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	<title>Bier &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Mitbringsel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Oct 2018 19:35:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Hausstand]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbringsel]]></category>
		<category><![CDATA[Schaufenster]]></category>
		<category><![CDATA[Zöpfe]]></category>
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					<description><![CDATA[Wieder einmal sind wir in meiner alten Heimat und schlendern durch die Straßen meiner Geburtsstadt. Hier gibt es viele alte Fachwerkhäuser zu bestaunen. Eines davon ist vor kurzem verkauft worden. Es ist ein relativ großes Haus, das über mehrere Stockwerke verfügt. Im Erdgeschoss befanden sich in meiner Kindheit nacheinander verschiedene Geschäfte. Ich erinnere mich, dass es dort unter anderem Sirup zu kaufen gab, den man mit Wasser zu einem köstlichen Erfrischungsgetränk mixte. Es schmeckte nach Holunder und war echt lecker. Ich blicke in das Schaufenster, das an diesem Tag ebenfalls dekoriert ist. Allerdings befinden sich hinter der Glasscheibe diverse Haushalts- und Geschirrartikel. Sie sind alle gebraucht und entstammen der Haushaltsauflösung, die mit dem Verkauf des Hauses einhergeht. &#8222;Lasst uns mal reingehen!&#8220;, schlage ich meinem Mann und meiner Mutter vor. Drinnen empfängt uns die ehemalige Besitzerin und wir kommen ins Gespräch. &#8222;Kaufen Sie nichts, nur weil sie etwas kaufen wollen&#8220;, rät sie uns. &#8222;In unserem Alter sollte man nämlich eher ausmisten, als Dinge zu erwerben. Glauben Sie mir, ich weiß wovon ich rede. So einen Hausstand &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal sind wir in meiner alten Heimat und schlendern durch die Straßen meiner Geburtsstadt. Hier gibt es viele alte Fachwerkhäuser zu bestaunen. Eines davon ist vor kurzem verkauft worden. Es ist ein relativ großes Haus, das über mehrere Stockwerke verfügt. Im Erdgeschoss befanden sich in meiner Kindheit nacheinander verschiedene Geschäfte.<br />
Ich erinnere mich, dass es dort unter anderem Sirup zu kaufen gab, den man mit Wasser zu einem köstlichen Erfrischungsgetränk mixte. Es schmeckte nach Holunder und war echt lecker.<br />
Ich blicke in das Schaufenster, das an diesem Tag ebenfalls dekoriert ist. Allerdings befinden sich hinter der Glasscheibe diverse Haushalts- und Geschirrartikel. Sie sind alle gebraucht und entstammen der Haushaltsauflösung, die mit dem Verkauf des Hauses einhergeht.<br />
&#8222;Lasst uns mal reingehen!&#8220;, schlage ich meinem Mann und meiner Mutter vor.<br />
Drinnen empfängt uns die ehemalige Besitzerin und wir kommen ins Gespräch.<br />
&#8222;Kaufen Sie nichts, nur weil sie etwas kaufen wollen&#8220;, rät sie uns. &#8222;In unserem Alter sollte man nämlich eher ausmisten, als Dinge zu erwerben. Glauben Sie mir, ich weiß wovon ich rede. So einen Hausstand aufzulösen ist nicht einfach.&#8220;<br />
&#8222;Ja, das glaube ich&#8220;, sage ich zu ihr und zu meiner Mutter gerichtet, meine ich: &#8222;Schau mal , so ein ähnliches Service hast du auch noch!&#8220;<br />
Noch bevor meine Mutter etwas antworten kann, kommt aus einer Ecke die Stimme meines Mannes: &#8222;Gefällt die dir?&#8220;<br />
Er hält eine Puppe in die Höhe</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-5475 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6216-1024x1024.jpg" alt="" width="840" height="840" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6216-1024x1024.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6216-150x150.jpg 150w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6216-300x300.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6216-768x767.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6216-120x120.jpg 120w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6216.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>und greift mit der anderen Hand zu einer zweiten Puppe.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5476 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6214-1024x1016.jpg" alt="" width="840" height="833" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6214-1024x1016.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6214-150x150.jpg 150w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6214-300x298.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6214-768x762.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6214-120x120.jpg 120w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6214.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Wir stöbern noch ein bisschen hier und ein bisschen dort, aber mir geht die Puppe mit den Zöpfen nicht mehr aus dem Sinn. Sie erinnert mich an mich selbst als Kind. Auch ich hatte braune lange Zöpfe und bin in dieser Stadt aufgewachsen. Insgeheim nenne ich die Puppe schon längst &#8222;Klein Astrid&#8220;.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5477 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_6217-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_6217-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_6217-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_6217-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_6217.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Nach einer Weile gehe ich zu den beiden Püppchen und betrachte sie mir genauer. &#8222;Klein Astrid&#8220; nehme ich auf alle Fälle mit, das ist für mich schon beschlossene Sache. Die Puppe mit den blonden Haaren hat sooooo ein hübsches Gesicht, dass ich es nicht über das Herz bringen könnte sie zurückzulassen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5478 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6211-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6211-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6211-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6211-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6211.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></p>
<p>Also erstehe ich beide Puppen, die übrigens handgefertigt sind. Die Oma der ehemaligen Besitzerin hatte eine Bekannte, die die Puppen hergestellt, alle Kleider selbst genäht und sogar die Strümpfchen gestrickt hat. Überall steckt sehr viel Liebe zum Detail drin, das sieht und spürt man.<br />
&#8222;Ich werde sie in Ehren halten&#8220;, verspreche ich der Frau, die mir bestätigt:<br />
&#8222;Ich weiß die Puppen bei Ihnen in guten Händen und das freut mich.&#8220;<br />
Inzwischen hat auch mein Mann noch etwas gefunden, das er gerne in seinem Besitz haben möchte,- einen kleinen Licher-Bier-Krug mit einem Zinndeckel.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5481 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6407-1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6407-1-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6407-1-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6407-1-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E6407-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Die kleine Blondine ist noch immer namenlos und ich denke, das wird sie auch noch ein Weilchen bleiben. Sollten wir irgendwann einmal eine Enkeltochter bekommen, dann darf diese den Namen aussuchen. Doch die Puppe mit den Zöpfen ist und bleibt &#8222;Klein-Astrid&#8220;.<br />
Mittlerweile sitzen die Beiden im Wohnzimmer auf der Couch, die eine Puppe auf der linken Seite und die andere auf der rechten Seite.<br />
&#8222;Ich bin gespannt, ob sich demnächst unsere Katze dazu gesellt und dann in der Mitte liegt.&#8220;<br />
&#8222;Abwarten&#8220;, sagt mein Mann und genießt einen Schluck aus seinem neuen alten Bierkrug.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/herbstliche-kinderwelt/">Herbstliche Kinderwelt</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/sommerabschiedsgruss/">Sommerabschiedsgruß</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/spaziergang-durch-den-branitzer-park/">Spaziergang durch den Branitzer Park</a></p>
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		<title>Biergartenerlebnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2016 22:31:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Biergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Bierglas]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Brötchen]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Grill]]></category>
		<category><![CDATA[Kärtchen]]></category>
		<category><![CDATA[See]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sind in Bad Saarow am Scharmützelsee, denn meine Mutter liegt dort im Krankenhaus. Letzte Woche wurde bei ihr im Alter von 87 Jahren eine große Knieoperation durchgeführt. Ihr wurde erfolgreich ein künstliches Kniegelenk eingesetzt. Jetzt muss sie wieder fit werden und seit gestern übt sie das Laufen. Nach unseren mehrmals am Tag stattfindenden Besuchen an ihrem Krankenbett, wollen wir den herrlichen Sommerabend direkt am See genießen. Dort gibt es unter anderem einen winzigen Biergarten, wo man zu seinem Bierchen Gegrilltes und auch andere Kleinigkeiten zu essen bekommt. Die Atmosphäre mit dem malerischen Blick auf den Scharmützelsee gefällt uns und so wollen wir uns dort auch niederlassen. Während ich einen kleinen runden Tisch ergattere  und die Plätze nun für uns reserviere, was im Übrigen gar nicht so einfach ist, stellt sich mein Mann schon mal in der Schlange an, um Speis und Trank zu ordern. Das scheint allerdings auch nicht so ohne Weiteres zu klappen, denn es dauert eine gefühlte Ewigkeit. Ich lasse meinen Blick währenddessen umherschweifen und genieße den wunderschönen Sommerabend. Ich bin schon &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir sind in Bad Saarow am Scharmützelsee, denn meine Mutter liegt dort im Krankenhaus. Letzte Woche wurde bei ihr im Alter von 87 Jahren eine große Knieoperation durchgeführt. Ihr wurde erfolgreich ein künstliches Kniegelenk eingesetzt. Jetzt muss sie wieder fit werden und seit gestern übt sie das Laufen.</strong></p>
<p><span class="dropcap">N</span>ach unseren mehrmals am Tag stattfindenden Besuchen an ihrem Krankenbett, wollen wir den herrlichen Sommerabend direkt am See genießen. Dort gibt es unter anderem einen winzigen Biergarten, wo man zu seinem Bierchen Gegrilltes und auch andere Kleinigkeiten zu essen bekommt. Die Atmosphäre mit dem malerischen Blick auf den Scharmützelsee gefällt uns und so wollen wir uns dort auch niederlassen. Während ich einen kleinen runden Tisch ergattere  und die Plätze nun für uns reserviere, was im Übrigen gar nicht so einfach ist, stellt sich mein Mann schon mal in der Schlange an, um Speis und Trank zu ordern. Das scheint allerdings auch nicht so ohne Weiteres zu klappen, denn es dauert eine gefühlte Ewigkeit. Ich lasse meinen Blick währenddessen umherschweifen und genieße den wunderschönen Sommerabend. Ich bin schon halb verhungert und verdurstet, als mein Mann endlich mit zwei Bierchen an den Tisch kommt.<br />
„Ich muss dir gleich mal eine lustige Geschichte erzählen!“, sagt er zu mir und ist auch schon wieder weg, um in der nächsten Schlange anzustehen.<br />
Sehnsüchtig warte ich auf seine Rückkehr und das nicht nur wegen der beiden gefüllten Teller, die er dann mitbringt.<br />
„Du wolltest mir doch was erzählen“, fordere ich ihn kauend auf.<br />
„Ja, also erst einmal hast du mir überhaupt nicht mitgeteilt, was du essen möchtest. Das war schon mein erstes Problem. Wie soll ich wissen, worauf du Appetit hast.“<br />
„Och“, sage ich. „Es war mir eigentlich egal, ob du mir eine Bratwurst, eine Currywurst, ein Steak oder sonst was mitbringst. Ich wollte nur kein…“<br />
„Ich habe dann dort drüben an der Tafel gelesen, dass es Lachsbrötchen gibt. Die isst du doch so gerne!“<br />
„Richtigen Lachs schon, aber…!“, fange ich meinen Satz an, werde aber sofort wieder unterbrochen.<br />
„Hab ich dann auch gemerkt, aber lass mich der Reihe nach berichten. Da kannst du echt eine Geschichte daraus machen und in deinen Blog stellen.“<br />
Jetzt bin ich aber neugierig geworden und unterbreche sogar mein Essen. Gebannt lausche ich nun meinem Mann:<br />
„Ich stehe mir also dort vorne in der Schlange schon fast die Füße platt. Vielleicht bin ich auch etwas ins Träumen geraten, denn auf einmal drängelt sich ein Mann vor, gefolgt von einer Frau und einem weiteren Mann. Ich drehe mich um und frage die Leute hinter mir:</p>
<p>&#8222;Sind Sie auch vor mir?&#8220;</p>
<p>&#8222;Ach, das wäre aber nett, wenn Sie uns auch noch vorlassen würden!&#8220; , erhalte ich als Antwort.</p>
<p>Zum Glück war dies eher lustig gemeint, so dass ich dann doch endlich an die Reihe komme und meine Bestellung aufgebe. Um dir eine Freude zu machen, habe ich also zwei Lachsbrötchen bestellt, weil du die doch so magst.“<br />
„Ja, aber…!“<br />
„Warte!“, bremst mich mein Peter aus. „Nach dem Bezahlen erhalte ich zwei rote Kärtchen, mit denen ich mich an der Essensausgabe anstellen muss. Nachdem ich auch hier warten muss, überstürzen sich auf einmal die Ereignisse. Ein Mann kommt aus dem Häuschen heraus, übergibt mir die zwei Lachsbrötchen mit der einen Hand und entreißt mir die zwei roten Karten mit der anderen Hand. So weit, so gut! Ich drehe mich mit den Brötchen in der Hand um und eine herbeieilende Frau, die sich übrigens kurz zuvor bei mir vorgedrängelt hat, entreißt mir nun die beiden Lachsbrötchen mit den Worten:<br />
„Das sind meine!“<br />
Ich bin vor Schreck erst einmal vollkommen sprachlos, was bei mir eher selten vorkommt. Jetzt stehe ich also ohne Lachsbrötchen und ohne Kärtchen da.<br />
„Dann müssen Sie mir aber ihre zwei roten Kärtchen geben!“, erkläre ich der Frau, nachdem ich meine Sprachlosigkeit wieder überwunden habe.<br />
„Ich? Nein! Wieso?“, erwidert diese.<br />
„Na, weil meine Kärtchen schon der Mann von der Essensausgabe hat“, meine ich.<br />
„Wieso? Die müssen Sie ihm doch erst geben, wenn Sie Ihre Brötchen bekommen“, will sie mich aufklären.<br />
„Das habe ich ja, aber Sie haben mir die Brötchen doch weggenommen!“, versuche ich ihr die Sachlage darzulegen. Endlich, nach einigem Hin und Her gibt sie mir die geforderten roten Karten und verschwindet zu ihrem Sitzplatz. Jetzt habe ich aber gesehen, dass die Lachsbrötchen gar keinen echten Lachs enthalten. Das war sozusagen Glück im Unglück. Also habe ich mir gedacht, dass ich da wohl was falsch gemacht habe. Der Herr an der Essensausgabe meinte jedoch, das sei kein Problem, ich müsse nur die Kärtchen dort vorne umtauschen und gegebenenfalls noch etwas darauf zahlen. Ich marschiere also wieder zur ersten Schlange und erstehe auch relativ zeitnah zwei braune Karten für jeweils ein gegrilltes Kräutersteak. Damit gehe ich nun zur Schlange am Grill. Der Grillspezialist ist aber irgendwo mal kurz um die Ecke gegangen und lässt gerade die Würstchen verbrennen. Vorsichtshalber drehe ich hilfsbereit, wie ich eben bin, die Würstchen lieber mal um. Bei dieser Aktion gelangen vermutlich meine beiden braunen Kärtchen mit der Aufschrift ‚STEAK‘ auf den Grillrost, ohne dass ich es merke. Im selben Moment biegt der Grillexperte um die Ecke und wundert sich über das Chaos auf seinem Grill.</p>
<p>&#8222;Was ist denn hier los!&#8220;, ruft er entsetzt aus und sammelt die braunen Kärtchen auf. Nachdem ich ihm mit unschuldigem Blick auf seine Frage nach meinen Kärtchen erklärt habe, dass es anscheinend die Meinigen sind, die dort auf den Rost geflattert sind, legt er mir bereitwillig die Steaks auf meine beiden Teller. So und nun bin ich endlich hier und wir können essen“, beendet mein Mann seine Erzählung.<br />
Ich kann mich kaum noch vor Lachen halten und habe schon richtig Bauchweh.<br />
„Das war ja ganz schön kompliziert!“, kommentiere ich seine Berichterstattung. Gerade als ich mir ein weiteres Stückchen des wirklich leckeren Steaks in den Mund schiebe, fällt mein Blick auf seinen Teller.<br />
„Wieso sind eigentlich auf deinem Teller drei Steaks?“, frage ich total verwundert meinen Peter.<br />
Er zuckt nur mit den Schultern und meint: „Die hat mir der Grillmeister freundlicherweise einfach so auf meinen Teller gelegt. Keine Ahnung warum. Er sagte nur, dass das schon in Ordnung wäre so.“<br />
„Na, dann lassen wir es uns schmecken!“, beschließe ich.<br />
„Prost!“, sagt mein Mann lachend und hebt sein Bierglas, um mit mir anzustoßen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr noch folgende Geschichten lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/immer-rund-herum/">Immer rund herum</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kleiner-filou/">Mopsi und Filou</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-sache-mit-der-vorahnung/">Die Sache mit der Vorahnung</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Kulinarische Köstlichkeiten</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/kulinarische-koestlichkeiten/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/kulinarische-koestlichkeiten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 May 2016 22:03:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was]]></category>
		<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[beleidigte Leberwurst]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Bohnen in den Ohren]]></category>
		<category><![CDATA[Brot]]></category>
		<category><![CDATA[Butter]]></category>
		<category><![CDATA[Dreikäsehoch]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Hechtsuppe]]></category>
		<category><![CDATA[Honig]]></category>
		<category><![CDATA[Köstlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Löffel]]></category>
		<category><![CDATA[Redewendungen]]></category>
		<category><![CDATA[Salz in der Suppe]]></category>
		<category><![CDATA[Senf dazu geben]]></category>
		<category><![CDATA[Tomaten auf den Augen]]></category>
		<category><![CDATA[Würze]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie Ihr ja wisst, liebe ich das Spiel mit der Sprache. Unsere deutsche Sprache ist reich an bildlichen Ausdrücken, Vergleichen und Redewendungen. Die meisten sind uns ganz geläufig. Wir benutzen sie, ohne viel darüber nachzudenken.  Martina (http://kluempche.blogspot.de) fragte neulich, ob wir die Redewendung &#8222;einmal um den Pudding gehen&#8220;, kennen würden. Ich kannte sie nicht. Mir fiel aber ein, dass manche Menschen gerne &#8222;um den heißen Brei herum reden&#8220;. Ich überlegte, ob unsere deutsche Sprache noch mehr bildliche Ausdrücke zu bieten hat, die den kulinarischen Bereich betreffen und wurde fündig. Folgende kleine Unterhaltung bastelte ich daraus: Erna und Paul haben ihre Freunde Anna und Fritz zum Grillen eingeladen. Eigentlich sind die Vier immer eine lustige Runde und man unterhält sich über dies und das und hat viel Spaß miteinander. Aber irgendwie liegt heute etwas in der Luft, das anfänglich keine richtige Stimmung aufkommen lässt. Die beiden Frauen bereiten in der Küche den Salat und die Beilagen zu, während sich die Männer draußen im Garten um das Grillen kümmern. Paul kommt herein und will das Fleisch und die &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie Ihr ja wisst, liebe ich das Spiel mit der Sprache. Unsere deutsche Sprache ist reich an bildlichen Ausdrücken, Vergleichen und Redewendungen. Die meisten sind uns ganz geläufig. Wir benutzen sie, ohne viel darüber nachzudenken.  Martina (<a href="http://kluempche.blogspot.de">http://kluempche.blogspot.de</a>) fragte neulich, ob wir die Redewendung &#8222;einmal um den Pudding gehen&#8220;, kennen würden. Ich kannte sie nicht. Mir fiel aber ein, dass manche Menschen gerne &#8222;um den heißen Brei herum reden&#8220;. Ich </strong><strong>überlegte, ob unsere deutsche Sprache noch mehr bildliche Ausdrücke zu bieten hat, die den kulinarischen Bereich betreffen und wurde fündig. Folgende kleine Unterhaltung bastelte ich daraus:</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>rna und Paul haben ihre Freunde Anna und Fritz zum Grillen eingeladen. Eigentlich sind die Vier immer eine lustige Runde und man unterhält sich über dies und das und hat viel Spaß miteinander. Aber irgendwie liegt heute etwas in der Luft, das anfänglich keine richtige Stimmung aufkommen lässt.<br />
Die beiden Frauen bereiten in der Küche den Salat und die Beilagen zu, während sich die Männer draußen im Garten um das Grillen kümmern.<br />
Paul kommt herein und will das Fleisch und die Würstchen holen, dabei vergisst er die Terrassentür zu schließen. Da es gerade an der Haustür klingelt, beschließt er nachzusehen, wer davor steht. Als er die Haustür öffnet, gibt es Durchzug. Augenblicklich ertönt neben ihm die leicht verärgerte Stimme seiner Gattin, die ebenfalls Richtung Haustür geeilt ist:</p>
<p>„Mensch Paul, kannst du nicht die Terrassentür schließen, wenn du rein und rausgehst? <strong>Hier</strong> <strong>zieht es</strong> sonst <strong>wie Hechtsuppe</strong>!“</p>
<p>„Entschuldigung, kommt nicht wieder vor!“, antwortet Paul und im selben Moment schlägt die Terrassentür auch schon mit einem lauten Knall zu.</p>
<p>„Das hat ja ganz schön geknallt!“, sagt der vierjährige Jan aus der Nachbarschaft, der vor der Haustür steht und erschrocken zu Erna und Paul hoch blickt.</p>
<p>„Na, du <strong>Dreikäsehoch</strong>! Was willst du?“, fragt Paul, der leicht gereizt ist, weil ihn Erna zurecht gewiesen hat.</p>
<p>„Mama hat vergessen Schnittlauch und Petersilie zu kaufen und weil es doch in Eurem Garten so was gibt…“</p>
<p>„Na klar“, sagt Erna. „Geh gleich mit Paul in den Garten, er schneidet dir ein bisschen Schnittlauch und auch Petersilie ab.“</p>
<p>„Kannst du das nicht machen? Du kennst dich doch in deinem Kräutergarten viel besser aus!“, versucht Paul den Auftrag wieder an seine Frau zurückzuschieben.</p>
<p>„Wenn du keine <strong>Tomaten auf den Augen</strong> hast, dann findest du schon alles!“, erklärt Erna ihrem Gatten und zwinkert ihm zu.</p>
<p>„Tomaten hat die Mama auch eingekauft, die soll ich nicht holen!“, plappert Jan fröhlich weiter, woraufhin Paul in seinen Bart nuschelt:</p>
<p>„Der muss aber auch <strong>überall seinen Senf dazu geben</strong>!“</p>
<p>Der Kleine hat es allerdings gehört und meint nur ganz kleinlaut:<br />
„Das sagt Papa auch immer!“</p>
<p>„Du hast anscheinend keine<strong> Bohnen in den Ohren</strong>, denn hören kannst du ganz gut!“</p>
<p>„Was redest du da für einen Unsinn mit dem Jungen?“, weist ihn Erna schon zum zweiten Mal zurecht.</p>
<p>„Du kannst heute aber auch nur mit mir schimpfen!“, entgegnet Paul gereizt.</p>
<p>„Nun spiel mal nicht <strong>die beleidigte Leberwurst</strong>!“, kontert Erna.</p>
<p>„Wo bleibst du eigentlich mit den Würsten und dem Fleisch?“, ruft es plötzlich von draußen rein.<br />
Fritz wartet nämlich schon eine ganze Weile darauf, dass er endlich mit dem Grillen loslegen kann.</p>
<p>„Warum meckert heute jeder an mir rum?“, fragt sich Paul in Gedanken.</p>
<p>„Habt ihr gerade gestritten, oder warum siehst du so griesgrämig aus?“, erkundigt sich Fritz als Paul endlich mit Jan an der Hand Wurst und Fleisch bringt.</p>
<p>„Nee, wieso?“, gibt er nur mürrisch zurück.</p>
<p>„Naja, <strong>ist</strong> ja sowieso <strong>nicht mein Bier</strong>“, erwidert Fritz daraufhin schnippisch.<br />
„Apropo Bier! Kriegt man hier auch mal was zu trinken?“</p>
<p>„Ach, Entschuldigung! Das hab ich ja ganz vergessen. Ich hol schnell für jeden ein Bierchen!“</p>
<p>Es wird dann doch noch ein sehr gemütlicher und geselliger Nachmittag und Abend. Die beiden Grillmeister haben ihre Aufgabe hervorragend gemacht und deshalb spricht Erna zum Schluss noch einen Toast aus:</p>
<p>„Lasst uns das Glas erheben auf unsere Männer,<br />
denn sie sind der Grillkunst wahre Kenner!“</p>
<p>„Hört, hört!“, grinst Paul wie ein Honigkuchenpferd. „Jetzt <strong>schmiert</strong> sie <strong>mir</strong> wieder <strong>Honig ums Maul!“</strong></p>
<p>„Ach komm!“, schmiegt sich Erna an ihren Mann. „<strong>Es ist doch alles wieder in Butter</strong>! Wir waren wohl beide nur ein bisschen gereizt.“</p>
<p>„Und ich dachte schon, du würdest dir wünschen, <strong>dass ich endlich den Löffel abgebe</strong>!“</p>
<p>„So ein Quatsch, Paul! Ich brauch dich doch, wie <strong>mein tägliches Brot</strong>!“<br />
Erna gibt ihrem Paul zärtlich einen Kuss.</p>
<p>„Und ich brauche dich, wie <strong>das Salz in der Suppe</strong>!“, lacht er versöhnt zurück.</p>
<p>„Eure kulinarischen Liebeserklärungen sind köstlich“, erklärt Anna fast ein bisschen neidisch.</p>
<p>„Komm her, du <strong>Würze meines Lebens</strong>! Lass dich auch mal küssen!“, sagt jetzt Fritz lachend und zieht seine Frau zärtlich an sich.</p>
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