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	<title>Stimme &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Herbstgeflüster</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Nov 2023 09:40:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[festhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[suchen]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist ein schöner Herbsttag. Die Sonne lacht vom blauen Himmel und lässt die bunten Blätter im Sonnenlicht golden leuchten. Es weht ein Wind, der genau richtig ist zum Drachensteigenlassen. Ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch.  Flori marschiert hinüber zur großen Wiese und lässt seinen bunten Drachen, den er übrigens selbstgebastelt hat, hoch in die Lüfte steigen. Dort tanzt dieser hin und her und der Junge hat seine helle Freude daran. Doch schon bald ziehen Wolken am Himmel auf. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn es Schönwetterwolken wären, aber leider versprechen diese nur Regen. So packt Flori seinen Drachen wieder ein, doch bevor er sich endgültig auf den Heimweg macht,  setzt er sich für ein Weilchen auf die Bank am Wegesrand. „Bestimmt müssen wir bald wieder Blätter sammeln und zum Unterricht mitbringen“, denkt er. „Jedes Jahr dasselbe. Im Kindergarten hat es angefangen und jetzt in der dritten Klasse ist es immer noch so. Eigentlich mag ich das nicht.“ Floris Gedanken werden unterbrochen. Er vernimmt ein zartes Stimmchen: „Ich halte mich fest! Das kannst du &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein schöner Herbsttag. Die Sonne lacht vom blauen Himmel und lässt die bunten Blätter im Sonnenlicht golden leuchten. Es weht ein Wind, der genau richtig ist zum Drachensteigenlassen. Ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Flori marschiert hinüber zur großen Wiese und lässt seinen bunten Drachen, den er übrigens selbstgebastelt hat, hoch in die Lüfte steigen. Dort tanzt dieser hin und her und der Junge hat seine helle Freude daran.</p>
<p>Doch schon bald ziehen Wolken am Himmel auf. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn es Schönwetterwolken wären, aber leider versprechen diese nur Regen. So packt Flori seinen Drachen wieder ein, doch bevor er sich endgültig auf den Heimweg macht,<span class="Apple-converted-space">  </span>setzt er sich für ein Weilchen auf die Bank am Wegesrand.</p>
<p>„Bestimmt müssen wir bald wieder Blätter sammeln und zum Unterricht mitbringen“, denkt er. „Jedes Jahr dasselbe. Im Kindergarten hat es angefangen und jetzt in der dritten Klasse ist es immer noch so. Eigentlich mag ich das nicht.“</p>
<p>Floris Gedanken werden unterbrochen. Er vernimmt ein zartes Stimmchen:</p>
<p>„Ich halte mich fest! Das kannst du mir glauben.“</p>
<p>„Hallo, ist da jemand?“, fragt der Junge und blickt sich suchend um, kann aber niemand sehen.</p>
<p>„Na klar! Ich bin hier!“</p>
<p>„Wo denn? Ich kann dich nicht entdecken.“</p>
<p>„Hier bin ich, da wo ich hingehöre. Und da bleibe ich auch. Ich gebe mir alle erdenkliche Mühe.“</p>
<p>Noch immer weiß Flori nicht, wer da mit ihm spricht. Für einen Moment ist nichts zu hören, nur das Rauschen der Blätter im Herbstwind. Eine Windböe wirbelt einen kleinen Blätterhaufen durcheinander und als es wieder windstill ist, hört Flori auch die zarte Stimme wieder.</p>
<p>„Er kann mir nichts anhaben, wenn ich mich nur gut genug festhalte.“</p>
<p>„Das schaffst du nicht!“, mischt sich eine andere Stimme ein. „Das haben schon viele vor dir versucht. Das ist der Mühe nicht wert, denn es ist sowieso vergeblich.“</p>
<p>„Oh nein, das ist es nicht!“, ruft das zarte Stimmchen trotzig. „Ich will etwas Besonderes aus meinem Leben machen und nicht wie alle anderen sein.“</p>
<p>„Das ist doch Quatsch! Verstehe das doch endlich!&#8220;</p>
<p>„Wovon redet ihr eigentlich und wo seid ihr?“</p>
<p>„Hier oben!“, erklingt es im Chor.</p>
<p>Flori blinzelt nach oben. Erst jetzt bemerkt er, dass er unter einem Baum sitzt und dort wohl kurz eingenickt sein muss. Über ihm ist die Baumkrone mit ihren bunten Blättern, die vom Wind kräftig durchgeschüttelt werden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>An einem Zweig, direkt über Flores Kopf hängen einsam zwei bunte Blätter.</p>
<p>„Habe ich mir das alles nur eingebildet? Blätter können nicht reden. Ich muss geträumt haben“, überlegt der Junge genau in dem Moment, als ein erneuter Windstoß kommt und ihm zwei wunderschöne Blätter in den Schoß wirbelt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Als sein Blick wieder nach oben wandert, stellt er fest, dass der Zweig nun komplett kahl ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Flori kratzt sich verwundert am Kopf.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Würde in diesem Augenblick ein Spaziergänger vorbeikommen, so könnte er vielleicht die geflüsterten Worte des Jungen vernehmen:</p>
<p>„Auch wenn es tatsächlich mit dem Festhalten nicht geklappt hat, seid ihr Zwei für mich etwas ganz Besonderes. Ich habe auch schon eine Idee, was nun mit euch passieren soll. Was haltet ihr davon, wenn ich euch nach dem Pressen gemeinsam mit einem gemalten Bild in einem schönen Bilderrahmen meiner Oma zum Geburtstag schenke?! Sie wird sich sicherlich freuen und ihr bekommt einen Ehrenplatz in ihrem Wohnzimmer.“</p>
<p>Flori hat es auf einmal ziemlich eilig nach Hause zu kommen und das nicht nur, weil es plötzlich zu tröpfeln beginnt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/mein-schoenstes-herbstkleid/">Mein schönstes Herbstkleid</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/vom-winde-verweht-2/">Vom Winde verweht</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/herbstliche-kinderwelt/">Herbstliche Kinderwelt</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Auf dem Weg zur Arbeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2022 19:26:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Brechstange]]></category>
		<category><![CDATA[Moderator]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Überfall]]></category>
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					<description><![CDATA[Tina sitzt im Auto und schaltet das Radio ein. Sie hat keine Ahnung, welcher Sender gerade eingestellt ist. Eigentlich will sie nur ein bisschen Musik hören, landet aber mitten in einer Berichterstattung des Moderators. Nein, es geht nicht um irgendwelche aktuellen Ereignisse, die das Weltgeschehen beeinflussen. Es handelt sich um ein ganz persönliches Ereignis des besagten Herrn am Mikrofon:  „Heute Morgen“, berichtet er, „bin ich von meiner Arbeitskollegin gefragt worden, wieso ich mit der Brechstange zur Arbeit erscheine.“ Allein dieser Satz erregt Tinas Aufmerksamkeit als Radiohörerin und obwohl sie inzwischen schon an ihrem Ziel angekommen ist, bleibt sie noch im Auto sitzen und lauscht der Erzählung des Moderators: „Meine Kollegin hat mich sogar augenzwinkernd und grinsend gefragt, ob ich als Einbrecher unterwegs sei“, berichtet er mit sympathisch klingender Stimme. Ehrlich schildert er, was ihm auf dem Weg zur Arbeit passiert ist und Tina spürt, dass dieser Mann über sich selbst und sein Missgeschick lachen kann. „Ich fange am Besten ganz von vorne an&#8220;, sagt er:  &#8222;Wenn ich mich morgens auf den Weg zur Arbeit mache, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Tina sitzt im Auto und schaltet das Radio ein. Sie hat keine Ahnung, welcher Sender gerade eingestellt ist. Eigentlich will sie nur ein bisschen Musik hören, landet aber mitten in einer Berichterstattung des Moderators. Nein, es geht nicht um irgendwelche aktuellen Ereignisse, die das Weltgeschehen beeinflussen. Es handelt sich um ein ganz persönliches Ereignis des besagten Herrn am Mikrofon:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Heute Morgen“, berichtet er, „bin ich von meiner Arbeitskollegin gefragt worden, wieso ich mit der Brechstange zur Arbeit erscheine.“</p>
<p>Allein dieser Satz erregt Tinas Aufmerksamkeit als Radiohörerin und obwohl sie inzwischen schon an ihrem Ziel angekommen ist, bleibt sie noch im Auto sitzen und lauscht der Erzählung des Moderators:</p>
<p>„Meine Kollegin hat mich sogar augenzwinkernd und grinsend gefragt, ob ich als Einbrecher unterwegs sei“, berichtet er mit sympathisch klingender Stimme. Ehrlich schildert er, was ihm auf dem Weg zur Arbeit passiert ist und Tina spürt, dass dieser Mann über sich selbst und sein Missgeschick lachen kann.</p>
<p>„Ich fange am Besten ganz von vorne an&#8220;, sagt er:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&#8222;Wenn ich mich morgens auf den Weg zur Arbeit mache, dann stecke ich mir erst einmal meine AirPods in die Ohren, also diese drahtlosen Ohrhörer. Dann ist das S-Bahnfahren nicht so langweilig und mit Musik am Morgen beginnt der Tag beschwingt und fröhlich. Naja“, seufzt der Moderator, „leider haben die Dinger manchmal die Angewohnheit aus dem Ohr zu flutschen. Und genau das ist mir passiert.“</p>
<p>Tina kann sich einen leisen Lacher nicht verkneifen, denn irgendwie ahnt sie schon, was diesem netten jungen Mann wohl passiert ist. Interessiert lauscht sie weiter den Ausführungen:</p>
<p>„Das wäre an sich ja nicht so schlimm, aber ausgerechnet ist mir der Ohrhörer zwischen die Schlitze des Gullydeckels gerutscht und in den Tiefen verschwunden. Zum Glück war ich erst eine Straßenecke von meiner Wohnung entfernt und so bin wieder nach Hause gerannt und habe die Brechstange aus dem Keller geholt.“</p>
<p>„Das erklärt die Brechstange“, denkt Tina genau in dem Moment, als der Moderator weiterspricht und erneut ihre Aufmerksamkeit weckt:</p>
<p>&#8222;Den Deckel anzuheben und zur Seite zu schieben, war mit diesem Hilfsmittel gar nicht so schwer. Allerdings musste ich nun erst einmal nach dem Ohrhörer suchen. Hierfür legte ich die Brechstange zur Seite und mich selbst auf den Bauch. Mit der rechten Hand griff ich in die Tiefe.“</p>
<p>Tina stellt sich die gesamte Situation bildlich vor und grinst im Auto vor sich hin, als der Moderator seine Pointe positioniert:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Ich bekam tatsächlich den Ohrhörer zu fassen und ich wollte gerade wieder aufstehen, als ich plötzlich von hinten eine Frauenstimme vernahm:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>‚Um Himmelswillen‘, rief die Frau, die wohl meine Bauchlage mit der neben mir liegenden Brechstange in Verbindung setzte.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>‚Hat man Sie überfallen?’“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-jahre-gekommen/">In die Jahre gekommen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/das-haus-am-anderen-ende-der-strasse/">Das Haus am anderen Ende der Straße</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/taenzchen-gefaellig/">Tänzchen gefällig?</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Der Engel im Schnee</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Dec 2021 14:40:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>
		<category><![CDATA[Schokolade]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
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					<description><![CDATA[Klein-Luisa ist mit Oma Susanne spazieren. Sie stapfen durch den Winterwald. Unter ihren Füßen knirscht der Neuschnee. Es ist herrlich und die Kleine hat viel Freude an der weißen Pracht. Sie verlassen den Wald und gelangen auf eine Wiese. „Schau mal Oma“, ruft Luisa aus. „Da liegt ein Engel im Schnee.“ „Ja, solche Engel haben wir früher auch immer gemacht“, erzählt die Großmutter. „Das geht ganz einfach. Wollen wir es versuchen?“ So kommt es, dass die Beiden sich auf den Rücken in den Schnee legen. Sie strecken die Arme links und rechts waagrecht im Schnee aus. Danach schieben sie mit den Armen den Schnee bogenförmig weg, so dass sich auf jeder Seite des Körpers ein Halbkreis bildet. Vorsichtig stehen sie wieder auf und vor ihnen liegen nun zwei Engel mit Flügeln.  Luisa ist so begeistert, dass sie sofort wieder an einer anderen Stelle im Schnee liegt. Als sie gerade die Flügel „zaubern“ will, hält sie etwas in der Hand. Zunächst denkt sie, dass es ein Stein ist, aber bei näherer Betrachtung entpuppt sich diese Etwas &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Klein-Luisa ist mit Oma Susanne spazieren. Sie stapfen durch den Winterwald. Unter ihren Füßen knirscht der Neuschnee. Es ist herrlich und die Kleine hat viel Freude an der weißen Pracht. Sie verlassen den Wald und gelangen auf eine Wiese.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„S</span>chau mal Oma“, ruft Luisa aus. „Da liegt ein Engel im Schnee.“</p>
<p>„Ja, solche Engel haben wir früher auch immer gemacht“, erzählt die Großmutter. „Das geht ganz einfach. Wollen wir es versuchen?“</p>
<p>So kommt es, dass die Beiden sich auf den Rücken in den Schnee legen. Sie strecken die Arme links und rechts waagrecht im Schnee aus. Danach schieben sie mit den Armen den Schnee bogenförmig weg, so dass sich auf jeder Seite des Körpers ein Halbkreis bildet. Vorsichtig stehen sie wieder auf und vor ihnen liegen nun zwei Engel mit Flügeln.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Luisa ist so begeistert, dass sie sofort wieder an einer anderen Stelle im Schnee liegt. Als sie gerade die Flügel „zaubern“ will, hält sie etwas in der Hand. Zunächst denkt sie, dass es ein Stein ist, aber bei näherer Betrachtung entpuppt sich diese Etwas als ein kleiner Engel. Er ist ganz aus Glas, hat zwei zarte Flügel, hält ein Herz in der Hand und über seinem Kopf schwebt ein Heiligenschein.</p>
<p>„Ist der schön!!!“, ruft das Mädchen aus. „Darf ich ihn mit nach Hause nehmen?“</p>
<p>„Wie er wohl hierher gekommen sein mag?“, überlegt Oma Susanne. „Hier ist niemand und uns ist auch niemand begegnet, der ihn verloren haben könnte.“</p>
<p>Luisa ist stolz auf ihren Fund und hat es plötzlich eilig nach Hause zu kommen. Das Engelchen hält sie fest umschlossen in ihrer kleinen Hand.</p>
<p>„Er ist sehr zerbrechlich“, sagt sie. Ich muss gut auf den Engel aufpassen.“</p>
<p>Vor lauter Aufregung, aber sicherlich auch aufgrund der winterlichen Temperaturen hat das Mädchen richtig rote Wangen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Eine halbe Stunde später sitzt sie in der warmen Stube vor einer Tasse heißer Schokolade und betrachtet strahlend den kleinen gläsernen Engel, der vor ihr auf dem Tisch steht. Die Großeltern sitzen ihr gegenüber und freuen sich mit der Enkeltochter.</p>
<p>„Wie er wohl dort in den Schnee gekommen ist?“, beginnt nun auch der Großvater zu überlegen.</p>
<p>„Oma meint, ihn hat jemand verloren“, gibt ihm Luisa zur Antwort. „Aber das glaube ich nicht.“</p>
<p>„Aha“, runzelt Opa Kurt die Stirn. „Welche Erklärung hast du denn?“</p>
<p>„Bestimmt ist er vom Himmel gefallen“, überlegt Luisa. „Er wollte zu uns Menschen auf die Erde.“</p>
<p>„Das hätte er auch gekonnt, wenn er an Weihnachten mit dem Christkind gekommen wäre. Ich glaube aber, dass es ganz anders passiert ist“, macht der Großvater das Mädchen neugierig.</p>
<p>„Wie denn? Bitte Opa, erzähl doch!“</p>
<p>„Das würde ich ja gerne, aber ich muss mich beeilen und noch schnell das Auto in die Werkstatt bringen. Dort holt mich Onkel Bernd ab. Ich soll ihm helfen den neuen Schrank im Wohnzimmer aufzubauen. Das wird sicher ein Weilchen dauern und ich werde erst am späten Abend zurück sein. Du wirst dann bestimmt schon schlafen.“</p>
<p>„Och!!! Bitte Opa!!! Es dauert doch gar nicht lange!!!“</p>
<p>Luisa ist enttäuscht, denn der Großvater schlüpft schon in seine Winterjacke, holt die Autoschlüssel und eilt zur Haustür hinaus.<br />
Das kleine Mädchen nimmt ihren gläsernen Engel und geht in ihr Kinderzimmer, das die Großeltern extra für sie eingerichtet haben. Sie setzt sich auf ihr Bett und betrachtet das Engelchen.</p>
<p>„Kannst du mir nicht verraten, wie du auf die Erde gekommen bist?“, sagt sie und bewundert, das zarte Figürchen, das allerdings stumm bleibt.</p>
<p>Doch plötzlich vernimmt Luisa ein helles Stimmchen:</p>
<p>„Naja, du weißt doch, dass sich nicht nur die Menschen auf der Erde auf Weihnachten freuen. Auch wir Engel im Himmel sind fröhlich, tanzen und singen vor Freude. Ja und ich habe wohl zu nahe am Rand der Wolke getanzt und dann bin ich runtergefallen. Zum Glück bin ich im Schnee gelandet und habe mir nichts gebrochen. Allerdings bin ich zu Eis geworden. Da es geschneit hat, lag ich nun unter dem Schnee und erst du hast mich gefunden. Als du mich in die Hand genommen hast, habe ich mich in Glas verwandelt. So konntest du mich mit nach Hause nehmen. Dafür bin ich dir sehr dankbar. Schau nur ich habe dir aus Dankbarkeit ein Herz mitgebracht und will dir damit Liebe und Glück schenken.“</p>
<p>Danach verstummt das Stimmchen und Luisa schläft noch ein Weilchen traumlos weiter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-weihnachtsmannmuetze/">Die Weihnachtsmannmütze</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/mein-zweites-weihnachten/">Mein drittes Weihnachtsfest</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/arme-kleine-gans/">Arme kleine Gans</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Beim Spaziergang</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/6419-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2020 12:25:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bank]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderwagen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Spaziergang]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Weinen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin Klein-Astrid und liege in meinem Kinderwagen, wo es so richtig gemütlich und kuschelig ist. Meine Mama rückt die Decke zurecht, denn das kann ich noch nicht. Dafür bin ich noch zu klein und auch zu schwach.  „So“, sagt meine Mama während sie mich zudeckt. „Jetzt hast du es schön warm unter deiner Decke.“  Ich verstehe zwar noch nicht, was sie mir so alles erzählt, aber ich kenne ihre Stimme. Sie ist beruhigend und ich weiß, dass es meine Mama gut mit mir meint. Jetzt geht meine Mama mit mir spazieren. Das gefällt mir, denn es schaukelt so schön hin und her. Dann dauert es auch gar nicht lange und ich bin eingeschlafen. Tief und fest und ganz ruhig schlafe ich, denn in meinem Kinderwagen und mit Mama in meiner Nähe fühle ich mich sicher.  Überhaupt schlafe ich viel, gern, oft, mal kurz und mal lang.  Immer mal wieder übermannt mich der Schlaf. Wenn ich aufwache, bin ich hungrig, meine Windel ist voll oder ich habe Bauchweh. Aber inzwischen beobachte ich auch meine Umwelt, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich bin Klein-Astrid und liege in meinem Kinderwagen, wo es so richtig gemütlich und kuschelig ist. Meine Mama rückt die Decke zurecht, denn das kann ich noch nicht. Dafür bin ich noch zu klein und auch zu schwach.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">„S</span>o“, sagt meine Mama während sie mich zudeckt. „Jetzt hast du es schön warm unter deiner Decke.“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Ich verstehe zwar noch nicht, was sie mir so alles erzählt, aber ich kenne ihre Stimme. Sie ist beruhigend und ich weiß, dass es meine Mama gut mit mir meint.<br />
Jetzt geht meine Mama mit mir spazieren. Das gefällt mir, denn es schaukelt so schön hin und her. Dann dauert es auch gar nicht lange und ich bin eingeschlafen. Tief und fest und ganz ruhig schlafe ich, denn in meinem Kinderwagen und mit Mama in meiner Nähe fühle ich mich sicher.<span class="Apple-converted-space">  </span>Überhaupt schlafe ich viel, gern, oft, mal kurz und mal lang.<span class="Apple-converted-space">  </span>Immer mal wieder übermannt mich der Schlaf. Wenn ich aufwache, bin ich hungrig, meine Windel ist voll oder ich habe Bauchweh. Aber inzwischen beobachte ich auch meine Umwelt, die Menschen, die in meinen Kinderwagen oder mein Bettchen hineinschauen und auch das Vögelchen, das mir Mama zum Spielen hingehängt hat. Das alles strengt mich so an, dass ich immer wieder schlafen muss. Ich bin zwar inzwischen schon ein bisschen größer und meine Wachphasen werden auch länger als noch vor ein paar Monaten, aber ich muss viel verarbeiten. Ich kann auch schon lächeln und manchmal ziehe ich Grimassen.<br />
Aber nun ich bin ganz vom Thema abgeschweift, eigentlich will ich Euch was ganz anderes erzählen:<br />
Meine Mama geht wie gesagt mit mir spazieren. Als ich aufwache nimmt sie mich aus dem Kinderwagen und hält mich ein bisschen auf dem Arm. Das ist schön.<br />
„Hast du gut geschlafen?“, fragt sie mich. Sie spricht mit mir und die Sonne kitzelt mich ein wenig an der Nase. Das gefällt mir.<br />
Doch plötzlich merke ich, dass Mama und ich nicht alleine sind. Da ist noch jemand. Ich bin mir nicht sicher, ob ich denjenigen auch kenne. Die Stimme kommt mir bekannt vor. Irgendwie hört es sich an als sei es die Stimme meines Papas. Aber mein Papa sieht doch anders aus. Und jetzt legt mich Mama diesem Mann mit Papas Stimme<span class="Apple-converted-space">  </span>in den Arm.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Hier stimmt doch etwas nicht. Das ist mir jetzt aber nicht ganz geheuer. Deshalb verziehe ich das Gesicht. Hoffentlich merkt Mama, dass ich hier weg will.<br />
„Oh, oh!“, sagt sie. „Ich glaube, Klein-Astrid fängt gleich an zu weinen!“<br />
Sie nimmt mich wieder und wiegt mich hin und her, während sie beruhigend auf mich einspricht.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Ja, Mama hat mich verstanden und deshalb muss ich jetzt auch nicht mehr weinen. Dankbar lächele ich sie an.<br />
„Was hat sie nur?“, fragt Papas Stimme.<br />
„Ich habe da so einen Verdacht“, meint Mama. „Wahrscheinlich erkennt sie dich nicht!“<br />
„Wieso? Ich habe mich doch innerhalb der letzten halben Stunde nicht verändert. Zu Hause war das auch noch nicht. Überhaupt war das noch nie so“, sagt Papas Stimme und ich merke Traurigkeit darin. Fast klingt die Stimme auch noch ein wenig beleidigt.<br />
„Doch“, erklärt Mama, „du hast dich schon verändert!“<br />
„Das stimmt doch gar nicht!“, protestiert Papas Stimme.<br />
„Doch, doch!“, sagt Mama und nimmt dem Unbekannten etwas weg, das sie einfach neben sich auf die Bank legt. Danach reicht sie mich wieder an den Unbekannten mit Papas Stimme. Ja und da erkenne ich ihn: Es ist mein Papa!!!<br />
„Schau nur!“, sagt Mama freudestrahlend. „Sie hat dich vorhin nur nicht erkannt, weil du einen Hut auf dem Kopf hattest.“<br />
„So, so, du magst also meinen neuen Hut nicht. Dann setze ich ihn einfach nicht mehr auf!“, beschließt Papa, lächelt mich an und gibt mir einen Kuss.<br />
Ich lächele zurück und gluckse vor Freude. Bei Papa und Mama ist es doch am Schönsten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/4093-2/">Klein Astrid und der Osterhase</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/hat-astrid-denn-kein-schmuckkaestchen/">„Hat Astrid denn kein Schmuckkästchen?“</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Schon wieder Sorgen</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/sorgen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Nov 2019 10:55:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Appetit]]></category>
		<category><![CDATA[Futter]]></category>
		<category><![CDATA[Sorgen]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Tag]]></category>
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					<description><![CDATA[Bestimmt könnt Ihr Euch noch erinnern, dass ich mir im Sommer große Sorgen um unsere Katze gemacht habe. Sie wollte immerzu nach draußen und kam auch nachts nicht nach Hause. Wir haben sie den gesamten Sommer über immer nur als Gast bei uns begrüßen dürfen. Sie hat sich ein paar Leckerlies bei uns und bei den Nachbarn abgeholt und dann war sie auch schon wieder verschwunden. Die Folge war, dass sie ziemlich abgenommen hatte und uns damit in Sorgen versetzt hat. Doch kaum änderte sich das Wetter und der Herbst ist eingekehrt, war sie ständig zu Hause, hatte keine Lust nach Draußen zu gehen und futterte sich wieder „kugelrund“. Jetzt dachte ich schon, dass sie im Laufe des Winters wohl oder übel platzen würde, wenn sie so weiter futtert. 😉 Naja und jetzt bereitet sie uns schon wieder Kummer. Sie miaut nicht mehr. Ich war jetzt schon zweimal mit ihr beim Tierarzt und sie hat Medikamente bekommen. Zuerst nur etwas zur Stärkung des Immunsystems  und jetzt etwas gegen Entzündungen. Auf der Fahrt zum Tierarzt kam &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bestimmt könnt Ihr Euch noch erinnern, dass ich mir im Sommer große Sorgen um unsere Katze gemacht habe. Sie wollte immerzu nach draußen und kam auch nachts nicht nach Hause. Wir haben sie den gesamten Sommer über immer nur als Gast bei uns begrüßen dürfen.</strong></p>
<p>Sie hat sich ein paar Leckerlies bei uns und bei den Nachbarn abgeholt und dann war sie auch schon wieder verschwunden. Die Folge war, dass sie ziemlich abgenommen hatte und uns damit in Sorgen versetzt hat.</p>
<p>Doch kaum änderte sich das Wetter und der Herbst ist eingekehrt, war sie ständig zu Hause, hatte keine Lust nach Draußen zu gehen und futterte sich wieder „kugelrund“. Jetzt dachte ich schon, dass sie im Laufe des Winters wohl oder übel platzen würde, wenn sie so weiter futtert. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Naja und jetzt bereitet sie uns schon wieder Kummer. Sie miaut nicht mehr. Ich war jetzt schon zweimal mit ihr beim Tierarzt und sie hat Medikamente bekommen. Zuerst nur etwas zur Stärkung des Immunsystems<span class="Apple-converted-space">  </span>und jetzt etwas gegen Entzündungen. Auf der Fahrt zum Tierarzt kam gestern nur ein krächzendes Jammern aus ihrem Maul. Auch heute Morgen hat sie uns nicht mit ihrem fröhlichen Miau begrüßt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Während sie in den letzten Tagen viel geschlafen und wenig gefressen hat, scheint sich heute ihr Appetit doch langsam wieder einzustellen. Zumindest hat sie gerade krächzend ihr Futter verlangt.</p>
<p>Habt Ihr so etwas auch schon bei Eurer Katze oder Eurem Hund erlebt?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Unsere Katze ist zwar schon 11 Jahre, aber eine solche Stimmlosigkeit gab es noch nie. Wir hoffen von Tag zu Tag, dass sie ihr schönes Miauen wiederfindet.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Danke Hops! (3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2019 09:05:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Beschützer]]></category>
		<category><![CDATA[Dank]]></category>
		<category><![CDATA[Eiermalen]]></category>
		<category><![CDATA[Osterhase]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Tränen]]></category>
		<category><![CDATA[Ungeheuer]]></category>
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					<description><![CDATA[Hops und Rosa konnten aus ihrem Versteck unbemerkt fliehen. Trotzdem gestaltet sich ihre Flucht nicht problemlos. Plötzlich vernimmt Hops Schritte und kann auch hinter einem Baum ein Wesen erkennen, das sie eingehend beobachtet. Rosa ist mucksmäuschenstill. Auch sie hat mittlerweile die Schritte vernommen. Da sie sich allerdings hinter Hops versteckt, sieht sie nicht wer ihnen nun geradewegs entgegen kommt. Sie fürchtet, es könnte das Ungeheuer vom Abend zuvor sein oder irgendeine andere furchteinflößende Bestie. Doch noch bevor sie sich die schlimmsten Vermutungen ausmalen kann, ruft Hops dem Wesen etwas zu. „Hallo!!! Was machst du hier?“ Hops Frage klingt in Rosas Ohren kein bisschen ängstlich. Ja, eher sogar erfreut. „Das ist doch gar nicht dein Revier!“, stellt der Hasenjunge jetzt fest. Neugierig versucht nun Rosa einen Schritt neben ihren Beschützer zu treten, um ebenfalls einen Blick auf den ihr Unbekannten werfen zu können. Dieser ist groß und sieht sehr mächtig aus, aber sein Blick ist freundlich. „Das wollte ich gerade dich fragen. Alle suchen dich, sind in großer Aufregung und Sorge um dich,“ erklingt eine tiefe &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hops und Rosa konnten aus ihrem Versteck unbemerkt fliehen. Trotzdem gestaltet sich ihre Flucht nicht problemlos. Plötzlich vernimmt Hops Schritte und kann auch hinter einem Baum ein Wesen erkennen, das sie eingehend beobachtet.</strong></p>
<p><span class="dropcap">R</span>osa ist mucksmäuschenstill. Auch sie hat mittlerweile die Schritte vernommen. Da sie sich allerdings hinter Hops versteckt, sieht sie nicht wer ihnen nun geradewegs entgegen kommt. Sie fürchtet, es könnte das Ungeheuer vom Abend zuvor sein oder irgendeine andere furchteinflößende Bestie. Doch noch bevor sie sich die schlimmsten Vermutungen ausmalen kann, ruft Hops dem Wesen etwas zu.<br />
„Hallo!!! Was machst <em>du</em> hier?“<br />
Hops Frage klingt in Rosas Ohren kein bisschen ängstlich. Ja, eher sogar erfreut.<br />
„Das ist doch gar nicht dein Revier!“, stellt der Hasenjunge jetzt fest.<br />
Neugierig versucht nun Rosa einen Schritt neben ihren Beschützer zu treten, um ebenfalls einen Blick auf den ihr Unbekannten werfen zu können. Dieser ist groß und sieht sehr mächtig aus, aber sein Blick ist freundlich.<br />
„Das wollte ich gerade <em>dich</em> fragen. Alle suchen dich, sind in großer Aufregung und Sorge um dich,“ erklingt eine tiefe Stimme. „Und wer ist das neben dir?“<br />
„Wie ich hierher komme? Ach, das ist eine lange Geschichte, die ich dir aber gerne erzähle. Aber zuerst möchte ich euch gegenseitig vorstellen. Das ist Rosa, die ich selbst gestern erst kennengelernt habe. Und das, liebe Rosa, ist Helmut der Hirsch.“ Hops deutet von einem zum anderen und erkennt, dass sich die Beiden gegenseitig anlächeln und sich auf Rosas Gesicht Erleichterung ausbreitet.<br />
Trotz der sichtlichen Entspannung der Lage schreckt das Hasenmädchen ganz schrecklich zusammen, als sie aus der Luft einen eigenartigen Laut vernimmt. Sie verkriecht sich sofort wieder hinter Hops und sucht seinen Schutz.<br />
„Keine Angst“, vernimmt sie Helmuts beruhigende Stimme, „das ist Aurelia, die Eule.“<br />
„Sie ist so etwas wie unsere Botschafterin und Kundschafterin“, erklärt nun auch Hops dem kleinen Hasenmädchen.<br />
„Also tut sie uns nichts zu leide?“, fragt dieses noch immer etwas vorsichtig.<br />
„Nein. Sie hat mir geholfen Euch zu finden“, berichtet Helmut der Hirsch.<br />
„Und jetzt werde ich Eure Rückkehr im Osterhasendorf und bei allen, die euch suchen, ankündigen“, ruft es über ihren Köpfen, bevor sich Aurelia auf den Weg macht, um die frohe Botschaft zu verkünden.<br />
Nachdem sich auch diese vermeintliche Gefahr entschärft hat, merkt Rosa wie sehr sie die ganze Aktion angestrengt hat. Dies bleibt auch den beiden anderen nicht verborgen.<br />
„Du siehst müde aus“, meint Helmut zu dem Hasenmädchen. „Willst du dich auf meinen Rücken setzen, während ich euch zur Osterhasenfamilie bringe. Sie werden sich sicherlich sehr freuen.“<br />
Dankbar nimmt Rosa dieses liebe und wohlgemeinte Angebot an. Kaum sitzt sie auf dem Rücken des Hirsches, fallen ihr auch schon die Augen zu.<br />
Nachdem Hops seinem Freund Helmut alles ausführlich berichtet hat und von ihm für seinen Mut gelobt wurde, marschiert der stolze Hasenjunge neben dem Hirsch in das Osterhasendorf.<br />
Durch Eule Aurelias Kundschaft von der Rettung der beiden Hasenkinder herrrscht im Osterhasendorf helle Aufregung. Alle haben sich auf dem Dorfplatz versammelt, um die drei Freunde mit Jubel im Osterhasendorf zu begrüßen. Auch Rosas Eltern sind herbeigeeilt.<br />
„Hoch soll er leben!“, rufen sie Hops zu und gratulieren ihm. „Herzlich willkommen!“<br />
Rosas Eltern sind überglücklich, dass sie ihre Tochter wohlbehalten in den Arm nehmen können. Der Mama kullern die Freudentränen aus den Augen und sie streicht Rosa immer wieder zärtlich über den Kopf.<br />
„Danke Hops“, sagt Rosas Vater. „Dein Mut und deine Klugheit haben dich zum Retter unserer Tochter gemacht. Wir sind dir zu unendlichem Dank verpflichtet.“<br />
Der Oberosterhasenlehrer, der ja auch gleichzeitig der Papa von Hops ist, klopft seinem Sohn stolz auf die Schulter.<br />
„Das hast du wahrlich meisterhaft gemacht, wie ein richtiger Osterhase. Deshalb verleihe ich dir das goldene Band und ernenne dich nun feierlich zum Ehren-Osterhasengehilfen.“<br />
Mit diesen Worten hängt der Oberosterhase dem strahlenden Hops das goldene Band um und flüstert ihm sichtlich gerührt ins Ohr:<br />
„Das bisschen Eiermalen machst du doch mit links! Ich bin stolz auf dich, mein Sohn!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #ff0000;">Ich wünsche <span style="color: #0000ff;">Euch allen</span> <span style="color: #008000;">ein frohes Osterfest</span> <span style="color: #800080;">und viel Spaß </span><span style="color: #0000ff;">beim Ostereiersuchen</span>!!!</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #008000;">Liebe Grüße </span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #ff0000;">von</span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #0000ff;">Astrid Berg</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/bubis-sprachkuenste/">Bubis Sprachkünste</a></p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-chance-2/">Die Chance (2)</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Trubel im Keller</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Nov 2018 12:28:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Augen]]></category>
		<category><![CDATA[Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Schneemann]]></category>
		<category><![CDATA[Schrank]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich sitze hier so gemütlich in meinem Sessel und will die Augen ein wenig zudrücken. Draußen ist es kalt und trüb und ich habe keine Lust mich dorthin zu begeben. Hier drinnen ist es warm und gemütlich. Das dachte ich zumindest, als ich mich auf meiner Decke ausgestreckt habe. Okay, warm ist es schon, aber mit der Gemütlichkeit scheint irgendetwas nicht zu stimmen. Kaum sind mir die Augen zugefallen und ich will mich ins Land der Träume begeben, da fängt es an. Zuerst denke ich, ich wäre schon eingeschlafen und würde träumen. Aber eigentlich bin ich doch noch wach. Oder träume ich, dass ich träume oder dass ich wach bin? Seltsam.  Ich höre auch etwas. Doch was ist das? Und vor allen Dingen, wo kommt es her? Ich glaube es kommt aus dem Keller. Ob ich mal nachsehen gehe? Okay, die Neugierde hat gesiegt. Ich strecke mich noch einmal und stelle mich auf meine Beine. Dann mache ich mich auf den Weg. Dieses Rumoren kommt tatsächlich aus dem Keller. Ich kann mich nicht erinnern, dass &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich sitze hier so gemütlich in meinem Sessel und will die Augen ein wenig zudrücken. Draußen ist es kalt und trüb und ich habe keine Lust mich dorthin zu begeben. Hier drinnen ist es warm und gemütlich.</strong><br />
<span class="dropcap">D</span>as dachte ich zumindest, als ich mich auf meiner Decke ausgestreckt habe. Okay, warm ist es schon, aber mit der Gemütlichkeit scheint irgendetwas nicht zu stimmen. Kaum sind mir die Augen zugefallen und ich will mich ins Land der Träume begeben, da fängt es an. Zuerst denke ich, ich wäre schon eingeschlafen und würde träumen. Aber eigentlich bin ich doch noch wach. Oder träume ich, dass ich träume oder dass ich wach bin? Seltsam.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Ich höre auch etwas. Doch was ist das? Und vor allen Dingen, wo kommt es her?<br />
Ich glaube es kommt aus dem Keller. Ob ich mal nachsehen gehe? Okay, die Neugierde hat gesiegt. Ich strecke mich noch einmal und stelle mich auf meine Beine. Dann mache ich mich auf den Weg. Dieses Rumoren kommt tatsächlich aus dem Keller. Ich kann mich nicht erinnern, dass außer mir noch jemand im Haus ist. Mir wird es ganz mulmig, denn außer diesen undefinierbaren Geräuschen höre ich auch Stimmen. Oder sollte ich vielleicht verrückt geworden sein? Nein, ich bin vollkommen im Besitz meiner geistigen Kräfte. Klar, die Jüngste bin ich nicht mehr, doch so alt bin ich nun auch noch nicht. Aber es sind eindeutig Stimmen, die ich höre. Noch kann ich sie nicht verstehen, aber je näher ich ihnen komme, umso deutlicher werden sie.<br />
„Jetzt wird es aber endlich Zeit“, sagt ein niedliches süßes Stimmen. Es ist hell und klar, fast wie … Nein, das kann nicht sein.<br />
Da ist aber auch noch eine tiefere Stimme. Ein richtig alter Brummbär scheint das zu sein.<br />
„Hallo! Hallo! Ist denn hier niemand?“, tönt der dunkle Bass aus einer Ecke.<br />
„Doch, ich bin hier!“, hätte ich fast gesagt, doch mir ist die ganze Sache nicht geheuer. Ich kann wirklich niemand sehen, aber ich höre diese Stimmen und nicht nur die zwei. Inzwischen scheinen da auch noch andere zu sein, in den unterschiedlichsten Stimmlagen.<br />
„Lasst uns endlich hier raus!“<br />
„Wie lange sollen wir noch warten oder habt ihr uns ganz vergessen?“<br />
Leise schleiche ich mich Schritt für Schritt näher. Da hinten kommen sie her. Hier im Keller ist es dunkel. Ich kann nichts erkennen. Doch ich weiß, dass dort hinten der alte große Schrank steht und genau von dort kommen die Stimmen und Geräusche. Dort rumpelt und pumpelt es so komisch. Es werden doch keine Einbrecher hier sein? Und ich bin mutterseelenalleine. Mein Herz klopft mir bis zum Hals. Ich muss eingestehen, dass ich Angst habe, obwohl ich sonst nicht unbedingt ein Angsthase bin. Was soll ich nur machen? Es ist richtig unheimlich. Am besten ich verhalte mich ganz still und die Luft sollte ich auch anhalten, damit mich niemand atmen hört.<br />
Plötzlich geht das Licht an. Ich drücke mich hinter das Regal, damit ich nicht entdeckt werde. Wer kommt denn da?<br />
Es ist eine Frau. Jetzt geht sie auch noch zu dem Schrank hin.<br />
Ich kann ihr Gesicht nicht sehen, aber ich glaube es ist … Ich muss sie warnen, doch ich kann mich einfach nicht von der Stelle rühren. Hört sie denn nicht diesen Trubel und die Stimmen?<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Halt!“, will ich ihr entgegen schreien, aber aus meiner Kehle dringt kein Laut.<br />
Sie öffnet die Schranktür.<br />
„Na endlich! Es wurde auch Zeit!“<br />
„Bin ich froh, dass wir jetzt gleich wieder frei sind!“, höre ich viele verschiedene Stimmen.<br />
Die Frau nimmt etwas heraus und dreht sich um. Jetzt erkenne ich sie ganz deutlich. Es ist mein geliebtes Frauchen. Ich springe aus meinem Versteck und laufe zu ihr. Und jetzt verstehe ich auch<span class="Apple-converted-space">  </span>plötzlich, was hier vor sich geht.<br />
Mein Frauchen hat einen großen Karton aus dem Schrank geholt und ihn geöffnet. Nach und nach entnimmt sie ihm viele verschiedene Figuren: Einen Weihnachtsmann, das muss der mit der tiefen Bassstimme sein. Und zwei kleine Engelchen, das waren die hellen und klaren Stimmen. Auch Schneemänner, ein kleines Schaukelpferd, Kerzen, Glöckchen, Kugeln und vieles mehr zaubert sie hervor.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Na klar!“, denke ich. „Die Adventszeit beginnt nun schon bald und die Weihnachtsdekoration wird aufgestellt. Bin ich froh!<br />
„Schau mal Lottchen! Sind die nicht süß?! Jetzt wird es weihnachtlich!“, sagt sie zu mir, streichelt mich ganz lieb und hält mir die zwei kleinen Schneemänner hin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-5579 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/11/1200px-DSC01300-1024x682.jpg" alt="" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/11/1200px-DSC01300-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/11/1200px-DSC01300-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/11/1200px-DSC01300-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/11/1200px-DSC01300-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/11/1200px-DSC01300.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/aufregung-um-zwei-schokoladenhaeschen/">Aufregung um zwei Schokoladenhäschen</a></p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/weihnachtsstimmung/">Weihnachtsstimmung</a></p>
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		<title>Lach mal wieder</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/lach-mal-wieder/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jun 2018 16:11:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenzaun]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Prinzessin]]></category>
		<category><![CDATA[Sommertag]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Telefon]]></category>
		<category><![CDATA[vergessen]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist einer jener Sommertage, an denen man von Vogelgezwitscher geweckt wird und die Sonnenstrahlen einen schon vor dem Aufstehen an der Nase kitzeln. Einfach herrlich! Da macht es gar nichts aus früher als gewöhnlich aus dem Bett zu hüpfen und in den Tag zu starten. „Du weißt schon, dass du mich jetzt gleich zur Uni fahren musst“, sagt mein Mann. „Na, so vergesslich bin ich nun auch noch nicht“, antworte ich lachend. „Wir haben doch erst gestern dein Auto in die Werkstatt gefahren.“ Das mit der Vergesslichkeit scheint allerdings eine ganz spezielle Sache zu sein. Manchmal überdecken die Geschehnisse des Alltags Dinge, an die man normalerweise ganz selbstverständlich denkt. Irgendwie passiert es dann, dass genau diese Selbstverständlichkeiten durch die Maschen des Gehirns fallen, irgendwo in den Gehirnwindungen verschwinden oder gar steckenbleiben. Und genau das ist an diesem so schönen Tag passiert. Ich habe meinen Mann vergessen. Nein, nicht ihn. An ihn denke ich doch immer. Während ich mit meiner Mutter am Spätnachmittag telefoniere, überlege ich, warum mein Mann noch nicht zu Hause ist, obwohl &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist einer jener Sommertage, an denen man von Vogelgezwitscher geweckt wird und die Sonnenstrahlen einen schon vor dem Aufstehen an der Nase kitzeln. Einfach herrlich! Da macht es gar nichts aus früher als gewöhnlich aus dem Bett zu hüpfen und in den Tag zu starten.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„D</span>u weißt schon, dass du mich jetzt gleich zur Uni fahren musst“, sagt mein Mann.<br />
„Na, so vergesslich bin ich nun auch noch nicht“, antworte ich lachend. „Wir haben doch erst gestern dein Auto in die Werkstatt gefahren.“<br />
Das mit der Vergesslichkeit scheint allerdings eine ganz spezielle Sache zu sein. Manchmal überdecken die Geschehnisse des Alltags Dinge, an die man normalerweise ganz selbstverständlich denkt. Irgendwie passiert es dann, dass genau diese Selbstverständlichkeiten durch die Maschen des Gehirns fallen, irgendwo in den Gehirnwindungen verschwinden oder gar steckenbleiben. Und genau das ist an diesem so schönen Tag passiert. Ich habe meinen Mann vergessen.<br />
Nein, nicht ihn. An ihn denke ich doch immer. Während ich mit meiner Mutter am Spätnachmittag telefoniere, überlege ich, warum mein Mann noch nicht zu Hause ist, obwohl er eigentlich bereits da sein wollte oder zumindest jetzt bald nach Hause kommen sollte.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Wird es heute denn wieder so spät?“, hatte ich ihn noch am Morgen gefragt und er hatte diese Frage verneint und sogar gemeint, dass er heute nicht so viele Termine habe.<br />
Mitten im schönsten Telefonat mit meiner Mutter vernehme ich ein Klopfen in meinem Ohr.<br />
„Ach Mutti, es ruft gerade noch jemand an“, erkläre ich ihr.<br />
„Dann lass uns schnell auflegen“, sagt sie und wir beenden unser Gespräch.<br />
Ein Blick auf das Display meines Handys zeigt mir, dass mein Mann anruft. Nichtsahnend nehme ich das Gespräch an.<br />
„Hallo“, flöte ich fröhlich in das Gerät.<br />
„Sag mal, hast du mich vergessen? Wann holst du mich denn endlich ab?!“, dringt seine etwas unwirsche Stimme an mein Ohr.<br />
„Wieso? Ich warte hier schon die ganze Zeit, dass du endlich heimkommst“, antworte ich.<br />
„Du wartest?! Du musst mich abholen. Ich habe doch kein Auto. Denk mal nach: Mein Auto ist in der Werkstatt.“<br />
„Oh!“, lache ich verlegen in den Hörer. „Das hab dich tatsächlich vergessen.“<br />
Verwundert bin ich jedoch schon. Am wenigsten allerdings über meine Vergesslichkeit, sondern hauptsächlich über den leicht säuerlichen Ton in der Stimme meines Mannes. So kenne ich ihn ja gar nicht und die Situation, dass er auf mich warten muss auch nicht. Eher verhält sich normalerweise die Sache umgekehrt.<br />
„Ich bin in zehn Minuten da!“, rufe ich zum anderen Ende der Telefonverbindung. „Du kannst schon runtergehen und vor dem Gebäude auf mich warten.“<br />
„Okay, ich steh dann also draußen und warte“, kommt es etwas versöhnlicher von meinem Mann.<br />
Bevor ich losdüse, berichte ich allerdings noch schnell meiner Mutter, dass das Anklopfen im Handy von meinem Peter kam, den ich vergessen habe abzuholen.<br />
„Na, dann lass ihn nicht länger warten“, meint sie.<br />
Im selben Moment, in dem ich auflege, klingelt mein Handy erneut.<br />
„Wo bleibst du eigentlich? Ich stehe schon die ganze Zeit hier und warte!“<br />
„Ich komme ja schon und wieso bist du eigentlich so unfreundlich?“, will ich noch sagen, aber da hat er bereits aufgelegt.<br />
Schnell gehe ich noch einmal für kleine Prinzessinnen und dann schlüpfe ich in meine Schuhe, stecke das Handy in meine Handtasche, ziehe meine Lippen nach, suche fix meine Autoschlüssel und öffne auch schon die Haustür.<br />
Während ich den Schlüssel von außen im Schloss drehe, um die Tür zuzuschließen, höre ich unsere Nachbarin lauthals lachen.<br />
„Oh, B. hat mal wieder gute Laune“, denke ich. Mehr aber auch nicht, denn sie lacht gerne und viel.<br />
Als ich mich umdrehe, sehe ich sie am Auto stehen und den Kofferraum beladen. Sie lächelt mir zu. Ich lächele zurück und will geschwind zu meinem Auto, da fällt mein Blick ein Haus weiter auf die gegenüberliegende Straßenseite. Von dort blicken mich sechs Augenpaare überaus freundlich, um nicht zu sagen &#8222;fröhlich&#8220; an. An sich ist dies kein ungewöhnlicher Anblick für mich, jedoch jetzt und genau in diesem Moment schon. Ein Augenpaar gehört S. unserer anderen Nachbarin, die nun freudestrahlend zu mir herüber winkt. Das zweite Augenpaar gehört S. ihrem Mann, der jetzt ebenfalls die Hand zum Gruß hebt. Beide stehen in ihrem Vorgarten hinter dem Zaun. Und wer steht vor dem Gartenzaun?<br />
„Wie kommst du denn hier her?“, rufe ich erstaunt und renne auch schon zu den drei auf mich wartenden Personen.<br />
„Das hat jetzt aber lange gedauert“, lacht B., die erste Nachbarin und schließt ihren Kofferraumdeckel.<br />
„Wieso?“ frage ich sie verwirrt und schiebe gleich eine weitere Frage in Richtung der anderen Nachbarn hinterher: „Wie lange stehst du eigentlich schon hier?“, rufe ich der Person vor dem Gartenzaun entgegen.<br />
„Seit meinem ersten Anruf“, grinst mein Mann. Herr K. von gegenüber hat mich mitgenommen. Wolltest du mich nicht schon längst an der Uni abgeholt haben? Die zehn Minuten sind bereits deutlich überschritten und erst jetzt willst du losfahren?!“<br />
Die gesamte Nachbarschaft bricht in schallendes Gelächter aus, einschließlich meiner Wenigkeit. Und so beginnt wieder einmal ein lustiger und unterhaltsamer Plausch am Gartenzaun.</p>
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		<title>Auf Umwegen ans Ziel</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/auf-umwegen-ans-ziel/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/auf-umwegen-ans-ziel/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2015 10:24:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Abkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsmittel]]></category>
		<category><![CDATA[ohne Umwege]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Umweg]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Leben geht nicht immer gradlinig voran. Manchmal geht alles kreuz und quer und manchmal muss man andere Wege beschreiten. Rückschritte gehören ebenso dazu wie der Blick zur Seite. Um im Leben aber voran zu kommen, wirft uns gerade eben dieses Leben nicht selten sogar Steine in den Weg. Es lässt uns über Hindernisse stolpern oder auferlegt uns Umwege und Abkürzungen, um an unser Ziel zu kommen.  Peter ist bei uns in der Familie und im Freundes- bzw. Bekanntenkreis für seine Abkürzungen bekannt. Das rührt im Grunde noch aus unserer Zeit in Darmstadt. Damals arbeitete er in einer anderen Stadt, was bedeutete, dass er jeden Tag 50 Kilometer hin und 50 Kilometer zurück fahren musste. Da wir allerdings weiter in Darmstadt leben wollten, nahm er diese Wegstrecke in Kauf. Zumal wir die Autobahn quasi direkt vor der Haustür hatten und in 20 Minuten am Flughafen waren, von dem er mindestens einmal in der Woche aus beruflichen Gründen wegfliegen musste. Da es in der Firma noch einige weitere Mitarbeiter gab, die ebenfalls in Darmstadt wohnten, bildeten &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Leben geht nicht immer gradlinig voran. Manchmal geht alles kreuz und quer und manchmal muss man andere Wege beschreiten. Rückschritte gehören ebenso dazu wie der Blick zur Seite. Um im Leben aber voran zu kommen, wirft uns gerade eben dieses Leben nicht selten sogar Steine in den Weg. Es lässt uns über Hindernisse stolpern oder auferlegt uns Umwege und Abkürzungen, um an unser Ziel zu kommen. </strong></p>
<p><span class="dropcap">P</span>eter ist bei uns in der Familie und im Freundes- bzw. Bekanntenkreis für seine Abkürzungen bekannt. Das rührt im Grunde noch aus unserer Zeit in Darmstadt. Damals arbeitete er in einer anderen Stadt, was bedeutete, dass er jeden Tag 50 Kilometer hin und 50 Kilometer zurück fahren musste. Da wir allerdings weiter in Darmstadt leben wollten, nahm er diese Wegstrecke in Kauf. Zumal wir die Autobahn quasi direkt vor der Haustür hatten und in 20 Minuten am Flughafen waren, von dem er mindestens einmal in der Woche aus beruflichen Gründen wegfliegen musste.<br />
Da es in der Firma noch einige weitere Mitarbeiter gab, die ebenfalls in Darmstadt wohnten, bildeten sie eine Fahrgemeinschaft. So fuhr einmal dieser und einmal jener der jungen Männer. Die A5 war schon damals eine viel befahrene Autobahn und so passierte es immer wieder, dass sich Staus bildeten. Diese führten jedoch zu Verspätungen oder zumindest zu Verzögerungen. Peter hingegen erdachte sich immer neue Lösungen für dieses Problem, wobei er sehr phantasievoll war. Auf gut Deutsch gesprochen, bedeutete dies, dass er jede nur mögliche Abkürzung oder auch jedmöglichen Umweg nahm, um an sein Ziel zu kommen.<br />
„Ich fahr jetzt hier ab und fahre auf der Landstraße weiter“, erklärte er beispielsweise den anderen. „Das kann auch nicht länger dauern, als hier im Stau zu stehen!“<br />
Da anfänglich keiner protestierte, setzte er auch das Gesagte in die Tat um. Ich will ja nicht behaupten, dass er mit seinem Vorhaben auf der falschen Fährte war, &#8211; jedenfalls nicht immer, &#8211; aber immer öfter.<br />
Manchmal brachte sie ein Umweg tatsächlich schneller ans Ziel. Des öfteren jedoch bedeutete die vermeintliche Abkürzung nicht nur einen weiteren Fahrtweg, sondern auch eine zeitliche Verlängerung. Das kam daher, dass andere ebenfalls auf diesen Gedanken kamen, aber auch, weil sie dadurch direkt von einem Stau in den nächsten Stau fuhren. War dies nicht der Fall, trafen sie auf eine Baustelle, auf eine Einbahnstraße, vorgeschriebene Fahrtrichtungsanzeigen oder eine Sperrung. So kam, was kommen musste, die Mitfahrer waren nicht mehr ganz so überzeugt von seinen Abkürzungen und meinten:</p>
<p>„Du Peter, lass uns heute mal keine Abkürzung fahren. Wir haben es heute nämlich eilig!“<br />
Dieser Ausspruch seiner ehemaligen Arbeitskollegen verfolgt meinen Peter bis heute. Freunde und Familienmitglieder befürchten schon immer das Schlimmste, wenn mein Mann auch nur das Wort Abkürzung in den Mund nimmt. Zumal Peter niemals nach den Vorschlägen des Navis fährt, sondern sich mit dieser künstlichen Stimme Streitgespräche liefert und sich lieber nach Himmelsrichtung und Sonnenstand mit seinem Auto vorwärts bewegt. Dies mag ja noch gutgehen, wenn sich ihm nicht die oben genannten Hindernisse in den Weg stellen.<br />
Personen, welche zum ersten Mal das Vergnügen einer Mitfahrgelegenheit in Peters Auto haben, ahnen jedoch nichts von seiner Leidenschaft für Abkürzungen, die eigentlich Umwege bedeuten. So hatte er einmal Amerikaner in seinem Wagen, als er durch Berlin fuhr und durch einen Stau an der Weiterfahrt gehindert wurde, was ihn allerdings wie man schon erahnen kann keineswegs in Verlegenheit brachte. Er kreuzte vollkommen zielstrebig kreuz und quer durch die Großstadt und zog sich die Bewunderung der ortsunkundigen Insassen zu:<br />
„You know Berlin very well! Hats off!“ (Sie kennen Berlin sehr gut! Alle Achtung!“<br />
„Nur keine Verunsicherung aufkommen lassen“, dachte sich Peter hingegen.<br />
Die Tatsache, dass er sich der Methode von Versuch und Irrtum bediente und schließlich mehr oder weniger zufällig am Ziel ankam, blieb diesen Personen gegenüber sein ganz persönliches Geheimnis.<br />
Peters Vorliebe für Umwege und Abkürzungen bezieht sich inzwischen nicht nur auf die Fahrt auf vier Rädern, sondern auch auf den Gang auf zwei Beinen. Ist bei uns in der Stadt ein Jahrmarkt, Weihnachtsmarkt oder dergleichen, darf ich mich nicht so sehr in ein Gespräch mit meinem Peter vertiefen, denn er führt mich sonst ganz unauffällig hinter den Verkaufsständen vorbei. Doch mittlerweile bin ich auf der Hut und erkläre schon gleich beim Betreten des Festplatzes:<br />
„Komm, lass uns bitte vorne herum gehen, denn ich möchte auch sehen, was bei den einzelnen Ständen angeboten wird!“<br />
Manchmal nimmt Peter auch noch diverse Hilfsmittel in Anspruch, um seine Umwege und Abkürzungen zu verwirklichen.<br />
Die Sache ereignete sich vielleicht vor drei oder vier Jahren, jedenfalls wohnte unser Sohn damals noch zu Hause:<br />
Peter hatte abends noch eine geschäftliche Besprechung mit anschließendem Abendessen. Eigentlich sollte ich mitkommen, aber ich hatte an diesem Abend keine Lust.<br />
„Ich ziehe einen gemütlichen Fernsehabend mit anschließendem entspannenden Schaumbad und frühem Zubettgehen dem langweiligen Geschäftsessen vor“, erklärte ich ihm.<br />
Während Timo am Computer arbeitete, zog ich mich frühzeitig ins Schlafzimmer zurück und in der Gewissheit, dass Peter bald wieder zu Hause sein würde, schlief ich auch relativ schnell ein. Laut Peters späteren Schilderungen traf er so gegen 0 Uhr 30 zu Hause ein:<br />
„Alle Häuser in unserem Stichweg lagen im Dunkeln und auch aus unserem Haus drang kein Lichtstrahl mehr nach draußen. Als ich vor der Haustür stand, stellte ich plötzlich fest, dass ich meinen Schlüssel vergessen hatte.“<br />
Da man zu solch später Stunde auch bei keinem Nachbarn mehr klingeln kann, obwohl dort ein Haustürschlüssel von uns deponiert war, ist ja verständlich. Also suchte er in seiner Jackentasche nach seinem Handy, um mich anzurufen und um Einlass zu bitten. Wer meinen Mann kennt, der weiß, dass Peter entweder kein Handy dabei hat oder der Akku desselben leer ist. In dieser besagten Nacht traf der erste Fall zu.<br />
„Nun gut, dann muss ich eben klingeln!“, dachte er sich wohl weiter und drückte auf den Klingelknopf. Da sowohl Timo als auch ich tief und fest schlummerten, erfolgte auf Peters mehrmaliges Klingeln nicht die gewünschte Reaktion.<br />
„Ja, der Peter, der ist schlau“, könnte man jetzt singen, wenn man seine Schilderung der folgenden Aktion hört:<br />
„Ich dachte mir, irgendwie muss ich mir ja Gehör verschaffen, um ins Haus zu kommen. Also marschierte ich durch unseren Garten in Richtung Gartenhaus. Zum Glück spendete mir der Mond genügend Licht, so dass ich auch gleich den benötigten Hilfsgegenstand fand und benutzen konnte“, erzählte er mir später.<br />
Ich hingegen ahnte nichts vom Verhängnis meines Mannes, sondern war in meinen Träumen versunken. Plötzlich hörte ich im Traum eine mir bekannte Stimme, die mir etwas zurief. Ich konnte sie jedoch nicht verstehen, deshalb rief mir diese Stimme erneut etwas zu. Sie war so laut, dass ich die Botschaft auf einmal ganz deutlich vernehmen konnte. Auch erkannte ich die Stimme unseres Sohnes, die aus dessen Zimmer kam:<br />
„Jetzt mach ihm doch endlich auf! Damit dieses Klopfen aufhört!“<br />
Mit einem Schlag war ich hellwach. Jetzt hörte ich es auch. An der Tür, die von meinem Schlafzimmer auf den Balkon führte, wurde laut und deutlich geklopft. Nach der ersten Schrecksekunde vernahm ich auch Peters Rufen:<br />
„Mach bitte mal auf!“<br />
„Wo kommst du denn her?“, fragte ich ihn verblüfft, als ich den Rolladen hochgezogen, die Balkontür geöffnet hatte und Peter vor mir stand.<br />
Erfinderisch wie mein Peter nun einmal ist, hatte er sich die lange Leiter geholt, diese am Balkon angestellt und war über das Balkongeländer geklettert.<br />
Wie ich sehen konnte, hatte ihn diese Abkürzung ohne Umwege in unser Schlafzimmer geführt &#8211;  und ich kann jetzt sogar behaupten, dass jemand bei mir &#8222;Fensterln&#8220; war.</p>
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