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	<title>lachen &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Lebensphasen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Dec 2023 07:22:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderaugen]]></category>
		<category><![CDATA[Kostüm]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Phase]]></category>
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					<description><![CDATA[Gereinigt und ordentlich verpackt, legt er alles griffbereit in den Schrank. „Du siehst wehmütig aus“, meint seine Frau. „Ich habe gerade einen gedanklichen Rückblick meines Lebens an mir vorüberziehen lassen“, seufzt er. „Ausgerechnet wenn du dein Nikolauskostüm verstaust?!“, wundert sie sich. „Es hat mir gezeigt, wie schnell die Zeit vergeht. &#8211;  Auch ich habe einst an den Nikolaus geglaubt. Irgendwann kam dann die Ernüchterung. „Und deshalb schlüpfst du wohl jedes Jahr in diese Rolle?!“ „Ich spiele den Nikolaus und freue mich über die strahlenden Kinderaugen.“ „Dafür brauchst du doch keine Verkleidung.“   „Stimmt!“, lacht er. &#8222;Ich sehe auch so aus wie der Nikolaus!&#8220; &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Aufregung um zwei Schokoladenhäschen Die Weihnachtsmannmütze Lilly, Milly und der freche Billy &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gereinigt und ordentlich verpackt, legt er alles griffbereit in den Schrank.</p>
<p>„Du siehst wehmütig aus“, meint seine Frau.</p>
<p>„Ich habe gerade einen gedanklichen Rückblick meines Lebens an mir vorüberziehen lassen“, seufzt er.</p>
<p>„Ausgerechnet wenn du dein Nikolauskostüm verstaust?!“, wundert sie sich.</p>
<p>„Es hat mir gezeigt, wie schnell die Zeit vergeht. &#8211;  Auch ich habe einst an den Nikolaus geglaubt. Irgendwann kam dann die Ernüchterung.</p>
<p>„Und deshalb schlüpfst du wohl jedes Jahr in diese Rolle?!“</p>
<p>„Ich spiele den Nikolaus und freue mich über die strahlenden Kinderaugen.“</p>
<p>„Dafür brauchst du doch keine Verkleidung.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span>„Stimmt!“, lacht er. &#8222;Ich sehe auch so aus wie der Nikolaus!&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/aufregung-um-zwei-schokoladenhaeschen/">Aufregung um zwei Schokoladenhäschen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-weihnachtsmannmuetze/">Die Weihnachtsmannmütze</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/lilly-milly-und-der-freche-billy/">Lilly, Milly und der freche Billy</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Volltreffer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2022 07:59:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Fettnäpfchen]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[schütteln]]></category>
		<category><![CDATA[Volltreffer]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin mit meiner Mutter zu Fuß in der Stadt unterwegs. Uns kommt eine Frau entgegen, die freundlich lächelt. Mich durchzuckt in diesem Moment ein Wiedererkennungsblitz.  „Ach hallo“,sage ich freudestrahlend. „Wie geht es denn?“  „Gut, danke der Nachfrage“, antwortet die Angesprochene. „Und selbst?“ Nachdem wir uns gegenseitig unser Wohlbefinden bekundet haben, fragt sie mich lächelnd:  „Kennen wir uns?“ Spätestens als meine Mutter den Kopf schüttelt, könnte ich in den Erdboden versinken. Mir wird klar, dass hier eine Verwechslung vorliegt.  „Oh, das ist mir jetzt aber total peinlich“, gebe ich errötend zu. „Da stehe ich wohl gerade voll in einem Fettnäpfchen.“]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin mit meiner Mutter zu Fuß in der Stadt unterwegs. Uns kommt eine Frau entgegen, die freundlich lächelt. Mich durchzuckt in diesem Moment ein Wiedererkennungsblitz.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Ach hallo“,sage ich freudestrahlend. „Wie geht es denn?“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Gut, danke der Nachfrage“, antwortet die Angesprochene. „Und selbst?“</p>
<p>Nachdem wir uns gegenseitig unser Wohlbefinden bekundet haben, fragt sie mich lächelnd:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Kennen wir uns?“</p>
<p>Spätestens als meine Mutter den Kopf schüttelt, könnte ich in den Erdboden versinken. Mir wird klar, dass hier eine Verwechslung vorliegt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Oh, das ist mir jetzt aber total peinlich“, gebe ich errötend zu. „Da stehe ich wohl gerade voll in einem Fettnäpfchen.“</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Was ist das denn?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2021 10:40:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Ausschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[was]]></category>
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					<description><![CDATA[Ines und ihr Mann Hannes haben sich beide für heute Nachmittag frei genommen, weil sie einige Erledigungen in der Stadt machen müssen. Inzwischen ist fast alles abgearbeitet, nur noch der Hosenkauf von Hannes steht auf dem Plan. Da dieser gar keine Lust darauf hat, unterbreitet er Ines einen Vorschlag: „Lass uns doch dort drüben in dem Cafe noch gemütlich einen Kaffee und ein Stückchen Kuchen genießen.“ „Du willst dich wohl um den Hosenkauf drücken?“ „Ich doch nicht“, zwinkert ihr Hannes zu. Da Ines ansonsten nichts gegen eine kurze Pause einzuwenden hat, suchen sie sich im Außenbereich des Cafés ein gemütliches Plätzchen. Gerade haben sie ihre erwählten Leckereien serviert bekommen, schaut Hannes seine Frau an und runzelt die Stirn. Ines fasst sich instinktiv an die Nasenspitze. „Habe ich einen Pickel auf der Nase oder warum schaust du mich so seltsam an?“ „Das nicht gerade, aber was ist das denn?“ „Was denn und wo überhaupt?“ „Dein Gesicht. Das fällt mir jetzt erst auf“, spricht Hannes immer noch in Rätseln. „Ich sehe aus wie immer, habe mich geschminkt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ines und ihr Mann Hannes haben sich beide für heute Nachmittag frei genommen, weil sie einige Erledigungen in der Stadt machen müssen. Inzwischen ist fast alles abgearbeitet, nur noch der Hosenkauf von Hannes steht auf dem Plan. Da dieser gar keine Lust darauf hat, unterbreitet er Ines einen Vorschlag:</strong></p>
<p><span class="dropcap">„L</span>ass uns doch dort drüben in dem Cafe noch gemütlich einen Kaffee und ein Stückchen Kuchen genießen.“</p>
<p>„Du willst dich wohl um den Hosenkauf drücken?“</p>
<p>„Ich doch nicht“, zwinkert ihr Hannes zu.</p>
<p>Da Ines ansonsten nichts gegen eine kurze Pause einzuwenden hat, suchen sie sich im Außenbereich des Cafés ein gemütliches Plätzchen.<br />
Gerade haben sie ihre erwählten Leckereien serviert bekommen, schaut Hannes seine Frau an und runzelt die Stirn.<br />
Ines fasst sich instinktiv an die Nasenspitze.</p>
<p>„Habe ich einen Pickel auf der Nase oder warum schaust du mich so seltsam an?“</p>
<p>„Das nicht gerade, aber was ist das denn?“</p>
<p>„Was denn und wo überhaupt?“</p>
<p>„Dein Gesicht. Das fällt mir jetzt erst auf“, spricht Hannes immer noch in Rätseln.</p>
<p>„Ich sehe aus wie immer, habe mich geschminkt wie sonst auch und habe keinen Pickel auf der Nase… Also, was stört dich sonst an meinem Gesicht?“</p>
<p>„Irgendwie sieht du anders aus. Hast du vielleicht Rouge aufgelegt?“</p>
<p>„Nein, du weißt doch ich benutze nur Lidschatten oder Eyeliner, Mascara und Lippenstift.“</p>
<p>„Nein, nein, das ist es ja auch nicht, eher der Rest vom Gesicht.“</p>
<p>„Also Hannes, du machst mich total unsicher. Jetzt rück endlich mit der Sprache heraus!“, fordert Ines ihren Mann aufgelöst auf.</p>
<p>„Schau doch einfach mal in den Spiegel!“</p>
<p>„Ich habe keinen dabei, also nun rede endlich Klartext!“</p>
<p>„Naja, du siehst…“</p>
<p>„Oh nein!“, ruft Ines plötzlich erschrocken aus. „Dort ist Elene, du weißt schon, die aus unserer Straße, die immer alle Neuigkeiten weiß. Wenn sie mich so sieht, weiß morgen jeder, was ich im Gesicht habe…“</p>
<p>„Huhu!“, ruft es da schon und Elene marschiert schnurstracks auf den Tisch von Ines und Hannes zu.</p>
<p>„Ach, du grüne Neune!“, ruft sie auch sofort aus, als sie neben Ines steht. „Was ist das denn?“</p>
<p>Inzwischen ist Ines fast den Tränen nahe. Ihren Kuchen schiebt sie weit von sich, denn nun verspürt sich keinerlei Appetit mehr.</p>
<p>„Du bist ja total rot!“, kichert Elene, sieht irgendwie lustig aus. Ist das ein Ausschlag? Das ist bestimmt ansteckend!“</p>
<p>„Was ist denn mit mir? Vorhin als ich auf der Toilette war und mir vor dem Spiegel die Haare gekämmt habe, war doch alles noch in Ordnung.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ines versteht die Welt nicht mehr und sie kann kaum noch die Tränen zurückhalten.</p>
<p>„Jetzt reg dich mal nicht auf“, versucht Hannes seine Frau zu beruhigen. „Das ist bestimmt nichts Schlimmes. Wir sollten allerdings den Hosenkauf verschieben.“</p>
<p>„Ist das dein einziges Problem?“, gibt Ines bissig zurück.</p>
<p>„Ist doch gut, Ines! Komm wieder runter von der Palme!“, beschwichtigt nun auch Elene. „Ich war neulich auch in diesem Café und saß auf dem selben Platz wie du jetzt.“</p>
<p>„Na und! Das ist mir jetzt total egal!“, gibt Ines patzig zurück.</p>
<p>„Sollte es dir aber nicht sein!“, ruft Elene aus. „Pass mal auf!“</p>
<p>Mit diesen Worten schiebt Elene sich den Stuhl neben Ines zurecht und setzt sich unaufgefordert hin.</p>
<p>„So, und jetzt schaut mich mal an!“, fordert Ines die Beiden auf.</p>
<p>„Du bist total rot im Gesicht!“, rufen Hannes und Ines wie im Chor aus.</p>
<p>„So schnell ist diese Sache ansteckend“, lacht Elene und zeigt nach oben.</p>
<p>Das Ehepaar folgt ihrem Fingerzeig mit den Blicken und sieht die Sonne durch den roten Sonnenschirm schimmern.</p>
<p>„Komm!“, fordert Elene Ines auf, nimmt diese an der Hand und zieht sie von Tisch und Sonnenschirm weg auf den großen Platz. „Schau, und so schnell sind wir beide wieder geheilt!“</p>
<p>Die vorübereilenden Fußgänger sehen zwei Frauen, die sich in den Armen liegen und lachen, lachen, lachen.</p>
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		<title>Der Schalk</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2021 22:10:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Augen]]></category>
		<category><![CDATA[Drogerie]]></category>
		<category><![CDATA[Falten]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Maske]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbar]]></category>
		<category><![CDATA[Schalk]]></category>
		<category><![CDATA[winken]]></category>
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					<description><![CDATA[Heinz und Ute sind mit dem Auto unterwegs. Sie haben den Wocheneinkauf erledigt. Alle Einkäufe sind bereits im Kofferraum verstaut und Heinz startet den Motor, als ihm noch etwas einfällt. „Ach!“, meint er und schlägt sich dabei gegen die Stirn. „Jetzt habe ich doch vergessen die Batterien für den Öffner unseres Garagentors zu besorgen. Oder hast du daran gedacht?“ „Nein, das stand nicht auf meinem Einkaufszettel“, erwidert Ute. „Ich habe auch keine Lust noch einmal reinzugehen. Ehrlich gesagt bin ich froh endlich ohne die Maske wieder frei atmen zu können.“ „Nachher ärgern wir uns, weil sich das Garagentor nicht mit dem Drücker automatisch öffnen lässt“, überlegt Heinz. „Ich geh noch mal schnell rein. In fünf Minuten bin ich zurück, warte einfach im Auto so lange.“ „Halt!“, ruft Ute ihm nach. „Du musst deinen Mund-Nasen-Schutz anziehen.“ Heinz dreht sich um und nimmt die Maske, die Ute ihm durch das Autofenster reicht. Im Supermarkt geht er zielstrebig zu dem Regal, in dem die unterschiedlichsten Batterien angeboten werden. Schnell wird er fündig und marschiert in Richtung Kasse. Da &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heinz und Ute sind mit dem Auto unterwegs. Sie haben den Wocheneinkauf erledigt. Alle Einkäufe sind bereits im Kofferraum verstaut und Heinz startet den Motor, als ihm noch etwas einfällt.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„A</span>ch!“, meint er und schlägt sich dabei gegen die Stirn. „Jetzt habe ich doch vergessen die Batterien für den Öffner unseres Garagentors zu besorgen. Oder hast du daran gedacht?“<br />
„Nein, das stand nicht auf meinem Einkaufszettel“, erwidert Ute. „Ich habe auch keine Lust noch einmal reinzugehen. Ehrlich gesagt bin ich froh endlich ohne die Maske wieder frei atmen zu können.“<br />
„Nachher ärgern wir uns, weil sich das Garagentor nicht mit dem Drücker automatisch öffnen lässt“, überlegt Heinz. „Ich geh noch mal schnell rein. In fünf Minuten bin ich zurück, warte einfach im Auto so lange.“<br />
„Halt!“, ruft Ute ihm nach. „Du musst deinen Mund-Nasen-Schutz anziehen.“<br />
Heinz dreht sich um und nimmt die Maske, die Ute ihm durch das Autofenster reicht.<br />
Im Supermarkt geht er zielstrebig zu dem Regal, in dem die unterschiedlichsten Batterien angeboten werden. Schnell wird er fündig und marschiert in Richtung Kasse. Da sieht er sie. Sie steht bei den Drogerieartikeln und nimmt gerade ein Duschgel aus dem Regal. Sie hat ihn nicht gesehen, da sie Heinz mit dem Rücken zugewandt ist.<br />
„Das ist doch Birgit, unsere Nachbarin“, denkt er und marschiert auf sie zu. „Jetzt mache ich mir einen Spaß!“, regt sich der Schalk in ihm. „Ich werde sie mal ein bisschen erschrecken. Noch hat sie mich ja nicht gesehen. Mal sehen, wie sie reagiert. Eigentlich ist Birgit immer für ein Späßchen zu haben.“<br />
Heinz schleicht sich von hinten an die Frau heran.<br />
„Buhhh!“, ruft er aus.<br />
Die Frau dreht sich zu ihm um und schaut ihn mit großen Augen an. Mehr kann Heinz auch gar nicht erkennen, denn auch die Frau trägt eine Maske. So stehen sich die beiden Maskierten gegenüber und blicken sich schweigend in die Augen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Hinter der Stirn von Heinz arbeitet es auf Hochtouren. Gedanken und Fragen durchzucken seinen Kopf.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ist das Brigit? Ja, das ist sie. Oder etwa nicht?“<br />
Plötzlich ist sich Heinz nicht mehr so sicher. Irgendwie sieht sie aus wie die Nachbarin. Die Größe stimmt, die Frisur ist die gleiche, die Haarfarbe ist ebenfalls braun mit Strähnen und der Kleidungsstil könnte auch passen. Oder sieht sie ihr nur ähnlich? Heinz ist total verunsichert. Die Frau spricht kein Wort. So stehen sie sich eine gefühlte Ewigkeit wort- und auch irgendwie ratlos gegenüber. Doch plötzlich sieht Heinz verdächtige Fältchen um die Augen der Frau.<br />
„Sie lächelt!“, denkt er und ist irgendwie erleichtert. Er lächelt zurück, soweit dies mit der Mund- und Nasenbedeckung möglich ist. Danach dreht sich sein Gegenüber wortlos um und wendet sich erneut den Produkten im Regal zu. Auch Heinz geht ohne ein Wort seines Weges.<br />
„Seltsam! Birgit ist doch sonst nicht so stumm“, überlegt er beim Verlassen des Supermarktes. &#8222;Sie lacht so gerne und auch laut.&#8220;<br />
„Ich glaube, dein Rätsel hat sich soeben von selbst gelöst“, meint seine Frau Ute, als sie daheim ankommen. Im gegenüberliegenden Garten steht Birgit, die Nachbarin und hackt die Erde rund um die sich langsam aus der Erde reckenden Krokusse. Ohne Maske winkt sie fröhlich lachend zu Ute und Heinz herüber.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/taenzchen-gefaellig/">Tänzchen gefällig?</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/der-geist-des-weines/">Der Geist des Weines</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/gedankenverloren/">Gedankenverloren</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Tante Friedas Geheimnis</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/tante-friedas-geheimnis/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/tante-friedas-geheimnis/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2020 09:46:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimnis]]></category>
		<category><![CDATA[Kostprobe]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Laune]]></category>
		<category><![CDATA[Packung]]></category>
		<category><![CDATA[Schwester]]></category>
		<category><![CDATA[Tante]]></category>
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					<description><![CDATA[Alle lieben Tante Frieda. Warum das so ist? Na, weil Tante Frieda die netteste und lustigste Frau ist, die ich kenne. Mutti meint oft: „Susi, du bist ihr sehr ähnlich!“ Das macht mich richtig stolz, obwohl ich der Meinung bin, dass Mama ebenfalls sehr viel Ähnlichkeit mit ihr hat und das kommt daher, weil Tante Frieda die kleine Schwester meiner Mutter ist.  Klein ist richtig, denn sie ist nicht sehr groß, gerade einmal einen Meter und sechsundfünfzig Zentimeter. Das steht nicht nur in ihrem Pass, sondern ist eindeutig bewiesen. Ich habe es nämlich erst letzte Woche höchstpersönlich nachgemessen. Ich bin inzwischen schon einhundertzweiundfünfzig Zentimeter, also muss ich noch zu ihr aufschauen. „Die vier Zentimeter schaffst du doch locker noch!“, hat Tante Frieda gesagt und mir dabei zugezwinkert. Sie ist immer quietschvergnügt, ihr Lachen schallt durch das ganze Haus und ist ansteckend. Wenn wir ein Fest feiern, dann singt und tanzt sie und reißt mit ihrer Fröhlichkeit alle mit. Ganz ehrlich, ich habe sie noch nie mit schlechter Laune erlebt und ich kenne sie nun schon mein &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alle lieben Tante Frieda. Warum das so ist? Na, weil Tante Frieda die netteste und lustigste Frau ist, die ich kenne. Mutti meint oft: „Susi, du bist ihr sehr ähnlich!“ Das macht mich richtig stolz, obwohl ich der Meinung bin, dass Mama ebenfalls sehr viel Ähnlichkeit mit ihr hat und das kommt daher, weil Tante Frieda die kleine Schwester meiner Mutter ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">K</span>lein ist richtig, denn sie ist nicht sehr groß, gerade einmal einen Meter und sechsundfünfzig Zentimeter. Das steht nicht nur in ihrem Pass, sondern ist eindeutig bewiesen. Ich habe es nämlich erst letzte Woche höchstpersönlich nachgemessen. Ich bin inzwischen schon einhundertzweiundfünfzig Zentimeter, also muss ich noch zu ihr aufschauen. „Die vier Zentimeter schaffst du doch locker noch!“, hat Tante Frieda gesagt und mir dabei zugezwinkert.<br />
Sie ist immer quietschvergnügt, ihr Lachen schallt durch das ganze Haus und ist ansteckend. Wenn wir ein Fest feiern, dann singt und tanzt sie und reißt mit ihrer Fröhlichkeit alle mit. Ganz ehrlich, ich habe sie noch nie mit schlechter Laune erlebt und ich kenne sie nun schon mein ganzes Leben. Insgesamt also 12 Jahre.<br />
Gut, gerade eben war sie nicht ganz so lustig. Da ist sie nämlich über einen blöden Ast gestolpert und kann jetzt nicht mehr aufstehen. Es ist beim Spazierengehen mit mir und unserem Hund Fridolin passiert. Wir sind auf einem Waldweg unterwegs, als Fridolin einen Hasen sieht und ihm nachrennen will. Er zieht an der Leine und da passiert es. Zum Glück hat sie ihr Handy dabei und so kann ich den Krankenwagen alarmieren.<br />
Ja, und nun sitze ich an ihrem Krankenbett im Krankenhaus. „Es ist ein komplizierter Beinbruch und sie haben mich operiert“, erklärt sie mir. „Ich muss noch eine ganze Weile hier bleiben.“<br />
„Dann bist du also bei Papas rundem Geburtstag nicht da?“, frage ich sie erschrocken.<br />
„Nein, das wird nicht klappen!“<br />
„Das macht dann auch nur halb soviel Spaß!“, gestehe ich.<br />
„Den versprochenen Kuchen kann ich auch nicht backen. Richte es bitte deiner Mutter aus“, meint sie.<br />
Man muss erklären, dass Tante Friedas Schokoladenkuchen berühmt ist. Keiner kann ihn so gut backen, wie sie. Alle werden enttäuscht sein, denn er ist wahnsinnig beliebt bei der ganzen Familie und allen Gästen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Alle werden dich und deinen Kuchen vermissen“, meine ich.<br />
„Da kann man leider nichts machen“, zuckt sie bedauernd mit den Schultern.<br />
„Aber du könntest mir das Rezept geben und ich backe ihn“, kommt mir die Idee.<br />
„Das geht leider nicht“, sagt sie bedauernd und versucht trotz ihrer Schmerzen ein bisschen zu lächeln. „Das ist mein Geheimnis!“<br />
„Ah, ein Familiengeheimnis!“, grinse ich. „Dann kennt es Mutti auch!“<br />
„Nein, mein Schatz, &#8211; es ist ganz allein mein Geheimnis und niemand weiß etwas davon.<br />
Auch auf mein Bitten und Betteln lässt sie sich nicht erweichen mir ihr großes Geheimnis zu verraten.<br />
„Dann müsst ihr halt mal auf meinen Schokoladenkuchen verzichten. Ich verspreche aber, dass ich sofort nach meiner Heimkehr aus dem Krankenhaus einen backen werde.&#8220;<br />
Auf dem Nachhauseweg überlege ich krampfhaft, was ich tun könnte. Und ich habe eine Idee.<br />
An Papas Geburtstag vermissen zwar alle Tante Frieda, aber sie sind begeistert, dass zumindest ihr Schokoladenkuchen nicht fehlt. Aus allen Ecken hört man:<br />
“Mmmh!“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Der ist sooo lecker!“.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Einfach köstlich!“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Niemand kann ihn so gut wie Tante Frieda!“<br />
„Ist sie denn nicht mehr im Krankenhaus?“, fragt man mich.<br />
„Doch! Und den Kuchen habe übrigens ich gebacken!“<br />
„Was?- Oh, sie hat dir ihr Rezept verraten!“, schlussfolgern alle.<br />
Im Nu bin ich von allen umringt und jeder will das Rezept haben.<br />
„Das ist mein und Tante Friedas Geheimnis“ sage ich schmunzelnd und laufe in die Küche.<br />
Dort öffne ich schnell und unbemerkt den Abfalleimer und hole etwas heraus. Dieses Etwas bringe ich sofort in mein Zimmer und packe es in Geschenkpapier ein.<br />
Leider finde ich kein Stückchen Kuchen mehr vor, als ich wieder in das Wohnzimmer komme. Tante Friedas, &#8211; oder soll ich sagen,- mein Schokoladenkuchen ist ratzeputz aufgefuttert?!<br />
Am nächsten Morgen, es ist zum Glück Sonntag und ich habe keine Schule, hält mich nichts mehr. Ich greife mir das kleine Päckchen und mache mich auf den Weg zum Krankenhaus.<br />
„Schade“, sage ich zu Tante Frieda. „Ich hätte dir gerne eine Kostprobe meines Schokoladenkuchens mitgebracht, aber es ist nichts mehr übrig geblieben. Allerdings habe ich dir etwas anderes mitgebracht&#8220;, verkünde ich und reiche ihr das Päckchen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Tante Frieda packt es aus und blickt zuerst entsetzt auf das Mitbringsel, doch dann schallt ihr fröhliches Lachen durch den Raum und die Gänge.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Jetzt haben wir wohl beide dasselbe Geheimnis!“, meint sie augenzwinkernd und zerreißt schnell die leere Packung der Fertigbackmischung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-familien-b-c-2/">Das Familien – A B C</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/familienausflug/">Familienausflug</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/verliebt-verlobt-verheiratet/">Verliebt, verlobt, verheiratet</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Tollpatschigkeit</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/tollpatschigkeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2019 21:17:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Holz]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Koffer]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenschein]]></category>
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					<description><![CDATA[Horst ist in Eile, er muss noch zu einer Behörde und einige Unterlagen abgeben. Er packt alles in seinen Aktenkoffer und eilt mit einem kurzen Gruß, den er seiner in der Küche hantierenden Frau zuwirft, zur Haustür hinaus. Noch bevor er seinen Kofferraum aufmachen kann, muss er allerdings nochmal zurück, weil er etwas vergessen hat. Er stellt seinen Aktenkoffer achtlos ab und geht ins Haus. Zwei Minuten später schließt er die Wagentür auf, schwingt sich auf den Fahrersitz, lässt das Auto an und stößt nach hinten, um rückwärts aus der Ausfahrt zu fahren. „Oh nein!“, denkt er erschrocken, als er bemerkt, dass sein Hinterrad über eine Erhöhung rollt. „Was war denn das? Ich habe doch hoffentlich nicht Nachbars Katze überfahren!?“ Automatisch bremst er und haut dann spontan den Vorwärtsgang rein, was jedoch bewirkt, dass das Rad wiederum über dieses Etwas rollt. „Oh Gott! Lass es bitte nicht Minka sein!“, durchfährt es seine Gedanken. Horst reißt die Autotür auf, stürzt panisch nach hinten und bückt sich. „Das war wohl noch mal Glück im Unglück!“, entfährt es &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Horst ist in Eile, er muss noch zu einer Behörde und einige Unterlagen abgeben. Er packt alles in seinen Aktenkoffer und eilt mit einem kurzen Gruß, den er seiner in der Küche hantierenden Frau zuwirft, zur Haustür hinaus. Noch bevor er seinen Kofferraum aufmachen kann, muss er allerdings nochmal zurück, weil er etwas vergessen hat. Er stellt seinen Aktenkoffer achtlos ab und geht ins Haus.</strong></p>
<p><span class="dropcap">Z</span>wei Minuten später schließt er die Wagentür auf, schwingt sich auf den Fahrersitz, lässt das Auto an und stößt nach hinten, um rückwärts aus der Ausfahrt zu fahren.<br />
„Oh nein!“, denkt er erschrocken, als er bemerkt, dass sein Hinterrad über eine Erhöhung rollt. „Was war denn das? Ich habe doch hoffentlich nicht Nachbars Katze überfahren!?“<br />
Automatisch bremst er und haut dann spontan den Vorwärtsgang rein, was jedoch bewirkt, dass das Rad wiederum über dieses Etwas rollt.<br />
„Oh Gott! Lass es bitte nicht Minka sein!“, durchfährt es seine Gedanken.<br />
Horst reißt die Autotür auf, stürzt panisch nach hinten und bückt sich.<br />
„Das war wohl noch mal Glück im Unglück!“, entfährt es ihm als er sieht, was da unter den Reifen geraten ist. Vor Erleichterung, aber auch über seine eigene Tollpatschigkeit beginnt er zu lachen. Seine Frau, die nun vor der Haustür erscheint, stimmt in sein Lachen mit ein, als sie erkennt, was ihr Mann unter dem Auto hervorzaubert. Frustriert und amüsiert zugleich hält er nämlich seinen verbeulten und plattgedrückten Aktenkoffer hoch.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Später auf dem Amt bekommt er nur mit roher Gewalt das Schloss des Koffers auf und erntet von allen Umstehenden großes Gelächter. Auch Bauer Sonnenschein, den Horst gegen Mittag zufällig an der Dönerbude auf dem großen Parkplatz trifft, kann sich vor Lachen kaum halten.<br />
„Wie kann man nur so tollpatschig sein?! Du musst heute Abend beim Stammtisch unbedingt das Corpus Delicti mitbringen und deine Geschichte zum Besten geben. Die anderen werden sich vor Lachen biegen. Mir tut ja auch schon der Bauch weh“, meint Bauer Sonnenschein. „Aber jetzt muss ich schnell weiter. Ich will nachher noch mit dem Traktor Brennholz holen. &#8211; Also dann bis heute Abend! Es wird bestimmt lustig!“<br />
„Und ob der Abend lustig wird, allerdings auf meine Kosten“, denkt sich Horst. „Naja, so ist es eben im Leben. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!“<br />
Am Abend kommt Bauer Sonnenschein beim Stammtisch mitten in eine fröhliche Runde hinein. Er hat sich tüchtig beeilen müssen, denn die Sache mit dem Brennholz hatte doch länger gedauert als gedacht.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Hast du schon gehört, was Horst heute angestellt hat? Das kann auch nur ihm passieren!“, fragt sein Kumpel Klaus und will auch schon erzählen.<br />
„Ja, ja!“, sagt Bauer Sonnenschein kurz angebunden, gibt per Zeichensprache dem Wirt zu verstehen, dass er gerne ein Bier möchte und legt gedankenverloren sein Handy auf den Tisch.<br />
„Ist dir wohl runtergefallen“, meint Klaus und nimmt das Handy in die Hand, um die „Spider-App“, die das Display ziert, besser betrachten zu können.<br />
„Ist mir aus der Hosentasche gefallen“, sagt Bauer Sonnenschein kleinlaut.<br />
Inzwischen ist die Unterhaltung und das Lachen der anderen verstummt und alle begutachten den Schaden am Handy.<br />
„Funktioniert es noch?“, fragt Thomas.<br />
Bauer Sonnenschein nickt und nimmt einen heftigen Schluck aus dem Bierglas. „Du hast mich doch vorhin angerufen und wir haben miteinander telefoniert.“<br />
„Aber was hast du denn mit der Rückseite gemacht?, will jetzt auch Michael wissen. „Da sind so komische Kratzer und Eindrücke drauf, &#8211; ist dir wohl nicht zum ersten Mal runtergefallen?!“<br />
„Doch, schon, aber…“<br />
„Jetzt rück schon raus mit der Sprache“, ermutigt Horst seinen Freund. „Ich habe dir mein Missgeschick auch berichtet.“<br />
„Ich sag doch, es ist mir irgendwann heute Nachmittag aus der Hosentasche gerutscht.“<br />
„Auf die Vorder- oder auf die Rückseite? Jetzt lass dir nicht die Würmer einzeln aus der Nase ziehen“, mischt sich Thomas ein.<br />
„Auf die Rückseite. Allerdings auf einen Kiesuntergrund“, gibt Bauer Sonnenschein zu.<br />
„Das erklärt die Kratzer, aber nicht die Eindrücke und die Spider-App auf der Vorderseite“, gibt Thomas nicht auf.<br />
„Okay, okay, ich gebe alles zu!“, beginnt Bauer Sonnenschein mit einem zerknirschten Gesicht. „Ich habe es nicht gleich bemerkt. Erst als Thomas mich angerufen hat und durch das Klingeln habe ich es auf dem Kiesweg gefunden. Es lag direkt vor dem Traktor, allerdings nachdem …“<br />
„…du bereits einmal mit dem Traktor drüber gefahren warst?!“, meint Klaus grinsend.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„…zweimal“, korrigiert Bauer Sonnenschein.<br />
„Soviel zum Thema Tollpatschigkeit!“, klatscht Klaus fröhlich in die Hände.<br />
Fast unmerklich nickt Bauer Sonnenschein und zieht alle Lacher auf sich. *</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Man glaubt es kaum, aber für diese Geschichte gaben mir zwei Ereignisse aus unserem Freundeskreis die Vorlage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/tickt-ihr-noch-richtig/">Tickt Ihr noch richtig</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/besuch-bei-tante-else-und-onkel-emil/">Besuch bei Tante Else und Onkel Emil</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/onkel-emil-und-der-pfeil-des-amor/">Onkel Emil und der Pfeil des Amors</a></p>
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		<title>Lach mal wieder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jun 2018 16:11:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenzaun]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Prinzessin]]></category>
		<category><![CDATA[Sommertag]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Telefon]]></category>
		<category><![CDATA[vergessen]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist einer jener Sommertage, an denen man von Vogelgezwitscher geweckt wird und die Sonnenstrahlen einen schon vor dem Aufstehen an der Nase kitzeln. Einfach herrlich! Da macht es gar nichts aus früher als gewöhnlich aus dem Bett zu hüpfen und in den Tag zu starten. „Du weißt schon, dass du mich jetzt gleich zur Uni fahren musst“, sagt mein Mann. „Na, so vergesslich bin ich nun auch noch nicht“, antworte ich lachend. „Wir haben doch erst gestern dein Auto in die Werkstatt gefahren.“ Das mit der Vergesslichkeit scheint allerdings eine ganz spezielle Sache zu sein. Manchmal überdecken die Geschehnisse des Alltags Dinge, an die man normalerweise ganz selbstverständlich denkt. Irgendwie passiert es dann, dass genau diese Selbstverständlichkeiten durch die Maschen des Gehirns fallen, irgendwo in den Gehirnwindungen verschwinden oder gar steckenbleiben. Und genau das ist an diesem so schönen Tag passiert. Ich habe meinen Mann vergessen. Nein, nicht ihn. An ihn denke ich doch immer. Während ich mit meiner Mutter am Spätnachmittag telefoniere, überlege ich, warum mein Mann noch nicht zu Hause ist, obwohl &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist einer jener Sommertage, an denen man von Vogelgezwitscher geweckt wird und die Sonnenstrahlen einen schon vor dem Aufstehen an der Nase kitzeln. Einfach herrlich! Da macht es gar nichts aus früher als gewöhnlich aus dem Bett zu hüpfen und in den Tag zu starten.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„D</span>u weißt schon, dass du mich jetzt gleich zur Uni fahren musst“, sagt mein Mann.<br />
„Na, so vergesslich bin ich nun auch noch nicht“, antworte ich lachend. „Wir haben doch erst gestern dein Auto in die Werkstatt gefahren.“<br />
Das mit der Vergesslichkeit scheint allerdings eine ganz spezielle Sache zu sein. Manchmal überdecken die Geschehnisse des Alltags Dinge, an die man normalerweise ganz selbstverständlich denkt. Irgendwie passiert es dann, dass genau diese Selbstverständlichkeiten durch die Maschen des Gehirns fallen, irgendwo in den Gehirnwindungen verschwinden oder gar steckenbleiben. Und genau das ist an diesem so schönen Tag passiert. Ich habe meinen Mann vergessen.<br />
Nein, nicht ihn. An ihn denke ich doch immer. Während ich mit meiner Mutter am Spätnachmittag telefoniere, überlege ich, warum mein Mann noch nicht zu Hause ist, obwohl er eigentlich bereits da sein wollte oder zumindest jetzt bald nach Hause kommen sollte.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Wird es heute denn wieder so spät?“, hatte ich ihn noch am Morgen gefragt und er hatte diese Frage verneint und sogar gemeint, dass er heute nicht so viele Termine habe.<br />
Mitten im schönsten Telefonat mit meiner Mutter vernehme ich ein Klopfen in meinem Ohr.<br />
„Ach Mutti, es ruft gerade noch jemand an“, erkläre ich ihr.<br />
„Dann lass uns schnell auflegen“, sagt sie und wir beenden unser Gespräch.<br />
Ein Blick auf das Display meines Handys zeigt mir, dass mein Mann anruft. Nichtsahnend nehme ich das Gespräch an.<br />
„Hallo“, flöte ich fröhlich in das Gerät.<br />
„Sag mal, hast du mich vergessen? Wann holst du mich denn endlich ab?!“, dringt seine etwas unwirsche Stimme an mein Ohr.<br />
„Wieso? Ich warte hier schon die ganze Zeit, dass du endlich heimkommst“, antworte ich.<br />
„Du wartest?! Du musst mich abholen. Ich habe doch kein Auto. Denk mal nach: Mein Auto ist in der Werkstatt.“<br />
„Oh!“, lache ich verlegen in den Hörer. „Das hab dich tatsächlich vergessen.“<br />
Verwundert bin ich jedoch schon. Am wenigsten allerdings über meine Vergesslichkeit, sondern hauptsächlich über den leicht säuerlichen Ton in der Stimme meines Mannes. So kenne ich ihn ja gar nicht und die Situation, dass er auf mich warten muss auch nicht. Eher verhält sich normalerweise die Sache umgekehrt.<br />
„Ich bin in zehn Minuten da!“, rufe ich zum anderen Ende der Telefonverbindung. „Du kannst schon runtergehen und vor dem Gebäude auf mich warten.“<br />
„Okay, ich steh dann also draußen und warte“, kommt es etwas versöhnlicher von meinem Mann.<br />
Bevor ich losdüse, berichte ich allerdings noch schnell meiner Mutter, dass das Anklopfen im Handy von meinem Peter kam, den ich vergessen habe abzuholen.<br />
„Na, dann lass ihn nicht länger warten“, meint sie.<br />
Im selben Moment, in dem ich auflege, klingelt mein Handy erneut.<br />
„Wo bleibst du eigentlich? Ich stehe schon die ganze Zeit hier und warte!“<br />
„Ich komme ja schon und wieso bist du eigentlich so unfreundlich?“, will ich noch sagen, aber da hat er bereits aufgelegt.<br />
Schnell gehe ich noch einmal für kleine Prinzessinnen und dann schlüpfe ich in meine Schuhe, stecke das Handy in meine Handtasche, ziehe meine Lippen nach, suche fix meine Autoschlüssel und öffne auch schon die Haustür.<br />
Während ich den Schlüssel von außen im Schloss drehe, um die Tür zuzuschließen, höre ich unsere Nachbarin lauthals lachen.<br />
„Oh, B. hat mal wieder gute Laune“, denke ich. Mehr aber auch nicht, denn sie lacht gerne und viel.<br />
Als ich mich umdrehe, sehe ich sie am Auto stehen und den Kofferraum beladen. Sie lächelt mir zu. Ich lächele zurück und will geschwind zu meinem Auto, da fällt mein Blick ein Haus weiter auf die gegenüberliegende Straßenseite. Von dort blicken mich sechs Augenpaare überaus freundlich, um nicht zu sagen &#8222;fröhlich&#8220; an. An sich ist dies kein ungewöhnlicher Anblick für mich, jedoch jetzt und genau in diesem Moment schon. Ein Augenpaar gehört S. unserer anderen Nachbarin, die nun freudestrahlend zu mir herüber winkt. Das zweite Augenpaar gehört S. ihrem Mann, der jetzt ebenfalls die Hand zum Gruß hebt. Beide stehen in ihrem Vorgarten hinter dem Zaun. Und wer steht vor dem Gartenzaun?<br />
„Wie kommst du denn hier her?“, rufe ich erstaunt und renne auch schon zu den drei auf mich wartenden Personen.<br />
„Das hat jetzt aber lange gedauert“, lacht B., die erste Nachbarin und schließt ihren Kofferraumdeckel.<br />
„Wieso?“ frage ich sie verwirrt und schiebe gleich eine weitere Frage in Richtung der anderen Nachbarn hinterher: „Wie lange stehst du eigentlich schon hier?“, rufe ich der Person vor dem Gartenzaun entgegen.<br />
„Seit meinem ersten Anruf“, grinst mein Mann. Herr K. von gegenüber hat mich mitgenommen. Wolltest du mich nicht schon längst an der Uni abgeholt haben? Die zehn Minuten sind bereits deutlich überschritten und erst jetzt willst du losfahren?!“<br />
Die gesamte Nachbarschaft bricht in schallendes Gelächter aus, einschließlich meiner Wenigkeit. Und so beginnt wieder einmal ein lustiger und unterhaltsamer Plausch am Gartenzaun.</p>
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		<title>Manchmal frage ich mich &#8230;</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/manchmal-frage-ich-mich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Aug 2017 13:43:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[ansteckend]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Frage]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
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					<description><![CDATA[Und wieder einmal melde ich mich aus meiner Plauderecke. Setzt Euch gemütlich zu mir und macht Euch über alles Mögliche und Unmögliche Gedanken mit mir. Heute möchte ich einfach ein paar Fragen an Euch weiterreichen und zur Diskussion stellen, die mir manchmal so durch den Kopf gehen. Wahrscheinlich habt Ihr Euch die eine oder andere Frage auch schon gestellt. Ich würde mich über einen kleinen Gedankenaustausch sehr freuen. Als wir letztes Jahr in Bangkok waren, entdeckte ich diesen Bücherstand. Ich fand nicht nur den Bücherstand sehr originell, zumal er auf mich nicht besonders stabil wirkte. Aber noch etwas fiel mir auf und warf in mir Fragen auf: Hat das gute alte gedruckte Buch inzwischen schon ausgedient und den Kampf gegen das Handy, die Hörbücher und die computerbestimmte Welt verloren? Ist uns die Lust am Lesen vergangen? Ich liebe meine Bücher und ich kann mich auch nur schwerlich von ihnen trennen. Sie stehen ordentlich in den Regalen und werden niemals lieblos behandelt. Es ist für mich ein ganz besonderes Lesegefühl, wenn ich ein Buch in der &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Und wieder einmal melde ich mich aus meiner Plauderecke. Setzt Euch gemütlich zu mir und macht Euch über alles Mögliche und Unmögliche Gedanken mit mir.</p>
<p>Heute möchte ich einfach ein paar Fragen an Euch weiterreichen und zur Diskussion stellen, die mir manchmal so durch den Kopf gehen. Wahrscheinlich habt Ihr Euch die eine oder andere Frage auch schon gestellt. Ich würde mich über einen kleinen Gedankenaustausch sehr freuen.</p>
<p>Als wir letztes Jahr in Bangkok waren, entdeckte ich diesen Bücherstand. Ich fand nicht nur den Bücherstand sehr originell, zumal er auf mich nicht besonders stabil wirkte. Aber noch etwas fiel mir auf und warf in mir Fragen auf:</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-4502 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-DSC07808-1024x682.jpg" alt="" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-DSC07808-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-DSC07808-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-DSC07808-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-DSC07808-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-DSC07808.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><strong><em>Hat das gute alte gedruckte Buch inzwischen schon ausgedient und den Kampf gegen das Handy, die Hörbücher und die computerbestimmte Welt verloren?</em></strong></p>
<p><strong><em>Ist uns die Lust am Lesen vergangen?</em></strong></p>
<p>Ich liebe meine Bücher und ich kann mich auch nur schwerlich von ihnen trennen. Sie stehen ordentlich in den Regalen und werden niemals lieblos behandelt. Es ist für mich ein ganz besonderes Lesegefühl, wenn ich ein Buch in der Hand halte und die Seiten umblättern kann. Trotz E-Book, das auch seine Vorteile hat und man somit einen ganzen Bücherschrank mit in den Urlaub nehmen kann.</p>
<p>Apropos Urlaub:</p>
<p><em><strong>Warum gelingt es uns oftmals nicht im Alltag die kleinen Dinge zu sehen und uns an ihnen zu erfreuen?</strong></em></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4503 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-_DSC7861-1024x682.jpg" alt="" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-_DSC7861-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-_DSC7861-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-_DSC7861-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-_DSC7861-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-_DSC7861.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><em><strong>Nimmt uns der Alltagsstress so gefangen, dass wir in Bezug auf diese Schönheiten schon fast erblindet sind?</strong></em></p>
<p>Wir hechten von Termin zu Termin und übersehen, das was uns in diesem Moment nicht interessiert.</p>
<p><strong><em>Oder nehmen wir diese Dinge als eine Selbstverständlichkeit hin?</em></strong></p>
<p><strong><em>Würden wir bemerken, wenn sie plötzlich nicht mehr da wären?</em></strong></p>
<p><strong><em>Gehen wir nur im Urlaub und der Freizeit mit offenen Augen durch die Welt und haben ansonsten Scheuklappen vor den Augen?</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht sollten wir tatsächlich manchmal innehalten und uns gegenseitig augenzwinkernd ein Lächeln zuwerfen. Dann geht alles viel leichter und besser.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4504 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-DSC09273-Kopie-1024x678.jpg" alt="" width="840" height="556" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-DSC09273-Kopie-1024x678.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-DSC09273-Kopie-300x199.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-DSC09273-Kopie-768x508.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/08/1200px-DSC09273-Kopie.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Ich bin mir sicher, wenn man sein Gegenüber anlächelt, kommt ein Lächeln zurück.</p>
<p><strong><em>Aber warum nur ist Lächeln oder gar Lachen so ansteckend?</em></strong></p>
<p><strong><em>Macht der Mensch sich selbst zum Griesgram oder macht ihn das Leben dazu?</em></strong></p>
<p><strong><em>Sollten wir mehr lachen?</em></strong></p>
<p>Ein Kind lacht bis zu 400mal am Tag.</p>
<p><em><strong>Wo nur haben wir dieses Lachen verloren?</strong></em></p>
<p><em><strong>Auf unserem Weg zum Erwachsenwerden?</strong></em></p>
<p>Ich lache gerne und  auch recht oft, aber an das Lachen der Kindheit komme ich trotzdem nicht annähernd heran. Schade!</p>
<p>Auch wenn man nicht auf alles eine eindeutige Antwort finden kann, würde ich mich freuen, wenn Ihr Euch an unserem kleinen Meinungsaustausch in meiner Plauderecke beteiligen würdet.</p>
<p>Auf jeden Fall schicke ich Euch lächelnde Grüße und wünsche uns allen ein Wochenende, das das Lachen nicht untergehen lässt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/corpus-delicti/">Corpus Delicti</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/den-schuhen-des-anderen/">In den Schuhen des Anderen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/der-lange-weg-nach-hause/">Der lange Weg nach Hause</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Hui!!!</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/hui/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2017 22:01:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[einmal]]></category>
		<category><![CDATA[Hui]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[Schaukel]]></category>
		<category><![CDATA[Spielplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Zöpfe]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich sitze an meinem Schreibtisch, als mein Blick auf einen Gegenstand auf dem Regal fällt. Eigentlich müsste er schon längst entsorgt sein. Es ist nämlich ein thailändischer Kalender* aus dem vergangenen Jahr. „Ohje!“, denke ich. „Wieso steht der noch dort?“ Im Grunde ist mir die Antwort schon klar: „Weil ich ihn nicht weggeworfen habe, logisch!“, erkläre ich mir die Sachlage selbst. Die Frage sollte vielleicht eher so lauten: „Wieso habe ich ihn immer wieder an seinen Platz zurück gestellt?“ Tja, auch das kann ich mir erklären: „Weil etwas an ihm so niedlich aussieht!“ Ich stehe auf, gehe zum Regal und nehme den Kalender in die Hand. Er ist gefertigt, wie ein gleichschenkeliges Dreieck, so dass er stehen kann. Die Kalenderblätter sind auf die Rückseite geklappt und auf der Vorderseite erscheint somit ein Bild. Dieses zeigt einen Wald und viele verschiedene Tiere. Ein kleines Mädchen hat an einem Ast eine Schaukel befestigt, auf der sie fröhlich hin und her schwingt. Plötzlich macht es „Klick!“ und mein Kopfkino startet seinen Film. Ich tauche in eine andere Welt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich sitze an meinem Schreibtisch, als mein Blick auf einen Gegenstand auf dem Regal fällt. Eigentlich müsste er schon längst entsorgt sein. Es ist nämlich ein thailändischer Kalender* aus dem vergangenen Jahr.</strong><br />
<strong> „Ohje!“, denke ich. „Wieso steht der noch dort?“</strong><br />
<strong> Im Grunde ist mir die Antwort schon klar: „Weil ich ihn nicht weggeworfen habe, logisch!“, erkläre ich mir die Sachlage selbst.</strong><br />
<span class="dropcap">D</span>ie Frage sollte vielleicht eher so lauten:<br />
„Wieso habe ich ihn immer wieder an seinen Platz zurück gestellt?“<br />
Tja, auch das kann ich mir erklären:<br />
„Weil etwas an ihm so niedlich aussieht!“<br />
Ich stehe auf, gehe zum Regal und nehme den Kalender in die Hand. Er ist gefertigt, wie ein gleichschenkeliges Dreieck, so dass er stehen kann. Die Kalenderblätter sind auf die Rückseite geklappt und auf der Vorderseite erscheint somit ein Bild. Dieses zeigt einen Wald und viele verschiedene Tiere. Ein kleines Mädchen hat an einem Ast eine Schaukel befestigt, auf der sie fröhlich hin und her schwingt.<br />
Plötzlich macht es „Klick!“ und mein Kopfkino startet seinen Film. Ich tauche in eine andere Welt ein, in der sich Gegenwart und Vergangenheit, Realität und Phantasie miteinander vermischen, Entfallenes auf einmal zur Erinnerung wird und meine Gedanken wie Wölkchen auf die Reise gehen:<br />
Die Eichhörnchen tummeln sich in den Baumkronen und hüpfen von Ast zu Ast. Ich höre das Gezwitscher der Vögel und den Ruf der Eule. Alles ist harmonisch und friedvoll, obwohl die Tiere des Waldes keineswegs zusammenpassen.<br />
„Ein seltsames Trio“, denke ich. „Ein Hirsch, ein Elefant und ein Pfau!“<br />
Irgendetwas scheint ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. In diesem Moment kann ich es auch vernehmen. Es ist ein fröhliches Lachen und Jauchzen, das die Luft durchdringt und selbst die Vögel für ein Weilchen verstummen lässt. Alle lauschen mit angehaltenem Atem. Mein Blick wandert in die Richtung aus der diese alles um sich herum vergessende Fröhlichkeit kommt, &#8211; nämlich zu dem Mädchen auf der Schaukel. Ich sehe wie sie begeistert die Beine in die Lüfte schwingt, damit die Schaukel höher und höher mit ihr fliegt. Ihre langen Zöpfe schwingen im gleichen Rhythmus mit. Und jetzt erkenne ich auch das Mädchen. Es ist Klein-Astrid. Ich bin das Mädchen. Ich sitze auf meiner Schaukel und genieße das Leben gerade in vollen Zügen.<br />
„Hui!“ , rufe ich aus. „Höher! Höher!“<br />
Auf einmal hängt die Schaukel nicht mehr am Ast eines Baumes, sondern dort, wo sie hingehört. Ich bin bei meinem Opa. Er steht auf der Eingangstreppe seines Hauses und schaut mir lächelnd zu, wie ich in der offenen Tür des Nebengebäudes lachend und quietschend auf meiner Schaukel vor und zurück schwinge. Ich lasse die Schaukel langsam auspendeln, springe dann ab und laufe zu dem Hund meines Opas, der faul auf dem Hof in der Sonne liegt.<br />
„Braver Bazi!“, sage ich und streichele ihm über das schwarzweiße Fell. Danach gehe ich zu meinem Opa und nehme ihn an der Hand.<br />
„Geh’n wir auf den Spielplatz?“, frage ich und ziehe ihn schon in Richtung Gartentor.<br />
Auf dem Spielplatz gibt es zwei Schaukeln, eine Rutschbahn, eine Wippe, ein Klettergerüst, selbstverständlich ganz viel Sand und einen großen Fliegenpilz. Zu groß für mich. Selbst wenn ich mich auf die Zehenspitzen stelle, komme ich nicht an seinen roten Pilzhut heran.<br />
„Bitte heb mich hoch!“, bettele ich und hüpfe ungeduldig vor meinem Opa von einem Bein auf das andere.<br />
„Hopp!“, ruft er aus und schwingt mich in die Höhe. „Halt dich gut fest! Ich drehe und wenn du dich nicht mehr halten kannst, dann sag es.“<br />
Opa dreht langsam den großen Fliegenpilz und läuft mit, damit er mich rechtzeitig auffangen kann.<br />
„Schneller!, rufe ich und zappele mit den Beinen. Doch lange kann ich mich nicht mehr halten und lasse mich in die Arme meines Opas fallen. Schnell laufe ich zur Schaukel, denn ich muss ausprobieren, ob ich mit ihr genauso hoch schaukeln kann, wie mit derjenigen bei meinem Opa. Das Mädchen, das neben mir schaukelt, ist schon größer und mutiger als ich. Sie springt sogar während des Schaukelns ab, aber das traue ich mich noch nicht. Ich bin ja auch noch nicht groß.<br />
Selbstverständlich muss ich auch alle anderen Spielgeräte noch ausprobieren, bevor ich mit meinem Opa wieder nach Hause gehe. Gerade als ich von der untersten Sprosse des Klettergerüstes hüpfe, gibt es ein seltsames Geräusch, das mich irritiert. Noch bevor ich merke, was es mit diesem Geräusch auf sich hat, höre ich es wieder. Es ist ein Schnipsen. Ich reise die Augen weit auf und…<br />
… sehe meinen Mann mit den Fingern schnipsend und grinsend vor mir stehen.<br />
„Du träumst wohl! Wo warst du denn gerade?“<br />
„Ziemlich weit weg“, sage ich und stelle den Kalender wieder ins Regal, wodurch die Schaukel mit dem Mädchen sanft hin und her schwingt. Fast ist es mir, als rufe sie mir die zwei Worte zu, die unser Sohn immer rief, wenn er nicht von der Schaukel steigen wollte, um vom Spielplatz nach Hause zu gehen.<br />
Kaum hörbar wiederhole ich diese Worte und gebe dem Kalendermädchen auf der Schaukel einen leichten Schups.<br />
„Noch einmal!“</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-4021 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/02/1200px-IMG_5401-768x1024.jpg" width="768" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/02/1200px-IMG_5401-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/02/1200px-IMG_5401-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/02/1200px-IMG_5401-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/02/1200px-IMG_5401.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></p>
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<p>Vielleicht möchtet Ihr auch diese Geschichten noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/aus-der-schulzeit-meiner-mutter/">Aus der Schulzeit meiner Mutter</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/meine-mutter-und-die-zugspitze/">Meine Mutter und die Zugspitze</a></p>
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<p>*Leider ist mir der Name des Künstlers nicht bekannt. Der Kalender ist ein Geschenk von der Firma PTT Public Company Limited aus Bangkok.</p>
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		<title>Nobody is perfect!?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2016 09:04:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Freundin]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Macke]]></category>
		<category><![CDATA[perfect]]></category>
		<category><![CDATA[Professor]]></category>
		<category><![CDATA[Rührung]]></category>
		<category><![CDATA[Termin]]></category>
		<category><![CDATA[Zettel]]></category>
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					<description><![CDATA[Der nette ältere Herr aus meinen Geschichten, den ich Professor Konfusi genannt habe, ist mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen. Vielleicht geht es Euch ähnlich.  Tanja (fruendliche scherereien) fragte neulich, ob der liebenswerte Professor denn auch Macken habe. Lasst mich heute eine weitere Geschichte erzählen und entscheidet selbst, ob es da doch eine klitzekleine Macke bei ihm gibt. Professor Konfusi hält alle seine beruflichen Termine schriftlich in seinem Terminkalender fest. Darin ist er sehr genau und hat auch noch keinen der Termine vergessen, geschweige denn hat er sich jemals verspätet. Aber mit seinen privaten Terminen ist das so eine ganz spezielle Sache: Professor Konfusi sitzt in seinem Arbeitszimmer und schreibt an einer Veröffentlichung, während seine Frau vor ihrem Kleiderschrank steht. Sie sucht sich das passende Outfit für ihr Treffen mit ihren Freundinnen aus. Sie sind zu viert und treffen sich regelmäßig in einem kleinen Café am Stadtrand. Heute freut sie sich besonders darauf, denn sie möchte den Freundinnen die Fotos von der letzten Reise mit ihrem Mann zeigen. Die anderen haben auch versprochen ein paar &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der nette ältere Herr aus meinen Geschichten, den ich Professor Konfusi genannt habe, ist mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen. Vielleicht geht es Euch ähnlich.  Tanja</strong> (fruendliche scherereien)<strong> fragte neulich, ob der liebenswerte Professor denn auch Macken habe. Lasst mich heute eine weitere Geschichte erzählen und entscheidet selbst, ob es da doch eine klitzekleine Macke bei ihm gibt.</strong><br />
<strong>Professor Konfusi hält alle seine beruflichen Termine schriftlich in seinem Terminkalender fest. Darin ist er sehr genau und hat auch noch keinen der Termine vergessen, geschweige denn hat er sich jemals verspätet. Aber mit seinen privaten Terminen ist das so eine ganz spezielle Sache:</strong></p>
<p><span class="dropcap">P</span>rofessor Konfusi sitzt in seinem Arbeitszimmer und schreibt an einer Veröffentlichung, während seine Frau vor ihrem Kleiderschrank steht. Sie sucht sich das passende Outfit für ihr Treffen mit ihren Freundinnen aus. Sie sind zu viert und treffen sich regelmäßig in einem kleinen Café am Stadtrand.<br />
Heute freut sie sich besonders darauf, denn sie möchte den Freundinnen die Fotos von der letzten Reise mit ihrem Mann zeigen. Die anderen haben auch versprochen ein paar Fotos von ihren Reisen und Ausflügen mitzubringen.<br />
„Das wird sicherlich sehr interessant und auch kurzweilig“, denkt sie und nimmt ein geblümtes Sommerkleid aus dem Schrank.<br />
„Das passt perfekt zu dem heutigen Sonnenwetter und zu meiner guten Laune. Nur schade, dass es wahrscheinlich einer der letzten sommerlichen Tage des Jahres sein wird“, überlegt sie sich während sie in das Kleid schlüpft.<br />
Beschwingt dreht sie sich vor dem Spiegel und greift danach noch nach einem leichten Sommerjäckchen, &#8211; nur für den Fall, dass es am Spätnachmittag doch schon etwas abkühlen sollte.<br />
Bevor Frau Konfusi das Haus verlässt, schaut sie noch einmal kurz zu ihrem Mann ins Arbeitszimmer hinein. Sie öffnet die Tür und bleibt im Türrahmen stehen. Sie will ihn nicht stören, aber trotzdem noch schnell Bescheid sagen, dass sie dann gleich weg ist.<br />
„Ich geh dann mal“, sagt sie mit gesenkter Stimme. „Bis nachher!“<br />
„Ja, ja!“, antwortet ihr Gatte, ohne seine Arbeit zu unterbrechen und aufzublicken, da er vollkommen vertieft in seine Veröffentlichung ist.<br />
Frau Konfusi ist gerade im Begriff die Tür wieder zu schließen, da fällt ihr noch etwas ein. Doch sie will nicht weiter stören. Deshalb geht sie schnell in die Küche und schreibt ihrem Mann noch eine kurze Botschaft auf einen Zettel, den sie auf den Küchentisch legt und dann ist sie auch schon verschwunden.<br />
„Hallo meine Liebe“, wird sie wenig später von ihrer Freundin Gertrud begrüßt. „Hast du eigentlich dein Handy dabei?“<br />
„Ja natürlich. Das habe ich immer in meiner Handtasche, aber das weißt du doch“, antwortet Frau Konfusi und grinst.<br />
„Na, dann wird es wohl auch heute wieder klingeln!“, freut sich Mathilde und klatscht begeistert in die Hände.<br />
„Wollen wir eine Wette abschließen?“, erkundigt sich Anna.<br />
„Was soll das?“, fragt Frau Konfusi zurück. „Ich weiß genau, was du wetten willst, aber wer von uns soll denn dagegen wetten. Wir wissen doch alle, was spätestens in einer Stunde passieren wird.“<br />
Die vier Frauen brechen in Vorfreude auf das bevorstehende Ereignis in schallendes Gelächter aus und lassen sich dann Kaffee und Kuchen schmecken.<br />
Fast hätten sie über dem Austausch von Neuigkeiten und dem Betrachten der Fotos Frau Konfusis Handy vergessen, doch plötzlich ertönt ein unüberhörbarer Klingelton aus deren Handtasche.<br />
„Na also!“, rufen alle vier Frauen im Chor.<br />
Alle verstummen schlagartig, nur Frau Konfusi holt das Handy aus der Tasche und meldet sich mit einem einfachen, aber freundlichen:<br />
„Hallo, mein lieber Göttergatte!“<br />
„Wo bist du denn?“, tönt die Stimme von Herrn Konfusi aus dem Telefon.<br />
„Na da, wo ich jeden zweiten Mittwoch im Monat bin“, antwortet sie und grinst ihre Freundinnen an, die sich kaum das Lachen verkneifen können.<br />
„Und wo ist das?“<br />
„Ach mein Lieber, seit drei Jahren rufst du mich jeden zweiten Mittwoch an, stellst mir die selbe Frage und ich gebe dir auch immer wieder gerne die selbe Antwort: Ich bin bei meinem Damenkränzchen.“<br />
„Ach so! Und ich dachte schon, du seist beim Frisör.“<br />
„Aber nein, dort bin ich jeden Samstag.“<br />
„Als wenn ich das nicht wüsste“, kommt jetzt eine leicht verärgerte Antwort.<br />
„Natürlich weißt du das, aber es ist dir anscheinend gerade entfallen.“<br />
„Ich nehme an, dir ist aber etwas anderes entfallen“, kontert jetzt Professor Konfusi. „Und daran möchte ich dich jetzt erinnern. Du kannst heute nicht so lange bei deinem Kaffeekränzchen bleiben, denn du musst nachher noch zum Zahnarzt.“<br />
„Ach!“, ist das einige, was Frau Konfusi beim Versuch ihr eigenes Lachen zu unterdrücken, hervorbringt.<br />
„Gut, dass ich deinen Notizzettel auf dem Küchentisch gefunden habe. Dort hast du dir nämlich folgendes notiert: 17 Uhr Zahnarzt.“<br />
„Das hast du aber missverstanden“, antwortet Frau Konfusi inzwischen wieder mit ganz ruhiger Stimme. „Das ist nicht mein Termin, sondern deiner!“<br />
„Ohje, den hätte ich jetzt glatt vergessen. Gut, dass ich dich angerufen habe. Diese privaten Termine machen mich ganz konfus. Vielleicht sollte ich sie mir mal aufschreiben.“<br />
Gerade will Frau Konfusi ihrem Gatten beipflichten, als dieser seiner Feststellung noch einen Satz nachschiebt.<br />
„Oder besser noch: Du erinnerst mich immer an meine privaten Termine!“<br />
„So machen wir es!“, kichert Frau Konfusi.<br />
„Aber sag mal, ihr seid wirklich eine sehr lustige Truppe. Man hört euch immer nur lachen“, stellt der Professor fest. „Ihr werdet doch wohl nicht über mich und meine kleine Macke lachen.“<br />
„Nein nein!“, rufen alle vier Damen in das Handy.<br />
„Übrigens, Gertrud!“, ruft Professor Konfusi aus. „Ich gratuliere dir recht herzlich nachträglich zu deinem gestrigen Geburtstag und haben nicht Anna und Erwin nächsten Monat 30jährigen Hochzeitstag und Mathildes Tochter wird am nächsten Samstag 45?!“<br />
Frau Konfusi ist mindestens so baff wie Gertrud, Mathilde und Anna.<br />
„Woher weißt du das alles?“, fragt Frau Konfusi sichtlich überrascht. „Das habe ich dir doch gar nicht erzählt!“<br />
„Oh, ich weiß noch viel mehr. Zum Beispiel weiß ich ganz genau, dass du jeden zweiten Mittwoch mit deinen Damen zusammen sitzt, aber man kann doch nicht einfach so zugeben, dass man seine Frau vermisst. Außerdem habe ich mir bereits vor ungefähr einem Jahr schon einen Terminkalender extra für private Termine zugelegt und da steht auch dein Mittwochnachmittagtreff drin! Aber es hat dir und deinen Freundinnen immer so viel Freude bereitet, wenn ich jeden Mittwoch angerufen habe, da wollte ich euch den Spaß nicht nehmen. Außerdem erinnerst du mich immer so lieb an alle privaten Termine.“<br />
„Du Schlawiner!“, sagt Frau Konfusi jetzt nicht ganz ohne Rührung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch diese Geschichten noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/auf-reisen/">Auf Reisen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-christel-von-der-post/">Die Christel von der Post</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/felicita-und-der-mann-im-mond/">Felicitas und der Mann im Mond</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Timo und die kleinen Tierchen in meiner Küche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2015 16:08:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[fatured]]></category>
		<category><![CDATA[Fliege]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Läuse]]></category>
		<category><![CDATA[Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Missverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Sohn]]></category>
		<category><![CDATA[Tierchen]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Aufräumen in meinem Arbeitszimmer ist mir eine blaue DIN A-4 Mappe in die Hände gefallen. Es ist einfach nur eine Sammelmappe ohne Aufschrift und ich kann mir schon denken, dass hier Handlungsbedarf besteht. Wahrscheinlich habe ich irgendwann einmal alles Mögliche und Unmögliche einfach nur hier hinein gesteckt, weil ich es nicht wegwerfen wollte, aber sonst nicht wusste wohin damit. Also löse ich die Gummiringe und öffne die Mappe. Vor mir liegen viele beschriftete Seiten auf denen ich u.a. Erlebnisse und Begebenheiten mit unserem damals noch kleinen Sohn in Worte gefasst habe und plötzlich sind alle Erinnerungen wieder da: Es war ein schöner Sommertag mit viel Sonnenschein und blauem Himmel. Ich stand in unserer Küche in Darmstadt und bereitete das Mittagessen vor. Unser etwa zweijähriger Timo spielte im Wohnzimmer mit seinen Bauklötzchen. Alles war friedlich und ich überlegte gerade, was wir nach Timos Mittagsschlaf unternehmen könnten, als unser Sohn zu mir in die Küche kam. Er setzte sich auf den Fußboden, um mir zuzusehen. Plötzlich wurde ich durch Timos zartes Stimmchen aus meinen Gedanken gerissen: &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beim Aufräumen in meinem Arbeitszimmer ist mir eine blaue DIN A-4 Mappe in die Hände gefallen. Es ist einfach nur eine Sammelmappe ohne Aufschrift und ich kann mir schon denken, dass hier Handlungsbedarf besteht. Wahrscheinlich habe ich irgendwann einmal alles Mögliche und Unmögliche einfach nur hier hinein gesteckt, weil ich es nicht wegwerfen wollte, aber sonst nicht wusste wohin damit. Also löse ich die Gummiringe und öffne die Mappe.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">V</span>or mir liegen viele beschriftete Seiten auf denen ich u.a. Erlebnisse und Begebenheiten mit unserem damals noch kleinen Sohn in Worte gefasst habe und plötzlich sind alle Erinnerungen wieder da:<br />
Es war ein schöner Sommertag mit viel Sonnenschein und blauem Himmel. Ich stand in unserer Küche in Darmstadt und bereitete das Mittagessen vor. Unser etwa zweijähriger Timo spielte im Wohnzimmer mit seinen Bauklötzchen. Alles war friedlich und ich überlegte gerade, was wir nach Timos Mittagsschlaf unternehmen könnten, als unser Sohn zu mir in die Küche kam. Er setzte sich auf den Fußboden, um mir zuzusehen. Plötzlich wurde ich durch Timos zartes Stimmchen aus meinen Gedanken gerissen:<br />
„Mama, Maus!“, plapperte er vor sich hin.<br />
Ich blickte zu ihm hinunter und sah, dass er ein Stofftier in den Händen hielt.<br />
„Nein Timo, das ist doch dein kleines Hundchen“, berichtigte ich ihn.<br />
Einen Moment war es ruhig, doch dann meinte er wieder:<br />
„Mama, Maus!“<br />
„Nein Timo, hier ist keine Maus. Das ist ein Hund!“, erklärte ich ihm nochmals und streichelte sowohl Timo über sein Haar als auch den Hund über sein Fell.<br />
Wieder wand ich mich dem Essen auf dem Herd zu und ich dachte schon alles sei in Ordnung, da protestierte mein Sohn abermals:<br />
„Mama, Maus!“<br />
Jetzt wurde es mir doch etwas seltsam zumute und ich fragte mich insgeheim, ob er Recht hatte und sich eine Maus in unsere Küche eingeschlichen hatte. Sichtlich unwohl, spürte ich wie mir eine Gänsehaut den Rücken hinunterlief. Mäuse mögen ja niedliche kleine Tierchen sein und sie tun niemand etwas zu Leide, aber ich hatte und habe trotzdem Angst vor Mäusen. Ich wusste genau, wenn hier irgendwo tatsächlich eine Maus wäre, würde ich mein Kind an der Hand nehmen und das Weite suchen. Ja, ich würde ohne zu zögern mit Timo aus der Wohnung rennen und diese dem kleinen Vierbeiner überlassen. Peter war nicht da, er befand sich gerade auf einer Dienstreise und würde erst spät am Abend wieder zurückkehren. Es fehlte also unser großer Beschützer, der in einer solchen Situation sicherlich zum großen Helden mutiert wäre, &#8211; zumindest in Timos und meinen Augen. Also musste ich jetzt überlegen, was zu tun war. Vielleicht sollten wir bei unseren Vermietern Zuflucht suchen oder wir würden zu meiner Freundin laufen. Möglicherweise waren diese Personen keine solchen Angsthasen und liefen auch nicht vor Mäusen davon.<br />
„Ich darf vor Timo keine Angst zeigen“, überlegte ich mir, „sonst hat er auch Angst und weint.“<br />
Während ich mir so meinen Schlachtplan zurecht legte, zupfte Timo wieder an meinem Rockzipfel und behauptete abermals:<br />
„Mama, Maus!“<br />
Dieses Mal deutete er auch mit seinem ausgestreckten Ärmchen in die Richtung, in der er die Maus gesehen hatte. Ich überlegte, ob sich dort unter meiner Arbeitsplatte irgendwo das Tierchen versteckt hielt. Mutig schaute ich nach, allerdings mit gebührendem Abstand und sozusagen sprungbereit, um gemeinsam mit Timo zu flüchten. Ich nahm ihn vorsichtshalber schon mal auf den Arm und fragte mich insgeheim, wer von uns beiden jetzt wen beschützte. Vermutlich suchte ich eher bei Timo Schutz, denn er sah eigentlich eher fröhlich und gar nicht erschrocken oder ängstlich aus, sondern strahlte mich an und deutete weiter mit seinem Fingerchen auf die …<br />
„Maus!“, fipste Timo.<br />
Ja, und da sah ich sie! Die Maus! Sie saß nicht unter meiner Arbeitsplatte, sondern oberhalb. Genauer gesagt, sie saß auf der Fensterscheibe und war …</p>
<p style="text-align: center;">eine Fliege.</p>
<p>Man kann sich sicherlich meine Erleichterung vorstellen. Alle Angst fiel von mir ab und ich herzte und drückte erleichtert unser Söhnchen an mich. Nachdem ich fast schon Freudentränen in den Augen hatte, klärte ich Timo über das Missverständnis auf und er verwechselte fortan auch niemals mehr diese beiden Tierchen.<br />
Allerdings sollten sich, wie mir schien, noch andere kleine Tierchen in meine Küche verirren. Timo muss schon etwas älter gewesen sein, denn er ging bereits in den Kindergarten. Nach dem abendlichen Bad setzte er sich auf sein Stühlchen in der Küche und aß artig sein Abendbrot. Danach blieb er sitzen und betrachtete noch ein kleines Weilchen ein Bilderbuch.<br />
Da das Telefon klingelte, lief ich in den Flur und nahm das Gespräch dort entgegen. Es war kein sehr langes Gespräch und so kam ich nach wenigen Minuten wieder zurück in die Küche. Timo „las“ immer noch in seinem Bilderbuch und alles hätte friedlich und in Ordnung sein können, wenn nicht…<br />
Ja, wenn mein Blick nicht plötzlich auf Timos Kopf gefallen wäre.<br />
„Oh nein!“, rief ich erschrocken aus.<br />
Timo sah mich fragend an, denn er hatte ja nichts angestellt und war sich demzufolge auch keiner Schuld bewusst.<br />
„Jetzt haben wir sie also auch!“, dachte ich mir, „so ein Pech!“<br />
Timos Kopf oder besser gesagt, seine Haare waren über und über voll davon. Überall hatten sie sich verbreitet.<br />
„So schlimm ist das also! Was mache ich jetzt bloß? Immer abends oder am Wochenende passiert so etwas.“<br />
Ich war mir vollkommen sicher. Das waren Läuse! Im Kindergarten kursierten sie, das war mir ja bekannt. Jedes Jahr zur &#8222;Kapuzenzeit&#8220; traf es einige Kinder und selbstverständlich deren Eltern, denn die hatten dann die ganze Arbeit mit den kleinen Tierchen.<br />
„Das kann ja jetzt lustig werden“, dachte ich missmutig. „Nur komisch, dass mir vorhin beim Baden nichts aufgefallen ist. Ich habe doch noch genauestens hinter den Ohren nachgeschaut, wo sie angeblich ihre Eier ablegen.“<br />
Ich hatte so gehofft, dieses Schicksal würde an uns vorübergehen, aber anscheinend kann man diesen Tierchen nicht davonrennen, so kurz deren Beinchen auch immer sein mögen. Mittlerweile durchsuchte ich Timos Kopf ganz genau und unser Söhnchen hatte inzwischen auch schon einen etwas ängstlichen Blick aufgesetzt.<br />
„Komm wir gehen noch einmal ins Badezimmer und waschen die Haare“, forderte ich ihn auf, als mein Blick auf Timos kleines Tischchen fiel. Jetzt musste ich aber auf einmal lauthals lachen und Timo schaute mich verwirrt an. Vermutlich dachte er, dass seine Mutter nun vollkommen übergeschnappt sei. Ich aber war total erleichtert, denn ich hatte plötzlich erkannt, was sich da auf Timos Kopf tummelte. Es waren keine Läuse, denen waren wir zum Glück entgangen. Nein, ich hatte unserem Söhnchen noch ein paar Erdnussflips in ein Schälchen auf den Tisch gestellt, die hatte er gefuttert und sich anscheinend mit den Fingern durch die Haare gefahren. So kamen die Krümeltierchen auf seinen Kopf.</p>
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