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	<title>Abenteuer &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Die Abenteuer des kleinen Hops (1)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2019 15:03:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Befürchtung]]></category>
		<category><![CDATA[Hase]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Müdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Pfote]]></category>
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					<description><![CDATA[Hops sitzt ein wenig traurig auf der Wiese und schaut zu, wie die Schüler aus der Osterhasenschule ihr Ehrenband als diplomierte Osterhasenhelfer erhalten. Er bekommt leider kein solches Band und das dazugehörige Diplom auch nicht. Nicht in diesem Jahr. Hops weiß, dass es seine eigene Schuld ist, denn er hatte letztes Jahr keine Lust zu lernen. So muss er nun die Klasse noch einmal wiederholen. Er kann sich genau an die Worte des Osterhasenoberlehrers erinnern, der auch gleichzeitig sein Vater ist: „Hops, dein ständiger Unfug ärgert mich schon sehr, du wirst ein richtiger Osterhase nimmermehr.“ Allerdings trafen damals die Ermahnungen bei Hops auf taube Ohren. Man könnte es auch so ausdrücken: Vaters Worte gingen irgendwie bei dessen Sohn zum einen Osterhasenohr hinein und beim anderen Osterhasenohr wieder hinaus. Seinen Verstand erreichten sie damals nicht. Inzwischen jedoch bereut er seine Faulheit und wäre gerne mit seinen Mitschülern geehrt worden. Als die feierliche Zeremonie vorüber ist, hüpft Hopsina fröhlich zur großen Wiese. Sie will ihrem Bruder stolz das Zeugnis und das Ehrenband zeigen. Verwundert stellt sie aber &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hops sitzt ein wenig traurig auf der Wiese und schaut zu, wie die Schüler aus der Osterhasenschule ihr Ehrenband als diplomierte Osterhasenhelfer erhalten. Er bekommt leider kein solches Band und das dazugehörige Diplom auch nicht. Nicht in diesem Jahr. Hops weiß, dass es seine eigene Schuld ist, denn er hatte letztes Jahr keine Lust zu lernen. So muss er nun die Klasse noch einmal wiederholen.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><span class="dropcap">E</span>r kann sich genau an die Worte des Osterhasenoberlehrers erinnern, der auch gleichzeitig sein Vater ist:</p>
<p style="text-align: center;">„Hops, dein ständiger Unfug ärgert mich schon sehr,</p>
<p style="text-align: center;">du wirst ein richtiger Osterhase nimmermehr.“</p>
<p style="text-align: left;">Allerdings trafen damals die Ermahnungen bei Hops auf taube Ohren. Man könnte es auch so ausdrücken: Vaters Worte gingen irgendwie bei dessen Sohn zum einen Osterhasenohr hinein und beim anderen Osterhasenohr wieder hinaus. Seinen Verstand erreichten sie damals nicht.<br />
Inzwischen jedoch bereut er seine Faulheit und wäre gerne mit seinen Mitschülern geehrt worden.<br />
Als die feierliche Zeremonie vorüber ist, hüpft Hopsina fröhlich zur großen Wiese. Sie will ihrem Bruder stolz das Zeugnis und das Ehrenband zeigen. Verwundert stellt sie aber fest, dass sie ihn nicht finden kann.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Wahrscheinlich macht er schon wieder irgendwelchen Unfug“, denkt sie. „Dann zeige ich ihm alles heute Abend. Bestimmt freut er sich mit mir.“<br />
Schnell läuft sie wieder zu ihren Kameraden und spielt mit ihnen Nachlauf. Sie ist die Beste im Hakenschlagen, so steht es in ihrer Urkunde und diese Fähigkeit nutzt sie auch im Spiel nach allen Regeln der Kunst aus. Da es aber auf die Dauer langweilig ist, wenn man niemals gefangen wird, täuscht sie irgendwann eine verstauchte Pfote vor, um sich fangen zu lassen. Endlich ist sie nun die Jägerin und ihre Pfote ist auf wundersame Weise wieder voll einsatzfähig.<br />
So kommt Hopsina froh und munter und auch ein bisschen abgekämpft nach Hause.<br />
„Wo hast du denn Hops gelassen?“, empfängt die Mutter sie. „Wir waren in der Annahme er sei bei dir.“<br />
„Nein, ich habe ihn seit heute Morgen nicht mehr gesehen und dachte er sei mit euch zusammen unterwegs“, antwortet sie überrascht.<br />
„Hat der Lümmel denn immer noch lauter Unfug im Kopf“, ärgert sich der Osterhasenpapa. „Mittlerweile sollte er doch aus den Flegeljahren heraus sein und endlich mal den Ernst des Lebens erkannt haben.“<br />
„Lasst uns ihn suchen“, schlägt nun die besorgte Mutter vor. „Ich habe die Befürchtung, dass ihm etwas zugestoßen sein könnte.“<br />
Sofort beginnt Hopsina aus Angst um ihren Bruder zu weinen, doch der Vater erklärt ihr:<br />
„Tränen bringen uns jetzt nicht weiter. Mutter hat schon recht, wir müssen ihn einfach suchen. Lasst uns jetzt gleich loshoppeln!“<br />
Tja und so beginnt eine große Suchaktion. Alle seine Lieblingsplätze werden abgesucht und seine Spielkameraden befragt. Doch Hops bleibt auch nach Einbruch der Dunkelheit spurlos verschwunden. Jetzt macht sich der Osterhasenpapa ebenfalls große Sorgen.<br />
„Hops ist zwar ein Lausebengel, aber er ist kein schlechter Hasenjunge und er würde uns niemals absichtlich Kummer bereiten wollen. Wir müssen unsere Suche ausweiten und jeden noch so kleinen Winkel durchforsten.“<br />
Was die besorgten Familienangehörigen nicht wissen können, ist dass Hops nichts passiert ist, aber sein kleines Hasenherz trotzdem ziemlich heftig pocht. Und zwar aus zweierlei Gründen.<br />
Der erste Grund ist ein kleines Hasenfräulein, das Hops plötzlich sieht, als er ein wenig traurig die Wiese verlässt. Sie steht auf einmal ganz unvermittelt vor ihm und lächelt ihn an. Er schmilzt sofort dahin und schickt ihr ebenfalls ein Lächeln.<br />
„Sie sieht bezaubernd aus in ihrem rosa Kleidchen und der weißen Schleife am linken Hasenohr“, denkt er und zwinkert ihr kess zu.<br />
Verlegen hoppelt das Hasenmädchen ein bisschen weiter und Hops läuft vorsichtig hinterher. Daraus entwickelt sich eine Art Spiel. Sobald Hops nahe genug an sie herankommt, läuft sie ein Stückchen weiter, versteckt sich hinter einem Baum oder schlägt ganz schnell einen Haken.<br />
So entfernt sich Hops immer weiter von seiner heimatlichen Wiese und eigentlich auch von der Umgebung, in der er sich auskennt. Die Beiden sind so vertieft in ihr Spiel und die kleinen Neckereien, dass sie den streunenden Hund viel zu spät bemerken.<br />
Erst als dieser laut bellend auf sie zurennt, nehmen sie ihn wahr. Das ist aber fast schon zu spät. Obwohl sie so schnell es ihre Hasenfüße zulassen, davonrennen und einen Haken nach dem anderen schlagen, ist er ihnen ziemlich dicht auf den Fersen.<br />
„Schnell, schnell, der Hund zerfleischt uns, wenn er uns erst einmal gefangen hat!“, ruft Hops dem fremden Hasenmädchen zu.<br />
„Ich habe Angst. Bitte beschütze mich!“, fleht ein weinerliches Stimmchen den Hasenjungen an.<br />
„Wir müssen uns verstecken!“<br />
Ja, nur wo sollen sich die zwei Häschen verstecken? Der Hund kommt immer näher und die Beiden rennen buchstäblich um ihr Leben. Nur noch wenige Meter trennen sie von dem zähnefletschenden Ungeheuer.<br />
„Komm!“, ruft Hops atemlos. „Da drüben beginnt ein kleines Waldstück, dort werden wir bestimmt ein gutes Versteck finden.“<br />
Inzwischen sind die Pfoten von dem Hasenmädchen schon wundgelaufen, bluten und schmerzen ganz fürchterlich.<br />
„Ich kann nicht mehr!“, ruft es dem Hasenjungen zu.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Hops erkennt die Situation und ermahnt:<br />
„Du darfst jetzt nicht aufgeben, sonst sind wir verloren!“<br />
Geschwind lässt er seinen Blick umherschweifen. Da sieht er plötzlich einen großen abgesägten Baumstamm am Boden liegen. Dieser scheint schon alt und krank gewesen zu sein. Am unteren Ende ist nämlich ein Loch erkennbar, nicht zu klein und nicht zu groß. Genau richtig, dass Hops und das Hasenmädchen in allerletzter Sekunde hineinschlüpfen können und somit der Bestie entkommen.<br />
Doch nun sitzen sie zusammengekauert, zitternd und mit pochendem Herzen in dem dunklen Baumstamm. Davor hat sich der kläffende Hund aufgestellt, doch zum Glück kommt er mit seiner Schnauze nur ein winziges Stückchen in die Öffnung hinein. Da sich die beiden Häschen jedoch so weit wie möglich nach hinten geflüchtet haben, kann er ihnen nichts anhaben. Vorerst sind sie gerettet. Doch wie geht es mit ihnen weiter? Wird das Ungeheuer aufgeben? Werden die Familienmitglieder die Suche nicht aufgeben und sie retten? Oder müssen sie in ihrem Versteck elendig verhungern und verdursten?<br />
„Bestimmt haben sie uns schon vermisst und werden uns suchen“, tröstet Hops das kleine Hasenmädchen. „Mein Vater ist der Osterhasenoberlehrer und er ist verdammt schlau. Lass uns ein wenig schlafen und wenn wir aufwachen ist die Rettung ganz sicherlich schon da!“<br />
„Hoffentlich…!“, denkt Hops noch, bevor auch ihm die Augen vor Müdigkeit zufallen&#8230;</p>
<p style="text-align: center;">Fortsetzung folgt&#8230;</p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/4093-2/">Klein Astrid und der Osterhase</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/unsere-persoenliche-ostergeschichte/">Unsere persönliche Ostergeschichte</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-fliegende-ei/">Das fliegende Ei</a></p>
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		<title>Die Abenteuer des kleinen Matz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2016 18:22:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
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		<category><![CDATA[Papa]]></category>
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					<description><![CDATA[Piep und Matz sind zwei kleine Zwillingsmäusekinder, die mit ihren Eltern in einem Mauseloch, also ihrer Mäusewohnung leben. Diese befindet sich in einem schönen Garten nicht weit von der Gartenlaube entfernt. Piep und Matz sind ganz klein und müssen noch viel lernen. Deshalb dürfen sie nur gemeinsam mit ihren Eltern nach draußen in die große weite Welt. „Ihr Zwei bleibt schön zu Hause und wartet bis Papa und Mama zurück sind. Wir gehen auf Futtersuche und bringen Euch gleich was Leckeres mit“, sagt der Vater streng zu den beiden Mäusekindern. „Ihr wisst ja, dass es draußen ganz gefährlich ist und es auch eine Katze in dem Garten außerhalb unserer Mäusewohnung gibt. Seid schön artig und macht, was der Papa gesagt hat“, ermahnt die Mutter. Piep und Matz piepen ein „Jawohl, liebe Eltern!“ in ihrer Mäusesprache und kuscheln sich aneinander. Hier unten ist es schön warm und ihr Nestchen bietet ihnen Schutz und Behaglichkeit. Die Beiden fühlen sich sicher und entschwinden auch gleich in das Land der süßen Träume. Während Piep von einer großen Katze träumt, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Piep und Matz sind zwei kleine Zwillingsmäusekinder, die mit ihren Eltern in einem Mauseloch, also ihrer Mäusewohnung leben. Diese befindet sich in einem schönen Garten nicht weit von der Gartenlaube entfernt. Piep und Matz sind ganz klein und müssen noch viel lernen. Deshalb dürfen sie nur gemeinsam mit ihren Eltern nach draußen in die große weite Welt.</strong><br />
<span class="dropcap">„I</span>hr Zwei bleibt schön zu Hause und wartet bis Papa und Mama zurück sind. Wir gehen auf Futtersuche und bringen Euch gleich was Leckeres mit“, sagt der Vater streng zu den beiden Mäusekindern.<br />
„Ihr wisst ja, dass es draußen ganz gefährlich ist und es auch eine Katze in dem Garten außerhalb unserer Mäusewohnung gibt. Seid schön artig und macht, was der Papa gesagt hat“, ermahnt die Mutter.<br />
Piep und Matz piepen ein<br />
„Jawohl, liebe Eltern!“<br />
in ihrer Mäusesprache und kuscheln sich aneinander. Hier unten ist es schön warm und ihr Nestchen bietet ihnen Schutz und Behaglichkeit. Die Beiden fühlen sich sicher und entschwinden auch gleich in das Land der süßen Träume. Während Piep von einer großen Katze träumt, die ihn als einen leckeren Happen verschlingt, sieht Matz ein großes Stück Käse in seinen Träumen. Piep schrickt mit einem lauten Piep auf und zittert vor Angst.<br />
„Nein, nein! Bitte, bitte lass mich wieder frei und zerbeiße mich nicht mit deinen Zähnen!“, schreit er voller Angst und reißt ganz plötzlich die Augen auf. Sein Herz bubbert wie wild und seine Augen sind riesengroß. Er stupst den schlafenden und schmatzenden Matz an, damit ihn dieser vor der grauenvollen Katze beschützen soll.<br />
„Was ist denn?“, fragt dieser ganz mürrisch. „Ich hatte gerade ein leckeres Stückchen Käse direkt vor meiner Nase. Ich wollte in dem Moment reinbeißen, als du mit deinem Geschrei angefangen hast. Das ist ganz schön gemein!“<br />
„Die Katze wollte mich doch fressen“, verteidigt sich Piep.<br />
„Papalapap! Hier ist keine Katze! Ruhe jetzt!“ Matz ist richtig böse, denn mittlerweile knurrt auch sein Magen ganz heftig. Vielleicht kann er ja noch einmal einschlafen und einfach weiter träumen. Er versucht es und drückt die Augen so fest zu, wie er nur kann. Aber sein Magen knurrt und knurrt und lässt ihn nicht mehr in das Land der Träume entschwinden.<br />
Wenn doch endlich Papa und Mama mit den versprochenen Leckereien kommen würden. Aber bisher regt sich nichts, obwohl die Eltern nun schon eine gefühlte Ewigkeit weg sind.<br />
„Ich gehe jetzt nach oben und halte mal Ausschau nach Papa und Mama“, sagt Matz zu seinem Zwillingsbruder.<br />
„Nein, bleib hier!“, ruft Bruder Piep erschrocken aus. „Du hast doch gehört, was unsere Eltern gesagt haben. Wir sind noch zu klein und draußen lauern große Gefahren!“, warnt Piep.<br />
„Ich will doch auch nur aus dem Mauseloch raus schauen“, beruhigt ihn Matz. „Das ist ganz ungefährlich.“<br />
„Aber komm sofort wieder. Wenn Papa und Mama dich erwischen, dann ist aber ganz schön was los. Dann bekommst du bestimmt für den Rest der Woche Hausarrest“, ermahnt Piep den kleinen Matz.<br />
Doch das hört der Zwillingsbruder schon nicht mehr. Er ist längst oben angekommen und blinzelt der Sonne entgegen. Von den Mäuseeltern ist weit und breit nichts zu sehen. Stattdessen sieht er tatsächlich ganz viele Leckereien. Auf dem Gartentisch auf der Terrasse steht eine tolle Sahnetorte. Dem kleinen Matz läuft das Wasser nur so in seinem winzigen Mäusemund zusammen.<br />
„Soll ich oder soll ich nicht?“, überlegt er einen Moment. „Wenn ich flink genug bin, dann kann ich mir schnell einen süßen Happen von der Torte holen. Und einen zweiten Happen für meinen Bruder Piep auch noch.“<br />
Matz sieht sich noch einmal kurz um und erkennt keinerlei Gefahr. Weder Mensch noch Tier sind zu erkennen.<br />
„Ach, was soll es“, beschließt er. „Ich bin in Null Komma Nichts wieder hier und keiner bemerkt von meinem kleinen Ausflug etwas. Piep wird wird mich schon nicht verraten, denn er bekommt ja auch ein Stückchen Torte“, überlegt der kleine Matz weiter.<br />
Schwuppdiwupp ist er draußen auf der Wiese und rennt in Richtung Terrasse.<br />
„Stopp!“, erschallt plötzlich ein lauter Warnruf und Matz erstarrt.<br />
Zwei große grüne Augen blicken ihn an und eine Schnauze kommt verdächtig nahe.<br />
„Wohin des Weges, du kleiner Hosenscheißer?“, fragt ihn eine braun getigerte Katze.<br />
„Ich, …ich… hab so großen Hunger und da dachte ich…“<br />
„Du hast hier gar nichts zu denken. Das ist mein Revier und Hunger hab ich übrigens auch. Und zwar auf kleine Mäusekinder wie dich!“, schallt es zu Matz hinüber.<br />
„Bitte, bitte, tu mir nichts!“, piepst er total erschrocken zurück. „Ich bin doch noch so klein und wusste nicht, dass das dein Revier ist.“<br />
„Ein bisschen klein bist du tatsächlich. Gerade genug für einen hohlen Zahn“, überlegt die Katze.<br />
„Ja und ich schmecke auch gar nicht gut“, versucht Matz seinem Feind glaubhaft zu machen.<br />
„Das überlass mal ruhig mir. Was mir schmeckt, das werde ich doch wohl besser wissen als du!“, kontert die Katze. Aber ich überlege mir das noch, ob ich dich jetzt sofort fresse oder dich einfach ziehen lasse.“<br />
„Ach ja, bitte. Ich komme auch nicht mehr in dein Revier! Versprochen!“, beteuert Matz ganz hoffnungsvoll.<br />
„Lass uns ein bisschen Nachlauf und Verstecken spielen“, schlägt nun die Katze vor und gibt Matz mit ihrer Tatze einen Schups. „Ich liebe es nämlich mit kleinen Mäuschen zu spielen!“<br />
Entsetzt macht Matz einen Satz nach vorne und rennt so schnell, wie ihn seine kleinen Füßchen tragen können. „Hoffentlich ist das kein Trick!“, überlegt er, doch da kommt ihm die Katzenpfote schon wieder verdächtig nahe.<br />
„Ich muss versuchen, so schnell wie möglich mein Mauseloch zu erreichen“, schießt es ihm durch den Kopf.<br />
„Glaub nur nicht, dass du mich austricksen kannst. Ich lasse dich sowieso nicht in dein Mauseloch!“, warnt die Katze und sperrt ihr Maul verdächtig weit auf. Sie rennt hinter Matz her, um dann aber plötzlich vor ihm zu stehen und ihm den Weg zu versperren.<br />
Matz rennt mal links, mal rechts, mal vor, mal zurück. Inzwischen ist er voller Panik und weiß weder ein noch aus.<br />
„Mama! Papa!“, schreit er. „Helft mir doch!“<br />
Doch die Eltern sind noch nicht von ihrem Ausflug zurück und sein Bruder Piep kann ihm sowieso nicht helfen, außerdem hört er ihn auch gar nicht. Matz ist ganz alleine auf sich gestellt. Das Knurren in seinem Magen ist auch verstummt, denn dieser ist anscheinend genauso verängstigt, wie Matz selbst.<br />
Schon wieder schlägt die Katzentatze nach dem kleinen Mausekind und hätte ihm fast mit dem kräftigen Hieb den Garaus gemacht. Matz zittert und bibbert und kann sich auf einmal gar nicht mehr rühren.<br />
„Gleich ist es vorbei“, denkt er gerade noch, da spürt er etwas über sich. Es wird dunkel um ihn herum und plötzlich geht alles ganz schnell. Etwas greift nach ihm und hebt ihn hoch und dann verlassen Matz die Sinne. Er wird einfach ohnmächtig.<br />
Als er wieder zu sich kommt und die Augen öffnet, sieht er zwei Augen und spürt, dass jemand zärtlich über seinen kleinen Körper streicht.<br />
„Bin ich jetzt im Mäusehimmel?“, denkt er sich.<br />
Doch dann bemerkt er, dass ihn eine Menschenhand vor dem Verderb gerettet hat und ihn nun direkt vor seinem Mauseloch absetzt.<br />
„Lottchen verschwinde und lass das arme Mäuschen in Frieden!“, ruft dieser Mensch der Katze zu und zu Matz sagt er: „Lauf ganz schnell hinein, dann kann dir das Lottchen nichts mehr tun.“<br />
Matz rennt um sein Leben, immer weiter die Gänge entlang nach unten zu seiner Mäusewohnung.<br />
„Da bist du ja endlich!“, ruft ihm Piep entgegen. Wo warst du denn so lange? Die Eltern werden gleich kommen.“<br />
„Das erzähle ich dir später, jetzt muss ich erst einmal verschnaufen“, sagt Matz, kuschelt sich zu seinem Zwillingsbruder und ist auch schon eingeschlafen.<br />
„Schau nur, wie gehorsam unsere beiden Kinder sind und wie friedlich sie schlafen“, sagt die Mäusemutter ganz stolz zu ihrem Mäusemann, als sie mit den Leckereien zurück sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Flie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2016 23:35:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
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		<category><![CDATA[Fliegenklatsche]]></category>
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		<category><![CDATA[Schüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Suppe]]></category>
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					<description><![CDATA[Seltsam, aber irgendwie werden die Tiere immer kleiner, von denen ich berichte. Nach Emma, der Maus ist heute Flie, die Fliege an der Reihe. Ihr fragt, wie ich darauf komme? Ganz einfach. Schaut mal ganz genau die Fotos vom Haus der Familie Maus an. Könnt Ihr sie sehen? Auf dem Tisch sitzt eine Fliege. Das war wohl Flie, bei einem ihrer Abenteuer.  FLIE FLIE, DIE FLIEGE SITZT MAL DA, MAL DORT, SCHON IST SIE WIEDER AN EINEM ANDEREN ORT. GERADE SASS SIE AUF OMAS NEUER VASE, DOCH JETZT LÄSST SIE SICH NIEDER AUF OPAS NASE. ER VERSCHEUCHT SIE MIT DER HAND, SO NIMMT FLIE PLATZ AN DER WAND. AUCH HIER HÄLT SIE ES NICHT LANGE AUS, DENN OMA BRINGT SUPPE FÜR OPA KLAUS. SOFORT ERKENNT SIE DEN KÖSTLICHEN DUFT UND ERHEBT SICH GESCHWIND IN DIE LUFT. IHRE FLÜGEL KRÄFTIG SCHWINGEN, ABER AUCH DIE LANDUNG MUSS GELINGEN. DREIMAL UMRUNDET SIE DEN TISCH. „NA WARTE, WIR KRIEGEN DICH! DIES IST ALLEIN NUR UNSER MITTAGSSCHMAUS, VERLASSE SOFORT DAS ZIMMER UND DAS HAUS!“ FLIE ERHÄLT EINEN TÜCHTIGEN WISCH UND &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seltsam, aber irgendwie werden die Tiere immer kleiner, von denen ich berichte. Nach Emma, der Maus ist heute Flie, die Fliege an der Reihe. Ihr fragt, wie ich darauf komme? Ganz einfach. Schaut mal ganz genau die Fotos vom Haus der Familie Maus an. Könnt Ihr sie sehen? Auf dem Tisch sitzt eine Fliege. Das war wohl Flie, bei einem ihrer Abenteuer. </strong></p>
<p><strong>FLIE</strong></p>
<p><strong>FLIE, DIE FLIEGE SITZT MAL DA, MAL DORT,</strong><br />
<strong>SCHON IST SIE WIEDER AN EINEM ANDEREN ORT.</strong><br />
<strong>GERADE SASS SIE AUF OMAS NEUER VASE,</strong><br />
<strong>DOCH JETZT LÄSST SIE SICH NIEDER AUF OPAS NASE.</strong><br />
<strong>ER VERSCHEUCHT SIE MIT DER HAND,</strong><br />
<strong>SO NIMMT FLIE PLATZ AN DER WAND.</strong></p>
<p><strong>AUCH HIER HÄLT SIE ES NICHT LANGE AUS,</strong><br />
<strong>DENN OMA BRINGT SUPPE FÜR OPA KLAUS.</strong><br />
<strong>SOFORT ERKENNT SIE DEN KÖSTLICHEN DUFT</strong><br />
<strong>UND ERHEBT SICH GESCHWIND IN DIE LUFT.</strong><br />
<strong>IHRE FLÜGEL KRÄFTIG SCHWINGEN,</strong><br />
<strong>ABER AUCH DIE LANDUNG MUSS GELINGEN.</strong></p>
<p><strong>DREIMAL UMRUNDET SIE DEN TISCH.</strong><br />
<strong>„NA WARTE, WIR KRIEGEN DICH!</strong><br />
<strong>DIES IST ALLEIN NUR UNSER MITTAGSSCHMAUS,</strong><br />
<strong>VERLASSE SOFORT DAS ZIMMER UND DAS HAUS!“ </strong><br />
<strong>FLIE ERHÄLT EINEN TÜCHTIGEN WISCH</strong><br />
<strong>UND ÜBERLÄSST DEN BEIDEN DEN TISCH.</strong></p>
<p><strong>DOCH FLIE HAT EINEN PLAN,</strong><br />
<strong>SIE TREIBT DIE BEIDEN IN DEN WAHN.</strong><br />
<strong>UMSCHWIRRT BRUMMEND IHRE KÖPFE,</strong><br />
<strong>SETZT SICH AUF STUHL, HERD UND TÖPFE.</strong><br />
<strong>OPA VOLLER WUT UND ÄRGER UM SICH BLICKT,</strong><br />
<strong>DIE OMA NACH DER FLIEGENKLATSCHE SCHICKT.</strong></p>
<p><strong>OMA SCHWINGT DIE KLATSCHE HIN UND HER,</strong><br />
<strong>FLIE ENTWISCHT, FLIEGT KREUZ UND QUER.</strong><br />
<strong>„ÄTSCH, KOMMT NUR HER,</strong><br />
<strong>IHR KRIEGT MICH NIMMERMEHR!</strong><br />
<strong>ICH BIN EH&#8216; FLINKER ALS IHR ZWEI,</strong><br />
<strong>ALSO LASST GERENNE UND GESCHREI!“</strong></p>
<p><strong>FLIE NOCHMALS EINE LETZTE RUNDE DREHT,</strong><br />
<strong>DANN AUF DEM TELLERRAND SPAZIEREN GEHT.</strong><br />
<strong>IHREN RÜSSEL IN DIE SUPPE STECKT.</strong><br />
<strong>OH, WIE ES IHR SCHMECKT!</strong><br />
<strong>OPA ENTREISST DER OMA DIE KLATSCH&#8216;</strong><br />
<strong>UND SCHON MACHT ES PLATSCH!</strong></p>
<p><strong>DIE SUPPE SPRITZT AN OPAS KINN</strong><br />
<strong>UND AUCH SONST NOCH ÜBERALL HIN.</strong><br />
<strong>FLIE HAT JEDOCH GANZ ENTSPANNT,</strong><br />
<strong>DIE GEFAHR FRÜHZEITIG ERKANNT.</strong><br />
<strong>LECKT NUN VON DER TISCHDECKE</strong><br />
<strong>ALL DIE LECKEREN SUPPENFLECKE.</strong></p>
<p><strong>„LECKER, WO GIBT ES MEHR?</strong><br />
<strong>ICH MAG DIESE SUPPE SEHR!“</strong><br />
<strong>SCHNELL HIN ZUR SUPPENSCHÜSSEL,</strong><br />
<strong>UND HINEIN MIT DEM FLIEGENRÜSSEL.</strong><br />
<strong>DOCH NIEMALS FLIEG MIT VOLLEM BAUCH!</strong><br />
<strong>DAS MERKT FLIE ZU SPÄT NUN AUCH.</strong></p>
<p><strong>SIE MEHR UND MEHR ZU TORKELN BEGINNT</strong><br />
<strong>UND KAUM NOCH AN HÖHE GEWINNT.</strong><br />
<strong>IM STURZFLUG NACH UNTEN ES GEHT,</strong><br />
<strong>DA HILFT AUCH KEIN STOSSGEBET.</strong><br />
<strong>FLIE SCHON IHR ENDE SIEHT GEKOMMEN,</strong><br />
<strong>SIE FÜHLT SICH GANZ UND GAR BENOMMEN.</strong></p>
<p><strong>KURZ VOR DEM AUFPRALL,</strong><br />
<strong>STOPPT JEDOCH IHR TIEFER FALL.</strong><br />
<strong>RETTENDE HÄNDE FANGEN SIE EIN,</strong><br />
<strong>BEVOR SIE IN DIE SUPPE TAUCHT HINEIN.</strong><br />
<strong>FRITZ, DES NACHBARS BENGEL</strong><br />
<strong>IST DER FLIEGE ENGEL.</strong></p>
<p><strong>ER BRINGT SIE SCHNELL HINAUS</strong><br />
<strong>AUS BESAGTER KÜCHE UND HAUS.</strong><br />
<strong>FLIE NUN VOLLER GLÜCK,</strong><br />
<strong>WIRFT KEINEN BLICK ZURÜCK.</strong><br />
<strong>SCHON ENTBRENNT IN IHR DAS FEUER.</strong><br />
<strong>AUF ZUM NÄCHSTEN GROSSEN ABENTEUER!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr noch das lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-dreivasengeschichte/">Die Dreivasengeschichte</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/immer-rund-herum/">Immer rund herum</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/von-der-sonnenuhr-zur-poesie/">Von der Sonnenuhr zur Poesie</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Osterhasenabenteuer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Mar 2016 22:20:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Feld]]></category>
		<category><![CDATA[Haken]]></category>
		<category><![CDATA[Heft]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Osterhase]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[überlegen]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine Mutter hat noch einige Schulhefte aus meiner Grundschulzeit aufgehoben. In einem Heft aus der zweiten Klasse fand ich zwei Texte, aus denen ich Euch heute eine kleine Geschichte gebastelt habe. An deren Ende findet Ihr die handgeschriebenen Originaltexte. Doch lest erst einmal meine Geschichte, denn ich bin gespannt, ob Ihr des Rätsels Lösung findet. Hopsi ist ein kleiner Osterhase. Nein, das ist nicht ganz korrekt, denn Hopsi ist noch kein richtiger Osterhase. Er geht noch in die Osterhasenschule. Deshalb ist Hopsi ein Osterhasenschüler. Er muss noch viel lernen, alle die Dinge, die ein richtiger Osterhase wissen und können muss. Ja, jetzt denkt ihr natürlich an das Färben und Bemalen der Eier. Klar, das machen die Osterhasenkinder im Malunterricht. Das macht ihnen viel Spaß und es ist jedes Mal eine riesige Kleckserei. Der Osterhasenlehrer ermahnt immer wieder: „Kinder, Kinder! Bleibt schön ruhig sitzen und seid ganz vorsichtig, dass Euch der Farbtopf nicht herunter fällt.“ Bei der ganzen Aufregung und Begeisterung seiner Schüler ist das nämlich schon mehr als nur einmal passiert. „Vorsicht Fritzchen, pass auf &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meine Mutter hat noch einige Schulhefte aus meiner Grundschulzeit aufgehoben. In einem Heft aus der zweiten Klasse fand ich zwei Texte, aus denen ich Euch heute eine kleine Geschichte gebastelt habe. An deren Ende findet Ihr die handgeschriebenen Originaltexte. Doch lest erst einmal meine Geschichte, denn ich bin gespannt, ob Ihr des Rätsels Lösung findet.</strong></p>
<p><span class="dropcap">H</span>opsi ist ein kleiner Osterhase. Nein, das ist nicht ganz korrekt, denn Hopsi ist noch kein richtiger Osterhase. Er geht noch in die Osterhasenschule. Deshalb ist Hopsi ein Osterhasenschüler. Er <span style="color: #000000;">muss</span> noch viel lernen, alle die Dinge, die ein richtiger Osterhase wissen und können muss. Ja, jetzt denkt ihr natürlich an das Färben und Bemalen der Eier. Klar, das machen die Osterhasenkinder im Malunterricht. Das macht ihnen viel Spaß und es ist jedes Mal eine riesige Kleckserei. Der Osterhasenlehrer ermahnt immer wieder:<br />
„Kinder, Kinder! Bleibt schön ruhig sitzen und seid ganz vorsichtig, dass Euch der Farbtopf nicht herunter fällt.“<br />
Bei der ganzen Aufregung und Begeisterung seiner Schüler ist das nämlich schon mehr als nur einmal passiert.<br />
„Vorsicht Fritzchen, pass auf den Pinsel auf, sonst liegt er wieder im Farbtopf wie das letzte Mal. Und du Hopsi schaukle nicht mit dem Stuhl. Emmalein, das Ei ist doch kein Ball, also wirf es nicht in die Luft!“<br />
Aber der Herr Lehrer muss nicht nur ermahnen, er hat auch viele liebe und lobende Worte für seine Schüler. Am Ende der Malstunde zeigt ihm nämlich jedes Osterhasenkind die bunt bemalten Ostereier.<br />
„Das habt ihr alle sehr schön gemacht und zur Belohnung gehen wir jetzt auf die Wiese und spielen Verstecken.“<br />
Dieses Spiel ist für einen zukünftigen Osterhasen sehr wichtig, müsst ihr wissen. Ein Osterhase muss ja die besten Verstecke kennen. Und wie findet man die? Genau, indem man Verstecken spielt. Aber auch Haken schlagen muss gekonnt und gelernt sein und manchmal muss ein Osterhase auch schnell wegrennen können. Das alles wird in der Osterhasenschule geübt und noch vieles mehr.<br />
Wenn alle vom vielen Bewegen ganz außer Puste sind, dann ruft der Lehrer seine Osterhasenschüler zu sich in die hinterste Ecke der Wiese. Dort steht nämlich ein großer Tisch und zwei Bänke. Artig nehmen die Häschen Platz und jeder bekommt eine große leckere Karotte. Da wird geknabbert und geplappert, gelacht und geschmatzt.<br />
Fritzchen erzählt dem Lehrer und seinen Mitschülern, was ihm gestern nach dem Schulunterricht auf dem Heimweg so passiert ist:<br />
„Ich bin gerade so schön über das Feld gehoppelt, da kam ein kleiner Hund. Er war seinem Herrchen davon gelaufen und hat mich plötzlich entdeckt.“<br />
Die Ohren seiner Mitschüler stehen hoch in die Luft gerichtet und alle schauen ihn gespannt an.<br />
„Hast du Angst gehabt?“, fragt Emmalein mitfühlend.<br />
„Ja ganz viel“, gibt Fritzchen ehrlich zu. „Deshalb bin ich auch ganz schnell weggerannt, aber der Hund lief immer hinter mir her.“<br />
„Oh! Und dann?“, will Tapsi wissen.<br />
„Ich bin immer schneller gelaufen und auf einmal sah ich einen Bach vor mir. Und da musste ich an die Schule denken und was der Herr Lehrer uns beigebracht hat. Blitzschnell habe ich einen Haken geschlagen. Der Hund war mir ganz dicht auf den Fersen, aber er konnte nicht so schnell wie ich einen Haken schlagen oder stehen bleiben, deshalb ist er weiter geradeaus gelaufen. Ich habe nur noch gehört, wie es Platsch gemacht hat und er lag im Bach.“<br />
Jetzt freuen sich alle über Fritzchens Klugheit und Geschicklichkeit. Über den Hund aber müssen sie tüchtig lachen.<br />
„Prima, liebes Fritzchen, das hast du schon so gut gemacht wie ein richtiger Osterhase“, lobt der Herr Lehrer ihn und gibt ihm zur Belohnung eine Extramöhre.<br />
„Darf ich auch noch etwas erzählen?“, erkundigt sich Hopsi.<br />
Als der Herr Lehrer aufmunternd nickt, beginnt Hopsi zu erzählen.<br />
„Mir ist da am Dienstagmittag etwas ganz Schreckliches passiert. Am Dienstag hat doch die Sonne so schön gescheint und ich hatte keine Lust auf meine Hausaufgaben. Meine Eltern und Geschwister waren bei meiner Hasenoma und ich wollte auch zu ihr. Also bin ich einfach raus auf das große Feld gelaufen und bin in die Richtung, wo das Häuschen meiner Hasenoma im Wald steht, gegangen.“<br />
Inzwischen ist es mucksmäuschenstill. Alle wollen wissen was doch dem kleinen Hopsi so Schreckliches widerfahren ist.<br />
„Die Sonne war schön warm und sie schien mir direkt ins Gesicht. Ich lief der Sonne einfach entgegen und über das große Feld. Plötzlich bemerkte ich ein merkwürdiges Tier mit zwei großen Hörnern hinter mir. Es verfolgte mich die ganze Zeit. So ein Tier hatte ich noch niemals gesehen. Es war mir total unheimlich zumute und ich hatte ganz fürchterliche Angst.“<br />
„Hast du auch einen Haken geschlagen wie Fritzchen?“, fragt Tapsi.<br />
„Psst!“, machen die anderen. „Lass einfach Hopsi erzählen!“<br />
„ Dieses merkwürdige und bösartige Tier lief immer noch hinter mir her. Es verfolgte mich und ich war mir sicher, dass es mich fressen wollte. Ich bin immer schneller gelaufen. Bis ich endlich zum Wald kam, in dem meine Hasenoma wohnt. Als ich im Wald war, war das böse Tier auf einmal verschwunden. Ich sage Euch, wenn ich nicht so schnelle Beine gehabt hätte, dann wäre ich jetzt nicht mehr hier. Das böse unheimliche Tier hätte mich ganz einfach aufgefressen.“<br />
Hopsi blickt in die angsterfüllten Augen seiner aufgeregten Mitschüler. Aber als er zum Herrn Lehrer blickt, bemerkt er ein breites Grinsen in dessen Gesicht.<br />
„Ich glaube nicht, dass du aufgefressen worden wärst“, erklärt er Hopsi.<br />
„Doch, doch! Es war ein ganz gefährliches und schnelles Tier mit zwei riesigen Hörner, das habe ich doch schon erzählt“, beteuert der arme Hase.<br />
„Ja, du hast aber ganz am Anfang Deiner abenteuerlichen Geschichte auch noch etwas ganz anderes erzählt, lieber Hopsi.“<br />
Der Hasenlehrer blickt in die Runde und fragt:<br />
„Na, wer hat genau aufgepasst und wer kann uns des Rätsels Lösung nennen?“<br />
Die Osterhasenschüler tuscheln untereinander und schauen zwischendurch immer wieder ratlos zum Herrn Lehrer. Dieser meint nur:<br />
„Ich gebe Euch noch einen kleinen Tipp: Denkt an die Sonne!“<br />
Jetzt schnellt blitzartig das Pfötchen des Oberstreberhasen Julius in die Höhe.<br />
„Ich weiß es, ich weiß es, Herr Lehrer!“, ruft er in die Runde.<br />
„Es war sein Sch…!“<br />
„Psst!“, sagt jetzt der Hasenlehrer, „lass die anderen noch ein bisschen überlegen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und das stammt aus meinem Schulheft aus der 2. Klasse:</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-2950 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01316-Kopie-1024x734.jpg" alt="1200px-DSC01316 Kopie" width="840" height="602" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01316-Kopie-1024x734.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01316-Kopie-300x215.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01316-Kopie-768x550.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01316-Kopie.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2951 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01313-Kopie-1006x1024.jpg" alt="1200px-DSC01313 Kopie" width="840" height="855" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01313-Kopie-1006x1024.jpg 1006w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01313-Kopie-295x300.jpg 295w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01313-Kopie-768x782.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01313-Kopie.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2952 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01310-Kopie-1024x136.jpg" alt="1200px-DSC01310 Kopie" width="840" height="112" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01310-Kopie-1024x136.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01310-Kopie-300x40.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01310-Kopie-768x102.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01310-Kopie.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Leider weiß ich nicht, woher damals diese Texte stammten. Der erste Text war anscheinend ein Diktat, da es eine Nummer trägt und ich auch die Note &#8222;eins&#8220; hierfür erhalten habe, der zweite war möglicherweise nur eine Abschrift oder eine Diktatübung, aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong><span style="color: #0000ff;">Ich wünsche Euch</span> <span style="color: #339966;">ein schönes Osterfest</span> <span style="color: #ffff00;">mit recht viel Frühlingssonne</span> <span style="color: #800080;">und ganz vielen bunten Ostereiern.</span> <span style="color: #ff6600;">Lasst es Euch gutgehen</span> <span style="color: #ff00ff;">und seid herzlich gegrüßt.</span></strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em><strong>Eure Astrid Berg</strong></em></span></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2955 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-sorbische-Ostereier.-JPG-1024x682.jpg" alt="1200px sorbische Ostereier. JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-sorbische-Ostereier.-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-sorbische-Ostereier.-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-sorbische-Ostereier.-JPG-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-sorbische-Ostereier.-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-sorbische-Ostereier.-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Vielleicht möchtet ihr noch diese Geschichten lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-fliegende-ei/">Das fliegende Ei</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/sorbische-ostereier/">Sorbische Ostereier</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ich-hab-da-eine-kleine-macke/">Ich hab&#8216; da eine kleine Macke</a></p>
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		<item>
		<title>Same, same, but different (Teil 2)</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/same-same-but-different-teil-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jan 2016 16:18:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[different]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Fußgänger]]></category>
		<category><![CDATA[Insel]]></category>
		<category><![CDATA[Rhodos]]></category>
		<category><![CDATA[same]]></category>
		<category><![CDATA[Schuhe]]></category>
		<category><![CDATA[Strand]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich habe ich Euch ein Erlebnis aus Thailand geschildert, heute erzähle ich Euch eine andere Geschichte. Auch hierbei geht es wieder um eine gewisse Ähnlichkeit. Während die Thailandgeschichte sich zur kalten Jahreszeit abspielte, ist dies eine Begebenheit aus dem Sommer. Warme schwarze Socken spielen hierbei also keine Rolle, aber lasst Euch überraschen, worum es sich diesmal handelt. „Wollen wir heute ein bisschen die Insel erkunden?“, frage ich meinen Mann. Wir sitzen gerade beim Mittagessen auf der griechischen Insel Rhodos. „Das wäre keine schlechte Idee, aber pack mal die Badesachen ein. Bestimmt kommen wir an einem Strand vorbei, der uns gefällt und wir würden uns ärgern, wenn wir dann nichts zum Baden dabei hätten.“ Wir sind erst seit ein paar Tagen auf dieser Insel und nur in der Sonne schmoren, macht auf Dauer keinen Spaß. Ein bisschen Abenteuer soll schon auch dabei sein. Abenteuer ist vielleicht das falsche Wort dafür, aber wir erkunden immer gerne die jeweilige Urlaubsinsel auf eigene Faust und erleben dann auch meist unsere klitzekleinen und persönlichen &#8222;Abenteuer&#8220;. Meist können wir hinterher tüchtig &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neulich habe ich Euch ein Erlebnis aus Thailand geschildert, heute erzähle ich Euch eine andere Geschichte. Auch hierbei geht es wieder um eine gewisse Ähnlichkeit. Während die Thailandgeschichte sich zur kalten Jahreszeit abspielte, ist dies eine Begebenheit aus dem Sommer. Warme schwarze Socken spielen hierbei also keine Rolle, aber lasst Euch überraschen, worum es sich diesmal handelt.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„W</span>ollen wir heute ein bisschen die Insel erkunden?“, frage ich meinen Mann.<br />
Wir sitzen gerade beim Mittagessen auf der griechischen Insel Rhodos.<br />
„Das wäre keine schlechte Idee, aber pack mal die Badesachen ein. Bestimmt kommen wir an einem Strand vorbei, der uns gefällt und wir würden uns ärgern, wenn wir dann nichts zum Baden dabei hätten.“<br />
Wir sind erst seit ein paar Tagen auf dieser Insel und nur in der Sonne schmoren, macht auf Dauer keinen Spaß. Ein bisschen Abenteuer soll schon auch dabei sein. Abenteuer ist vielleicht das falsche Wort dafür, aber wir erkunden immer gerne die jeweilige Urlaubsinsel auf eigene Faust und erleben dann auch meist unsere klitzekleinen und persönlichen &#8222;Abenteuer&#8220;. Meist können wir hinterher tüchtig darüber lachen, wie zum Beispiel damals in Bangkok über unsere <a href="http://lifetellsstories.de/hallo-taxi/">Taxiirrfahrt</a> quer durch die Stadt. Heute jedoch fährt mein Mann höchstpersönlich über die griechische Insel, was bedeutet, dass wir einfach darauf losfahren, ohne ein bestimmtes Ziel zu haben. Nein, falsch. Ziel ist irgendwo einen Strand zu entdecken, der uns gefällt und der nicht so sehr bevölkert ist.<br />
„Wo willst du eigentlich hin?“, frage ich meinen Peter, der zielstrebig losfährt, als wüsste er genau wohin er will.<br />
„Ich habe da auf der Karte eine Stelle entdeckt, dort finden wir bestimmt einen tollen Strand.“<br />
„Und wo soll das sein?“<br />
„Keine Ahnung, wie der Ort heißt, aber du kannst ja mal die Karte aufschlagen.“<br />
„Und wo soll die sein?“, erkundige ich mich und wühle im Handschuhfach.<br />
„Hier ist sie jedenfalls nicht!“<br />
„Das kann wohl nicht sein, gestern war sie da noch“, erklärt mir mein Göttergatte. „Du musst halt richtig hinsehen!“<br />
„Da kann ich gucken soviel ich will, hier ist keine Karte“, gebe ich beleidigt zurück.<br />
„Ich habe sie doch gestern noch genau studiert“, beharrt mein Mann.<br />
„Stimmt!“, bestätige ich ihn. „Das war allerdings gestern Abend im Bett. Wahrscheinlich liegt sie noch auf dem Nachttisch.“<br />
„Egal, ich habe sowieso alles genau im Kopf!“<br />
Mein Mann hat im Gegensatz zu mir ein sehr gutes Orientierungsvermögen und wenn er keine <a href="http://lifetellsstories.de/auf-umwegen-ans-ziel/">Abkürzungen</a> nimmt, klappt das schon. Außerdem befinden wir uns auf einer Insel. Rundherum ist Wasser und da wird es schon eine Menge Strände geben, die wir anfahren können. Hier kann also nichts schiefgehen.<br />
Irgendwann fahren wir über relativ unzugängliches Gelände, aber wie ja jeder weiß, sind die besten Strände immer ziemlich versteckt und mit dem Auto schwer erreichbar. Es geht hoch und runter, über Steine und Schlaglöcher.<br />
„Wollen wir nicht besser laufen. Sonst fallen wir noch irgendwo runter oder bleiben stecken“, fragt der Angsthase Astrid.<br />
„Ach Quatsch!“, antwortet der Entdecker Peter. „Das ist ja wohl eine Straße!“<br />
„Aber was für ein!“, verdrehe ich die Augen und warne sogleich vor dem nächsten Schlagloch: „Achtung!“<br />
Nach einer gefühlten Ewigkeit endet die angebliche Straße im Nichts. Das stimmt nicht ganz: Vor uns liegt eine scharfe Kurve, die steil abfällt. Rechterhand spiegelt sich die Sonne im Meer und einige wenige Autos parken in sehr fragwürdigen Positionen und man kann nur hoffen, dass deren Handbremse gut angezogen wurde.<br />
„Das muss er sein!“<br />
„Wer?“, frage ich, doch da hat mein Peter schon das Auto hinter ein anderes Auto gequetscht und steigt aus.<br />
Von oben begutachten wir den Strand und stellen fest, dass es sich um einen reinen Kiesstrand handelt. Das ist jetzt nicht so ganz mein Fall, aber es gibt Liegen. Die wenigen Leute, die anscheinend diesen tollen Strand entdeckt haben, schwimmen im Meer.<br />
„Komm wir gehen mal hinunter!“<br />
Also schnappen wir unsere Badesachen und marschieren hinunter. Und jetzt sehe ich außer den Kieselsteinen und dem Meer auch noch etwas anderes.<br />
„Und dafür habe ich meinen neuen Bikini eingepackt?“, frage ich meinen Mann, doch der zuckt nur grinsend mit den Schultern.<br />
Wir schälen uns also in unser Adam- und Evakostüm und ergattern auch noch zwei freie Liegen.<br />
„Hier stinkt es!“, stelle ich jedoch schon nach wenigen Minuten fest. „Das liegt bestimmt an der Bedürfnisanstalt dort drüben. Lass uns andere Liegen suchen.“<br />
Gesagt, getan. Wir wechseln unseren Platz. Und das nicht nur einmal oder zweimal. Das Wasser ist toll, aber atmen muss man ja auch.<br />
Da es inzwischen schon etwas kühler geworden ist und die Sonne untergeht, verlassen die übrigen Badegäste den Strand. Wir auch, zumindest haben wir dies vor. Gerade als wir unsere sieben Sachen zusammengepackt haben, stellt mein Mann die entscheidende Frage:<br />
„Wo haben wir eigentlich zuerst gelegen?“<br />
„Wieso?“, will ich wissen.<br />
„Ach nur so. Wahrscheinlich habe ich dort meine Schuhe stehen gelassen.“<br />
„Dort vorne stehen noch welche“, sag ich und deute in die Richtung, wo ich etwas liegen sehe.<br />
Peter eilt auch schon hin und schlüpft in die Schläppchen hinein.<br />
„Meine Füße sind geschrumpft“, höre ich ihn rufen. „Oder hast du die viel zu groß gekauft?“<br />
Ich stehe jetzt neben ihm und schaue etwas verblüfft auf seine Füße. Irgendwie sehen die Schuhe aus wie die, in denen er hierher gekommen ist. Irgendwie aber auch nicht. Die gleichen Schuhe, aber wohl nicht die selben.<br />
„Hattest du mir nicht neue Schläppchen besorgt?“, fragt er mich. &#8222;Die sind jedenfalls eklig!&#8220;<br />
Seine Füße stecken in abgelatschten und viel zu großen Schlappen.<br />
„Die hier habe ich auch gar nicht gekauft! Schau sie dir doch mal an!“, verteidige ich mich. „Da scheint wohl jemand in deinen schönen nagelneuen Schuhen geflüchtet zu sein und hat dir seine alten ausgelatschten dagelassen“, verschlucke ich mich fast vor Lachen.&#8220;</p>
<p>Wir blicken uns um, aber außer uns ist niemand mehr da.<br />
„Los komm“, ruft mir mein Göttergatte zu. „Den kriegen wir!“<br />
Wir hechten zu unserem Auto, das Dank gut angezogener Handbremse auch noch da steht, wo wir es abgestellt haben.<br />
Auf unserer Rückfahrt nehmen wir jeden Fußgänger genauestens unter die Lupe. Besser gesagt, wir schauen jedem auf die Füße. Leider ist uns der Flüchtige doch einige Fußlängen voraus und wir, beziehungsweise mein Mann bleibt in den abgelatschten Schlappen stecken. Allerdings findet er sie so eklig, dass er es vorzieht barfuß zu unserem Hotel zurückzufahren, wo noch andere Badeschlappen auf ihn warten.<br />
Soviel zum Thema „Same, same, but different!“ Aber wie ich uns kenne, wird es nicht lange dauern und wir erleben wieder ein neues &#8222;Abenteuer&#8220;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht habt Ihr Lust noch mehr Urlaubsgeschichten zu lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/den-schuhen-des-anderen/">In den Schuhen des Anderen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mit-schaufel-und-eimer/">Mit Schaufel und Eimer</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/stock-und-weisser-bart/">Stock und weißer Bart</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Mein Weg zum &#8222;7 ELEVEN&#8220;</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/mein-weg-zum-7-eleven/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/mein-weg-zum-7-eleven/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Nov 2014 18:12:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Bangkok]]></category>
		<category><![CDATA[Gewimmel]]></category>
		<category><![CDATA[pulsierende Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Treiben]]></category>
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					<description><![CDATA[In den vielen Jahren, die wir schon regelmäßig nach Bangkok kommen, haben wir einiges unternommen und auch viel erlebt. Bangkok ist eine moderne, pulsierende Stadt, aber auch ein historischer Ort mit vielen Traditionen. Hier gibt es arm und reich, alt und neu, Glanz und Schmutz dicht beieinander. Kleine Hütten stehen neben großen Villen hinter Mauern oder prunkvollen Tempeln und beeindruckenden Buddastatuen. Moderne Einkaufszentren, Hotels und Restaurants befinden sich in der gleichen Gegend wie die kleinen Stände von Händlern und die sogenannten Garküchen. Bangkok hat viele Gesichter und ist immer eine Reise wert, die ihre kleinen und großen Abenteuer birgt. Man muss diese Stadt einfach erlebt haben, sich mitten in diesem pulsierenden Leben bewegen, um sie zu verstehen. Vielleicht kann ich mit ein paar kurzen Geschichten zumindest einen kleinen Eindruck versuchen zu vermitteln: Ich bin in unserem Serviced Appartement in Bangkok, Peter ist in der Uni und unterrichtet die thailändischen Studenten, wird aber so in drei Stunden wieder zurück sein. Ich ziehe meine Flipflops an und mache mich auf den Weg zum 7 Eleven (Sprich: Seven &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In den vielen Jahren, die wir schon regelmäßig nach Bangkok kommen, haben wir einiges unternommen und auch viel erlebt. Bangkok ist eine moderne, pulsierende Stadt, aber auch ein historischer Ort mit vielen Traditionen. Hier gibt es arm und reich, alt und neu, Glanz und Schmutz dicht beieinander. Kleine Hütten stehen neben großen Villen hinter Mauern oder prunkvollen Tempeln und beeindruckenden Buddastatuen. Moderne Einkaufszentren, Hotels und Restaurants befinden sich in der gleichen Gegend wie die kleinen Stände von Händlern und die sogenannten Garküchen. Bangkok hat viele Gesichter und ist immer eine Reise wert, die ihre kleinen und großen Abenteuer birgt. Man muss diese Stadt einfach erlebt haben, sich mitten in diesem pulsierenden Leben bewegen, um sie zu verstehen. Vielleicht kann ich mit ein paar kurzen Geschichten zumindest einen kleinen Eindruck versuchen zu vermitteln:</strong></p>
<p><span class="dropcap">I</span>ch bin in unserem Serviced Appartement in Bangkok, Peter ist in der Uni und unterrichtet die thailändischen Studenten, wird aber so in drei Stunden wieder zurück sein. Ich ziehe meine Flipflops an und mache mich auf den Weg zum 7 Eleven (Sprich: Seven Eleven). Der Weg ist nicht weit, vielleicht so 200 bis 300 Meter auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Kein Abenteuer wird jeder jetzt denken. Stimmt in Europa sicher nicht, in Asien und speziell in Bangkok ist dieser Weg voller abenteuerlicher Eindrücke.<br />
Ich verlasse unser Appartement, das sich im 18. Stockwerk befindet und fahre mit dem Lift nach unten. Bevor ich auf die Straße hinaus trete, grüßt mich der wachhabende Sicherheitsmann an der Schranke freundlich. Niemand kann hier einfach rein oder raus, uns kennt man inzwischen, weil wir bereits seit einem Jahrzehnt einmal jährlich in diesem Resort wohnen. Wir erhalten sogar immer das selbe Appartement, sind also schon ein Stückchen zu Hause hier. Im gleichen Moment in dem ich das Gelände verlasse, kommt ein Taxi. Der Fahrer kurbelt das Fenster herunter und der Wachhabende tritt an das Fahrzeug heran. Erst nachdem der Fahrer seine Lizenzbescheinigung an der Schranke abgeben hat, die er erst bei der Ausfahrt wieder erhält, wird die Schranke geöffnet.<br />
Ich marschiere weiter. „Pass gut auf!“, hat Peter mir auch heute wieder gesagt, bevor er mit dem Auto in die Uni gefahren ist. Na ja, hier ist Linksverkehr, aber er macht das mit dem Autofahren ganz prima, nur ab und zu betätigt er den Scheibenwischer anstelle des Blinkers. Gewohnheit.<br />
Aber zurück zu mir: Der Bürgersteig auf dem ich mich befinde, ist der reinste Hindernislauf. Die Bäume, die sich ebenfalls auf dem Bürgersteig befinden, haben so kräftige Wurzeln entwickelt, dass diese die Pflastersteine hochgedrückt haben. Da es sich hierbei nicht nur um ein oder zwei Bäume handelt, muss ich ständig die Füße heben, um nicht zu stolpern. Zwischendrin gibt es Löcher, die bei vorangegangenem Regen Pfützen sind, Hunde liegen schnarchend herum, Schilder müssen umgangen werden, herunterhängende Kabel versperren den Weg, hochstehende Kanaldeckel müssen ebenso umschifft werden wie Laternenpfähle oder sonstige Pfosten. Fahnen, die jemand an eine Mauer gehängt hat, muss man zur Seite schieben und sich an einem Auto vorbei drücken, das auf dem gesamten Gehweg parkt. Ein Hans-guck-in-die-Luft hat es hier schwer. Man kann niemals seinen Blick beim Laufen in die Ferne schweifen lassen, sondern muss im Prinzip mit gesenktem Kopf auf seine eigenen Füße achten.<br />
Peter bezeichnet mich immer als Sicherheitsbeauftragte, weil ich überall (unabhängig davon in welchem Land ich mich befinde) Gefahren sehe: Hier kann man stolpern, dort sollte besser ein Gefahrenhinweis sein, hier kann man fallen und dort kann man sich ein Bein brechen. „Hier hättest du eine Menge zu tun!“, sagt er immer zu mir, wenn ich in Thailand auf diese Stolperfallen hinweise.<br />
Auf meinem Weg schaue ich zwischen die Ritzen eines hohen Tores und erblicke dahinter eine Villa, umgeben von einem wunderschönen Garten. Ich komme an einem Mopedgeschäft vorbei, dessen unzählige Fahrzeuge etwas oberhalb des Gehweges aufgebaut sind, werfe meinen Blick in eine thailändische Werkstatt, die zur Straßenseite hin offen und in deren Inneren gerade eine Familie um einen Tisch versammelt ist. Ein paar Meter weiter sind Farbeimer aufeinander gestapelt und warten auf einen Käufer. Daran grenzt ein chinesisch-thailändischer Massagesalon, einige Schritte weiter ist neben dem Gehweg eine große fotografische Abbildung des thailändischen Königs aufgestellt und rechts daneben befindet sich ein traditionelles Geisterhäuschen, in dem Gaben liegen, damit die Geister den Bewohnern des jeweiligen Hauses wohlgesonnen sind.<br />
So, inzwischen bin ich auf der Höhe des Geschäftes, in dem ich etwas einkaufen möchte, angekommen. Nur befindet es sich auf der anderen Straßenseite. Unmöglich bei diesem Verkehr einfach die Seite zu wechseln. Zebrastreifen und Fußgängerampel gibt es in diesem Bereich nicht, aber eine andere Möglichkeit schon, nämlich eine Fußgängerbrücke führt über die Straße. Dies ist meiner Meinung nach überhaupt der sicherste Weg zum Überqueren einer Straße in Bangkok.<br />
Ich steige also die gefühlten hundert Stufen hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter. Dabei sollte man ebenfalls seinen Blick auf die Füße und die Stufen heften, denn nicht immer sind die Stufen gleich. Sie können zum einen unterschiedlich hoch sein oder sich in einem unterschiedlichen Zustand befinden, d.h. einige von ihnen sind kaputt und man könnte stolpern und fallen.<br />
7 Eleven ist eine „(Mini)supermarktgruppe“ oder eine Mischung aus Supermarkt und Tante Emma Laden (ich weiß nicht wie ich es sonst ausdrücken könnte) und alle paar hundert Meter in Bangkok zu finden. Hier kann man alles Mögliche kaufen: Seife, Shampoo, Zigaretten, Medikamente, Naschereien, Getränke, Tampons, Toilettenpapier, Brot, Butter, Joghurt, Waschpulver, Zeitschriften,…, man findet eben alles. Ich würde sagen, unsere Tankstellen sind noch weit entfernt, befinden sich aber auf dem besten Wege dorthin.<br />
Ich komme also die Stufen der Füßgängerüberführung wieder herunter und stehe auch direkt vor dem Geschäft. Doch ich stehe hier nicht alleine, überhaupt gehören in Bangkok die Bürgersteige niemals den Fußgängern alleine. Frauen mit Ständen, an denen sie Essbares und Getränke anbieten stehen ebenfalls vor dem genannten Geschäft. Hier dampft und brodelt es und ich muss zugeben es riecht verführerisch, doch ich halte mich immer strickt an die Ratschläge meines Hausarztes, niemals Speisen von der Straße zu verzehren (zumal ich schon einmal einschlägige Erfahrungen diesbezüglich gemacht habe). Alles ist hier kreuz und quer vertreten: Die Stände, die Menschen, zwischendrin Hunde und Katzen, Kinder, abgestellte Mopeds, Stühle, Tische, Handkarren… Manchmal, wenn man genau hinschaut kann man auch einmal einen Blick auf eine Kakerlake oder im schlimmsten Fall auch auf eine Ratte erhaschen, aber niemand stört sich hier daran. Das ist eben einfach so.<br />
Ich weiche irgendetwas Feuchtem auf dem Weg aus, umrunde ein tiefes Loch und stehe vor der Ladentür, die sich automatisch mit dem für 7 Eleven typischen Gemisch aus „Tütelüt und Dingdong“ öffnet. Ich betrete das Geschäft und habe gleichzeitig das Gefühl in einen Kühlschrank geraten zu sein. Das ist typisch für Thailand: Alle Räume werden möglichst auf gefühlte 18 Grad herunter gekühlt und keiner außer den Farangs (Ausländer mit weißer Hautfarbe) friert.<br />
Ich schlendere durch die Regalreihen und habe auch bald alles gefunden. Unter anderem habe ich mir aus dem Kühlregal ein Sandwich mit Schinken und Käse ausgesucht. Ich reiche alles der jungen Thai hinter dem Tresen und bezahle. Diese packt meine Einkäufe in eine Tüte und reicht dann ihrem Kollegen das Sandwich, der es in einen Sandwichtoaster steckt. In der Zwischenzeit lasse ich die Simkarte meines thailändischen Handys wieder mit Guthaben aufladen.<br />
Nach ein paar Minuten ist mein Sandwich fertig und ich bekomme es heiß in einer Serviette und wieder in einer Plastiktüte verpackt lächelnd überreicht. Als sich die Glastür vor mir öffnet und ich wieder in das Gewimmel hinaus trete, erschlägt mich fast die Hitze.<br />
Da ich weder im noch vor dem 7 Eleven mein Sandwich essen will und es sowieso noch zu heiß ist, stiefele ich erst einmal die Stufen zur Fußgängerbrücke hinauf, auf der mir Schulkinder, ein Mönch und andere Personen entgegen kommen, bzw. ebenfalls die Stufen nach oben erklimmen. Manchmal sitzen auf den Stufen auch Bettler, die sich immer über eine milde Gabe freuen, heute ist allerdings keiner da. Oben angekommen packe ich mein Sandwich aus. Ich bleibe stehen und lasse das Treiben unterhalb der Brücke auf mich wirken, während ich mein Sandwich verspeise. Auf der Fahrbahn ist inzwischen richtig was los. Hier ist einfach ein riesengroßes Treiben, egal in welche Richtung. Lastwagen und Pkw’s, Pickups, Taxis, Busse fahren dicht an dicht hintereinander, dazwischen schlängeln sich Mopeds und Tuk Tuks durch, sogar einige Fahrradfahrer sind zu sehen. Manchmal denke ich, die Moped- und Fahrradfahrer inmitten des hier herrschenden Chaos in Bangkok sind potentielle Selbstmörder. Bei diesem enormen Verkehrsaufkommen würde ich mich niemals wagen mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Ich habe allerdings tatsächlich schon Farangs gesehen die sich dieser Gefahr aussetzen. Die Mopedfahrer leben meiner Meinung nach ebenso gefährlich. Selten fahren sie allein, meist zu zweit oder dritt, aber ich habe schon ganze Familien auf einem Moped gesehen. So sehe ich auch heute einen Mann, der ein Moped durch den dichten Verkehr lenkt, vor ihm steht ein kleiner Junge auf dem Trittbrett, während hinter ihm ein kleines Mädchen auf dem Schoß seiner Mutter sitzt. Der einzige, der von diesen vier Personen einen Helm trägt, ist der Fahrer. Manchmal denke ich: In dieser Stadt müssen viele Schutzengel unterwegs sein.<br />
Gerade läuft ein Hund in aller Seelenruhe von einer Straßenseite auf die andere, wohlgemerkt es handelt sich um eine sechsspurige Straße. Irgendwie schafft er es sogar heil hinüber, allerdings nur weil der Verkehr mittlerweile recht langsam, fast stockend vorwärts geht.<br />
Es ist unmöglich dieses Treiben zu beschreiben oder auf Fotos abzubilden, man muss es einfach erleben, riechen, schmecken, hören und sehen, also mitten drin sein.<br />
Vorstellen kann man sich allerdings recht gut, dass bei einem solchen Verkehrsaufkommen keine gute Luft herrscht. Deshalb tragen manche Mopedfahrer auch einen Mundschutz und manche Personen, die auf der Ladefläche eines Pickups sitzen ein Tuch vor dem Mund, allerdings nur manche. Die Mehrheit der Menschen atmet Tag für Tag diese durch Abgase belastete Luft „ungefiltert“ ein.<br />
Dieses Gewusel und Gewimmel ist in ganz Bangkok gleich, same, same, but different, wie die thailändischen Händler zu sagen pflegen. Selbst vor dem modernen und teurem Einkaufszentrum „Zentral World“ und auf den Plätzen, Straßen und Gehwegen drumherum findet man dieses pulsierendes Leben, das aus einem enormen Verkehrsaufkommen, Menschen verschiedener Nationalitäten, Händlern und Garküchen, Leuchtreklamen… besteht. Hier findet das Treiben sogar noch auf mehreren Etagen statt. Neben den normalen Straßen gibt es oben drüber noch die sogenannten Highways und den Skytrain. Manchmal ist man dem Gefühl ausgesetzt, dieses Ineinander und Übereinander müsste sich irgendwann und irgendwie verknoten, aber es funktioniert.<br />
Inzwischen habe ich das Treiben unterhalb der Brücke auf der ich stehe, auf mich wirken lassen und mein Sandwich verspeist. Ich trete also meinen Rückweg zum Hotel wieder an. Ein Tuk Tuk fährt einen Moment langsam neben mir her und der Fahrer ruft mir die vereinfachte, aber dennoch eindeutige Frage zu: „Tuk Tuk?“. Nach einem Kopfschütteln meinerseits und einem Kopfnicken seinerseits, braust er mit seinem Gefährt weiter.<br />
Als ich das Gelände unserer Hotelanlage betrete, die übrigens aus vier hohen Türmen inmitten eines parkähnlichen Gartens mit Schwimmingpool besteht, höre ich einen Vogel lautstark rufen, bleibe stehen und richte meinen Blick nach oben. Keine Ahnung, um welche Vogelart es sich handelt, dem Ruf nach gibt es diesen bei uns in Europa nicht, zumindest nicht in der freien Natur. Der Wachhabende an der Schranke sieht meinen Blick, kommt heran und zeigt mit seinem Finger in Richtung der Baumkronen, die ineinander gehen. Er erzählt mir auf Thai vermutlich, dass der Vogel dort oben sitzt und wie er heißt. Ich kann ihn jedoch zwischen den Blättern und Palmwedeln nicht ausmachen. Schade. Ich danke dem freundlichen Mann, richte ein paar englische Worte an ihn, die er wiederum nicht versteht und wir verabschieden uns lächelnd und verbeugend voneinander. Ich betrete die Eingangshalle, wo man mich ebenfalls freundlich begrüßt und mein Englisch ein klein wenig besser versteht, fahre mit dem Lift wieder nach oben und öffne die Tür zu unserem ruhigen, klimatisierten und gut ausgestatteten Appartement.</p>
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