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	<title>Gesicht &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Wortwahl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Feb 2022 19:48:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[Keks]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
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					<description><![CDATA[Opa Friedrich hat ein neues Auto gekauft. „Warum hast du dir ein kleines Auto ausgesucht?“, fragt Jan nach der Spritztour, die er mit Opa  unternommen hat. „Mit dem kleinen Auto findet man überall ein Plätzchen zum Parken“, meint der Großvater. „Geh du schon mal ins Haus, ich parke nur noch.“ Drinnen sitzt die Familie um den Kaffeetisch. „Wo bleibt denn Opa?“, will Jans Mutter wissen, als dieser sich einen Keks in den Mund steckt. „Er sucht noch einen Park…Keks für sein Auto“, meint er beiläufig und sorgt damit für verdutzte Gesichter. „Park… Plätzchen!“, ruft der eintretende Großvater aus dem Hintergrund. &#160; &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Ein Tässchen Kaffee gefällig? Jetzt ärgere ich mich aber Tante Friedas Geheimnis &#160; &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Opa Friedrich hat ein neues Auto gekauft.</p>
<p>„Warum hast du dir ein kleines Auto ausgesucht?“, fragt Jan nach der Spritztour, die er mit Opa<span class="Apple-converted-space">  </span>unternommen hat.</p>
<p>„Mit dem kleinen Auto findet man überall ein <b><i>Plätzchen </i></b>zum Parken“, meint der Großvater. „Geh du schon mal ins Haus, ich parke nur noch.“</p>
<p>Drinnen sitzt die Familie um den Kaffeetisch. „Wo bleibt denn Opa?“, will Jans Mutter wissen, als dieser sich einen Keks in den Mund steckt.</p>
<p>„Er sucht noch einen <b><i>Park…Keks</i> </b>für sein Auto“, meint er beiläufig und sorgt damit für verdutzte Gesichter.</p>
<p>„<b><i>Park… Plätzchen!“</i></b>, ruft der eintretende Großvater aus dem Hintergrund.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/ein-taesschen-kaffee-gefaellig/">Ein Tässchen Kaffee gefällig?</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/jetzt-aergere-ich-mich-aber/">Jetzt ärgere ich mich aber</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/tante-friedas-geheimnis/">Tante Friedas Geheimnis</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Was ist das denn?</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/was-ist-das-denn/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2021 10:40:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Ausschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[was]]></category>
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					<description><![CDATA[Ines und ihr Mann Hannes haben sich beide für heute Nachmittag frei genommen, weil sie einige Erledigungen in der Stadt machen müssen. Inzwischen ist fast alles abgearbeitet, nur noch der Hosenkauf von Hannes steht auf dem Plan. Da dieser gar keine Lust darauf hat, unterbreitet er Ines einen Vorschlag: „Lass uns doch dort drüben in dem Cafe noch gemütlich einen Kaffee und ein Stückchen Kuchen genießen.“ „Du willst dich wohl um den Hosenkauf drücken?“ „Ich doch nicht“, zwinkert ihr Hannes zu. Da Ines ansonsten nichts gegen eine kurze Pause einzuwenden hat, suchen sie sich im Außenbereich des Cafés ein gemütliches Plätzchen. Gerade haben sie ihre erwählten Leckereien serviert bekommen, schaut Hannes seine Frau an und runzelt die Stirn. Ines fasst sich instinktiv an die Nasenspitze. „Habe ich einen Pickel auf der Nase oder warum schaust du mich so seltsam an?“ „Das nicht gerade, aber was ist das denn?“ „Was denn und wo überhaupt?“ „Dein Gesicht. Das fällt mir jetzt erst auf“, spricht Hannes immer noch in Rätseln. „Ich sehe aus wie immer, habe mich geschminkt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ines und ihr Mann Hannes haben sich beide für heute Nachmittag frei genommen, weil sie einige Erledigungen in der Stadt machen müssen. Inzwischen ist fast alles abgearbeitet, nur noch der Hosenkauf von Hannes steht auf dem Plan. Da dieser gar keine Lust darauf hat, unterbreitet er Ines einen Vorschlag:</strong></p>
<p><span class="dropcap">„L</span>ass uns doch dort drüben in dem Cafe noch gemütlich einen Kaffee und ein Stückchen Kuchen genießen.“</p>
<p>„Du willst dich wohl um den Hosenkauf drücken?“</p>
<p>„Ich doch nicht“, zwinkert ihr Hannes zu.</p>
<p>Da Ines ansonsten nichts gegen eine kurze Pause einzuwenden hat, suchen sie sich im Außenbereich des Cafés ein gemütliches Plätzchen.<br />
Gerade haben sie ihre erwählten Leckereien serviert bekommen, schaut Hannes seine Frau an und runzelt die Stirn.<br />
Ines fasst sich instinktiv an die Nasenspitze.</p>
<p>„Habe ich einen Pickel auf der Nase oder warum schaust du mich so seltsam an?“</p>
<p>„Das nicht gerade, aber was ist das denn?“</p>
<p>„Was denn und wo überhaupt?“</p>
<p>„Dein Gesicht. Das fällt mir jetzt erst auf“, spricht Hannes immer noch in Rätseln.</p>
<p>„Ich sehe aus wie immer, habe mich geschminkt wie sonst auch und habe keinen Pickel auf der Nase… Also, was stört dich sonst an meinem Gesicht?“</p>
<p>„Irgendwie sieht du anders aus. Hast du vielleicht Rouge aufgelegt?“</p>
<p>„Nein, du weißt doch ich benutze nur Lidschatten oder Eyeliner, Mascara und Lippenstift.“</p>
<p>„Nein, nein, das ist es ja auch nicht, eher der Rest vom Gesicht.“</p>
<p>„Also Hannes, du machst mich total unsicher. Jetzt rück endlich mit der Sprache heraus!“, fordert Ines ihren Mann aufgelöst auf.</p>
<p>„Schau doch einfach mal in den Spiegel!“</p>
<p>„Ich habe keinen dabei, also nun rede endlich Klartext!“</p>
<p>„Naja, du siehst…“</p>
<p>„Oh nein!“, ruft Ines plötzlich erschrocken aus. „Dort ist Elene, du weißt schon, die aus unserer Straße, die immer alle Neuigkeiten weiß. Wenn sie mich so sieht, weiß morgen jeder, was ich im Gesicht habe…“</p>
<p>„Huhu!“, ruft es da schon und Elene marschiert schnurstracks auf den Tisch von Ines und Hannes zu.</p>
<p>„Ach, du grüne Neune!“, ruft sie auch sofort aus, als sie neben Ines steht. „Was ist das denn?“</p>
<p>Inzwischen ist Ines fast den Tränen nahe. Ihren Kuchen schiebt sie weit von sich, denn nun verspürt sich keinerlei Appetit mehr.</p>
<p>„Du bist ja total rot!“, kichert Elene, sieht irgendwie lustig aus. Ist das ein Ausschlag? Das ist bestimmt ansteckend!“</p>
<p>„Was ist denn mit mir? Vorhin als ich auf der Toilette war und mir vor dem Spiegel die Haare gekämmt habe, war doch alles noch in Ordnung.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ines versteht die Welt nicht mehr und sie kann kaum noch die Tränen zurückhalten.</p>
<p>„Jetzt reg dich mal nicht auf“, versucht Hannes seine Frau zu beruhigen. „Das ist bestimmt nichts Schlimmes. Wir sollten allerdings den Hosenkauf verschieben.“</p>
<p>„Ist das dein einziges Problem?“, gibt Ines bissig zurück.</p>
<p>„Ist doch gut, Ines! Komm wieder runter von der Palme!“, beschwichtigt nun auch Elene. „Ich war neulich auch in diesem Café und saß auf dem selben Platz wie du jetzt.“</p>
<p>„Na und! Das ist mir jetzt total egal!“, gibt Ines patzig zurück.</p>
<p>„Sollte es dir aber nicht sein!“, ruft Elene aus. „Pass mal auf!“</p>
<p>Mit diesen Worten schiebt Elene sich den Stuhl neben Ines zurecht und setzt sich unaufgefordert hin.</p>
<p>„So, und jetzt schaut mich mal an!“, fordert Ines die Beiden auf.</p>
<p>„Du bist total rot im Gesicht!“, rufen Hannes und Ines wie im Chor aus.</p>
<p>„So schnell ist diese Sache ansteckend“, lacht Elene und zeigt nach oben.</p>
<p>Das Ehepaar folgt ihrem Fingerzeig mit den Blicken und sieht die Sonne durch den roten Sonnenschirm schimmern.</p>
<p>„Komm!“, fordert Elene Ines auf, nimmt diese an der Hand und zieht sie von Tisch und Sonnenschirm weg auf den großen Platz. „Schau, und so schnell sind wir beide wieder geheilt!“</p>
<p>Die vorübereilenden Fußgänger sehen zwei Frauen, die sich in den Armen liegen und lachen, lachen, lachen.</p>
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		<title>Kostenlos abzugeben</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/kostenlos-abzugeben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2019 14:24:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Gast]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[schenken]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
		<category><![CDATA[stören]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Ich muss dir nun ehrlich sagen, was ich habe an dir zu beklagen. Du störst mich ungemein, ob du nun groß bist oder ganz klein. &#160; Du machst dich breit im Garten, in tausend verschiedenen Arten, als ein ungebetener Gast. Du bist einfach nur eine große Last. &#160; Ob der Regen vom Himmel fällt, uns das Sonnenwetter gut gefällt, dich stört dies alles nicht, du lachst uns frech ins Gesicht. &#160; Du störst meinen Ordnungssinn, setzt dich ungefragt irgendwo hin, wächst und gedeihst schnell, deine Verbreitung ist sensationell. &#160; Versuchst zu täuschen machmal, beginnst zu blühen auf einmal. Trotzdem musst du gehen, ich will dich im Garten nicht sehen. &#160; Ohne dich wirkt der Garten gepflegt, deshalb hab’ ich mir was überlegt. Ich hab ein Schild aufgehängt, doch dich will niemand geschenkt. &#160; &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Zu verschenken Die zwei Alten Die Schatztruhe &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Ich muss dir nun ehrlich sagen,</p>
<p style="text-align: center;">was ich habe an dir zu beklagen.</p>
<p style="text-align: center;">Du störst mich ungemein,</p>
<p style="text-align: center;">ob du nun groß bist oder ganz klein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Du machst dich breit im Garten,</p>
<p style="text-align: center;">in tausend verschiedenen Arten,</p>
<p style="text-align: center;">als ein ungebetener Gast.</p>
<p style="text-align: center;">Du bist einfach nur eine große Last.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Ob der Regen vom Himmel fällt,</p>
<p style="text-align: center;">uns das Sonnenwetter gut gefällt,</p>
<p style="text-align: center;">dich stört dies alles nicht,</p>
<p style="text-align: center;">du lachst uns frech ins Gesicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Du störst meinen Ordnungssinn,</p>
<p style="text-align: center;">setzt dich ungefragt irgendwo hin,</p>
<p style="text-align: center;">wächst und gedeihst schnell,</p>
<p style="text-align: center;">deine Verbreitung ist sensationell.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Versuchst zu täuschen machmal,</p>
<p style="text-align: center;">beginnst zu blühen auf einmal.</p>
<p style="text-align: center;">Trotzdem musst du gehen,</p>
<p style="text-align: center;">ich will dich im Garten nicht sehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Ohne dich wirkt der Garten gepflegt,</p>
<p style="text-align: center;">deshalb hab’ ich mir was überlegt.</p>
<p style="text-align: center;">Ich hab ein Schild aufgehängt,</p>
<p style="text-align: center;">doch dich will niemand geschenkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/zu-verschenken-2/">Zu verschenken</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-zwei-alten/">Die zwei Alten</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-schatztruhe/">Die Schatztruhe</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Frische Luft…</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/frische-luft/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/frische-luft/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jan 2019 11:11:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[Spaziergang]]></category>
		<category><![CDATA[Tunnel]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist ein kühles und verregnetes Wochenende. Der Samstag ist mit Erledigungen und organisatorischen Dingen dahingegangen. Nicht gerade das, was man sich unter einem schönen Wochenende vorstellt. Genau das ist auch der Grund, warum ich am Sonntag unbedingt frische Luft brauche. Gelegentlicher Nieselregen, kein Sonnenschein, sondern eher Trübnis heben meine Laune nicht zum Jubeln empor. Trotzdem muss ich unbedingt raus an die frische Luft, um neue Energie zu tanken. Meinem Mann würde es sicherlich auch guttun, denn sonst würde er nur wieder über Akten grübeln, E-mails verfassen, Vorlesungen vorbereiten und, und, und. Gesund ist das sicherlich nicht. „Lass uns wenigsten einen kleinen Spaziergang machen und anschließend irgendwo in einem Café einkehren!“, schlage ich deshalb vor. „Und wo willst du hin?“, fragt er mich. „Keine Ahnung, nur ein bisschen Abwechslung. Mich macht diese trockene Heizungsluft wahnsinnig.“ „Draußen ist es definitiv feuchter, da hast du recht“, entgegnet er mir und schlägt den Aktendeckel zu. „Und mit einem Tässchen Kaffee und vielleicht noch ein Stück Kuchen dazu, lasse ich mich immer locken.“ Kurz und gut, eine paar Minuten &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein kühles und verregnetes Wochenende. Der Samstag ist mit Erledigungen und organisatorischen Dingen dahingegangen. Nicht gerade das, was man sich unter einem schönen Wochenende vorstellt. Genau das ist auch der Grund, warum ich am Sonntag unbedingt frische Luft brauche. Gelegentlicher Nieselregen, kein Sonnenschein, sondern eher Trübnis heben meine Laune nicht zum Jubeln empor. Trotzdem muss ich unbedingt raus an die frische Luft, um neue Energie zu tanken. Meinem Mann würde es sicherlich auch guttun, denn sonst würde er nur wieder über Akten grübeln, E-mails verfassen, Vorlesungen vorbereiten und, und, und. Gesund ist das sicherlich nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Lass uns wenigsten einen kleinen Spaziergang machen und anschließend irgendwo in einem Café einkehren!“, schlage ich deshalb vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Und wo willst du hin?“, fragt er mich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Keine Ahnung, nur ein bisschen Abwechslung. Mich macht diese trockene Heizungsluft wahnsinnig.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Draußen ist es definitiv feuchter, da hast du recht“, entgegnet er mir und schlägt den Aktendeckel zu. „Und mit einem Tässchen Kaffee und vielleicht noch ein Stück Kuchen dazu, lasse ich mich immer locken.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz und gut, eine paar Minuten später sitzen wir im Auto. Wollten wir nicht spazieren gehen? Na, inzwischen hat es angefangen richtig heftig zu regnen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Meinst du, wenn wir in die Stadt reinfahren, dass es dort nicht regnet?“, erkundige ich mich und schnalle mich an. „Dann gehen wir eben zuerst in das Café, irgendwann hört es hoffentlich wieder auf zu regnen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich hab&#8216; eine andere Idee“, meint mein Mann begeistert. „Wir schauen uns erst einmal den neuen Tunnel an!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir schwant da etwas. Bei uns wird der Bahnhof umgebaut und in diesem Projekt wurde auch der Fußgängertunnel, der zu den Gleisen führt, ebenfalls umgestaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Puh, wie langweilig“, denke ich mir, will aber Peter nicht die Freude nehmen und nicke deshalb nur still.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Schön ist er geworden, gefällt mir echt gut“, muss ich eine halbe Stunde später zugeben. „Sieht jetzt alles viel großräumiger und moderner aus. Wird bestimmt toll, wenn alles fertig ist.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Umgestaltung wird noch eine Weile dauern, aber sie wird gut. Schau nur&nbsp; und hier wird…“, erklärt mir mein Mann und ich lausche interessiert seinen Ausführungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich muss mir jetzt aber erst mal was zu trinken holen“ erkläre ich ihm und deute auf den geöffneten Drogeriemarkt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ich noch etwas in dem ebenfalls neugestalteten Markt herumstöbere, geht mein Mann mit den Getränken zum Bezahlen an die Kasse und verlässt danach das Geschäft. Als ich Minuten später ebenfalls in die Bahnhofshalle zurückkehre, steht er vor der Anzeigetafel und studiert die Informationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In 10 Minuten fährt ein Zug nach Berlin“, sagt er. „Wollen wir mal kurz hin und heute Abend wieder zurück?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ernsthaft?“, frage ich noch etwas ungläubig, während er schon zur Bahnauskunft eilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ziehen sie sich am besten am Automaten ein Berlin-Brandenburg-Ticket“, höre ich gerade noch den Mann hinter dem Schalter sagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Machst du das?“, erkundigt sich Peter. „Musst dich aber beeilen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ja!“, rufe ich aus und renne zum Automaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich tippe gerade so auf dem Display herum, da schalt es von hinten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Können wir mit? Wir bezahlen auch die Hälfte, bleiben aber dann in Berlin.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei uns völlig unbekannte Frauen stehen da und lächeln uns an.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Klar“, sage ich. „Es können ja bis zu fünf Personen fahren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tja, und so kommt es, dass wir alle vier zum Zug nach Berlin eilen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Freudestrahlend und ein bisschen erstaunt über unsere eigene Spontanität lassen wir uns in die Sitze fallen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dann gehen wir halt in Berlin spazieren…“, denke ich und nachdem der Zug den Bahnhof verlassen hat, zücke ich mein Handy.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wie? Echt? Wann kommt ihr an?“, fragt unser Sohn am anderen Ende und ich merke wie sich ein Grinsen über seinem Gesicht ausbreitet.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Nebel</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/nebel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Sep 2017 19:19:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Fenster]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Nebel]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich stehe am Fenster und blicke hinaus. Nebelschwaden liegen sanft über der Wiese. Es ist Herbst, man kann es nicht mehr leugnen. Mit meiner Zeitung und einer Tasse Tee setze ich mich gemütlich an den Küchentisch. Automatisch greife ich nach meiner… Und schon ist sie da, meine kleine Nebel-Erinnerungsgeschichte: Es ist schon ziemlich lange her. Unser Sohn war noch ein kleiner Junge, vielleicht sogar noch ein Baby. Wir wohnten zur Miete in einem Zweifamilienhaus in Darmstadt. Die Vermieter hatten ihre Wohnung unten und wir die gleiche Dreizimmerwohnung oben. Unser Sohn wurde von dem älteren Paar behandelt, als wäre er das Enkelkind. Er durfte alles. Seine Schaukel und später sein Basketballkorb hingen im Hof, sein Sandkasten und der Swimmingpool hatten ebenso ihren Platz im Garten und ein kleines Beet durfte er auch bearbeiten. Wir fühlten uns dort rundum wohl und hatten einen regen Kontakt zu unseren lieben Vermietern. So war es auch selbstverständlich, dass wir uns gegenseitig zu den Geburtstagsfeiern einluden. Ich weiß nicht mehr, wer Geburtstag hatte, aber es war zumindest einer der Beiden. Alle &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich stehe am Fenster und blicke hinaus. Nebelschwaden liegen sanft über der Wiese. Es ist Herbst, man kann es nicht mehr leugnen. Mit meiner Zeitung und einer Tasse Tee setze ich mich gemütlich an den Küchentisch. Automatisch greife ich nach meiner…</strong><br />
<strong>Und schon ist sie da, meine kleine Nebel-Erinnerungsgeschichte:</strong><br />
<span class="dropcap">E</span>s ist schon ziemlich lange her. Unser Sohn war noch ein kleiner Junge, vielleicht sogar noch ein Baby. Wir wohnten zur Miete in einem Zweifamilienhaus in Darmstadt. Die Vermieter hatten ihre Wohnung unten und wir die gleiche Dreizimmerwohnung oben.<br />
Unser Sohn wurde von dem älteren Paar behandelt, als wäre er das Enkelkind. Er durfte alles. Seine Schaukel und später sein Basketballkorb hingen im Hof, sein Sandkasten und der Swimmingpool hatten ebenso ihren Platz im Garten und ein kleines Beet durfte er auch bearbeiten. Wir fühlten uns dort rundum wohl und hatten einen regen Kontakt zu unseren lieben Vermietern. So war es auch selbstverständlich, dass wir uns gegenseitig zu den Geburtstagsfeiern einluden.<br />
Ich weiß nicht mehr, wer Geburtstag hatte, aber es war zumindest einer der Beiden. Alle Gäste, die ebenso wie die Vermieter schon in den Siebzigern waren, kannten uns und es war eine lustige Runde.<br />
So saßen wir am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen. Die Unterhaltung war angeregt und es wurde viel gelacht. Eine der älteren Damen sprach über ein allseits beliebtes Thema, &#8211; das Wetter. Dieser Gesprächsstoff kann mitunter sehr ergiebig sein.<br />
„Schade, dass es heute kein so richtig schöner und sonniger Tag geworden ist“, meinte sie und machte sich einen Klecks Sahne auf ihren Kuchen.<br />
„Wieso?“, fragte ein anderer Gast kopfschüttelnd. „Besser kann es doch schon fast nicht mehr sein.“<br />
Die Gastgeberin bestätigte dies:<br />
„Man sah schon heute Morgen, dass es wieder richtiges Sommerwetter werden würde und jetzt strahlt die Sonne vom blauen Himmel.“<br />
„Naja“, entgegnete die ältere Dame etwas skeptisch. „Als ich heute Morgen mit meinem Fahrrad unterwegs zum Bäcker war und auch als ich vor einer halben Stunde hierher fuhr, sah es gar nicht so gut aus.“<br />
Fragende Gesichter rund um den Kaffeetisch sahen sie an. Jetzt war unweigerlich Erklärungsbedarf notwendig und der Gastgeber forderte sie zum Weitererzählen auf:<br />
„Das musst Du uns unbedingt näher erläutern!“<br />
„Es war so trüb und dunstig draußen, dass ich nur ganz schlecht sehen konnte. Schaut doch nur“, wies sie die Anwesenden mit einem Blick zum Fenster hin. „Es ist sogar nebelig und auch hier im Zimmer ist es nicht richtig hell und klar. Man könnte meinen, es wäre schon Herbst.“<br />
Wiederum erntete sie verwunderte Blicke, die ihr aber nicht aufzufallen schienen. Genüsslich aß sie ihren Kuchen weiter.<br />
Plötzlich erhob sich mein Mann und ging freundlich lächelnd zu ihr hin. Da ich mit meiner Tischnachbarin in ein Gespräch vertieft war, konnte ich nicht verstehen, was er zu ihr sagte. Aus dem Augenwinkel bemerkte ich allerdings, dass er kurz darauf das Zimmer verließ und erst nach ein paar Minuten wieder erschien. Abermals führte ihn sein Weg direkt zu der älteren Dame. Jetzt war nicht nur meine Aufmerksamkeit geweckt. Inzwischen waren alle Gäste verstummt und saßen mit offenen Ohren und aufgerissenen Augen da.<br />
Mein Mann reichte der älteren Dame etwas, das ich zunächst nicht erkennen konnte, da er mit dem Rücken zu mir stand. Allerdings hörte ich seine Worte klar und deutlich:<br />
„So, ich habe Ihre Brille geputzt und jetzt dürfte auch der Nebel verschwunden sein!“<br />
Ein freudiges und zugleich überraschtes Strahlen breitete sich über ihrem Gesicht aus, als sie durch ihre glasklare Brille schaute.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch diese Geschichten noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/vom-winde-verweht/">Vom Winde verweht</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/herr-und-frau-kuerbis/">Herr und Frau Kürbis</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-schatten-der-krone/">Im Schatten der Krone</a></p>
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		<title>Ein dreifach Hoch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Oct 2016 10:15:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[Hampelmann]]></category>
		<category><![CDATA[Hoch]]></category>
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		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[kunterbunt]]></category>
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					<description><![CDATA[Du bist ein lustiger Geselle und so schön kunterbunt. Groß und breit ist dein immer lachender Mund. Deine Nase, so rund und rot, genau mitten im Gesicht. Dein strahlender Blick mich heute noch besticht. In Kindheitstagen, du hingst über meinem Bett an der Wand, warst mein Spielgefährte, wenn ich zog an deinem Band. Ein guter Freund bei Tag und auch bei Nacht, hast mit wachem Blick meinen Schlaf bewacht. Ohne Unterlass konntest du hüpfen und springen, wann immer ich es befohlen, sollte der Sprung dir gelingen. Du machtest deine Kunststücke ohne Ruh und Rast, mal langsam und manchmal voller Hast. Du hast mich gemacht froh und munter, durch dich wurde meine Welt heller und bunter. Noch heute zauberst du mir ein Lächeln ins Gesicht, voller Dankbarkeit widme ich dir deshalb dieses Gedicht. Dreimal hoch lebe mein kleiner Hampelmann, denn wir waren ein wahrlich prima Gespann. Du bist und bleibst, das ist doch sonnenklar, ein für alle Zeit, meiner Kindheit großer Star. &#160; &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Und noch mehr Kindheitserinnerungen Astrid, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Du bist ein lustiger Geselle und so schön kunterbunt.<br />
Groß und breit ist dein immer lachender Mund.<br />
Deine Nase, so rund und rot, genau mitten im Gesicht.<br />
Dein strahlender Blick mich heute noch besticht.</p>
<p>In Kindheitstagen, du hingst über meinem Bett an der Wand,<br />
warst mein Spielgefährte, wenn ich zog an deinem Band.<br />
Ein guter Freund bei Tag und auch bei Nacht,<br />
hast mit wachem Blick meinen Schlaf bewacht.</p>
<p>Ohne Unterlass konntest du hüpfen und springen,<br />
wann immer ich es befohlen, sollte der Sprung dir gelingen.<br />
Du machtest deine Kunststücke ohne Ruh und Rast,<br />
mal langsam und manchmal voller Hast.</p>
<p>Du hast mich gemacht froh und munter,<br />
durch dich wurde meine Welt heller und bunter.<br />
Noch heute zauberst du mir ein Lächeln ins Gesicht,<br />
voller Dankbarkeit widme ich dir deshalb dieses Gedicht.</p>
<p>Dreimal hoch lebe mein kleiner Hampelmann,<br />
denn wir waren ein wahrlich prima Gespann.<br />
Du bist und bleibst, das ist doch sonnenklar,<br />
ein für alle Zeit, meiner Kindheit großer Star.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/und-noch-mehr-kindheitserinnerungen/">Und noch mehr Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Zahlensalat</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/zahlensalat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2016 22:32:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Eselsbrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[merken]]></category>
		<category><![CDATA[Nummer]]></category>
		<category><![CDATA[PIN]]></category>
		<category><![CDATA[Telefonbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Zahlensalat]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal habe ich den Eindruck, dass mein lieber Mann mich für ein wandelndes Telefonbuch oder einen Rechtschreibduden auf zwei Beinen hält. Auch das Merken von Zahlenkombinationen überlässt er vollkommen mir. Er ist überhaupt nicht gewillt sich diese Dinge zu merken. Braucht er diesbezüglich eine Auskunft, dann fragt er einfach mich. Anfangs dachte ich, er würde vielleicht kein Zahlengedächtnis besitzen. So etwas soll es ja geben. Also machte ich ihm folgenden Vorschlag: „Ich kann dir eine Eselsbrücke nennen, wie du dir beispielsweise diese Telefonnummer besser merken kannst!“ „Nur nicht!“, wehrte er sich dagegen. „Ich will sie mir nicht merken.“ Wann immer ich ihn darauf ansprach, warum er dies nicht möchte, erhielt ich dieselbe Antwort: „Ich will nicht unnötige Speicherkapazität in meinem Gehirn für das Merken von diesen Zahlen und PIN’s verschwenden. Damit blockiere ich nur mein Gehirn für andere wichtige Dinge, die ich mir merken will oder muss.“ Nun gut, über den Sinn und Unsinn solcher Zahlenkombinationen lässt sich streiten. Fakt ist allerdings, dass auch mein Göttergatte diese hin und wieder benötigt. „Aber für das Merken &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manchmal habe ich den Eindruck, dass mein lieber Mann mich für ein wandelndes Telefonbuch oder einen Rechtschreibduden auf zwei Beinen hält. Auch das Merken von Zahlenkombinationen überlässt er vollkommen mir. Er ist überhaupt nicht gewillt sich diese Dinge zu merken. Braucht er diesbezüglich eine Auskunft, dann fragt er einfach mich.</strong></p>
<p><span class="dropcap">A</span>nfangs dachte ich, er würde vielleicht kein Zahlengedächtnis besitzen. So etwas soll es ja geben. Also machte ich ihm folgenden Vorschlag:<br />
„Ich kann dir eine Eselsbrücke nennen, wie du dir beispielsweise diese Telefonnummer besser merken kannst!“<br />
„Nur nicht!“, wehrte er sich dagegen. „Ich will sie mir nicht merken.“<br />
Wann immer ich ihn darauf ansprach, warum er dies nicht möchte, erhielt ich dieselbe Antwort:<br />
„Ich will nicht unnötige Speicherkapazität in meinem Gehirn für das Merken von diesen Zahlen und PIN’s verschwenden. Damit blockiere ich nur mein Gehirn für andere wichtige Dinge, die ich mir merken will oder muss.“<br />
Nun gut, über den Sinn und Unsinn solcher Zahlenkombinationen lässt sich streiten. Fakt ist allerdings, dass auch mein Göttergatte diese hin und wieder benötigt.<br />
„Aber für das Merken habe ich doch <em><strong>dich</strong></em>!“, schmeichelte er sich bei mir ein. „<em><strong>Du</strong></em> kannst dir das sowieso viel besser merken und dann brauche <em><strong>ich</strong></em> den jeweiligen Zahlencode oder die erforderliche Telefonnummer nur bei <em><strong>dir</strong></em> abzufragen. Ist doch vollkommen unnötig, dass wir uns beide die Nummern merken.“<br />
„Egal“, dachte ich mir. „Auch so kann sich <em><strong>Frau</strong></em> unentbehrlich machen!“<br />
Laut sagte ich dann allerdings: „Es gibt aber auch Telefonbücher!“<br />
„Ja, aber da muss man nachschlagen und das kostet Zeit“, suchte er nach der nächsten Ausrede. „Und das mit dem Alphabet passt wiederum besser zu dir als Grundschullehrerin. Macht doch Sinn!“<br />
„Was soll man dazu sagen?“, dachte ich mir und ergab mich zunächst wortlos meinem Schicksal. Ich konnte es dann aber doch nicht unterlassen, noch einen Satz nachzuschieben:<br />
„Naja, ein bisschen Gehirnjogging hat noch niemand geschadet. Aber wenn <em><strong>du</strong></em> nicht willst, dann mache <em><strong>ich</strong></em> eben diesen Sport.“<br />
Nun ist es ja allgemein bekannt, dass auch das Handy ein Telefonregister besitzt. Aber dieses sollte man auch pflegen, sprich die Nummern den entsprechenden Namen zuordnen und umgekehrt. Und das ist schon wieder eher mein Bereich, denn mein Mann besitzt hierfür keinerlei Muse, wie man so schön sagt. Es gibt eben wichtigere Dinge im Leben, womit er gar nicht so unrecht hat. Allerdings kommt es immer auf die jeweilige Situation an. Manchmal können sich Dinge, die zunächst unwichtig erscheinen und denen man keinerlei Beachtung schenkt, durchaus in den entsprechenden Situationen als äußerst wichtig erweisen.<br />
Gerade an Ostern hatten wir wieder einmal ein Schlüsselerlebnis in Bezug auf die Wichtigkeit oder Unwichtigkeit solcher Zahlenkombinationen in unserem Leben.<br />
Wir waren bei den Müttern in Hessen und kamen gerade von einem Ausflug nach Bad Homburg zurück. Die Tankanzeige ermahnte uns doch noch schnell einmal an eine Tankstelle ran zu fahren. Unser Auto war vollbesetzt. Mein Göttergatte saß am Steuer, ein Bekannter von uns saß auf dem Beifahrersitz und ich war auf dem Rücksitz mehr oder weniger eingequetscht zwischen den beiden Müttern. Mein Peter stieg aus und befüllte den Tank und wollte dann zum Bezahlen mit der EC-Karte schreiten. Doch halt, da war doch noch etwas! Genau! &#8211; Die PIN! Und hier kam <em><strong>ich</strong></em> wieder ins Spiel. Allerdings konnte ich nicht aussteigen, da meine Sitzposition äußerst ungünstig war.<br />
„Wie war noch mal die PIN?“, fragte Peter mich und steckte seinen Kopf zur hinteren Tür herein. Ich beugte mich vor und flüsterte sie ihm ins Ohr.<br />
„Kann Peter sich Nummern immer noch nicht merken?“, fragte unser Bekannter mit grinsendem Gesicht.<br />
„Nö, wieso?“, fragte ich zurück.<br />
„Kannst du dich nicht mehr erinnern?“, antwortete er wiederum mit einer Frage. Da wir allerdings durch diese Hin- und Herfragerei nicht weiter kamen, fügte er erklärend hinzu:<br />
„Ich war vor vielleicht 10 Jahren mal mit Peter in Berlin und uns ereilte eine ähnliche Situation wie gerade eben hier, nur warst <em><strong>du</strong></em> damals nicht dabei. Deshalb hat er <em><strong>dich</strong></em> direkt von der Tankstelle aus angerufen. Nach zwei fehlgeschlagenen Versuchen bei der Eingabe seiner PIN, war ihm die Sache wohl zu riskant und er wollte lieber bei <em><strong>dir</strong></em> nachfragen.“<br />
„Stimmt, jetzt fällt es mir auch wieder ein“, kicherte ich. „Nur gut, dass <em><strong>ich</strong></em> die Zahlen alle im Kopf habe.“<br />
Und dann fiel mir plötzlich noch eine andere Begebenheit ein, die gar nicht so lange zurücklag.<br />
„Neulich habe ich ihm schon mal dieselbe PIN ins Ohr geflüstert. Es war auch an einer Tankstelle. Allerdings habe ich ihm mit der Zahlenkombination sozusagen einen Ohrwurm eingepflanzt. Während der gesamten Tankaktion hat er sich still in Gedanken die Zahlen immer wieder vorgesagt, damit er sie ja auch nicht vergisst“, erzählte ich.<br />
„Und hat es geklappt oder musstest du doch noch zum Bezahlen aussteigen?“, erkundigte sich jetzt auch meine Mutter, die neugierig geworden war.<br />
„Also das war so“, berichtete ich weiter. „Er hat sich immer wieder im Kopf die Kombination &#8218;<em><strong>ABCD</strong></em>&#8218; vorgesagt. Den gesamten Tankvorgang über und auf dem Weg zum Bezahlen. Er öffnete die Tür zum Kassenhäuschen und sagte sich immer noch still und leise &#8218;<em><strong>ABCD</strong></em>&#8218; vor. Er schritt auf den Kassierer zu und jetzt sollte sich dieser eigentlich nach der Tanksäulennummer erkundigen. Mein Peter jedoch war schneller und schmetterte ihm ungefragt und ohne zu überlegen die Nummer hin. Nur nannte er nicht die Säulennummer <em><strong>1, 2, 3 oder 4</strong></em>. Er rief ihm schon einige Schritte von der Kasse entfernt &#8218;<em><strong>ABCD</strong></em>!&#8216; zu. Im selben Moment hat er wohl registriert, was er da so vor sich hin posaunt hatte.“<br />
„Und was hat der Kassierer gesagt?“, wollte meine Schwiegermutter wissen und erklärte sofort: „So etwas darf man nämlich niemals tun!“<br />
„Ach“, sagte ich, „es war zum Glück sonst niemand da und der Kassierer war entweder leicht schwerhörig oder etwas schwer von Kapee. Er hat auf jeden Fall weder verwundert noch entsetzt oder sonst irgendwie auf die Äußerung von Peter reagiert.“<br />
Als ich diese Begebenheit unseren Mitfahrern erzählte, war selbstverständlich das Gelächter groß. Und unser Bekannter meinte nur trocken:<br />
„Typisch Peter! Aber das ist noch gar nichts gegen meinen Bruder. Der hat keinerlei Zahlengedächtnis und auch keine Frau, die sich diese Dinge merkt. Deshalb hat er sich die PIN sinnigerweise gleich auf der EC-Karte vermerkt, was natürlich äußerst praktisch ist.“<br />
„Ja genau“, bestätigte ich ironisch diesen Nachsatz. „Besonders, wenn die EC-Karte verloren geht. So weiß der Finder wenigstens sofort, wie er Geld am EC-Automaten abheben kann. Klasse Erfindung!“<br />
„Mein Bruder war schon immer praktisch veranlagt!“, lachte unser Bekannter.<br />
„Ich will mitlachen“, sagte mein Peter, der gerade vom Bezahlen kam und wieder in unser vollbesetztes Auto einstieg.<br />
„Ach, im Grunde genommen ging es nur um die Wichtigkeit des Merkens von Zahlenkombinationen“, berichtete unser Bekannter.<br />
„Das brauche <em><strong>ich</strong></em> nicht, dafür ist <em><strong>Astrid</strong></em> zuständig!“, erklärte Peter.<br />
„Und hast du dir die PIN bis zur Kasse merken können?“, wollte ich noch wissen.<br />
„Es hat alles prima geklappt. Vorsichtshalber habe ich mir die Zahlenkombination mit dem Finger auf den Kofferraumdeckel geschrieben“, teilte er uns grinsend mit und blickte dabei in vier vollkommen verdutzte Gesichter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch noch das lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/chaotische-familie/">Meine ganz normale, chaotische Familie</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/stock-und-weisser-bart/">Stock und weißer Bart</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mensch-aergere-dich-nicht/">Mensch ärgere dich nicht!</a></p>
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