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	<title>Für Kinder &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Herbstgeflüster</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Nov 2023 09:40:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[festhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist ein schöner Herbsttag. Die Sonne lacht vom blauen Himmel und lässt die bunten Blätter im Sonnenlicht golden leuchten. Es weht ein Wind, der genau richtig ist zum Drachensteigenlassen. Ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch.  Flori marschiert hinüber zur großen Wiese und lässt seinen bunten Drachen, den er übrigens selbstgebastelt hat, hoch in die Lüfte steigen. Dort tanzt dieser hin und her und der Junge hat seine helle Freude daran. Doch schon bald ziehen Wolken am Himmel auf. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn es Schönwetterwolken wären, aber leider versprechen diese nur Regen. So packt Flori seinen Drachen wieder ein, doch bevor er sich endgültig auf den Heimweg macht,  setzt er sich für ein Weilchen auf die Bank am Wegesrand. „Bestimmt müssen wir bald wieder Blätter sammeln und zum Unterricht mitbringen“, denkt er. „Jedes Jahr dasselbe. Im Kindergarten hat es angefangen und jetzt in der dritten Klasse ist es immer noch so. Eigentlich mag ich das nicht.“ Floris Gedanken werden unterbrochen. Er vernimmt ein zartes Stimmchen: „Ich halte mich fest! Das kannst du &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein schöner Herbsttag. Die Sonne lacht vom blauen Himmel und lässt die bunten Blätter im Sonnenlicht golden leuchten. Es weht ein Wind, der genau richtig ist zum Drachensteigenlassen. Ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Flori marschiert hinüber zur großen Wiese und lässt seinen bunten Drachen, den er übrigens selbstgebastelt hat, hoch in die Lüfte steigen. Dort tanzt dieser hin und her und der Junge hat seine helle Freude daran.</p>
<p>Doch schon bald ziehen Wolken am Himmel auf. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn es Schönwetterwolken wären, aber leider versprechen diese nur Regen. So packt Flori seinen Drachen wieder ein, doch bevor er sich endgültig auf den Heimweg macht,<span class="Apple-converted-space">  </span>setzt er sich für ein Weilchen auf die Bank am Wegesrand.</p>
<p>„Bestimmt müssen wir bald wieder Blätter sammeln und zum Unterricht mitbringen“, denkt er. „Jedes Jahr dasselbe. Im Kindergarten hat es angefangen und jetzt in der dritten Klasse ist es immer noch so. Eigentlich mag ich das nicht.“</p>
<p>Floris Gedanken werden unterbrochen. Er vernimmt ein zartes Stimmchen:</p>
<p>„Ich halte mich fest! Das kannst du mir glauben.“</p>
<p>„Hallo, ist da jemand?“, fragt der Junge und blickt sich suchend um, kann aber niemand sehen.</p>
<p>„Na klar! Ich bin hier!“</p>
<p>„Wo denn? Ich kann dich nicht entdecken.“</p>
<p>„Hier bin ich, da wo ich hingehöre. Und da bleibe ich auch. Ich gebe mir alle erdenkliche Mühe.“</p>
<p>Noch immer weiß Flori nicht, wer da mit ihm spricht. Für einen Moment ist nichts zu hören, nur das Rauschen der Blätter im Herbstwind. Eine Windböe wirbelt einen kleinen Blätterhaufen durcheinander und als es wieder windstill ist, hört Flori auch die zarte Stimme wieder.</p>
<p>„Er kann mir nichts anhaben, wenn ich mich nur gut genug festhalte.“</p>
<p>„Das schaffst du nicht!“, mischt sich eine andere Stimme ein. „Das haben schon viele vor dir versucht. Das ist der Mühe nicht wert, denn es ist sowieso vergeblich.“</p>
<p>„Oh nein, das ist es nicht!“, ruft das zarte Stimmchen trotzig. „Ich will etwas Besonderes aus meinem Leben machen und nicht wie alle anderen sein.“</p>
<p>„Das ist doch Quatsch! Verstehe das doch endlich!&#8220;</p>
<p>„Wovon redet ihr eigentlich und wo seid ihr?“</p>
<p>„Hier oben!“, erklingt es im Chor.</p>
<p>Flori blinzelt nach oben. Erst jetzt bemerkt er, dass er unter einem Baum sitzt und dort wohl kurz eingenickt sein muss. Über ihm ist die Baumkrone mit ihren bunten Blättern, die vom Wind kräftig durchgeschüttelt werden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>An einem Zweig, direkt über Flores Kopf hängen einsam zwei bunte Blätter.</p>
<p>„Habe ich mir das alles nur eingebildet? Blätter können nicht reden. Ich muss geträumt haben“, überlegt der Junge genau in dem Moment, als ein erneuter Windstoß kommt und ihm zwei wunderschöne Blätter in den Schoß wirbelt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Als sein Blick wieder nach oben wandert, stellt er fest, dass der Zweig nun komplett kahl ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Flori kratzt sich verwundert am Kopf.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Würde in diesem Augenblick ein Spaziergänger vorbeikommen, so könnte er vielleicht die geflüsterten Worte des Jungen vernehmen:</p>
<p>„Auch wenn es tatsächlich mit dem Festhalten nicht geklappt hat, seid ihr Zwei für mich etwas ganz Besonderes. Ich habe auch schon eine Idee, was nun mit euch passieren soll. Was haltet ihr davon, wenn ich euch nach dem Pressen gemeinsam mit einem gemalten Bild in einem schönen Bilderrahmen meiner Oma zum Geburtstag schenke?! Sie wird sich sicherlich freuen und ihr bekommt einen Ehrenplatz in ihrem Wohnzimmer.“</p>
<p>Flori hat es auf einmal ziemlich eilig nach Hause zu kommen und das nicht nur, weil es plötzlich zu tröpfeln beginnt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/mein-schoenstes-herbstkleid/">Mein schönstes Herbstkleid</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/vom-winde-verweht-2/">Vom Winde verweht</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/herbstliche-kinderwelt/">Herbstliche Kinderwelt</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>So eine Aufregung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 May 2023 22:45:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufregung]]></category>
		<category><![CDATA[Fenster]]></category>
		<category><![CDATA[interessant]]></category>
		<category><![CDATA[Regen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhe]]></category>
		<category><![CDATA[Tier]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich haben wir Fangen gespielt. Das macht richtig Spaß, aber irgendetwas ist wohl falsch gelaufen. Plötzlich waren die anderen nämlich weg. Erst haben sie mich hierher gelockt und jetzt sind sie alle verschwunden und haben mich hier allein gelassen. Ich frage mich nur, wo sie sind. Wahrscheinlich sind sie längst schon wieder draußen und spielen im Garten weiter Fangen.&#160; „Hey, was machst du hier drinnen?“, höre ich eine Frau empört rufen. Meint sie etwa mich? Ich würde ja gerne raus, aber ich weiß nicht wo.&#160; „Sieh zu, dass du nach draußen verschwindest!“, schimpft sie mit mir und dann beginnt sie mir ihr Leid zu klagen: „Ich dachte, dass ich heute mal Glück hätte. Ich habe extra erst den Wetterbericht gehört und sie haben für heute und morgen Wolken und Sonne gemeldet, aber keinen Regen. Also habe ich die Gelegenheit ergriffen. Meistens habe ich nämlich Pech und es regnet noch am selben Tag, spätestens aber am nächsten Tag.“ Bis jetzt weiß ich überhaupt nicht wovon diese Frau redet und was das alles mit mir zu tun &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich haben wir Fangen gespielt. Das macht richtig Spaß, aber irgendetwas ist wohl falsch gelaufen. Plötzlich waren die anderen nämlich weg. Erst haben sie mich hierher gelockt und jetzt sind sie alle verschwunden und haben mich hier allein gelassen. Ich frage mich nur, wo sie sind. Wahrscheinlich sind sie längst schon wieder draußen und spielen im Garten weiter Fangen.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p>„Hey, was machst du hier drinnen?“, höre ich eine Frau empört rufen.</p>
<p>Meint sie etwa mich? Ich würde ja gerne raus, aber ich weiß nicht wo.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p>„Sieh zu, dass du nach draußen verschwindest!“, schimpft sie mit mir und dann beginnt sie mir ihr Leid zu klagen:</p>
<p>„Ich dachte, dass ich heute mal Glück hätte. Ich habe extra erst den Wetterbericht gehört und sie haben für heute und morgen Wolken und Sonne gemeldet, aber keinen Regen. Also habe ich die Gelegenheit ergriffen. Meistens habe ich nämlich Pech und es regnet noch am selben Tag, spätestens aber am nächsten Tag.“</p>
<p>Bis jetzt weiß ich überhaupt nicht wovon diese Frau redet und was das alles mit mir zu tun haben soll. Bestimmt verwechselt sie mich.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p>„Tja, der Regen bleibt mir wohl erspart und ich sollte mich im Grunde genommen darüber freuen. Aber dann bist du gekommen und du bist mindestens so schlimm wie Regen. Nein, noch viel schlimmer.“</p>
<p>Mmh? Was habe ich mit dem Regen zu tun. Klar, ich mag ihn auch nicht sonderlich. Ehrlich gesagt: Er ist mir nicht sympathisch. Aber mich mit ihm zu vergleichen oder gleichzusetzen ist einfach ungerecht. Ich bin doch vollkommen harmlos.</p>
<p>„Tu nicht so, als könntest du kein Wässerchen trüben und als seiest du dir keiner Schuld bewusst!“, schimpft sie weiter.</p>
<p>Ich bin mir keiner Schuld bewusst!!! Ich bin echt harmlos. Kein Mensch und kein Tier ist harmloser als ich.</p>
<p>„Wenn du kommst, kann ich die ganze Arbeit noch einmal machen. Verschwinde endlich, sonst wirst du mich kennenlernen!“, droht sie mir.</p>
<p>Noch näher kennenlernen will ich dich gar nicht. Du bist ziemlich unfreundlich zu mir und deshalb lege ich auch keinen Wert auf eine Bekanntschaft mit dir. Wenn du mich loshaben willst, dann zeig mir doch endlich den Weg nach draußen. Ich gebe mir ja alle erdenkliche Mühe hier rauszukommen, aber überall stoße ich an. Mach einfach die Tür auf oder eines dieser blöden Fenster, dann bin ich schneller weg als du bis drei zählen kannst.</p>
<p><span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span>„Hier!“, brüllt sie mir entgegen und reißt die Tür sperrangelweit auf.</p>
<p>‚Prima, ein Fluchtweg!‘, denke ich noch, doch dann wedelt sie mit einem Geschirrtuch in der Luft herum. Das macht mich ganz wirr im Kopf und ich verliere vollkommen die Orientierung. Wo war doch nochmal gleich die offene Tür? Autsch, schon wieder habe ich mich gestoßen. Soll sie mich doch endlich in Frieden lassen. Ich will ja weg von hier.</p>
<p>„Begreifst du denn gar nichts, du Dummi! Das ist doch die falsche Richtung und wage dich ja nicht an eines meiner Fenster!“</p>
<p>Mir ist schon total schwindelig. Wenn sie mich doch endlich in Ruhe ließe, dann würde ich auch den Weg nach draußen finden. Ich brauche dazu einfach nur Ruhe und ein bisschen Zeit. Aber Geduld scheint ja nicht ihre Stärke zu sein.</p>
<p>„Warum wedelst du denn mit dem Geschirrtuch in der Luft herum?“, höre ich nun eine Männerstimme.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p>„Ich versuche diese kleine freche Fliege zu verscheuchen, die mir meine frisch geputzten Fenster wieder beschmutzen will!“, antwortet die Frau.</p>
<p>„Ach, meinst du die kleine harmlose Fliege, die gerade an mir vorbei und zur Haustür hinausgeflogen ist?“</p>
<p>Genau, die meinst sie, denke ich mir und bin froh endlich im Freien und aus diesem Irrenhaus entkommen zu sein. Das war ganz schön aufregend. Ich muss erst einmal wieder zur Ruhe und zu Kräften kommen. Dort drüben steht ein Fenster offen, mal sehen, ob es dort was Interessantes gibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/flie/">Flie</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/juhu/">Juhuu!!!</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Das fliegende Ei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Apr 2023 14:28:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Besuch]]></category>
		<category><![CDATA[Ei]]></category>
		<category><![CDATA[Flug]]></category>
		<category><![CDATA[Hunger]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sitzen im Flieger von Teneriffa zurück nach Berlin. Schade, denn wir lassen das schöne sonnige Wetter zurück und tauschen es gegen Temperaturen von ungefähr 6 Grad ein, allerdings mit der Hoffnung auf Sonnenschein an Ostern. Ich überlege, welche Geschichte aus unserem Leben zum Osterfest passen könnte, aber da hilft mir Peter auf die Sprünge. Es gibt eine lustige Begebenheit aus der Familie meines Vaters, die ich allerdings auch nur aus Erzählungen kenne. Es ist also sozusagen eine alte familiäre Überlieferung.“ „Und das ist eine Ostergeschichte?“, frage ich zurück. „Das kann ich dir jetzt nicht sagen, aber es geht um ein fliegendes Ei.“ Logisch, dass ich jetzt neugierig werde, denn fliegende Eier kenne ich nicht. Seinem schelmischen Grinsen merke ich jedoch an, dass ich vielleicht den Ausspruch nicht ganz so wörtlich nehmen sollte. „Das ist jetzt aber kein nachträglicher Aprilscherz, oder?“ „Nein, nein. Pass mal auf!“, beginnt Peter mir diese Geschichte zu erzählen. Er beschreibt eine Szene, die ich mir nun auch bildlich genau vorstellen kann. Sein Vater Heinz, der damals wohl selbst noch ein &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir sitzen im Flieger von Teneriffa zurück nach Berlin. Schade, denn wir lassen das schöne sonnige Wetter zurück und tauschen es gegen Temperaturen von ungefähr 6 Grad ein, allerdings mit der Hoffnung auf Sonnenschein an Ostern. Ich überlege, welche Geschichte aus unserem Leben zum Osterfest passen könnte, aber da hilft mir Peter auf die Sprünge.</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>s gibt eine lustige Begebenheit aus der Familie meines Vaters, die ich allerdings auch nur aus Erzählungen kenne. Es ist also sozusagen eine alte familiäre Überlieferung.“</p>
<p>„Und das ist eine Ostergeschichte?“, frage ich zurück.<br />
„Das kann ich dir jetzt nicht sagen, aber es geht um ein fliegendes Ei.“<br />
Logisch, dass ich jetzt neugierig werde, denn fliegende Eier kenne ich nicht. Seinem schelmischen Grinsen merke ich jedoch an, dass ich vielleicht den Ausspruch nicht ganz so wörtlich nehmen sollte.<br />
„Das ist jetzt aber kein nachträglicher Aprilscherz, oder?“<br />
„Nein, nein. Pass mal auf!“, beginnt Peter mir diese Geschichte zu erzählen.<br />
Er beschreibt eine Szene, die ich mir nun auch bildlich genau vorstellen kann. Sein Vater Heinz, der damals wohl selbst noch ein Kind war und sein Bruder Wilhelm sitzen mit den Eltern Hermann und Käthe und einem weiteren Pärchen rund um den Küchentisch. Bei diesem Paar, das zu Besuch ist, handelt es sich um die Schwester von Käthe und deren Ehemann, genannt Tante Elsa und Onkel Peter.<br />
„Also saßen da deine Großeltern väterlicherseits, dein Großonkel und deine Großtante.“<br />
Mein Peter nickt und ergänzt mich in meinen Überlegungen:<br />
„Leider ist keiner von diesen Menschen mehr am Leben. Wenn du jetzt diese Geschichte aufschreibst, dann gerät sie wenigstens nicht in Vergessenheit.“<br />
„Darf ich mal raten?“, frage ich, allerdings warte ich nicht auf eine Antwort, sondern rede gleich weiter. „Wahrscheinlich wollten sie gerade frühstücken.“<br />
„Das nehme ich an“, bestätigt mich mein Mann.<br />
Ich sehe alles genau vor mir: Der Tisch ist gedeckt. Natürlich hat die Mutter meines Schwiegervaters extra die Damasttischdecke aufgelegt, die sie noch von ihrer Aussteuer hat. Wahrscheinlich hat sie auch das gute Geschirr benutzt, denn immerhin ist Besuch da. Bestimmt hat die Mutter von Peters Vater selbst gemachte Erdbeermarmelade und frischgebackenes Brot auf dem Tisch stehen. Weiße und frisch gestärkte Servietten liegen auf den Frühstückstellern und die gesamte Küche duftet nach frischem Kaffee. Vor dem kleinen Heinz und vor dem etwas älteren Bruder steht jeweils ein Glas mit frischer Milch. Die Mutter hat bei einem bekannten Bauern am Tag zuvor neben der Milch auch noch etwas Wurst besorgt und auch der Käse fehlt nicht. Während sich die beiden Jungs den Kakao in die Milch rühren, kocht die Mutter schnell noch ein paar Frühstückseier. Selbstverständlich hat sie diese nicht genau abgezählt, sondern lieber noch ein paar mehr gekocht. Immerhin soll es dem Besuch ja gut gehen und man will nicht knausrig erscheinen.<br />
Die Frühlingssonne lacht zum Fenster herein und kitzelt den kleinen Heinz an der Nase. „Beeil dich und komm raus zum Fahrradfahren!“, flüstert sie ihm scheinbar zu und so isst er auch artig sein Marmeladenbrot und sein Frühstücksei. Während die Erwachsenen sich unterhalten, müssen er und sein Bruder still sein und nicht dazwischen reden. Einmal stützt er sich während des Essens gedankenverloren auf seinem Ellbogen auf, doch da hört er auch schon Mutters ermahnende Stimme:<br />
„Heinz, setz dich gerade hin!“<br />
Gerne würde er aufstehen, doch er weiß genau, dass er dies noch nicht darf beziehungsweise erst um Erlaubnis fragen muss.<br />
„Dürfen wir…?“, setzt er einmal zu der Frage an, doch Vaters strenger Blick verrät ihm, dass sie beide noch abwarten müssen. „Die Erwachsenen finden aber auch kein Ende“, denkt er. Andauernd reden sie von irgendwelchen langweiligen Dingen und immerzu greift sich noch ein Erwachsener eine Brotscheibe, ein bisschen Wurst oder Käse. Die gekochten Eier tragen auch nicht gerade zu einem schnellen Ende des Frühstücks bei.<br />
Auf einmal erregt allerdings etwas die Aufmerksamkeit des kleinen Heinz. Obwohl er den Gesprächen der Erwachsenen nicht zugehört hat, bemerkt er, dass Unruhe am Tisch entstanden ist. Worum geht es hier eigentlich?</p>
<p>„Ach“, sagt seine Mutter gerade. „Ein einziges Ei ist noch übrig. Peter, das kannst du dir noch nehmen“, erklärt sie und richtet sich an ihren Schwager.</p>
<p>„Nein, nein!“, protestiert dieser. „Das gebührt dem Gastgeber.“<br />
Und denkt sich dabei: „Ich würde es ja gerne noch essen, aber das gehört sich nicht. Es sieht sonst so aus, als hätten wir nichts zu essen zu Hause.“</p>
<p>„Ich bin vollkommen satt!“, sagt der Vater. „Bei uns ist der Gast König!“<br />
Und er denkt sich: „Lecker dieses Ei. Wäre ja nicht schlecht, aber das kann ich nicht machen, sieht sonst so aus, als wolle ich es unserem Besuch vorenthalten.“</p>
<p>„Dann iss es du, Elsa!“, sagt die Mutter.</p>
<p>„Ich habe keinen Hunger mehr. Nein, Kätha! Nimm es dir doch! Du bist die Hausfrau und hast uns so gut bewirtet.“<br />
Und sie denkt sich: „So ein Ei zum Abschluss wäre schon gut. Aber lieber nicht, sonst denkt jeder, ich könne nicht genug haben!“<br />
Die Mutter aber sagt jetzt: „Ach, ich kann doch morgen wieder eins essen! Jetzt möchte ich keins mehr.“<br />
Und sie denkt sich: „Warum eigentlich nicht? Wenn ich es schon gekocht habe, dann kann ich es eigentlich auch essen. Aber das tut man nicht, man isst dem Besuch nichts vor der Nase weg!“</p>
<p>Der kleine Heinz und sein Bruder würden gerne das Ei essen, aber niemand fragt sie und so sitzen sie still und lauschen dem Hin und Her im Streit um das letzte Ei auf dem Frühstückstisch. Die Erwachsenen können sich einfach nicht entscheiden.</p>
<p>„Na los!“, sagt der Vater. „Jetzt nimm sich doch endlich jemand dieses Ei!“<br />
Eigentlich zuckt es jedem in den Fingern, aber keiner wagt es einfach zuzugreifen.</p>
<p>Die Namen werden hin und her geworfen und jeder meint, der andere solle sich des Eies erbarmen. Die Unruhe steigt in der vor ein paar Minuten noch so friedlichen Frühstücksrunde. Aber mit der Unruhe steigt auch der Unmut des Vaters. Diese Streiterei um ein kleines Ei geht ihm sichtlich auf die Nerven. Der kleine Heinz kann dies genau an der strengen Falte erkennen, die sich auf der Stirn des Vaters zu vertiefen beginnt.<br />
Und dann greift der Vater urplötzlich nach dem Ei, das einsam und verlassen in dem Körbchen auf der Mitte des Tisches liegt. Fest und energisch umschließt seine Hand dieses kleine Ei. Er steht abrupt auf und marschiert mit festen und donnernden Schritten zum Fenster, öffnet dieses, holt aus und wirft das Ei hinaus.<br />
„So, soll sich das Ei doch holen, wer will!“, sagt er bestimmt.</p>
<p>Alle sind wie erstarrt und beobachten von ihren Plätzen aus den Flug des Eies und dessen Landung im Blumenbeet im Garten des Nachbarn.<br />
Die Mutter ist die Erste, die aus ihrem schockähnlichen Zustand erwacht und ihren Gatten mit den strengen und zurechtweisenden Worten ermahnt:</p>
<p>„Aber Herrmann, wie kannst du nur! Und dann auch noch vor den Kindern!&#8220;</p>
<p>Der kleine Heinz hat dieses einprägsame Erlebnis nie vergessen.</p>
<p>„Ja und irgendwann einmal hat er mir davon erzählt und tüchtig gelacht“, berichtet mir nun abschließend mein Peter.</p>
<p>Ich wünsche allen meinen Lesern ein schönes Osterfest mit vielen bunten Eiern und keinen Streit um das letzte Ei!!!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Osterhase-.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-thumbnail wp-image-459" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Osterhase--150x150.jpg" alt="1200px-Osterhase" width="150" height="150" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Osterhase--150x150.jpg 150w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Osterhase--120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>*</p>
<p style="text-align: center;">*vom DHL Paket abfotografiert</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/bubis-sprachkuenste/">Bubis Sprachkünste</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/unsere-persoenliche-ostergeschichte/">Unsere persönliche Ostergeschichte</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/hops-und-die-osterhasenkunst/">Hops und die Osterhasenkunst</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Annelie, Piepsie, Braunschopf und die dicke Emma</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/annelie-piepsie-braunschopf-und-die-dicke-emma/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/annelie-piepsie-braunschopf-und-die-dicke-emma/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 2023 17:55:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bauchweh]]></category>
		<category><![CDATA[dick]]></category>
		<category><![CDATA[Großmutter]]></category>
		<category><![CDATA[Gummibärchen]]></category>
		<category><![CDATA[Krümel]]></category>
		<category><![CDATA[verständnisvoll]]></category>
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					<description><![CDATA[Oma Luise holt ihre kleine Enkelin Annelie vom Kindergarten ab. Bereitwillig gibt das Mädchen seiner Großmutter die Hand und tritt mit ihr gemeinsam den Heimweg an. „Na, wie war es heute im Kindergarten? Bestimmt habt ihr schöne Sachen gemacht“, wendet sich Oma Luise an ihre Enkelin. „War heute doof?“, antwortet diese kurz und knapp. Erst jetzt bemerkt Luise, dass Annelie ein ziemlich beleidigtes Gesicht macht. Irgendetwas muss wohl vorgefallen sein. „Vielleicht hat sie ja etwas angestellt oder sich mit einem anderen Kind gestritten“, überlegt die Großmutter insgeheim.  „Erzähl doch mal, was dich gestört hat!“, fordert sie deshalb das Mädchen auf. „Hilda ist doof!“, lautet die kurze Antwort.  Doch dann sprudelt es aus der Kleinen nur so heraus: „Es gab Gummibärchen. Für jeden so viele…“ Annelie hält ihre rechte Hand in die Höhe und spreizt alle fünf Finger auseinander. „Und jetzt ist die Packung leer!“, sagt sie empört. „Wie ist das denn passiert?“, forscht Oma Luise nach. „Hilda hat alle heimlich gefuttert. Das ist voll ungerecht!“ „Das stimmt! Das ist ja fast so wie bei Piepsie, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Oma Luise holt ihre kleine Enkelin Annelie vom Kindergarten ab. Bereitwillig gibt das Mädchen seiner Großmutter die Hand und tritt mit ihr gemeinsam den Heimweg an.</p>
<p>„Na, wie war es heute im Kindergarten? Bestimmt habt ihr schöne Sachen gemacht“, wendet sich Oma Luise an ihre Enkelin.</p>
<p>„War heute doof?“, antwortet diese kurz und knapp.</p>
<p>Erst jetzt bemerkt Luise, dass Annelie ein ziemlich beleidigtes Gesicht macht. Irgendetwas muss wohl vorgefallen sein.</p>
<p>„Vielleicht hat sie ja etwas angestellt oder sich mit einem anderen Kind gestritten“, überlegt die Großmutter insgeheim.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Erzähl doch mal, was dich gestört hat!“, fordert sie deshalb das Mädchen auf.</p>
<p>„Hilda ist doof!“, lautet die kurze Antwort.<span class="Apple-converted-space">  </span>Doch dann sprudelt es aus der Kleinen nur so heraus:</p>
<p>„Es gab Gummibärchen. Für jeden so viele…“ Annelie hält ihre rechte Hand in die Höhe und spreizt alle fünf Finger auseinander. „Und jetzt ist die Packung leer!“, sagt sie empört.</p>
<p>„Wie ist das denn passiert?“, forscht Oma Luise nach.</p>
<p>„Hilda hat alle heimlich gefuttert. Das ist voll ungerecht!“</p>
<p>„Das stimmt! Das ist ja fast so wie bei Piepsie, Braunschopf und der dicken Emma“, meint Luise.</p>
<p>„Kenne ich nicht. Hat die dicke Emma auch alle Gummibärchen aufgefuttert?“</p>
<p>„So ähnlich. Warte ich erzähle es<span class="Apple-converted-space">  </span>dir: <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Du kennst doch die Spatzen auf dem alten Marktplatz mitten in der Stadt.“</p>
<p>Annelie nickt und bekommt ganz große Augen. Das passiert immer, wenn sie gespannt und neugierig ist, besonders dann, wenn Oma ihr eine Geschichte erzählt.</p>
<p>„Piepsie und Braunschopf sind zwei kleine Spatzen und sie wissen, dass vor dem Cafe am Marktplatz immer ganz viele Krümel für sie abfallen. Die Menschen, die an den Tischen ihre Kuchen essen, lassen diese manchmal absichtlich und manchmal unabsichtlich fallen. Dann freuen sich die beiden kleinen Spatzen und fliegen herbei, um sich einige der Krümel zu holen und in ihren Schnäbeln verschwinden zu lassen. Manchmal sind sie sogar so frech und fliegen direkt auf die Tische, um besonders leckere und große Krümel zu bekommen.</p>
<p>Gestern erst habe ich sie wieder beobachtet, aber sie waren nicht alleine. Es kamen noch mehrere Spatzen und jeder von ihnen hat etwas abbekommen. Die Welt war in Ordnung, aber nur so lange bis die dicke Emma kam.&#8220;</p>
<p>&#8222;Wer ist denn die dicke Emma?&#8220;, fragt Annelie nach. &#8222;Von der habe ich noch nie gehört!&#8220;</p>
<p>&#8222;Sie ist eine Taube und viel größer und dicker als die Spatzen. Sie hat alle einfach weggedrängt und sich die leckeren Happen geschnappt. Sogar einen ganz dicken, schweren Brocken hat sie sich ergattert und ist mit ihm in eine Ecke gerannt, wo sie ihn gierig verschlungen hat. Für die Spatzen blieben nur ein paar winzige Krümelchen übrig. Du kannst dir bestimmt vorstellen, dass sie das auch total ungerecht fanden und wütend auf die dicke Emma waren.“</p>
<p>Annelie nickt verständnisvoll.</p>
<p>„Am Abend fanden sie dann die dicke Emma jammernd in eben dieser Ecke sitzen. Die Spatzen jedoch waren vergnügt und freuten sich über die wenigen, aber leckeren Krümel, die ihnen die dicke Emma übriggelassen hatte und die ihnen gut bekommen waren. Die dicke Taube Emma jedoch<span class="Apple-converted-space">  </span>hatte ganz schlimme Bauchschmerzen, weil sie viel zuviel gefuttert hatte.“</p>
<p>„Genau wie Hilda“, stellt Annelie fest. „Die hat jetzt bestimmt auch Bauchweh.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Personalmangel  (2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2022 15:12:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Bonbon]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Mangel]]></category>
		<category><![CDATA[Rolle]]></category>
		<category><![CDATA[Schleife]]></category>
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					<description><![CDATA[„Mmh, mmh!“, überlegt Willi hin und her und streicht sich über seinen langen weißen Bart. „Da muss ich doch gleich mal schauen, wo ich meine Stiefel und meinen Wintermantel hingehängt habe.“ Das Engelchen lächelt erleichtert, denn anscheinend ist der Weihnachtsmann damit einverstanden bei den himmlischen Vorbereitungen für das Fest auszuhelfen.  „Dankeschön!“, ruft das Engelchen freudig aus. „Ich wusste doch, dass du uns helfen wirst. Auf dich ist immer Verlass.“ So kommt es, dass Willi in der Himmelswerkstatt am großen Verpackungstisch einen Platz zugewiesen bekommt. In der Mitte liegen alle notwendigen Materialien, die zum Verpacken benötigt werden. Auf einem Fließband befinden sich die Geschenke, so dass man nur zugreifen muss. Das verpackte Geschenk kommt dann auf ein weiteres Band, das unter dem ersten verläuft. So hat alles seine Ordnung. Willi zögert nicht, sondern legt sofort los. Selbstverständlich will er seine Arbeit besonders gut machen. „Beim Verpacken ist Kreativität gefragt“, denkt er sich und überlegt kurz.  Der erste Versuch überzeugt ihn jedoch nicht so richtig, deshalb reißt er das Geschenkpapier wieder ab, zerknüllt es und wirft es &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Mmh, mmh!“, überlegt Willi hin und her und streicht sich über seinen langen weißen Bart. „Da muss ich doch gleich mal schauen, wo ich meine Stiefel und meinen Wintermantel hingehängt habe.“</p>
<p>Das Engelchen lächelt erleichtert, denn anscheinend ist der Weihnachtsmann damit einverstanden bei den himmlischen Vorbereitungen für das Fest auszuhelfen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Dankeschön!“, ruft das Engelchen freudig aus. „Ich wusste doch, dass du uns helfen wirst. Auf dich ist immer Verlass.“</p>
<p>So kommt es, dass Willi in der Himmelswerkstatt am großen Verpackungstisch einen Platz zugewiesen bekommt. In der Mitte liegen alle notwendigen Materialien, die zum Verpacken benötigt werden. Auf einem Fließband befinden sich die Geschenke, so dass man nur zugreifen muss. Das verpackte Geschenk kommt dann auf ein weiteres Band, das unter dem ersten verläuft. So hat alles seine Ordnung.</p>
<p>Willi zögert nicht, sondern legt sofort los. Selbstverständlich will er seine Arbeit besonders gut machen.</p>
<p>„Beim Verpacken ist Kreativität gefragt“, denkt er sich und überlegt kurz.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der erste Versuch überzeugt ihn jedoch nicht so richtig, deshalb reißt er das Geschenkpapier wieder ab, zerknüllt es und wirft es neben sich. Beim zweiten Versuch hat er zu wenig Papier von der Rolle abgeschnitten, so dass es nicht um das Geschenk passt. Aber dann hat er es richtig drauf. Pfeiffend<span class="Apple-converted-space">  </span>macht er sich an die Arbeit und begutachtet anschließend wohlwollend sein Werk.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Perfekt!“, lobt er sich insgeheim selbst. „Man muss sich nur zu helfen wissen, dann kennt Kreativität keine Grenzen.“</p>
<p>Was Weihnachtsmann Willi nicht registriert, ist dass alle Engelsaugen auf ihn gerichtet sind.<span class="Apple-converted-space">  </span>In der Himmelswerkstatt ist plötzlich Geschnatter und Gelächter ausgebrochen. Die Bänder stehen auf einmal still, aber erst als ein Engelchen ihn an seinem Arm zupft, blickt er auf.</p>
<p>„Warum störst du mich bei der Arbeit?“, fragt er verwundert. „Ich muss mich konzentrieren.“</p>
<p>„Naja“, meint das Engelchen und tritt verlegen von einem Fuß auf den anderen. „Das dürfen wir nicht!“</p>
<p>„Was?“, wundert sich Willi erneut. „Was dürft ihr nicht?“</p>
<p>„Nicht nur wir dürfen es nicht, sondern auch du darfst die Geschenke nicht als Bonbon verpacken.“</p>
<p>„Was ist denn das für eine seltsame Vorschrift?“, empört er sich. &#8222;Sieht doch lustig aus. Außerdem freuen sich die Kinder über solche wunderschön verpackten Geschenke.“</p>
<p>„Das glaube ich nicht“, gibt das Engelchen zu bedenken.</p>
<p>„Dann fehlt dir die Vorstellungskraft“, entgegnet Willi kopfschüttelnd.</p>
<p>„Ich glaube eher, ich habe zu viel davon“, wagt das Engelchen schüchtern und ganz leise zu sagen.</p>
<p>„Rück schon mit der Sprache heraus, sag es ihm doch!“, ruft es plötzlich aus einer Ecke der Himmelswerkstatt.</p>
<p>„Was sollst du mir sagen?“</p>
<p>„Naja, du hast doch lange Zeit den Schlitten mit den Geschenken gefahren… Hast du auch mal welche verloren?“</p>
<p>„Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass der Stapel auf dem Schlitten immer ziemlich hoch war und ich aufpassen musste, dass kein Geschenk verloren ging. Nur einmal, da hat so ein Witzbold…“</p>
<p>Willi schaut von dem Engelchen zu seinem verpackten Geschenk und kratzt sich am Kopf. Dann nickt er und spricht weiter: „…die Geschenke als Bonbons verpackt…“</p>
<p>„…und die sind vom Weihnachtsschlitten gekullert…“, vollendet das Engelchen Willis Gedankengang.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Willi schlägt sich die flache Hand gegen seine Stirn und bricht in schallendes Gelächter aus.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Jetzt wird mir vieles klar: Deshalb sind alle Geschenke einfach nur viereckig verpackt, obwohl das ziemlich langweilig ist“, murmelt er in seinen Bart. „Man kann sie besser stapeln und fallen daher auch nicht vom Schlitten.“</p>
<p>Und nach einer kleinen Pause fügte er noch hinzu:</p>
<p>„Dann muss ich meine Kreativität halt auf die Bänder und Schleifen verlagern, die die Geschenke verzieren.“</p>
<p>Dafür erntet er von allen anwesenden Engelchen einen riesigen Applaus. Geschwind gehen alle wieder an ihre Arbeit und Weihnachtsmann Willi sucht sich schon mal die schönsten und buntesten Bänder zusammen, aus denen er die wundervollsten Schleifen bindet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/mein-zweites-weihnachten/">Mein drittes Weihnachtsfest</a></p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Personalmangel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Dec 2022 15:35:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Knochen]]></category>
		<category><![CDATA[Mangel]]></category>
		<category><![CDATA[Mühe]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
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					<description><![CDATA[Weihnachtsmann Willi ist nun ja schon einige Jahre im wohlverdienten Ruhestand. Auf seinen Nachfolger Weihnachtsmann Rudi ist er sehr stolz. Nicht nur, weil er ihn selbst ausgebildet hat, sondern auch, weil dieser die Arbeit hervorragend erledigt. Weihnachtsmänner bleiben immer Weihnachtsmänner, das heißt, sie verlieren nie diesen Titel. Selbst dann nicht, wenn sie schon lange nicht mehr aktiv sind. Einmal Weihnachtsmann &#8211;  immer Weihnachtsmann. Gerade hat sich Willi mit einem Pfeiffchen auf seinen Ohrensessel gesetzt und die Füße auf die Ofenbank gelegt. Er liebt es ins Kaminfeuer zu schauen und sich die Füße zu wärmen. Während das Feuer so schön prasselt und die Flammen zucken, kann er seinen Gedanken freien Lauf lassen. Die vielen Jahrzehnte, die er als Weihnachtsmann unterwegs war, ziehen gedanklich an ihm vorüber.  „Es war eine schöne Zeit“, denkt er mit ein bisschen Wehmut. „Aber anstrengend war sie auch und jetzt bin ich schon so alt und auch schon recht müde. Obwohl, manchmal würde ich schon gerne wieder ein bisschen …“ Just in diesem Moment klopft es an der Tür. Erst zaghaft, dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weihnachtsmann Willi ist nun ja schon einige Jahre im wohlverdienten Ruhestand. Auf seinen Nachfolger Weihnachtsmann Rudi ist er sehr stolz. Nicht nur, weil er ihn selbst ausgebildet hat, sondern auch, weil dieser die Arbeit hervorragend erledigt.</p>
<p>Weihnachtsmänner bleiben immer Weihnachtsmänner, das heißt, sie verlieren nie diesen Titel. Selbst dann nicht, wenn sie schon lange nicht mehr aktiv sind. Einmal Weihnachtsmann &#8211;<span class="Apple-converted-space">  </span>immer Weihnachtsmann.</p>
<p>Gerade hat sich Willi mit einem Pfeiffchen auf seinen Ohrensessel gesetzt und die Füße auf die Ofenbank gelegt. Er liebt es ins Kaminfeuer zu schauen und sich die Füße zu wärmen. Während das Feuer so schön prasselt und die Flammen zucken, kann er seinen Gedanken freien Lauf lassen. Die vielen Jahrzehnte, die er als Weihnachtsmann unterwegs war, ziehen gedanklich an ihm vorüber.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Es war eine schöne Zeit“, denkt er mit ein bisschen Wehmut. „Aber anstrengend war sie auch und jetzt bin ich schon so alt und auch schon recht müde. Obwohl, manchmal würde ich schon gerne wieder ein bisschen …“</p>
<p>Just in diesem Moment klopft es an der Tür. Erst zaghaft, dann immer fester und dann sogar recht laut und mehrmals hintereinander.</p>
<p>„Da hat aber anscheinend jemand ein dringendes Anliegen“ überlegt Willi und schlüpft in seine Pantoffeln.</p>
<p>„Langsam, langsam!“, ruft er. „Ich komme ja schon. Es dauert nur ein Weilchen, ein alter Mann ist ja kein D-Zug!“</p>
<p>Schlurfend bewegt er sich in Richtung seiner Wohnungstür. Seine alten Knochen wollen nicht mehr so schnell und auch sein Rücken ist schon ein wenig in Mitleidenschaft gezogen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Das kommt vom vielen Schleppen der Säcke, die immer voller Geschenke für die Kinder waren“, denkt Willi. „Aber die Freude der Kinder und deren strahlende Augen waren all die Mühen und die anstrengende Arbeit wert.“</p>
<p>„Weihnachtsmann Willi!!!“, ruft es von außerhalb. „Bitte mach doch die Tür auf!!!“</p>
<p>„Ja, doch! Ich bin ja schon unterwegs!“, antwortet er.</p>
<p>„Was gibt es denn so Dringendes, dass du einen solchen Lärm veranstalten musst?“ will Weihnachtsmann Willi wissen. „Ich wusste gar nicht, dass ein kleines Engelchen so kräftig und energisch gegen die Tür klopfen kann“, meint er schmunzelnd.</p>
<p>„Eine Katastrophe, lieber Weihnachtsmann“, schluchzt nun das Engelchen. „In der Himmelswerkstatt geht alles drunter und drüber! Du musst uns unbedingt helfen, bitte, bitte!“</p>
<p>„Nun komm doch erst einmal herein, liebes Engelchen und erzähle mir alles der Reihe nach. Aber schließ die Tür hinter dir, sonst wird es kalt in meiner bescheidenen Hütte.“</p>
<p>„Ja, natürlich“, sagt das Engelchen brav und nachdem sich Beide vor den Kamin gesetzt haben, berichtet es:</p>
<p>„Auf der Erde werden momentan dringend Schutzengel gebraucht und so haben sich viele Engel, die eigentlich für andere Bereiche zuständig sind, für eine Weiterbildung als Schutzengel beworben. Auch viele von den Engelchen, die normalerweise in der Himmelswerkstatt und in der Himmelsbäckerei arbeiten, verrichten entweder schon unten auf der Erde ihre Arbeit oder sie stecken gerade noch in der Weiterbildung. Jetzt haben wir hier oben einen großen Personalmangel.“</p>
<p>„Ja, ja“, nickt Weihnachtsmann Willi. „Das ist wahrlich ein Problem.“</p>
<p>„Bitte, bitte, du musst uns unbedingt helfen“, bettelt das Engelchen.</p>
<p>„Ja, ja“, wiederholt sich Willi. „Aber ich habe hier keine kleinen Helferlein versteckt.“</p>
<p>„Aber du könntest uns doch selbst helfen, indem du in der Himmelswerkstatt mitarbeitest.“</p>
<p>Fast ein wenig verlegen schlägt das Engelchen die Lider nieder und hofft, dass der Weihnachtsmann nicht nein sagt.</p>
<p>„Nun ja“, brummt dieser in seinen Bart. „Ich bin nicht so gut in den handwerklichen Dingen.“</p>
<p>„Du bekommst auch nur ganz einfache Aufgaben“, flehentlich sieht es den alten Herrn an. Zum Beispiel könntest du doch die Geschenke verpacken.“</p>
<p>„Mmh, mmh!“, überlegt Willi hin und her…….</p>
<p style="text-align: center;">….Fortsetzung folgt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/weihnachtsmann-willi/">Weihnachtsmann Willi</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/seine-letzte-tour-2/">Seine letzte Tour</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/besuch-vom-nikolaus/">Besuch vom Nikolaus </a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Vom Winde verweht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2022 21:30:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Laub]]></category>
		<category><![CDATA[Name]]></category>
		<category><![CDATA[Purzelbaum]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig.  Im Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht. Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig. </b></p>
<p>Im Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht.<br />
Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann kahl und im Frühjahr kommen wieder neue grüne Blätter, also weitere Geschwister von mir. Das ist ein ewiger Kreislauf.<br />
Auch ich bin jetzt vom Baum gefallen und liege mit meinen Familienmitgliedern auf der Erde. Die ganze Wiese rund um den Baum haben wir inzwischen schon abgedeckt. Für die Käfer, Würmer, Igel, anderes kleines Getier und das Gras sind wir jetzt eine wärmende Schicht. Und gegenseitig halten wir uns natürlich auch warm, denn jetzt kann es schon ganz schön kalt werden in den Nächten und auch die Tage sind bereits kühler.<br />
Gerade waren Kinder auf der Wiese. Sie sind durch das Laub gestampft und haben uns in die Höhe geworfen. Dabei sind wir Blätter ganz schön durcheinander gerüttelt und geschüttelt worden. Plötzlich ist kein Blatt mehr da, wo es vorher lag. Auch ich liege jetzt weit von meinem Baum entfernt. Ich brauche aber keine Angst zu haben, denn ich bin ja nicht allein. Es hat Spaß gemacht herumzuwirbeln und ich warte auf eine Kinderhand, die mich wieder hoch wirft. Aber die Kinder müssen nach Hause, denn es wird gleich dunkel.<br />
Eigentlich fürchte ich die Dunkelheit nicht, weil ich ja schon immer Tag und Nacht draußen war.<br />
Inzwischen ist es stockdunkel und kalt. Plötzlich höre ich ein Geräusch. Ich kenne es schon. Das ist der Wind. Als ich noch grün an dem Baum hing, da hat mich der Baum festgehalten. So konnte ich nicht hinunter fallen, wenn der Wind tüchtig geblasen hat. Manchmal kam sogar ein Sturm daher. An meinem Baum hat er einen Ast abgeknickt und der Baum konnte ihn nicht mehr versorgen. Ich war damals sehr traurig. Ich habe die Blätter dieses Astes sehr vermisst.<br />
Der Wind ist inzwischen stärker geworden und kommt in Böen daher. Mit jedem Windstoß werde ich ein Stückchen weiter getragen. Mir ist schon ganz schwindelig von dem vielen Durcheinanderwirbeln. Ich schlage Purzelbäume, stecke auf einmal in den Zweigen eines Busches fest und werde kurz darauf wieder durch einen neuen Windstoß befreit. Er trägt mich zuerst hoch in die Luft, um mich dann neben einer Mauer fallen zu lassen. Links und rechts von mir liegen noch andere Blätter. Wir sind hier ein bisschen geschützt vor dem Wind, kuscheln zusammen und schlafen tatsächlich bis zum Morgengrauen ein.<br />
Als ich wieder aufwache, ist ein lautes Getöse neben mir und ich spüre wieder einen Luftzug. Ich blinzele und erkenne einen Menschen mit einer Maschine in der Hand, an der ein großer Sack befestigt ist. Ich fühle, dass dies eine große Gefahr ist, denn viele der anderen Blätter verschwinden in dem Rohr und wandern in den großen Sack.<br />
„Ich will da nicht hinein“, denke ich ängstlich. „Diese Maschine verschluckt uns alle.“<br />
Immer mehr presse ich mich in den kleinen Spalt zwischen Erde und der Mauer.<br />
„Vielleicht findet mich hier diese unheimliche Maschine nicht und saugt mich nicht auch noch auf“, so hoffe ich.<br />
Ich verhalte mich ganz still, damit mich kein Mensch bemerkt.<br />
Ich habe Glück, denn der Mensch mit seiner Maschine wandert weiter und entfernt sich immer mehr von mir.<br />
Neben mir kauert auch noch ein kleines Blatt.<br />
„Das war der Laubsauger“, sagt es zu mir.<br />
„Was passiert mit unseren Geschwistern und Freunden, die der Laubsauger gefressen hat?“, will ich wissen.<br />
„Ich habe die Igel sagen hören, dass die Blätter auf einen großen Haufen kommen und den Igeln und anderen kleinen Tieren Schutz bieten. Mit der Zeit werden die Blätter irgendwann zu Erde.“<br />
Als ich traurig auf das Blatt neben mir schaue, versucht es mich zu trösten.<br />
„Das ist nicht schlimm, denn wir werden alle zu Erde und wenn ein Samenkorn auf uns fällt, dann kann daraus wieder eine neue Pflanze wachsen und wir können ihr unsere Nährstoffe geben, damit sie groß und schön wird.“<br />
Ich würde dem kleinen Blatt gerne noch weiter zuhören, aber ein Mädchen steht auf einmal vor mir.<br />
„Schau mal!“, sagt es zu einem Jungen. „Das ist doch ein wunderschönes Blatt. Das nehme ich mit nach Hause.“<br />
Sie hebt mich auf und legt mich in einen Korb, in dem noch andere Blätter liegen. Sie sehen zwar alle unterschiedlich aus, aber wir sind alle Blätter und gehören doch auch irgendwie zusammen. Deshalb fürchte ich mich nicht, denn ich bin ja nicht allein.<br />
Zuhause angekommen legt das Mädchen mich auf ein Stück Zeitungspapier. Sie legt mich damit in ein Buch, deckt mich nochmals mit Zeitungspapier zu und dann klappt sie das Buch zu. Um mich herum ist es ganz dunkel. Zuerst ist mir ein bisschen unheimlich zumute, aber dann fühle ich mich eigentlich ganz wohl. Es ist warm, gemütlich und ganz still. Ich spüre, dass mir keinerlei Gefahr droht. Deshalb schlafe ich auch ganz beruhigt und lange ein.</p>
<p>Ich wache erst wieder auf als ich viele Kinderstimmen höre. Ich blinzele vorsichtig und blicke in staunende Kinderaugen. Das Mädchen, das mich in den Korb gelegt hatte, ist auch dabei.<br />
„Was ist geschehen?“, frage ich mich und schaue mich um.<br />
Die Kinder haben auf ein Stück Tapete einen großen prächtigen und kräftigen Baum gemalt. Jetzt darf jedes Kind die mitgebrachten Blätter an diesem Baum befestigen. Auch ich werde von dem Mädchen an einen Zweig, ganz oben in die Baumkrone gehängt.<br />
Ich bin glücklich, denn ich hänge gemeinsam mit vielen anderen und unterschiedlich aussehenden Blättern wieder an einem Baum.<br />
„Das habt ihr wirklich schön gemacht“, sagt eine Frau. „Das ist jetzt unser Klassenbaum und jeder darf seinen Namen neben ein Blatt schreiben.“<br />
Neben mir steht der Name des Mädchens, das mich aufgehoben und in seinen Korb gelegt hat:</p>
<p><strong><i>Bettina</i></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/hallo-lieber-herbst/">Hallo lieber Herbst!</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/elisa-und-luise/">Elisa und Luise</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/im-schatten-der-krone/">Im Schatten der Krone</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Schabernack mit dem Osterhasen</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/schabernack-mit-dem-osterhasen/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/schabernack-mit-dem-osterhasen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2022 19:03:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Kondition]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Osterhase]]></category>
		<category><![CDATA[Schabernack]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedersehen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=7602</guid>

					<description><![CDATA[Mausi, das kleine Mausemädchen schläft noch, tief unten in ihrem Mauseloch. Als sie erwacht, fällt es ihr ein, heute soll ein besonderes Fest wohl sein. Bald werden Kinder, die großen und die kleinen, oben auf der Wiese erscheinen. Zuvor muss er seine Arbeit tun, der berühmte Hase hat keine Zeit zum Ausruhn. So hoppelt er über die große Wiese sofort, versteckt bunte Eier hier und dort. Wird beobachtet von der Maus, die macht sich einen Schabernack daraus. Sobald der Osterhase hat versteckt ein Ei, das Mausemädchen eilt herbei. Legt das Ei in den Korb zurück, jedes Einzelne und Stück für Stück. So wird der Osterhasenkorb niemals leer, beeilt er sich auch noch so sehr. Als erklingt der Kinder Lachen, lässt Mausi nun die dummen Sachen. Sie will nicht verderben den Kinderspaß, lässt liegen die Eier im Gras. Als der Korb ist endlich leer, der Osterhase ist erschöpft doch sehr. Er zweifelt wahrlich an seiner Kondition, nächste Ostern ist dran der Sohn. Mausi kichert über den Streich, neuer Blödsinn folgt bestimmt sogleich. Doch nun habt alle &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Mausi, das kleine Mausemädchen schläft noch,<br />
tief unten in ihrem Mauseloch.<br />
Als sie erwacht, fällt es ihr ein,<br />
heute soll ein besonderes Fest wohl sein.</p>
<p style="text-align: center;">Bald werden Kinder, die großen und die kleinen,<br />
oben auf der Wiese erscheinen.<br />
Zuvor muss er seine Arbeit tun,<br />
der berühmte Hase hat keine Zeit zum Ausruhn.</p>
<p style="text-align: center;">So hoppelt er über die große Wiese sofort,<br />
versteckt bunte Eier hier und dort.<br />
Wird beobachtet von der Maus,<br />
die macht sich einen Schabernack daraus.</p>
<p style="text-align: center;">Sobald der Osterhase hat versteckt ein Ei,<br />
das Mausemädchen eilt herbei.<br />
Legt das Ei in den Korb zurück,<br />
jedes Einzelne und Stück für Stück.</p>
<p style="text-align: center;">So wird der Osterhasenkorb niemals leer,<br />
beeilt er sich auch noch so sehr.<br />
Als erklingt der Kinder Lachen,<br />
lässt Mausi nun die dummen Sachen.</p>
<p style="text-align: center;">Sie will nicht verderben den Kinderspaß,<br />
lässt liegen die Eier im Gras.<br />
Als der Korb ist endlich leer,<br />
der Osterhase ist erschöpft doch sehr.</p>
<p style="text-align: center;">Er zweifelt wahrlich an seiner Kondition,<br />
nächste Ostern ist dran der Sohn.<br />
Mausi kichert über den Streich,<br />
neuer Blödsinn folgt bestimmt sogleich.</p>
<p style="text-align: center;">Doch nun habt alle ein frohes Osterfest,<br />
mit vielen bunten Eiern im Nest.<br />
Lasst es euch richtig gutgehen,<br />
bis wir uns hier werden wiedersehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Igitt … Wasser!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2022 12:07:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[gewinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Luft]]></category>
		<category><![CDATA[Outfit]]></category>
		<category><![CDATA[schwitzen]]></category>
		<category><![CDATA[trüb]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich dachte eigentlich, dass sie es vergessen hat und im Grunde genommen war ich ganz froh darüber. Doch eines Morgens konnte ich ein Gespräch zwischen meinem Frauchen und deren Mutter verfolgen.  „Schau nur, wie dein Paul aussieht. Er richtig schmuddelig. Wenn du ihn mit in den Urlaub nehmen willst, dann solltest du ihn waschen.“ „Nö“, meinte mein Frauchen. „So wie er ist, ist er gerade richtig.“ „Naja, ein bisschen Wasser würde ihm schon guttun!“ „Nein!!!“, schrie ich, aber leider konnte mich niemand hören. „Mein Frauchen hat Recht. Ich bin gut so, wie ich bin. Wasser …igitt! Ich bin wasserscheu und wahrscheinlich auch nicht wasserdicht!!!“ „Und wenn er hinterher kaputt ist?“, wagte Frauchen einen erneuten Vorstoß. „Ihm passiert schon nichts, das kannst du mir glauben“, war die Antwort der Mutter.  Es dauerte auch nicht lange und ich hörte es plätschern. Frauchen ließ das Waschbecken mit warmen Wasser volllaufen.  Sogar ein paar Spritzer Badeschaum tröpfelte sie hinein. Ehrlich gesagt, roch es angenehm und ich fand den Schaum lustig. Doch dann schaute sie mich ernst an und erklärte &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich dachte eigentlich, dass sie es vergessen hat und im Grunde genommen war ich ganz froh darüber. Doch eines Morgens konnte ich ein Gespräch zwischen meinem Frauchen und deren Mutter verfolgen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Schau nur, wie dein Paul aussieht. Er richtig schmuddelig. Wenn du ihn mit in den Urlaub nehmen willst, dann solltest du ihn waschen.“</p>
<p>„Nö“, meinte mein Frauchen. „So wie er ist, ist er gerade richtig.“</p>
<p>„Naja, ein bisschen Wasser würde ihm schon guttun!“</p>
<p>„Nein!!!“, schrie ich, aber leider konnte mich niemand hören. „Mein Frauchen hat Recht. Ich bin gut so, wie ich bin. Wasser …igitt! Ich bin wasserscheu und wahrscheinlich auch nicht wasserdicht!!!“</p>
<p>„Und wenn er hinterher kaputt ist?“, wagte Frauchen einen erneuten Vorstoß.</p>
<p>„Ihm passiert schon nichts, das kannst du mir glauben“, war die Antwort der Mutter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es dauerte auch nicht lange und ich hörte es plätschern. Frauchen ließ das Waschbecken mit warmen Wasser volllaufen.<span class="Apple-converted-space">  </span>Sogar ein paar Spritzer Badeschaum tröpfelte sie hinein. Ehrlich gesagt, roch es angenehm und ich fand den Schaum lustig. Doch dann schaute sie mich ernst an und erklärte mir:</p>
<p>„So Paul, nun musst du baden. Das wird dir Spaß machen und hinterher bist du wieder sauber.“</p>
<p>Vorsichtig hielt sie meine beiden Beine in das Wasser.</p>
<p>„Halt!!! Hilfe!!! Ich kann nicht schwimmen und werde unweigerlich ertrinken!“, schrie ich, aber es nutzte nichts. Heftige Angst übermannte mich.</p>
<p>Dann ging alles ganz schnell:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ehe ich weiter protestieren konnte, lag ich komplett im Wasser. Nur mein Kopf schaute noch heraus. Ganz ängstlich schaute ich mein Frauchen an.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7592 size-medium" src="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_5088-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_5088-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_5088-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_5088-1152x1536.jpg 1152w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_5088-1536x2048.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_5088-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_5088-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<p>Doch plötzlich spürte ich wie der Schaum mich am Kinn kitzelte. Das war lustig. Seht ihr mich grinsen?</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-7593 size-medium" src="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_5089-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_5089-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_5089-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_5089-1152x1536.jpg 1152w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_5089-1536x2048.jpg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_5089-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/IMG_5089-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<p>Ich strampelte mit Armen und Beinen, woraufhin der Schaum immer mehr wurde und höher stieg. Damit er mir nicht in Mund und Augen kommen konnte, schloss ich diese und hielt außerdem noch die Luft an. Das war genau der Moment, in dem ich untertauchte. Ihr denkt jetzt vielleicht, ich hätte Panik bekommen. Nein, weit gefehlt. Meine Angst war verflogen. Das alles machte richtig Spaß. Ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich kam zum Luftholen wieder hoch und tauchte sofort wieder unter. Sehen konnte ich allerdings nichts, denn das Wasser war irgendwie inzwischen trüb geworden. Beim erneuten Auftauchen hörte ich die<span class="Apple-converted-space">  </span>Mutter meines Frauchens sagen:</p>
<p>„Siehst du wie schmutzig das Wasser jetzt ist?! Dein Paul ist allerdings nun wieder sauber.“</p>
<p>Als Frauchen mich aus dem Wasser hob, erhielt ich eine ziemlich kräftige Massage. Das Wasser tropfte dabei nur so aus mir heraus. Anschließend legte mich Frauchen auf ein Handtuch und wickelte mich fest darin ein. Das Handtuch war jetzt pitschepatsche nass und ich ein bisschen trockener. Doch dann kam das Härteste: Sie steckten mich doch tatsächlich in die heiße Sauna, die sie jedoch „Trockner“ nannten. Ich schwitzte das ganze restliche Wasser heraus. Nach einer gefühlten Ewigkeit hörte ich ein Piepsen, woraufhin sich die Tür meiner Sauna öffnete und mein Frauchen mich in Empfang nahm.</p>
<p>„Du siehst aus wie neu!“, meinte sie lächelnd und streichelte mich. „Richtig hübsch und sauber. Es hat sich wirklich gelohnt!“</p>
<p style="text-align: center;">Ich muss sagen, als sie mir dann mein bayrisches Outfit anzog, war ich wirklich fesch. Ich sah aus, als hätte ich eine Verjüngungskur gemacht. So könnte ich tatsächlich bei &#8222;Germany’s next topmodel für Krokodilshunde aus Plüsch&#8220; mitmachen und gewinnen. Stimmt&#8217;s?!!!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7594 size-medium" src="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/paul_portrait_14_MG_6021-Kopie-248x300.jpg" alt="" width="248" height="300" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/paul_portrait_14_MG_6021-Kopie-248x300.jpg 248w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/paul_portrait_14_MG_6021-Kopie-846x1024.jpg 846w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/paul_portrait_14_MG_6021-Kopie-768x930.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/paul_portrait_14_MG_6021-Kopie-1268x1536.jpg 1268w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2022/03/paul_portrait_14_MG_6021-Kopie-1691x2048.jpg 1691w" sizes="auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px" />Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Opas Geburtstagsgeschenk</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/opas-geburtstagsgeschenk/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jan 2022 20:34:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bär]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Schatz]]></category>
		<category><![CDATA[Schublade]]></category>
		<category><![CDATA[Schwester]]></category>
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					<description><![CDATA[Karlchen liegt im Bett. Eigentlich ist er kein Langschläfer, aber irgendwie scheint heute alles anders zu sein. Er schläft noch tief und fest als die Sonne schon vom Himmel lacht. Der kleine Junge erwacht erst aus seinen Träumen, als ein Sonnenstrahl ihn an der Nase kitzelt. Doch dann ist er mit einem Schlag hellwach. Ihm ist es wieder eingefallen: „Opa kommt heute aus der Kur zurück und er hat Geburtstag. Ich muss mich noch um sein Geschenk kümmern“, erklärt er der Mutter beim Frühstück. „Hast du schon eine Idee, was du ihm schenken willst?“, erkundigt sie sich. „Ja, ja, aber ich verrate es nicht. Das ist mein Geheimnis. Es soll eine Überraschung für Opa werden.“ „Opa kommt doch erst heute Nachmittag. Wenn du meine Hilfe beim Basteln oder so brauchst, dann sag es mir. Jetzt ist noch Zeit.“, schlägt sie ihrem Sohn vor. „Nein, nein, das kann ich schon ganz alleine. „Ich weiß nämlich, was sich Opa schon lange wünscht.“ „Aha und was ist das?“ „Ich hab’ doch gesagt, dass ich es nicht verrate“, antwortet &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Karlchen liegt im Bett. Eigentlich ist er kein Langschläfer, aber irgendwie scheint heute alles anders zu sein. Er schläft noch tief und fest als die Sonne schon vom Himmel lacht. Der kleine Junge erwacht erst aus seinen Träumen, als ein Sonnenstrahl ihn an der Nase kitzelt</strong>.</p>
<p><span class="dropcap">D</span>och dann ist er mit einem Schlag hellwach. Ihm ist es wieder eingefallen:</p>
<p>„Opa kommt heute aus der Kur zurück und er hat Geburtstag. Ich muss mich noch um sein Geschenk kümmern“, erklärt er der Mutter beim Frühstück.</p>
<p>„Hast du schon eine Idee, was du ihm schenken willst?“, erkundigt sie sich.</p>
<p>„Ja, ja, aber ich verrate es nicht. Das ist mein Geheimnis. Es soll eine Überraschung für Opa werden.“</p>
<p>„Opa kommt doch erst heute Nachmittag. Wenn du meine Hilfe beim Basteln oder so brauchst, dann sag es mir. Jetzt ist noch Zeit.“, schlägt sie ihrem Sohn vor.</p>
<p>„Nein, nein, das kann ich schon ganz alleine. „Ich weiß nämlich, was sich Opa schon lange wünscht.“</p>
<p>„Aha und was ist das?“</p>
<p>„Ich hab’ doch gesagt, dass ich es nicht verrate“, antwortet Karlchen. „Du erzählst es sonst Papa und Nina.“</p>
<p>Karlchen glaubt nicht, dass Papa und Mama etwas verraten würden, aber Nina ist noch klein. Sie geht noch nicht in den Kindergarten, aber plappert wie ein Wasserfall. Das sagt jedenfalls Opa immer. Sie würde bestimmt das Geheimnis ausplaudern und dann wäre es keine Überraschung mehr.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Du darfst mich nicht aufhalten, ich muss mich nämlich beeilen“, erklärt er der Mutter. „Sonst wird nicht alles rechtzeitig fertig.“</p>
<p>Aufgeregt läuft Karlchen in sein Zimmer und holt einen seiner zwei Teddybären vom Regal. Es ist der kleinere, denn den großen nimmt er immer mit ins Bett. Zuerst bürstet er den Teddy bis er wieder richtig flauschig ist. Danach kramt er in seiner Schublade, denn hier liegen alle seine gesammelten Schätze. Endlich hat er etwas gefunden, das er für sein Vorhaben als passend empfindet. Es ist eine rote Schleife an einem breiten roten Band. Diese Schleife bindet er dem Teddy um den Hals.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Chic siehst du aus“, flüstert er ihm zu.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„So und jetzt kommt das Wichtigste. Uns darf niemand sehen, also sei schön still“, befiehlt er dem Bären.</p>
<p>Auf leisen Sohlen schleicht sich Karlchen mit dem Teddy, den er unter dem Pulli versteckt hat, in den Hauswirtschaftsraum. Dann geht alles ganz schnell. Zielsicher führt er seinen Plan aus. Allerdings hat er nicht mit seiner kleinen Schwester gerechnet, die ihn mit kleinen Trippelschritten verfolgt und alles beobachtet hat.</p>
<p>„Teddy!“, ruft sie laut. „Nina will Teddy!“</p>
<p>„Psst! Sei still!“</p>
<p>„Nina will Teddy!“, ruft seine kleine Schwester wieder. „Mama! Mama!“</p>
<p>„Nein, den kriegst du nicht!“, sagt Kerlchen ganz bestimmt.</p>
<p>„Mama! Ich will Teddy haben! Mama!!!!“</p>
<p>„Was ist denn hier los? Streitet ihr schon wieder?“, fragt der Vater, der gerade nach Hause gekommen ist und Ninas Geschrei vernommen hat.</p>
<p>Sofort ist Nina zur Stelle und zieht ihren Vater am Arm. „Komm mit!“, sagt sie und zieht ihn in den Hauswirtschaftsraum.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Hast du den Teddy versteckt?“, fragt der Vater seinen Sohn, der sich jetzt über seine Schwester ärgert.</p>
<p>„Nina macht die Überraschung für Opa kaputt!“, sagt er trotzig.</p>
<p>„Da! Teddy ist da!!“, ruft Nina und klopft gegen den Gefrierschrank.</p>
<p>„Du bist gemein!“ Karlchen gibt seiner Schwester einen Schubs.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Du bist gemein“, erklärt Nina und verzieht das Gesicht. „Teddy ist eingesperrt! Da!“, ruft Nina wieder und klopft abermals gegen den Gefrierschrank. „Teddy friert!“</p>
<p>„Ich glaube du solltest mir mal die ganze Sache erklären“, richtet sich der Vater nun an Karlchen und öffnet den Gefrierschrank, wo tatsächlich in einer der Schubladen der kleine Teddybär liegt.</p>
<p>Jetzt bleibt Karlchen nichts anderes mehr übrig, er muss nun mit der Sprache herausrücken:</p>
<p>„Opa hat mir erzählt, dass er sich als kleiner Junge einen Eisbären gewünscht hat, ihn aber nie bekommen hat. Und deshalb wollte ich ihm heute zum Geburtstag einen Eisbären schenken.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Ein paar Minuten früher</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/ein-paar-minuten-frueher/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/ein-paar-minuten-frueher/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jan 2022 21:06:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Über mich]]></category>
		<category><![CDATA[Dachboden]]></category>
		<category><![CDATA[Minuten]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
		<category><![CDATA[Schnur]]></category>
		<category><![CDATA[Sendung]]></category>
		<category><![CDATA[Zehenspitzen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich kann mir nicht erklären, warum mir diese Begebenheit heute eingefallen ist. Möglicherweise habe ich etwas geträumt, das in mir Erinnerungen hervorgerufen hat, die ich im allerhintersten Stübchen meines Gedächtnisses in einer längst vergessenen Schublade herausgekramert habe. Keine Ahnung. Vielleicht war es die Sendung gestern Abend, die von einem Tierheim berichtet hat. Möglich, aber irgendwie doch unwahrscheinlich. Allerdings frage ich mich, ob es in einem Zusammenhang mit den Weihnachtssachen steht, die gerade in einer Aufräumaktion verstaut werden und erst vor dem nächsten Weihnachtsfest wieder zum Vorschein kommen sollen. Es ist und bleibt ein Rätsel für mich und ich werde eventuell auch nie dahinterkommen, weshalb mir genau diese Begebenheit und ausgerechnet heute einfällt.  Ich hoffe, ich habe Euch jetzt neugierig auf meine Erinnerung gemacht. Also, es handelt sich um eine Kindheitserinnerung, die mein Unterbewusstsein für so wichtig erachtet, dass es mir diese nun auf dem Präsentierteller serviert. Ich glaube, ich war in der zweiten Grundschulklasse. Ausnahmsweise hatten wir schon eine Stunde früher Schulschluss. Mir ist entfallen, ob es möglicherweise hitzefrei gab oder der Ausfall durch einen anderen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich kann mir nicht erklären, warum mir diese Begebenheit heute eingefallen ist. Möglicherweise habe ich etwas geträumt, das in mir Erinnerungen hervorgerufen hat, die ich im allerhintersten Stübchen meines Gedächtnisses in einer längst vergessenen Schublade herausgekramert habe. Keine Ahnung. </strong></p>
<p><span class="dropcap">V</span>ielleicht war es die Sendung gestern Abend, die von einem Tierheim berichtet hat. Möglich, aber irgendwie doch unwahrscheinlich. Allerdings frage ich mich, ob es in einem Zusammenhang mit den Weihnachtssachen steht, die gerade in einer Aufräumaktion verstaut werden und erst vor dem nächsten Weihnachtsfest wieder zum Vorschein kommen sollen. Es ist und bleibt ein Rätsel für mich und ich werde eventuell auch nie dahinterkommen, weshalb mir genau diese Begebenheit und ausgerechnet heute einfällt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich hoffe, ich habe Euch jetzt neugierig auf meine Erinnerung gemacht. Also, es handelt sich um eine Kindheitserinnerung, die mein Unterbewusstsein für so wichtig erachtet, dass es mir diese nun auf dem Präsentierteller serviert.</p>
<p>Ich glaube, ich war in der zweiten Grundschulklasse. Ausnahmsweise hatten wir schon eine Stunde früher Schulschluss. Mir ist entfallen, ob es möglicherweise hitzefrei gab oder der Ausfall durch einen anderen Umstand bedingt war. Zumindest kam ich unverhofft<span class="Apple-converted-space">  </span>ein paar Minuten früher nach Hause. Gut gelaunt bog ich in unsere Einfahrt ein. Das Auto meines Vaters stand mit geöffnetem Kofferraum vor der Garage. Meine Eltern waren nicht zu sehen.</p>
<p>„Was ist denn hier los?“, überlegte ich und trat näher.</p>
<p>Der Kofferraum war voll mit den unterschiedlichsten Dingen. Die meisten Sachen interessierten mich nicht. Doch was lag denn dort hinten rechts unter<span class="Apple-converted-space"> </span>ein paar alten Stiefeln?</p>
<p>„Das sieht aus wie ein kleines rotes Rad!“, dachte ich. „Das kommt mir aber sehr bekannt vor.“</p>
<p>Meine Neugierde war geweckt, zumal ich einer plötzlichen Eingabe zufolge einen Verdacht hatte.</p>
<p>„Das wird doch nicht …?!“</p>
<p>Ich trat näher und begann im Kofferraum zu wühlen, bis einige Sachen verrutschten. Leider war mein Fund noch immer größtenteils verdeckt und meine Arme zu kurz, um bis in diese hintere Ecke zu gelangen. Also stellte ich mich auf die Zehenspitzen, reckte mich und lag nun mit dem Oberkörper förmlich im Kofferraum. Jetzt konnte ich eine rote Schnur zu fassen bekommen, an der meines Erachtens der von mir ersehnte Gegenstand hing.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Wo kommst du denn schon her?“, hörte ich plötzlich die Stimme meiner Mutter, die mich so kopfüber und mit den Beinen zappelnd vorfand.</p>
<p>„Was machst du denn da?“, war die zweite Frage, die jetzt allerdings von meinem Vater kam.</p>
<p>Überrascht ließ ich mich wieder auf die Füße fallen und schaute in zwei erstaunte Gesichter. Dummerweise hatte ich die besagte Schnur fallen gelassen und war meinem heißersehnten Gegenstand kein bisschen näher gekommen, aber jetzt waren meine Eltern ja da und konnten mir helfen.</p>
<p>„Wir dachten du kommst erst später und wir wollten jetzt noch schnell zum Müllhof“, erklärte mir mein Vater.</p>
<p>„Wollt ihr das alles wegwerfen?“, fragte ich überflüssigerweise, denn eigentlich war das Gesagte doch die logische Erklärung.</p>
<p>Auf das Nicken meiner Mutter hin, stellte ich eine mich brennend interessierende Frage: „Ist da was von mir dabei?“</p>
<p>„Nur Sachen, die kaputt sind und du nicht mehr gebrauchen kannst“, lautete ihre Antwort.</p>
<p>„Was denn?“ Ich gab nicht auf, denn ich wollte es genau wissen.</p>
<p>Sie zeigte mir einige Dinge und ich war mit allem einverstanden, es konnte entsorgt werden. Allerdings war immer noch die Frage nach dem Etwas im hinteren Teil des Kofferraums offen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Kannst du mir mal das da hinten zeigen“, fragte ich meine Mutter. „Ist das auch was von mir?“</p>
<p>Hilfsbereit griff sie nach hinten und siehe da, der geheimnisvolle Gegenstand kam zum Vorschein.</p>
<p>„Oh!“, rief ich aus. „Das ist ja mein Hund!“</p>
<p>Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob er jemals einen Namen hatte.</p>
<p>„Den nimmst du doch gar nicht mehr, dafür bist du schon viel zu groß“, meinte nun mein Vater. „Außerdem ist er auch kaputt. Schau nur das eine Rad fehlt.“</p>
<p>Es stimmte, ich war aus dem Alter schon lange heraus, in dem man einen Hund auf vier Rädern hinter sich her zog oder sonst irgendetwas mit einem solchen Spielzeug hätte anfangen können. Dieser besagte Hund war schwarz, vollkommen unbeweglich und hatte ursprünglich unter seinen vier Pfoten je ein rotes Rad, von denen jetzt allerdings eines fehlte. Am Hals war als Leine eine Schnur befestigt.</p>
<p>„Was soll ein Schulmädchen mit einem Babyspielzeug?“, fragte ich mich insgeheim, schob aber diese Frage sofort wieder zur Seite.</p>
<p>Die Antwort auf diese Frage war mir in diesem Moment völlig egal. Es war mein Hund und anscheinend hatte ich ihn einmal sehr gemocht, deshalb konnte und durfte er nicht entsorgt werden.</p>
<p>„Der kommt aber nicht weg!“, entschied ich.</p>
<p>„Aber was willst du denn noch damit?“, fragte mich mein Vater. „Der steht doch schon seit langer Zeit auf dem Dachboden und du hast überhaupt nicht mehr an ihn gedacht.“</p>
<p>„Egal!“, sagte ich. „Den gebe ich nicht her? Der soll auf dem Dachboden bleiben. Das ist mein Hund! Bitte!!!“</p>
<p>Auch wenn diese Worte sehr bestimmend klingen sollten, kamen sie wohl mehr flehend heraus und mir standen inzwischen schon die Tränen in den Augen. Was sollten meine mich liebenden Eltern da tun? Genau, sie fuhren mit dem Auto ohne den schwarzen Hund auf drei Rollen, aber mit den restlichen Sachen zum Müllhof und der Hund landete wieder auf dem Dachboden, wo er vermutlich noch immer in einer Ecke steht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
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<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Angela und Angelina</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/angela-und-angelina/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/angela-und-angelina/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Dec 2021 22:14:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Kummer]]></category>
		<category><![CDATA[Sternschnuppe]]></category>
		<category><![CDATA[Teddy]]></category>
		<category><![CDATA[Träne]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnacht]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Weihnachtsmann hat also einen Zwilling als Schutzengel auf die Erde geschickt. Obwohl er eigentlich den Engel mit der einen Sommersprosse auf der Nasenspitze auserkoren hat, ist ihm ein Fehler unterlaufen und er hat genau den anderen Zwilling losgeschickt. So ist nun Angelina der Schutzengel von Luisa geworden. Diese ehrenvolle Aufgabe hat allerdings auch ihre Schattenseiten und das merkt nun auch der Weihnachtsmann im Himmel. „Angela, warum siehst du so traurig aus und bist gar nicht mehr mit deinem gewohnten Eifer bei der Sache?“, fragt er nun das kleine Engelchen. „Ach, lieber Weihnachtsmann, ich vermisse meine Schwester Angelina so sehr!“, sagt das Engelchen traurig und eine dicke Träne kullert über die Wange. „Daran hätte ich denken sollen“, überlegt der der gute alte Mann. „Zwillinge darf man nicht trennen. Sie gehören zusammen, ein Leben lang.“ Um den Kummer von Angela etwas zu mildern, lässt er sie durch das große Fernglas auf die Erde hinunter blicken. „Da ist sie, meine Schwester Angelina!“, ruft Angela aus. Doch leider verfliegt diese anfängliche Freude sehr schnell und die Sehnsucht wird &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Weihnachtsmann hat also einen Zwilling als Schutzengel auf die Erde geschickt. Obwohl er eigentlich den Engel mit der einen Sommersprosse auf der Nasenspitze auserkoren hat, ist ihm ein Fehler unterlaufen und er hat genau den anderen Zwilling losgeschickt.</strong> <strong>So ist nun Angelina der Schutzengel von Luisa geworden.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>iese ehrenvolle Aufgabe hat allerdings auch ihre Schattenseiten und das merkt nun auch der Weihnachtsmann im Himmel.</p>
<p>„Angela, warum siehst du so traurig aus und bist gar nicht mehr mit deinem gewohnten Eifer bei der Sache?“, fragt er nun das kleine Engelchen.</p>
<p>„Ach, lieber Weihnachtsmann, ich vermisse meine Schwester Angelina so sehr!“, sagt das Engelchen traurig und eine dicke Träne kullert über die Wange.</p>
<p>„Daran hätte ich denken sollen“, überlegt der der gute alte Mann. „Zwillinge darf man nicht trennen. Sie gehören zusammen, ein Leben lang.“</p>
<p>Um den Kummer von Angela etwas zu mildern, lässt er sie durch das große Fernglas auf die Erde hinunter blicken.</p>
<p>„Da ist sie, meine Schwester Angelina!“, ruft Angela aus. Doch leider verfliegt diese anfängliche Freude sehr schnell und die Sehnsucht wird nur noch größer. Ein regelrechter Tränenstrom bricht aus. Angela kann gar nicht mehr aufhören zu weinen. Ihre Sehnsucht nach ihrer Zwillingsschwester ist so riesig, dass Angela krank wird. Sie hat an nichts mehr Spaß und blickt nur noch aus traurigen und verweinten Augen auf die Geschehnisse im himmlischen Weihnachtsland.</p>
<p>Unten auf der Erde ergeht es Angelina nicht viel besser. Sie nimmt ihre Aufgabe sehr ernst und führt sie auch gewissenhaft aus, doch sobald sie ein wenig Ruhe hat, muss sie an Angela denken. Kummer und Sehnsucht machen sich in ihrem Herzen breit.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Werde ich dich jemals wiedersehen und in die Arme schließen können, liebe Schwester?“, flüstert sie traurig in die Nacht.</p>
<p>Auch Luisa spürt, dass mit ihrem Schutzengel etwas nicht stimmt. Irgendwie scheint der Glanz des Glasengels verschwunden zu sein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Ich glaube, mein Schutzengel ist krank“, meint sie zu ihrem Opa. „Schau nur, er sieht gar nicht mehr glänzend und strahlend aus.“</p>
<p>„Tja,“ überlegt der Großvater, „da muss man etwas tun. Ich glaube, da wird wohl nur der Weihnachtsmann deinem Engelchen helfen können. Male doch ein Bild von deinem Schutzengel und schicke es nach Himmelpfort zum Weihnachtsmann. Er wird sicherlich wissen, was zu tun ist.“</p>
<p>Sofort läuft Luisa die Treppe nach oben in ihr Zimmer. Dort holt sie ihren Zeichenblock und die Malstifte aus der Schublade. Vor ihr auf dem Tisch steht das gläserne Engelchen. Eine Stunde später schreibt die Großmutter die Anschrift auf einen Briefumschlag:</p>
<p style="text-align: center;"><strong><em>An den Weihnachtsmann</em></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><em>Weihnachtspostamt</em></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><em>16798 Himmelspfort</em></strong></p>
<p>Was Luisa nicht ahnt, ist die Tatsache, dass der Weihnachtsmann alles durch sein großes Fernglas beobachtet und sich selbst bereits Gedanken macht, wie er den beiden Zwillingsengeln helfen kann. Dass etwas unternommen werden muss, steht außer Frage, denn die Beiden leiden wirklich sehr unter ihrer Trennung. Er muss für eine Zusammenführung sorgen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Entweder muss Angelina wieder nach hier oben ins Weihnachtsland kommen oder Angela muss auch hinunter zur Erde. Er überlegt hin und her, marschiert gedankenversunken immer auf und ab. Doch schon nach ein paar Minuten steht sein Entschluss fest.</p>
<p>In der kommenden Nacht wacht Luisa auf. Sie kann nicht wieder einschlafen und will ihren Teddy zu sich ins Bett holen. Dieser sitzt auf der Fensterbank und schaut zum Fenster hinaus.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Schaust du zu den Sternen dort oben und suchst den Weihnachtsmann?“, fragt Luisa ihren Teddy. Auch sie wirft einen Blick zum Himmel und da sieht sie plötzlich eine Sternschnuppe. Direkt vor ihrem Fenster scheint sie herniederzugehen. Sie öffnet das Fenster und da sieht sie es liegen. Sie nimmt das Glasengelchen vom äußeren Fensterbrett und stellt es neben ihren Schutzengel.</p>
<p>„Es sieht genauso aus wie Angelina“, flüstert Luisa ihrem Teddy zu. „Bestimmt sind es Zwillinge. Schau nur Teddy, nun strahlt Angelina wieder. Jetzt habe ich zwei Schutzengel.“</p>
<p>Mit einem Blick zum Sternenhimmel fügt sie noch mit leiser Stimme hinzu:</p>
<p>„Danke lieber Weihnachtsmann!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong><em>MIT DIESER GESCHICHTE GEHE ICH NUN IN DIE FEIERTAGE UND WÜNSCHE EUCH ALLEN EIN SCHÖNES WEIHNACHTSFEST. KOMMT GUT IN DAS NEUE JAHR UND BLEIBT GESUND!!! </em></strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong><em>LIEBE WEIHNACHTSGRÜßE SCHICKT EUCH </em></strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><strong><em>ASTRID</em></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/lilly-milly-und-der-freche-billy/">Lilly, Milly und der freche Billy</a></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Opa und das Glasengelchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Dec 2021 10:33:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
		<category><![CDATA[Zwilling]]></category>
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					<description><![CDATA[Ganz aufgeregt erzählt Luisa ihren Traum, als alle gemeinsam beim Frühstück sitzen. „Das war aber ein schöner Traum“, meint Opa Kurt, „und auch eine Erklärung, warum das Engelchen dort im Schnee gelandet ist.“ Da fällt Luisa ein, dass ja der Großvater ihr auch eine Geschichte erzählen wollte. &#8222;Da wirst du dich noch bis heute Abend gedulden müssen“, erklärt dieser allerdings. „Ich habe Oma versprochen mit ihr einkaufen zu gehen. Sie möchte sich für Weihnachten ein neues Kleid kaufen und da braucht sie mich als Berater.“ „Och, bitte Opa, du kannst es doch jetzt beim Frühstück erzählen“, bettelt Luisa. „Also, da hat Luisa recht und ehrlich gesagt, bin ich inzwischen auch neugierig geworden“, gesteht die Großmutter. „Die Geschäfte haben den ganzen Tag geöffnet, da können wir uns jetzt ruhig noch ein paar Minuten Zeit lassen.“ „Da bin ich wohl überstimmt“, willigt Opa Kurt ein, kratzt sich nachdenklich am  Kopf und beginnt zu erzählen: „Ihr wisst ja alle, dass inzwischen die Vorbereitungen im himmlischen Weihnachtsland auf Hochtouren laufen. Es wird gebastelt, gemalt, verpackt, gebacken und gewerkelt. Aber &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ganz aufgeregt erzählt Luisa ihren Traum, als alle gemeinsam beim Frühstück sitzen.<br />
„Das war aber ein schöner Traum“, meint Opa Kurt, „und auch eine Erklärung, warum das Engelchen dort im Schnee gelandet ist.“</strong><br />
<strong>Da fällt Luisa ein, dass ja der Großvater ihr auch eine Geschichte erzählen wollte.</strong></p>
<p><span class="dropcap">&#8222;D</span>a wirst du dich noch bis heute Abend gedulden müssen“, erklärt dieser allerdings. „Ich habe Oma versprochen mit ihr einkaufen zu gehen. Sie möchte sich für Weihnachten ein neues Kleid kaufen und da braucht sie mich als Berater.“</p>
<p>„Och, bitte Opa, du kannst es doch jetzt beim Frühstück erzählen“, bettelt Luisa.</p>
<p>„Also, da hat Luisa recht und ehrlich gesagt, bin ich inzwischen auch neugierig geworden“, gesteht die Großmutter. „Die Geschäfte haben den ganzen Tag geöffnet, da können wir uns jetzt ruhig noch ein paar Minuten Zeit lassen.“</p>
<p>„Da bin ich wohl überstimmt“, willigt Opa Kurt ein, kratzt sich nachdenklich am<span class="Apple-converted-space">  </span>Kopf und beginnt zu erzählen:</p>
<p>„Ihr wisst ja alle, dass inzwischen die Vorbereitungen im himmlischen Weihnachtsland auf Hochtouren laufen. Es wird gebastelt, gemalt, verpackt, gebacken und gewerkelt. Aber es gibt auch noch andere Aufgaben, die Engel übernehmen…“</p>
<p>Oma und Enkeltochter sind gespannt, was der Großvater nun weiter berichten wird. Die Großmutter lässt sogar das benutzte Frühstücksgeschirr auf dem Tisch stehen und lauscht schweigend ihrem Mann.</p>
<p>„Die beiden Engelchen Angela und Angelina sind Schwestern, genauer gesagt, sie  sind eineiige Zwillinge. Sie sehen sich so ähnlich, dass jeder sie schon mal verwechselt hat. Dabei gibt es ein ganz winziges Merkmal, das die beiden unterscheidet, allerdings weiß das nur der Weihnachtsmann.“</p>
<p>„Weißt du es auch, Opa?“, will nun Luisa wissen.</p>
<p>„Naja, er hat es mir mal verraten“, grinst der Großvater. „Wenn ihr mir versprecht, es nicht weiterzuerzählen, dann kann ich es euch verraten.“</p>
<p>„Ehrenwort!“, ruft Luisa aus und auch die Großmutter erklärt, dass kein Sterbenswörtchen über ihre Lippen kommt.</p>
<p>„Auf der Nase von Angela befindet sich eine klitzekleine Sommersprosse, allerdings muss man schon sehr genau hinschauen, um das überhaupt zu sehen.“</p>
<p>„Ich habe sogar zwei Sommersprossen auf der Nase“, ruft Luisa stolz aus und deutet auf ihre Nasenspitze.</p>
<p>„Manchmal malt sich Angelina einen kleinen Punkt auf die Nase, damit sie den Weihnachtsmann ein bisschen ärgern kann. Heute allerdings nicht. Sie ist zusammen mit ihrer Zwillingsschwester in der Himmelswerkstatt und bastelt fleißig Weihnachtssterne, als der Weihnachtsmann herein kommt. Er blickt in die Runde und geht dann zielstrebig auf die Zwillinge zu, denn er braucht einen zuverlässigen Engel für eine ganz besondere Aufgabe. Sowohl auf Angela als auch auf Angelina ist trotz allen Unfugs immer Verlass, auf Angela vielleicht noch ein kleines bisschen mehr. Deshalb entscheidet er sich für Angela. Da der Weihnachtsmann schon ein bisschen schlecht sieht und nun zum Auseinanderhalten der Zwillinge nach der Sommersprosse suchen muss, setzt er nun seine Brille auf. Tja, und was soll ich sagen, mit diesem Hilfsmittel findet er den besagten Punkt sofort und ruft den betreffenden Zwilling zu sich.“</p>
<p>Der Großvater bittet nun erst einmal seine Frau um eine weitere Tasse Kaffee und legt eine kleine Pause ein. Luisa ist schon ganz ungeduldig und rutscht auf ihrem Stuhl hin und her.</p>
<p>„Was der Weihnachtsmann allerdings nicht bemerkt hat, ist die Tatsache, dass sich der Fleck nicht auf der Nasenspitze des Engels befindet, sondern auf seiner Brille. So kommt es, dass er den anderen Engel zur Erde schickt, um dort eine sehr wichtig Mission zu erfüllen.“</p>
<p>„Also hat er nun Angelina zur Erde geschickt“, folgert die Enkeltochter und der Großvater bestätigt es durch sein Nicken.</p>
<p>„Ihr könnt es Euch vorstellen, dass Angelina mächtig stolz ist, als der Weihnachtsmann sie zum Schutzengel erklärt. Sie soll ein ganz bestimmtes Mädchen beschützen und ihr immer zur Seite stehen. Allerdings kommt Angelina nicht dort an, denn sie hat sich irgendwie verflogen. Außerdem werden ihre Flügel langsam müde, sie kann kaum noch fliegen. So muss sie sich sozusagen zu einer Notlandung entscheiden und lässt sich in den Schnee fallen.“</p>
<p>„Ja, aber …“, beginnt Luisa, doch der Großvater deutet ihr an, dass sie einfach nur zuhören soll.</p>
<p>„Angelina weiß, dass sie nun warten muss, bis dieses Mädchen zu ihr kommt, sonst kann sie ihre Mission nicht erfüllen. Weil sie aber vermutlich bis dahin erfrieren würde, verwandelt sie sich in einen Glasengel.“</p>
<p>Luisa springt begeistert von ihrem Stuhl auf und holt den Glasengel aus ihrem Zimmer:</p>
<p>„Dann ist das Angelina und mein Schutzengel“, ruft sie voller Freude aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/danke-lieber-schutzengel/">Danke lieber Schutzengel</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-weihnachtsmannmuetze/">Die Weihnachtsmannmütze</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/der-weihnachtsbaum/">Der Weihnachtsbaum</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der Engel im Schnee</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Dec 2021 14:40:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>
		<category><![CDATA[Schokolade]]></category>
		<category><![CDATA[Stimme]]></category>
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					<description><![CDATA[Klein-Luisa ist mit Oma Susanne spazieren. Sie stapfen durch den Winterwald. Unter ihren Füßen knirscht der Neuschnee. Es ist herrlich und die Kleine hat viel Freude an der weißen Pracht. Sie verlassen den Wald und gelangen auf eine Wiese. „Schau mal Oma“, ruft Luisa aus. „Da liegt ein Engel im Schnee.“ „Ja, solche Engel haben wir früher auch immer gemacht“, erzählt die Großmutter. „Das geht ganz einfach. Wollen wir es versuchen?“ So kommt es, dass die Beiden sich auf den Rücken in den Schnee legen. Sie strecken die Arme links und rechts waagrecht im Schnee aus. Danach schieben sie mit den Armen den Schnee bogenförmig weg, so dass sich auf jeder Seite des Körpers ein Halbkreis bildet. Vorsichtig stehen sie wieder auf und vor ihnen liegen nun zwei Engel mit Flügeln.  Luisa ist so begeistert, dass sie sofort wieder an einer anderen Stelle im Schnee liegt. Als sie gerade die Flügel „zaubern“ will, hält sie etwas in der Hand. Zunächst denkt sie, dass es ein Stein ist, aber bei näherer Betrachtung entpuppt sich diese Etwas &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Klein-Luisa ist mit Oma Susanne spazieren. Sie stapfen durch den Winterwald. Unter ihren Füßen knirscht der Neuschnee. Es ist herrlich und die Kleine hat viel Freude an der weißen Pracht. Sie verlassen den Wald und gelangen auf eine Wiese.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„S</span>chau mal Oma“, ruft Luisa aus. „Da liegt ein Engel im Schnee.“</p>
<p>„Ja, solche Engel haben wir früher auch immer gemacht“, erzählt die Großmutter. „Das geht ganz einfach. Wollen wir es versuchen?“</p>
<p>So kommt es, dass die Beiden sich auf den Rücken in den Schnee legen. Sie strecken die Arme links und rechts waagrecht im Schnee aus. Danach schieben sie mit den Armen den Schnee bogenförmig weg, so dass sich auf jeder Seite des Körpers ein Halbkreis bildet. Vorsichtig stehen sie wieder auf und vor ihnen liegen nun zwei Engel mit Flügeln.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Luisa ist so begeistert, dass sie sofort wieder an einer anderen Stelle im Schnee liegt. Als sie gerade die Flügel „zaubern“ will, hält sie etwas in der Hand. Zunächst denkt sie, dass es ein Stein ist, aber bei näherer Betrachtung entpuppt sich diese Etwas als ein kleiner Engel. Er ist ganz aus Glas, hat zwei zarte Flügel, hält ein Herz in der Hand und über seinem Kopf schwebt ein Heiligenschein.</p>
<p>„Ist der schön!!!“, ruft das Mädchen aus. „Darf ich ihn mit nach Hause nehmen?“</p>
<p>„Wie er wohl hierher gekommen sein mag?“, überlegt Oma Susanne. „Hier ist niemand und uns ist auch niemand begegnet, der ihn verloren haben könnte.“</p>
<p>Luisa ist stolz auf ihren Fund und hat es plötzlich eilig nach Hause zu kommen. Das Engelchen hält sie fest umschlossen in ihrer kleinen Hand.</p>
<p>„Er ist sehr zerbrechlich“, sagt sie. Ich muss gut auf den Engel aufpassen.“</p>
<p>Vor lauter Aufregung, aber sicherlich auch aufgrund der winterlichen Temperaturen hat das Mädchen richtig rote Wangen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Eine halbe Stunde später sitzt sie in der warmen Stube vor einer Tasse heißer Schokolade und betrachtet strahlend den kleinen gläsernen Engel, der vor ihr auf dem Tisch steht. Die Großeltern sitzen ihr gegenüber und freuen sich mit der Enkeltochter.</p>
<p>„Wie er wohl dort in den Schnee gekommen ist?“, beginnt nun auch der Großvater zu überlegen.</p>
<p>„Oma meint, ihn hat jemand verloren“, gibt ihm Luisa zur Antwort. „Aber das glaube ich nicht.“</p>
<p>„Aha“, runzelt Opa Kurt die Stirn. „Welche Erklärung hast du denn?“</p>
<p>„Bestimmt ist er vom Himmel gefallen“, überlegt Luisa. „Er wollte zu uns Menschen auf die Erde.“</p>
<p>„Das hätte er auch gekonnt, wenn er an Weihnachten mit dem Christkind gekommen wäre. Ich glaube aber, dass es ganz anders passiert ist“, macht der Großvater das Mädchen neugierig.</p>
<p>„Wie denn? Bitte Opa, erzähl doch!“</p>
<p>„Das würde ich ja gerne, aber ich muss mich beeilen und noch schnell das Auto in die Werkstatt bringen. Dort holt mich Onkel Bernd ab. Ich soll ihm helfen den neuen Schrank im Wohnzimmer aufzubauen. Das wird sicher ein Weilchen dauern und ich werde erst am späten Abend zurück sein. Du wirst dann bestimmt schon schlafen.“</p>
<p>„Och!!! Bitte Opa!!! Es dauert doch gar nicht lange!!!“</p>
<p>Luisa ist enttäuscht, denn der Großvater schlüpft schon in seine Winterjacke, holt die Autoschlüssel und eilt zur Haustür hinaus.<br />
Das kleine Mädchen nimmt ihren gläsernen Engel und geht in ihr Kinderzimmer, das die Großeltern extra für sie eingerichtet haben. Sie setzt sich auf ihr Bett und betrachtet das Engelchen.</p>
<p>„Kannst du mir nicht verraten, wie du auf die Erde gekommen bist?“, sagt sie und bewundert, das zarte Figürchen, das allerdings stumm bleibt.</p>
<p>Doch plötzlich vernimmt Luisa ein helles Stimmchen:</p>
<p>„Naja, du weißt doch, dass sich nicht nur die Menschen auf der Erde auf Weihnachten freuen. Auch wir Engel im Himmel sind fröhlich, tanzen und singen vor Freude. Ja und ich habe wohl zu nahe am Rand der Wolke getanzt und dann bin ich runtergefallen. Zum Glück bin ich im Schnee gelandet und habe mir nichts gebrochen. Allerdings bin ich zu Eis geworden. Da es geschneit hat, lag ich nun unter dem Schnee und erst du hast mich gefunden. Als du mich in die Hand genommen hast, habe ich mich in Glas verwandelt. So konntest du mich mit nach Hause nehmen. Dafür bin ich dir sehr dankbar. Schau nur ich habe dir aus Dankbarkeit ein Herz mitgebracht und will dir damit Liebe und Glück schenken.“</p>
<p>Danach verstummt das Stimmchen und Luisa schläft noch ein Weilchen traumlos weiter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-weihnachtsmannmuetze/">Die Weihnachtsmannmütze</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/mein-zweites-weihnachten/">Mein drittes Weihnachtsfest</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/arme-kleine-gans/">Arme kleine Gans</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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