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	<title>Baum &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Ich erzähl’ dir was dazu …</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Aug 2023 14:41:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Baum]]></category>
		<category><![CDATA[erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimnis]]></category>
		<category><![CDATA[Mitternacht]]></category>
		<category><![CDATA[Neugier]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sind unterwegs, um diverse Pflanzen und Accessoires für unseren Garten zu besorgen.  „Schau mal“, sage ich zu meinem Mann, der gerade einen Rasenroboter begutachtet, „was ich gefunden habe.“ „Ein Zitronenbäumchen, &#8211; ja nimm es mit. Es wird aber eine Weile dauern, bis es groß ist und Früchte trägt.“ „Egal, irgendwann hängt eine Zitrone daran!“, freue ich mich schon jetzt. Peter allerdings hat sich den technischen Daten des Rasenroboters zugewendet und meint nur beiläufig: „Dazu kann ich dir was erzählen…, aber nicht jetzt. Erinnere mich daran!“ „Mache ich!“ Und damit ist die Sache verschoben und auch vergessen. Erst am Nachmittag fällt mir wieder ein, dass mein Göttergatte mir noch etwas erzählen wollte, aber der Moment ist für eine Nachfrage ungeeignet, weil er gerade telefoniert. „Ich werde gleich nach seinem Telefonat nachfragen!“, nehme ich mir vor. Allerdings klingelt es in diesem Moment an der Haustür und unsere Mieterin hat ein Problem mit ihrem Rollladengurt. Er ist nämlich gerissen. Zufälligerweise haben wir noch einen neuen Gurt da, den Peter, hilfsbereit wie er nun mal ist, auch sofort &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind unterwegs, um diverse Pflanzen und Accessoires für unseren Garten zu besorgen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Schau mal“, sage ich zu meinem Mann, der gerade einen Rasenroboter begutachtet, „was ich gefunden habe.“</p>
<p>„Ein Zitronenbäumchen, &#8211; ja nimm es mit. Es wird aber eine Weile dauern, bis es groß ist und Früchte trägt.“</p>
<p>„Egal, irgendwann hängt eine Zitrone daran!“, freue ich mich schon jetzt.</p>
<p>Peter allerdings hat sich den technischen Daten des Rasenroboters zugewendet und meint nur beiläufig:</p>
<p>„Dazu kann ich dir was erzählen…, aber nicht jetzt. Erinnere mich daran!“</p>
<p>„Mache ich!“ Und damit ist die Sache verschoben und auch vergessen.</p>
<p>Erst am Nachmittag fällt mir wieder ein, dass mein Göttergatte mir noch etwas erzählen wollte, aber der Moment ist für eine Nachfrage ungeeignet, weil er gerade telefoniert.</p>
<p>„Ich werde gleich nach seinem Telefonat nachfragen!“, nehme ich mir vor. Allerdings klingelt es in diesem Moment an der Haustür und unsere Mieterin hat ein Problem mit ihrem Rollladengurt. Er ist nämlich gerissen. Zufälligerweise haben wir noch einen neuen Gurt da, den Peter, hilfsbereit wie er nun mal ist, auch sofort nach seinem Gespräch einbaut.</p>
<p>Tja, was soll ich sagen, was ihr euch nicht schon selber denken könnt?: Ich habe meine Frage nach der geheimnisvollen Erzählung vergessen.</p>
<p>Erst als wir kurz vor Mitternacht im Bett liegen, kommt die Erinnerung wieder zurück.</p>
<p>„Du wolltest mir doch noch etwas erzählen …“</p>
<p>„Was? Ich? Keine Ahnung! Frag mich morgen nochmal. Ich will jetzt schlafen, bin ziemlich müde…“</p>
<p>Und schon ist er im Reich der Träume, vermutlich beim Baumfällen, denn das Geräusch der „Säge“ dringt ganz deutlich an mein Ohr.</p>
<p>„Ist das gemein. Jetzt bin ich neugierig, was er mir unbedingt erzählen wollte und er vertröstet mich auf morgen. Wie soll ich jetzt einschlafen?“, frage ich mich und überlege hin und her, was er mir wohl sagen wollte. Aber das Grübeln nutzt nichts, weil ich einfach keinen Anhaltspunkt habe.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Vielleicht hat es was mit dem Bäumchen zu tun!? Aber was?“ Meine Gedanken drehen sich im Kreis. Das Letzte, an das ich denke ist:</p>
<p>„Zitrone,…sauer,…sauer macht lustig,…….das hat meine Mutter früher immer gesagt.&#8220;<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dann gibt mein Gehirn auf, es ist zu müde, um weiter zu überlegen. Ich auch. Und so falle ich in einen tiefen traumlosen Schlaf.</p>
<p>Am nächsten Morgen beim Frühstück halte ich es nicht mehr aus. Meine Neugier zernagt mich.</p>
<p>„Jetzt rück&#8216; endlich mit der Sprache heraus“, fordere ich meinen Mann unumwunden auf.</p>
<p>„Was? Womit? &#8211; Ach, ja, du willst wissen, was ich dir schon gestern erzählen wollte. Warte mal, ich überlege …“</p>
<p>„Spann mich nicht auf die Folter!“</p>
<p>„Das würde ich doch nie tun!“, empört er sich mit grinsendem Gesicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Also gut: Das Zitronenbäumchen hat mich an etwas erinnert.“</p>
<p>„Das habe ich mir auch schon gedacht!“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>So langsam bin ich der Verzweiflung nahe.</p>
<p>Mein Mann erbarmt sich meiner und spricht nun fließend und nicht mehr in Rätseln:</p>
<p>„In jungen Jahren waren meine Eltern mal im Urlaub. Keine Ahnung wo, aber irgendwo im Süden. Ich vermute im Mittelmeerraum. Sie lernten andere junge Leute kennen, mit denen sie sich gut verstanden. So trafen sie sich jeden Abend auf ein Gläschen Wein in einem gemütlichen Gartenlokal. Sie saßen immer um den selben Tisch, der unter einem Baum stand…“</p>
<p>„Lass mich raten, es war ein Zitronenbaum“, falle ich ihm ins Wort.</p>
<p>„Ja genau! Und an diesem Baum hing eine einzige Zitrone. Jeden Abend sahen sie nach, aber sie hing immer noch. Jeder einzelne von ihnen alberte herum, dass er diese Zitrone pflücken wollte. Aber keiner von ihnen tat es tatsächlich.“</p>
<p>„Und wenn sie nicht heruntergefallen ist, dann hängt sie noch heute…“, wollte ich dieser seltsamen Geschichte ein Ende setzen.</p>
<p>„Nicht ganz“, erzählt mein Peter weiter:</p>
<p>„Meine Eltern waren ein paar Tage wieder zu Hause, da lag eine Postkarte von den Urlaubsbekanntschaften im Briefkasten. “</p>
<p>„Was stand darauf?“</p>
<p>„Sie war an meinen Vater adressiert und begann mit den Worten:</p>
<p>‚Hallo lieber Zitronendieb!‘ “</p>
<p>„Echt?! Dein Vater hat die Zitrone ‚geklaut’?“</p>
<p>Mein Mann zuckt mit den Schultern.</p>
<p>„Fakt ist, dass am Abend der Abreise von meinen Eltern die Zitrone definitiv nicht mehr am Baum hing. Mein Vater hat nur immer gegrinst, wenn man ihn gefragt hat, ob er tatsächlich der Zitronendieb war. Das wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.“</p>
<p>„Ich glaube“, sage ich, „an diese Geschichte und deinen Vater als Zitronendieb, werde ich bestimmt denken, wenn die erste Zitrone an unserem Bäumchen hängt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Herbstzeit</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/herbstzeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Oct 2019 07:10:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Baum]]></category>
		<category><![CDATA[Eichhörnchen]]></category>
		<category><![CDATA[Kleid]]></category>
		<category><![CDATA[Tag]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Ich schau zum Himmel hinauf, wo die Wolken nehmen ihren Lauf. Hinweg die wärmenden Sonnenstrahlen, im Schrank stehen die luftigen Sandalen. &#160; Die Tage immer kürzer werden, der Sommer liegt nun in Scherben. Bäume in bunten Farben leuchten, Nebel und Tau die Wiesen befeuchten. &#160; Vorbei ist endgültig das Sommerwetter, es fallen nun schon die ersten Blätter. Spinnen ihre Netze kunstvoll weben, Drachen durch die Lüfte schweben. &#160; Eichhörnchen eifrig Nüsse sammeln,  Zugvögel sich für die Reise versammeln. Igel futtern sich ein Fettpolster an, die Brunftzeit für das Wild fängt an. &#160; Der Kürbis gehört zur Herbstzeit und Halloween ist nicht mehr weit. Wenn dann die Bäume sind kahl, geht man hinaus mit Mantel und Schal. &#160; September, Oktober und November, werden gefolgt vom kalten  Dezember. So kommt nach der bunten Herbstzeit, der letzte Monat des Jahres im Winterkleid. &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Hallo lieber Herbst! Hessischer Herbst Herbstliche Kinderwelt &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Ich schau zum Himmel hinauf,</p>
<p style="text-align: center;">wo die Wolken nehmen ihren Lauf.</p>
<p style="text-align: center;">Hinweg die wärmenden Sonnenstrahlen,</p>
<p style="text-align: center;">im Schrank stehen die luftigen Sandalen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Die Tage immer kürzer werden,</p>
<p style="text-align: center;">der Sommer liegt nun in Scherben.</p>
<p style="text-align: center;">Bäume in bunten Farben leuchten,</p>
<p style="text-align: center;">Nebel und Tau die Wiesen befeuchten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Vorbei ist endgültig das Sommerwetter,</p>
<p style="text-align: center;">es fallen nun schon die ersten Blätter.</p>
<p style="text-align: center;">Spinnen ihre Netze kunstvoll weben,</p>
<p style="text-align: center;">Drachen durch die Lüfte schweben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Eichhörnchen eifrig Nüsse sammeln,<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p style="text-align: center;">Zugvögel sich für die Reise versammeln.</p>
<p style="text-align: center;">Igel futtern sich ein Fettpolster an,</p>
<p style="text-align: center;">die Brunftzeit für das Wild fängt an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Der Kürbis gehört zur Herbstzeit</p>
<p style="text-align: center;">und Halloween ist nicht mehr weit.</p>
<p style="text-align: center;">Wenn dann die Bäume sind kahl,</p>
<p style="text-align: center;">geht man hinaus mit Mantel und Schal.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">September, Oktober und November,</p>
<p style="text-align: center;">werden gefolgt vom kalten<span class="Apple-converted-space">  </span>Dezember.</p>
<p style="text-align: center;">So kommt nach der bunten Herbstzeit,</p>
<p style="text-align: center;">der letzte Monat des Jahres im Winterkleid.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/hallo-lieber-herbst/">Hallo lieber Herbst!</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/hessische-herbstimpressionen/">Hessischer Herbst</a></p>
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<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Chance (2)</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/die-chance-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Apr 2019 08:19:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Baum]]></category>
		<category><![CDATA[beobachten]]></category>
		<category><![CDATA[Chance]]></category>
		<category><![CDATA[Osterhase]]></category>
		<category><![CDATA[Schritte]]></category>
		<category><![CDATA[Wolke]]></category>
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					<description><![CDATA[Hops kann in dem Versteck nicht lange schlafen. Seine Gedanken kreisen selbst im Schlaf durch seinen Kopf und so ist er trotz Müdigkeit schon nach kurzer Zeit wieder hellwach. Außerdem hört er das leise Wimmern neben sich. Es kommt von dem kleinen Hasenmädchen, das sich zitternd an ihn gekauert hat. „Nicht weinen“, versucht er es zu trösten. „Wir werden gerettet. Außerdem bin ich auch noch da und ich lasse mir etwas einfallen.“ Das Hasenmädchen schmiegt sich noch ein bisschen mehr an ihn und Hops weiß, dass er bald etwas tun muss, damit keine Panik ausbricht. „Wie heißt du eigentlich?“, will er nun wissen. „Ich bin Hops aus der Familie des Oberosterhasens.“ „Oh“, hört er die erstaunte Stimme des Hasenmädchens. „Mein Name ist Rosa. Mein Vater heißt Robert und meine Mutter Sarah und für mich haben sie einfach jeweils die ersten beiden Buchstaben ihrer Namen zusammengefügt und dabei kam dann Rosa heraus.“ „Das klingt sehr hübsch!“, macht Hops ihr ein Kompliment und hat das Gefühl, dass Rosa lächelt. Nur sehen kann er dieses Lächeln wegen der &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hops kann in dem Versteck nicht lange schlafen. Seine Gedanken kreisen selbst im Schlaf durch seinen Kopf und so ist er trotz Müdigkeit schon nach kurzer Zeit wieder hellwach. Außerdem hört er das leise Wimmern neben sich. Es kommt von dem kleinen Hasenmädchen, das sich zitternd an ihn gekauert hat.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„N</span>icht weinen“, versucht er es zu trösten. „Wir werden gerettet. Außerdem bin ich auch noch da und ich lasse mir etwas einfallen.“<br />
Das Hasenmädchen schmiegt sich noch ein bisschen mehr an ihn und Hops weiß, dass er bald etwas tun muss, damit keine Panik ausbricht.<br />
„Wie heißt du eigentlich?“, will er nun wissen. „Ich bin Hops aus der Familie des Oberosterhasens.“<br />
„Oh“, hört er die erstaunte Stimme des Hasenmädchens. „Mein Name ist Rosa. Mein Vater heißt Robert und meine Mutter Sarah und für mich haben sie einfach jeweils die ersten beiden Buchstaben ihrer Namen zusammengefügt und dabei kam dann Rosa heraus.“<br />
„Das klingt sehr hübsch!“, macht Hops ihr ein Kompliment und hat das Gefühl, dass Rosa lächelt. Nur sehen kann er dieses Lächeln wegen der Dunkelheit nicht.<br />
Jetzt erst fällt ihnen auf, dass von draußen kein Laut mehr zu ihnen herein dringt. Vorsichtig lugt Hops nach draußen, wo es durch den Vollmond heller ist als drinnen in dem Baumstamm.<br />
„Ich glaube, das Ungeheuer hat aufgegeben und hat sich verzogen. Ich werde einmal nachschauen!“<br />
„Nein, bitte bleib hier, sonst bin ich doch ganz allein!“, bettelt Rosa.<br />
„Das ist unsere einzige Chance zu entkommen. Wenn erst der Tag wieder anbricht, kommt vielleicht auch das Ungeheuer wieder.“<br />
Nicht nur Rosa muss jetzt mutig sein, sondern auch Hops. Er atmet dreimal tief durch und dann schleicht er sich leise auf seinen Hasenpfoten hinaus. Vorsichtig schaut er sich um. Nichts! Alles ist still und ruhig, als würden alle außer ihnen schlafen.<br />
Hops erkennt die Chance zu fliehen, doch niemals würde er das jetzt alleine tun. Seine neue Freundin Rosa kann und will er nicht im Stich lassen. Also hopst er wieder zurück zum Baumstamm und schlüpft durch die Öffnung. Drinnen wird er sehnsüchtig von einem zitternden Hasenmädchen empfangen.<br />
„Wir müssen es wagen und unsere Flucht antreten. Ich hoppele voraus und du folgst mir ganz dicht. Ich werde dich beschützen. Hab keine Angst wir schaffen es!“, spricht er Rosa und ein kleines Bisschen auch sich selbst Mut zu.<br />
Das Hasenmädchen hat tiefstes Vertrauen zu Hops und folgt ihm so dicht wie sie nur kann. Solange sie seine Wärme spürt, fühlt sie sich beschützt.<br />
Der Mond meint es gut mit ihnen, denn er scheint nur für die Beiden zu leuchten. So finden sie problemlos ihren Weg und entfernen sich Minute für Minute mehr von ihrem Versteck. Doch plötzlich bleibt Hops erschrocken stehen.<br />
„Pst!“, zischt er Rosa zu. „Da ist jemand! Ich kann Schritte vernehmen.“<br />
Wie gebannt lauschen die Zwei mit angehaltenem Atem. Tatsächlich, da nähert sich ein Wesen.<br />
Hops sucht mit seinen Augen die Richtung ab, aus der die Schritte kommen. Doch auf einmal ist es wieder still. Es ist unheimlich. Irgendwo muss sich ein Wesen verstecken.<br />
„Nicht rühren!“, denkt Hops noch und ärgert sich, dass sein Herz so heftig pocht. „Hoffentlich kann das niemand hören“, überlegt er. „Da!“, flüstert er Rosa zu und zeigt mit seiner Vorderpfote zu einem Baum, der ungefähr fünfzig Meter vor ihnen am Wegrand steht.<br />
„Was oder wer ist das?“, fragt er sich insgeheim.<br />
Leider hat sich inzwischen eine Wolke vor den Mond geschoben und so stehen die beiden Häschen wieder einmal vollkommen in der Dunkelheit. Wie erstarrt verharren sie da und sind zu keiner Regung mehr fähig.<br />
Zum Glück war es nur eine kleine Wolke, die schnell wieder abzieht und den Mond Stückchen für Stückchen erneut freigibt. Jetzt kann Hops auch erkennen, wer da hinter dem Baum hervorlugt und sie beobachtet …</p>
<p style="text-align: center;">Fortsetzung folgt&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/osterhasenabenteuer/">Osterhasenabenteuer</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/hops-hat-eine-idee/">Hops hat eine Idee</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-fliegende-ei/">Das fliegende Ei</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Gestörte Ruhe</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/die-herde/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jun 2018 06:04:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Baum]]></category>
		<category><![CDATA[Herde]]></category>
		<category><![CDATA[Platz]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhe]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsicht]]></category>
		<category><![CDATA[Zufriedenheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir liegen und dösen hier unter Strauch und Baum, denn sie geben uns einen gemütlichen Schattenraum. Doch unsere Ruhe wird plötzlich von jemand gestört, das ist unerhört und wir sind darüber ziemlich empört. Auch wenn gar manchem von uns die Neugierde plagt, ist doch vor Fremden und Unbekannten Vorsicht angesagt. Uns hilft kein lautes Meckern und auch kein Rabatz, wir müssen einfach verlassen unseren schönen Platz. Oh Schreck, bisher ist es noch niemand aufgefallen, dass zurück bleibt voller Angst das Kleinste von allen. Es nach Ziegenart ruft ganz laut nach all uns ander&#8217;n, die gemeinsam zum nächsten Ruheplatz hin wandern. Mama Ziege hört das laute Jammern und Rufen, beginnt verzweifelt nach dem Jüngsten zu suchen. Wir Ziegen gemeinsam ein großes Meckern starten, aufgeregt auf das Kleine in sicherem Abstand warten. Erst als wir alle sind wieder froh und glücklich vereint, auch Zufriedenheit und Ruhe bei uns zu sein scheint . &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Strandschönheiten Schnulli Liebeserklärung]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir liegen und dösen hier unter Strauch und Baum,<br />
denn sie geben uns einen gemütlichen Schattenraum.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-5199 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3768-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3768-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3768-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3768-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3768.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Doch unsere Ruhe wird plötzlich von jemand gestört,<br />
das ist unerhört und wir sind darüber ziemlich empört.</p>
<p>Auch wenn gar manchem von uns die Neugierde plagt,<br />
ist doch vor Fremden und Unbekannten Vorsicht angesagt.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5200 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_3771-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_3771-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_3771-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_3771-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_3771.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5202 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_3773-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_3773-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_3773-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_3773-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_3773.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Uns hilft kein lautes Meckern und auch kein Rabatz,<br />
wir müssen einfach verlassen unseren schönen Platz.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5201 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3774-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3774-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3774-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3774-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3774.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Oh Schreck, bisher ist es noch niemand aufgefallen,<br />
dass zurück bleibt voller Angst das Kleinste von allen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5203 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3776-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3776-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3776-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3776-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3776.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Es nach Ziegenart ruft ganz laut nach all uns ander&#8217;n,<br />
die gemeinsam zum nächsten Ruheplatz hin wandern.</p>
<p>Mama Ziege hört das laute Jammern und Rufen,<br />
beginnt verzweifelt nach dem Jüngsten zu suchen.</p>
<p>Wir Ziegen gemeinsam ein großes Meckern starten,<br />
aufgeregt auf das Kleine in sicherem Abstand warten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5204 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_3769-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_3769-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_3769-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_3769-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_3769.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Erst als wir alle sind wieder froh und glücklich vereint,<br />
auch Zufriedenheit und Ruhe bei uns zu sein scheint .</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5205 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3775-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3775-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3775-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3775-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/06/1200px-IMG_E3775.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Beobachtende Blicke am Wegesrand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2016 23:45:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was]]></category>
		<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Baum]]></category>
		<category><![CDATA[beobachten]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Frosch]]></category>
		<category><![CDATA[Stein]]></category>
		<category><![CDATA[Stuhl]]></category>
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		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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					<description><![CDATA[Ist Euch das auch schon einmal passiert? Bestimmt! Ihr marschiert so durch die Gegend und plötzlich überfällt Euch ein seltsames Gefühl. Es ist so, als ob Euch jemand beobachtet. Ihr schaut Euch um und niemand ist zu sehen. Doch warum fühlt Ihr Euch beobachtet? Kann es sein, dass die Bäume Euch beobachten, wenn Ihr noch vor der Arbeit mit dem Hund eine Runde dreht? Selbst die Steine werfen Euch Blicke zu. Vorsichtig! Selbst vom Waldweg her, schaut jemand zu Euch auf. Die Sitzgelegenheiten am Wegesrand haben nur Augen für Euch. Am Parkplatz angekommen, erwarten Euch die freundlichen Blicke Eures Autos. Jetzt fahrt Ihr zur Arbeit, um auf dem Schreibtischstuhl Platz zu nehmen. Dieser blickt Euch etwas mürrisch entgegen, denn Ihr habt Euch ein wenig verspätet. Auf Eurem Heimweg verfolgt Euch sogar der Stromverteilerkasten in Eurer Straße mit seinen Blicken. Auch die kleinen Froschaugen in Nachbars Garten schauen neugierig in Eure Richtung. Jetzt seid Ihr urlaubsreif und wollt mit dem Schiff in See stechen? Glaubt nur nicht, dass Ihr die beobachtenden Blicke los werdet. Und am &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ist Euch das auch schon einmal passiert? Bestimmt! Ihr marschiert so durch die Gegend und plötzlich überfällt Euch ein seltsames Gefühl. Es ist so, als ob Euch jemand beobachtet. Ihr schaut Euch um und niemand ist zu sehen. Doch warum fühlt Ihr Euch beobachtet?</strong></p>
<p><span class="dropcap">K</span>ann es sein, dass die Bäume Euch beobachten, wenn Ihr noch vor der Arbeit mit dem Hund eine Runde dreht?<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3646 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4141-Kopie-1024x682.jpg" alt="1200px-_dsc4141-kopie" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4141-Kopie-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4141-Kopie-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4141-Kopie-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4141-Kopie-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4141-Kopie.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3647 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4142-Kopie-1024x682.jpg" alt="1200px-_dsc4142-kopie" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4142-Kopie-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4142-Kopie-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4142-Kopie-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4142-Kopie-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4142-Kopie.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3648 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC08292-1024x682.jpg" alt="1200px-dsc08292" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC08292-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC08292-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC08292-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC08292-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC08292.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3649 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4077-Kopie-1024x682.jpg" alt="1200px-_dsc4077-kopie" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4077-Kopie-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4077-Kopie-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4077-Kopie-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4077-Kopie-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC4077-Kopie.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Selbst die Steine werfen Euch Blicke zu.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3650 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC01772-1024x682.jpg" alt="1200px-dsc01772" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC01772-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC01772-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC01772-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC01772-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC01772.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3651 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC02400-Kopie-1024x682.jpg" alt="1200px-dsc02400-kopie" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC02400-Kopie-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC02400-Kopie-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC02400-Kopie-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC02400-Kopie-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC02400-Kopie.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Vorsichtig! Selbst vom Waldweg her, schaut jemand zu Euch auf.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3652 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03023-1024x682.jpg" alt="1200px-dsc03023" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03023-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03023-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03023-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03023-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC03023.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Die Sitzgelegenheiten am Wegesrand haben nur Augen für Euch.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3654 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00818-2-1024x682.jpg" alt="1200px-dsc00818" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00818-2-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00818-2-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00818-2-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00818-2-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC00818-2.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Am Parkplatz angekommen, erwarten Euch die freundlichen Blicke Eures Autos.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3655 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-IMG_2225-1024x768.jpg" alt="1200px-img_2225" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-IMG_2225-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-IMG_2225-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-IMG_2225-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-IMG_2225.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3656 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-IMG_2226-1024x768.jpg" alt="1200px-img_2226" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-IMG_2226-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-IMG_2226-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-IMG_2226-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-IMG_2226.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Jetzt fahrt Ihr zur Arbeit, um auf dem Schreibtischstuhl Platz zu nehmen. Dieser blickt Euch etwas mürrisch entgegen, denn Ihr habt Euch ein wenig verspätet.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3657 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-IMG_2042-1024x795.jpg" alt="1200px-img_2042" width="840" height="652" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-IMG_2042-1024x795.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-IMG_2042-300x233.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-IMG_2042-768x596.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-IMG_2042.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Auf Eurem Heimweg verfolgt Euch sogar der Stromverteilerkasten in Eurer Straße mit seinen Blicken.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3658 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2294-1024x682.jpg" alt="1200px-_dsc2294" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2294-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2294-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2294-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2294-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2294.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Auch die kleinen Froschaugen in Nachbars Garten schauen neugierig in Eure Richtung.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3653 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2079-1024x682.jpg" alt="1200px-_dsc2079" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2079-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2079-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2079-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2079-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2079.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Jetzt seid Ihr urlaubsreif und wollt mit dem Schiff in See stechen? Glaubt nur nicht, dass Ihr die beobachtenden Blicke los werdet.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3659 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC05691-1024x682.jpg" alt="1200px-dsc05691" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC05691-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC05691-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC05691-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC05691-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC05691.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Und am Strand, wenn Ihr Eure Getränkedose in den Mülleimer werfen möchtet, dankt Euch dieser mit freundlichen Blicken.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3660 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2203-1024x561.jpg" alt="1200px-_dsc2203" width="840" height="460" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2203-1024x561.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2203-300x165.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2203-768x421.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-_DSC2203.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Am Abend in geselliger Runde, fordert Euch der Aschenbecher mit seinen Blicken auf, die Zigarette auszudrücken und Gute Nacht zu sagen.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3661 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC04304-1024x768.jpg" alt="1200px-dsc04304" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC04304-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC04304-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC04304-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC04304.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Freut Euch auf den kommenden Tag und begrüßt ihn mit frohem Blick!<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3666 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC05998-Kopie-1024x682.jpg" alt="1200px-dsc05998-kopie" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC05998-Kopie-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC05998-Kopie-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC05998-Kopie-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC05998-Kopie-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/09/1200px-DSC05998-Kopie.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>Ein Tässchen Kaffee gefällig?</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Im  Schatten der Krone</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2015 22:17:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Baum]]></category>
		<category><![CDATA[Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Krone]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich stehe hier in einem wunderschönen Park am Rande einer Wiese. Das war nicht immer so. Als ich noch klein war und ein zartes Pflänzchen, da standen viele meiner Verwandten neben mir und um mich herum. Irgendwann einmal kamen Männer mit Äxten und Sägen und sie fällten fast alle von meinen Freunden.  „Wir müssen hier ein wenig aufräumen und Platz schaffen“, hörte ich sie sagen. „Es wird ein wunderschöner Park werden, der den Menschen Erholung bieten soll.“ Ich hatte große Angst, denn sie rückten mit ihren Geräten immer näher an mich heran. Schon bald würden sie mich erreichen und auch mein Leben wäre ausgehaucht. Ich wäre einfach Brennholz geworden. Das ist nun schon sehr viele Jahrzehnte her. Ich hatte damals Glück, denn sie ließen mich als einen der wenigen Bäume stehen. Ich durfte weiter wachsen und groß werden. Und das bin ich tatsächlich in den fast neunzig Jahren geworden: Groß und mächtig. Jetzt bin ich schon alt und denke an mein Leben zurück. Viel habe ich gesehen und viel habe ich erlebt. Menschen gingen an &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich stehe hier in einem wunderschönen Park am Rande einer Wiese. Das war nicht immer so. Als ich noch klein war und ein zartes Pflänzchen, da standen viele meiner Verwandten neben mir und um mich herum. Irgendwann einmal kamen Männer mit Äxten und Sägen und sie fällten fast alle von meinen Freunden. </strong></p>
<p><span class="dropcap">„W</span>ir müssen hier ein wenig aufräumen und Platz schaffen“, hörte ich sie sagen. „Es wird ein wunderschöner Park werden, der den Menschen Erholung bieten soll.“<br />
Ich hatte große Angst, denn sie rückten mit ihren Geräten immer näher an mich heran. Schon bald würden sie mich erreichen und auch mein Leben wäre ausgehaucht. Ich wäre einfach Brennholz geworden.<br />
Das ist nun schon sehr viele Jahrzehnte her. Ich hatte damals Glück, denn sie ließen mich als einen der wenigen Bäume stehen. Ich durfte weiter wachsen und groß werden. Und das bin ich tatsächlich in den fast neunzig Jahren geworden: Groß und mächtig.<br />
Jetzt bin ich schon alt und denke an mein Leben zurück. Viel habe ich gesehen und viel habe ich erlebt. Menschen gingen an mir vorüber oder hielten sich im Schatten meiner Krone auf. Manche suchten Zuflucht oder wollten sich nur ein Weilchen an meinem kräftigen Stamm anlehnen. Gar mancher Hund befeuchtete die Erde direkt über meinen Wurzeln, Vögel bauten Nester in meiner Krone und zwitscherten fröhliche Lieder. Katzen und Eichhörnchen kletterten von Ast zu Ast.<br />
Eine alte Frau, sie dürfte jedoch einige Jährchen jünger sein als ich, kam die vergangenen Jahre regelmäßig vorbei und setzte sich auf die Bank, die genau mir gegenüber steht. Immer wieder blickte sie zu mir herüber. Ich erkannte in ihr das junge Mädchen, das in einem Sommer zu Beginn der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts im zarten Alter von 17 Jahren unter meiner belaubten Krone ihren ersten Kuss erlebte. Sie und der junge Mann kamen immer wieder zu einem keinen Stelldichein hierher. Sie war seine große Liebe und auch ihr Herz schlug nur für ihn. Sie ritzten zur Besiegelung ihrer Liebe ein Herz mit ihren Initialen in meinen Stamm. Ein H für Hanna und ein zweites H für Horst. Sie bedachten in ihrer Verliebtheit nicht, dass sie mir damit weh taten, als sie mit dem Taschenmesser an einer Stelle meine Rinde verletzten.  Wäre diese Verletzung noch größer und tiefer gewesen, wäre ich vermutlich daran zugrunde gegangen. Aber ich aktivierte alle meine Kräfte und hielt es den Beiden zuliebe aus. Die Wunde vernarbte, aber meine Rinde war und blieb an dieser Stelle der Verletzung geschädigt. Bis heute trage ich dieses vernarbte Herz an meinem Stamm. Es gehört nun auch zu meinem Leben und ich bin den beiden Verliebten nicht böse.<br />
Eines Tages kam das junge Pärchen nicht allein, sondern mit ihren Familien. Sie versammelten sich um meinen Stamm herum und ein Fotograf machte Hochzeitsfotos. Danach wurden ihre Besuche seltener, aber schon nach einem Jahr kamen sie mit einem Kinderwagen und schoben ihn in meinen Schatten.<br />
Ich sah, wie das kleine Baby zu einem kleinen Mädchen heranwuchs und zwei Jahre später gesellte sich noch ein Brüderchen dazu.<br />
Ich vernahm ihre kleinen trippelnden Schrittchen, wenn sie um meinen Stamm liefen. Ich hörte ihre zarten Stimmchen, wenn sie ihre Kinderlieder sangen oder ihr fröhliches Lachen erklang.<br />
In den langen Jahren, die ich hier nun schon stehe, hielten sich auch viele andere Kinder in meiner Nähe auf. Im Frühling kamen sie, um die ersten Blätter an meinen Zweigen zu bestaunen, im Sommer, um die Blumen rings um mich herum auf der Wiese zu pflücken, im Herbst, um meine bunten Blätter aufzusammeln und im Winter, um Schneemänner zu meiner Gesellschaft zu bauen.<br />
Manchmal entriss der Wind einem Kind einen Luftballon oder einen Drachen und trieb ihn durch die Lüfte. Ich fing ihn dann auf und hielt ihn so lange fest, bis jemand kam und ihn sich abholte oder ein heftiger Windstoß ihn weiter trieb.<br />
Jungs haben bei mir das Klettern gelernt und gar manche junge Frau hat am Fuße meines Stammes gesessen, sich in Liebesromane vertieft oder gar aus eigenem Liebeskummer manche Träne bei mir vergossen.<br />
Im Großen und Ganzen war mein Leben angenehm und schön, aber es waren auch harte Zeiten dabei. Daran denke ich nicht so gerne, aber sie gehören ebenso zu meinem Leben. Es hat tüchtig geschneit und geregnet. Ich habe gefroren und fürchtete sogar schon in einem besonders langen und kalten Winter, dass ich erfrieren würde. Ich habe gezittert und versucht meine Lebenssäfte weiter fließen zu lassen, damit ich auch im darauffolgenden Frühjahr wieder ergrünen konnte. Ich habe gelitten, aber ich habe überlebt. Allerdings musste ich mich erst erholen und brauchte ein bisschen mehr Zeit, um endlich alle meine Zweige wieder mit grünen Blättern schmücken zu können.<br />
Mancher Sommer war so furchtbar heiß und es gab kaum Regen, dass man hätte verdursten können. Zum Glück war ich schon groß und meine Wurzeln schon so lang, dass sie tief unten aus der Erde noch Wasser holen konnten, um mich zu versorgen.<br />
Überschwemmungen und Unwetter habe ich auch erlebt. Blitze zuckten am Himmel und Donner grollten. Doch der Himmel war mir gnädig, kein Blitz hat mich je getroffen.<br />
Einmal sogar gab es ein leichtes Erdbeben. Die Erde hat gewackelt, aber meine Wurzeln haben mir auch hier geholfen und mich ebenso wie bei Stürmen festgehalten. Nur der letzte Sturm hat mir heftig zugesetzt. Ja, ich muss gestehen mit dem Alter wird man auch schon ein wenig morsch und da macht einem so ein heftiger Sturm schon mehr aus als in jungen Jahren. So haben meine Zweige nicht nur gewackelt, sondern es hat in meinem Geäst richtig tüchtig gekracht. Man sieht es mir an, wie sehr es mich mitgenommen hat. Einstmals richtig kräftige Zweige und Äste hat der Sturm mir abgerissen und umgeknickt. Ich habe große Wunden erlitten. Inzwischen habe ich es verschmerzt. Ich bin nicht mehr so hübsch wie früher, aber ich stehe noch und bin noch fest verwurzelt. Wenn alles gut geht, werde ich auch im nächsten Frühjahr wieder grüne Blätter tragen.<br />
Besonders gefreut habe ich mich, als nach dem großen Sturm und den anschließenden Aufräumarbeiten neulich Besuch für mich kam. Die alte Dame hat nach mir geschaut und sich gefreut, dass ich noch stehe. Sie war vollkommen in Schwarz gehüllt und ihre Augen wirkten verweint. Ihr Mann war verstorben.  Doch sie hatte trotzdem jemand mitgebracht, nämlich ihre erwachsene Enkeltochter und ihr Urenkelchen, das im Kinderwagen schlief. Die alte Dame hat sanft über die vernarbte Stelle an meinem Stamm gestreichelt, an der einst das eingeritzte Herz mit den Initialen zu sehen war.<br />
„Schaut her“, hat sie die anderen aufgefordert. „Hier haben Opa und ich ein Herz eingeritzt. Ein bisschen kann man es heute noch erkennen. Der Baum hat das vernarbte Herz all die Jahre für uns bewahrt, obwohl wir ihm damals sicherlich sehr wehgetan haben.“<br />
Schweigsam und gedankenverloren erinnerte sie sich an die vielen gemeinsamen und schönen Stunden mit ihrem Mann, die sie im Schatten meiner Krone erleben durften.</p>
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		<title>Vom Winde verweht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2015 22:02:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
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		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Laub]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig.  Im Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht. Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig. </strong></p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">I</span>m Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht.<br />
Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann kahl und im Frühjahr kommen wieder neue grüne Blätter, also weitere Geschwister von mir. Das ist ein ewiger Kreislauf.<br />
Auch ich bin jetzt vom Baum gefallen und liege mit meinen Familienmitgliedern auf der Erde. Die ganze Wiese rund um den Baum haben wir inzwischen schon abgedeckt. Für die Käfer, Würmer, Igel, anderes kleines Getier und das Gras sind wir jetzt eine wärmende Schicht. Und gegenseitig halten wir uns natürlich auch warm, denn jetzt kann es schon ganz schön kalt werden in den Nächten und auch die Tage sind bereits kühler.<br />
Gerade waren Kinder auf der Wiese. Sie sind durch das Laub gestampft und haben uns in die Höhe geworfen. Dabei sind wir Blätter ganz schön durcheinander gerüttelt und geschüttelt worden. Plötzlich ist kein Blatt mehr da, wo es vorher lag. Auch ich liege jetzt weit von meinem Baum entfernt. Ich brauche aber keine Angst zu haben, denn ich bin ja nicht allein. Es hat Spaß gemacht herumzuwirbeln und ich warte auf eine Kinderhand, die mich wieder hoch wirft. Aber die Kinder müssen nach Hause, denn es wird gleich dunkel.<br />
Eigentlich fürchte ich die Dunkelheit nicht, weil ich ja schon immer Tag und Nacht draußen war.<br />
Inzwischen ist es stockdunkel und kalt. Plötzlich höre ich ein Geräusch. Ich kenne es schon. Das ist der Wind. Als ich noch grün an dem Baum hing, da hat mich der Baum festgehalten. So konnte ich nicht hinunter fallen, wenn der Wind tüchtig geblasen hat. Manchmal kam sogar ein Sturm daher. An meinem Baum hat er einen Ast abgeknickt und der Baum konnte ihn nicht mehr versorgen. Ich war damals sehr traurig. Ich habe die Blätter dieses Astes sehr vermisst.<br />
Der Wind ist inzwischen stärker geworden und kommt in Böen daher. Mit jedem Windstoß werde ich ein Stückchen weiter getragen. Mir ist schon ganz schwindelig von dem vielen Durcheinanderwirbeln. Ich schlage Purzelbäume, stecke auf einmal in den Zweigen eines Busches fest und werde kurz darauf wieder durch einen neuen Windstoß befreit. Er trägt mich zuerst hoch in die Luft, um mich dann neben einer Mauer fallen zu lassen. Links und rechts von mir liegen noch andere Blätter. Wir sind hier ein bisschen geschützt vor dem Wind, kuscheln zusammen und schlafen tatsächlich bis zum Morgengrauen ein.<br />
Als ich wieder aufwache, ist ein lautes Getöse neben mir und ich spüre wieder einen Luftzug. Ich blinzele und erkenne einen Menschen mit einer Maschine in der Hand, an der ein großer Sack befestigt ist. Ich fühle, dass dies eine große Gefahr ist, denn viele der anderen Blätter verschwinden in dem Rohr und wandern in den großen Sack.<br />
„Ich will da nicht hinein“, denke ich ängstlich. „Diese Maschine verschluckt uns alle.“<br />
Immer mehr presse ich mich in den kleinen Spalt zwischen Erde und der Mauer.<br />
„Vielleicht findet mich hier diese unheimliche Maschine nicht und saugt mich nicht auch noch auf“, so hoffe ich.<br />
Ich verhalte mich ganz still, damit mich kein Mensch bemerkt.<br />
Ich habe Glück, denn der Mensch mit seiner Maschine wandert weiter und entfernt sich immer mehr von mir.<br />
Neben mir kauert auch noch ein kleines Blatt.<br />
„Das war der Laubsauger“, sagt es zu mir.<br />
„Was passiert mit unseren Geschwistern und Freunden, die der Laubsauger gefressen hat?“, will ich wissen.<br />
„Ich habe die Igel sagen hören, dass die Blätter auf einen großen Haufen kommen und den Igeln und anderen kleinen Tieren Schutz bieten. Mit der Zeit werden die Blätter irgendwann zu Erde.“<br />
Als ich traurig auf das Blatt neben mir schaue, versucht es mich zu trösten.<br />
„Das ist nicht schlimm, denn wir werden alle zu Erde und wenn ein Samenkorn auf uns fällt, dann kann daraus wieder eine neue Pflanze wachsen und wir können ihr unsere Nährstoffe geben, damit sie groß und schön wird.“<br />
Ich würde dem kleinen Blatt gerne noch weiter zuhören, aber ein Mädchen steht auf einmal vor mir.<br />
„Schau mal!“, sagt es zu einem Jungen. „Das ist doch ein wunderschönes Blatt. Das nehme ich mit nach Hause.“<br />
Sie hebt mich auf und legt mich in einen Korb, in dem noch andere Blätter liegen. Sie sehen zwar alle unterschiedlich aus, aber wir sind alle Blätter und gehören doch auch irgendwie zusammen. Deshalb fürchte ich mich nicht, denn ich bin ja nicht allein.<br />
Zuhause angekommen legt das Mädchen mich auf ein Stück Zeitungspapier. Dann legt sie mich damit in ein Buch, deckt mich nochmals mit Zeitungspapier zu und dann klappt sie das Buch zu. Um mich herum ist es ganz dunkel. Zuerst ist mir ein bisschen unheimlich zumute, aber dann fühle ich mich eigentlich ganz wohl. Es ist warm, gemütlich und ganz still. Ich spüre, dass mir keinerlei Gefahr droht. Deshalb schlafe ich auch ganz beruhigt und lange ein.</p>
<p style="text-align: left;">Ich wache erst wieder auf als ich viele Kinderstimmen höre. Ich blinzele vorsichtig und blicke in staunende Kinderaugen. Das Mädchen, das mich in den Korb gelegt hatte, ist auch dabei.<br />
„Was ist geschehen?“, frage ich mich und schaue mich um.<br />
Die Kinder haben auf ein Stück Tapete einen großen prächtigen und kräftigen Baum gemalt. Jetzt darf jedes Kind die mitgebrachten Blätter an diesem Baum befestigen. Auch ich werde von dem Mädchen an einen Zweig, ganz oben in die Baumkrone gehängt.<br />
Ich bin glücklich, denn ich hänge gemeinsam mit vielen anderen und unterschiedlich aussehenden Blättern wieder an einem Baum.<br />
„Das habt ihr wirklich schön gemacht“, sagt eine Frau. „Das ist jetzt unser Klassenbaum und jeder darf seinen Namen neben ein Blatt schreiben.“<br />
Neben mir steht der Name des Mädchens, das mich aufgehoben und in seinen Korb gelegt hat:</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Bettina</strong></em></p>
<p style="text-align: left;">Unter dem Blatt neben mir schreibt ein anderes Mädchen seinen Namen:</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Zahira</strong></em></p>
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