<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss"
	xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#"
	>

<channel>
	<title>Name &#8211; life tells stories</title>
	<atom:link href="https://lifetellsstories.de/tag/name/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://lifetellsstories.de</link>
	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
	<lastBuildDate>Fri, 11 Nov 2022 22:31:07 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">123020734</site>	<item>
		<title>Vom Winde verweht</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/vom-winde-verweht-2/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/vom-winde-verweht-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2022 21:30:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Laub]]></category>
		<category><![CDATA[Name]]></category>
		<category><![CDATA[Purzelbaum]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=7731</guid>

					<description><![CDATA[Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig.  Im Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht. Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig. </b></p>
<p>Im Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht.<br />
Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann kahl und im Frühjahr kommen wieder neue grüne Blätter, also weitere Geschwister von mir. Das ist ein ewiger Kreislauf.<br />
Auch ich bin jetzt vom Baum gefallen und liege mit meinen Familienmitgliedern auf der Erde. Die ganze Wiese rund um den Baum haben wir inzwischen schon abgedeckt. Für die Käfer, Würmer, Igel, anderes kleines Getier und das Gras sind wir jetzt eine wärmende Schicht. Und gegenseitig halten wir uns natürlich auch warm, denn jetzt kann es schon ganz schön kalt werden in den Nächten und auch die Tage sind bereits kühler.<br />
Gerade waren Kinder auf der Wiese. Sie sind durch das Laub gestampft und haben uns in die Höhe geworfen. Dabei sind wir Blätter ganz schön durcheinander gerüttelt und geschüttelt worden. Plötzlich ist kein Blatt mehr da, wo es vorher lag. Auch ich liege jetzt weit von meinem Baum entfernt. Ich brauche aber keine Angst zu haben, denn ich bin ja nicht allein. Es hat Spaß gemacht herumzuwirbeln und ich warte auf eine Kinderhand, die mich wieder hoch wirft. Aber die Kinder müssen nach Hause, denn es wird gleich dunkel.<br />
Eigentlich fürchte ich die Dunkelheit nicht, weil ich ja schon immer Tag und Nacht draußen war.<br />
Inzwischen ist es stockdunkel und kalt. Plötzlich höre ich ein Geräusch. Ich kenne es schon. Das ist der Wind. Als ich noch grün an dem Baum hing, da hat mich der Baum festgehalten. So konnte ich nicht hinunter fallen, wenn der Wind tüchtig geblasen hat. Manchmal kam sogar ein Sturm daher. An meinem Baum hat er einen Ast abgeknickt und der Baum konnte ihn nicht mehr versorgen. Ich war damals sehr traurig. Ich habe die Blätter dieses Astes sehr vermisst.<br />
Der Wind ist inzwischen stärker geworden und kommt in Böen daher. Mit jedem Windstoß werde ich ein Stückchen weiter getragen. Mir ist schon ganz schwindelig von dem vielen Durcheinanderwirbeln. Ich schlage Purzelbäume, stecke auf einmal in den Zweigen eines Busches fest und werde kurz darauf wieder durch einen neuen Windstoß befreit. Er trägt mich zuerst hoch in die Luft, um mich dann neben einer Mauer fallen zu lassen. Links und rechts von mir liegen noch andere Blätter. Wir sind hier ein bisschen geschützt vor dem Wind, kuscheln zusammen und schlafen tatsächlich bis zum Morgengrauen ein.<br />
Als ich wieder aufwache, ist ein lautes Getöse neben mir und ich spüre wieder einen Luftzug. Ich blinzele und erkenne einen Menschen mit einer Maschine in der Hand, an der ein großer Sack befestigt ist. Ich fühle, dass dies eine große Gefahr ist, denn viele der anderen Blätter verschwinden in dem Rohr und wandern in den großen Sack.<br />
„Ich will da nicht hinein“, denke ich ängstlich. „Diese Maschine verschluckt uns alle.“<br />
Immer mehr presse ich mich in den kleinen Spalt zwischen Erde und der Mauer.<br />
„Vielleicht findet mich hier diese unheimliche Maschine nicht und saugt mich nicht auch noch auf“, so hoffe ich.<br />
Ich verhalte mich ganz still, damit mich kein Mensch bemerkt.<br />
Ich habe Glück, denn der Mensch mit seiner Maschine wandert weiter und entfernt sich immer mehr von mir.<br />
Neben mir kauert auch noch ein kleines Blatt.<br />
„Das war der Laubsauger“, sagt es zu mir.<br />
„Was passiert mit unseren Geschwistern und Freunden, die der Laubsauger gefressen hat?“, will ich wissen.<br />
„Ich habe die Igel sagen hören, dass die Blätter auf einen großen Haufen kommen und den Igeln und anderen kleinen Tieren Schutz bieten. Mit der Zeit werden die Blätter irgendwann zu Erde.“<br />
Als ich traurig auf das Blatt neben mir schaue, versucht es mich zu trösten.<br />
„Das ist nicht schlimm, denn wir werden alle zu Erde und wenn ein Samenkorn auf uns fällt, dann kann daraus wieder eine neue Pflanze wachsen und wir können ihr unsere Nährstoffe geben, damit sie groß und schön wird.“<br />
Ich würde dem kleinen Blatt gerne noch weiter zuhören, aber ein Mädchen steht auf einmal vor mir.<br />
„Schau mal!“, sagt es zu einem Jungen. „Das ist doch ein wunderschönes Blatt. Das nehme ich mit nach Hause.“<br />
Sie hebt mich auf und legt mich in einen Korb, in dem noch andere Blätter liegen. Sie sehen zwar alle unterschiedlich aus, aber wir sind alle Blätter und gehören doch auch irgendwie zusammen. Deshalb fürchte ich mich nicht, denn ich bin ja nicht allein.<br />
Zuhause angekommen legt das Mädchen mich auf ein Stück Zeitungspapier. Sie legt mich damit in ein Buch, deckt mich nochmals mit Zeitungspapier zu und dann klappt sie das Buch zu. Um mich herum ist es ganz dunkel. Zuerst ist mir ein bisschen unheimlich zumute, aber dann fühle ich mich eigentlich ganz wohl. Es ist warm, gemütlich und ganz still. Ich spüre, dass mir keinerlei Gefahr droht. Deshalb schlafe ich auch ganz beruhigt und lange ein.</p>
<p>Ich wache erst wieder auf als ich viele Kinderstimmen höre. Ich blinzele vorsichtig und blicke in staunende Kinderaugen. Das Mädchen, das mich in den Korb gelegt hatte, ist auch dabei.<br />
„Was ist geschehen?“, frage ich mich und schaue mich um.<br />
Die Kinder haben auf ein Stück Tapete einen großen prächtigen und kräftigen Baum gemalt. Jetzt darf jedes Kind die mitgebrachten Blätter an diesem Baum befestigen. Auch ich werde von dem Mädchen an einen Zweig, ganz oben in die Baumkrone gehängt.<br />
Ich bin glücklich, denn ich hänge gemeinsam mit vielen anderen und unterschiedlich aussehenden Blättern wieder an einem Baum.<br />
„Das habt ihr wirklich schön gemacht“, sagt eine Frau. „Das ist jetzt unser Klassenbaum und jeder darf seinen Namen neben ein Blatt schreiben.“<br />
Neben mir steht der Name des Mädchens, das mich aufgehoben und in seinen Korb gelegt hat:</p>
<p><strong><i>Bettina</i></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/hallo-lieber-herbst/">Hallo lieber Herbst!</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/elisa-und-luise/">Elisa und Luise</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/im-schatten-der-krone/">Im Schatten der Krone</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/vom-winde-verweht-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>8</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">7731</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Vom Winde verweht</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/7385-2/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/7385-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Oct 2021 06:55:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[dunkel]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Laub]]></category>
		<category><![CDATA[Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Name]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=7385</guid>

					<description><![CDATA[Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig.  Im Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht. Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<header class="entry-header">
<h1 class="entry-title"><strong style="font-size: 15px; color: #191919; font-family: 'Libre Baskerville', Georgia, serif;">Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig. </strong></h1>
</header>
<div class="entry-content">
<p><span class="dropcap">I</span>m Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht.<br />
Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann kahl und im Frühjahr kommen wieder neue grüne Blätter, also weitere Geschwister von mir. Das ist ein ewiger Kreislauf.<br />
Auch ich bin jetzt vom Baum gefallen und liege mit meinen Familienmitgliedern auf der Erde. Die ganze Wiese rund um den Baum haben wir inzwischen schon abgedeckt. Für die Käfer, Würmer, Igel, anderes kleines Getier und das Gras sind wir jetzt eine wärmende Schicht. Und gegenseitig halten wir uns natürlich auch warm, denn jetzt kann es schon ganz schön kalt werden in den Nächten und auch die Tage sind bereits kühler.<br />
Gerade waren Kinder auf der Wiese. Sie sind durch das Laub gestampft und haben uns in die Höhe geworfen. Dabei sind wir Blätter ganz schön durcheinander gerüttelt und geschüttelt worden. Plötzlich ist kein Blatt mehr da, wo es vorher lag. Auch ich liege jetzt weit von meinem Baum entfernt. Ich brauche aber keine Angst zu haben, denn ich bin ja nicht allein. Es hat Spaß gemacht herumzuwirbeln und ich warte auf eine Kinderhand, die mich wieder hoch wirft. Aber die Kinder müssen nach Hause, denn es wird gleich dunkel.<br />
Eigentlich fürchte ich die Dunkelheit nicht, weil ich ja schon immer Tag und Nacht draußen war.<br />
Inzwischen ist es stockdunkel und kalt. Plötzlich höre ich ein Geräusch. Ich kenne es schon. Das ist der Wind. Als ich noch grün an dem Baum hing, da hat mich der Baum festgehalten. So konnte ich nicht hinunter fallen, wenn der Wind tüchtig geblasen hat. Manchmal kam sogar ein Sturm daher. An meinem Baum hat er einen Ast abgeknickt und der Baum konnte ihn nicht mehr versorgen. Ich war damals sehr traurig. Ich habe die Blätter dieses Astes sehr vermisst.<br />
Der Wind ist inzwischen stärker geworden und kommt in Böen daher. Mit jedem Windstoß werde ich ein Stückchen weiter getragen. Mir ist schon ganz schwindelig von dem vielen Durcheinanderwirbeln. Ich schlage Purzelbäume, stecke auf einmal in den Zweigen eines Busches fest und werde kurz darauf wieder durch einen neuen Windstoß befreit. Er trägt mich zuerst hoch in die Luft, um mich dann neben einer Mauer fallen zu lassen. Links und rechts von mir liegen noch andere Blätter. Wir sind hier ein bisschen geschützt vor dem Wind, kuscheln zusammen und schlafen tatsächlich bis zum Morgengrauen ein.<br />
Als ich wieder aufwache, ist ein lautes Getöse neben mir und ich spüre wieder einen Luftzug. Ich blinzele und erkenne einen Menschen mit einer Maschine in der Hand, an der ein großer Sack befestigt ist. Ich fühle, dass dies eine große Gefahr ist, denn viele der anderen Blätter verschwinden in dem Rohr und wandern in den großen Sack.<br />
„Ich will da nicht hinein“, denke ich ängstlich. „Diese Maschine verschluckt uns alle.“<br />
Immer mehr presse ich mich in den kleinen Spalt zwischen Erde und der Mauer.<br />
„Vielleicht findet mich hier diese unheimliche Maschine nicht und saugt mich nicht auch noch auf“, so hoffe ich.<br />
Ich verhalte mich ganz still, damit mich kein Mensch bemerkt.<br />
Ich habe Glück, denn der Mensch mit seiner Maschine wandert weiter und entfernt sich immer mehr von mir.<br />
Neben mir kauert auch noch ein kleines Blatt.<br />
„Das war der Laubsauger“, sagt es zu mir.<br />
„Was passiert mit unseren Geschwistern und Freunden, die der Laubsauger gefressen hat?“, will ich wissen.<br />
„Ich habe die Igel sagen hören, dass die Blätter auf einen großen Haufen kommen und den Igeln und anderen kleinen Tieren Schutz bieten. Mit der Zeit werden die Blätter irgendwann zu Erde.“<br />
Als ich traurig auf das Blatt neben mir schaue, versucht es mich zu trösten.<br />
„Das ist nicht schlimm, denn wir werden alle zu Erde und wenn ein Samenkorn auf uns fällt, dann kann daraus wieder eine neue Pflanze wachsen und wir können ihr unsere Nährstoffe geben, damit sie groß und schön wird.“<br />
Ich würde dem kleinen Blatt gerne noch weiter zuhören, aber ein Mädchen steht auf einmal vor mir.<br />
„Schau mal!“, sagt es zu einem Jungen. „Das ist doch ein wunderschönes Blatt. Das nehme ich mit nach Hause.“<br />
Sie hebt mich auf und legt mich in einen Korb, in dem noch andere Blätter liegen. Sie sehen zwar alle unterschiedlich aus, aber wir sind alle Blätter und gehören doch auch irgendwie zusammen. Deshalb fürchte ich mich nicht, denn ich bin ja nicht allein.<br />
Zuhause angekommen legt das Mädchen mich auf ein Stück Zeitungspapier. Dann legt sie mich damit in ein Buch, deckt mich nochmals mit Zeitungspapier zu und dann klappt sie das Buch zu. Um mich herum ist es ganz dunkel. Zuerst ist mir ein bisschen unheimlich zumute, aber dann fühle ich mich eigentlich ganz wohl. Es ist warm, gemütlich und ganz still. Ich spüre, dass mir keinerlei Gefahr droht. Deshalb schlafe ich auch ganz beruhigt und lange ein.</p>
<p>Ich wache erst wieder auf als ich viele Kinderstimmen höre. Ich blinzele vorsichtig und blicke in staunende Kinderaugen. Das Mädchen, das mich in den Korb gelegt hatte, ist auch dabei.<br />
„Was ist geschehen?“, frage ich mich und schaue mich um.<br />
Die Kinder haben auf ein Stück Tapete einen großen prächtigen und kräftigen Baum gemalt. Jetzt darf jedes Kind die mitgebrachten Blätter an diesem Baum befestigen. Auch ich werde von dem Mädchen an einen Zweig, ganz oben in die Baumkrone gehängt.<br />
Ich bin glücklich, denn ich hänge gemeinsam mit vielen anderen und unterschiedlich aussehenden Blättern wieder an einem Baum.<br />
„Das habt ihr wirklich schön gemacht“, sagt eine Frau. „Das ist jetzt unser Klassenbaum und jeder darf seinen Namen neben ein Blatt schreiben.“<br />
Neben mir steht der Name des Mädchens, das mich aufgehoben und in seinen Korb gelegt hat:</p>
<p><em><strong>Bettina</strong></em></p>
<p>Unter dem Blatt neben mir schreibt ein anderes Mädchen seinen Namen:</p>
<p><em><strong>Zahira</strong></em></p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/herbstgedanken/">Herbstgedanken</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/5497-2/">Wetterprognosen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/hessische-herbstimpressionen/">Hessischer Herbst</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/7385-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">7385</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Allseits bekannt</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/allseits-bekannt/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/allseits-bekannt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2020 10:20:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Anziehungskraft]]></category>
		<category><![CDATA[bekannt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesprächsstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Koffer]]></category>
		<category><![CDATA[Name]]></category>
		<category><![CDATA[Notfall]]></category>
		<category><![CDATA[Quote]]></category>
		<category><![CDATA[Tipp]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=6839</guid>

					<description><![CDATA[Hallo Leute! Ich kenne Euch alle, den einen mehr und den anderen weniger. Auch Ihr kennt mich, denn Ihr habt alle schon Kontakt mit mir gehabt. Wenn ich ehrlich bin, dann kennt Ihr mich im Grunde genommen schon aus Kindheitstagen.  Trotzdem will ich Euch meinen Namen noch nicht verraten, aber ich werde Euch von mir erzählen, damit Ihr mich sozusagen enttarnen könnt: Ich kann alle haben. Das klingt eingebildet? Nein, das entspricht einfach nur den Tatsachen. Ich bin sehr direkt, nicht nur in der Beschreibung meines Ichs. Am Ende meiner Ausführungen werdet Ihr das selbst feststellen. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich überwiegend männliche Fans habe, wobei die Frauenquote auch nicht schlecht ist. Ich arbeite allerdings daran sie noch weiter zu erhöhen. Mal gelingt mir das und manchmal auch nicht. Über kurz oder lang kann mir jedoch niemand widerstehen. Das erhöht somit meine Trefferquote.  Viele haben ein echtes Problem mit mir. Sie sind richtiggehend sauer auf mich. Andere schämen sich für mich. Ich bin ihnen unangenehm, weil ich ins Auge falle und Aufmerksamkeit auf &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo Leute! Ich kenne Euch alle, den einen mehr und den anderen weniger. Auch Ihr kennt mich, denn Ihr habt alle schon Kontakt mit mir gehabt. Wenn ich ehrlich bin, dann kennt Ihr mich im Grunde genommen schon aus Kindheitstagen.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">T</span>rotzdem will ich Euch meinen Namen noch nicht verraten, aber ich werde Euch von mir erzählen, damit Ihr mich sozusagen enttarnen könnt:</p>
<p>Ich kann alle haben. Das klingt eingebildet? Nein, das entspricht einfach nur den Tatsachen. Ich bin sehr direkt, nicht nur in der Beschreibung meines Ichs. Am Ende meiner Ausführungen werdet Ihr das selbst feststellen. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich überwiegend männliche Fans habe, wobei die Frauenquote auch nicht schlecht ist. Ich arbeite allerdings daran sie noch weiter zu erhöhen. Mal gelingt mir das und manchmal auch nicht. Über kurz oder lang kann mir jedoch niemand widerstehen. Das erhöht somit meine Trefferquote.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Viele haben ein echtes Problem mit mir. Sie sind richtiggehend sauer auf mich. Andere schämen sich für mich. Ich bin ihnen unangenehm, weil ich ins Auge falle und Aufmerksamkeit auf mich ziehe. Sie erklären mich dann zu ihrem Feind und wollen, dass ich verschwinde. Daran arbeiten sie mit allen Mitteln, die zur Verfügung stehen. Aber ihr Erfolg ist meist nur von kurzer Dauer. Ich bin nämlich nicht nur hartnäckig, sondern auch treffsicher. Deshalb tauche ich irgendwann und irgendwo wieder in ihrem Leben auf.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Mein bester Freund heißt Hans. Er ist ein stattlicher, attraktiver Mann mittleren Alters, den ich schon sein ganzes Leben lang begleite. Zwischen uns herrscht eine Art magische Anziehungskraft. Er ist niemals böse mit mir. Meist nimmt er mich gelassen hin, häufig verführe ich ihn sogar zum Lachen. Auf jeden Fall kann ich für Gesprächsstoff sorgen.</p>
<p>Er hat mich auch schon mal völlig ignoriert. Aber dann weiß ich genau, was ich unternehmen muss, um mich bemerkbar zu machen. Ich hole mir einfach noch ein paar kleine Helferlein, die sich um mich herum versammeln. Dann fallen wir ihm schon auf. Notfalls macht ihn auch eine andere Person auf uns aufmerksam.</p>
<p>So, langsam muss ich zum Schluss kommen und die Beschreibung meines Wesens beenden. Doch ein paar Hinweise will ich Euch trotzdem noch geben.</p>
<p>Tipp Nr.1:</p>
<p>Obwohl ich die meiste Zeit des Tages am Werk bin, gibt es drei sogenannte Stoßzeiten, die eine Begegnung mit mir begünstigen, nämlich morgens, mittags und abends.</p>
<p>Tipp Nr. 2:</p>
<p>Das blütenweiße Hemd von Hans wirkt auf mich wie eine Einladung. Ich kann einfach nicht widerstehen. Und schwupp bin ich zur Stelle.</p>
<p>Tipp Nr. 3:</p>
<p>Neulich im Restaurant war es wieder soweit und ich konnte mich nicht zurückhalten. Da reichte ihm doch tatsächlich eine Kollegin lächelnd einen Stift und meinte:</p>
<p>„Den habe ich neuerdings immer in meiner Handtasche. Der hilft schnell mal gegen so ein kleines Mallheur.“</p>
<p>„Ich habe noch eine Schere<span class="Apple-converted-space">  </span>in meinem Aktenkoffer“, schlug ein anderer Kollege vor. „Damit ist er ganz sicher weg!“</p>
<p>„Na warte!“, dachte ich und schon hatte er das gleiche Problem auf seiner Krawatte sitzen. „Haha! Wer zuletzt lacht, lacht am besten! So schnell lasse ich mich nicht ausrotten!“</p>
<p>So, ich bin mir ziemlich sicher, inzwischen wisst Ihr alle, wer oder was ich bin. Wer immer noch nicht des Rätsels Lösung kennt, dem verrate ich meinen Namen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich bin:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">DER FLECK</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/waschmaschinengespraeche/">Waschmaschinengespräche</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/dumme-socke/">Dumme Socke</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/flie/">Flie</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="Apple-converted-space">  </span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/allseits-bekannt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>7</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6839</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Wer bist du?</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/wer-bist-du/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/wer-bist-du/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2018 18:46:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausnahme]]></category>
		<category><![CDATA[griff]]></category>
		<category><![CDATA[hierzulande]]></category>
		<category><![CDATA[Ideal]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Name]]></category>
		<category><![CDATA[Tag]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=5212</guid>

					<description><![CDATA[&#160; Du bist an unserer Seite Tag für Tag, ob man dich hasst oder auch mag. Unser aller Leben ist geprägt von dir, umfasst uns sanft oder wie ein wildes Tier. Wir begegnen dir mit Freude oder Neugier, packen dich an den Hörnern wie den Stier. Manchmal sind wir dir überdrüssig fast, wenn Du uns wirst zur mühsamen Last. Gar manches Mal gibst du uns Halt, mit deiner unverkennbaren Gestalt. Oft wünschen wir uns alle nur das eine, du würdest uns nicht halten an der Leine. Dann versuchen wir alle dir zu entfliehen, wollen einfach nur von dannen ziehen. Wieso hast du diese unendliche Macht? Wer hat sich das alles nur ausgedacht? Manchmal können wir dir entkommen, dies ist die Ausnahme genaugenommen. Genießen Tage wie diese voller Freude, leben ganz entspannt im Hier und Heute. Dann bist du uns fern und ganz egal, mal ehrlich, ist das dann unser Ideal? Der Mensch ist ein seltsames Wesen, er vermisst, alles was einst ist gewesen. Eilt pflichtbewusst und treu zu dir zurück, beginnt erneut des Lebens Theaterstück. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Du bist an unserer Seite Tag für Tag,<br />
ob man dich hasst oder auch mag.</p>
<p style="text-align: center;">Unser aller Leben ist geprägt von dir,<br />
umfasst uns sanft oder wie ein wildes Tier.</p>
<p style="text-align: center;">Wir begegnen dir mit Freude oder Neugier,<br />
packen dich an den Hörnern wie den Stier.</p>
<p style="text-align: center;">Manchmal sind wir dir überdrüssig fast,<br />
wenn Du uns wirst zur mühsamen Last.</p>
<p style="text-align: center;">Gar manches Mal gibst du uns Halt,<br />
mit deiner unverkennbaren Gestalt.</p>
<p style="text-align: center;">Oft wünschen wir uns alle nur das eine,<br />
du würdest uns nicht halten an der Leine.</p>
<p style="text-align: center;">Dann versuchen wir alle dir zu entfliehen,<br />
wollen einfach nur von dannen ziehen.</p>
<p style="text-align: center;">Wieso hast du diese unendliche Macht?<br />
Wer hat sich das alles nur ausgedacht?</p>
<p style="text-align: center;">Manchmal können wir dir entkommen,<br />
dies ist die Ausnahme genaugenommen.</p>
<p style="text-align: center;">Genießen Tage wie diese voller Freude,<br />
leben ganz entspannt im Hier und Heute.</p>
<p style="text-align: center;">Dann bist du uns fern und ganz egal,<br />
mal ehrlich, ist das dann unser Ideal?</p>
<p style="text-align: center;">Der Mensch ist ein seltsames Wesen,<br />
er vermisst, alles was einst ist gewesen.</p>
<p style="text-align: center;">Eilt pflichtbewusst und treu zu dir zurück,<br />
beginnt erneut des Lebens Theaterstück.</p>
<p style="text-align: center;">Kaum hast du ihn wieder fest im Griff,<br />
gehorcht er wie der Hund auf den Pfiff.</p>
<p style="text-align: center;">Wir haben uns schon an dich gewöhnt,<br />
was uns immer wieder mit dir versöhnt.</p>
<p style="text-align: center;">Dein Name ist überall bestens bekannt,<br />
‚Alltag‘ haben wir dich hierzulande genannt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/emma/">Emma</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/emmas-neues-zuhause/">Emmas neues Zuhause</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/der-gekaufte-braeutigam/">Der gekaufte Bräutigam</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/wer-bist-du/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>10</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5212</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Zug um Zug</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/zug-um-zug/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/zug-um-zug/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jun 2016 22:24:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Füße]]></category>
		<category><![CDATA[genießen]]></category>
		<category><![CDATA[Hände]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfzerbrechen]]></category>
		<category><![CDATA[Name]]></category>
		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>
		<category><![CDATA[Person]]></category>
		<category><![CDATA[Schulfreund]]></category>
		<category><![CDATA[Statur]]></category>
		<category><![CDATA[Zug]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=3273</guid>

					<description><![CDATA[Wir sind wieder zurück. Die kleine Auszeit hat uns sehr gut getan. Die Ostsee hat uns wundervolles Wetter beschert und sich in den schönsten Farben präsentiert. Wir sind viel zu Fuß unterwegs gewesen und hatten keine Minute Langeweile. An einem der Tage haben wir einen Ausflug mit der Dampflok gemacht, die uns von Bad Doberan über Heiligendamm nach Kühlungsborn und zurück gebracht hat. Vielleicht lag das, was dann passierte an unserer Müdigkeit, vielleicht aber auch an unserer Vergesslichkeit. Ich denke jedoch, dass auch Ihr schon einmal Ähnliches erlebt habt. Ich hoffe es zumindest! 😉 Wir sind total müde und schleppen uns mit letzter Kraft noch in einen Supermarkt, um uns für den Abend noch mit ein paar Getränken einzudecken. Mineralwasser ist bei diesem Wetter ein unbedingtes Muss, aber auch ein Schlückchen Wein ist nicht zu verachten. So stehen wir also vollbepackt an der Kasse. Natürlich ist so kurz vor Feierabend eine Schlange an der Kasse. Wahrscheinlich alles Urlauber, denn die haben ja den ganzen Tag über keine Zeit zum Einkaufen. Der Herr vor uns scheint &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir sind wieder zurück. Die kleine Auszeit hat uns sehr gut getan. Die Ostsee hat uns wundervolles Wetter beschert und sich in den schönsten Farben präsentiert. Wir sind viel zu Fuß unterwegs gewesen und hatten keine Minute Langeweile. </strong><br />
<strong>An einem der Tage haben wir einen Ausflug mit der Dampflok gemacht, die uns von Bad Doberan über Heiligendamm nach Kühlungsborn und zurück gebracht hat. Vielleicht lag das, was dann passierte an unserer Müdigkeit, vielleicht aber auch an unserer Vergesslichkeit. Ich denke jedoch, dass auch Ihr schon einmal Ähnliches erlebt habt. Ich hoffe es zumindest! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></strong><br />
<span class="dropcap">W</span>ir sind total müde und schleppen uns mit letzter Kraft noch in einen Supermarkt, um uns für den Abend noch mit ein paar Getränken einzudecken. Mineralwasser ist bei diesem Wetter ein unbedingtes Muss, aber auch ein Schlückchen Wein ist nicht zu verachten. So stehen wir also vollbepackt an der Kasse. Natürlich ist so kurz vor Feierabend eine Schlange an der Kasse. Wahrscheinlich alles Urlauber, denn die haben ja den ganzen Tag über keine Zeit zum Einkaufen.<br />
Der Herr vor uns scheint ein solcher Geselle zu sein. In kurzen Hosen und Badeschlappen steht er vor uns. Was er einkauft? Keine Ahnung, denn das interessiert uns überhaupt nicht. Wir sind viel zu sehr von seiner Statur beeindruckt. Es ist ein großer und kräftiger Mann, der uns gewaltig überragt. Vermutlich kann er von seinem Aussichtspunkt den gesamten Markt im Überblick behalten. Aber auch durchqueren kann er ihn vermutlich mit wenigen Schritten. Ein Blick nach unten zu seinen Füßen, lässt mich mit offenem Mund dastehen. Mir fällt schlagartig das Wort „Bigfoot“ ein. Dieser Herr lebt wahrhaftig auf großem Fuß.<br />
Ich bin froh, dass er sich nicht umdreht und unsere staunenden und fast schon peinlichen Blicke bemerkt. Aber jetzt müssen wir uns ohnehin auf andere Dinge konzentrieren und haben den Herrn auch schon wieder vergessen.<br />
Als wir später am Abend noch einen kleinen Spaziergang zu einem italienischen Restaurant machen, wird er allerdings zu unserem Gesprächsthema.<br />
„Hast du vorhin die Füße gesehen?“, fragt mein Mann mich unvermittelt und ich weiß auch sofort wessen Füße er meint.<br />
„Wahnsinn, oder!?“, antworte ich und sehe wie mein Gatte grinsend nickt.<br />
„Irgendwie erinnert er mich an jemand?“, sage ich gedankenverloren.<br />
„Weißt du, unser Sohn hatte doch mal einen Schulfreund…“<br />
Mein Peter zuckt mit den Achseln, denn er scheint nicht zu wissen, von wem ich rede. Ich könnte mich selbst ohrfeigen, weil mir überhaupt nicht der Name des ehemaligen Mitschülers unseres inzwischen erwachsenen Sohnes einfällt. Jetzt ist guter Rat teuer.<br />
„Wie soll ich ihm erklären, wen ich meine?“, frage ich mich insgeheim. Aber da kommen mir meine Hände zu Hilfe.<br />
„Weißt du, derjenige, der immer so klein war. Erst war er so…“<br />
Ich halte meine Hand ungefähr auf Schulterhöhe.<br />
„Und später war er dann so…“<br />
Nun versuche ich mit meiner Hand ungefähr zwanzig Zentimeter über den Kopf meines Mannes zu deuten. Dieser ist jedoch in keiner Weise von meinen darstellerischen Fähigkeiten beeindruckt, sondern zuckt nur mit seinen Schultern.<br />
„Keine Ahnung, von wem du sprichst!“<br />
„Doch!“, behaupte ich stur.<br />
„Nein!“, entgegnet er wieder.<br />
Ich bin jedoch felsenfest davon überzeugt, dass mein Peter eigentlich wissen müsste, wen ich meine.<br />
Mir fällt einfach der Name nicht ein. Er liegt mir sozusagen auf der Zunge und ich sehe die betreffende Person klar und deutlich vor meinem inneren Auge.<br />
„Also pass auf“, versuche ich einen erneuten Erklärungsversuch.<br />
„Der Vater von ihm…“, verdammt, mir fällt auch dessen Name nicht ein.<br />
„Wir treffen ihn manchmal zufällig beim Einkaufen…“<br />
Jetzt sollte mein Peter doch endlich wissen, wen ich meine. Aber er schaut mich immer noch ratlos an. Also fange ich wieder an zu gestikulieren.<br />
„Du weißt schon! Der ist so …“, ich zeige mit meinen beiden Händen in die Breite.<br />
„Und auch noch so …“, jetzt schicke ich meine rechte Hand ganz in die Höhe und stelle mich dabei noch auf die Zehenspitzen.<br />
Man sollte es nicht meinen, aber plötzlich beginnen die Augen meines Mannes zu leuchten und ich kann den Groschen, der soeben gefallen ist, förmlich hören.<br />
„Ach, von dem sprichst du! Sag das doch gleich!“<br />
„Geht nicht, weil mir der Name nicht einfällt!“<br />
„Mir auch nicht, aber ich weiß genau, wen du meinst.“<br />
Fast wären in mir Zweifel aufgekommen, ob diese Aussage meines Göttergatten der Wahrheit entspricht oder ob er mich auf den Arm nehmen will. Doch just in diesem Moment kommt eine Beschreibung aus seinem Mund, die nicht zutreffender sein kann.<br />
„Du meinst den, der immer mit Badeschlappen rumläuft!“<br />
„Ja!“, ich bin begeistert.<br />
Ist das nicht toll, wir reden von der selben Person und keiner von uns kann sich an dessen Namen erinnern. Wir haben einfach nur Zug um Zug markante Punkte der betreffenden Person herausgearbeitet und schon waren wir Beide im Bilde. Und das Schönste an der ganzen Geschichte ist, dass mir ungefähr hundert Meter weiter ganz unvermittelt der Name einfällt und er aus meinem Mund nur so heraus sprudelt. Peter und ich grinsen uns zufrieden an und öffnen die Tür zum Restaurant. Der Abend ist gerettet. Kein Grübeln und Kopfzerbrechen mehr, einfach nur noch genießen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bestimmt möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/slawenburg-raddusch/">Aus vergangenen Zeiten</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/den-schuhen-des-anderen/">In den Schuhen des Anderen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/jetzt-faengt-mein-neues-leben-an/">Jetzt fängt mein neues Leben an</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/zug-um-zug/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>20</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">3273</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
