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	<title>Schlüssel &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Noch ein Schlüssel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2020 09:43:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Haare]]></category>
		<category><![CDATA[Klang]]></category>
		<category><![CDATA[Loch]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Staub]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem Opa Friedrich seiner kleinen Enkelin Sabine die Geschichte von den Schlüsselblumen erzählt hat, ist das Mädchen in einen tiefen Schlaf gefallen. Am nächsten Morgen rennt sie sofort zu dem Beet auf dem diese hübschen gelben Blümchen blühen. Sie malt ein Bild auf dem eine Wiese zu sehen ist. Hier wachsen eine Vielzahl von diesen wundersschönen gelben Pflanzen, genauso wie es der Großvater erzählt hat.  Gerade will sie noch den blauen Himmel und die strahlende Sonne malen, da fällt ein Tropfen auf das Papier. Erschrocken schaut sie nach oben und sieht die dicke dunkle Wolke. Schnell packt sie ihre Sachen zusammen und erreicht gerade noch rechtzeitig die offene Terrassentür, bevor es zu schütten beginnt. „Oh, da hast du aber Glück gehabt“, meint Oma Erika. „Bist du mit deinem Bild fertig?“ „Nicht ganz, aber den Rest kann ich auch hier im Wohnzimmer malen“, erwidert Sabinchen. Aber irgendwie hat sie jetzt die Lust verlassen und so kritzelt sie nur noch ein bisschen Blau als Himmel auf ihr Gemälde. Danach holt sie ihre Puppe Laura, aber so recht &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachdem Opa Friedrich seiner kleinen Enkelin Sabine die Geschichte von den Schlüsselblumen erzählt hat, ist das Mädchen in einen tiefen Schlaf gefallen. Am nächsten Morgen rennt sie sofort zu dem Beet auf dem diese hübschen gelben Blümchen blühen. Sie malt ein Bild auf dem eine Wiese zu sehen ist. Hier wachsen eine Vielzahl von diesen wundersschönen gelben Pflanzen, genauso wie es der Großvater erzählt hat.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">G</span>erade will sie noch den blauen Himmel und die strahlende Sonne malen, da fällt ein Tropfen auf das Papier. Erschrocken schaut sie nach oben und sieht die dicke dunkle Wolke. Schnell packt sie ihre Sachen zusammen und erreicht gerade noch rechtzeitig die offene Terrassentür, bevor es zu schütten beginnt.</p>
<p>„Oh, da hast du aber Glück gehabt“, meint Oma Erika. „Bist du mit deinem Bild fertig?“</p>
<p>„Nicht ganz, aber den Rest kann ich auch hier im Wohnzimmer malen“, erwidert Sabinchen.</p>
<p>Aber irgendwie hat sie jetzt die Lust verlassen und so kritzelt sie nur noch ein bisschen Blau als Himmel auf ihr Gemälde. Danach holt sie ihre Puppe Laura, aber so recht mag sie jetzt auch nicht mit ihr spielen. Deshalb setzt sie sich auf das Sofa und lässt ihren Blick durch das Wohnzimmer schweifen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Mir ist langweilig!“, ruft sie zu Oma in die Küche, die dort mit den Vorbereitungen für das Mittagessen beschäftigt ist.</p>
<p>Oma Erika kommt mit einer Schürze bekleidet und einem Kartoffelschäler in der Hand ins Zimmer. „Willst du mir vielleicht ein bisschen beim Kochen helfen?!“, schlägt sie vor.</p>
<p>„Nö, keine Lust!“, lautet die kurze, aber unmissverständliche Antwort.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Dann könntest du mir vielleicht hier im Wohnzimmer ein wenig abstauben. Dazu habe ich heute leider keine Zeit und du würdest mir eine große Hilfe sein“, ist Omas nächster Vorschlag.</p>
<p>„Okay! Wo ist der Staubwedel?“</p>
<p>„In der Abstellkammer“, schallt nun Großvaters Stimme aus einer anderen Ecke des Hauses.</p>
<p>Sabine mag den Staubwedel. Sie hat nämlich mal in einem Kinderfilm gesehen wie ein Staubwedel durch ein Schloss wirbelte und viele wunderbare Dinge entdeckt hat, die dann alle eine Geschichte erzählt haben. „Vielleicht flüstern mir die Dinge auf der Kommode von Oma und Opa auch schöne Geschichten ins Ohr“, überlegt sie und läuft in die Abstellkammer im oberen Stockwerk.<br />
„Da bist du ja! Na, dann mal los!“, ruft sie dem Staubwedel zu und schon rennt sie mit ihm in Richtung Wohnzimmer.<br />
Sie weiß, dass sie beim Abstauben vorsichtig sein muss, denn die Großmutter hat auch kleine Porzellanfiguren und Schälchen auf der Kommode stehen. Sie nimmt jede einzelne Figur in die Hand, betrachtet sie ausgiebig und entfernt den unsichtbaren Staub von ihnen. So schön sie auch sind, doch keine von ihnen scheint ihr etwas erzählen zu wollen. Doch plötzlich sieht sie etwas, das ihr noch nie aufgefallen ist.</p>
<p>„Wieso liegt denn hier ein Schlüssel?“, fragt sie sich. „Und noch dazu ein so riesengroßer.“</p>
<p>Sie dreht und wendet ihn in ihrer kleinen Hand, aber auch er scheint ihr nichts erzählen zu wollen. Trotzdem spürt Sabinchen, dass dieser Schlüssel ein Geheimnis verbirgt. Für Geheimnisse und schöne Geschichten ist Großvater Friedrich zuständig.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Opa, was ist denn das?“, fragt sie daher sofort, nachdem sie ihn in seiner Bastelstube aufgestöbert hat.</p>
<p>„Oh!“, meint dieser und in seiner Stimme schwingt schon das große Geheimnis mit. „Das ist ein ganz besonderer Schlüssel, den wir jetzt auch ganz schnell wieder dort hinlegen, wo du ihn gefunden hast. Der darf nämlich nicht verloren gehen, sonst ist Oma Erika ganz traurig.“ Er verschweigt, dass dies schon einmal passiert ist und dieser Schlüssel nur den verlorengegangenen Orginalschlüssel ersetzt.<br />
Sabine bekommt vor Neugierde ganz große Augen. Sie nimmt ihren Großvater an der Hand und geht mit ihm ins Wohnzimmer.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Dort“, sagt sie und deutet auf die Stelle auf der Kommode, wo sie den Schlüssel zuvor entdeckt hat.</p>
<p>„Erzählst du mir seine Geschichte?! Bitte, bitte!“</p>
<p>„Es ist fast schon hundert Jahre her“, beginnt Opa Friedrich, der sich inzwischen in einem Sessel niedergelassen hat. Sabine setzt sich auf seinen Schoß und lauscht andächtig.</p>
<p>„Damals, Anfang des Jahres 1922, war der Großvater deiner Oma Erika noch ein junger Mann und heiratete seine geliebte Klara, also deine Ururoma. Noch am Ende des selben Jahres kam dann deine Uroma, also die Mama von Oma Erika, auf die Welt.“</p>
<p>„Von ihr hat mir Mama mal ein Foto gezeigt. Sie hatte ganz weiße Haare und war alt!“, wirft Sabinchen ein.</p>
<p>„Ja, sie hätte dich bestimmt sehr gemocht, aber leider ist sie schon vor deiner Geburt von uns gegangen.“</p>
<p>„Erzähl weiter!“ Sabine will endlich das Geheimnis des Schlüssels erfahren.</p>
<p>„Also, dein Ururopa hat einen Monat nach der Hochzeit eine hübsche Kaminuhr gekauft und sie seiner Klara geschenkt. Die beiden waren überglücklich, denn ein Baby hatte sich angekündigt, wie gesagt, deine Uroma. Schau dort neben dem Schlüssel steht diese Uhr, die von deiner Ururoma, an deine Uroma und von ihr an deine Oma Erika weitervererbt wurde. Eines Tages wird deine Mama diese Kaminuhr bekommen und irgendwann an dich weitergeben.“</p>
<p>„Und ich schenke sie dann meiner Tochter!“, führt Sabine die Erzählung weiter.</p>
<p>„Oder an deinen Sohn!“, meint Opa Friedrich, „Wer weiß…“</p>
<p>Inzwischen ist Sabine aufgestanden und steht ehrfurchtsvoll vor der Kaminuhr.</p>
<p>„Und was hat das mit dem Schlüssel zu tun?“</p>
<p>„Schau mal ganz genau auf das Zifferblatt und verrate mir dann, was du entdeckt hast“, lautet die Antwort von Opa Friedrich.</p>
<p>„Da sind zwei Löcher drin!“, ruft Sabinchen plötzlich aus.</p>
<p>„Genau, die sind ganz wichtig“, beginnt der Großvater zu erklären, wird allerdings durch den Ruf der Großmutter unterbrochen.</p>
<p>„Das Mittagessen ist fertig! Kommt bitte!“</p>
<p>„Aber ich weiß doch noch nicht, wofür der Schlüssel ist…“, versucht das Mädchen einen erneuten Vorstoß.</p>
<p>„Jetzt gehen wir erst einmal zum Mittagessen und danach zeigt dir Oma, was der Schlüssel mit der Uhr zu tun hat und welche Bedeutung die beiden Löcher im Zifferblatt haben.“</p>
<p>So schnell wie heute, hat Sabine noch nie ihren Teller geleert und würde am liebsten noch auf den Nachtisch verzichten. Zu allem Unglück muss auch hinterher noch das Geschirr abgespült werden. Aber dann ist es endlich soweit. Die Großeltern sitzen mit Sabine um den Wohnzimmertisch herum, auf dessen Mitte die Kaminuhr steht. Oma Erika nimmt den Schlüssel und steckt ihn in eines der beiden „Löcher“ im Zifferblatt.<br />
Andächtig lauscht Sabine schon bald dem Ticken und dem Klang dieser geheimnisvollen Uhr.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/aus-dem-leben-meiner-kuechenuhr/">Aus dem Leben meiner Küchenuhr</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/pirat-schorsch/">Pirat Schorsch</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/juhu/">Juhuu!!!</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Sachen gibt&#8217;s, die gibt&#8217;s gar nicht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2016 22:09:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Gemälde]]></category>
		<category><![CDATA[Hosentasche]]></category>
		<category><![CDATA[Sachen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem ich Euch neulich einige Fotos von unserem Urlaub auf Rhodos gezeigt habe, möchte ich Euch heute wieder einmal eine Geschichte erzählen. Ihr könnt es mir wirklich glauben, es ist nicht geflunkert. Wir hatten tatsächlich dieses Erlebnis auf der schönen griechischen Insel. Ich sage nur: Sachen gibt&#8217;s, die gibt&#8217;s gar nicht! Oder passiert so etwas nur uns? Es ist einer der letzten Abende auf Rhodos. Die Luft ist warm und es ist bereits dunkel. Wir haben gerade unser Abendessen eingenommen und überlegen, was wir jetzt tun sollen. „Lass uns noch ein bisschen mit dem Auto auf der Insel umherfahren“, schlägt mir mein Mann vor. „Morgen müssen wir den Wagen wieder abgeben, also ist jetzt die beste Gelegenheit ihn noch einmal zu benutzen.“ „Okay und hast du eine Idee, wo unser abendlicher Ausflug hingehen soll?“, erkundige ich mich. „Wir fahren einfach drauf los und irgendwo werden wir schon landen.“ Dieser Vorschlag gefällt mir und so setzen wir uns ins Auto und los geht die Fahrt. Wir landen in einem Ort, in dem wir bereits vor zwei &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachdem ich Euch neulich einige Fotos von unserem Urlaub auf Rhodos gezeigt habe, möchte ich Euch heute wieder einmal eine Geschichte erzählen. Ihr könnt es mir wirklich glauben, es ist nicht geflunkert. Wir hatten tatsächlich dieses Erlebnis auf der schönen griechischen Insel. Ich sage nur: Sachen gibt&#8217;s, die gibt&#8217;s gar nicht! Oder passiert so etwas nur uns?</strong><br />
<span class="dropcap">E</span>s ist einer der letzten Abende auf Rhodos. Die Luft ist warm und es ist bereits dunkel. Wir haben gerade unser Abendessen eingenommen und überlegen, was wir jetzt tun sollen.<br />
„Lass uns noch ein bisschen mit dem Auto auf der Insel umherfahren“, schlägt mir mein Mann vor. „Morgen müssen wir den Wagen wieder abgeben, also ist jetzt die beste Gelegenheit ihn noch einmal zu benutzen.“<br />
„Okay und hast du eine Idee, wo unser abendlicher Ausflug hingehen soll?“, erkundige ich mich.<br />
„Wir fahren einfach drauf los und irgendwo werden wir schon landen.“<br />
Dieser Vorschlag gefällt mir und so setzen wir uns ins Auto und los geht die Fahrt. Wir landen in einem Ort, in dem wir bereits vor zwei Jahren schon einmal waren. Hier flanieren ebenfalls Urlauber an den unterschiedlichen Geschäften, Bars, Restaurants und Hotels vorbei.<br />
„Die Souveniers und der ganze Krimskrams ist doch in jedem Ort der gleiche“, sagt Peter. „Da müssen wir nicht wieder irgendeinen Mist kaufen.“<br />
Er hat absolut recht, denn hier gibt es nichts, was man wirklich gebrauchen kann oder was wir unbedingt haben müssten. Also nehmen wir uns vor, einfach nur die Straße entlang zu spazieren und eventuell irgendwo für einen Drink einzukehren, wozu es allerdings nicht mehr kommen soll. Bereits nach ungefähr hundert Metern, erblickt mein Göttergatte nämlich einen Laden, der dann doch seine Aufmerksamkeit erregt. Auch ich bin nicht abgeneigt dieses Geschäft zu besuchen und ein wenig umherzuschnüffeln.<br />
Hier gibt es Gemälde. Sicherlich sind es keine kostbaren Gemälde und auch nicht von namhaften Künstlern, aber schauen kann man ja mal.<br />
„Vielleicht finden wir ja etwas für unsere Diele oder den Treppenaufgang zum oberen Stockwerk“, überlege ich laut, während mein Peter schon einige Bilder unter die Lupe nimmt.<br />
„Schau mal, wie gefällt dir dieses Bild?“, fragt er mich plötzlich und ich stelle mich zum Betrachten des Gemäldes neben ihn.<br />
„Nicht schlecht und es würde auch farblich gut passen“, erkläre ich. „Allerdings müssten wir uns noch einen geeigneten Bilderrahmen beschaffen, denn es ist schon recht groß. Und denk bitte daran, dass wir mit unserem Gewicht schon am Limit sind“, gebe ich zu bedenken.<br />
„Das ist ja wohl kein Problem“,entgegnet mein Mann. „Das Bild wiegt ja nichts und den Rahmen kaufen wir eh in Deutschland.&#8220;<br />
Wir betrachten das Gemälde noch einmal ausgiebig, das übrigens eine Tänzerin abbildet, und entschließen uns dann für den Kauf.<br />
Und damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf. Allerdings ist es nicht das Gemälde, das zur allgemeinen oder besser gesagt, zu unserer Verwirrung beiträgt, sondern…</p>
<p>Aber lasst mich einfach weiter erzählen:<br />
Der Verkäufer und Peter schreiten zur Bezahlung. Mein Mann zückt seine Kreditkarte und legt sein Portemonnaie auf den Verkaufstresen. Das Einschieben der Karte in das Kartenlesegerät ist kein Problem, doch dann meint der griechische Verkäufer: „PIN!“<br />
„Brauche ich dabei nicht, nur unterschreiben muss ich!“, erklärt Peter und gestikuliert dabei, so dass der Verkäufer zufrieden und freundlich nickt. Dann kommt er allerdings mit einer Schere und will den Zettel, den das Gerät ausspuckt durchschneiden. Allerdings wird er dabei etwas unsicher und greift zum Telefon.<br />
Mein Mann und ich sehen uns verwirrt an, aber er erklärt dann in gebrochenem Deutsch: „Bruder kommt, er weiß.“<br />
Wir wissen es auch, aber irgendwie ist der Verkäufer verunsichert und will nichts falsch machen. Innerhalb von zwei Minuten steht der Bruder da, schneidet den Zettel durch und erklärt auf griechisch vermutlich genau das, was auch wir schon wissen. Nämlich, dass man beim Bezahlen mit der Kreditkarte ohne PIN einfach nur unterschreiben muss. Das ist übrigens auch der Grund, warum mein Mann immer lieber mit Kreditkarte bezahlt und nicht mit der EC-Karte. Er kann sich einfach die PIN nicht merken, wie ihr ja schon aus einer früheren Geschichte wisst.<br />
Okay, jetzt klappt also auch die Bezahlung, der Bruder geht wieder, der Verkäufer rollt uns das Bild zusammen und steckt es in eine Tüte, die er uns überreicht. Peter steckt die Kreditkarte wieder in seine Geldbörse, nimmt diese und den Autoschlüssel vom Tresen und steckt beides in seine Hosentaschen. Wir verabschieden uns und fahren wieder freudig zu unserem Hotel zurück. Immerhin haben wir gerade ein schönes Andenken an unseren Rhodosurlaub erstanden.<br />
Am Hotelparkplatz angekommen, erklärt Peter:<br />
„Ich räume gleich alles aus dem Auto und schaue nach, dass wir nichts im Wagen vergessen haben, dann geben wir gleich den Schlüssel an der Rezeption ab.“<br />
Soweit, &#8211; so gut!<br />
Als wir zwei Schritte vom Wagen entfernt sind, frage ich: „Hast du das Auto auch zugesperrt?“<br />
„Ach, ich glaube, das hab ich jetzt vergessen.“<br />
Mein Mann greift in seine rechte Hosentasche, um den Schlüssel herauszunehmen. Während er auf den Schließer drückt, fummelt er mit der anderen Hand an seiner linken Hosentasche herum.<br />
„Was ist los?“, frage ich verwundert.<br />
„<strong>Keine Ahnung!</strong>“, sagt er und zieht einen Autoschlüssel aus der linken Hosentasche.<br />
„Wo kommt der denn her? Wieso hast du zwei?“<br />
„Das frage ich mich jetzt auch! Ich hab&#8216; <strong>keine Ahnung!</strong>“<br />
Ratlos stehen wir da und schauen sprachlos auf die  Schlüssel in der rechten und linken Hand meines Mannes.<br />
Der Schlüssel in seiner rechten Hand gehört zu einem Fiat, also zu unserem Mietwagen. Der Schlüssel in seiner linken Hand gehört allerdings zu einem Lancia. Doch wie kommt er in die Hand meines Mannes und wem gehört der Lancia?<br />
„Lag der im Auto? Gehörte er vielleicht dem Vormieter dieses Wagens?“ Peter zuckt ratlos mit den Schultern. &#8222;<strong>Keine Ahnung!</strong>&#8220;<br />
„Ist der vielleicht in der Tüte mit dem Bild gewesen? Die ist nämlich vorhin vom Sitz gefallen. Vielleicht hast du ihn aufgehoben und beim Autoaufräumen in die Hosentasche gesteckt.<br />
Peter zuckt mit den Schultern: &#8222;<strong>Keine Ahnung</strong>!&#8220;<br />
„Oder lag der auf dem Tresen und du dachtest, es sei dein Schlüssel?“<br />
Peter zuckt mit den Schultern.<br />
„<strong>Keine Ahnung</strong>“, sagt mein Mann nun zum fünften Mal an diesem Abend. „Ich kann es mir beim besten Willen nicht erklären.“<br />
Wir schauen auf die Uhr. Inzwischen ist es schon nach Mitternacht. Also hat es keinen Zweck zurückzufahren und in dem besagten Geschäft nachzufragen. Wir gehen zur Hotelrezeption, wo ein Grieche dahinter und ein Grieche davor steht. Wir erklären unser Problem und zeigen unseren Kassenbon vor, in der Hoffnung dass dort irgendein Name oder eine Telefonnummer vermerkt ist. Tatsächlich wird der Herr von der Rezeption fündig und ruft auch sofort bereitwillig an, allerdings meldet sich nur ein anderes Hotel.<br />
„Jetzt ist guter Rat teuer“, sage ich und werfe sofort die Frage hinterher: „Was machen wir denn jetzt?“<br />
Der Grieche vor dem Rezeptionstresen, der übrigens deutsch spricht, mischt sich ein und erkundigt sich, was wir gekauft haben und, ob wir das Geschäft beschreiben können. Dies versuchen wir. Danach zückt dieser Mann sein Handy und wählt eine Nummer. Wir verstehen kein Wort des Telefonats, aber zum Schluss erklärt er, dass er ungefähr wisse, wo wir das Bild gekauft haben und morgen gehe jemand zu dem Verkäufer und frage nach, ob ihm ein Autoschlüssel fehle. Das beruhigt uns.<br />
Auf unser Nachfragen am nächsten Morgen an der Rezeption weiß keiner irgendetwas von irgendeinem Schlüssel. Seltsam. Ein Blick hinter den Tresen lässt meinen Mann jedoch erkennen, dass der Schlüssel achtlos zwischen Bleistiften, Notizzetteln, Radiergummis und anderen Utensilien liegt. Leider lässt sich nichts Weiteres in Erfahrung bringen. Doch am Abend treffen wir wieder den besagten Griechen ( der am Abend zuvor vor dem Tresen stand) und dieser erzählt uns, dass der Schlüssel tatsächlich dem Verkäufer gehöre. Dieser habe aber noch einen Ersatzschlüssel. Alles sei kein Problem und überhaupt sei er am nächsten Tag in dem besagten Ort und bringe dem Mann seinen Autoschlüssel. Wir sollen uns keine Sorgen machen, denn alles sei gut.<br />
Wir sind echt froh, dass sich alles so gut geregelt hat und auch alles scheinbar recht unkompliziert gesehen wird. Allerdings weiß mein Mann bis heute nicht, wie dieser Schlüssel in seine Hosentasche kam.</p>
<p>&#8222;<strong>Keine Ahnung!</strong>&#8222;, ist alles, was er dazu sagen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/stock-und-weisser-bart/">Stock und weißer Bart</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/den-schuhen-des-anderen/">In den Schuhen des Anderen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/1174-knut-knopf/">Knut Knopf</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Sucht uns doch!</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/sucht-uns-doch/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/sucht-uns-doch/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2016 17:12:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Experten]]></category>
		<category><![CDATA[gemeinsam]]></category>
		<category><![CDATA[Panik]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Suche]]></category>
		<category><![CDATA[sucht mich doch]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Meistens hänge ich mit meinen Kumpels rum. Ihr fragt mich warum? Weil gemeinsam alles besser geht, das habt Ihr bestimmt auch schon erlebt. Jeder von uns hat seine spezielle Aufgabe erhalten und die gilt es geflissentlich einzuhalten. Unseren Dienst verrichten wir bei Tag und Nacht, das ist von Anfang an so abgemacht. Ob klein oder groß, arm oder erlaucht, ein jeder uns ständig braucht. Deshalb haben alle uns lieb, ob Arbeiter, Graf oder Dieb. Wir alle sind Experten auf unserem Gebiet, sind stets bereit, was auch immer geschieht. Ist der Richtige von uns zur Stelle, ist es nicht wichtig, ob Palast oder Zelle. Wir haben unseren angestammten Platz und werden gehütet wie ein Schatz. Sind wir allerdings hin und wieder verschwunden, bricht Panik aus innerhalb von Sekunden. Dann wird gestartet eine große Suche und man hört allerorts das laute Gefluche. Zum Kuckuck, wo seid ihr?! Vorhin, ihr alle wart noch hier! In allen Winkeln und in allen Ecken, so glaubt man uns zu entdecken. Doch wir sind nicht hier und nicht da, man glaubt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Meistens hänge ich mit meinen Kumpels rum.<br />
Ihr fragt mich warum?<br />
Weil gemeinsam alles besser geht,<br />
das habt Ihr bestimmt auch schon erlebt.</p>
<p>Jeder von uns hat seine spezielle Aufgabe erhalten<br />
und die gilt es geflissentlich einzuhalten.<br />
Unseren Dienst verrichten wir bei Tag und Nacht,<br />
das ist von Anfang an so abgemacht.</p>
<p>Ob klein oder groß, arm oder erlaucht,<br />
ein jeder uns ständig braucht.<br />
Deshalb haben alle uns lieb,<br />
ob Arbeiter, Graf oder Dieb.</p>
<p>Wir alle sind Experten auf unserem Gebiet,<br />
sind stets bereit, was auch immer geschieht.<br />
Ist der Richtige von uns zur Stelle,<br />
ist es nicht wichtig, ob Palast oder Zelle.</p>
<p>Wir haben unseren angestammten Platz<br />
und werden gehütet wie ein Schatz.<br />
Sind wir allerdings hin und wieder verschwunden,<br />
bricht Panik aus innerhalb von Sekunden.</p>
<p>Dann wird gestartet eine große Suche<br />
und man hört allerorts das laute Gefluche.<br />
Zum Kuckuck, wo seid ihr?!<br />
Vorhin, ihr alle wart noch hier!</p>
<p>In allen Winkeln und in allen Ecken,<br />
so glaubt man uns zu entdecken.<br />
Doch wir sind nicht hier und nicht da,<br />
man glaubt es nicht, aber es ist wahr.</p>
<p>Alle werden plötzlich ganz blass um die Nase,<br />
wer uns nicht findet, schaut sogar in die Vase.<br />
Es ist jedem einfach nur zum Heulen und Weinen,<br />
wenn wir für immer verschwunden zu sein scheinen.</p>
<p>Doch auf einmal kommt ein freudiger Aufschrei<br />
und die ganze Sucherei ist schlagartig vorbei.<br />
Nach unendlich scheinenden Stunden,<br />
man hat uns glücklicherweise wiedergefunden.</p>
<p>Wo wir waren, wollt Ihr wissen?<br />
Am liebsten würdet Ihr uns küssen!<br />
Dreimal habt Ihr dort schon gesucht,<br />
im Schlüsselkasten,- ach verflucht!</p>
<p>Nun kommen wir wieder zum Einsatz<br />
und öffnen Tür und Tor ratz fatz!<br />
Darum prägt Euch ein für allemal ein,<br />
ohne uns Schlüssel kommt Ihr nirgends rein!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/flie/">Flie</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ich-hab-da-eine-kleine-macke/">Ich hab&#8216; da eine kleine Macke</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/warum-mag-mich-keiner/">Warum mag mich keiner?</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Eigenartige Entdeckung</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/eigenartige-entdeckung/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/eigenartige-entdeckung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2016 22:10:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[abgeschlossen]]></category>
		<category><![CDATA[Balkon]]></category>
		<category><![CDATA[Dieb]]></category>
		<category><![CDATA[Entdeckung]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Professor]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Sommertag]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefschlaf]]></category>
		<category><![CDATA[verschlafen]]></category>
		<category><![CDATA[Villa]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Villa, in der Professor Konfusi und seine Frau wohnen, wirkt heute ein bisschen verschlafen. Es ist ein sehr warmer, eigentlich schon leicht schwüler Sommertag, der die Schläfrigkeit fördert. Eine himmlische Ruhe hat sich im gesamten Viertel ausgebreitet, denn jetzt in den Sommerferien sind die meisten Familien im Urlaub. Auch Marco ist mit seinen Eltern verreist. Das junge Pärchen von ganz oben ist bereits schon vor einer Woche zum Zelten an den Bodensee gefahren. Somit sind nur das ältere Ehepaar und Oma Schmidt aus dem Erdgeschoss in der Villa. Herr Konfusi hat sich mit seiner Frau auf den Balkon zurückgezogen. Hier haben sie eine wunderschöne Aussicht auf den Garten, aber auch auf den nahegelegenen Stadtpark. Man hört weder Hunde bellen, noch Kinder lachen, nur das Zwitschern der Vögel, die sich in den Zweigen der Bäume niedergelassen haben, ist zu vernehmen. Es dauert daher auch nicht lange, bis Herr und Frau Konfusi auf ihren Liegestühlen eingenickt sind. Während Professor Konfusi traumlos vor sich hin schlummert, hört seine Ehefrau in ihrem Traum ein Klingeln. Es hört sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Villa, in der Professor Konfusi und seine Frau wohnen, wirkt heute ein bisschen verschlafen. Es ist ein sehr warmer, eigentlich schon leicht schwüler Sommertag, der die Schläfrigkeit fördert. Eine himmlische Ruhe hat sich im gesamten Viertel ausgebreitet, denn jetzt in den Sommerferien sind die meisten Familien im Urlaub. Auch Marco ist mit seinen Eltern verreist. Das junge Pärchen von ganz oben ist bereits schon vor einer Woche zum Zelten an den Bodensee gefahren. Somit sind nur das ältere Ehepaar und Oma Schmidt aus dem Erdgeschoss in der Villa.</strong></p>
<p><span class="dropcap">H</span>err Konfusi hat sich mit seiner Frau auf den Balkon zurückgezogen. Hier haben sie eine wunderschöne Aussicht auf den Garten, aber auch auf den nahegelegenen Stadtpark.<br />
Man hört weder Hunde bellen, noch Kinder lachen, nur das Zwitschern der Vögel, die sich in den Zweigen der Bäume niedergelassen haben, ist zu vernehmen. Es dauert daher auch nicht lange, bis Herr und Frau Konfusi auf ihren Liegestühlen eingenickt sind.<br />
Während Professor Konfusi traumlos vor sich hin schlummert, hört seine Ehefrau in ihrem Traum ein Klingeln. Es hört sich ähnlich an wie das Klingeln an ihrer Wohnungstür. Es ist so täuschend echt, dass Frau Konfusi davon aufwacht. Sie blickt leicht verwirrt um sich, da sie nun nicht mehr weiß, ob es in der Realität oder im Traum geklingelt hat.<br />
„Hast du das auch gehört?“, fragt sie ihren Gatten, der schlagartig die Augen öffnet.<br />
Gerade will er zu einer Antwort ansetzen, als sie an der Wohnungstür tatsächlich ein Klingeln und gleichzeitiges Klopfen vernehmen.<br />
„Herr Professor! Sind Sie da?!“, klingt das zarte Stimmchen von Oma Schmidt durch die verschlossene Tür.<br />
Professor Konfusi und seine Frau eilen zur Tür und sehen eine total aufgeregte Oma Schmidt vor sich.<br />
„Um Himmels Willen! Sie sind ja ganz blass!“, sagt Frau Konfusi erschrocken. „Kommen Sie herein und setzen Sie sich erst einmal hin!“<br />
„Sollen wir einen Arzt rufen? Geht es Ihnen nicht gut?“, erkundigt sich Professor Konfusi.<br />
Oma Schmidt holt tief Luft, greift nach dem Glas mit Wasser, das ihr Frau Konfusi reicht und trinkt erst einmal. Erst dann verneint sie die Frage des Professors.<br />
„Nein! Doch, doch!“<br />
„Sie sind ja vollkommen verwirrt. Was denn nun? Ich soll nicht den Arzt rufen und dann doch?!“, fragt er nach und läuft schon in Richtung Schuhschrank, auf dem die Telefonstation steht.<br />
„<em><strong>Nein</strong></em>, heißt: keinen Arzt. Und <em><strong>doch</strong></em> heißt: Doch es geht mir gut. Aber die Polizei müssen Sie auf jeden Fall rufen!“, antwortet Oma Schmidt und trinkt das restliche Wasser.<br />
„Die Polizei?!“, Frau Konfusi schaut Oma Schmidt entsetzt an. „Also ist doch etwas passiert! Hatten Sie einen Unfall?“<br />
„Bei mir ist eingebrochen worden! Mein ganzes Wohnzimmer ist verwüstet. Alle Schubladen sind aufgerissen und der Inhalt liegt auf dem Teppich mitten im Zimmer“, berichtet Oma Schmidt. „Ich war nur mal kurz hinter dem Haus und habe den Müll weggebracht. Ja, und dann habe ich noch ein kurzes Schwätzchen mit der Nachbarin gehalten und als ich wieder in meine Wohnung will, da steht die Tür sperrangelweit auf.“<br />
„Ach, Sie haben vergessen, die Tür abzusperren?“, fragt Professor Konfusi nach.<br />
„Nein!“, protestiert die Oma energisch. „ Ich war doch nur zum Entleeren des Mülleimers draußen. Trotzdem habe ich zugeschlossen und den Schlüssel stecken gelassen. Ich schließe immer ab, auch jetzt als ich zu Ihnen hoch gekommen bin. Sehen Sie!“, Oma Schmidt hält triumphierend den Schlüsselbund hoch.<br />
„Haben Sie den Dieb gesehen? Haben Sie ihn vielleicht sogar überrascht?“, will Herr Konfusi wissen.<br />
„Nein, niemand da!“, lautet die kurze und knappe Antwort.<br />
„Ist etwas geklaut worden?“<br />
„Alles da! Nur totales Chaos!“<br />
Irgendwie kann sich der Professor keinen Reim darauf machen. Sollte die alte Dame doch schon leicht verwirrt sein? Abschließen und den Schlüssel stecken lassen? Alles verwüstet, aber nichts gestohlen? Und gesehen hat sie den Dieb auch nicht?!<br />
„Seltsam, seltsam!“, überlegt er in Gedanken und greift sich das Telefon. „Ich rufe mal vorsichtshalber die Polizei an. Es klingt alles sehr verworren und nicht unbedingt logisch! Aber man kann ja nie wissen. Bisher habe ich noch nie Anzeichen von Demenz bei Oma Schmidt festgestellt, aber so etwas bemerkt man nicht immer sofort“, huscht ein Gedanke nach dem anderen durch seinen Kopf.<br />
Die Polizei, dein Freund und Helfer, ist auch innerhalb weniger Minuten zur Stelle. Oma Schmidt hat Professor Konfusi die Wohnungsschlüssel übergeben, denn mittlerweile hat sie doch schon ein wenig weiche Knie bekommen und der Schreck ist ihr in die Glieder gefahren. Sie bleibt lieber bei Frau Konfusi und trinkt noch ein Tässchen Kaffee.<br />
„Damit der Kreislauf schön in Schwung kommt“, erläutert sie.<br />
Bei Eintreffen der Polizei schließt der Professor die Tür zu Oma Schmidts Wohnung auf und schon offenbart sich die gesamte Bescherung. Alles liegt kreuz und quer. Die Stehlampe ist umgefallen und die Schubfächer geleert. Der Teppich ist mit Prospekten, Zeitungen, Fotos, Decken, Kissen und anderen Dingen übersät.<br />
„Hat die alte Dame vielleicht einen Hund?“, fragt der eine Polizist plötzlich.<br />
„Nein, wieso? Ein Hund reißt doch keine Schubfächer auf und verteilt alles auf dem Fußboden“, wundert sich der Professor.<br />
„Das wohl nicht, aber hören Sie denn nicht diese Geräusche?“<br />
Der ältere Herr lauscht und vernimmt tatsächlich seltsame Geräusche aus dem Nachbarzimmer. Sie ertönen ganz gleichmäßig und immer im selben Rhythmus. Mal sind sie ein bisschen lauter, dann wieder etwas leiser. Es hört sich fast an, als ob ….<br />
„Was befindet sich hinter dieser Tür?“, fragt der Polizist schon fast im Flüsterton.<br />
„Das Schlafzimmer. Aber Sie denken doch nicht etwa…?“, flüstert Herr Konfusi zurück.<br />
„Treten Sie bitte zu Ihrer eigenen Sicherheit zurück!“, fordert ihn der Polizist auf und zückt seine Dienstwaffe.<br />
Professor Konfusi ist schon fast aus der Wohnungstür, da hört er die Handschellen klicken.<br />
„Da haben wir das Bürschchen!“, sagt der Polizist und führt einen schmächtigen und gähnenden Mann zum Polizeiwagen.<br />
„Anscheinend kam er durch die offenstehende Haustür herein und entdeckte die Schlüssel an Oma Schmidts abgeschlossener Wohnungstür“, erklärt Herr Konfusi später den beiden Frauen. „Der ‚Möchte-gern-Dieb‘, ist wohl während seines Diebeszuges sichtlich ermattet in Oma Schmidts Bett gefallen. Dort ist der dann sofort in den Tiefschlaf gefallen und hat vor sich hin geschnarcht. Tja, dieses Wetter macht auch jeden müde“, lacht Professor Konfusi.<br />
„Aber selbst wenn er vor dem Eintreffen der Polizei aufgewacht wäre“, erklärt Oma Schmidt mit gewichtiger Miene, „hätte er nicht fliehen können. Ich habe ja die Wohnungstür abgeschlossen!“</p>
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<p>Igitt! Muss das sein?</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/grosse-aufregung/">Große Aufregung in der Villa</a></p>
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		<title>Große Aufregung in der Villa</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/grosse-aufregung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 May 2016 22:03:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufregung]]></category>
		<category><![CDATA[Fenster]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr]]></category>
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		<category><![CDATA[Professor Konfusi]]></category>
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		<category><![CDATA[Schreck]]></category>
		<category><![CDATA[Straße]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei Herrn und Frau Konfusi und den anderen Bewohnern der Villa ist immer etwas los. Ihnen wird es nie langweilig. Auch heute herrscht in dem Haus wieder große Aufregung, dabei fing der Tag ganz friedlich und vielversprechend an.  Am Morgen ahnte noch niemand etwas von der bevorstehenden großen Aufregung. Die Frühlingssonne scheint zu den Fenstern herein und lockt Herrn und Frau Konfusi zu einem kleinen Spaziergang nach draußen. Gerade sind sie wieder auf dem Heimweg, da fährt ein Feuerwehrauto an ihnen vorbei und biegt in die Straße ein, an deren Ende die Villa steht, in der sie wohnen. „Nanu?! Da muss irgendetwas passiert sein!“, überlegt Frau Konfusi laut und dreht sich reflexartig um. „Du kannst ganz beruhigt sein“, erklärt ihr Professor Konfusi, der den Blick seiner Frau nach hinten wahrgenommen hat. „Dieses Mal wirst du von keinem Känguru verfolgt. So schnell kann Karl, das Känguru nicht mehr aus seinem Gehege entwischen. Sie haben den Zaun nämlich erneuert.“ Frau Konfusi geht nicht auf das Gesagte ein, sondern überlegt krampfhaft, was sich denn wohl Schlimmes in der &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bei Herrn und Frau Konfusi und den anderen Bewohnern der Villa ist immer etwas los. Ihnen wird es nie langweilig. Auch heute herrscht in dem Haus wieder große Aufregung, dabei fing der Tag ganz friedlich und vielversprechend an.  Am Morgen ahnte noch niemand etwas von der bevorstehenden großen Aufregung.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>ie Frühlingssonne scheint zu den Fenstern herein und lockt Herrn und Frau Konfusi zu einem kleinen Spaziergang nach draußen. Gerade sind sie wieder auf dem Heimweg, da fährt ein Feuerwehrauto an ihnen vorbei und biegt in die Straße ein, an deren Ende die Villa steht, in der sie wohnen.<br />
„Nanu?! Da muss irgendetwas passiert sein!“, überlegt Frau Konfusi laut und dreht sich reflexartig um.<br />
„Du kannst ganz beruhigt sein“, erklärt ihr Professor Konfusi, der den Blick seiner Frau nach hinten wahrgenommen hat. „Dieses Mal wirst du von keinem Känguru verfolgt. So schnell kann Karl, das Känguru nicht mehr aus seinem Gehege entwischen. Sie haben den Zaun nämlich erneuert.“<br />
Frau Konfusi geht nicht auf das Gesagte ein, sondern überlegt krampfhaft, was sich denn wohl Schlimmes in der Straße ereignet haben könnte.<br />
„Ich werde doch nicht den Herd angelassen haben“, kommt es ihr plötzlich in den Sinn. „Vielleicht brennt es in unserer Wohnung.“<br />
„Dann würden wir doch Rauch sehen“, versucht sie ihr Mann zu beruhigen. „Wahrscheinlich fahren sie nur durch die Straße, weil sie eine Abkürzung nehmen wollen.“<br />
Doch gerade als er dies sagt, biegen sie selbst in die Straße ein und er erkennt, dass das Feuerwehrauto tatsächlich direkt vor der Villa anhält. Ihm wird es inzwischen auch etwas sonderbar in der Magengegend. Wortlos und beschleunigenden Schrittes marschieren die Beiden weiter. Ein wenig atemlos und mit klopfenden Herzen erreichen sie die Villa.<br />
„Schau doch nur, sie haben die Leiter ausgefahren!“, ruft Frau Konfusi erschrocken aus. „Ganz nach oben. Dort, wo das junge Pärchen wohnt, das erst kürzlich in die ausgebaute Dachgeschosswohnung eingezogen ist. Wie heißen sie nochmal?“<br />
„Frau Sommer und Herr Herbst.“<br />
„Stimmt! Frau Sommer steht am Wohnzimmerfenster, winkt ganz aufgeregt und deutet zu dem kleineren Nachbarfenster“, kommentiert Frau Konfusi das, was sich gerade vor ihren Augen abspielt. „Jetzt rennt sie wieder weg und der Feuerwehrmann öffnet das angekippte Nachbarfenster und klettert hinein. Es müsste das Fenster vom Wohnungsflur sein, wenn mich nicht alles täuscht.“<br />
„Ich glaube nicht, dass es brennt. Da scheint etwas anderes passiert zu sein“, sagt Professor Konfusi sichtlich nervöser als noch vor ein paar Minuten.<br />
Mittlerweile steckt der Feuerwehrmann seinen Kopf von innen nach außen durch das Fenster und signalisiert seinen Kameraden, dass sie die Leiter wieder einziehen sollen.<br />
Jetzt kommt auch Oma Schmidt über den Hof geschlurft und gesellt sich zu Herrn und Frau Konfusi. Auch sie weiß nicht, was hier eigentlich los ist, denn sie ist gerade aus ihrem Mittagsschläfchen erwacht. Marco ist noch in der Schule, seine Eltern und auch Herr Herbst sind arbeiten. Da das kleine Grüppchen die Feuerwehrleute nicht stören will, stellen sie sich alle in eine Hofecke, beobachten das Geschehen und warten ab.<br />
Endlich kommt Frau Sommer durch die Eingangstür aus dem Haus, gefolgt von dem Feuerwehrmann, der ein etwa zweijähriges kleines Mädchen auf dem Arm hält. Die Kleine weint herzerbarmend und streckt die Ärmchen nach Frau Sommer aus.<br />
„Ich glaube, es ist besser, wenn Sie sie erst einmal beruhigen“, meint der Feuerwehrmann und reicht das Kind der jungen Frau.<br />
„Du brauchst nicht weinen. Es ist doch alles gut gegangen, aber das darfst du nicht noch einmal machen!“, erklärt Frau Sommer dem Mädchen, das sich tränenüberströmt an sie schmiegt. „Schau mal auf dieser großen Leiter ist der Feuerwehrmann hochgeklettert und hat uns gerettet.“<br />
„Geht es Ihnen und der Kleinen gut?“, erkundigt sich Professor Konfusi. „Können wir Ihnen irgendwie helfen?“<br />
„Was ist überhaupt passiert?“, fragt Frau Konfusi und Oma Schmidt streichelt den Rücken des Mädchens behutsam.<br />
„Ach“, erzählt Frau Sommer, „ich habe meine kleine Nichte in unser Bett gelegt, damit sie ihren Mittagsschlaf machen kann.“<br />
„Ja, ja, so ein kleines Mädchen muss seine Ordnung haben und mittags noch schlafen. Ich übrigens auch!“, sagt Oma Schmidt und streichelt die Kleine weiter.<br />
„Ich bin dann ins Wohnzimmer gegangen und habe über Kopfhörer Musik gehört. Aber vorher habe ich sicherheitshalber noch die Wohnungstür abgesperrt. Nur für den Fall, dass die Kleine wach wird, mich sucht und ich sie nicht höre. Man weiß ja nie, was so kleinen Kindern alles einfällt. Man hat ja schon gelesen, dass sie einfach auf die Straße laufen.“<br />
Die junge Frau ist immer noch total aufgeregt.<br />
„Wie hätte ich das denn meiner Schwester erklären sollen?! Ich darf mir das gar nicht erst ausmalen.“<br />
„Aber was ist denn überhaupt passiert? Warum ist die Feuerwehr hier?“<br />
Alle sehen die junge Frau gespannt an, denn bisher ist ihnen der Feuerwehreinsatz noch ein Rätsel.<br />
„Marlis, meine Nichte, ist tatsächlich aufgewacht und aufgestanden. Sie hat das Schlafzimmer vom Flur aus abgesperrt und ist dann zur Wohnzimmertür gegangen und hat von außen den Schlüssel rumgedreht. Als ich es gemerkt habe, hatte sie mich schon eingesperrt. Jetzt saß ich im Wohnzimmer fest und die Kleine im Flur. Sie hat nach mir gerufen und zuerst habe ich versucht ihr zu erklären, dass sie den Schlüssel wieder umdrehen muss, um aufzuschließen. Das hat sie aber nicht mehr geschafft. Sie hat Angst bekommen und hat sich in eine Ecke gesetzt und geweint.“<br />
„Ach, du meine Güte!“, entfährt es Frau Konfusi und Oma Schmidt gleichzeitig.<br />
„Dann haben Sie also die Feuerwehr alarmiert“, stellt Professor Konfusi sachlich fest.<br />
„Ja, was hätte ich denn sonst tun sollen? Ich hatte zum Glück das Telefon im Wohnzimmer liegen, aber ich hatte keine Nummer von einem Schlüsseldienst. Die Notrufnummer von Polizei und Feuerwehr hat man allerdings immer im Kopf.“<br />
„Das haben Sie ganz richtig gemacht, junge Frau.“, erklärt der Feuerwehrmann und verabschiedet sich.<br />
„Ich mache Ihnen einen Vorschlag“, sagt Professor Konfusi. „Alle hier im Haus haben mir einen Zweitschlüssel gegeben, nur für den Fall der Fälle. Wenn Sie möchten, dann können Sie das auch tun. Und speichern Sie sich noch meine Nummer im Telefon ein. Dann brauchen wir das nächste Mal keinen Feuerwehreinsatz mehr, sondern ich komme einfach mit dem Zweitschlüssel die Treppe hoch gelaufen und errette Sie.“<br />
Dankbar und erschöpft, nickt die junge Frau. Verstohlen wischt sie sich eine Träne weg.<br />
„Aber jetzt mache ich der kleinen Marlis erst einmal einen schönen warmen Kakao“, schlägt Frau Konfusi vor und reicht dem Mädchen die Hand. „Komm mit, Marlis, die heiße Schokolade wird dir guttun. Magst du auch Kekse?“, fragt sie das kleine Mädchen, das begeistert nickt. „Für uns Erwachsene habe ich übrigens noch einen Mirabellenlikör und einen Eierlikör im Schrank stehen. Damit können wir den Schreck hinunterspülen.“</p>
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