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	<title>Kurzgeschichten &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Das neue Jahr hat begonnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jan 2026 10:32:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Blatt]]></category>
		<category><![CDATA[glücklich]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbar]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich frage mich: „Was ist heute hier los? Es sind so viele Menschen unterwegs und alle trampeln sie auf der Wiese mit gesenktem Kopf herum. Sind sie nicht ganz bei Sinnen oder ist das eine Versammlung aller trauriger Menschen? Eine von beiden Möglichkeiten muss es ja wohl sein, denn sonst würden sie nicht mit gesenktem Kopf umherlaufen. Ich tippe auf Traurigkeit.“ Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich nicht leise gedacht, sondern vor mich her gemurmelt habe. Erst als mein Nachbar sich ebenfalls verwundert äußert, höre ich mich selbst sprechen. „Ich dachte zuerst, sie schauen wie gewöhnlich auf ihre Handys, aber seltsamerweise ist das nicht der Fall“, meint er . „Vielleicht hast du recht und sie sind traurig.“ „Ach Quatsch!“, mischt sich plötzlich die eitle Nachbarin von der gegenüberliegenden Seite ein. „Sie suchen mich!“ „Dich?“, rufen mein Nachbar und ich gleichzeitig fragend aus.  „Selbstverständlich!“, sagt sie voller Inbrunst. „Wen sollten sie sonst suchen? Euch ganz bestimmt nicht!“ „Kannst du mir mal verraten, woher du diese Selbstsicherheit nimmst?“ frage ich sie.  „Weil ich etwas Besonderes bin!“ &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich frage mich: „Was ist heute hier los? Es sind so viele Menschen unterwegs und alle trampeln sie auf der Wiese mit gesenktem Kopf herum. Sind sie nicht ganz bei Sinnen oder ist das eine Versammlung aller trauriger Menschen? Eine von beiden Möglichkeiten muss es ja wohl sein, denn sonst würden sie nicht mit gesenktem Kopf umherlaufen. Ich tippe auf Traurigkeit.“</p>
<p>Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich nicht leise gedacht, sondern vor mich her gemurmelt habe. Erst als mein Nachbar sich ebenfalls verwundert äußert, höre ich mich selbst sprechen.</p>
<p>„Ich dachte zuerst, sie schauen wie gewöhnlich auf ihre Handys, aber seltsamerweise ist das nicht der Fall“, meint er . „Vielleicht hast du recht und sie sind traurig.“</p>
<p>„Ach Quatsch!“, mischt sich plötzlich die eitle Nachbarin von der gegenüberliegenden Seite ein. „Sie suchen mich!“</p>
<p>„Dich?“, rufen mein Nachbar und ich gleichzeitig fragend aus.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Selbstverständlich!“, sagt sie voller Inbrunst. „Wen sollten sie sonst suchen? Euch ganz bestimmt nicht!“</p>
<p>„Kannst du mir mal verraten, woher du diese Selbstsicherheit nimmst?“ frage ich sie.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Weil ich etwas Besonderes bin!“</p>
<p>„Aha!?“, äußere ich mich kurz und knapp.</p>
<p>„Und weil alle sich freuen, wenn sie so ein Exemplar wie mich finden!“</p>
<p>„Ja, ja..“, meint mein Nachbar. „Ich wusste schon immer, dass du besonders bist!“</p>
<p>Als sich die Nachbarin stolz ein bisschen hin und her bewegt, erklärt er weiter:</p>
<p>„…nämlich besonders eingebildet!“</p>
<p>Sichtbar beleidigt dreht sich die Nachbarin nun zur Seite und schweigt.</p>
<p>Aber auch ich und mein Nachbar sind jetzt ganz still, denn die Menschen kommen in unsere Richtung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Hier sind ganz viele!“, ruft ein kleiner Junge aus und kommt an der Hand seiner Oma auf uns zu.</p>
<p>Er bleibt vor uns stehen und betrachtet uns liebevoll eine ganze Weile. In seinem Blick liegt eine Art Zärtlichkeit, die Wärme in diese kalte Jahreszeit bringt. Der eisige Wind kann mir plötzlich nichts mehr anhaben, denn der Junge beugt sich zu mir hinab und ich spüre, wie seine Hände schützend nach mir greifen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Das schenke ich dir, Oma!“, sagt der Junge und legt mich in die Hand der älteren Frau. „Das soll dir im neuen Jahr und immer Glück bringen!“</p>
<p>„Nur vierblättrige Kleeblätter wie ich eines bin, bringen Glück!“, vernehme ich die eitle Nachbarin, aber niemand außer mir hört sie.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Doch ich lausche der Stimme der Oma, die an ihren Enkel gerichtet ist:</p>
<p>„Alle glauben, dass nur vierblättrige Kleeblätter Glück bringen, aber ich glaube, dass auch dreiblättrige Kleeblätter, die mit Liebe und guten Wünschen verschenkt werden, diese wunderbare Macht besitzen. Man muss nur daran glauben. Und das tue ich und danke dir sehr dafür!“</p>
<p>Zärtlich streichelt sie über den Kopf ihres Enkelsohns, lächelt ihn an und dieser strahlt zurück.</p>
<p>„Jetzt habe ich gleich zwei Menschen glücklich gemacht“, denke ich. „Ich bin zwar nur ein dreiblättriges Kleeblatt, aber trotzdem ein Glücksbringer!“ Auch ich bin glücklich!!!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In diesem Sinne wünsche ich euch allen:</p>
<p>Viel Glück im Neuen Jahr</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Es ist im Leben nicht immer einfach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 11:57:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Aktie]]></category>
		<category><![CDATA[einfach]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Schuhschrank]]></category>
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					<description><![CDATA[„Mich kennt eigentlich jeder, aber trotzdem werde ich nicht gewürdigt. Deshalb muss ich meinen Frust an dieser Stelle einmal loswerden: Ach Leute, ich kann euch sagen, mein Leben ist echt nicht leicht. Immerzu in Bereitschaft zu sein, kann ganz schön an die Substanz gehen. Und trotzdem erfährt man wenig Dank dafür. Aber ich weiß, meine Zeit wird kommen und dann werden alle meine Hilfe benötigen. Solange muss ich noch warten.  Gerade eben haben sie mich einfach in dem Cafe um die Ecke stehen gelassen. Mit ein bisschen Glück fällt es ihnen wieder ein. Wenn nicht, dann muss ich eben warten, warten, warten. Irgendwann werden sie schon kommen. Im Grunde genommen kann es nicht mehr allzu lange dauern, denn meine Lieblingsjahreszeit naht mit großen Schritten. Auch wenn es momentan nicht danach aussieht, das Blatt wird sich wenden. Alle, die mich momentan keines Blickes würdigen, werden hilfesuchende Blicke nach mir werfen. Dann stehe ich wieder hoch im Kurs. Meine Aktie steigt sozusagen, um es einmal plakativ auszudrücken. Das ist dann meine Zeit. Ich habe gewissermaßen Hauptsaison.  „Aber &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Mich kennt eigentlich jeder, aber trotzdem werde ich nicht gewürdigt. Deshalb muss ich meinen Frust an dieser Stelle einmal loswerden:</p>
<p>Ach Leute, ich kann euch sagen, mein Leben ist echt nicht leicht. Immerzu in Bereitschaft zu sein, kann ganz schön an die Substanz gehen. Und trotzdem erfährt man wenig Dank dafür. Aber ich weiß, meine Zeit wird kommen und dann werden alle meine Hilfe benötigen. Solange muss ich noch warten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Gerade eben haben sie mich einfach in dem Cafe um die Ecke stehen gelassen. Mit ein bisschen Glück fällt es ihnen wieder ein. Wenn nicht, dann muss ich eben warten, warten, warten. Irgendwann werden sie schon kommen.</p>
<p>Im Grunde genommen kann es nicht mehr allzu lange dauern, denn meine Lieblingsjahreszeit naht mit großen Schritten. Auch wenn es momentan nicht danach aussieht, das Blatt wird sich wenden. Alle, die mich momentan keines Blickes würdigen, werden hilfesuchende Blicke nach mir werfen. Dann stehe ich wieder hoch im Kurs. Meine Aktie steigt sozusagen, um es einmal plakativ auszudrücken. Das ist dann meine Zeit. Ich habe gewissermaßen Hauptsaison.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Aber wenn ihr mich einfach in der Ecke stehen lasst, unbeachtet wohlgemerkt. Und dann soll ich plötzlich zur Stelle sein. Pah!!! So geht das nun auch wieder nicht.</p>
<p>Ihr wisst, ich helfe gerne, aber man sollte mir schon eine gewisse Beachtung schenken. Ihr müsst ja nicht vor Dankbarkeit in die Knie gehen…. Ach, was rede ich da. Es ist doch immer Dasselbe. Jahr für Jahr. Solange ich denken kann.</p>
<p>Ihr wisst noch immer nicht, wer ich bin? Na, das wundert mich nicht. Ihr seid einfach vergesslich. Das zeigt sich auch in einigen Aussagen, die ihr über mich macht.“</p>
<p>„Ich frage mich, wo er schon wieder ist. Wenn man ihn braucht, ist er nicht da. Immerzu ist er verschwunden und ich muss ihn suchen“, Inge ist verzweifelt. „Ich habe ihn doch neulich erst mitgenommen. Da habe ich ihn nicht gebraucht. Obwohl im Radio eindringlich zur Mitnahme geraten wurde. Wo war das nur?“</p>
<p>„Das kenne<span class="Apple-converted-space">  </span>ich“, bekräftigt sie ihre Freundin Mathilda. „Ich nehme ihn meistens dann mit, wenn ich ihn nicht brauche. Und wenn ich ihn tatsächlich bauchen würde, dann befindet er sich zu Hause oder im Auto oder sonst wo. Nur nicht da, wo ich gerade bin.“</p>
<p>Mathilda kramt gedankenverloren in ihrer großen Umhängetasche.</p>
<p>„Juhu! Ich habe ihn dabei! Ausnahmen bestätigen die Regel!“, ruft sie plötzlich aus und zaubert ihn aus ihrer Tasche. „Wir können gehen“, richtet sie sich an ihre Freundin und öffnet die Haustür.</p>
<p>„Da siehst du es!“ Inge ist verwundert, aber fühlt sich auch gleichzeitig bestätigt. „War nicht vor fünf Minuten noch der reinste Wolkenbruch? Und jetzt ist strahlender Sonnenschein. Schau dir nur mal den wunderschönen Regenbogen an!“</p>
<p>Achtlos legt Mathilda den Knirps auf den Schuhschrank, zieht die Haustür zu und bricht mit Inge, die geschwind noch abschließt, zu einem Spaziergang auf.</p>
<p>Eine halbe Stunde später flüchten sich die beiden Freundinnen völlig durchnässt und mit klitschnassen Haare in das Cafe um die Ecke.</p>
<p>„Hallo!“, rufe ich, doch es hört mich niemand, denn mein Ruf geht in einem lauten Donner unter.</p>
<p>Doch dieses Mal habe ich Glück, denn nicht nur am Himmel zeigen sich die Blitze, sondern auch Inges Gedächtnis wird von einem Geistesblitz durchzogen.</p>
<p>„Jetzt weiß ich wieder, wo ich meinen Schirm hingestellt habe“, erklärt Inge und deutet auf den Schirmständer hinten in der Ecke.</p>
<p>„Neues Spiel!“, denke ich einerseits erfreut und anderseits erwartungsvoll, als die beiden Freundinnen nach dem Gewitter das Cafe wieder verlassen. Diesmal darf ich dabei sein, komme aber nicht zum Einsatz. Aber der Herbst naht und damit steigt die Nachfrage nach mir!!!!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/das-blau-des-himmels-2/">Das Blau des Himmels</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/stock-und-weisser-bart/">Stock und weißer Bart</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/mister-tremblehand/">Mister Tremblehand</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Der Junge mit der Flöte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Aug 2024 18:02:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Fee]]></category>
		<category><![CDATA[Junge]]></category>
		<category><![CDATA[mitnehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Wagen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wo und wann ich geboren bin, weiß ich nicht. Man hat mir allerdings erzählt, dass ich aus dem ehemaligen Sudetenland stamme. Manchmal tauchen in meinem Kopf und in meinen Träumen Bilder auf, die ich allerdings nicht wirklich zuordnen kann. Ich schiebe sie weg, denn ich will mich nicht damit belasten.  Meine ersten wirklichen Erinnerungen reichen nur ungefähr bis zu meinem zehnten Lebensjahr zurück (ich kann mein Alter ja eigentlich nur schätzen). Damals fand ich auf der Straße eine alte Flöte. Ich hob sie auf und probierte ihr Töne zu entlocken.  Sie funktionierte und meine Finger wanderten wie von selbst über die Löcher und entlockten dem Musikinstrument die schönsten Töne, die sich zu wunderbaren Liedern aneinanderreihten. Es war, als hätte ich nie etwas anderes getan als Flöte zu spielen.  Vorbeieilende Menschen, deren trauriger Blick nach unten gesenkt war, hoben die Köpfe, blieben stehen und ich sah, wie ein kurzes Lächeln ihr Gesicht erhellte. Mein Spiel schien ihnen für einen Moment ein bisschen Freude zurückzubringen und das bereitete auch mir ein Glücksgefühl. Manche kamen nach einer Weile &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wo und wann ich geboren bin, weiß ich nicht. Man hat mir allerdings erzählt, dass ich aus dem ehemaligen Sudetenland stamme. Manchmal tauchen in meinem Kopf und in meinen Träumen Bilder auf, die ich allerdings nicht wirklich zuordnen kann. Ich schiebe sie weg, denn ich will mich nicht damit belasten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Meine ersten wirklichen Erinnerungen reichen nur ungefähr bis zu meinem zehnten Lebensjahr zurück (ich kann mein Alter ja eigentlich nur schätzen). Damals fand ich auf der Straße eine alte Flöte. Ich hob sie auf und probierte ihr Töne zu entlocken.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Sie funktionierte und meine Finger wanderten wie von selbst über die Löcher und entlockten dem Musikinstrument die schönsten Töne, die sich zu wunderbaren Liedern aneinanderreihten. Es war, als hätte ich nie etwas anderes getan als Flöte zu spielen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Vorbeieilende Menschen, deren trauriger Blick nach unten gesenkt war, hoben die Köpfe, blieben stehen und ich sah, wie ein kurzes Lächeln ihr Gesicht erhellte. Mein Spiel schien ihnen für einen Moment ein bisschen Freude zurückzubringen und das bereitete auch mir ein Glücksgefühl. Manche kamen nach einer Weile zurück und brachten mir einen Becher warmes Wasser oder ein kleines Stückchen Brot.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Doch ich konnte nie lange an einem Ort verweilen, denn in diesen Zeiten war man nirgends sicher. Doch dann entdeckte ich einen Platz, der für mich lange Zeit ein Stückchen Heimat und damit verbunden auch Sicherheit war. Ich fand ein abgelegenes altes Bauernhaus und eine verfallene Scheune, in der tatsächlich noch ein paar Hühner waren. Ich fragte mich, ob dort noch Menschen lebten. Allerdings zog ich es vor, mich etwas abseits auf einen alten umherstehenden hölzernen Handwagen zu setzen und mich meinem Flötenspiel zu widmen. Dieser Wagen diente mir nicht nur als Sitzgelegenheit, sondern auch als Bett.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Tage und die Nächte wurden langsam kühler. Der Sommer war vorbei. Noch reichte meine alte Jacke aus, um mich zu wärmen. Doch ich sorgte mich, wie ich den herannahenden Winter überstehen sollte.</p>
<p>Dort in der Nähe des alten Bauernhauses erlebte ich seltsame Dinge und fühlte mich gleichzeitig wie im Märchen. Wenn meine Finger vom Flötenspiel müde wurden und der Schlaf mich übermannte, sank ich auf mein Lager nieder. Seltsamerweise fror ich in keiner der Nächte. Sollte die gute Fee aus einem der alten Märchen mir eine wärmende Decke übergelegt haben? Jeden Morgen wenn ich erwachte, war ich gut zugedeckt und neben mir lagen Brot und ein gekochtes Ei. Ich fragte mich, ob ich schlief und träumte oder wach war.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Abends, wenn ich von meinem Streifzug zurückkam, war der hölzerne Wagen leer, &#8211; weder Decke noch Nahrung waren irgendwo zu sehen. Ich beschloss eines Nachts wach zu bleiben, was gar nicht so einfach war. Erst nach mehrmaligen Versuchen gelang es mir und ich sah sie:</p>
<p>Eine alte Frau kam aus der Tür des Bauernhauses zu mir herübergeschlichen. Sie deckte mich vorsichtig mit einer Decke zu, strich mir zärtlich über den Kopf und stellte einen Teller mit Brot und Ei neben mich. Ich öffnete Augen und Mund und wollte etwas sagen, doch sie legte ihren Zeigefinger über meinen Mund und signalisierte mir zu schweigen. Nochmals streichelte sie mir über den Kopf und verschwand in der Dunkelheit. Kurz danach hörte ich das leise Zuklappen der Haustür des Bauernhauses.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>So ging es nun Nacht für Nacht. Inzwischen war der Winter vorbei und der Frühling kam ins Land.</p>
<p>Doch eines Nachts kam sie nicht mehr und in den folgenden Nächten auch nicht. Nie mehr …</p>
<p>Inzwischen, so sagt man, bin ich schon fast hundert Jahre alt. Auf dem hölzernen Wagen sitze ich noch immer, aber ich befinde mich nicht mehr in der Nähe des alten Bauernhauses. Ich bin nun in einem Schaufenster eines<span class="Apple-converted-space">  </span>Antiquitätengeschäfts in einer ostdeutschen Stadt. Ein Ehepaar besucht seit einigen Jahren des öfteren diese Stadt und kommt dann regelmäßig an dem Geschäft vorbei. Immer wieder stehen sie vor dem Schaufenster und werfen mir liebevolle Blicke zu. Ich mag sie und freue mich jedes Mal sie zu sehen. Ob sie mich eines Tages mitnehmen? Wer weiß?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/opa-heinrich/">Opa Heinrich</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/frau-froehlich-und-herr-trueb/">Frau Fröhlich und Herr Trüb</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/purzel/">Purzel</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Beim Zahnarzt</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/beim-zahnarzt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Aug 2024 21:25:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Anbau]]></category>
		<category><![CDATA[Bohrer]]></category>
		<category><![CDATA[Kaugummi]]></category>
		<category><![CDATA[Versehen]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnarzt]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine ziemlich lange Pause ist endlich vorbei. Nun werde ich wieder wie gewohnt in regelmäßigen Abständen Geschichten aus dem Leben einstellen. Ich hoffe, dass Ihr mich nicht ganz vergessen habt und ich euch mit meinen Geschichten erfreuen kann. Meine Blogrunden werde ich ebenfalls wieder drehen, das ist doch klar!!! Also jetzt geht es los: Wir sind gerade mit dem Auto unterwegs. Ich nehme einen Kaugummi aus der kleinen Plastikdose in der Mittelablage und frage meinen Mann, der am Steuer sitzt, ob er ebenfalls einen möchte. &#8222;Ja gerne&#8220;, antwortet dieser und hält mir seine geöffnete Hand entgegen, &#8222;aber bitte gleich drei oder vier Stück.&#8220; &#8222;Na, das ist dann der Rest und wir müssen wieder welche beschaffen. Am besten gleich zwei Dosen mit Kaugummidragees bei deinem Verbrauch,&#8220; versuche ich ihm zu vermitteln, dass man auch weniger nehmen kann. &#8222;Ich brauche jetzt gerade mal so viele Kaugummis&#8220;, erklärt er mir und schiebt sich den Inhalt seiner mit Kaugummidragees gefüllten Hand in den Mund. &#8222;Aha!&#8220; &#8222;Mein Inlay scheint lose zu sein&#8220;, gibt er mir zu verstehen. &#8222;Na prima&#8220;, antworte &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meine ziemlich lange Pause ist endlich vorbei. Nun werde ich wieder wie gewohnt in regelmäßigen Abständen Geschichten aus dem Leben einstellen. Ich hoffe, dass Ihr mich nicht ganz vergessen habt und ich euch mit meinen Geschichten erfreuen kann. Meine Blogrunden werde ich ebenfalls wieder drehen, das ist doch klar!!! </strong><strong>Also jetzt geht es los:</strong></p>
<p>Wir sind gerade mit dem Auto unterwegs. Ich nehme einen Kaugummi aus der kleinen Plastikdose in der Mittelablage und frage meinen Mann, der am Steuer sitzt, ob er ebenfalls einen möchte.</p>
<p>&#8222;Ja gerne&#8220;, antwortet dieser und hält mir seine geöffnete Hand entgegen, &#8222;aber bitte gleich drei oder vier Stück.&#8220;</p>
<p>&#8222;Na, das ist dann der Rest und wir müssen wieder welche beschaffen. Am besten gleich zwei Dosen mit Kaugummidragees bei deinem Verbrauch,&#8220; versuche ich ihm zu vermitteln, dass man auch weniger nehmen kann.</p>
<p>&#8222;Ich brauche jetzt gerade mal so viele Kaugummis&#8220;, erklärt er mir und schiebt sich den Inhalt seiner mit Kaugummidragees gefüllten Hand in den Mund.</p>
<p>&#8222;Aha!&#8220;</p>
<p>&#8222;Mein Inlay scheint lose zu sein&#8220;, gibt er mir zu verstehen.</p>
<p>&#8222;Na prima&#8220;, antworte ich leicht sarkastisch. &#8222;Da ist Kaugummi genau richtig.&#8220;</p>
<p>&#8222;Ja klar oder denkst du ich will das Goldinlay aus Versehen verschlucken. So zieht der Kaugummi es raus und ich habe es!&#8220;</p>
<p>Gesagt, getan! Wir wickeln es in ein Papiertaschentuch, das immer  im Handschuhfach bereit liegt. So geht es zumindest nicht verloren.</p>
<p>Natürlich erzählt uns der Anrufbeantworter unserer Zahnärztin, dass die Praxis momentan geschlossen ist. Am nächsten Tag haben wir so viel um die Ohren, dass das im Auto sicher verwahrte Inlay vergessen ist. Dann ist Freitag, an dem Peter einen Termin für Montag ausmachen kann:</p>
<p>Heute ist es dann endlich soweit. Ich begleite meinen Mann zu besagtem Termin, da ich sowieso in der Stadt zu tun habe. Von der Dame an der Anmeldung wird er mit freundlichen Worten begrüßt:<br />
&#8222;Bei Ihnen geht es ja ganz flott. Das Einkleben dauert nicht lange, deshalb haben wir Sie schnell dazwischen geschoben!&#8220;</p>
<p>&#8222;Das Einkleben hat sich eigentlich erledigt&#8220;, erklärt mein Mann der erstaunten Angestellten. &#8222;Am Wochenende ist leider auch noch ein Stück vom Zahn abgebrochen.&#8220;</p>
<p>Da dies wohl jetzt eine größere Sache ist, die in Ordnung gebracht werden muss und mit Sicherheit nicht in die Terminplanung der Zahnärztin passt, ziehe ich es vor auf Peter zu warten. Bevor er ins Behandlungszimmer gerufen wird, fällt meinem Göttergatten noch eine kleine Familiengeschichte ein, die ich zwar vor Jahrzehnten schon mal gehört habe, aber trotzdem höre ich sie mir gerne nochmals an:</p>
<p>&#8222;Als ich noch ein Kind war, musste mein Vater&#8220;, so erzählt er mir, &#8222;mal dringend zum Zahnarzt und es musste gebohrt werden. Der bereits betagte Zahnarzt hatte scheinbar auch nicht gerade die modernsten Werkzeuge&#8230;&#8220;</p>
<p>&#8222;Oh Gott, das hört sich ja gruselig an!&#8220;, sage ich mit vorgehaltener Hand.</p>
<p>&#8222;Na warte mal ab&#8230;&#8220;,  erzählt er weiter. &#8222;Der Zahnarzt kannte meinen Vater und wusste, dass er Bauingenieur und Architekt war. Während der Behandlung berichtete der Arzt, dass er gerne einen Anbau machen wollte. Er plapperte fröhlich darauf los und bohrte und bohrte, während sein Patient schweigsam mit geöffnetem Mund mehr oder weniger zuhörte. Gerade als der Bohrer sich tiefer und tiefer in den Zahn versenkte, gab das Material nach. Allerdings nicht der Zahn, so wie es sein sollte, sondern der Bohrer. Dieser brach nämlich ab und somit steckte ein Teil im Zahn fest.&#8220;</p>
<p>&#8222;Aua!&#8220;, sage ich, denn allein diese Vorstellung beschert mir Zahnschmerzen, wenn auch nur imaginär.</p>
<p>&#8222;Wenn du jetzt denkst&#8220;, fuhr mein Mann fort, &#8222;dass der Zahnarzt sofort den Bohrer aus dem Zahn gezogen hat, dann irrst du dich gewaltig. Mein Vater musste mit dem im Zahn steckenden Bohrer in den Garten des Mediziners marschieren, sich die Pläne bezüglich des Anbaus nochmals und in aller Ausführlichkeit erläutern lassen und dessen so dringliche Fragen beantworten. Der Bohrer schien total vergessen, zumindest auf Seiten des Zahnarztes.&#8220;</p>
<p>&#8222;Ahhh! Schrecklich!!!&#8220;, kann ich gerade noch sagen, bevor mein Mann ins Behandlungszimmer gerufen wird und ich ihm insgeheim alles Gute wünsche. Zum Glück kommt er circa eine Viertelstunde später wieder gut gelaunt heraus und lässt sich die Folgetermine geben, ohne sich über einen abgebrochenen Bohrer zu beschweren oder eine Gartenbesichtigung machen zu müssen.</p>
<p>&#8222;Hat sich dein Vater dann eigentlich einen anderen Zahnarzt gesucht?&#8220;, frage ich noch leicht geschockt, doch die Antwort bleibt offen. Ich erhalte nur ein Schulterzucken und ein Grinsen.</p>
<p>Man könnte denken, die Geschichte sei erfunden, aber sie entspricht der Wahrheit und ist zu einem Teil unserer Familienüberlieferung geworden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/au-backe/">Au Backe</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-kleinen-beisserchen/">Die kleinen Beißerchen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/jetzt-aergere-ich-mich-aber/">Jetzt ärgere ich mich aber…</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Und noch mehr Kindheitserinnerungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jun 2024 19:13:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bäcker]]></category>
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		<category><![CDATA[Kindheitserinnerungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sitzen gerade vor einer Bäckerei in einem kleinen Städtchen. Es ist nicht irgendeine Stadt. Nein, es ist meine alte Heimatstadt, das heißt: Hier habe ich meine Kindheit und Jugend verbracht. Es ist kurz nach zehn Uhr und wir haben uns hier gemütlich niedergelassen, um ein verspätetes Frühstück einzunehmen. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel und auch wir sind guter Dinge. Es ist ein ganz gewöhnlicher Wochentag und so verfolgen wir das Treiben auf dem kleinen Platz vor uns. Menschen gehen in der gemütlichen Bäckerei ebenso ein und aus wie in der angrenzenden Apotheke. Während wir das Hin und Her beobachten und unser Frühstück genießen, fliegen meine Gedanken ganz weit zurück in meine Vergangenheit. „Dort vorne am Eck war der Zuckerbäcker“, erkläre ich meinem Mann, der meine Heimatstadt auch seit seiner eigenen Kindheit kennt, da unsere Elternhäuser nur fünfzehn Kilometer auseinander liegen. „Ach ja“, fällt es ihm ein, „den haben wir doch neulich getroffen.“ Ich nicke ihm zustimmend zu und erliege weiter meinen Erinnerungen. So sitzen wir ein oder zwei Minuten schweigend vor unserem Frühstück. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir sitzen gerade vor einer Bäckerei in einem kleinen Städtchen. Es ist nicht irgendeine Stadt. Nein, es ist meine alte Heimatstadt, das heißt: Hier habe ich meine Kindheit und Jugend verbracht.</strong><br />
<strong>Es ist kurz nach zehn Uhr und wir haben uns hier gemütlich niedergelassen, um ein verspätetes Frühstück einzunehmen. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel und auch wir sind guter Dinge.</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>s ist ein ganz gewöhnlicher Wochentag und so verfolgen wir das Treiben auf dem kleinen Platz vor uns. Menschen gehen in der gemütlichen Bäckerei ebenso ein und aus wie in der angrenzenden Apotheke.<br />
Während wir das Hin und Her beobachten und unser Frühstück genießen, fliegen meine Gedanken ganz weit zurück in meine Vergangenheit.<br />
„Dort vorne am Eck war der Zuckerbäcker“, erkläre ich meinem Mann, der meine Heimatstadt auch seit seiner eigenen Kindheit kennt, da unsere Elternhäuser nur fünfzehn Kilometer auseinander liegen.<br />
„Ach ja“, fällt es ihm ein, „den haben wir doch neulich getroffen.“<br />
Ich nicke ihm zustimmend zu und erliege weiter meinen Erinnerungen. So sitzen wir ein oder zwei Minuten schweigend vor unserem Frühstück. Doch dann breche ich das Schweigen, denn ich möchte meinem Peter etwas erzählen:<br />
„Als ich noch ein Kind war, ging ich mit meiner Mutter freitags immer einkaufen. Freitag vormittags, wenn ich in der Schule war, wurde bei uns das Haus von oben bis unten geputzt und am Nachmittag war dann einkaufen angesagt.“<br />
Mein Mann hört mir gespannt zu, denn er hat mir angemerkt, dass ich jetzt mit Sicherheit noch mehr aus meiner Kindheit erzählen möchte.<br />
„Wir hatten immer eine ganz bestimmte Route, die wir liefen und auf diesem Weg lagen alle Geschäfte, die es für uns zu besuchen galt. Da man zum Einkaufen Geld braucht, gingen wir zuerst auf die Sparkasse und meine Mutter hob das benötigte Geld vom Girokonto ab.“<br />
Damals gab es nämlich noch keine EC- oder Kreditkarten. Man hat mit Bargeld bezahlt. Das hatte den Vorteil, dass man niemals mehr Geld ausgab, als man in der Tasche hatte. Man musste sogar noch für die kommende Woche Geld übrig behalten, denn erst am nächsten Freitag ging es wieder zur Bank.<br />
„Ach, das habe ja ganz vergessen zu erzählen: Bevor wir auf die Sparkasse gingen, gab meine Mutter ihren Lottoschein in der Annahmestelle ab und dann kaufte sie noch eine Zeitschrift im Schreibwarenladen“, erinnere ich mich genauer.<br />
„Und welche Station seid ihr dann angelaufen?“, fragt mein Mann neugierig.<br />
„Wenn wir nicht zur Post marschieren mussten, die ja noch weiter entfernt war, als die Sparkasse, dann traten wir den Rückweg an.“<br />
„Naja, auf der Post warst du ja sowieso ziemlich oft“, sagt mein Peter, „da du mit der ‚Christel von der Post‘ befreundet warst.“<br />
Ich gehe jetzt gar nicht darauf ein, sondern erzähle von unserer weiteren Einkaufsroute:<br />
„Meine Mutter und ich gingen dann zu B., die hatten ein Lebensmittelgeschäft.“<br />
Mein Mann kann alles genau nachvollziehen, da er das damalige Geschäft, aber auch die ehemalige Besitzerin kennt. Das Lebensmittelgeschäft war weder ein Tante-Emma-Laden noch ein Supermarkt, aber es war ein Selbstbedienungsgeschäft. Man konnte durch die Reihen marschieren und sich alles in den Korb legen, was man benötigte.<br />
„An der Kasse dann wurde alles in einem großen Karton verstaut und Herr B. brachte die Waren am Abend samt den Getränken mit dem Auto zu uns nach Hause. Anfangs war es ein kostenloser Service, später dann zahlte man  50 Pfennige. Wo gibt es das heute noch?“, frage ich und nehme einen Schluck von meinem Schokocappuccino.<br />
Mein Peter lauscht weiterhin andächtig und unterbricht meinen Redefluss nicht.<br />
„Ich kann mich noch erinnern, dass meine Mutter mal vergessen hat, Geld abzuheben. Wahrscheinlich haben wir auf unserer Einkaufstour Bekannte getroffen und vor lauter Quatscherei sind wir sozusagen aus dem Tritt gekommen oder sie hat ihre Geldbörse vergessen, so genau weiß ich es nicht mehr. Ach, keine Ahnung, ist ja auch egal“, sage ich, denn eigentlich will ich nur etwas berichten, was damals ganz selbstverständlich war und heutzutage nicht mehr denkbar wäre.<br />
„Auf jeden Fall stand sie ohne Geld an der Kasse. Frau B. reichte ihr dann einfach einen gelben Auszahlungsbeleg von der Sparkasse und sie füllte ihn aus, bezahlte sozusagen damit und erhielt das Restgeld in bar. So ähnlich, wie es zum Beispiel der R…-Markt heutzutage mit der EC-Karte macht, nur eben mit einem normalen Auszahlungsformular von der Sparkasse.“<br />
„Ach“, sagt mein Mann, „was war damals alles noch so unkompliziert und hat doch alles auch geklappt.“<br />
„So und dann gingen wir weiter zum Zuckerbäcker“, berichte ich. „Dort kauften wir ein bemehltes Mischbrot, ein paar Brötchen und ich durfte mir ein Stückchen aussuchen. Meist entschied ich mich für ein Mohnstückchen. Ich esse heute immer noch gerne Mohnkuchen, das ist wohl so ein Überbleibsel aus meiner Kindheit. Übrigens hat uns der selbe Bäcker jeden Morgen drei Brötchen vor die Tür gelegt, so dass ich immer ein frisch gebackenes belegtes Brötchen mit in die Schule nehmen konnte. Damals konnte man diesen Brötchenbringservice noch bestellen.“<br />
Tja und jetzt sitzen wir wieder vor einer Bäckerei, die nur ein paar Meter von dem damaligen Zuckerbäckerladen entfernt ist. Aber hier kam ich mit meiner Mutter auch immer vorbei. Die Apotheke nebenan gab es damals auch schon und wenn wir Schuhe brauchten, dann bogen wir einfach rechts um die Ecke und schon konnte das Probieren losgehen. Elektroartikel, Schmuck und Bekleidung gab es zwischen dem Lebensmittelgeschäft und dem Bäcker. Es war also alles sehr zentral gelegen.<br />
„An einem normalen Freitag, an dem kein Kauf von Schmuck, Bekleidung, Schuhe oder Elektroartikeln etc. anstand, folgte nach dem Bäcker der Gang in den Metzgerladen“, erkläre ich meinem Mann und füge noch andere Details hinzu:<br />
„Klein- Astrid bekam dort selbstverständlich auch noch ein Stückchen Fleischwurst. Und wenn wir dann wieder zu Hause waren, dann saßen meine Mutter und ich gemeinsam in der Küche und es gab es eine kalte Rindswurst und ein Brötchen aus der Hand. Manchmal wollte ich auch nur ein Stückchen Camembert aus der Hand. Auf jeden Fall hat es super lecker geschmeckt.“<br />
In meinen Gedanken sehe ich alles noch genauso vor mir. Einiges hat sich in meiner alten Heimatstadt verändert, einiges ist geblieben. Ein paar der Geschäfte, die auf unserem Weg lagen, gibt es heute nicht mehr. Schade, aber im Leben gibt es eben immer Veränderungen, manches verschwindet und anderes kommt hinzu. Das ist gut so, denn sonst wäre es auch zu langweilig.<br />
„Hallo Ihr Zwei!“, ruft uns gerade ein Bekannter zu. „Ich habe gerade das Cottbuser Nummernschild gesehen, da dachte ich mir doch, dass Ihr hier seid und hab mich gleich nach Euch umgeschaut.“<br />
„Hallo!“, rufen wir ihm freudig entgegen.<br />
„Willst du einen Kaffee?“, fragt mein Peter und schon sitzen wir zu dritt vor dem Bäckerladen.</p>
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]]></content:encoded>
					
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		<title>Au Backe!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2024 18:59:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Backe]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühl]]></category>
		<category><![CDATA[instinktiv]]></category>
		<category><![CDATA[mitfühlend]]></category>
		<category><![CDATA[Vorführung]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist Freitag, kurz vor der Mittagszeit. Die Tür zum Büro meines Mannes steht offen und so bekomme ich sein Telefonat mit, zumindest das, was er sagt.  Als er das Telefongespräch beendet, beginnt er herzhaft zu lachen. Ich betrete nun sein Arbeitszimmer und sehe ihn stirnrunzelnd an. „Was war denn das für ein seltsames Gespräch?“, will ich von ihm wissen. „Ach das war unser Installateur. Er will doch am Montag kommen und sollte mir ein paar Maße durchgeben.“ „Aha?! Und das ist so lustig?“, wundere ich mich. „Naja, eigentlich nicht, aber ich hatte das Gefühl mich mit einem Ausländer zu unterhalten, der die deutsche Aussprache ganz schlecht oder besser gesagt, überhaupt nicht beherrscht.“ Anscheinend sieht mein Mann die Fragezeichen in meinen Augen, denn er steckt plötzlich jeweils einen Zeigefinger in den rechten und linken Mundwinkel und zieht damit seinen Mund in die Länge. Gleichzeitig beginnt er zu sprechen. Ich muss an den Witz vom Breitmaulfrosch denken und beginne zu grinsen. „Ich verstehe kein Wort“, lasse ich ihn wissen. Mein Mann wiederholt seine Vorführung, aber wiederum &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Freitag, kurz vor der Mittagszeit. Die Tür zum Büro meines Mannes steht offen und so bekomme ich sein Telefonat mit, zumindest das, was er sagt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Als er das Telefongespräch beendet, beginnt er herzhaft zu lachen. Ich betrete nun sein Arbeitszimmer und sehe ihn stirnrunzelnd an.</p>
<p>„Was war denn das für ein seltsames Gespräch?“, will ich von ihm wissen.</p>
<p>„Ach das war unser Installateur. Er will doch am Montag kommen und sollte mir ein paar Maße durchgeben.“</p>
<p>„Aha?! Und das ist so lustig?“, wundere ich mich.</p>
<p>„Naja, eigentlich nicht, aber ich hatte das Gefühl mich mit einem Ausländer zu unterhalten, der die deutsche Aussprache ganz schlecht oder besser gesagt, überhaupt nicht beherrscht.“</p>
<p>Anscheinend sieht mein Mann die Fragezeichen in meinen Augen, denn er steckt plötzlich jeweils einen Zeigefinger in den rechten und linken Mundwinkel und zieht damit seinen Mund in die Länge. Gleichzeitig beginnt er zu sprechen. Ich muss an den Witz vom Breitmaulfrosch denken und beginne zu grinsen.</p>
<p>„Ich verstehe kein Wort“, lasse ich ihn wissen.</p>
<p>Mein Mann wiederholt seine Vorführung, aber wiederum verstehe ich keine Silbe, halte mir aber inzwischen den Bauch vor Lachen.</p>
<p>„Genauso ging es mir, deshalb dachte ich auch, ich hätte es mit einem Ausländer zu tun. Allerdings hat sich mein Gesprächspartner dann wohl besondere Mühe gegeben, denn mit detektivischem Spürsinn erkannte ich doch unseren Installateur und verstand auch zumindest die Maße und auch seine bruchstückhaften Informationen.“</p>
<p>„Ich kapiere das aber immer noch nicht ganz. Warum hat er so seltsam gesprochen, am Donnerstag, war seine Aussprache einwandfrei und Deutsch ist seine Muttersprache“, gebe ich zu bedenken. „War er betrunken?“</p>
<p>„Nein, aber er hat momentan ein anderes Problem, das ebenfalls gewisse Sprachorgane zeitweilig beeinträchtigt. Besonders seine Zunge ist hiervon betroffen. Das hat er uns auch am Donnerstag erzählt, ich hatte es nur schon wieder vergessen.“</p>
<p>Jetzt fällt bei<span class="Apple-converted-space">  </span>mir der Groschen und ich stelle mir Peters Gesprächspartner vor, was in mir erneutes Lachen hervorruft.</p>
<p>„Wahrscheinlich hat er außerdem noch eine dicke Backe“, meine ich, nachdem ich mich wieder beruhigt habe. Bevor ich weiterspreche, puste<span class="Apple-converted-space">  </span>ich wie zur Verdeutlichung des Gesagten meine<span class="Apple-converted-space">  </span>rechte Wange auf. „Das bleibt wohl nicht aus, wenn man einen Zahn gezogen bekommen hat.“</p>
<p>„Er muss scheinbar gerade erst vom Zahnarzt gekommen sein. Ganz schön mutig, dann gleich einen Anruf anzunehmen.“</p>
<p>„Und dann wird auch noch über ihn gelacht.“, bedauere ich nun unseren Installateur. Wie heißt es doch so schön?!: ‚Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!’“</p>
<p>„Der Arme!“, sagen wir nach einer Weile fast gleichzeitig. Mitfühlend greift sich jeder von uns instinktiv an die Wange.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das  noch lesen:</p>
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<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Bitte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2024 06:29:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Anzug]]></category>
		<category><![CDATA[Bitte]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
		<category><![CDATA[Rezept]]></category>
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					<description><![CDATA[Professor Konfusi ist unterwegs. Er hatte eine Besprechung mit einem Kollegen und will gerade in sein Auto einsteigen, als das Handy klingelt. „Konfusi“, meldet er sich kurz. „Hallo, mein Lieber, ich bin’s, deine Angetraute“, hört er die Stimme seiner Gattin. „Könntest du mir bitte einen Gefallen tun und ein Rezept beim Arzt abholen?! Ich müsste sonst nochmal extra in die Stadt fahren, aber wenn du…“ „Kein Problem, ich geh gleich mal hin und dann komme ich nach Hause.“ Gesagt, getan. Und damit ist die Aktion sowohl bei seiner Frau als auch bei ihm abgehakt und vergessen. Erst am nächsten Tag fällt die Angelegenheit seiner Frau wieder ein. „Wo sind eigentlich die Medikamente?“, erkundigt sie sich. „Welche Medikamente?“, fragt Professor Konfusi zurück. „Sag nur, du hast das Rezept gestern nicht abgeholt?“, erkundigt sich seine Gemahlin. „Ja doch, klar!“, und nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: „Sollte ich auch gleich die Medikamente in der Apotheke holen? Das wusste ich jetzt nicht“, gibt er zu und blickt völlig unschuldig drein. „Das kann man sich aber denken.“ Seine &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Konfusi ist unterwegs. Er hatte eine Besprechung mit einem Kollegen und will gerade in sein Auto einsteigen, als das Handy klingelt.</strong><br />
<strong>„Konfusi“, meldet er sich kurz.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„H</span>allo, mein Lieber, ich bin’s, deine Angetraute“, hört er die Stimme seiner Gattin. „Könntest du mir bitte einen Gefallen tun und ein Rezept beim Arzt abholen?! Ich müsste sonst nochmal extra in die Stadt fahren, aber wenn du…“<br />
„Kein Problem, ich geh gleich mal hin und dann komme ich nach Hause.“<br />
Gesagt, getan. Und damit ist die Aktion sowohl bei seiner Frau als auch bei ihm abgehakt und vergessen.<br />
Erst am nächsten Tag fällt die Angelegenheit seiner Frau wieder ein.<br />
„Wo sind eigentlich die Medikamente?“, erkundigt sie sich.<br />
„Welche Medikamente?“, fragt Professor Konfusi zurück.<br />
„Sag nur, du hast das Rezept gestern nicht abgeholt?“, erkundigt sich seine Gemahlin.<br />
„Ja doch, klar!“, und nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: „Sollte ich auch gleich die Medikamente in der Apotheke holen? Das wusste ich jetzt nicht“, gibt er zu und blickt völlig unschuldig drein.<br />
„Das kann man sich aber denken.“ Seine Gattin schüttelt den Kopf. „Wahrscheinlich hatte er seine Gedanken wieder bei irgendeinem wissenschaftlichen Thema“, fügt sie im Stillen hinzu und richtet dann eine wichtige Frage an ihren Mann: „Wo ist denn das Rezept?“<br />
„Wenn ich das wüsste! … Lass mich mal überlegen! … Ich habe es entgegengenommen und dann habe ich es irgendwo hingesteckt…“<br />
Als der ältere Herr bemerkt, dass seine Frau die Stirn runzelt und ihn fragend anblickt, fügt er schnell hinzu:<br />
„Ja, genau, ich habe es in meine Jacke gesteckt. Moment mal…“<br />
Professor Konfusi durchsucht alle Taschen seiner Jacke, allerdings ohne Erfolg.<br />
„Bestimmt liegt es im Auto!“, lautet seine nächste Idee, die jedoch auch ins Leere läuft.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span><br />
„Dann habe ich es vielleicht in meiner Aktentasche“, meint er nachdenklich, als der wieder ins Haus zurückkehrt und geradewegs zur Garderobe marschiert, wo er die Mappe am Abend zuvor abgestellt hat. Doch leider lässt sich auch hier nichts finden. Jetzt ist guter Rat teuer. Im Grunde genommen sind mittlerweile alle denkbaren Möglichkeiten ausgeschöpft. Damit ist auch für Professor Konfusi die Angelegenheit beendet und er will sich wieder seiner Lektüre zuwenden. Kurz darauf klingelt das Telefon und er ist sofort in ein fachliches Gespräch mit einem Kollegen vertieft.<br />
Frau Konfusi hat sich schon damit abgefunden, dass sie nun doch selbst die Sache mit dem Rezept und den Medikamenten in Angriff nehmen muss. „Sicher ist sicher!“, denkt sie sich, doch da kommt ihr eine andere Idee. Die Zeitspanne zwischen ihrem Anruf und der Ankunft ihres Mannes zu Hause war recht groß gewesen. „Sollte er noch einmal im Büro gewesen sein?“, fragt sie laut vor sich hin.<br />
„Richtig, meine Liebe. Jetzt, da du es sagst, fällt es mir wieder ein. Ich musste noch ein paar Dinge im Büro regeln. Bestimmt liegt das Rezept auf meinem Schreibtisch in der Universität.“<br />
Professor Konfusi strahlt, denn nun scheint er die Lösung seines Rätsels gefunden zu haben. „Ich muss nachher sowieso noch mal hin, sie brauchen ein paar Unterschriften von mir.“<br />
„Dann bringst du bitte auch gleich die Medikamente mit!“, erinnert ihn seine Gemahlin vorsichtshalber noch einmal.<br />
Doch auch an diesem Abend kommt er wieder unverrichteter Dinge daheim an.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span><br />
„Hast du meinen Anzug mal durchsucht?“, will er von seiner Frau wissen.<br />
„Da habe ich nichts gefunden, aber du kannst gerne auch nachsehen…“<br />
„Ich hab’s: Mein Hemd! Da muss es sein!“, startet der Professor einen erneuten Versuch. Ich habe das Rezept in die Brusttasche gesteckt.“ Seine Augen leuchten regelrecht vor Freude, dass die Erinnerung zurückgekehrt und des Rätsels Lösung gefunden ist.<br />
„Das hängt im Hauswirtschaftsraum“, meint Frau Konfusi und läuft hin. Sie greift in die Tasche und zieht etwas heraus, das sie ihrem Gatten zeigt.<br />
„Damit bekommen wir auf jeden Fall keine Medikamente“, sagt sie und zuckt mit den Achseln.<br />
Am nächsten Morgen steht Professor Konfusi erneut in der Arztpraxis.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span><br />
„Waschmaschine!“, ruft er dem Arzt zu, der ihn fragend anschaut, weil der ältere Herr schon wieder an der Anmeldung steht.<br />
„Meine Frau hat das Hemd gewaschen und jetzt sind von dem Rezept nur noch ein paar Papierkrümelchen übrig. Könnten Sie mir bitte ein neues Rezept ausstellen?!“<br />
Stolz überreicht er am Abend seiner Frau das Rezept, kratzt sich jedoch verlegen am Kopf, als diese lachend fragt:<br />
„Und wo sind nun die Medikamente?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Herbstgeflüster</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/herbstgefluester/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Nov 2023 09:40:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[festhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[suchen]]></category>
		<category><![CDATA[tröpfeln]]></category>
		<category><![CDATA[trotzig]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist ein schöner Herbsttag. Die Sonne lacht vom blauen Himmel und lässt die bunten Blätter im Sonnenlicht golden leuchten. Es weht ein Wind, der genau richtig ist zum Drachensteigenlassen. Ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch.  Flori marschiert hinüber zur großen Wiese und lässt seinen bunten Drachen, den er übrigens selbstgebastelt hat, hoch in die Lüfte steigen. Dort tanzt dieser hin und her und der Junge hat seine helle Freude daran. Doch schon bald ziehen Wolken am Himmel auf. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn es Schönwetterwolken wären, aber leider versprechen diese nur Regen. So packt Flori seinen Drachen wieder ein, doch bevor er sich endgültig auf den Heimweg macht,  setzt er sich für ein Weilchen auf die Bank am Wegesrand. „Bestimmt müssen wir bald wieder Blätter sammeln und zum Unterricht mitbringen“, denkt er. „Jedes Jahr dasselbe. Im Kindergarten hat es angefangen und jetzt in der dritten Klasse ist es immer noch so. Eigentlich mag ich das nicht.“ Floris Gedanken werden unterbrochen. Er vernimmt ein zartes Stimmchen: „Ich halte mich fest! Das kannst du &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein schöner Herbsttag. Die Sonne lacht vom blauen Himmel und lässt die bunten Blätter im Sonnenlicht golden leuchten. Es weht ein Wind, der genau richtig ist zum Drachensteigenlassen. Ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Flori marschiert hinüber zur großen Wiese und lässt seinen bunten Drachen, den er übrigens selbstgebastelt hat, hoch in die Lüfte steigen. Dort tanzt dieser hin und her und der Junge hat seine helle Freude daran.</p>
<p>Doch schon bald ziehen Wolken am Himmel auf. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn es Schönwetterwolken wären, aber leider versprechen diese nur Regen. So packt Flori seinen Drachen wieder ein, doch bevor er sich endgültig auf den Heimweg macht,<span class="Apple-converted-space">  </span>setzt er sich für ein Weilchen auf die Bank am Wegesrand.</p>
<p>„Bestimmt müssen wir bald wieder Blätter sammeln und zum Unterricht mitbringen“, denkt er. „Jedes Jahr dasselbe. Im Kindergarten hat es angefangen und jetzt in der dritten Klasse ist es immer noch so. Eigentlich mag ich das nicht.“</p>
<p>Floris Gedanken werden unterbrochen. Er vernimmt ein zartes Stimmchen:</p>
<p>„Ich halte mich fest! Das kannst du mir glauben.“</p>
<p>„Hallo, ist da jemand?“, fragt der Junge und blickt sich suchend um, kann aber niemand sehen.</p>
<p>„Na klar! Ich bin hier!“</p>
<p>„Wo denn? Ich kann dich nicht entdecken.“</p>
<p>„Hier bin ich, da wo ich hingehöre. Und da bleibe ich auch. Ich gebe mir alle erdenkliche Mühe.“</p>
<p>Noch immer weiß Flori nicht, wer da mit ihm spricht. Für einen Moment ist nichts zu hören, nur das Rauschen der Blätter im Herbstwind. Eine Windböe wirbelt einen kleinen Blätterhaufen durcheinander und als es wieder windstill ist, hört Flori auch die zarte Stimme wieder.</p>
<p>„Er kann mir nichts anhaben, wenn ich mich nur gut genug festhalte.“</p>
<p>„Das schaffst du nicht!“, mischt sich eine andere Stimme ein. „Das haben schon viele vor dir versucht. Das ist der Mühe nicht wert, denn es ist sowieso vergeblich.“</p>
<p>„Oh nein, das ist es nicht!“, ruft das zarte Stimmchen trotzig. „Ich will etwas Besonderes aus meinem Leben machen und nicht wie alle anderen sein.“</p>
<p>„Das ist doch Quatsch! Verstehe das doch endlich!&#8220;</p>
<p>„Wovon redet ihr eigentlich und wo seid ihr?“</p>
<p>„Hier oben!“, erklingt es im Chor.</p>
<p>Flori blinzelt nach oben. Erst jetzt bemerkt er, dass er unter einem Baum sitzt und dort wohl kurz eingenickt sein muss. Über ihm ist die Baumkrone mit ihren bunten Blättern, die vom Wind kräftig durchgeschüttelt werden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>An einem Zweig, direkt über Flores Kopf hängen einsam zwei bunte Blätter.</p>
<p>„Habe ich mir das alles nur eingebildet? Blätter können nicht reden. Ich muss geträumt haben“, überlegt der Junge genau in dem Moment, als ein erneuter Windstoß kommt und ihm zwei wunderschöne Blätter in den Schoß wirbelt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Als sein Blick wieder nach oben wandert, stellt er fest, dass der Zweig nun komplett kahl ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Flori kratzt sich verwundert am Kopf.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Würde in diesem Augenblick ein Spaziergänger vorbeikommen, so könnte er vielleicht die geflüsterten Worte des Jungen vernehmen:</p>
<p>„Auch wenn es tatsächlich mit dem Festhalten nicht geklappt hat, seid ihr Zwei für mich etwas ganz Besonderes. Ich habe auch schon eine Idee, was nun mit euch passieren soll. Was haltet ihr davon, wenn ich euch nach dem Pressen gemeinsam mit einem gemalten Bild in einem schönen Bilderrahmen meiner Oma zum Geburtstag schenke?! Sie wird sich sicherlich freuen und ihr bekommt einen Ehrenplatz in ihrem Wohnzimmer.“</p>
<p>Flori hat es auf einmal ziemlich eilig nach Hause zu kommen und das nicht nur, weil es plötzlich zu tröpfeln beginnt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/mein-schoenstes-herbstkleid/">Mein schönstes Herbstkleid</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/vom-winde-verweht-2/">Vom Winde verweht</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/herbstliche-kinderwelt/">Herbstliche Kinderwelt</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Na warte, jetzt ärgern wir dich!</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/na-warte-jetzt-aergern-wir-dich/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/na-warte-jetzt-aergern-wir-dich/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Oct 2023 17:40:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[ärgern]]></category>
		<category><![CDATA[huschen]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Streich]]></category>
		<category><![CDATA[verstaut]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ich glaube, sie wird bald kommen und uns unseren Platz zuweisen. Im Grunde genommen ist sie schon überfällig. Der Sommer ist vorbei und der Herbst ist längst eingekehrt. Es ist schon recht kühl geworden und sie scheint uns vergessen zu haben. Sonst würden wir hier nicht so einsam und verlassen rumstehen“, plappert die Eine drauf los. „Psst!“, ermahnt die Andere flüsternd. „Ich glaube sie ist nebenan. Du hast recht, wahrscheinlich erscheint sie gleich hier.  Allerdings war sie in den letzten Tagen schon öfter hier und hat uns gar nicht beachtet. Warum sollte sie uns ausgerechnet heute ihre Aufmerksamkeit schenken?“ „So richtig hat sie uns eigentlich nie beachtet, obwohl wir ihr durch den Sommer geholfen haben. Wir waren selbstverständlich immer für sie da.“ „Genau, stets zur Stelle, wenn sie uns gebraucht hat. Nie haben wir sie verärgert oder im Stich gelassen.“ „Doch, einmal haben wir sie schon ein wenig geärgert. Aber hinterher hat sie sich über unseren kleinen Streich sogar amüsiert.“ „Hihi!!! Ich erinnere mich. Es begann während einer längeren Autofahrt…. Psst!!!! Sie kommt!!!“ Die beiden &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich glaube, sie wird bald kommen und uns unseren Platz zuweisen. Im Grunde genommen ist sie schon überfällig. Der Sommer ist vorbei und der Herbst ist längst eingekehrt. Es ist schon recht kühl geworden und sie scheint uns vergessen zu haben. Sonst würden wir hier nicht so einsam und verlassen rumstehen“, plappert die Eine drauf los.</p>
<p>„Psst!“, ermahnt die Andere flüsternd. „Ich glaube sie ist nebenan. Du hast recht, wahrscheinlich erscheint sie gleich hier.<span class="Apple-converted-space">  </span>Allerdings war sie in den letzten Tagen schon öfter hier und hat uns gar nicht beachtet. Warum sollte sie uns ausgerechnet heute ihre Aufmerksamkeit schenken?“</p>
<p>„So richtig hat sie uns eigentlich nie beachtet, obwohl wir ihr durch den Sommer geholfen haben. Wir waren selbstverständlich immer für sie da.“</p>
<p>„Genau, stets zur Stelle, wenn sie uns gebraucht hat. Nie haben wir sie verärgert oder im Stich gelassen.“</p>
<p>„Doch, einmal haben wir sie schon ein wenig geärgert. Aber hinterher hat sie sich über unseren kleinen Streich sogar amüsiert.“</p>
<p>„Hihi!!! Ich erinnere mich. Es begann während einer längeren Autofahrt…. Psst!!!! Sie kommt!!!“</p>
<p>Die beiden verhalten sich mucksmäuschenstill. Trotzdem steht die Frau plötzlich vor den Zweien. Ein Lächeln huscht über ihr Gesicht und sie betrachtet die Beiden fast ein bisschen verträumt.</p>
<p>„Ob du wohl an die selbe Begebenheit denkst, von der ich gerade berichten wollte?“, überlegt die Eine leise. „Damals, als du uns einfach in eine Ecke geschoben und dann später in der Dunkelheit verwechselt hast. Naja, wir sehen uns ja ziemlich ähnlich, aber so einen kleinen Unterschied gibt es eben doch.“</p>
<p>„Weil du dich uns einfach während der Autofahrt entledigt und in den Fußraum geschoben hast, dachten wir, ein kleiner Streich wäre angebracht“, erinnert sich die Andere in Gedanken. „So haben wir einfach unsere Plätze getauscht und abgewartet, bis du aussteigen wolltest. Dann hast du uns wieder gebraucht und hervorgeholt. In der Dunkelheit hast du die Verwechslung erst nicht bemerkt, aber schon nach einem Schritt haben wir dich tüchtig gezwickt. Erst dann hast du uns deine volle Aufmerksamkeit geschenkt und die Verwechslung bemerkt.“</p>
<p>„So etwas wie mit euch ist mir noch niemals zuvor passiert“, unterbricht die Stimme der Frau die Erinnerungen der Beiden. „Wie schusselig muss man denn sein, um den linken Fuß in die rechte Sandale zu quetschen und die linke Sandale über den rechten Fuß zu ziehen?! Oder wolltet ihr mich ärgern und habt die Plätze getauscht?“, lacht die Frau während sie die Sandalen ganz hinten im Schuhschrank verstaut.</p>
<p>„Euren Winterschlaf habt ihr euch verdient. Bis auf dieses eine Mal sind wir gut miteinander ausgekommen. Wenn ihr mir versprecht, mich nicht wieder zu ärgern, hole ich euch gleich im nächsten Sommer wieder hervor.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Was hat man mir da nur erzählt…?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Sep 2023 13:30:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Biss]]></category>
		<category><![CDATA[Bremse]]></category>
		<category><![CDATA[erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Steuer]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sind auf dem Weg zu unserem Sohn und kommen dabei durch eine kleinere Ortschaft. Mein Mann fährt und ich lasse meinen Blick schweifen. Da fällt mir ein schmuckes kleines Häuschen mit einem gepflegten Garten auf, in dem es üppig in allen leuchtenden Farben blüht.  Aber nicht allein die Blütenpracht zieht meine Aufmerksamkeit auf sich, sondern noch etwas anderes, das mitten im Vorgarten steht. „Hast du das eben gesehen? Schau doch mal!“, fordere ich meinen Gatten auf.  „Was denn, wo denn? Ich muss auf die Straße achten und kann nicht links und rechts die Landschaft betrachten“, erklärt er mir und tritt gleichzeitig auf die Bremse, weil ihm nun ein Schild anzeigt, dass man nur noch 30 Stundenkilometer fahren darf. „Jetzt sind wir sowieso schon vorbei“, sage ich mit ein wenig enttäuschter Stimme.  „War es wichtig? Soll ich umdrehen?, erkundigt er sich, aber ich merke am Ton, dass er eigentlich keine Lust zum Wenden hat. „Nein, nein! Das brauchst du nicht. Dort hinten links“, gestikuliere ich, „steht inmitten der vielen blühenden Blumen ein großer hölzerner  Storch &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind auf dem Weg zu unserem Sohn und kommen dabei durch eine kleinere Ortschaft. Mein Mann fährt und ich lasse meinen Blick schweifen. Da fällt mir ein schmuckes kleines Häuschen mit einem gepflegten Garten auf, in dem es üppig in allen leuchtenden Farben blüht.<span class="Apple-converted-space">  </span>Aber nicht allein die Blütenpracht zieht meine Aufmerksamkeit auf sich, sondern noch etwas anderes, das mitten im Vorgarten steht.</p>
<p>„Hast du das eben gesehen? Schau doch mal!“, fordere ich meinen Gatten auf.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Was denn, wo denn? Ich muss auf die Straße achten und kann nicht links und rechts die Landschaft betrachten“, erklärt er mir und tritt gleichzeitig auf die Bremse, weil ihm nun ein Schild anzeigt, dass man nur noch 30 Stundenkilometer fahren darf.</p>
<p>„Jetzt sind wir sowieso schon vorbei“, sage ich mit ein wenig enttäuschter Stimme.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„War es wichtig? Soll ich umdrehen?, erkundigt er sich, aber ich merke am Ton, dass er eigentlich keine Lust zum Wenden hat.</p>
<p>„Nein, nein! Das brauchst du nicht. Dort hinten links“, gestikuliere ich, „steht inmitten der vielen blühenden Blumen ein großer hölzerner<span class="Apple-converted-space">  </span>Storch mit einem Tuch im Schnabel. In dem Tuch liegt eine Babypuppe. Das sieht echt hübsch aus.“</p>
<p>„Na, da wird wohl ein Baby auf die Welt gekommen sein!“</p>
<p>Für einen Moment ist es still in unserem Auto, doch dann kichere ich plötzlich los.</p>
<p>„Hihi, haha!“</p>
<p>„Was hast du jetzt gesehen?“, fragt Peter leicht verwundert nach.</p>
<p>„Nichts! Allerdings ist mir durch diesen hölzernen Storch etwas eingefallen.“</p>
<p>„Erzählst du es mir?“</p>
<p>„Na klar, aber nur, wenn du mich nicht auslachst!“</p>
<p>„Wieso sollte ich?“, fragt mein Mann zurück.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Naja, ich war vielleicht noch ein bisschen sehr klein …. und mein Opa gehörte ja einer ganz anderen Generation an, …. damals waren noch andere Zeiten, … man hat nicht so offen über alles gesprochen …“, gebe ich zu Bedenken.</p>
<p>„Jetzt rede doch nicht um den heißen Brei herum“, grinst mein Mann, der schon etwas zu ahnen scheint.“</p>
<p>„Es ist schon ziemlich lange her, ich war nämlich noch ein ganz kleines Kind…“</p>
<p>„Klingt wie der Anfang eines Märchens“, kommentiert Peter.</p>
<p>„Wie gesagt: Ich war noch sehr klein und unwissend“ setze ich meiner Erzählung nochmals voran.</p>
<p>„Ich war bei meinem Opa und er berichtete mir eines morgens eine wie mir heute scheint sehr verwunderliche Geschichte:</p>
<p>Meine Tante, so sagte er, wollte am Abend zuvor den Abfall nach draußen bringen. Gerade als sie beim Schuppen an der Mülltonne stand, sei ein Storch gekommen und hätte sie unvermittelt ins Bein gebissen. Und jetzt sei sie im Krankenhaus. Aber ich solle mir keine Sorgen machen. Es sei alles in bester Ordnung und in der nächsten Woche solle sie wieder nach Hause kommen. Sie bringe dann auch noch ein kleines Baby mit!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das hat man mir damals so erzählt, als mein erster Cousin auf die Welt kam und ich war natürlich total begeistert, dass bald meine Tante mit einem Baby vorbeikommen würde“, schließe ich meine Erzählung.</p>
<p>Vorsichtig wage ich einen Blick nach links zu meinem Mann, der grinsend hinter dem Steuer sitzt.</p>
<p>„Da haben wir wohl Glück gehabt!“, meint er nur.</p>
<p>„Wieso, dass ich diese Erklärung meines Opas über die vielen Jahre hinweg nicht vergessen habe?“</p>
<p>„Nein, naja, vielleicht auch. Aber hauptsächlich, dass unser Sohn auch ohne diesen Biss in dein Bein auf die Welt gekommen ist. So ein Biss ist nämlich nicht ohne…“</p>
<p>„Aha!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/erlebnis-in-opas-garten/">Erlebnis in Opas Garten</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Guten Morgen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Aug 2023 11:25:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[schrecklich]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Winkel]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie siehst du denn heute aus? Schrecklich! Vielen Dank für das Kompliment! Du bist echt nett zu mir. So bin ich eben. Das sollte auch kein Kompliment sein. Ich sage, wie es ist. Du hast schon besser ausgesehen! Ich konnte nicht schlafen heute Nacht. Erst lag ich stundenlang wach und dann dieser seltsame Traum. Ein Alptraum?  Keine Ahnung, ich kann mich nicht erinnern. So wie du heute aussiehst, bist du in einen Sturm geraten oder dich hat der Blitz getroffen. Jedenfalls stehen deine Haare nach allen Richtungen ab. Du musst mir nicht ständig sagen, dass ich ziemlich fertig und übernächtigt aussehe. Okay, okay. Dann wünsche ich dir einen guten Morgen! Wie kann das ein guter Morgen sein, wenn ich so fürchterlich aussehe?! Erfrische dein Gesicht mit kalten Wasser! Gib deinen Wangen ein paar Klapse! Das weckt die Lebensgeister. Frisiere deine Haare!  Du hast recht! Das mache ich. Jetzt sorge dafür, dass es ein guter Morgen wird. Wie soll denn das gehen? Lächele! Wieso? Ich habe gerade nichts zum Lachen. Versuche es doch mal! Geht nicht! &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie siehst du denn heute aus? Schrecklich!</p>
<p><em>Vielen Dank für das Kompliment! Du bist echt nett zu mir.</em></p>
<p>So bin ich eben. Das sollte auch kein Kompliment sein. Ich sage, wie es ist. Du hast schon besser ausgesehen!</p>
<p><em>Ich konnte nicht schlafen heute Nacht. Erst lag ich stundenlang wach und dann dieser seltsame Traum.</em></p>
<p>Ein Alptraum?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><em>Keine Ahnung, ich kann mich nicht erinnern.</em></p>
<p>So wie du heute aussiehst, bist du in einen Sturm geraten oder dich hat der Blitz getroffen. Jedenfalls stehen deine Haare nach allen Richtungen ab.</p>
<p><em>Du musst mir nicht ständig sagen, dass ich ziemlich fertig und übernächtigt aussehe.</em></p>
<p>Okay, okay. Dann wünsche ich dir einen guten Morgen!</p>
<p><em>Wie kann das ein guter Morgen sein, wenn ich so fürchterlich aussehe?!</em></p>
<p>Erfrische dein Gesicht mit kalten Wasser! Gib deinen Wangen ein paar Klapse! Das weckt die Lebensgeister. Frisiere deine Haare!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><em>Du hast recht!<span class="Apple-converted-space"> Das mache ich.</span></em></p>
<p>Jetzt sorge dafür, dass es ein guter Morgen wird.</p>
<p><em>Wie soll denn das gehen?</em></p>
<p>Lächele!</p>
<p><em>Wieso? Ich habe gerade nichts zum Lachen.</em></p>
<p>Versuche es doch mal!</p>
<p><em>Geht nicht!</em></p>
<p>Doch, gib dir einfach Mühe!</p>
<p><em>Mmmh!</em></p>
<p>Zieh die Mundwinkel nach oben!</p>
<p><em>Mmmh!</em></p>
<p>Noch weiter nach oben!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><em>Mmmh!</em></p>
<p>Gut. Das ist perfekt! Bleibe so für die nächsten zwei Minuten!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><em>Hihi!</em></p>
<p>Das wird immer besser! Das Lächeln steht dir und es steckt an. Du wirst sehen, wenn du lächelst, wird dir jeder ebenfalls ein Lächeln schenken.</p>
<p><em>Hihi! Hihi! Hihi!</em></p>
<p>Siehst du, wie schön dich das Lächeln macht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><em>Du hast recht und ich fühle mich auch richtig gut!</em></p>
<p>Dann wünsche ich dir jetzt nochmals einen guten Morgen und einen wunderschönen Tag!</p>
<p><em>Ich glaube, das wird auch klappen. Danke, dass du so ehrlich zu mir bist und mich außerdem noch aufmunterst.</em></p>
<p>Das ist doch meine Aufgabe. Als dein Spiegel zeige ich dir immer dein Spiegelbild. Es liegt aber in deiner Macht, was du daraus machst.</p>
<p><em>Stimmt. </em><em>Ach übrigens: Ich wünsche dir einen guten Morgen und einen wunderschönen Tag, liebes Spiegelbild. </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><em><span class="Apple-converted-space"> <a href="https://lifetellsstories.de/schere-kamm-und-lockenwickler/">Schere, Kamm und Lockenwickler </a></span></em></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/badezimmergespraech/">Badezimmergespräch</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/augenblicke-des-laechelns/">Augenblicke des Lächelns</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Ich erzähl’ dir was dazu …</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Aug 2023 14:41:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Baum]]></category>
		<category><![CDATA[erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimnis]]></category>
		<category><![CDATA[Mitternacht]]></category>
		<category><![CDATA[Neugier]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sind unterwegs, um diverse Pflanzen und Accessoires für unseren Garten zu besorgen.  „Schau mal“, sage ich zu meinem Mann, der gerade einen Rasenroboter begutachtet, „was ich gefunden habe.“ „Ein Zitronenbäumchen, &#8211; ja nimm es mit. Es wird aber eine Weile dauern, bis es groß ist und Früchte trägt.“ „Egal, irgendwann hängt eine Zitrone daran!“, freue ich mich schon jetzt. Peter allerdings hat sich den technischen Daten des Rasenroboters zugewendet und meint nur beiläufig: „Dazu kann ich dir was erzählen…, aber nicht jetzt. Erinnere mich daran!“ „Mache ich!“ Und damit ist die Sache verschoben und auch vergessen. Erst am Nachmittag fällt mir wieder ein, dass mein Göttergatte mir noch etwas erzählen wollte, aber der Moment ist für eine Nachfrage ungeeignet, weil er gerade telefoniert. „Ich werde gleich nach seinem Telefonat nachfragen!“, nehme ich mir vor. Allerdings klingelt es in diesem Moment an der Haustür und unsere Mieterin hat ein Problem mit ihrem Rollladengurt. Er ist nämlich gerissen. Zufälligerweise haben wir noch einen neuen Gurt da, den Peter, hilfsbereit wie er nun mal ist, auch sofort &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind unterwegs, um diverse Pflanzen und Accessoires für unseren Garten zu besorgen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Schau mal“, sage ich zu meinem Mann, der gerade einen Rasenroboter begutachtet, „was ich gefunden habe.“</p>
<p>„Ein Zitronenbäumchen, &#8211; ja nimm es mit. Es wird aber eine Weile dauern, bis es groß ist und Früchte trägt.“</p>
<p>„Egal, irgendwann hängt eine Zitrone daran!“, freue ich mich schon jetzt.</p>
<p>Peter allerdings hat sich den technischen Daten des Rasenroboters zugewendet und meint nur beiläufig:</p>
<p>„Dazu kann ich dir was erzählen…, aber nicht jetzt. Erinnere mich daran!“</p>
<p>„Mache ich!“ Und damit ist die Sache verschoben und auch vergessen.</p>
<p>Erst am Nachmittag fällt mir wieder ein, dass mein Göttergatte mir noch etwas erzählen wollte, aber der Moment ist für eine Nachfrage ungeeignet, weil er gerade telefoniert.</p>
<p>„Ich werde gleich nach seinem Telefonat nachfragen!“, nehme ich mir vor. Allerdings klingelt es in diesem Moment an der Haustür und unsere Mieterin hat ein Problem mit ihrem Rollladengurt. Er ist nämlich gerissen. Zufälligerweise haben wir noch einen neuen Gurt da, den Peter, hilfsbereit wie er nun mal ist, auch sofort nach seinem Gespräch einbaut.</p>
<p>Tja, was soll ich sagen, was ihr euch nicht schon selber denken könnt?: Ich habe meine Frage nach der geheimnisvollen Erzählung vergessen.</p>
<p>Erst als wir kurz vor Mitternacht im Bett liegen, kommt die Erinnerung wieder zurück.</p>
<p>„Du wolltest mir doch noch etwas erzählen …“</p>
<p>„Was? Ich? Keine Ahnung! Frag mich morgen nochmal. Ich will jetzt schlafen, bin ziemlich müde…“</p>
<p>Und schon ist er im Reich der Träume, vermutlich beim Baumfällen, denn das Geräusch der „Säge“ dringt ganz deutlich an mein Ohr.</p>
<p>„Ist das gemein. Jetzt bin ich neugierig, was er mir unbedingt erzählen wollte und er vertröstet mich auf morgen. Wie soll ich jetzt einschlafen?“, frage ich mich und überlege hin und her, was er mir wohl sagen wollte. Aber das Grübeln nutzt nichts, weil ich einfach keinen Anhaltspunkt habe.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Vielleicht hat es was mit dem Bäumchen zu tun!? Aber was?“ Meine Gedanken drehen sich im Kreis. Das Letzte, an das ich denke ist:</p>
<p>„Zitrone,…sauer,…sauer macht lustig,…….das hat meine Mutter früher immer gesagt.&#8220;<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dann gibt mein Gehirn auf, es ist zu müde, um weiter zu überlegen. Ich auch. Und so falle ich in einen tiefen traumlosen Schlaf.</p>
<p>Am nächsten Morgen beim Frühstück halte ich es nicht mehr aus. Meine Neugier zernagt mich.</p>
<p>„Jetzt rück&#8216; endlich mit der Sprache heraus“, fordere ich meinen Mann unumwunden auf.</p>
<p>„Was? Womit? &#8211; Ach, ja, du willst wissen, was ich dir schon gestern erzählen wollte. Warte mal, ich überlege …“</p>
<p>„Spann mich nicht auf die Folter!“</p>
<p>„Das würde ich doch nie tun!“, empört er sich mit grinsendem Gesicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Also gut: Das Zitronenbäumchen hat mich an etwas erinnert.“</p>
<p>„Das habe ich mir auch schon gedacht!“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>So langsam bin ich der Verzweiflung nahe.</p>
<p>Mein Mann erbarmt sich meiner und spricht nun fließend und nicht mehr in Rätseln:</p>
<p>„In jungen Jahren waren meine Eltern mal im Urlaub. Keine Ahnung wo, aber irgendwo im Süden. Ich vermute im Mittelmeerraum. Sie lernten andere junge Leute kennen, mit denen sie sich gut verstanden. So trafen sie sich jeden Abend auf ein Gläschen Wein in einem gemütlichen Gartenlokal. Sie saßen immer um den selben Tisch, der unter einem Baum stand…“</p>
<p>„Lass mich raten, es war ein Zitronenbaum“, falle ich ihm ins Wort.</p>
<p>„Ja genau! Und an diesem Baum hing eine einzige Zitrone. Jeden Abend sahen sie nach, aber sie hing immer noch. Jeder einzelne von ihnen alberte herum, dass er diese Zitrone pflücken wollte. Aber keiner von ihnen tat es tatsächlich.“</p>
<p>„Und wenn sie nicht heruntergefallen ist, dann hängt sie noch heute…“, wollte ich dieser seltsamen Geschichte ein Ende setzen.</p>
<p>„Nicht ganz“, erzählt mein Peter weiter:</p>
<p>„Meine Eltern waren ein paar Tage wieder zu Hause, da lag eine Postkarte von den Urlaubsbekanntschaften im Briefkasten. “</p>
<p>„Was stand darauf?“</p>
<p>„Sie war an meinen Vater adressiert und begann mit den Worten:</p>
<p>‚Hallo lieber Zitronendieb!‘ “</p>
<p>„Echt?! Dein Vater hat die Zitrone ‚geklaut’?“</p>
<p>Mein Mann zuckt mit den Schultern.</p>
<p>„Fakt ist, dass am Abend der Abreise von meinen Eltern die Zitrone definitiv nicht mehr am Baum hing. Mein Vater hat nur immer gegrinst, wenn man ihn gefragt hat, ob er tatsächlich der Zitronendieb war. Das wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.“</p>
<p>„Ich glaube“, sage ich, „an diese Geschichte und deinen Vater als Zitronendieb, werde ich bestimmt denken, wenn die erste Zitrone an unserem Bäumchen hängt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/clown-august-und-der-ententanz/">Clown August und der Ententanz</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/beschuetzer-einbrecher-holzfaeller-und-ein-ungeliebtes-haustier/">Beschützer, Einbrecher, Holzfäller und ein ungeliebtes Haustier</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/goldgloeckchen/">Goldglöckchen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Anton</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/anton-2/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/anton-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jul 2023 21:01:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Kennenlernen]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Streifen]]></category>
		<category><![CDATA[unheimlich]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=7826</guid>

					<description><![CDATA[Sabine, genannt Bienchen, ist mit ihren Eltern am Meer. Genauer gesagt am Mittelmeer, auf einer Insel. Bienchen ist erst 5 Jahre und dies ist ihre zweite Reise zum großen Wasser, wie sie das Meer nennt. Heute sind sie auf Besichtigungstour. Das ist ein bisschen langweilig, denn sie spielt am liebsten am Strand und baut mit ihrem Paps Burgen oder plantscht mit Mama und Papa im seichten Wasser. Während ihre Eltern die Aussicht bewundern, schleckt sie ein Eis und sieht sich nach interessanteren Dingen um. Doch hier ist nicht viel. Sie sieht eine kleine Kapelle, ein paar Felsen, das Meer und den Himmel über ihnen. Doch dort vorne huscht etwas um die Ecke. Ein kleines Kätzchen. Sie läuft ihm entgegen, in der Hoffnung, dass es sich streicheln lässt. Dabei verliert sie ihren inzwischen leeren Eisbecher. Achtlos lässt sie ihn liegen. „Hey, du da!“, hört sie auf einmal jemand rufen. „Was soll das denn?“ Sie dreht sich erschrocken um, kann aber niemand erkennen. Doch dann hört sie die leicht verärgerte Stimme schon wieder. „Haben deine Eltern dir &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sabine, genannt Bienchen, ist mit ihren Eltern am Meer. Genauer gesagt am Mittelmeer, auf einer Insel. Bienchen ist erst 5 Jahre und dies ist ihre zweite Reise zum großen Wasser, wie sie das Meer nennt. Heute sind sie auf Besichtigungstour. Das ist ein bisschen langweilig, denn sie spielt am liebsten am Strand und baut mit ihrem Paps Burgen oder plantscht mit Mama und Papa im seichten Wasser.</strong></p>
<p><span class="dropcap">W</span>ährend ihre Eltern die Aussicht bewundern, schleckt sie ein Eis und sieht sich nach interessanteren Dingen um. Doch hier ist nicht viel. Sie sieht eine kleine Kapelle, ein paar Felsen, das Meer und den Himmel über ihnen. Doch dort vorne huscht etwas um die Ecke. Ein kleines Kätzchen. Sie läuft ihm entgegen, in der Hoffnung, dass es sich streicheln lässt. Dabei verliert sie ihren inzwischen leeren Eisbecher. Achtlos lässt sie ihn liegen.<br />
„Hey, du da!“, hört sie auf einmal jemand rufen. „Was soll das denn?“<br />
Sie dreht sich erschrocken um, kann aber niemand erkennen. Doch dann hört sie die leicht verärgerte Stimme schon wieder.<br />
„Haben deine Eltern dir das nicht beigebracht?“<br />
„Was?“, fragt sie ein bisschen ängstlich zurück und blickt sich irritiert um. „Wo bist du überhaupt?“<br />
„Dreh dich ein Stückchen nach links, dann siehst du mich. Ich bin nicht zu übersehen!“<br />
„Aber warum versteckst du dich jetzt vor mir, denn ich sehe niemand.“<br />
„Ich bin ja auch kein Niemand!“, dröhnt es zurück.<br />
„Wer bist du denn? Und komm endlich raus!“, fordert Bienchen den Unbekannten auf. Langsam wird es ihr unheimlich zumute und gerade als sie zu ihren Eltern zurücklaufen will, da sieht sie ihn.<br />
Tatsächlich, er ist eigentlich nicht zu übersehen. Groß und rund mit vielen gelben und grünen Streifen steht er da und scheint sie anzulächeln.<br />
„Na also, hast du mich endlich entdeckt!“, klingt es zu Bienchen herüber.<br />
„Du kannst sprechen?“<br />
„Ja, nur leider hören mich nicht alle Menschen. Viele sind zu unsensibel oder achtlos. Sie wollen mich weder hören, noch sehen. Außerdem, wer gibt sich schon mit einem Mülleimer ab?!“, sagt der gelb-grüne Kerl jetzt mit trauriger Stimme.<br />
„Wieso?“, Bienchen tritt näher und plappert fröhlich darauf los. „Du bist doch sehr hübsch. Ich mag dich!“<br />
„Dann gib mir doch bitte auch ganz schnell was zu essen, ich bin soooo hungrig!“<br />
Bienchen läuft rasch zu ihrem Eisbecher zurück und bringt ihn zum Mülleimer. Sie stellt sich auf die Zehenspitzen und öffnet den Deckel, um den leeren Eisbecher einzuwerfen.<br />
„Dankeschön!“ klingt es fröhlich zurück.<br />
Bienchen wirft einen flüchtigen Blick zu ihren Eltern. Diese stehen unweit der kleinen Kapelle und beobachten eine Hochzeitszeremonie, die dort zufällig stattfindet. Schnell winkt Bienchen ihren Eltern zu. Die Hochzeit interessiert sie im Moment überhaupt nicht. Sie hat hier eine viel interessantere Bekanntschaft gemacht.<br />
„Warum stehst du hier so alleine rum?“<br />
„Oh, ich fühle mich nicht einsam. Ich habe den besten Platz mit der schönsten Aussicht auf das Meer. Und die Sonne wärmt mich jeden Tag. Die Katzen kommen oft und holen sich bei mir ihr Fressen ab, das die Menschen nicht mehr wollen und bei mir entsorgen. Manchmal fliegt auch eine Möwe über mich hinweg und lässt etwas zu mir herunterfallen.“<br />
Sabine kichert, denn sie weiß, was die Möwe da fallen lässt.<br />
„Mama sagt, das bringt Glück!“</p>
<p>Nach einem kurzen Moment des Schweigens macht sie vor der Tonne einen Knicks und stellt sich vor:<br />
„Ich bin Sabine und wie heißt du eigentlich oder soll ich dich nur Mülleimer nennen?“, will sie wissen.<br />
„Gestatten: <strong>Anton</strong>, mein Name!“, erwidert der Gelb-Grün-Gestreifte.<br />
<strong>A</strong> wie Abfall,<br />
<strong>N</strong> wie Nutzloses,<br />
<strong>T</strong> wie Taschentücher, Tüten, Tageszeitungen, Trinkflaschen,<br />
<strong>O</strong> wie Obstschalen, Ohrenstäbchen,<br />
<strong>N</strong> wie Nussschalen,….“</p>
<p>„Bei uns darf man nicht alles in eine Tonne werfen“, erklärt Bienchen. „Wir haben eine Tonne für Plastik, eine für Papier, eine für Obst- und Kartoffelschalen, die Mama Biotonne nennt, eine für den Restmüll und am Parkplatz nebenan steht noch eine für Glas.“<br />
„Du bist aber ein schlaues Mädchen“, lobt Anton sie. Hier bei uns bin ich alleine für Alles zuständig, aber vielleicht bekomme ich ja bald auch ein paar Kumpels, die mir bei der Müllsammlung helfen“, erwidert Anton. „Das wäre nicht schlecht, denn manchmal bin ich so voll, dass alles aus mir herausquillt und auf die Erde fällt.“<br />
Sabine nickt und hebt ein Kaugummipapier von der Erde auf, um es Anton zu schenken.<br />
„Sabine! Komm wir wollen weiter!“, ruft es in diesem Moment.<br />
„Gleich!“, ruft das Mädchen zurück und schließt den Deckel der Tonne.<br />
„Tschüss Anton! Ich werde oft an dich denken!“<br />
Als Sabine eine Woche später mit ihren Eltern zu Hause die Urlaubsfotos betrachtet, da entdeckt sie die gelb-grün gestreifte Abfalltonne ganz klein auf einem der Bilder.<br />
„Hallo Anton!“, ruft sie der Tonne in Gedanken zu. “Schön, dich kennengelernt zu haben!“</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Sonne, Hitze und noch mehr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Jul 2023 18:31:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[frei]]></category>
		<category><![CDATA[Hitze]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhe]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ach!“, hört man Oma klagen, „das ist ja kaum noch zu ertragen. Ich leide unter Kopfschmerzen, das ist wirklich nicht zum Scherzen.“ &#160; „Das kommt von der Hitze, sicher gibt es bald Donner und Blitze“, meint der weise Opa nun. „Du solltest besser ein bisschen ruh’n!“ &#160; „Ich spüre den Regen schon, erklärt der Großvater genau die Situation. „In meinen beiden Knie’n hab ich schon dieses unerträgliche Zieh’n.“ &#160; „Das ist ein untrügliches Zeichen da können Meteorologen erbleichen. Ich und meine beiden Knie, wir irren uns hundertprozentig nie.“ &#160; „Juhu!“, jubelt der kesse Enkelsohn freudig strahlend und in frohen Ton. „Wir haben heute hitzefrei! Das ist super, klasse und einwandfrei!“ &#160; „Ich fahr’ jetzt ins Schwimmbad, hole nur noch Badesachen und mein Rad! Hausaufgaben gibt es nicht, dieser Tag ist eindeutig ein Gedicht!!!“ &#160; „Wir geh’n jetzt mal ins Haus!“ Die Großeltern nutzen dort die Kühle aus. Tim mag das kühle Nass, findet den ganzen Tag spitze und superkrass. &#160; Ob im Haus oder kühlen Nass, zuviel Hitze macht dann doch keinen Spaß. Jetzt heißt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">„Ach!“, hört man Oma klagen,</p>
<p style="text-align: center;">„das ist ja kaum noch zu ertragen.</p>
<p style="text-align: center;">Ich leide unter Kopfschmerzen,</p>
<p style="text-align: center;">das ist wirklich nicht zum Scherzen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">„Das kommt von der Hitze,</p>
<p style="text-align: center;">sicher gibt es bald Donner und Blitze“,</p>
<p style="text-align: center;">meint der weise Opa nun.</p>
<p style="text-align: center;">„Du solltest besser ein bisschen ruh’n!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">„Ich spüre den Regen schon,</p>
<p style="text-align: center;">erklärt der Großvater genau die Situation.</p>
<p style="text-align: center;">„In meinen beiden Knie’n</p>
<p style="text-align: center;">hab ich schon dieses unerträgliche Zieh’n.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">„Das ist ein untrügliches Zeichen</p>
<p style="text-align: center;">da können Meteorologen erbleichen.</p>
<p style="text-align: center;">Ich und meine beiden Knie,</p>
<p style="text-align: center;">wir irren uns hundertprozentig nie.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">„Juhu!“, jubelt der kesse Enkelsohn</p>
<p style="text-align: center;">freudig strahlend und in frohen Ton.</p>
<p style="text-align: center;">„Wir haben heute hitzefrei!</p>
<p style="text-align: center;">Das ist super, klasse und einwandfrei!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">„Ich fahr’ jetzt ins Schwimmbad,</p>
<p style="text-align: center;">hole nur noch Badesachen und mein Rad!</p>
<p style="text-align: center;">Hausaufgaben gibt es nicht,</p>
<p style="text-align: center;">dieser Tag ist eindeutig ein Gedicht!!!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">„Wir geh’n jetzt mal ins Haus!“</p>
<p style="text-align: center;">Die Großeltern nutzen dort die Kühle aus.</p>
<p style="text-align: center;">Tim mag das kühle Nass,</p>
<p style="text-align: center;">findet den ganzen Tag spitze und superkrass.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Ob im Haus oder kühlen Nass,</p>
<p style="text-align: center;">zuviel Hitze macht dann doch keinen Spaß.</p>
<p style="text-align: center;">Jetzt heißt es trinken, trinken</p>
<p style="text-align: center;">bis die Sonnenstrahlen am Horizont versinken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Passt alle gut auf euch auf,</p>
<p style="text-align: center;">damit nicht schlapp macht der Kreislauf.</p>
<p style="text-align: center;">Sich jetzt Ruhe gönnen,</p>
<p style="text-align: center;">hilft den Sommer genießen zu können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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