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	<title>Familie &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Die Mäusefamilie überlegt (4)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Dec 2019 05:53:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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					<description><![CDATA[Familie Maus blickte ein wenig hilflos zu Elfinchen. Es war verständlich, dass die kleine Elfe Sehnsucht nach ihrer eigenen Familie hatte. Sie hatte sich verlaufen und wusste nicht, ob sie ihre Eltern und Geschwister jemals wieder sehen würde. Diese wären mit Sicherheit in großer Sorge um ihr geliebtes Elfinchen. „Bitte!“, bettelte Elfinchen erneut und sah den Mäusevater, die Mäusemutter und die Mäusekinder aus traurigen Augen an. „Helft mir! Ihr seid alle so lieb zu mir und habt mich vor dem sicheren Tod gerettet, aber ich habe soooo schreckliches Heimweh! Ich möchte nichts lieber, als endlich wieder bei meiner Familie zu sein! Bitte, bitte!“ Die Mäusemutter streichelte zärtlich über Elfinchens Arm und meinte tröstend zum wiederholten Male:  „Es wird alles wieder gut! Aber du musst noch ein bisschen Geduld haben.“ „Ich halte es aber nicht mehr aus!“, gab Elfinchen zu. „Diese Sehnsucht nach meiner Familie tut so weh! Jetzt weiß ich warum es ‚Heimweh‘ heißt. Ich muss auch ständig weinen, wenn ich an meine Lieben zu Hause denke.“ Bob, Babsi und auch Eddi waren ganz still &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Familie Maus blickte ein wenig hilflos zu Elfinchen. Es war verständlich, dass die kleine Elfe Sehnsucht nach ihrer eigenen Familie hatte. Sie hatte sich verlaufen und wusste nicht, ob sie ihre Eltern und Geschwister jemals wieder sehen würde. Diese wären mit Sicherheit in großer Sorge um ihr geliebtes Elfinchen.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„B</span>itte!“, bettelte Elfinchen erneut und sah den Mäusevater, die Mäusemutter und die Mäusekinder aus traurigen Augen an. „Helft mir! Ihr seid alle so lieb zu mir und habt mich vor dem sicheren Tod gerettet, aber ich habe soooo schreckliches Heimweh! Ich möchte nichts lieber, als endlich wieder bei meiner Familie zu sein! Bitte, bitte!“<br />
Die Mäusemutter streichelte zärtlich über Elfinchens Arm und meinte tröstend zum wiederholten Male:<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Es wird alles wieder gut! Aber du musst noch ein bisschen Geduld haben.“<br />
„Ich halte es aber nicht mehr aus!“, gab Elfinchen zu. „Diese Sehnsucht nach meiner Familie tut so weh! Jetzt weiß ich warum es ‚Heimweh‘ heißt. Ich muss auch ständig weinen, wenn ich an meine Lieben zu Hause denke.“<br />
Bob, Babsi und auch Eddi waren ganz still geworden. Sie spürten die Qualen, die Elfinchen durchlitt und hatten Mitleid mit ihr. Sie waren froh, nicht von ihren Eltern getrennt zu sein und erkannten, welches großes Glück es ist, bei ihrer Familie Liebe, Schutz und Geborgenheit zu haben.<br />
Jetzt ergriff der Mäusevater das Wort:<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Elfinchen, erzähle uns von deinem Zuhause, damit wir herausfinden können, wo du herkommst und wie wir dich wieder zurückbringen können. Berichte uns alles, woran du dich erinnern kannst!“<br />
„Ich weiß nicht mehr aus welcher Richtung ich gekommen von, denn ich habe vollkommen die Orientierung verloren. Keine Ahnung, ob ich mich mehrmals um die eigene Achse gedreht habe oder ob ich nur geradeaus gelaufen und geschwebt bin. In meinem Kopf geht alles kreuz und quer.“<br />
„Woran erinnerst du dich ganz genau? Wo hast du dich noch richtig ausgekannt?“, wollte Eddi wissen.<br />
„Im Schlossgarten. Dort kenne ich mich sehr gut aus. Selbst bei Dunkelheit finde ich mich da zurecht. Die Glühwürmchen weisen mir dann den Weg nach Hause. Aber in der Fremde bin ich verloren…“, schluchzte Elfinchen.<br />
„Versuche doch bitte mal das Schloss zu beschreiben!“, bat der Mäusevater.<br />
„Oh!“, strahlte Elfinchen in Erinnerung daran. „Es ist ein großes und prunkvolles Schloss mit unendlich vielen Zimmern. Alles glitzert golden und es gibt dort einen König, eine Königin und eine kleine Prinzessin. Sie ist meine Freundin!“<br />
„Du bist mit einer richtigen Prinzessin befreundet?!“, Babsis Augen wurden immer größer. „Das ist ja toll! So eine Freundin hätte ich auch gerne! Wie heißt sie denn?“<br />
„Annelie!“, antwortete Elfinchen. Sie ist erst vier Jahre und sie hat mich oft im Schlossgarten besucht. Sie hat lockiges, langes blondes Haar und manchmal trägt sie ein kleines goldenes Krönchen auf dem Kopf. Aber das mag sie gar nicht, denn wenn wir ausgelassen Ringelreihen tanzen und Nachlauf spielen, dann fällt es manchmal herunter. Sie legt es dann auf die Bank unter der großen Eiche und setzt das Krönchen erst wieder auf, wenn sie ins Schloss rein gehen muss.“<br />
„Was weißt du von Annelie noch alles?“, versuchten die Mäusekinder neugierig herauszubekommen.<br />
„Sie liebt die Blumen genauso sehr wie ich. Manchmal bringt sie ihr Gießkännchen mit und gibt den Blumen ein bisschen Wasser, damit sie nicht verdursten.“<br />
„Und der König und die Königin?“, will Babsi wissen.<br />
„Oh, der König ist ein strenger, aber gerechter Mann. Die Königin ist eine wunderhübsche Frau, die rauschende lange Kleider trägt und Annelie über alles liebt.“<br />
Der Mäusevater saß stirnrunzelnd in seinem Sessel. Er war sehr schweigsam, was ein Zeichen dafür war, dass er angestrengt nachdachte. Doch immer wieder schüttelte er den Kopf. Irgendwie konnte er sich keinen Rein aus den Erzählungen Elfinchens machen. Doch die Mäusemutter lächelte gedankenverloren in sich hinein. Nach einer ganzen Weile, in der niemand gewagt hatte etwas zu sagen, meinte sie mit ihrer zärtlichen Stimme:<br />
„Das kommt mir irgendwie bekannt vor.“<br />
Alle Augen richteten sich auf die Mäusemutter und Elfinchen begann neue Hoffnung zu schöpfen.<br />
„Du kennst den Schlossgarten, der meine Heimat ist?“<br />
„Nein, eigentlich nicht“, gestand Eddis Mutter und zerstörte damit die aufgekeimte Hoffnung der kleinen Elfe.<br />
„Aber du hast doch gesagt, dass es dir bekannt vorkommt“, fragte Elfinchen unter erneut aufgekommenen Tränen.<br />
„Ja, ich kenne eine Geschichte von einer Königsfamilie, die in einem Schloss wohnt. Meine Großmutter hat sie mir erzählt und die hat sie von ihrer Großmutter und die wiederum hat sie einst vom Weihnachtsmann erzählt bekommen. Aber das ist lange, lange her und die kleine Prinzessin war ganz sicher nicht Annelie.“<br />
„Aber vielleicht ihre Urururgroßmutter oder so…“, gab Babsi zu bedenken, die von dieser Geschichte vollkommen in den Bann gezogen worden war.<br />
„Ich habs!“, meldete sich plötzlich Bob zu Wort. Er war ein kluges Köpfchen und in der Mäuseschule Klassenbester. „Warum fragen wir nicht einfach den Weihnachtsmann?! Der kennt bestimmt die kleine Annelie in dem großen Schloss, denn er kommt viel in der Welt herum!“</p>
<p style="text-align: center;"><strong>…</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/zotti-im-weihnachtsland/">Zotti im Weihnachtsland</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/lottchens-weihnachtsgedanken/">Lottchens Weihnachtsgedanken</a></p>
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		<title>Pirat Schorsch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Sep 2018 21:20:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffeebecher]]></category>
		<category><![CDATA[Magnet]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pirat]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich ziehe aus meiner Handtasche eine kleine Schachtel heraus und lege den Inhalt auf den Tisch. Mein Mann sitzt mir gegenüber und betrachtet neugierig die niedliche  Magnetfigur.  Es ist ein kleiner pfiffig aussehender Piratenjunge mit einer schwarzen Augenklappe, einem blauen Tuch auf dem Kopf und einem roten um den Hals. In der Hand trägt er seine Beute, einen Beutel, in dem sich wahrscheinlich die Münzen aus dem Piratenschatz befinden. „Willst du eine Piratengeschichte schreiben?“, erkundigt sich mein Mann und dreht die Figur in seiner Hand hin und her. „Keine Ahnung, irgendwann vielleicht. Mir hat der kleine Kerl einfach nur gefallen. Ansonsten habe ich im Grunde genommen mit Piraten nichts im Sinn. Ich habe weder ein Piratenbuch gelesen, noch kann ich mich erinnern jemals einen Film diesbezüglich gesehen zu haben“, erkläre ich meinem Peter. „Da ist dir aber einiges entgangen. Ich zum Beispiel habe einen echten Piraten kennengelernt. Er gehörte sogar zu meiner Familie.“ „Du stammst aus einer Piratenfamilie? Das ist aber ganz was Neues“, wundere ich mich. Ich kenne meinen Mann nun schon seit 42 Jahren &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich ziehe aus meiner Handtasche eine kleine Schachtel heraus und lege den Inhalt auf den Tisch. Mein Mann sitzt mir gegenüber und betrachtet neugierig die niedliche<span class="Apple-converted-space">  </span>Magnetfigur.<span class="Apple-converted-space">  </span>Es ist ein kleiner pfiffig aussehender Piratenjunge mit einer schwarzen Augenklappe, einem blauen Tuch auf dem Kopf und einem roten um den Hals. In der Hand trägt er seine Beute, einen Beutel, in dem sich wahrscheinlich die Münzen aus dem Piratenschatz befinden.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„W</span>illst du eine Piratengeschichte schreiben?“, erkundigt sich mein Mann und dreht die Figur in seiner Hand hin und her.<br />
„Keine Ahnung, irgendwann vielleicht. Mir hat der kleine Kerl einfach nur gefallen. Ansonsten habe ich im Grunde genommen mit Piraten nichts im Sinn. Ich habe weder ein Piratenbuch gelesen, noch kann ich mich erinnern jemals einen Film diesbezüglich gesehen zu haben“, erkläre ich meinem Peter.<br />
„Da ist dir aber einiges entgangen. Ich zum Beispiel habe einen echten Piraten kennengelernt. Er gehörte sogar zu meiner Familie.“<br />
„Du stammst aus einer Piratenfamilie? Das ist aber ganz was Neues“, wundere ich mich.<br />
Ich kenne meinen Mann nun schon seit 42 Jahren und ein Pirat ist mir in seiner Familie noch nie begegnet. Irgendetwas kann hier also nicht stimmen.<br />
„Du willst mir doch nur einen Bären aufbinden“, gebe ich ihm zu verstehen, dass ich mich nicht verulken lasse.<br />
„Das würde ich mir niemals erlauben“, sagt er mit todernster Miene. „Ich will dir lediglich von dem Piraten Schorsch erzählen.“<br />
„Nur zu, auch wenn du dir wahrscheinlich alles nur ausgedacht hast und mir jetzt eine Fantasiegeschichte auftischst“, ermutige ich meinen Mann zum Berichten.<br />
„Nein, ich fantasiere nicht und dichte auch nichts hinzu. Mein Onkel Schorsch war in seinem ersten Leben ein Pirat. In seinem zweiten Leben war er dann allerdings ein angesehener und seriöser Fabrikant.“<br />
„Dein Onkel Schorsch? Wer soll das nun wieder sein?“, frage ich vollkommen verwirrt. „Du hast 3 Onkel,- einen väterlicherseits und einen mütterlicherseits. Der dritte Onkel ist angeheiratet und gehört zur Familie deiner Mutter. Allerdings heißt keiner dieser Drei &#8218;Schorsch&#8216; und auch nicht &#8218;Georg&#8217;“, gebe ich mein Wissen preis.<br />
Mir ist bekannt, dass in manchen Gegenden Deutschlands der Name ‚Georg‘ umgewandelt wird in ‚Schorsch‘. Auch wenn ich mir mein Hirn zermartere, mir ist in all den vergangenen Jahrzehnten keine Person aus der Familie meines Mannes begegnet, der einen der beiden Namen trägt.<br />
„Onkel Schorsch hast du ja auch gar nicht gekannt. Er lebt nicht mehr und war eigentlich so etwas wie mein Großonkel. Er hat die Schwester meiner Großtante geheiratet,- Tante Elsa.“<br />
„Aha, und der soll Pirat gewesen sein? Das glaubst du doch wohl selber nicht!“<br />
„Und ob ich das glaube!“, verteidigt sich mein Mann. „Zumindest war ich als Kind davon felsenfest überzeugt.“<br />
„Aha!“, sage ich nun schon zum zweiten Mal und muss mir insgeheim eingestehen, dass mich die Sache nun doch schon mehr als nur ein wenig interessiert.<br />
„Immer wenn wir zu Besuch bei Tante Elsa und Onkel Schorsch waren, hat er mir aus seinem Leben als Pirat erzählt. Ich kann mich zwar nicht mehr erinnern, was in diesen Geschichten so alles passiert ist, aber spannend und fesselnd waren sie auf alle Fälle.“<br />
„Mein Mann macht eine kleine Pause, steht auf, holt sich einen Kaffeebecher aus dem Schrank und drückt auf unseren Kaffeevollautomaten, um sich einen Latte Macchiato zuzubereiten.<br />
„Nun erzähl schon weiter! Erst fängst du an, machst mich neugierig und dann hörst du einfach auf zu erzählen!“, beschwere ich mich.<br />
„Ach, bist du doch neugierig geworden?“, fragt Peter scheinheilig. „Na gut, ich will ja nicht so sein!“<br />
Mein Blick wandert bei seinem Bericht immer zwischen meinem Mann und der kleinen Magnetfigur hin und her. Insgeheim stelle ich mir ihn als kleinen Jungen vor, der ein Piratenkostüm trägt und einen aus Holz geschnitzten Säbel schwingt.<br />
„Ich war damals noch ein kleines Kind, das auch noch Mittagsschlaf halten sollte. Obwohl ich eigentlich nicht so genau weiß, ob es mein eigenes Bedürfnis nach Schlaf war oder das meines Onkels, welches uns auf das Sofa im Wohnzimmer zog. Lediglich zum Mittagsschlaf war es ihm erlaubt in der Wohnung zu schlafen. Nachts wurde er wegen seines Schnarchens zum Schlafen auf den Dachboden verbannt. Es führte keine normale Treppe nach oben, sondern es gab eine Klappe in der Decke, an der musste man mit einem langen Stab ziehen, damit sie sich öffnete. Gleichzeitig klappte man<span class="Apple-converted-space">  </span>damit eine Leiter aus. Diese musste Onkel Schorsch jeden Abend hinaufsteigen.“<br />
„Das ist ja echt gemein. Aber einen richtige Piraten kann ja nichts erschrecken“, werfe ich ein, doch mein Mann spricht ohne auf meinen Einwurf einzugehen weiter:<br />
„Jedenfalls lag ich dann mit ihm gemeinsam auf dem Sofa und schmiegte mich in seinen Arm. Er erzählte mir von Seeräubern, guten und bösen Piraten, wobei er natürlich immer der gute Pirat war, der auch den großen Piratenschatz fand. In der Schatzkiste befanden sich Gold und Silber und natürlich tausende von Goldmünzen. Außerdem hat er meine Tante Elsa aus den Fängen der bösen Piraten gerettet und vom Fleck weg geheiratet. Aber mehr weiß ich auch nicht mehr.“<br />
„Dann solltest du dich mit der Materie irgendwann mal wieder auseinandersetzten, denn man weiß nie, wann dein Einsatz gefragt ist“, schlage ich vor.<br />
„Wieso, soll ich dir zukünftig als Piraten Peter Gute-Nacht-Geschichten erzählen?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das nich lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mr-stonemans-friend/">Mr. Stoneman&#8217;s friend</a></p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/karl-und-pingy/">Karl und Pingy</a></p>
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		<title>Meine ganz normale, chaotische Familie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Mar 2018 07:35:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Verfolgungsjagd]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Durchforsten meiner Geschichten ist mir diese Begebenheit aus unserem Leben begegnet. Sie ist zwar schon etwas älter, aber bestimmt bereitet sie Euch ebenso viel Spaß wie mir: Meine ganz normale, chaotische Familie Was ist schon normal? Hätte ich sagen sollen: „Meine ganz normale Familie?“ Entsprechen wir denn der Norm? Nein, bestimmt nicht! Oder etwa doch? Chaotisch sind wir bestimmt (immer öfter), zumindest in den Augen der „Normalen“. Manchmal geht es zu wie auf dem Basar, jeder redet, aber keiner hört zu. Auch die Lautstärke würde passen, &#8211; wer flüstert schon, wenn er sich im Trubel Gehör verschaffen will. Ein Spaziergänger, der am Haus vorbei käme, würde sicherlich eine italienische Großfamilie hinter den Fenstern vermuten, aber wir sind eigentlich nur eine deutsche Kleinfamilie. Wir, das ist zunächst einmal mein treu sorgender Gatte, der mit einem Zeitgefühl ausgestattet ist, das zu einem anderen Universum zu gehören scheint. Seine Auffassung von „gleich“ und „sofort“ ist zumindest nicht den gleichlautenden Begriffen unserer Sprache und unseres Verständnisses gleichzusetzen. Weiterhin gehören unser zum damaligen Zeitpunkt pubertierender Sohn und meine Wenigkeit &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beim Durchforsten meiner Geschichten ist mir diese Begebenheit aus unserem Leben begegnet. Sie ist zwar schon etwas älter, aber bestimmt bereitet sie Euch ebenso viel Spaß wie mir:</strong></p>
<p><strong>Meine ganz normale, chaotische Familie</strong></p>
<p><span class="dropcap">W</span>as ist schon normal? Hätte ich sagen sollen: „Meine ganz normale Familie?“ Entsprechen wir denn der Norm? Nein, bestimmt nicht! Oder etwa doch? Chaotisch sind wir bestimmt (immer öfter), zumindest in den Augen der „Normalen“. Manchmal geht es zu wie auf dem Basar, jeder redet, aber keiner hört zu. Auch die Lautstärke würde passen, &#8211; wer flüstert schon, wenn er sich im Trubel Gehör verschaffen will. Ein Spaziergänger, der am Haus vorbei käme, würde sicherlich eine italienische Großfamilie hinter den Fenstern vermuten, aber wir sind eigentlich nur eine deutsche Kleinfamilie.</p>
<p>Wir, das ist zunächst einmal mein treu sorgender Gatte, der mit einem Zeitgefühl ausgestattet ist, das zu einem anderen Universum zu gehören scheint. Seine Auffassung von „gleich“ und „sofort“ ist zumindest nicht den gleichlautenden Begriffen unserer Sprache und unseres Verständnisses gleichzusetzen. Weiterhin gehören unser zum damaligen Zeitpunkt pubertierender Sohn und meine Wenigkeit zur Familie. Weitere Familienmitglieder sind noch ein Kaninchen und ein Meerschweinchen (anfangs waren es die beiden Kaninchen Tom und Jerry / erst nach Toms Tod gesellte sich Tim das Meerschweinchen zu uns).<br />
Selbst die beiden Tierchen entsprechen nicht der Norm. Sir Jerry und Mister Tim haben einen Stall, der ohne weiteres als Gästezimmer umgebaut werden könnte, &#8211; zumindest passt ohne Probleme eine Matratze hinein.<br />
Während Sir Jerry vom ausgelassenen allzeit potenten Jüngling zum großen Beschützer herangewachsen ist, scheint Mister Tim vom Meerschweinchen zum Kaninchen mutiert zu sein, jedenfalls springt er wie ein Kaninchen im Stall hin und her und hoch und runter.<br />
Ist das jetzt normal,chaotisch oder ganz normal chaotisch?<br />
Was mit mir ist, kann man jetzt fragen. In meinen Augen bin ich die Normalste von allen, was aber nicht immer der Meinung meiner beiden Männer entspricht, schon ganz und gar nicht, wenn mich angeblich der Putzwahn befällt.<br />
Fordere ich meinen Sohn auf, seine überall im Kinderzimmer verstreuten und schmutzigen Socken in das dafür vorgesehene Behältnis zu befördern, erklärt er mir nur:<br />
„Das ist ganz normal, bei meinen Freunden ist auch nicht aufgeräumt!“<br />
Soll mein Mann seinen Bücherstapel neben dem Bett beseitigen, höre ich nur seine kopfschüttelnde Bemerkung:<br />
„Diese Aufräumerei ist ja wohl nicht normal!“<br />
Klage ich mein Leid einer Bekannten, so antwortet diese nur:<br />
„Das ist doch ganz normal! Meine Männer sind auch so!“<br />
Naja, wie mir scheint bin ich dann doch die einzig Unnormale hier!</p>
<p>Morgenstunde hat Gold im Munde</p>
<p>Pünktlich um 6.15 Uhr erschallt das allzeit beliebte Klingeln meines Weckers. Ich schalte das Licht an und drücke auf die Wiederholungstaste. Zeitgleich ertönt der gleiche Laut im Zimmer unseres Sohnes, was zur Folge hat, dass auch bei ihm das Licht angeht und der Wecker einen Schlag erhält, der ihn sprichwörtlich schlagartig für die nächsten 24 Stunden verstummen lässt.<br />
Während ich eine Minute später ins Badezimmer marschiere, dreht sich mein Göttergatte grunzend auf die andere Seite. Neidisch werfe ich ihm einen Blick zu, &#8211; aber was hilft es? Wenn ich nicht aufstehe, dann tut dies in dieser Familie niemand!<br />
Fünf Minuten später höre ich das erneute Weckerklingeln aus dem Schlafzimmer. Wer glaubt, dass der inzwischen sehr energisch, schon fast wütend klingende Weckruf meinen Mann senkrecht im Bett sitzen lässt, der täuscht sich gewaltig. Nebenbei bemerkt, täusche ich mich da jeden Morgen selbst, denn das Klingeln des Weckers scheint sich in den Ohren meines Mannes nahezu in die schönste Schlafmelodie zu verwandeln. Er macht nämlich keinerlei Anstalten den Ausknopf zu betätigen, allein der Wecker und meine Ohren sind die Leidtragenden. Um das penetrante Piepsen nicht mehr zu hören, drehe ich den Wasserhahn voll auf und vernehme nur noch das Rauschen des Wassers.<br />
Ebenso wie ich, muss auch der Wecker letztendlich resignieren, will er doch nicht die ganze Energie seiner Batterien verbrauchen. schließlich verstummt er angesichts seiner Nichtbeachtung und steht für den Rest des Tages still und beleidigt auf dem Nachttischchen.<br />
„Vielleicht sollte ich es morgen mit Mozart oder Beethoven probieren“, überlege ich kurz. Möglicherweise hilft mir das, meinem Mann aus den Tiefen seiner süßen Träume zu rütteln.<br />
Als ich dann eine Viertelstunde später das Zimmer unseres Sohnes betrete und ein fröhliches „Guten Morgen! Du musst aufstehen!“ zu seinem Hochbett hinaufrufe, in dem ich außer Kissen, Decken und Stofftiere nichts erkennen kann, schmettert mir der Unsichtbare ein „Mensch, du nervst!“, entgegen.<br />
Also ziehe ich mit Socken, Unterwäsche, T-Shirt und Hose bewaffnet wieder ab und lege alles im Badezimmer bereit, um zum nächsten Angriff überzugehen. Da das verbale Wecken wenig Erfolg verspricht, müssen härtere Geschütze aufgefahren werden. Zunächst einmal stelle ich die Kitzelmaschine an. Am einfachsten von unten zu erreichen, ist der Fuß, der jedoch schlagartig weggezogen wird. Also bleibt mir nichts anderes übrig als die Leiter hinaufzuklettern und ein Ganzkörpergekitzel zu veranlassen. Nach einem ersten seltsamen Grunzen, stellt sich ein Kichern ein. So, jetzt ist die Stunde der Wahrheit gekommen, schlagartig ziehe ich die Bettdecke weg und mein Sohn sitzt senkrecht im Bett.<br />
Damit wäre die erste Schlacht gewonnen. Ich kann beruhigt nach unten in die Küche gehen, während der Jüngling das Bad belagert.<br />
Als er die Küche mit Comicheften bewaffnet, betritt, bereite ich gerade das Frühstück vor und schmiere das Schulbrot. Ein paar Minuten ist Ruhe, dann muss ich schon wieder in Aktion treten, indem ich die Uhrzeit nach oben zu meiner schlummernden besten Hälfte weitergebe. Dies wird sich nun im 2 &#8211; Minutentakt wiederholen, ohne dass auch nur das Geringste passiert. Eigentlich könnte ich mir ja meine Spucke sparen, mich braucht es doch nicht zu jucken, wenn die beiden Herren zu spät dran sind.<br />
Nach einer gefühlten halben Stunde erscheint mein Mann in Anzughose, ohne Strümpfe und mit Schlafanzugoberteil. Sobald er seine Jacke überstreift, springt unser Sohn nach oben zum Zähneputzen, sofern man das sekundenartige Durchfegen der Zahnbürste durch den Mund so nennen kann. Schlagartig ist er wieder zurück, zieht Jacke und Schuhe an, schultert seinen Schulranzen und haucht mir ein Küsschen auf die Wange. Während ich meine täglichen Ermahnungen „Mach schön mit, pass gut auf und mach keinen Unsinn!“ runterleiere, steigt Sohnemann zu Papa ins Auto und beide düsen auf den letzten Drücker davon. Gott sei Dank &#8211; geschafft!<br />
Eine Viertelstunde später hält unser Auto wieder vor dem Haus, mein Liebster steigt mit einer Tüte Brötchen aus und ein gemütliches Frühstück zu zweit beginnt, bei dem er alle möglichen Akten durchblättert, mindestens drei Telefonate führt und zwischendurch noch ein Fax verschickt. Am Ende steht dann immer das gleiche Ritual:<br />
„Schnell, schnell, ich muss ins Büro. Ich hab’ in 15 Minuten eine Besprechung. Was soll ich anziehen? Wo ist meine Uhr? Ich kann meinen Autoschlüssel nicht finden! &#8211; Tschüss, ich bin schon spät dran! Bis heute Abend!“</p>
<p>Die Verfolgungsjagd</p>
<p>Am nächsten Morgen müssen Vater und Sohn vor der Abfahrt erst noch den Laternenpfahl vor unserer Haustür inspizieren. Dieser ist total beschädigt und halb umgeknickt. Davor liegen Scherben eines Blinklichtes.<br />
Beide sitzen gerade im Auto, als ein anderer Wagen in unseren Stichweg einbiegt. Vor dem Laternenpfahl bleibt der Unbekannte stehen, blickt sich um, fährt rückwärts wieder raus und biegt in Richtung Stadt ab.<br />
Alles Weitere weiß ich nur aus der Erzählung unseres Sohnes, der nach Schulschluss auf meine Frage, ob er noch pünktlich zu Schulbeginn in der Schule war, Folgendes berichtet:<br />
„Naja, zum Glück konnte ich Papa dazu überreden die Verfolgungsjagd noch rechtzeitig abzubrechen.“<br />
„Welche Verfolgungsjagd denn?“, erkundige ich mich neugierig.<br />
„Also, Papa war der Meinung, sein detektivischer Spürsinn habe ihm gesagt, dass der Mann im Auto heute Früh der Laternenmörder war. Wir haben ihn dann verfolgt.“<br />
Die Tatsache, dass der Verdächtige wohl nicht gerade langsam gefahren war, hatte ihn in den Augen meines Mannes nur noch verdächtiger gemacht.<br />
„Nachdem Papa schon an der ersten Abzweigung zur Schule vorbei war, habe ich ihm erzählt, dass in der ersten Stunde eine Klassenarbeit ansteht. Dann hat er aufgegeben.“<br />
Ich kann mir das Grinsen nicht verkneifen, als ich meinen Mann am Abend auf diesen Vorfall anspreche und er siegessicher meint:<br />
„Das war er! Warum sonst ist er so schnell abgehauen?!“<br />
„Na, vielleicht musste er in die Arbeit!“, antworte ich und füge hinzu:<br />
„Übrigens: Den Laternenpfahl hat ein Müllauto angefahren.“<br />
Somit schwinden für meinen Mann die Chancen auf ein Zweiteinkommen als 2. Sherlock Holmes, denn nicht alle Schnellfahrer, die versehentlich in eine Seitenstraße mit defekter Laterne einbiegen, sind auch gleichzeitig polizeilich gesuchte Laternenmörder.</p>
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		<title>Emma</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/emma/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2016 23:47:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Atelier]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Ferien]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[gefallen]]></category>
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		<category><![CDATA[Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine heutige Geschichte gehört zwar in die Kategorie &#8222;Erdachtes&#8220;, beinhaltet aber trotzdem einige wahre Momente. So hat mir eine gute Freundin ein Handyfoto zugeschickt, das ich als heutiges Beitragsfoto genommen habe. Weiterhin hatten wir am letzten Tag unseres Kurzurlaubes an der Ostsee ein schönes Erlebnis. Beide Begebenheiten haben mich dazu veranlasst die folgende Geschichte zu schreiben. Mehr verrate ich Euch heute noch nicht. Na, neugierig geworden? Dann lest einfach weiter und kommt auch das nächste Mal wieder vorbei:  „Hey! Wer bist du denn?“ &#160; „Sag nur du kennst mich nicht?“ „Bist du etwa die Ateliersmaus?“ „Na also, du kennst mich ja doch!“ So begann eine großartige Freundschaft. Eine Freundschaft zwischen mir und einer kleinen Maus. Sie lebte in einem Atelier, ganz hinten in einer Ecke. In der Fußbodenleiste war ein kleines Loch und dort hinein verkroch sie sich immer, wenn Trubel im Atelier herrschte. Vorsichtig guckte sie immer heraus und beobachtete das Treiben. Nichts entging ihr. Und so merkte sie auch sofort als ich einen Teller mit leckerem Kuchen auf meinen Arbeitstisch stellte. Doch schon &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meine heutige Geschichte gehört zwar in die Kategorie &#8222;Erdachtes&#8220;, beinhaltet aber trotzdem einige wahre Momente. So hat mir eine gute Freundin ein Handyfoto zugeschickt, das ich als heutiges Beitragsfoto genommen habe. Weiterhin hatten wir am letzten Tag unseres Kurzurlaubes an der Ostsee ein schönes Erlebnis. Beide Begebenheiten haben mich dazu veranlasst die folgende Geschichte zu schreiben. Mehr verrate ich Euch heute noch nicht. Na, neugierig geworden? Dann lest einfach weiter und kommt auch das nächste Mal wieder vorbei: </strong></p>
<p><span class="dropcap">„H</span>ey! Wer bist du denn?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Sag nur du kennst mich nicht?“<br />
„Bist du etwa die Ateliersmaus?“<br />
„Na also, du kennst mich ja doch!“<br />
So begann eine großartige Freundschaft. Eine Freundschaft zwischen mir und einer kleinen Maus. Sie lebte in einem Atelier, ganz hinten in einer Ecke. In der Fußbodenleiste war ein kleines Loch und dort hinein verkroch sie sich immer, wenn Trubel im Atelier herrschte. Vorsichtig guckte sie immer heraus und beobachtete das Treiben. Nichts entging ihr. Und so merkte sie auch sofort als ich einen Teller mit leckerem Kuchen auf meinen Arbeitstisch stellte. Doch schon nach dem zweiten Bissen klingelte mein Handy und ich verließ kurz zum Telefonieren das Atelier. Immerhin wollte ich die anderen nicht beim Arbeiten stören.<br />
Als ich wieder zu meinem Arbeitsplatz zurückkehrte, musste ich feststellen, dass sich ein kleines niedliches Tierchen an meinem Kuchen gütlich tat. Vorsichtig trat ich näher und stellte das süße kleine Mäuschen zur Rede.<br />
„Schämst du dich denn gar nicht, dich so einfach über meinen Kuchen herzumachen?“<br />
„Bitte, bitte, tu mir nichts! Ich hab doch so großen Hunger!“<br />
Ja, da saß sie nun und beobachtete mich mit ihren Knopfäuglein ganz ängstlich. Und auch ich konnte meinen Blick nicht von ihr wenden. Ich gestehe, auch ich hatte ein wenig Angst. Warum nur, frage ich mich. Was sollte mir dieses kleine Wesen tun? Nichts! Und das tat sie auch. Aber auch ich tat ihr nichts. Ich ließ sie einfach weiter meinen Kuchen futtern.<br />
Von diesem Tag an brachte ich immer eine kleine Leckerei mit und stellte sie so auf meinen Arbeitstisch, dass das Mäuschen sie auch von ihrem Mauseloch aus sehen konnte. Und tatsächlich sie wagte sich aus ihrem Versteck und krabbelte auf meinen Arbeitstisch. Mit der Zeit verlor sie die Angst vor mir und ich vor ihr.<br />
„Wie heißt du eigentlich?“, fragte ich sie eines Tages.<br />
„Emma, ich bin Emma!“, antwortete sie mir und fiepte dabei ein kleines bisschen.<br />
Emma wuchs mir sehr ans Herz und ich glaube, ich ihr auch. Sie verlor vollkommen jegliche Angst und Scheu auch den anderen Ateliersbesuchern und -mitarbeitern gegenüber. Und von allen erhielt sie Leckereien. Es ging ihr richtig gut, wären da nicht die herannahenden Ferien gewesen.<br />
„Was, ihr wollt alle weg und lasst mich ganz alleine hier?“<br />
„Wir kommen doch wieder!“, versuchte ich sie zu trösten, aber ich verstand ihren Kummer. Auch mir tat der Abschied leid. Doch ich konnte sie nicht einfach mitnehmen.<br />
Als könne Emma meine Gedanken lesen, fiepte sie mir eine Bitte ins Ohr. Sie saß auf meiner Schulter und piepste in den höchsten Mäusetönen.<br />
„Bitte, bitte nimm mich mit! Ich will nicht alleine sein und außerdem muss ich ja dann verhungern!“<br />
„Solltest du dir nicht lieber einen Mäusemann suchen und eine Familie gründen?“, fragte ich Emma.<br />
„Oh ja, das wäre schön!“, meinte sie leise und sah ganz verträumt aus.<br />
„Aber wo soll ich den denn finden? Da draußen werde ich nur gefangen oder totgefahren. Hier war ich die ganze Zeit in Sicherheit und hier geht es mir doch gut.“<br />
„Alleine kannst du hier nicht bleiben und mitnehmen kann ich dich auch nicht einfach. Das wäre auch kein schönes Mäuseleben“, erklärte ich ihr.<br />
Da ich allerdings ihren tieftraurigen Blick sah, fügte ich schnell hinzu:<br />
„Ich komme morgen vor meiner Abreise noch einmal vorbei. Vielleicht ist mir bis dahin eine Lösung eingefallen.“<br />
Die ganze Nacht konnte ich nicht schlafen, denn meine Gedanken kreisten ständig um Emma. Was sollte ich nur mit ihr machen. Am nächsten Morgen schon wollte ich an die Ostsee fahren. Einen Zwischenstopp würde ich bei meiner Oma einlegen. Ob sie sich vielleicht um Emma kümmern könnte? Ganz früh am Morgen griff ich nach dem Telefon und wählte die Nummer meiner Oma.<br />
„Ach Markus, das ist aber schön, dass du mich besuchen möchtest. Ich freue mich schon!“<br />
„Ich freue mich auch, aber da gibt es im wahrsten Sinne des Wortes ein klitzekleines Problem.“<br />
Ich erzählte meiner Oma von Emma. Sie hörte mir stillschweigend zu. Noch bevor ich sie fragen konnte, ob sie vielleicht für ein paar Wochen Emma in Pflege nehmen könnte, machte sie mir einen Vorschlag.<br />
„Ach Markus, bring Emma ruhig mit. Ich glaube ich habe da eine ganz prima Idee.“<br />
Mehr verriet mir meine Großmutter nicht, aber ich war mir sicher, dass sie Emma helfen würde. Also besorgte ich mir in der Zoohandlung einen kleinen Käfig, holte Emma aus dem Atelier und verfrachtete den Käfig mitsamt der kleinen süßen Maus auf dem Rücksitz meines Autos.<br />
Als ich bei meiner Oma ankam, stand sie schon in ihrem schönsten Sonntagskleid und der Handtasche um den Arm in ihrem Hausflur.<br />
„Lass Emma gleich im Auto, wir wollen mit ihr einen Ausflug machen. Sie wird sich freuen!“<br />
Ich hatte keine Ahnung, was meine Großmutter vor hatte, aber ich war mir sicher, dass es nur zu Emmas Besten sein würde.<br />
Oma dirigierte mich durch die Stadt hindurch und auf einem großen Parkplatz außerhalb der Stadt sollte ich mein Fahrzeug abstellen und Emma gut geschützt in meine Hand nehmen. Meine Oma führte uns durch einen Wald und ich befürchtete schon ich solle Emma hier aussetzen und den wilden Tieren zum Fraß da lassen. Das hätte ich niemals über das Herz gebracht.<br />
Nach einer Viertelstunde kamen wir an ein Holzhäuschen und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich verstand jetzt, was meine Oma beabsichtigte. An dem Haus war nämlich ein Schild angebracht. Hierauf stand mit großen Buchstaben geschrieben:</p>
<p style="text-align: center;">Hier in diesem Haus<br />
wohnt Familie Maus.</p>
<p>Die Tür stand sperrangelweit offen und so traten wir gemeinsam mit Emma ein. Was ich sah, übertraf meine kühnsten Erwartungen. Wir standen direkt im Wohnzimmer von Familie Maus. Es war anscheinend eine Großfamilie, denn in allen Ecken wimmelte es von Mäusen. Im Schrank, unter dem Tisch, auf dem Tisch, auf den Stühlen, im Fernseher und aus den Mauselöchern schauten ebenfalls lauter kleine süße Mäuschen hervor.<br />
Emmas Augen wurden immer größer und sie zappelte unruhig in meiner Hand. Und das Schönste war, dass es aus allen Richtungen zu fiepen und zu piepsen begann. Es schien mir als würden alle ganz laut rufen:<br />
„Herzlich willkommen, kleine Emma. Lass dich ruhig bei uns nieder. Hier kannst du bleiben und ein Mitglied unserer Familie werden. Komm schnell zu uns!“<br />
Emma sprang mir fast aus der Hand. Mit sehnsüchtigen Blicken verfolgte sie das Treiben rund um uns herum. Danach warf sie mir einen flehenden Blick zu.<br />
„Ich glaube, liebe Emma, hier kann ich dich getrost lassen. Hier bist du willkommen und hier fühlst du dich wohl!“<br />
Emma fiepte mir ein „Dankeschön!“ und ein „Leb wohl!“ zu.<br />
Sanft setzte ich sie auf den Tisch und streichelte zart über ihr Mausefell.<br />
„Mach es gut, kleine Emma!“<br />
In Sekundenschnelle war Emma umringt von den anderen Mäusen, die sie zu einem festlichen Willkommensmahl mit Brot, Käse, Gemüse und vielen anderen Leckereien einluden. Emma war angekommen und hatte eine Familie gefunden.<br />
„Ich werde dich nie vergessen!“, rief sie mir nach, als ich mit meiner Oma das Haus der Familie Maus verließ.</p>
<p>Das nächste Mal werde ich Euch dieses Haus der Familie Maus zeigen. Ich war nämlich dort und habe ganz viele Fotos mitgebracht. Lasst Euch überraschen. Es wird Euch dort gefallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bestimmt möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/purzel/">Purzel</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/der-gekaufte-braeutigam/">Der gekaufte Bräutigam</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/unser-persoenliches-spiel-mit-dem-gedaechtnis/">Unser persönliches Spiel mit dem Gedächtnis</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Aus der Schulzeit meiner Mutter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Apr 2016 22:02:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[aufgehoben]]></category>
		<category><![CDATA[Brief]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schulzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sohn]]></category>
		<category><![CDATA[Tintenfass]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
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					<description><![CDATA[Als unser Sohn in die dritte Grundschulklasse ging, sprachen sie im Sachunterricht über die Schule in früheren Zeiten. Sie sollten die Eltern und Großeltern zu diesem Thema befragen. Klar, dass ich ihm sofort über meine Schulzeit berichtet habe. Doch auch von seiner Oma wollte er wissen, wie es damals so in der Schule war. Da wir allerdings 600 Kilometer von den Großeltern entfernt wohnten, rief er meine Mutter an und stellte ihr Fragen. Sie notierte sich diese und schrieb ihm damals einen ausführlichen Brief, in welchem sie über ihre Schulzeit berichtete. Diesen Brief habe ich wieder gefunden, denn ich habe ihn die ganzen Jahre für unseren Sohn aufbewahrt. Dieses Jahr zu Weihnachten schenkte er seiner Oma ein Buch, in dem sie Fragen zu ihrem Leben beantworten soll. Der Brief und die Fotos von damals werden hierin einen Platz finden. Auch meine Mutter hat sich gefreut, als ich ihr diesen Brief neulich zeigte. Sie ist damit einverstanden, dass ich heute diesen Brief in meinem Blog vorstelle: Die Schule in früheren Zeiten „Ich bin am 27.6.1929 in &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als unser Sohn in die dritte Grundschulklasse ging, sprachen sie im Sachunterricht über die Schule in früheren Zeiten. Sie sollten die Eltern und Großeltern zu diesem Thema befragen. Klar, dass ich ihm sofort über meine Schulzeit berichtet habe. Doch auch von seiner Oma wollte er wissen, wie es damals so in der Schule war.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>a wir allerdings 600 Kilometer von den Großeltern entfernt wohnten, rief er meine Mutter an und stellte ihr Fragen. Sie notierte sich diese und schrieb ihm damals einen ausführlichen Brief, in welchem sie über ihre Schulzeit berichtete. Diesen Brief habe ich wieder gefunden, denn ich habe ihn die ganzen Jahre für unseren Sohn aufbewahrt. Dieses Jahr zu Weihnachten schenkte er seiner Oma ein Buch, in dem sie Fragen zu ihrem Leben beantworten soll. Der Brief und die Fotos von damals werden hierin einen Platz finden. Auch meine Mutter hat sich gefreut, als ich ihr diesen Brief neulich zeigte. Sie ist damit einverstanden, dass ich heute diesen Brief in meinem Blog vorstelle:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Die Schule in früheren Zeiten</strong></p>
<p>„Ich bin am 27.6.1929 in Asch (Sudetenland) geboren und auch dort in die Schule gegangen. Mein erster Schultag war am 1.9.35.</p>
<p>Wir hatten in Asch 7 Schulen. Ich ging in die nächstgelegene Schule, die „Bergschule“. Im Gebäude links waren die Jungen untergebracht und rechts die Mädchen. Dazwischen lag eine große Turnhalle.</p>
<p>Wir hatten täglich vier Stunden Unterricht.</p>
<p>Der Lehrer in der Volksschule (=Grundschule) war sehr streng. Er hatte einen Rohrstock. Wenn wir während des Unterrichts nicht aufpassten, mussten wir die Hand aufhalten, dann gab es eine drauf. Oh, das hat sehr weh getan.</p>
<p>Die Kleidung war normal, das heißt, es gab keine Uniform, wir durften anziehen, was wir wollten.</p>
<p>In der Volksschule waren wir 28 Schülerinnen.</p>
<p>Das Klassenzimmer war groß, hatte viele Fenster, Holztische und Bänke. In den Tischen waren Tintenfässer. Wir hatten keinen Kuli oder so einen Füller, wie ihr ihn kennt. Unser Schreibgerät war ein Holzstift, in den man eine Stahlfeder einschieben konnte. Während des Schreibens musste die Feder immer in das Tintenfass getaucht werden.</p>
<p>In der Volksschule hatten wir Rechnen, Lesen und Schreiben. Wir mussten Aufsätze und Diktate schreiben.<br />
Religion, Heimatkunde und Turnen hatten wir auch.</p>
<p>Es gab Turnfeste und wir machten Wanderungen.</p>
<p>Im September 1939 begann der 2. Weltkrieg. Ich war damals 10 Jahre alt und ging in die 4. Klasse. Bei Fliegeralarm mussten wir in den Keller. Wir hatten immer Angst.</p>
<p>In die Bergschule ging ich 4 Jahre. Danach machte ich eine Aufnahmeprüfung und kam in die Bürgerschule (das war so wie die heutige Realschule). Ich ging also nach den großen Ferien in die &#8222;Angerschule&#8220;, so hieß meine neue Schule. Auch hier waren es 4 Jahre. Davon hatte ich drei Jahre Englischunterricht und Unterricht in Stenografie (=Kurzschrift). Außerdem hatten wir Musik, Biologie, Mathe, Deutsch, Kochen, Turnen und Zeichnen.</p>
<p>Unser Klassensaal war groß. Auch hatten wir einen Zeichensaal. Ich konnte sehr gut zeichnen. Meine Bilder hingen im Treppenhaus der Schule.</p>
<p>Der Unterricht in der Bürgerschule begann morgens um 8 Uhr und endete um 13.30 Uhr.</p>
<p>Ich hatte einen sehr weiten Schulweg in die Bürgerschule. Wir mussten immer laufen, denn wegen des Krieges fuhr kein Auto.</p>
<p>Die Klassen waren sehr groß. Wir waren 40 Kinder. Es fehlten viele Lehrer, denn die jungen Lehrer waren im Krieg.</p>
<p>Nach den 4 Klassen in der Bürgerschule, machte ich ein Pflichtjahr. Das Pflichtjahr bedeutete während des 3. Reiches 1 Jahr in der Landwirtschaft oder in einer kinderreichen Familie arbeiten.</p>
<p>Nachher begann ich eine Lehre im Büro. Nachdem ich <strong>1</strong> 1/2 Jahre im Büro gelernt hatte, war der Krieg endlich zu Ende. Doch jetzt wurden wir aus unserer Heimat vertrieben. Mit einem Viehwagon wurden wir nach Hessen transportiert. In diesem Viehwagon „feierte“ ich meinen 17. Geburtstag.“</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-3077 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01441-Kopie-781x1024.jpg" alt="1200px-DSC01441 Kopie" width="781" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01441-Kopie-781x1024.jpg 781w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01441-Kopie-229x300.jpg 229w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01441-Kopie-768x1007.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC01441-Kopie.jpg 1200w" sizes="(max-width: 781px) 100vw, 781px" /></p>
<p>Dieses Bild zeigt meine Mutter im Alter von 10 Jahren.</p>
<p>Ich bin froh, dass meine Mutter damals den oben abgedruckten Brief an unseren Sohn geschrieben und uns damit einen Teil ihrer Geschichte mitgeteilt hat.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Danke Mutti! </strong></p>
<p>Auch unser Sohn ist seiner Oma hierfür dankbar.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Danke Oma!</strong></p>
<p style="text-align: left;">Gut, dass ich alles aufgehoben habe.</p>
<p style="text-align: left;">Vielleicht möchtet Ihr auch noch diese Geschichten über mich und meine Familie lesen:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/erinnerungen-an-die-schulzeit/">Erinnerungen an die Schulzeit</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/meine-mutter-und-die-zugspitze/">Meine Mutter und die Zugspitze</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
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		<title>Das bin ich &#8230; und noch viel mehr</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/das-bin-ich-und-noch-viel-mehr/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2015 22:01:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was]]></category>
		<category><![CDATA[Über mich]]></category>
		<category><![CDATA[Alphabet]]></category>
		<category><![CDATA[das bin ich]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[gut geht]]></category>
		<category><![CDATA[Zuhause]]></category>
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					<description><![CDATA[In meinen Geschichten habe ich Euch schon viel von mir und meiner Familie erzählt. Alles betrifft allerdings nur Erlebnisse und Erinnerungen. Über meine Person selbst habe ich jedoch bisher wenig geschrieben. Deshalb möchte ich heute in meiner Kategorie &#8222;Über mich&#8220; einen kleinen Beitrag einstellen. Ich habe mir einfach nur zu jedem Buchstaben des Alphabets überlegt, was dieser über mich persönlich aussagen könnte. Es ist zwar nur ein kleiner Eindruck, aber vielleicht interessiert es Euch. A Ich habe grüne Augen und mag Abba, aber auch viele andere Musikinterpreten (Udo Jürgens, Queen, Westlife, Simon and Garfunkel, Santana, Die Prinzen, Peter Maffay …) B Einmal im Jahr sind wir in Bangkok, allerdings nicht, um dort Urlaub zu machen. C Ich mache mich gerne chic, denn ich liebe schöne Kleider…und Schmuck ohne ein Modepüppchen zu sein. D Viele Jahre habe ich mit meiner Familie in Darmstadt gelebt. EIch glaube an Schutzengel. F Meine Fingernägel und Fußnägel sind immer lackiert. G Gewitter finde ich immer ein bisschen unheimlich. Donner und Blitz machen mir Angst und ich bin jedesmal froh, wenn das &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In meinen Geschichten habe ich Euch schon viel von mir und meiner Familie erzählt. Alles betrifft allerdings nur Erlebnisse und Erinnerungen. Über meine Person selbst habe ich jedoch bisher wenig geschrieben. Deshalb möchte ich heute in meiner Kategorie &#8222;Über mich&#8220; einen kleinen Beitrag einstellen. Ich habe mir einfach nur zu jedem Buchstaben des Alphabets überlegt, was dieser über mich persönlich aussagen könnte. Es ist zwar nur ein kleiner Eindruck, aber vielleicht interessiert es Euch.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">A </span>Ich habe grüne <strong style="font-size: 15px; line-height: 1.73;">Augen</strong><span style="font-size: 15px; line-height: 1.73; font-weight: normal;"> und mag </span><strong style="font-size: 15px; line-height: 1.73;">Abba</strong><span style="font-size: 15px; line-height: 1.73; font-weight: normal;">, aber auch viele andere Musikinterpreten (Udo Jürgens, Queen, Westlife, Simon and Garfunkel, Santana, Die Prinzen, Peter Maffay …)</span></p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">B</span> Einmal im Jahr sind wir in <strong style="font-size: 15px; line-height: 1.73;">Bangkok</strong><span style="font-size: 15px; line-height: 1.73; font-weight: normal;">, allerdings nicht, um dort Urlaub zu machen.</span></p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">C</span> Ich mache mich gerne <strong>chic</strong>, denn ich liebe schöne Kleider…und Schmuck ohne ein Modepüppchen zu sein.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">D</span> Viele Jahre habe ich mit meiner Familie in <strong>Darmstadt</strong> gelebt.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">E</span>Ich glaube an Schutz<strong>engel</strong>.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">F</span> Meine <strong>Fingernägel</strong> und <strong>Fußnägel</strong> sind immer lackiert.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">G</span> <strong>Gewitter</strong> finde ich immer ein bisschen unheimlich. Donner und Blitz machen mir Angst und ich bin jedesmal froh, wenn das Gewitter wieder abgezogen ist.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">H</span> Manchmal überlege ich, ob wir uns einen <strong>Hund</strong> anschaffen sollten. Allerdings zieht mein Mann eher einen großen Hund vor und ich einen kleinen. Daher werden wir mit unserer Entscheidung noch warten.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">I</span><strong>Intrigen</strong> finde ich einfach nur schlimm.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">J</span> Ich liebe die wärmeren <strong>Jahreszeiten</strong>. Sobald es Frühling wird, freue ich mich auf die Sonne und den Sommer, aber auch den goldenen Herbst finde ich sehr schön. Nur das verregnete Novemberwetter und den Winter mit Eis, Kälte und Matsch kann ich nicht leiden.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">K</span> Früher mochte ich <strong>Katzen</strong> nicht besonders, aber seit wir unser Lottchen haben, weiß ich wie lieb und anhänglich diese Tiere sind.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">L</span> Schon mit 6 Jahren wusste ich genau, was ich werden wollte: <strong>Lehrerin</strong>.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">M</span> Das <strong>Mittelmeer</strong> ist immer ein beliebtes Reiseziele für mich und meine Familie.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">N</span> <strong>Neid</strong> und Streit kann ich nicht leiden.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">O</span> Da unser Sohn schon erwachsen ist, wird es wohl nicht mehr so viele Jahre dauern und uns wird jemand <strong>Oma</strong> und <strong>Opa</strong> rufen. Da ich Kinder sehr gerne mag, freue ich mich schon  auf diese Zeit.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">P</span> Meinen Mann <strong>Peter</strong> habe ich in der Schule kennengelernt.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">Q</span> Ein bisschen <strong>Quatsch</strong> und das Lustigsein gehören auch zum Leben.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">R</span><strong> Romantisch</strong> bin ich auch manchmal und bei romantischen Filmen kann ich richtig gut weinen.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">S</span> Meine Geburtsstadt heißt <strong>Schotten</strong>, da sie der Legende nach von zwei schottischen Prinzessinnen gegründet wurde.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">T</span> Unser Sohn <strong>Timo</strong> ist unser einziges Kind.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">U</span> Meine <strong>Uroma</strong> habe ich immer Omaur (Oma Ur) genannt.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">V</span> Unsere Silberhochzeitsreise haben wir nach <strong>Venedig</strong> gemacht und dort war es einfach nur traumhaft schön. Ich finde, man sollte alles tun, um Venedig nicht untergehen zu lassen und zu bewahren.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">W</span> Ich brauche keinen <strong>Winter</strong> und keinen Schnee. Höchstens an drei Tagen im Jahr: An den beiden Weihnachtsfeiertagen und an Silvester.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">X</span> Ich lasse mir nicht gerne ein <strong>X</strong> für ein U vormachen.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">Y</span> Ich brauche keine <strong>Yacht</strong>, um glücklich zu sein.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">Z</span> <strong>Zuhause</strong> bin ich dort, wo meine Familie ist und froh bin ich, wenn es allen meinen Lieben (Mann, Sohn, Mutter, Schwiegermutter… und allen anderen Familienangehörigen und Freunden) und natürlich auch mir selbst gut geht.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Vielleicht interessiert Euch auch noch das:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/das-familien-b-c-2/">Das Familien ABC</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/chaotische-familie/">Meine ganz normale, chaotische Familie</a></p>
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		<title>Tierparkgedanken</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/tiergartengedanken/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/tiergartengedanken/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2015 22:12:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was]]></category>
		<category><![CDATA[Aufzucht]]></category>
		<category><![CDATA[Dickhäuter]]></category>
		<category><![CDATA[Elefanten]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Tierpark]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich habe ich wieder einmal einen Rundgang durch unseren schönen Tierpark gemacht. Er wurde am 1. Juni 1954 eröffnet, 1968 kam dann ein Raubtierhaus dazu und bereits 1969 zog ein Elefant in den Tierpark ein. Später kamen Gänse, Enten, Störche und andere Wasservögel hinzu und mittlerweile beherbergt er über 1200 Tiere und ist der größte Tierpark im Land Brandenburg. Auch wenn ich schon oft diesen kleinen Zoo besucht habe, lohnt sich ein Vorbeischauen  immer wieder. Besonders interessant ist es bei Neuzugängen oder wenn Tierkinder angekommen sind. Auf jeden Fall gibt es viel zu sehen und zu bestaunen. Seltsamerweise hatte es mich diesmal zu den Dickhäutern gezogen, wo auch gerade Kameraleute zugange waren. Leider waren sie schon am Zusammenpacken. Ich setzte mich auf eine Bank und beobachtete das Treiben und die Dickhäuter. Elefanten gelten als schlaue und sensible Tiere, die auch soziale Kompetenz aufweisen. Sie zeigen Emotionen und können u.a. Beziehungen zu ihren Betreuern aufbauen.Ich denke, diese Bindungen an Menschen sind besonders wichtig, wenn diese Tiere in Gefangenschaft leben, wie zum Beispiel hier im Tierpark. Ich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neulich habe ich wieder einmal einen Rundgang durch unseren schönen Tierpark gemacht. Er wurde am 1. Juni 1954 eröffnet, 1968 kam dann ein Raubtierhaus dazu und bereits 1969 zog ein Elefant in den Tierpark ein. Später kamen Gänse, Enten, Störche und andere Wasservögel hinzu und mittlerweile beherbergt er über 1200 Tiere und ist der größte Tierpark im Land Brandenburg.</strong></p>
<p>Auch wenn ich schon oft diesen kleinen Zoo besucht habe, lohnt sich ein Vorbeischauen  immer wieder. Besonders interessant ist es bei Neuzugängen oder wenn Tierkinder angekommen sind. Auf jeden Fall gibt es viel zu sehen und zu bestaunen.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Affen.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-714 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Affen-1024x682.jpg" alt="1200px-Affen" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Affen-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Affen-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Affen-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Affen.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Erdmaennchen.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-1596 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Erdmaennchen-1024x682.jpg" alt="1200px-Erdmaennchen" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Erdmaennchen-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Erdmaennchen-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Erdmaennchen-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Erdmaennchen.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pinguin.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-716 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pinguin-1024x682.jpg" alt="1200px-Pinguin" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pinguin-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pinguin-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pinguin-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pinguin.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pfau-.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-717 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pfau--1024x682.jpg" alt="1200px-Pfau" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pfau--1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pfau--300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pfau--840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pfau-.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Seltsamerweise hatte es mich diesmal zu den Dickhäutern gezogen, wo auch gerade Kameraleute zugange waren. Leider waren sie schon am Zusammenpacken. Ich setzte mich auf eine Bank und beobachtete das Treiben und die Dickhäuter.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Kaenguru.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1597 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Kaenguru-1024x682.jpg" alt="1200px-Kaenguru" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Kaenguru-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Kaenguru-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Kaenguru-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Kaenguru.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Elefanten-2-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-720 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Elefanten-2-1-1024x682.jpg" alt="1200px-Elefanten 2" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Elefanten-2-1-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Elefanten-2-1-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Elefanten-2-1-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Elefanten-2-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a><br />
Elefanten gelten als schlaue und sensible Tiere, die auch soziale Kompetenz aufweisen. Sie zeigen Emotionen und können u.a. Beziehungen zu ihren Betreuern aufbauen.Ich denke, diese Bindungen an Menschen sind besonders wichtig, wenn diese Tiere in Gefangenschaft leben, wie zum Beispiel hier im Tierpark. Ich habe gelesen, dass diese gewaltigen Tiere trauern, wenn sie von ihrer Bezugsperson verlassen werden bzw. wenn diese stirbt. Manche Elefanten verwahrlosen dann, bei anderen führt dieser Verlust sogar zum eigenen Tod.<br />
Forscher beobachteten diese gewaltigen Tiere in der freien Wildbahn über viele Jahre, ja sogar Jahrzehnte hinweg. Was sie herausfanden lässt den Elefanten näher an den Mensch heran rücken, als man dies ursprünglich vermutete. Stirbt beispielsweise ein Elefant, so wird dieser von seiner Familie gewissermaßen beerdigt. Sie bedecken den Leichnam mit Ästen, Zweigen und Erde. Somit erweisen sie ihrem Familienmitglied im Grunde genommen noch die letzte Ehre.<br />
Es mag gar manchen seltsam anmuten, wenn ich an dieser Stelle von Familienangehörigen spreche, aber Elefanten leben tatsächlich in einem Familienverband.</p>
<p>In der Tierwelt gibt es dies relativ selten. Lediglich Vögel und Säuger ziehen ihre Jungen groß.<a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Spatz.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-721 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Spatz-1024x682.jpg" alt="1200px-Spatz" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Spatz-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Spatz-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Spatz-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Spatz.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Ziege1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-722 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Ziege1-1024x682.jpg" alt="1200px-Ziege" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Ziege1-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Ziege1-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Ziege1-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Ziege1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Während bei Vögeln die Kleinen relativ schnell flügge sind (beim Haussperling beträgt dies 11-19 Tage), säugt die Ziegenmama nach der Geburt ihrer Zicklein diese noch drei Monate. Eine Gepardin allerdings kümmert sich länger als ein Jahr um ihre Jungen und bringt ihrem Nachwuchs alles Wichtige bei. Doch die Elefanten übertrumpfen alle:</p>
<p>Bei diesen gewaltigen Dickhäutern leben gleich mehrere Generationen zusammen und diese kümmern sich gemeinsam um den Nachwuchs. Somit werden Wissen und Erfahrungen über Generationen hinweg weiter gegeben. Forscher behaupten sogar, dass in der Evolution „Familienähnliche Strukturen … ein wichtiger Faktor für die Ausbildung tierischer Intelligenz“ waren ( GEOkompakt Nr.33, S.120)*. Elefanten, die zu den intelligentesten Tieren zählen, entwickeln in dieser Gemeinschaft auch starke emotionale Beziehungen. Eine Elefantenmutter trägt 22 Monate lang ihr Junges aus, bevor dieses geboren wird. Bei diesem enormen Aufwand wird die Mutter alles tun, damit ihr Nachwuchs auch am Leben bleibt. Hierin wird sie von den anderen weiblichen erwachsenen Elefanten tatkräftig unterstützt, aber auch von den zwei bis elfjährigen weiblichen Jungtieren. Während sie ihr Junges die ersten 12 Monate ausschließlich mit Muttermilch ernährt, vergehen noch weitere Jahre bis der junge Elefant vollständig von der Muttermilch entwöhnt ist. Das können insgesamt vier bis neun Jahre sein. Ist das Junge männlich, so wird es mit ungefähr zwölf Jahren die Gruppe verlassen.<br />
Durch ihren Zusammenhalt in der Gruppe entsteht auch eine Art von Arbeitsteilung bei der Aufzucht der Jungen. Die Gruppe bietet jedoch auch Schutz vor feindlichen Tieren. Umreihen die erwachsenen Elefanten ihre Jungtiere bei Gefahr, so bilden sie gewissermaßen einen Schutz zum Beispiel vor Hyänen.<br />
„Tiere, die bis ins erwachsene Alter hinein auf engstem Raum miteinander leben, können untereinander starke emotionale Bindungen entwickeln. Elefanten erkennen sich gegenseitig wieder, auch wenn sie sich lange Zeit nicht gesehen haben: Sie begrüßen sich herzlich, schlingen ihre Rüssel umeinander, trompeten und sondern eine Flüssigkeit aus ihren Schläfendrüsen ab &#8211; ähnlich wie Menschen, die bei tiefer emotionaler Regung zu weinen beginnen.“ (GEOkompakt,Nr.33, S. 124)*<br />
Wer hätte dieses Denken, diese Emotionen und diese Intelligenz hinter der Stirn des Dickhäuters vermutet?!</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Dickhaeuter.-JPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1598 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Dickhaeuter.-JPG-1024x682.jpg" alt="1200px Dickhaeuter. JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Dickhaeuter.-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Dickhaeuter.-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Dickhaeuter.-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Dickhaeuter.-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zitate aus: * Tilmann Botzenhardt, Die Erfindung der Familie, in GEOkompakt, Nr. 33, S.116ff</p>
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		<title>Das fliegende Ei</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/das-fliegende-ei/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2015 13:07:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Besuch]]></category>
		<category><![CDATA[das letzte Ei]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[fliegendes Ei]]></category>
		<category><![CDATA[Frühstücksei]]></category>
		<category><![CDATA[Osterei]]></category>
		<category><![CDATA[Streit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sitzen im Flieger von Sizilien zurück nach Berlin. Schade, denn wir lassen das schöne sonnige Wetter zurück und tauschen es gegen Temperaturen von ungefähr 6 Grad ein, allerdings mit der Hoffnung auf Sonnenschein an Ostern. Ich überlege, welche Geschichte aus unserem Leben zum Osterfest passen könnte, aber da hilft mir Peter auf die Sprünge. Es gibt eine lustige Begebenheit aus der Familie meines Vaters, die ich allerdings auch nur aus Erzählungen kenne. Es ist also sozusagen eine alte familiäre Überlieferung.“ „Und das ist eine Ostergeschichte?“, frage ich zurück. „Das kann ich dir jetzt nicht sagen, aber es geht um ein fliegendes Ei.“ Logisch, dass ich jetzt neugierig werde, denn fliegende Eier kenne ich nicht. Seinem schelmischen Grinsen merke ich jedoch an, dass ich vielleicht den Ausspruch nicht ganz so wörtlich nehmen sollte. „Das ist jetzt aber kein nachträglicher Aprilscherz, oder?“ „Nein, nein. Pass mal auf!“, beginnt Peter mir diese Geschichte zu erzählen. Er beschreibt eine Szene, die ich mir nun auch bildlich genau vorstellen kann. Sein Vater Heinz, der damals wohl selbst noch ein &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir sitzen im Flieger von Sizilien zurück nach Berlin. Schade, denn wir lassen das schöne sonnige Wetter zurück und tauschen es gegen Temperaturen von ungefähr 6 Grad ein, allerdings mit der Hoffnung auf Sonnenschein an Ostern. Ich überlege, welche Geschichte aus unserem Leben zum Osterfest passen könnte, aber da hilft mir Peter auf die Sprünge.</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>s gibt eine lustige Begebenheit aus der Familie meines Vaters, die ich allerdings auch nur aus Erzählungen kenne. Es ist also sozusagen eine alte familiäre Überlieferung.“</p>
<p>„Und das ist eine Ostergeschichte?“, frage ich zurück.<br />
„Das kann ich dir jetzt nicht sagen, aber es geht um ein fliegendes Ei.“<br />
Logisch, dass ich jetzt neugierig werde, denn fliegende Eier kenne ich nicht. Seinem schelmischen Grinsen merke ich jedoch an, dass ich vielleicht den Ausspruch nicht ganz so wörtlich nehmen sollte.<br />
„Das ist jetzt aber kein nachträglicher Aprilscherz, oder?“<br />
„Nein, nein. Pass mal auf!“, beginnt Peter mir diese Geschichte zu erzählen.<br />
Er beschreibt eine Szene, die ich mir nun auch bildlich genau vorstellen kann. Sein Vater Heinz, der damals wohl selbst noch ein Kind war und sein Bruder Wilhelm sitzen mit den Eltern Hermann und Käthe und einem weiteren Pärchen rund um den Küchentisch. Bei diesem Paar, das zu Besuch ist, handelt es sich um die Schwester von Käthe und deren Ehemann, genannt Tante Elsa und Onkel Peter.<br />
„Also saßen da deine Großeltern väterlicherseits, dein Großonkel und deine Großtante.“<br />
Mein Peter nickt und ergänzt mich in meinen Überlegungen:<br />
„Leider ist keiner von diesen Menschen mehr am Leben. Wenn du jetzt diese Geschichte aufschreibst, dann gerät sie wenigstens nicht in Vergessenheit.“<br />
„Darf ich mal raten?“, frage ich, allerdings warte ich nicht auf eine Antwort, sondern rede gleich weiter. „Wahrscheinlich wollten sie gerade frühstücken.“<br />
„Das nehme ich an“, bestätigt mich mein Mann.<br />
Ich sehe alles genau vor mir: Der Tisch ist gedeckt. Natürlich hat die Mutter meines Schwiegervaters extra die Damasttischdecke aufgelegt, die sie noch von ihrer Aussteuer hat. Wahrscheinlich hat sie auch das gute Geschirr benutzt, denn immerhin ist Besuch da. Bestimmt hat die Mutter von Peters Vater selbst gemachte Erdbeermarmelade und frischgebackenes Brot auf dem Tisch stehen. Weiße und frisch gestärkte Servietten liegen auf den Frühstückstellern und die gesamte Küche duftet nach frischem Kaffee. Vor dem kleinen Heinz und vor dem etwas älteren Bruder steht jeweils ein Glas mit frischer Milch. Die Mutter hat bei einem bekannten Bauern am Tag zuvorneben der Milch auch noch etwas Wurst besorgt und auch der Käse fehlt nicht. Während sich die beiden Jungs den Kakao in die Milch rühren, kocht die Mutter schnell noch ein paar Frühstückseier. Selbstverständlich hat sie diese nicht genau abgezählt, sondern lieber noch ein paar mehr gekocht. Immerhin soll es dem Besuch ja gut gehen und man will nicht knausrig erscheinen.<br />
Die Frühlingssonne lacht zum Fenster herein und kitzelt den kleinen Heinz an der Nase. „Beeil dich und komm raus zum Fahrradfahren!“, flüstert sie ihm scheinbar zu und so isst er auch artig sein Marmeladenbrot und sein Frühstücksei. Während die Erwachsenen sich unterhalten, müssen er und sein Bruder still sein und nicht dazwischen reden. Einmal stützt er sich während des Essens gedankenverloren auf seinem Ellbogen auf, doch da hört er auch schon Mutters ermahnende Stimme:<br />
„Heinz, setz dich gerade hin!“<br />
Gerne würde er aufstehen, doch er weiß genau, dass er dies noch nicht darf beziehungsweise erst um Erlaubnis fragen muss.<br />
„Dürfen wir…?“, setzt er einmal zu der Frage an, doch Vaters strenger Blick verrät ihm, dass sie beide noch abwarten müssen. „Die Erwachsenen finden aber auch kein Ende“, denkt er. Andauernd reden sie von irgendwelchen langweiligen Dingen und immerzu greift sich noch ein Erwachsener eine Brotscheibe, ein bisschen Wurst oder Käse. Die gekochten Eier tragen auch nicht gerade zu einem schnellen Ende des Frühstücks bei.<br />
Auf einmal erregt allerdings etwas die Aufmerksamkeit des kleinen Heinz. Obwohl er den Gesprächen der Erwachsenen nicht zugehört hat, bemerkt er, dass Unruhe am Tisch entstanden ist. Worum geht es hier eigentlich?</p>
<p>„Ach“, sagt seine Mutter gerade. „Ein einziges Ei ist noch übrig. Peter, das kannst du dir noch nehmen“, erklärt sie und richtet sich an ihren Schwager.</p>
<p>„Nein, nein!“, protestiert dieser. „Das gebührt dem Gastgeber.“<br />
Und denkt sich dabei: „Ich würde es ja gerne noch essen, aber das gehört sich nicht. Es sieht sonst so aus, als hätten wir nichts zu essen zu Hause.“</p>
<p>„Ich bin vollkommen satt!“, sagt der Vater. „Bei uns ist der Gast König!“<br />
Und er denkt sich: „Lecker dieses Ei. Wäre ja nicht schlecht, aber das kann ich nicht machen, sieht sonst so aus, als wolle ich es unserem Besuch vorenthalten.“</p>
<p>„Dann iss es du, Elsa!“, sagt die Mutter.</p>
<p>„Ich habe keinen Hunger mehr. Nein, Kätha! Nimm es dir doch! Du bist die Hausfrau und hast uns so gut bewirtet.“<br />
Und sie denkt sich: „So ein Ei zum Abschluss wäre schon gut. Aber lieber nicht, sonst denkt jeder, ich könne nicht genug haben!“<br />
Die Mutter aber sagt jetzt: „Ach, ich kann doch morgen wieder eins essen! Jetzt möchte ich keins mehr.“<br />
Und sie denkt sich: „Warum eigentlich nicht? Wenn ich es schon gekocht habe, dann kann ich es eigentlich auch essen. Aber das tut man nicht, man isst dem Besuch nichts vor der Nase weg!“</p>
<p>Der kleine Heinz und sein Bruder würden gerne das Ei essen, aber niemand fragt sie und so sitzen sie still und lauschen dem Hin und Her im Streit um das letzte Ei auf dem Frühstückstisch. Die Erwachsenen können sich einfach nicht entscheiden.</p>
<p>„Na los!“, sagt der Vater. „Jetzt nimm sich doch endlich jemand dieses Ei!“<br />
Eigentlich zuckt es jedem in den Fingern, aber keiner wagt es einfach zuzugreifen.</p>
<p>Die Namen werden hin und her geworfen und jeder meint, der andere solle sich des Eies erbarmen. Die Unruhe steigt in der vor ein paar Minuten noch so friedlichen Frühstücksrunde. Aber mit der Unruhe steigt auch der Unmut des Vaters. Diese Streiterei um ein kleines Ei geht ihm sichtlich auf die Nerven. Der kleine Heinz kann dies genau an der strengen Falte erkennen, die sich auf der Stirn des Vaters zu vertiefen beginnt.<br />
Und dann greift der Vater urplötzlich nach dem Ei, das einsam und verlassen in dem Körbchen auf der Mitte des Tisches liegt. Fest und energisch umschließt seine Hand dieses kleine Ei. Er steht abrupt auf und marschiert mit festen und donnernden Schritten zum Fenster, öffnet dieses, holt aus und wirft das Ei hinaus.<br />
„So, soll sich das Ei doch holen, wer will!“, sagt er bestimmt.</p>
<p>Alle sind wie erstarrt und beobachten von ihren Plätzen aus den Flug des Eies und dessen Landung im Blumenbeet im Garten des Nachbarn.<br />
Die Mutter ist die Erste, die aus ihrem schockähnlichen Zustand erwacht und ihren Gatten mit den strengen und zurechtweisenden Worten ermahnt:</p>
<p>„Aber Herrmann, wie kannst du nur! Und dann auch noch vor den Kindern.</p>
<p>Der kleine Heinz hat dieses einprägsame Erlebnis nie vergessen.</p>
<p>„Ja und irgendwann einmal hat er mir davon erzählt und tüchtig gelacht“, berichtet mir nun abschließend mein Peter.</p>
<p>&nbsp;<br />
Ich wünsche allen meinen Lesern ein schönes Osterfest mit vielen bunten Eiern und keinen Streit um das letzte Ei!!!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Osterhase-.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-thumbnail wp-image-459" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Osterhase--150x150.jpg" alt="1200px-Osterhase" width="150" height="150" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Osterhase--150x150.jpg 150w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Osterhase--120x120.jpg 120w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>*</p>
<p style="text-align: center;">*vom DHL Paket abfotografiert</p>
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		<title>Clown August und der Ententanz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Mar 2015 00:25:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Clown August]]></category>
		<category><![CDATA[danke]]></category>
		<category><![CDATA[Ententanz]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Großtante]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
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		<category><![CDATA[Pritschenwagen]]></category>
		<category><![CDATA[Sahne]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir waren für ein paar Tage in der alten Heimat und haben die Mütter besucht. Im Moment befinden wir uns auf derAutobahn und fahren in unsere neue und jetzige Heimat. Wir fahren also gewissermaßen von Zuhause nach Hause.  Keine Ahnung, ob jemand diese unsere Logik versteht, aber diese Ausdrucksweise trifft es noch am Besten. Bestimmt ist auch nachvollziehbar, dass wir von so einer Reise in die Vergangenheit auch gewisse Erinnerungen mit in unsere Gegenwart bringen. Gerade fahren wir an einem Pritschenwagen vorbei, da fallen Peter und mir Geschichten ein, die uns an eine ganz bestimmte Person erinnern. „Du hast doch neulich die Geschichte vom Umzug meiner Schwester geschrieben und dabei kam so ein ähnlicher Pritschenwagen vor“, sagt Peter zu mir. „Hast du denn schon mal was von Tante Leni geschrieben?“ „Nein, noch nicht! Aber sag mal, wie war das eigentlich? Wenn ich mich richtig erinnere, dann war sie doch gar nicht deine Tante.“ „Sie war die Schwägerin von meiner Oma, väterlicherseits“, klärt mich Peter auf. „Das war jetzt aber umständlich formuliert. Sie war also die &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir waren für ein paar Tage in der alten Heimat und haben die Mütter besucht. Im Moment befinden wir uns auf derAutobahn und fahren in unsere neue und jetzige Heimat. Wir fahren also gewissermaßen von Zuhause nach Hause.  Keine Ahnung, ob jemand diese unsere Logik versteht, aber diese Ausdrucksweise trifft es noch am Besten. Bestimmt ist auch nachvollziehbar, dass wir von so einer Reise in die Vergangenheit auch gewisse Erinnerungen mit in unsere Gegenwart bringen.</strong></p>
<p><span class="dropcap">G</span>erade fahren wir an einem Pritschenwagen vorbei, da fallen Peter und mir Geschichten ein, die uns an eine ganz bestimmte Person erinnern.<br />
„Du hast doch neulich die Geschichte vom Umzug meiner Schwester geschrieben und dabei kam so ein ähnlicher Pritschenwagen vor“, sagt Peter zu mir. „Hast du denn schon mal was von Tante Leni geschrieben?“<br />
„Nein, noch nicht! Aber sag mal, wie war das eigentlich? Wenn ich mich richtig erinnere, dann war sie doch gar nicht deine Tante.“<br />
„Sie war die Schwägerin von meiner Oma, väterlicherseits“, klärt mich Peter auf.<br />
„Das war jetzt aber umständlich formuliert. Sie war also die Schwester von deinem Opa und damit die Tante von deinem Vater und deine Großtante. Richtig?“, versuche ich den Verwandtschaftsgrad zu ermitteln.<br />
„Ja stimmt schon. Ich komme mit diesen ganzen Verwandtschaftsbezeichnungen immer nicht ganz klar. Ist ja auch egal, denn jeder,  ob verwandt oder bekannt, nannte sie nur Tante Leni.“<br />
Als ich sie kennenlernte, eilte ihr der Ruf einer kleinen Berühmtheit voraus, zumindest innerhalb der Familie meines Mannes. Sie war eine zierliche kleine Person mit kurzem dauergewellten Haaren und immer guter Laune.<br />
„Mein Vater hat mir erzählt, dass ihr Mann eine Schreinerei hatte“, berichtet Peter. „Und jetzt komme ich auf den Pritschenwagen zu sprechen. Wenn sie zu einem Kunden unterwegs waren, der beispielsweise in Mainz wohnte, wollte sie immer mitfahren.“<br />
„Dagegen ist ja wohl nichts einzuwenden!“, verteidige ich Tante Leni.<br />
Peter grinst mich an und erzählt weiter: „Wenn im Sommer die Sonne vom Himmel lachte, dann stellte man einen Liegestuhl auf die Ladefläche.“<br />
„Wozu sollte das denn gut sein?“, frage ich überrascht.<br />
„Na, ganz einfach: Tante Leni setzte sich in den Liegestuhl und sonnte sich während der Fahrt!“<br />
„Das passt ganz genau zu der Tante Leni, die ich kennengelernt habe“, erwidere ich. „Unkonventionell, immer für ein Späßchen zu haben und in keiner Hinsicht langweilig.“<br />
„Tante Leni war auch für alles, was modern war zu begeistern. Sie war die erste im gesamten Familien- und Bekanntenkreis, die sich einen Farbfernseher kaufte. Alle wunderten sich wozu sie so ein neumodisches Dinge brauchte und später besorgte sich jeder so ein Gerät.“<br />
„Ach, der Farbfernseher“, falle ich Peter ins Wort. „Den haben wir doch nach Tante Lenis Tod sozusagen geerbt, der stand in unserer ersten gemeinsamen Wohnung und hat noch lange Jahre gute Dienste geleistet.“<br />
Tante Leni war bei jeder Familienfeier mit von der Partie, ob Geburtstag oder unsere Verlobung. Sie saß an der Kaffeetafel, erzählte und liebte es, wenn die anderen sich amüsierten. Sie aß gerne Kuchen, aber bitte mit Sahne, trotz Medikamente gegen einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Damals war ein ganz spezieller Sahnespender neu auf den Markt gekommen, ein Sahnesyphon. Hierfür wurde die flüssige Sahne mit Distickstoffmonoxid (einer N2O &#8211; Patrone) sozusagen aufgeschäumt.<br />
„Tante Leni saß in ihrem besten Sonntagskleid am Kaffeetisch und forderte mich auf, ihr aus dem Sahnespender eine ordentliche Portion Sahne auf ihren Kuchen zu spritzen.“ Peter kann sich bei der Erinnerung an diese Feier kaum noch vor Lachen halten. Nachdem er tief Luft geholt hat, berichtet er weiter. „Ich habe dieses Wunderwerk in die Hand genommen, gezielt und den Hebel fest runtergedrückt.“</p>
<p><span style="line-height: 1.73;">„Na und?“</span></p>
<p><span style="line-height: 1.73;">„Leider habe ich nicht auf den Kuchen gezielt, sondern auf Tante Lenis Sonntagskleid. Ich kann mich noch ganz genau an ihr „Huch!“ erinnern. Ob sie sauer war und geschimpft oder gelacht hat, weiß ich heute nicht mehr. Aber bei allen kommenden Kuchenschlachten erinnerte man sich lachend an diese Sahneorgie und forderte mich immer auf doch vorsichtig mit diesem Wunderwerk umzugehen.“</span></p>
<p>Am meisten Freude hatten sie und alle Anwesenden jedoch, wenn ein ganz spezielles Lied und dazu eine Aufforderung an Tante Leni erklang und daran kann ich mich ebenfalls noch haargenau erinnern. Nachdem die Kuchenteller und Kaffeetassen geleert waren, setzte sich mein Schwiegervater an seine selbstgebaute Orgel und begann Schlager zu spielen. Die Stimmung stieg und plötzlich rief jemand:<br />
„Tante Leni, jetzt kommt der Ententanz!“<br />
Ohne zu zögern marschierte sie in die Mitte des Wohnzimmers und legte zu Frank Zanders Schlager „Ja, wenn wir alle Englein wären…“ einen filmreifen Ententanz hin, den keiner besser konnte als Tante Leni. Mit ihren Ellbogen schlug sie wie mit Flügeln im Rhythmus des Liedes, führte mit zusammengedrückten Knien einen Twist ähnlichen Tanz auf und klatschte dann viermal in die Hände. Sie war die Stimmungskanone Nummer Eins und obwohl wir alle versuchten es ihr gleichzutun, konnte niemand mit der fast Achtzigjährigen mithalten. Und weil ihre Tanzvorführung mit großem Applaus und Zugaberufen belohnt wurde, blieb es niemals nur bei einem Tänzchen.<br />
Und selbstverständlich tanzten wir und sangen alle den Refrain mit:<br />
„Ja, wenn wir alle Englein wären,<br />
dann wär die Welt nur halb so schön…“ *</p>
<p>„Wir haben übrigens noch drei Andenken an Tante Leni!“, sage ich.<br />
„Ja genau“, bestätigt Peter. „Das Bild von Clown August, das im Hauswirtschaftsraum über unserer Waschmaschine hängt. Der lacht genauso lustig und scheint genauso viel Freude am Leben zu haben wie Tante Leni es hatte.“<br />
„Und im Schrank steht noch eine große und eine kleine gläserne Blumenvase, die sind beide ebenfalls von ihr“, ergänze ich meinen Mann.<br />
Wir hatten immer eine Menge Spaß, wenn Tante Leni dabei war und freuten uns schon im Vorfeld auf ihren Tanz. Doch leider konnte sie irgendwann nicht mehr mitfeiern. Sie wurde von einem Mofa angefahren und verstarb im Krankenhaus, allerdings so viel wir uns erinnern können, nicht an den Unfallfolgen. Aber man sieht, irgendwie ist sie doch noch bei uns. Jedesmal, wenn irgendwo Frank Zanders „Ententanz“ gesungen und getanzt wird, erinnern wir uns an Tante Leni und auch jetzt auf der Fahrt lasse ich bei You Tube das Lied erklingen.<br />
Auch heute hat uns die Erinnerung viel Freude bereitet und uns unsere Fahrt über 600 Kilometer zumindest gefühlsmäßig verkürzt. Danke Tante Leni.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine liebe Mitbloggerin (Tanja Fründ) hat zum Thema &#8222;Dummer August&#8220; ebenfalls einen Beitrag geschrieben.</p>
<p><a href="https://fruendlichescherereien.wordpress.com/2015/05/09/der-dumme-august-und-seine-verwandten" target="_blank">Der Dumme August und seine Verwandten</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*  aus: http://www.golyr.de/frank-zander/songtext-ententanz-339823.html (Stand: 12.3.2015)</p>
<p><a href="http://www.golyr.de/frank-zander/songtext-ententanz-339823.html">Ententanz</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Arme kleine Gans</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/arme-kleine-gans/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2014 20:44:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Gans]]></category>
		<category><![CDATA[Gefriertruhe]]></category>
		<category><![CDATA[Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Martinsgans]]></category>
		<category><![CDATA[Truhe]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsgans]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Oktober bin ich des öfteren an einer Wiese vorbeigekommen, auf der viele Gänse schnatternd hin und her marschierten. Es war ein schöner Anblick, die weißen Gänse mit ihren orangefarbenen Schnäbeln auf der grünen Wiese und ich ärgerte mich jedes Mal, dass ich keinen Fotoapparat dabei hatte. Ich hätte dieses Bild gerne festgehalten, zumal ich etwas wusste, wovon diese Tiere nicht im Entferntesten etwas ahnten:  Sie werden gefüttert, um zu sterben. Sie werden sozusagen ihr Leben für uns oder besser gesagt für unseren Genuss opfern. Einige von ihnen werden als Martinsgans und andere als Weihnachtsgans enden. Mir fiel auf einmal das Märchen von der Weihnachtsgans Auguste ein (im Original von Friedrich Wolf / vgl.: https://kielikompassi.jyu.fi/kookit0405/saksa/karte4/Augustedrucken.pdf , Stand 7.12.2014): Hier hatte der Vater eine lebende und gut genährte Gans vom Markt mit nach Hause gebracht und erntete allgemeine Begeisterung. Der Vater hatte schon den köstlichen Geruch des Weihnachtsessens in der Nase: Gänsebraten mit Rotkraut und Klößen. Die Gans wurde in den Keller gebracht, wo sie in eine Kiste gesetzt wurde und den Kindern erlaubte man sie &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Oktober bin ich des öfteren an einer Wiese vorbeigekommen, auf der viele Gänse schnatternd hin und her marschierten. Es war ein schöner Anblick, die weißen Gänse mit ihren orangefarbenen Schnäbeln auf der grünen Wiese und ich ärgerte mich jedes Mal, dass ich keinen Fotoapparat dabei hatte. Ich hätte dieses Bild gerne festgehalten, zumal ich etwas wusste, wovon diese Tiere nicht im Entferntesten etwas ahnten: </strong></p>
<p><span class="dropcap">S</span>ie werden gefüttert, um zu sterben. Sie werden sozusagen ihr Leben für uns oder besser gesagt für unseren Genuss opfern. Einige von ihnen werden als Martinsgans und andere als Weihnachtsgans enden.<br />
Mir fiel auf einmal das Märchen von der Weihnachtsgans Auguste ein (im Original von Friedrich Wolf / vgl.: https://kielikompassi.jyu.fi/kookit0405/saksa/karte4/Augustedrucken.pdf , Stand 7.12.2014):<br />
Hier hatte der Vater eine lebende und gut genährte Gans vom Markt mit nach Hause gebracht und erntete allgemeine Begeisterung. Der Vater hatte schon den köstlichen Geruch des Weihnachtsessens in der Nase: Gänsebraten mit Rotkraut und Klößen. Die Gans wurde in den Keller gebracht, wo sie in eine Kiste gesetzt wurde und den Kindern erlaubte man sie jeden Tag eine Stunde im Garten spazieren zu führen. Die Kinder liebten die Gans und gaben ihr den Namen Auguste. Der kleine Peterle befürchtete bald, dass die Gans im Keller frieren könnte. Mit seiner Schwester holte er sie eines nachts heimlich hoch in das Kinderzimmer, aber weil die Gans so laut schnatterte und im Treppenhaus wild herum flog, bemerkten die Mutter und die Hausgehilfin das Treiben. Weil Peterle so sehr weinte und immer wieder darum bat, dass Auguste im Kinderzimmer schlafen sollte, willigte die Mutter schließlich ein. Und so wurde die Freundschaft zwischen Peterle und Auguste immer stärker und enger. Weihnachten nahte und der Vater freute sich auf seinen Gänsebraten und er befahl die Gans zu schlachten und zu rupfen. Da dies weder die Mutter, noch die Hausgehilfin über das Herz brachten, sollte dies der Hausherr selbst tun, der auch sogleich mit Auguste in den Garten marschierte. Doch die Gans flatterte wie wild umher, schnatterte und schimpfte so lautstark, dass der Vater sein Vorhaben zur Freude aller Familienmitglieder aufgeben musste. Da das Schlachten der Gans sich so schwierig erwies, ersann sich der Vater eine List. Er mischte unter das Fressen so viele Schlaftabletten, dass er damit selbst einen gestandenen Mann ins Jenseits hätte befördern können. Die Gans begann auch zu torkeln und schlief tatsächlich ein. So rupfte die weinende Hausgehilfin die scheinbar tote Gans Auguste noch in der gleichen Nacht und legte sie in die Speisekammer. Doch am nächsten Morgen kam ihr die schnatternde und nackte Auguste aus der Speisekammer entgegen. So hatte die Gans das Weihnachtsfest nahezu unbeschadet überstanden, bekam für den Winter einen schönen warmen Pullover gestrickt und im Frühjahr wuchsen ihr wieder neue Federn. Die Gans war fortan der Liebling der ganzen Familie und lebte noch viele Jahre.<br />
„Dieses Glück wird keiner einzigen Gans auf der Oktoberwiese hier widerfahren, denn es ist recht unwahrscheinlich, dass jemand ein echtes persönliches Verhältnis zu diesen Gänsen hat“, überlege ich mir so. Deshalb sind dann auch im Dezember die Wiesen leer, alle Gänse sind verschwunden. Mal ehrlich, jeder von uns weiß, wo sie jetzt sind. Nicht der vielbesungene Fuchs hat sie gestohlen, sondern sie liegen gerupft und tiefgefroren in den Gefriertruhen der Supermärkte oder vielleicht sogar schon in den unseren.<br />
Während es bei meinen Eltern am Heiligen Abend keineswegs einen Gänsebraten gab, war dies in der Familie meines Mannes schon Tradition bevor ich diesen kennengelernt habe. Bei uns zu Hause gab es am Abend des 24. Dezembers immer Bratwurstschnecken mit Kartoffelsalat, aber schon am nächsten Tag stand auch bei uns das Geflügel traditionsgemäß auf dem Tisch.<br />
Das mit der Gefriertruhe und den Gänsen ist so eine Sache. Man muss immer rechtzeitig vorplanen, wenn man auf seinen Gänsebraten zum Weihnachtsfest nicht verzichten will. Der Unterschied zu früher besteht lediglich darin, dass kaum jemand noch die Weihnachtsgans selbst schlachtet und rupft.<br />
Man sollte also seinen Einkauf frühzeitig tätigen und auch für ausreichend Platz in der Gefriertruhe oder im Gefrierschrank sorgen, aber das ist wohl jeder Hausfrau und auch jedem Hausmann wohlbekannt.<br />
Es ist schon ein paar Jahrzehnte her, als sich folgende Geschichte im Kreise der Familie meines Mannes ereignete:<br />
Peter besuchte regelmäßig seine Großeltern, die ca. 30 Kilometer von seinem Elternhaus entfernt wohnten. So auch irgendwann in der Adventszeit.<br />
„Hol doch mal eine Flasche Wein aus dem Keller“, bat ihn die Oma bei einem seiner Besuche. Peter, der sich auf ein Gläschen Wein freute, ging auch sogleich hinunter. Dieser Keller war für ihn geheimnisumwittert, denn es war ein alter Gewölbekeller, der vielleicht noch einige Schätze barg. So hatte sein Großvater in Peters Kleinkindtagen bei Grabungen während des Ausbaus des Kellers alte Töpfe und Gefäße aus dem Mittelalter gefunden, die jetzt im Stadtmuseum zu besichtigen sind. Man kann sich also vorstellen, dass der Keller für den Einen eher geheimnisvoll und für den Anderen eher furchteinflößend erscheinen mag. Während Peter zu den Einen gehört, würde ich mich eher zu den Anderen zählen.<br />
Peter suchte sich aus dem Weinregal eine Flasche Rotwein heraus und blickte sich anschließend noch ein wenig im Keller um. Dabei fiel ihm ein Geräusch auf, das ihn etwas verwunderte.<br />
Peter ließ seinen Blick auf der Suche nach der Geräuschquelle nochmals umher schweifen und wurde auch fündig. Dieses Brummen kam von der Gefriertruhe in der Ecke.<br />
„Seltsam“, wunderte sich Peter. „Oma hat doch die Gefriertruhe außer Betrieb gesetzt.“ Er erinnerte sich genau daran, dass seine Großmutter gemeint hatte, für sich und Opa müsse sie nicht mehr so eine große Vorratshaltung und damit einhergehend eine große Gefriertruhe betreiben. Ein kleines Gefrierfach würde ihr genügen.<br />
Hier konnte nur ein Versehen vorliegen.<br />
„Oder vielleicht hat einer der Mieter und damit Mitnutzer des großes Kellers etwas in die Gefriertruhe gelegt“, überlegte Peter.<br />
Er öffnete die Truhe und schaute hinein. Was er sah waren nur die leeren Körbe. Sonst nichts.<br />
„Das kostet nur Strom“, schlussfolgerte er für sich.<br />
In der Annahme, dass jemand die Truhe genutzt, aber nach der Leerung anschließend vergessen hatte diese von der Stromversorgung zu trennen, zog er kurzentschlossen den Stecker und ging wieder nach oben zu seinen Großeltern. Dort freute man sich über den guten Tropfen Rotwein und unterhielt sich über dies und das, aber nicht über die Gefriertruhe. Diese war in Vergessenheit geraten, weil Peter der ganzen Sache auch kein Gewicht zugemessen hatte.<br />
Drei Wochen später oder besser gesagt, zwei Tage vor Weihnachten gab es jedoch großes Geschrei in der Familie meines Mannes: Es fing alles damit an, dass Peters Oma selbst hinunter in den Keller ging. Jeder kann sich bestimmt denken, was der Grund für diesen Gang war. Sie ging geradewegs auf die Gefriertruhe zu und öffnete diese. Als ihr beim Öffnen ein seltsamer Geruch entgegen kam, ahnte sie etwas Fürchterliches, das sich bei näherem Hinsehen auch bestätigte. Ihre schöne große Weihnachtsgans, die unter den leeren Körben in der einen Ecke der Truhe lag, war aufgetaut und stank vor sich hin. Ein Blick auf den Stecker entriss ihr einen Schreckensschrei.<br />
„Wer hat den Stecker gezogen?“, brüllte sie durch den Keller, dessen Gewölbe die Frage echoartig zurückwarf.<br />
Wütend marschierte sie nach oben und direkt an das Telefon. Sie rief ihre Tochter, Peters Mutter an, denn in ihrem Kopf verhärtete sich ein Verdacht.<br />
„Das war Oma. Sie braucht ganz dringend eine Weihnachtsgans,“ erzählte Peters Mutter nach dem Telefonat.<br />
„Das wird schwierig werden, so zwei Tage vor dem Fest!“, erwiderte Peters Vater und Peter erkundigte sich:<br />
„Wieso? Hat sie vergessen eine rechtzeitig zu bestellen?“<br />
„Das wohl nicht“, kam die Erklärung. „Aber jemand hat den Stecker der Gefriertruhe gezogen und jetzt kann sie die Weihnachtsgans wegwerfen.“<br />
„Das war ich neulich“, bestätigte Peter wahrheitsgetreu und nichtsahnend. „Aber ich habe vorher reingeguckt und die Truhe war leer. O D E R ?“</p>
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		<title>Familienzuwachs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Oct 2014 19:17:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
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					<description><![CDATA[Lottchen erzählt: „Es ist jetzt genau sechs Jahre und ein paar Monate her. Damals war ich noch ein kleines Baby, genauer gesagt, meine Mama hatte mich und eine Handvoll weiterer Geschwister geboren. Bei Mama war es schön warm und weich. Sie gab uns allen Milch zu trinken und wir wuchsen und wuchsen. Bald schon durften wir das Körbchen verlassen, umherstreifen und die Welt erkunden…“ So oder ähnlich würde der Bericht unseres kleinsten und jüngsten Familienmitgliedes beginnen. Die Rede ist hierbei von unserem lieben Lottchen, einem Kätzchen. Lottchen trat ganz unverhofft in unser Leben, zumindest für meinen Mann und mich: Es war ein schöner Sommertag, als unser Sohn von den Katzenkindern im Hause einer Freundin berichtete: „Die sind so niedlich! Eines von den Kätzchen läuft mir immer nach“, begann er. Noch schwante mir nicht im geringsten, was jetzt kommen würde. „Sie sollen heute verschenkt und abgeholt werden“, erzählte er weiter. Ich war nicht gerade ein Katzenfan und so interessierte mich das Ganze nicht besonders, was sich allerdings schlagartig änderte. „Ich würde dieses eine Kätzchen gerne nehmen!“ &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lottchen erzählt:</strong></p>
<p><strong><span class="dropcap">„E</span>s ist jetzt genau sechs Jahre und ein paar Monate her. Damals war ich noch ein kleines Baby, genauer gesagt, meine Mama hatte mich und eine Handvoll weiterer Geschwister geboren. Bei Mama war es schön warm und weich. Sie gab uns allen Milch zu trinken und wir wuchsen und wuchsen. Bald schon durften wir das Körbchen verlassen, umherstreifen und die Welt erkunden…“</strong></p>
<p>So oder ähnlich würde der Bericht unseres kleinsten und jüngsten Familienmitgliedes beginnen. Die Rede ist hierbei von unserem lieben Lottchen, einem Kätzchen. Lottchen trat ganz unverhofft in unser Leben, zumindest für meinen Mann und mich:<br />
Es war ein schöner Sommertag, als unser Sohn von den Katzenkindern im Hause einer Freundin berichtete:<br />
„Die sind so niedlich! Eines von den Kätzchen läuft mir immer nach“, begann er. Noch schwante mir nicht im geringsten, was jetzt kommen würde.<br />
„Sie sollen heute verschenkt und abgeholt werden“, erzählte er weiter. Ich war nicht gerade ein Katzenfan und so interessierte mich das Ganze nicht besonders, was sich allerdings schlagartig änderte.<br />
„Ich würde dieses eine Kätzchen gerne nehmen!“<br />
„Wie? Hier zu uns? Nein!“ Damals wohnte unser Sohn noch bei uns und so war er notgedrungen auf unsere Erlaubnis angewiesen.<br />
Genau in diesem Moment klingelte es an der Haustür. Ahnungslos öffnete ich, um festzustellen, dass die besagte Freundin mit einem Katzenbaby im Arm davor stand.<br />
„Hallo“, sagte sie, „ich bringe Timo das Kätzchen vorbei.“<br />
Süß war es, das gestand ich mir damals insgeheim ein, aber ich hatte „nein“ gesagt und dabei wollte ich bleiben. Wir setzen uns in die Küche, streichelten abwechselnd das Katzenbaby und eine lebhafte Diskussion entfachte. Vor ein paar Wochen erst war unser Meerschweinchen gestorben, das unser letztes Haustier sein sollte (wir hatten insgesamt 2 Zwergkanninchen und 2 Meerschweinchen gehabt). Endlich brauchten wir niemand mehr aus der Nachbarschaft oder dem Freundeskreis zu bemühen, um die Pflege zu übernehmen, wenn wir im Urlaub waren.<br />
„Du machst demnächst dein Abitur, ziehst in eine andere Stadt und wir haben dann die Katze.“<br />
Versprechungen wurden gemacht, Bitten gestellt, Überlegungen angestellt und Beschlüsse wurden gefasst. Kurz und gut: Das Kätzchen durfte bleiben. Ich kann nur betonen, dass bei allem anfänglichen Widerstand meinerseits die Katze zu diesem Zeitpunkt bereits ein Eckchen meines Herzens erobert hatte und sie sollte sich den Rest auch noch „erschleichen“. Und zwar relativ schnell.<br />
Eine Bedingung knüpfte ich allerdings an die Aufnahme des neuen Familienmitgliedes: Eine Katzenklappe und ein Raum, wo sie nachts schlafen sollte. Damals ging ich naiverweise noch davon aus, dass das Kätzchen auch nur diesen Bereich unseres Hauses bewohnen würde. Doch wie jeder weiß, schleichen Katzen überall hin und erobern sich alles, auch unsere Herzen, was ihnen wiederum Tür und Tor öffnet. Wir beschlossen also ihr den Hausanschlussraum mit angrenzendem und großzügigem Kellerersatzbereich zuzuweisen. Hier steht noch heute ihr Körbchen und ihre Katzentoilette und hier schläft sie. Ansonsten hatten mein Mann und Timo gleich am nächsten Tag einen kleinen Wanddurchbruch nach außen gemacht und eine Katzenklappe eingesetzt, damit unser aller Liebling seither kommen und gehen kann, wann immer er will. Nur nachts wird diese verschlossen und Lottchen schläft friedlich mal in ihrem Körbchen und mal oben auf der Heizung.</p>
<p>An dieser Stelle habe ich eigentlich genug berichtet und möchte sozusagen das Wort an unser Kätzchen übergeben und aus ihrer Sicht weiter erzählen:</p>
<p>„Ich hatte jetzt also eine neue Familie und die meinte, ich müsste unbedingt einen Namen besitzen. Sie nannten mich: Lottchen. Sie sagten der Name komme von einer Lotta aus einem Buch von Astrid Lindgren, aber ich kenne die nicht. Ist mir auch egal. Ich habe jetzt ein Frauchen Astrid, das mir immer Milch gibt, ein Herrchen Peter, der es gar nicht mag, wenn ich Mäuse fange und mein Lieblingsherrchen Timo.<br />
Zuerst einmal musste ich ein paar Tage im Haus bleiben, das aber groß war, außerdem musste ich ja auch alles erkunden. Dann gab es den ersten Freigang im Garten. Ein bisschen Angst hatte ich schon, denn diesen Garten kannte ich nicht und es war keine Katzenmama da und meine Geschwister auch nicht, aber es gab fürchterlich viel zu sehen und zu riechen. Mein Herrchen Timo passte auf, dass ich mich nicht in dem Garten verirrte und brachte mich auch wieder ins Haus.<br />
‚Wir sollten unser Lottchen kastrieren lassen!‘, beschloss mein Frauchen, packte mich in einen Korb und stellte ihn ins Auto. Mir gefiel die Fahrt überhaupt nicht, es schaukelte, ich konnte nicht sehen wohin wir fuhren und ich wusste nicht was jetzt passieren würde. Also jammerte ich und rief ‚Mama, Mama!‘. Mein Frauchen redete auch die ganze Zeit mit mir und wollte mich beruhigen, aber die Angst blieb. (Bis heute hasse ich übrigens das Autofahren.) Im Wartezimmer waren viele verschiedene Gerüche und ich war froh in meinem Korb bleiben zu dürfen. Dann holte mich aber doch jemand heraus, es pikste, ich schlief ein, träumte vom Mäusefangen und als ich wieder aufwachte war es mir ganz seltsam zumute. Ich hatte plötzlich an einer Stelle kein Fell mehr und fühlte mich ganz wackelig und meine Beine hatten keine Kraft mehr zum Laufen.“<br />
„Es sieht aus, als hätte sie ein Batteriefach“, behauptete mein Mann. Die Tierärztin hatte uns erklärt, dass wir aufpassen müssten, dass Lottchen sich nicht an dieser Stelle kratzt und verletzt.<br />
„Am besten ist es“, meinte sie zu uns, „wenn sie ihr den kleinsten Babybody oder Strampler anziehen, den es gibt.“<br />
Gesagt, getan! Ich besorgte die entsprechende Babybekleidung und mein Mann erhielt die ehrenvolle Aufgabe ihr dieses Teil anzuziehen. Wer schon einmal versucht hat einer Katze so ein Ding überzustülpen, der weiß wovon ich rede. Nach mehrmaligen vergeblichen Versuchen war es endlich soweit, allerdings nur für einen Bruchteil von einer Sekunde. In null Komma nichts war unser Lottchen durch den Ausschnitt des Bodys entwischt und signalisierte uns ihre Unlust diese Anziehprozedur nochmals zu wiederholen.<br />
„Ist doch alles Quatsch! Außerdem ist das Ding eh’ meilenweit zu groß!“, beendete mein Mann dieses Drama, doch das nächste folgte bereits auf dem Fuße, wie man so schön sagt.<br />
Lottchen wollte nicht länger in der Wohnung eingesperrt sein, denn sie fühlte sich wieder gesund. Da aber beim Freigang die Gefahr einer Verletzung bestand, riet uns die Ärztin:<br />
„Nehmen Sie ihr Kätzchen erst einmal an die Leine!“<br />
Das mögen ja vielleicht andere Katzen machen, aber unser Lottchen hatte da eine eigene Vorstellung vom Spazieren gehen. Gefallen ließ sie sich das Umlegen der Leine gerade noch so. Aber als sich die Haustür öffnete, sie einen Schritt über die Schwelle trat, den Duft der großen weiten Welt in die Nase bekam, da machte sie einen Salto die zwei Stufen hinunter und hast du nicht gesehen, war sie schon raus aus der Leine.<br />
„Das war es dann wohl!“, kommentierten meine beiden Männern die Geschichte.<br />
„Lasst sie doch einfach laufen, es wird schon nichts passieren!“, meinte Timo und er sollte Recht behalten.<br />
„Meine Wunde ist verheilt“, schien sich Lottchen dann auch einige Tage später zu überlegen.<br />
„Jetzt kann ich schon wieder überall herumklettern. Dort drüben zum Beispiel auf dem Garagendach des Nachbarn war ich noch nie. Ich klettere mal auf den Baum und dann springe ich rüber!“<br />
So einfach wie unser Lottchen auf das Garagendach gekommen war, kam sie jedoch nicht mehr herunter. Nachdem sie mehrere Runden am Rande des Daches entlang spaziert war und kläglich um Hilfe gerufen hatte, erbarmte sich der Nachbar ihrer. Unter Zuhilfenahme einer Leiter befreite er Klein &#8211; Lottchen aus der misslichen Lage, denn sie hatte sich offensichtlich zuviel zugemutet.<br />
Überhaupt wurde sie sofort der Liebling aller Nachbarn.<br />
„Wenn ihr mich so gerne habt, dann müsst ihr mir auch etwas geben!“, schien und scheint sie zu denken. Bis zum heutigen Tag (und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern) gibt ihr jeder bereitwillig Leckerlies oder Milch.<br />
Sind wir im Urlaub, so sitzt sie abends brav vor Nachbars Türe und wartet darauf, dass ihr Ersatzfrauchen sie in ihr „Katzenzimmer“ (Hausanschlussraum) in unserem Haus bringt und am Morgen wieder rauslässt. Kommen wir dann wieder zurück, läuft sie erst einmal beleidigt und hoch erhobenen Hauptes an uns vorbei.<br />
„Ihr wart immerhin weg und irgendwie müsst ihr dafür auch bestraft werden“, scheint sie sich zu sagen. Aber dann kommt sie auch sogleich wieder freudig erzählend und möchte gestreichelt werden. Manchmal wartet sie in einer Ecke draußen und wenn sie unser Auto hört, kommt sie sofort angelaufen.<br />
Es ist schön, wie anhänglich Tiere sind. Und ehrlich gesagt, können wir uns gar nicht mehr vorstellen wie es ohne unser Lottchen wäre. Ich hätte nie gedacht, dass ein Kätzchen so viel geben kann. Sie ist zum richtigen Familienmitglied geworden und aus meiner jetzigen Sicht kann ich es nicht mehr verstehen, warum ich damals zuerst „nein“ gesagt habe. Ich hätte echt etwas verpasst!!!<br />
Wie alle Katzenbesitzer, denke auch ich, dass unser Lottchen etwas ganz Besonderes ist.<br />
Das ist sie aber auch!</p>
<p style="text-align: center;"><strong>„Miau!“</strong></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC00929.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-132 size-full" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC00929.jpg" alt="1200px-DSC00929" width="1200" height="799" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC00929.jpg 1200w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC00929-300x199.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC00929-1024x681.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC00929-840x560.jpg 840w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Fortsetzung folgt…</p>
<p style="text-align: left;">(Nebenbei bemerkt: Meine Geschichte &#8222;Familienzuwachs&#8220; ist seit 6.2.15 auch unter www.tiergeschichten.de zu finden)</p>
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		<item>
		<title>Das Familien &#8211; A B C</title>
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					<comments>https://lifetellsstories.de/das-familien-b-c-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2014 19:03:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angewohnheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Lieblingssprüche]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Leben einer Familie gibt es Dinge, die für gerade diese eine Familie typisch sind. Es existieren Erlebnisse und Begebenheiten, die nicht in Vergessenheit geraten sollten. Deshalb habe ich für meine Familie eine Art Familien &#8211; ABC erstellt.   &#160; &#160; „Alle Jahre wieder“ nehme ich mir vor, mit dem Einkauf der Weihnachtsgeschenke am besten schon im Sommer anzufangen. Dann hätte ich in der Adventszeit keinen Stress. Seltsam: Ich stelle immer wieder aufs Neue fest, dass Weihnachten total unverhofft kommt. „Bitte gib mir doch mal die Fernbedienung!“, fordere ich meinen Mann auf, der aber auf diesem Ohr taub zu sein scheint. Ich habe immer wieder den Eindruck, dass er wahrscheinlich unbewusst der Meinung ist, dass dieses Gerät in seine Hand gehört, denn er fragt einfach nur zurück: „Soll ich umschalten?“ Ist das jetzt pure Höflichkeit oder die Ausübung einer sogenannten Machtposition? Denn mit dem besagten Gerät hält man ja im Grunde genommen die Macht in der Hand. „Mann“ ist sozusagen Herr über das im heimischen Wohnzimmer ausgestrahlte Fernsehprogramm. Manchmal schläft er sogar mit erhobener Hand, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Leben einer Familie gibt es Dinge, die für gerade diese eine Familie typisch sind. Es existieren Erlebnisse und Begebenheiten, die nicht in Vergessenheit geraten sollten. Deshalb habe ich für meine Familie eine Art Familien &#8211; ABC erstellt.</strong></p>
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<p><span class="dropcap">„A</span>lle Jahre wieder“ nehme ich mir vor, mit dem Einkauf der Weihnachtsgeschenke am besten schon im Sommer anzufangen. Dann hätte ich in der Adventszeit keinen Stress. Seltsam: Ich stelle immer wieder aufs Neue fest, dass Weihnachten total unverhofft kommt.</p>
<p><span class="dropcap">„B</span>itte gib mir doch mal die Fernbedienung!“, fordere ich meinen Mann auf, der aber auf diesem Ohr taub zu sein scheint. Ich habe immer wieder den Eindruck, dass er wahrscheinlich unbewusst der Meinung ist, dass dieses Gerät in seine Hand gehört, denn er fragt einfach nur zurück: „Soll ich umschalten?“ Ist das jetzt pure Höflichkeit oder die Ausübung einer sogenannten Machtposition? Denn mit dem besagten Gerät hält man ja im Grunde genommen die Macht in der Hand. „Mann“ ist sozusagen Herr über das im heimischen Wohnzimmer ausgestrahlte Fernsehprogramm. Manchmal schläft er sogar mit erhobener Hand, in der sich die Fernbedienung mit schwebendem Finger über den Tasten befindet, auf dem Sofa ein.</p>
<p><span class="dropcap">C</span>hemie- und Physik ist nicht das, was mich wirklich in den Bann zieht, aber das ist bei geistes- und erziehungswissenschaftlich orientierten Menschen nicht gerade verwunderlich. Dies zeichnete sich bereits in Schulzeiten ab. Ich war nicht schlecht in diesen Fächern, aber auch nicht Klassenprimus. Mein damaliger Schulkamerad und heutiger Ehemann Peter jedoch war in diesen Bereichen sehr gut und in den sprachlichen Fächern deutlich weniger begabt als ich. Somit eigentlich die optimale Ergänzung. Das musste er sich wohl auch gedacht haben, als er mich nach dem Inhalt von einem englischen Essay ausquetschte ( dies ist in einer vorangegangenen Kurzgeschichte nachzulesen), was zur Folge hatte, dass auch ich mir seine Fähigkeiten zu nutze machte, indem ich in einer Physikarbeit bei ihm abschrieb. Meine Freundinnen wiederum schrieben bei mir ab. Nur eine Antwort kam mir etwas fragwürdig vor. Ich ließ sie kurzentschlossen weg und damit taten meine Banknachbarinnen dies ebenfalls. Unser Glück! Genau diese Antwort war bei Peter falsch, somit konnte uns der Lehrer das Abschreiben nicht nachweisen, beziehungsweise: Wir kamen erst gar nicht in Verdacht.</p>
<p><span class="dropcap">„D</span>er kleine Peter sucht seine Mama, klingt es durch den Lautsprecher des Baumarktes. Ich werde hellhörig! Ein kleines Kind habe ich zu dieser späten Stunde zwischen den Regalen eigentlich nicht gesehen, aber eine Person, die diesen Namen trägt schon. Eigentlich bin ich mir ganz sicher und ein Blick in Richtung Information, bestätigt meine Vermutung. Ich muss so lachen, dass mir auf dem Weg dorthin die Tränen in die Augen schießen. Niemand anders als mein Göttergatte steht grinsend neben der Verkäuferin, die diese Durchsage gemacht hat.</p>
<p><span class="dropcap">„E</span>s stinkt hier fürchterlich!“, stellt mein Mann naserümpfend fest, als wir uns im Theater gerade auf unsere Plätze gesetzt haben. „Wahrscheinlich ist hier jemand in Hundesch… getreten!“, kommentiert er den Geruch weiter, den ich inzwischen ebenfalls ganz unverkennbar wahrnehme. Den gesamten ersten Akt steckt er sein Näschen mal nach links, mal nach rechts, schnüffelt in Richtung Vorder- oder Hinterreihe. In der Pause verschwindet er auf der Toilette, wo ihm der seltsame Geruch ebenfalls nicht aus der Nase geht. Nach fünf Minuten taucht er im Foyer auf und lächelt mich zuckersüß an. „Was ist denn mit dir los?“ frage ich, um sogleich die Antwort zu erhalten: „Ich habe den Übeltäter gefunden!“ Er zwinkert mir kurz zu und blickt dann vielsagend nach unten auf seine Schuhe.</p>
<p><span class="dropcap">„F</span>rüher war alles besser, ist einer der Lieblingssprüche meines Mannes. Meist kommt er in dem Moment, wenn wieder einmal ein Gerät oder ähnliches defekt ist. „Eigentlich ist nur ein klitzekleines Bauteil kaputt, das nur ein paar Cent kostet, aber das bekommt man ja heutzutage nicht mehr. Immer muss man alles gleich neu kaufen“, schimpft er dann. Findet er in seinem Ersatzteillager (er wirft nämlich nichts weg, man könnte es ja mal wieder brauchen) das passende Teil, dann ist das Gerät auch in null Komma nichts repariert.</p>
<p><span class="dropcap">„G</span>eh’ heute mal alleine in den Kindergarten! Du bist doch schon ein großer Junge!“, sagte ich zu unserem Sohn Timo. Ich hatte totales Herzklopfen, aber es musste sein, immerhin sollte er selbstständig werden. Stolz nahm er sein Kindergartentäschchen, gab mir ein Küsschen und marschierte los. Kaum hatte sich die Haustür hinter ihm geschlossen, schnappte ich mir meine Jacke und marschierte ebenfalls los. Wohin? Natürlich Richtung Kindergarten und wie mir schien unbemerkt.<br />
Jahre später erst habe ich erfahren, dass Timo sich schon so etwas gedacht haben musste, denn er drehte sich immer wieder um und blickte nach hinten. Gesehen hat er mich nicht, aber laut seinen eigenen Angaben stellte er sich vor, ich würde mich immer hinter irgendwelchen Autos, Mülltonnen oder Bäumen verstecken. Anscheinend kannte er schon damals seine Mama recht gut.</p>
<p><span class="dropcap">„H</span>eute haben wir aber wieder einmal richtig viel gespart, lächelt mich mein Mann an. Das haben wir tatsächlich. Ich war nämlich auf Shoppingtour und habe ihm gerade alle meine Errungenschaften gezeigt, die ich im Sommerschlussverkauf enorm reduziert ergattert habe. Zusammen mit seinen Einkäufen im Baumarkt, wo es heute 20% auf alles gab, sind wir gut und gerne auf eine Ersparnis von rund 120€ gekommen, von dem Geld, das wir ausgegeben haben, redet besser niemand.</p>
<p><span class="dropcap">„I</span>ch muss morgen zu einer Tagung nach München fliegen“, klärt mich mein Mann auf. Nach kurzem Überlegen frage ich zurück: „Fliegst du im Anzug?“<br />
„Ach“, sagt meine bessere zweite Hälfte, „ich denke, es ist besser, wenn ich im Flugzeug fliege!“</p>
<p><span class="dropcap">„J</span>eder hat einen Spitz- oder Kosenamen. Ich hatte auch einen, aber von meinem Schwiegervater erhielt ich einen ganz speziellen, den er auch ganz viele Jahre liebevoll benutzte: Ich aß damals für mein Leben gern Schinkenwurst und so lagen im Kühlschrank meiner Schwiegereltern auch immer einige Scheiben für mich bereit. Kam ich meinen Freund besuchen, so begrüßte mich sein Vater oftmals mit den Worten: „Na, Fräulein Schinkenwurst!“</p>
<p><span class="dropcap">„K</span>annst du dich mal mit einem vollen Wassereimer in das Auto setzen und aufpassen, dass nichts brennt?“, fragte mich mein Vater als er an meinem ersten Auto, ein Fiat 770S, Schweißarbeiten am Unterboden machen musste. Ich setzte mich ins Auto, während er unter den Wagen kroch (Hebebühne hatten wir keine) und seine Schweißarbeiten verrichtete. Diese Art der Brandwache war eine ziemlich langweilige Sache, es passierte ja eh nichts. Also fragte ich vorsichtig nach, ob ich gehen dürfe, was er mir auch eher widerwillig gestattete. Ich war kaum bei meiner Mutter in der Küche, als ein Hupkonzert von draußen zu uns herein drang. Mein Fiat stand in Flammen. Jetzt konnten wir nur noch mit vereinten Kräften löschen, was uns auch gelang, allerdings war der gesamte Kabelstrang hinterher verschmort. Man kann sich sicherlich vorstellen, welche Krokodilstränen ich vergossen habe. (Das war allerdings noch lange nicht das Aus für mein schönes Gefährt, aber darüber werde ich noch an anderer Stelle einmal berichten.)</p>
<p><span class="dropcap">„L</span>iebe geht durch den Magen!“ Dieses Sprichwort kennt wohl jeder. Das war wohl auch der Grund, dass Peter egal, wohin er zur Weihnachtszeit auch kam, überall Christstollen vorgesetzt bekam. Brav und artig aß er ihn auch immer auf. Kam er zu seiner Oma, seiner Tante, zu meinen Eltern…, immer sagte man: „Setz dich doch, ich habe auch Stollen für dich. Den magst du doch so gerne!“ Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte später gestand er mir, ich hatte natürlich diese Stollentradition fortgesetzt, dass er Stollen schon ganz gerne isst: “Aber so verrückt danach bin ich nun auch wieder nicht!“<br />
Keine Ahnung wie dieses Gerücht aufkam.</p>
<p><span class="dropcap">„M</span>it den heutigen Waschmitteln ist das überhaupt kein Problem“, behauptet mein Mann immer dann, wenn er gerade einen Fleck auf sein Hemd, seine Hose oder seine Krawatte gemacht hat. Aus welcher Erfahrung mein Mann hierbei seine Erkenntnis schöpft, weiß ich nicht, denn Wäsche waschen ist meine Sache.</p>
<p><span class="dropcap">N</span>achdem ich das Haustier meines Mannes kennengelernt hatte, war ich der Überzeugung, dass es wohl das langweiligste aller Haustiere sei. Wobei man anmerken muss, dass das Leben des Tieres im Hause meiner Schwiegereltern keineswegs langweilig zu sein schien. Die Schildkröte Kuno war zwar in der Familie sehr beliebt, aber weil sie sehr genügsam und zurückhaltend war, übersah man sie relativ häufig. So kam es, dass ich sie entweder in einer Ecke schlafend oder vom Balkon stürzend vorfand. Letzteres passierte immer dann, wenn mein Schwiegervater nicht aufpasste, wohin er trat und ihr versehentlich einen Tritt gab. Zwar überlebte sie diese Stürze unbeschadet, jedoch wachte sie nach einem Winterschlaf nicht mehr auf. So kam es, dass unsere Bekanntschaft nur ein knappes halbes Jahr dauerte.</p>
<p><span class="dropcap">„O</span>rdnung ist das halbe Leben“, belehrte ich unseren Sohn häufig in Kindheitstagen und wollte ihn damit auffordern, endlich mal wieder sein Zimmer aufzuräumen. Prompt kam die Antwort unseres Sprösslings zurück, der auf dem Bauch liegend und mit den hochgestreckten Füßen zappelnd in einem Buch las: „Papa sagt, dass nur ein Genie das Chaos beherrscht, &#8211; ich bin eben eins!“ Gerade wollte ich zu einer Gegenantwort ansetzen, da hörte ich meinen Mann aus seinem Büro rufen: „Denk immer daran: Der unwahrscheinliche Zustand der Ordnung strebt den wahrscheinlicheren Zustand der Unordnung an! Das steckt auch hinter dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik , denk mal an die Entropie!“ Was sollte ich dazu sagen? Ich war einfach nur sprachlos, drehte mich um, ging in die Küche und räumte den Frühstückstisch ab.</p>
<p><span class="dropcap">P</span>eters Vater habe ich mehr oder weniger mit einem Kissen auf dem Schoß kennengelernt. Immer wenn ich die Treppe zum oberen Wohnbereich emporstieg, konnte ich gerade noch sehen, wie ein Sofakissen von einer Ecke der Wohnzimmercouch zur anderen flog. Kam ich dann im Wohnzimmer an, um artig „Guten Abend“ zu sagen, hatte mein jetziger Schwiegervater das besagte Kissen auf dem Schoß. Grund für diesen Kissenwurf war ganz einfach die Tatsache, dass er es liebte seinen Feierabend in einer gewissen Freiheit zu verbringen, sprich: in Unterhosen.</p>
<p><span class="dropcap">„Q</span>uatsch, ich brauche keine Hilfe! Das schaffe ich schon ganz allein. Pass mal auf Timo!“, sagte unser damaliger Vermieter und bückte sich um ein Zehnlitergefäß, gefüllt mit klarer Flüssigkeit, die Stufen der Außentreppe zum Kellereingang hinunterzutragen. Die klare Flüssigkeit war Obstschnaps, den er sich von den Pflaumen aus seinem Garten hatte brennen lassen. Unser damals zwei oder drei Jahre alter Sohn Timo verfolgte das Geschehen hautnah. Er lief vor dem alten Mann die Stufen hinunter und spielte Polizist, der Anweisungen gab, damit nichts passierte. Und dann passierte es doch! Unserem Vermieter flutschte irgendwie das Gefäß aus den Händen und zerschellte auf der Steintreppe. Tja, das war es dann also mit dem Anstoßen in fröhlicher Runde: Die Scherben, die noch nicht einmal Glück brachten, da es ja Glas- und keine Porzellanscherben waren, verletzten niemand. Aber der schöne, wohlriechende Schnaps ergoss sich nicht nur auf den Stufen, sondern auch über unseren Sohn, was zur Folge hatte, dass ich schon befürchtete dieser könnte allein von den Alkoholdämpfen eine Alkoholvergiftung bekommen. Kurz und gut: Er stank von Kopf bis Fuß nach Schnaps. Nachdem seine Kleidung in der Waschmaschine und er selbst in der Badewanne verschwunden waren, bestätigte uns der Vermieter immer wieder, dass unser Sohn keinerlei Schuld trage, er selbst sei der Schuldige.</p>
<p><span class="dropcap">R</span>egelmäßig vollzieht sich in unserer Familie ein gewisses Ritual, nämlich dann wenn ein Gegenstand plötzlich verschwunden ist und gesucht wird. Seltsamerweise sind sowohl unser Sohn als auch mein Mann immer felsenfest davon überzeugt, dass ich mit dem Verschwinden der Sachen etwas zu tun haben müsste. Laut den Aussagen meiner beiden Männer, räume ich immer alles weg. Das wäre ja an sich nicht so schlimm, wenn ich ihnen dann wenigstens sagen könnte, wo die Dinge liegen. So jedenfalls lautet ihre Version. Hierbei meinen sie keineswegs, dass ich ihnen andauernd hinterher räumen muss, um Ordnung zu schaffen, sondern in ihren Augen verstecke ich die Dinge. Seltsamerweise findet sich alles wieder. In den meisten Fällen sogar in ihren eigenen Hosen,- Jacken- oder Aktentaschen.Ich frage mich stets, wie es da wohl hingekommen ist. Doch diese Frage stellt sich ihnen scheinbar nicht, denn niemals höre ich eine Entschuldigung für die falschen Verdächtigungen, &#8211; aber man gewöhnt sich ja an alles.</p>
<p><span class="dropcap">„S</span>tellt ihn euch einfach in Unterhosen vor“, pflegte meine Schwiegermutter zu ihrem Sohn und ihrer Tochter zu sagen. Gemeint war beispielsweise ein Lehrer vor dem die Schüler den größten Respekt hatten. Diese Aussage sollte den beiden nur klar vor Augen führen, dass auch der Lehrer nichts anderes war als ein Mensch und man sich nicht vor ihm fürchten sollte.</p>
<p><span class="dropcap">„T</span>otaler Stau war heute auf dem Weg hierher“, meint ein Mitarbeiter meines Mannes zu einem Kollegen. „Wieso das denn?“, fragt ihn mein Mann, der gerade zur Tür hereinkommt und eigentlich die gleiche Strecke zur gleichen Zeit gefahren ist. „Bei mir war kein Stau!“, fügt er stirnrunzelnd hinzu. „Ja, das stimmt schon!“, bestätigt der Mitarbeiter. „Vor Ihnen war kein Stau, &#8211; aber hinter Ihnen.“</p>
<p><span class="dropcap">„U</span>nd ist der Film gut?“ fragt mein Mann, der gerade aus seinem Arbeitszimmer kommt und sich vor den Fernseher setzt. Diese Frage ist ja noch sehr unverfänglich und man könnte meinen, er möchte sich nur einmal kurz erkundigen, ob mir der Film auch gefällt. Aber meist folgt auch gleich die zweite Frage hinterher: „Worum geht es hier eigentlich?“ Das wäre auch noch kein Verbrechen und man könnte auch eine Antwort geben, wenn… Ja, wenn mein Mann diese Frage zu Beginn des Filmes oder während des folgenden Werbeblocks stellen würde. Nein, mein Göttergatte erkundigt sich regelmäßig ca. fünf Minuten vor Schluss. Genau in dem Moment, wenn der Täter überführt wird, das Happyend bevorsteht oder ein Rätsel gelöst wird, um das sich der gesamte Film dreht.</p>
<p><span class="dropcap">„V</span>enedig ist schmutzig,stinkt und Ratten gibt es auch, erzählte mir mein Mann Jahrzehnte lang. Er war als Kind mit seinen Eltern einmal dort gewesen. Mitten im Hochsommer, bei brütender Hitze und bestimmt auf dem Fischmarkt, wo er dann wahrscheinlich einer Ratte begegnet war. Trotzdem wollte ich Venedig sehen. Da er es mir aber nicht gerade in den buntesten Farben beschrieben hatte, schoben wir diesen Besuch immer wieder auf. Die Medien vermittelten mir jedoch genau das Gegenteil vom Bericht meines Mannes. Nun gut, den Gestank übermittelt das Fernsehen ja noch nicht. Nach 25 Jahren Ehe und mehr als 30jähriger Liebe, feierten wir beide unsere Silberhochzeit in Venedig, das sich uns mehr als traumhaft präsentierte und uns wunderschöne Kulissen für unser gebuchtes Fotoshooting bot. Was soll ich sagen? Es war einfach traumhaft und wir haben uns bereits in dieser Stadt eine Kirche für unsere Goldene Hochzeit ausgesucht.</p>
<p><span class="dropcap">„W</span>as habt ihr denn heute so alles im Kindergarten gemacht?, fragte ich häufig unseren Sohn, wenn ich ihn abholte. Seine Antwort kam stets wie aus der Pistole geschossen und war so treffsicher, dass sich alle weiteren Fragen erübrigten: „Na, dies und das und sonst noch was!“</p>
<p><span class="dropcap">X</span>mal habe ich meinem Mann und unserem Sohn schon gesagt, dass sie doch bitte ihre benutzten Socken in den Wäscheschacht werfen sollen, in der sich die Wäsche befindet, die gewaschen werden muss. Hier stoße ich allerdings auf taube Ohren. Kaum hat einer von beiden unser Haus betreten, entledigt er sich auch sogleich der Schuhe (was absolut erwünscht ist), leider aber auch der Socken, die dann allerdings an Ort und Stelle liegen bleiben (außer ich erbarme mich ihrer). Ich kann eigentlich noch dankbar sein, denn mein Schwiegervater hat seine Socken zum Leidwesen meiner Schwiegermutter immer von den Füßen gerollt und diese Rollen dann liegen lassen. Von anderen Frauen habe ich sogar gehört, dass manche Männer ihre Socken in den Sofaschlitz zwischen Sitzfläche und Rückenlehne stecken, wo sie lediglich rein zufällig der nächste Besucher finden kann.</p>
<p><span class="dropcap">Y</span>oga macht mein Mann zwar nicht, aber manches Mal andere seltsame Verrenkungen. So kann ich mich beispielsweise an einen Abend noch vor der Geburt unseres Sohnes erinnern: Ich saß gemütlich im Wohnzimmer und las in einem Buch. Mein Mann hatte sich in das Zimmer zurückgezogen, in dem unser Heimtrainer stand. Ich hörte die Umdrehungen der Pedalen und nebenbei schien er etwas vor sich hin zu summen. Anscheinend hatte er die Kopfhörer auf und hörte Musik. Irgendwann ging das Summen in ein Jaulen über, was mich doch etwas stutzig machte, so dass ich in das Nachbarzimmer zu meinem Mann lief. Dieser saß am Boden und hielt mit schmerzverzerrtem Gesicht seine große Fußzehe umklammert. Ihm war wohl als erster Mensch gelungen über den Lenker eines Heimtrainers zu fallen und sich dabei den großen Zeh zu verstauchen (ob er vielleicht sogar gebrochen war, hat er niemals untersuchen lassen). Seit dieser Zeit ist sein Fußnagel auch nicht mehr der hübscheste, denn dieser hat sich nie mehr so richtig von diesem Sturz erholt.</p>
<p><span class="dropcap">„Z</span>eichnen kann Ihre Tochter! Das ist einfach super!, hatte die Lehrerin meiner Mutter in meinem Beisein erzählt, als wir sie zufällig in der Stadt trafen. Ich war damals vielleicht 10 Jahre alt und wurde bei diesem Lob bestimmt total rot. Man muss dazu sagen, dass mir nicht Bescheidenheit diese Röte ins Gesicht zauberte, eher war es Scham. Die berühmte Zeichnung von einer Fliege hatte nämlich meine Mutter höchst persönlich gezeichnet. Zum Glück blieb dies bis jetzt ein Geheimnis zwischen Mutter und Tochter.</p>
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		<title>Beschützer, Einbrecher, Holzfäller und ein ungeliebtes Haustier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2014 19:54:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Holzfäller]]></category>
		<category><![CDATA[Holzwurm]]></category>
		<category><![CDATA[sägen]]></category>
		<category><![CDATA[Schnarcher]]></category>
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					<description><![CDATA[In unserem letzten Urlaub wurde ich unfreiwillig Ohrenzeuge eines Gespräches zwischen zwei Frauen. Sie klagten sich gegenseitig ihr „Leid“. „Manchmal halte ich es einfach nicht mehr aus!“ „Ja, genau man fühlt sich total fix und fertig am nächsten Tag.&#8220; Eigentlich hätte ich mich sofort und ohne große Probleme dem Gespräch anschließen können, denn von dieser Art „Leid“ kann ich ebenfalls ein Liedchen singen. „Was grinst du denn so?“, fragte mich mein Mann, aber da hatte er auch schon Gesprächsfetzen aufgefangen. „Ja, ja die schlimmen Männer!“ Inzwischen schwelgte ich lächelnd in Erinnerungen und durchforstete mein Leben nach eigenen Erfahrungen mit diesem eigentümlichen und lautstarken Phänomen, das scheinbar alle Ehemänner zu befallen schien und sich offenbar ungeachtet der Nationalität von Generation zu Generation weitervererbte. Als erstes fiel mir eine Familienfeier ein, bei der die Cousine meines Mannes von einer Begebenheit berichtete, die sich allerdings noch vor meinem Eintritt in diese Familie ereignet hatte. „Ich habe ganz viele Jahre an eine sehr einleuchtende Erklärung geglaubt, bevor ich irgendwann von meiner Mutter in ein offenes Geheimnis eingeweiht wurde und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In unserem letzten Urlaub wurde ich unfreiwillig Ohrenzeuge eines Gespräches zwischen zwei Frauen. Sie klagten sich gegenseitig ihr „Leid“.<br />
</strong><strong>„Manchmal halte ich es einfach nicht mehr aus!“<br />
</strong><strong style="line-height: 1.73;">„Ja, genau man fühlt sich total fix und fertig am nächsten Tag.&#8220;</strong></p>
<p><strong style="line-height: 1.73;">Eigentlich hätte ich mich sofort und ohne große Probleme dem Gespräch anschließen können, denn von dieser Art „Leid“ kann ich ebenfalls ein Liedchen singen.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„W</span>as grinst du denn so?“, fragte mich mein Mann, aber da hatte er auch schon Gesprächsfetzen aufgefangen. „Ja, ja die schlimmen Männer!“</p>
<p>Inzwischen schwelgte ich lächelnd in Erinnerungen und durchforstete mein Leben nach eigenen Erfahrungen mit diesem eigentümlichen und lautstarken Phänomen, das scheinbar alle Ehemänner zu befallen schien und sich offenbar ungeachtet der Nationalität von Generation zu Generation weitervererbte.</p>
<p>Als erstes fiel mir eine Familienfeier ein, bei der die Cousine meines Mannes von einer Begebenheit berichtete, die sich allerdings noch vor meinem Eintritt in diese Familie ereignet hatte.</p>
<p>„Ich habe ganz viele Jahre an eine sehr einleuchtende Erklärung geglaubt, bevor ich irgendwann von meiner Mutter in ein offenes Geheimnis eingeweiht wurde und sie mich damit eines Besseren belehrte“, sagte sie und machte uns damit alle derartig neugierig, dass sie uns alles von Anfang an erzählen musste.<br />
„Wenn ich als kleines Kind mit meinen Eltern und meinem Bruder bei Onkel und Tante zu Besuch war, wurden zunächst einmal immer erst die Schlafgelegenheiten für uns vier Gäste abgeklärt. Wir wurden also sozusagen auf verschiedene Zimmer und Betten aufgeteilt. Jeder sollte schließlich sein eigenes Schlaflager haben. Nur über eine Sache habe ich mich immer gewundert. Irgendwann habe ich dann meine Tante gefragt, warum denn Onkel Heinz auf einer Matratze im Wohnzimmer auf dem Fußboden schlafen musste.“<br />
Sie erhielt folgende Antwort, die sie als Kind anscheinend auch in ihrem Wissensdurst befriedigte:<br />
„Weißt du, Onkel Heinz beschützt uns und die kostbaren Teppiche vor Einbrechern.“<br />
In den Ohren eines kleinen Mädchens muss dies wohl absolut logisch geklungen haben, denn mein Schwiegervater schnarchte nachts wie ein Bär und wer wollte es schon mit einem Bär aufnehmen.<br />
„Somit war mein eigener Schlaf im Hause von Onkel und Tante immer tief und fest, da ich mich ja absolut sicher fühlen konnte. Wenn ich nachts einmal wach wurde und das laute Schnarchen hörte, wusste ich Onkel Heinz als Beschützer ist oben im Wohnzimmer und dann bin ich auch gleich wieder beruhigt eingeschlafen.“<br />
„Und hast du dich bei meinem Schwiegervater wenigstens bedankt?“, fragte ich sie lachend.<br />
„Na klar“, bestätigte sie. „ Ich habe Onkel Heinz, am nächsten Morgen gesagt, dass er die Teppiche und uns in der Nacht ganz toll beschützt hat.“</p>
<p>Zumindest heute weiß sie den wirklichen Grund, warum ihr Onkel im Wohnzimmer schlafen musste. Während sich die Cousine meines Mannes als Kind durch die nächtlichen Schnarchgeräusche beschützt fühlte, flößten solche Laute Jahre später unserem etwa siebenjährigen Sohn fürchterliche Angst ein.<br />
Mit weit aufgerissenen Augen und zitternd vor Angst stand er eines nachts, es war schon weit nach Mitternacht, bei uns im Schlafzimmer.<br />
„Mama!“<br />
Obwohl er nur geflüstert hatte, riss ich sogleich die Augen auf.<br />
„Wieso schläfst du denn nicht?“, fragte ich schlaftrunken und nach einem Blick auf die Uhr, fügte ich hinzu: „Leg dich doch bitte wieder in dein Bett, es ist noch dunkel draußen.“<br />
„Ich habe Angst! Was ist das? Sind das Einbrecher?“<br />
Jetzt hörte ich die Motorsäge auch. Inzwischen war auch mein Mann wach geworden. Sofort war uns schlagartig klar, was in unserem Haus vor sich ging.<br />
„Ach, das ist nur Roland“, erklärte mein Mann. „Du brauchst keine Angst zu haben!“<br />
Es waren keine Einbrecher und auch keine Holzfäller, wie man tatsächlich hätte vermuten können. Der Übeltäter war lediglich ein Bekannter, der bei einem Besuch bei uns etwas zu tief in sein Bierglas geschaut hatte und nun zwar selig, aber mit ziemlichem Getöse in unserem Gästezimmer nächtigte. Sein Schnarchen schien das ganze Haus erzittern zu lassen und wirkte als würde er einen Baum nach dem anderen fällen.</p>
<p>Diese beiden Geschichten hätte ich dem belauschten Gespräch der beiden Urlauberinnen ebenso hinzufügen können, wie die Tatsache, dass auch mein Mann dieses sonderbare männliche Gen in sich trägt. Denn auch er schnarcht! Bis jetzt scheint er sich allerdings noch mit kleineren Wäldchen zu begnügen, was aber nur geringfügig leiser vonstatten geht als bei seinem Vater und unserem Bekannten. Trotzdem ist es manchmal schon etwas nervig, wenn ich ehrlich bin. Meistens hilft dann:<br />
„Dreh dich doch mal um, du schnarchst!“<br />
Leider wirkt dieser Zauberspruch nur für wenige Sekunden, dann hat er die Säge wieder gefunden und damit auch seinen Arbeitseifer. Sollte er tatsächlich einmal eine längere Schnarchpause einlegen, liege ich dann voller Konzentration lauschend neben ihm, schalte das Licht an und sehe nach, ob er noch atmet. Mit etwas Glück falle ich dann (schnarchlos, wie ich annehme, da ich keine gegenteiligen Beschwerden vernommen habe) wieder in den Schlaf, denn dann ist mir sein Schnarchkonzert egal, ja es scheint tatsächlich etwas Beruhigendes und Beschützendes davon auszugehen und man würde echt etwas vermissen!!!<br />
Schnarcht der eigene Mann mal nicht beziehungsweise nicht so laut, so klingt aus dem Nachbarzimmer im Hotel oder in einer lauen Sommernacht bei geöffneter Balkontür vom Nachbarhaus das gleiche sich rhythmisch wiederholende Sägen herüber.</p>
<p>Ohne unsere Männer wäre die Welt viel stiller, aber auch viel langweiliger! Wir lieben sie, egal ob mit oder ohne nächtliche Baumfällarbeiten, sprich: In guten und in schlechten Zeiten.</p>
<p>Meine Schwiegermutter hatte aus dem Schnarchen meines Schwiegervaters ihre Konsequenzen gezogen, sie schliefen also in getrennten Zimmern. Schlafen konnte und kann sie trotzdem angeblich nachts immer noch nicht. Schuld ist jetzt allerdings nicht das „Sägen“ ihres Mannes, der inzwischen das ganze Geschehen aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, nämlich von oben. Da er jetzt alles genauestens überblicken und beobachten kann, kennt er wohl auch Willi. Allerdings fragt er sich sicherlich, wie es ein so süßes kleines Tierchen mit seinem inbrünstigen Schnarchen aufnehmen kann. Dazu muss man sagen, dass Willi ein Holzwurm ist, der meiner Schwiegermutter Nacht für Nacht den Schlaf raubt.<br />
Daher hat sie ihn neulich mit dem Messer bedroht. Sie hat wohl mit dem Messer in mehrere Holzwurmlöcher auf der Vorderseite des Schrankes gestochen und Willi derart zu Tode erschreckt, dass er sich nun zur Rückseite des Möbelstücks zurückgezogen hat. Da meine Schwiegermutter Holzwurm Willi nicht zum Ausziehen, sondern nur zu einem geringfügigen kleinen Umzug bewegen konnte, teilten sich beide weiterhin das Schlafzimmer. Da aber bekanntlich der Klügere nachgibt, zog meine Schwiegermutter letzten Endes zum Schlafen doch noch in ein anderes Zimmer.</p>
<p>Übrigens:<br />
Die beiden Urlauberinnen haben ihren Männern das Schnarchen verziehen, denn ich hörte wie eine von ihnen das Thema abschließend sagte:<br />
„Na, wenn sie keine anderen Macken haben, dann können wir doch zufrieden sein!“<br />
Kräftig mit dem Kopf nickend stimmte die andere ihr zu und dann sprangen sie in den Swimmingpool.</p>
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