Handy schon Bescheid gesagt hat, dass wir kommen“, überlegt sie laut.<br />
„Na gut. Ich habe allerdings nicht darauf geachtet, ob es tatsächlich die zweite Taverne ist“, gibt Professor Konfusi zu bedenken.<br />
„Ich glaube, da vorne war schon irgendeine Möglichkeit zum Einkehren“, erwidert seine Gattin.<br />
Kurz und gut, die Beiden steigen die Stufen zur Taverne hoch und lassen sich auf den einfachen Stühlen nieder. Etwas verwundert stellen sie fest, dass sie die einzigen Gäste sind und kommen ein bisschen ins Zweifeln, ob sie hier richtig sind. Aber jetzt wieder gehen, wollen sie auch nicht. Die Frau ist sehr nett, spricht ein paar Brocken Deutsch und erzählt, dass sie einst für fast drei Jahre in Deutschland gearbeitet hat.<br />
Sie bringt die Speisekarte und das Ehepaar Konfusi wählt Tsatsiki und Souvlaki. Geschwind macht sich die Besitzerin der Taverne an die Zubereitung der Speisen. Irgendwie riecht es nach altem Fett, was nicht gerade die beste Empfehlung ist. Die beiden älteren Herrschaften werden nun noch skeptischer und bezweifeln abermals, dass es die empfohlene Taverne ist. Doch für eine Flucht ist es nun zu spät. Da müssen sie wohl oder übel durch.<br />
Während das Tsatsiki in Ordnung ist, wie Professor Konfusi sich vorsichtig ausdrückt, bemerkt seine Frau schon beim ersten Happen, dass ihr Souvlaki ziemlich versalzen ist. Die Pommes triefen außerdem vor Fett.<br />
„Nein, das kann ich nicht essen!“, flüstert sie ihrem Mann zu.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Sie müssen sich im Flüsterton unterhalten, denn die Besitzerin hat sich an einen der gegenüberliegenden Tische gesetzt und behält die beiden einzigen Gäste fest im Auge. Ihr entgeht nichts.<br />
„Was machen wir jetzt?“<br />
Bevor Professor Konfusi antworten kann, steht die Besitzerin auf und kommt an den Tisch.<br />
„Die Kartoffeln sind aus meinem eigenen Garten. Sehr gut!“, gibt sie zu verstehen und wacht darüber, dass sich Frau Konfusi eine Kostprobe in den Mund steckt.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Zum Glück geht sie danach wieder an ihren angestammten Platz zurück, aber beobachtet die Gäste auch weiterhin mit Adlersaugen.<br />
„Warte mal!“, flüstert Professor Konfusi seiner Angetrauten zu, steht auf und marschiert in Richtung Auto.<br />
Frau Konfusi nimmt einen tüchtigen Schluck aus dem Wasserglas, um Salz und Fett hinunterzuspülen. Es dauert nicht<span class="Apple-converted-space">  </span>lange, da kehrt ihr Mann mit einem Plastikbeutel in der Hand zurück. Seine Gemahlin kann sich denken, was er vor hat, allerdings wird es unter dem wachen Auge der Tavernenbesitzerin nur schwer möglich sein.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Glücklicherweise gibt diese ihren Wachposten kurzzeitig auf und verschwindet für einen winzigen Moment im Inneren der Taverne. Das ist die Gelegenheit, die Professor Konfusi auch sofort nutzt.<br />
Als die Inhaberin wieder auf die Terrasse tritt, sind die Teller der Beiden leer und sie bitten um die Rechnung. Mit freundlichen, aber unverfänglichen Worten zahlen sie und verabschieden sich. Als sie die Stufen hinuntersteigen und zum Auto marschieren, schwengt Professor Konfusi siegessicher die Tüte in seiner Hand.<br />
„Jetzt brauchen wir nur noch einen Mülleimer“, meint er.<br />
Als sie dann um den Beutel erleichtert in das Auto steigen und durch das Dorf fahren, entdecken sie doch tatsächlich ungefähr hundert Meter weiter eine nette und ansprechende Taverne. Doch jetzt ist ihnen der Appetit vergangen.<br />
„Das war wohl nicht seine Frau und auch nicht die richtige Taverne! “, sagt Frau Konfusi resigniert. „Was man so alles erlebt.“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Beide müssen nach diesem überstandenen Urlaubserlebnis nun tüchtig lachen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Problemlösung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Aug 2019 23:06:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[E-mail]]></category>
		<category><![CDATA[Laptop]]></category>
		<category><![CDATA[Nadel]]></category>
		<category><![CDATA[Not]]></category>
		<category><![CDATA[Problem]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibtisch]]></category>
		<category><![CDATA[Überraschung]]></category>
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					<description><![CDATA[Professor Konfusi freut sich auf ein schönes gemütliches Wochenende mit seiner Frau. Sie haben einen kleinen Ausflug geplant und im Grunde genommen ist alles vorbereitet.  Er will nur eben mal schnell am Freitagabend noch seine E-mails abrufen und beantworten. Es wäre auch ruckzuck erledigt, aber manchmal gibt es Probleme, die eigentlich keine sind. Zumindest, wenn man sich zu helfen weiß.  „Sei mir nicht böse, aber ich habe noch ein Stündchen in meinem Arbeitszimmer zu tun, dann habe ich aber das ganze Wochenende nur Zeit für dich!“, sagt er zu seiner Frau. „Das ist gar nicht schlimm“, erklärt sie ihm. „Ich will sowieso noch in mein Nähzimmer, um mir meine neue Hose zu kürzen. Dann kann ich sie nämlich morgen anziehen.“ „Das passt doch perfekt“, denkt Professor Konfusi und schließt die Tür, damit er durch das Surren der Nähmaschine nicht gestört wird. So vertieft sich jeder in seine Arbeit und seine Gedanken. Der ältere Herr klappt seinen Laptop auf und arbeitet sich durch die E-mails. Doch nach ungefähr der Hälfte, überfällt ihn ein plötzliches Bedürfnis … &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Konfusi freut sich auf ein schönes gemütliches Wochenende mit seiner Frau. Sie haben einen kleinen Ausflug geplant und im Grunde genommen ist alles vorbereitet.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>r will nur eben mal schnell am Freitagabend noch seine E-mails abrufen und beantworten. Es wäre auch ruckzuck erledigt, aber manchmal gibt es Probleme, die eigentlich keine sind. Zumindest, wenn man sich zu helfen weiß.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Sei mir nicht böse, aber ich habe noch ein Stündchen in meinem Arbeitszimmer zu tun, dann habe ich aber das ganze Wochenende nur Zeit für dich!“, sagt er zu seiner Frau.</p>
<p>„Das ist gar nicht schlimm“, erklärt sie ihm. „Ich will sowieso noch in mein Nähzimmer, um mir meine neue Hose zu kürzen. Dann kann ich sie nämlich morgen anziehen.“</p>
<p>„Das passt doch perfekt“, denkt Professor Konfusi und schließt die Tür, damit er durch das Surren der Nähmaschine nicht gestört wird. So vertieft sich jeder in seine Arbeit und seine Gedanken. Der ältere Herr klappt seinen Laptop auf und arbeitet sich durch die E-mails. Doch nach ungefähr der Hälfte, überfällt ihn ein plötzliches Bedürfnis …</p>
<p>Auch Frau Konfusi holt ihre Arbeitsutensilien hervor und beginnt ihre Näharbeit. Gerade als sie das erste Hosenbein gekürzt hat, klingelt das Telefon im Flur. Sie weiß, dass gleichzeitig auch der Apparat im Arbeitszimmer ihres Mannes klingelt. Er steht direkt auf dessem Schreibtisch. Somit macht Frau Konfusi keinerlei Anstalten ihre Arbeit niederzulegen. Allerdings klingelt das Telefon einfach weiter.</p>
<p>„Wieso hebt er denn nicht ab?“, fragt sie sich insgeheim.</p>
<p>Nach dem vierten Klingelton, legt sie Nadel und Faden zur Seite und öffnet die Zimmertür.</p>
<p>„Geh’ doch bitte mal ran!“, ruft sie in den Flur hinaus, doch das Telefon klingelt unbeirrt zum wiederholten Male.</p>
<p>„Das darf doch nicht wahr sein!“, schimpft sie leicht verärgert in sich hinein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Schnellen Schrittes marschiert sie in Richtung Telefon, das sie allerdings erst erreicht, als das Klingeln verstummt. So schreitet sie weiter zum Arbeitszimmer ihres Mannes und öffnet die Tür.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Kannst du mir sagen, wieso …?“</p>
<p>Mitten im Satz stockt sie, denn sie muss erkennen, dass der Platz hinter dem Schreibtisch leer ist. Ihr Gatte befindet sich gar nicht in diesem Zimmer.</p>
<p>„Seltsam!“, wundert sie sich, als sie bemerkt, dass der Anrufbeantworter blinkt. Jetzt siegt ihre Neugier und sie drückt den Knopf zum Anzeigen der Nummer des Anrufers.</p>
<p>„Unbekannt“, überlegt sie. „Wer könnte das wohl gewesen sein? Um diese Uhrzeit ruft doch eigentlich niemand mehr an. &#8211; Es sei denn, es ist ein Notfall!“</p>
<p>Der Schreck fährt ihr in die Glieder und mit leicht zittrigen Händen drückt sie den Knopf zum Abhören der gesprochenen Nachricht.</p>
<p>„Jetzt weiß ich auch, wie man mit dem Laptop über Skype anruft“, erklingt eine männliche Stimme. Eine ihr wohlbekannte Stimme.</p>
<p>Frau Konfusi bleibt keine Zeit sich zu wundern, denn der Anrufer spricht in einem freundlichen Ton weiter.</p>
<p>„Meine Liebe, verzeih mir bitte, dass ich dich in deiner Arbeit unterbreche, aber es ist dringend.“</p>
<p>Frau Konfusi wird bewusst, dass es sich tatsächlich um einen Notfall handelt und so lauscht sie weiterhin gebannt der Stimme.</p>
<p>„Ich bin auf der Toilette und hier gibt es kein Toilettenpapier. Könntest du mir bitte welches bringen?!“</p>
<p>Mit schallendem Gelächter holt Frau Konfusi aus dem Vorratsschrank das Gewünschte und errettet ihren Gatten, der immer wieder für eine Überraschung gut ist, aus einer echten Notlage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Hallo, Hallo!!!</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/hallo-hallo/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2019 08:26:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bestellung]]></category>
		<category><![CDATA[Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[hallo]]></category>
		<category><![CDATA[Herr]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Termin]]></category>
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					<description><![CDATA[Professor Konfusi hat heute viel zu tun und ist den ganzen Tag außer Haus. Auch seine Frau ist unterwegs. Sie ist am Nachmittag mit zwei Freundinnen zum Einkaufsbummel verabredet. Da Professor Konfusi trotz des strammen Terminplans nicht auf das gemeinsame Mittagessen mit seiner Frau verzichten möchte, haben sich die Beiden einen Treffpunkt um die Mittagszeit ausgemacht. So ist eine Bäckerei mit einem gemütlichen Café ihr gemeinsamer Anlaufpunkt. „Ich habe ungefähr zwei Stunden Zeit, bevor mein nächster Termin beginnt“, sagt er zu seiner Gemahlin, als sie aufeinandertreffen. „Schön, dass es geklappt hat, so kannst du wenigstens ein Weilchen verschnaufen“, lächelt sie ihn an. Sie studieren die kleine Speisekarte des Cafés und entscheiden sich für jeweils ein Omelett mit Schinken und Käse und einen Durstlöscher. Als Nachtisch teilen sie sich ein Stückchen Kuchen. Es soll ja nicht zu üppig sein und ein bisschen wollen sie auch auf die Kalorien achten. Dazu gehört natürlich noch je eine Tasse Kaffee zum Abschluss. Kurz nachdem sie ihre Bestellung aufgegeben haben, vibriert es in der Tasche von Frau Konfusi. Da sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Konfusi hat heute viel zu tun und ist den ganzen Tag außer Haus. Auch seine Frau ist unterwegs. Sie ist am Nachmittag mit zwei Freundinnen zum Einkaufsbummel verabredet. Da Professor Konfusi trotz des strammen Terminplans nicht auf das gemeinsame Mittagessen mit seiner Frau verzichten möchte, haben sich die Beiden einen Treffpunkt um die Mittagszeit ausgemacht. So ist eine Bäckerei mit einem gemütlichen Café ihr gemeinsamer Anlaufpunkt.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„I</span>ch habe ungefähr zwei Stunden Zeit, bevor mein nächster Termin beginnt“, sagt er zu seiner Gemahlin, als sie aufeinandertreffen.<br />
„Schön, dass es geklappt hat, so kannst du wenigstens ein Weilchen verschnaufen“, lächelt sie ihn an.<br />
Sie studieren die kleine Speisekarte des Cafés und entscheiden sich für jeweils ein Omelett mit Schinken und Käse und einen Durstlöscher. Als Nachtisch teilen sie sich ein Stückchen Kuchen. Es soll ja nicht zu üppig sein und ein bisschen wollen sie auch auf die Kalorien achten. Dazu gehört natürlich noch je eine Tasse Kaffee zum Abschluss.<br />
Kurz nachdem sie ihre Bestellung aufgegeben haben, vibriert es in der Tasche von Frau Konfusi. Da sich ihr Gatte gerade auf der Toilette befindet und das Essen noch nicht serviert wurde, beschließt sie den Anruf anzunehmen.<br />
„Hallo, hallo!“, ruft sie in das Handy, als sie dieses endlich in ihrer<span class="Apple-converted-space">  </span>Handtasche gefunden hat.<br />
Leider meldet sich niemand, denn der Teilnehmer am anderen Ende hat aufgelegt, da er nach mehrmaligen erfolglosem Klingeln aufgegeben hat.<br />
„Kennst du diese Nummer?“, fragt Frau Konfusi ihren Mann, als dieser wieder zum Tisch zurückkommt. „Ich war leider zu spät, um den Anruf entgegen zu nehmen.“<br />
„Nein“, meint er, „die Nummer sagt mir jetzt nichts! Ruf doch einfach zurück, dann weißt du wer es war.“<br />
Gesagt, getan.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Oh!“, sagt sie ein paar Sekunden später überrascht zu dem Angerufenen. „Wir hatten heute einen Termin? Das kann doch gar nicht sein. In meinem Terminkalender stand gar keine Notiz.“<br />
Nachdem ihr am anderen Ende noch einmal versichert wurde, dass es sich um keinen Irrtum handelt, entschuldigt sie sich:<br />
„Es tut mir sehr leid, aber das passt jetzt gar nicht. Könnten Sie bitte den Termin für mich streichen?“<br />
„Wer war das?“, erkundigt sich ihr Mann, der inzwischen seinen Teller schon fast geleert hat.<br />
„Angeblich hätte ich in ein paar Minuten einen Termin zur Maniküre und zur Pediküre, obwohl ich mich nicht daran erinnern kann und ehrlich gesagt,  jetzt auch weder Lust noch Zeit habe“, erklärt Frau Konfusi.<br />
„Ich könnte den Termin doch für dich übernehmen. Erstens bin ich mit dem Essen schon fertig, &#8211; den Kuchen schaffst du auch alleine, den Kaffee nehme ich mit &#8211;  und zweitens könnte ich mir eine Pediküre vor meinem nächsten Termin gerade noch gönnen“, beschließt ihr Gemahl und drückt erst auf die Anrufliste und dann auf eine Nummer.<br />
Er reicht seiner Frau das Handy, damit sie den gestrichenen Termin doch noch für ihn retten kann.<br />
„Hallo!“, meldet sich auch sogleich eine leise Frauenstimme.<br />
„Scheinbar hat sie auf Lautsprecher gestellt, weil sie in einer laufenden Behandlung ist“ begründet sich Frau Konfusi in Gedanken dieses leise und zurückhaltende Stimmchen der Gesprächsteilnehmerin.<br />
„Ich habe doch gerade den Termin bei Ihnen abgesagt….“<br />
„Wie?“<br />
„…mein Mann würde allerdings den Termin übernehmen wollen…“<br />
„Wer sind Sie?“<br />
„Frau Konfusi!&#8220;<br />
&#8222;Ja?&#8220;<br />
&#8222;Wir hatten doch gerade miteinander telefoniert!“<br />
„Was? Wie? Was wollen Sie?“<br />
Frau Konfusi ist sichtlich verwundert über die Fragen ihrer Gesprächspartnerin. Sollte diese etwa wegen der Terminabsage verärgert sein? Nach einer kurzen Stille vernimmt sie plötzlich eine Männerstimme aus dem Handy.<br />
„Wer sind Sie?&#8220;<br />
&#8222;Wie ich schon sagte, ich bin &#8230;&#8220;<br />
&#8222;Wen wollen Sie sprechen?“<br />
&#8222;Die Fußpflegerin!&#8220;<br />
&#8222;Wen?&#8220;<br />
„Oh, Entschuldigung!“, flüstert Frau Konfusi ins Telefon, denn ihr ist inzwischen ein Licht aufgegangen und so fügt sie schnell hinzu: „Ich glaube, ich habe mich verwählt.“<br />
„Sag mal?!“, erkundigt sie sich bei ihrer besseren Hälfte, „welche Nummer hast du denn gewählt?“<br />
„Wieso? Wer war denn dran?“<br />
„Frau Konfusi zuckt die Schultern. „Zuerst eine sehr leise Frau und dann ein älterer Herr, &#8211; der Stimme nach zu urteilen“, erklärt sie.<br />
„Zeig doch mal her! Ich glaube, ich habe da so eine Ahnung.“<br />
Professor Konfusi nimmt das Handy, schaut auf das Display und drückt die zuletzt gewählte Nummer.<br />
„Ach Sie sind es, Herr Mettemann!*“, begrüßt er den Herrn. „Hier ist Konfusi. Wir hatten doch gestern Abend telefoniert und ich glaube, Sie haben gerade eben mit meiner Frau gesprochen, die eigentlich mit ihrer Fußpflegerin reden wollte… Entschuldigen Sie bitte!&#8230;“<br />
„Wie? Du kennst den Herrn?“, will nun Frau Konfusi wissen und ist nun vollends verwirrt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/eiskalt/">Eiskalt</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/aerger-mit-dem-verflixten-kleinen-ding/">Ärger mit dem verflixten kleinen Ding</a></p>
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<p>*Der Name ist frei erfunden und hat keinen Bezug zu lebenden oder verstorbenen Personen.</p>
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		<title>Das bisschen Haushalt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jan 2019 22:25:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Abstellkammer]]></category>
		<category><![CDATA[Fenster]]></category>
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					<description><![CDATA[Frau Konfusi hat entsetzt ihren Blick auf das Küchenfenster gerichtet. Die Sonne scheint in den Raum. Das ist eigentlich eine recht erfreuliche Sache, denn jetzt in der Winterzeit ist es draußen eher kalt und trüb. Heute jedoch zeigt sich der Himmel in seinem schönsten Blau und zu allem Überfluss lacht auch noch die Sonne. Sie steht allerdings zu dieser Tageszeit schon recht tief und wirft ihre Strahlen zum Fenster hinein. Das hat zur Folge, dass Frau Konfusi klitzekleine Staubpartikelchen in der Luft schweben sieht und auch bemerkt, dass ihre Scheiben dringend einer Reinigung bedürfen. Allerdings sollte das Fensterputzen bei Minus 5 Grad weder angenehm noch besonders vorteilhaft sein. Zumindest von außen. „Ich könnte aber wenigstens die Scheiben auf der Innenseite putzen“, überlegt sie sich, denn gerade ergreift sie ein unwiderstehlicher Putzzwang. „Und die Vorhänge würden sich auch freuen, wenn sie mal wieder in der Waschmaschine ein paar Runden schwimmen dürften.“ Sofort marschiert sie in den Abstellraum, ergreift sich einen Eimer, einen Lappen und das Fensterleder. Wieder in der Küche angekommen, stellt sie erst einmal das &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frau Konfusi hat entsetzt ihren Blick auf das Küchenfenster gerichtet. Die Sonne scheint in den Raum. Das ist eigentlich eine recht erfreuliche Sache, denn jetzt in der Winterzeit ist es draußen eher kalt und trüb. Heute jedoch zeigt sich der Himmel in seinem schönsten Blau und zu allem Überfluss lacht auch noch die Sonne. Sie steht allerdings zu dieser Tageszeit schon recht tief und wirft ihre Strahlen zum Fenster hinein.</strong><br />
<span class="dropcap">D</span>as hat zur Folge, dass Frau Konfusi klitzekleine Staubpartikelchen in der Luft schweben sieht und auch bemerkt, dass ihre Scheiben dringend einer Reinigung bedürfen. Allerdings sollte das Fensterputzen bei Minus 5 Grad weder angenehm noch besonders vorteilhaft sein. Zumindest von außen.<br />
„Ich könnte aber wenigstens die Scheiben auf der Innenseite putzen“, überlegt sie sich, denn gerade ergreift sie ein unwiderstehlicher Putzzwang. „Und die Vorhänge würden sich auch freuen, wenn sie mal wieder in der Waschmaschine ein paar Runden schwimmen dürften.“<br />
Sofort marschiert sie in den Abstellraum, ergreift sich einen Eimer, einen Lappen und das Fensterleder. Wieder in der Küche angekommen, stellt sie erst einmal das Radio an, denn mit Musik geht bekanntlich alles viel besser und leichter.<br />
Singend und voller Elan steigt sie auf einen Stuhl, den sie an das Küchenfenster gerückt hat. Sie muss sich allerdings tüchtig strecken, um an die Gardinenstange zu gelangen und die Gardinen abzuhängen.<br />
„Ich hole mir doch lieber mal die Leiter. Immerhin passieren die meisten Unfälle im Haushalt und auf Stühle sollte man nicht steigen. Sie könnten ja kippen“, denkt sie sich, klettert wieder herunter und läuft abermals in die Abstellkammer.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Jetzt ist es ein Kinderspiel die Gardinen abzuhängen“, sagt sie ein paar Augenblicke später zu sich selbst, als sie auf der Leiter steht.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Wie das nun mal so ist, im ungünstigsten Moment klingelt es. Heute ist es nicht der Postbote oder die Nachbarin vor der Haustür, sondern das Telefon kündigt einen Anruf an.<br />
„Kannst du bitte mal rangehen!“, bittet sie ihren Mann rufend, der im Arbeitszimmer einige Unterlagen sortiert. „Ich kann gerade nicht!“<br />
Beim vierten Klingeln hört sie ihren Gatten in die Diele kommen, wo der Apparat steht.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ja, Konfusi!?, meldet er sich freundlich und fragend zugleich.<br />
Einen kurzen Augenblick herrscht Stille und Frau Konfusi überlegt sich, wer wohl am anderen Ende der Leitung sein mag. Doch nun hört sie ihren Göttergatten sagen: „Da gebe ich Ihnen am Besten mal meine Frau!“<br />
Schon öffnet sich die Küchentür. Professor Konfusi hält immer noch den Hörer an sein Ohr und gibt dem Gesprächspartner zu verstehen: „Sekunde, &#8211; ich übergebe an meine Frau!“<br />
Mit diesen Worten reicht er seiner verdutzten Gattin den Hörer.<br />
„Ja, bitte?!<br />
„Schön, dass ich Sie erreiche.“<br />
„Aha!?“<br />
„Ich rufe im Auftrag eines Marktforschungsinstitutes an. Wir hätten da ein paar Fragen ….“<br />
„Das ist im Augenblick etwas ungünstig“, unterbricht Frau Konfusi kurzerhand.<br />
„Es dauert auch nur zwei, drei Minuten…“<br />
„Es ist wirklich äußerst ungünstig,…“<br />
„Ich verspreche Ihnen es dauert tatsächlich nicht lange.“<br />
„…ich stehe gerade auf einer Leiter“, vollendet Frau Konfusi ihren zuvor angefangenen Satz.<br />
„Oh, dann beenden wir doch besser das Gespräch!“, klingt es blitzschnell und fast ein wenig ängtlich aus dem Telefonhörer und augenblicklich vernimmt Frau Konfusi ein Tuten, das ihr das Beenden des Gespräches signalisiert.<br />
Sie reicht ihrem Gatten das Mobilteil zurück und fragt:<br />
„Wieso übergibst du mir immer diese Meinungsumfragen, &#8211; noch dazu, wenn ich auf der Leiter stehe. Ich habe gar nicht richtig hingehört. Was wollte er eigentlich?“<br />
„Ich glaube, es ging um eine Umfrage zur Unfallverhütung im Haushalt“, grinst Professor Konfusi und versucht sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, da ihm ein feuchter Putzlappen entgegenfliegt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Im Eifer des Gefechts</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jul 2018 20:26:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Anzug]]></category>
		<category><![CDATA[Eifer]]></category>
		<category><![CDATA[Gattin]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Hochzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Plastikfolie]]></category>
		<category><![CDATA[Störung]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute müssen Herr und Frau Konfusi getrennte Wege gehen. Nein, sie haben sich nicht gestritten, aber manchmal will es das Leben, dass man nicht alle Dinge in trauter Zweisamkeit machen kann. Sie würden gerne beide an der Feier eines befreundeten Ehepaares teilnehmen. Emil und Herta feiern heute ihre Goldene Hochzeit. Anlässlich dieser 50 gemeinsamen Jahre haben sie Freunde und Bekannte eingeladen.  Am frühen Nachmittag findet ein Gottesdienst zu Ehren des Ehepaares statt, in welchem sie nochmals ihr Jawort von einst wiederholen und bekräftigen möchten. Danach gibt es noch Kaffee und Kuchen in einem schmucken kleinen Café im Schlosspark. „Ich würde so gerne bei Euch sein, doch leider erhält genau zu dieser Zeit ein früherer Kollege die Ehrendoktorwürde und man hat mich gebeten die Laudatio zu halten“, hatte Professor Konfusi bei der Einladung durch das Jubelpaar erklärt. „Ich habe schon lange zugesagt.“ Zum Glück hatten die Freunde Verständnis für Professor Konfusi und schließlich beschlossen sie eine Art Kompromiss.  „Elisabeth, dann komm doch wenigstens du. Wir würden uns sehr freuen“, baten die beiden Freunde.  „Sonst würde uns &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute müssen Herr und Frau Konfusi getrennte Wege gehen. Nein, sie haben sich nicht gestritten, aber manchmal will es das Leben, dass man nicht alle Dinge in trauter Zweisamkeit machen kann. Sie würden gerne beide an der Feier eines befreundeten Ehepaares teilnehmen. Emil und Herta feiern heute ihre Goldene Hochzeit. Anlässlich dieser 50 gemeinsamen Jahre haben sie Freunde und Bekannte eingeladen.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong><br />
<span class="dropcap">A</span>m frühen Nachmittag findet ein Gottesdienst zu Ehren des Ehepaares statt, in welchem sie nochmals ihr Jawort von einst wiederholen und bekräftigen möchten. Danach gibt es noch Kaffee und Kuchen in einem schmucken kleinen Café im Schlosspark.<br />
„Ich würde so gerne bei Euch sein, doch leider erhält genau zu dieser Zeit ein früherer Kollege die Ehrendoktorwürde und man hat mich gebeten die Laudatio zu halten“, hatte Professor Konfusi bei der Einladung durch das Jubelpaar erklärt. „Ich habe schon lange zugesagt.“<br />
Zum Glück hatten die Freunde Verständnis für Professor Konfusi und schließlich beschlossen sie eine Art Kompromiss.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Elisabeth, dann komm doch wenigstens du. Wir würden uns sehr freuen“, baten die beiden Freunde.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Sonst würde uns etwas fehlen. Immerhin gehört ihr zu unserem Leben, seit Herta und ich uns kennen“, fügte Emil damals hinzu.<br />
Naja, und so haben Herr und Frau Konfusi beschlossen sich gewissermaßen aufzuteilen. Wenn möglich würde Herr Konfusi später noch dazu stoßen, aber das konnte er nicht versprechen.<br />
Alles ist bestens geplant für diesen Tag und trotzdem kommt schon am frühen Morgen etwas Unvorhergesehenes dazwischen. Das Telefon im Wohnzimmer des Ehepaares Konfusi klingelt um halb acht.<br />
„Guten Morgen, entschuldigen Sie bitte die frühe Störung“, krächzt eine weibliche Stimme in das Ohr von Elisabeth Konfusi.<br />
„Hier ist Marianne, ihre Friseurin. Ich bin leider ganz plötzlich erkrankt und muss ihren Frisörtermin für heute absagen. Ich liege mit 38 Grad Fieber im Bett.“<br />
Frau Konfusi weiß, dass niemand einspringen kann, denn der Frisörsalon „Lockenwickler“ ist nur ein „Einmannbetrieb“ oder besser gesagt ein „Einfraubetrieb“. Die Chefin ist Marianne und sie hat keine Angestellten.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ach, es ist ja lediglich eine Wasserwelle nötig und das kann ich auch selbst machen. Ich danke für ihre rechtzeitige Benachrichtigung und wünsche Ihnen eine schnelle Genesung. Machen Sie sich bitte keine Sorgen und kommen Sie bald wieder auf die Beine“, sagt Frau Konfusi aufmunternd.<br />
Sie wird sich ein bisschen sputen müssen, aber sie wird alles rechtzeitig schaffen, dessen ist sich die ältere Dame sicher. Nur die Sache mit der Reinigung kann sie nicht mehr erledigen. Auf dem Rückweg vom Frisör wollte sie nämlich den dunklen Anzug ihres Mannes abholen.<br />
„Darum kümmere ich mich“ verspricht sofort ihr Gatte. „Mach du dich nur hübsch, damit du rechtzeitig fertig bist, wenn Emil und Herta dich auf dem Weg zur Kirche abholen.“<br />
Nach dem gemeinsamen Frühstück, das seltsamerweise auch länger als sonst gedauert hat, fährt Herr Konfusi in die Stadt, um seinen Anzug abzuholen. In der Zwischenzeit springt seine Elisa, wie er seine Frau liebevoll nennt, unter die Dusche. In aller Ruhe dreht sie sich hinterher die Haare auf Lockenwickler, setzt sich unter die Trockenhaube und zieht anschließend ihr neues Kostüm an. Zur Feier des Tages wagt sie auch sich ein kleines bisschen zu schminken, &#8211; nur ein schmaler Lidstrich, Wimperntusche und ein dezenter Lippenstift.<br />
„Du siehst in deinem Alter noch recht passabel aus“, flüstert sie ihrem Spiegelbild zu. „Und Rouge brauchst du auch nicht. Die Aufregung hat für die passende zarte Rötung der Wangen gesorgt.“<br />
Frau Konfusi dreht und wendet sich vor dem Spiegel und ist mit sich sehr zufrieden. „Schade, dass mich mein Mann nicht so sieht“, denkt sie noch und schon eilt sie zum Garderobenschrank, um sich die passende Tasche zum Kostüm auszusuchen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Das schöne Seidentuch, das ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, würde sicherlich auch ganz chic aussehen“, denkt Elisa und schon spurtet sie in Schlafzimmer und durchwühlt die Schublade.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ach ja, ich darf das Geschenk nicht vergessen. Oh, verflixt! Es ist ja noch gar nicht eingepackt. Hoffentlich habe ich noch genügend Geschenkpapier und Schleifen da. Das hätte ich doch wirklich schon gestern alles erledigen können“, ärgert sie sich über sich selbst und macht sich geschwind an die Arbeit.<br />
Ein Blick auf die Uhr sagt ihr, dass es inzwischen Zeit ist, um nach unten zu gehen und auf das Jubelpaar zu warten. Es wäre doch peinlich, wenn sie wegen ihr zu spät zum Gottesdienst kommen würden.<br />
Frau Konfusi schnappt sich ihre Handtasche, das inzwischen tadellos verpackte Geschenk und einen kleinen Blumenstrauß, wirft die Wohnungstür hinter sich zu und eilt die Treppen hinunter.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Zum Glück sind Herta und Emil noch nicht da!“, atmet sie erleichtert auf, als zwei Mädchen gickelnd an ihr vorbei marschieren. Im selben Moment sieht sie ihren Gatten um die Ecke kommen. Aufgeregt winkt er mit dem einen Arm, während über dem anderen der in Plastikfolie gehüllte Anzug hängt.<br />
„Hübsch siehst du aus, meine Liebe, aber komm bitte noch einmal ganz kurz mit mir nach oben“, flüstert er ihr ins Ohr.<br />
„Nein, das geht nicht mehr“, widerspricht ihm Elisa. „Ich werde jeden Moment abgeholt.“<br />
„Eben! Genau deshalb solltest du schnell noch einmal mitkommen!“<br />
„Na gut“, gibt seine Gattin verwundert nach. „Ich habe ja noch fast zehn Minuten!“<br />
„Die reichen vollkommen aus“, erklärt ihr Herr Konfusi und zieht seine Frau ins Haus zurück.<br />
„Was ist eigentlich los?“, fragt diese völlig außer Atem, als der ältere Herr die Wohnungstür öffnet und seine Frau sanft vor den Garderobenspiegel schiebt.<br />
„Ach du liebe Zeit!“, ruft diese entsetzt aus.<br />
„Reg dich nicht auf. Im Eifer des Gefechtes kann das schon mal passieren“, versucht er seine Gattin zu beruhigen und hilft ihr die Lockenwickler aus den Haaren zu drehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Zuviel des Guten</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/5050-2/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/5050-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Mar 2018 19:53:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angebot]]></category>
		<category><![CDATA[Einkauf]]></category>
		<category><![CDATA[gut]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhe]]></category>
		<category><![CDATA[stöbern]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhang]]></category>
		<category><![CDATA[Wohl]]></category>
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					<description><![CDATA[Herr und Frau Konfusi sitzen gerade beim Frühstück und lassen sich die leckeren Marmeladenbrötchen schmecken. Durch das Küchenfenster kommen ein paar Sonnenstrahlen in den Raum und tauchen ihn in ein freundliches helles Licht. Der Himmel zeigt sich heute in einem zarten Blau. Der Schein trügt allerdings, denn das Thermometer bestätigt, dass es lediglich 4 Grad sind. Schon im nächsten Moment schiebt sich ein großes Wolkenfeld vor die Sonne und verdunkelt wieder alles. „Das war aber ein kurzes Gastspiel der Sonne“, sagt Frau Konfusi und schenkt ihrem Gatten herrlich duftenden Kaffee nach. „Schade, dass der Frühling dieses Jahr so lange auf sich warten lässt. Die lange Kälte und das meist trübe Wetter schlagen nur auf das Gemüt.“ „Wir sollten uns eine kleine Freude gönnen“, schlägt dieser ihr vor. „Was hältst Du davon, wenn wir in die Großstadt fahren und einen ausgiebigen Einkaufsbummel machen?“ „Prinzipiell ist das keine schlechte Idee“, gibt Frau Konfusi zu. „Nur seltsam, dass ich den Verdacht hege, dass Du noch etwas anderes im Schilde führst.“ „Naja“, grinst ihr Gatte. „Ich habe neulich in &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herr und Frau Konfusi sitzen gerade beim Frühstück und lassen sich die leckeren Marmeladenbrötchen schmecken. Durch das Küchenfenster kommen ein paar Sonnenstrahlen in den Raum und tauchen ihn in ein freundliches helles Licht. Der Himmel zeigt sich heute in einem zarten Blau. Der Schein trügt allerdings, denn das Thermometer bestätigt, dass es lediglich 4 Grad sind. Schon im nächsten Moment schiebt sich ein großes Wolkenfeld vor die Sonne und verdunkelt wieder alles.</strong><br />
<span class="dropcap">„D</span>as war aber ein kurzes Gastspiel der Sonne“, sagt Frau Konfusi und schenkt ihrem Gatten herrlich duftenden Kaffee nach.<br />
„Schade, dass der Frühling dieses Jahr so lange auf sich warten lässt. Die lange Kälte und das meist trübe Wetter schlagen nur auf das Gemüt.“<br />
„Wir sollten uns eine kleine Freude gönnen“, schlägt dieser ihr vor. „Was hältst Du davon, wenn wir in die Großstadt fahren und einen ausgiebigen Einkaufsbummel machen?“<br />
„Prinzipiell ist das keine schlechte Idee“, gibt Frau Konfusi zu. „Nur seltsam, dass ich den Verdacht hege, dass Du noch etwas anderes im Schilde führst.“<br />
„Naja“, grinst ihr Gatte. „Ich habe neulich in der Zeitung gelesen, dass es dort eine dauerhafte Oldtimerausstellung gibt. Die würde ich mir gerne ansehen. Wenn Du nicht mitkommen magst, könntest Du in der Zwischenzeit einen Einkaufsbummel machen. Ich komme dann später dazu und wir schlendern noch ein bisschen gemeinsam durch die Einkaufspassagen.“<br />
„Fast habe ich mir so etwas Ähnliches gedacht“erwidert Frau Konfusi und knufft ihren Mann sacht in die Seite.<br />
„Ich nehme Dein Angebot gerne an. Dann drängt mich niemand und ich kann mir in aller Ruhe etwas Chices zu Ostern aussuchen.“<br />
Noch ahnt die ältere Dame nicht, dass sich ihr letzter Satz nicht so leicht in die Tat umsetzen lässt.<br />
Kaum hat sie zwei Stunden später ein großes Zentrum mit den unterschiedlichsten Geschäften betreten, sucht sie auch schon den Weg zu einem bekannten Bekleidungsgeschäft. Sie hat keine Ahnung, was sie eigentlich sucht. Ein bisschen stöbern möchte sie, sich von den bunten Farben und der neuen Kollektion inspirieren lassen. Sie weiß, dass sie hier vielleicht sogar fündig werden könnte und marschiert fröhlich durch die weit geöffnete Glastür.<br />
„Hallo!“, ruft ihr sogleich eine Verkäuferin aus einer der hinteren Ecken zu.<br />
„Hallo!“, antwortet auch Frau Konfusi freundlich und geht auf den erst besten Kleiderständer zu. Kaum hat sie diesen erreicht, ist die Verkäuferin auch schon an ihrer Seite.<br />
„Kann ich Ihnen behilflich sein?“<br />
„Ach nein, ich will mich erst einmal umschauen.“<br />
„Gut, machen Sie es nur ganz in aller Ruhe. Wir haben sehr schöne Sachen.“<br />
„Was suchen Sie denn genau?“<br />
„Das kann ich Ihnen noch nicht sagen, denn ich muss es erst selbst noch herausfinden.“<br />
„Na, dann sehen Sie sich nur mal um, ich lasse Sie in Frieden stöbern und Sie sagen mir Bescheid, wenn Sie meine Hilfe brauchen.“<br />
Frau Konfusi nickt und greift zu einer zartrosa Bluse, um sie näher zu begutachten.<br />
„Oh, das ist eine wirklich schöne Farbe“, ertönt es sofort.<br />
„Ja“, sagt Frau Konfusi und denkt sich: „Wolltest Du mich nicht friedlich stöbern lassen?&#8220;<br />
„Hierfür haben wir auch noch eine passende Hose!“<br />
Und schon schleppt die nette Verkäuferin eine Hose an.<br />
„Es sollte doch alles Ton in Ton sein. Das muss einfach so sein, oder?!“, will jetzt eine zweite Verkäuferin bestätigt wissen.<br />
Irritiert hängt Frau Konfusi die Bluse wieder auf den Ständer zurück.<br />
„Ich weiß ja noch nicht einmal, ob ich diese Bluse haben will“, erklärt sie äußerlich freundlich, aber innerlich schon recht erstaunt über das Verhalten der beiden Damen.<br />
Während sich die zweite Verkäuferin wieder verzieht, gibt die erste nicht so schnell auf.<br />
„Ich könnte mir vorstellen, dass Ihnen dieser leichte Sommerpullover gut steht.“<br />
Und zack hält sie der Kundin einen beigefarbenen Pulli in Augenhöhe hin.<br />
„Oh nein“, entgegnet diese, „das ist nun gar nicht meine Farbe. Das ist mir zu langweilig und trist.“<br />
„Das will ich gar nicht mal sagen. Mit diesem bunten Tuch kombiniert, wirkt es sicherlich sehr adrett und steht Ihnen hervorragend zu Gesicht.“<br />
„Ich schaue mich lieber erst noch ein bisschen um!“, wiederholt Frau Konfusi ihre anfängliche Bitte.<br />
„Aber natürlich, gerne, machen Sie nur!“<br />
Am nächsten Ständer und dreißig Sekunden später entdeckt die ältere Dame zwei hübsche Blusenshirts, die sie sich erst einmal über den Arm hängt, um sie später zu probieren.<br />
„Soll ich Ihnen die Shirts abnehmen? Ich kann sie ja schon mal in die Kabine hängen.“<br />
Bevor Frau Konfusi auch nur ein Wörtchen sagen kann, hat ihr die Verkäuferin bereits die beiden Teile abgenommen und marschiert damit in Richtung Kabine.<br />
„Schauen Sie mal!“, ertönt es eine weitere gefühlte halbe Minute später neben ihr. „Dieses Jäckchen passt doch hervorragend zu den beiden Blusenshirts, dazu diese Hose und Sie sind perfekt angezogen. Ich hänge Ihnen das alles gleich auch noch in die Kabine.“<br />
„Danke. Obwohl es nicht nötig ist, denn ich brauche keine Hose und auch nicht diese Jacke.“<br />
„Oh, Sie müssen sich doch nicht bedanken. Das mache ich gerne. Sie sollen doch mit Ihrem Einkauf zufrieden sein.“<br />
„Dann lass mich auch endlich zufrieden“, hätte Frau Konfusi gerne gesagt, aber sie unterlässt es höflicherweise.<br />
„Ich hätte da auch noch ein Top im Angebot und diese Tasche würde das Outfit perfekt machen. Das gefällt mir sehr gut.“<br />
„Ja Dir!“, denkt Frau Konfusi, &#8222;Aber nicht mir und ich will schließlich etwas für mich kaufen.&#8220;<br />
Inzwischen ist es ihr vollkommen klar, dass sie in diesem Geschäft zwar gerne etwas gekauft hätte, aber wegen der Verkäuferin keinen klaren Gedanken fassen kann. Immerhin soll das neue Teil auch zu ihrer Garderobe aus dem Kleiderschrank zu Hause passen und da muss man schon ein bisschen in sich gehen können, um sich alles vor dem inneren Auge vorzustellen. Damit sie der  übertriebenen Höflichkeit wenigsten für ein paar Minuten entkommen kann, flüchtet sie sich mit zwei hübschen Pullovern in die Kabine. Doch noch bevor sie den Vorhang zugezogen hat, ertönt erneut die Stimme der Verkäuferin:<br />
„Hier habe ich den einen Pullover noch in einer anderen Farbe und gestreift gibt es ihn auch. Ich lege beide Teile auf den Tisch vor Ihrer Kabine. Und kann ich Ihnen einen Kaffee anbieten?“<br />
„Ein Glas Wasser würde mir völlig ausreichen“, antwortet Frau Konfusi und fügt in Gedanken hinzu: „Ich muss mich unbedingt abkühlen, sonst explodiere ich noch.“<br />
Mit einem einzigen Zug stürzt sie dann auch das Wasser hinunter, schließt den Vorhang, bläst die Wangen auf und lässt durch ihren Mund Luft ab, um den angestauten Überdruck abzubauen.<br />
„Stimmt denn die Größe?“<br />
„Ja, ja, alles ist gut!“<br />
„Ich kann jetzt und hier nichts kaufen“, überlegt die ältere Dame. „Das ist einfach zuviel des Guten.“<br />
„Und hat es Ihnen gefallen? Sie haben sich ja nicht gezeigt. Wofür haben Sie sich denn entschieden?“<br />
„Momentan noch für kein Teil. Ich drehe erst noch einmal meine Runde und komme dann wieder“, gesteht die Kundin.<br />
„Soll ich Ihnen die Teile zurückhängen?“<br />
„Nein, das ist nicht nötig. So schnell werden sie schon nicht weg sein!“<br />
„Ja“ antwortet die Verkäuferin enttäuscht und stürzt sich auch schon auf die nächste Kundin, die in diesem Moment den Laden betritt.<br />
Frau Konfusi muss nun erst einmal ihre Gedanken sortieren und schlendert durch die Einkaufspassage. Nach ungefähr einer Stunde wagt sie sich erneut in das besagte Bekleidungsgeschäft, um nochmals ihr Glück zu versuchen. Immerhin ist sie beim ersten Mal ja nur bis zum zweiten Kleiderständer vorgedrungen. Vielleicht gelingt es ihr jetzt die restliche Ware in Frieden zu begutachten. Man soll ja nie die Hoffnung aufgeben.<br />
„Ach da sind Sie ja wieder!“, wird sie auch schon begrüßt. Da aber noch eine weitere Kundin im Geschäft ist, wird Frau Konfusi die ersten fünf Minuten nicht mit irgendwelchen Höflichkeitsangeboten belästigt. Zumindest nicht von der Verkäuferin von vorhin. Dafür erscheint allerdings eine andere geschäftstüchtige Verkäuferin.<br />
„Welche Größe benötigen Sie denn?“<br />
Kurz und knapp erteilt Frau Konfusi die benötigte Information und befürchtet das Allerschlimmste.<br />
„Da hätte ich doch etwas für Sie! Sehr hübsch und passt genau zu Ihrem Typ.“<br />
„Lassen Sie mich bitte in Ruhe schauen!“<br />
Dieser Bitte wird auch für weitere dreißig Sekunden nachgekommen, denn dann greift Frau Konfusi zu einer kurzen Jacke, die ihr farblich und auch schnittmäßig gefällt. Das scheint gleichzeitig das Signal für den Einsatz der Verkäuferin zu sein.<br />
„Soll ich nachsehen, ob das Teil in Ihrer Größe da ist. Wir haben allerdings nur das, was hier hängt.“<br />
„Oh, danke. Ich habe selbst schon gesehen, dass es nicht mehr in meiner Größe vorhanden ist.“<br />
„Das hat die Puppe an. Ich ziehe sie schnell für Sie aus.“<br />
„Ja, machen Sie nur!“, antwortet die Kundin sichtlich erleichtert für ein klitzekleines Weilchen die Verkäuferin ablenken zu können.<br />
Diese Jacke hat ihr sofort ins Auge gestochen, wie man so schön sagt und die ältere Dame geht mit hoffnungsvollen Schritten zum Umkleiden. Das Teil passt perfekt und sie durchforstet im Geiste ihren Schrank, welche ihrer Kleidungsstücke sie damit kombinieren könnte. So tritt sie zufrieden vor die Kabine, wo die Verkäuferin bereits mit einer Jeans Posten bezogen hat.<br />
„Ich habe mich hierfür entschieden“, verkündet sie und will ihr sogleich den Wind aus den Segeln nehmen. „Ich habe eine dunkelblaue und sogar eine hellblaue Jeans hierfür zu Hause im Schrank hängen.“<br />
„Eine weiße hätten wir auch noch da. Die würde sehr schön frisch aussehen dazu.“<br />
„Danke, das ist nicht nötig.“<br />
Beim Verlassen des Geschäftes hört Frau Konfusi bereits wieder das freundliche Hallo, welches  das Verkaufsgenie einer anderen Kundin entgegen wirft.<br />
„Du Arme! Ich wünsche Dir viel Spaß, lass Dich zu nichts überreden und lass Dich auf keinen Fall aus der Ruhe bringen!“, hätte sie der Dame gerne geraten. „So, und jetzt brauche ich dringend einen Kaffee.<br />
„Hattest du einen schönen Nachmittag?“, fragt ihr Gatte eine halbe Stunde später und bestellt sich ebenfalls einen Kaffee.<br />
„Ich konnte in aller Gemütlichkeit die tollen Oldtimer bewundern und meinen Gedanken und Erinnerungen nachhängen“, verkündet Herr Konfusi.<br />
„Da ging es Dir besser als mir. Mir hat ein bisschen die Muse gefehlt und vielleicht hätte mir deine Begleitung ein wenig geholfen, um in Ruhe und Frieden einkaufen zu können“, gibt sie ihrem Gatten kund.<br />
„Hattest Du keine gute Beratung?“, will dieser wissen.<br />
„Wie man es nimmt. Ich war auf jeden Fall von zwei überaus freundlichen Frauen umgeben, die sehr auf mein Wohl bedacht waren. Doch manchmal gibt es leider auch ein Zuviel des Guten.“</p>
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		<title>Ärger mit dem verflixten kleinen Ding</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/aerger-mit-dem-verflixten-kleinen-ding/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/aerger-mit-dem-verflixten-kleinen-ding/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Feb 2018 22:23:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[fortschrittlich]]></category>
		<category><![CDATA[Freund]]></category>
		<category><![CDATA[Kontakt]]></category>
		<category><![CDATA[still]]></category>
		<category><![CDATA[Telefonnummer]]></category>
		<category><![CDATA[verflixt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeigefinger]]></category>
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					<description><![CDATA[Professor Konfusi ist auf dem Weg zu einem Freund. Sie kennen sich schon seit vielen Jahrzehnten. Obwohl das Leben sie in verschiedene Richtungen geschickt hat, sowohl beruflich als auch geografisch gesehen, haben sie sich nie aus den Augen verloren. Sie hegen zwar einen lockeren, aber regelmäßigen Kontakt. Heute hat sein Freund Uli, der nach Asien unterwegs ist, eine Zwischenlandung und einen vierstündigen Aufenthalt am Flughafen. Selbstverständlich nutzen sie diese seltene Gelegenheit für ein Treffen, auch wenn es für Professor Konfusi eine Anreise von einer Zugstunde bedeutet. „Du solltest dein Handy mitnehmen“, schlägt Frau Konfusi am Vorabend vor. „Muss das sein? Du weißt doch, dass ich mit diesem Ding auf Kriegsfuß stehe“, erklärt er ihr. „Und was machst du, wenn dein Zug Verspätung hat und du mit Uli Kontakt aufnehmen willst?“, versucht Frau Konfusi ihrem Gatten die Notwendigkeit der Mitnahme zu verdeutlichen. „Na gut, du hast wie immer recht, man kann ja nie wissen, wie man es gebrauchen kann. Allerdings muss ich mein Handy erst einmal suchen. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich es hingelegt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Konfusi ist auf dem Weg zu einem Freund. Sie kennen sich schon seit vielen Jahrzehnten. Obwohl das Leben sie in verschiedene Richtungen geschickt hat, sowohl beruflich als auch geografisch gesehen, haben sie sich nie aus den Augen verloren. Sie hegen zwar einen lockeren, aber regelmäßigen Kontakt.</strong></p>
<p><span class="dropcap">H</span>eute hat sein Freund Uli, der nach Asien unterwegs ist, eine Zwischenlandung und einen vierstündigen Aufenthalt am Flughafen. Selbstverständlich nutzen sie diese seltene Gelegenheit für ein Treffen, auch wenn es für Professor Konfusi eine Anreise von einer Zugstunde bedeutet.<br />
„Du solltest dein Handy mitnehmen“, schlägt Frau Konfusi am Vorabend vor.<br />
„Muss das sein? Du weißt doch, dass ich mit diesem Ding auf Kriegsfuß stehe“, erklärt er ihr.<br />
„Und was machst du, wenn dein Zug Verspätung hat und du mit Uli Kontakt aufnehmen willst?“, versucht Frau Konfusi ihrem Gatten die Notwendigkeit der Mitnahme zu verdeutlichen.<br />
„Na gut, du hast wie immer recht, man kann ja nie wissen, wie man es gebrauchen kann. Allerdings muss ich mein Handy erst einmal suchen. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich es hingelegt habe.“<br />
Professor Konfusi verschwindet in seinem Arbeitszimmer und sucht verzweifelt sein Handy. Nach über einer halben Stunde erscheint er freudestrahlend und verkündet, dass er es im Aktenschrank in der hintersten Ecke gefunden hat.<br />
„Der Akku ist leer, aber das Aufladekabel ist spurlos verschwunden“, gesteht er seiner Frau und hofft insgeheim das leidige Thema damit beendet zu haben. Doch er hat nicht mit Raffinesse seiner Frau gerechnet.<br />
„Na, dann nimm dieses hier, das passt auch“, lässt Frau Konfusi den Versuch einer Ausrede nicht gelten und reicht ihm ihr Aufladekabel.<br />
So verlässt Professor Konfusi bewaffnet mit seinem alten Handy in der Jackentasche am nächsten Morgen das Haus, um mit dem Taxi zum Bahnhof zu fahren.<br />
Kaum ist der ältere Herr mit dem Taxi um die Ecke gebogen, entdeckt Frau Konfusi auf dem Gaderobenschrank in der Diele einen Zettel mit der Handynummer von Uli.<br />
„Verflixt“, denkt sie. „Wie ich meinen Göttergatten kenne, hat er doch bestimmt die Nummer nicht in seinem Handy abgespeichert.“<br />
Frau Konfusi greift zu ihrem Handy und ruft ihren Mann an.<br />
„Ich könnte wetten, dass er nicht ran geht“, überlegt sie und muss sich auch schon sehr bald eingestehen, dass sie diese Wette gewonnen hätte.<br />
Eineinhalb Stunden später klingelt ihr Handy und das Display zeigt den Namen ihres Mannes an.<br />
„Hallo mein Schatz. Ich habe die Telefonnummer von Uli überhaupt nicht. Kannst du sie mir mal durchgeben. Wahrscheinlich liegt der Zettel noch irgendwo rum.“<br />
„Hast du sie denn nicht abgespeichert?“<br />
„Das ist mir zu umständlich gewesen. Wenn du den Zettel findest, dann schick mir einfach eine Sms.“<br />
„Das habe ich schon längst gemacht, nachdem ich dich vergeblich versucht habe zu erreichen.“<br />
„Ach, das habe ich gar nicht gehört und die Sms habe ich auch noch nicht gelesen. Ich schau gleich mal nach.“<br />
Kaum ist das Gespräch beendet, klingelt das Handy von Frau Konfusi wieder und zeigt den Namen ihres Gatten an. Sie nimmt das Gespräch sofort an, kann aber nur sehr seltsame Geräusche vernehmen.<br />
„Hallo?!“, ruft sie fragend.<br />
„Krrkrrrkrr!“, sind die einzigen Laute, die sie hört.<br />
Immer wieder nur:<br />
„Krrkrrrkrr!“<br />
Und wieder:<br />
„Krrkrrrkrr!“<br />
Aus Erfahrung weiß Frau Konfusi diese Geräusche jedoch zu deuten.<br />
„Typisch“, denkt sie. „Er telefoniert schon wieder aus der Hosentasche. Keine Ahnung, wie er das anstellt, aber wenn er ein Gespräch beendet hat und das Handy wieder in die Jacken- oder Hosentasche steckt, erfolgt ein erneuter Anruf.“<br />
Professor Konfusi allerdings ist überrascht als er sein Handy aus der Tasche zieht und die Telefonnummer seiner Frau sieht.<br />
&#8222;Hast du angerufen?&#8220;, erkundigt er sich sofort bei einem Rückruf.<br />
&#8222;Ich, nein du!&#8220;, lautet die Antwort seiner Frau.<br />
„Ich hasse diese Handys&#8220;, verteidigt er sich. &#8222;Sie machen nie das, was ich will, sondern verselbständigen sich immer irgendwie. Ich glaube ganz sicher, dass sie ein Eigenleben führen.“<br />
Nachdem er mit seinem Freund Uli telefoniert und einen Treffpunkt vereinbart hat, ist für den älteren Herrn das Handy eindeutig unnötig. Also überlegt er sich das verhasste kleine Ding in seinen kleinen Trolley zu verbannen. Dabei kommt er scheinbar mit dem Finger auf eine der Funktionen, denn plötzlich meldet sich Siri zu Wort:<br />
„Wie kann ich behilflich sein?“, erkundigt sie sich.<br />
„Gar nicht!“, entfährt es Professor Konfusi leicht verärgert.<br />
„Habe ich richtig verstanden? Du sagtest: ‚Gar nicht!?‘“<br />
Der ältere Herr lässt seinen Zeigefinger erfolglos über das Display gleiten, entscheidet sich dann jedoch das Handy kurzerhand auszuschalten, damit Siri endlich verstummt.<br />
Jetzt hat er allerdings ein Problem, denn um das nervende Gerät wieder einzuschalten, benötigt er seine PIN.<br />
„Meine Frau wüsste jetzt die notwendige Ziffernfolge, aber sie ist ja nicht hier. Ich kann und will mir diese Zahlenkombinationen nicht merken. Es gibt wichtigere Dinge, mit denen sich mein Gehirn beschäftigen kann“, sagt er im Stillen zu sich selbst.<br />
Zum Glück fällt ihm ein, dass in seiner Geldbörse ein kleiner Zettel sein muss, auf dem er irgendwann einmal vor längerer Zeit diese benötigte Nummer notiert hat. Den Zettel findet er auch, allerdings sind die Zahlen kaum noch erkennbar.<br />
„Ist das jetzt eine 3 oder eine 8? Oder vielleicht doch eine 9?“ Professor Konfusi versucht sich zu erinnern. „Eine 6 könnte es natürlich auch sein.“<br />
Am liebsten würde Professor Konfusi das verflixte Ding in die Ecke schmeißen, aber er hat seiner Frau versprochen, das Handy angeschaltet zu lassen. Er weiß, dass er jetzt nur drei Versuche hat, dann hat er die Möglichkeiten verspielt, dieses Telefon wieder in Gang zu setzen. Seine Super PIN kennt er nämlich erst recht nicht. So versucht er sein Glück und tatsächlich beim letzten Versuch klappt es und das Handy ist wieder nutzbar. Aufatmend steckt er es in seine Manteltasche.<br />
„Diese Dinger taugen einfach nichts. Man hat nur Ärger mit ihnen. Früher hatte wir so etwas auch nicht und sind dabei ganz gut über die Runden gekommen“, sagt er später zu Uli. Doch sein Freund kann ihn diesbezüglich gar nicht verstehen. Er besitzt das modernste und wohl auch teuerste Handy, das zur Zeit auf dem Markt ist und ist ein absoluter Fan der modernen Medien und Kommunikationsmittel.<br />
„Ich möchte nicht mehr darauf verzichten. Mit diesem kleinen Gerät bin ich immer und nahezu überall erreichbar und kann mit der Welt kommunizieren. Das ist doch fantastisch“, schwärmt er Professor Konfusi vor.<br />
Die beiden Freunde verleben ein paar wirklich nette Stunden miteinander, ehe sie sich wieder trennen müssen und jeder seines Weges geht. Während der eine in seinen Flieger steigt, das Land verlässt und in die große weite Welt reist, eilt der andere zum Zug, um wieder nach Hause zu fahren.<br />
„Wir bleiben in Verbindung!“, ruft Uli noch zum Abschied und hält sein Handy hoch.<br />
„Siehst du“, sagt seine Frau am Abend, „dein Freund ist viel fortschrittlicher als du. Vielleicht solltest du dir doch angewöhnen dein Handy immer dabei zu haben. Nur anschalten und aufladen musst du es eben auch.“<br />
„Naja“ zuckt Professor Konfusi mit den Schultern. „Es gibt Dinge, die sind mir irgendwie sympathischer als ein Handy.“<br />
„Ach, so ein Teufelswerkzeug ist es nun auch wieder nicht. Gib es doch gleich mal her, damit ich es für dich aufladen kann“, schlägt sie ihm vor.<br />
Jetzt beginnt Professor Konfusi seine Taschen zu durchsuchen. Weder in seiner Hosen-, noch in seiner Jackentasche steckt das Handy. Auch im Trolley liegt es nicht.<br />
„Überleg doch mal genau, wann du es zuletzt hattest“, versucht Frau Konfusi ihren Mann auf die Sprünge zu helfen.<br />
„Mmmh?! Ich glaube, als du mich angerufen hast und mich gefragt hast, ob ich bald zu Hause bin.“<br />
„Aber da standest du doch schon direkt vor dem Haus. Dann kann es ja nicht weit sein.“<br />
„Oh, oh!“, entfährt es Professor Konfusi. Er schlägt sich erst gegen die Stirn und dann presst er entsetzt die Hand auf seinen Mund.<br />
„Was ist los?“, will jetzt seine Frau wissen.<br />
„Ich fürchte, mein Handy geht gerade auf Reisen.“<br />
Weil er den verständnislosen Blick seiner Frau sieht, fügt er erklärend hinzu:<br />
„Als du mich angerufen hast, bin ich gerade aus dem Taxi gestiegen.“<br />
Seine Frau nickt bestätigend.<br />
„Ich musste nur noch bezahlen. Und damit ich die Hand frei hatte, um das Geld aus meinem Portemonnaie zu holen, haben wir das Gespräch beendet.“<br />
„Und du hast das Handy schnell in deine Jackentasche gesteckt“, schlussfolgert seine Gattin.„Mmh, naja, so was Ähnliches. Allerdings glaube ich, dass sich die Sache mit dem Handy jetzt wohl endgültig erledigt hat.“<br />
Still und leise grinst er vor sich hin.<br />
&#8222;Jetzt sag nicht, dass es im Taxi liegt!?&#8220;, befürchtet seine Frau.<br />
„Nein, nein!&#8220;, widerspricht Professor Konfusi sofort, fügt allerdings noch ein Geständnis hinzu:<br />
&#8222;Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich das verflixte Ding auf das Autodach gelegt habe….“</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Halloween</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2017 12:06:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Entrümplung]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Halloween]]></category>
		<category><![CDATA[Hand]]></category>
		<category><![CDATA[Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Zimmer]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine heutige Geschichte ist zum Teil erfunden, aber in ihr steckt auch ein wahrer Kern. Diese wahre Begebenheit ereignete sich vor mehr als zwei Jahrzehnten im Hause eines Ehepaares, das uns jedes Jahr im Herbst zu einem köstlichen Abendessen in geselliger Runde einlud. Sie hatten bereits einen siebzehnjährigen Sohn, der eines Tages auf eine seltsame Idee kam … Kurz und gut, ich habe nun um diese uns erzählte Begebenheit eine Professor-Konfusi-Geschichte gesponnen: „Heute ist es sehr ungemütlich draußen. Richtiges Halloweenwetter!“, sagt Frau Konfusi zu ihrem Mann als sie beim Essen sitzen. „Ja, es hat die ganze Nacht, einschließlich heute Vormittag gestürmt und geregnet“, bestätigt Professor Konfusi seiner Gattin. „Es ist das geeignete Wetter um einige unliebsame Dinge im Haus zu erledigen.“ „Und woran hast du dabei gedacht?“, erkundigt sie sich. „Unser Keller bedarf wieder einmal einer gewissen Ordnung. Es haben sich im Laufe der Jahre so viele unnötige Sachen angehäuft, die könnte man mal entsorgen.“ „Das ist eine hervorragende Idee. Ausmisten ist immer gut. Lass uns gleich nach dem Mittagessen damit anfangen.“ Frau Konfusi ist &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Meine heutige Geschichte ist zum Teil erfunden, aber in ihr steckt auch ein wahrer Kern. Diese wahre Begebenheit ereignete sich vor mehr als zwei Jahrzehnten im Hause eines Ehepaares, das uns jedes Jahr im Herbst zu einem köstlichen Abendessen in geselliger Runde einlud. Sie hatten bereits einen siebzehnjährigen Sohn, der eines Tages auf eine seltsame Idee kam …</strong><br />
<strong>Kurz und gut, ich habe nun um diese uns erzählte Begebenheit eine Professor-Konfusi-Geschichte gesponnen:</strong><br />
<span class="dropcap">„H</span>eute ist es sehr ungemütlich draußen. Richtiges Halloweenwetter!“, sagt Frau Konfusi zu ihrem Mann als sie beim Essen sitzen.<br />
„Ja, es hat die ganze Nacht, einschließlich heute Vormittag gestürmt und geregnet“, bestätigt Professor Konfusi seiner Gattin. „Es ist das geeignete Wetter um einige unliebsame Dinge im Haus zu erledigen.“<br />
„Und woran hast du dabei gedacht?“, erkundigt sie sich.<br />
„Unser Keller bedarf wieder einmal einer gewissen Ordnung. Es haben sich im Laufe der Jahre so viele unnötige Sachen angehäuft, die könnte man mal entsorgen.“<br />
„Das ist eine hervorragende Idee. Ausmisten ist immer gut. Lass uns gleich nach dem Mittagessen damit anfangen.“<br />
Frau Konfusi ist noch etwas skeptisch, denn eigentlich wirft ihr Mann nicht gern Dinge weg. Er meint immer, man könne dies und das noch eines Tages gebrauchen. Seltsamerweise erweist sich diese Einstellung oftmals als richtig. Erst neulich suchten sie die ausgediente alte elektrische Kaffeemühle, die sie leider beim letzten Sperrmüll entsorgt hatten.<br />
„Siehst du, man soll eben nichts wegwerfen“, hatte Professor Konfusi gesagt.<br />
„Und ausgerechnet er will nun den Keller entrümpeln“, überlegt Frau Konfusi und schüttelt gedankenverloren den Kopf. Sie wird jedoch aus ihren Gedanken gerissen, als es an der Wohnungstür klingelt. Es sind Marco und dessen Vater, die anscheinend schon von den Plänen des Professors wissen. Marco meint nämlich forsch:<br />
„Der Trödeltrupp meldet sich zur Stelle. Von uns aus kann die Entrümplung losgehen. Bestimmt haben Sie einige ungeahnte Schätze unten im Keller lagern.“<br />
„Du scheinst zu viel fernzusehen!“, schmunzelt der ältere Herr. „Aber lasst uns anfangen, bevor ich es mir anders überlege!“<br />
„Da ihr mich ja nicht braucht, nehme ich die Einladung von Oma Schmidt an und mache mir mit ihr und Marcos Mutter im Café Bohne einen netten Nachmittag“, ruft Frau Konfusi den Dreien nach, die bereits auf dem Weg durch das Treppenhaus nach unten sind. „Ein Weibernachmittag hat auch was“, fügt sie in Gedanken hinzu.<br />
Die drei Männer räumen im Keller hin und her, sichten jede noch so geringe Kleinigkeit und sortieren aus, was weggeworfen werden kann und was man behalten will.<br />
„Sollte einer von euch etwas gebrauchen können, dann darf er es sich selbstverständlich nehmen“, erklärt Professor Konfusi großzügig. „Außer es handelt sich um ein ganz persönliches und unersetzliches Erinnerungsstück.“<br />
„Ich hätte da schon was“, gibt Marco sofort zu verstehen. Er deutet in eine Ecke und zieht damit alle Blicke in diese Richtung.<br />
„Was willst du mit dem alten klapprigen Ding? Das dürfte schon nicht mehr ganz heil sein und steht auch nicht mehr richtig.“<br />
„Wenn Sie es nicht behalten wollen, dann … Ich habe da nämlich so eine Idee!“<br />
„Ich frage mich, was das soll. Dein Zimmer ist schon die reinste Rumpelkammer“, gibt ihm sein Vater mürrisch zu verstehen.<br />
„Ich will es mir doch nur ausleihen und bringe es ganz sicher dann auch zum Sperrmüll. Versprochen!“<br />
Marcos Vater zuckt mit den Schultern und wendet ich einem alten Röhrenradio zu, das er gerne wieder zum Leben erwecken würde.<br />
„Das wäre etwas für meinen Hobbykeller!“, gibt er den beiden anderen zu verstehen.<br />
„Ich bin dann mal kurz weg“, erklärt Marco, schnappt sich das gewisse Etwas und schleppt es schnaufend die Treppen nach oben. Eine halbe Stunde später erscheint er wieder im Keller und verrichtet fröhlich pfeifend seine Arbeit.<br />
Am Abend treffen sich alle mit Ausnahme von Oma Schmidt noch auf ein Gläschen Wein bei Marcos Eltern.<br />
„Ich hau jetzt ab!“, erklärt Marco und setzt sich eine Affenmaske auf. „Heute ist doch Halloween und ich will mit ein paar Kumpels um die Häuser ziehen.“<br />
„Um zehn bist du aber wieder da“, gibt ihm sein Vater zu verstehen. „Morgen ist Schule!“<br />
Marco winkt und ist auch schon zur Wohnungstür raus.<br />
„Ich hol mal eben das Fotoalbum aus dem Schlafzimmer“, sagt Marcos Mutter. Zwei Minuten später tönt ein gellender Schrei durch die Wohnung. Alle springen wie von der Tarantel gestochen auf und hechten zum Schlafzimmer, aus dem der Schrei kam. Als Marcos Vater die Tür aufreißt, sieht er seine Frau vor dem Bett stehen. Sie krümmt sich vor Lachen und deutet auf die zurückgeschlagene Bettdecke.<br />
„Schaut euch das mal an! Dieser Marco hat nur Flausen im Kopf. Ich frage mich, wo er das Ding wieder aufgetrieben hat.“<br />
Herr Konfusi und Marcos Vater treten näher an das Bett heran, bevor sie sich vielsagend ansehen. Vor ihnen liegt nämlich Marcos Errungenschaft von der Entrümplungsaktion.<br />
Frau Konfusi ist ebenfalls näher gekommen und mit vorgehaltener Hand flüstert sie:</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>„Ein Skelett!“</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gesprächsstoff</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Aug 2017 22:15:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Frühstück]]></category>
		<category><![CDATA[Gesprächsstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffeekränzchen]]></category>
		<category><![CDATA[Lachs]]></category>
		<category><![CDATA[Rücken]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Frau Konfusi steht im Schlafzimmer und wendet und dreht sich vor dem großen Spiegel, als ihr Mann ebenfalls den Raum betritt. Sie trägt ihr neues Sommerkleid und begutachtet gerade ihr Spiegelbild. „Na meine Schöne!“, schmeichelt ihr Professor Konfusi. „Bist du zufrieden mit dem, was du siehst? Ich bin es jedenfalls. Das Kleid steht dir hervorragend.“ „Meinst du nicht, dass es etwas zu bunt ist?“ „Nein ganz und gar nicht. Zum Sommer gehören Farben.“ Frau Konfusi lächelt ihren Mann dankbar an und dreht sich noch einmal um die eigene Achse, bevor sie zufrieden nickt: „Du hast recht. Ich bin ja noch nicht scheintot, also kann ich auch farbenfroh und munter durch die Welt marschieren.“ „Und wo willst du jetzt hinmarschieren, wenn ich dich fragen darf?“, will ihr Gatte wissen. „Na zu meinem Kaffeekränzchen, aber das habe ich dir doch schon heute Morgen beim Frühstück erzählt.“ „Mmmh!“, brummt sich Professor Konfusi in seinen Bart und wühlt in der untersten Schublade seines Schrankteils. „Ich möchte nur wissen, wo meine neue Strickjacke hin ist. Gestern Abend habe ich sie &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Frau Konfusi steht im Schlafzimmer und wendet und dreht sich vor dem großen Spiegel, als ihr Mann ebenfalls den Raum betritt. Sie trägt ihr neues Sommerkleid und begutachtet gerade ihr Spiegelbild.<br />
„Na meine Schöne!“, schmeichelt ihr Professor Konfusi. „Bist du zufrieden mit dem, was du siehst? Ich bin es jedenfalls. Das Kleid steht dir hervorragend.“<br />
„Meinst du nicht, dass es etwas zu bunt ist?“<br />
„Nein ganz und gar nicht. Zum Sommer gehören Farben.“<br />
Frau Konfusi lächelt ihren Mann dankbar an und dreht sich noch einmal um die eigene Achse, bevor sie zufrieden nickt:<br />
„Du hast recht. Ich bin ja noch nicht scheintot, also kann ich auch farbenfroh und munter durch die Welt marschieren.“<br />
„Und wo willst du jetzt hinmarschieren, wenn ich dich fragen darf?“, will ihr Gatte wissen.<br />
„Na zu meinem Kaffeekränzchen, aber das habe ich dir doch schon heute Morgen beim Frühstück erzählt.“<br />
„Mmmh!“, brummt sich Professor Konfusi in seinen Bart und wühlt in der untersten Schublade seines Schrankteils. „Ich möchte nur wissen, wo meine neue Strickjacke hin ist. Gestern Abend habe ich sie dort auf den Stuhl gelegt und heute ist sie verschwunden. Bestimmt hast du sie wieder irgendwo hingeräumt und ich kann sie jetzt nicht finden.“<br />
„Mein lieber Mann“, holt Frau Konfusi Luft, „ich habe sie nicht verräumt, sondern gewaschen und sie hängt zum Trocknen auf einem Bügel im Hauswirtschaftsraum. Das habe ich dir ebenfalls heute beim Frühstück mitgeteilt.“<br />
„Aha!“<br />
Frau Konfusi verlässt das Schlafzimmer und geht zur Garderobe, um ihre Handtasche zu holen. Ihr Gatte folgt ihr auf Schritt und Tritt, was sie etwas misstrauisch werden lässt.<br />
„Ist noch etwas, womit ich dir im Moment behilflich sein kann?“, fragt sie ihn lächelnd.<br />
„Ja, ja. Da war doch so ein Notizzettel in der Jackentasche. Den wirst du doch nicht mitgewaschen haben?“<br />
„Du weißt doch, dass ich vor dem Waschen immer alle deine Taschen auf Schrauben, Kulis, Zettel und Kleingeld durchforste.“<br />
„Mmmh,- und wo ist er jetzt?“<br />
„Ich habe dir doch gesagt, dass ich ihn auf deinen Schreibtisch gelegt habe.“<br />
„Den brauche ich nämlich jetzt ganz dringend. Da steht eine wichtige Telefonnummer darauf. Wo sagtest du, dass er liegt?“<br />
„Auf deinem Schreibtisch! Sag ich doch!“<br />
„Ach ja, ich hab im Moment so viele Dinge im Kopf, da hab ich das wohl überhört“, entschuldigt sich Professor Konfusi.<br />
„Ach, besorge uns doch bitte eine Flasche Sekt für heute Abend“, bittet ihn seine Frau und greift nach dem Türdrücker.<br />
Bevor Professor Konfusi in Richtung seines Büros geht, wendet er sich nochmals seiner Frau zu:<br />
„Willst du weg?“<br />
Doch das hört seine Frau nicht mehr, weil bereits die Wohnungstür ins Schloss gefallen ist. Professor Konfusi, der zwar gefragt hat, aber mit seinen Gedanken schon wieder bei seinem aktuellen Forschungsauftrag ist, hätte die Antwort sowieso nicht wahrgenommen. Er setzt sich an seinen Schreibtisch, greift sich den Notizzettel und tippt die dort vermerkte Telefonnummer seines Kollegen ein. Er ist ganz in seiner Wissenschaftswelt abgetaucht und bemerkt daher auch nicht, dass die Stunden vergehen. Erst als er ein Klopfen an der Bürotür hört, taucht er aus dieser Welt wieder auf und sieht verwundert zu seiner Frau, die im Türrahmen steht.<br />
„Ich bin wieder da!“, verkündet sie vergnügt.<br />
„Du warst weg?“, fragt er sie, setzt seine Lesebrille ab und reibt sich seine Augen.<br />
„Ja, stell dir vor, ich war bei unserem Kaffeekränzchen“, langsam wird Frau Konfusi etwas ungeduldig.<br />
„Hast du dich über irgendetwas geärgert?“, wird ihr Gemahl nun skeptisch, da ihm der seltsame Tonfall in der Stimme seiner Frau aufgefallen ist.<br />
„Ist schon gut, &#8211; halb so wild. Aber bist du gut voran gekommen?“<br />
„Ja, der Antrag für das neue Forschungsprojekt ist erstellt. Jetzt wollen wir hoffen, dass alles genehmigt wird.“<br />
Professor Konfusi schaltet seine Schreibtischlampe aus und geht zu seiner Frau in die Küche. Sie deckt dort gerade den Abendbrottisch, legt Lachsscheiben auf eine Servierplatte und gibt Toastbrot in den Toaster.<br />
„Oh es gibt Lachs! Lecker. Da brauchen wir nur noch ein Fläschchen Sekt dazu!“<br />
„Genau und den solltest du doch besorgen! Darum habe ich dich doch vor ein paar Stunden noch gebeten!“<br />
„Oh, das muss ich wohl überhört haben!“, unschuldig zuckt Professor Konfusi mit den Schultern.<br />
„Trotzdem machen wir uns jetzt einen gemütlichen Abend und du erzählst mir ein bisschen von eurem Kaffeekränzchen. Ich bin ganz für dich da und lausche andächtig deinen Worten“, verspricht er seiner Frau. „Ihr habt euch bestimmt viel zu erzählen gehabt!“<br />
„Das kann man schon sagen, jedenfalls ging uns der Gesprächsstoff nicht aus!“, bestätigt seine Gemahlin und will zum Erzählen ansetzen.<br />
Doch ihr Mann kommt ihr zuvor.<br />
„Weißt du, was ich neulich gelesen habe? Und zwar hat eine Untersuchung ergeben, dass Frauen viel mehr reden als Männer.“<br />
„Ach nein! Das kann gar nicht sein!“, versucht Frau Konfusi diesem Untersuchungsergebnis zu widersprechen.<br />
„Doch, doch!“, beteuert ihr Gatte. „Weil ihr lieben leidgeprüften Frauen nämlich immer alles mehrfach zu uns sagen müsst“, sagt er schelmisch und zieht eine Flasche Sekt hinter seinem Rücken hervor.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/ohje-ohje/">Ohne, ohje</a></p>
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		<title>Schau Dir das mal an!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Aug 2017 22:18:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Jeans]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[schauen]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Idee zur heutigen Geschichte steht im Zusammenhang mit einer Aufforderung meiner Mutter: „Schau Dir das mal an!“, aber letztendlich gab ein späteres Erlebnis und Gespräch mit meinem Mann den eigentlichen Ausschlag: Wir waren in Berlin und fuhren durch die Straßen, als wir an der Ampel eine junge Frau stehen sahen, deren Bekleidung uns auffiel… „Das ist schon eigenartig“, meinte mein Mann,“früher hätte man gesagt, dass diese Aufmachung schlampig sei. Naja, so ändern sich die Zeiten!“ Keine Ahnung, was oder ob ich überhaupt geantwortet habe, denn meine Gedanken waren in diesem Moment schon ganz wo anders. In diesem Augenblick wurde nämlich die neue „Professor Konfusi-Geschichte geboren: Herr und Frau Konfusi sind gerade mit dem Flugzeug auf dem Heimatflughafen gelandet. Sie waren für zwei Wochen im Urlaub. Da sie beide nicht mehr so gut die Hitze vertragen, hatten sie für ihren Urlaub ein nordisches Land ausgesucht, Schweden. Es hat ihnen sehr gut gefallen und so steigen sie nun rundum zufrieden und erholt aus dem Flieger. „So, jetzt wollen wir nur noch hoffen, dass auch unsere Koffer &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Die Idee zur heutigen Geschichte steht im Zusammenhang mit einer Aufforderung meiner Mutter: „Schau Dir das mal an!“, aber letztendlich gab ein späteres Erlebnis und Gespräch mit meinem Mann den eigentlichen Ausschlag:<br />
Wir waren in Berlin und fuhren durch die Straßen, als wir an der Ampel eine junge Frau stehen sahen, deren Bekleidung uns auffiel…</b><br />
<span class="dropcap">„D</span>as ist schon eigenartig“, meinte mein Mann,“früher hätte man gesagt, dass diese Aufmachung schlampig sei. Naja, so ändern sich die Zeiten!“<br />
Keine Ahnung, was oder ob ich überhaupt geantwortet habe, denn meine Gedanken waren in diesem Moment schon ganz wo anders. In diesem Augenblick wurde nämlich die neue „Professor Konfusi-Geschichte geboren:<br />
Herr und Frau Konfusi sind gerade mit dem Flugzeug auf dem Heimatflughafen gelandet. Sie waren für zwei Wochen im Urlaub. Da sie beide nicht mehr so gut die Hitze vertragen, hatten sie für ihren Urlaub ein nordisches Land ausgesucht, Schweden. Es hat ihnen sehr gut gefallen und so steigen sie nun rundum zufrieden und erholt aus dem Flieger.<br />
„So, jetzt wollen wir nur noch hoffen, dass auch unsere Koffer heil angekommen sind“, meint Frau Konfusi, als sie gemeinsam mit ihrem Mann vor dem Gepäckband steht.<br />
„Ich glaube, dort vorne liegt schon dein Koffer“, sagt Professor Konfusi beruhigend und und deutet auf ein rotes Gepäckstück. „Deine Kleidung wäre also schon einmal gerettet!“<br />
Nachdem er auch den zweiten Koffer vom Band gehoben hat, marschieren die Beiden in Richtung Ausgang, wo sie auch schon Marcos Vater erblicken, der die zwei älteren Herrschaften abholt und nach Hause in die Villa bringt.<br />
„Gut sehen Sie aus“, verteilt dieser sofort Komplimente. Sogar eine leichte schöne Bräune haben Sie.“<br />
„Oh ja, wir hatten ja auch herrliches Wetter,- nicht zu heiß und nicht zu kalt“, erklärt Frau Konfusi. „Aber lassen wir den Wetterbericht beiseite, mich würde brennend interessieren, ob es hier Neuigkeiten gibt“, fügt sie schnell hinzu.<br />
„Wirklich viel ist hier nicht passiert“, gesteht Marcos Vater und überlegt krampfhaft, was er an Neuigkeiten berichten könnte.<br />
„Ach ja, das wissen Sie noch gar nicht“, ruft er plötzlich aus und schlägt sich gegen die Stirn. „Oma Schmidt hat überraschend Besuch bekommen.“<br />
Als er merkt, dass vier Augen gebannt auf ihn gerichtet sind, kostet er noch ein paar Sekunden die scheinbare Neugierde von Herrn und Frau Konfusi aus, bevor er weiter spricht:<br />
„Die jüngste Enkelin von Oma Schmidt ist aus Amerika ganz überraschend hier eingetrudelt.“<br />
„Ach, die Mary ist da!“, ruft Frau Konfusi freudestrahlend aus. „Das ist aber eine schöne Überraschung!“ Doch plötzlich hält sie in ihrer Freudensbekundung inne. „Es ist doch hoffentlich nichts passiert?! Die gesamte Familie wollte doch erst zum 90. Geburtstag von Oma Schmidt in ein paar Monaten anreisen.“<br />
„Nein, nein. Es ist alles in Ordnung. Mary möchte in Deutschland studieren und schaut sich hier die Uni ein bisschen genauer an. Sie nimmt sogar schon an ein paar Vorlesungen als Gasthörerin teil,“ erklärt Marcos Vater, während er die beiden älteren Leutchen nach Hause chauffiert.<br />
„Wir sollten Oma Schmidt und Mary in den nächsten Tagen zum Kaffee einladen“, schlägt Frau Konfusi vor. „Ach, am besten Sie kommen mit ihrer Frau und Marco auch gleich mit. Ich backe uns einen schönen Kuchen.“<br />
„Lass uns doch gleich klingeln und uns zurück melden“, sagt Professor Konfusi als sie das Haus betreten. Er bleibt vor Oma Schmidt’s Tür stehen und drückt den Klingelknopf.<br />
Ihnen öffnet eine verzweifelt dreinblickende Oma Schmidt.<br />
„Gut, dass Sie wieder da sind!“, stöhnt sie und bittet das Ehepaar auf einen Sprung in die Wohnung zu kommen.<br />
Herr und Frau Konfusi, die sich nicht erklären können, was Oma Schmidt so aus der Fassung gebracht hat, erkundigen sich sofort, ob alles in bester Ordnung ist und wo denn Mary stecke.<br />
„Das Kindchen ist in der Uni“, erklärt die Großmutter. „Sie ist ja so ein nettes Persönchen. Ein bisschen mehr essen müsste sie schon, so dünn wie sie ist. Und die Kleidung, die sie aus Amerika mitgebracht hat, lässt wirklich zu wünschen übrig. Ich muss unbedingt ein paar Ausbesserarbeiten vornehmen, aber ich sehe so schlecht, dass ich den Nähfaden fast nicht mehr durch das Nadelöhr bekomme. Außerdem zittern meine Hände auch ein bisschen. Liebe Frau Konfusi, wenn sie bitte…“<br />
Mit diesen Worten hält ihr Oma Schmidt Nadel und Faden hin.<br />
„Heute Vormittag habe ich schon eine Hose geflickt. Sie ahnen ja nicht wie die ausgesehen hat. Es war eine ziemlich aufwendige Arbeit, das alles wieder einigermaßen hinzubekommen. Schauen Sie sich das nur mal an!“<br />
Frau Konfusi nimmt die ihr hingehaltene Hose in die Hand und betrachtet die notdürftig zugenähten Löcher und Risse rund um das Knie. Danach reicht sie die Hose an ihren Mann weiter. Doch bevor irgendjemand etwas sagen kann, hat sie schon ein weiteres Exemplar von Oma Schmidt in die Hand gedrückt bekommen.<br />
„Schauen Sie sich das nur mal an! Unzählige aufgescheuerte Stellen und auch noch ausgefranste Hosensäume, da kann ich ja bis heute Nacht sitzen und nähen. Meine Enkelin wird sich wundern, wenn sie die geflickten Hosen morgen in ihrem Zimmer vorfindet. Aber was tut man nicht alles für die Enkel…“,erklärt Oma Schmidt. „Oder meinen Sie, die Arbeit lohnt sich gar nicht und ich sollte die Hosen zur Altkleidersammlung geben und Mary einfach Geld für neue Hosen schenken.“<br />
Professor Konfusi, der sich bis jetzt zurückgehalten hat, nimmt seiner Frau die Hosen aus der Hand und betrachtet Oma Schmidt&#8217;s Näharbeit.<br />
„Ich glaube wirklich, dass Sie sich viel Mühe gegeben haben, liebe Oma Schmidt. Aber mit Sicherheit wird sich ihre Enkelin nicht darüber freuen. Möglicherweise bekommt sie sogar einen Wutanfall.“<br />
„Den habe ich schon beim Nähen bekommen“, erklärt die alte Dame.<br />
„Schauen Sie, diese Löcher und Risse sind sehr modern, man nennt solche Hosen „Destroyed Jeans“ und diese verfranzten Hosen sind sogenannte „Distressed Jeans“, versucht Professor Konfusi aufzuklären.<br />
„Hören Sie auf mit diesen amerikanischen Worten, die ich sowieso nicht verstehe! Das ist alles billiges „Gelump“ und taugt nichts“, schimpft Oma Schmidt.<br />
In dem Moment, als Professor Konfusi Oma Schmidt vorsichtig zu erklären versucht, dass sie wohl gemeinsam ihre Näharbeit wieder auftrennen müssen, bemerken sie Mary. Diese steht vollkommen entgeistert im Türrahmen und ruft erschrocken aus:<br />
„Oh grandma, you have destroyed my brandnew &#8222;Destroyed Jeans!“</p>
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