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	<title>Katze &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Missverständnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2021 19:40:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Erklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Missverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Schmunzeln]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute rufe ich eine neue Kategorie in meinem Blog ins Leben: &#8222;100 Worte&#8220;, so heißt diese und hier finden kleine Alltagsbegebenheiten ihren Platz. Diese passieren einfach mal zwischendurch im täglichen Einerlei und entlocken uns den einen oder anderen Schmunzler oder auch ein Stirnrunzeln. Da sie so klein sind, werden sie hier auch nur mit höchsten 100 Worten erzählt. Das ist manchmal gar nicht so einfach, aber ich will es versuchen. Also nun geht es los: &#160; Ich marschiere in die Küche und gebe der Tür hinter mir einen leichten Schups. Sie schließt sich bis auf einen Spalt. &#8222;Lottchen hat es gerade noch geschafft hineinzukommen, ohne dass du sie eingequetscht hast&#8220;, erklärt mir mein Mann. &#8222;Sie ist dir nämlich gefolgt!&#8220; &#8222;Armes Kätzchen! Zum Glück bist du durchgekommen&#8220;, bedauere ich. &#8222;Was brauchst du?&#8220;, erkundigt sich die schwerhörige Oma. &#8222;Ich brauche nichts&#8220;, erwidere ich. &#8222;Ich habe mit Lottchen gesprochen, weil ich die Tür hinter mir zugeworfen habe und sie glücklicherweise unbeschadet hindurchgekommen ist.&#8220; &#8222;Wer ist gekommen?&#8220;, fragt Sohnemann, der nichts außer den allerletzten Rest meiner Erklärung mitbekommen hat. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute rufe ich eine neue Kategorie in meinem Blog ins Leben:<br />
&#8222;100 Worte&#8220;, so heißt diese und hier finden kleine Alltagsbegebenheiten ihren Platz. Diese passieren einfach mal zwischendurch im täglichen Einerlei und entlocken uns den einen oder anderen Schmunzler oder auch ein Stirnrunzeln. Da sie so klein sind, werden sie hier auch nur mit höchsten 100 Worten erzählt. Das ist manchmal gar nicht so einfach, aber ich will es versuchen.</p>
<p><span class="dropcap">A</span>lso nun geht es los:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Ich marschiere in die Küche und gebe der Tür hinter mir einen leichten Schups. Sie schließt sich bis auf einen Spalt.</em></strong></p>
<p><strong><em>&#8222;Lottchen hat es gerade noch geschafft hineinzukommen, ohne dass du sie eingequetscht hast&#8220;, erklärt mir mein Mann. &#8222;Sie ist dir nämlich gefolgt!&#8220;</em></strong></p>
<p><strong><em>&#8222;Armes Kätzchen! Zum Glück bist du durchgekommen&#8220;, bedauere ich.</em></strong></p>
<p><strong><em>&#8222;Was brauchst du?&#8220;, erkundigt sich die schwerhörige Oma.</em></strong></p>
<p><strong><em>&#8222;Ich brauche nichts&#8220;, erwidere ich. &#8222;Ich habe mit Lottchen gesprochen, weil ich die Tür hinter mir zugeworfen habe und sie glücklicherweise unbeschadet hindurchgekommen ist.&#8220;</em></strong></p>
<p><strong><em>&#8222;Wer ist gekommen?&#8220;, fragt Sohnemann, der nichts außer den allerletzten Rest meiner Erklärung mitbekommen hat.</em></strong></p>
<p>(100 Worte)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Das Haus am anderen Ende der Straße</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2020 18:30:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerin]]></category>
		<category><![CDATA[Onkel]]></category>
		<category><![CDATA[seltsam]]></category>
		<category><![CDATA[Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Tränen]]></category>
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					<description><![CDATA[Nele ist neu in der Gegend. Sie ist mit ihren Eltern erst vor einer Woche in das große Haus am Ende der Straße gezogen. Vorher hatten sie in einem eigenen Haus in einer anderen Stadt gewohnt, aber nachdem der Vater seine Arbeitsstelle verloren hat, ist das Haus für Nele und ihre Eltern zu teuer geworden. Deshalb haben sie das Haus verkauft und sind in die Wohnung im obersten Stockwerk im Mühlenweg 10* gezogen. Außer ihnen wohnen noch zwei Familien in dem Haus. Im Erdgeschoss lebt Tina, die genauso alt ist wie Nele und ebenfalls in die 3. Klasse geht. „Hast du Lust mir ein bisschen die Gegend zu zeigen?“, fragt Nele ihre zukünftige Klassenkameradin. „Ich kenne mich ja noch nicht so richtig aus.“  „Na klar!“, willigt Tina sofort ein. „Ich hab heute sowieso nichts vor, es sind ja noch Ferien.“ Die beiden Mädchen scheinen sich von Anfang an zu mögen und so spazieren sie die lange Straße entlang bis sie zum anderen Ende kommen, dort, wo es nur noch einen Feldweg gibt, der in den &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nele ist neu in der Gegend. Sie ist mit ihren Eltern erst vor einer Woche in das große Haus am Ende der Straße gezogen. Vorher hatten sie in einem eigenen Haus in einer anderen Stadt gewohnt, aber nachdem der Vater seine Arbeitsstelle verloren hat, ist das Haus für Nele und ihre Eltern zu teuer geworden.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>eshalb haben sie das Haus verkauft und sind in die Wohnung im obersten Stockwerk im Mühlenweg 10* gezogen. Außer ihnen wohnen noch zwei Familien in dem Haus. Im Erdgeschoss lebt Tina, die genauso alt ist wie Nele und ebenfalls in die 3. Klasse geht.<br />
„Hast du Lust mir ein bisschen die Gegend zu zeigen?“, fragt Nele ihre zukünftige Klassenkameradin. „Ich kenne mich ja noch nicht so richtig aus.“<br />
<span class="Apple-converted-space"> </span>„Na klar!“, willigt Tina sofort ein. „Ich hab heute sowieso nichts vor, es sind ja noch Ferien.“<br />
Die beiden Mädchen scheinen sich von Anfang an zu mögen und so spazieren sie die lange Straße entlang bis sie zum anderen Ende kommen, dort, wo es nur noch einen Feldweg gibt, der in den Wald führt. Am Waldrand steht ein altes verfallenes Haus. Es sieht unbewohnt aus, aber Nele bemerkt, dass sich der Vorhang am rechten Fenster bewegt.<br />
„Wohnt dort noch jemand?“, fragt sie Tina ungläubig. „Es wirkt etwas unheimlich!“<br />
„Ach, da wohnt so eine alte merkwürdige Frau“, antwortet die neue Freundin. „Die läuft mit einer Katze auf der Schulter herum und sieht aus, wie die Hexe von Hänsel und Gretel.“<br />
„Hast du sie schon mal gesehen?“<br />
„Nö, die sieht niemand, aber sie sieht alles“, antwortet Tina.<br />
„Woher weißt du dann dass sie aussieht wie die Hexe aus dem Märchen?“, will Nele wissen und bei der Vorstellung schüttelt es sie ein bisschen.<br />
„Das hat mir mal jemand erzählt und der weiß es von einem Freund eines Bekannten, der es von einem Kumpel gehört hat, dessen Onkel bei der Zeitung arbeitet und der weiß es von einem Kollegen, der es auch von jemand erzählt bekommen hat. Keine Ahnung wer das war.“ Tina zuckt mit den Schultern und läuft weiter. „Auf jeden Fall muss man sich von dem Haus und der Alten fernhalten.“<br />
Am Abend als Nele schon im Bett liegt, kann sie nicht schlafen. Sie muss immerzu an das denken, was ihre neue Freundin von dem verfallenen Haus und der seltsamen Frau erzählt hat. Hexen gibt es nicht, das weiß sie, deshalb kann sie die ganze Geschichte nicht so richtig glauben. Vielleicht wohnt tatsächlich niemand mehr in diesem Haus und es war ein Luftzug, der den Vorhang in Bewegung versetzt hat.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Als die Eltern vor dem Zubettgehen nochmal einen Blick in Neles Zimmer werfen, ist das Mädchen immer noch wach.<br />
„Bist du aufgeregt, weil die Ferien bald zu Ende sind und du in eine neue Schule gehst?“, fragt die Mutter.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Nein, aber Tina hat mir von einer seltsamen Frau erzählt und an die muss ich dauernd denken.“<br />
So kommt es, dass Nele den Eltern alles berichtet und sie beschließen sich einmal gemeinsam das Haus von außen anzusehen.<br />
Am nächsten Tag geht die Familie spazieren und kommt auch bei dem verfallenen Haus vorbei.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Du hast Recht, es wirkt merkwürdig. Allerdings ist der Garten in Ordnung und überall blühen Blumen“, meint der Vater. „Irgendjemand scheint den Garten zu pflegen. Aber es steht auch kein Name am Briefkasten.“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Wahrscheinlich wohnt tatsächlich niemand hier, aber wir können ja mal klingeln und uns vorstellen“, schlägt die Mutter vor.<br />
Nele nimmt all ihren Mut zusammen und drückt auf die Klingel, doch niemand reagiert.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Da!“, flüstert Nele und deutet auf das eine Fenster. Kaum merklich hat sich der Vorhang bewegt. Und dann plötzlich sieht Nele noch etwas anderes.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Da !“, sagt sie nun schon zum zweiten Mal und nun sehen auch die Eltern die Bewegung.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Hallo!“, ruft der Vater. „Ist da jemand?!“<br />
Im selben Moment öffnete sich die Tür, die anscheinend nur angelehnt war und eine schwarze Katze schleicht aus dem Haus in den Garten.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Nele hält vor Aufregung die Luft an.<br />
„Bestimmt kommt gleich die alte seltsame Frau heraus“, denkt sie. Aber niemand erscheint.<br />
„Wir versuchen es ein anderes Mal“, schlägt die Mutter vor und dann gehen alle drei nach Hause.<br />
In ihrem Zimmer malt Nele ein Bild von der schwarzen Katze, schreibt ganz klein unten in die Ecke ihren Namen und am nächsten Tag wirft sie dieses in den Briefkasten am Zaun des alten verfallenen Hauses.<br />
„Vielleicht holt es ja jemand heraus…“, überlegt sie sich.<br />
Doch die Tage vergehen und Nele hat das Bild, die Katze, das verfallene Haus und die seltsame Frau schon fast vergessen. Die Schule beginnt wieder und ihre Neugier auf die neuen Klassenkameraden ist plötzlich vorrangig.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Am Freitag der ersten Schulwoche bittet die Klassenlehrerin Nele nach Schulschluss vor dem Lehrerzimmer auf sie zu warten.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Habe ich was falsch gemacht?“, will das Mädchen wissen.<br />
„Nein, ich möchte dir jemand vorstellen“, erwidert die Klassenlehrerin lächelnd, nimmt Nele an der Hand und führt sie zu einer Frau, die im Gang steht.<br />
„Das ist meine Freundin Marianne und das ist Nele, die das Bild von Mimi, der schwarzen Katze gemalt hat“, stellt sie die Beiden gegenseitig vor.<br />
„Ich möchte dir danken!“, sagt die Frau. „Meine Mutter, die im Altersheim lebt, hat sich sehr über dein Bild gefreut. Sie liebt die Katze Mimi sehr.“<br />
Nele bekommt ganz große Augen und ihre Wangen laufen vor Stolz und Aufregung rot an.<br />
„Früher hat meine Mutter mit ihrer schwarzen Katze in dem alten Haus gewohnt, aber jetzt ist sie schon viele Jahre im Altenheim. Ich pflege den Garten und füttere die Katze, aber das Haus wieder instandzusetzen, kann ich mir nicht leisten.“<br />
Die Frau namens Marianne holt tief Luft, bevor sie weiter erzählt:<br />
„Du musst wissen, dass die Katze sehr anhänglich war und immer bei meiner Mutter auf der Schulter saß und dann erfinden die Menschen seltsame Geschichten. Meine Mutter ist aber eine sehr liebe, herzensgute und freundliche Frau. Heute ist sie schon etwas vergesslich und an manchen Tagen erkennt sie mich nicht mehr, aber an ihre Katze Mimi kann sie sich immer noch erinnern. Als sie dein Bild sah, standen ihr Freudentränen in den Augen.“</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-schatten-der-krone/">Im Schatten der Krone</a></p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/karl-fridolin-von-tap/">Karl Fridolin von Tap</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*frei erfunden</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Dreibein &#038; Co</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/dreibein-co-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Mar 2019 07:30:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Affe]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Maulwurf]]></category>
		<category><![CDATA[Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Schlange]]></category>
		<category><![CDATA[Terrasse]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Heute habe ich eine Geschichte eingestellt, die ich vor langer Zeit geschrieben habe und die ich Euch nun vorstellen möchte: Wir frühstücken auf unserer Terrasse. Es ist Wochenende und die Sonne strahlt vom Himmel. Ich träume noch ein bisschen vor mich hin, da meint mein Mann: „Hier ist ganz schön was los!“ Verwirrt schaue ich ihn an. Irgendwie scheine ich gerade etwas verpasst zu haben. „Hörst du nichts?“ Ich lausche! Schulterzucken! Kopfschütteln! „Hör einfach genau hin!“ Wieder lausche ich. Es ist kein Krach oder Lärm zu vernehmen, weder der Rasenmäher unseres Nachbarn noch das Motorgeräusch eines Autos ist zu hören. Nichts! Jedenfalls nichts Außergewöhnliches. Und jetzt erkenne ich plötzlich was mein Mann meint: Dort oben im Baum zwitschert ein Vogel, davor sitzt lauernd unsere Katze Lottchen und macht gurrende Laute. Aus unserem Teich, der nebenbei bemerkt etwas mehr ist als eine überdimensionale Pfütze, höre ich einen Frosch quaken. Eine Wespe ist gerade im Anflug auf mein Nutellabrötchen, im Gras zirpst eine Grille und gerade kommt ein kleines Wollknäuel, Nachbars Mischlingshund, schwanzwedelnd und freudig bellend &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Heute habe ich eine Geschichte eingestellt, die ich vor langer Zeit geschrieben habe und die ich Euch nun vorstellen möchte:</strong></p>
<p><span class="dropcap">W</span>ir frühstücken auf unserer Terrasse. Es ist Wochenende und die Sonne strahlt vom Himmel. Ich träume noch ein bisschen vor mich hin, da meint mein Mann:</p>
<p>„Hier ist ganz schön was los!“<br />
Verwirrt schaue ich ihn an. Irgendwie scheine ich gerade etwas verpasst zu haben.<br />
„Hörst du nichts?“<br />
Ich lausche! Schulterzucken! Kopfschütteln!<br />
„Hör einfach genau hin!“<br />
Wieder lausche ich. Es ist kein Krach oder Lärm zu vernehmen, weder der Rasenmäher unseres Nachbarn noch das Motorgeräusch eines Autos ist zu hören. Nichts! Jedenfalls nichts Außergewöhnliches. Und jetzt erkenne ich plötzlich was mein Mann meint:<br />
Dort oben im Baum zwitschert ein Vogel, davor sitzt lauernd unsere Katze Lottchen und macht gurrende Laute. Aus unserem Teich, der nebenbei bemerkt etwas mehr ist als eine überdimensionale Pfütze, höre ich einen Frosch quaken. Eine Wespe ist gerade im Anflug auf mein Nutellabrötchen, im Gras zirpst eine Grille und gerade kommt ein kleines Wollknäuel, Nachbars Mischlingshund, schwanzwedelnd und freudig bellend auf mich zu gerannt. Unser Lottchen, das sich vorsichtshalber in eine andere Ecke verkrochen hat, erhält auch Besuch, nämlich von Kater Samy, den wir liebevoll Dreibein nennen, da ihm ein Bein amputiert werden musste.<br />
„Ja“, sage ich, „hier ist tatsächlich was los! Das reinste Biotop!“<br />
Ich habe noch nicht ausgeredet, da klingelt auch schon das Handy meines Göttergatten und er verzieht sich ins Haus. Mir ist jedoch gerade ein Gedanke gekommen:<br />
„Fehlt nur noch eine Schlange!“<br />
Aber das hatten wir ja auch schon. Damals spielte unser Sohn T. mit den Nachbarjungs vor dem Haus, mein Mann war ebenfalls draußen zugange und ich kümmerte mich um das Mittagessen. Plötzlich klopfte es am Fenster und gleichzeitig klingelte es an der Haustür.<br />
„Was ist denn? Ich kann gerade nicht!“, rief ich und rührte weiter in meinem Gulasch.<br />
Jetzt klopfte es auch noch an der Terrassentür im Esszimmer. Leicht genervt ging ich hin und sah Peter gestikulierend draußen vor der Scheibe stehen.<br />
„Da!“, rief er aufgeregt. „Eine Schlange!“<br />
„Immer diese Spielchen“, dachte ich und zeigte ihm einen Vogel. Als ich mich gerade umdrehen und weggehen wollte, klopfte er abermals, aber mittlerweile sehr energisch.<br />
Inzwischen waren unser Sohn und die Nachbarjungen ins Wohnzimmer gestürmt und suchten in allen Ecken.<br />
„Seid ihr gerade auf Großwildjagd oder was ist los?“, fragte ich sie.<br />
„Nein“, erklärte mir das Nachbarskind. „Frau Berg, hier ist eine Schlange drin!“<br />
Ich kam zu keiner Antwort mehr, denn schon stürmten sie alle in eine Ecke und tatsächlich lag dort eine Schlange. (Sie war durch die gekippte Terrassentür hereingekrochen und dabei von meinem Mann und den Jungs beobachtet worden.)<br />
„Geht mal alle zurück!“, rief ich besorgt. „Es könnte eine Giftschlange sein, die aus einem Terrarium ausgebüxt ist.“<br />
Während T. nach oben in sein Zimmer gerannt war, um sein Tier- und Pflanzenbestimmungsbuch zu holen, erschien mein Mann mit einer Schaufel in der Hand. Ich hatte es allerdings auch vorgezogen einige Schritte zurückzutreten, aber Peter nahm mutig, wie mir in diesem Moment schien, den Kampf mit der Schlange auf. Er nahm sie auf die Schaufel, ging auf uns zu und hielt sie uns unter die Nase. Sie lebte und bewegte sich. T., der mir das aufgeschlagene Buch unter die Nase hielt, meinte:<br />
„Sieht aus wie die hier!“<br />
„Schaff die aus unserem Wohnzimmer raus und nach draußen!“<br />
„Ist doch ganz harmlos!“, meinte jetzt auch der Nachbar, der alles mitbekommen und ins Haus gekommen war.<br />
Ja, ich hatte es inzwischen selbst erkannt, es war nur eine Ringelnatter, doch die wollte ich auch nicht im Wohnzimmer haben.<br />
Ebenso wenig mag ich die Mäuse im Haus haben, die Lottchen fängt. Zum Glück bringt sie uns keine, denn wir haben eine schlaue und lernfähige Katze. Peter, der Mitleid mit den armen Mäuschen hat, nimmt sie ihr nämlich jedes Mal ab. Daher bringt unser Lottchen die Mäuse seither zur Nachbarsfamilie.<br />
Manchmal missglückt eine solche Rettungsaktion allerdings auch, wie zum Beispiel die mit dem armen Maulwurf. Selbst sofortige Reanimationsversuche meines Gatten schlugen fehl und wir mussten dem kleinen Kerl neben unseren beiden Kaninchen und den beiden Meerschweinchen ein Grab schaufeln und ihn würdevoll beerdigen.<br />
Oder die zu rettende Maus wehrte sich mit allen Leibeskräften, die ihr zur Verfügung standen. Nachdem Peter sie aus Lottchens Fängen befreit hatte und sie behutsam in eine andere Ecke des Gartens tragen wollte, biss sie ihn aus lauter Panik in die Hand. Das wiederum hatte zur Folge, dass er sie mit sofortiger Wirkung auf die Erde setzte und sie um ihr Leben lief. Ob sie sich vor unserer Katze in Sicherheit bringen konnte, entzieht sich meiner Kenntnis. Peter jedenfalls stellte für die Maus keine Gefahr mehr dar.<br />
Peters Körperteile haben schon des Öfteren die Selbstverteidigungsmechanismen verschiedener Tiere zu spüren bekommen. So beispielsweise an unserer Hochzeit. Wir waren gerade mal ein oder zwei Stündchen vermählt und befanden uns im Kurpark zum Fototermin. Der Fotograf machte in dieser schönen Natur, mitten im Sommer, bei strahlendem Sonnenschein Aufnahmen von uns. Doch plötzlich schrie Peter auf:<br />
„Au! Verflixt! Was war das jetzt?“<br />
Eine Biene hatte sich unbemerkt auf meinem Brautkleid niedergelassen und als Peter seinen Arm um meine Taille legte, fühlte sie sich bedroht und stach zu.<br />
Dieses Körperteil schwoll damals zwar etwas an, bereitete aber ansonsten keinerlei Probleme. Ganz im Gegensatz zu dem Körperteil, das sich Jahre später ein anderes Tier aussuchte:<br />
Ich kann mich nicht mehr erinnern, welches Ersatzteil wir für unser Auto benötigten. Auf jeden Fall wollte Peter dieses Teil von einem Schrottplatz holen, um es dann selbst einzubauen. Der Eigentümer des besagten Platzes erklärte uns, dass er dieses vorrätig habe, allerdings müsse mein Mann es sich aus einem alten Auto erst ausbauen. So ging er voran, Peter hinterher und dahinter lief der Schäferhund des Schrottplatzbesitzers. So liefen sie im Entenmarsch über den Platz. Aus heiterem Himmel, ohne dass sich mein Mann etwas zu Schulden kommen hätte lassen und ohne Vorwarnung, biss der Hund ihn einfach in seinen Allerwertesten.<br />
„Au!“, schrie er auf. „Der hat mich gerade gebissen!“<br />
„Quatsch!“, antwortete das Herrchen. „Der beißt nicht!“<br />
Der Schäferhund schaute lässig von einem zum anderen, als könne er kein Wässerchen trüben.<br />
„Na, doch! Er hat mich aber gerade gebissen!“<br />
„Kann überhaupt nicht sein! Schauen Sie sich ihn doch an, der ist total lieb!“<br />
„Ist ja möglich, aber trotzdem hat er mich in mein Hinterteil gebissen.“<br />
So kam es, dass mein Mann außer dem Ersatzteil vom Schrottplatzbesitzer auch noch eine Tetanusspritze vom Arzt bekam.<br />
Aber nicht immer waren unsere Begegnungen mit fremden Tieren von Schmerz und Pein überlagert, wir hatten oft auch schon viel Spass mit folgenden (vierbeinigen) Lebewesen. Ich will hierbei gar nicht von meinen Ritten auf einem Esel, Kamel oder Elefanten erzählen, obwohl die sehr lustig waren und von vielen Schreien meinerseits begleitet wurden. Ich denke hierbei eher an zwei Ereignisse auf der schönen Insel Mallorca:<br />
Unser Sohn war noch im Grundschulalter, als wir auf unserer Lieblingsinsel Urlaub machten. Wir hatten einen Mietwagen und fuhren auf der Insel kreuz und quer. So kamen wir auch zu einem Safaripark. Die Tiere liefen frei herum und wir fuhren im Auto über das Gelände. T. freute sich riesig, die Löwen, Zebras oder Kängurus neben, vor und hinter uns in freier Wildbahn zu sehen. Wir waren ja im Inneren des Wagens gut geschützt. Doch wir hatten nicht mit den Affen gerechnet. Die sprangen nämlich auch auf das Auto und nicht nur auf die Motorhaube.<br />
„Achtung, Papa!“, schrie T. auf einmal voller Panik. „Die sind auf dem Dach!“<br />
„Ja und?“<br />
Wir schauten nach oben. Oh, verflixt! Wir hatten vergessen das Schiebedach zu schließen.<br />
„Los, alle Mann zu machen!“, befahl Peter.<br />
Mit vereinten Kräften zerrten wir am Schiebedach von innen, aber gleichzeitig zerrten auch zwei Affen von außen. Jetzt war die Frage, wer war schneller, beziehungsweise, wer hatte die größte Kraft. Wir siegten!!! Zum Glück schafften wir es, bevor einer der Affen in das Innere des Wagens dringen konnte. Da hätte der Spaß nämlich ein Ende gehabt.<br />
Spaß hatten mein Mann und ich auch viele Jahre später, als wir ohne unseren inzwischen erwachsenen Sohn diese Sonneninsel besuchten. Wir waren zur kulturellen Besichtigung auf dem Privatgut „La Granja“ und standen auf einmal etwas abseits des Weges vor einem Hundezwinger. Der süße Mischling kam auch sofort wedelnd an das Zwingergitter und ließ sich durch die Stäbe hindurch streicheln.<br />
„Du bist aber ein süßer kleiner Hund!“, sprach Peter auf ihn ein.<br />
Der Hund signalisierte ganz deutlich, dass er gerne rauskommen wollte.<br />
„Ich darf dich nicht rauslassen“, redete mein Mann weiter. „Aber die Tür kann ich ein bisschen aufmachen, das Schloss ist nämlich offen.“<br />
„Lass das lieber!“, rief ich noch aus, aber da war es auch schon zu spät.<br />
Peter hatte die Tür nur einen Spalt breit geöffnet, das reichte jedoch aus. Der Hund schlüpfte schnell hindurch. Zack, war er weg und Peter rannte hinterher. Das ging eine ganze Weile so, denn wir versuchten ihn dazu zu bewegen, wieder zurück in den Zwinger zu laufen. Leider vergeblich. Er entwischte uns! Aber da er auf das Gut gehörte, kannte er sich aus und fand alleine wieder zurück.</p>
<p>„Du sitzt ja immer noch hier draußen!“, stellt mein Mann fest, als er sein Telefonat beendet hat und wieder in den Garten kommt.<br />
„Ach“, entgegne ich. „Mir sind da gerade ein paar Erinnerungen in den Sinn gekommen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC02150.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-159" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC02150-150x150.jpg" alt="1200px-DSC02150" width="164" height="164" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC02150-150x150.jpg 150w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC02150-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 164px) 100vw, 164px" /></a></p>
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		<title>Tollpatschigkeit</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/tollpatschigkeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2019 21:17:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Holz]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Koffer]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenschein]]></category>
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					<description><![CDATA[Horst ist in Eile, er muss noch zu einer Behörde und einige Unterlagen abgeben. Er packt alles in seinen Aktenkoffer und eilt mit einem kurzen Gruß, den er seiner in der Küche hantierenden Frau zuwirft, zur Haustür hinaus. Noch bevor er seinen Kofferraum aufmachen kann, muss er allerdings nochmal zurück, weil er etwas vergessen hat. Er stellt seinen Aktenkoffer achtlos ab und geht ins Haus. Zwei Minuten später schließt er die Wagentür auf, schwingt sich auf den Fahrersitz, lässt das Auto an und stößt nach hinten, um rückwärts aus der Ausfahrt zu fahren. „Oh nein!“, denkt er erschrocken, als er bemerkt, dass sein Hinterrad über eine Erhöhung rollt. „Was war denn das? Ich habe doch hoffentlich nicht Nachbars Katze überfahren!?“ Automatisch bremst er und haut dann spontan den Vorwärtsgang rein, was jedoch bewirkt, dass das Rad wiederum über dieses Etwas rollt. „Oh Gott! Lass es bitte nicht Minka sein!“, durchfährt es seine Gedanken. Horst reißt die Autotür auf, stürzt panisch nach hinten und bückt sich. „Das war wohl noch mal Glück im Unglück!“, entfährt es &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Horst ist in Eile, er muss noch zu einer Behörde und einige Unterlagen abgeben. Er packt alles in seinen Aktenkoffer und eilt mit einem kurzen Gruß, den er seiner in der Küche hantierenden Frau zuwirft, zur Haustür hinaus. Noch bevor er seinen Kofferraum aufmachen kann, muss er allerdings nochmal zurück, weil er etwas vergessen hat. Er stellt seinen Aktenkoffer achtlos ab und geht ins Haus.</strong></p>
<p><span class="dropcap">Z</span>wei Minuten später schließt er die Wagentür auf, schwingt sich auf den Fahrersitz, lässt das Auto an und stößt nach hinten, um rückwärts aus der Ausfahrt zu fahren.<br />
„Oh nein!“, denkt er erschrocken, als er bemerkt, dass sein Hinterrad über eine Erhöhung rollt. „Was war denn das? Ich habe doch hoffentlich nicht Nachbars Katze überfahren!?“<br />
Automatisch bremst er und haut dann spontan den Vorwärtsgang rein, was jedoch bewirkt, dass das Rad wiederum über dieses Etwas rollt.<br />
„Oh Gott! Lass es bitte nicht Minka sein!“, durchfährt es seine Gedanken.<br />
Horst reißt die Autotür auf, stürzt panisch nach hinten und bückt sich.<br />
„Das war wohl noch mal Glück im Unglück!“, entfährt es ihm als er sieht, was da unter den Reifen geraten ist. Vor Erleichterung, aber auch über seine eigene Tollpatschigkeit beginnt er zu lachen. Seine Frau, die nun vor der Haustür erscheint, stimmt in sein Lachen mit ein, als sie erkennt, was ihr Mann unter dem Auto hervorzaubert. Frustriert und amüsiert zugleich hält er nämlich seinen verbeulten und plattgedrückten Aktenkoffer hoch.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Später auf dem Amt bekommt er nur mit roher Gewalt das Schloss des Koffers auf und erntet von allen Umstehenden großes Gelächter. Auch Bauer Sonnenschein, den Horst gegen Mittag zufällig an der Dönerbude auf dem großen Parkplatz trifft, kann sich vor Lachen kaum halten.<br />
„Wie kann man nur so tollpatschig sein?! Du musst heute Abend beim Stammtisch unbedingt das Corpus Delicti mitbringen und deine Geschichte zum Besten geben. Die anderen werden sich vor Lachen biegen. Mir tut ja auch schon der Bauch weh“, meint Bauer Sonnenschein. „Aber jetzt muss ich schnell weiter. Ich will nachher noch mit dem Traktor Brennholz holen. &#8211; Also dann bis heute Abend! Es wird bestimmt lustig!“<br />
„Und ob der Abend lustig wird, allerdings auf meine Kosten“, denkt sich Horst. „Naja, so ist es eben im Leben. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!“<br />
Am Abend kommt Bauer Sonnenschein beim Stammtisch mitten in eine fröhliche Runde hinein. Er hat sich tüchtig beeilen müssen, denn die Sache mit dem Brennholz hatte doch länger gedauert als gedacht.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Hast du schon gehört, was Horst heute angestellt hat? Das kann auch nur ihm passieren!“, fragt sein Kumpel Klaus und will auch schon erzählen.<br />
„Ja, ja!“, sagt Bauer Sonnenschein kurz angebunden, gibt per Zeichensprache dem Wirt zu verstehen, dass er gerne ein Bier möchte und legt gedankenverloren sein Handy auf den Tisch.<br />
„Ist dir wohl runtergefallen“, meint Klaus und nimmt das Handy in die Hand, um die „Spider-App“, die das Display ziert, besser betrachten zu können.<br />
„Ist mir aus der Hosentasche gefallen“, sagt Bauer Sonnenschein kleinlaut.<br />
Inzwischen ist die Unterhaltung und das Lachen der anderen verstummt und alle begutachten den Schaden am Handy.<br />
„Funktioniert es noch?“, fragt Thomas.<br />
Bauer Sonnenschein nickt und nimmt einen heftigen Schluck aus dem Bierglas. „Du hast mich doch vorhin angerufen und wir haben miteinander telefoniert.“<br />
„Aber was hast du denn mit der Rückseite gemacht?, will jetzt auch Michael wissen. „Da sind so komische Kratzer und Eindrücke drauf, &#8211; ist dir wohl nicht zum ersten Mal runtergefallen?!“<br />
„Doch, schon, aber…“<br />
„Jetzt rück schon raus mit der Sprache“, ermutigt Horst seinen Freund. „Ich habe dir mein Missgeschick auch berichtet.“<br />
„Ich sag doch, es ist mir irgendwann heute Nachmittag aus der Hosentasche gerutscht.“<br />
„Auf die Vorder- oder auf die Rückseite? Jetzt lass dir nicht die Würmer einzeln aus der Nase ziehen“, mischt sich Thomas ein.<br />
„Auf die Rückseite. Allerdings auf einen Kiesuntergrund“, gibt Bauer Sonnenschein zu.<br />
„Das erklärt die Kratzer, aber nicht die Eindrücke und die Spider-App auf der Vorderseite“, gibt Thomas nicht auf.<br />
„Okay, okay, ich gebe alles zu!“, beginnt Bauer Sonnenschein mit einem zerknirschten Gesicht. „Ich habe es nicht gleich bemerkt. Erst als Thomas mich angerufen hat und durch das Klingeln habe ich es auf dem Kiesweg gefunden. Es lag direkt vor dem Traktor, allerdings nachdem …“<br />
„…du bereits einmal mit dem Traktor drüber gefahren warst?!“, meint Klaus grinsend.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„…zweimal“, korrigiert Bauer Sonnenschein.<br />
„Soviel zum Thema Tollpatschigkeit!“, klatscht Klaus fröhlich in die Hände.<br />
Fast unmerklich nickt Bauer Sonnenschein und zieht alle Lacher auf sich. *</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>*Man glaubt es kaum, aber für diese Geschichte gaben mir zwei Ereignisse aus unserem Freundeskreis die Vorlage.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Abenteuer des kleinen Matz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2016 18:22:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Brüder]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Leckereien]]></category>
		<category><![CDATA[Mama]]></category>
		<category><![CDATA[Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Mauseloch]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Papa]]></category>
		<category><![CDATA[Torte]]></category>
		<category><![CDATA[Zwillinge]]></category>
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					<description><![CDATA[Piep und Matz sind zwei kleine Zwillingsmäusekinder, die mit ihren Eltern in einem Mauseloch, also ihrer Mäusewohnung leben. Diese befindet sich in einem schönen Garten nicht weit von der Gartenlaube entfernt. Piep und Matz sind ganz klein und müssen noch viel lernen. Deshalb dürfen sie nur gemeinsam mit ihren Eltern nach draußen in die große weite Welt. „Ihr Zwei bleibt schön zu Hause und wartet bis Papa und Mama zurück sind. Wir gehen auf Futtersuche und bringen Euch gleich was Leckeres mit“, sagt der Vater streng zu den beiden Mäusekindern. „Ihr wisst ja, dass es draußen ganz gefährlich ist und es auch eine Katze in dem Garten außerhalb unserer Mäusewohnung gibt. Seid schön artig und macht, was der Papa gesagt hat“, ermahnt die Mutter. Piep und Matz piepen ein „Jawohl, liebe Eltern!“ in ihrer Mäusesprache und kuscheln sich aneinander. Hier unten ist es schön warm und ihr Nestchen bietet ihnen Schutz und Behaglichkeit. Die Beiden fühlen sich sicher und entschwinden auch gleich in das Land der süßen Träume. Während Piep von einer großen Katze träumt, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Piep und Matz sind zwei kleine Zwillingsmäusekinder, die mit ihren Eltern in einem Mauseloch, also ihrer Mäusewohnung leben. Diese befindet sich in einem schönen Garten nicht weit von der Gartenlaube entfernt. Piep und Matz sind ganz klein und müssen noch viel lernen. Deshalb dürfen sie nur gemeinsam mit ihren Eltern nach draußen in die große weite Welt.</strong><br />
<span class="dropcap">„I</span>hr Zwei bleibt schön zu Hause und wartet bis Papa und Mama zurück sind. Wir gehen auf Futtersuche und bringen Euch gleich was Leckeres mit“, sagt der Vater streng zu den beiden Mäusekindern.<br />
„Ihr wisst ja, dass es draußen ganz gefährlich ist und es auch eine Katze in dem Garten außerhalb unserer Mäusewohnung gibt. Seid schön artig und macht, was der Papa gesagt hat“, ermahnt die Mutter.<br />
Piep und Matz piepen ein<br />
„Jawohl, liebe Eltern!“<br />
in ihrer Mäusesprache und kuscheln sich aneinander. Hier unten ist es schön warm und ihr Nestchen bietet ihnen Schutz und Behaglichkeit. Die Beiden fühlen sich sicher und entschwinden auch gleich in das Land der süßen Träume. Während Piep von einer großen Katze träumt, die ihn als einen leckeren Happen verschlingt, sieht Matz ein großes Stück Käse in seinen Träumen. Piep schrickt mit einem lauten Piep auf und zittert vor Angst.<br />
„Nein, nein! Bitte, bitte lass mich wieder frei und zerbeiße mich nicht mit deinen Zähnen!“, schreit er voller Angst und reißt ganz plötzlich die Augen auf. Sein Herz bubbert wie wild und seine Augen sind riesengroß. Er stupst den schlafenden und schmatzenden Matz an, damit ihn dieser vor der grauenvollen Katze beschützen soll.<br />
„Was ist denn?“, fragt dieser ganz mürrisch. „Ich hatte gerade ein leckeres Stückchen Käse direkt vor meiner Nase. Ich wollte in dem Moment reinbeißen, als du mit deinem Geschrei angefangen hast. Das ist ganz schön gemein!“<br />
„Die Katze wollte mich doch fressen“, verteidigt sich Piep.<br />
„Papalapap! Hier ist keine Katze! Ruhe jetzt!“ Matz ist richtig böse, denn mittlerweile knurrt auch sein Magen ganz heftig. Vielleicht kann er ja noch einmal einschlafen und einfach weiter träumen. Er versucht es und drückt die Augen so fest zu, wie er nur kann. Aber sein Magen knurrt und knurrt und lässt ihn nicht mehr in das Land der Träume entschwinden.<br />
Wenn doch endlich Papa und Mama mit den versprochenen Leckereien kommen würden. Aber bisher regt sich nichts, obwohl die Eltern nun schon eine gefühlte Ewigkeit weg sind.<br />
„Ich gehe jetzt nach oben und halte mal Ausschau nach Papa und Mama“, sagt Matz zu seinem Zwillingsbruder.<br />
„Nein, bleib hier!“, ruft Bruder Piep erschrocken aus. „Du hast doch gehört, was unsere Eltern gesagt haben. Wir sind noch zu klein und draußen lauern große Gefahren!“, warnt Piep.<br />
„Ich will doch auch nur aus dem Mauseloch raus schauen“, beruhigt ihn Matz. „Das ist ganz ungefährlich.“<br />
„Aber komm sofort wieder. Wenn Papa und Mama dich erwischen, dann ist aber ganz schön was los. Dann bekommst du bestimmt für den Rest der Woche Hausarrest“, ermahnt Piep den kleinen Matz.<br />
Doch das hört der Zwillingsbruder schon nicht mehr. Er ist längst oben angekommen und blinzelt der Sonne entgegen. Von den Mäuseeltern ist weit und breit nichts zu sehen. Stattdessen sieht er tatsächlich ganz viele Leckereien. Auf dem Gartentisch auf der Terrasse steht eine tolle Sahnetorte. Dem kleinen Matz läuft das Wasser nur so in seinem winzigen Mäusemund zusammen.<br />
„Soll ich oder soll ich nicht?“, überlegt er einen Moment. „Wenn ich flink genug bin, dann kann ich mir schnell einen süßen Happen von der Torte holen. Und einen zweiten Happen für meinen Bruder Piep auch noch.“<br />
Matz sieht sich noch einmal kurz um und erkennt keinerlei Gefahr. Weder Mensch noch Tier sind zu erkennen.<br />
„Ach, was soll es“, beschließt er. „Ich bin in Null Komma Nichts wieder hier und keiner bemerkt von meinem kleinen Ausflug etwas. Piep wird wird mich schon nicht verraten, denn er bekommt ja auch ein Stückchen Torte“, überlegt der kleine Matz weiter.<br />
Schwuppdiwupp ist er draußen auf der Wiese und rennt in Richtung Terrasse.<br />
„Stopp!“, erschallt plötzlich ein lauter Warnruf und Matz erstarrt.<br />
Zwei große grüne Augen blicken ihn an und eine Schnauze kommt verdächtig nahe.<br />
„Wohin des Weges, du kleiner Hosenscheißer?“, fragt ihn eine braun getigerte Katze.<br />
„Ich, …ich… hab so großen Hunger und da dachte ich…“<br />
„Du hast hier gar nichts zu denken. Das ist mein Revier und Hunger hab ich übrigens auch. Und zwar auf kleine Mäusekinder wie dich!“, schallt es zu Matz hinüber.<br />
„Bitte, bitte, tu mir nichts!“, piepst er total erschrocken zurück. „Ich bin doch noch so klein und wusste nicht, dass das dein Revier ist.“<br />
„Ein bisschen klein bist du tatsächlich. Gerade genug für einen hohlen Zahn“, überlegt die Katze.<br />
„Ja und ich schmecke auch gar nicht gut“, versucht Matz seinem Feind glaubhaft zu machen.<br />
„Das überlass mal ruhig mir. Was mir schmeckt, das werde ich doch wohl besser wissen als du!“, kontert die Katze. Aber ich überlege mir das noch, ob ich dich jetzt sofort fresse oder dich einfach ziehen lasse.“<br />
„Ach ja, bitte. Ich komme auch nicht mehr in dein Revier! Versprochen!“, beteuert Matz ganz hoffnungsvoll.<br />
„Lass uns ein bisschen Nachlauf und Verstecken spielen“, schlägt nun die Katze vor und gibt Matz mit ihrer Tatze einen Schups. „Ich liebe es nämlich mit kleinen Mäuschen zu spielen!“<br />
Entsetzt macht Matz einen Satz nach vorne und rennt so schnell, wie ihn seine kleinen Füßchen tragen können. „Hoffentlich ist das kein Trick!“, überlegt er, doch da kommt ihm die Katzenpfote schon wieder verdächtig nahe.<br />
„Ich muss versuchen, so schnell wie möglich mein Mauseloch zu erreichen“, schießt es ihm durch den Kopf.<br />
„Glaub nur nicht, dass du mich austricksen kannst. Ich lasse dich sowieso nicht in dein Mauseloch!“, warnt die Katze und sperrt ihr Maul verdächtig weit auf. Sie rennt hinter Matz her, um dann aber plötzlich vor ihm zu stehen und ihm den Weg zu versperren.<br />
Matz rennt mal links, mal rechts, mal vor, mal zurück. Inzwischen ist er voller Panik und weiß weder ein noch aus.<br />
„Mama! Papa!“, schreit er. „Helft mir doch!“<br />
Doch die Eltern sind noch nicht von ihrem Ausflug zurück und sein Bruder Piep kann ihm sowieso nicht helfen, außerdem hört er ihn auch gar nicht. Matz ist ganz alleine auf sich gestellt. Das Knurren in seinem Magen ist auch verstummt, denn dieser ist anscheinend genauso verängstigt, wie Matz selbst.<br />
Schon wieder schlägt die Katzentatze nach dem kleinen Mausekind und hätte ihm fast mit dem kräftigen Hieb den Garaus gemacht. Matz zittert und bibbert und kann sich auf einmal gar nicht mehr rühren.<br />
„Gleich ist es vorbei“, denkt er gerade noch, da spürt er etwas über sich. Es wird dunkel um ihn herum und plötzlich geht alles ganz schnell. Etwas greift nach ihm und hebt ihn hoch und dann verlassen Matz die Sinne. Er wird einfach ohnmächtig.<br />
Als er wieder zu sich kommt und die Augen öffnet, sieht er zwei Augen und spürt, dass jemand zärtlich über seinen kleinen Körper streicht.<br />
„Bin ich jetzt im Mäusehimmel?“, denkt er sich.<br />
Doch dann bemerkt er, dass ihn eine Menschenhand vor dem Verderb gerettet hat und ihn nun direkt vor seinem Mauseloch absetzt.<br />
„Lottchen verschwinde und lass das arme Mäuschen in Frieden!“, ruft dieser Mensch der Katze zu und zu Matz sagt er: „Lauf ganz schnell hinein, dann kann dir das Lottchen nichts mehr tun.“<br />
Matz rennt um sein Leben, immer weiter die Gänge entlang nach unten zu seiner Mäusewohnung.<br />
„Da bist du ja endlich!“, ruft ihm Piep entgegen. Wo warst du denn so lange? Die Eltern werden gleich kommen.“<br />
„Das erzähle ich dir später, jetzt muss ich erst einmal verschnaufen“, sagt Matz, kuschelt sich zu seinem Zwillingsbruder und ist auch schon eingeschlafen.<br />
„Schau nur, wie gehorsam unsere beiden Kinder sind und wie friedlich sie schlafen“, sagt die Mäusemutter ganz stolz zu ihrem Mäusemann, als sie mit den Leckereien zurück sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Pit Struwwel und Franz Stroh</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Oct 2016 22:01:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Geselle]]></category>
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		<category><![CDATA[Hühner]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hut]]></category>
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					<description><![CDATA[Pit steht am Rande des Stoppelfeldes. Er ist eigentlich ein lustiger Geselle. Schon sein Aussehen ist kunterbunt. Er trägt eine braune Hose mit bunten Stoffflicken und einen grünen Mantel, der ebenfalls einige Flicken enthält. Um seinen Hals ist ein orangefarbenes Tuch geschlungen und auf seinem Kopf thront ein schwarzer Schlapphut mit einem grünen Band. Meist hat Pit gute Laune, doch heute ist er alles andere als gut drauf, wie man landläufig so sagt. Seine Stimmung ist auf dem Tiefpunkt angekommen. Warum? Naja, erstens weil er hier fast alleine in der gottverlassenen Gegend herumsteht und zweitens, weil es in Strömen regnet. Der dritte Grund für seine schlechte Laune sind die immer weiter sinkenden Temperaturen. Normalerweise würde er gar nicht mehr hier draußen stehen, sondern wäre in der Wärme und hätte ein Dach über dem Kopf. „Ich frage mich, warum sie mich hier einfach stehen lassen und sich keiner um mich kümmert“, überlegt er. „Das war noch niemals so. Jedes Jahr haben sie mich abgeholt.“ Pit blickt sich mürrisch in der Gegend um. Sein Blick sucht jemand. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pit steht am Rande des Stoppelfeldes. Er ist eigentlich ein lustiger Geselle. Schon sein Aussehen ist kunterbunt. Er trägt eine braune Hose mit bunten Stoffflicken und einen grünen Mantel, der ebenfalls einige Flicken enthält. Um seinen Hals ist ein orangefarbenes Tuch geschlungen und auf seinem Kopf thront ein schwarzer Schlapphut mit einem grünen Band.</strong></p>
<p><span class="dropcap">M</span>eist hat Pit gute Laune, doch heute ist er alles andere als gut drauf, wie man landläufig so sagt. Seine Stimmung ist auf dem Tiefpunkt angekommen. Warum? Naja, erstens weil er hier fast alleine in der gottverlassenen Gegend herumsteht und zweitens, weil es in Strömen regnet. Der dritte Grund für seine schlechte Laune sind die immer weiter sinkenden Temperaturen. Normalerweise würde er gar nicht mehr hier draußen stehen, sondern wäre in der Wärme und hätte ein Dach über dem Kopf.</p>
<p>„Ich frage mich, warum sie mich hier einfach stehen lassen und sich keiner um mich kümmert“, überlegt er. „Das war noch niemals so. Jedes Jahr haben sie mich abgeholt.“<br />
Pit blickt sich mürrisch in der Gegend um. Sein Blick sucht jemand. Dort drüben, am Rand des anderen Ackers, steht sein alter Kumpel Franz. Er trägt einen braunen Schlapphut, allerdings mit einem orangefarbenen Band. Sein Halstuch ist blau und sein roter mit Flicken bedeckter Mantel reicht bis auf die Erde.<br />
„Hey Franz!“, ruft er hinüber. „Du bist ja auch noch da! Ist es dir auch so bitterkalt?“<br />
„Und wie!“, schallt es zu Pit herüber. „Ich bin schon ganz unterkühlt und vom Regen auch noch fast durchgeweicht. Lange halte ich es hier nicht mehr aus.“<br />
„Wir müssen uns was einfallen lassen“, schreit Pit.<br />
„Ich überlege ja schon die ganze Zeit“, antwortet Franz. „Aber mir will einfach keine Idee kommen. Wir werden abwarten müssen und wenn uns nicht bald jemand hier errettet, dann werden wir uns wohl den Tod holen.“<br />
Pit nickt und pflichtet seinem Kumpel zu, danach versinken beide wieder in ihren Gedanken. Sie zittern und bibbern und versuchen den vielen dicken Regentropfen standzuhalten.<br />
Es dauert nicht lange, da kommt ein kleines Kätzchen vorbei. Es versucht vor der Nässe in Pits Hosenbein Schutz zu suchen.<br />
„Darf ich mich ein bisschen bei dir aufwärmen?“, fragt es schüchtern und schmiegt sich ganz dicht an Pit. „Ich bin nämlich wasserscheu!“<br />
„Mach nur!“, sagt Pit. „Aber viel wird es dir nicht bringen, denn meine Kleidung ist schon ganz durchgeweicht.“<br />
„Wieso steht ihr denn hier so rum, wie bestellt und nicht abgeholt?!“, will das Kätzchen wissen. Übrigens, ich bin Kitty.“<br />
„Gestatten, ich bin Pit und mein Kumpel dort drüben ist Franz. Wir sind hier schon den ganzen Sommer über, tun unsere Arbeit und eigentlich sollten wir noch vor dem schlechten Wetter abgeholt werden, aber sie haben uns vergessen.“<br />
„Das ist aber gemein“, meint Kitty. „Ihr habt doch den ganzen Sommer über gute Arbeit geleistet und jetzt sind sie so undankbar und denken nicht mehr an euch. Vielleicht kann ich euch helfen!“<br />
„Du?“ fragt Pit erstaunt.<br />
„Du bist doch nur ein kleines Kätzchen, wie willst du uns denn helfen. Ach lass nur, wir sind verloren, das müssen wir einfach begreifen“, ruft Franz, dem der Wind die Worte des Kätzchens hinüber getragen hat.<br />
„Ich komme wieder!“, gibt Kitty den beiden traurigen Gesellen zu verstehen. „Haltet durch!“  Und schon läuft sie über das Feld in Richtung Dorf.<br />
Als sie auf dem Bauernhof angekommen ist, auf dem auch ihre Eltern wohnen, erzählt sie ihnen sofort von Pit und Franz.<br />
„Kitty, wir sind viel zu klein und schwach. Wir können nicht helfen.“<br />
„Aber die beiden sterben doch sonst!“ Kitty weint, denn sie mag die beiden Gesellen.<br />
„Dann lass uns mal zu den Kühen gehen. Die sind groß und stark und bei ihnen im Stall könnten Pit und Franz auch wohnen“, schlägt Kittys Papa vor.<br />
Die drei Katzen marschieren in den Stall, wo ganz viele Milchkühe stehen und muhen.<br />
„Wir brauchen eure Hilfe“, sagt Kittys Mama und gemeinsam erzählen sie die Geschichte von Pit und Franz.<br />
„Muh!“, ruft die Anführerin der Kühe. „Das ist ja ein schlimmes Schicksal und die Beiden tun uns ja auch leid, aber wir können nicht helfen. Unsere Euter sind voller Milch, wir müssen gemolken werden. Außerdem sind wir hier eingesperrt und angebunden. Wir können nicht weg.“<br />
Kitty wird immer trauriger und macht ganz große Augen, die sich verdächtig mit Wasser füllen. Als die Kühe das sehen, werden sie ganz unruhig und muhen alle durcheinander. Sie beratschlagen, ob es eine Lösung für dieses verzwickte Problem gibt.<br />
„Ich hab’s!“, ruft plötzlich Milly, die dritte Kuh von links. „Geht zum Hofhund Bello! Der darf frei herumlaufen, ist stark und kann euch bestimmt behilflich sein!“<br />
Kaum hat Milly ausgesprochen, da rennen die drei Katzen auch schon zur Stalltür hinaus und quer über den Hof.<br />
„Bello! Bello! Bello!“, rufen sie dem großen Hund entgegen.<br />
„Was macht ihr für ein Getöse! Haut ab, ich will meine Ruhe und kann keine Katzen gebrauchen.“<br />
„Aber wir brauchen dich!“, sagt Kitty und bleibt ein Stückchen von Bello entfernt sitzen. „Ach lieber Bello, nur du kannst uns helfen!“, schmeichelt sie sich bei dem Hofhund ein.<br />
„Ich soll euch kleinen Fellnasen helfen?! Haha!“<br />
„Nein, eigentlich nicht uns, sondern Pit und Franz!“, schnurrt Kitty und auch ihre Eltern miauen in den schönsten Katzentönen, die jedes Herz erweichen können.<br />
„Wer zum Kuckuck sind denn Pit und Franz?“ Bello ist neugierig geworden und hört nun den Ausführungen der Katzen zu. „Führt mich zu ihnen!“, befiehlt er als sie geendet haben.<br />
So kommt es, dass Kitty als Anführerin voraus läuft, gefolgt von ihrer Mama und ihrem Papa und hintendrein marschiert Bello.<br />
Als sie bei den beiden traurigen Gesellen angekommen sind, springt Bello zunächst zu jedem von ihnen und hebt erst einmal sein Bein. Das tut er jedoch aus Freude, denn die Beiden gefallen ihm. Er mag sie auf Anhieb und willigt ein, ihnen zu helfen. Er zerrt an Pits Hosenbein.<br />
„Hey, lass das! Du zerreißt doch meine gute Hose!“, beschwert sich dieser.<br />
„Das ist auch meine Absicht, denn ich brauche ein Stück deiner Hose!“, gibt Bello ihm zu verstehen.<br />
„Untersteh dich!“, wehrt sich Pit abermals, doch seine Worte werden von dem Sturm verschluckt, der plötzlich aufzieht. Ein tüchtiger Windstoß fegt den Hut von Franz von dessen Kopf. Bello springt schnell hinüber, schnappt sich den Hut und läuft zurück zum Bauernhof.<br />
Dort sucht er sein Herrchen, den Bauer Schmidt. Zum Glück findet er ihn ziemlich rasch. Er ist gerade beim Füttern der Hühner.<br />
„Was schleppst du denn da an?“, fragt der Bauer verdutzt und nimmt den Hut aus Bellos Maul. „Seltsam, was ist das denn für ein Schlapphut?“, überlegt Bauer Schmidt und dreht den Hut gedankenverloren in seinen Händen.<br />
Bello bellt ganz laut sein Herrchen an und springt immer wieder ein Stückchen vor und zurück.<br />
„Willst du, dass ich mit dir komme? Willst du mir etwas zeigen?“<br />
Bauer Schmidt greift sich seine Jacke, setzt sich selbst den Schlapphut auf und folgt dem Hofhund über die Felder. Doch plötzlich sieht er die beiden traurigen Gesellen und weiß, was sein treuer Bello von ihm möchte.<br />
„Ach!“, sagt er. „Euch habe ich ja ganz vergessen.“<br />
Schnell greift er sich Pit und dann klemmt er sich auch noch Franz unter den Arm. Eilig bringt er die beiden Gesellen auf den Hof und weist ihnen einen Platz zum Trocknen in einer Ecke des Kuhstalls zu.<br />
Am Abend kommen Bello, Kitty und deren Eltern bei den Vogelscheuchen Pit und Franz vorbei. Die Beiden haben strahlende Gesichter aufgesetzt und begrüßen ihre Helfer mit einem freundlichen Hallo und einem großen Dankeschön.<br />
„Das war Rettung in letzter Minute. Der Sturm hätte uns jetzt noch den Garaus gemacht. Habt Dank, liebe Freunde!“, rufen sie glückselig im Chor.<br />
Als Bauer Schmidt das Hoflicht löscht, hört er aus dem Stall das Muhen der Kühe, das Miauen der Katzen, Bellos freundliches Bellen und das Lachen der beiden Geretteten. Und wer genau hinhört, vernimmt auch noch das aufgeregte Gackern der Hühner, die die frohe Botschaft von Pit und Franz’ Rettung ihrem Hahn erzählen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pit Struwwel</strong><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-3762 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5413-839x1024.jpg" alt="1200px-_dsc5413" width="839" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5413-839x1024.jpg 839w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5413-246x300.jpg 246w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5413-768x937.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5413.jpg 1199w" sizes="(max-width: 839px) 100vw, 839px" /></p>
<p><strong>Franz Stroh</strong><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3763 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5414-948x1024.jpg" alt="1200px-_dsc5414" width="840" height="907" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5414-948x1024.jpg 948w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5414-278x300.jpg 278w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5414-768x829.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5414.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Anton</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2016 10:47:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Abfall]]></category>
		<category><![CDATA[Anton]]></category>
		<category><![CDATA[gelb]]></category>
		<category><![CDATA[grün]]></category>
		<category><![CDATA[Hochzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[kennengelernt]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Mülltonne]]></category>
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					<description><![CDATA[Sabine, genannt Bienchen, ist mit ihren Eltern am Meer. Genauer gesagt am Mittelmeer, auf einer Insel. Bienchen ist erst 5 Jahre und dies ist ihre zweite Reise zum großen Wasser, wie sie das Meer nennt. Heute sind sie auf Besichtigungstour. Das ist ein bisschen langweilig, denn sie spielt am liebsten am Strand und baut mit ihrem Paps Burgen oder plantscht mit Mama und Papa im seichten Wasser. Während ihre Eltern die Aussicht bewundern, schleckt sie ein Eis und sieht sich nach interessanteren Dingen um. Doch hier ist nicht viel. Sie sieht eine kleine Kapelle, ein paar Felsen, das Meer und den Himmel über ihnen. Doch dort vorne huscht etwas um die Ecke. Ein kleines Kätzchen. Sie läuft ihm entgegen, in der Hoffnung, dass es sich streicheln lässt. Dabei verliert sie ihren inzwischen leeren Eisbecher. Achtlos lässt sie ihn liegen. „Hey, du da!“, hört sie auf einmal jemand rufen. „Was soll das denn?“ Sie dreht sich erschrocken um, kann aber niemand erkennen. Doch dann hört sie die leicht verärgerte Stimme schon wieder. „Haben deine Eltern dir &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sabine, genannt Bienchen, ist mit ihren Eltern am Meer. Genauer gesagt am Mittelmeer, auf einer Insel. Bienchen ist erst 5 Jahre und dies ist ihre zweite Reise zum großen Wasser, wie sie das Meer nennt. Heute sind sie auf Besichtigungstour. Das ist ein bisschen langweilig, denn sie spielt am liebsten am Strand und baut mit ihrem Paps Burgen oder plantscht mit Mama und Papa im seichten Wasser.</strong></p>
<p><span class="dropcap">W</span>ährend ihre Eltern die Aussicht bewundern, schleckt sie ein Eis und sieht sich nach interessanteren Dingen um. Doch hier ist nicht viel. Sie sieht eine kleine Kapelle, ein paar Felsen, das Meer und den Himmel über ihnen. Doch dort vorne huscht etwas um die Ecke. Ein kleines Kätzchen. Sie läuft ihm entgegen, in der Hoffnung, dass es sich streicheln lässt. Dabei verliert sie ihren inzwischen leeren Eisbecher. Achtlos lässt sie ihn liegen.<br />
„Hey, du da!“, hört sie auf einmal jemand rufen. „Was soll das denn?“<br />
Sie dreht sich erschrocken um, kann aber niemand erkennen. Doch dann hört sie die leicht verärgerte Stimme schon wieder.<br />
„Haben deine Eltern dir das nicht beigebracht?“<br />
„Was?“, fragt sie ein bisschen ängstlich zurück und blickt sich irritiert um. „Wo bist du überhaupt?“<br />
„Dreh dich ein Stückchen nach links, dann siehst du mich. Ich bin nicht zu übersehen!“<br />
„Aber warum versteckst du dich jetzt vor mir, denn ich sehe niemand.“<br />
„Ich bin ja auch kein Niemand!“, dröhnt es zurück.<br />
„Wer bist du denn? Und komm endlich raus!“, fordert Bienchen den Unbekannten auf. Langsam wird es ihr unheimlich zumute und gerade als sie zu ihren Eltern zurücklaufen will, da sieht sie ihn.<br />
Tatsächlich, er ist eigentlich nicht zu übersehen. Groß und rund mit vielen gelben und grünen Streifen steht er da und scheint sie anzulächeln.<br />
„Na also, hast du mich endlich entdeckt!“, klingt es zu Bienchen herüber.<br />
„Du kannst sprechen?“<br />
„Ja, nur leider hören mich nicht alle Menschen. Viele sind zu unsensibel oder achtlos. Sie wollen mich weder hören, noch sehen. Außerdem, wer gibt sich schon mit einem Mülleimer ab?!“, sagt der gelb-grüne Kerl jetzt mit trauriger Stimme.<br />
„Wieso?“, Bienchen tritt näher und plappert fröhlich darauf los. „Du bist doch sehr hübsch. Ich mag dich!“<br />
„Dann gib mir doch bitte auch ganz schnell was zu essen, ich bin soooo hungrig!“<br />
Bienchen läuft rasch zu ihrem Eisbecher zurück und bringt ihn zum Mülleimer. Sie stellt sich auf die Zehenspitzen und öffnet den Deckel, um den leeren Eisbecher einzuwerfen.<br />
„Dankeschön!“ klingt es fröhlich zurück.<br />
Bienchen wirft einen flüchtigen Blick zu ihren Eltern. Diese stehen unweit der kleinen Kapelle und beobachten eine Hochzeitszeremonie, die dort zufällig stattfindet. Schnell winkt Bienchen ihren Eltern zu. Die Hochzeit interessiert sie im Moment überhaupt nicht. Sie hat hier eine viel interessantere Bekanntschaft gemacht.<br />
„Warum stehst du hier so alleine rum?“<br />
„Oh, ich fühle mich nicht einsam. Ich habe den besten Platz mit der schönsten Aussicht auf das Meer. Und die Sonne wärmt mich jeden Tag. Die Katzen kommen oft und holen sich bei mir ihr Fressen ab, das die Menschen nicht mehr wollen und bei mir entsorgen. Manchmal fliegt auch eine Möwe über mich hinweg und lässt etwas zu mir herunterfallen.“<br />
Sabine kichert, denn sie weiß, was die Möwe da fallen lässt.<br />
„Mama sagt, das bringt Glück!“</p>
<p>Nach einem kurzen Moment des Schweigens macht sie vor der Tonne einen Knicks und stellt sich vor:<br />
„Ich bin Sabine und wie heißt du eigentlich oder soll ich dich nur Mülleimer nennen?“, will sie wissen.<br />
„Gestatten: <strong>Anton</strong>, mein Name!“, erwidert der Gelb-Grün-Gestreifte.<br />
<strong>A</strong> wie Abfall,<br />
<strong>N</strong> wie Nutzloses,<br />
<strong>T</strong> wie Taschentücher, Tüten, Tageszeitungen, Trinkflaschen,<br />
<strong>O</strong> wie Obstschalen, Ohrenstäbchen,<br />
<strong>N</strong> wie Nussschalen,….“</p>
<p>„Bei uns darf man nicht alles in eine Tonne werfen“, erklärt Bienchen. „Wir haben eine Tonne für Plastik, eine für Papier, eine für Obst- und Kartoffelschalen, die Mama Biotonne nennt, eine für den Restmüll und am Parkplatz nebenan steht noch eine für Glas.“<br />
„Du bist aber ein schlaues Mädchen“, lobt Anton sie. Hier bei uns bin ich alleine für Alles zuständig, aber vielleicht bekomme ich ja bald auch ein paar Kumpels, die mir bei der Müllsammlung helfen“, erwidert Anton. „Das wäre nicht schlecht, denn manchmal bin ich so voll, dass alles aus mir herausquillt und auf die Erde fällt.“<br />
Sabine nickt und hebt ein Kaugummipapier von der Erde auf, um es Anton zu schenken.<br />
„Sabine! Komm wir wollen weiter!“, ruft es in diesem Moment.<br />
„Gleich!“, ruft das Mädchen zurück und schließt den Deckel der Tonne.<br />
„Tschüss Anton! Ich werde oft an dich denken!“<br />
Als Sabine eine Woche später mit ihren Eltern zu Hause die Urlaubsfotos betrachtet, da entdeckt sie die gelb-grün gestreifte Abfalltonne ganz klein auf einem der Bilder.<br />
„Hallo Anton!“, ruft sie der Tonne in Gedanken zu. “Schön, dich kennengelernt zu haben!“</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Katz und Maus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2016 18:02:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Herrchen]]></category>
		<category><![CDATA[Käfer]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Katzenklappe]]></category>
		<category><![CDATA[Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Schmetterling]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Vogel]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ich liege noch in meinem Körbchen, das ganz hinten im Haus steht, dort wo auch meine Katzenklappe ist. Zum Fenster scheint schon die schöne Frühlingssonne herein und kitzelt mich mit ihren Strahlen an der Nase. Ob ich will oder nicht, jetzt muss ich meine Augen aufmachen und meine Ohren natürlich auch.  Oh, draußen ist es schön und die Vögel zwitschern! Da muss ich raus! Wo bleibt nur das Frauchen? Sie muss mir unbedingt die Katzenklappe aufmachen! Warum kommt sie denn nicht endlich? Sie weiß doch ganz genau, dass ich unbedingt nach draußen will! Na gut, wenn es noch ein Weilchen dauert, dann springe ich einfach mal schnell auf das Fensterbrett. Von dort kann ich ganz genau sehen, was draußen im Garten los ist. Und da ist eine ganze Menge los, es wimmelt nur so von Köstlichkeiten und Spielgelegenheiten. Alle sind sie dort im Garten versammelt: Die Vögel fliegen und setzen sich in die Äste der Bäume, dort fliegt ein Schmetterling, da sehe ich sogar einen Käfer über die Grashalme klettern und gerade ist direkt vor &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Ich liege noch in meinem Körbchen, das ganz hinten im Haus steht, dort wo auch meine Katzenklappe ist. Zum Fenster scheint schon die schöne Frühlingssonne herein und kitzelt mich mit ihren Strahlen an der Nase. Ob ich will oder nicht, jetzt muss ich meine Augen aufmachen und meine Ohren natürlich auch. </strong></p>
<p><span class="dropcap">Oh</span>, draußen ist es schön und die Vögel zwitschern! Da muss ich raus! Wo bleibt nur das Frauchen? Sie muss mir unbedingt die Katzenklappe aufmachen! Warum kommt sie denn nicht endlich? Sie weiß doch ganz genau, dass ich unbedingt nach draußen will!<br />
Na gut, wenn es noch ein Weilchen dauert, dann springe ich einfach mal schnell auf das Fensterbrett. Von dort kann ich ganz genau sehen, was draußen im Garten los ist. Und da ist eine ganze Menge los, es wimmelt nur so von Köstlichkeiten und Spielgelegenheiten.<br />
Alle sind sie dort im Garten versammelt: Die Vögel fliegen und setzen sich in die Äste der Bäume, dort fliegt ein Schmetterling, da sehe ich sogar einen Käfer über die Grashalme klettern und gerade ist direkt vor meinem Fenster eine kleine Maus vorbei gehuscht.<br />
Wann kommt denn Frauchen endlich?<br />
Jetzt ärgere ich mich aber!<br />
Hat sie mich vergessen?<br />
Nein, das glaube ich nicht, denn mein Frauchen ist ganz lieb und vergessen hat sie mich noch nie.<br />
Ach, jetzt höre ich auch, dass sich was im Hause tut. Schritte nähern sich. Ich stelle mich schon mal an die Kellertür, denn gleich muss sie aufgehen.“<br />
„Guten Morgen Lottchen!“<br />
„Ja, ja! Du kommst aber spät! Ich muss dringend raus!“, meckere ich mein Frauchen an und vergesse ganz ihr einen freundlichen Morgengruß entgegenzurufen.“<br />
„Na, du hast es aber heute Morgen eilig! Ich muss doch erst einmal Deine Katzenklappe aufmachen!“<br />
„Die interessiert mich jetzt nicht! Ich will raus, aber doch nicht durch diese enge Katzenklappe. Das wäre ja noch schöner! Hinten zur Terrassentür will ich raus, die soll mir mein Frauchen aufmachen. Ich renne schon mal hin, dann kapiert sie das schon!“<br />
„Willst du denn gleich raus?“<br />
„Na klar, sonst würde ich doch nicht hier stehen und mit meiner Nasenspitze an der Fensterscheibe kleben! Jetzt mach schon! Bitte!<br />
Am besten mache ich ganz große flehende Augen, das kommt immer gut an.<br />
Sie hat es kapiert und hat ihre Hand auch schon an der Türklinge, doch dann hält sie inne.“<br />
„Willst du nicht erst noch ein bisschen Milch trinken?“<br />
„Die hab ich ja ganz vergessen! Das ist natürlich auch verlockend!<br />
Da höre ich einen Vogel zwitschern und schon ist mir die Milch egal.<br />
Ich will raus! Schnell, schnell!<br />
Endlich!<br />
Ich bin draußen! Und was mache ich jetzt?<br />
Erst einmal setze ich mich an den Rand des Rasens und sondiere die Lage und orientiere mich.<br />
Ein Schmetterlinge! Na warte, dich fange ich! Ich brauche nur ein bisschen hochzuspringen, dann habe ich dich!<br />
Was soll denn das? Du willst Dich nicht von mir fangen lassen?<br />
Ich krieg dich schon! Du denkst wohl, wenn Du dich einfach dort vorne auf die Hollywoodschaukel setzt, dann kann ich dich nicht fangen. Da hast du dich aber getäuscht!<br />
Erst einmal schleiche ich mich lautlos an, das bekommst du gar nicht mit. Und jetzt warte ich ganz still, bis du dich in Sicherheit fühlst. Dann springe ich auf die Schaukel und hab dich mit einem Schnapp!<br />
Hey, warum bist du schon wieder weg und sitzt jetzt auf dem Ast dort drüben? Aber ich bin ja eine Katze und da komme ich auch hin.<br />
Aber was erblicken denn meine geschulten Katzenaugen gleich rechts von dir?<br />
Einen Vogel!<br />
Der gefällt mir aber noch besser!<br />
Mein Magen knurrt sowieso schon und das wäre jetzt ein ordentlicher Bissen.<br />
Jetzt ist meine Geduld gefragt und ich muss ihn erst einmal in Lauerposition beobachten. Irgendwann bietet sich schon meine Gelegenheit. Ich bewege mich kein bisschen, dann vergisst er, dass ich da bin. Ich fixiere ihn, vielleicht kann ich ihn damit hypnotisieren.<br />
Was raschelt denn andauernd hinter meinem Rücken?<br />
Ach egal, ich muss mich auf den Vogel konzentrieren, wenn ich ihn haben will. Aber neugierig macht mich dieses Rascheln hinter mir doch! Ich stelle mal eben meine Ohren so ein, dass ich die Geräusche besser empfangen kann. Ansonsten bleibe ich einfach bewegungslos sitzen.<br />
Dieses Rascheln macht mich schon etwas nervös. Ob ich es wage und mich ganz vorsichtig umdrehe? Als Katze kann ich das doch kaum hörbar und der Vogel ist sowieso mit seinem blöden Gezwitschere beschäftigt.<br />
Vorsichtig drehe ich mich um und drücke mich ganz dich auf die Erde in Höhe der Grashalme.<br />
Und was sehe ich?<br />
Ich blicke genau in zwei klitzekleine Augen. Die schauen ganz erschrocken zurück.<br />
Ein Mäuschen!<br />
Und jetzt ist meine Schnelligkeit und Geschicklichkeit gefragt. Ich mache einen Satz und schon habe ich sie zwischen den Tatzen.<br />
Über mir spüre ich einen Flügelschlag. Dich hole ich mir später, aber im Moment ist erst einmal dieser kleine köstlich Happen an der Reihe. Der ist zwar nur was für den hohlen Zahn, aber man kann vorher so schön mit ihm spielen.<br />
Ganz erschrocken starrt das Mäuschen mich an. Na, beruhige dich erst einmal. Ich leg dich vor meine Füße und berühre dich auch ganz vorsichtig. Was du willst weg?<br />
Nichts da!<br />
Dann fange ich dich doch gleich wieder. Und wenn du nicht still bist, dann nehme ich dich zwischen meine Zähne. Ach, macht das einen Spaß dich zappeln zu lassen und erst ein bisschen mit dir zu spielen. Katz und Maus heißt dieses Spiel. Aber ich bin immer der Gewinner, das musst du wissen. Denn ich bin größer und stärker und auch schlauer als du. Dein Schicksal ist besiegelt.“<br />
„Was hast du denn da, Lottchen! Lass endlich das keine Mäuschen los! Es hat dir doch nichts getan!“<br />
„Ohje, Herrchen! Jetzt schnell mit meiner Beute weg!, denke ich noch. Doch Herrchen ist hinter mir her. Und das dumme kleine Dinge fängt auch noch an zu zappeln. Ich zwicke es mit meinen Zähnen ein bisschen fester, aber ich mache ihm noch nicht den Garaus. Nur so zur Betäubung, dann kann ich das Mäuschen kurz mal ablegen.<br />
Das ist allerdings mein Fehler! Das Mäuschen liegt zwar da wie betäubt, aber Herrchen steht auch schon wieder neben mir. Ich kann gar nicht so schnell schauen, da hat er das Mäuschen in seiner Hand.“<br />
„Schau nur, es ist noch so klein! Du bist ganz schön brutal! Das Mäuschen bekommst du nicht, dafür werde ich jetzt sorgen! Ich bringe es vor dir in Sicherheit. Zum Glück ist es noch nicht verletzt und lebt noch. Nur das Herzchen schlägt wie wild vor Angst!“<br />
„Er schimpft mit mir, dabei bin ich doch eine Katze und Katzen fangen eben mal Mäuse. Ich frage mich, was ich falsch gemacht habe. Jetzt geht er doch tatsächlich mit dem Leckerbissen weg. Ich laufe ihm erst gar nicht hinterher, denn aus Erfahrung weiß ich, dass das nichts mehr bringt.<br />
Da fällt mir plötzlich Frauchen ein. Hat sie nicht vorhin etwas von Milch erzählt? Auch nicht schlecht! Die läuft wenigstens nicht weg!<br />
Also marschiere ich ins Haus und direkt in die Küche zu Frauchen. Dort setze ich mich brav vor den Kühlschrank. Und siehe da! Sie öffnet die Kühlschranktür, nimmt die köstliche Katzenmilch heraus und gießt sie in mein Schälchen.<br />
Mit der Milch kann man zwar nicht so schön spielen wie mit dem Mäuschen, aber sie schmeckt mindestens genauso gut und die nimmt mir niemand weg.<br />
Frauchen ist doch die Beste!</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>Katzenalarm</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Unser märchenhaftes Erlebnis</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/unser-maerchenhaftes-erlebnis/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/unser-maerchenhaftes-erlebnis/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2016 01:11:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Alte]]></category>
		<category><![CDATA[Bed and Breakfast]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[flüstern]]></category>
		<category><![CDATA[Hänsel und Gretel]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Hexenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[märchenhaft]]></category>
		<category><![CDATA[Prinzessin auf der Erbse]]></category>
		<category><![CDATA[Überraschung]]></category>
		<category><![CDATA[unheimlich]]></category>
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					<description><![CDATA[„Möchtest du zu deinem Spiegelei auch gebratenen Schinkenspeck?“, fragt mich mein Mann beim Frühstück. „Ach nein“, antworte ich ihm und bin mit meinen Gedanken bereits woanders. Ich habe nämlich einen Gedankensprung in die Vergangenheit gemacht. Es war nur die Kombination der beiden Wörter, die in meinem Kopf allerdings nicht in deutscher, sondern aus irgendeinem Grund in englischer Sprache angekommen ist.  „Bacon and egg“ funkt es durch meine Gedankenkanäle und schon bin ich in England. Genauer gesagt in einer Ortschaft in der Nähe von London. Leider habe ich deren Namen vergessen, aber was sich dort ereignet hat, ist mir immer noch sehr lebhaft in Erinnerung. Unser Sohn war damals noch klein, so im Kindergartenalter und er war bereits schon einmal in England gewesen. Damals hatte er sich mit einem kleinen Mädchen angefreundet und ein paar englische Wörter gelernt. So begrüßte er uns noch eine ganze Weile nach unserer Rückreise morgens mit einem „Good morning!“. Vielleicht würde er dieses Mal noch mehr lernen. Wir hatten uns ganz spontan einen Flug gebucht und wollten uns dann im Land &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Möchtest du zu deinem Spiegelei auch gebratenen Schinkenspeck?“, fragt mich mein Mann beim Frühstück.</strong></p>
<p><strong>„Ach nein“, antworte ich ihm und bin mit meinen Gedanken bereits woanders. Ich habe nämlich einen Gedankensprung in die Vergangenheit gemacht. Es war nur die Kombination der beiden Wörter, die in meinem Kopf allerdings nicht in deutscher, sondern aus irgendeinem Grund in englischer Sprache angekommen ist. </strong></p>
<p><span class="dropcap">„B</span>acon and egg“ funkt es durch meine Gedankenkanäle und schon bin ich in England. Genauer gesagt in einer Ortschaft in der Nähe von London. Leider habe ich deren Namen vergessen, aber was sich dort ereignet hat, ist mir immer noch sehr lebhaft in Erinnerung.<br />
Unser Sohn war damals noch klein, so im Kindergartenalter und er war bereits schon einmal in England gewesen. Damals hatte er sich mit einem kleinen Mädchen angefreundet und ein paar englische Wörter gelernt. So begrüßte er uns noch eine ganze Weile nach unserer Rückreise morgens mit einem „Good morning!“.<br />
Vielleicht würde er dieses Mal noch mehr lernen. Wir hatten uns ganz spontan einen Flug gebucht und wollten uns dann im Land selbst erst nach einer Unterkunft umsehen.<br />
„Bed and Breakfast gibt es dort überall. Das wird überhaupt kein Problem für uns eine schöne Unterkunft zu finden“, erklärte mir mein Mann damals. „Überall stehen Schilder vor den Häusern, man braucht nur zu klingeln und sich die Zimmer anzusehen. Wenn es uns nicht gefällt, fahren wir einfach ein Stückchen weiter.“<br />
So einfach auf „Gut-Glück“ in ein anderes Land zu fahren, ist nun eigentlich gar nicht meine Sache. Ich bin immer darauf bedacht, dass alles im Vorfeld genau geregelt ist und es keine Überraschungen gibt. Nun gut, schöne Überraschungen sind erlaubt, aber keine bösen.<br />
Das Erlebnis, das wir bei diesem besagten Aufenthalt in England hatten, gehört im Grunde genommen in die Kategorie „märchenhaft“.<br />
Wir landeten erst am Nachmittag auf einem der Flughäfen in der Nähe von London, gingen zur Mietwagenstation und nahmen unser Auto in Empfang. Soweit, so gut! Das sollte sich allerdings noch ändern. Wir fuhren darauf los. Nein, mein Mann, wusste schon genau in welche Richtung er fahren musste. Doch wir wollten uns von der Gegend inspirieren lassen und den genauen Ort unseres Aufenthaltes danach bestimmen. Und er ging richtig in der Annahme, dass überall die Schilder für Übernachtungsgelegenheit vor den Häusern angebracht waren. Nur leider, war entweder niemand zu Hause oder alle Räumlichkeiten waren schon ausgebucht.<br />
„Kein Problem“, meinte mein Mann, „dann fahren wir eben noch ein Stückchen weiter. Wir sind ja flexibel.“<br />
Unser Sohn war recht friedlich, denn er war allgemein ein guter Mitfahrer im Auto. Das war also wirklich nicht unser Problem.<br />
Doch so langsam dämmerte es und ich meinte schon etwas genervt:<br />
„Die nächste Unterkunft nehmen wir aber. Ich habe keine Lust mehr. Im Notfall suchen wir morgen weiter. Hauptsache für diese Nacht haben wir schon einmal etwas. Es muss nur sauber und ordentlich sein.“<br />
So kamen wir an ein Häuschen, … aus Lebkuchen fein….<br />
Nein, nicht ganz so. Aber wir hielten vor einem kleinen Haus und stiegen aus. Mittlerweile war die Nacht hereingebrochen. Es war stockdunkel. Die Gegend wirkte recht einsam und verlassen. Das Haus selbst lag auch im Dunkeln und wir dachten schon, dass wir auch hier keinen Erfolg hätten.<br />
Wir klopften an der Tür und hörten von innen die schleifenden Geräusche einer sich nähernden Person. Knarrend öffnete sich langsam die Tür und wir sahen uns einer alten Frau gegenüber, die mir schon auf den ersten Blick etwas merkwürdig erschien. Der zweite Blick bestätigte mir dieses Gefühl jedoch noch mehr. Auf ihrer Schulter saß wahrlich und wahrhaftig eine schwarze Katze und überhaupt … Ein immer seltsameres Gefühl überkam mich.<br />
Sofort umklammerte ich die Hand unseres Sohnes noch ein bisschen fester und stupste meinen Mann in die Seite. Leider wollte er mich anscheinend nicht verstehen, denn er fragte sofort nach einer Übernachtungsmöglichkeit in diesem gruselig anmutenden Haus mit der noch unheimlicher wirkenden alten Bewohnerin.<br />
„Oh yes!“, hörte ich auch schon unser Gegenüber freudestrahlend antworten, indem sie uns ihr sehr lückenreiches Gebiss präsentierte. Sie warf einen Blick auf unseren kleinen Sohn und meinte:<br />
„Nice little boy! Come in, come in!“<br />
Winkend deutete sie uns an, doch einzutreten, was ich nur sehr widerwillig tat und immer wieder meinem Mann vielsagende Blicke zuwarf.<br />
„Mama, komm!“, sagte nun auch unser Sohn und zog kräftig an meinem Arm. Auch ihm schien es mulmig zumute zu sein.<br />
„Peter! Ich will nicht!“, flüsterte ich meinem Göttergatten zu. „Lass uns wieder gehen, bitte! Das ist mir irgendwie nicht geheuer hier.“<br />
„Nur mal schauen!“, flüsterte er zurück. „Du täuscht dich bestimmt.“<br />
Im Inneren des Hauses war es nicht viel heller als draußen. Eine kleine Lampe flackerte ihr spärliches Licht von der Decke auf uns herab. Die Frau ging vor uns und führte uns eine steile schmale Treppe zum nächsten Stockwerk hoch. Es knarrte bei jedem einzelnen Schritt und je höher wir stiegen, umso mehr klopfte mein Herz vor Aufregung und Angst. Ich kam mir vor wie die Gretel aus Grimms Märchen und wäre am liebsten wieder geflüchtet.<br />
Mein Mann allerdings ging unerschrocken vor mir und unserem Sohn die Treppe hinauf. Immer wieder drehte sich die mir unheimlich erscheinende Alte zu uns um. Scheinbar fürchtete sie, wir könnten schon wieder auf dem Weg nach unten sein, was mir auch ehrlich gesagt lieber gewesen wäre.<br />
Unser Sohn flüsterte angstvoll:<br />
„Wann gehen wir wieder, Mama?“<br />
Und ich warf meinem Mann ebenso flüsternd die Aufforderung zu:<br />
„Lass uns hier verschwinden. Ich übernachte hier auf keinen Fall. Ich könnte auch kein einziges Auge zutun.“<br />
„What are you whispering?“ (Was flüstern Sie?“)<br />
„Say it loud! But dont’t whisper!“, forderte uns das unheimliche weibliche Wesen auf und streichelte die schwarze Katze auf ihrer Schulter.<br />
„It’s okay, it’s okay!“, erklärte ich sofort. Allerdings fürchtete ich, dass es nicht sehr überzeugend klang, zumal unser Sohn mich in die entgegengesetzte Richtung zog und erneut bat:<br />
„Mama komm!“<br />
Mittlerweile waren wir oben angekommen und standen vor einer Zimmertür. Die Alte drückte den Türgriff herunter. Und wie sollte es anders sein? Die Tür öffnete sich mit einem lauten vernehmlichen Knarren. Eine erdrückende Dunkelheit kam uns entgegen und Kälte drang aus dem Raum ins Treppenhaus. Die Alte holte eine Taschenlampe aus ihrer Schürze und leuchtete damit im Raum umher. Leider sei das Licht kaputt, erklärte sie uns. Aber sie würde uns die Taschenlampe leihen.<br />
Ich war bereits jetzt mit meinen Nerven am Ende. Doch das Tröpfchen zum Überlaufen des Fasses sollte erst noch fallen. Es passierte genau in dem Moment als der Lichtschein der Taschenlampe auf die Schlafmöglichkeit fiel. Im Lichtkegel offenbarten sich uns fünf übereinander gestapelte Matratzen.<br />
„Ich bin doch keine Prinzessin auf der Erbse!“, raunte ich meinem Mann zu, der inzwischen auch das Gefühl hatte im falschen Film zu sein.<br />
Unseren Sohn an der Hand, drehte ich mich ruckartig um und lief fluchtartig die Treppe hinunter. Ich konnte nur noch denken:<br />
„Nichts wie raus hier!“ und „So weit wie möglich weg!“</p>
<p>&#8222;Thank you very much!&#8220;, rief ich die Treppe hinauf und entschwand durch die Haustür nach draußen.<br />
Ich konnte erst wieder aufatmen, als wir alle Drei im Auto saßen, mein Mann den Zündschlüssel umdrehte und sich das Auto immer weiter von dem vermeintlichen „Hexenhaus“ und seiner unheimlichen Bewohnerin entfernte.</p>
<p>Wie im Märchen ging auch diese Geschichte gut aus. Und sicherlich war die alte Frau ganz harmlos. Aber für uns war alles mehr als unheimlich und gruselig, was uns bis zum heutigen Tag dieses Erlebnis unvergesslich gemacht hat.</p>
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		<title>Tierisch und menschlich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2015 09:19:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was]]></category>
		<category><![CDATA[Esel]]></category>
		<category><![CDATA[Huhn]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Kuh]]></category>
		<category><![CDATA[menschlich]]></category>
		<category><![CDATA[Pfau]]></category>
		<category><![CDATA[Rindvieh]]></category>
		<category><![CDATA[Schnecke]]></category>
		<category><![CDATA[tierisch]]></category>
		<category><![CDATA[Tierwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Ziege]]></category>
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					<description><![CDATA[Mensch und Tier sind beides Lebewesen. Doch dies ist nicht alles, was sie vereint. Oftmals sind sie für einander da. Der Mensch versorgt die Tiere, speziell die Haus- und Nutztiere. Er hat also, wie der Name schon sagt, auch einen Nutzen davon. Es gibt Blindenhunde, die blinde Menschen führen und für sie sehen, es gibt die kleinen Schmusekatzen, die dem Mensch Wärme und Geborgenheit vermitteln, Pferde, die ihn tragen, Kühe und Schweine, die ihm Nahrung liefern&#8230; Aber der Mensch erhebt sich nicht nur über die Tiere, sondern spricht ihnen noch schlechte Eigenschaften zu. Nicht selten sind das allerdings Missverständnisse im wahrsten Sinne des Wortes, &#8211; wir verstehen das Verhalten der Tiere falsch. Manche benutzen sogar die Tiernamen oder Tiereigenarten, um unsere Mitmenschen zu beschimpfen. So sprechen manche Menschen zum Beispiel von einem Dreckschwein, wenn damit zum Ausdruck gebracht werden soll,  dass jemand äußerst unsauber ist. Dabei suhlen sich Schweine nur im Schlamm, um Parasiten loszuwerden und ihre Haut zu kühlen. Ich habe verschiedene Betitelierungen unserer Mitmenschen mithilfe von Tierbezeichnungen herausgesucht und überlegt, was dahinter steckt. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mensch und Tier sind beides Lebewesen. Doch dies ist nicht alles, was sie vereint. Oftmals sind sie für einander da. Der Mensch versorgt die Tiere, speziell die Haus- und Nutztiere. Er hat also, wie der Name schon sagt, auch einen Nutzen davon. Es gibt Blindenhunde, die blinde Menschen führen und für sie sehen, es gibt die kleinen Schmusekatzen, die dem Mensch Wärme und Geborgenheit vermitteln, Pferde, die ihn tragen, Kühe und Schweine, die ihm Nahrung liefern&#8230;</strong></p>
<p><span class="dropcap">A</span>ber der Mensch erhebt sich nicht nur über die Tiere, sondern spricht ihnen noch schlechte Eigenschaften zu. Nicht selten sind das allerdings Missverständnisse im wahrsten Sinne des Wortes, &#8211; wir verstehen das Verhalten der Tiere falsch. Manche benutzen sogar die Tiernamen oder Tiereigenarten, um unsere Mitmenschen zu beschimpfen. So sprechen manche Menschen zum Beispiel von einem Dreckschwein, wenn damit zum Ausdruck gebracht werden soll,  dass jemand äußerst unsauber ist. Dabei suhlen sich Schweine nur im Schlamm, um Parasiten loszuwerden und ihre Haut zu kühlen.</p>
<p>Ich habe verschiedene Betitelierungen unserer Mitmenschen mithilfe von Tierbezeichnungen herausgesucht und überlegt, was dahinter steckt. Wahrheit oder Missverständnis. So sagen wir zum Beispiel: &#8222;Du bist ein(e) &#8230;</p>
<p>Fauler Hund</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-fauler-Hund-JPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-791 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-fauler-Hund-JPG-1024x682.jpg" alt="1200px fauler Hund JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-fauler-Hund-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-fauler-Hund-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-fauler-Hund-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-fauler-Hund-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Natürlich macht es sich jeder Hund zwischendurch mal gemütlich und hält ein Nickerchen. Oftmals steckt einfach nur Langeweile oder Unterforderung dahinter. Ist er allerdings vom ausgiebigen Spaziergang müde, dann ist dies ebenfalls keine Faulheit, sondern seine wohlverdiente Ruhepause.</p>
<p>Sturer Esel</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Peter-und-EselJPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-808 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Peter-und-EselJPG-1024x768.jpg" alt="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Peter-und-EselJPG-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Peter-und-EselJPG-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Peter-und-EselJPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Ein Esel ist ein überaus braver Lastenträger und weder dumm noch stur. Zu seinen Eigenschaften zählt eher die Vorsichtigkeit. So bleiben sie stehen, wenn sie Gefahr wittern und nicht, weil sie zu stur sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Meckerziege oder dumme Ziege</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Meckerziege.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-793 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Meckerziege-1024x682.jpg" alt="1200px-Meckerziege" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Meckerziege-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Meckerziege-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Meckerziege-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Meckerziege.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dumme-Ziege.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-794 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dumme-Ziege-1024x682.jpg" alt="1200px dumme Ziege" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dumme-Ziege-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dumme-Ziege-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dumme-Ziege-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dumme-Ziege.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ziegen sind im Grunde genommen eigentlich freundliche und gut gelaunte Tiere. Ihre meckernde Stimme hat nichts mit der Nörgelei oder der Meckerei mancher unfreundlicher Menschen zu tun.</p>
<p>Langsame Schnecke</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-langsame-Schnecke.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-796 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-langsame-Schnecke-1024x682.jpg" alt="1200px-langsame Schnecke" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-langsame-Schnecke-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-langsame-Schnecke-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-langsame-Schnecke-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-langsame-Schnecke.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Also, langsam ist eine Schnecke schon, aber aus gutem Grund. Sie ist keineswegs aus Faulheit so langsam. Immerhin trägt sie ihr Haus auf dem Rücken und das ist nicht unbedingt leicht. Deshalb kommt z.B. eine Bernsteinschnecke auch nur 2 Zentimeter pro Minute voran.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eitler Pfau</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-eitler-Pfau.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-797 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-eitler-Pfau-1024x682.jpg" alt="1200px-eitler Pfau" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-eitler-Pfau-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-eitler-Pfau-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-eitler-Pfau-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-eitler-Pfau.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Der balzende Pfauenhahn schlägt mit seinen fächerförmig ausgebreiteten Schwanzfedern ein Rad, um dem Pfauenweibchen seiner Wahl zu imponieren. Das liegt also sozusagen in der Natur der Sache. Alles natürlich und verständlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dummes Huhn oder blindes Huhn, aber stolzer Hahn oder Hahn im Korb</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dummes-Huhn.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-798 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dummes-Huhn-1024x682.jpg" alt="1200px-dummes Huhn" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dummes-Huhn-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dummes-Huhn-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dummes-Huhn-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dummes-Huhn.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Ein Huhn ist sicherlich nicht dumm, das steht fest. Es gibt unter Hühnern eine Rangordnung und sie kümmern sich liebevoll um ihre Küken und umsorgen sie. Hühner bilden Freundschaften und können sich gegenseitig wiedererkennen. Auch ihre Neugierde widerspricht der Behauptung, dass sie dumm seien.</p>
<p>In dieser Rangordnung gibt es an oberster Stelle den Hahn und da er naturgemäß viele Hühner um sich schart, entstand das Sprichwort vom stolzen Hahn im Korb, also ein Mann, der viele Frauen in seinem &#8222;Gefolge&#8220; hat und sich dessen brüstet.</p>
<p>Auch blind ist ein Huhn nicht, allerdings ist ihr Sehsinn auf ihre Bedürfnisse angepasst. Sie sehen kleine Gegenstände wenn sie nicht weiter als 5 Meter entfernt sind. Mit der Fernsicht ist es jedoch schlechter bestellt, da müssen die Gegenstände schon relativ groß sein, wenn sie von den Hühnern erkannt werden sollen und das dann unter Umständen auch nur sehr ungenau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>(Dummes) Rindvieh</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dummes-rindvieh.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-799 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dummes-rindvieh-1024x682.jpg" alt="1200px-dummes rindvieh" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dummes-rindvieh-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dummes-rindvieh-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dummes-rindvieh-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-dummes-rindvieh.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-rindvieh.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-800 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-rindvieh-1024x682.jpg" alt="1200px-rindvieh" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-rindvieh-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-rindvieh-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-rindvieh-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-rindvieh.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Ob eine Kuh dumm ist, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass sie in vielen Kulturen als ein göttliches Wesen verehrt wird. Warum bezeichnen wir sie dann abfällig als dumm?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sture  oder falsche Katze</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-sture-Katze.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-801 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-sture-Katze-1024x682.jpg" alt="1200px-sture Katze" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-sture-Katze-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-sture-Katze-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-sture-Katze-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-sture-Katze.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Eine Katze ist im Grunde genommen ein Einzelgänger und geht daher auch manchmal einfach ihrer Wege, &#8211; deshalb ist sie nicht stur. Sie kann auch ein Schmusekätzchen sein, aber wenn es ihr zuviel wird, dann warnt sie uns. Verstehen wir sie nicht, dann kann schon mal ein Tatzenhieb kommen. Aber falsch ist sie bestimmt nicht.</p>
<p>Ich könnte diese Aufzählung sicherlich noch weiter führen, aber ich beende sie an dieser Stelle, denn sicherlich habt Ihr erkannt, was ich sagen will. Der Mensch missbraucht unsere Tiere für Schimpfworte und wird ihnen damit nicht gerecht. Wir können und dürfen unsere Maßstäbe nicht auf die Tierwelt anwenden, denn deren  Verhalten, Wahrnehmung und Sinneswelt unterscheidet sich von unserer.</p>
<p>Bestimmt fallen Euch noch andere Beispiele ein.</p>
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		<title>Auf allen Vieren</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/auf-allen-vieren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2015 14:17:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[auf allen Vieren]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Spaziergang]]></category>
		<category><![CDATA[Spree]]></category>
		<category><![CDATA[treu und brav]]></category>
		<category><![CDATA[Vierbeiner]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit die Menschheit den aufrechten Gang entdeckt hat, bewegen wir uns relativ selten noch auf allen Vieren vorwärts. Sind wir erst einmal dem Krabbelalter entwachsen, stehen und gehen wir stolz auf unseren zwei Beinen. Somit kann sich jeder, der die Überschrift liest, denken, dass ich heute nicht nur von uns erzählen will, sondern hauptsächlich von unserem geliebten Vierbeiner, nämlich unserer Katze. Unser liebes kleines Lottchen schleicht sich auf ihren vier weichen Samtpfoten überall hin. Manchmal muss ich sie im ganzen Haus suchen, kann sie aber nirgendwo finden und trotzdem steht sie dann plötzlich wieder miauend vor mir. Es ist mir jedes Mal ein Rätsel wo sie sich versteckt hält. Katzen beherrschen das Schleichen und Stillsein meisterhaft. Sie setzen eine Menge von Tricks ein, um uns Menschen das zu entlocken, was sie wollen. Sie sind aber auch Verwandlungskünstler, mal Raubtier und mal Schmusekätzchen. Unser Lottchen beherrscht allerdings auch noch das Verhalten von Hunden. Wie es dazu kam, soll sie aber an dieser Stelle kurz selbst erzählen: „ Als ich noch ganz klein war und bei meiner &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit die Menschheit den aufrechten Gang entdeckt hat, bewegen wir uns relativ selten noch auf allen Vieren vorwärts. Sind wir erst einmal dem Krabbelalter entwachsen, stehen und gehen wir stolz auf unseren zwei Beinen. Somit kann sich jeder, der die Überschrift liest, denken, dass ich heute nicht nur von uns erzählen will, sondern hauptsächlich von unserem geliebten Vierbeiner, nämlich unserer Katze.</strong></p>
<p><span class="dropcap">U</span>nser liebes kleines Lottchen schleicht sich auf ihren vier weichen Samtpfoten überall hin. Manchmal muss ich sie im ganzen Haus suchen, kann sie aber nirgendwo finden und trotzdem steht sie dann plötzlich wieder miauend vor mir. Es ist mir jedes Mal ein Rätsel wo sie sich versteckt hält. Katzen beherrschen das Schleichen und Stillsein meisterhaft. Sie setzen eine Menge von Tricks ein, um uns Menschen das zu entlocken, was sie wollen. Sie sind aber auch Verwandlungskünstler, mal Raubtier und mal Schmusekätzchen. Unser Lottchen beherrscht allerdings auch noch das Verhalten von Hunden. Wie es dazu kam, soll sie aber an dieser Stelle kurz selbst erzählen:<br />
„ Als ich noch ganz klein war und bei meiner Katzenmama lebte, da gab es einen Dackel, namens Kati. Wenn wir wegliefen, dann holte er uns wieder zurück zum Haus, aber sonst lief er immer seinem Frauchen oder Herrchen hinterher. Ich habe genau aufgepasst und mir alles gemerkt, damit ich das auch lerne, denn er war neben meiner Mama mein großes Vorbild. Doch irgendwann musste ich Kati und meine Mama verlassen und zog bei einer lieben Familie ein. Jetzt habe ich zwei Herrchen, nämlich Peter und Timo und ein Frauchen, das immer Astrid gerufen wird.<br />
Ich war gerade einmal ein paar Monate alt, da wollte mein Frauchen einen Spaziergang machen. Sie ging einfach weg und wollte mich draußen im Garten alleine lassen. Ich habe es gerade noch rechtzeitig bemerkt und lief eilig hinterher. Mein Frauchen wollte eigentlich nicht, dass ich mitkomme, denn sie wollte mein Revier verlassen und ganz weit weggehen, deshalb sagte sie zu mir:<br />
&#8218;Lottchen, bleib du mal schön zu Hause, sonst verläufst du dich noch und findest nicht mehr heim!&#8216;<br />
Ich dachte mir, dass das doch Quatsch ist und ich eine Katze bin und Katzen immer wieder nach Hause finden.“<br />
Mit diesem Gedanken versuchte ich mich damals ebenfalls zu beruhigen und ließ Lottchen mitlaufen. Mal rannte sie im Abstand von zwei Metern hinter mir her, mal lief sie einen Meter voraus, wobei sie sich immer wieder nach mir umschaute und manchmal trabte sie brav neben mir her. Eben wie ein Hund.<br />
Mein Ziel war die Spree. Ich wollte bei uns am Damm entlang der Spree spazieren gehen und eigentlich war mir dies für unser Kätzchen zu gefährlich. Erstens waren am Damm nicht nur Fußgänger, sondern auch Radfahrer unterwegs und zweitens führten hier die Hundebesitzer ihre Vierbeiner ebenfalls spazieren. Also musste ich entweder meinen Spaziergang abbrechen oder ich musste mir eine andere Möglichkeit einfallen lassen, um Lottchen sozusagen abzuschütteln. Das war gar nicht so einfach, denn selbst wenn etwas ihre Neugierde erregt hatte, ließ sie sofort wieder davon ab, sobald sie merkte, dass ich weiter marschierte. Im Nu war sie wieder an meiner Seite.<br />
Ich lief Umwege und wer mich beobachtete, dachte sicher, dass ich ein seltsames Verhalten an den Tag legte. Ich ging nicht nur zweimal dieselbe Strecke, sondern ich unterhielt mich auch noch mit einer Katze. Zu Hunden und kleinen Kindern kann man ja sprechen, aber wer geht schon spazieren und unterhält sich mit einer winzigen Katze?! Da kann doch was nicht stimmen.<br />
Weder meine Tricks noch gutes Zureden halfen, Lottchen blieb brav und treu an meiner Seite. Doch dann führte uns unser Weg zu einer Wiese durch die sich ein Fließ (ehemaliger Bewässerungsgraben) zog. Hier passierte es dann. Irgendetwas erregte Lottchens Aufmerksamkeit und zack, &#8211; war sie in einer anderen Ecke verschwunden. Ich nutzte die Gelegenheit und setzte meinen Weg Richtung Spree fort, allerdings nicht ohne mich durch mehrmaliges Umdrehen zu vergewissern, dass mir unser Kätzchen nicht folgte. Nein, ich war und blieb alleine, während Lottchen sich laut ihren späteren miauartigen Ausführungen und meinen Deutungen der Katzensprache folgendermaßen anderweitig beschäftigte:<br />
„Als ich mit meinem Frauchen zu einer Wiese kam, sah ich plötzlich im Gras etwas huschen. Ich konnte es noch nicht genau erkennen, aber ich musste es unbedingt verfolgen und beobachten. So schlich ich mich vorsichtig an, jagte hinterher und spielte mit diesem Etwas. Als ich keine Lust mehr hatte und mich umsah, war mein Frauchen verschwunden.“<br />
Bei meinem Spaziergang entlang der Spree war es mir schon etwas mulmig zumute, das muss ich mir selbst im Nachhinein noch eingestehen. Unser Lottchen ging mir nicht aus dem Sinn. Hoffentlich war sie mir tatsächlich nicht mehr nachgelaufen und was wäre, so überlegte ich, wenn sie ins Fließ gefallen war? Vielleicht hatte ihr auch ein Hund oder eine andere Katze Angst eingejagt und sie ist geflüchtet. So gut kannte sie sich in unserem Wohngebiet auch noch nicht aus, zumal wir ja auch ihr eigentliches Revier verlassen hatten. Bestimmt war meine Katze schon tot, überfahren oder ertrunken. Ich war mir inzwischen ganz sicher: Ich würde mein kleines süßes Lottchen nicht mehr wiedersehen, zumindest nicht lebendig.<br />
Trotz schönem Wetter machte mir mein Spaziergang keine Freude. Meine Vorstellungen zermürbten mich. Ich würde es mir niemals verzeihen, wenn unserem Kätzchen etwas zugestoßen sein sollte. Peter und Timo wären mit Sicherheit ebenfalls sehr, sehr traurig und insgeheim konnte ich schon ihre Vorwürfe hören. Ich hätte einfach mit Lottchen wieder nach Hause gehen sollen.<br />
Inzwischen war schon eine Stunde vergangen, nachdem ich unsere kleine Katze alleine gelassen hatte. Wer weiß, was in der Zwischenzeit passiert war?! Vielleicht hatte sie sogar ein anderer mitgenommen, so süß wie sie war.<br />
Ich hielt es nicht mehr aus und machte kehrt. Auf meinem Rückweg schaute ich mich ständig nach allen Seiten um. Ein Beobachter hätte vermutet, dass ich unter Verfolgungswahn leiden würde. Unwillkürlich wurden meine Schritte immer schneller, zum Schluss rannte ich schon fast. Bereits von Weitem ließ ich meinen Blick über die Wiese schweifen. Nichts! Ich konnte kein Lottchen erblicken.<br />
Auf der Wiese angekommen, wusste ich mir nicht mehr anders zu helfen, als laut den Namen unseres Kätzchens zu rufen:„Lottchen! Lottchen, wo bist du?“</p>
<p><span style="line-height: 1.73;">Was war das? War das ein leises Miauen oder hatte ich mich getäuscht? Manchmal wünscht man sich etwas ja so stark, dass man glaubt das Gewünschte zu sehen oder zu hören. Abermals suchte ich die gesamte Wiese mit meinen Augen ab. Und dann sah ich sie! Unser geliebtes Lottchen saß auf der gegenüberliegenden Seite des Fließes und rief mich. Ein Stein fiel mir vom Herzen. Ich war überglücklich und Lottchen anscheinend auch. Sie versuchte zu mir zu gelangen, was aber bedingt durch das Fließ nicht so einfach war. Immer, wenn sie mit ihren Pfötchen das Wasser spürte, ging sie wieder ein paar Schritte zurück und versuchte es an einer anderen Stelle erneut, leider immer wieder vergeblich.</span></p>
<p>Ich befürchtete schon sie würde ins Wasser fallen, aber da ja Katzen bekanntlich wasserscheu sind, hätte ich mir darüber nicht den Kopf zerbrechen müssen. Ich gestikulierte und versuchte ihr irgendwie verständlich zu machen, dass sie nur ein bisschen weiter nach links oder rechts laufen müsste, um zu mir zu gelangen.<br />
Naja, ganz so perfekt war meine Fähigkeit der Katzenkommunikation anscheinend noch nicht, trotz allem fanden wir wieder zusammen. Selig nahm ich unser Lottchen auf den Arm und trug sie sicher nach Hause.<br />
Auf dem Weg begegnete uns ein älteres Ehepaar. Der Herr meinte lächelnd: „Ist sie weggelaufen?“<br />
Nein, weggelaufen war unser Lottchen nicht. Im Gegenteil, sie hatte treu und brav gewartet und mit Sicherheit war sie jetzt genauso froh und glücklich wie ich.<br />
Übrigens: Wir können seither nicht mehr in unserem Wohngebiet spazieren gehen, ohne dass Lottchen mit uns läuft. Inzwischen dreht sie schon richtig große Runden an unserer Seite, allerdings an die Spree darf sie nach wie vor nicht mit…</p>
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<p style="text-align: right;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/02/1200px-Auf-allen-VierenDSC00931.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-thumbnail wp-image-317" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/02/1200px-Auf-allen-VierenDSC00931-150x150.jpg" alt="1200px-Auf allen Vieren:DSC00931" width="150" height="150" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/02/1200px-Auf-allen-VierenDSC00931-150x150.jpg 150w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/02/1200px-Auf-allen-VierenDSC00931-120x120.jpg 120w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a></p>
<p>Fortsetzung folgt…</p>
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		<title>Familienzuwachs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Oct 2014 19:17:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
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					<description><![CDATA[Lottchen erzählt: „Es ist jetzt genau sechs Jahre und ein paar Monate her. Damals war ich noch ein kleines Baby, genauer gesagt, meine Mama hatte mich und eine Handvoll weiterer Geschwister geboren. Bei Mama war es schön warm und weich. Sie gab uns allen Milch zu trinken und wir wuchsen und wuchsen. Bald schon durften wir das Körbchen verlassen, umherstreifen und die Welt erkunden…“ So oder ähnlich würde der Bericht unseres kleinsten und jüngsten Familienmitgliedes beginnen. Die Rede ist hierbei von unserem lieben Lottchen, einem Kätzchen. Lottchen trat ganz unverhofft in unser Leben, zumindest für meinen Mann und mich: Es war ein schöner Sommertag, als unser Sohn von den Katzenkindern im Hause einer Freundin berichtete: „Die sind so niedlich! Eines von den Kätzchen läuft mir immer nach“, begann er. Noch schwante mir nicht im geringsten, was jetzt kommen würde. „Sie sollen heute verschenkt und abgeholt werden“, erzählte er weiter. Ich war nicht gerade ein Katzenfan und so interessierte mich das Ganze nicht besonders, was sich allerdings schlagartig änderte. „Ich würde dieses eine Kätzchen gerne nehmen!“ &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lottchen erzählt:</strong></p>
<p><strong><span class="dropcap">„E</span>s ist jetzt genau sechs Jahre und ein paar Monate her. Damals war ich noch ein kleines Baby, genauer gesagt, meine Mama hatte mich und eine Handvoll weiterer Geschwister geboren. Bei Mama war es schön warm und weich. Sie gab uns allen Milch zu trinken und wir wuchsen und wuchsen. Bald schon durften wir das Körbchen verlassen, umherstreifen und die Welt erkunden…“</strong></p>
<p>So oder ähnlich würde der Bericht unseres kleinsten und jüngsten Familienmitgliedes beginnen. Die Rede ist hierbei von unserem lieben Lottchen, einem Kätzchen. Lottchen trat ganz unverhofft in unser Leben, zumindest für meinen Mann und mich:<br />
Es war ein schöner Sommertag, als unser Sohn von den Katzenkindern im Hause einer Freundin berichtete:<br />
„Die sind so niedlich! Eines von den Kätzchen läuft mir immer nach“, begann er. Noch schwante mir nicht im geringsten, was jetzt kommen würde.<br />
„Sie sollen heute verschenkt und abgeholt werden“, erzählte er weiter. Ich war nicht gerade ein Katzenfan und so interessierte mich das Ganze nicht besonders, was sich allerdings schlagartig änderte.<br />
„Ich würde dieses eine Kätzchen gerne nehmen!“<br />
„Wie? Hier zu uns? Nein!“ Damals wohnte unser Sohn noch bei uns und so war er notgedrungen auf unsere Erlaubnis angewiesen.<br />
Genau in diesem Moment klingelte es an der Haustür. Ahnungslos öffnete ich, um festzustellen, dass die besagte Freundin mit einem Katzenbaby im Arm davor stand.<br />
„Hallo“, sagte sie, „ich bringe Timo das Kätzchen vorbei.“<br />
Süß war es, das gestand ich mir damals insgeheim ein, aber ich hatte „nein“ gesagt und dabei wollte ich bleiben. Wir setzen uns in die Küche, streichelten abwechselnd das Katzenbaby und eine lebhafte Diskussion entfachte. Vor ein paar Wochen erst war unser Meerschweinchen gestorben, das unser letztes Haustier sein sollte (wir hatten insgesamt 2 Zwergkanninchen und 2 Meerschweinchen gehabt). Endlich brauchten wir niemand mehr aus der Nachbarschaft oder dem Freundeskreis zu bemühen, um die Pflege zu übernehmen, wenn wir im Urlaub waren.<br />
„Du machst demnächst dein Abitur, ziehst in eine andere Stadt und wir haben dann die Katze.“<br />
Versprechungen wurden gemacht, Bitten gestellt, Überlegungen angestellt und Beschlüsse wurden gefasst. Kurz und gut: Das Kätzchen durfte bleiben. Ich kann nur betonen, dass bei allem anfänglichen Widerstand meinerseits die Katze zu diesem Zeitpunkt bereits ein Eckchen meines Herzens erobert hatte und sie sollte sich den Rest auch noch „erschleichen“. Und zwar relativ schnell.<br />
Eine Bedingung knüpfte ich allerdings an die Aufnahme des neuen Familienmitgliedes: Eine Katzenklappe und ein Raum, wo sie nachts schlafen sollte. Damals ging ich naiverweise noch davon aus, dass das Kätzchen auch nur diesen Bereich unseres Hauses bewohnen würde. Doch wie jeder weiß, schleichen Katzen überall hin und erobern sich alles, auch unsere Herzen, was ihnen wiederum Tür und Tor öffnet. Wir beschlossen also ihr den Hausanschlussraum mit angrenzendem und großzügigem Kellerersatzbereich zuzuweisen. Hier steht noch heute ihr Körbchen und ihre Katzentoilette und hier schläft sie. Ansonsten hatten mein Mann und Timo gleich am nächsten Tag einen kleinen Wanddurchbruch nach außen gemacht und eine Katzenklappe eingesetzt, damit unser aller Liebling seither kommen und gehen kann, wann immer er will. Nur nachts wird diese verschlossen und Lottchen schläft friedlich mal in ihrem Körbchen und mal oben auf der Heizung.</p>
<p>An dieser Stelle habe ich eigentlich genug berichtet und möchte sozusagen das Wort an unser Kätzchen übergeben und aus ihrer Sicht weiter erzählen:</p>
<p>„Ich hatte jetzt also eine neue Familie und die meinte, ich müsste unbedingt einen Namen besitzen. Sie nannten mich: Lottchen. Sie sagten der Name komme von einer Lotta aus einem Buch von Astrid Lindgren, aber ich kenne die nicht. Ist mir auch egal. Ich habe jetzt ein Frauchen Astrid, das mir immer Milch gibt, ein Herrchen Peter, der es gar nicht mag, wenn ich Mäuse fange und mein Lieblingsherrchen Timo.<br />
Zuerst einmal musste ich ein paar Tage im Haus bleiben, das aber groß war, außerdem musste ich ja auch alles erkunden. Dann gab es den ersten Freigang im Garten. Ein bisschen Angst hatte ich schon, denn diesen Garten kannte ich nicht und es war keine Katzenmama da und meine Geschwister auch nicht, aber es gab fürchterlich viel zu sehen und zu riechen. Mein Herrchen Timo passte auf, dass ich mich nicht in dem Garten verirrte und brachte mich auch wieder ins Haus.<br />
‚Wir sollten unser Lottchen kastrieren lassen!‘, beschloss mein Frauchen, packte mich in einen Korb und stellte ihn ins Auto. Mir gefiel die Fahrt überhaupt nicht, es schaukelte, ich konnte nicht sehen wohin wir fuhren und ich wusste nicht was jetzt passieren würde. Also jammerte ich und rief ‚Mama, Mama!‘. Mein Frauchen redete auch die ganze Zeit mit mir und wollte mich beruhigen, aber die Angst blieb. (Bis heute hasse ich übrigens das Autofahren.) Im Wartezimmer waren viele verschiedene Gerüche und ich war froh in meinem Korb bleiben zu dürfen. Dann holte mich aber doch jemand heraus, es pikste, ich schlief ein, träumte vom Mäusefangen und als ich wieder aufwachte war es mir ganz seltsam zumute. Ich hatte plötzlich an einer Stelle kein Fell mehr und fühlte mich ganz wackelig und meine Beine hatten keine Kraft mehr zum Laufen.“<br />
„Es sieht aus, als hätte sie ein Batteriefach“, behauptete mein Mann. Die Tierärztin hatte uns erklärt, dass wir aufpassen müssten, dass Lottchen sich nicht an dieser Stelle kratzt und verletzt.<br />
„Am besten ist es“, meinte sie zu uns, „wenn sie ihr den kleinsten Babybody oder Strampler anziehen, den es gibt.“<br />
Gesagt, getan! Ich besorgte die entsprechende Babybekleidung und mein Mann erhielt die ehrenvolle Aufgabe ihr dieses Teil anzuziehen. Wer schon einmal versucht hat einer Katze so ein Ding überzustülpen, der weiß wovon ich rede. Nach mehrmaligen vergeblichen Versuchen war es endlich soweit, allerdings nur für einen Bruchteil von einer Sekunde. In null Komma nichts war unser Lottchen durch den Ausschnitt des Bodys entwischt und signalisierte uns ihre Unlust diese Anziehprozedur nochmals zu wiederholen.<br />
„Ist doch alles Quatsch! Außerdem ist das Ding eh’ meilenweit zu groß!“, beendete mein Mann dieses Drama, doch das nächste folgte bereits auf dem Fuße, wie man so schön sagt.<br />
Lottchen wollte nicht länger in der Wohnung eingesperrt sein, denn sie fühlte sich wieder gesund. Da aber beim Freigang die Gefahr einer Verletzung bestand, riet uns die Ärztin:<br />
„Nehmen Sie ihr Kätzchen erst einmal an die Leine!“<br />
Das mögen ja vielleicht andere Katzen machen, aber unser Lottchen hatte da eine eigene Vorstellung vom Spazieren gehen. Gefallen ließ sie sich das Umlegen der Leine gerade noch so. Aber als sich die Haustür öffnete, sie einen Schritt über die Schwelle trat, den Duft der großen weiten Welt in die Nase bekam, da machte sie einen Salto die zwei Stufen hinunter und hast du nicht gesehen, war sie schon raus aus der Leine.<br />
„Das war es dann wohl!“, kommentierten meine beiden Männern die Geschichte.<br />
„Lasst sie doch einfach laufen, es wird schon nichts passieren!“, meinte Timo und er sollte Recht behalten.<br />
„Meine Wunde ist verheilt“, schien sich Lottchen dann auch einige Tage später zu überlegen.<br />
„Jetzt kann ich schon wieder überall herumklettern. Dort drüben zum Beispiel auf dem Garagendach des Nachbarn war ich noch nie. Ich klettere mal auf den Baum und dann springe ich rüber!“<br />
So einfach wie unser Lottchen auf das Garagendach gekommen war, kam sie jedoch nicht mehr herunter. Nachdem sie mehrere Runden am Rande des Daches entlang spaziert war und kläglich um Hilfe gerufen hatte, erbarmte sich der Nachbar ihrer. Unter Zuhilfenahme einer Leiter befreite er Klein &#8211; Lottchen aus der misslichen Lage, denn sie hatte sich offensichtlich zuviel zugemutet.<br />
Überhaupt wurde sie sofort der Liebling aller Nachbarn.<br />
„Wenn ihr mich so gerne habt, dann müsst ihr mir auch etwas geben!“, schien und scheint sie zu denken. Bis zum heutigen Tag (und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern) gibt ihr jeder bereitwillig Leckerlies oder Milch.<br />
Sind wir im Urlaub, so sitzt sie abends brav vor Nachbars Türe und wartet darauf, dass ihr Ersatzfrauchen sie in ihr „Katzenzimmer“ (Hausanschlussraum) in unserem Haus bringt und am Morgen wieder rauslässt. Kommen wir dann wieder zurück, läuft sie erst einmal beleidigt und hoch erhobenen Hauptes an uns vorbei.<br />
„Ihr wart immerhin weg und irgendwie müsst ihr dafür auch bestraft werden“, scheint sie sich zu sagen. Aber dann kommt sie auch sogleich wieder freudig erzählend und möchte gestreichelt werden. Manchmal wartet sie in einer Ecke draußen und wenn sie unser Auto hört, kommt sie sofort angelaufen.<br />
Es ist schön, wie anhänglich Tiere sind. Und ehrlich gesagt, können wir uns gar nicht mehr vorstellen wie es ohne unser Lottchen wäre. Ich hätte nie gedacht, dass ein Kätzchen so viel geben kann. Sie ist zum richtigen Familienmitglied geworden und aus meiner jetzigen Sicht kann ich es nicht mehr verstehen, warum ich damals zuerst „nein“ gesagt habe. Ich hätte echt etwas verpasst!!!<br />
Wie alle Katzenbesitzer, denke auch ich, dass unser Lottchen etwas ganz Besonderes ist.<br />
Das ist sie aber auch!</p>
<p style="text-align: center;"><strong>„Miau!“</strong></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC00929.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-132 size-full" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC00929.jpg" alt="1200px-DSC00929" width="1200" height="799" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC00929.jpg 1200w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC00929-300x199.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC00929-1024x681.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC00929-840x560.jpg 840w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Fortsetzung folgt…</p>
<p style="text-align: left;">(Nebenbei bemerkt: Meine Geschichte &#8222;Familienzuwachs&#8220; ist seit 6.2.15 auch unter www.tiergeschichten.de zu finden)</p>
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