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	<title>Hand &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Heißes Pflaster</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2022 13:43:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Hand]]></category>
		<category><![CDATA[Pflaster]]></category>
		<category><![CDATA[zwischen]]></category>
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					<description><![CDATA[Es herrschte brütende Hitze, als er schnellen Schrittes über das heiße Pflaster lief. Er hatte ein Date und war spät dran.  Sie bemerkte sofort, dass irgendetwas nicht stimmte, als er auf sie zulief. Doch was hielt er in der winkenden Hand?  Als er näher kam, fiel ihr Blick auf seinen linken Fuß. „Er kommt in Badelatschen“, dachte sie verwundert. „Nein, am anderen Fuß trägt er einen Halbschuh. Seltsam.“ Winkend hielt er zwei Teile eines Schuhs und einen Flipflop in die Höhe.  „Ich musste mir unterwegs  Badelatschen kaufen“, erklärte er. „Das heiße Pflaster hat den Kleber zwischen Schuh und Sohle aufgelöst.“ &#160; &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: In den Schuhen des Anderen  Bermudadreieck und andere Mysterien Mein Verhältnis zu meinen beiden Lieblingsschränken &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es herrschte brütende Hitze, als er schnellen Schrittes über das heiße Pflaster lief. Er hatte ein Date und war spät dran.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Sie bemerkte sofort, dass irgendetwas nicht stimmte, als er auf sie zulief. Doch was hielt er in der winkenden Hand?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Als er näher kam, fiel ihr Blick auf seinen linken Fuß. „Er kommt in Badelatschen“, dachte sie verwundert. „Nein, am anderen Fuß trägt er einen Halbschuh. Seltsam.“</p>
<p>Winkend hielt er zwei Teile eines Schuhs und einen Flipflop in die Höhe.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Ich musste mir unterwegs<span class="Apple-converted-space">  </span>Badelatschen kaufen“, erklärte er. „Das heiße Pflaster hat den Kleber zwischen Schuh und Sohle aufgelöst.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="Apple-converted-space">Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</span></p>
<p><span class="Apple-converted-space"><a href="https://lifetellsstories.de/den-schuhen-des-anderen/">In den Schuhen des Anderen</a> </span></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/bermudadreieck-und-andere-mysterien/">Bermudadreieck und andere Mysterien</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/mein-verhaeltnis-zu-meinen-beiden-lieblingsschraenken/">Mein Verhältnis zu meinen beiden Lieblingsschränken</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Besuch vom Nikolaus </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Dec 2021 11:47:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Bein]]></category>
		<category><![CDATA[Hand]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolaus]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[Vogel]]></category>
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					<description><![CDATA[Fabi, der eigentlich Fabian heißt, kuschelt sich in sein Bettchen. Die Mutter erzählt ihm die Geschichte vom Nikolaus, dem Bischof von Myra. Das tut sie schon zum gefühlten 50sten Mal. Auch im Kindergarten sprechen alle vom Nikolaus, der nun bald kommen soll. Der kleine Junge freut sich riesig und am Abend des 5. Dezembers stellt er seine Nikolausstiefel vor die Wohnungstür, in der Hoffnung, dass der gute alte Mann auch Gaben für ihn dabei hat.  „Wenn ich groß bin, will ich auch Nikolaus werden und alle beschenken“, gesteht er der Mutter und zaubert ihr damit ein Lächeln ins Gesicht. Sie gibt ihm einen Gutenachtkuss und streichelt ihm zart über seine braunen Haare. „Bestimmt träumt Fabi heute Nacht vom Nikolaus“, meint sie zu ihrem Mann. „Sein Berufswunsch ist es neuerdings nämlich auch Nikolaus zu werden.“ „Da hätte ich eine Idee“, erklärt dieser seiner etwas verwundert schauenden Frau. „Ich muss nur mal schnell noch meinen Bruder anrufen.“ Am nächsten Tag rennt Fabi ständig zur Tür, um nachzusehen, ob schon etwas in seinen Stiefeln steckt.  „Nichts drin!“, sagt er &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fabi, der eigentlich Fabian heißt, kuschelt sich in sein Bettchen. Die Mutter erzählt ihm die Geschichte vom Nikolaus, dem Bischof von Myra. Das tut sie schon zum gefühlten 50sten Mal. Auch im Kindergarten sprechen alle vom Nikolaus, der nun bald kommen soll.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>er kleine Junge freut sich riesig und am Abend des 5. Dezembers stellt er seine Nikolausstiefel vor die Wohnungstür, in der Hoffnung, dass der gute alte Mann auch Gaben für ihn dabei hat.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Wenn ich groß bin, will ich auch Nikolaus werden und alle beschenken“, gesteht er der Mutter und zaubert ihr damit ein Lächeln ins Gesicht. Sie gibt ihm einen Gutenachtkuss und streichelt ihm zart über seine braunen Haare.<br />
„Bestimmt träumt Fabi heute Nacht vom Nikolaus“, meint sie zu ihrem Mann. „Sein Berufswunsch ist es neuerdings nämlich auch Nikolaus zu werden.“<span class="Apple-converted-space"> </span>„Da hätte ich eine Idee“, erklärt dieser seiner etwas verwundert schauenden Frau. „Ich muss nur mal schnell noch meinen Bruder anrufen.“</p>
<p>Am nächsten Tag rennt Fabi ständig zur Tür, um nachzusehen, ob schon etwas in seinen Stiefeln steckt.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Nichts drin!“, sagt er dann immer wieder enttäuscht.<br />
„Vielleicht solltest du nicht so oft nachsehen, du störst den Nikolaus sonst bei seiner Arbeit“, erklärt ihm seine Mutter. Sie sieht ihrem kleinen Sohn an, wie schwer ihm das Warten fällt, daher versucht sie ihn mit Plätzchenbacken ein wenig abzulenken.<br />
„Aber jetzt ist bestimmt was drin“, sagt er nachdem die Mutter das erste Backblech in den Ofen geschoben hat.<br />
„Warte mal noch ein Weilchen“, versucht diese ihn zu vertrösten. &#8222;Ich denke nicht, dass der Nikolaus schon in unserer Nähe ist. Er hat viel zu tun.“<br />
Verständnisvoll nickt Fabi, aber in seiner Ungeduld hüpft er von einem Bein auf das andere.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Vielleicht denkt er, ich bin bei Opa und Oma und bringt mir gar nichts hierher“, überlegt er laut.<br />
„Dann wird ihm Opa schon sagen, dass du zu Hause auf ihn wartest“, erklärt ihm der Vater, der gerade von der Arbeit gekommen ist.<br />
„Dann schlaf ich vielleicht schon“, sagt der Junge mit trauriger Stimme.<br />
Einen Atemzug später klopft es laut an der Eingangstür. Fabi rennt erschrocken zu seinen Eltern und nimmt beide an der Hand.<br />
„Ist er das?“, fragt er mit großen Augen.<br />
„Keine Ahnung“, meint der Vater. „Wollen wir mal nachsehen?“<br />
Stumm nickt der Junge und umklammert die Hände der Eltern noch fester, denn ganz geheuer ist ihm nun doch nicht zumute. So gehen sie alle Drei zur Wohnungstür, an der es schon wieder laut klopft. Während der Vater Fabis Hand loslässt, dieser mit der Mutter ein paar Schritte weiter hinten stehen bleibt, öffnet der Vater die Tür.<br />
„Hallo!“, sagt eine tiefe Stimme, die von einem Mann im roten Mantel, roter Mütze und einem weißem Bart stammt .<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Das ist der Nikolaus“, flüstert Fabi seiner Mutter zu und drückt sich fest an sie.<br />
„Wohnt hier Fabian?“, ertönt die tiefe Stimme, die aber jetzt nicht mehr furchteinlösend klingt.<br />
Fabi nickt.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Und wo ist er?“, will der Nikolaus nun wissen.<br />
„Hier!“, sagt der Junge zaghaft.<br />
„Aha! Dann bist du wohl auch der Junge, der später einmal Nikolaus werden will?!“<br />
„Ja!“<br />
„Na, da musst du aber noch Einiges lernen.“<br />
„Ich bin ja auch noch klein“, wagt Fabi forsch zu seiner eigenen Verteidigung zu sagen.<br />
„Naja, das stimmt, aber früh übt sich, wer einmal ein richtiger Nikolaus werden will“, erhält er von dem alten Mann zur Antwort. „Zuerst einmal musst du mutig sein und in den großen Sack hineingreifen, der neben mir steht. Schaffst du das?“<br />
Fabi nickt stumm und geht ein paar Schritte vor. Er zieht die Mutter mit, so dass beide nun vor dem Nikolaus stehen.<br />
„Das musst du schon alleine machen, wenn du dir aus dem Sack etwas herausholen willst. Das klappt doch, oder?!“<br />
Wieder nickt Fabi, geht einen Schritt vor und schaut in den geöffneten Sack hinein. Ganz viele Nüsse und Äpfel kann er darin erkennen und auch seine eigenen gefüllten Stiefel.<br />
„Na, trau dich und hol dir deine Nikolausstiefel heraus! Und auch ein paar Nüsse und Äpfel.“<br />
Fabi schaut dem Nikolaus ins Gesicht. Die Augen kommen ihm seltsamerweise irgendwie vertraut vor, aber es bleibt ihm keine Zeit darüber nachzudenken. Er fasst seinen ganzen Mut zusammen, um in den Sack zu greifen und die für ihn bestimmten Gaben herauszuholen.<br />
„Das hast du sehr gut gemacht“, lobt ihn der alte Mann mit dem weißen Bart.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Meinst du, du hast noch mehr Mut?“<br />
Fabi traut sich nun auch noch mehr zu und nickt.<br />
„Ich möchte nicht nur die Kinder beschenken, sondern auch die Tiere. Wenn du willst darfst du mitkommen, aber du musst deine Eltern mitnehmen, denn alleine darfst du niemals mit jemand mitgehen. Aber das weißt du ja!“<br />
Fabi nickt wieder und blickt von der Mutter zum Vater, die ihm dies auch noch einmal sagen und ihr Mitkommen bestätigen.<br />
Eine halbe Stunde später stapft der Nikolaus mit den Dreien durch den Schnee. Sie legen in die vielen aufgestellten Vogelhäuschen Futter und hängen Meisenknödel auf.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Was der kleine Fabian allerdings nicht weiß, ist dass der Nikolaus eigentlich sein Onkel ist und sie sich im hinteren Teil von dessen sehr großen Garten befinden. Dort hat er nämlich wie jedes Jahr viele Vogelhäuschen aufgestellt.</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/warten-auf-den-nikolaus/">Warten auf den Nikolaus</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/weihnachtsmann-willi/">Weihnachtsmann Willi</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/advent/">Advent</a></p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Erlebnis in Opas Garten</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/erlebnis-in-opas-garten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2020 14:22:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Beet]]></category>
		<category><![CDATA[Duft]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Hand]]></category>
		<category><![CDATA[Tor]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Wer in Opas Garten wollte gelangen, den hast du empfangen. Hast dich gut festgehalten am Torbogen, bist durch das Beet gezogen.  &#160; Als ich dich das erste Mal bewusst sah, warst du mir sehr nah, doch Opa warnte mich eindringlich vor dir, du würdest wehtun mir. &#160; So zog ich meine Hand schnell zurück und das war mein Glück. Ich wagte mich an dich heran mit Bedacht, denn Neugier war erwacht. &#160; Beugte langsam und sacht mich hinab, dein Duft mich umgab. Wie verzaubert atmete ich diesen tief ein,  so lieblich und so rein. &#160; Ich vergaß nun Vorsicht und Bedacht, ein Wunsch war erwacht. Ich wollte dich nur für mich ganz allein, ja, so sollte es sein. &#160; So streckte ich meine Hand entgegen dir, wollte dich als Zier. Schenkte allen Warnungen keinen Glauben, wollte dich nun rauben. &#160; Völlig unerwartet kam deine Gegenwehr, schmerzte mich sehr. &#8222;Rosen haben Dornen, mein liebes Kind&#8220;, sagte Opa leise im Wind. &#160; &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Kindheitserinnerungen Im Garten meines Opas Hängemattengedanken &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Wer in Opas Garten wollte gelangen,</p>
<p style="text-align: center;">den hast du empfangen.</p>
<p style="text-align: center;">Hast dich gut festgehalten am Torbogen,</p>
<p style="text-align: center;">bist durch das Beet gezogen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Als ich dich das erste Mal bewusst sah,</p>
<p style="text-align: center;">warst du mir sehr nah,</p>
<p style="text-align: center;">doch Opa warnte mich eindringlich vor dir,</p>
<p style="text-align: center;">du würdest wehtun mir.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">So zog ich meine Hand schnell zurück</p>
<p style="text-align: center;">und das war mein Glück.</p>
<p style="text-align: center;">Ich wagte mich an dich heran mit Bedacht,</p>
<p style="text-align: center;">denn Neugier war erwacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Beugte langsam und sacht mich hinab,</p>
<p style="text-align: center;">dein Duft mich umgab.</p>
<p style="text-align: center;">Wie verzaubert atmete ich diesen tief ein,<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p style="text-align: center;">so lieblich und so rein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Ich vergaß nun Vorsicht und Bedacht,</p>
<p style="text-align: center;">ein Wunsch war erwacht.</p>
<p style="text-align: center;">Ich wollte dich nur für mich ganz allein,</p>
<p style="text-align: center;">ja, so sollte es sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">So streckte ich meine Hand entgegen dir,</p>
<p style="text-align: center;">wollte dich als Zier.</p>
<p style="text-align: center;">Schenkte allen Warnungen keinen Glauben,</p>
<p style="text-align: center;">wollte dich nun rauben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Völlig unerwartet kam deine Gegenwehr,</p>
<p style="text-align: center;">schmerzte mich sehr.</p>
<p style="text-align: center;">&#8222;Rosen haben Dornen, mein liebes Kind&#8220;,</p>
<p style="text-align: center;">sagte Opa leise im Wind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/haengemattengedanken/">Hängemattengedanken</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Im Sauseschritt</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/im-sauseschritt/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/im-sauseschritt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Sep 2018 16:28:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Epoche]]></category>
		<category><![CDATA[Hand]]></category>
		<category><![CDATA[Monat]]></category>
		<category><![CDATA[Sauseschritt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Wie doch die Zeit ist verronnen, wieder hat eine neue Woche begonnen. Sie hat keine Zeit zu verweilen, darum müssen wir uns immerzu beeilen. Im Nu ist es dann Wochenmitte, es geht vorwärts im schnellen Schritte. Ein Tag nach dem anderen verstreicht und geschwind ist das Monatsende erreicht. Der September dann von uns geht, Oktoberwind uns um die Nase weht. Laub sich verfärbt, Drachen steigen, bunte Blätter im Tanz durch die Lüfte gleiten. Doch die Zeit bleibt nicht stehen. Der goldene Oktober wird vergehen, dem Regen im November weichen, dem kalten Dezember die Hand hinreichen. Drum sollten wir jetzt innehalten, jeden Augenblick uns schön gestalten. Vorüber ist nämlich weder diese Woche, noch Monat, Jahr oder gar diese Epoche. &#160; &#160; &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Herbstgedanken Mister Tremblehand Sommerabschiedsgruß Liebeserklärung *Dieses Gedicht habe ich bei Rostrose und ihrer Aktion ANL verlinkt https://rostrose.blogspot.com/2018/09/anl-33-warum-bio.html]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Wie doch die Zeit ist verronnen,<br />
wieder hat eine neue Woche begonnen.<br />
Sie hat keine Zeit zu verweilen,<br />
darum müssen wir uns immerzu beeilen.</p>
<p style="text-align: center;">Im Nu ist es dann Wochenmitte,<br />
es geht vorwärts im schnellen Schritte.<br />
Ein Tag nach dem anderen verstreicht<br />
und geschwind ist das Monatsende erreicht.</p>
<p style="text-align: center;">Der September dann von uns geht,<br />
Oktoberwind uns um die Nase weht.<br />
Laub sich verfärbt, Drachen steigen,<br />
bunte Blätter im Tanz durch die Lüfte gleiten.</p>
<p style="text-align: center;">Doch die Zeit bleibt nicht stehen.<br />
Der goldene Oktober wird vergehen,<br />
dem Regen im November weichen,<br />
dem kalten Dezember die Hand hinreichen.</p>
<p style="text-align: center;">Drum sollten wir jetzt innehalten,<br />
jeden Augenblick uns schön gestalten.<br />
Vorüber ist nämlich weder diese Woche,<br />
noch Monat, Jahr oder gar diese Epoche.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/herbstgedanken/">Herbstgedanken</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mister-tremblehand/">Mister Tremblehand</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/sommerabschiedsgruss/">Sommerabschiedsgruß</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/liebeserklaerung/">Liebeserklärung</a></p>
<p>*Dieses Gedicht habe ich bei Rostrose und ihrer Aktion ANL verlinkt <a href="https://rostrose.blogspot.com/2018/09/anl-33-warum-bio.html">https://rostrose.blogspot.com/2018/09/anl-33-warum-bio.html</a></p>
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		<item>
		<title>Halloween</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/halloween/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/halloween/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2017 12:06:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Entrümplung]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Halloween]]></category>
		<category><![CDATA[Hand]]></category>
		<category><![CDATA[Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Zimmer]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine heutige Geschichte ist zum Teil erfunden, aber in ihr steckt auch ein wahrer Kern. Diese wahre Begebenheit ereignete sich vor mehr als zwei Jahrzehnten im Hause eines Ehepaares, das uns jedes Jahr im Herbst zu einem köstlichen Abendessen in geselliger Runde einlud. Sie hatten bereits einen siebzehnjährigen Sohn, der eines Tages auf eine seltsame Idee kam … Kurz und gut, ich habe nun um diese uns erzählte Begebenheit eine Professor-Konfusi-Geschichte gesponnen: „Heute ist es sehr ungemütlich draußen. Richtiges Halloweenwetter!“, sagt Frau Konfusi zu ihrem Mann als sie beim Essen sitzen. „Ja, es hat die ganze Nacht, einschließlich heute Vormittag gestürmt und geregnet“, bestätigt Professor Konfusi seiner Gattin. „Es ist das geeignete Wetter um einige unliebsame Dinge im Haus zu erledigen.“ „Und woran hast du dabei gedacht?“, erkundigt sie sich. „Unser Keller bedarf wieder einmal einer gewissen Ordnung. Es haben sich im Laufe der Jahre so viele unnötige Sachen angehäuft, die könnte man mal entsorgen.“ „Das ist eine hervorragende Idee. Ausmisten ist immer gut. Lass uns gleich nach dem Mittagessen damit anfangen.“ Frau Konfusi ist &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Meine heutige Geschichte ist zum Teil erfunden, aber in ihr steckt auch ein wahrer Kern. Diese wahre Begebenheit ereignete sich vor mehr als zwei Jahrzehnten im Hause eines Ehepaares, das uns jedes Jahr im Herbst zu einem köstlichen Abendessen in geselliger Runde einlud. Sie hatten bereits einen siebzehnjährigen Sohn, der eines Tages auf eine seltsame Idee kam …</strong><br />
<strong>Kurz und gut, ich habe nun um diese uns erzählte Begebenheit eine Professor-Konfusi-Geschichte gesponnen:</strong><br />
<span class="dropcap">„H</span>eute ist es sehr ungemütlich draußen. Richtiges Halloweenwetter!“, sagt Frau Konfusi zu ihrem Mann als sie beim Essen sitzen.<br />
„Ja, es hat die ganze Nacht, einschließlich heute Vormittag gestürmt und geregnet“, bestätigt Professor Konfusi seiner Gattin. „Es ist das geeignete Wetter um einige unliebsame Dinge im Haus zu erledigen.“<br />
„Und woran hast du dabei gedacht?“, erkundigt sie sich.<br />
„Unser Keller bedarf wieder einmal einer gewissen Ordnung. Es haben sich im Laufe der Jahre so viele unnötige Sachen angehäuft, die könnte man mal entsorgen.“<br />
„Das ist eine hervorragende Idee. Ausmisten ist immer gut. Lass uns gleich nach dem Mittagessen damit anfangen.“<br />
Frau Konfusi ist noch etwas skeptisch, denn eigentlich wirft ihr Mann nicht gern Dinge weg. Er meint immer, man könne dies und das noch eines Tages gebrauchen. Seltsamerweise erweist sich diese Einstellung oftmals als richtig. Erst neulich suchten sie die ausgediente alte elektrische Kaffeemühle, die sie leider beim letzten Sperrmüll entsorgt hatten.<br />
„Siehst du, man soll eben nichts wegwerfen“, hatte Professor Konfusi gesagt.<br />
„Und ausgerechnet er will nun den Keller entrümpeln“, überlegt Frau Konfusi und schüttelt gedankenverloren den Kopf. Sie wird jedoch aus ihren Gedanken gerissen, als es an der Wohnungstür klingelt. Es sind Marco und dessen Vater, die anscheinend schon von den Plänen des Professors wissen. Marco meint nämlich forsch:<br />
„Der Trödeltrupp meldet sich zur Stelle. Von uns aus kann die Entrümplung losgehen. Bestimmt haben Sie einige ungeahnte Schätze unten im Keller lagern.“<br />
„Du scheinst zu viel fernzusehen!“, schmunzelt der ältere Herr. „Aber lasst uns anfangen, bevor ich es mir anders überlege!“<br />
„Da ihr mich ja nicht braucht, nehme ich die Einladung von Oma Schmidt an und mache mir mit ihr und Marcos Mutter im Café Bohne einen netten Nachmittag“, ruft Frau Konfusi den Dreien nach, die bereits auf dem Weg durch das Treppenhaus nach unten sind. „Ein Weibernachmittag hat auch was“, fügt sie in Gedanken hinzu.<br />
Die drei Männer räumen im Keller hin und her, sichten jede noch so geringe Kleinigkeit und sortieren aus, was weggeworfen werden kann und was man behalten will.<br />
„Sollte einer von euch etwas gebrauchen können, dann darf er es sich selbstverständlich nehmen“, erklärt Professor Konfusi großzügig. „Außer es handelt sich um ein ganz persönliches und unersetzliches Erinnerungsstück.“<br />
„Ich hätte da schon was“, gibt Marco sofort zu verstehen. Er deutet in eine Ecke und zieht damit alle Blicke in diese Richtung.<br />
„Was willst du mit dem alten klapprigen Ding? Das dürfte schon nicht mehr ganz heil sein und steht auch nicht mehr richtig.“<br />
„Wenn Sie es nicht behalten wollen, dann … Ich habe da nämlich so eine Idee!“<br />
„Ich frage mich, was das soll. Dein Zimmer ist schon die reinste Rumpelkammer“, gibt ihm sein Vater mürrisch zu verstehen.<br />
„Ich will es mir doch nur ausleihen und bringe es ganz sicher dann auch zum Sperrmüll. Versprochen!“<br />
Marcos Vater zuckt mit den Schultern und wendet ich einem alten Röhrenradio zu, das er gerne wieder zum Leben erwecken würde.<br />
„Das wäre etwas für meinen Hobbykeller!“, gibt er den beiden anderen zu verstehen.<br />
„Ich bin dann mal kurz weg“, erklärt Marco, schnappt sich das gewisse Etwas und schleppt es schnaufend die Treppen nach oben. Eine halbe Stunde später erscheint er wieder im Keller und verrichtet fröhlich pfeifend seine Arbeit.<br />
Am Abend treffen sich alle mit Ausnahme von Oma Schmidt noch auf ein Gläschen Wein bei Marcos Eltern.<br />
„Ich hau jetzt ab!“, erklärt Marco und setzt sich eine Affenmaske auf. „Heute ist doch Halloween und ich will mit ein paar Kumpels um die Häuser ziehen.“<br />
„Um zehn bist du aber wieder da“, gibt ihm sein Vater zu verstehen. „Morgen ist Schule!“<br />
Marco winkt und ist auch schon zur Wohnungstür raus.<br />
„Ich hol mal eben das Fotoalbum aus dem Schlafzimmer“, sagt Marcos Mutter. Zwei Minuten später tönt ein gellender Schrei durch die Wohnung. Alle springen wie von der Tarantel gestochen auf und hechten zum Schlafzimmer, aus dem der Schrei kam. Als Marcos Vater die Tür aufreißt, sieht er seine Frau vor dem Bett stehen. Sie krümmt sich vor Lachen und deutet auf die zurückgeschlagene Bettdecke.<br />
„Schaut euch das mal an! Dieser Marco hat nur Flausen im Kopf. Ich frage mich, wo er das Ding wieder aufgetrieben hat.“<br />
Herr Konfusi und Marcos Vater treten näher an das Bett heran, bevor sie sich vielsagend ansehen. Vor ihnen liegt nämlich Marcos Errungenschaft von der Entrümplungsaktion.<br />
Frau Konfusi ist ebenfalls näher gekommen und mit vorgehaltener Hand flüstert sie:</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>„Ein Skelett!“</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Tim und Tom</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2015 22:11:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Figur]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenzwerg]]></category>
		<category><![CDATA[Großvater]]></category>
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					<description><![CDATA[Tim wohnt mit seinen Eltern im selben Haus wie die Großeltern. Es ist ein großes Haus, in dem zwei Familien ausreichend Patz haben. Unten ist die Wohnung von Opa und Oma. Oben leben Tim und seine Eltern. Der Gemüsegarten wird hauptsächlich von den Großeltern bewirtschaftet. Tims Vater allerdings kümmert sich um den Rasen, um die Obstbäume und die Sträucher. Tims Mutter pflügt die Erdbeeren, außerdem macht sie die Gurken und Bohnen ein. So hat jeder etwas zu tun. Und die Aufgaben rund um das Jahr sind verteilt. Heute ist der vierjährige Tim ganz aufgeregt und hüpft von einem Bein auf das andere. „Opa?“, fragt er. „Bekomme ich wirklich ganz alleine für mich ein eigenes Beet und darf ich da auch alles pflanzen, was ich möchte?“ „Ja, na klar, bekommst du ein eigenes Beet“; schmunzelt der Großvater. „Aber erst einmal müssen wir uns heute um Großmutters Blumenbeet kümmern. Schau mal, dort die schönen roten Knospen. Bald werden die Pfingstrosen blühen. Doch wir müssen sie auch tüchtig gießen, damit sie wachsen können und ihre Knospen aufspringen. Auch &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tim wohnt mit seinen Eltern im selben Haus wie die Großeltern. Es ist ein großes Haus, in dem zwei Familien ausreichend Patz haben. Unten ist die Wohnung von Opa und Oma. Oben leben Tim und seine Eltern. Der Gemüsegarten wird hauptsächlich von den Großeltern bewirtschaftet. Tims Vater allerdings kümmert sich um den Rasen, um die Obstbäume und die Sträucher. Tims Mutter pflügt die Erdbeeren, außerdem macht sie die Gurken und Bohnen ein. So hat jeder etwas zu tun. Und die Aufgaben rund um das Jahr sind verteilt.</strong></p>
<p><span class="dropcap">H</span>eute ist der vierjährige Tim ganz aufgeregt und hüpft von einem Bein auf das andere.<br />
„Opa?“, fragt er. „Bekomme ich wirklich ganz alleine für mich ein eigenes Beet und darf ich da auch alles pflanzen, was ich möchte?“<br />
„Ja, na klar, bekommst du ein eigenes Beet“; schmunzelt der Großvater. „Aber erst einmal müssen wir uns heute um Großmutters Blumenbeet kümmern. Schau mal, dort die schönen roten Knospen. Bald werden die Pfingstrosen blühen. Doch wir müssen sie auch tüchtig gießen, damit sie wachsen können und ihre Knospen aufspringen. Auch müssen wir die Erde ein wenig aufhacken.“<br />
Der Großvater öffnet die Tür des Gartenhauses und stöbert im Regal so lange, bis er fündig wird. Er reicht Tim ein kleines buntes Gießkännchen und eine kleine Hacke.<br />
„So nun bist du ein richtiger Gärtner und wir können uns gemeinsam an die Arbeit machen!“<br />
Doch Tim hat in dem Regal etwas entdeckt, das seine Aufmerksamkeit erregt. Er zupft an Opas Hosenbein, deutet auf das zweite Regalbrett von unten und fragt:<br />
„Darf ich den auch haben?“<br />
Der Großvater weiß zunächst nicht, was Tim meint, doch dann entdeckt er den alten Gartenzwerg, der Pfeife rauchend auf dem Regalbrett steht.<br />
„Na sicher kannst du den haben. Er ist nur schon ein wenig in die Jahre gekommen. Er stammt noch aus der Kindheit deines Vaters, als der etwa so alt war wie du jetzt.“<br />
Irgendwie sieht er total lieb aus mit seiner grünen Gärtnerhose und der roten Zwergenmütze, findet Tim. Auch wenn die Farbe an manchen Stellen schon etwas gelitten hat, macht er insgesamt gesehen noch einen recht guten Eindruck. Und das Schönste an ihm ist sein weißer langer Bart, wie er eben zu einem richtigen Gartenzwerg gehört.<br />
Tim holt den Zwerg aus dem Regal und bringt ihn zu Großmutters Blumenbeet. Dort stellt er ihn zwischen die Pfingstrosen und eine Pflanze, an der ganz viele kleine rote Herzen hängen. Oma hat ihm einmal erzählt, dass man diese Pflanze „das tränende Herz“ nennt, weil ihre herzförmigen kleinen Blüten so aussehen, als würde eine Träne von ihnen herunter fallen.<br />
„So“, sagt Tim zu dem Gartenzwerg. „Du passt jetzt gut auf die Blumen auf und sagst mir sofort Bescheid, wenn irgendetwas nicht in Ordnung ist!“<br />
„Mach ich doch glatt!“, antwortet der Gartenzwerg und zwinkert Tim mit einem Auge zu.<br />
Erschrocken springt der Junge zur Seite und schüttelt den Kopf.<br />
Nein, das hat er jetzt sicherlich geträumt, denn Gartenzwerge können gar nicht reden. Das ist doch total lächerlich, sie sind doch keine Menschen.<br />
„Nur Menschen können reden“, überlegt sich Tim gerade, als der kleine Winzling munter weiter plappert:<br />
„Ich heiße übrigens Tom!“<br />
Der Junge reibt sich zuerst die Augen und dann zieht er vorsichtig an seinem rechten und an seinem linken Ohr. Irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen.<br />
„Und du bist der Tim, stimmt’s!?“<br />
Vorsichtig beugt sich der Junge zu der Figur hinunter.<br />
„Kannst du wirklich reden?“, fragt er leise, nachdem er sich nach allen Seiten hin vergewissert hat, dass ihn niemand sehen und hören kann.<br />
„Ja“, kommt die Antwort des zarten Stimmchens. „Aber nur auserwählte Menschen können uns Gartenzwerge an ganz bestimmten Tagen hören. Du bist ein solches Menschenkind und heute ist es wieder einmal soweit.“<br />
Der Zwerg zieht an seiner Pfeife und bläst Tim den Tabakrauch ins Gesicht. Dieser muss ein wenig husten, räuspert sich dann und richtet gleich zwei neue Fragen an den Winzling:<br />
„Wo kommst du her und wo sind denn alle anderen Gartenzwerge aus deiner Familie?“<br />
„Ach“, meint Tom. „Das ist eine lange Geschichte. Willst du sie hören?“<br />
Und ob das der Junge will. Er nickt zur Bestätigung mehrmals kräftig mit dem Kopf.<br />
„Alles fing kurz nach meiner Geburt vor genau dreihundertachtundsiebzig Jahren an“, erklärt Tom.<br />
Tim setzt sich im Schneidersitz vor den Gartenzwerg. Auch in seinem Zimmer setzt er sich immer auf den Teppich, wenn ihm der Großvater etwas aus seiner eigenen Kindheit erzählt.<br />
„Damals passte meine Mutter einen Moment lang nicht auf mich auf und schon war ich verschwunden. Eigentlich wollte ich nur mal ein paar Schritte um die Ecke laufen. Gartenzwerge können nämlich schon gleich nach der Geburt laufen“, erzählt der niedliche kleine Tom.<br />
„Ja und dann habe ich mich ganz fürchterlich verlaufen. Ich wusste einfach nicht mehr, wie ich in meinen Heimatgarten zurück komme.“</p>
<p>Der kleine Zwerg Tom sieht plötzlich aus, als wolle er weinen. Aber er erzählt trotzdem weiter:<br />
„Ich war sehr traurig. Rufen und Weinen half mir auch nicht weiter. Also blieb ich einfach stehen und hoffte, dass meine Mutter mich wieder finden würde.“<br />
Tim hört gespannt der Erzählung des Gartenzwerges zu, dessen Erlebnis ihn ebenfalls total traurig macht. Er hätte auch Angst und würde weinen, wenn er seine Mutter nicht mehr finden könnte, das weiß Tim ganz sicher. Sanft streicht er mitfühlend über den kleinen Zwerg, der aber sofort weiter plappert:<br />
„Als ich so wartete und wartete, sah ich plötzlich, dass jemand vor mir stand. Ich sah nach oben und blickte in ein grimmiges Gesicht. Es war der böse Gartenzwergzauberer, vor dem wir uns alle fürchten. Ich wollte flüchten, doch er hielt mich einfach fest.“<br />
Tim schlägt vor Schreck seine Hand vor den Mund. Seine Augen sind weit aufgerissen. Er ist wie gebannt und blickt sich schnell um, ob auch der böse Gartenzwergzauberer nirgendwo in der Nähe ist.<br />
„Und dann?“, fragt er ganz aufgeregt.<br />
„Dann hat er das Zaubersalz über mich gestreut und es war um mich geschehen. Ich bin einfach erstarrt. Ich konnte nicht mehr weglaufen. Aber das Schlimmste ist, dass es seither allen Gartenzwergen ebenso ergeht. Deshalb stehen wir immer nur unbeweglich, stumm und still in den Vorgärten.“<br />
Tim sitzt vor dem Gartenzwerg im Gras und fragt ihn:<br />
„Bist du tatsächlich schon so alt?“<br />
„Naja“, zwinkert ihm der Zwerg zu. „Ich habe heute sogar Geburtstag. Und als Geburtstagsgeschenk darf ich an diesem Tag für ein paar Minuten mit einem Menschenkind sprechen. Ich kann dir heute sogar einen Wunsch erfüllen. Du musst mir nur sagen, was du dir wünschst!“<br />
Jetzt ist Tim an der Reihe sprachlos zu sein. Einen Wunsch! Vater sagt immer, dass Tim eine ganze Menge Wünsche hat. Aber komisch, jetzt im Moment fällt ihm kein einziger Wunsch ein. Tim zieht seine Stirn in Falten. Das hat er bei Großvater gesehen. Er macht es nämlich immer, wenn er ganz scharf nachdenkt. Also denkt jetzt Tim auch ganz angestrengt nach.<br />
Und!? Halt! Da ist doch etwas, das er noch niemand verraten hat.<br />
„Sag es mir ganz schnell“, ermahnt ihn der Gartenzwerg Tom. „Meine Kräfte lassen schon nach!“<br />
Tom kann nur noch flüstern und auch seine kleine Pfeife raucht nur noch ein wenig.<br />
„Schnell, schnell!“, flüstert der Gartenzwerg. „Sag es mir geschwind oder denk ganz fest daran, sonst klappt es nicht mehr!“<br />
„Ich wünsche mir so sehr einen kleinen…“<br />
Das Pfeifchen ist erloschen. Es raucht nicht mehr und auch Tom der Gartenzwerg lächelt ihn nur stumm an, als sei nichts geschehen.<br />
Tim reibt sich seine Augen.<br />
„Hat er das alles eben nur geträumt oder hat der Gartenzwerg tatsächlich mit ihm gesprochen?“, fragt er sich insgeheim.<br />
Schade, er hat seinen Wunsch nicht mehr aussprechen können.<br />
Was hat er sich wohl gewünscht? Ihr seid neugierig geworden? Soll ich es euch verraten? Nein! Das müsst ihr schon selbst heraus finden.<br />
Schaut her, gerade nimmt Tim die kleine Figur mit der roten Zipfelmütze hoch, als ihn etwas winselnd an der Hand leckt…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht wollt Ihr auch noch diese Geschichten lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/1174-knut-knopf/">Knut Knopf</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mit-schaufel-und-eimer/">Mit Schaufel und Eimer</a></p>
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