<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss"
	xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#"
	>

<channel>
	<title>Eis &#8211; life tells stories</title>
	<atom:link href="https://lifetellsstories.de/tag/eis/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://lifetellsstories.de</link>
	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 May 2024 19:07:56 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">123020734</site>	<item>
		<title>Eiskalt</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/eiskalt-2/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/eiskalt-2/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jan 2024 21:10:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Fenster]]></category>
		<category><![CDATA[Flugplan]]></category>
		<category><![CDATA[Müll]]></category>
		<category><![CDATA[Turnschuh]]></category>
		<category><![CDATA[Villa]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=7912</guid>

					<description><![CDATA[Die Geschichte, die ich Euch heute erzählen möchte, hat ebenfalls wieder das Leben geschrieben. Ich habe neulich in unserer Tageszeitung einen ziemlich kurzen Artikel über eine wahre Begebenheit gelesen. Diese wenigen Zeilen haben mich dazu animiert, Euch wieder eine Professor Konfusi-Geschichte zu erzählen. Lasst Euch überraschen, was diesmal wieder so alles rund um den netten älteren Herrn passiert. Das Haus, in welchem Professor Konfusi wohnt, ist ein älteres Mehrfamilienhaus. Eigentlich ist es eine alte Villa, die Anfang der 50er Jahre erbaut wurde. Hier wohnen vier Parteien. Im Erdgeschoss lebt eine sehr betagte Dame, die alle nur Oma Schmidt nennen. Die Wohnung darüber wird von Marco und seinen Eltern bewohnt und im zweiten Stock hat das Ehepaar Konfusi eine schöne gemütliche Wohnung. Im dritten Stock wurde erst kürzlich aus- und umgebaut, allerdings gibt es hier noch keinen Bewohner. Überhaupt hat man im Jahr 1981 die gesamte Villa modernisiert und danach vermietet. Während Marco mit seinen Eltern erst seit knapp fünf Jahren in diesem Haus wohnt, leben das Ehepaar Konfusi und Oma Schmidt schon seit fünfunddreißig Jahren &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Geschichte, die ich Euch heute erzählen möchte, hat ebenfalls wieder das Leben geschrieben. Ich habe neulich in unserer Tageszeitung einen ziemlich kurzen Artikel über eine wahre Begebenheit gelesen. Diese wenigen Zeilen haben mich dazu animiert, Euch wieder eine Professor Konfusi-Geschichte zu erzählen. Lasst Euch überraschen, was diesmal wieder so alles rund um den netten älteren Herrn passiert.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>as Haus, in welchem Professor Konfusi wohnt, ist ein älteres Mehrfamilienhaus. Eigentlich ist es eine alte Villa, die Anfang der 50er Jahre erbaut wurde. Hier wohnen vier Parteien. Im Erdgeschoss lebt eine sehr betagte Dame, die alle nur Oma Schmidt nennen. Die Wohnung darüber wird von Marco und seinen Eltern bewohnt und im zweiten Stock hat das Ehepaar Konfusi eine schöne gemütliche Wohnung. Im dritten Stock wurde erst kürzlich aus- und umgebaut, allerdings gibt es hier noch keinen Bewohner. Überhaupt hat man im Jahr 1981 die gesamte Villa modernisiert und danach vermietet. Während Marco mit seinen Eltern erst seit knapp fünf Jahren in diesem Haus wohnt, leben das Ehepaar Konfusi und Oma Schmidt schon seit fünfunddreißig Jahren hier.<br />
Oma Schmidt feiert nächstes Jahr ihren neunzigsten Geburtstag. Aber sie ist noch so fit wie ein Turnschuh, wie sie selbst immer wieder betont. Nur ihre Augen sind schon ein wenig müde und auch trüb geworden, allerdings trägt sie nur zum Lesen und beim Fernsehen eine Brille. Ansonsten sieht sie angeblich alles klar und deutlich.<br />
Oma Schmidt hat ihren Mann schon früh durch einen Verkehrsunfall verloren. Nach seinem Tod zog sie aus der ehemals gemeinsamen Wohnung aus und mietete sich in der Villa ein. Ja und hier ist sie geblieben. Sie hat nie wieder geheiratet und der einzige Sohn lebt inzwischen in Amerika, wohin er sie gerne nachholen würde. Aber die alte Dame weigert sich strikt, so nach dem Motto: Einen alten Baum verpflanzt man nicht.<br />
So hat der Sohn mit Frau Konfusi ein Abkommen getroffen, sich ein wenig um seine Mutter zu kümmern und ihm immer genauestens zu schildern, wie es ihr geht. Er selbst ruft sie so oft es geht an und kommt einmal im Monat über den großen Teich geflogen. Vorausgesetzt sein Flugplan lässt dies zu, denn er ist bei einer großen Fluggesellschaft als Pilot tätig, sonst wäre die große Distanz nahezu unüberbrückbar. Zweimal im Jahr kommt sogar die ganze Familie auf Besuch. Gerade erst waren sie über Weihnachten und Silvester bei ihr.<br />
Heute ist Oma Schmidt’s Haushaltshilfe da, wie alle zwei Tage. Sie hat für heute und morgen gekocht, geputzt und gewaschen und will gerade gehen.<br />
„Warten Sie! Ich komme mit“, sagt Oma Schmidt. „Ich nehme dann den leeren Mülleimer wieder mit rein.“<br />
„Es ist aber eiskalt draußen. Wir haben fünf Grad unter Null!“, weist sie die junge Frau auf die niedrigen Temperaturen hin. „Bleiben sie lieber in der warmen Stube!“<br />
Doch Oma Schmidt schlüpft in ihre gefütterte Winterjacke und in ihre warmen Schuhe. Während die alte Dame nach hinten in den Hof geht und ihren Müll entsorgt, steigt die Haushaltshilfe in ihr Auto und düst davon. Oma Schmidt lässt ihren Blick im Hof und an den Fenstern des Hauses herumschweifen. Plötzlich sieht sie etwas, das sie stutzig werden lässt.<br />
„Komisch“, denkt sie, „die Wohnung im dritten Stock ist doch noch gar nicht vermietet. Aber da sitzt doch jemand auf dem Balkon!“<br />
Die alte Dame reibt sich die Augen, denn vielleicht ist es ja nur eine optische Täuschung. Nein, tatsächlich, da ist jemand. Und wie sieht der denn aus? Das gibt es doch nicht!<br />
Oma Schmidt schlägt sich vor Schreck die Hand vor den Mund, um sie sogleich wieder wegzunehmen und zu rufen:<br />
„Hallo, hallo! Was machen sie denn da?“<br />
Der Angesprochene sitzt jedoch reglos da und gibt keine Antwort. Auch auf den zweiten und dritten Versuch reagiert er nicht.<br />
So schnell sie ihre alten Beine tragen, schlurft Oma Schmidt ins Haus zurück. Sie steigt mühsam die Stufen bis zum zweiten Stock nach oben und läutete Sturm bei Professor Konfusi. Da dieser nicht schnell genug an der Wohnungstür erscheint, klopft sie  gegen diese und brüllt:<br />
„Hilfe! Professor Konfusi! So kommen Sie doch!“<br />
Gerade als sie nochmals auf den Klingelknopf drückt, reißt der Professor die Tür auf.<br />
„Um Himmels Willen, Oma Schmidt! Was ist denn so Schlimmes passiert?“<br />
„Hilfe! Ein nackter Mann!, japst die alte Dame.<br />
Professor Konfusi schaut verwirrt an sich herunter, aber er steht vollkommen bekleidet im Türrahmen. Also kann sie ihn schon mal nicht gemeint haben.<br />
„Wo?“, fragt er. „Werden Sie verfolgt?“<br />
„Ach, Blödsinn!“<br />
Oma Schmidt sieht Professor Konfusi energisch an und deutet nach oben.<br />
„Dort oben im dritten Stock sitzt ein nackter Mann auf dem Balkon! Sie müssen sofort die Polizei und den Krankenwagen rufen. Er antwortet nicht, wenn man ihn anspricht und er ist auch schon total rot. Bei dieser Eiseskälte ist er bestimmt schon halb erfroren.“<br />
„Aber da oben wohnt doch niemand und schon gar kein Nackter“, erklärt Professor Konfusi sachlich. „Sind Sie da auch ganz sicher?“<br />
„Aber ja doch! Er hat überhaupt nichts an. Vollkommen nackt,- sag ich doch! Bei dieser Jahreszeit! Sie müssen was unternehmen! Rufen Sie doch nun schon endlich die Polizei!“<br />
Professor Konfusi schiebt die alte aufgeregte Dame in die Wohnung, übergibt sie seiner Frau, greift zu seiner Jacke und steckt sein Handy ein.<br />
„Ich lauf schnell nach unten und schau mir das mal an. Die Polizei und den Krankenwagen rufe ich dann vom Handy aus an. Machen Sie sich keine Sorgen. Beruhigen Sie sich erst einmal!“<br />
Professor Konfusi steigt schnellen Schrittes die Treppen hinunter und hastet in den Hof.<br />
Schon bevor er seinen Blick zielgerichtet nach oben wirft, ruft er laut:<br />
„Hallo! Brauchen Sie Hilfe?“<br />
Tatsächlich, jetzt sieht er es auch mit seinen eigenen Augen:</p>
<p>Ein Nackter!<br />
In dieser Eiseskälte!<br />
Auf dem Balkon im dritten Stock!</p>
<p>Doch der Nackte reagiert nicht auf sein Rufen. Genau wie es Oma Schmidt beschrieben hat.<br />
Aber etwas ist anders. Etwas, das der alten und aufgeregten Dame nicht aufgefallen ist, obwohl sie doch angeblich alles klar und deutlich sieht.<br />
Auf dem Balkon sitzt kein unbekleideter Mann.</p>
<p>Nein!</p>
<p>Auf dem Balkon der leerstehenden Wohnung im dritten Stock sitzt</p>
<p>eine unbekleidete männliche</p>
<p>Schaufensterpuppe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/weisse-welt/">Weiße Welt</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/ohje-das-faengt-ja-gut/">Ohje, das fängt ja gut an!</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/der-verpatzte-einstieg/">Der verpatzte Einstieg</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/eiskalt-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">7912</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Anton</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/anton-2/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/anton-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jul 2023 21:01:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Kennenlernen]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Streifen]]></category>
		<category><![CDATA[unheimlich]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=7826</guid>

					<description><![CDATA[Sabine, genannt Bienchen, ist mit ihren Eltern am Meer. Genauer gesagt am Mittelmeer, auf einer Insel. Bienchen ist erst 5 Jahre und dies ist ihre zweite Reise zum großen Wasser, wie sie das Meer nennt. Heute sind sie auf Besichtigungstour. Das ist ein bisschen langweilig, denn sie spielt am liebsten am Strand und baut mit ihrem Paps Burgen oder plantscht mit Mama und Papa im seichten Wasser. Während ihre Eltern die Aussicht bewundern, schleckt sie ein Eis und sieht sich nach interessanteren Dingen um. Doch hier ist nicht viel. Sie sieht eine kleine Kapelle, ein paar Felsen, das Meer und den Himmel über ihnen. Doch dort vorne huscht etwas um die Ecke. Ein kleines Kätzchen. Sie läuft ihm entgegen, in der Hoffnung, dass es sich streicheln lässt. Dabei verliert sie ihren inzwischen leeren Eisbecher. Achtlos lässt sie ihn liegen. „Hey, du da!“, hört sie auf einmal jemand rufen. „Was soll das denn?“ Sie dreht sich erschrocken um, kann aber niemand erkennen. Doch dann hört sie die leicht verärgerte Stimme schon wieder. „Haben deine Eltern dir &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sabine, genannt Bienchen, ist mit ihren Eltern am Meer. Genauer gesagt am Mittelmeer, auf einer Insel. Bienchen ist erst 5 Jahre und dies ist ihre zweite Reise zum großen Wasser, wie sie das Meer nennt. Heute sind sie auf Besichtigungstour. Das ist ein bisschen langweilig, denn sie spielt am liebsten am Strand und baut mit ihrem Paps Burgen oder plantscht mit Mama und Papa im seichten Wasser.</strong></p>
<p><span class="dropcap">W</span>ährend ihre Eltern die Aussicht bewundern, schleckt sie ein Eis und sieht sich nach interessanteren Dingen um. Doch hier ist nicht viel. Sie sieht eine kleine Kapelle, ein paar Felsen, das Meer und den Himmel über ihnen. Doch dort vorne huscht etwas um die Ecke. Ein kleines Kätzchen. Sie läuft ihm entgegen, in der Hoffnung, dass es sich streicheln lässt. Dabei verliert sie ihren inzwischen leeren Eisbecher. Achtlos lässt sie ihn liegen.<br />
„Hey, du da!“, hört sie auf einmal jemand rufen. „Was soll das denn?“<br />
Sie dreht sich erschrocken um, kann aber niemand erkennen. Doch dann hört sie die leicht verärgerte Stimme schon wieder.<br />
„Haben deine Eltern dir das nicht beigebracht?“<br />
„Was?“, fragt sie ein bisschen ängstlich zurück und blickt sich irritiert um. „Wo bist du überhaupt?“<br />
„Dreh dich ein Stückchen nach links, dann siehst du mich. Ich bin nicht zu übersehen!“<br />
„Aber warum versteckst du dich jetzt vor mir, denn ich sehe niemand.“<br />
„Ich bin ja auch kein Niemand!“, dröhnt es zurück.<br />
„Wer bist du denn? Und komm endlich raus!“, fordert Bienchen den Unbekannten auf. Langsam wird es ihr unheimlich zumute und gerade als sie zu ihren Eltern zurücklaufen will, da sieht sie ihn.<br />
Tatsächlich, er ist eigentlich nicht zu übersehen. Groß und rund mit vielen gelben und grünen Streifen steht er da und scheint sie anzulächeln.<br />
„Na also, hast du mich endlich entdeckt!“, klingt es zu Bienchen herüber.<br />
„Du kannst sprechen?“<br />
„Ja, nur leider hören mich nicht alle Menschen. Viele sind zu unsensibel oder achtlos. Sie wollen mich weder hören, noch sehen. Außerdem, wer gibt sich schon mit einem Mülleimer ab?!“, sagt der gelb-grüne Kerl jetzt mit trauriger Stimme.<br />
„Wieso?“, Bienchen tritt näher und plappert fröhlich darauf los. „Du bist doch sehr hübsch. Ich mag dich!“<br />
„Dann gib mir doch bitte auch ganz schnell was zu essen, ich bin soooo hungrig!“<br />
Bienchen läuft rasch zu ihrem Eisbecher zurück und bringt ihn zum Mülleimer. Sie stellt sich auf die Zehenspitzen und öffnet den Deckel, um den leeren Eisbecher einzuwerfen.<br />
„Dankeschön!“ klingt es fröhlich zurück.<br />
Bienchen wirft einen flüchtigen Blick zu ihren Eltern. Diese stehen unweit der kleinen Kapelle und beobachten eine Hochzeitszeremonie, die dort zufällig stattfindet. Schnell winkt Bienchen ihren Eltern zu. Die Hochzeit interessiert sie im Moment überhaupt nicht. Sie hat hier eine viel interessantere Bekanntschaft gemacht.<br />
„Warum stehst du hier so alleine rum?“<br />
„Oh, ich fühle mich nicht einsam. Ich habe den besten Platz mit der schönsten Aussicht auf das Meer. Und die Sonne wärmt mich jeden Tag. Die Katzen kommen oft und holen sich bei mir ihr Fressen ab, das die Menschen nicht mehr wollen und bei mir entsorgen. Manchmal fliegt auch eine Möwe über mich hinweg und lässt etwas zu mir herunterfallen.“<br />
Sabine kichert, denn sie weiß, was die Möwe da fallen lässt.<br />
„Mama sagt, das bringt Glück!“</p>
<p>Nach einem kurzen Moment des Schweigens macht sie vor der Tonne einen Knicks und stellt sich vor:<br />
„Ich bin Sabine und wie heißt du eigentlich oder soll ich dich nur Mülleimer nennen?“, will sie wissen.<br />
„Gestatten: <strong>Anton</strong>, mein Name!“, erwidert der Gelb-Grün-Gestreifte.<br />
<strong>A</strong> wie Abfall,<br />
<strong>N</strong> wie Nutzloses,<br />
<strong>T</strong> wie Taschentücher, Tüten, Tageszeitungen, Trinkflaschen,<br />
<strong>O</strong> wie Obstschalen, Ohrenstäbchen,<br />
<strong>N</strong> wie Nussschalen,….“</p>
<p>„Bei uns darf man nicht alles in eine Tonne werfen“, erklärt Bienchen. „Wir haben eine Tonne für Plastik, eine für Papier, eine für Obst- und Kartoffelschalen, die Mama Biotonne nennt, eine für den Restmüll und am Parkplatz nebenan steht noch eine für Glas.“<br />
„Du bist aber ein schlaues Mädchen“, lobt Anton sie. Hier bei uns bin ich alleine für Alles zuständig, aber vielleicht bekomme ich ja bald auch ein paar Kumpels, die mir bei der Müllsammlung helfen“, erwidert Anton. „Das wäre nicht schlecht, denn manchmal bin ich so voll, dass alles aus mir herausquillt und auf die Erde fällt.“<br />
Sabine nickt und hebt ein Kaugummipapier von der Erde auf, um es Anton zu schenken.<br />
„Sabine! Komm wir wollen weiter!“, ruft es in diesem Moment.<br />
„Gleich!“, ruft das Mädchen zurück und schließt den Deckel der Tonne.<br />
„Tschüss Anton! Ich werde oft an dich denken!“<br />
Als Sabine eine Woche später mit ihren Eltern zu Hause die Urlaubsfotos betrachtet, da entdeckt sie die gelb-grün gestreifte Abfalltonne ganz klein auf einem der Bilder.<br />
„Hallo Anton!“, ruft sie der Tonne in Gedanken zu. “Schön, dich kennengelernt zu haben!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch diese Geschichten noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/der-geist-des-weines/">Der Geist des Weines</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/chaotische-familie/">Meine ganz normale,chaotische Familie</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/aus-dem-leben-meiner-kuechenuhr/">Aus dem Leben meiner Küchenuhr</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/anton-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">7826</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Na so was!(2)</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/na-so-was/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/na-so-was/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jul 2021 16:06:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[abgesprochen]]></category>
		<category><![CDATA[Angewohnheit]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Hut]]></category>
		<category><![CDATA[Slipper]]></category>
		<category><![CDATA[wichtig]]></category>
		<category><![CDATA[Zwilling]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lifetellsstories.de/?p=7263</guid>

					<description><![CDATA[Susi hüpft die Stufen zum Erdgeschoss hinunter. Die Fünfjährige will zu ihrem Opa Werner, der gemeinsam mit Großmutter Wilhelmine bei ihnen im Haus wohnt. Sie bewohnen die untere Etage und Susi mit ihren Eltern leben in den beiden oberen Geschossen.  „Opa langweilt sich doch so alleine, weil Oma Wilhelmine in der Kur ist. Ich leiste ihm ein bisschen Gesellschaft“, hat das Mädchen der Mutter beim Frühstück erklärt und den Opa begrüßt sie jetzt mit einem fröhlichen „Guten Morgen!“ „Hallo, meine Prinzessin, kannst du mir schnell mal beim Suchen helfen? Ich kann meinen Hut nicht finden. Du weißt ja, Oma räumt immer alles weg und ich finde dann nichts mehr.“ „Der liegt doch wie immer dort oben“, meint Susi und deutet auf die Hutablage der Garderobe. „Wozu brauchst du den denn?“ „Ich will Willi, meinen Bruder vom Bahnhof abholen, er hat auch Langeweile, weil seine Frau mit Oma an der Ostsee ist und deshalb will er solange bei mir bleiben.“ Das Mädchen klatscht vor Freude in die Hände. Willi ist nämlich Opas Zwillingsbruder und die beiden &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Susi hüpft die Stufen zum Erdgeschoss hinunter. Die Fünfjährige will zu ihrem Opa Werner, der gemeinsam mit Großmutter Wilhelmine bei ihnen im Haus wohnt. Sie bewohnen die untere Etage und Susi mit ihren Eltern leben in den beiden oberen Geschossen.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">„O</span>pa langweilt sich doch so alleine, weil Oma Wilhelmine in der Kur ist. Ich leiste ihm ein bisschen Gesellschaft“, hat das Mädchen der Mutter beim Frühstück erklärt und den Opa begrüßt sie jetzt mit einem fröhlichen „Guten Morgen!“</p>
<p>„Hallo, meine Prinzessin, kannst du mir schnell mal beim Suchen helfen? Ich kann meinen Hut nicht finden. Du weißt ja, Oma räumt immer alles weg und ich finde dann nichts mehr.“</p>
<p>„Der liegt doch wie immer dort oben“, meint Susi und deutet auf die Hutablage der Garderobe. „Wozu brauchst du den denn?“</p>
<p>„Ich will Willi, meinen Bruder vom Bahnhof abholen, er hat auch Langeweile, weil seine Frau mit Oma an der Ostsee ist und deshalb will er solange bei mir bleiben.“</p>
<p>Das Mädchen klatscht vor Freude in die Hände. Willi ist nämlich Opas Zwillingsbruder und die beiden sehen sich zum Verwechseln ähnlich.</p>
<p>„Das wird ein Riesenspaß, wenn die Beiden gemeinsam hier wohnen“, denkt die Enkelin. Noch ahnt sie nicht, dass dieser Spaß schon in wenigen Minuten beginnt.</p>
<p>„Schnell, schnell, wir müssen los, &#8211; der Zug kommt in einer Viertelstunde an. &#8211; Ich zieh nur schnell noch meine Schuhe an“, erklärt ihr der ältere Herr und schlüpft in die bereitstehenden Slipper.</p>
<p>„Opa…“, meldet sich Susi zu Wort.</p>
<p>„Los, los! Wir dürfen keine Zeit verlieren!“</p>
<p>„Aber schau mal….“, versucht die Enkeltochter erneut dem Großvater etwas zu sagen.</p>
<p>„Jetzt nicht, später schauen wir uns das an“, antwortet dieser.</p>
<p>„Aber es ist wichtig…“</p>
<p>„Manchmal gibt es eben noch wichtigere Dinge“, Opa Werner ergreift die Hand des Mädchens und schon geht es in Richtung Bahnhof, wo sie völlig außer Atem am Gleis ankommen, als der Zug einfährt. Viele Menschen strömen aus allen Richtungen herbei. Susi bemerkt, dass die meisten den Großvater und sie mit einem Lächeln bedenken.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Die sind aber nett, sie lächeln uns alle zu“, sagt sie gerade in dem Moment als ein paar größere Jungs kichernd auf ihren Opa deuten. Jetzt fällt ihr wieder ein, was sie schon zu Hause dem Großvater sagen wollte.</p>
<p>„Du Opa…“, versucht sie einen erneuten Vorstoß. „Vorhin wollte ich…“</p>
<p>„Ach, schau nur …“, ruft Opa ganz aufgeregt aus. „Dort vorne steigt Willi aus!“</p>
<p>Jetzt sieht auch das Mädchen das Ebenbild seines Großvaters und vergisst, was sie sagen wollte. Willi, der ebenfalls einen Hut trägt, kommt winkend auf die Beiden zu. Susi stürmt ihm entgegen und wirft sich lachend in seine ausgebreiteten Arme.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Zur Begrüßung spendiere ich dir ein leckeres Eis“, schlägt Willi vor.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Na, da lässt sich das Mädchen nicht lange bitten und zeigt gleich wo sich der nächste Eisstand befindet. Dort sucht sie sich ein leckeres Erdbeereis mit vielen bunten Perlchen aus. Beim Bezahlen fällt Willi ein Geldstück aus der Hand und Susi bückt sich sofort, um es aufzuheben. Da sieht sie es.<br />
Kichernd reicht sie das Zwei-Cent-Stück der Frau hinter der Eistheke.</p>
<p>„Ach kleines Fräulein, du hast aber gute Laune! Naja, wenn man ein Eis bekommt…!“, sagt sie zwinkernd und reicht ihr den Eisbecher.</p>
<p>„Ihr seid doch Zwillinge“, meint das Mädchen, steckt sich ein Löffelchen mit der kühlen Köstlichkeit in den Mund und blickt kess zwischen Opa und Willi hin und her.</p>
<p>„Aber das weißt du doch“, sagt der Großvater und streicht ihr liebevoll über die blonden Locken.</p>
<p>„Mutti sagt, dass sich Zwillinge nicht nur äußerlich ähnlich sind. Sie haben auch die selben Angewohnheiten, selbst dann, wenn sie sich lange nicht gesehen haben.“</p>
<p>„Wie kommst du jetzt darauf?“, erkundigt sich Willi.</p>
<p>„Na, weil ihr anscheinend auch eine ganz bestimmte Angewohnheit habt.“</p>
<p>„Ja, ja“, gibt der Großvater zu. „Wir tragen gerne Hüte, das stimmt wohl.“</p>
<p>„Und noch mehr“, grinst die Kleine. „Die eine Angewohnheit sitzt oben, aber da unten gibt es noch eine andere …“</p>
<p>Sie deutet in Richtung Asphalt. Die Zwillingsbrüder folgen ihrem Zeigefinger und kurz darauf erschallt das fröhliche Lachen der Drei, das alle Vorübereilenden für einen kurzen Moment aufhorchen lässt.</p>
<p>„Na sowas!“, rufen die Zwillinge wie aus einem Munde.</p>
<p>„Ihr habt einen dunkelblauen und einen schwarzen Schuh an!“, trällert Susi und hüpft um die Beiden herum.<br />
„Du hast den blauen Schuh am rechten Fuß“, richtet sie sich an Willi „und Opa am linken! Habt ihr euch abgesprochen oder macht ihr das immer so?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/na-sowas/">Na sowas! (1)</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/den-schuhen-des-anderen/">In den Schuhen des Anderen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/oma-lena-und-ihre-schatztruhe/">Oma Lena und ihre Schatztruhe</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/na-so-was/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">7263</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Seifenblasen</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/seifenblasen/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/seifenblasen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2020 18:58:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Moment]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Seifenblasen]]></category>
		<category><![CDATA[Straße]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=6552</guid>

					<description><![CDATA[Marie-Luise sitzt alleine auf einer Bank. Um sie herum freuen sich Kinder und Spaziergänger flanieren die Strandpromenade entlang. Ein paar Meter von ihr entfernt, breitet ein junger Mann einige Utensilien aus und wenige Momente später fliegen riesige Seifenblasen an ihr vorbei, gefolgt von Kindern, die sie lachend zu fangen versuchen. Marie-Luise lässt ihre Gedanken mit den Seifenblasen fliegen. „Ja früher“, denkt sie gedankenverloren „waren die Seifenblasen kleiner, aber geliebt haben wir diese bunt schillernden und schwebenden Blasen auch schon in meiner Kindheit.“ Und später dann hat sie sie mit ihren Kindern ebenfalls gerne durch die Lüfte tanzen lassen. „Meine Kinder“, denkt die nun schon über 70 Jahre alte Frau. „Eigene waren mir nicht vergönnt, aber alle meine Schüler waren meine Kinder.“ Ja und alle haben Marie-Luise geliebt, so wie auch sie ihnen ihr ganzes Herz geschenkt hatte. Sie ging voll und ganz in ihrem Beruf auf und hatte nichts vermisst. Von den meisten ihrer Schüler erhält sie noch heute Briefe, mit manchen telefoniert sie noch hin und wieder und ein paar besuchen sie regelmäßig. „Ich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Marie-Luise sitzt alleine auf einer Bank. Um sie herum freuen sich Kinder und Spaziergänger flanieren die Strandpromenade entlang. Ein paar Meter von ihr entfernt, breitet ein junger Mann einige Utensilien aus und wenige Momente später fliegen riesige Seifenblasen an ihr vorbei, gefolgt von Kindern, die sie lachend zu fangen versuchen.</strong><br />
<span class="dropcap">M</span>arie-Luise lässt ihre Gedanken mit den Seifenblasen fliegen.<br />
„Ja früher“, denkt sie gedankenverloren „waren die Seifenblasen kleiner, aber geliebt haben wir diese bunt schillernden und schwebenden Blasen auch schon in meiner Kindheit.“<br />
Und später dann hat sie sie mit ihren Kindern ebenfalls gerne durch die Lüfte tanzen lassen.<br />
„Meine Kinder“, denkt die nun schon über 70 Jahre alte Frau. „Eigene waren mir nicht vergönnt, aber alle meine Schüler waren meine Kinder.“<br />
Ja und alle haben Marie-Luise geliebt, so wie auch sie ihnen ihr ganzes Herz geschenkt hatte. Sie ging voll und ganz in ihrem Beruf auf und hatte nichts vermisst. Von den meisten ihrer Schüler erhält sie noch heute Briefe, mit manchen telefoniert sie noch hin und wieder und ein paar besuchen sie regelmäßig.<br />
„Ich hätte mir kein schöneres Leben vorstellen können.“<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span><br />
Gut, den Mann fürs Heiraten hatte sie nicht gefunden, obwohl<span class="Apple-converted-space">&nbsp; </span>viele Verehrer um sie geworben hatten. Der eine oder andere wäre auch vielleicht in Frage gekommen, aber diese Liebeleien waren alle zerplatzt wie die Seifenblasen. Hans Uwe, ihr erster fester Freund, siedelte mit den Eltern nach Amerika um und schon bald war der Kontakt unterbrochen. Tobias war bereits verheiratet und das alleine bedeutete schon damals für sie ein &#8222;NO GO&#8220;. Dann gab es noch den jungen Albert, ein Kommilitone und Rüdiger ein Kollege, der allerdings versetzt wurde.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span><br />
„Es hat einfach nicht sollen sein“, sagt sich Marie Luise. „Und durch meine Kinder habe ich mich nie einsam gefühlt. Jetzt ja, nach meiner Pensionierung, da gibt es schon machmal so Momente, da wäre es schön jemand an meiner Seite zu haben. Klar, da gibt es auch noch Annabelle, meine beste und langjährige Freundin.“<br />
Annabelle und Marie-Luise kennen sich schon seit dem Kindergarten und wissen alles von der anderen, teilen Geheimnisse, Freuden und Sorgen miteinander. Doch Annabelle muss sie noch mit deren Ehemann teilen. Aber einmal im Jahr, das ist schon eine Art Ritual, machen die beiden Freundinnen miteinander Urlaub. Diese Reise sollte ebenfalls eine gemeinsame sein. Doch leider ist Annabelles Mann überraschend ins Krankenhaus gekommen. Tja und so sitzt Marie-Luise jetzt alleine auf der Bank in einem südlichen Urlaubsland.<br />
„Ich muss unbedingt mit Annabelle telefonieren und fragen, wie es ihrem Mann geht“, überlegt sie gerade und will ihr Handy aus der Tasche holen, als ein etwa fünfjähriges Mädchen vor ihr stehen bleibt.<br />
„Bist du alleine hier? Darf ich mich zu dir setzen?“<br />
„Oh“, sagt Marie-Luise, „das sind ja gleich zwei Fragen und beide kann ich mit ‚Ja‘ beantworten. Aber du bist doch sicherlich nicht alleine? Wo sind denn deine Eltern?“<br />
„Hihi!“, kichert das Mädchen. Das waren auch zwei Fragen.“<br />
Jetzt müssen beide lachen und die Kleine klatscht dabei vor Freude noch tüchtig in die Hände. Sie lässt sich mit einem Hopser auf der Bank neben der älteren Dame nieder.<br />
„Soll ich jetzt wieder fragen? Wie heißt du?“, spielt sie munter das Spiel weiter.<br />
„Nein und ich verrate dir erst meinen Namen, wenn du meine beiden letzten Fragen beantwortest hast.“<br />
„Welche Fragen? Die hab ich vergessen,“ beginnt das Mädchen, „Opa, Opa, hier bin ich!“, ruft sie und springt einem älteren Herrn entgegen. Sie nimmt ihren Großvater an der Hand und zerrt ihn zur Bank, auf der Marie-Luise sitzt.<br />
„Darf mein Opa auch hier sitzen? Das ist mein Opa, mit ihm bin ich hier im Urlaub. Papa und Mama sind zu Hause geblieben.“<br />
„Entschuldigen Sie bitte, meine Enkelin Rosalie ist manchmal etwas vorlaut.“<br />
„Sie ist ein entzückendes Mädchen, sehr freundlich und kontaktfreudig. Ich bin übrigens Marie-Luise Kirner.“<br />
„Gestatten, Maximilian von Heller!“, sagt der ältere Herr und setzt sich neben Rosalie und der netten Dame auf die Bank. Doch nach zwei Minuten ist es der Kleinen zu langweilig, sie läuft flink den Seifenblasen hinterher.<br />
„Ihr könnt euch ja ein bisschen unterhalten“, ruft sie den Beiden zu und versucht eine der großen Blasen zu fangen, die allerdings sogleich zerplatzt.<br />
„Es war ein wirklich kurzweiliger Nachmittag“, erzählt Marie-Luise am Abend ihrer besten Freundin am Telefon, nachdem diese von ihrem bereits wieder genesenen Mann berichtet hat. „Irgendwie hat dieser Maximilian mich an jemand erinnert.“<br />
„Darf ich raten?“, fragt Annabelle und weil am anderen Ende nur Schweigen herrscht, macht sie Vorschläge. „An Hans-Uwe oder an Tobias, oder vielleicht an Rüdiger oder doch eher an Albert?“<br />
„Ja, genau“, kommt die Antwort und danach herrscht wieder Schweigen.<br />
„Wie jetzt? An wen denn von den Vier?“<br />
„Es kam mir so vor, als hätte er das Lächeln von Tobias!…“<br />
„Aha!“<br />
„…aber auch die Augen von Hans-Uwe…“<br />
„Soso!“<br />
„…die Mimik und Gestik waren allerdings eher so wie bei Rüdiger…“<br />
„Ach ja?!“<br />
„…die Stimme jedoch hat mich an Albert erinnert!“<br />
„Perfekt!!!“, ruft Annabelle freudig aus. „Diese Mischung stimmt. Ihr habt euch doch wohl wieder für morgen verabredet, oder?!“<br />
„Er fliegt morgen mit seiner Enkelin wieder nach Hause.“<br />
„Och, schade!“, klingt es aus dem Telefon. „Und wo wohnt er?“<br />
„Das weiß ich nicht,…“<br />
„Och, Mensch Marie-Luise!“, die Freundin ist schon fast ein wenig entsetzt.<br />
„Aber stell dir vor: Tochter, Schwiegersohn und Rosalie wohnen nur drei Straßenecken von mir entfernt&#8230;&#8220;<br />
&#8222;Weiter?! Nun spuck es schon aus! Da ist doch noch etwas!&#8220;, fordert Annabelle ihre Freundin auf.<br />
&#8222;Naja, nächste Woche gehen wir gemeinsam Eisessen in der kleinen Eisdiele an der Hauptstraße“, gesteht Marie-Luise.<br />
Lachen und Klatschen schallt aus dem Telefon und anschließend Annabelles fröhliche Stimme:<br />
&#8222;Nachtigall, ick hör dir trapsen!&#8230;&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mit-schaufel-und-eimer/">Mit Schaufel und Eimer</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/der-luemmel-aus-der-letzten-bank/">Der Lümmel aus der letzten Bank</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ahoi/">Ahoi!</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/seifenblasen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>10</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6552</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Astrid, Opa und das Eis</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jun 2016 22:08:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Cafe]]></category>
		<category><![CDATA[Diener]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Eisbecher]]></category>
		<category><![CDATA[Knicks]]></category>
		<category><![CDATA[Motorradrennen]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[Sahne]]></category>
		<category><![CDATA[Schottenring]]></category>
		<category><![CDATA[Sorte]]></category>
		<category><![CDATA[Waffel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=3358</guid>

					<description><![CDATA[Wir schrieben das Jahr 1963 und ich hatte gerade meinen 3. Geburtstag gefeiert. Meine Oma war bereits seit ungefähr einem Jahr schon im Himmel und schaute sicherlich auf uns herab. Mein Opa wohnte jetzt in seinem Haus alleine und ich, Klein-Astrid, durfte ab und zu mal bei ihm übernachten. Ich war gerne bei meinem Opa. Ich hatte nur diesen einen Opa, den Vater meines Vaters. Zu meinem Erlebnis gibt es keine Fotos. Manches weiß ich aus Erzählungen, an einige Dinge meine ich mich tatsächlich noch zu erinnern. Ich habe beispielsweise das kleine Café noch fest in meinem Kopf verankert, obwohl es schon seit Jahrzehnten nicht mehr existiert und nichts mehr daran erinnert. Auch die Kreuzung, die nahegelegene Molkerei und die Tankstelle gibt es nicht mehr. &#8211; Versetzen wir uns also zurück an den Anfang der Sechziger Jahre: Ich bin über das Wochenende bei meinem Opa, spiele in seinem Garten, streichele seinen Hund Bazi und gehe mit meinem Opa in die Stadt. „Komm Astrid“, fordert er mich auf, „wir gehen ein bisschen spazieren!“ Mein Opa setzt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir schrieben das Jahr 1963 und ich hatte gerade meinen 3. Geburtstag gefeiert. Meine Oma war bereits seit ungefähr einem Jahr schon im Himmel und schaute sicherlich auf uns herab. Mein Opa wohnte jetzt in seinem Haus alleine und ich, Klein-Astrid, durfte ab und zu mal bei ihm übernachten. Ich war gerne bei meinem Opa. Ich hatte nur diesen einen Opa, den Vater meines Vaters.</strong><br />
<span class="dropcap">Z</span>u meinem Erlebnis gibt es keine Fotos. Manches weiß ich aus Erzählungen, an einige Dinge meine ich mich tatsächlich noch zu erinnern. Ich habe beispielsweise das kleine Café noch fest in meinem Kopf verankert, obwohl es schon seit Jahrzehnten nicht mehr existiert und nichts mehr daran erinnert. Auch die Kreuzung, die nahegelegene Molkerei und die Tankstelle gibt es nicht mehr. &#8211; Versetzen wir uns also zurück an den Anfang der Sechziger Jahre:<br />
Ich bin über das Wochenende bei meinem Opa, spiele in seinem Garten, streichele seinen Hund Bazi und gehe mit meinem Opa in die Stadt.<br />
„Komm Astrid“, fordert er mich auf, „wir gehen ein bisschen spazieren!“<br />
Mein Opa setzt seinen Hut auf und nimmt mich an der Hand. Auf unserem Weg in die Stadt begegnen wir verschiedenen Menschen, die uns kennen. Bei manchen lüftet er nur zum Gruß seinen Hut und deutet einen Diener an. Bei anderen bleiben wir stehen. Artig gebe ich zum Gruß die Hand und mache dabei einen Knicks. Das kann ich sehr gut und bin auch stolz darauf, dass ich dafür immer so schön gelobt werde.<br />
Unser Weg führt uns auch heute in ein kleines Café, das den Namen „Café Rennstrecke“ trägt. Es liegt genau an der Strecke, an der regelmäßig Motorradrennen und manchmal auch Autorennen stattfinden, nämlich am sogenannten &#8222;Schottenring&#8220;*.<br />
Wir treten ein und werden freundlich von einer Frau begrüßt. In dem gemütlichen Café stehen kleine runde Tischchen und an einem davon nehmen wir Platz.<br />
„Einen Kaffee für Sie, Herr P. ?“, fragt die Bedienung und erhält dafür ein Kopfnicken.<br />
„Und was möchte das junge Fräulein?“, werde ich gefragt.<br />
„Darf ich ein Eis haben?“, richte ich brav meine Frage an Opa.<br />
Mein Großvater nickt mir zu und flüstert dann aber mit der Bedienung.<br />
„Ja klar,das machen wir so!“, bestätigt sie die Bestellung.<br />
Wenige Minuten später sitzt mein Opa vor seiner Tasse Kaffee und ich vor meinem Eisbecher mit einer kleinen Waffel darin.<br />
„Schmeckt es dir?“, werde ich sowohl von der Bedienung als auch von meinem Opa gefragt.<br />
„Lecker!“, erkläre ich den Beiden, die sich darüber zu freuen scheinen, denn sie lächeln sowohl mich, als auch sich gegenseitig an.<br />
Der Besuch in dem kleinen „Café Rennstrecke“ wird zumindest in den Sommermonaten zu einem kleinen Ritual für uns und ich bekomme dann immer meinen Eisbecher.<br />
Eines Tages jedoch, ich glaube es könnte der folgende Sommer gewesen sein, wollen wir vorbei gehen, aber ich hätte gerne ein Eis.<br />
„Du bist doch jetzt schon ein großes Mädchen“, erklärt mir mein Opa. „Geh doch hinein und hole dir dein Eis. Hier hast du das Geld.“<br />
Mein Opa drückt mir einige Pfennige in die Hand und ich öffne die Tür. Bereits beim Eintreten verlässt mich ein bisschen der Mut, denn ich stehe plötzlich vor der Eistheke, in der es verschiedene Sorten Eis gibt.<br />
„Welches Eis möchtest du denn gerne?“, werde ich freundlich gefragt.<br />
Leider kann sich die Bedienung nicht erinnern, welches Eis ich immer im Vorjahr verspeist habe. Ich allerdings auch nicht. Also versuche ich es zu beschreiben.<br />
„Ich habe immer so weißes Eis gegessen.“<br />
„Das war dann wahrscheinlich dieses Vanilleeis“, werde ich aufgeklärt. &#8222;Möchtest du es im Becher oder in der Waffel?“<br />
„Ja, eine Waffel war auch dabei!“, erkläre ich und schon stehe ich mit einem Waffeleis da.<br />
„Das sah aber immer anders aus!“, starte ich noch einen letzten, allerdings erfolglosen Versuch.<br />
„Ich habe aber sonst kein weißes Eis, &#8211; nur noch das rötliche Erdbeereis und das braune Schokoladeneis!“<br />
„Na gut!“, gebe ich mich geschlagen und marschiere zu meinem Opa nach draußen, der mir ebenfalls bestätigt, dass dieses Etwas in meiner Waffel Eis ist. Ich schlecke vor mich hin und stelle fest, dass es kalt ist und ganz anders schmeckt als das Eis, das ich im Vorjahr immer im Café drinnen gegessen habe.<br />
Am Abend werde ich wieder von meinen Eltern abgeholt.<br />
„Was ist denn mit dir los, Astrid?“, erkundigt sich meine Mutter. „Warum fasst du dir immer an den Bauch?“<br />
„Ich habe Bauchweh, Mama!“, sage ich und verziehe mein Gesicht, um mich gleich darauf zu übergeben.<br />
„Was habt ihr denn heute gegessen?“, will meine Mutter von meinem Opa wissen.<br />
„Ein paar Nudeln mit Soße!“, erwidert Opa.<br />
„Das isst sie doch immer gerne, was hat sie denn sonst noch gegessen?“<br />
„Ein Eis, das sah auch ganz komisch aus!“, erkläre ich meiner Mutter.<br />
„Sie hat ein ganz normales Eis gegessen“, erzählt jetzt mein Opa. „Allerdings war es dieses Mal tatsächlich Eis und keine Sahne, wie letztes Jahr immer.“<br />
„Ah, dann hat sie das wohl nicht so ganz vertragen“, schlussfolgert meine Mutter und ich beschließe nie wieder Eis zu essen.<br />
Das halte ich auch eisern durch, denn meine Übelkeit von damals konnte nur mit dem Eis zusammenhängen, denke ich mir so.<br />
Jahre später, ich war bereits ein Schulkind, fragt mich meine Freundin:<br />
„Wollen wir Eisessen gehen?“<br />
„Ich mag eigentlich kein Eis, davon wird mir schlecht!“, erzähle ich.<br />
„Das ist doch Quatsch! Eis ist super lecker! Los komm, wir holen uns jeder eine Kugel!“<br />
Ich will ja nicht als Feigling dastehen, also beschließe ich mir auch eine Kugel Eis zu gönnen. &#8222;Aber welche Sorte soll ich wählen? Ich weiß doch überhaupt nicht wie die verschiedenen Sorten schmecken&#8220;, überlege ich hin und her.<br />
„Schokolade mag ich, also muss doch Schokoladeneis auch lecker schmecken“, sage ich in meinen Gedanken zu mir selbst.<br />
Und wie es schmeckt, stelle ich gleich darauf fest. Einfach toll! Und ich muss mich auch nicht mehr  übergeben, also kann ich es wieder und wieder essen. Von nun an esse ich immer Schokoladeneis und liebe es!<br />
Es ist mein absolutes Lieblingseis und das bleibt es auch die ganzen vielen Jahre meines Lebens. Gut, mit den Jahren ist die eine oder andere Sorte noch dazu gekommen. Allerdings zu meinen Favoriten gehört immer noch Schokoladeneis, kombiniert mit Zitroneneis. Mmmh! Lecker! Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Ich muss mir schnell einen Eisbecher mit diesen beiden Sorten gönnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>An dieser Stelle möchte ich mich heute recht herzlich für Eure treuen Besuche auf meinem Blog und Eure lieben und interessanten Kommentare bedanken. Ich bin immer bemüht Euch allen zu antworten und lese bei Euch allen sehr gerne. Ich freue mich auch weiterhin auf unsere gegenseitigen Besuche!!!</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Alles Liebe und Gute</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Eure Astrid</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch noch das lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-familien-b-c-2/">Das Familien-A B C</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
<p>*Heute existiert der Schottenring in dieser Form nicht mehr.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>13</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">3358</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
