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	<title>Abschied &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Annas Wunsch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jan 2021 22:02:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Abendbrot]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[glücklich]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<category><![CDATA[Park]]></category>
		<category><![CDATA[Schlingel]]></category>
		<category><![CDATA[Tochter]]></category>
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					<description><![CDATA[Bea ist alleinerziehend und macht am Sonntagnachmittag mit ihrer kleinen Tochter Anna einen Spaziergang durch den Stadtpark. Viele Kinder sind mit ihren Familien unterwegs. Die junge Frau weiß, dass ihre Tochter ebenfalls gerne mit Opa Kurt und Oma Martha zusammen wäre, zumal dies ihre einzigen lebenden Großeltern sind. Leider ist das nicht so einfach, denn die Beiden wohnen mehrere hundert Kilometer entfernt und ein Treffen muss daher immer genau und von langer Hand geplant sein. Im Vierwochenrhythmus klappt das zwar ganz gut, ist aber immer mit erheblichem Aufwand verbunden. Mal kommen die Großeltern zu Bea und Anna und mal fahren diese mit dem Zug zu Opa und Oma. Anna hat große Sehnsucht nach ihnen. Die Vierjährige fragt oft, wann sie sich wiedersehen und ist jedesmal traurig, wenn es Abschiednehmen heißt. So wie heute. Gerade sind Kurt und Martha wieder gefahren.  „Dieser Spaziergang sollte eigentlich zur Ablenkung dienen, aber der Anblick von anderen Familien macht uns Beide irgendwie traurig,“, denkt Bea. „Ja, ein bisschen Neid ist schon dabei“, gesteht sie sich ein, „aber an manchen Situationen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bea ist alleinerziehend und macht am Sonntagnachmittag mit ihrer kleinen Tochter Anna einen Spaziergang durch den Stadtpark. Viele Kinder sind mit ihren Familien unterwegs. Die junge Frau weiß, dass ihre Tochter ebenfalls gerne mit Opa Kurt und Oma Martha zusammen wäre, zumal dies ihre einzigen lebenden Großeltern sind. Leider ist das nicht so einfach, denn die Beiden wohnen mehrere hundert Kilometer entfernt und ein Treffen muss daher immer genau und von langer Hand geplant sein.</strong></p>
<p><span class="dropcap">I</span>m Vierwochenrhythmus klappt das zwar ganz gut, ist aber immer mit erheblichem Aufwand verbunden. Mal kommen die Großeltern zu Bea und Anna und mal fahren diese mit dem Zug zu Opa und Oma.<br />
Anna hat große Sehnsucht nach ihnen. Die Vierjährige fragt oft, wann sie sich wiedersehen und ist jedesmal traurig, wenn es Abschiednehmen heißt. So wie heute. Gerade sind Kurt und Martha wieder gefahren.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Dieser Spaziergang sollte eigentlich zur Ablenkung dienen, aber der Anblick von anderen Familien macht uns Beide irgendwie traurig,“, denkt Bea. „Ja, ein bisschen Neid ist schon dabei“, gesteht sie sich ein, „aber an manchen Situationen lässt sich wohl nichts ändern.“<br />
„Opa Kurt muss mir doch<span class="Apple-converted-space"> </span>von dem Vögelchen erzählen“, sagt die Kleine traurig, „ob es fliegen lernt!“<br />
„Das kann Opa dir morgen am Telefon berichten!“, versucht Bea ihre Tochter zu trösten.<br />
„Ich will, dass Opa und Oma bei mir sind! Das ist schön!“<br />
„Das verstehe ich, aber sie wohnen so weit weg und können nicht jeden Tag bei uns vorbeischauen“, versucht die Mutter zu erklären.<br />
Zum Glück wird Anna gerade durch einen kleinen Hund abgelenkt, der um ihre Beine herum springt.<br />
„Hallo Mäxchen!“, freut sich das Mädchen. „Wo ist dein Frauchen?“<br />
„Hier bin ich!“, ruft Frau Meyer, die ihrem Hündchen hinterher hechtet. „Dieser kleine Schlingel ist mir abgehauen. Wahrscheinlich hat er dich gesehen!“<br />
Anna freut sich und streichelt den Hund. Bea begrüßt Frau Meyer, die sie schon öfter zufällig getroffen haben und die immer gerne für ein Schwätzchen bereit ist. Die Seniorin lebt seit dem Tod ihres Mannes vor zwei Jahren alleine in einem kleinen Häuschen unweit von Bea und Anna.<br />
„Bist du auch eine Oma?“, fragt Anna ganz unvermittelt.<br />
„Oh, leider nein“, antwortet Frau Meyer.<br />
„Warum?“<br />
„Ach, weißt du, meine Tochter kann leider keine Kinder bekommen“, gibt die ältere Frau dem Mädchen zur Antwort.<br />
„Ich brauch noch eine Oma und ich bin ein Kind!“, gibt Anna schlagfertig zurück.<br />
Als Frau Meyer einen fragenden Blick zu Bea wirft, fühlt diese sich in Erklärungsnot. Die beiden Frauen unterhalten sich noch eine ganze Weile, während Anna sich mit Mäxchen beschäftigt.<br />
„Jetzt müssen wir aber nach Hause, es ist schon bald Abendbrotzeit“, fordert Bea ihre Tochter auf. „Wir wollen Frau Meyer nicht länger aufhalten.“<br />
„Ach, Sie halten mich nicht auf. Auf mich wartet niemand. Außerdem freue ich mich jedesmal, wenn ich Sie und Anna treffe. Wenn Sie nichts dagegen haben, dann können wir gemeinsam den Rückweg antreten. Immerhin wohnen wir ja nur eine Straßenecke entfernt von einander“, schlägt die Ältere von Beiden vor.<br />
So hüpft Anna fröhlich zwischen ihrer Mutter und Frau Meyer, die Mäxchen an der Leine hält, nach Hause. Zum Abschied gibt sie artig die Hand, so wie es ihr die Mutter gelernt hat.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Tschüss Oma Meyer!“, ruft sie und winkt ihr nach, bis diese die Haustür hinter sich geschlossen hat.<br />
An diesem Abend sitzt Frau Meyer noch lange in ihrem Lehnstuhl im Wohnzimmer und muss an das Gespräch im Stadtpark denken. Sie lächelt in sich hinein. Schon lange hat sie sich nicht mehr so glücklich gefühlt.<br />
„Ich glaube, das habe ich der kleinen Anna zu verdanken. Sie ist so herzerfrischend“, sagt sie sich selbst. Als sie dann im Bett liegt, steht ihr Entschluss fest, den sie auch am nächsten Tag in die Tat umsetzt.<br />
Am frühen Nachmittag greift sie zum Telefon und wählt die Nummer, die Annas Mutter ihr gegeben hat.<br />
„Hallo, hier ist Ilse Meyer. Ich hoffe, ich störe nicht.“<br />
„Nein, nein, gewiss nicht!“<br />
„Es ist mir fast ein bisschen peinlich“, beginnt die ältere Dame und merkt, dass ihr Herz schneller und aufgeregt zu klopfen beginnt. Sie räuspert sich, bevor sie fortfährt.<br />
„Ich wäre gerne Annas Oma, &#8211; ich meine natürlich Ersatzoma &#8211; und auch nur, wenn Sie damit einverstanden sind. Ich könnte mich um Anna kümmern, wenn Sie wichtige Termine haben oder auch nur mal ein wenig entspannen wollen. Ich mach das gerne…“<br />
„Oh, daran habe ich auch schon gedacht. Ihnen würde ich meine Tochter<span class="Apple-converted-space">  </span>gerne anvertrauen, denn Anna und ich mögen Sie wirklich sehr“, gesteht Bea und gibt gleich zu bedenken: „Ich weiß aber nicht, ob ich mir das leisten kann.“<br />
„Nein, nein“, protestiert Frau Meyer sofort. „Omas nehmen doch kein Geld! Außerdem würden Sie mich damit sehr glücklich machen!“</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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		<title>Die Brücke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 17:14:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Antwort]]></category>
		<category><![CDATA[Brücke]]></category>
		<category><![CDATA[Kennenlernen]]></category>
		<category><![CDATA[Luft]]></category>
		<category><![CDATA[Service]]></category>
		<category><![CDATA[Symbol]]></category>
		<category><![CDATA[Umleitung]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute ist Isabell zum Adventsbesuch bei ihren Eltern. Sie hat leckeren Kuchen und selbstgebackene Weihnachtsplätzchen mitgebracht. Die Mutter hat bereits den Tisch gedeckt und der Vater brüht gerade den Kaffee nach altgewohnter Manier auf. Zu besonderen Anlässen lässt er die Kaffeemaschine stehen und holt Omas Sonntagsservice heraus. Das macht er schon solange Isabell denken kann und das wird er wohl auch nie mehr ändern. Seitdem sie vor nunmehr fast fünfzehn Jahren aus dem Elternhaus ausgezogen ist, gehören alle ihre regelmäßigen Besuche ebenfalls zu den besonderen Anlässen. Auch wenn diese im wöchentlichen Abstand erfolgen. „Es tut mir leid, dass ich mich heute verspätet habe“, sagt Isabell, „aber es sind seit heute Brückenbauarbeiten auf meiner Fahrstrecke hierher im Gange. Also gab es eine Umleitung, die für mich allerdings einen Umweg bedeutet hat.“ „Ach ja“, nickt der Vater. „Ich habe davon in der Zeitung gelesen.“ „Stimmt“, erinnert sich auch die Mutter. „Eigentlich wollte ich dich bei unserem Telefongespräch gestern darauf aufmerksam machen, aber irgendwie haben wir uns so verplappert, dass ich es dann vergessen habe.“ „Die Sanierung dieser &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute ist Isabell zum Adventsbesuch bei ihren Eltern. Sie hat leckeren Kuchen und selbstgebackene Weihnachtsplätzchen mitgebracht. Die Mutter hat bereits den Tisch gedeckt und der Vater brüht gerade den Kaffee nach altgewohnter Manier auf. Zu besonderen Anlässen lässt er die Kaffeemaschine stehen und holt Omas Sonntagsservice heraus. Das macht er schon solange Isabell denken kann und das wird er wohl auch nie mehr ändern.</strong></p>
<p><span class="dropcap">S</span>eitdem sie vor nunmehr fast fünfzehn Jahren aus dem Elternhaus ausgezogen ist, gehören alle ihre regelmäßigen Besuche ebenfalls zu den besonderen Anlässen. Auch wenn diese im wöchentlichen Abstand erfolgen.<br />
„Es tut mir leid, dass ich mich heute verspätet habe“, sagt Isabell, „aber es sind seit heute Brückenbauarbeiten auf meiner Fahrstrecke hierher im Gange. Also gab es eine Umleitung, die für mich allerdings einen Umweg bedeutet hat.“<br />
„Ach ja“, nickt der Vater. „Ich habe davon in der Zeitung gelesen.“<br />
„Stimmt“, erinnert sich auch die Mutter. „Eigentlich wollte ich dich bei unserem Telefongespräch gestern darauf aufmerksam machen, aber irgendwie haben wir uns so verplappert, dass ich es dann vergessen habe.“<br />
„Die Sanierung dieser Brücke wird eine ganze Weile dauern“, fügt ihr Gatte hinzu. „Aber diese Verbindung ist sehr wichtig, denn sie überwindet ein natürliches Hindernis, nämlich den Fluss.“<br />
„Ja, Brücken verbinden….“, flüstert Isabells Mutter fast andächtig und springt unvermittelt auf.<br />
Weder Vater noch Tochter können dieses Verhalten deuten. Sie schauen ihr stirnrunzelnd nach, nehmen aber gleich wieder ihr Gespräch auf und kommen vom Hundertsten ins Tausendste. Selbst nach einer gefühlten Ewigkeit kommt die Mutter nicht mehr zurück ins Wohnzimmer.<br />
„Ich gehe mal nach ihr schauen. Ich habe das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Vielleicht ist ihr schlecht geworden“, mutmaßt Isabell.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Auch der Vater ist inzwischen beunruhigt und geht mit seiner Tochter auf die Suche. Weder in der Küche, noch im Bad oder im Schlafzimmer gibt es eine Spur von der Mutter. Als sie die Tür zu ihrem Nähzimmer öffnen, finden sie dieses ebenfalls leer vor.<br />
„Möglicherweise ist ihr tatsächlich schlecht und sie ist an die frische Luft gegangen“, überlegt der ältere Herr. Angst spiegelt sich auf seinem Gesicht wider, die sich noch mehr verstärkt als sie auch im Garten nicht fündig werden.<br />
„Marie!“, ruft er mit zittriger Stimme. „Wo bist du denn nur?“<br />
„Hier oben, Toni!“, schallt es plötzlich zurück.<br />
„Wo?“<br />
„Na hier, auf dem Dachboden!“, ruft die Mutter aus der kleinen Dachluke. „Ich hab’s! Ich hab es gefunden!“<br />
„Was hast du gefunden?“, fragen Vater und Tochter wie aus einem Munde, als sie die Tür zum Dachraum öffnen und die Mutter kniend vor einer Truhe vorfinden.<br />
„Das hier! Ich wusste, dass ich es nicht weggeworfen habe.“<br />
„Deshalb durchforstest du den halben Dachboden?“, schüttelt ihr Ehemann den Kopf.<br />
Auch Isabell versteht die Welt nicht mehr. „Das ist ein alter Postkartenblock, der schon ganz vergilbt ist. Den kannst du entsorgen!“<br />
„Wer benutzt heutzutage noch solche Postkarten?! Marie, du hebst doch sonst nicht derartigen Müll auf.“<br />
„Das ist kein Müll, Toni!“, empört sich seine Frau. „Kannst du dich noch an Ute erinnern?“<br />
„Welche Ute?“, will nun auch die Tochter wissen. „Ich habe noch nie etwas von einer Ute gehört.“<br />
„Das war ja auch noch vor deiner Geburt.“<br />
„Ach, meinst du Ute und Franz?“, ereilt den Vater ein Geistesblitz. „Die Zwei haben sich doch scheiden lassen und Ute ist dann wieder in ihre alte Heimat gezogen.&#8220;<br />
„Genau“, bestätigt Marie. „Und beim Abschied hat sie mir diesen symbolträchtigen Postkartenblock geschenkt.“<br />
Isabell und ihr Vater betrachten den besagten Gegenstand mit wachsender Neugier.<br />
„Symbolträchtig?! Oh ja! Das kann man wohl sagen“, gibt Isabell zu.<br />
„Brücken!“, schlägt sich Toni gegen die Stirn. „Die Verbindung zwischen euch sollte nicht abbrechen!“<br />
„Und?!“<br />
„Naja, es waren einmal zehn Karten. Drei fehlen. Diese habe ich geschrieben, dann ist die Verbindung doch irgendwie abgebrochen. Das ist sehr schade, aber nachdem jahrelang Funkstille zwischen uns geherrscht hatte, habe ich mich nie wieder getraut. Vielleicht erinnert sie sich gar nicht mehr an mich oder sie will von mir nichts mehr wissen.“<br />
„Möglicherweise traut sie sich aber auch nicht den ersten Schritt zu machen“, erwägt Toni.<br />
„Du solltest ihr eine Brücke bauen!“, schlägt Isabell ihrer Mutter vor. &#8222;Die Adventszeit ist doch ein schöner Anlass.&#8220;<br />
„Ja, ihr habt Recht! Das ist eine gute Idee, die ich auch gleich in die Tat umsetzen sollte.“<br />
Am Abend fährt Isabell wieder nach Hause, doch zuvor wirft sie einen dicken Brief in den Briefkasten der Hauptpost. Hierin befinden sich zwei Brückenmotiv-Postkarten. Eine der beiden Karten ist schon frankiert und mit der Anschrift von Marie versehen. Isabell hofft, dass ihre Mutter von der ehemaligen Freundin eine Antwort erhält. Vielleicht kann sie diese Ute dann auch einmal kennenlernen. Wer weiß?!</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><a href="https://lifetellsstories.de/geruempel-oder-kostbarkeiten/">Gerümpel oder Kostbarkeiten?</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Alt und vergessen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2020 09:47:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Besuch]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Pfütze]]></category>
		<category><![CDATA[Spielfeld]]></category>
		<category><![CDATA[vergessen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich weiß ja, dass man Dinge und leider auch Menschen vergessen kann, aber ich habe mir nie bewusst gemacht, dass auch mir so etwas passieren könnte. Mich jedenfalls hat man vergessen. Und das kam so: Ich war der beste Freund von Florian. Er holte mich jeden Tag ab und dann ging es auf den Sportplatz. Dort traf er sich mit Alex, seinem Kumpel. Wir Drei waren ein Team und spielten Fußball. Was auch sonst? Gut, mit einem Ball kann man auch Handball spielen, aber ich heiße ja ausdrücklich „Fußball“, weil ich gekickt werden will. Ich brauche den Jubel, wenn ich ins Tor gehe. Das klingt für mich so, wie für andere Musik. Wir waren glücklich miteinander,- bis zu jenem Tag. „So, alter Kumpel“, sagte Florian neulich zu mir. „Heute gehen wir das letzte Mal gemeinsam zum Sportplatz hier im Dorf. Dann geht es in die Stadt.“ Wie ich aus den Gesprächen zwischen Florian und Alex heraushören konnte, wollte mein Freund mit seiner Familie umziehen. Während Alex das mit großem Bedauern aufgenommen hat, war es mir &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich weiß ja, dass man Dinge und leider auch Menschen vergessen kann, aber ich habe mir nie bewusst gemacht, dass auch mir so etwas passieren könnte. Mich jedenfalls hat man vergessen. Und das kam so:</strong></p>
<p><span class="dropcap">I</span>ch war der beste Freund von Florian. Er holte mich jeden Tag ab und dann ging es auf den Sportplatz. Dort traf er sich mit Alex, seinem Kumpel. Wir Drei waren ein Team und spielten Fußball. Was auch sonst? Gut, mit einem Ball kann man auch Handball spielen, aber ich heiße ja ausdrücklich „Fußball“, weil ich gekickt werden will. Ich brauche den Jubel, wenn ich ins Tor gehe. Das klingt für mich so, wie für andere Musik.<br />
Wir waren glücklich miteinander,- bis zu jenem Tag.<br />
„So, alter Kumpel“, sagte Florian neulich zu mir. „Heute gehen wir das letzte Mal gemeinsam zum Sportplatz hier im Dorf. Dann geht es in die Stadt.“<br />
Wie ich aus den Gesprächen zwischen Florian und Alex heraushören konnte, wollte mein Freund mit seiner Familie umziehen. Während Alex das mit großem Bedauern aufgenommen hat, war es mir eigentlich egal. Ich dachte, dass Florian sicher in der neuen Heimat auch mit mir und einem anderen Freund zum Kicken gehen würde.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Doch dann gab ihm Alex ein Abschiedsgeschenk.<br />
„Hier, für dich. Immerhin ist dein alter Fußball schon ziemlich abgenutzt. Vergiss mich nicht und lass dich ab und zu mal wieder hier blicken.“<br />
„Oh, super!“, jubelte Florian. „Ich werde immer an dich denken, wenn ich mit dem Neuen trainiere.“<br />
Ja, was soll ich sagen? Sie legten mich an den Rand des Spielfeldes und kickten mit dem Neuen. Aber es kam noch schlimmer. Am Abend als sie sich verabschiedeten, vergass mich Florian mit nach Hause zu nehmen.<br />
„Das war es dann also“, dachte ich so bei mir.&#8220;Ich habe ausgedient.&#8220;<br />
Ich war traurig, einfach so abgelegt zu werden.<br />
In der Nacht kam Wind auf, um nicht zu sagen, es stürmte. So rollte ich auf dem Fußballplatz hin und her. Das war ja eigentlich ganz nett, aber ich war allein. Außerdem begann es zu regnen. Gegen Morgen ließen Wind und Regen nach und als die Sonne aufging, kam ich in einer Pfütze zum Liegen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Was wird mir wohl dieser Tag bescheren?“, fragte ich mich und jammerte still und leise vor mich hin.<br />
Die Sonne trocknete die Pfütze, in der ich lag. Auch ich war inzwischen wieder trocken, als ich Stimmen hörte. Ein paar fremde Jungs kamen vorbei.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Hey, da liegt ein Fußball!“, rief einer von ihnen aus.<br />
„Der sieht ja schon ganz schön ramponiert aus. Wurde wahrscheinlich viel benutzt“, meinte der andere und hob mich auf. „Aber Luft hat er noch und scheint auch so noch in Ordnung zu sein. Lass ihn uns mal ausprobieren!“<br />
Ja, und nun wurde ich wieder hin und her gekickt. Das machte nicht nur mir, sondern auch den Jungs Spaß.<br />
Aber das ist nicht alles, was an diesem Tag geschah. Plötzlich erschienen nacheinander noch zwei Jungs. Zuerst kam Florian.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ha“, freute ich mich. „Er hat bemerkt, dass er mich vergessen hat und will mich nun holen.“<br />
Und dann kam auch noch Alex.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Hey, kommt her und spielt mit!“, riefen ihnen die Jungs auf dem Spielfeld zu. Jetzt klopften sich Alex und Florian freundschaftlich gegenseitig auf die Schultern, sozusagen als Abschiedsgruß. Dann wandte sich Florian zum Gehen, doch ich konnte seine letzten Worte noch verstehen:<br />
„Machs gut! Ich komme immer wieder mal zu Besuch. Halte unseren alten Fußball in Ehren. Und nun lauf schon und kicke mit den Jungs dort!“<br />
„Mach ich!“, nickte Alex. „Bis bald!“<br />
Kurz darauf spürte ich seinen Fuß, der mich auf direktem Weg ins Tor beförderte. Es war ein tolles Spiel und half Alex und mir die Traurigkeit über Florians Wegzug zu verarbeiten. Am Abend hob mich Alex auf und trug mich mit nach Hause.<br />
„Bis morgen!“, riefen ihm die Jungs zu. „Gleicher Ort, gleiche Zeit! Und vergiss den alten guten Fußball nicht!“</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/pirat-schorsch/">Pirat Schorsch</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Abschied</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/abschied/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/abschied/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2019 20:36:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Bein]]></category>
		<category><![CDATA[Freund]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Vergangenheit]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Ich will hinaus in den Garten, dort werde ich auf ihn warten. Lange schon habe ich ihn nicht mehr gesehen, ich verstehe nicht, was ist nur geschehen. &#160; Wir waren Kumpels eine lange Zeit, doch das ist nun Vergangenheit. Er wohnte dort drüben in des Nachbars Haus, stets auf der Suche nach einem Schmaus. &#160; Um hier meine Milch zu trinken, musste er auf drei Beinen hinken. Geduldig zu warten war seine Strategie, bis mein Frauchen gab ihm ein Leckerlie. &#160; Wir waren Freunde auf Distanz, auf der Hut, aber mit  Akzeptanz. Er kommt nicht mehr auf seinen drei Beinen, um zu fressen aus dem Napf, dem Meinen. &#160; Er ist bestimmt gut aufgehoben, dort im Katzenhimmel, ganz oben. Will mich in Gedanken von ihm verabschieden, denn er schläft nun für immer ganz in Frieden. &#160; Tschüss Dreibein! &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Dreibein &#38; Co Ungebetener Besuch Katzenalarm &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Ich will hinaus in den Garten,</p>
<p style="text-align: center;">dort werde ich auf ihn warten.</p>
<p style="text-align: center;">Lange schon habe ich ihn nicht mehr gesehen,</p>
<p style="text-align: center;">ich verstehe nicht, was ist nur geschehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Wir waren Kumpels eine lange Zeit,</p>
<p style="text-align: center;">doch das ist nun Vergangenheit.</p>
<p style="text-align: center;">Er wohnte dort drüben in des Nachbars Haus,</p>
<p style="text-align: center;">stets auf der Suche nach einem Schmaus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Um hier meine Milch zu trinken,</p>
<p style="text-align: center;">musste er auf drei Beinen hinken.</p>
<p style="text-align: center;">Geduldig zu warten war seine Strategie,</p>
<p style="text-align: center;">bis mein Frauchen gab ihm ein Leckerlie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Wir waren Freunde auf Distanz,</p>
<p style="text-align: center;">auf der Hut, aber mit<span class="Apple-converted-space">  </span>Akzeptanz.</p>
<p style="text-align: center;">Er kommt nicht mehr auf seinen drei Beinen,</p>
<p style="text-align: center;">um zu fressen aus dem Napf, dem Meinen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Er ist bestimmt gut aufgehoben,</p>
<p style="text-align: center;">dort im Katzenhimmel, ganz oben.</p>
<p style="text-align: center;">Will mich in Gedanken von ihm verabschieden,</p>
<p style="text-align: center;">denn er schläft nun für immer ganz in Frieden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2960 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01688-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01688-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01688-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01688-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01688-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01688.jpg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="text-align: center;">Tschüss Dreibein!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/dreibein-co-2/">Dreibein &amp; Co</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ungebetener-besuch/">Ungebetener Besuch</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/katzenalarm/">Katzenalarm</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Sommerabschiedsgruß</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2016 05:51:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was]]></category>
		<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
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		<category><![CDATA[Dankbarkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
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					<description><![CDATA[Da ich erst Sonntagnacht von Rhodos zurückgekommen bin, wo ich einen strahlend blauen Himmel und ein tolles blaues Meer zurückgelassen habe, fiel mir jetzt der deutliche Herbstanfang in Deutschland doch etwas schwer. So musste ich nun auch für mich innerlich Abschied nehmen vom Sommer. Daher war es mir ein Bedürfnis, dies mit diesem Gedicht zu tun und noch einen Sommerabschiedsgruß in die Runde zu schicken. Ich stehe hier und mein Blick schweift umher, oh, wie ich liebe Sonne, Strand und Meer. Blau bis zum Horizont, wo Himmel und Meer sich küssen, oh, wie werde ich dies alles hier vermissen. Still und leise seufze ich tief in mich hinein, ach, könnt’ ich doch nehmen alles mit nach Daheim. Ich dank dem Himmel für Ruhe, Frieden und der Blüten Duft, atme ein, die mit Glück durchströmte Luft. Des Sommers unvergleichbar strahlenden Glanz, schließe ich in meinem Herzen ein, voll und ganz. Obwohl innerlich eine leise Ahnung von Herbst mich umweht, die Erinnerung an eine Zeit voller Wärme und Freude mit mir geht. Daraus erwächst auch in der &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Da ich erst Sonntagnacht von Rhodos zurückgekommen bin, wo ich einen strahlend blauen Himmel und ein tolles blaues Meer zurückgelassen habe, fiel mir jetzt der deutliche Herbstanfang in Deutschland doch etwas schwer. So musste ich nun auch für mich innerlich Abschied nehmen vom Sommer. Daher war es mir ein Bedürfnis, dies mit diesem Gedicht zu tun und noch einen Sommerabschiedsgruß in die Runde zu schicken.</strong></p>
<p>Ich stehe hier und mein Blick schweift umher,<br />
oh, wie ich liebe Sonne, Strand und Meer.<br />
Blau bis zum Horizont, wo Himmel und Meer sich küssen,<br />
oh, wie werde ich dies alles hier vermissen.</p>
<p>Still und leise seufze ich tief in mich hinein,<br />
ach, könnt’ ich doch nehmen alles mit nach Daheim.<br />
Ich dank dem Himmel für Ruhe, Frieden und der Blüten Duft,<br />
atme ein, die mit Glück durchströmte Luft.</p>
<p>Des Sommers unvergleichbar strahlenden Glanz,<br />
schließe ich in meinem Herzen ein, voll und ganz.<br />
Obwohl innerlich eine leise Ahnung von Herbst mich umweht,<br />
die Erinnerung an eine Zeit voller Wärme und Freude mit mir geht.</p>
<p>Daraus erwächst auch in der kalten Jahreszeit,<br />
in mir Dankbarkeit, Hoffnung und Zufriedenheit.<br />
Wenn dann des Herbstwindes Hauch mir flüstert zu,<br />
fühl ich mich gut und lieb auch ihn im Nu.</p>
<p>Deshalb denk ich: Mensch sei gerecht,<br />
auch die kalte Jahreszeit hat ihr Recht.<br />
Hauptsache in deinem Herzen die Sonne scheint,<br />
egal, ob der Himmel lacht oder weint.</p>
<p>Ade lieber Sommer, willkommen Herbst, ich nun sage,<br />
es gibt keinerlei Grund für mich zur Klage.<br />
Du entschädigst mich mit des Baumes bunten Blättern,<br />
auch wenn jetzt die Temperaturen stark nach unten klettern.</p>
<p>Selbst der Winter kann mich nicht mehr schocken,<br />
fallen doch vom Himmel die herrlichen weißen Flocken.<br />
Wenn dann mit der Frühlingssonne die Natur wieder erwacht,<br />
schon bald mir der erste strahlende Sommertag fröhlich entgegen lacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hier, da und dort</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Nov 2014 09:09:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Bangkok]]></category>
		<category><![CDATA[Bayoke Tower]]></category>
		<category><![CDATA[Fußmassage]]></category>
		<category><![CDATA[Hausmannskost]]></category>
		<category><![CDATA[Lichter]]></category>
		<category><![CDATA[Massage]]></category>
		<category><![CDATA[pulsierende Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser Abschied von Bangkok nähert sich in riesengroßen Schritten. Die Zeit vergeht immer ziemlich schnell. Wahrscheinlich liegt es daran, weil hier so viel Andersartige auf uns einströmt. Irgendwie taucht man tatsächlich in eine andere Welt ein, obwohl der sogenannte Kulturschock, der sich bei jedem Europäer zunächst einmal einstellt, bei unseren häufigen Besuchen in der thailändischen Hauptstadt schon längst verflogen ist. Vieles, worüber sich vielleicht ein Neuankömmling verwundert, was ihm befremdlich oder unverständlich vorkommt, ist für uns hier an diesem Ort inzwischen einfach selbstverständlich geworden, beziehungsweise aus Bangkoks Leben und Treiben nicht mehr wegzudenken. „Möchtest du noch etwas Bestimmtes unternehmen, bevor wir übermorgen in aller Frühe zum Flughafen müssen?“, fragt mich Peter, als wir gerade unser heißgeliebtes Gericht „Stir fried chicken with cashewnuts“ serviert bekommen, aus dem wir erst einmal die getrockneten Chilischoten entfernen (die haben es nämlich höllisch in sich). „Eigentlich schon“, erkläre ich Peter. „Aber wir sind ja gerade beim Essen.“ Da er mich etwas verwundert anschaut und scheinbar zu einer weiteren Frage ansetzt, füge ich hinzu: „Ich würde gerne einmal zu Otto!“ „Welcher &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser Abschied von Bangkok nähert sich in riesengroßen Schritten. Die Zeit vergeht immer ziemlich schnell. Wahrscheinlich liegt es daran, weil hier so viel Andersartige auf uns einströmt. Irgendwie taucht man tatsächlich in eine andere Welt ein, obwohl der sogenannte Kulturschock, der sich bei jedem Europäer zunächst einmal einstellt, bei unseren häufigen Besuchen in der thailändischen Hauptstadt schon längst verflogen ist. Vieles, worüber sich vielleicht ein Neuankömmling verwundert, was ihm befremdlich oder unverständlich vorkommt, ist für uns hier an diesem Ort inzwischen einfach selbstverständlich geworden, beziehungsweise aus Bangkoks Leben und Treiben nicht mehr wegzudenken.</strong></p>
<p>„Möchtest du noch etwas Bestimmtes unternehmen, bevor wir übermorgen in aller Frühe zum Flughafen müssen?“, fragt mich Peter, als wir gerade unser heißgeliebtes Gericht „Stir fried chicken with cashewnuts“ serviert bekommen, aus dem wir erst einmal die getrockneten Chilischoten entfernen (die haben es nämlich höllisch in sich).<br />
„Eigentlich schon“, erkläre ich Peter. „Aber wir sind ja gerade beim Essen.“<br />
Da er mich etwas verwundert anschaut und scheinbar zu einer weiteren Frage ansetzt, füge ich hinzu:<br />
„Ich würde gerne einmal zu Otto!“<br />
„Welcher Otto?“<br />
„Na, zu <strong>d e m</strong> Otto halt!“<br />
„Ach“, meinem Mann geht anscheinend ein Licht auf. „<strong>D e n</strong> meinst du! Du willst also in Ottos Schwarzwaldstube. Da müssen wir ins Sukumvitviertel. Klar machen wir.“<br />
„Bei Otto“ liegt in der Sukumvit Soi 20 und hat eine eigene Bäckerei und Metzgerei, wo man deutsches Brot, Kuchen, Weihnachtsplätzchen, aber auch Wurst etc. kaufen kann. Seine Speisekarte ist voll mit deutscher Hausmannskost, wie z. B. Rindsroulade, Schnitzel, Eisbein, Frikadelle….<br />
„Da braucht der Deutsche in Thailand also nicht auf sein geliebtes Schnitzel zu verzichten“, denke ich mir so.<br />
Als wir eintreten, fallen mir eigentlich mehrere Sachen gleichzeitig auf, die an diesem Ort, in dieser Stadt sowohl ein ungewohntes Bild als auch ein Stückchen Heimat und Gemütlichkeit vermitteln. So bedienen hier Thailänderinnen im Dirndl, es hängen Hirschgeweihe an der Wand, auf dem Tresen stehen Bierkrüge und die Einrichtung ist eher rustikal im Sinne einer Bierkneipe in Deutschland.<br />
Wir nehmen an der Bar Platz, bestellen Bier und eine Currywurst, die wir uns teilen, weil wir ja schon gespeist haben, aber uns die Freude hier in diesem deutschen Lokal nicht nehmen wollen. Was mir jedoch am Besten schmeckt, ist das leckere Brot und der Griebenschmalz, den jeder Gast serviert bekommt.<br />
„Hätte ich das gewusst“, sage ich zu Peter, „hätte ich auf die Currywurst verzichtet. Das Brot ist ganz lecker!“<br />
„Eben typisch deutsches Brot!“, meint mein Göttergatte.<br />
„Ja“, denke ich, „und genau das habe ich wahrscheinlich vermisst ohne es zu wissen.“<br />
Mein Blick schweift umher und ich stelle fest, dass bestimmt nur die Hälfte der Besucher Farangs sind. Das Restaurant scheint auch von den Thailändern angenommen zu werden, denn diese sind hier ziemlich gut vertreten. Die Wände sind mit hunderten von kleinen Bilderrahmen quasi schon tapeziert, in denen Fotos von Gästen stecken. Einige Prominente scheinen wohl auch schon unter den Gästen gewesen zu sein, in den vielen Jahren, die Ottos Kneipe hier in Bangkok existiert. So finde ich ein Foto vom jungen Heiner Lauterbach, von Gunther Gabriel, Manfred Krug und Lothar Spät und, und, und. Wir bleiben nicht so sehr lange, denn wir haben noch einiges vor heute Nacht.<br />
So führt uns unser Weg vorbei an bereits weihnachtlich geschmückten und prunkvoll erleuchteten meterhohen Tannenbäumen, Lichtergirlanden und über und über mit Lichtern geschmückten Eingängen von großen modernen Einkaufszentren und Fußgängerüberführungen.<br />
„Das sieht richtig toll aus!“, komme ich ins Schwärmen. „Einfach unbeschreiblich! Ich glaube die Thailänder, die eigentlich Buddhisten sind, lieben Weihnachten besonders, weil es eine Gelegenheit ist ihren Hang zum Kitsch ausleben zu können.“<br />
Sogar innerhalb dieser Zentren gibt es richtige Weihnachtsabteilungen, in denen man allen Schnick und Schnack rund um die Weihnachtsdekoration finden kann, &#8211; von Kitschig bis exklusiv. Selbst die Schaufensterpuppen sind weihnachtlich dekoriert mit bunten Kugeln und Weihnachtsmannmützen auf dem Kopf, was manchmal eher etwas lustig wirkt als besonders dekorativ. Sogar typische Weihnachtslieder wie „Jingle bells“ erklingen aus den Lautsprechern. Vor riesigen Weihnachtsengeln und vor von Rentieren gezogenen Schlitten kann man sich fotografieren lassen.<br />
„Und das im tropisch warmen und schwülen Bangkok!“, kommentiert Peter alles und setzt gleich noch hinzu: „Hoffentlich ist es in Deutschland noch nicht so extrem kalt, wenn wir nach Hause kommen.“<br />
„Und Schnee will ich eigentlich auch keinen“, setze ich hinzu. „Höchstens an drei Tagen: Die beiden Weihnachtsfeiertage und Silvester vielleicht noch. Danach darf es gerne wieder mit großen Schritten dem Sommer zugehen.“<br />
„Das erzähl mal lieber dem Petrus dort oben, ich heiße nur Peter und bin nicht für das Wetter zuständig!“, erklärt er mir grinsend.<br />
Nachdem er unser Auto aus dem Parkhaus hinaus chauffiert hat, fahren wir zum Baiyoke Tower, doch bevor wir diesen Turm erklimmen wollen, suchen wir noch einen Massagesalon auf.<br />
„Ich brauche jetzt unbedingt eine thailändische Fußreflexzonenmassage. Mir tun die Füße weh!“, stelle ich fest.<br />
Nachdem wir auf den Massageliegstühlen Platz genommen haben, &#8211; Peter bekommt zuvor eine weite Hose verpasst, bei mir erübrigt sich dies, da ich ein Kleid an habe, &#8211; werden erst einmal unsere Füße gewaschen. Das ist auch dringend nötig, denn in Sandalen oder Flipflops bleiben die Füße hier auf Bangkoks Straßen nicht gerade sauber. Dann geht es los. Eine Stunde lang werden unsere Füße und Beine, bis hinauf zum Knie massiert und Akupressurpunkte stimuliert. An den Zehen wird gezogenes es knackt und mit einem speziellen Holzstäbchen wird auf bestimmte Punkte auf der Fußsohle gedrückt , wobei unterschiedlichen Organen auch unterschiedliche Akupressurpunkte zugeordnet werden. Dazwischen werden die Füße immer wieder eingecremt und eingeölt. Manchmal muss ich lachen, wenn es an der Fußsohle oder zwischen den Zehen kitzelt, dann freut sich meine Masseurin und schickt mir ein freundliches Lächeln. Zum Schluss erhalten wir noch eine Kopfmassage und auch im Nacken und an den Armen werden einige Punkte durch Drücken stimuliert. Üblicherweise gibt es danach noch einen Tee, aber heute verzichten wir darauf, denn wir wollen ja weiter.<br />
„Das hat richtig gut getan und hat meinen müden, schmerzenden Füßen echt eine Linderung gebracht“, erklärt Peter und fügt mit frischem Elan hinzu: „Komm wir laufen das Stückchen zum Baiyoke Tower.“<br />
Dieser ist mit seinen über dreihundert Metern das höchste Gebäude Thailands. Wir fahren bis in die 84. Etage hoch, was man sich im Aufzug lieber nicht so genau vorstellt. Oben angekommen, fragt mich Peter:<br />
„Willst du mit nach draußen?“<br />
Man kann nämlich noch auf eine offene sich drehende Plattform weiter nach oben, doch das ist nichts für mich und meine Höhenangst und so lässt sich Peter alleine dort oben den Wind um die Nase wehen. Ich kann selbst hier in der 84. Etage nur vorsichtig an die Fenster herantreten. Doch ich versuche es zumindest kurzfristig für ein paar Fotos, danach trete ich einige Schritte von der Scheibe wieder zurück. Trotzdem eröffnet sich mir ein atemberaubender Blick über das nächtliche Bangkok. Obwohl wir schon gefühlte 100mal hier oben waren, ist diese Aussicht immer wieder toll. Was man von hier oben besonders gut erkennen kann und was ich am meisten faszinierend finde, ist der Blick auf die hellerleuchteten Straßen, dieses Über- und Untereinander und sich fast verknotende und verschlungene Ineinander dieser Straßen. Die vielen Lichter lassen Bangkok von hier oben sehr geheimnisvoll wirken. Was mag sich hinter all diesen Lichtern verbergen?</p>
<p>Dies ist sozusagen unser Abschiednehmen von Bangkok bis zum nächsten Mal, denn wir kommen wieder in diese lebendige und voller Leben und Treiben pulsierende Stadt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/11/1200px-DSC00984.jpg"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-230" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/11/1200px-DSC00984-150x150.jpg" alt="1200px-DSC00984" width="263" height="263" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/11/1200px-DSC00984-150x150.jpg 150w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/11/1200px-DSC00984-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 263px) 100vw, 263px" /></a></p>
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