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	<title>Freund &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Opa Heinrich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 2019 09:37:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Apotheke]]></category>
		<category><![CDATA[Cafe]]></category>
		<category><![CDATA[Finger]]></category>
		<category><![CDATA[Freund]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby]]></category>
		<category><![CDATA[Nachmittag]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Opa Heinrich ist zu Besuch bei seiner Tochter Barbara und deren zwölfjährigem Sohn Markus. Sie sitzen am Abend gemütlich im Wohnzimmer und der Enkelsohn zeigt seinem Großvater die Urlaubsaufnahmen auf dem großen Bildschirm an der Wand.  „Wie sich die Welt verändert hat“, meint der rüstige 90jährige, „früher waren unsere Fotos nur Schwarzweiß, erst später wurden sie farbig. Auch haben wir sie noch in einem Schuhkarton gesammelt oder in ein Fotoalbum geklebt. Es ist schon toll, was man heutzutage alles machen kann.“ „Schau mal! Das war unser Hotel und hier ist die Lobby,“ erklärt Markus seinem Opa. „Der Empfangsbereich…“, versucht Barbara zu übersetzen. „Ja, ja!“, meint der ältere Herr nickend. „Das verstehe ich schon. Aber ist da gerade eine Trauerfeier, weil jemand gestorben ist oder warum schaut hier jeder nach unten?“ „Wie jetzt?“, fragt Markus sichtlich verwirrt. „Na, keiner unterhält sich anscheinend mit seinem Gegenüber. Alle haben den Blick nach unten gerichtet und niemand hat ein Lächeln im Gesicht. Im Urlaub sollte man doch erwarten, dass alle gemeinsam fröhlich sind.“ „Ach,“ sagt Markus, denn nun weiß &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Opa Heinrich ist zu Besuch bei seiner Tochter Barbara und deren zwölfjährigem Sohn Markus. Sie sitzen am Abend gemütlich im Wohnzimmer und der Enkelsohn zeigt seinem Großvater die Urlaubsaufnahmen auf dem großen Bildschirm an der Wand.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">„W</span>ie sich die Welt verändert hat“, meint der rüstige 90jährige, „früher waren unsere Fotos nur Schwarzweiß, erst später wurden sie farbig. Auch haben wir sie noch in einem Schuhkarton gesammelt oder in ein Fotoalbum geklebt. Es ist schon toll, was man heutzutage alles machen kann.“</p>
<p>„Schau mal! Das war unser Hotel und hier ist die Lobby,“ erklärt Markus seinem Opa.</p>
<p>„Der Empfangsbereich…“, versucht Barbara zu übersetzen.</p>
<p>„Ja, ja!“, meint der ältere Herr nickend. „Das verstehe ich schon. Aber ist da gerade eine Trauerfeier, weil jemand gestorben ist oder warum schaut hier jeder nach unten?“</p>
<p>„Wie jetzt?“, fragt Markus sichtlich verwirrt.</p>
<p>„Na, keiner unterhält sich anscheinend mit seinem Gegenüber. Alle haben den Blick nach unten gerichtet und niemand hat ein Lächeln im Gesicht. Im Urlaub sollte man doch erwarten, dass alle gemeinsam fröhlich sind.“</p>
<p>„Ach,“ sagt Markus, denn nun weiß er, was Opa Heinrich meint. „In der Lobby hat man Internetempfang und alle schicken wahrscheinlich Fotos nach Hause zu ihren Freunden oder unterhalten sich über W&#8230;ap oder F&#8230;k mit ihnen.“</p>
<p>„Die Fotos kann man doch auch später noch zeigen und gemeinsam betrachten. So wie wir jetzt. Ist es nicht schöner im Urlaub neue Bekanntschaften zu machen und sich mit ihnen zu unterhalten?“</p>
<p>„Ja aber“, wendet Markus ein, „die waren doch alle mit ihren Handys oder Laptops beschäftigt. Ist doch ganz normal. Man will ja schließlich aller Welt zeigen, wie toll es im Urlaub ist.“</p>
<p>„Naja“, meint der Großvater, „normal ist was anderes. Zumindest in meinen Augen. Aber zeig mal, was ihr sonst noch alles gemacht habt.“</p>
<p>Als Markus die nächsten Fotos zeigt, gibt sein Handy plötzlich einen Ton von sich. Der Junge unterbricht sofort sein Gespräch, greift nach dem Smartphone und liest die eingegangene Nachricht. In Windeseile gehen seine Finger über das Display und er blickt nur kurz auf, als er an die beiden Erwachsenen gerichtet, sagt:</p>
<p>„Florian, will mit mir chatten. Ich geh dann mal in mein Zimmer. Mutti, du kannst ja Opa Heinrich die Fotos noch zeigen.“</p>
<p>Und schon ist er zur Tür hinaus und in seinem Zimmer verschwunden, aus dem er an diesem Abend auch nicht mehr ins Wohnzimmer zurückkehrt.</p>
<p>Als Opa Heinrich zu Bett gehen will, schaut er noch einmal kurz bei Markus vorbei. Dieser sitzt vor seinem Computer und hämmert auf der Tastatur herum.</p>
<p>„Was machst du?“</p>
<p>„Ich chatte, eh, unterhalte mich mit Florian.“</p>
<p>„Aber hier ist doch niemand!“</p>
<p>„Na, Florian sitzt zu Hause auch vor seinem Computer“, meint Markus und irgendwie sind beide jetzt leicht irritiert über die Aussage des anderen.</p>
<p>Am nächsten Nachmittag gehen Barbara, ihr Vater und Markus in ein Café. Nachdem sich jeder etwas Süßes an der Kuchentheke ausgesucht hat, setzen sie sich an einen Tisch in der hinteren Ecke.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Von hier aus kann man gut die Cafébesucher beobachten“, denkt sich der ältere Herr, dem dies schon immer Freude bereitet hat. Er schmunzelt still vor sich hin, als er an sich und seine leider schon verstorbene Frau in jungen Jahren denkt. Als Frischverliebte haben sie sich oft im Café getroffen, sich zärtlich einen Kuss zugehaucht und vor allen Dingen viel gelacht. Das hat sich auch in den vielen langen Jahren ihrer Ehe nicht geändert.</p>
<p>Während er sich umschaut, sind seine Tochter und deren Sohn damit beschäftigt, irgendwelche Nachrichten in ihr Handy zu tippen. Und auch sonst scheint jeder im Raum mit sich selbst beschäftigt zu sein, oder besser gesagt, mit seinem Smartphone. Heinrich stellt fest, dass das junge Paar am Nachbartisch kaum ein Wort miteinander wechselt, geschweige denn sich zärtlich küsst.</p>
<p>„Früher hat man noch miteinander geredet und gelacht, wenn man in einem Café saß. Hat denn heutzutage keiner mehr Interesse am anderen?“, wundert er sich und durchschneidet damit die herrschende Schweigsamkeit.</p>
<p>Markus und seine Mutter blicken auf und sehen den Großvater verständnislos an.</p>
<p>„Schmeckt dir der Kuchen nicht?“, fragt Barbara verwirrt.</p>
<p>„Doch, doch, aber…“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Opa Heinrich stockt, scheint zu überlegen und richtet dann an Markus die Frage:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Sag mal, willst du deinen Freund Florian nicht mal einladen?“</p>
<p>„Ja doch, eben gerade habe ich ihn zum Chatten eingeladen.“</p>
<p>„Einfach nur um etwas gemeinsam zu unternehmen und sich ein wenig zu unterhalten, meine ich“, versucht der Großvater seinen Vorschlag zu erklären.</p>
<p>„Sag ich doch: Wir chatten gleich“, antwortet sein Enkel.</p>
<p>„So richtig in der Realität…“, versucht Heinrich es erneut.</p>
<p>„Ist doch in der Realität“.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Kommt er auch mal zu dir nach Hause?“</p>
<p>„Nö, der hat doch keine Zeit.“</p>
<p>„Ach so, die Schulaufgaben…“</p>
<p>„Nö“, wiederholt sich Markus. „Der sitzt am Computer und chattet mit Leuten aus aller Welt. Der kennt echt viele Leute…Toll!“</p>
<p>„Lad ihn doch morgen Nachmittag mal ein!“, fordert der Opa seinen Enkel noch einmal auf.</p>
<p>„Der kommt eh’ nicht…, okay ich versuch es mal…, aber du wirst sehen…“</p>
<p>Schon gehen Markus Finger über die angedeutete Tastatur auf seinem Handy.</p>
<p>Kaum hat er die Nachricht abgeschickt, piept es und Florian hat geantwortet.</p>
<p>„Er hat zugesagt…, na so was,…das gab es ja noch nie…“, wundert sich der Junge.</p>
<p>Am folgenden Nachmittag klingelt es um drei Uhr an der Haustür und der Freund von Markus steht davor.</p>
<p>„Ich hab den alten Laptop meines Vaters dabei, den er mir geschenkt hat“, sagt er zur Begrüßung an der Haustür.</p>
<p>„Gib mal her, ich bringe ihn schon mal ins Wohnzimmer“, meint Großvater Heinrich. „Erst müsst ihr mal für mich zur Apotheke und Hustensaft holen, ich glaube, ich habe mich ein bisschen erkältet.“</p>
<p>Mit diesen Worten drückt der alte Herr seinem Enkel die Jacke, einen Zettel und etwas Geld in die Hand, nimmt Florian den Laptop ab und schließt ganz schnell die Eingangstür hinter den Beiden.</p>
<p>Achselzuckend ziehen die zwei Jungen ab und kurz darauf reicht Markus dem Apotheker den Zettel:</p>
<p>„Soll ich für meinen Opa holen.“</p>
<p>Dieser wirft einen kurzen Blick auf die Notiz des alten Herrn, danach reicht er den Zettel wieder an den Jungen zurück. Lächelnd sagt er:</p>
<p>„Da seid ihr hier aber falsch. Geht mal nebenan in das Geschäft!“</p>
<p>„Wieso? Hier ist doch die Apotheke…“</p>
<p>„Eben drum…!“</p>
<p>Jetzt erst werfen Markus und Florian einen Blick auf<span class="Apple-converted-space">  </span>die handgeschriebene Zeile.</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Holt euch für das Geld einen Fußball und habt einen schönen Nachmittag miteinander!</em><br />
<em>Opa Heinrich“</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/grossvaters-haus/">Großvaters Haus</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anmerkung zum Beitragsbild: Leider ist mir der Künstler dieser Darstellung (Wand in einer Hotellobby auf Mallorca) nicht bekannt (Foto: Astrid Berg)</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Abschied</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/abschied/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/abschied/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2019 20:36:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Bein]]></category>
		<category><![CDATA[Freund]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Vergangenheit]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Ich will hinaus in den Garten, dort werde ich auf ihn warten. Lange schon habe ich ihn nicht mehr gesehen, ich verstehe nicht, was ist nur geschehen. &#160; Wir waren Kumpels eine lange Zeit, doch das ist nun Vergangenheit. Er wohnte dort drüben in des Nachbars Haus, stets auf der Suche nach einem Schmaus. &#160; Um hier meine Milch zu trinken, musste er auf drei Beinen hinken. Geduldig zu warten war seine Strategie, bis mein Frauchen gab ihm ein Leckerlie. &#160; Wir waren Freunde auf Distanz, auf der Hut, aber mit  Akzeptanz. Er kommt nicht mehr auf seinen drei Beinen, um zu fressen aus dem Napf, dem Meinen. &#160; Er ist bestimmt gut aufgehoben, dort im Katzenhimmel, ganz oben. Will mich in Gedanken von ihm verabschieden, denn er schläft nun für immer ganz in Frieden. &#160; Tschüss Dreibein! &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Dreibein &#38; Co Ungebetener Besuch Katzenalarm &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Ich will hinaus in den Garten,</p>
<p style="text-align: center;">dort werde ich auf ihn warten.</p>
<p style="text-align: center;">Lange schon habe ich ihn nicht mehr gesehen,</p>
<p style="text-align: center;">ich verstehe nicht, was ist nur geschehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Wir waren Kumpels eine lange Zeit,</p>
<p style="text-align: center;">doch das ist nun Vergangenheit.</p>
<p style="text-align: center;">Er wohnte dort drüben in des Nachbars Haus,</p>
<p style="text-align: center;">stets auf der Suche nach einem Schmaus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Um hier meine Milch zu trinken,</p>
<p style="text-align: center;">musste er auf drei Beinen hinken.</p>
<p style="text-align: center;">Geduldig zu warten war seine Strategie,</p>
<p style="text-align: center;">bis mein Frauchen gab ihm ein Leckerlie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Wir waren Freunde auf Distanz,</p>
<p style="text-align: center;">auf der Hut, aber mit<span class="Apple-converted-space">  </span>Akzeptanz.</p>
<p style="text-align: center;">Er kommt nicht mehr auf seinen drei Beinen,</p>
<p style="text-align: center;">um zu fressen aus dem Napf, dem Meinen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Er ist bestimmt gut aufgehoben,</p>
<p style="text-align: center;">dort im Katzenhimmel, ganz oben.</p>
<p style="text-align: center;">Will mich in Gedanken von ihm verabschieden,</p>
<p style="text-align: center;">denn er schläft nun für immer ganz in Frieden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2960 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01688-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01688-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01688-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01688-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01688-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01688.jpg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="text-align: center;">Tschüss Dreibein!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/dreibein-co-2/">Dreibein &amp; Co</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ungebetener-besuch/">Ungebetener Besuch</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/katzenalarm/">Katzenalarm</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Bald ist Weihnachten (12)</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/bald-ist-weihnachten-12/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/bald-ist-weihnachten-12/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2018 06:53:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Freund]]></category>
		<category><![CDATA[kommen]]></category>
		<category><![CDATA[Rettung]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhestand]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[Inzwischen ist es schon bald Weihnachten und Teddybär Bruno ist immer noch nicht bei Weihnachtsmann Willi eingetroffen. Die Rettung des Schneemanns ist geglückt und so wird hoffentlich auch alles andere ein gutes Ende finden.&#160; „Ach, der gute alte Willi“, sagt Albert. „Das ist doch mein bester Freund.“ Bruno und Kurt sind begeistert. Sie fühlen sich fast schon am Ziel ihrer Wünsche und Träume angekommen. Wenn der weise Mann mit Willi befreundet ist, dann weiß er auch wo das Weihnachtsland ist. „Klar, kenne ich den Weg dorthin. Ich hoffe nur, dass Willi auch da ist, denn seitdem er in den Ruhestand gegangen ist, reist er viel in der Gegend herum. Außerdem habe ich ihn schon lange nicht mehr gesehen. Hoffentlich geht es ihm gut“, meint Albert. Und schon wieder ist die Hoffnung der Drei ins Wanken geraten, aber Albert verspricht ihnen, dass er alle mit seinem düsenangetriebenen Gefährt ins Weihnachtsland bringt. Dort herrscht immer noch ein heilloses Durcheinander und die Engelchen wissen gar nicht, wo sie zuerst anfangen sollen. Überall ist so viel zu tun und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen ist es schon bald Weihnachten und Teddybär Bruno ist immer noch nicht bei Weihnachtsmann Willi eingetroffen. Die Rettung des Schneemanns ist geglückt und so wird hoffentlich auch alles andere ein gutes Ende finden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ach, der gute alte Willi“, sagt Albert. „Das ist doch mein bester Freund.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bruno und Kurt sind begeistert. Sie fühlen sich fast schon am Ziel ihrer Wünsche und Träume angekommen. Wenn der weise Mann mit Willi befreundet ist, dann weiß er auch wo das Weihnachtsland ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Klar, kenne ich den Weg dorthin. Ich hoffe nur, dass Willi auch da ist, denn seitdem er in den Ruhestand gegangen ist, reist er viel in der Gegend herum. Außerdem habe ich ihn schon lange nicht mehr gesehen. Hoffentlich geht es ihm gut“, meint Albert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und schon wieder ist die Hoffnung der Drei ins Wanken geraten, aber Albert verspricht ihnen, dass er alle mit seinem düsenangetriebenen Gefährt ins Weihnachtsland bringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort herrscht immer noch ein heilloses Durcheinander und die Engelchen wissen gar nicht, wo sie zuerst anfangen sollen. Überall ist so viel zu tun und alle gönnen sich nicht einen Moment Pause. Nur Rudi, der wegen seines gebrochenen Armes die Oberaufsicht in der Engelswerkstatt hat, ist guter Dinge. Er macht sich überhaupt keine Sorgen, denn bisher hat es jedes Jahr geklappt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es müssen noch alle Weihnachtskugeln poliert werden!“, ruft er gerade den Engelchen zu, die soeben das Basteln der Strohsterne beendet haben. „Und jeder Engel muss sich noch eine Haarsträhne abschneiden. Ihr wisst doch, dass sich die Menschen freuen, wenn sie Engelshaar am Weihnachtsbaum oder bei den Geschenken finden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle springen kreuz und quer. Sie erledigen das, was ihnen Rudi aufträgt und stellen die nächsten verpackten Geschenke bereit, die Willi gleich mit seinem Schlitten abholen und verteilen wird. „Dieses Jahr ist viel mehr zu tun, als im vergangenen Jahr“, so denken sie. Allerdings haben sie jedes Weihnachten dieses Gefühl und wie immer nehmen sie sich vor, beim nächsten Mal schon früher mit den Vorbereitungen zu beginnen. Doch dies ist ihnen erst erlaubt, wenn der Advent beginnt und dann muss alles bestens organisiert sein, damit keine Panne passiert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Da kommt er!“, ruft eines der Engelchen aus. „Alle bereithalten zum Geschenkeaufladen! Die Zeit drängt. Er muss gleich wieder weiter!&#8220; Weihnachtsmann Willi kommt von seiner neunhundertsechsundneunzigsten Tour zurück. Er sieht müde aus. Naja, er ist ja auch schon ein alter Weihnachtsmann. Auch die Rentiere und Hirsche, die seinen schwerbeladenen Schlitten ziehen, sind erschöpft und brauchen unbedingt eine Ruhepause. Leider kann diese nur von kurzer Dauer sein, denn es bleibt nicht mehr viel Zeit bis Weihnachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Hört ihr das auch?“, fragt ein anderes Engelchen plötzlich. Alle verharren wie gebannt und lauschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was meinst du?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Na, dieses seltsame Geräusch, das immer lauter wird und anscheinend auch näher kommt …<br></p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Ein neuer Freund (5)</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/ein-neuer-freund-5/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Dec 2018 03:32:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[fern]]></category>
		<category><![CDATA[Flugzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Freund]]></category>
		<category><![CDATA[Schneemann]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Zuversicht]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicht nur im Weihnachtsland herrscht große Aufregung, sondern auch da, wo sich Bruno, der Teddybär zur Zeit aufhält. „Hey, schaut mal alle her! Da kommt ein Neuer!“ „Wer bist Du?“ „Wo kommst Du her?“ „Wieso bist Du hier?“ Etwas verschüchtert sieht sich Bruno verschiedenen Gestalten gegenüber. Bevor er auf die vielen Fragen antworten kann, die auf ihn einströmen, muss er erst einmal wissen, wo er hingeraten ist. „Du bist in einem Fundbüro“, verkündet ihm ein Schneemann mit Mütze und Schal. „Erzähl schon, durch welchen Umstand bist Du hierher gekommen?!“ So erzählt Bruno zunächst einmal, dass er dem Weihnachtsmann Willi geschrieben hat, von seiner Flucht und dass er sich auf dem Weg ins Weihnachtsland befindet. „Versteckt in dem Rucksack gelangte ich in ein Flugzeug“, berichtet er. „Ich dachte immerzu nur an Weihnachtsmann Willi. ‚Ach‘, dachte ich so vor mich hin. ‚Wenn ich doch nur schon bei Dir wäre, lieber Weihnachtsmann Willi. Ob Du wohl schon meinen Brief erhalten hast?’ Ich wurde bei meinen Überlegungen, durch die Vorfreude auf ihn und das Weihnachtsland ganz zappelig und unruhig. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nicht nur im Weihnachtsland herrscht große Aufregung, sondern auch da, wo sich Bruno, der Teddybär zur Zeit aufhält.</strong><br />
<strong>„Hey, schaut mal alle her! Da kommt ein Neuer!“</strong><br />
<strong>„Wer bist Du?“</strong><br />
<strong>„Wo kommst Du her?“</strong><br />
<strong>„Wieso bist Du hier?“</strong><br />
<span class="dropcap">E</span>twas verschüchtert sieht sich Bruno verschiedenen Gestalten gegenüber. Bevor er auf die vielen Fragen antworten kann, die auf ihn einströmen, muss er erst einmal wissen, wo er hingeraten ist.<br />
„Du bist in einem Fundbüro“, verkündet ihm ein Schneemann mit Mütze und Schal. „Erzähl schon, durch welchen Umstand bist Du hierher gekommen?!“<br />
So erzählt Bruno zunächst einmal, dass er dem Weihnachtsmann Willi geschrieben hat, von seiner Flucht und dass er sich auf dem Weg ins Weihnachtsland befindet.<br />
„Versteckt in dem Rucksack gelangte ich in ein Flugzeug“, berichtet er. „Ich dachte immerzu nur an Weihnachtsmann Willi. ‚Ach‘, dachte ich so vor mich hin. ‚Wenn ich doch nur schon bei Dir wäre, lieber Weihnachtsmann Willi. Ob Du wohl schon meinen Brief erhalten hast?’<br />
Ich wurde bei meinen Überlegungen, durch die Vorfreude auf ihn und das Weihnachtsland ganz zappelig und unruhig. Durch mein Zappeln und Strampeln löste sich der Verschluss des Rucksackes und ich konnte ungehindert herausschlüpfen. Nun war ich im Gepäckraum. Viele Stunden spazierte ich dort auf und ab, bevor ich merkte, dass das Flugzeug an Höhe verlor. Es setzte zur Landung an. Das Fahrgestell wurde mit einem Höllenlärm, der mich fast zu Tode erschreckte, ausgefahren und kurz danach gab es einen tüchtigen Ruck. Wir waren gelandet.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Als die Koffer ausgeladen wurden, stellte ich mich tot und verhielt mich wie ein ganz normaler Plüschteddy. So legte man mich ebenfalls auf das Gepäckband. Viele Runden drehte ich auf diesem schwarzen Förderband.<br />
‚Hilfe!‘, rief ich wie mir schien ziemlich laut. ‚Hilfe, mir ist total schwindelig!‘ Doch niemand hörte mich und so lag ich noch immer dort, nachdem alle anderen Gepäckstücke schon abgeholt worden waren. So kam, was kommen musste.  Arbeiter nahmen mich und trugen mich zum Fundbüro. Und hier bin ich nun, bei Euch!“, schließt Bruno seinen Bericht ab.<br />
„So, so, Du willst also ins Weihnachtsland?! Da hast Du Dir aber was vorgenommen!“, meint der Schneemann, der anscheinend der Wortführer von allen hier versammelten und einst liegen gelassenen Gestalten ist.<br />
„Kennst Ihr den Weg zu Weihnachtsmann Willi?“, fragt Bruno hoffnungsvoll.<br />
Leider kann niemand ihm eine Wegbeschreibung geben. Doch der Schneemann ergreift schon wieder das Wort:<br />
„Ich habe von einem Freund gehört, dass er einen Bekannten hat, der jemand kennt, der wiederum jemand kennt, der ihm von einem alten Mann berichtet hat. Dieser Mann würde in einem dunklen und finsteren Wald leben und wäre sehr weise.“<br />
Als Teddybär Bruno die Stirn runzelt, fügt der Schneemann schnell hinzu:<br />
„Bestimmt weiß dieser alte und weise Mann einen Rat. Vielleicht kennt er den Weihnachtsmann Willi ja persönlich oder er kennt jemand, der ihn kennt.“<br />
Bruno schöpft neue Hoffnung und bittet den Schneemann ihn doch zu diesem Freund zu bringen, der einen Bekannten hat, der jemand kennt, der wiederum jemand kennt, der ihm von diesem alten und weisen Mann berichtet hat.<br />
Da der Schneemann schon ziemlich lange gelangweilt in dem Fundbüro herumgestanden hat und endlich in den Winter hinaus will, erklärt er sich bereit, mit Bruno auf dessen Wanderschaft zu gehen. Also klettern sie bei Nacht und Nebel durch ein nur angelehntes Fenster, bereit für neue Abenteuer.<br />
<span class="Apple-converted-space"> </span>Und so denkt Bruno nun voller Freude und Zuversicht:<br />
„Weihnachtsmann Willi, ich bin Dir nicht mehr fern!“…</p>
<p style="text-align: center;">Fortsetzung folgt&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-weihnachtskonzert/">Das Weihnachtskonzert</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/zotti-im-weihnachtsland/">Zotti im Weihnachtsland</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/liebes-christkind/">Liebes Christkind</a></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Glück im Unglück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Feb 2018 22:01:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Brot]]></category>
		<category><![CDATA[erschrocken]]></category>
		<category><![CDATA[Freund]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Hunger]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Nachschub]]></category>
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					<description><![CDATA[Egon läuft gerade den Bürgersteig entlang. Er hat heute gar keine gute Laune, denn sein Bauch knurrt unüberhörbar. Er hat seit vorgestern nichts Anständiges mehr gefuttert und jetzt ist es bereits Mittag. „Also wird es langsam mal Zeit einen kleinen Bissen zu sich zu nehmen“,sagt er sich selbst. Mit gesenktem Blick läuft er den Weg entlang. Er sieht sich schon dem Hungertod nahe, da erblickt er einen gefüllten Abfallbehälter. Schnell ein Rundumblick und schon steuert er zielstrebig auf den verheißungsvollen Schatz zu. Stück für Stück arbeitet er sich durch den Müll. „So ein Pech“, denkt er frustriert, als er mit seiner Schatzsuche am Boden des Behälters angekommen ist. „Nichts drin heute, auch nicht der kleinste Krümel. Alles nur leere Dosen, Papier und ausgetrunkene Kaffeebecher.“ Egon versteht die Welt nicht mehr. Das gab es ja noch nie. „Ich werde wohl den nächsten Tag nicht mehr erleben, wenn mich mein Glück so verlassen hat. Aber vielleicht wartet es ja schon an der nächsten Ecke“, spricht er sich selbst im Stillen Mut zu. An der nächsten Ecke passiert &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Egon läuft gerade den Bürgersteig entlang. Er hat heute gar keine gute Laune, denn sein Bauch knurrt unüberhörbar. Er hat seit vorgestern nichts Anständiges mehr gefuttert und jetzt ist es bereits Mittag.</strong><br />
<span class="dropcap">„A</span>lso wird es langsam mal Zeit einen kleinen Bissen zu sich zu nehmen“,sagt er sich selbst.<br />
Mit gesenktem Blick läuft er den Weg entlang. Er sieht sich schon dem Hungertod nahe, da erblickt er einen gefüllten Abfallbehälter. Schnell ein Rundumblick und schon steuert er zielstrebig auf den verheißungsvollen Schatz zu. Stück für Stück arbeitet er sich durch den Müll.<br />
„So ein Pech“, denkt er frustriert, als er mit seiner Schatzsuche am Boden des Behälters angekommen ist. „Nichts drin heute, auch nicht der kleinste Krümel. Alles nur leere Dosen, Papier und ausgetrunkene Kaffeebecher.“<br />
Egon versteht die Welt nicht mehr. Das gab es ja noch nie.<br />
„Ich werde wohl den nächsten Tag nicht mehr erleben, wenn mich mein Glück so verlassen hat. Aber vielleicht wartet es ja schon an der nächsten Ecke“, spricht er sich selbst im Stillen Mut zu.<br />
An der nächsten Ecke passiert allerdings gar nichts und an der übernächsten Ecke auch nicht. Frustriert lässt er sich auf einer Bank nieder. Irgendwann muss doch mal jemand vorbei kommen, der ihm eine Kleinigkeit hinlegt.<br />
Als nach einer gefühlten Ewigkeit endlich jemand kommt, um sich auf die Bank zu setzten, verscheucht dieser den armen Egon mit groben Worten:<br />
„Was machst du denn hier? Mach, dass du verschwindest! Du machst alles nur schmutzig und niemand mag sich dann mehr auf die Bank setzen.“<br />
Erschrocken sucht Egon das Weite. Von solchen Menschen kann er keine Hilfe erwarten.<br />
„Sie haben kein Mitleid mit armen Geschöpfen, wie ich es bin“, denkt er traurig.<br />
Inzwischen fühlt sich Egon schon ganz schwach und seine sowieso dünnen Beine können ihn kaum noch tragen.<br />
„Aber das Jammern hilft mir auch nicht weiter, ich muss eben anderswo mein Glück suchen. Wenn ich nur nicht so alleine wäre…“<br />
Tief in seine Gedanken versunken, vernimmt Egon inmitten des Straßenlärms auf einmal eine bekannte Stimme.<br />
„Egon, Egon! So warte doch auf mich. Wo willst du denn hin und warum torkelst du so?“<br />
„Ach Lieschen, du bist es. Schön dich zu treffen. Ich finde heute einfach kein Essen, mir ist schon ganz schlecht und Kraft habe ich auch keine mehr. Wenn ich nur wüsste, wo ich etwas finden kann.“<br />
„Schau mal, dort drüben sitzen die anderen. Die wissen bestimmt wo es etwas gibt. Ich habe nämlich auch schon großen Hunger.“<br />
„Lieschen, ich schaffe es nicht mehr bis zu den anderen rüber. Ich bleibe jetzt hier und warte auf den sicheren Tod“ verkündet Egon.<br />
„Nein, warte nicht auf den Tod, warte auf mich. Ich bin gleich wieder da“, verspricht Lieschen ihm.<br />
Mit diesen Worten macht sie sich auf den Weg. Egon sieht, wie sie sich ein Weilchen zu den anderen Freunden gesellt und dann entschwindet. Es dauert gar nicht so lange, wie Egon vermutet hätte, da taucht Lieschen wieder auf. Sie hat etwas Eßbares dabei. Viel ist es nicht, aber es verleiht Egon wieder Kraft und den Mut nicht aufzugeben.<br />
„Komm mit!“, sagt Lieschen. „Ich weiß jetzt, wo es etwas für uns zu essen gibt. Dort herrscht der reinste Überfluss und stell dir vor, es reicht sogar für uns alle.“<br />
„Das hört sich vielversprechend an“, denkt sich Egon und folgt fix seiner Freundin.<br />
„Oh!“, entfährt es ihm. „Das ist ja das reinste Paradies!“<br />
„Ja genau! Und das Schöne daran ist, dass es immer wieder Nachschub gibt“, erklärt ihm Lieschen.<br />
„Wie hast du diese Goldgrube nur ausfindig gemacht?“, will Egon von seiner Freundin wissen.<br />
„Haha“, lacht Lieschen. „Das pfeifen die Spatzen von den Dächern! Du musst nur auf sie hören und aufpassen, wenn die Tür aufgeht. Dann huscht du ganz schnell hinein und schnappst dir etwas.“<br />
„Mama, Mama! Schau nur! Zwei kleine Spatzen! Sind die niedlich. Ich werfe ihnen gleich ein paar Krümel von meinem Brötchen hin“, begeistert sich ein kleines Mädchen.<br />
Doch schon kommt aus einer anderen Ecke die schrille Stimme der Bedienung.<br />
„Macht, dass ihr rauskommt! Sch! Sch!“<br />
Sie fuchtelt mit den Händen, reißt die Tür auf und scheucht die beiden Spatzen nach draußen. Egon und Lieschen können sich gerade noch jeder einen kleinen Brocken in den Schnabel stecken, bevor sie flatternd die Bäckerei verlassen.<br />
Doch schon beim nächsten Kunden öffnet sich Tür erneut und die Beiden huschen wieder hinein. Dieses Mal stellen sie es schlauer an. Sie fliegen auf die Lampe und lassen sich dort nieder. Von dort oben haben sie den besten Blick und sobald sie ein Krümelchen fallen sehen, schnappen sie sich den Leckerbissen und flüchten sich in eine Ecke, in der sie sich unbeobachtet fühlen. Mit der Zeit werden sie wagemutiger und setzen sich auch schnell mal auf die Stuhllehne oder den Tisch, was allerdings nicht alle Kunden erfreut. Und so werden sie zum wiederholten Male nach draußen gescheucht, aber inzwischen haben sie sich den Bauch schon tüchtig voll geschlagen.<br />
„Uff!“, stöhnt Egon. „Ich platze gleich. Jetzt muss ich erst einmal eine Pause einlegen, sonst bin ich zu schwer zum Fliegen.“<br />
„Komm, lass uns eine Runde um den Block fliegen, dann holen wir uns die nächste Essensration ab“, schlägt Lieschen vor. „In der Zwischenzeit können sich unsere anderen Freunde daran gütlich tun.“<br />
Als Egon und Lieschen am späten Nachmittag wieder auf der Lampe in der Bäckerei sitzen und auf die nächsten Krümelchen hoffen, verlassen gerade zwei andere Spatzen den Laden.<br />
„Ach, ist das Leben schön“, zwitschert Egon vergnügt vor sich hin und teilt sich dann mit Lieschen einen dicken Brotkrumen.</p>
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<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5004 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1702-1024x753.jpg" alt="" width="840" height="618" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1702-1024x753.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1702-300x221.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1702-768x564.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1702.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-5005 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1704-1024x797.jpg" alt="" width="840" height="654" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1704-1024x797.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1704-300x234.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1704-768x598.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1704.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5008 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1696-1024x747.jpg" alt="" width="840" height="613" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1696-1024x747.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1696-300x219.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1696-768x560.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1696.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5007 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1697-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1697-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1697-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1697-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_1697.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
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		<title>Ärger mit dem verflixten kleinen Ding</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Feb 2018 22:23:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[fortschrittlich]]></category>
		<category><![CDATA[Freund]]></category>
		<category><![CDATA[Kontakt]]></category>
		<category><![CDATA[still]]></category>
		<category><![CDATA[Telefonnummer]]></category>
		<category><![CDATA[verflixt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeigefinger]]></category>
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					<description><![CDATA[Professor Konfusi ist auf dem Weg zu einem Freund. Sie kennen sich schon seit vielen Jahrzehnten. Obwohl das Leben sie in verschiedene Richtungen geschickt hat, sowohl beruflich als auch geografisch gesehen, haben sie sich nie aus den Augen verloren. Sie hegen zwar einen lockeren, aber regelmäßigen Kontakt. Heute hat sein Freund Uli, der nach Asien unterwegs ist, eine Zwischenlandung und einen vierstündigen Aufenthalt am Flughafen. Selbstverständlich nutzen sie diese seltene Gelegenheit für ein Treffen, auch wenn es für Professor Konfusi eine Anreise von einer Zugstunde bedeutet. „Du solltest dein Handy mitnehmen“, schlägt Frau Konfusi am Vorabend vor. „Muss das sein? Du weißt doch, dass ich mit diesem Ding auf Kriegsfuß stehe“, erklärt er ihr. „Und was machst du, wenn dein Zug Verspätung hat und du mit Uli Kontakt aufnehmen willst?“, versucht Frau Konfusi ihrem Gatten die Notwendigkeit der Mitnahme zu verdeutlichen. „Na gut, du hast wie immer recht, man kann ja nie wissen, wie man es gebrauchen kann. Allerdings muss ich mein Handy erst einmal suchen. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich es hingelegt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Konfusi ist auf dem Weg zu einem Freund. Sie kennen sich schon seit vielen Jahrzehnten. Obwohl das Leben sie in verschiedene Richtungen geschickt hat, sowohl beruflich als auch geografisch gesehen, haben sie sich nie aus den Augen verloren. Sie hegen zwar einen lockeren, aber regelmäßigen Kontakt.</strong></p>
<p><span class="dropcap">H</span>eute hat sein Freund Uli, der nach Asien unterwegs ist, eine Zwischenlandung und einen vierstündigen Aufenthalt am Flughafen. Selbstverständlich nutzen sie diese seltene Gelegenheit für ein Treffen, auch wenn es für Professor Konfusi eine Anreise von einer Zugstunde bedeutet.<br />
„Du solltest dein Handy mitnehmen“, schlägt Frau Konfusi am Vorabend vor.<br />
„Muss das sein? Du weißt doch, dass ich mit diesem Ding auf Kriegsfuß stehe“, erklärt er ihr.<br />
„Und was machst du, wenn dein Zug Verspätung hat und du mit Uli Kontakt aufnehmen willst?“, versucht Frau Konfusi ihrem Gatten die Notwendigkeit der Mitnahme zu verdeutlichen.<br />
„Na gut, du hast wie immer recht, man kann ja nie wissen, wie man es gebrauchen kann. Allerdings muss ich mein Handy erst einmal suchen. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich es hingelegt habe.“<br />
Professor Konfusi verschwindet in seinem Arbeitszimmer und sucht verzweifelt sein Handy. Nach über einer halben Stunde erscheint er freudestrahlend und verkündet, dass er es im Aktenschrank in der hintersten Ecke gefunden hat.<br />
„Der Akku ist leer, aber das Aufladekabel ist spurlos verschwunden“, gesteht er seiner Frau und hofft insgeheim das leidige Thema damit beendet zu haben. Doch er hat nicht mit Raffinesse seiner Frau gerechnet.<br />
„Na, dann nimm dieses hier, das passt auch“, lässt Frau Konfusi den Versuch einer Ausrede nicht gelten und reicht ihm ihr Aufladekabel.<br />
So verlässt Professor Konfusi bewaffnet mit seinem alten Handy in der Jackentasche am nächsten Morgen das Haus, um mit dem Taxi zum Bahnhof zu fahren.<br />
Kaum ist der ältere Herr mit dem Taxi um die Ecke gebogen, entdeckt Frau Konfusi auf dem Gaderobenschrank in der Diele einen Zettel mit der Handynummer von Uli.<br />
„Verflixt“, denkt sie. „Wie ich meinen Göttergatten kenne, hat er doch bestimmt die Nummer nicht in seinem Handy abgespeichert.“<br />
Frau Konfusi greift zu ihrem Handy und ruft ihren Mann an.<br />
„Ich könnte wetten, dass er nicht ran geht“, überlegt sie und muss sich auch schon sehr bald eingestehen, dass sie diese Wette gewonnen hätte.<br />
Eineinhalb Stunden später klingelt ihr Handy und das Display zeigt den Namen ihres Mannes an.<br />
„Hallo mein Schatz. Ich habe die Telefonnummer von Uli überhaupt nicht. Kannst du sie mir mal durchgeben. Wahrscheinlich liegt der Zettel noch irgendwo rum.“<br />
„Hast du sie denn nicht abgespeichert?“<br />
„Das ist mir zu umständlich gewesen. Wenn du den Zettel findest, dann schick mir einfach eine Sms.“<br />
„Das habe ich schon längst gemacht, nachdem ich dich vergeblich versucht habe zu erreichen.“<br />
„Ach, das habe ich gar nicht gehört und die Sms habe ich auch noch nicht gelesen. Ich schau gleich mal nach.“<br />
Kaum ist das Gespräch beendet, klingelt das Handy von Frau Konfusi wieder und zeigt den Namen ihres Gatten an. Sie nimmt das Gespräch sofort an, kann aber nur sehr seltsame Geräusche vernehmen.<br />
„Hallo?!“, ruft sie fragend.<br />
„Krrkrrrkrr!“, sind die einzigen Laute, die sie hört.<br />
Immer wieder nur:<br />
„Krrkrrrkrr!“<br />
Und wieder:<br />
„Krrkrrrkrr!“<br />
Aus Erfahrung weiß Frau Konfusi diese Geräusche jedoch zu deuten.<br />
„Typisch“, denkt sie. „Er telefoniert schon wieder aus der Hosentasche. Keine Ahnung, wie er das anstellt, aber wenn er ein Gespräch beendet hat und das Handy wieder in die Jacken- oder Hosentasche steckt, erfolgt ein erneuter Anruf.“<br />
Professor Konfusi allerdings ist überrascht als er sein Handy aus der Tasche zieht und die Telefonnummer seiner Frau sieht.<br />
&#8222;Hast du angerufen?&#8220;, erkundigt er sich sofort bei einem Rückruf.<br />
&#8222;Ich, nein du!&#8220;, lautet die Antwort seiner Frau.<br />
„Ich hasse diese Handys&#8220;, verteidigt er sich. &#8222;Sie machen nie das, was ich will, sondern verselbständigen sich immer irgendwie. Ich glaube ganz sicher, dass sie ein Eigenleben führen.“<br />
Nachdem er mit seinem Freund Uli telefoniert und einen Treffpunkt vereinbart hat, ist für den älteren Herrn das Handy eindeutig unnötig. Also überlegt er sich das verhasste kleine Ding in seinen kleinen Trolley zu verbannen. Dabei kommt er scheinbar mit dem Finger auf eine der Funktionen, denn plötzlich meldet sich Siri zu Wort:<br />
„Wie kann ich behilflich sein?“, erkundigt sie sich.<br />
„Gar nicht!“, entfährt es Professor Konfusi leicht verärgert.<br />
„Habe ich richtig verstanden? Du sagtest: ‚Gar nicht!?‘“<br />
Der ältere Herr lässt seinen Zeigefinger erfolglos über das Display gleiten, entscheidet sich dann jedoch das Handy kurzerhand auszuschalten, damit Siri endlich verstummt.<br />
Jetzt hat er allerdings ein Problem, denn um das nervende Gerät wieder einzuschalten, benötigt er seine PIN.<br />
„Meine Frau wüsste jetzt die notwendige Ziffernfolge, aber sie ist ja nicht hier. Ich kann und will mir diese Zahlenkombinationen nicht merken. Es gibt wichtigere Dinge, mit denen sich mein Gehirn beschäftigen kann“, sagt er im Stillen zu sich selbst.<br />
Zum Glück fällt ihm ein, dass in seiner Geldbörse ein kleiner Zettel sein muss, auf dem er irgendwann einmal vor längerer Zeit diese benötigte Nummer notiert hat. Den Zettel findet er auch, allerdings sind die Zahlen kaum noch erkennbar.<br />
„Ist das jetzt eine 3 oder eine 8? Oder vielleicht doch eine 9?“ Professor Konfusi versucht sich zu erinnern. „Eine 6 könnte es natürlich auch sein.“<br />
Am liebsten würde Professor Konfusi das verflixte Ding in die Ecke schmeißen, aber er hat seiner Frau versprochen, das Handy angeschaltet zu lassen. Er weiß, dass er jetzt nur drei Versuche hat, dann hat er die Möglichkeiten verspielt, dieses Telefon wieder in Gang zu setzen. Seine Super PIN kennt er nämlich erst recht nicht. So versucht er sein Glück und tatsächlich beim letzten Versuch klappt es und das Handy ist wieder nutzbar. Aufatmend steckt er es in seine Manteltasche.<br />
„Diese Dinger taugen einfach nichts. Man hat nur Ärger mit ihnen. Früher hatte wir so etwas auch nicht und sind dabei ganz gut über die Runden gekommen“, sagt er später zu Uli. Doch sein Freund kann ihn diesbezüglich gar nicht verstehen. Er besitzt das modernste und wohl auch teuerste Handy, das zur Zeit auf dem Markt ist und ist ein absoluter Fan der modernen Medien und Kommunikationsmittel.<br />
„Ich möchte nicht mehr darauf verzichten. Mit diesem kleinen Gerät bin ich immer und nahezu überall erreichbar und kann mit der Welt kommunizieren. Das ist doch fantastisch“, schwärmt er Professor Konfusi vor.<br />
Die beiden Freunde verleben ein paar wirklich nette Stunden miteinander, ehe sie sich wieder trennen müssen und jeder seines Weges geht. Während der eine in seinen Flieger steigt, das Land verlässt und in die große weite Welt reist, eilt der andere zum Zug, um wieder nach Hause zu fahren.<br />
„Wir bleiben in Verbindung!“, ruft Uli noch zum Abschied und hält sein Handy hoch.<br />
„Siehst du“, sagt seine Frau am Abend, „dein Freund ist viel fortschrittlicher als du. Vielleicht solltest du dir doch angewöhnen dein Handy immer dabei zu haben. Nur anschalten und aufladen musst du es eben auch.“<br />
„Naja“ zuckt Professor Konfusi mit den Schultern. „Es gibt Dinge, die sind mir irgendwie sympathischer als ein Handy.“<br />
„Ach, so ein Teufelswerkzeug ist es nun auch wieder nicht. Gib es doch gleich mal her, damit ich es für dich aufladen kann“, schlägt sie ihm vor.<br />
Jetzt beginnt Professor Konfusi seine Taschen zu durchsuchen. Weder in seiner Hosen-, noch in seiner Jackentasche steckt das Handy. Auch im Trolley liegt es nicht.<br />
„Überleg doch mal genau, wann du es zuletzt hattest“, versucht Frau Konfusi ihren Mann auf die Sprünge zu helfen.<br />
„Mmmh?! Ich glaube, als du mich angerufen hast und mich gefragt hast, ob ich bald zu Hause bin.“<br />
„Aber da standest du doch schon direkt vor dem Haus. Dann kann es ja nicht weit sein.“<br />
„Oh, oh!“, entfährt es Professor Konfusi. Er schlägt sich erst gegen die Stirn und dann presst er entsetzt die Hand auf seinen Mund.<br />
„Was ist los?“, will jetzt seine Frau wissen.<br />
„Ich fürchte, mein Handy geht gerade auf Reisen.“<br />
Weil er den verständnislosen Blick seiner Frau sieht, fügt er erklärend hinzu:<br />
„Als du mich angerufen hast, bin ich gerade aus dem Taxi gestiegen.“<br />
Seine Frau nickt bestätigend.<br />
„Ich musste nur noch bezahlen. Und damit ich die Hand frei hatte, um das Geld aus meinem Portemonnaie zu holen, haben wir das Gespräch beendet.“<br />
„Und du hast das Handy schnell in deine Jackentasche gesteckt“, schlussfolgert seine Gattin.„Mmh, naja, so was Ähnliches. Allerdings glaube ich, dass sich die Sache mit dem Handy jetzt wohl endgültig erledigt hat.“<br />
Still und leise grinst er vor sich hin.<br />
&#8222;Jetzt sag nicht, dass es im Taxi liegt!?&#8220;, befürchtet seine Frau.<br />
„Nein, nein!&#8220;, widerspricht Professor Konfusi sofort, fügt allerdings noch ein Geständnis hinzu:<br />
&#8222;Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich das verflixte Ding auf das Autodach gelegt habe….“</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Die Weigerung</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/die-weigerung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Sep 2017 22:22:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Brückentag]]></category>
		<category><![CDATA[Freund]]></category>
		<category><![CDATA[taub]]></category>
		<category><![CDATA[Waschlappen]]></category>
		<category><![CDATA[Weigerung]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist unser letzter Urlaubstag und wir haben gerade das Abendessen eingenommen. Da wir uns angewöhnt haben anschließend noch einen kleinen Verdauungsspaziergang zu machen, schlendern wir die Uferpromenade entlang. Wir plaudern über dies und das und schließlich stellt mein Mann mir eine Frage: „Wirst Du zu ihr gehen, wenn wir wieder daheim sind?“ „Zu wem soll ich gehen?“, erkundige ich mich stirnrunzelnd. „Na, Du weißt schon. Zu ihr gehst du doch immer gleich, wenn wir wieder zurück sind.“ „Nein!“, gebe ich ihm sehr deutlich zu verstehen. „Sie wird dich vermissen!“, gibt er zu bedenken. „Na und, ich aber sie nicht! Ich habe mir vorgenommen erst drei Tage abzuwarten und dann könnte ich es mir vielleicht noch überlegen, was ich tue.“ „Das nimmst Du Dir doch immer vor und außerdem ändert es an der ganzen Sache rein gar nichts.“ „Da bin ich zwar anderer Meinung“, gebe ich meinem Göttergatten zu verstehen. „Aber warten wir es mal ab. Lass uns den letzten Urlaubsabend noch genießen, alles andere kommt später dran.“ Unsere Unterhaltung diesbezüglich wird an dieser Stelle &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist unser letzter Urlaubstag und wir haben gerade das Abendessen eingenommen. Da wir uns angewöhnt haben anschließend noch einen kleinen Verdauungsspaziergang zu machen, schlendern wir die Uferpromenade entlang. Wir plaudern über dies und das und schließlich stellt mein Mann mir eine Frage:</strong><br />
<span class="dropcap">„W</span>irst Du zu ihr gehen, wenn wir wieder daheim sind?“<br />
„Zu wem soll ich gehen?“, erkundige ich mich stirnrunzelnd.<br />
„Na, Du weißt schon. Zu ihr gehst du doch immer gleich, wenn wir wieder zurück sind.“<br />
„Nein!“, gebe ich ihm sehr deutlich zu verstehen.<br />
„Sie wird dich vermissen!“, gibt er zu bedenken.<br />
„Na und, ich aber sie nicht! Ich habe mir vorgenommen erst drei Tage abzuwarten und dann könnte ich es mir vielleicht noch überlegen, was ich tue.“<br />
„Das nimmst Du Dir doch immer vor und außerdem ändert es an der ganzen Sache rein gar nichts.“<br />
„Da bin ich zwar anderer Meinung“, gebe ich meinem Göttergatten zu verstehen. „Aber warten wir es mal ab. Lass uns den letzten Urlaubsabend noch genießen, alles andere kommt später dran.“<br />
Unsere Unterhaltung diesbezüglich wird an dieser Stelle abgebrochen, weil wir soeben ein kleines Eiscafe entdecken. Es zieht uns magisch an und wir gönnen uns zum krönenden Abschluss unseres schönen und erholsamen Urlaubs jeder eine Kugel Eis. Während ich mich für eine Eiswaffel entscheide, nimmt mein Mann einen Becher. Das ist auch gut so, denn er hat ein helles Poloshirt an, das sonst bestimmt einen Fleck abbekommen würde. Obwohl, der Becher ist viel zu klein für diese Riesenkugel und schon tropft es am Becherrand entlang und dann nach unten. Dieses Mal hat Peter noch Glück gehabt, das geschmolzene Eis fällt auf seinen Schuh und lässt sich einfach mit der Papierserviette wegwischen.<br />
Wie jeder weiß, vergehen die letzten Urlaubsstunden viel zu rasch und im Nu sitzt man im Flieger. Wir beschließen bei der Landung noch einen Tag in Berlin zu bleiben und am nächsten Tag dort die IGA zu besuchen. Ich mag diesen Verlängerungstag, denn er erleichtert irgendwie die Rückkehr. Man kann sich ganz langsam an das Gefühl gewöhnen wieder im Alltag angekommen zu sein. Es ist so eine Art Brückentag, der den Urlaub langsam ausklingen und den Alltag behutsam beginnen lässt. Bilde ich mir zumindest ein.<br />
„Es ist wie eine kleine Galgenfrist“, gebe ich meinem Peter zu verstehen.<br />
„So langsam glaube ich, Du willst Dich nur um den Besuch bei ihr herumdrücken“, teilt er mir seine Vermutung mit einem schelmischen Grinsen mit.<br />
„Jetzt hör endlich auf!“, sage ich leicht erbost. „Warum besuchst Du sie eigentlich nicht ?!“<br />
„Ganz einfach!“, folgt die Erklärung. „Weil ich dies seit Jahren aus gutem Grund schon nicht mehr tue. Und das werde ich auch jetzt nicht ändern. Basta!“<br />
Nach diesem eindeutigen Statement nimmt mich mein Mann an der Hand und fordert mich auf: „Komm, lass uns dort drüben einen Kaffee trinken. Bestimmt haben sie auch ein Stückchen Kuchen für uns.“<br />
Alles hat einmal ein Ende, so auch unser Verlängerungstag. Zu Hause angekommen, stellen wir die Koffer im Hauswirtschaftsraum ab und fallen müde ins Bett.<br />
Am nächsten Morgen höre ich sie schon vor dem Aufstehen nach mir rufen. Ich versuche sie zu ignorieren. Aber ihr Rufen wird immer lauter:<br />
„Astrid, wo bleibst Du denn? Komm her zu mir!“<br />
„Nein, ich will nicht“, gebe ich ihr zu verstehen.<br />
„Warum denn nicht, ich bin doch Dein Freund und Helfer!“, klingt es zu mir zurück.<br />
„Pah! Du und mein Freund! Nein, Du weißt genau, dass Du mein Feind bist.“<br />
„Das ist aber ungerecht. Und nur weil ich Dir immer die Wahrheit sage!“, gibt sie mir leicht geknickt zu verstehen.<br />
Ich will das alles nicht hören, drehe mich noch einmal um und halte mir die Ohren zu.<br />
Mein Mann ist jetzt auch wach. Verschlafen will er wissen, was mit mir los ist.<br />
„Sie ruft doch schon wieder nach mir. Und das in voller Lautstärke. Hörst Du sie denn nicht?“<br />
„Auf dem Ohr bin ich ziemlich taub, das weißt Du doch. Aber wenn Du sie zum Schweigen bringen willst, dann gib doch einfach nach und geh zu ihr hin. Soll ich mitgehen?“<br />
„Nein!“, beschließe ich. „Ich gehe alleine in die Höhle des Löwen, das stehe ich schon durch.“<br />
Zunächst bin ich noch etwas zögerlich, doch dann schwinge ich fest entschlossen die Beine aus dem Bett, begebe mich nach nebenan und lasse die Tür in die Klinge fallen.<br />
„Ich bin ja schon da“, sage ich mürrisch. „Jetzt hör endlich auf nach mir zu rufen!“<br />
Anscheinend versucht mein Mann zu lauschen, denn ich ich bemerke, wie sich hinter mir leicht die Tür wieder öffnet. Drei Sekunden später steht er hinter mir, möglicherweise um mir den Rücken zu stärken. Vielleicht aber auch nur aus Neugierde.<br />
„Und? Was sagt sie?“, will er wissen.<br />
„Nichts! Rein gar nichts!“<br />
„Das kann ja wohl nicht sein!“, wundert sich Peter.<br />
„Doch! Sie ist einfach nur sprachlos!“<br />
„Na, da werde ich Dir heute Abend mal eine neue Batterie für Deine Waage mitbringen“, grinst mein Mann. „Soll ich auch noch eine Pizza mitbringen?“<br />
Genau in diesem Moment fliegt ihm ein nasser Waschlappen entgegen.</p>
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