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	<title>Aufregung &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>So eine Aufregung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 May 2023 22:45:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufregung]]></category>
		<category><![CDATA[Fenster]]></category>
		<category><![CDATA[interessant]]></category>
		<category><![CDATA[Regen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhe]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich haben wir Fangen gespielt. Das macht richtig Spaß, aber irgendetwas ist wohl falsch gelaufen. Plötzlich waren die anderen nämlich weg. Erst haben sie mich hierher gelockt und jetzt sind sie alle verschwunden und haben mich hier allein gelassen. Ich frage mich nur, wo sie sind. Wahrscheinlich sind sie längst schon wieder draußen und spielen im Garten weiter Fangen.&#160; „Hey, was machst du hier drinnen?“, höre ich eine Frau empört rufen. Meint sie etwa mich? Ich würde ja gerne raus, aber ich weiß nicht wo.&#160; „Sieh zu, dass du nach draußen verschwindest!“, schimpft sie mit mir und dann beginnt sie mir ihr Leid zu klagen: „Ich dachte, dass ich heute mal Glück hätte. Ich habe extra erst den Wetterbericht gehört und sie haben für heute und morgen Wolken und Sonne gemeldet, aber keinen Regen. Also habe ich die Gelegenheit ergriffen. Meistens habe ich nämlich Pech und es regnet noch am selben Tag, spätestens aber am nächsten Tag.“ Bis jetzt weiß ich überhaupt nicht wovon diese Frau redet und was das alles mit mir zu tun &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich haben wir Fangen gespielt. Das macht richtig Spaß, aber irgendetwas ist wohl falsch gelaufen. Plötzlich waren die anderen nämlich weg. Erst haben sie mich hierher gelockt und jetzt sind sie alle verschwunden und haben mich hier allein gelassen. Ich frage mich nur, wo sie sind. Wahrscheinlich sind sie längst schon wieder draußen und spielen im Garten weiter Fangen.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p>„Hey, was machst du hier drinnen?“, höre ich eine Frau empört rufen.</p>
<p>Meint sie etwa mich? Ich würde ja gerne raus, aber ich weiß nicht wo.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p>„Sieh zu, dass du nach draußen verschwindest!“, schimpft sie mit mir und dann beginnt sie mir ihr Leid zu klagen:</p>
<p>„Ich dachte, dass ich heute mal Glück hätte. Ich habe extra erst den Wetterbericht gehört und sie haben für heute und morgen Wolken und Sonne gemeldet, aber keinen Regen. Also habe ich die Gelegenheit ergriffen. Meistens habe ich nämlich Pech und es regnet noch am selben Tag, spätestens aber am nächsten Tag.“</p>
<p>Bis jetzt weiß ich überhaupt nicht wovon diese Frau redet und was das alles mit mir zu tun haben soll. Bestimmt verwechselt sie mich.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p>„Tja, der Regen bleibt mir wohl erspart und ich sollte mich im Grunde genommen darüber freuen. Aber dann bist du gekommen und du bist mindestens so schlimm wie Regen. Nein, noch viel schlimmer.“</p>
<p>Mmh? Was habe ich mit dem Regen zu tun. Klar, ich mag ihn auch nicht sonderlich. Ehrlich gesagt: Er ist mir nicht sympathisch. Aber mich mit ihm zu vergleichen oder gleichzusetzen ist einfach ungerecht. Ich bin doch vollkommen harmlos.</p>
<p>„Tu nicht so, als könntest du kein Wässerchen trüben und als seiest du dir keiner Schuld bewusst!“, schimpft sie weiter.</p>
<p>Ich bin mir keiner Schuld bewusst!!! Ich bin echt harmlos. Kein Mensch und kein Tier ist harmloser als ich.</p>
<p>„Wenn du kommst, kann ich die ganze Arbeit noch einmal machen. Verschwinde endlich, sonst wirst du mich kennenlernen!“, droht sie mir.</p>
<p>Noch näher kennenlernen will ich dich gar nicht. Du bist ziemlich unfreundlich zu mir und deshalb lege ich auch keinen Wert auf eine Bekanntschaft mit dir. Wenn du mich loshaben willst, dann zeig mir doch endlich den Weg nach draußen. Ich gebe mir ja alle erdenkliche Mühe hier rauszukommen, aber überall stoße ich an. Mach einfach die Tür auf oder eines dieser blöden Fenster, dann bin ich schneller weg als du bis drei zählen kannst.</p>
<p><span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span>„Hier!“, brüllt sie mir entgegen und reißt die Tür sperrangelweit auf.</p>
<p>‚Prima, ein Fluchtweg!‘, denke ich noch, doch dann wedelt sie mit einem Geschirrtuch in der Luft herum. Das macht mich ganz wirr im Kopf und ich verliere vollkommen die Orientierung. Wo war doch nochmal gleich die offene Tür? Autsch, schon wieder habe ich mich gestoßen. Soll sie mich doch endlich in Frieden lassen. Ich will ja weg von hier.</p>
<p>„Begreifst du denn gar nichts, du Dummi! Das ist doch die falsche Richtung und wage dich ja nicht an eines meiner Fenster!“</p>
<p>Mir ist schon total schwindelig. Wenn sie mich doch endlich in Ruhe ließe, dann würde ich auch den Weg nach draußen finden. Ich brauche dazu einfach nur Ruhe und ein bisschen Zeit. Aber Geduld scheint ja nicht ihre Stärke zu sein.</p>
<p>„Warum wedelst du denn mit dem Geschirrtuch in der Luft herum?“, höre ich nun eine Männerstimme.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p>„Ich versuche diese kleine freche Fliege zu verscheuchen, die mir meine frisch geputzten Fenster wieder beschmutzen will!“, antwortet die Frau.</p>
<p>„Ach, meinst du die kleine harmlose Fliege, die gerade an mir vorbei und zur Haustür hinausgeflogen ist?“</p>
<p>Genau, die meinst sie, denke ich mir und bin froh endlich im Freien und aus diesem Irrenhaus entkommen zu sein. Das war ganz schön aufregend. Ich muss erst einmal wieder zur Ruhe und zu Kräften kommen. Dort drüben steht ein Fenster offen, mal sehen, ob es dort was Interessantes gibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/flie/">Flie</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/juhu/">Juhuu!!!</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der verpatzte Einstieg</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/der-verpatzte-einstieg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2023 19:57:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufregung]]></category>
		<category><![CDATA[Doktor]]></category>
		<category><![CDATA[Einstieg]]></category>
		<category><![CDATA[Knochen]]></category>
		<category><![CDATA[Missverständnis]]></category>
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					<description><![CDATA[Nora, Steffi und Romy treffen sich regelmäßig jeden zweiten Dienstagabend auf ein Gläschen Wein. Dies ist ihr erstes Treffen im neuen Jahr. Es gibt viel zu berichten, denn diese Silvesternacht haben sie ausnahmsweise nicht gemeinsam verbracht.  Nora war bei ihren Eltern, um das Baby ihrer Schwester zu bewundern. Die kleine Sophie war nämlich kurz vor Weihnachten auf die Welt gekommen. Steffi war mit ihrem Lebensgefährten im Kurzurlaub gewesen und Romy hatte eine Einladung bei ihren zukünftigen Schwiegereltern nicht ausschlagen können. Nachdem jede der drei Freundinnen ausführlich berichtet hat, ergreift Romy das Wort: „Ich muss euch noch etwas erzählen“, beginnt sie und weckt damit die Neugierde der anderen Zwei. „Mir ist da nämlich was passiert.“ „Ich hoffe es handelt sich um nichts Schlimmes, sondern eher um was Lustiges“ meint Nora und sieht die Freundin ganz gespannt an. „Naja, wie man es nimmt“, antwortet Romy und bekommt vor Aufregung ganz rote Wangen. „Schlimm genug für mich, aber wahrscheinlich ziemlich lustig für alle anderen.“ „Jetzt spann uns nicht so auf die Folter! Erzähl einfach!“, fordert Steffi nun den &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nora, Steffi und Romy treffen sich regelmäßig jeden zweiten Dienstagabend auf ein Gläschen Wein. Dies ist ihr erstes Treffen im neuen Jahr. Es gibt viel zu berichten, denn diese Silvesternacht haben sie ausnahmsweise nicht gemeinsam verbracht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nora war bei ihren Eltern, um das Baby ihrer Schwester zu bewundern. Die kleine Sophie war nämlich kurz vor Weihnachten auf die Welt gekommen. Steffi war mit ihrem Lebensgefährten im Kurzurlaub gewesen und Romy hatte eine Einladung bei ihren zukünftigen Schwiegereltern nicht ausschlagen können.</p>
<p>Nachdem jede der drei Freundinnen ausführlich berichtet hat, ergreift Romy das Wort:</p>
<p>„Ich muss euch noch etwas erzählen“, beginnt sie und weckt damit die Neugierde der anderen Zwei. „Mir ist da nämlich was passiert.“</p>
<p>„Ich hoffe es handelt sich um nichts Schlimmes, sondern eher um was Lustiges“ meint Nora und sieht die Freundin ganz gespannt an.</p>
<p>„Naja, wie man es nimmt“, antwortet Romy und bekommt vor Aufregung ganz rote Wangen. „Schlimm genug für mich, aber wahrscheinlich ziemlich lustig für alle anderen.“</p>
<p>„Jetzt spann uns nicht so auf die Folter! Erzähl einfach!“, fordert Steffi nun den Bericht ein.</p>
<p>„Okay, aber lacht mich nicht aus!“, bittet Romy, holt tief Luft und beginnt zu berichten:</p>
<p>„Ihr wisst doch, dass ich am 2. Januar eine neue Arbeitsstelle angetreten habe. Ich bin neben der Chefsekretärin, die zweite Sekretärin im Vorstandsbüro. Obwohl mir die Arbeit sehr viel Freude macht, mir nicht schwerfällt und auch die Kollegen alle nett sind, habe ich meinen Einstieg nicht gerade mit Bravour gemeistert. Ehrlich gesagt habe ich mich bis auf die Knochen blamiert.“</p>
<p>„Ach komm“, sagt Nora ungläubig. „Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Du bist doch die Perfektion in Person.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Und trotzdem ist es so!“ Romy zuckt mit den Schultern. &#8222;Am ersten Tag wurde ich in meine Aufgaben eingewiesen. Das ist auch alles kein Thema, meinen Job beherrsche ich. Aber am zweiten Tag passierte es dann.“</p>
<p>Die beiden Freundinnen lauschen neugierig den Schilderungen.</p>
<p>„Am Vormittag kam ein Fax herein. Es war für eine andere Abteilung, allerdings stand kein Empfänger darauf. Also wollte ich die Chefsekretärin fragen, die jedoch gerade im Begriff war zu telefonieren. Während sie die Nummer eingab, schob ich ihr das Fax hin. Sie warf einen Blick darauf und meinte nur kurz:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„SCHREIBEN SIE FRAU DOKTOR DRAUF!“</p>
<p>Gesagt &#8211; getan! Ich schrieb <strong>Frau Doktor Drauf</strong> oben auf das Fax und legte es auf den Schreibtisch, denn man hatte mir am Vortag erklärt, dass der Bote ankommende Faxe zum Empfänger bringen würde.“</p>
<p>„Dann hast du doch alles richtig gemacht, oder?“, fragt Steffi.</p>
<p>„Nicht ganz“, gibt Romy zu. „Was ich allerdings erst später erfahren habe, als der Bote kam. Da war es allerdings schon zu spät und ich hatte alle Lacher auf meiner Seite.“</p>
<p>Nora und Steffi sehen ihre gemeinsame Freundin fragend an, denn ihnen ist schleierhaft, was wohl der vermeintliche Fehler gewesen sein soll.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Romy blickt verschämt nach unten und erzählt den Rest der Geschichte:</p>
<p>„Als der Bote kam, warf er einen Blick auf das Fax und erkundigte sich:</p>
<p>‚Gibt es in der Abteilung 3 eine neue Mitarbeiterin? Den Namen habe ich nämlich noch nie gehört oder gelesen.‘</p>
<p>Jetzt wurde die Chefsekretärin aufmerksam und warf einen Blick auf den von mir oben handschriftlich eingesetzten Namen. Fast gleichzeitig brach sie in schallendes Gelächter aus. Ahnungslos stand ich daneben und war mir keiner Schuld bewusst, hatte ich doch alles so gemacht, wie sie mir aufgetragen hatte.“</p>
<p>„Na sowas! Sie hat doch selbst gesagt, dass du FRAU DOKTOR DRAUF schreiben sollst!“, pflichtete Nora der Freundin bei.</p>
<p>„Nicht ganz“, gibt Romy beschämt zu.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„<b>Eine Frau Doktor Drauf existiert bei uns im Haus nicht.</b></p>
<p>Was sie gesagt hat und was sie gemeint hat, macht tatsächlich den Unterschied.</p>
<p>Sie hat gesagt, dass ich<b> FRAU DOKTOR DRAUF </b>schreiben<b> </b>soll,<span class="Apple-converted-space">  </span>aber gemeint hat sie ,<b> </b>dass ich <b>Frau Doktor </b>auf das Fax <b>drauf </b>schreiben<b> </b>soll<b>.- </b>Die besagte Person heißt nämlich mit <b>Nachnamen Doktor.</b>“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es dauert eine Sekunde, dann brechen die beiden Freundinnen ebenfalls in Gelächter aus. Inzwischen kann jedoch auch Romy über dieses Missverständnis lachen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/timo-und-die-kleinen-tierchen-meiner-kueche/">Timo und die kleinen Tierchen in meiner Küche</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/knoepflein/">Knöpflein</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-jahre-gekommen/">In die Jahre gekommen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Überall herrscht Aufregung (5)</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/ueberall-herrscht-aufregung-5/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/ueberall-herrscht-aufregung-5/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Dec 2019 08:26:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Aufregung]]></category>
		<category><![CDATA[Brief]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
		<category><![CDATA[Weg]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsland]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
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					<description><![CDATA[Während Elfinchen und die Mäusefamilie noch überlegten, wo sich der Weihnachtsmann aufhalten könnte und wie sie ihn erreichen würden, herrschte in dem Schlossgarten ein großes Durcheinander. Die Blumen vermissten Elfinchen, denn plötzlich öffnete niemand ihre Blütenblätter am Morgen und niemand schloss sie wieder am Abend. Traurig ließen die Blumen ihre Köpfe hängen, so dass sich sogar der König und die Königin schon gewundert hatten, was denn auf einmal passiert sei.  Auch Annelie vermisste ihre Freundin. Sie saß traurig am Fenster des großen Schlosses und schaute hinaus, ob sie irgendwo Elfinchen sehen würde. Doch so sehr sie sich auch anstrengte, Elfinichen hatte sich wie in Luft aufgelöst. So kam es, dass sich das Königspaar neben den Gedanken um die vielen schönen und auch kostbaren Blumen im Schlossgarten auch noch große Sorgen um ihre Tochter machte. Sie wollte nicht mehr essen, sprach nicht, weinte viel und hatte an nichts mehr Freude. „Was sollen wir nur tun?“, fragte die Königin ihren Gemahl. „Ich weiß mir auch keinen Rat“, antwortete der König. „Ich lasse nach dem Hofarzt schicken, vielleicht &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Während Elfinchen und die Mäusefamilie noch überlegten, wo sich der Weihnachtsmann aufhalten könnte und wie sie ihn erreichen würden, herrschte in dem Schlossgarten ein großes Durcheinander. Die Blumen vermissten Elfinchen, denn plötzlich öffnete niemand ihre Blütenblätter am Morgen und niemand schloss sie wieder am Abend. Traurig ließen die Blumen ihre Köpfe hängen, so dass sich sogar der König und die Königin schon gewundert hatten, was denn auf einmal passiert sei.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">A</span>uch Annelie vermisste ihre Freundin. Sie saß traurig am Fenster des großen Schlosses und schaute hinaus, ob sie irgendwo Elfinchen sehen würde. Doch so sehr sie sich auch anstrengte, Elfinichen hatte sich wie in Luft aufgelöst.<br />
So kam es, dass sich das Königspaar neben den Gedanken um die vielen schönen und auch kostbaren Blumen im Schlossgarten auch noch große Sorgen um ihre Tochter machte. Sie wollte nicht mehr essen, sprach nicht, weinte viel und hatte an nichts mehr Freude.</p>
<p>„Was sollen wir nur tun?“, fragte die Königin ihren Gemahl.</p>
<p>„Ich weiß mir auch keinen Rat“, antwortete der König. „Ich lasse nach dem Hofarzt schicken, vielleicht kann er helfen.“</p>
<p>Auch Elfinchens Familie war traurig und voller Kummer. Sie hatten schon den ganzen Schlossgarten nach ihr abgesucht, doch Elfinchen blieb verschwunden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Elfinchen muss etwas zugestoßen sein, sonst hätte sie sich schon längst gemeldet. Sie würde auch niemals die Blumen im Stich lassen“, weinte Elfinchens Mutter.</p>
<p>„Vielleicht braucht eine Blume ihre besondere Hilfe und Elfinchen hat keine Zeit nach Hause zu kommen“, überlegte<span class="Apple-converted-space">  </span>der Vater, aber so richtig glaubte er selbst nicht daran.</p>
<p>„Wir müssen uns noch einmal bei allen Bewohnern des Schlossgartens umhören, vielleicht hat jemand einen Rat für uns“, schlägt die Mutter vor.</p>
<p>„Ihr bleibt schön zu Hause!“, befahl der Vater den übrigen Kindern der Elfenfamilie. „Und stellt nichts an, sonst kommt Euch dieses Jahr der Weihnachtsmann nicht besuchen.“</p>
<p>Ja, und dann passierte im Weihnachtsland etwas Merkwürdiges:</p>
<p>Der alte Weihnachtsmann Willi, der ja schon längst im Ruhestand war und durch Weihnachtsmann Rudi abgelöst worden war, half immer noch gerne aus, wenn sein Nachfolger zu viel zu tun hatte. Ab und zu kam auch noch Post für ihn an und so auch heute, als er im Weihnachtsland seine Hilfe anbot.</p>
<p style="text-align: center;">„Weihnachtsmann Willi!“, riefen ihm schon zwei kleine Engelchen von Weitem entgegen. „Wir haben hier vier Briefe für Dich! Auf allen vier Briefen steht mit großen und fetten Buchstaben: ‚<b>DRINGEND</b>‘.“</p>
<p>„So, So!“, meinte Weihnachtsmann Willi mit seiner tiefen und beruhigenden Stimme. „Dann will ich mal ganz schnell diese vier Briefe lesen!“</p>
<p>Der erste Brief steckte in einem goldenen Umschlag und war mit vielen silbernen Sternchen verziert und in einer zierlichen Schrift stand fein säuberlich geschrieben:</p>
<p style="text-align: center;">‚<i>An den lieben Weihnachtsmann Willi!!!‘</i></p>
<p>„Da hat sich jemand aber ganz besonders viel Mühe gegeben!“, bemerkte Willi, öffnete den Umschlag vorsichtig und las die folgenden Zeilen:</p>
<p style="text-align: center;"><i>&#8218;Lieber Weihnachtsmann Willi,</i></p>
<p style="text-align: center;"><i>ich bin ganz traurig. Meine gute Freundin Elfinchen ist verschwunden. Sie ist eine Blumenelfe und wohnt in unserem Schlossgarten in einem warmen Land. Aber seit ein paar Tagen ist sie spurlos verschwunden. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass Du mir Elfinchen wieder zurückbringst. Ich möchte sonst gar nichts haben, nur meine Freundin soll wieder bei mir sein.</i></p>
<p style="text-align: center;"><i>Bitte hilf mir! Ich war auch das ganze Jahr über sehr brav.</i></p>
<p style="text-align: center;"><i>Liebe, aber traurige Grüße von</i></p>
<p style="text-align: center;"><i>Prinzessin Annelie&#8216;</i></p>
<p style="text-align: left;">Weihnachtsmann Willi war ganz ergriffen von der Bitte der kleinen Prinzessin und faltet den Brief schweigend zusammen. Er legte ihn auf seinen Schoß und wischte sich erst einmal eine kleine Träne aus dem rechten Augenwinkel. Danach öffnete er den zweiten Umschlag:</p>
<p>Hierin war nichts Geschriebenes, allerdings fielen viele kleine verwelkte Blütenblätter heraus. Es schienen hunderte, tausende oder mehr zu sein. Sie waren von den unterschiedlichsten Blumenarten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Weihnachtsmann schaute sie sich alle schweigend an. Es dauerte eine ganze Weile bis er begriff, was dies zu bedeuten hatte.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Das sind wahrscheinlich die Blütenblätter derjenigen Blumen, die alle nun verwelkt sind, weil das Blumenelfen verschwunden ist und sich nicht mehr um die Blumen kümmert“, überlegte er. „Was ist da wohl passiert? Ich glaube, meine Hilfe ist hier dringend erforderlich!“</p>
<p>Der dritte Brief war von einem Schreibanfänger verfasst, denn es standen sehr undeutliche und schiefe Buchstaben darauf. Auch gingen sie ziemlich durcheinander und der Weihnachtsmann musste sie erst einmal sortieren, um den Sinn erkennen zu können. Doch dann las er:</p>
<p style="text-align: center;"><i>&#8218;Bitte bring uns Elfinchen zurück!!!“</i></p>
<p style="text-align: center;"><i>Ihre Elfengeschwister&#8216;</i></p>
<p>Ja, und dann war da noch der vierte Brief. Er kam ganz eindeutig von mehreren kleinen Mäusekindern, denn ihre Pfötchenabdrücke waren überall zu erkennen.</p>
<p>Weihnachtsmann Willi versuchte diese Mäusebotschaft<span class="Apple-converted-space">  </span>zu entschlüsseln, was gar nicht so einfach war, denn diese Fähigkeit hatte er zum ersten und letztenmal vor einer Ewigkeit als Weihnachtsmannlehrling erlernt. Heutzutage kannte diese Mitteilungsart kaum noch ein Weihnachtsmann.</p>
<p>Willi entschlüsselte die Botschaft folgendermaßen:</p>
<p style="text-align: center;"><i>&#8218;Elfinchen wurde gerettet, ist bei uns in Sicherheit und will zu ihrer Familie und zu Prinzessin Annelie.</i></p>
<p style="text-align: center;"><i>Liebe Grüße von Eddi, Bob und Babsi und der gesamten Mäusefamilie&#8216;</i></p>
<p>„Oh, oh!“, dachte Weihnachtsmann Willi. „Da wartet eine große Aufgabe auf mich. Meine Hilfe scheint hier wirklich dringend erforderlich zu sein. Also mache ich mich mal schnell auf den Weg …“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-weihnachtskonzert/">Das Weihnachtskonzert</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/total-ueberraschend-und-unverhofft/">Total überraschend und unverhofft</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/der-weihnachtsbaum/">Der Weihnachtsbaum</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Aufregung im Weihnachtsland (4)</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/aufregung-im-weihnachtsland-4/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/aufregung-im-weihnachtsland-4/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Dec 2018 15:06:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Aufregung]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsland]]></category>
		<category><![CDATA[Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschzettel]]></category>
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					<description><![CDATA[Während Bruno versteckt in einem Rucksack hoch über den Wolken seine lange Reise zum Weihnachtsmann Willi antritt, herrscht im Weihnachtsland die größte Aufregung. „Die Wunschzettel sind angekommen!“, ruft Engelchen Postinchen aus und zieht einen vollbeladenen Schlitten hinter sich her. „Es gibt viel zu tun für uns alle!“ „Das Meiste habe wohl ich zu tun!“, gibt Weihnachtsmann Rudi zu verstehen.  „Ich muss die vielen Briefe lesen, dann auch noch die Geschenke verteilen und die weiten Strecken zurücklegen. Seit Weihnachtsmann Willi sich zur Ruhe gesetzt hat, hängt die ganze Arbeit an mir alleine.“ „Wir stehen dir doch bei und helfen so gut wir können!“, rufen ihm die vielen kleinen Helferlein zu. „Wir lesen und sortieren schon mal die Briefe nach den Wünschen der Kinder, damit du nicht so überlastet bist,“ versuchen sie Rudi aufzumuntern. Im Weihnachtsland weiß inzwischen jedermann, dass Rudi immer erst ein bisschen bemitleidet werden muss, aber dann ist er ein richtig guter Weihnachtsmann. Das ist ja auch kein Wunder, denn immerhin ist er bei Weihnachtsmann Willi in die Lehre gegangen und hat alles gelernt, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Während Bruno versteckt in einem Rucksack hoch über den Wolken seine lange Reise zum Weihnachtsmann Willi antritt, herrscht im Weihnachtsland die größte Aufregung.</strong><br />
<strong>„Die Wunschzettel sind angekommen!“, ruft Engelchen Postinchen aus und zieht einen vollbeladenen Schlitten hinter sich her. „Es gibt viel zu tun für uns alle!“</strong><br />
<span class="dropcap">„D</span>as Meiste habe wohl ich zu tun!“, gibt Weihnachtsmann Rudi zu verstehen.<span class="Apple-converted-space">  </span>„Ich muss die vielen Briefe lesen, dann auch noch die Geschenke verteilen und die weiten Strecken zurücklegen. Seit Weihnachtsmann Willi sich zur Ruhe gesetzt hat, hängt die ganze Arbeit an mir alleine.“<br />
„Wir stehen dir doch bei und helfen so gut wir können!“, rufen ihm die vielen kleinen Helferlein zu. „Wir lesen und sortieren schon mal die Briefe nach den Wünschen der Kinder, damit du nicht so überlastet bist,“ versuchen sie Rudi aufzumuntern.<br />
Im Weihnachtsland weiß inzwischen jedermann, dass Rudi immer erst ein bisschen bemitleidet werden muss, aber dann ist er ein richtig guter Weihnachtsmann. Das ist ja auch kein Wunder, denn immerhin ist er bei Weihnachtsmann Willi in die Lehre gegangen und hat alles gelernt, was er so braucht. Nur manchmal spukt noch Unfug in seinem Kopf herum.<br />
„So ist eben die Jugend, aber das legt sich mit dem Alter“, hat Willi erst neulich gesagt. „Außerdem habe ich ja immer noch ein Auge auf ihn und bisher ging ja auch alles gut.“<br />
Die Engelchen lesen, sortieren und erfreuen sich an den schön gestalteten Wunschzetteln der Kinder. Sie sind froher Dinge und tun ihre Arbeit gerne.<br />
„Hier ist ein ganz eiliger Brief, der an den Weihnachtsmann Willi adressiert ist!“, ruft ein Engelchen aus und schwenkt einen Briefumschlag. „Persönlich!“, steht in großen Buchstaben darauf.<br />
„Für mich?“, fragt Willi erstaunt. „Aber ich bin doch offiziell gar nicht mehr in Amt und Würden. Von wem kommt er denn?“<br />
„Hier steht nur ‚Bruno, der Teddybär‘ als Absender“, sagt das Engelchen und reicht Willi den Brief.<br />
Dieser dreht und wendet den Umschlag, liest noch einmal den Absender und runzelt die Stirn. Von diesem Bruno hat er noch nie gehört. Auch sonst scheint ihn niemand aus dem Weihnachtsland zu kennen. Als Willi, den Briefumschlag öffnet, das Schreiben heraus nimmt und die von Bruno verfassten Zeilen liest, wird er fast ein wenig sentimental. Er fühlt sich geehrt, dass er einem Teddy aus Bangkok im Traum erschienen ist und dieser nun unbedingt zu ihm will.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Kommt mal alle her!“, ruft Willi die Engelchen und Helferlein zusammen. „Du auch Rudi!“, befiehlt er seinem ehemaligen Lehrling, der sich neben den Rentieren ein Nickerchen gönnt.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Dann berichtet er von Teddybär Bruno, seinen beiden Wünschen und dessen langer und vermutlich beschwerlicher Reise.<br />
„Wahrscheinlich ist er schon längst unterwegs, deshalb brauche ich auf diesen Brief gar nicht mehr zu antworten. Ihr müsst alle miteinander die Augen und Ohren offenhalten und sollte jemand etwas in Erfahrung bringen, dann erwarte ich sofortigen Bericht. Dem kleinen Kerl muss unbedingt geholfen werden. Wer ihn findet, der hat ihn unverzüglich zu mir zu bringen.“<br />
Für alle im Weihnachtsland, selbst für Rudi, sind Willis Worte immer noch Befehl…</p>
<p style="text-align: center;">Fortsetzung folgt…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/brunos-fluchtplan-2/">Brunos Fluchtplan (2)</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/nichts-wie-weg/">Nichts wie weg! (3)</a></p>
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		<title>Große Aufregung in der Villa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 May 2016 22:03:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufregung]]></category>
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		<category><![CDATA[Professor Konfusi]]></category>
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		<category><![CDATA[Schreck]]></category>
		<category><![CDATA[Straße]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei Herrn und Frau Konfusi und den anderen Bewohnern der Villa ist immer etwas los. Ihnen wird es nie langweilig. Auch heute herrscht in dem Haus wieder große Aufregung, dabei fing der Tag ganz friedlich und vielversprechend an.  Am Morgen ahnte noch niemand etwas von der bevorstehenden großen Aufregung. Die Frühlingssonne scheint zu den Fenstern herein und lockt Herrn und Frau Konfusi zu einem kleinen Spaziergang nach draußen. Gerade sind sie wieder auf dem Heimweg, da fährt ein Feuerwehrauto an ihnen vorbei und biegt in die Straße ein, an deren Ende die Villa steht, in der sie wohnen. „Nanu?! Da muss irgendetwas passiert sein!“, überlegt Frau Konfusi laut und dreht sich reflexartig um. „Du kannst ganz beruhigt sein“, erklärt ihr Professor Konfusi, der den Blick seiner Frau nach hinten wahrgenommen hat. „Dieses Mal wirst du von keinem Känguru verfolgt. So schnell kann Karl, das Känguru nicht mehr aus seinem Gehege entwischen. Sie haben den Zaun nämlich erneuert.“ Frau Konfusi geht nicht auf das Gesagte ein, sondern überlegt krampfhaft, was sich denn wohl Schlimmes in der &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bei Herrn und Frau Konfusi und den anderen Bewohnern der Villa ist immer etwas los. Ihnen wird es nie langweilig. Auch heute herrscht in dem Haus wieder große Aufregung, dabei fing der Tag ganz friedlich und vielversprechend an.  Am Morgen ahnte noch niemand etwas von der bevorstehenden großen Aufregung.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>ie Frühlingssonne scheint zu den Fenstern herein und lockt Herrn und Frau Konfusi zu einem kleinen Spaziergang nach draußen. Gerade sind sie wieder auf dem Heimweg, da fährt ein Feuerwehrauto an ihnen vorbei und biegt in die Straße ein, an deren Ende die Villa steht, in der sie wohnen.<br />
„Nanu?! Da muss irgendetwas passiert sein!“, überlegt Frau Konfusi laut und dreht sich reflexartig um.<br />
„Du kannst ganz beruhigt sein“, erklärt ihr Professor Konfusi, der den Blick seiner Frau nach hinten wahrgenommen hat. „Dieses Mal wirst du von keinem Känguru verfolgt. So schnell kann Karl, das Känguru nicht mehr aus seinem Gehege entwischen. Sie haben den Zaun nämlich erneuert.“<br />
Frau Konfusi geht nicht auf das Gesagte ein, sondern überlegt krampfhaft, was sich denn wohl Schlimmes in der Straße ereignet haben könnte.<br />
„Ich werde doch nicht den Herd angelassen haben“, kommt es ihr plötzlich in den Sinn. „Vielleicht brennt es in unserer Wohnung.“<br />
„Dann würden wir doch Rauch sehen“, versucht sie ihr Mann zu beruhigen. „Wahrscheinlich fahren sie nur durch die Straße, weil sie eine Abkürzung nehmen wollen.“<br />
Doch gerade als er dies sagt, biegen sie selbst in die Straße ein und er erkennt, dass das Feuerwehrauto tatsächlich direkt vor der Villa anhält. Ihm wird es inzwischen auch etwas sonderbar in der Magengegend. Wortlos und beschleunigenden Schrittes marschieren die Beiden weiter. Ein wenig atemlos und mit klopfenden Herzen erreichen sie die Villa.<br />
„Schau doch nur, sie haben die Leiter ausgefahren!“, ruft Frau Konfusi erschrocken aus. „Ganz nach oben. Dort, wo das junge Pärchen wohnt, das erst kürzlich in die ausgebaute Dachgeschosswohnung eingezogen ist. Wie heißen sie nochmal?“<br />
„Frau Sommer und Herr Herbst.“<br />
„Stimmt! Frau Sommer steht am Wohnzimmerfenster, winkt ganz aufgeregt und deutet zu dem kleineren Nachbarfenster“, kommentiert Frau Konfusi das, was sich gerade vor ihren Augen abspielt. „Jetzt rennt sie wieder weg und der Feuerwehrmann öffnet das angekippte Nachbarfenster und klettert hinein. Es müsste das Fenster vom Wohnungsflur sein, wenn mich nicht alles täuscht.“<br />
„Ich glaube nicht, dass es brennt. Da scheint etwas anderes passiert zu sein“, sagt Professor Konfusi sichtlich nervöser als noch vor ein paar Minuten.<br />
Mittlerweile steckt der Feuerwehrmann seinen Kopf von innen nach außen durch das Fenster und signalisiert seinen Kameraden, dass sie die Leiter wieder einziehen sollen.<br />
Jetzt kommt auch Oma Schmidt über den Hof geschlurft und gesellt sich zu Herrn und Frau Konfusi. Auch sie weiß nicht, was hier eigentlich los ist, denn sie ist gerade aus ihrem Mittagsschläfchen erwacht. Marco ist noch in der Schule, seine Eltern und auch Herr Herbst sind arbeiten. Da das kleine Grüppchen die Feuerwehrleute nicht stören will, stellen sie sich alle in eine Hofecke, beobachten das Geschehen und warten ab.<br />
Endlich kommt Frau Sommer durch die Eingangstür aus dem Haus, gefolgt von dem Feuerwehrmann, der ein etwa zweijähriges kleines Mädchen auf dem Arm hält. Die Kleine weint herzerbarmend und streckt die Ärmchen nach Frau Sommer aus.<br />
„Ich glaube, es ist besser, wenn Sie sie erst einmal beruhigen“, meint der Feuerwehrmann und reicht das Kind der jungen Frau.<br />
„Du brauchst nicht weinen. Es ist doch alles gut gegangen, aber das darfst du nicht noch einmal machen!“, erklärt Frau Sommer dem Mädchen, das sich tränenüberströmt an sie schmiegt. „Schau mal auf dieser großen Leiter ist der Feuerwehrmann hochgeklettert und hat uns gerettet.“<br />
„Geht es Ihnen und der Kleinen gut?“, erkundigt sich Professor Konfusi. „Können wir Ihnen irgendwie helfen?“<br />
„Was ist überhaupt passiert?“, fragt Frau Konfusi und Oma Schmidt streichelt den Rücken des Mädchens behutsam.<br />
„Ach“, erzählt Frau Sommer, „ich habe meine kleine Nichte in unser Bett gelegt, damit sie ihren Mittagsschlaf machen kann.“<br />
„Ja, ja, so ein kleines Mädchen muss seine Ordnung haben und mittags noch schlafen. Ich übrigens auch!“, sagt Oma Schmidt und streichelt die Kleine weiter.<br />
„Ich bin dann ins Wohnzimmer gegangen und habe über Kopfhörer Musik gehört. Aber vorher habe ich sicherheitshalber noch die Wohnungstür abgesperrt. Nur für den Fall, dass die Kleine wach wird, mich sucht und ich sie nicht höre. Man weiß ja nie, was so kleinen Kindern alles einfällt. Man hat ja schon gelesen, dass sie einfach auf die Straße laufen.“<br />
Die junge Frau ist immer noch total aufgeregt.<br />
„Wie hätte ich das denn meiner Schwester erklären sollen?! Ich darf mir das gar nicht erst ausmalen.“<br />
„Aber was ist denn überhaupt passiert? Warum ist die Feuerwehr hier?“<br />
Alle sehen die junge Frau gespannt an, denn bisher ist ihnen der Feuerwehreinsatz noch ein Rätsel.<br />
„Marlis, meine Nichte, ist tatsächlich aufgewacht und aufgestanden. Sie hat das Schlafzimmer vom Flur aus abgesperrt und ist dann zur Wohnzimmertür gegangen und hat von außen den Schlüssel rumgedreht. Als ich es gemerkt habe, hatte sie mich schon eingesperrt. Jetzt saß ich im Wohnzimmer fest und die Kleine im Flur. Sie hat nach mir gerufen und zuerst habe ich versucht ihr zu erklären, dass sie den Schlüssel wieder umdrehen muss, um aufzuschließen. Das hat sie aber nicht mehr geschafft. Sie hat Angst bekommen und hat sich in eine Ecke gesetzt und geweint.“<br />
„Ach, du meine Güte!“, entfährt es Frau Konfusi und Oma Schmidt gleichzeitig.<br />
„Dann haben Sie also die Feuerwehr alarmiert“, stellt Professor Konfusi sachlich fest.<br />
„Ja, was hätte ich denn sonst tun sollen? Ich hatte zum Glück das Telefon im Wohnzimmer liegen, aber ich hatte keine Nummer von einem Schlüsseldienst. Die Notrufnummer von Polizei und Feuerwehr hat man allerdings immer im Kopf.“<br />
„Das haben Sie ganz richtig gemacht, junge Frau.“, erklärt der Feuerwehrmann und verabschiedet sich.<br />
„Ich mache Ihnen einen Vorschlag“, sagt Professor Konfusi. „Alle hier im Haus haben mir einen Zweitschlüssel gegeben, nur für den Fall der Fälle. Wenn Sie möchten, dann können Sie das auch tun. Und speichern Sie sich noch meine Nummer im Telefon ein. Dann brauchen wir das nächste Mal keinen Feuerwehreinsatz mehr, sondern ich komme einfach mit dem Zweitschlüssel die Treppe hoch gelaufen und errette Sie.“<br />
Dankbar und erschöpft, nickt die junge Frau. Verstohlen wischt sie sich eine Träne weg.<br />
„Aber jetzt mache ich der kleinen Marlis erst einmal einen schönen warmen Kakao“, schlägt Frau Konfusi vor und reicht dem Mädchen die Hand. „Komm mit, Marlis, die heiße Schokolade wird dir guttun. Magst du auch Kekse?“, fragt sie das kleine Mädchen, das begeistert nickt. „Für uns Erwachsene habe ich übrigens noch einen Mirabellenlikör und einen Eierlikör im Schrank stehen. Damit können wir den Schreck hinunterspülen.“</p>
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		<title>So eine Aufregung! (2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2016 22:15:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Aufregung]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Belohnung]]></category>
		<category><![CDATA[die Beste]]></category>
		<category><![CDATA[Frauchen]]></category>
		<category><![CDATA[jammern]]></category>
		<category><![CDATA[Katzenjammer]]></category>
		<category><![CDATA[Korb]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich liege also hier in meinem Gefängniskorb und schiele durch die Gitter. Mein Frauchen rennt kreuz und quer durch das Haus. Jetzt steht sie vor mir und zieht ihre Jacke und ihre Schuhe an und ich stelle so meine Überlegungen an. „Wenn sie ihre Jacke und ihre Schuhe anzieht, dann geht es jetzt nach draußen“, überlege ich mir so. „Spazierengehen scheint allerdings nicht angesagt zu sein, denn sonst würde ich nicht in diesem dummen Korb sitzen.“ Wenn Frauchen einen Spaziergang unternimmt, dann gehe ich auch immer mit. Ich laufe dann ganz einfach hinterher, nur wenn sie die Grenzen meines Reviers überschreitet, dann bleibe ich sitzen und rufe sie. Meistens dreht sie sich dann wieder um und bringt mich nach Hause. Heute allerdings geht sie mit dem Körbchen und seinem wertvollen Inhalt, damit meine ich meine Wenigkeit, direkt zum Auto. „Oh nein!“, schießt es mir durch den Kopf. „Jetzt ist auch noch Autofahren angesagt. Aber vielleicht überlegt sie es sich ja noch.“ Tut sie nicht. Sie stellt mich auf den Beifahrersitz und schnallt meinen Korb an. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich liege also hier in meinem Gefängniskorb und schiele durch die Gitter. Mein Frauchen rennt kreuz und quer durch das Haus. Jetzt steht sie vor mir und zieht ihre Jacke und ihre Schuhe an und ich stelle so meine Überlegungen an. </strong><br />
<strong>„Wenn sie ihre Jacke und ihre Schuhe anzieht, dann geht es jetzt nach draußen“, überlege ich mir so. „Spazierengehen scheint allerdings nicht angesagt zu sein, denn sonst würde ich nicht in diesem dummen Korb sitzen.“</strong><br />
<span class="dropcap">W</span>enn Frauchen einen Spaziergang unternimmt, dann gehe ich auch immer mit. Ich laufe dann ganz einfach hinterher, nur wenn sie die Grenzen meines Reviers überschreitet, dann bleibe ich sitzen und rufe sie. Meistens dreht sie sich dann wieder um und bringt mich nach Hause. Heute allerdings geht sie mit dem Körbchen und seinem wertvollen Inhalt, damit meine ich meine Wenigkeit, direkt zum Auto.<br />
„Oh nein!“, schießt es mir durch den Kopf. „Jetzt ist auch noch Autofahren angesagt. Aber vielleicht überlegt sie es sich ja noch.“<br />
Tut sie nicht. Sie stellt mich auf den Beifahrersitz und schnallt meinen Korb an. Noch bin ich ganz still und harre den Dingen, die da auf mich zukommen.<br />
Frauchen sitzt neben mir und dann höre ich auch schon das Geräusch. Ich spitze meine Ohren.<br />
„Du siehst aus wie eine Eule“, lacht Frauchen. „Das ist nur der Motor, der tut dir nichts.“<br />
„Der vielleicht nicht!“, rufe ich ihr zu. „Aber jetzt steigen wir wieder aus, ja?!“<br />
Nichts da! Frauchen fährt einfach los und ich muss ganz dringend etwas tun, um sie zum Anhalten zu bewegen. Wütend schreien und kratzen hilft nichts, das weiß ich schon. Ich versuche es auf eine andere Tour, nämlich auf die Mitleidstour. Die kommt immer ganz gut an. Also mache ich ganz große Augen und bettele einfach ein bisschen.<br />
„Ist alles gut!“, sagt sie zu mir. „Du brauchst keine Angst zu haben!“<br />
„Ich habe aber Angst. Bitte bleib stehen ich will nach Hause!“, antworte ich ihr, aber sie versteht mich wieder einmal nicht.<br />
Ich jammere lauter und lauter, aber außer ein paar tröstenden Worten ändert sich nichts. Ich kann überhaupt nicht sehen, wo sie entlang fährt und manchmal bleibt sie kurz stehen, um dann gleich wieder weiter zu fahren. Mal fährt sie nach links, mal biegt sie nach rechts ab. Mir ist schon ganz wirr im Kopf.<br />
„Mama!“, rufe ich und strecke meine Pfote durch die Gitterstäbe. Ich will zu ihr.<br />
„Mama, Mama, Mama!“, jammere ich herzerbarmend.<br />
„Ist schon gut! Wir sind gleich da!“, versucht sie mich zu beruhigen und streichelt meine Pfote.<br />
„Bleib doch endlich stehen! Bitte, bitte, bitte!“<br />
Wie laut und wie viel muss ich denn noch jammern, bis sie endlich macht, was ich sage?<br />
„Mama! Mama, bitte!“, jetzt versuche ich es ein bisschen kleinlauter, vielleicht ist das die richtige Tonart.<br />
„Du hörst dich an wie ein kleines Baby, das nach seiner Mama ruft!“, sagt Frauchen lachend.<br />
„Na also, sie versteht mich doch!“, denke ich mir und jammere noch viel intensiver weiter.<br />
„So!“, sagt Frauchen, das Auto hält an und sie steigt aus. Ich verstumme schlagartig.<br />
Frauchen holt mich mitsamt dem Korb aus dem Auto und irgendetwas Seltsames steigt mir sofort in die Nase. Es ist eine Mischung von vielen verschiedenen Gerüchen und je näher wir dem Haus kommen, vor dem das Auto parkt, desto stärker werden diese Gerüche. Ich muss wachsam sein, denn es riecht gefährlich. Ich liege ganz still, kein Laut dringt aus meiner Kehle.<br />
Jetzt betreten wir einen Raum und Frauchen stellt den Korb auf einen Stuhl. Ich halte es fast nicht mehr aus, so intensiv ist der Geruchsmix. Da schiebt sich doch plötzlich eine Hundeschnauze an meinen Korb heran. Mir sträuben sich sofort alle Haare und ich fauche diesen Feind tüchtig an. Hier ist jetzt kein Jammern mehr angesagt, hier muss ich zeigen, dass ich mich wehren kann. Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen froh, dass ich hinter den Gitterstäben sitze. Jetzt verschwindet diese Hundeschnauze endlich wieder und gibt mir den Blick frei auf alle diese Wesen, die ihre markanten Düfte aussenden. Dort drüben sitzt ein Pudel, dort ein Kater, hier eine Dogge und da ein Papagei. Und was ist das dort für eine seltsame Maus?<br />
„Ach ist der Hamster aber süß!“, sagt mein Frauchen gerade.<br />
„Zum Fressen süß!“, denke ich mir.<br />
„Wer ist jetzt an der Reihe?“, fragt eine weibliche fremde Stimme nach einer Weile und Frauchen steht auf, schnappt meinen Korb und marschiert der Frau hinterher.<br />
„Interessant hier!“, denke ich mir, da öffnet sie auch schon das Gitter.<br />
Ich rieche neben vielen anderen Gerüchen auch die Freiheit. Leider nur für einen Bruchteil einer Sekunde, denn dann packt mich eine Hand und dreht und wendet mich. Man schaut mein Fell an, schaut mir in den Mund und steckt mir hinten was rein, das ich gar nicht leiden kann.<br />
„Sieht gut aus und die Temperatur ist auch okay!“, höre ich den fachmännischen Bericht.<br />
Im selben Moment pickst mich etwas und gleich darauf befinde ich mich schon wieder im Gefängniskorb. Da ich aber durch die vielen Gerüche so eingeschüchtert bin, fange ich erst gar nicht zu jammern an.<br />
Das tue ich erst wieder, wenn Frauchen mit mir im Auto sitzt und losfährt. Da lasse ich dann den ganzen Katzenjammer raus. Aber tüchtig! Und so schnell fahre ich kein Auto mehr und hierher will ich schon gar nicht mehr.<br />
„Lass mich jetzt endlich aus dem blöden Korb raus!“, schimpfe ich erst einmal mit Frauchen.<br />
Aber als sie wieder mal links und mal rechts fährt und mir schon ganz komisch im Kopf ist, da jammere ich ihr die Ohren erneut voll. Und wie!<br />
„So, armes kleines Lottchen, jetzt hast du es wieder einmal überstanden“, versucht sie mich zu trösten und schaltet den Motor ab. Sie stellt meinen Gefängniskorb auf die Treppe vor unserem Haus und öffnet das Gitter. Zackzack bin ich draußen.<br />
„Jetzt will ich aber eine Belohnung!“, fordere ich Frauchen auf, die mich scheinbar auch verstanden hat, denn sie zaubert Leckerlies hervor.<br />
Ich lasse mich noch ausgiebig von Frauchen streicheln und schmiege mein Köpfchen an sie.<br />
Aber jetzt muss ich mich erst einmal von der ganzen Aufregung erholen. Ich tigere in den Garten und suche mir dort ein schattiges und ruhiges Plätzchen.<br />
„Frauchen ist doch die Beste“, denke ich so und schlafe auch gleich selig ein.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-2636 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/01/1200px-Katze1-1024x682.jpg" alt="1200px-Katze1" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/01/1200px-Katze1-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/01/1200px-Katze1-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/01/1200px-Katze1-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/01/1200px-Katze1-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/01/1200px-Katze1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
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		<title>Tatort Friedhof</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/tatort-friedhof/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2015 08:41:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufregung]]></category>
		<category><![CDATA[Ermittlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Freund und Helfer]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Tatort]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist ein ganz normaler Tag. Oder vielleicht doch nicht. Dieser Tag verspricht keinen Stress, sondern scheint eher einer von der geruhsamen Sorte zu sein. So begrüßt er uns am Morgen, doch als er sich um Mitternacht verabschiedet, kann man nicht anders als von einem aufregenden Tag zu sprechen. Das kleine über 1200 Jahre alte Städtchen wirkt ein bisschen verschlafen und verspricht dem Besucher als Luftkurort Ruhe und Erholung. Wälder, ein Stausee und viele Wanderwege wirken im Sommer ebenso einladend wie das kleine und nahgelegene Skigebiet im Winter. Idylle pur, in der die Welt noch heil ist. Hier kennt jeder jeden und am Gartenzaun gibt es ebenso ein kleines Schwätzchen wie beim Einkauf. So war es immer, &#8211; auch in meiner Kindheit und Jugend. Warum sollte es jetzt anders sein? Und trotzdem sitze ich jetzt gerade auf der Polizeistation dieses Städtchens und bin völlig aufgeregt. Im Gegensatz zu mir ist der Hauptkommissar die Ruhe in Person. Ich würde am liebsten gleich mit meiner Berichterstattung loslegen, damit die Ermittlungen beginnen können. Und überhaupt, warum sitze ich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist ein ganz normaler Tag. Oder vielleicht doch nicht. Dieser Tag verspricht keinen Stress, sondern scheint eher einer von der geruhsamen Sorte zu sein. So begrüßt er uns am Morgen, doch als er sich um Mitternacht verabschiedet, kann man nicht anders als von einem aufregenden Tag zu sprechen.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>as kleine über 1200 Jahre alte Städtchen wirkt ein bisschen verschlafen und verspricht dem Besucher als Luftkurort Ruhe und Erholung. Wälder, ein Stausee und viele Wanderwege wirken im Sommer ebenso einladend wie das kleine und nahgelegene Skigebiet im Winter. Idylle pur, in der die Welt noch heil ist. Hier kennt jeder jeden und am Gartenzaun gibt es ebenso ein kleines Schwätzchen wie beim Einkauf. So war es immer, &#8211; auch in meiner Kindheit und Jugend. Warum sollte es jetzt anders sein?<br />
Und trotzdem sitze ich jetzt gerade auf der Polizeistation dieses Städtchens und bin völlig aufgeregt. Im Gegensatz zu mir ist der Hauptkommissar die Ruhe in Person. Ich würde am liebsten gleich mit meiner Berichterstattung loslegen, damit die Ermittlungen beginnen können. Und überhaupt, warum sitze ich hier und warum ist die Polizei nicht am Tatort? Was ist mit der Spurensicherung? In Krimis sind die Ermittler immer vor Ort. Hier aber geht es um meinen Namen, meine Anschrift, mein Geburtsdatum. Ich habe das Verbrechen nicht begangen. Also warum schreitet man nicht endlich zur Tat?<br />
„Nur ruhig, liebe Frau!“, versucht mich der Hauptkommissar zu beruhigen. „Jetzt nehmen wir erst einmal alle wichtigen Daten auf und dann berichten Sie schön der Reihe nach.“<br />
„Wichtige Daten?“, überlege ich. „So löst der den Fall nie. Das ist doch alles nur für die Akten. Dann kommen zwei Löcher rein und das Formular wird abgeheftet. Punkt. Fertig.“<br />
Nun gut, endlich geht es zur Sache und ich soll erzählen.<br />
„Meine Mutter und ich sind mit dem Auto zum Friedhof gefahren. In den Kofferraum hatten wir die Gießkanne, ein kleines Häkchen, Blumenerde und natürlich Pflanzen gelegt, denn wir wollten das Grab neu bepflanzen. Wir haben gegenüber den Schrebergärten, direkt an der Friedhofsecke geparkt.“<br />
„Können Sie sich noch an die Uhrzeit erinnern?“<br />
„Ich denke“, sage ich. „es muss so gegen halb drei Uhr nachmittags gewesen sein.“<br />
„Und die Tatzeit?“, möchte er wissen.<br />
„Irgendwann zwischen unserem Eintreffen am Friedhof und meinem Anruf bei Ihnen auf der Polizeistation. Aber das müssen Sie doch wissen, das wird doch vermutlich protokolliert“, antworte ich leicht irritiert.<br />
„Hm!“ Der Polizeibeamte blättert in einigen Unterlagen und blickt mich dann wieder aufmunternd an.<br />
„Hatten Sie von ihrem Standort aus einen Einblick auf den Tatort?“, fragt mich der Polizist weiter aus.<br />
„Das nicht, aber ich kam noch einmal kurz am Tatort vorbei, weil ich etwas aus dem Auto geholt habe. Da ist mir nichts aufgefallen.“<br />
„Haben Sie eventuell eine verdächtige Person gesehen?“<br />
„Nein!“, erkläre ich ihm kurz und bündig. Mittlerweile würde ich gerne selbst auf die Suche nach dem unbekannten Täter gehen oder zumindest noch einmal an den Tatort fahren. Wer weiß, vielleicht findet sich doch noch ein Hinweis. Aber der Polizeibeamte macht weder Anstalten mich aus diesem Verhör zu entlassen, noch sich selbst zum Tatort zu begeben. Stattdessen hat er wieder eine neue Aufforderung für mich parat.<br />
„Überlegen Sie einmal, vielleicht war noch jemand auf dem Friedhof, der als Täter in Frage käme!“, fordert er mich erneut zum Nachdenken auf.<br />
„Nein“, wiederhole ich meine Aussage. „Nur noch eine alte Frau, aber ich nehme an, dass diese alte Frau mit Krücken, die nach uns auf den Friedhof kam, nicht zum Kreise der Verdächtigen zählt. Sonst war keine Menschenseele auf dem Friedhof zu sehen.“<br />
Anscheinend bringt ihn die Erwähnung der Krücke auf eine neue Idee und damit auf die nächste Frage:<br />
„Haben sie irgendwo etwas entdeckt, das als Tatwaffe in Frage käme?“<br />
„Ist das meine Aufgabe?“, frage ich mich insgeheim und schüttele dabei den Kopf.<br />
„Steine vielleicht!“, sage ich. „Die liegen doch massenhaft da rum!“<br />
„Möglich“, brummelt sich der Polizeibeamte in den Bart, den er nicht besitzt.<br />
Endlich ist er mit seinem Protokoll fertig und schreitet endgültig zur Tat.<br />
„Jetzt machen wir noch Fotos, dann ist die Aktenlage komplett“, bekundet er, greift sich eine kleine Digitalkamera und marschiert nach draußen. Selbstverständlich gefolgt von mir. Nachdem er seine Fotos gemacht und diese auf dem Display als einigermaßen brauchbar befunden hat, erklärt er offiziell die „Vernehmung“ als beendet: „Wir melden uns, wenn es Neuigkeiten gibt. Aber in einem solchen Fall fürchte ich,…“ Er zuckt mit den Schultern und reicht mir zum Abschied die Hand.<br />
„Tja“, denke ich. „Das war’s dann wohl!“<br />
Von den Geschehnissen des Tages erschöpft, setze ich mich in mein Auto und fahre zum Haus meiner Mutter. Kaum habe ich in der Einfahrt geparkt, klingelt das Handy in meiner Handtasche. Etwas umständlich angele ich es zwischen verschiedenen Utensilien heraus und melde mich.<br />
„Hier ist noch einmal Hauptkommissar B.“, tönt es aus dem Handy in mein Ohr hinein. „Wir haben sie!“<br />
Mir bleibt der Mund offen stehen, so überrascht bin ich.<br />
„Das ging ja fix!“<br />
„Ja, ich habe sogleich eine Streife zum Tatort geschickt. Und stellen Sie sich vor: Keine 30 Meter vom Tatort entfernt, haben wir sie entdeckt.“<br />
Sprachlos lausche ich seinen weiteren Ausführungen: „Kommen Sie am Besten gleich noch einmal zurück zur Wache. Sie müssen sie doch identifizieren und dann können Sie auch gleich…“<br />
Ich habe gar nicht erst abgewartet bis er ausgesprochen hat, sondern habe mein Handy zurück in die Tasche geworfen und mich ins Auto geschwungen.<br />
„Sie haben sie! Ich bin gleich wieder zurück!“, rufe ich noch schnell aus dem offenen Seitenfenster und schon bin ich weg.<br />
Als ich das Büro des Hauptkommissars betrete, sehe ich sie schon liegen. „Äußerlich scheint sie unversehrt!“, begrüßt er mich. „Sie lehnte an einem Zaun eines Schrebergartens wenige Meter vom Tatort entfernt.“</p>
<p>Tatsächlich das ist unsere Aktentasche und der Inhalt ist auch noch da!<br />
„Der oder die Täter hatten wohl einen Laptop darin vermutet, mit den darin befindlichen Dokumenten konnten sie jedoch nichts anfangen und haben sie gleich wieder abgelegt. Gut, dass alles wieder da ist. Nur leider bleibt der Schaden an Ihrem Auto“, sagt der Polizeibeamte und hat uns wieder einmal bewiesen, dass es stimmt, wenn es heißt:</p>
<p style="text-align: center;">Die Polizei, &#8211; Dein Freund und Helfer.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Autoeinbruch-1-jpg.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-642 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Autoeinbruch-1-jpg-300x225.jpg" alt="1200px Autoeinbruch 1 jpg" width="300" height="225" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Autoeinbruch-1-jpg-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Autoeinbruch-1-jpg-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Autoeinbruch-1-jpg.jpg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Leider handelt es sich hier nur um eine Handyaufnahme, allerdings habe ich bei der ganzen Aufregung nicht auf die Qualität geachtet.</p>
<p style="text-align: left;">* Anmerkung: Das Beitragsbild ist rein zufällig gewählt und zeigt einen fremden Friedhof in Griechenland, die abgebildeten Gräber  stehen in keinem Zusammenhang mit der Geschichte.</p>
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