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	<title>Opa &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Nico wartet auf den Nikolaus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Dec 2023 11:54:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[fotografieren]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolaus]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[träumen]]></category>
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					<description><![CDATA[„Opa befüllt die Nikolausstiefel,“, sagt Nicos großer Bruder Martin. „Du lügst!“ „Quatsch!“, lacht Martin.  Nico beschließt wachzubleiben. Heimlich will er auf den Nikolaus warten und ihn fotografieren. Nach der Gute-Nacht-Geschichte versteckt er sich hinter der großen mit Tannenzweigen bestückten Bodenvase. Ihm fallen die Augen zu. Er reißt sie wieder ganz weit auf. Das fällt ihm immer schwerer. Er blinzelt mit dem rechten Auge. Dann mit dem linken. Seinen Kinderfotoapparat hält er festumklammert. Als Mutter ihn so schlafend entdeckt, bringt sie ihn ins Bett. „Nikolaus war schon da. Hast du ihn gesehen?“, fragt sie den Jungen, der sanft schlummert und träumt. &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Personalmangel Gelungene Überraschung Weihnachtsmann Willi &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Opa befüllt die Nikolausstiefel,“, sagt Nicos großer Bruder Martin.</p>
<p>„Du lügst!“</p>
<p>„Quatsch!“, lacht Martin.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nico beschließt wachzubleiben. Heimlich will er auf den Nikolaus warten und ihn fotografieren. Nach der Gute-Nacht-Geschichte versteckt er sich hinter der großen mit Tannenzweigen bestückten Bodenvase.</p>
<p>Ihm fallen die Augen zu. Er reißt sie wieder ganz weit auf. Das fällt ihm immer schwerer. Er blinzelt mit dem rechten Auge. Dann mit dem linken. Seinen Kinderfotoapparat hält er festumklammert. Als Mutter ihn so schlafend entdeckt, bringt sie ihn ins Bett.</p>
<p>„Nikolaus war schon da. Hast du ihn gesehen?“, fragt sie den Jungen, der sanft schlummert und träumt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Wortwahl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Feb 2022 19:48:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[Keks]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
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					<description><![CDATA[Opa Friedrich hat ein neues Auto gekauft. „Warum hast du dir ein kleines Auto ausgesucht?“, fragt Jan nach der Spritztour, die er mit Opa  unternommen hat. „Mit dem kleinen Auto findet man überall ein Plätzchen zum Parken“, meint der Großvater. „Geh du schon mal ins Haus, ich parke nur noch.“ Drinnen sitzt die Familie um den Kaffeetisch. „Wo bleibt denn Opa?“, will Jans Mutter wissen, als dieser sich einen Keks in den Mund steckt. „Er sucht noch einen Park…Keks für sein Auto“, meint er beiläufig und sorgt damit für verdutzte Gesichter. „Park… Plätzchen!“, ruft der eintretende Großvater aus dem Hintergrund. &#160; &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Ein Tässchen Kaffee gefällig? Jetzt ärgere ich mich aber Tante Friedas Geheimnis &#160; &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Opa Friedrich hat ein neues Auto gekauft.</p>
<p>„Warum hast du dir ein kleines Auto ausgesucht?“, fragt Jan nach der Spritztour, die er mit Opa<span class="Apple-converted-space">  </span>unternommen hat.</p>
<p>„Mit dem kleinen Auto findet man überall ein <b><i>Plätzchen </i></b>zum Parken“, meint der Großvater. „Geh du schon mal ins Haus, ich parke nur noch.“</p>
<p>Drinnen sitzt die Familie um den Kaffeetisch. „Wo bleibt denn Opa?“, will Jans Mutter wissen, als dieser sich einen Keks in den Mund steckt.</p>
<p>„Er sucht noch einen <b><i>Park…Keks</i> </b>für sein Auto“, meint er beiläufig und sorgt damit für verdutzte Gesichter.</p>
<p>„<b><i>Park… Plätzchen!“</i></b>, ruft der eintretende Großvater aus dem Hintergrund.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Besuch vom Nikolaus </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Dec 2021 11:47:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Bein]]></category>
		<category><![CDATA[Hand]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolaus]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[Vogel]]></category>
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					<description><![CDATA[Fabi, der eigentlich Fabian heißt, kuschelt sich in sein Bettchen. Die Mutter erzählt ihm die Geschichte vom Nikolaus, dem Bischof von Myra. Das tut sie schon zum gefühlten 50sten Mal. Auch im Kindergarten sprechen alle vom Nikolaus, der nun bald kommen soll. Der kleine Junge freut sich riesig und am Abend des 5. Dezembers stellt er seine Nikolausstiefel vor die Wohnungstür, in der Hoffnung, dass der gute alte Mann auch Gaben für ihn dabei hat.  „Wenn ich groß bin, will ich auch Nikolaus werden und alle beschenken“, gesteht er der Mutter und zaubert ihr damit ein Lächeln ins Gesicht. Sie gibt ihm einen Gutenachtkuss und streichelt ihm zart über seine braunen Haare. „Bestimmt träumt Fabi heute Nacht vom Nikolaus“, meint sie zu ihrem Mann. „Sein Berufswunsch ist es neuerdings nämlich auch Nikolaus zu werden.“ „Da hätte ich eine Idee“, erklärt dieser seiner etwas verwundert schauenden Frau. „Ich muss nur mal schnell noch meinen Bruder anrufen.“ Am nächsten Tag rennt Fabi ständig zur Tür, um nachzusehen, ob schon etwas in seinen Stiefeln steckt.  „Nichts drin!“, sagt er &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fabi, der eigentlich Fabian heißt, kuschelt sich in sein Bettchen. Die Mutter erzählt ihm die Geschichte vom Nikolaus, dem Bischof von Myra. Das tut sie schon zum gefühlten 50sten Mal. Auch im Kindergarten sprechen alle vom Nikolaus, der nun bald kommen soll.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>er kleine Junge freut sich riesig und am Abend des 5. Dezembers stellt er seine Nikolausstiefel vor die Wohnungstür, in der Hoffnung, dass der gute alte Mann auch Gaben für ihn dabei hat.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Wenn ich groß bin, will ich auch Nikolaus werden und alle beschenken“, gesteht er der Mutter und zaubert ihr damit ein Lächeln ins Gesicht. Sie gibt ihm einen Gutenachtkuss und streichelt ihm zart über seine braunen Haare.<br />
„Bestimmt träumt Fabi heute Nacht vom Nikolaus“, meint sie zu ihrem Mann. „Sein Berufswunsch ist es neuerdings nämlich auch Nikolaus zu werden.“<span class="Apple-converted-space"> </span>„Da hätte ich eine Idee“, erklärt dieser seiner etwas verwundert schauenden Frau. „Ich muss nur mal schnell noch meinen Bruder anrufen.“</p>
<p>Am nächsten Tag rennt Fabi ständig zur Tür, um nachzusehen, ob schon etwas in seinen Stiefeln steckt.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Nichts drin!“, sagt er dann immer wieder enttäuscht.<br />
„Vielleicht solltest du nicht so oft nachsehen, du störst den Nikolaus sonst bei seiner Arbeit“, erklärt ihm seine Mutter. Sie sieht ihrem kleinen Sohn an, wie schwer ihm das Warten fällt, daher versucht sie ihn mit Plätzchenbacken ein wenig abzulenken.<br />
„Aber jetzt ist bestimmt was drin“, sagt er nachdem die Mutter das erste Backblech in den Ofen geschoben hat.<br />
„Warte mal noch ein Weilchen“, versucht diese ihn zu vertrösten. &#8222;Ich denke nicht, dass der Nikolaus schon in unserer Nähe ist. Er hat viel zu tun.“<br />
Verständnisvoll nickt Fabi, aber in seiner Ungeduld hüpft er von einem Bein auf das andere.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Vielleicht denkt er, ich bin bei Opa und Oma und bringt mir gar nichts hierher“, überlegt er laut.<br />
„Dann wird ihm Opa schon sagen, dass du zu Hause auf ihn wartest“, erklärt ihm der Vater, der gerade von der Arbeit gekommen ist.<br />
„Dann schlaf ich vielleicht schon“, sagt der Junge mit trauriger Stimme.<br />
Einen Atemzug später klopft es laut an der Eingangstür. Fabi rennt erschrocken zu seinen Eltern und nimmt beide an der Hand.<br />
„Ist er das?“, fragt er mit großen Augen.<br />
„Keine Ahnung“, meint der Vater. „Wollen wir mal nachsehen?“<br />
Stumm nickt der Junge und umklammert die Hände der Eltern noch fester, denn ganz geheuer ist ihm nun doch nicht zumute. So gehen sie alle Drei zur Wohnungstür, an der es schon wieder laut klopft. Während der Vater Fabis Hand loslässt, dieser mit der Mutter ein paar Schritte weiter hinten stehen bleibt, öffnet der Vater die Tür.<br />
„Hallo!“, sagt eine tiefe Stimme, die von einem Mann im roten Mantel, roter Mütze und einem weißem Bart stammt .<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Das ist der Nikolaus“, flüstert Fabi seiner Mutter zu und drückt sich fest an sie.<br />
„Wohnt hier Fabian?“, ertönt die tiefe Stimme, die aber jetzt nicht mehr furchteinlösend klingt.<br />
Fabi nickt.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Und wo ist er?“, will der Nikolaus nun wissen.<br />
„Hier!“, sagt der Junge zaghaft.<br />
„Aha! Dann bist du wohl auch der Junge, der später einmal Nikolaus werden will?!“<br />
„Ja!“<br />
„Na, da musst du aber noch Einiges lernen.“<br />
„Ich bin ja auch noch klein“, wagt Fabi forsch zu seiner eigenen Verteidigung zu sagen.<br />
„Naja, das stimmt, aber früh übt sich, wer einmal ein richtiger Nikolaus werden will“, erhält er von dem alten Mann zur Antwort. „Zuerst einmal musst du mutig sein und in den großen Sack hineingreifen, der neben mir steht. Schaffst du das?“<br />
Fabi nickt stumm und geht ein paar Schritte vor. Er zieht die Mutter mit, so dass beide nun vor dem Nikolaus stehen.<br />
„Das musst du schon alleine machen, wenn du dir aus dem Sack etwas herausholen willst. Das klappt doch, oder?!“<br />
Wieder nickt Fabi, geht einen Schritt vor und schaut in den geöffneten Sack hinein. Ganz viele Nüsse und Äpfel kann er darin erkennen und auch seine eigenen gefüllten Stiefel.<br />
„Na, trau dich und hol dir deine Nikolausstiefel heraus! Und auch ein paar Nüsse und Äpfel.“<br />
Fabi schaut dem Nikolaus ins Gesicht. Die Augen kommen ihm seltsamerweise irgendwie vertraut vor, aber es bleibt ihm keine Zeit darüber nachzudenken. Er fasst seinen ganzen Mut zusammen, um in den Sack zu greifen und die für ihn bestimmten Gaben herauszuholen.<br />
„Das hast du sehr gut gemacht“, lobt ihn der alte Mann mit dem weißen Bart.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Meinst du, du hast noch mehr Mut?“<br />
Fabi traut sich nun auch noch mehr zu und nickt.<br />
„Ich möchte nicht nur die Kinder beschenken, sondern auch die Tiere. Wenn du willst darfst du mitkommen, aber du musst deine Eltern mitnehmen, denn alleine darfst du niemals mit jemand mitgehen. Aber das weißt du ja!“<br />
Fabi nickt wieder und blickt von der Mutter zum Vater, die ihm dies auch noch einmal sagen und ihr Mitkommen bestätigen.<br />
Eine halbe Stunde später stapft der Nikolaus mit den Dreien durch den Schnee. Sie legen in die vielen aufgestellten Vogelhäuschen Futter und hängen Meisenknödel auf.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Was der kleine Fabian allerdings nicht weiß, ist dass der Nikolaus eigentlich sein Onkel ist und sie sich im hinteren Teil von dessen sehr großen Garten befinden. Dort hat er nämlich wie jedes Jahr viele Vogelhäuschen aufgestellt.</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/warten-auf-den-nikolaus/">Warten auf den Nikolaus</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/weihnachtsmann-willi/">Weihnachtsmann Willi</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/advent/">Advent</a></p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Herbstbesuch</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/herbstbesuch/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/herbstbesuch/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Nov 2021 19:32:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Besuch]]></category>
		<category><![CDATA[Heirat]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Nebel]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[Teddy]]></category>
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					<description><![CDATA[Klara möchte wieder einmal eine ganze Woche allein mit ihren Großeltern verbringen. Opa Werner und Oma Tina holen sie am Freitag mit dem Auto ab. Klara ist ganz aufgeregt, denn bei den Großeltern auf dem Land gibt es immer so viel zu entdecken und zu erleben. Das letzte Mal haben sie gemeinsam eine Kutschfahrt unternommen. Doch jetzt schnappt sie erst einmal ihren großen Teddy und nimmt auf dem Rücksitz Platz, während Oma Tina die Reisetasche in den Kofferraum packt und Opa Werner sich hinter das Lenkrad setzt. Dann geht die zweistündige Fahrt los. „Du wirst bald sehen, wie wunderschön und kunterbunt der Herbst auf dem Land ist“, meint Opa Werner kurz bevor die ersten Nebelschwaden auftauchen. Noch ist Opa guter Dinge, denn er glaubt daran, dass sich der Nebel gleich wieder auflöst und sie die Herbstsonne am Himmel erstrahlen sehen. Leider hat er sich darin gründlich getäuscht. Je näher sie sich ihrem Heimatort nähern, umso dichter wird der Nebel.  „Das ist ja wie in der Waschküche“, gibt der Großvater missmutig von sich und schaltet die &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Klara möchte wieder einmal eine ganze Woche allein mit ihren Großeltern verbringen. Opa Werner und Oma Tina holen sie am Freitag mit dem Auto ab. Klara ist ganz aufgeregt, denn bei den Großeltern auf dem Land gibt es immer so viel zu entdecken und zu erleben. Das letzte Mal haben sie gemeinsam eine Kutschfahrt unternommen.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>och jetzt schnappt sie erst einmal ihren großen Teddy und nimmt auf dem Rücksitz Platz, während Oma Tina die Reisetasche in den Kofferraum packt und Opa Werner sich hinter das Lenkrad setzt. Dann geht die zweistündige Fahrt los.</p>
<p>„Du wirst bald sehen, wie wunderschön und kunterbunt der Herbst auf dem Land ist“, meint Opa Werner kurz bevor die ersten Nebelschwaden auftauchen.</p>
<p>Noch ist Opa guter Dinge, denn er glaubt daran, dass sich der Nebel gleich wieder auflöst und sie die Herbstsonne am Himmel erstrahlen sehen. Leider hat er sich darin gründlich getäuscht. Je näher sie sich ihrem Heimatort nähern, umso dichter wird der Nebel.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Das ist ja wie in der Waschküche“, gibt der Großvater missmutig von sich und schaltet die Nebelscheinwerfer ein.</p>
<p>„Was ist eine Waschküche?“, will Klara wissen, die ihren Teddy fest im Arm hält.</p>
<p>„Die Mutter meiner Mutter ist meine Oma und damit deine Ururoma. Sie hatte eine Waschküche mit einem großen Waschkessel im Keller, als meine Mutter noch ein kleines Kind war“, erzählt Oma Tina.</p>
<p>Klara hört genau zu, denn sie liebt Geschichten von früher.</p>
<p>„In dem Waschkessel wurde die Wäsche sozusagen gekocht und weil das Wasser so heiß war, gab es ganz viel Dampf in dem Raum. Man konnte die Hand vor den eigenen Augen kaum sehen“, berichtet die Großmutter. „Meine Mutter ist deshalb nie gerne in die Waschküche gegangen. Als sie mir diese Geschichte in meiner Kindheit erzählte, habe mir schon damals geschworen, dass ich niemals die Wäsche in einem dampfenden Waschkessel waschen will.“</p>
<p>„Deshalb hast du ja auch darauf bestanden, noch vor unserer Hochzeit eine Waschmaschine zu bekommen. Ich vermute, du hättest meinen Heiratsantrag sonst gar nicht angenommen“, lacht Opa.</p>
<p>„Hättest du Opa sonst wirklich nicht geheiratet?“, schaltet sich Klara ein.</p>
<p>„Ich verrate dir jetzt ein Geheimnis“, flüstert Oma ihrer Enkeltochter zu. „Ich hätte Opa auf jeden Fall geheiratet, aber mit Waschmaschine noch viel lieber.“</p>
<p>„Wenn ich das gewusst hätte!“, meint Opa Werner. Er fügt aber sofort hinzu: „Ich hätte dir trotzdem eine Waschmaschine gekauft, denn so hattest du mehr Zeit für mich. Außerdem gab es diese Waschkessel zum Glück zu unserer Zeit gar nicht mehr.“</p>
<p>„Opa“, will Klara nun wissen, „wie kannst du bei so viel Nebel eigentlich sehen, wo die Straße ist? Ich erkenne nämlich gar nichts mehr.“</p>
<p>„Ein bisschen helfen mir außer den Nebelscheinwerfern noch die Leitpfosten links und rechts der Fahrbahn. Sie reflektieren das Licht der Scheinwerfer“, erklärt der Großvater. „Ich kann auch die Rücklichter des Wagens vor mir erkennen, da folge ich dem Auto einfach.“</p>
<p>„Wenn du ihm folgst, woher weißt du denn dass er zu Euch nach Hause fährt?“, kombiniert Klara in ihrer Logik.</p>
<p>Der Großvater muss ein wenig schmunzeln und antwortet dann:</p>
<p>„Das merke ich doch, wenn ich plötzlich in einer fremden Garage stehe.“</p>
<p>Darüber muss Klara erst einmal nachdenken, denn irgendwie spürt sie instinktiv, dass Opa Werner sich gerade einen Spaß mit ihr erlaubt. Bevor sie noch etwas sagen kann, macht Oma Tina einen Vorschlag:</p>
<p>„Ich glaube wir sollten eine kleine Pause in meinem Lieblingscafé einlegen. Es müsste doch hier irgendwo in der Nähe sein. Vielleicht hat sich der Nebel nach einem Stückchen Kuchen und einer heißen Schokolade wieder verzogen.“</p>
<p>So kommt es, dass sie wenige Minuten später das kleine Café „Sahnehäubchen“ betreten.</p>
<p>„Hihi!“, muss Klara lachen, als sie Opas beschlagene Brille sieht. „Du hast den Nebel jetzt auf deiner Brille!“</p>
<p>„Jetzt kann ich wirklich nichts mehr sehen“, antwortet der Großvater. „Apropos Brille, da fällt mir eine Begebenheit von früher ein.“</p>
<p>„Erzählen, erzählen!“, fordert ihn Klara auf und auch Oma ist gespannt, was ihr Gatte nun zum Besten geben will.</p>
<p>„Bestimmt erinnerst du dich auch noch, Tina!“</p>
<p>Die Großmutter ist noch völlig ahnungslos und zuckt mit den Schultern.</p>
<p>„Wir waren ungefähr so alt wie Klaras Eltern jetzt sind. Damals wurde irgendein Geburtstag bei meinen Eltern gefeiert, aber frag mich nicht, wer das Geburtstagskind war. Das ist mir nämlich entfallen. Allerdings erinnere ich mich noch an eine entfernte Verwandte, die über den Nebel klagte, als sie am Morgen mit dem Fahrrad zum Einkaufen fuhr und der sich aus ihrer Sicht immer noch nicht aufgelöst hatte.“</p>
<p>„Ach ja“, unterbricht Oma Tina ihren Mann. „Jetzt kann ich mich wieder erinnern. Es war ein wunderschöner Tag und von Nebel keine Spur.“</p>
<p>„Ja und ich bat sie dann mir doch einmal ihre Brille zu geben“, erzählt Opa Werner weiter. &#8222;Ich ging in die Küche und reinigte die Brillengläser, danach reichte ich ihr die Brille wieder.“</p>
<p>„Und?“, will Tina wissen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Sie war begeistert, denn mit einem Schlag hatte sich der Nebel verzogen oder besser gesagt: Er war nie dagewesen, sondern die Brillengläser waren lediglich verschmiert gewesen.“</p>
<p>„Aber heute ist echter Nebel“, sagt Klara, die bei der Weiterfahrt vom Schlaf übermannt wird.</p>
<p>„Klara, aufwachen!“, weckt Oma Tina sie eine Dreiviertelstunde später vorsichtig. „Wir sind da.“</p>
<p>Die Enkeltochter öffnet die Augen und fragt schlaftrunken: „Bist du sicher, dass wir nicht in der Garage des Autofahrers sind, dem Opa nachgefahren ist? Bei dem Nebel hat er das bestimmt nicht bemerkt.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/karl-fridolin-von-tap/">Karl Fridolin von Tap</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/arme-kleine-gans/">Arme kleine Gans</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/grossvaters-haus/">Großvaters Haus</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Des einen Freud, des anderen Leid</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/des-einen-freud-des-anderen-leid/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/des-einen-freud-des-anderen-leid/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Oct 2021 10:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Freud]]></category>
		<category><![CDATA[international]]></category>
		<category><![CDATA[Leid]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=7373</guid>

					<description><![CDATA[„Was kochst du, Oma?“, ruft Klein Anna in die Küche. „Na, was gibt es heute wohl?“, fragt Kai-Uwe, den jeder den Professor nennt, weil er Klassenbester ist und alles weiß. „Heute ist doch…“ „Hab ich einen Bärenhunger!“, schneidet ihm Opa das Wort ab. „Was gibt es?“ „Schau doch auf dem Kalender nach“, schlägt Kai-Uwe vor. Erstaunt blicken alle Augen auf ihn, während Oma eine Schüssel hereinträgt. „Jippi, Nudeln!“, jubelt Anna.  „Was sonst, am Tag der Internationalen Nudel“, erklärt Kai-Uwe. * „Oh, nein!“, stöhnt Opa. „Nudeln! Die fallen mir ständig von der Gabel. Da isst man sich ja hungrig!“ &#160; &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Die kleinen Beißerchen Purzel Ein Tässchen Kaffee gefällig? &#160; *Der 6. Oktober gehört zu den kuriosen Feiertagen: International Noddle Day siehe auch: https://www.kuriose-feiertage.de/international-noodle-day/ &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Was kochst du, Oma?“, ruft Klein Anna in die Küche.</p>
<p>„Na, was gibt es heute wohl?“, fragt Kai-Uwe, den jeder den Professor nennt, weil er Klassenbester ist und alles weiß. „Heute ist doch…“</p>
<p>„Hab<strong><em> ich</em> </strong>einen Bärenhunger!“, schneidet ihm Opa das Wort ab. „Was gibt es?“</p>
<p>„Schau doch auf dem Kalender nach“, schlägt Kai-Uwe vor.</p>
<p>Erstaunt blicken alle Augen auf ihn, während Oma eine Schüssel hereinträgt.</p>
<p>„Jippi, Nudeln!“, jubelt Anna.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Was sonst, am Tag der Internationalen Nudel“, erklärt Kai-Uwe. *</p>
<p>„Oh, nein!“, stöhnt Opa. „Nudeln! Die fallen mir ständig von der Gabel. Da isst man sich ja hungrig!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-kleinen-beisserchen/">Die kleinen Beißerchen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/purzel/">Purzel</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/ein-taesschen-kaffee-gefaellig/">Ein Tässchen Kaffee gefällig?</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Der 6. Oktober gehört zu den kuriosen Feiertagen: International Noddle Day</p>
<p>siehe auch: <a href="https://www.kuriose-feiertage.de/international-noodle-day/">https://www.kuriose-feiertage.de/international-noodle-day/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Opa Rudi und das Sollen und Wollen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2021 11:49:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[schlafen]]></category>
		<category><![CDATA[wollen]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute Abend ist Opa Rudi wieder an der Reihe. Er muss die beiden Enkelkinder Mia und Basti ins Bett bringen. So ist es mit Oma ausgemacht,- immer schön abwechselnd. Gestern war Oma dran, also hat heute Opa die Ehre. Nur leider hat er überhaupt keine Lust, denn er will eigentlich gleich den Fernseher einschalten. „Abgemacht ist abgemacht“, meint Oma Karla nur. „Ich wollte gestern auch erst mit meiner Freundin telefonieren und du warst nicht gewillt für mich einzuspringen.“ „Ja, ja ich weiß schon, &#8211; gleiches Recht für alle“, antwortet ihr Gatte und marschiert in Richtung Kinderzimmer. Mia hat sich heute auf dem Spielplatz tüchtig ausgepowert und sie blickt dem Großvater schon ziemlich müde entgegen. „Himpelchen und …“, beginnt der Opa und endet mit: „und wackelten mit ihren Zipfelmützen…“, weil Mia nämlich bereits eingeschlafen ist. Opa Rudi freut sich insgeheim und denkt: „Das ging aber fix. Wenn Basti auch so schnell einschläft wie seine kleine Schwester, dann bin ich pünktlich zum Start der Fernsehsendung wieder im Wohnzimmer.“ Basti kommt gerade aus dem Badezimmer und kuschelt sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute Abend ist Opa Rudi wieder an der Reihe. Er muss die beiden Enkelkinder Mia und Basti ins Bett bringen. So ist es mit Oma ausgemacht,- immer schön abwechselnd. Gestern war Oma dran, also hat heute Opa die Ehre. Nur leider hat er überhaupt keine Lust, denn er will eigentlich gleich den Fernseher einschalten.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„A</span>bgemacht ist abgemacht“, meint Oma Karla nur. „Ich wollte gestern auch erst mit meiner Freundin telefonieren und du warst nicht gewillt für mich einzuspringen.“<br />
„Ja, ja ich weiß schon, &#8211; gleiches Recht für alle“, antwortet ihr Gatte und marschiert in Richtung Kinderzimmer.<br />
Mia hat sich heute auf dem Spielplatz tüchtig ausgepowert und sie blickt dem Großvater schon ziemlich müde entgegen.<br />
„Himpelchen und …“, beginnt der Opa und endet mit:<br />
„und wackelten mit ihren Zipfelmützen…“, weil Mia nämlich bereits eingeschlafen ist.<br />
Opa Rudi freut sich insgeheim und denkt:<br />
„Das ging aber fix. Wenn Basti auch so schnell einschläft wie seine kleine Schwester, dann bin ich pünktlich zum Start der Fernsehsendung wieder im Wohnzimmer.“<br />
Basti kommt gerade aus dem Badezimmer und kuschelt sich gemütlich unter die Bettdecke. Seine Augen blicken den Großvater hellwach und erwartungsvoll an. Er liebt Opa Rudis Geschichten und heute kann er gerne eine richtig lange Geschichte erzählen, denn Basti ist noch kein bisschen müde.<br />
„Himpelch…“, beginnt der ältere Herr, in der Hoffnung, die Sache mit dem Einschlafen geht genauso flott wie bei Mia.<br />
„Halt, stopp!“, ruft Basti sofort aus. „Ich bin doch schon ein Schulkind. Erinnerst du dich, ich bin letzten Sommer eingeschult worden. So ein Kinderkram ist nichts mehr für mich!“<br />
Basti ist richtig entsetzt und Opa Rudi bleibt nichts anderes übrig, als sich eine andere Geschichte einfallen zu lassen:<br />
„Okay, okay, aber Heinrich, den Rotzipfelmützenträger und Leo, den Blauzipfelmützenträger kennst du bestimmt noch nicht. Das sind zwar auch Zwerge, aber die wohnen in einem unbekannten Land mit dem welthöchsten Berg. Weil es den Beiden aber zu langweilig ist immer nur mit ihren Zipfelmützen zu wackeln, spielen sie Schach….“<br />
„Opa, das glaubst du doch nicht wirklich?!“, fragt Basti leicht irritiert. „Das hab ich ja noch nie gehört, dass Zwerge Schach spielen. Außerdem ist Schachspielen genauso langweilig wie das Wackeln mit den Zipfelmützen.“<br />
Erschrocken schaut der Großvater seinen Enkel an, räuspert sich und sagt:<br />
„Eh,&#8230; ich meine,&#8230; sie denken sich den ganzen Tag über irgendeinen Schabernack aus.“<br />
„Das hört sich schon besser an“, grinst Basti erwartungsvoll.<br />
<span class="Apple-converted-space"> </span>„Sie haben ihrem Zwergenvolk zum Beispiel erzählt, dass sie den Berggeist gesehen haben. Er sei so groß wie ein Turm und mächtiger als ein König. Er wohne in einer Höhle unter der Erde und würde dort einen großen Schatz in einer riesigen Truhe hüten.“<br />
„Und was ist das für ein Schatz?“, erkundigt sich der Enkelsohn neugierig.<br />
„Der Schatz ist ein sehr kostbares und altes Schachspiel und deshalb wird er von den zwei weltbesten Schachspielern bewacht…“<br />
„Halt, stopp!“, ertönt es dieses Mal nicht von Basti, sondern von Oma Karla, die in der Tür steht.<br />
„Ich glaube, wir sollten an dieser Stelle den Geschichtenerzähler auswechseln. Bitte geh&#8216; in das Wohnzimmer, dort beginnt soeben die Sendung, die du nicht verpassen wolltest.“<br />
Gesenkten Hauptes, aber innerlich frohlockend, verlässt Opa Rudi das Zimmer.<br />
„Oma“, versucht Basti vorsichtig eine Frage zu stellen. „Ist Opa Rudi krank, ich meine, so wie alte Leute manchmal werden und dann wirre Sachen erzählen?“<br />
„Nein, nein“, beteuert Oma Karla. „Dein Großvater ist nicht dement oder verwirrt, er erfreut sich bester geistiger Klarheit. Allerdings geht es ihm im Moment so wie dir, wenn du Hausaufgaben machen sollst, aber lieber Fußballspielen willst.“<br />
„Dann mache ich viele Fehler, weil ich die ganze Zeit an mein Fußballspiel denke“, gesteht der Enkel.<br />
„Ja und Opa Rudi möchte die Schachweltmeisterschaft im Fernsehen sehen, die jetzt beginnt. Deshalb waren seine Gedanken beim Schachspiel und nicht beim Geschichtenerzählen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das auch noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-dreivasengeschichte/">Die Dreivasengeschichte</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/tante-frieda/">Tante Frieda</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/tims-wunsch-und-dessen-auswirkungen/">Tim’s Wunsch</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Opa Heinrich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 2019 09:37:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Apotheke]]></category>
		<category><![CDATA[Cafe]]></category>
		<category><![CDATA[Finger]]></category>
		<category><![CDATA[Freund]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby]]></category>
		<category><![CDATA[Nachmittag]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Opa Heinrich ist zu Besuch bei seiner Tochter Barbara und deren zwölfjährigem Sohn Markus. Sie sitzen am Abend gemütlich im Wohnzimmer und der Enkelsohn zeigt seinem Großvater die Urlaubsaufnahmen auf dem großen Bildschirm an der Wand.  „Wie sich die Welt verändert hat“, meint der rüstige 90jährige, „früher waren unsere Fotos nur Schwarzweiß, erst später wurden sie farbig. Auch haben wir sie noch in einem Schuhkarton gesammelt oder in ein Fotoalbum geklebt. Es ist schon toll, was man heutzutage alles machen kann.“ „Schau mal! Das war unser Hotel und hier ist die Lobby,“ erklärt Markus seinem Opa. „Der Empfangsbereich…“, versucht Barbara zu übersetzen. „Ja, ja!“, meint der ältere Herr nickend. „Das verstehe ich schon. Aber ist da gerade eine Trauerfeier, weil jemand gestorben ist oder warum schaut hier jeder nach unten?“ „Wie jetzt?“, fragt Markus sichtlich verwirrt. „Na, keiner unterhält sich anscheinend mit seinem Gegenüber. Alle haben den Blick nach unten gerichtet und niemand hat ein Lächeln im Gesicht. Im Urlaub sollte man doch erwarten, dass alle gemeinsam fröhlich sind.“ „Ach,“ sagt Markus, denn nun weiß &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Opa Heinrich ist zu Besuch bei seiner Tochter Barbara und deren zwölfjährigem Sohn Markus. Sie sitzen am Abend gemütlich im Wohnzimmer und der Enkelsohn zeigt seinem Großvater die Urlaubsaufnahmen auf dem großen Bildschirm an der Wand.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">„W</span>ie sich die Welt verändert hat“, meint der rüstige 90jährige, „früher waren unsere Fotos nur Schwarzweiß, erst später wurden sie farbig. Auch haben wir sie noch in einem Schuhkarton gesammelt oder in ein Fotoalbum geklebt. Es ist schon toll, was man heutzutage alles machen kann.“</p>
<p>„Schau mal! Das war unser Hotel und hier ist die Lobby,“ erklärt Markus seinem Opa.</p>
<p>„Der Empfangsbereich…“, versucht Barbara zu übersetzen.</p>
<p>„Ja, ja!“, meint der ältere Herr nickend. „Das verstehe ich schon. Aber ist da gerade eine Trauerfeier, weil jemand gestorben ist oder warum schaut hier jeder nach unten?“</p>
<p>„Wie jetzt?“, fragt Markus sichtlich verwirrt.</p>
<p>„Na, keiner unterhält sich anscheinend mit seinem Gegenüber. Alle haben den Blick nach unten gerichtet und niemand hat ein Lächeln im Gesicht. Im Urlaub sollte man doch erwarten, dass alle gemeinsam fröhlich sind.“</p>
<p>„Ach,“ sagt Markus, denn nun weiß er, was Opa Heinrich meint. „In der Lobby hat man Internetempfang und alle schicken wahrscheinlich Fotos nach Hause zu ihren Freunden oder unterhalten sich über W&#8230;ap oder F&#8230;k mit ihnen.“</p>
<p>„Die Fotos kann man doch auch später noch zeigen und gemeinsam betrachten. So wie wir jetzt. Ist es nicht schöner im Urlaub neue Bekanntschaften zu machen und sich mit ihnen zu unterhalten?“</p>
<p>„Ja aber“, wendet Markus ein, „die waren doch alle mit ihren Handys oder Laptops beschäftigt. Ist doch ganz normal. Man will ja schließlich aller Welt zeigen, wie toll es im Urlaub ist.“</p>
<p>„Naja“, meint der Großvater, „normal ist was anderes. Zumindest in meinen Augen. Aber zeig mal, was ihr sonst noch alles gemacht habt.“</p>
<p>Als Markus die nächsten Fotos zeigt, gibt sein Handy plötzlich einen Ton von sich. Der Junge unterbricht sofort sein Gespräch, greift nach dem Smartphone und liest die eingegangene Nachricht. In Windeseile gehen seine Finger über das Display und er blickt nur kurz auf, als er an die beiden Erwachsenen gerichtet, sagt:</p>
<p>„Florian, will mit mir chatten. Ich geh dann mal in mein Zimmer. Mutti, du kannst ja Opa Heinrich die Fotos noch zeigen.“</p>
<p>Und schon ist er zur Tür hinaus und in seinem Zimmer verschwunden, aus dem er an diesem Abend auch nicht mehr ins Wohnzimmer zurückkehrt.</p>
<p>Als Opa Heinrich zu Bett gehen will, schaut er noch einmal kurz bei Markus vorbei. Dieser sitzt vor seinem Computer und hämmert auf der Tastatur herum.</p>
<p>„Was machst du?“</p>
<p>„Ich chatte, eh, unterhalte mich mit Florian.“</p>
<p>„Aber hier ist doch niemand!“</p>
<p>„Na, Florian sitzt zu Hause auch vor seinem Computer“, meint Markus und irgendwie sind beide jetzt leicht irritiert über die Aussage des anderen.</p>
<p>Am nächsten Nachmittag gehen Barbara, ihr Vater und Markus in ein Café. Nachdem sich jeder etwas Süßes an der Kuchentheke ausgesucht hat, setzen sie sich an einen Tisch in der hinteren Ecke.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Von hier aus kann man gut die Cafébesucher beobachten“, denkt sich der ältere Herr, dem dies schon immer Freude bereitet hat. Er schmunzelt still vor sich hin, als er an sich und seine leider schon verstorbene Frau in jungen Jahren denkt. Als Frischverliebte haben sie sich oft im Café getroffen, sich zärtlich einen Kuss zugehaucht und vor allen Dingen viel gelacht. Das hat sich auch in den vielen langen Jahren ihrer Ehe nicht geändert.</p>
<p>Während er sich umschaut, sind seine Tochter und deren Sohn damit beschäftigt, irgendwelche Nachrichten in ihr Handy zu tippen. Und auch sonst scheint jeder im Raum mit sich selbst beschäftigt zu sein, oder besser gesagt, mit seinem Smartphone. Heinrich stellt fest, dass das junge Paar am Nachbartisch kaum ein Wort miteinander wechselt, geschweige denn sich zärtlich küsst.</p>
<p>„Früher hat man noch miteinander geredet und gelacht, wenn man in einem Café saß. Hat denn heutzutage keiner mehr Interesse am anderen?“, wundert er sich und durchschneidet damit die herrschende Schweigsamkeit.</p>
<p>Markus und seine Mutter blicken auf und sehen den Großvater verständnislos an.</p>
<p>„Schmeckt dir der Kuchen nicht?“, fragt Barbara verwirrt.</p>
<p>„Doch, doch, aber…“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Opa Heinrich stockt, scheint zu überlegen und richtet dann an Markus die Frage:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Sag mal, willst du deinen Freund Florian nicht mal einladen?“</p>
<p>„Ja doch, eben gerade habe ich ihn zum Chatten eingeladen.“</p>
<p>„Einfach nur um etwas gemeinsam zu unternehmen und sich ein wenig zu unterhalten, meine ich“, versucht der Großvater seinen Vorschlag zu erklären.</p>
<p>„Sag ich doch: Wir chatten gleich“, antwortet sein Enkel.</p>
<p>„So richtig in der Realität…“, versucht Heinrich es erneut.</p>
<p>„Ist doch in der Realität“.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Kommt er auch mal zu dir nach Hause?“</p>
<p>„Nö, der hat doch keine Zeit.“</p>
<p>„Ach so, die Schulaufgaben…“</p>
<p>„Nö“, wiederholt sich Markus. „Der sitzt am Computer und chattet mit Leuten aus aller Welt. Der kennt echt viele Leute…Toll!“</p>
<p>„Lad ihn doch morgen Nachmittag mal ein!“, fordert der Opa seinen Enkel noch einmal auf.</p>
<p>„Der kommt eh’ nicht…, okay ich versuch es mal…, aber du wirst sehen…“</p>
<p>Schon gehen Markus Finger über die angedeutete Tastatur auf seinem Handy.</p>
<p>Kaum hat er die Nachricht abgeschickt, piept es und Florian hat geantwortet.</p>
<p>„Er hat zugesagt…, na so was,…das gab es ja noch nie…“, wundert sich der Junge.</p>
<p>Am folgenden Nachmittag klingelt es um drei Uhr an der Haustür und der Freund von Markus steht davor.</p>
<p>„Ich hab den alten Laptop meines Vaters dabei, den er mir geschenkt hat“, sagt er zur Begrüßung an der Haustür.</p>
<p>„Gib mal her, ich bringe ihn schon mal ins Wohnzimmer“, meint Großvater Heinrich. „Erst müsst ihr mal für mich zur Apotheke und Hustensaft holen, ich glaube, ich habe mich ein bisschen erkältet.“</p>
<p>Mit diesen Worten drückt der alte Herr seinem Enkel die Jacke, einen Zettel und etwas Geld in die Hand, nimmt Florian den Laptop ab und schließt ganz schnell die Eingangstür hinter den Beiden.</p>
<p>Achselzuckend ziehen die zwei Jungen ab und kurz darauf reicht Markus dem Apotheker den Zettel:</p>
<p>„Soll ich für meinen Opa holen.“</p>
<p>Dieser wirft einen kurzen Blick auf die Notiz des alten Herrn, danach reicht er den Zettel wieder an den Jungen zurück. Lächelnd sagt er:</p>
<p>„Da seid ihr hier aber falsch. Geht mal nebenan in das Geschäft!“</p>
<p>„Wieso? Hier ist doch die Apotheke…“</p>
<p>„Eben drum…!“</p>
<p>Jetzt erst werfen Markus und Florian einen Blick auf<span class="Apple-converted-space">  </span>die handgeschriebene Zeile.</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Holt euch für das Geld einen Fußball und habt einen schönen Nachmittag miteinander!</em><br />
<em>Opa Heinrich“</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/grossvaters-haus/">Großvaters Haus</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anmerkung zum Beitragsbild: Leider ist mir der Künstler dieser Darstellung (Wand in einer Hotellobby auf Mallorca) nicht bekannt (Foto: Astrid Berg)</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Erinnerungen und Angewohnheiten</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/erinnerungen-und-angewohnheiten/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/erinnerungen-und-angewohnheiten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Oct 2019 21:05:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angewohnheit]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Fernseher]]></category>
		<category><![CDATA[Flasche]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Aufräumen bin ich auf ein gerahmtes Foto gestoßen. Hierauf sind zwei Personen abgelichtet. „Ach schau mal an!“, sagt mein Mann, der mir gerade von hinten über die Schulter blickt. „Deine Mutter und mein Opa!“ Ruckartig drehe ich mich um und frage erstaunt: „Wie kommst du denn auf die Idee?“ „Na, das ist doch deine Mutter.“ „Ja, aber…“ „Und das ist mein Opa“, grinst er mich frech an. „Quatsch, das ist doch im Wachsfigurenkabinett aufgenommen und meine Mutter steht neben Albert Einstein, nicht neben deinem Opa. Albert Einstein kennt doch wohl jeder!“, empöre ich mich. „Nicht unbedingt“, gibt mir mein Mann zur Antwort und schürt damit meine Neugier. Diese scheint mir direkt ins Gesicht geschrieben, denn mein Göttergatte meint nur: „Dann will ich deinen Wissensdurst mal stillen: Es war wohl so gegen Ende der Grundschulzeit oder kurz nachdem ich auf das Gymnasium gekommen bin. Damals trug ich immer ein Foto von Albert Einstein in meiner Geldbörse. Das sah zufällig ein Klassenkamerad und er fragte mich, wer das denn sei. Ich antwortete damals, dass es sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beim Aufräumen bin ich auf ein gerahmtes Foto gestoßen. Hierauf sind zwei Personen abgelichtet.</strong><br />
<strong>„Ach schau mal an!“, sagt mein Mann, der mir gerade von hinten über die Schulter blickt. „Deine Mutter und mein Opa!“</strong><br />
<span class="dropcap">R</span>uckartig drehe ich mich um und frage erstaunt: „Wie kommst du denn auf die Idee?“<br />
„Na, das ist doch deine Mutter.“<br />
„Ja, aber…“<br />
„Und das ist mein Opa“, grinst er mich frech an.<br />
„Quatsch, das ist doch im Wachsfigurenkabinett aufgenommen und meine Mutter steht neben Albert Einstein, nicht neben deinem Opa. Albert Einstein kennt doch wohl jeder!“, empöre ich mich.<br />
„Nicht unbedingt“, gibt mir mein Mann zur Antwort und schürt damit meine Neugier. Diese scheint mir direkt ins Gesicht geschrieben, denn mein Göttergatte meint nur:<br />
„Dann will ich deinen Wissensdurst mal stillen: Es war wohl so gegen Ende der Grundschulzeit oder kurz nachdem ich auf das Gymnasium gekommen bin. Damals trug ich immer ein Foto von Albert Einstein in meiner Geldbörse. Das sah zufällig ein Klassenkamerad und er fragte mich, wer das denn sei. Ich antwortete damals, dass es sich um meinen Opa handeln würde, was er mir auch ohne weitere Rückfragen abgenommen hat. So einfach und so schnell kommt man zu einem Opa“, schließt Peter seine Kurzdarstellung der damaligen Begebenheit ab und wir müssen beide herzlich lachen.<br />
Sein Opa wird beim Mittagessen zufälligerweise ebenfalls wieder zum Gesprächsthema. Seltsam, aber es gibt Tage, an denen sich die Zufälle einfach so aneinanderreihen.<br />
Ich habe passend zur Herbstzeit Kürbissuppe gekocht. Sie schmeckt ausgesprochen lecker, was mir auch mein Mann zu verstehen gibt. Auch die Tatsache, dass er sich zweimal einen Nachschlag nimmt, spricht dafür. Allerdings gibt es auch etwas, das mich total stört. Meint er doch zu mir:<br />
„Und mit ein bisschen M… schmeckt sie noch köstlicher.“<br />
„Hörst du auf!“, rufe ich entsetzt aus. „Das zerstört meine Kochkunst und verändert den Geschmack!“<br />
„Nein, im Ernst, das ist das i-Tüpfelchen, das noch gefehlt hat.“<br />
Schon hält er die besagte kleine Flasche in der Hand und schüttet tüchtig in seine Suppe.<br />
„Aber auf keinen Fall so viel!“<br />
„Mein Opa hat dieses Fläschchen mit seinem Inhalt auch geliebt“, erklärt er mir und hält das besagte Ding mit seiner linken Hand fest umklammert.<br />
„Wer jetzt? Dein Opa? Albert Einstein?“, frage ich abermals völlig irritiert und mit dem Gedanken an die kurze Erzählung von heute Morgen.<br />
„Ach nein! Mein richtiger Opa. Opa K.“, erklärt er mir nun. „Er hielt immer beim Essen die M…flasche fest im Griff. Er hat diesen Geschmack sehr gemocht. Irgendwie muss ich wohl ein Gen von ihm abbekommen haben, denn auch mir schmeckt es mit M… immer alles noch ein bisschen besser.“<br />
„Aha“, sage ich nur kurz und nehme mir ebenfalls noch einen Nachschlag, allerdings ohne M… „Was Männer alles so fest im Griff halten! Ich kenne da auch so einen Gegenstand, den du gerne festhält und nur ungern aus der Hand gibst…“<br />
Leider werden wir an dieser Stelle vom eindringlichen Klingelton unseres Telefons unterbrochen und auch danach bleibt uns keine Zeit mehr für ein weiterführendes Gespräch.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Als ich am Spätnachmittag zwischen zwei Terminen noch in der Stadt unterwegs bin, komme ich an zwei unterschiedlichen Dingen vorbei, die ich unbedingt kaufen muss: Im Supermarkt erstehe ich eine neue M…flasche, die ich meinem Mann mitbringe, aber auch etwas anderes habe ich noch entdeckt: Einen kleinen Albert Einstein, der an einer langen Zugfeder hängt und den man damit lustig auf und ab wippen lassen kann. Schon jetzt freue ich mich auf das Gesicht meines Göttergatten, wenn ich<span class="Apple-converted-space">  </span>ihm am Abend meine beiden Geschenke präsentiere.<br />
Allerdings wird alles etwas später als gedacht und ich komme erst bei Dunkelheit nach Hause. Als ich die Haustüre öffne, kann ich ein stilles Lächeln nicht verbergen, denn ich freue mich schon auf das Gesicht meines Mannes, wenn ich ihm die beiden erstandenen Dinge überreiche. Doch was sehen meine Augen?<br />
Mein Göttergatte liegt nach einem wohl anstrengenden Arbeitstag auf der Couch und ist bei laufendem Fernseher eingeschlafen. Sein rechter Arm ist leicht nach oben angewinkelt und in seiner Hand hält er festumklammert einen Gegenstand: Die Fernbedienung.</p>
<p>Schade, dass er gerade die Augen öffnet, als ich ihm in die andere Hand die M…flasche legen will, sonst hätte ich sofort mein Handy gezückt, um ein Foto zu machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/grossvaters-haus/">Großvaters Haus</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Schau mal!</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/schau-mal/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/schau-mal/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jun 2018 18:49:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Akten]]></category>
		<category><![CDATA[Andenken]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhe]]></category>
		<category><![CDATA[schau]]></category>
		<category><![CDATA[Schloss]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=5224</guid>

					<description><![CDATA[Ich sitze in meinem Arbeitszimmer am Schreibtisch.  Um mich herum liegen Unterlagen und Papiere, die ich bearbeiten muss. Doch eine Akte, die ich hierfür dringend benötige, fehlt mir noch. Ein Blick zu meinem teilweise geöffneten Bücher- und Aktenschrank bestätigt mir, dass ich sie dort finden kann. Ich stehe auf, um mir die Akte zu holen, doch bevor ich diese ergreife, öffne ich aus einem mir unerfindlichen Grund die mittlere der drei Schranktüren. Hier befinden sich neben unserem Familienstammbuch auch die Bibel, die wir zur Hochzeit bekommen haben, mein Gesangsbuch, das mich bei meiner Erstkommunion begleitet hat und das alte Stammbuch meiner Uroma. Doch alles das interessiert mich im Moment herzlich wenig. Meine Augen erblicken nämlich etwas, das ganz unscheinbar neben diesem Stapel liegt.  Ich nehme dieses Etwas vorsichtig heraus, als wäre es ein besonderer Schatz, der sehr zerbrechlich ist. Tatsächlich handelt es sich um eine Kostbarkeit. Nicht im herkömmlichen Sinne. Kein Mensch würde dafür auch nur einen Euro hinlegen. Trotzdem ist dieses Etwas sehr wertvoll. Man kann seinen Wert nicht in Geld oder Gold aufwiegen, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich sitze in meinem Arbeitszimmer am Schreibtisch.<span class="Apple-converted-space">  </span>Um mich herum liegen Unterlagen und Papiere, die ich bearbeiten muss. Doch eine Akte, die ich hierfür dringend benötige, fehlt mir noch. Ein Blick zu meinem teilweise geöffneten Bücher- und Aktenschrank bestätigt mir, dass ich sie dort finden kann.</strong></p>
<p><span class="dropcap">I</span>ch stehe auf, um mir die Akte zu holen, doch bevor ich diese ergreife, öffne ich aus einem mir unerfindlichen Grund die mittlere der drei Schranktüren. Hier befinden sich neben unserem Familienstammbuch auch die Bibel, die wir zur Hochzeit bekommen haben, mein Gesangsbuch, das mich bei meiner Erstkommunion begleitet hat und das alte Stammbuch meiner Uroma. Doch alles das interessiert mich im Moment herzlich wenig. Meine Augen erblicken nämlich etwas, das ganz unscheinbar neben diesem Stapel liegt.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Ich nehme dieses Etwas vorsichtig heraus, als wäre es ein besonderer Schatz, der sehr zerbrechlich ist. Tatsächlich handelt es sich um eine Kostbarkeit. Nicht im herkömmlichen Sinne. Kein Mensch würde dafür auch nur einen Euro hinlegen. Trotzdem ist dieses Etwas sehr wertvoll. Man kann seinen Wert nicht in Geld oder Gold aufwiegen, denn es ist eine Kostbarkeit des Herzens. <span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Ich habe diesen Schatz seit mehr als fünfundzwanzig Jahren gut gehütet und dafür gesorgt, dass ihm nichts geschieht. Auch wenn wir dieses Etwas zeitweise vergessen haben, so war es immer gut verwahrt.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Gerade als auf meiner Handfläche der Schatz mit seinem kaum spürbaren Gewicht liegt und ich mit meinen Gedanken weit, weit weg in der Vergangenheit, bei wohlbekannten Orten und Personen weile, dringt an meine Ohren ein vertrautes Geräusch.<br />
Unten an der Haustür wird gerade der Schlüssel im Schloss umgedreht. Mein Göttergatte kommt nach Hause. Ich spurte die Treppen hinunter und begrüße ihn.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ich muss dir unbedingt etwas zeigen“, trällere ich ihm begeistert entgegen.<br />
„Jetzt lass mich doch erst einmal richtig heim kommen“, meint er und stellt seine Laptoptasche im Flur ab. „Hat das nicht noch einen Moment Zeit?!“<br />
„Hmmm!“, antworte ich sichtlich enttäuscht.<br />
„Nachher, &#8211; ich will erst mal entspannen,- es war heute ziemlich stressig.“<br />
„Es wird dich aber interessieren“, versuche ich ihn neugierig zu machen. „Schau es dir doch wenigstens mal an!“<br />
„Na gut, sonst lässt du mir eh’ keine Ruhe!“, gibt mein Peter nach.<br />
„Ich muss nur schnell nach oben und es holen“, rufe ich begeistert und sause auch schon los.<br />
Er lässt sich in den Sessel fallen und wartet ab. Doch lange muss er nicht warten, denn ich bin in Nullkommanichts wieder da und stehe vor ihm. Leider sind meinem Mann inzwischen die Augen zugefallen. Ich frage mich, wie man von einer Sekunde zur anderen einschlafen und auch noch schnarchen kann. Es hilft aber alles nichts. So trolle ich mich still und leise davon und bereite schon mal das Abendessen vor.<br />
Und wie das so ist, habe ich die Sache bis zum späten Abend vergessen. Erst als mein Mann meint:<br />
„Was wolltest du mir eigentlich vorhin so dringend zeigen?“,<br />
fällt mir dieses kostbare Etwas wieder ein.<br />
„Schau mal, was ich hier habe“, sage ich und zeige ihm auf meiner flachen Hand meinen gutgehüteten Schatz.<br />
„Sieht aus wie ein altes, vergilbtes und gefaltetes kariertes Blatt Papier“, begutachtet Peter das Etwas.<br />
„So weit, so gut“, stimme ich ihm zu. „Aber jetzt warte mal ab!“<br />
„Mach es nicht so spannend und gib mir es einfach mal.“<br />
„Nein, ganz sicher nicht!“, entgegne ich. „Du machst es nur kaputt!“<br />
„Was soll an dem Papier schon kaputt gehen. Wie alt ist es denn, wenn du befürchtest, dass es zerfällt?“<br />
Ich kläre meinen Mann darüber auf, dass das Blatt Papier schon über fünfundzwanzig Jahre alt ist. Das bewirkt bei ihm allerdings nur ein verständnisloses Achselzucken. Ich gebe zu, dass dies auch keine Besonderheit ist und falte es langsam und vorsichtig auseinander.<br />
„Aha, da ist also was eingewickelt!“, schlussfolgert er und trifft damit ins Schwarze. Nachdem ich die letzte Lage entfaltet habe, liegt vor uns ein nahezu unbeschädigtes vierblättriges Kleeblatt.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ein bisschen verblasst. Aber man kann es kaum glauben, dass das Chlorophyll doch so über die Jahrzehnte hinweg erhalten geblieben ist!“, staunt er nun. „Und nur, weil das Kleeblatt lichtgeschützt war.“<br />
Und gleich schiebt er eine Frage hinterher:<br />
„Woher stammt das Kleeblatt?“<br />
„Als T. so ungefähr drei oder vier Jahre alt war, ist er mal mit deinem Vater spazieren gegangen. Du kennst doch unseren Sohn: Er braucht nur auf eine Wiese herabzublicken und schon findet er ein vierblättriges Kleeblatt. Das war damals auch schon so. Dein Vater hatte einen Zettel dabei und hat es sorgfältig darin eingeschlagen. Nach dem Spaziergang hat er es mir gegeben und gesagt: ‚Das hat T. für die Mama gefunden!‘ “<br />
„Und du hast es all die Jahre aufgehoben. Wo hattest du es eigentlich?“, will Peter nun noch wissen.<br />
&#8222;Ich habe es damals in mein Führerscheinmäppchen gelegt. Dort lag es bis wir diesen grauen ‚Lappen‘ gegen den neuen Führerschein in Kartenform eingetauscht haben. Dann lag es eine Weile im Tresor und nun schon seit vielen Jahren im Schrank in meinem Arbeitszimmer neben dem Familienstammbuch, wo ich es auch gleich wieder hinlege und weiterhin aufhebe.“<br />
„Eine schöne Erinnerung!“, sagt Peter.<br />
Ich nicke und nehme mir vor diesen kleinen Schatz unseren Sohn am nächsten Wochenende zu zeigen. Ich bin mir sicher, dass er sich noch daran erinnern kann und sich über dieses kleine Andenken an einen gemeinsamen Spaziergang mit seinem längst verstorbenen Opa freut.</p>
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<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-5226 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_4184-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_4184-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_4184-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_4184-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_4184.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
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		<title>Hui!!!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2017 22:01:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[einmal]]></category>
		<category><![CDATA[Hui]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[Schaukel]]></category>
		<category><![CDATA[Spielplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Zöpfe]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich sitze an meinem Schreibtisch, als mein Blick auf einen Gegenstand auf dem Regal fällt. Eigentlich müsste er schon längst entsorgt sein. Es ist nämlich ein thailändischer Kalender* aus dem vergangenen Jahr. „Ohje!“, denke ich. „Wieso steht der noch dort?“ Im Grunde ist mir die Antwort schon klar: „Weil ich ihn nicht weggeworfen habe, logisch!“, erkläre ich mir die Sachlage selbst. Die Frage sollte vielleicht eher so lauten: „Wieso habe ich ihn immer wieder an seinen Platz zurück gestellt?“ Tja, auch das kann ich mir erklären: „Weil etwas an ihm so niedlich aussieht!“ Ich stehe auf, gehe zum Regal und nehme den Kalender in die Hand. Er ist gefertigt, wie ein gleichschenkeliges Dreieck, so dass er stehen kann. Die Kalenderblätter sind auf die Rückseite geklappt und auf der Vorderseite erscheint somit ein Bild. Dieses zeigt einen Wald und viele verschiedene Tiere. Ein kleines Mädchen hat an einem Ast eine Schaukel befestigt, auf der sie fröhlich hin und her schwingt. Plötzlich macht es „Klick!“ und mein Kopfkino startet seinen Film. Ich tauche in eine andere Welt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich sitze an meinem Schreibtisch, als mein Blick auf einen Gegenstand auf dem Regal fällt. Eigentlich müsste er schon längst entsorgt sein. Es ist nämlich ein thailändischer Kalender* aus dem vergangenen Jahr.</strong><br />
<strong> „Ohje!“, denke ich. „Wieso steht der noch dort?“</strong><br />
<strong> Im Grunde ist mir die Antwort schon klar: „Weil ich ihn nicht weggeworfen habe, logisch!“, erkläre ich mir die Sachlage selbst.</strong><br />
<span class="dropcap">D</span>ie Frage sollte vielleicht eher so lauten:<br />
„Wieso habe ich ihn immer wieder an seinen Platz zurück gestellt?“<br />
Tja, auch das kann ich mir erklären:<br />
„Weil etwas an ihm so niedlich aussieht!“<br />
Ich stehe auf, gehe zum Regal und nehme den Kalender in die Hand. Er ist gefertigt, wie ein gleichschenkeliges Dreieck, so dass er stehen kann. Die Kalenderblätter sind auf die Rückseite geklappt und auf der Vorderseite erscheint somit ein Bild. Dieses zeigt einen Wald und viele verschiedene Tiere. Ein kleines Mädchen hat an einem Ast eine Schaukel befestigt, auf der sie fröhlich hin und her schwingt.<br />
Plötzlich macht es „Klick!“ und mein Kopfkino startet seinen Film. Ich tauche in eine andere Welt ein, in der sich Gegenwart und Vergangenheit, Realität und Phantasie miteinander vermischen, Entfallenes auf einmal zur Erinnerung wird und meine Gedanken wie Wölkchen auf die Reise gehen:<br />
Die Eichhörnchen tummeln sich in den Baumkronen und hüpfen von Ast zu Ast. Ich höre das Gezwitscher der Vögel und den Ruf der Eule. Alles ist harmonisch und friedvoll, obwohl die Tiere des Waldes keineswegs zusammenpassen.<br />
„Ein seltsames Trio“, denke ich. „Ein Hirsch, ein Elefant und ein Pfau!“<br />
Irgendetwas scheint ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. In diesem Moment kann ich es auch vernehmen. Es ist ein fröhliches Lachen und Jauchzen, das die Luft durchdringt und selbst die Vögel für ein Weilchen verstummen lässt. Alle lauschen mit angehaltenem Atem. Mein Blick wandert in die Richtung aus der diese alles um sich herum vergessende Fröhlichkeit kommt, &#8211; nämlich zu dem Mädchen auf der Schaukel. Ich sehe wie sie begeistert die Beine in die Lüfte schwingt, damit die Schaukel höher und höher mit ihr fliegt. Ihre langen Zöpfe schwingen im gleichen Rhythmus mit. Und jetzt erkenne ich auch das Mädchen. Es ist Klein-Astrid. Ich bin das Mädchen. Ich sitze auf meiner Schaukel und genieße das Leben gerade in vollen Zügen.<br />
„Hui!“ , rufe ich aus. „Höher! Höher!“<br />
Auf einmal hängt die Schaukel nicht mehr am Ast eines Baumes, sondern dort, wo sie hingehört. Ich bin bei meinem Opa. Er steht auf der Eingangstreppe seines Hauses und schaut mir lächelnd zu, wie ich in der offenen Tür des Nebengebäudes lachend und quietschend auf meiner Schaukel vor und zurück schwinge. Ich lasse die Schaukel langsam auspendeln, springe dann ab und laufe zu dem Hund meines Opas, der faul auf dem Hof in der Sonne liegt.<br />
„Braver Bazi!“, sage ich und streichele ihm über das schwarzweiße Fell. Danach gehe ich zu meinem Opa und nehme ihn an der Hand.<br />
„Geh’n wir auf den Spielplatz?“, frage ich und ziehe ihn schon in Richtung Gartentor.<br />
Auf dem Spielplatz gibt es zwei Schaukeln, eine Rutschbahn, eine Wippe, ein Klettergerüst, selbstverständlich ganz viel Sand und einen großen Fliegenpilz. Zu groß für mich. Selbst wenn ich mich auf die Zehenspitzen stelle, komme ich nicht an seinen roten Pilzhut heran.<br />
„Bitte heb mich hoch!“, bettele ich und hüpfe ungeduldig vor meinem Opa von einem Bein auf das andere.<br />
„Hopp!“, ruft er aus und schwingt mich in die Höhe. „Halt dich gut fest! Ich drehe und wenn du dich nicht mehr halten kannst, dann sag es.“<br />
Opa dreht langsam den großen Fliegenpilz und läuft mit, damit er mich rechtzeitig auffangen kann.<br />
„Schneller!, rufe ich und zappele mit den Beinen. Doch lange kann ich mich nicht mehr halten und lasse mich in die Arme meines Opas fallen. Schnell laufe ich zur Schaukel, denn ich muss ausprobieren, ob ich mit ihr genauso hoch schaukeln kann, wie mit derjenigen bei meinem Opa. Das Mädchen, das neben mir schaukelt, ist schon größer und mutiger als ich. Sie springt sogar während des Schaukelns ab, aber das traue ich mich noch nicht. Ich bin ja auch noch nicht groß.<br />
Selbstverständlich muss ich auch alle anderen Spielgeräte noch ausprobieren, bevor ich mit meinem Opa wieder nach Hause gehe. Gerade als ich von der untersten Sprosse des Klettergerüstes hüpfe, gibt es ein seltsames Geräusch, das mich irritiert. Noch bevor ich merke, was es mit diesem Geräusch auf sich hat, höre ich es wieder. Es ist ein Schnipsen. Ich reise die Augen weit auf und…<br />
… sehe meinen Mann mit den Fingern schnipsend und grinsend vor mir stehen.<br />
„Du träumst wohl! Wo warst du denn gerade?“<br />
„Ziemlich weit weg“, sage ich und stelle den Kalender wieder ins Regal, wodurch die Schaukel mit dem Mädchen sanft hin und her schwingt. Fast ist es mir, als rufe sie mir die zwei Worte zu, die unser Sohn immer rief, wenn er nicht von der Schaukel steigen wollte, um vom Spielplatz nach Hause zu gehen.<br />
Kaum hörbar wiederhole ich diese Worte und gebe dem Kalendermädchen auf der Schaukel einen leichten Schups.<br />
„Noch einmal!“</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4021 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/02/1200px-IMG_5401-768x1024.jpg" width="768" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/02/1200px-IMG_5401-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/02/1200px-IMG_5401-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/02/1200px-IMG_5401-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/02/1200px-IMG_5401.jpg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/meine-mutter-und-die-zugspitze/">Meine Mutter und die Zugspitze</a></p>
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<p>*Leider ist mir der Name des Künstlers nicht bekannt. Der Kalender ist ein Geschenk von der Firma PTT Public Company Limited aus Bangkok.</p>
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		<title>Astrid, Opa und das Eis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jun 2016 22:08:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Cafe]]></category>
		<category><![CDATA[Diener]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Eisbecher]]></category>
		<category><![CDATA[Knicks]]></category>
		<category><![CDATA[Motorradrennen]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[Sahne]]></category>
		<category><![CDATA[Schottenring]]></category>
		<category><![CDATA[Sorte]]></category>
		<category><![CDATA[Waffel]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir schrieben das Jahr 1963 und ich hatte gerade meinen 3. Geburtstag gefeiert. Meine Oma war bereits seit ungefähr einem Jahr schon im Himmel und schaute sicherlich auf uns herab. Mein Opa wohnte jetzt in seinem Haus alleine und ich, Klein-Astrid, durfte ab und zu mal bei ihm übernachten. Ich war gerne bei meinem Opa. Ich hatte nur diesen einen Opa, den Vater meines Vaters. Zu meinem Erlebnis gibt es keine Fotos. Manches weiß ich aus Erzählungen, an einige Dinge meine ich mich tatsächlich noch zu erinnern. Ich habe beispielsweise das kleine Café noch fest in meinem Kopf verankert, obwohl es schon seit Jahrzehnten nicht mehr existiert und nichts mehr daran erinnert. Auch die Kreuzung, die nahegelegene Molkerei und die Tankstelle gibt es nicht mehr. &#8211; Versetzen wir uns also zurück an den Anfang der Sechziger Jahre: Ich bin über das Wochenende bei meinem Opa, spiele in seinem Garten, streichele seinen Hund Bazi und gehe mit meinem Opa in die Stadt. „Komm Astrid“, fordert er mich auf, „wir gehen ein bisschen spazieren!“ Mein Opa setzt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir schrieben das Jahr 1963 und ich hatte gerade meinen 3. Geburtstag gefeiert. Meine Oma war bereits seit ungefähr einem Jahr schon im Himmel und schaute sicherlich auf uns herab. Mein Opa wohnte jetzt in seinem Haus alleine und ich, Klein-Astrid, durfte ab und zu mal bei ihm übernachten. Ich war gerne bei meinem Opa. Ich hatte nur diesen einen Opa, den Vater meines Vaters.</strong><br />
<span class="dropcap">Z</span>u meinem Erlebnis gibt es keine Fotos. Manches weiß ich aus Erzählungen, an einige Dinge meine ich mich tatsächlich noch zu erinnern. Ich habe beispielsweise das kleine Café noch fest in meinem Kopf verankert, obwohl es schon seit Jahrzehnten nicht mehr existiert und nichts mehr daran erinnert. Auch die Kreuzung, die nahegelegene Molkerei und die Tankstelle gibt es nicht mehr. &#8211; Versetzen wir uns also zurück an den Anfang der Sechziger Jahre:<br />
Ich bin über das Wochenende bei meinem Opa, spiele in seinem Garten, streichele seinen Hund Bazi und gehe mit meinem Opa in die Stadt.<br />
„Komm Astrid“, fordert er mich auf, „wir gehen ein bisschen spazieren!“<br />
Mein Opa setzt seinen Hut auf und nimmt mich an der Hand. Auf unserem Weg in die Stadt begegnen wir verschiedenen Menschen, die uns kennen. Bei manchen lüftet er nur zum Gruß seinen Hut und deutet einen Diener an. Bei anderen bleiben wir stehen. Artig gebe ich zum Gruß die Hand und mache dabei einen Knicks. Das kann ich sehr gut und bin auch stolz darauf, dass ich dafür immer so schön gelobt werde.<br />
Unser Weg führt uns auch heute in ein kleines Café, das den Namen „Café Rennstrecke“ trägt. Es liegt genau an der Strecke, an der regelmäßig Motorradrennen und manchmal auch Autorennen stattfinden, nämlich am sogenannten &#8222;Schottenring&#8220;*.<br />
Wir treten ein und werden freundlich von einer Frau begrüßt. In dem gemütlichen Café stehen kleine runde Tischchen und an einem davon nehmen wir Platz.<br />
„Einen Kaffee für Sie, Herr P. ?“, fragt die Bedienung und erhält dafür ein Kopfnicken.<br />
„Und was möchte das junge Fräulein?“, werde ich gefragt.<br />
„Darf ich ein Eis haben?“, richte ich brav meine Frage an Opa.<br />
Mein Großvater nickt mir zu und flüstert dann aber mit der Bedienung.<br />
„Ja klar,das machen wir so!“, bestätigt sie die Bestellung.<br />
Wenige Minuten später sitzt mein Opa vor seiner Tasse Kaffee und ich vor meinem Eisbecher mit einer kleinen Waffel darin.<br />
„Schmeckt es dir?“, werde ich sowohl von der Bedienung als auch von meinem Opa gefragt.<br />
„Lecker!“, erkläre ich den Beiden, die sich darüber zu freuen scheinen, denn sie lächeln sowohl mich, als auch sich gegenseitig an.<br />
Der Besuch in dem kleinen „Café Rennstrecke“ wird zumindest in den Sommermonaten zu einem kleinen Ritual für uns und ich bekomme dann immer meinen Eisbecher.<br />
Eines Tages jedoch, ich glaube es könnte der folgende Sommer gewesen sein, wollen wir vorbei gehen, aber ich hätte gerne ein Eis.<br />
„Du bist doch jetzt schon ein großes Mädchen“, erklärt mir mein Opa. „Geh doch hinein und hole dir dein Eis. Hier hast du das Geld.“<br />
Mein Opa drückt mir einige Pfennige in die Hand und ich öffne die Tür. Bereits beim Eintreten verlässt mich ein bisschen der Mut, denn ich stehe plötzlich vor der Eistheke, in der es verschiedene Sorten Eis gibt.<br />
„Welches Eis möchtest du denn gerne?“, werde ich freundlich gefragt.<br />
Leider kann sich die Bedienung nicht erinnern, welches Eis ich immer im Vorjahr verspeist habe. Ich allerdings auch nicht. Also versuche ich es zu beschreiben.<br />
„Ich habe immer so weißes Eis gegessen.“<br />
„Das war dann wahrscheinlich dieses Vanilleeis“, werde ich aufgeklärt. &#8222;Möchtest du es im Becher oder in der Waffel?“<br />
„Ja, eine Waffel war auch dabei!“, erkläre ich und schon stehe ich mit einem Waffeleis da.<br />
„Das sah aber immer anders aus!“, starte ich noch einen letzten, allerdings erfolglosen Versuch.<br />
„Ich habe aber sonst kein weißes Eis, &#8211; nur noch das rötliche Erdbeereis und das braune Schokoladeneis!“<br />
„Na gut!“, gebe ich mich geschlagen und marschiere zu meinem Opa nach draußen, der mir ebenfalls bestätigt, dass dieses Etwas in meiner Waffel Eis ist. Ich schlecke vor mich hin und stelle fest, dass es kalt ist und ganz anders schmeckt als das Eis, das ich im Vorjahr immer im Café drinnen gegessen habe.<br />
Am Abend werde ich wieder von meinen Eltern abgeholt.<br />
„Was ist denn mit dir los, Astrid?“, erkundigt sich meine Mutter. „Warum fasst du dir immer an den Bauch?“<br />
„Ich habe Bauchweh, Mama!“, sage ich und verziehe mein Gesicht, um mich gleich darauf zu übergeben.<br />
„Was habt ihr denn heute gegessen?“, will meine Mutter von meinem Opa wissen.<br />
„Ein paar Nudeln mit Soße!“, erwidert Opa.<br />
„Das isst sie doch immer gerne, was hat sie denn sonst noch gegessen?“<br />
„Ein Eis, das sah auch ganz komisch aus!“, erkläre ich meiner Mutter.<br />
„Sie hat ein ganz normales Eis gegessen“, erzählt jetzt mein Opa. „Allerdings war es dieses Mal tatsächlich Eis und keine Sahne, wie letztes Jahr immer.“<br />
„Ah, dann hat sie das wohl nicht so ganz vertragen“, schlussfolgert meine Mutter und ich beschließe nie wieder Eis zu essen.<br />
Das halte ich auch eisern durch, denn meine Übelkeit von damals konnte nur mit dem Eis zusammenhängen, denke ich mir so.<br />
Jahre später, ich war bereits ein Schulkind, fragt mich meine Freundin:<br />
„Wollen wir Eisessen gehen?“<br />
„Ich mag eigentlich kein Eis, davon wird mir schlecht!“, erzähle ich.<br />
„Das ist doch Quatsch! Eis ist super lecker! Los komm, wir holen uns jeder eine Kugel!“<br />
Ich will ja nicht als Feigling dastehen, also beschließe ich mir auch eine Kugel Eis zu gönnen. &#8222;Aber welche Sorte soll ich wählen? Ich weiß doch überhaupt nicht wie die verschiedenen Sorten schmecken&#8220;, überlege ich hin und her.<br />
„Schokolade mag ich, also muss doch Schokoladeneis auch lecker schmecken“, sage ich in meinen Gedanken zu mir selbst.<br />
Und wie es schmeckt, stelle ich gleich darauf fest. Einfach toll! Und ich muss mich auch nicht mehr  übergeben, also kann ich es wieder und wieder essen. Von nun an esse ich immer Schokoladeneis und liebe es!<br />
Es ist mein absolutes Lieblingseis und das bleibt es auch die ganzen vielen Jahre meines Lebens. Gut, mit den Jahren ist die eine oder andere Sorte noch dazu gekommen. Allerdings zu meinen Favoriten gehört immer noch Schokoladeneis, kombiniert mit Zitroneneis. Mmmh! Lecker! Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Ich muss mir schnell einen Eisbecher mit diesen beiden Sorten gönnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>An dieser Stelle möchte ich mich heute recht herzlich für Eure treuen Besuche auf meinem Blog und Eure lieben und interessanten Kommentare bedanken. Ich bin immer bemüht Euch allen zu antworten und lese bei Euch allen sehr gerne. Ich freue mich auch weiterhin auf unsere gegenseitigen Besuche!!!</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Alles Liebe und Gute</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Eure Astrid</strong></em></p>
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<p>Vielleicht möchtet Ihr auch noch das lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-familien-b-c-2/">Das Familien-A B C</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
<p>*Heute existiert der Schottenring in dieser Form nicht mehr.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Im Garten meines Opas</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2016 22:53:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was]]></category>
		<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Bekannte]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Großeltern]]></category>
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		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[Puppe]]></category>
		<category><![CDATA[Rosen]]></category>
		<category><![CDATA[Teddy]]></category>
		<category><![CDATA[Uroma]]></category>
		<category><![CDATA[Vater]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich habe die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und den Besuch meiner Mutter zum Schwelgen in Erinnerungen genutzt. So bin ich im Garten meines Großvaters gelandet. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es dort aussah, aber auch noch an das eine oder andere Erlebnis in diesem Garten. Mein Erinnerungsvermögen diesbezüglich endet mit ungefähr acht Jahren.  Meine Oma (väterlicherseits) durfte ich nur zwei Jahre kennenlernen, dann ist sie leider verstorben und bei meinem Opa (väterlicherseits) war ich acht Jahre. Die Eltern meiner Mutter habe ich leider nie kennengelernt, da sie beide bei meiner Geburt bereits verstorben waren. In den Garten meines Opas konnte man durch ein Tor gelangen, das mit einem Rosenbogen überbaut war. Wenn man durch dieses Tor schritt, wie beispielsweise meine Eltern an ihrem Hochzeitstag, dann war rechts ein langes schmales Rosenbeet. Leider waren die Fotos zu dieser Zeit noch schwarzweiß, aber man kann trotzdem die Farbenpracht der Rosen erahnen. Sie erblühten in rosa, rot und weiß. Auf der dahinterliegenden Wiese spielte ich oft. Manchmal tat ich dies mit meiner Puppe und meinem &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich habe die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und den Besuch meiner Mutter zum Schwelgen in Erinnerungen genutzt. So bin ich im Garten meines Großvaters gelandet. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es dort aussah, aber auch noch an das eine oder andere Erlebnis in diesem Garten. Mein Erinnerungsvermögen diesbezüglich endet mit ungefähr acht Jahren. </strong></p>
<p><span class="dropcap">M</span>eine Oma (väterlicherseits) durfte ich nur zwei Jahre kennenlernen, dann ist sie leider verstorben und bei meinem Opa (väterlicherseits) war ich acht Jahre. Die Eltern meiner Mutter habe ich leider nie kennengelernt, da sie beide bei meiner Geburt bereits verstorben waren.<br />
In den Garten meines Opas konnte man durch ein Tor gelangen, das mit einem Rosenbogen überbaut war. Wenn man durch dieses Tor schritt, wie beispielsweise meine Eltern an ihrem Hochzeitstag,</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3083 size-full" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01445-Kopie.jpg" alt="1200px-DSC01445 Kopie" width="631" height="427" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01445-Kopie.jpg 631w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01445-Kopie-300x203.jpg 300w" sizes="(max-width: 631px) 100vw, 631px" /></p>
<p>dann war rechts ein langes schmales Rosenbeet. Leider waren die Fotos zu dieser Zeit noch schwarzweiß, aber man kann trotzdem die Farbenpracht der Rosen erahnen. Sie erblühten in rosa, rot und weiß.</p>
<p>Auf der dahinterliegenden Wiese spielte ich oft. Manchmal tat ich dies mit meiner Puppe und meinem Teddy und natürlich mit meiner Mutter.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3084 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01443-Kopie-1024x710.jpg" alt="1200px-DSC01443 Kopie" width="840" height="582" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01443-Kopie-1024x710.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01443-Kopie-300x208.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01443-Kopie-768x532.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01443-Kopie.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3086 size-full" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01460-Kopie.jpg" alt="1200px-DSC01460 Kopie" width="566" height="393" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01460-Kopie.jpg 566w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01460-Kopie-300x208.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 566px) 100vw, 566px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3088 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01489-Kopie-1024x788.jpg" alt="1200px-DSC01489 Kopie" width="840" height="646" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01489-Kopie-1024x788.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01489-Kopie-300x231.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01489-Kopie-768x591.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01489-Kopie.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Als kleine Gärtnerin gehörte selbstverständlich auch das Gießen der Gänseblümchen dazu, was ich selbst im Sonntagskleidchen sehr gewissenhaft tat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3089 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01455-Kopie-1024x725.jpg" alt="1200px-DSC01455 Kopie" width="840" height="595" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01455-Kopie-1024x725.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01455-Kopie-300x213.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01455-Kopie-768x544.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01455-Kopie.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Ich kann mich noch an die zwei Fliederbäumchen erinnern, vor denen ich mich dann auch ganz keck fotografieren ließ. Ich hatte zuvor ein ähnliches Foto gesehen, auf dem meine Tante abgebildet war. Also habe ich versucht es ihr gleich zu tun. Mit der Sonnenbrille in der Hand, einer Rüschenbluse, einem feschen Rock und den weißen Schleifen im Haar war ich schon recht elegant.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3090 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01452-Kopie-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC01452 Kopie" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01452-Kopie-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01452-Kopie-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01452-Kopie-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01452-Kopie-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01452-Kopie.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /><br />
Sehr gerne erinnere ich mich an den Hund meines Opas.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3091 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01450-1024x642.jpg" alt="1200px-DSC01450" width="840" height="527" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01450-1024x642.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01450-300x188.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01450-768x481.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01450.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Er hieß Bazi und fraß mir angeblich immer die Brötchen und Kekse aus der Hand, wenn ich meine Hand aus dem Kinderwagen streckte. Er war aber immer lieb zu mir. Auch weiß ich, dass er im Sommer in einer Zinkbadewanne auf dieser Wiese gebadet wurde.</p>
<p>Toll fand ich es immer, dass ich noch eine Uroma hatte. Auf sie war ich richtig stolz.</p>
<p>Ich habe ein Foto entdeckt, auf dem meine Oma und meine Uroma (sie ist allerdings die Mutter meines Opas) zu sehen sind.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3092 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01485-1024x742.jpg" alt="1200px-DSC01485" width="840" height="609" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01485-1024x742.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01485-300x218.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01485-768x557.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01485.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /><br />
Aber auf meinem absoluten Lieblingsfoto sind 4 Generationen zu sehen. Dieses Foto erschien zum 80sten Geburtstag meiner Uroma in einer Zeitung (ich glaube sie hieß Saazer Heimatblatt oder so ähnlich, das konnte ich leider nicht mehr feststellen).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3093 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01478-861x1024.jpg" alt="1200px-DSC01478" width="840" height="999" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01478-861x1024.jpg 861w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01478-252x300.jpg 252w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01478-768x914.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01478.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Zu sehen sind von links nach rechts: Mein Vater, meine damals 80jährige Uroma mit meiner Wenigkeit auf dem Arm und mein Opa. (Leider hatte ich bei der Erstellung nicht das Originalfoto zur Hand, doch ich weiß, dass ich es besitze und werde noch auf die Suche danach gehen.)<br />
Auf der anderen Seite des Hauses war die Einfahrt und der Parkplatz für das Auto. Dort habe ich auch das Fahrradfahren gelernt. Mein Opa hielt mich am Gepäckträger fest, doch irgendwann ließ er heimlich los und ich fuhr ohne Stützräder den Weg entlang.<br />
Außerdem gab es dort ebenfalls ein Stück Rasen mit Blumenbeeten. In einer Ecke, so kann ich mich erinnern, stand ein „Tränendes Herz“.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3094 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01416-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC01416" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01416-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01416-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01416-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01416-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01416.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Für mich war es ein unbedingtes Muss in unserem Garten ebenfalls diese Pflanze zu haben, denn sie erinnert mich immer wieder an meinen Großvater und den Garten meines Opas.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3095 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01418-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC01418" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01418-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01418-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01418-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01418-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01418.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /><br />
Auf der dem Haus gegenüberliegenden Seite stand ein Nebengebäude, in dem zum Beispiel auch die Kohlen gelagert wurden, aber auch Gartengeräte. Ich weiß noch, dass in einer dieser Türen zwei Haken für meine Schaukel hingen.<br />
Auch einen sogenannten Grabgarten mit Kartoffeln und anderem Gemüse gab es. Auch Sträucher mit Brombeeren waren dort zu finden.<br />
Als unser Hund Bazi mit 13 Jahren starb, fand er in einer der hinteren Ecken des Gartens seine letzte Ruhestätte.<br />
Ich denke gerne an Opas Garten zurück, aber auch an die Menschen, die in diesem Garten ein und aus gegangen sind, &#8211; meine Eltern, meine Großeltern, meine Uroma, Freunde und Bekannte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht interessiert Euch auch noch das:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/aus-der-schulzeit-meiner-mutter/">Aus der Schulzeit meiner Mutter</a></p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Mopsi &#038; Filou</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/kleiner-filou/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2015 22:10:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Filou]]></category>
		<category><![CDATA[Frauchen]]></category>
		<category><![CDATA[hauen]]></category>
		<category><![CDATA[Herrchen]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
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		<category><![CDATA[Mops]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute möchte ich in der neuen Kategorie &#8222;Erdachtes &#38; Erzähltes&#8220; eine kleine Geschichte einstellen, die auf einem Brief basiert, den ich von einem älteren, sehr netten Herrn erhalten habe. Er ist ein eifriger Leser meines Blogs und schilderte mir eine wahre Begebenheit, welche er als einen Beitrag für lifetellsstories vorschlug. Ich habe um diese Begebenheit herum eine Rahmengeschichte erdacht und aufgeschrieben. Am Ende dieses Beitrags befindet sich ein Foto mit dem Originaltext des Briefes. Für die Fotos von Mopsi posierte ein kleiner Mops, den wir mit Frauchen und Herrchen zufällig auf dem Blütenfest im Rhododendronpark Kromlau trafen. Die freundlichen und uns völlig unbekannten Hundebesitzer waren so nett, uns diese Aufnahmen für meine Geschichte zu gestatten. Für den Kater hat Nachbars Katze Modell gestanden. Flori, der eigentlich Florian Müller* heißt und sechs Jahre alt ist, sitzt mitten in seinem Kinderzimmer auf dem Teppich und packt gerade seinen kleinen Koffer.  Nein, er will nicht ausreißen und auch nicht auf große Reise gehen. Er will dieses Wochenende ganz alleine beim Großvater verbringen. Seine Mama hat bereits alles Notwendige eingepackt, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute möchte ich in der neuen Kategorie &#8222;Erdachtes &amp; Erzähltes&#8220; eine kleine Geschichte einstellen, die auf einem Brief basiert, den ich von einem älteren, sehr netten Herrn erhalten habe. Er ist ein eifriger Leser meines Blogs und schilderte mir eine wahre Begebenheit, welche er als einen Beitrag für lifetellsstories vorschlug. Ich habe um diese Begebenheit herum eine Rahmengeschichte erdacht und aufgeschrieben. Am Ende dieses Beitrags befindet sich ein Foto mit dem Originaltext des Briefes. Für die Fotos von Mopsi posierte ein kleiner Mops, den wir mit Frauchen und Herrchen zufällig auf dem Blütenfest im Rhododendronpark Kromlau trafen. Die freundlichen und uns völlig unbekannten Hundebesitzer waren so nett, uns diese Aufnahmen für meine Geschichte zu gestatten. Für den Kater hat Nachbars Katze Modell gestanden.</strong></p>
<p><span class="dropcap">F</span>lori, der eigentlich Florian Müller* heißt und sechs Jahre alt ist, sitzt mitten in seinem Kinderzimmer auf dem Teppich und packt gerade seinen kleinen Koffer.  Nein, er will nicht ausreißen und auch nicht auf große Reise gehen. Er will dieses Wochenende ganz alleine beim Großvater verbringen. Seine Mama hat bereits alles Notwendige eingepackt, aber Flori möchte noch seinen kleinen Spielzeugkoffer bestücken. Selbstverständlich darf Fritz der Teddy nicht fehlen. Auch seinen Räuber Hotzenplotz packt er ein. Dieses Buch hat er von seinem Großvater zum Geburtstag bekommen. Noch kann er es nicht alleine lesen, aber bald. In der Zwischenzeit liest ihm Opa vor.</p>
<p>&#8222;Mama, wo ist denn mein Rucksack?&#8220;, ruft er seiner Mutter zu, die gerade in der Küche das Mittagessen vorbereitet. &#8222;Opa hat mir versprochen, dass wir auf Wanderschaft gehen. Er will mir den Vogelpark zeigen und da brauche ich den Rucksack für den Proviant!&#8220;</p>
<p>&#8222;Schau mal im Schrank, &#8211;  ganz unten links!&#8220;, antwortet die Mutter genau in dem Moment, als es an der Haustür klingelt.</p>
<p>&#8222;Opa,Opa!&#8220;, ruft Flori und springt schnell zur Haustür. &#8222;Da bist du ja endlich. Ich bin schon fast fertig. Ich muss nur noch schnell meinen Rucksack holen und dann können wir aufbrechen&#8220;, begrüßt er den Großvater, der seinen kleinen Enkel liebevoll in den Arm nimmt.</p>
<p>&#8222;Er ist schon ganz aufgeregt und kann es gar nicht erwarten, dass es endlich losgeht&#8220;, sagt die Mutter und drückt ihrem Vater einen Begrüßungskuss auf die Wange. Zu Flori gerichtet meint sie nur: &#8222;Jetzt lass doch den Opa erst einmal reinkommen und dann essen wir noch gemeinsam. Dann könnt ihr ja aufbrechen.&#8220;</p>
<p>So schnell hat Flori seinen Teller noch nie geleert, wie heute. Kein Krümmelchen ist mehr übrig geblieben. Selbst das Gemüse, das er sonst immer zur Seite schiebt, ist aufgegessen. Und dann ist es auch endlich soweit und er steigt zu Opa ins Auto.</p>
<p>&#8222;Warum hast du denn Mopsi nicht mitgebracht?&#8220;, fragt er seinen Großvater.</p>
<p>Mopsi ist die kleine Mopsdame, die sich der Großvater vor zwei Monaten aus dem Tierheim geholt hat. Er hatte sich nach Großmutters Tod so einsam und traurig gefühlt und sein guter Freund und Nachbar, der ab und zu einmal im Tierheim aushilft, hatte ihm von der Hundedame erzählt. Sie war ins Tierheim gekommen, nachdem sie auf einem Autobahnrastplatz ausgesetzt worden war. Eine Polizeistreife hatte sie an einem Baum angebunden gefunden und ins Tierheim gebracht. Als der Großvater vom Schicksal der Mopsdame erfahren hatte, besuchte er sie im Tierheim. Es war Liebe auf den ersten Blick gewesen, &#8211; auf beiden Seiten und Mopsi hatte nun ein neues Zuhause.  Seitdem ging es dem Großvater wieder etwas besser. Er war nicht mehr allein und auch nicht mehr so traurig.</p>
<p>&#8222;Mopsi ist heute bei meinem Nachbarn geblieben. Du weißt doch, sie verträgt das Autofahren nicht. Sie fängt dann immer ganz fürchterlich an zu jaulen und zu weinen. Wahrscheinlich hat sie Angst wieder ausgesetzt zu werden.&#8220;</p>
<p>&#8222;Dann lass uns ganz schnell zu Mopsi fahren!&#8220;, schlägt Flori vor und sieht den Großvater auffordernd an.</p>
<p>Als die beiden endlich in der Kleinstadt angekommen sind, in der der Großvater wohnt, ist es schon Nachmittag. Sie holen schnell Mopsi beim Nachbarn ab und marschieren dann zu Fuß in die Stadt, um ein paar Brötchen für das Abendessen zu holen. Auch einen Strauß Blumen wollen sie im Blumenladen besorgen und sie am nächsten Tag auf das Grab der Großmutter stellen. Heute ist Markttag und es herrscht ein reges Treiben auf den Wegen rund um den Marktplatz. Mopsi läuft artig auf ihren kurzen Beinchen mit. Sie ist angeleint und Flori darf die Leine halten. An jeder Ecke muss sie schnüffeln und jedes noch so kleine Bäumchen muss sie begießen. Der Großvater ist der Erste, der den großen kräftigen Kater sieht und die Gefahr erkennt. Er ist schwarz-grau und weiß gefleckt,  sitzt vor dem Blumenladen und beobachtet die vorübergehenden Menschen. Sein Blick ist nicht gerade freundlich, er schaut eher etwas skeptisch, fast schon ein wenig grimmig in die Welt. Seine Haltung wirkt angespannt, so als sei er gerade auf dem Sprung zu einem Angriff.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Sammy.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-870 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Sammy-1024x682.jpg" alt="1200px-Sammy" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Sammy-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Sammy-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Sammy-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Sammy.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>&#8222;Gib mir bitte mal kurz die Leine&#8220;, bittet der Großvater den Enkelsohn und greift auch schon nach der Hundeleine.</p>
<p>&#8222;Warum denn, Opa?&#8220;, will Flori wissen. &#8222;Ich bin schon groß und kann ihn doch gut halten!&#8220;</p>
<p>&#8222;Nur vorsichtshalber, weil&#8230;&#8220;</p>
<p>Genau in diesem Moment erspäht die Mopsdame den Kater ebenfalls. Sie  reißt kräftig an der Leine  und bellt aus Leibeskräften. Großvater und Flori reden beruhigend auf Mopsi ein, doch diese lässt sich nicht beruhigen. Mittlerweile ist sie schon völlig außer Atem und kläfft aufgeregt in Richtung Kater. Dieser schaut sich die aufgeregte Hundedame verärgert an.  Seine Muskeln scheinen sich noch mehr anzuspannen und er beginnt warnend zu fauchen. Abgesehen davon, dass er überhaupt keine Hunde mag und die kleinen dicken schon gar nicht,  gefällt ihm dieses Gekläffe ebenfalls nicht. Er muss dieser kleinen Kläfferin das Maul verbieten. Er faucht abermals, muss allerdings erkennen, dass dies keine Wirkung auf den kleinen bellenden Hund hat.  Also marschiert er der Hundedame entgegen, baut sich vor ihr drohend auf und tut das, was Katzen manchmal tun, wenn sie etwas nicht mögen: Er haut ihr rechts und links die Pfote um die Ohren, so nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung. Danach dreht er sich wieder um und marschiert auf seinen Platz vor dem Blumengeschäft zurück. Dort legt er sich in die Sonne, reckt und streckt sich, als wäre nichts geschehen. Im Gegenteil, irgendwie scheint sein Blick nun zufriedener und ein wenig selbstgefällig. Die verblüffte Mopsdame würdigt er keines Blickes.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-verdutzt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-865 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-verdutzt-1024x682.jpg" alt="1200px-verdutzt" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-verdutzt-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-verdutzt-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-verdutzt-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-verdutzt.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Das Trio bestehend aus Großvater, Flori und Mopsi, steht wie versteinert mitten auf dem Bürgersteig. Selbst das Kläffen von Mopsi ist verstummt. Als sich alle von dem Schrecken wieder erholt haben, hören sie eine herbei eilende Marktfrau rufen: &#8222;Filou, Filou! Ach hier liegst du rum. Ich suche dich schon die ganze Zeit. Du kleiner Streuner!&#8220; Und als sie die Beiden mit Mopsi an der Leine sieht, rät sie dem Großvater: &#8222;Halten Sie Ihren Mops nur gut fest, &#8211; mein kleiner Filou mag nämlich keine Hunde!&#8220;</p>
<p>&#8222;Ich weiß&#8220;, meint der Großvater lachend. &#8222;Übrigens der Name passt zu Ihrem Kater wie die Faust auf das Auge!&#8220;</p>
<p>&#8222;Nein Opa, wie die Tatze auf Backe!&#8220;, verbessert ihn Flori und streichelt über Mopsis zartes kurzes Fell.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Mopsi-Schlussfoto.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-866 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Mopsi-Schlussfoto-1024x682.jpg" alt="1200px Mopsi Schlussfoto" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Mopsi-Schlussfoto-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Mopsi-Schlussfoto-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Mopsi-Schlussfoto-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Mopsi-Schlussfoto.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-der-Brief-.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-874 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-der-Brief--1024x682.jpg" alt="1200px der Brief" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-der-Brief--1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-der-Brief--300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-der-Brief--840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-der-Brief-.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
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<p>* Alle Namen und Personen sind frei erfunden.</p>
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		<title>Liebes Christkind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2014 13:19:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
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					<description><![CDATA[Peter sitzt zu Hause in seinem Büro und sichtet die Unterlagen, die meine Mutter ihm zur Durchsicht und eventuellen Entsorgung mitgegeben hat. Ich bin oben in meinem Arbeitszimmer und klappe gerade meinen Laptop auf. Es dauert keine zehn Minuten, da kommt von unten der Ruf:  „Astrid, komm doch mal!“  Wahrscheinlich braucht er ganz dringend eine Telefonnummer oder er will mich bezüglich eines Rechtschreibproblems befragen“, überlege ich mir so und verhalte mich erst einmal still, denn eigentlich möchte ich jetzt meine Arbeit nicht unterbrechen. Mein Mann denkt nämlich ich sei ein wandelndes Telefonbuch und ein Duden auf zwei Beinen. Sein Ruf nach mir wird dringlicher: „Komm doch mal! Das interessiert dich!“ Jetzt werde ich doch neugierig, denn anscheinend habe ich mich in meiner Vermutung getäuscht. „Schau mal, was ich hier habe“, sagt er und hält mir einen etwas vergilbten Briefumschlag entgegen. „Das gibt es doch gar nicht! Wo hast du denn den her?“ Ich greife sofort zu dem Briefumschlag ohne die Antwort von Peter abzuwarten, denn ich kann mir auch so denken, dass er ihn zwischen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Peter sitzt zu Hause in seinem Büro und sichtet die Unterlagen, die meine Mutter ihm zur Durchsicht und eventuellen Entsorgung mitgegeben hat. Ich bin oben in meinem Arbeitszimmer und klappe gerade meinen Laptop auf. Es dauert keine zehn Minuten, da kommt von unten der Ruf: </strong></p>
<p><strong>„Astrid, komm doch mal!“ </strong></p>
<p><span class="dropcap">W</span>ahrscheinlich braucht er ganz dringend eine Telefonnummer oder er will mich bezüglich eines Rechtschreibproblems befragen“, überlege ich mir so und verhalte mich erst einmal still, denn eigentlich möchte ich jetzt meine Arbeit nicht unterbrechen. Mein Mann denkt nämlich ich sei ein wandelndes Telefonbuch und ein Duden auf zwei Beinen. Sein Ruf nach mir wird dringlicher:<br />
„Komm doch mal! Das interessiert dich!“<br />
Jetzt werde ich doch neugierig, denn anscheinend habe ich mich in meiner Vermutung getäuscht.<br />
„Schau mal, was ich hier habe“, sagt er und hält mir einen etwas vergilbten Briefumschlag entgegen.<br />
„Das gibt es doch gar nicht! Wo hast du denn den her?“<br />
Ich greife sofort zu dem Briefumschlag ohne die Antwort von Peter abzuwarten, denn ich kann mir auch so denken, dass er ihn zwischen den Unterlagen von meiner Mutter entdeckt hat.<br />
Ich kenne die kindliche Handschrift, die den Adressat des Briefes bestimmt:</p>
<p style="text-align: center;">„An das Christkind<br />
0000/ im Himmel“</p>
<p>„Der ist ja von mir!“, rufe ich freudig aus und öffne den Umschlag, auf dessen Rückseite tatsächlich mein Absender steht. Eilig entfalte ich den Brief, der auf ebenfalls vergilbtem Papier geschrieben ist. Anscheinend hatte ich nur einen Vokabelblock zur Verfügung, denn das linierte Blatt ist in der Mitte senkrecht durch einen roten Strich geteilt. Briefkopf und die Unterseite sind mit gemalten Tannenzweigen, auf denen bunte brennende Kerzen zu sehen sind, verziert. Dazwischen befindet sich der Text, der auf den 16.12.68 datiert ist. Ich habe diesen Brief also genau vor 46 Jahren geschrieben. Ich freue mich riesig und lese auch sofort diesen Wunschzettel an das Christkind:</p>
<p style="text-align: center;">„Liebes Christkind!</p>
<p style="text-align: center;">Kommst du auch dieses Jahr zu uns?<br />
Dann komm doch bitte auch zu mir. Ich<br />
warte schon so lange auf Dich und ich<br />
freue mich schon das ganze Jahr. Die<br />
anderen Kinder freuen sich auch. Aber<br />
Du sollst nicht nur uns Kindern etwas<br />
mitbringen, unsere Eltern sollen doch<br />
auch etwas bekommen. Ich möchte Dir<br />
verraten was ich mir wünsche. Ich<br />
wünsche mir: Eine Flöte mit Noten, ein<br />
Paar Skischuhe und ein Kleid.</p>
<p style="text-align: center;">Herzliche Grüße<br />
Deine Astrid“</p>
<p style="text-align: left;">In schönster und fehlerfreier Schreibschrift habe ich damals den Brief geschrieben. Und ich weiß auch noch, dass das Christkind mir damals meine Wünsche erfüllt hat. Die Flöte habe ich noch heute. Sie liegt in meinem ehemaligen Kinderzimmer bei meiner Mutter und manchmal greift sich Peter das Instrument und flötet in den höchsten Tönen. Die Skischuhe habe ich jetzt nicht mehr bildlich vor Augen, aber da ich als Kind fleißig mit meinen Skiern gefahren bin, habe ich die Skischuhe wohl auch bekommen. An das Kleid allerdings habe ich keine oder nur noch eine äußerst dunkle und verschwommene Erinnerung, aber das ist ja auch normal in Anbetracht der Zeit, die inzwischen schon verstrichen ist.<br />
Inzwischen sitzen Peter und ich im Wohnzimmer und lassen Erinnerungen an das Christkind an uns vorüberziehen:<br />
„Ich bin ja mal gespannt, ob du auch dieses Weihnachten nicht vergisst deine alljährliche Prozedur am Heiligen Abend vor der Bescherung zu vollziehen“, richte ich mich an Peter, der schelmisch zu strahlen beginnt:<br />
„Wie sollte ich das vergessen!“, versichert er mir. „Das ist ein Relikt aus meiner Kindheit und damals hat es mein Opa Hermann und später mein Vater immer vollzogen.“<br />
Dieses Ritual geht folgendermaßen von statten:<br />
Nach dem Essen sitzen wir noch ein bisschen zusammen und unterhalten uns. Es werden Weihnachtslieder vorgespielt und gesungen. Manchmal holt Peter auch sein Akkordeon hervor und spielt. Irgendwann steht er auf und verlässt kurzzeitig das Zimmer. Von fern vernimmt man zunächst ein Klopfen, als er wieder das Zimmer betritt und sich gerade hingesetzt hat, hört man leise ein Glöckchen klingen. Urplötzlich springt er dann mit einem lauten <strong>„Da, da!“</strong> auf. Er rennt zur offen stehenden Haustür und zeigt mit ausgestreckter Hand hoch in den Himmel.<br />
<strong>„Da! Da ist das Christkind!“</strong><br />
Obwohl wir alle hinter ihm hergerannt sind und brav in den dunklen und sternenklaren Himmel hinauf schauen, haben wir noch niemals das Glück gehabt das Christkind zu sehen.<br />
Ich kann mich überhaupt nur an einen einzigen Menschen erinnern, der einst das Christkind gesehen hat. Das war in meiner Kindheit ein Nachbarjunge und Klassenkamerad von mir. Dieser hatte am Heiligen Abend durch das Schlüsselloch heimlich ins elterliche Wohnzimmer geschaut. Und da hat er es entdeckt. Er sah im Kerzenschein etwas Weißes, das laut seinen Angaben durch das Zimmer schwebte. Das war für ihn ziemlich eindeutig und so rannte er auch gleich zu seiner Mutter, um ihr mit strahlenden Augen aufgeregt zu verkünden:<br />
„<strong>Ich</strong> habe das Christkind gesehen!“<br />
Die Nachbarin hat diese Geschichte irgendwann einmal meiner Mutter erzählt, die sie mir wiederum später in meiner Jugend berichtet hat. Die Nachbarin hat allerdings noch hinzugefügt, dass sich zum Zeitpunkt der kindlichen Spionage ihr Ehemann, bekleidet mit einem weißen Oberhemd, im Wohnzimmer befand.<br />
Ja, so ist das eben, jeder möchte als Kind gerne einmal das Christkind sehen, aber die Erwachsenen tun immer so geheimnisvoll und manchmal nehmen sie den Kindern sogar die Chance auch nur einen einzigen Blick darauf zu werfen.<br />
„Stimmt“, sage ich zu Peter. „Kannst du dich erinnern als Timo noch ziemlich klein war?“<br />
Ich warte jedoch keine Antwort von meinem Mann ab, sondern schwelge gleich weiter in meinen Erinnerungen:<br />
„Ich denke, er war damals vielleicht drei oder vier Jahre.“<br />
Während mein Mann, mein Schwiegervater und ich im offenen Wohn- Esszimmerbereich rund um den Weihnachtsbaum zugange waren, befand sich der Rest der Familie, also die beiden Mütter, Peters Schwester und Timo, in der Küche. Wie das eben bei kleinen Kindern so ist, haben diese immer zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt die dringendsten Bedürfnisse.<br />
„Ich muss mal Pipi!“, verkündete Timo und trat dabei schon von einem Bein auf das andere.<br />
Da man beim Gang zum Badezimmer bedingt durch das Öffnen der Küchentür die Tätigkeiten im sogenannten Bescherzimmer hätte sehen können, griff sich meine Schwägerin ein Geschirrtuch. Dies wurde zur Augenbinde für unseren Sohn, der dies als äußerst spannend erachtete und ihn nur noch neugieriger auf die Bescherung und das Christkind werden ließ. Somit war ihm allerdings die Gelegenheit genommen einen einzigen Blick auf dieses himmlische Wesen zu erhaschen.<br />
Selbst bei Peters anschließendem und oben beschriebenem Ritual, war dies Timo nicht möglich, obwohl er in Windeseile seinem Vater auf den nächtlichen Balkon folgte und das gesamte Firmament absuchte. Das Christkind war wieder einmal für Sekundenbruchteile schneller.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Frohe und gesegnete Weihnachten!</strong></p>
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