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	<title>Geräusch &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Vom Winde verweht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2022 21:30:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Laub]]></category>
		<category><![CDATA[Name]]></category>
		<category><![CDATA[Purzelbaum]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig.  Im Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht. Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig. </b></p>
<p>Im Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht.<br />
Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann kahl und im Frühjahr kommen wieder neue grüne Blätter, also weitere Geschwister von mir. Das ist ein ewiger Kreislauf.<br />
Auch ich bin jetzt vom Baum gefallen und liege mit meinen Familienmitgliedern auf der Erde. Die ganze Wiese rund um den Baum haben wir inzwischen schon abgedeckt. Für die Käfer, Würmer, Igel, anderes kleines Getier und das Gras sind wir jetzt eine wärmende Schicht. Und gegenseitig halten wir uns natürlich auch warm, denn jetzt kann es schon ganz schön kalt werden in den Nächten und auch die Tage sind bereits kühler.<br />
Gerade waren Kinder auf der Wiese. Sie sind durch das Laub gestampft und haben uns in die Höhe geworfen. Dabei sind wir Blätter ganz schön durcheinander gerüttelt und geschüttelt worden. Plötzlich ist kein Blatt mehr da, wo es vorher lag. Auch ich liege jetzt weit von meinem Baum entfernt. Ich brauche aber keine Angst zu haben, denn ich bin ja nicht allein. Es hat Spaß gemacht herumzuwirbeln und ich warte auf eine Kinderhand, die mich wieder hoch wirft. Aber die Kinder müssen nach Hause, denn es wird gleich dunkel.<br />
Eigentlich fürchte ich die Dunkelheit nicht, weil ich ja schon immer Tag und Nacht draußen war.<br />
Inzwischen ist es stockdunkel und kalt. Plötzlich höre ich ein Geräusch. Ich kenne es schon. Das ist der Wind. Als ich noch grün an dem Baum hing, da hat mich der Baum festgehalten. So konnte ich nicht hinunter fallen, wenn der Wind tüchtig geblasen hat. Manchmal kam sogar ein Sturm daher. An meinem Baum hat er einen Ast abgeknickt und der Baum konnte ihn nicht mehr versorgen. Ich war damals sehr traurig. Ich habe die Blätter dieses Astes sehr vermisst.<br />
Der Wind ist inzwischen stärker geworden und kommt in Böen daher. Mit jedem Windstoß werde ich ein Stückchen weiter getragen. Mir ist schon ganz schwindelig von dem vielen Durcheinanderwirbeln. Ich schlage Purzelbäume, stecke auf einmal in den Zweigen eines Busches fest und werde kurz darauf wieder durch einen neuen Windstoß befreit. Er trägt mich zuerst hoch in die Luft, um mich dann neben einer Mauer fallen zu lassen. Links und rechts von mir liegen noch andere Blätter. Wir sind hier ein bisschen geschützt vor dem Wind, kuscheln zusammen und schlafen tatsächlich bis zum Morgengrauen ein.<br />
Als ich wieder aufwache, ist ein lautes Getöse neben mir und ich spüre wieder einen Luftzug. Ich blinzele und erkenne einen Menschen mit einer Maschine in der Hand, an der ein großer Sack befestigt ist. Ich fühle, dass dies eine große Gefahr ist, denn viele der anderen Blätter verschwinden in dem Rohr und wandern in den großen Sack.<br />
„Ich will da nicht hinein“, denke ich ängstlich. „Diese Maschine verschluckt uns alle.“<br />
Immer mehr presse ich mich in den kleinen Spalt zwischen Erde und der Mauer.<br />
„Vielleicht findet mich hier diese unheimliche Maschine nicht und saugt mich nicht auch noch auf“, so hoffe ich.<br />
Ich verhalte mich ganz still, damit mich kein Mensch bemerkt.<br />
Ich habe Glück, denn der Mensch mit seiner Maschine wandert weiter und entfernt sich immer mehr von mir.<br />
Neben mir kauert auch noch ein kleines Blatt.<br />
„Das war der Laubsauger“, sagt es zu mir.<br />
„Was passiert mit unseren Geschwistern und Freunden, die der Laubsauger gefressen hat?“, will ich wissen.<br />
„Ich habe die Igel sagen hören, dass die Blätter auf einen großen Haufen kommen und den Igeln und anderen kleinen Tieren Schutz bieten. Mit der Zeit werden die Blätter irgendwann zu Erde.“<br />
Als ich traurig auf das Blatt neben mir schaue, versucht es mich zu trösten.<br />
„Das ist nicht schlimm, denn wir werden alle zu Erde und wenn ein Samenkorn auf uns fällt, dann kann daraus wieder eine neue Pflanze wachsen und wir können ihr unsere Nährstoffe geben, damit sie groß und schön wird.“<br />
Ich würde dem kleinen Blatt gerne noch weiter zuhören, aber ein Mädchen steht auf einmal vor mir.<br />
„Schau mal!“, sagt es zu einem Jungen. „Das ist doch ein wunderschönes Blatt. Das nehme ich mit nach Hause.“<br />
Sie hebt mich auf und legt mich in einen Korb, in dem noch andere Blätter liegen. Sie sehen zwar alle unterschiedlich aus, aber wir sind alle Blätter und gehören doch auch irgendwie zusammen. Deshalb fürchte ich mich nicht, denn ich bin ja nicht allein.<br />
Zuhause angekommen legt das Mädchen mich auf ein Stück Zeitungspapier. Sie legt mich damit in ein Buch, deckt mich nochmals mit Zeitungspapier zu und dann klappt sie das Buch zu. Um mich herum ist es ganz dunkel. Zuerst ist mir ein bisschen unheimlich zumute, aber dann fühle ich mich eigentlich ganz wohl. Es ist warm, gemütlich und ganz still. Ich spüre, dass mir keinerlei Gefahr droht. Deshalb schlafe ich auch ganz beruhigt und lange ein.</p>
<p>Ich wache erst wieder auf als ich viele Kinderstimmen höre. Ich blinzele vorsichtig und blicke in staunende Kinderaugen. Das Mädchen, das mich in den Korb gelegt hatte, ist auch dabei.<br />
„Was ist geschehen?“, frage ich mich und schaue mich um.<br />
Die Kinder haben auf ein Stück Tapete einen großen prächtigen und kräftigen Baum gemalt. Jetzt darf jedes Kind die mitgebrachten Blätter an diesem Baum befestigen. Auch ich werde von dem Mädchen an einen Zweig, ganz oben in die Baumkrone gehängt.<br />
Ich bin glücklich, denn ich hänge gemeinsam mit vielen anderen und unterschiedlich aussehenden Blättern wieder an einem Baum.<br />
„Das habt ihr wirklich schön gemacht“, sagt eine Frau. „Das ist jetzt unser Klassenbaum und jeder darf seinen Namen neben ein Blatt schreiben.“<br />
Neben mir steht der Name des Mädchens, das mich aufgehoben und in seinen Korb gelegt hat:</p>
<p><strong><i>Bettina</i></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/hallo-lieber-herbst/">Hallo lieber Herbst!</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/elisa-und-luise/">Elisa und Luise</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/im-schatten-der-krone/">Im Schatten der Krone</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der verflixte Tag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jun 2021 20:07:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Knolle]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Tag]]></category>
		<category><![CDATA[unschuldig]]></category>
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					<description><![CDATA[Nathalie liegt endlich im Bett. Es ist inzwischen schon zwei Uhr nachts. Ihre Gedanken lassen sie nicht los, denn in ihrem Kopf schwirrt es. Sie lässt die Ereignisse des vergangenen Tages Revue passieren: „Der Tag war von Anfang an wie verhext“, denkt die junge Frau. „Nachdem Tom um kurz vor fünf Uhr zum Flughafen gefahren ist, habe ich dann total verschlafen. Um noch rechtzeitig im Büro zu sein, musste ich das Frühstück ausfallen lassen. Das wäre ja an sich kein Problem gewesen, wenn ich nicht auf die Idee gekommen wäre, mir beim Bäcker um die Ecke schnell einen Coffee to go zu holen. Den wollte ich auf dem Weg zum Büro trinken. Als ich dann stolperte, schwappte der Kaffee auf meine Bluse. Und ich habe es in der Hektik gar nicht mal bemerkt. Beim anschließenden Meeting machte mich allerdings eine Kollegin vor versammeltem Team auf den Fleck aufmerksam.“ Es war ausgerechnet die Kollegin, die sowieso ihre Schadenfreude niemals verbergen konnte und deshalb bei allen nicht besonders beliebt war.  Zum Glück hatte Nathalie ein Tuch dabei, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nathalie liegt endlich im Bett. Es ist inzwischen schon zwei Uhr nachts. Ihre Gedanken lassen sie nicht los, denn in ihrem Kopf schwirrt es. Sie lässt die Ereignisse des vergangenen Tages Revue passieren:</strong></p>
<p><span class="dropcap">„D</span>er Tag war von Anfang an wie verhext“, denkt die junge Frau. „Nachdem Tom um kurz vor fünf Uhr zum Flughafen gefahren ist, habe ich dann total verschlafen. Um noch rechtzeitig im Büro zu sein, musste ich das Frühstück ausfallen lassen. Das wäre ja an sich kein Problem gewesen, wenn ich nicht auf die Idee gekommen wäre, mir beim Bäcker um die Ecke schnell einen Coffee to go zu holen. Den wollte ich auf dem Weg zum Büro trinken. Als ich dann stolperte, schwappte der Kaffee auf meine Bluse. Und ich habe es in der Hektik gar nicht mal bemerkt. Beim anschließenden Meeting machte mich allerdings eine Kollegin vor versammeltem Team auf den Fleck aufmerksam.“</p>
<p>Es war ausgerechnet die Kollegin, die sowieso ihre Schadenfreude niemals verbergen konnte und deshalb bei allen nicht besonders beliebt war.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Zum Glück hatte Nathalie ein Tuch dabei, das sie sich derartig band, dass der Fleck verdeckt war.<span class="Apple-converted-space">  </span>Als wären das nicht schon genug schlechte Ereignisse für diesen Tag, trudelte sogleich die nächste unerwartete Nachricht per Telefon ein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Es tut mir so leid, aber mein Flug von Paris nach Berlin wurde gecancelt und so kann ich erst morgen Früh den ersten Flieger nehmen“, hatte ihr Lebensgefährte Tom betrübt erklärt. „Das bedeutet, dass ich erst nach Hause komme, wenn du schon wieder im Büro bist. Dabei war eigentlich Hin- und Rückflug am selben Tag geplant.“</p>
<p>Das hat Nathalie zwar geärgert, aber es war nun mal nicht zu ändern. „Immerhin handelt es sich um eine Geschäftsreise, die von großer Wichtigkeit für Toms berufliche Karriere ist“, tröstet sich Nathalie auch jetzt noch mitten in der Nacht und sieht vor ihrem inneren Auge die weiteren Ereignisse des Tages vorüberziehen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Nachmittag im Büro verlief eigentlich recht normal und ohne kleine oder größere Ereignisse, so dass das Kopfkino sofort zu den Geschehnissen am<span class="Apple-converted-space">  </span>Abend sprang. Nathalie war zu ihrer besten Freundin Bea gefahren, die nach einer plötzlichen Trennung von ihrem Freund dringend seelischen Beistand brauchte.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Als ich das Knöllchen nach dem Besuch bei Bea an meiner Windschutzscheibe vorfand, ahnte ich nicht, dass die letzte Stunde des Tages noch eine weitere böse Überraschung für mich bereithielt“, gesteht sich Nathalie in Gedanken ein, als sie an die folgenden bangen Minuten denkt.</p>
<p>Sie war kurz nach dreiundzwanzig Uhr vor ihrem Haus eingetroffen, das sie gemeinsam mit Tom bewohnte. Ihr fiel zunächst nichts Ungewöhnliches auf. Doch als sie die Haustür öffnete, drangen seltsame Geräusche an ihr Ohr. Ihr Herz schien vor Schreck einen Moment auszusetzen. Geistesgegenwärtig schloss sie leise und vorsichtig wieder die Haustür.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Ich glaube bei mir sind Einbrecher im Haus“, hatte sie zu Bea gesagt, die schon beim zweiten Klingeln an ihr Handy gegangen war.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Ruf die Polizei und bring dich nicht in Gefahr, warte bis die Polizei da ist!“, hatte diese ihr eingeschärft. „Ich bin auch sofort bei dir!“</p>
<p>„Die beiden Polizeibeamten waren in Windeseile da und schlichen zuerst um das Haus herum. Auch sie hörten die Geräusche, die aus einem ganz bestimmten Zimmer zu kommen schienen. Es war Toms Büro“, erinnert sich Nathalie und beginnt zu frösteln.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Weder in dem besagten Raum noch im gesamten Haus brannte Licht und Nathalie hatte den Polizisten glaubhaft versichert, dass ihr Lebensgefährte noch in Paris sei. Somit konnten es nur Einbrecher sein, zumal plötzlich auch ein leises Klirren zu hören war, als sei etwas umgefallen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Polizisten hatten Bea und Nathalie ins Auto geschickt und waren dann leise ins Haus geschlichen. Zunächst konnten die Freundinnen nichts Verdächtiges hören und auch nichts sehen, dann allerdings ging in jedem einzelnen Zimmer nacheinander plötzlich das Licht an und kurz darauf wieder aus.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Diese bangen Minuten, die mir wie Stunden erschienen, werde ich wohl so schnell nicht vergessen“, gesteht sich die immer noch hellwache Nathalie ein.</p>
<p>Tja und dann waren die beiden Polizeibeamten aus dem Haus gekommen und an ihr Auto herangetreten.</p>
<p>„Wir haben den vermeintlichen Einbrecher entdeckt“, hatte der Eine gesagt. Leider hat er die Bodenvase zerbrochen und die Blumen hat er ebenfalls zerstört.“</p>
<p>„Und wo ist er jetzt?“, hatte sie den netten Polizisten gefragt, der inzwischen ein verschmitztes Grinsen im Gesicht hatte und trocken meinte: „Dort, wo er hingehört!“</p>
<p>Auch der zweite Polizist hatte sich aus zunächst unerfindlichen Gründen sein Lachen nicht mehr verkneifen können und so ließ er die beiden verblüfften Frauen wissen:</p>
<p>„Wir haben ihn zur Station gebracht, er konnte sie anscheinend nicht mehr alleine finden konnte.“</p>
<p>„Wahrscheinlich haben Bea und ich ziemlich verdutzte Gesichter gemacht“, überlegt Nathalie, die nun langsam doch schläfrig wird.  Außerdem hat sie nun selbst ein Grinsen im Gesicht. „Gut, dass der eine Polizist uns dann alles genau erklärt und damit auch beruhigt hat.“</p>
<p>„Ihr Staubsaugerroboter war der Übeltäter. Er hatte sich selbstständig gemacht und fuhr im Zimmer hin und her. Nachdem er wohl beim Saugen hinter der Zimmertür diese zugeschlagen und sich somit selbst im Büro eingesperrt hatte, konnte er nicht mehr eigenständig zu der im Flur stehenden Aufladestation zurück. Jetzt ist er dort und schläft den Schlaf der Unschuldigen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/beschuetzer-einbrecher-holzfaeller-und-ein-ungeliebtes-haustier/">Beschützer, Einbrecher, Holzfäller und ein ungeliebtes Haustier</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/mister-tremblehand/">Mister Tremblehand</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/gaensehaut/">Gänsehaut</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Sinnvoll?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Aug 2019 17:21:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[hilfreich]]></category>
		<category><![CDATA[sehen]]></category>
		<category><![CDATA[sinnvoll]]></category>
		<category><![CDATA[Unannehmlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute schicke ich Euch wieder einmal liebe Grüße aus meiner Plauderecke.  Ich hatte ja schon berichtet, dass bei uns im Haus wegen eines Wasserschadens die Trocknungsgeräte laufen. Das ist leider nicht sehr angenehm, wie sich jeder vorstellen kann, aber man muss das Beste aus allem machen. Zum Glück ist inzwischen Land in Sicht und am kommenden Donnerstag werden die Geräte endlich abgebaut. Das stehen wir auch noch durch. Um dem Lärm und den Unannehmlichkeiten ein wenig zu entfliehen, haben wir neulich einen Ausflug nach Bad Saarow gemacht. Hier haben wir die Stille und die Landschaft genossen. Beim Spazierengehen fiel mir ein Schild auf, das ich Euch unbedingt zeigen möchte. Es gibt ja inzwischen vielerlei Schilder, die uns vorschreiben, wie wir uns zu verhalten haben, die uns auf bestimmte Situationen hinweisen, die den Verkehr regeln oder uns vor Gefahren warnen… Manchmal hat man sogar das Gefühl sich regelrecht in einem Schilderwald zu befinden.  Es gibt lustige, hilfreiche und auch überflüssige Schilder. Es existieren solche, die es schon seit Jahrzehnten in der einen oder anderen Form gibt, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute schicke ich Euch wieder einmal liebe Grüße aus meiner Plauderecke.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich hatte ja schon berichtet, dass bei uns im Haus wegen eines Wasserschadens die Trocknungsgeräte laufen. Das ist leider nicht sehr angenehm, wie sich jeder vorstellen kann, aber man muss das Beste aus allem machen. Zum Glück ist inzwischen Land in Sicht und am kommenden Donnerstag werden die Geräte endlich abgebaut. Das stehen wir auch noch durch.</p>
<p>Um dem Lärm und den Unannehmlichkeiten ein wenig zu entfliehen, haben wir neulich einen Ausflug nach Bad Saarow gemacht. Hier haben wir die Stille und die Landschaft genossen.</p>
<p>Beim Spazierengehen fiel mir ein Schild auf, das ich Euch unbedingt zeigen möchte. Es gibt ja inzwischen vielerlei Schilder, die uns vorschreiben, wie wir uns zu verhalten haben, die uns auf bestimmte Situationen hinweisen, die den Verkehr regeln oder uns vor Gefahren warnen… Manchmal hat man sogar das Gefühl sich regelrecht in einem Schilderwald zu befinden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es gibt lustige, hilfreiche und auch überflüssige Schilder. Es existieren solche, die es schon seit Jahrzehnten in der einen oder anderen Form gibt, aber auch solche, die ihre Notwendigkeit und Berechtigung erst seit geraumer Zeit besitzen. Zu der letzten Kategorie gehört das von uns entdeckte Schild.</p>
<p>Es stand in keinem Schilderwald, auf keiner Straße und hing auch nicht an einer Haustür, sondern es stand einsam und verlassen auf einer großen Wiese.</p>
<p>Heutzutage erleichtern uns viele Geräte die Arbeit und durch sie läuft vieles, wenn man sie einmal programmiert hat, automatisch ab.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>So hat man früher beispielsweise den rasenmähenden Mitmenschen schon von weitem auf der Wiese gesehen und auch das Geräusch des Rasenmähers war meist nicht zu überhören.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Inzwischen wird vielerorts der Mensch durch einen Mähroboter ersetzt. Man hört ihn fast nicht und plötzlich kommt er angefahren. Damit kein Spaziergänger über einen solchen Rasenroboter stolpert oder gar angefahren wird, hat man dieses Schild aufgestellt.</p>
<p>Voraussetzung um die Warnung des Schildes zu verstehen, ist nicht unbedingt die Tatsache, dass man lesen kann. Da es neben der Aufschrift ebenfalls eine Abbildung auf diesem Schild gibt, können auch des Lesens Unkundige die Gefahr erkennen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-6057 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/08/1200px-IMG_1956-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/08/1200px-IMG_1956-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/08/1200px-IMG_1956-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/08/1200px-IMG_1956-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/08/1200px-IMG_1956.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Mein Fazit ist also:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ein wirklich sinnvolles Schild, auch wenn es im ersten Moment ein Schmunzeln hervorruft.</p>
<p>Welche lustigen, unsinnigen oder nützlichen, aber außergewöhnlichen Schilder habt Ihr denn schon gesehen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/biergartenerlebnis/">Biergartenerlebnis</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/chaotische-familie/">Meine ganz normale, chaotische Familie</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/tickt-ihr-noch-richtig/">Tickt ihr noch richtig?</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Dumm gelaufen</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/dumm-gelaufen/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/dumm-gelaufen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Apr 2018 22:13:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[gelaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Minuten]]></category>
		<category><![CDATA[Wochentag]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf die Idee mit der folgenden Geschichte kam ich neulich beim Kaffeetrinken. Ich hatte mich am Nachmittag mit befreundeten Frauen getroffen und eine von ihnen erzählte eine wahre Begebenheit aus ihrem Bekanntenkreis. Ich fand die geschilderte Situation so lustig, zumindest für Außenstehende, dass man sie meiner Meinung nach einfach festhalten muss. Der Betroffene, so nehme ich an, kann sicherlich inzwischen auch darüber lachen. Meine Geschichte, die Namen und Personen sind frei erfunden, aber es steckt ein wahrer Kern darin. Auch sind mir die tatsächlich in die Situation verwickelten Personen nicht bekannt. Lange Vorrede, aber jetzt geht es los: Es ist der Morgen eines ganz gewöhnlichen Wochentages. Genauer gesagt, es ist Mittwochmorgen um 7:00 Uhr. Nils und Laura haben keine außergewöhnlichen Termine in ihrem Kalender stehen und auch die Töchter Anna und Hanna haben in der Schule keine Klassenarbeit zu befürchten. So geht alles seinen geregelten Gang, &#8211; fast.  Zu erwähnen bleibt allerdings noch, dass die Familie in der Großstadt in einer modern ausgebauten Altbauwohnung im dritten Stock wohnt. Obwohl alles modernisiert und auf dem neuesten &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf die Idee mit der folgenden Geschichte kam ich neulich beim Kaffeetrinken. Ich hatte mich am Nachmittag mit befreundeten Frauen getroffen und eine von ihnen erzählte eine wahre Begebenheit aus ihrem Bekanntenkreis. Ich fand die geschilderte Situation so lustig, zumindest für Außenstehende, dass man sie meiner Meinung nach einfach festhalten muss. Der Betroffene, so nehme ich an, kann sicherlich inzwischen auch darüber lachen. Meine Geschichte, die Namen und Personen sind frei erfunden, aber es steckt ein wahrer Kern darin. Auch sind mir die tatsächlich in die Situation verwickelten Personen nicht bekannt. Lange Vorrede, aber jetzt geht es los:</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>s ist der Morgen eines ganz gewöhnlichen Wochentages. Genauer gesagt, es ist Mittwochmorgen um 7:00 Uhr. Nils und Laura haben keine außergewöhnlichen Termine in ihrem Kalender stehen und auch die Töchter Anna und Hanna haben in der Schule keine Klassenarbeit zu befürchten. So geht alles seinen geregelten Gang, &#8211; fast.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Zu erwähnen bleibt allerdings noch, dass die Familie in der Großstadt in einer modern ausgebauten Altbauwohnung im dritten Stock wohnt. Obwohl alles modernisiert und auf dem neuesten Stand gebracht wurde, befinden sich auf den Zwischenstockwerken noch jeweils kleine Kämmerchen. Hier waren und sind immer noch Toiletten untergebracht. Zwar haben die einzelnen Wohnungen neben einem geräumigen Badezimmer auch noch jeweils ein separates Gästebad, aber trotzdem hat man die ehemaligen Toiletten im Treppenhaus nicht nur erhalten, sondern auch noch mit neuen Sanitäranlagen ausgerüstet.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Nicht schlecht“, hatten sich Nils und Laura vor zehn Jahren gedacht, als die Töchter noch klein waren. „Dann gibt es wenigstens immer eine Ausweichmöglichkeit.“<br />
Inzwischen sind die beiden Mädchen in, beziehungsweise gerade aus der Pubertät. Wie es nun mal in einer Familie mit überwiegend weiblichen Mitgliedern so ist, ist das Badezimmer immer besetzt. Das Gefühl hat jedenfalls Nils immer öfter. So hat er es sich zur Gewohnheit gemacht bei einem solchen Engpass das Zwischenstockwerk aufzusuchen.<br />
So geht es ihm auch heute. Alle sind mit ihren Aufhübscharbeiten in den Badezimmern beschäftigt, aber er verspürt einen Drang unbedingt die Toilette aufzusuchen. Aus einem Badezimmer dringt das Geräusch von zwei Föns und aus dem anderen das Rauschen der Dusche.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Gut, dass wir das kleine Stübchen haben“, denkt er lächelnd und schnappt sich die Tageszeitung. So marschiert er lediglich mit der Boxershorts bekleidet in den Flur hinaus.<br />
„Sie sind alle noch beschäftigt“, überlegt er und zieht die Wohnungstür hinter sich zu.<br />
Da die Tageszeitung am heutigen Tag keine allzu interessanten Neuigkeiten zu berichten hat, nickt Nils auf seinem Thron für ein Weilchen ein. Als er die Augen wieder öffnet, hat er keine Ahnung wieviel Zeit inzwischen verstrichen ist, denn auch die Uhr hat er nicht dabei.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ach, bestimmt war es nur ein kleiner Sekundenschlaf“, besänftigt er sich selbst, denn zu spät in die Arbeit möchte er auch nicht kommen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Voller Elan nimmt er die wenigen Stufen zur Wohnung und klopft an. Das macht er immer so, denn wer nimmt schon den Wohnungsschlüssel mit auf die Toilette. Niemand. Nils auch nicht.<br />
„Nanu?! Sollten meine Damen noch immer mit dem Föhn beschäftigt sein?“<br />
Auch auf sein zweites, etwas lauteres Klopfen reagiert niemand.<br />
„Jetzt ist guter Rat teuer.“, sagt sich Nils, aber sogleich hellt sich seine Stimmung wieder auf. Ihm ist eingefallen, dass die Nachbarin einen Stock tiefer einen Ersatzschlüssel der Wohnung hat.<br />
„Dann werde ich die ältere Dame mal aus dem Bett klingeln müssen“, beschließt er und stürmt nach unten. Hoffentlich bekommt sie keinen Schreck, wenn ich so halbnackt vor ihrer Tür stehe!“<br />
Darüber hätte sich Nils gar keine Gedanken machen brauchen, denn hier wird sein Klopfen und Klingeln ebenso wenig erhört wie in seiner eigenen Wohnung.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ach ja, wie konnte ich das vergessen, sie ist doch gestern für ein paar Tage zu ihrer Tochter nach Wien gefahren. Aber wozu wohnt man in einem Mehrfamilienhaus?“<br />
Wieder läuft Nils noch eine Treppe weiter nach unten. Gerade als er die Hand<span class="Apple-converted-space">  </span>zur Klingel führen will, blitzt ein Gedanke durch seine Gehirnwindungen:<br />
„Die Wohnung ist leer. Letzte Woche sind die Meiers doch ausgezogen, weil sie ihren wohlverdienten Lebensabend auf Teneriffa verbringen möchten.“<br />
Nils kratzt sich am Kopf und überlegt.<br />
„Ganz unten im Keller wohnt noch ein Student. Tut mir leid, aber der muss heute mal früher aus den Federn.“<br />
Schon hechtet Nils in den Keller, wo auf sein Klopfen ebenfalls nicht reagiert wird.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Jetzt hat sich wohl die ganze Welt gegen mich verschworen. Stimmt, er hat mir gestern Abend von seiner Prüfung erzählt, die er in aller Herrgottsfrühe hat. Der ist also schon weg. Na gut“, überlegt Nils weiter. „Inzwischen sind meine Damen sicherlich im Bad schon fertig und erwarten mich.“<br />
Also nimmt Nils die Beine in die Hände und springt die Stufen zum dritten Stock wieder nach oben, wo er allerdings soviel klopfen und klingeln kann wie er will, die Tür öffnet sich nicht. Auch dringt keinerlei Laut nach draußen zu ihm.<br />
„Das kann ja wohl nicht sein! Sollten Anna und Hanna schon in der Schule und Laura in der Arbeit sein? Haben sie womöglich gedacht, er habe bereits das Haus verlassen?“<br />
Als Nils die Kirchturmuhr achtmal schlagen hört, wird ihm klar, dass sein Sekundenschlaf auf der Toilette sich doch eher über Minuten erstreckt haben musste. Schlagartig wird ihm seine missliche Lage bewusst.<br />
„Ich muss einen Passanten anhalten und ihn bitten meine Frau am Arbeitsplatz anzurufen. Sie muss kommen und mir die Wohnung aufschließen.“<br />
Mit schlechter Laune, gesenktem Blick, in Boxershorts, nackten Beinen, bloßem Oberkörper und barfuß marschiert er durch das Treppenhaus nach unten. Er öffnet die seltsamerweise unverschlossene Haustür und wartet auf dem Bürgersteig auf Hilfe von jemand, der weder erschrocken reagiert noch ihn in seiner peinlichen Situation auslacht.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Solche Menschen soll es ja geben“, hofft er und wird auch bald darauf in seinem Glauben an das Gute im Menschen bestätigt.<br />
Doch eine gute halbe Stunde muss er noch ausharren, bis seine Frau ihn erlöst. Grinsend entlassen die zufällig vorbeigekommenen Polizisten den fast unbekleideten Mann aus ihrem Auto und übergeben ihn in die Obhut seiner Frau.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
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		<title>Eigenartige Entdeckung</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/eigenartige-entdeckung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2016 22:10:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[abgeschlossen]]></category>
		<category><![CDATA[Balkon]]></category>
		<category><![CDATA[Dieb]]></category>
		<category><![CDATA[Entdeckung]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Professor]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Sommertag]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefschlaf]]></category>
		<category><![CDATA[verschlafen]]></category>
		<category><![CDATA[Villa]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Villa, in der Professor Konfusi und seine Frau wohnen, wirkt heute ein bisschen verschlafen. Es ist ein sehr warmer, eigentlich schon leicht schwüler Sommertag, der die Schläfrigkeit fördert. Eine himmlische Ruhe hat sich im gesamten Viertel ausgebreitet, denn jetzt in den Sommerferien sind die meisten Familien im Urlaub. Auch Marco ist mit seinen Eltern verreist. Das junge Pärchen von ganz oben ist bereits schon vor einer Woche zum Zelten an den Bodensee gefahren. Somit sind nur das ältere Ehepaar und Oma Schmidt aus dem Erdgeschoss in der Villa. Herr Konfusi hat sich mit seiner Frau auf den Balkon zurückgezogen. Hier haben sie eine wunderschöne Aussicht auf den Garten, aber auch auf den nahegelegenen Stadtpark. Man hört weder Hunde bellen, noch Kinder lachen, nur das Zwitschern der Vögel, die sich in den Zweigen der Bäume niedergelassen haben, ist zu vernehmen. Es dauert daher auch nicht lange, bis Herr und Frau Konfusi auf ihren Liegestühlen eingenickt sind. Während Professor Konfusi traumlos vor sich hin schlummert, hört seine Ehefrau in ihrem Traum ein Klingeln. Es hört sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Villa, in der Professor Konfusi und seine Frau wohnen, wirkt heute ein bisschen verschlafen. Es ist ein sehr warmer, eigentlich schon leicht schwüler Sommertag, der die Schläfrigkeit fördert. Eine himmlische Ruhe hat sich im gesamten Viertel ausgebreitet, denn jetzt in den Sommerferien sind die meisten Familien im Urlaub. Auch Marco ist mit seinen Eltern verreist. Das junge Pärchen von ganz oben ist bereits schon vor einer Woche zum Zelten an den Bodensee gefahren. Somit sind nur das ältere Ehepaar und Oma Schmidt aus dem Erdgeschoss in der Villa.</strong></p>
<p><span class="dropcap">H</span>err Konfusi hat sich mit seiner Frau auf den Balkon zurückgezogen. Hier haben sie eine wunderschöne Aussicht auf den Garten, aber auch auf den nahegelegenen Stadtpark.<br />
Man hört weder Hunde bellen, noch Kinder lachen, nur das Zwitschern der Vögel, die sich in den Zweigen der Bäume niedergelassen haben, ist zu vernehmen. Es dauert daher auch nicht lange, bis Herr und Frau Konfusi auf ihren Liegestühlen eingenickt sind.<br />
Während Professor Konfusi traumlos vor sich hin schlummert, hört seine Ehefrau in ihrem Traum ein Klingeln. Es hört sich ähnlich an wie das Klingeln an ihrer Wohnungstür. Es ist so täuschend echt, dass Frau Konfusi davon aufwacht. Sie blickt leicht verwirrt um sich, da sie nun nicht mehr weiß, ob es in der Realität oder im Traum geklingelt hat.<br />
„Hast du das auch gehört?“, fragt sie ihren Gatten, der schlagartig die Augen öffnet.<br />
Gerade will er zu einer Antwort ansetzen, als sie an der Wohnungstür tatsächlich ein Klingeln und gleichzeitiges Klopfen vernehmen.<br />
„Herr Professor! Sind Sie da?!“, klingt das zarte Stimmchen von Oma Schmidt durch die verschlossene Tür.<br />
Professor Konfusi und seine Frau eilen zur Tür und sehen eine total aufgeregte Oma Schmidt vor sich.<br />
„Um Himmels Willen! Sie sind ja ganz blass!“, sagt Frau Konfusi erschrocken. „Kommen Sie herein und setzen Sie sich erst einmal hin!“<br />
„Sollen wir einen Arzt rufen? Geht es Ihnen nicht gut?“, erkundigt sich Professor Konfusi.<br />
Oma Schmidt holt tief Luft, greift nach dem Glas mit Wasser, das ihr Frau Konfusi reicht und trinkt erst einmal. Erst dann verneint sie die Frage des Professors.<br />
„Nein! Doch, doch!“<br />
„Sie sind ja vollkommen verwirrt. Was denn nun? Ich soll nicht den Arzt rufen und dann doch?!“, fragt er nach und läuft schon in Richtung Schuhschrank, auf dem die Telefonstation steht.<br />
„<em><strong>Nein</strong></em>, heißt: keinen Arzt. Und <em><strong>doch</strong></em> heißt: Doch es geht mir gut. Aber die Polizei müssen Sie auf jeden Fall rufen!“, antwortet Oma Schmidt und trinkt das restliche Wasser.<br />
„Die Polizei?!“, Frau Konfusi schaut Oma Schmidt entsetzt an. „Also ist doch etwas passiert! Hatten Sie einen Unfall?“<br />
„Bei mir ist eingebrochen worden! Mein ganzes Wohnzimmer ist verwüstet. Alle Schubladen sind aufgerissen und der Inhalt liegt auf dem Teppich mitten im Zimmer“, berichtet Oma Schmidt. „Ich war nur mal kurz hinter dem Haus und habe den Müll weggebracht. Ja, und dann habe ich noch ein kurzes Schwätzchen mit der Nachbarin gehalten und als ich wieder in meine Wohnung will, da steht die Tür sperrangelweit auf.“<br />
„Ach, Sie haben vergessen, die Tür abzusperren?“, fragt Professor Konfusi nach.<br />
„Nein!“, protestiert die Oma energisch. „ Ich war doch nur zum Entleeren des Mülleimers draußen. Trotzdem habe ich zugeschlossen und den Schlüssel stecken gelassen. Ich schließe immer ab, auch jetzt als ich zu Ihnen hoch gekommen bin. Sehen Sie!“, Oma Schmidt hält triumphierend den Schlüsselbund hoch.<br />
„Haben Sie den Dieb gesehen? Haben Sie ihn vielleicht sogar überrascht?“, will Herr Konfusi wissen.<br />
„Nein, niemand da!“, lautet die kurze und knappe Antwort.<br />
„Ist etwas geklaut worden?“<br />
„Alles da! Nur totales Chaos!“<br />
Irgendwie kann sich der Professor keinen Reim darauf machen. Sollte die alte Dame doch schon leicht verwirrt sein? Abschließen und den Schlüssel stecken lassen? Alles verwüstet, aber nichts gestohlen? Und gesehen hat sie den Dieb auch nicht?!<br />
„Seltsam, seltsam!“, überlegt er in Gedanken und greift sich das Telefon. „Ich rufe mal vorsichtshalber die Polizei an. Es klingt alles sehr verworren und nicht unbedingt logisch! Aber man kann ja nie wissen. Bisher habe ich noch nie Anzeichen von Demenz bei Oma Schmidt festgestellt, aber so etwas bemerkt man nicht immer sofort“, huscht ein Gedanke nach dem anderen durch seinen Kopf.<br />
Die Polizei, dein Freund und Helfer, ist auch innerhalb weniger Minuten zur Stelle. Oma Schmidt hat Professor Konfusi die Wohnungsschlüssel übergeben, denn mittlerweile hat sie doch schon ein wenig weiche Knie bekommen und der Schreck ist ihr in die Glieder gefahren. Sie bleibt lieber bei Frau Konfusi und trinkt noch ein Tässchen Kaffee.<br />
„Damit der Kreislauf schön in Schwung kommt“, erläutert sie.<br />
Bei Eintreffen der Polizei schließt der Professor die Tür zu Oma Schmidts Wohnung auf und schon offenbart sich die gesamte Bescherung. Alles liegt kreuz und quer. Die Stehlampe ist umgefallen und die Schubfächer geleert. Der Teppich ist mit Prospekten, Zeitungen, Fotos, Decken, Kissen und anderen Dingen übersät.<br />
„Hat die alte Dame vielleicht einen Hund?“, fragt der eine Polizist plötzlich.<br />
„Nein, wieso? Ein Hund reißt doch keine Schubfächer auf und verteilt alles auf dem Fußboden“, wundert sich der Professor.<br />
„Das wohl nicht, aber hören Sie denn nicht diese Geräusche?“<br />
Der ältere Herr lauscht und vernimmt tatsächlich seltsame Geräusche aus dem Nachbarzimmer. Sie ertönen ganz gleichmäßig und immer im selben Rhythmus. Mal sind sie ein bisschen lauter, dann wieder etwas leiser. Es hört sich fast an, als ob ….<br />
„Was befindet sich hinter dieser Tür?“, fragt der Polizist schon fast im Flüsterton.<br />
„Das Schlafzimmer. Aber Sie denken doch nicht etwa…?“, flüstert Herr Konfusi zurück.<br />
„Treten Sie bitte zu Ihrer eigenen Sicherheit zurück!“, fordert ihn der Polizist auf und zückt seine Dienstwaffe.<br />
Professor Konfusi ist schon fast aus der Wohnungstür, da hört er die Handschellen klicken.<br />
„Da haben wir das Bürschchen!“, sagt der Polizist und führt einen schmächtigen und gähnenden Mann zum Polizeiwagen.<br />
„Anscheinend kam er durch die offenstehende Haustür herein und entdeckte die Schlüssel an Oma Schmidts abgeschlossener Wohnungstür“, erklärt Herr Konfusi später den beiden Frauen. „Der ‚Möchte-gern-Dieb‘, ist wohl während seines Diebeszuges sichtlich ermattet in Oma Schmidts Bett gefallen. Dort ist der dann sofort in den Tiefschlaf gefallen und hat vor sich hin geschnarcht. Tja, dieses Wetter macht auch jeden müde“, lacht Professor Konfusi.<br />
„Aber selbst wenn er vor dem Eintreffen der Polizei aufgewacht wäre“, erklärt Oma Schmidt mit gewichtiger Miene, „hätte er nicht fliehen können. Ich habe ja die Wohnungstür abgeschlossen!“</p>
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<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p>Igitt! Muss das sein?</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/grosse-aufregung/">Große Aufregung in der Villa</a></p>
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		<title>Lottchen &#038; Brummbär Max auf Verbrecherjagd</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2015 04:46:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Brummbär Max]]></category>
		<category><![CDATA[Einbrecher]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Streicheleinheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Taschenlampe]]></category>
		<category><![CDATA[Verbrecherjagd]]></category>
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					<description><![CDATA[Sicherlich könnt Ihr Euch noch an Brummbär Max erinnern. Er verließ nach einem Einbruch im Kaufhaus seinen Platz auf dem Regal und entfloh durch die kaputte Schaufensterscheibe nach draußen. Er verbrachte etliche Tage und Nächte im Stadtpark, wo er unter den Tieren viele gute Freunde fand. Der herannahende Winter machte es aber notwendig, dass er sich ein Dach über dem Kopf besorgte. Auf den Rat der Entenmutter hin, verließ er den Stadtpark, um in ein nahgelegenes Wohngebiet zu marschieren. Am Rande des Stadtparks traf er auf das Kätzchen Lottchen, die ihn mit nach Hause nahm. Brummbär Max fühlt sich richtig wohl in seinem neuen Zuhause. Mit Lottchen sitzt er oft gemeinsam auf einem Bänkchen oben auf der Galerie. Von hier aus können sie alles überblicken und hören, was im Haus geschieht. So ist es auch an diesem Abend. Alles ist zunächst ganz still im Haus, denn Herrchen und Frauchen von Lottchen und Brummbär Max sind ausgegangen. Sie wollen Freunde besuchen und kommen erst mitten in der Nacht wieder nach Hause. Lottchen hat keine Lust mehr &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sicherlich könnt Ihr Euch noch an Brummbär Max erinnern. Er verließ nach einem Einbruch im Kaufhaus seinen Platz auf dem Regal und entfloh durch die kaputte Schaufensterscheibe nach draußen. Er verbrachte etliche Tage und Nächte im Stadtpark, wo er unter den Tieren viele gute Freunde fand. Der herannahende Winter machte es aber notwendig, dass er sich ein Dach über dem Kopf besorgte. Auf den Rat der Entenmutter hin, verließ er den Stadtpark, um in ein nahgelegenes Wohngebiet zu marschieren. Am Rande des Stadtparks traf er auf das Kätzchen Lottchen, die ihn mit nach Hause nahm.</strong></p>
<p><span class="dropcap">B</span>rummbär Max fühlt sich richtig wohl in seinem neuen Zuhause. Mit Lottchen sitzt er oft gemeinsam auf einem Bänkchen oben auf der Galerie. Von hier aus können sie alles überblicken und hören, was im Haus geschieht.<br />
So ist es auch an diesem Abend. Alles ist zunächst ganz still im Haus, denn Herrchen und Frauchen von Lottchen und Brummbär Max sind ausgegangen. Sie wollen Freunde besuchen und kommen erst mitten in der Nacht wieder nach Hause.<br />
Lottchen hat keine Lust mehr im Garten herumzulaufen und deshalb hat sie sich zu Brummbär Max gekuschelt. Sie mag das weiche und zottige Fell von Max und er mag es, wenn Lottchen behaglich schnurrt und ihr Köpfchen an ihn lehnt. So träumen beide vor sich hin. Brummbär Max träumt von einer Bärenfrau und zwei kleinen Bärenkinderlein, denn er wünscht sich eine eigene Familie. Lottchen hingegen träumt von einem Topf voller Milch.<br />
Alles ist ruhig und friedlich. Doch plötzlich wird Lottchen munter, sie glaubt etwas gehört zu haben. Ein seltsames Geräusch. Noch ist sie sich nicht ganz sicher, ob sie es vielleicht geträumt hat. Sie spitzt die Ohren und verhält sich mucksmäuschenstill.<br />
Da! Schon wieder dieses Geräusch. Sie hat nicht geträumt. Es ist ein kratzendes, schabendes Geräusch. Lottchen stößt Max an, doch der brummt nur, denn er fühlt sich in seinen Träumen gestört. Noch einmal stupst Lottchen mit ihrem Kopf gegen den Arm des Teddybären. Jetzt ist Max wach und schaut Lottchen fragend an. Noch bevor er etwas sagen kann, hört er ebenfalls dieses Geräusch.<br />
„Was ist das? Das kenne ich nicht, ich habe es noch nie gehört.“ Brummbär Max ist verwirrt und schüttelt sich erst einmal.<br />
„Da muss jemand an der Haustür sein“, flüstert Lottchen zurück. „Aber das können nicht Frauchen und Herrchen sein, denn wenn sie wieder zurückkommen, dann drehen sie einfach nur den Schlüssel im Schloss herum. Das schabt und kratzt nicht so.“<br />
Jetzt geht die Haustür leise quietschend auf und die beiden sehen einen kleinen Lichtstrahl. Es ist der Lichtkegel einer Taschenlampe, das erkennen Lottchen und Brummbär Max sofort. Gleichzeitig sind sie sich sicher, dass dies niemand ist, der ins Haus gehört.<br />
Max findet am schnellsten seine Stimme wieder und stellt fragend fest:<br />
„Das sind Einbrecher, oder?“<br />
Lottchen nickt und schleicht auf sanften Pfoten von dem Bänkchen zum Geländer. Dort steckt sie ihr Köpfchen zwischen die Gitterstäbe und wagt einen Blick nach unten in die Diele. Ganz deutlich sieht sie jetzt den Lichtkegel der Taschenlampe und hört Schritte, die in Richtung Wohnzimmer gehen. Auch ein Flüstern dringt zu ihr nach oben, aber sie kann die Worte nicht verstehen. Allerdings erkennt sie an der Stimme, dass es nicht die Hausbewohner sind. Auch waren diese Menschen noch niemals hier. Es sind Fremde und das können nur Einbrecher sein.<br />
Auch Max hat die Stimmen gehört und schleicht sich ebenfalls zum Geländer. Da er nicht ganz so leise sein kann wie eine Katze, wirft Lottchen ihm einen mahnenden Blick zu.<br />
Jetzt hören sie wieder die Stimmen und dieses Mal verstehen sie auch, was gesprochen wird:<br />
„Los, schmeiß alles in den Rucksack hier rein. Und beeil dich, wir haben nicht viel Zeit. Wer weiß, wann sie wieder da sind.“<br />
„Ich mach ja schon. Haben die denn kein Bargeld hier? Ich kann nämlich nichts finden. Überhaupt gibt es hier nichts Wertvolles. Komm lass uns abhauen, hier lohnt es sich eh nicht.“<br />
Max hat die Stimmen erkannt. Es sind die Kaufhausdiebe. Was sollen sie tun? Die Diebe dürfen nicht schon wieder entkommen. Aber was können eine Katze und ein Teddybär gegen diese starken Männer ausrichten?<br />
Lottchen und Brummbär Max sind inzwischen so leise wie möglich eine Treppe weiter nach unten marschiert und stehen im mittleren Geschoss. Ganz unten sind die Verbrecher und scheinen sich zu streiten. Der eine will so schnell wie möglich verschwinden und sich ein weiteres Opfer suchen. Der andere meint, sie sollten erst noch in den übrigen Räumen nach Bargeld suchen.<br />
„Das macht doch überhaupt keinen Sinn, wir vergeuden nur kostbare Zeit!“ erklärt der scheinbare Anführer und der andere Dieb gibt sich endlich geschlagen. Sie gehen wieder in Richtung Haustür. Im selben Moment vernehmen sie von draußen das Herannahen eines Autos. Es hält direkt vor dem Haus. Somit ist ihnen der Weg nach Draußen versperrt.<br />
Lottchen und Brummbär Max erkennen die Situation. Stillschweigend geben sie sich ein Zeichen, um sich zu verständigen. Beide schleichen die Treppe hinunter. Dann läuft Lottchen  zur Katzenklappe hinaus ins Freie und schnell um das Haus herum nach vorne. Sobald Herrchen und Frauchen die Autotür öffnen steht sie vor der Fahrertür.<br />
„Na Lottchen, warst du noch spazieren? Jetzt kommst du aber schnell mit hinein.“<br />
Lottchen streicht erst dem Herrchen um die Beine, dann dem Frauchen und schnurrt und maunzt, als wolle sie etwas erzählen. Sie rennt aufgeregt zur Haustür und wieder zurück und maunzt ganz laut.<br />
„Was hat sie nur?“, fragt Frauchen und kramt in ihrer Handtasche nach dem Haustürschlüssel.<br />
Lottchen ist inzwischen wieder zu Herrchen geeilt und streift immer wieder um seine Beine herum und miaut, in einer Lautstärke, die sehr verwunderlich ist.<br />
„Lottchen, was ist denn mit dir los? Du bist ja ganz unruhig.“<br />
Inzwischen hat sich Max im Dunkeln mitten in den Hausflur direkt vor die Füße des einen Diebs fallen lassen. Dieser irrt ziellos umher und sucht einen anderen Fluchtweg, dabei stolpert er über den Teddybären und fällt mit einem lauten Schlag auf die Fliesen. Während des Fallens versucht er sich noch irgendwo festzuhalten, erwischt allerdings nur einen Garderobenständer, den er laut polternd umstößt. Der zweite Dieb, der ihm im Dunkeln zu Hilfe eilen will, stolpert über den herumliegenden Ständer und fällt auf seinen Kumpel.<br />
„Hast du das gehört? Da sind Einrecher!“, ruft Frauchen entsetzt und zieht geistesgegenwärtig ihr Handy aus der Tasche, um die Polizei zu alarmieren. Während sie noch die Notrufnummer wählt, schreit sie aus Leibeskräften:<br />
„Hilfe, Hilfe! Hier sind Einbrecher! Hilfe!“<br />
In den Nachbarhäusern gehen die Lichter an. Und dann geht auf einmal alles ganz schnell:<br />
Herrchen schließt die Haustür auf, schaltet das Licht ein und steht einem der Diebe gegenüber. Dieser ist so erschrocken, dass Herrchen die Gelegenheit nutzt und ihm einen ordentlichen Kinnhaken versetzt. Noch bevor der Dieb sich von dem Schmerz erholt hat und der zweite Dieb ausholen kann, sind einige Nachbarn da. Gemeinsam nehmen sie nun den Kampf gegen die Einbrecher auf. Zu viert schaffen sie es die Diebe festzuhalten und der bereits eintreffenden Polizeistreife zu übergeben.<br />
Zum Schluss sitzen Herrchen, Frauchen und die Nachbarn mitten in der Nacht vor dem Haus und loben sich gegenseitig. Fröhlich stoßen sie mit Sekt auf ihre Heldentat an. Aber auch Lottchen und Brummbär Max erhalten ihre Streicheleinheiten für die erfolgreiche Verbrecherjagd.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/07/1200px-Lottchen-und-Max.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-1676 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/07/1200px-Lottchen-und-Max-1024x682.jpg" alt="1200px-Lottchen und Max" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/07/1200px-Lottchen-und-Max-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/07/1200px-Lottchen-und-Max-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/07/1200px-Lottchen-und-Max-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/07/1200px-Lottchen-und-Max.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch noch diese Geschichten lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/brummbaer-max-und-seine-freunde/">Brummbär Max und seine Freunde</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/1174-knut-knopf/">Knut Knopf</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/tim-und-tom/">Tim und Tom</a></p>
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		<title>Gänsehaut</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/gaensehaut/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2015 22:27:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Einbrecher]]></category>
		<category><![CDATA[Gänsehaut]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[geschnarcht]]></category>
		<category><![CDATA[Schritte]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal gibt es Situationen, die sind wirr und konfus, erscheinen aber im Moment des Durchlebens vollkommen logisch, absolut folgerichtig und plausibel. Im Nachhinein betrachtet, entpuppen sie sich jedoch als das genaue Gegenteil. Sie entbehren jeglicher Logik und sind weder nachvollziehbar, noch glaubwürdig. Trotzdem sind wir in genau diesem besagten Moment überzeugt, dass alles absolut einleuchtend ist. So auch in dieser Nacht: Es ist bereits weit nach Mitternacht, der Mond steht als Sichel am Himmel. Die Nacht ist sternenklar und wirklich eiskalt. Es ist einer dieser Nächte, wo man keinen Hund vor die Tür schickt. Ich bin bei meiner Mutter. Genauer gesagt, in meinem alten Kinderzimmer. Um exakt zu sein, ich liege im Bett und bin tief unter meiner Bettdecke versunken. Hier ist es schön mollig warm, ich schlafe tief und fest und voller Zuversicht auf den kommenden Tag. Im Haus herrscht absolute Stille. Nichts und niemand stört meinen Schlaf. Bis auf einmal ganz plötzlich Geräusche an mein Ohr dringen. Ich erwache. „Was war das?“, frage ich mich erschrocken. Ich halte die Luft an und wage &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manchmal gibt es Situationen, die sind wirr und konfus, erscheinen aber im Moment des Durchlebens vollkommen logisch, absolut folgerichtig und plausibel. Im Nachhinein betrachtet, entpuppen sie sich jedoch als das genaue Gegenteil. Sie entbehren jeglicher Logik und sind weder nachvollziehbar, noch glaubwürdig. Trotzdem sind wir in genau diesem besagten Moment überzeugt, dass alles absolut einleuchtend ist. So auch in dieser Nacht:</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>s ist bereits weit nach Mitternacht, der Mond steht als Sichel am Himmel. Die Nacht ist sternenklar und wirklich eiskalt. Es ist einer dieser Nächte, wo man keinen Hund vor die Tür schickt.<br />
Ich bin bei meiner Mutter. Genauer gesagt, in meinem alten Kinderzimmer. Um exakt zu sein, ich liege im Bett und bin tief unter meiner Bettdecke versunken. Hier ist es schön mollig warm, ich schlafe tief und fest und voller Zuversicht auf den kommenden Tag. Im Haus herrscht absolute Stille. Nichts und niemand stört meinen Schlaf. Bis auf einmal ganz plötzlich Geräusche an mein Ohr dringen. Ich erwache.<br />
„Was war das?“, frage ich mich erschrocken.<br />
Ich halte die Luft an und wage nicht zu atmen, gleichzeitig spitze ich die Ohren.<br />
„Da, schon wieder.“<br />
Ich habe die Geräusche wieder gehört. Es ist als sei jemand im Haus. Doch wer und wieso, frage ich mich. Meine Mutter kann es nicht sein, denn sie schläft im Nebenzimmer.<br />
„Hat sie vielleicht geschnarcht oder gar nach mir gerufen?“<br />
Nein, aus dem ihrem Schlafzimmer dringt kein Laut. Aber ich höre es ganz deutlich.<br />
„Oh Gott, da hat etwas gequietscht! Vielleicht eine Tür.“<br />
Mein Herz pocht mir bis zum Hals. Mein Atem stockt und ich spüre, wie sich auf meinem ganzen Körper Gänsehaut ausbreitet. Auch beginne ich unter der warmen Daunendecke zu frieren. Ich habe Angst.<br />
„Da ist doch jemand im Haus!“<br />
Das Blut stockt mir in den Adern.<br />
Ich höre Stimmen. Es sind mehrere Personen. Sie unterhalten sich, doch ich kann nicht verstehen, was sie sagen. Jetzt verstummen sie. Ein paar Minuten herrscht Stille. Ich wage mich nicht zu rühren. Liege einfach nur regungslos da und harre der Dinge, die kommen. Doch augenblicklich tut sich nichts.<br />
„Habe ich mich getäuscht?“<br />
Nein, ich höre wieder etwas. Schritte. Sie nähern sich.<br />
Ich höre wie die Schritte auf der Mamortreppe nach oben kommen. Mein Zimmer ist direkt oben am Ende der Treppe.<br />
„Gleich sind sie hier oben! Was mach ich nur?“<br />
Weglaufen kann ich nicht, denn das Zimmer hat nur einen Eingang und durch das Fenster fliehen ist ebenfalls nicht möglich, da ich mich im Obergeschoss befinde. Selbst wenn ich weglaufen könnte, meine Beine würden mich nicht tragen. Ich fühle mich gelähmt.<br />
„Jetzt sind sie direkt vor meiner Tür“, fährt es mir durch den Kopf.<br />
Ich ziehe mir die Decke bis zur Nasenspitze hoch und meine direkt vor meiner Zimmertür ein Atmen zu hören.<br />
„Ich darf mich nicht rühren und keinen Laut von mir geben!“, ermahne ich mich im Stillen und zitternd vor Angst.<br />
Die Türklinke wird leise herunter gedrückt. Ich höre es ganz deutlich und sehe es aus meinem Versteck heraus.<br />
Vorsichtig öffnet sich die Tür einen kleinen winzigen Spalt, &#8211; kaum hörbar, aber ich kann einen kleinen Luftzug spüren.<br />
Ich presse mir die Hand auf den Mund und reiße die Augen ganz weit auf.<br />
„Da, was ist das?“<br />
Vorsichtig schiebt sich etwas durch den Spalt. Es ist eine Hand. Ich kann es ganz deutlich erkennen. Eine Hand greift durch den Spalt und gleichzeitig wird die Tür ein kleines bisschen weiter geöffnet.<br />
Ich schreie!Nein, ich versuche es, doch kein Laut kommt aus meinem Mund. Ich versuche Worte zu formen, aber alle bleiben mir im Halse stecken. Nur ein kleines geflüstertes und kaum hörbares</p>
<p>„Wer?“<br />
bringen meine Stimmbänder zustande.<br />
Gerade in dem Moment, in dem ich denke vor Angst und Schreck das Bewusstsein zu verlieren, höre ich eine Stimme. Ich vernehme sie ganz deutlich und kann auch die gesprochenen Worte verstehen.<br />
„Ich bin’s Timo!“<br />
Jetzt kann ich ihn erkennen.<br />
Timo steht mit seiner Freundin vor meinem Bett. Ich bin total erleichtert, denn ich habe wirklich gedacht, dass Einbrecher im Haus seien. Jetzt aber ist es ganz selbstverständlich, dass er da ist, obwohl er eigentlich 600 Kilometer entfernt sein müsste. Darüber zerbreche ich mir jedoch im Moment ganz und gar nicht den Kopf. Ich bin einfach nur froh und erleichtert.<br />
Dann höre ich noch wie Timo mir erzählt, dass er Halsschmerzen hat, danach ist es wieder ganz still um mich herum.<br />
Ich kann mich an nichts mehr erinnern.<br />
Alles ist weg.<br />
Blackout.<br />
Funkstille.<br />
Und plötzlich aus dem Nichts heraus höre ich erneut ein Geräusch. Ich lausche. Weder Timo noch dessen Freundin sind da. Das weiß ich auf einmal ganz genau und kann auch deren Abwesenheit förmlich spüren.<br />
„Kommt es aus dem Schlafzimmer meiner Mutter?“, überlege ich.<br />
Es ist ziemlich laut. Also muss es auch relativ nah sein.<br />
„Es ist direkt neben mir,“ denke ich.<br />
Alles um mich herum ist dunkel. Ich kann nichts sehen, ich höre nur dieses Geräusch. Ich versuche es zu identifizieren. Es ist ein schnarchendes Geräusch. Ein Schnarchen.<br />
„Das kann nicht sein. Ich liege ganz alleine hier im Bett im Haus meiner Mutter. Aber das Schnarchen ist direkt an meinem Ohr“, denke ich.<br />
Der Schreck fährt mir erneut in die Glieder. Ich muss den Tatsachen ins Auge sehen. Schlagartig öffne ich die Augen. Ich brauche ein oder zwei Sekunden, um die Situation zu erfassen. Doch schrittweise schleicht sich die Erkenntnis in mein Bewusstsein:</p>
<p>Ich bin nicht in meinem ehemaligen Kinderzimmer und auch nicht im Hause meiner Mutter.<br />
Dort waren weder Einbrecher noch Timo, die mich erschreckt haben.<br />
Ich liege zu Hause in meinem Bett.<br />
Der Schnarcher neben mir ist mein Peter.<br />
Ich habe von Anfang an alles nur geträumt!</p>
<p>Diese Erkenntnis hat etwas Beruhigendes für mich und ich lasse mich wieder zurück in die Kissen fallen, wo ich sofort wieder einschlafe.</p>
<p>Am nächsten Morgen kann ich mich noch genau an diesen Traum erinnern, was bei mir eher selten vorkommt. Meist weiß ich nicht einmal mehr, dass ich überhaupt geträumt habe. Peter erzählt mir dann oft, dass ich im Traum gelacht, gerufen oder gequietscht habe. Häufig träume ich allerdings von Geräuschen, von denen ich dann auch tatsächlich aufwache und meinen Mann frage, ob es gerade an der Haustür geklingelt oder jemand nach mir gerufen hat.<br />
Heute allerdings hat er von meinem Schrei im Traum nichts mitbekommen. Wie denn auch? Er hat doch tief und fest geschlafen und mir ins Ohr geschnarcht.</p>
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