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	<title>glücklich &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Das neue Jahr hat begonnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jan 2026 10:32:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Blatt]]></category>
		<category><![CDATA[glücklich]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbar]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich frage mich: „Was ist heute hier los? Es sind so viele Menschen unterwegs und alle trampeln sie auf der Wiese mit gesenktem Kopf herum. Sind sie nicht ganz bei Sinnen oder ist das eine Versammlung aller trauriger Menschen? Eine von beiden Möglichkeiten muss es ja wohl sein, denn sonst würden sie nicht mit gesenktem Kopf umherlaufen. Ich tippe auf Traurigkeit.“ Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich nicht leise gedacht, sondern vor mich her gemurmelt habe. Erst als mein Nachbar sich ebenfalls verwundert äußert, höre ich mich selbst sprechen. „Ich dachte zuerst, sie schauen wie gewöhnlich auf ihre Handys, aber seltsamerweise ist das nicht der Fall“, meint er . „Vielleicht hast du recht und sie sind traurig.“ „Ach Quatsch!“, mischt sich plötzlich die eitle Nachbarin von der gegenüberliegenden Seite ein. „Sie suchen mich!“ „Dich?“, rufen mein Nachbar und ich gleichzeitig fragend aus.  „Selbstverständlich!“, sagt sie voller Inbrunst. „Wen sollten sie sonst suchen? Euch ganz bestimmt nicht!“ „Kannst du mir mal verraten, woher du diese Selbstsicherheit nimmst?“ frage ich sie.  „Weil ich etwas Besonderes bin!“ &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich frage mich: „Was ist heute hier los? Es sind so viele Menschen unterwegs und alle trampeln sie auf der Wiese mit gesenktem Kopf herum. Sind sie nicht ganz bei Sinnen oder ist das eine Versammlung aller trauriger Menschen? Eine von beiden Möglichkeiten muss es ja wohl sein, denn sonst würden sie nicht mit gesenktem Kopf umherlaufen. Ich tippe auf Traurigkeit.“</p>
<p>Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich nicht leise gedacht, sondern vor mich her gemurmelt habe. Erst als mein Nachbar sich ebenfalls verwundert äußert, höre ich mich selbst sprechen.</p>
<p>„Ich dachte zuerst, sie schauen wie gewöhnlich auf ihre Handys, aber seltsamerweise ist das nicht der Fall“, meint er . „Vielleicht hast du recht und sie sind traurig.“</p>
<p>„Ach Quatsch!“, mischt sich plötzlich die eitle Nachbarin von der gegenüberliegenden Seite ein. „Sie suchen mich!“</p>
<p>„Dich?“, rufen mein Nachbar und ich gleichzeitig fragend aus.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Selbstverständlich!“, sagt sie voller Inbrunst. „Wen sollten sie sonst suchen? Euch ganz bestimmt nicht!“</p>
<p>„Kannst du mir mal verraten, woher du diese Selbstsicherheit nimmst?“ frage ich sie.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Weil ich etwas Besonderes bin!“</p>
<p>„Aha!?“, äußere ich mich kurz und knapp.</p>
<p>„Und weil alle sich freuen, wenn sie so ein Exemplar wie mich finden!“</p>
<p>„Ja, ja..“, meint mein Nachbar. „Ich wusste schon immer, dass du besonders bist!“</p>
<p>Als sich die Nachbarin stolz ein bisschen hin und her bewegt, erklärt er weiter:</p>
<p>„…nämlich besonders eingebildet!“</p>
<p>Sichtbar beleidigt dreht sich die Nachbarin nun zur Seite und schweigt.</p>
<p>Aber auch ich und mein Nachbar sind jetzt ganz still, denn die Menschen kommen in unsere Richtung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Hier sind ganz viele!“, ruft ein kleiner Junge aus und kommt an der Hand seiner Oma auf uns zu.</p>
<p>Er bleibt vor uns stehen und betrachtet uns liebevoll eine ganze Weile. In seinem Blick liegt eine Art Zärtlichkeit, die Wärme in diese kalte Jahreszeit bringt. Der eisige Wind kann mir plötzlich nichts mehr anhaben, denn der Junge beugt sich zu mir hinab und ich spüre, wie seine Hände schützend nach mir greifen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Das schenke ich dir, Oma!“, sagt der Junge und legt mich in die Hand der älteren Frau. „Das soll dir im neuen Jahr und immer Glück bringen!“</p>
<p>„Nur vierblättrige Kleeblätter wie ich eines bin, bringen Glück!“, vernehme ich die eitle Nachbarin, aber niemand außer mir hört sie.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Doch ich lausche der Stimme der Oma, die an ihren Enkel gerichtet ist:</p>
<p>„Alle glauben, dass nur vierblättrige Kleeblätter Glück bringen, aber ich glaube, dass auch dreiblättrige Kleeblätter, die mit Liebe und guten Wünschen verschenkt werden, diese wunderbare Macht besitzen. Man muss nur daran glauben. Und das tue ich und danke dir sehr dafür!“</p>
<p>Zärtlich streichelt sie über den Kopf ihres Enkelsohns, lächelt ihn an und dieser strahlt zurück.</p>
<p>„Jetzt habe ich gleich zwei Menschen glücklich gemacht“, denke ich. „Ich bin zwar nur ein dreiblättriges Kleeblatt, aber trotzdem ein Glücksbringer!“ Auch ich bin glücklich!!!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In diesem Sinne wünsche ich euch allen:</p>
<p>Viel Glück im Neuen Jahr</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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		<title>Annas Wunsch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jan 2021 22:02:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Abendbrot]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[glücklich]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<category><![CDATA[Park]]></category>
		<category><![CDATA[Schlingel]]></category>
		<category><![CDATA[Tochter]]></category>
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					<description><![CDATA[Bea ist alleinerziehend und macht am Sonntagnachmittag mit ihrer kleinen Tochter Anna einen Spaziergang durch den Stadtpark. Viele Kinder sind mit ihren Familien unterwegs. Die junge Frau weiß, dass ihre Tochter ebenfalls gerne mit Opa Kurt und Oma Martha zusammen wäre, zumal dies ihre einzigen lebenden Großeltern sind. Leider ist das nicht so einfach, denn die Beiden wohnen mehrere hundert Kilometer entfernt und ein Treffen muss daher immer genau und von langer Hand geplant sein. Im Vierwochenrhythmus klappt das zwar ganz gut, ist aber immer mit erheblichem Aufwand verbunden. Mal kommen die Großeltern zu Bea und Anna und mal fahren diese mit dem Zug zu Opa und Oma. Anna hat große Sehnsucht nach ihnen. Die Vierjährige fragt oft, wann sie sich wiedersehen und ist jedesmal traurig, wenn es Abschiednehmen heißt. So wie heute. Gerade sind Kurt und Martha wieder gefahren.  „Dieser Spaziergang sollte eigentlich zur Ablenkung dienen, aber der Anblick von anderen Familien macht uns Beide irgendwie traurig,“, denkt Bea. „Ja, ein bisschen Neid ist schon dabei“, gesteht sie sich ein, „aber an manchen Situationen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bea ist alleinerziehend und macht am Sonntagnachmittag mit ihrer kleinen Tochter Anna einen Spaziergang durch den Stadtpark. Viele Kinder sind mit ihren Familien unterwegs. Die junge Frau weiß, dass ihre Tochter ebenfalls gerne mit Opa Kurt und Oma Martha zusammen wäre, zumal dies ihre einzigen lebenden Großeltern sind. Leider ist das nicht so einfach, denn die Beiden wohnen mehrere hundert Kilometer entfernt und ein Treffen muss daher immer genau und von langer Hand geplant sein.</strong></p>
<p><span class="dropcap">I</span>m Vierwochenrhythmus klappt das zwar ganz gut, ist aber immer mit erheblichem Aufwand verbunden. Mal kommen die Großeltern zu Bea und Anna und mal fahren diese mit dem Zug zu Opa und Oma.<br />
Anna hat große Sehnsucht nach ihnen. Die Vierjährige fragt oft, wann sie sich wiedersehen und ist jedesmal traurig, wenn es Abschiednehmen heißt. So wie heute. Gerade sind Kurt und Martha wieder gefahren.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Dieser Spaziergang sollte eigentlich zur Ablenkung dienen, aber der Anblick von anderen Familien macht uns Beide irgendwie traurig,“, denkt Bea. „Ja, ein bisschen Neid ist schon dabei“, gesteht sie sich ein, „aber an manchen Situationen lässt sich wohl nichts ändern.“<br />
„Opa Kurt muss mir doch<span class="Apple-converted-space"> </span>von dem Vögelchen erzählen“, sagt die Kleine traurig, „ob es fliegen lernt!“<br />
„Das kann Opa dir morgen am Telefon berichten!“, versucht Bea ihre Tochter zu trösten.<br />
„Ich will, dass Opa und Oma bei mir sind! Das ist schön!“<br />
„Das verstehe ich, aber sie wohnen so weit weg und können nicht jeden Tag bei uns vorbeischauen“, versucht die Mutter zu erklären.<br />
Zum Glück wird Anna gerade durch einen kleinen Hund abgelenkt, der um ihre Beine herum springt.<br />
„Hallo Mäxchen!“, freut sich das Mädchen. „Wo ist dein Frauchen?“<br />
„Hier bin ich!“, ruft Frau Meyer, die ihrem Hündchen hinterher hechtet. „Dieser kleine Schlingel ist mir abgehauen. Wahrscheinlich hat er dich gesehen!“<br />
Anna freut sich und streichelt den Hund. Bea begrüßt Frau Meyer, die sie schon öfter zufällig getroffen haben und die immer gerne für ein Schwätzchen bereit ist. Die Seniorin lebt seit dem Tod ihres Mannes vor zwei Jahren alleine in einem kleinen Häuschen unweit von Bea und Anna.<br />
„Bist du auch eine Oma?“, fragt Anna ganz unvermittelt.<br />
„Oh, leider nein“, antwortet Frau Meyer.<br />
„Warum?“<br />
„Ach, weißt du, meine Tochter kann leider keine Kinder bekommen“, gibt die ältere Frau dem Mädchen zur Antwort.<br />
„Ich brauch noch eine Oma und ich bin ein Kind!“, gibt Anna schlagfertig zurück.<br />
Als Frau Meyer einen fragenden Blick zu Bea wirft, fühlt diese sich in Erklärungsnot. Die beiden Frauen unterhalten sich noch eine ganze Weile, während Anna sich mit Mäxchen beschäftigt.<br />
„Jetzt müssen wir aber nach Hause, es ist schon bald Abendbrotzeit“, fordert Bea ihre Tochter auf. „Wir wollen Frau Meyer nicht länger aufhalten.“<br />
„Ach, Sie halten mich nicht auf. Auf mich wartet niemand. Außerdem freue ich mich jedesmal, wenn ich Sie und Anna treffe. Wenn Sie nichts dagegen haben, dann können wir gemeinsam den Rückweg antreten. Immerhin wohnen wir ja nur eine Straßenecke entfernt von einander“, schlägt die Ältere von Beiden vor.<br />
So hüpft Anna fröhlich zwischen ihrer Mutter und Frau Meyer, die Mäxchen an der Leine hält, nach Hause. Zum Abschied gibt sie artig die Hand, so wie es ihr die Mutter gelernt hat.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Tschüss Oma Meyer!“, ruft sie und winkt ihr nach, bis diese die Haustür hinter sich geschlossen hat.<br />
An diesem Abend sitzt Frau Meyer noch lange in ihrem Lehnstuhl im Wohnzimmer und muss an das Gespräch im Stadtpark denken. Sie lächelt in sich hinein. Schon lange hat sie sich nicht mehr so glücklich gefühlt.<br />
„Ich glaube, das habe ich der kleinen Anna zu verdanken. Sie ist so herzerfrischend“, sagt sie sich selbst. Als sie dann im Bett liegt, steht ihr Entschluss fest, den sie auch am nächsten Tag in die Tat umsetzt.<br />
Am frühen Nachmittag greift sie zum Telefon und wählt die Nummer, die Annas Mutter ihr gegeben hat.<br />
„Hallo, hier ist Ilse Meyer. Ich hoffe, ich störe nicht.“<br />
„Nein, nein, gewiss nicht!“<br />
„Es ist mir fast ein bisschen peinlich“, beginnt die ältere Dame und merkt, dass ihr Herz schneller und aufgeregt zu klopfen beginnt. Sie räuspert sich, bevor sie fortfährt.<br />
„Ich wäre gerne Annas Oma, &#8211; ich meine natürlich Ersatzoma &#8211; und auch nur, wenn Sie damit einverstanden sind. Ich könnte mich um Anna kümmern, wenn Sie wichtige Termine haben oder auch nur mal ein wenig entspannen wollen. Ich mach das gerne…“<br />
„Oh, daran habe ich auch schon gedacht. Ihnen würde ich meine Tochter<span class="Apple-converted-space">  </span>gerne anvertrauen, denn Anna und ich mögen Sie wirklich sehr“, gesteht Bea und gibt gleich zu bedenken: „Ich weiß aber nicht, ob ich mir das leisten kann.“<br />
„Nein, nein“, protestiert Frau Meyer sofort. „Omas nehmen doch kein Geld! Außerdem würden Sie mich damit sehr glücklich machen!“</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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		<title>In die Jahre gekommen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Jun 2019 17:45:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Fügung]]></category>
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					<description><![CDATA[„Jung bin ich nicht mehr, aber immer noch nett anzusehen. Leider ist mein Geburtsdatum irgendwie in Vergessenheit geraten, genauso wie mein Geburtsort. Wenn ich es mal so gedanklich überschlage, dann müsste ich so langsam aber sicher auf die neunzig zugehen. Meine Haube hat schon ein paar Macken und meine kleine Ablagefläche auch, aber eingestaubt bin ich dank der guten Pflege noch nicht. Mit ein bisschen Politur für das Holz, Farbe für mein Gestell, einem neuen Lederriemen, eine neue Nadel und ein paar Tropfen Öl für die Maschine komme ich doch glatt wieder in Schwung.  Naja, mit den jungen Dingern kann ich nicht mehr so recht mithalten. Die sind einfach schneller als ich. Aber in meinem Alter ist man eben ein bisschen langsamer. Auch der ganze neumodische Kram ist mir fremd und programmieren lasse ich mich schon gar nicht. Im Leben kommt es nicht immer auf Schnelligkeit an, aber ich muss sagen, Zickzack und Geradeaus klappt immer noch ganz prima bei mir. Wenn man so wie ich in die Tage gekommen ist, dann denkt man schon &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Jung bin ich nicht mehr, aber immer noch nett anzusehen. Leider ist mein Geburtsdatum irgendwie in Vergessenheit geraten, genauso wie mein Geburtsort. Wenn ich es mal so gedanklich überschlage, dann müsste ich so langsam aber sicher auf die neunzig zugehen. Meine Haube hat schon ein paar Macken und meine kleine Ablagefläche auch, aber eingestaubt bin ich dank der guten Pflege noch nicht. Mit ein bisschen Politur für das Holz, Farbe für mein Gestell, einem neuen Lederriemen, eine neue Nadel und ein paar Tropfen Öl für die Maschine komme ich doch glatt wieder in Schwung. </strong></p>
<p><span class="dropcap">N</span>aja, mit den jungen Dingern kann ich nicht mehr so recht mithalten. Die sind einfach schneller als ich. Aber in meinem Alter ist man eben ein bisschen langsamer. Auch der ganze neumodische Kram ist mir fremd und programmieren lasse ich mich schon gar nicht. Im Leben kommt es nicht immer auf Schnelligkeit an, aber ich muss sagen, Zickzack und Geradeaus klappt immer noch ganz prima bei mir.<br />
Wenn man so wie ich in die Tage gekommen ist, dann denkt man schon gar manches Mal an früher und lässt sein Leben an sich vorüber ziehen. Von Kindheitstagen an habe ich viel gearbeitet, manchmal wurde ich sacht und manchmal schwer und hart getreten. Aber ich habe immer tapfer weiter gearbeitet und unermüdlich meinen Dienst verrichtet. Ja, manchmal gab es kleine Zwischenfälle. Wenn man mir zuviel zugemutet hatte, konnte es schon mal vorkommen, dass es zu Brüchen oder anderen Verschleißerscheinungen kam. In den meisten Fällen jedoch kam nur eine neue Nadel zum Einsatz. Mehrmals wurde ich jedoch in meinem Leben so stark und schnell getreten, dass die Erneuerung des Lederriemens unvermeidbar war. Sparsam war ich mein ganzes Leben lang. Strom und Elektronik sind für mich Fremdwörter. Allein die Antriebskraft meiner Gebieterin und der eigene daraus resultierende Schwung weckte bei mir die Lebensgeister und ließ mich auf Hochtouren laufen. Ohne mich selbst zu loben, kann ich von mir sagen, dass ich meine Arbeit immer zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten erledigt habe. Ich hatte ein erfülltes Leben. Und nun genieße ich meinen wohlverdienten Ruhestand. Doch es hätte auch anders kommen können. Ob es jetzt Glück, Zufall oder Bestimmung war, lässt sich im Nachhinein schwer sagen. Ich bin jedoch froh, dass es so gekommen ist, wie es jetzt ist.<br />
Ich habe ganz viele Jahre meine treuen Dienste bei einer lieben und fleißigen Frau geleistet. Sie hat mir viel abverlangt. Manchmal musste ich auch nachts arbeiten, wenn die anderen schon schliefen. Dafür konnte ich dann tagsüber ruhen, aber sie musste auch dann arbeiten. Sie versorgte ihren Haushalt, kümmerte sich um ihren Mann und die gemeinsamen Kinder. Die Zeiten, besonders im Krieg und danach, waren hart und alle Menschen mussten schwer arbeiten. Es fehlte an Geld und oft auch an Nahrung und Kleidung. Ohne mich wäre die Familie jedoch noch ärmer gewesen. Ich half beim Überleben. Damals zum Beispiel als des Schusters Kinder neue Kleider brauchten, war ich da und nähte zwei Nächte und zwei Tage. Dafür bekam die Frau, die mich bediente, ein paar neue Schuhe für sich und ihr Kind. Auch die Bäckersfrau hätte ohne mich keine neuen Gardinen und der Metzger keinen neuen Kittel bekommen. Als Gegenleistung gab es Brot und Wurst dafür.<br />
Später, als die Zeiten besser waren, nähte ich das Hochzeitskleid für die liebe Frau oder das Taufkleid für ihr Kind. Manchmal musste ich stopfen, ändern, kürzen oder etwas weiter beziehungsweise enger nähen, aber nichts machte mir so viel Freude wie etwas neu zu erschaffen und damit Menschen glücklich und anziehend zu machen. Für mich gab es nach getaner Arbeit immer ein sanftes Streichen über meine Oberfläche, was für mich einem großen Lob gleich kam.<br />
Die Jahre vergingen und ehe ich mich versah, wurde ich immer weniger gebraucht. Ich wurde nicht mehr so schnell und auch nicht mehr so hart getreten. Naja, wenn ich ehrlich bin, ein wenig müde war ich inzwischen auch geworden. Aber zum alten Eisen gehörte ich trotzdem noch nicht. Auch sprach man jetzt von den neueren und jüngeren Modellen, die mit allen möglichen Raffinessen ausgestattet waren und flink und fehlerlos ihre Arbeit verrichteten. Allerdings muss ich sagen, ohne Strom geht bei ihnen nichts. Ich hingegen war und bin immer und überall einsatzbereit.<br />
Dann kam, was kommen musste. Ein letztes Mal wurde meine Schublade geöffnet, ein Faden durch das Nadelöhr gezogen. Zum letzten Mal wurde ein Stoff unter meinem Füßchen hindurch gezogen und ein letztes Mal vereinten sich Stoff und Faden und ließen mit Hilfe der Nadel eine saubere und gerade Naht entstehen. Danach schloss sich meine Schublade zum vorerst letzten Mal und senkte sich die Haube endgültig über mich.<br />
Die liebe und fleißige Frau, die mich immer bedient hatte, war für immer gegangen. Man hatte sie zu Grabe getragen und ich stand nun unbeachtet in einer Ecke der Wohnung. Traurigkeit breitete sich aus. Ich dachte schon, dass auch mein letztes Stündlein geschlagen hätte und ich sah mich schon beim Sperrmüll. Sicher würde ich zu irgendwelchem Unrat hinzu geworfen. Teile würden abbrechen, mein Holz würde splittern und mein Leben wäre ausgehaucht.<br />
Doch dann geschah das, was ich heute Fügung nennen möchte. Der Ehemann der lieben verstorbenen Frau wollte nicht mehr einsam sein und wagte sich wieder unter Menschen. Er ging hin und wieder in einen Altenclub. Dort traf er eine Oma dessen Enkelsohn gerade mit seiner zukünftigen Frau eine gemeinsame Wohnung beziehen wollte. Leider mangelte es den jungen Leuten nicht nur an Geld, sondern auch an Möbelstücken und anderen Dingen. Die beiden alten Leutchen kamen miteinander ins Gespräch und noch am selben Tag wechselte ich meinen Wohnort, mitsamt dem kompletten Inhalt meiner Schublade. Zuerst kam ich zu der Oma, wurde aber dann abgeholt und landete im Wohnzimmer bei dem jungen Pärchen. Sie polierten und wienerten mich, so dass ich bald wieder in meiner vollen Schönheit erstrahlte. Ich sollte noch dreimal mit meinen Besitzern umziehen. Ich erlebte wie sie eine Familie wurden und ein Baby kam, das Kind heranwuchs und erwachsen wurde. Doch jetzt hat man mir schon seit mehr als zwanzig Jahren einen Ehrenplatz zugewiesen, an dem ich von jedem der im Haus ein und aus geht, gesehen werde. Ich werde gelobt, gepflegt und gehütet. Man spricht in lobenden Worten über mich und streicht achtungsvoll über meine Haube und manchmal lüftet man diese, um mich stolz zu präsentieren. Und Lottchen, das kleine Kätzchen, streicht schmeichelnd um mein Gestell. Hier bin ich zu Hause, rundum zufrieden und glücklich.“</p>
<p>Und hier noch ein paar Fotos von mir:</p>
<p>Das &#8222;Singer&#8220;-Zeichen auf der Haube</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Zeichen.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-1162 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Zeichen-1024x682.jpg" alt="1200px-Zeichen" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Zeichen-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Zeichen-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Zeichen-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Zeichen.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Die Nähmaschine</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Maschine-m.-Gestell.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-1155 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Maschine-m.-Gestell-1024x682.jpg" alt="1200px-Maschine m. Gestell" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Maschine-m.-Gestell-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Maschine-m.-Gestell-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Maschine-m.-Gestell-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Maschine-m.-Gestell.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Naehmaschine-1.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-1523 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Naehmaschine-1-1024x682.jpg" alt="1200px-Naehmaschine 1" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Naehmaschine-1-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Naehmaschine-1-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Naehmaschine-1-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Naehmaschine-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Das Zeichen am Gestell</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Gestell.-JPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1158 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Gestell.-JPG-1024x682.jpg" alt="1200px-Gestell. JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Gestell.-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Gestell.-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Gestell.-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Gestell.-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Das Pedal</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Pedal.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1160 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Pedal-1024x682.jpg" alt="1200px-Pedal" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Pedal-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Pedal-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Pedal-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Pedal.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Der Schubladeninhalt</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Schubladeninhalt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1161 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Schubladeninhalt-1024x682.jpg" alt="1200px-Schubladeninhalt" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Schubladeninhalt-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Schubladeninhalt-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Schubladeninhalt-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/06/1200px-Schubladeninhalt.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Lass es zu!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Sep 2016 07:51:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was]]></category>
		<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was 2016]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich möchte heute nur wenige Worte schreiben, dafür aber ein paar Fotos sprechen lassen. Es gibt ein Gefühl, das wir in uns zulassen sollten, nämlich die Zufriedenheit. Nur derjenige, der  diese innere Ausgeglichenheit besitzt, kann auch ein glückliches Leben führen. Also lassen wir doch in unserem Leben dieses Zufriedenheitsgefühl zu, indem wir&#8230; die Schönheit der Natur in uns aufnehmen und sie genießen, die Harmonie der Farben erkennen, Dankbarkeit empfinden für Gottes Schöpfung und unser Sein, Rückzugsorte schaffen, um auch der Stille in  unserem Leben einen Platz einzuräumen, das Verborgene entdecken, stolz auf das sind, was wir geschafft haben, Vertrauen schenken und empfinden, die Feinheiten entdecken, uns auf die unendlichen Weiten einlassen und erkennen, dass nicht immer alles perfekt sein muss, um zufrieden und glücklich zu sein. &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Wie aus dem Malkasten Blickkontakt Strandkorbgrüße &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich möchte heute nur wenige Worte schreiben, dafür aber ein paar Fotos sprechen lassen. Es gibt ein Gefühl, das wir in uns zulassen sollten, nämlich die Zufriedenheit. Nur derjenige, der  diese innere Ausgeglichenheit besitzt, kann auch ein glückliches Leben führen. Also lassen wir doch in unserem Leben dieses Zufriedenheitsgefühl zu, indem wir&#8230;</strong></p>
<p>die Schönheit der Natur in uns aufnehmen und sie genießen,<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3610 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2816-1024x682.jpg" alt="1200px-_DSC2816" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2816-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2816-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2816-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2816-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2816.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>die Harmonie der Farben erkennen,<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3611 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC09294-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC09294" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC09294-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC09294-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC09294-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC09294-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC09294.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Dankbarkeit empfinden für Gottes Schöpfung und unser Sein,<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3618 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03050-1-1024x683.jpg" alt="SONY DSC" width="840" height="560" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03050-1-1024x683.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03050-1-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03050-1-768x512.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03050-1-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03050-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Rückzugsorte schaffen, um auch der Stille in  unserem Leben einen Platz einzuräumen,<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3612 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00609-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC00609" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00609-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00609-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00609-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00609-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00609.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>das Verborgene entdecken,<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3616 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03016-1-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC03016" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03016-1-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03016-1-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03016-1-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03016-1-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03016-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>stolz auf das sind, was wir geschafft haben,<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3617 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00077-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC00077" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00077-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00077-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00077-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00077-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00077.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Vertrauen schenken und empfinden,<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3619 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00471-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC00471" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00471-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00471-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00471-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00471-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00471.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>die Feinheiten entdecken,<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3620 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00741-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC00741" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00741-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00741-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00741-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00741-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00741.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>uns auf die unendlichen Weiten einlassen<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3621 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-Möwe-1024x682.jpg" alt="1200px-Möwe" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-Möwe-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-Möwe-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-Möwe-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-Möwe-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-Möwe.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>und erkennen, dass nicht immer alles perfekt sein muss,<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3622 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00818-1-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC00818" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00818-1-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00818-1-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00818-1-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00818-1-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00818-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>um zufrieden und glücklich zu sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wie-aus-dem-malkasten/">Wie aus dem Malkasten</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/blickkontakt/">Blickkontakt</a></p>
<p>Strandkorbgrüße</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Verdammt lang her!</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/lange-ist-es-her/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/lange-ist-es-her/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2015 22:25:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[denken gerne an die Zeit zurück]]></category>
		<category><![CDATA[erste Wohnung]]></category>
		<category><![CDATA[glücklich]]></category>
		<category><![CDATA[Möbel]]></category>
		<category><![CDATA[Paradies]]></category>
		<category><![CDATA[verdammt lang her]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Kinder, wie die Zeit vergeht.&#8220; &#8222;Verdammt lang her.&#8220; Diese Aussprüche hört man oft und sagt sie auch manchmal selbst. An den eigenen Kindern kann man dies am deutlichsten feststellen. Gerade erst gestern fand zum Beispiel ein wichtiger Abschnitt im Leben unseres Sohnes seinen krönenden Abschluss. Aber nicht nur Menschen zeigen uns auf, wie die Zeit vergeht und wie lange gewisse Begebenheiten schon zurückliegen. Selbst an leblosen Dingen nagt der Zahn der Zeit, doch auch hier ist gute Pflege das beste Mittel gegen das Altern.  Ich halte gerade ein Foto von einem Schrank in den Händen, der zwar immer noch in meinem Arbeitszimmer steht, aber auch schon in unserer ersten Wohnung vor fast 33 Jahren einen Platz hatte. Und das ist auch der Grund dafür, dass ich Euch heute von unserer ersten gemeinsamen Wohnung erzählen möchte, denn jedes einzelne Möbelstück hat seine ganz eigene Geschichte. Mein Mann studierte noch in Darmstadt und ich war gerade mit meinem Lehramtsstudium an der Justus-Liebig-Universität in Gießen fertig. Da wir uns immer nur am Wochenende sehen konnten, war es jetzt unser Wunsch &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Kinder, wie die Zeit vergeht.&#8220; &#8222;Verdammt lang her.&#8220; Diese Aussprüche hört man oft und sagt sie auch manchmal selbst. An den eigenen Kindern kann man dies am deutlichsten feststellen. Gerade erst gestern fand zum Beispiel ein wichtiger Abschnitt im Leben unseres Sohnes seinen krönenden Abschluss. Aber nicht nur Menschen zeigen uns auf, wie die Zeit vergeht und wie lange gewisse Begebenheiten schon zurückliegen. Selbst an leblosen Dingen nagt der Zahn der Zeit, doch auch hier ist gute Pflege das beste Mittel gegen das Altern. </strong></p>
<p><span class="dropcap">I</span>ch halte gerade ein Foto von einem Schrank in den Händen, der zwar immer noch in meinem Arbeitszimmer steht, aber auch schon in unserer ersten Wohnung vor fast 33 Jahren einen Platz hatte. Und das ist auch der Grund dafür, dass ich Euch heute von unserer ersten gemeinsamen Wohnung erzählen möchte, denn jedes einzelne Möbelstück hat seine ganz eigene Geschichte.<br />
Mein Mann studierte noch in Darmstadt und ich war gerade mit meinem Lehramtsstudium an der Justus-Liebig-Universität in Gießen fertig. Da wir uns immer nur am Wochenende sehen konnten, war es jetzt unser Wunsch gemeinsam eine Wohnung in Darmstadt zu mieten. Ich bemühte mich also um eine Referendarstelle in Darmstadt und wir fanden eine schöne gemütliche Zweizimmerwohnung in einem Mehrfamilienhaus in einem der Stadtteile.<br />
Betrat man diese Wohnung, so stand man zuerst in einem kleinen Flur. Von hier aus konnte man in die beiden Zimmer gehen. Es gab also ein Wohnzimmer und ein Schlafzimmer. Beide Räume hatten jeweils einen Zugang zu einem großen Balkon, der sich über die gesamte Breite der beiden Zimmer erstreckte. Weiterhin gab es eine komplett ausgestattete Kochnische und ein kleines Badezimmer mit Badewanne. Was wollten wir mehr?! Die Wohnung mit ihren 45 Quadratmetern erschien uns einfach riesig und war unser erstes gemeinsames Zuhause. Also gewissermaßen unser kleines Paradies.<br />
Dieses wollte allerdings auch eingerichtet sein. Viel Geld hatten wir beide nicht, da Peter ja noch studierte und ich gerade mit meinem Lehrerjob angefangen hatte. Somit waren wir für alles dankbar, das wir bekommen konnten. Die Eltern, Großeltern und Nachbarn freuten sich mit uns und so konnten wir hier etwas abgreifen und dort etwas ergattern. Nein, es ging nicht um Geld, sondern um Möbelstücke. Entsprechend zusammengewürfelt war die Einrichtung unserer Wohnung auch. Nichts, von wegen Ikea, &#8211; nein alles alte Stücke mit eigener Geschichte.<br />
Im Flur stand eine alte Kommode,</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Vitrine.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2041 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Vitrine-1024x682.jpg" alt="1200px-Vitrine" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Vitrine-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Vitrine-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Vitrine-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Vitrine.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a>die wir als Schuhschrank deklarierten. Dann gab es da noch eine kleine Truhe, die eigentlich ursprünglich mal mit Wein gefüllt war und mein Schwiegervater einst geschenkt bekommen hatte. Im Grunde genommen war es nichts wert, aber für uns wurde es trotzdem zu einem wertvollen Möbelstück. Auch in unserer zweiten Wohnung fand es noch einen Platz im Flur und bot unserem kleinen Timo eine Sitzgelegenheit, wenn er seine Schuhchen angezogen bekam.<a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Weinkistchen2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2044 size-medium aligncenter" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Weinkistchen2-195x300.jpg" alt="1200px-Weinkistchen2" width="195" height="300" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Weinkistchen2-195x300.jpg 195w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Weinkistchen2-664x1024.jpg 664w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Weinkistchen2.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 195px) 100vw, 195px" /></a>Im Wohnzimmer hatten wir keine Couchgarnitur stehen, das konnten wir uns nicht leisten. Aber wir hatten noch das alte Sofa, das meine Eltern in ihrer ersten Wohnung in der Küche stehen hatten und auf dem ich als Kleinkind saß. Ich hatte in meiner Geschichte „<a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a>“ bereits davon erzählt. Ein kleines schmiedeeisernes Tischchen stand vor diesem Sofa und diente uns sozusagen als Wohnzimmertisch. Ein Nachbar von meinen Eltern hatte es uns geschenkt und wir waren dankbar und froh darüber.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Das-Sofa-in-der-KÃ¼che-jPG-840x560.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2045 size-medium aligncenter" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Das-Sofa-in-der-KÃ¼che-jPG-840x560-300x200.jpg" alt="1200px-Das-Sofa-in-der-KÃ¼che-jPG-840x560" width="300" height="200" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Das-Sofa-in-der-KÃ¼che-jPG-840x560-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Das-Sofa-in-der-KÃ¼che-jPG-840x560.jpg 840w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Aber dieser Nachbar schenkte uns noch etwas anderes, nämlich ein altes Radio. Wir nennen es noch heute liebevoll „unser altes Dampfradio“.<a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Radio.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2042 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Radio-1024x705.jpg" alt="1200px-Radio" width="840" height="578" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Radio-1024x705.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Radio-300x207.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Radio.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a><br />
Einen Fernseher gab es natürlich auch. Zuerst hatten wir einen alten Schwarzweißfernseher und dann vererbte uns Tante Leni, von der ich bereits in der Geschichte  „<a href="http://lifetellsstories.de/clown-august-und-der-ententanz/">Clown August und der Ententanz</a>“ erzählt habe, einen Farbfernseher.</p>
<p>Das Schwarzweißgerät hatte Knöpfe, die man zum Ein-/Aus- und Umschalten drücken musste. Da es schon etwas altersschwach war, blieben diese Knöpfe nicht in der entsprechenden Position. Also mussten wir sie mit dem Brieföffner sozusagen erstechen. Wir klemmten ihn so ein, dass der Knopf in der entsprechenden Position festhielt.<br />
Einen Schaukelstuhl leisteten wir uns irgendwann einmal von unserem Geld.<br />
Vor dem großen Fenster, das eine ganze Wand einnahm, stand die alte Nähmaschine von der ich in einer anderen Geschichte bereits berichtet habe (<a href="http://lifetellsstories.de/die-jahre-gekommen/">In die Jahre gekommen</a>). Die Oma von meinem Peter hatte sie von einem älteren Herrn aus dem Altenclub für ein paar Mark extra für uns gekauft. Seine Frau, die bis zum Schluss darauf genäht hatte, war verstorben und er benötigte die Nähmaschine nicht mehr.<br />
Als Wohnzimmerschrank diente uns ein alter Eicheschrank, den jemand zum Sperrmüll gestellt hatte und dem zunächst eine Schublade fehlte. Auf das Klingeln von Peter im betreffenden Haus, bot man ihm an für 50 DM die fehlende Schublade rauszurücken. Er nahm das Angebot an und somit war der Schrank komplett. Mein Schwiegervater, der vor seinem Architekturstudium eine Schreinerlehre absolviert hatte, erkannte dass er diesen Schrank einst bearbeitet hatte.<br />
Über diesen Eicheschrank hängten wir ein altes Küchenoberteil, das  Peters Oma noch auf dem Dachboden entdeckt hatte und das ich dann in mühevoller Kleinarbeit abgeschliffen und bearbeitet habe ( siehe Beitragsbild).<br />
Als Esszimmertisch diente uns ein einfacher Holztisch, welcher ehemals Peters Opa als Schlachttisch gedient hatte. Aber auch diesen hatten wir wieder so aufgemöbelt, dass er recht ansehnlich war. Die Stühle dazu steuerten Peters Eltern bei und meine Mutter gab uns die passenden Tischdecken.<br />
Ach ja, einen großen Schreibtisch, den Peter schon in seiner Studentenbude stehen hatte, platzierten wir auch noch in einer Ecke des Wohnzimmers.<br />
Ins Schlafzimmer gehört logischerweise ein Bett. Das hatten wir auch, aber es war das Bett aus meiner Studentenbude und es maß höchstens nur 90cm auf 190cm. Wenn man jung ist, reicht auch dieser Platz vollkommen aus. Wir drehten uns einfach synchron um und alles war in bester Ordnung. Später stiftete uns der Freund meiner damals zukünftigen Schwägerin ein größeres Bett, das er eigentlich zum Sperrmüll stellen wollte.<br />
Ansonsten gab es von Peters Opa einen alten Sessel im Schlafzimmer und an der Wand brachten wir uns über die gesamte Länge ein Regal aus einfachen Bauhausbrettern an, denn unsere Bücherschätze mussten ja auch einen Platz finden. Ein alter und heute vermutlich kostbarer Schrank stand bei Peters Eltern als Werkzeugschrank im Keller. Wir durften ihn uns als Kleider- und Schlafzimmerschrank wieder aufmöbeln. Perfekt! Diesen Schrank besitzen wir heute auch noch. Nachdem er in unserer zweiten Wohnung als Kinderzimmerschrank diente, durfte er danach Jahre lang im Büro meines Mannes stehen. Allerdings musste er irgendwann einer neueren Büroeinrichtung weichen und hat jetzt wieder seinen Platz bei uns in der Garage als Werkzeugschrank gefunden. Aber weggeben werden wir ihn nie. Irgendwo hing noch ein alter Spiegel, passend zum Schrank. Dieser befindet sich ebenfalls noch in unserem Besitz.<br />
So, nun gehen wir in unser kleines Badezimmer. Die Wandfliesen waren in einem sanften leicht geflammten Grünton, was damals als modern galt.<br />
Eine Waschmaschine war auch von Nöten. Das Glück war uns hold und wir fanden beim Sperrmüll eine alte „Untertischwaschmaschine“, die wir unter das Waschbecken stellen konnten. Sie leistete nicht nur zum Waschen gute Dienste. Da sie direkt gegenüber von der Toilettenschüssel stand, wurde sie zur Ablage, wenn mein Peter am stillen Örtchen bewaffnet mit Büchern, Block und Stiften saß.<br />
Sogar Teppiche gab es in jedem Zimmer, natürlich auch nur von den Eltern.  Überall gab es Pflanzen und an den Wänden Bilder.<br />
Ich weiß nicht, ob Ihr es Euch vorstellen könnt, aber wir fühlten uns sehr wohl in dieser Wohnung und fanden sie gemütlich. Heutige junge Pärchen sind anders eingerichtet und moderner, meist mit Möbel vom Schweden. Eins jedoch haben wir mit den jungen Leuten von Heute gemeinsam. Wir alle sind und waren sehr glücklich in der allerersten gemeinsamen Wohnung. Und wir denken gerne an die Zeit zurück.</p>
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<p>Vielleicht möchtet Ihr noch das lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-jahre-gekommen/">In die Jahre gekommen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/clown-august-und-der-ententanz/">Clown August und der Ententanz</a></p>
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		<title>Brummbär Max und seine Freunde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2015 22:05:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Brummbär]]></category>
		<category><![CDATA[Dach]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute habe ich Euch eine Geschichte mitgebracht, die mir während einer langen Autofahrt einfiel. Zum Glück saß ich nicht am Steuer und so konnte ich sie gleich aufschreiben. Zunächst muss ich Euch allerdings eine Frage stellen: Kennt Ihr Brummbär Max? Nein? Das wundert mich aber, denn er ist stadtbekannt. Na dann will ich Euch von ihm erzählen: Brummbär Max hat viele Freunde, denn er ist ein sehr netter Kerl, auch wenn er manchmal etwas brummig daher kommt. Er ist beispielsweise ein Freund von unserem Kätzchen Lottchen. Zumindest sitzen sie oft gemeinsam auf einem Bänkchen im oberen Stockwerk auf der Galerie. Max ist nicht gerade der dünnste Vertreter seiner Gattung. Deshalb gibt es hin und wieder auch Platzprobleme auf dem kleinen Bänkchen. Doch unser Lottchen hat so ihre eigene Methode dieses Problem zu lösen. Sie schmeißt den Brummbär einfach kurzerhand runter. Dann liegt er da und zappelt mit den Armen und Beinen. Das stört unser Lottchen jedoch wenig und Brummbär Max schläft nach einem Weilchen selig ein und krabbelt später wieder auf das Bänkchen. Jetzt möchtet &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute habe ich Euch eine Geschichte mitgebracht, die mir während einer langen Autofahrt einfiel. Zum Glück saß ich nicht am Steuer und so konnte ich sie gleich aufschreiben. Zunächst muss ich Euch allerdings eine Frage stellen: Kennt Ihr Brummbär Max? Nein? Das wundert mich aber, denn er ist stadtbekannt. Na dann will ich Euch von ihm erzählen:</strong></p>
<p><span class="dropcap">B</span>rummbär Max hat viele Freunde, denn er ist ein sehr netter Kerl, auch wenn er manchmal etwas brummig daher kommt. Er ist beispielsweise ein Freund von unserem Kätzchen Lottchen. Zumindest sitzen sie oft gemeinsam auf einem Bänkchen im oberen Stockwerk auf der Galerie. Max ist nicht gerade der dünnste Vertreter seiner Gattung. Deshalb gibt es hin und wieder auch Platzprobleme auf dem kleinen Bänkchen. Doch unser Lottchen hat so ihre eigene Methode dieses Problem zu lösen. Sie schmeißt den Brummbär einfach kurzerhand runter. Dann liegt er da und zappelt mit den Armen und Beinen. Das stört unser Lottchen jedoch wenig und Brummbär Max schläft nach einem Weilchen selig ein und krabbelt später wieder auf das Bänkchen.<br />
Jetzt möchtet Ihr noch wissen, wer die anderen Freunde sind? Und natürlich, warum er in der ganzen Stadt bekannt ist. Ja also, das kam so:<br />
Am Anfang hieß Max einfach und schlicht nur „Teddybär“. Er saß auf einem Regal in einem großen Kaufhaus in einer noch größeren Stadt. Den Namen der Stadt habe ich vergessen, aber es gab viele Menschen und viele Autos in dieser Stadt. Von seinem Regalbrett aus konnte Max durch das Schaufenster hindurch auf die Straße schauen. Wie gerne würde er auch einmal durch die Straßen laufen. Oder mit den Kindern, die sich die Nasen an der Scheibe plattdrückten, spielen. Vielleicht sogar einmal mit einem großen Hund um die Wette laufen.<br />
Der Teddybär träumte Tag für Tag von seinen großen Abenteuern dort draußen in der großen weiten Welt. Aber so wie es aussah, würde er niemals hier wegkommen. Er war einfach zu groß, zu dick und zu schwer. Die Kinder, die noch mit Teddybären spielten, waren zu klein und zu schwach, um ihn hochzuheben und ihn festzuhalten. Auch waren ihre Arme zu kurz, um ihn zu umarmen. Die Großen hatten kein Interesse mehr an einem Teddybären. Sie wollten Rennbahnen, Eisenbahnen, Fahrräder oder Computer. So würde er wohl noch eine Weile hier sitzen müssen und dann würde er ins Lager kommen, wo er zwischen all den unverkauften Sachen einstauben würde.<br />
Eines Tages oder besser gesagt, eines Nachts passierte es dann. Der Teddybär hatte schon seit einer Weile geschlafen und wurde durch ein lautes Klirren wach. Erschrocken riss er schlagartig beide Augen auf. Was er sah, konnte er sich zunächst nicht erklären. Doch dann erkannte er, dass diese Männer Diebe waren. Sie wollten das Kaufhaus ausrauben. Er bekam Angst und machte sich so klein, wie das für einen großen dicken Teddy nur möglich ist. Die Räuber hatten es sehr eilig und stießen ihn unachtsam in eine Ecke. Sie waren nur an den kostbaren Dingen, wie Uhren, Schmuck, Computer und Fernseher interessiert. Ein Teddybär war keine lohnende Beute für sie. Inzwischen waren alle Alarmanlagen an und ein ohrenbetäubender Lärm ging durch das gesamte Kaufhaus. Und schon waren auch die Sirenen der Polizeiautos zu hören. Die Räuber flüchteten mit allem, was sie zu ihren Fluchtautos tragen und darin verstauen konnten. Sie schafften es gerade noch bevor die Polizei eintraf. Diese nahm natürlich sofort die Verfolgungsjagd auf.<br />
Ein Teil der Polizisten blieb allerdings im Kaufhaus und begann mit der Spurensicherung. In dem allgemeinen Durcheinander achtete niemand auf den großen Teddybär. Dieser ergriff die Gelegenheit und marschierte durch die eingeschlagene Scheibe in die dunkle Nacht hinaus.<br />
Der Teddybär lief lange durch die Dunkelheit bis er in einen großen schönen Park kam. Dort suchte er sich als erstes einen herumliegenden stabilen Zweig, den er als Spazierstock benutzte. Überall waren Tiere unterwegs: Dort ein kleiner Fuchs, da eine zierliche Maus und hier ein rotbraunes Eichhörnchen. Die Eule oben auf dem Baum begrüßte ihn freundlich und der Specht hämmerte mit seinem Schnabel so laut, dass alle die Kunde über den nächtlichen Besucher hören konnten. Selbst der Maulwurf blinzelte verschlafen aus seinem Maulwurfshügel heraus und winkte dem Teddy zu. Die Schnecken krochen herbei, die Enten auf dem Teich begannen zu schnattern und die Frösche zu quaken. Sogar der Mond schien zu seiner Begrüßung heller als sonst. Alle liefen zusammen und freuten sich riesig über den Neuankömmling.<br />
„Wie heißt du?“, wollten sie alle wissen.<br />
Ja, wie hieß er eigentlich? Der Teddybär wollte wie gewöhnlich ein bisschen brummen. Aber plötzlich merkte er, dass seine Stimme versagte. Wahrscheinlich hing es mit dem Stoß zusammen, den ihm die Räuber versetzt hatten. Bestimmt war ihm ein Stimmband gerissen. Vielleicht war es aber auch nur eine Erkältung. Auf jeden Fall kam anstelle eines<br />
„Brumm“<br />
nur ein gedehntes<br />
„Maa“<br />
und ein noch längeres<br />
„xsssss“<br />
heraus.<br />
Zunächst schauten sich alle verwundert an. Doch der Zaunkönig glaubte den Teddybär verstanden zu haben:<br />
„Ahh, du heißt Max!“, rief er fröhlich aus.<br />
Und so wurde aus dem Teddybär der „Brummbär Max“, den alle liebten und der dank der guten Pflege der Honigbienen seine richtige Stimme bald wieder erlangte.<br />
Brummbär Max lebte den ganzen Sommer im Stadtpark mit den anderen Tieren zusammen. Er half dem Blumenelfchen morgens die Blüten der Blumen zu öffnen und abends wieder zu schließen. Er reparierte gemeinsam mit dem Maulwurf dessen Hügel, den irgendjemand einfach zusammengetreten hatte. Für die Mäuschen brachte er Käse und Speck, wenn Schulkinder achtlos ihr Schulbrot fallen ließen. Und gemeinsam mit den Singvögeln, Fröschen und Enten studierte er ein lustiges Liedchen ein. Alles wäre perfekt gewesen, wenn sich nicht bald der Winter angekündigt hätte. Es wurde kälter und kälter. Der Fuchs verkroch sich in seinem Bau, die Zugvögel flogen in den Süden, die Eichhörnchen bereiteten ihre Winterruhe vor und der Maulwurf zog sich in seinen Hügel zurück. Der Teddy begann zu frieren, denn er war ja kein richtiger Bär und schon gar kein Eisbär, der ganz gut die Kälte aushielt. Er war einfach nur ein Teddybär und diese Bärenart friert im Winter genauso wie wir Menschen. Regen, Eis und Schnee mögen diese Bären überhaupt nicht. Was sollte er also tun?<br />
Eines wusste er ganz genau: In das große Kaufhaus würde er nicht wieder zurück gehen. Also musste er irgendwo Unterschlupf finden. Nur wo und wie?<br />
Die Enten hatten es gut, sie hatten ein Haus. Vielleicht könnte er bei ihnen wohnen. Aber das Haus stand mitten auf dem Teich und Brummbär Max konnte nicht schwimmen. Außerdem war es kein allzu großes Haus. Es hätten nur entweder die Enten oder er darin Platz gehabt.<br />
Die Entenmutter Katharina hatte allerdings eine Idee:<br />
„Am Rande des Parks stehen einige Häuser. Schau dich doch einmal um, vielleicht findest du dort ein Schlafplätzchen.“<br />
„Danke Katharina“, entgegnete Brummbär Max höflich. „Ich werde mein Glück versuchen!“<br />
Nachdem die Entenmutter ihm die Richtung gezeigt hatte, ergriff er seinen Wanderstab und machte sich auf den Weg. Es war ein großer Park und er musste weit laufen. Doch irgendwann konnte er die Häuser sehen. Er setzte sich auf einen Stein und beobachtete das Treiben in der Straße. Es war eine ruhige Straße, denn es fuhren kaum Autos. Es gab dort Kinder, Hunde und Katzen und zu den Häusern gehörten schöne Gärten. Als er so überlegte, was er nun tun sollte, kam eines der Kätzchen über die Straße in den Park gelaufen.<br />
„Hallo“, begrüßte sie kein bisschen scheu den lieben Teddybär. „Wer bist du denn? Dich habe ich hier noch nie gesehen.“<br />
„Ich bin Brummbär Max“, kam sofort die Antwort. „Und wie heißt du?“<br />
„Ich bin Lottchen und wohne dort drüben in dem weißen Haus mit dem grauen Dach!“<br />
„Ach hast du es gut. Du hast ein Dach über dem Kopf.“ Max blickte das Kätzchen aus traurigen Augen an.<br />
„Hast du denn kein Zuhause?“, erkundigte sich Lottchen.<br />
Da begann der Teddybär seine ganze Geschichte zu erzählen und Lottchen hörte geduldig zu. Sie verstanden sich gut, die Beiden. Lottchen hatte den Brummbär Max in ihr Herz geschlossen und umgekehrt hatte der Bär das kleine Lottchen sofort lieb gewonnen. Deshalb machte das Kätzchen dem Teddybär auch einen Vorschlag.<br />
Könnt Ihr Euch denken, was sie Brummbär Max vorgeschlagen hat?</p>
<p>Jedenfalls sind alle rundum glücklich und freuen sich ihres Lebens und überall, wo die Beiden hinkommen, werden sie freudig von den Tieren begrüßt. Die Geschichte von Brummbär Max hat sich nämlich inzwischen herum gesprochen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht interessieren euch auch noch diese Geschichten:</p>
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<p>&nbsp;</p>
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