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	<title>Weihnachten &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Stille Weihnachtszeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Dec 2023 16:11:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
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					<description><![CDATA[Am ersten Adventsmorgen fragt mich mein Göttergatte verwundert: „Wieso hast du meine Räuchermännchen nicht aufgestellt? Ich weiß, dass du kein großer Fan davon bist.“ „Oh, die habe ich vergessen“, sage ich schuldbewusst. „Das war wirklich keine Absicht. Ich hole sie sofort und stelle sie auf! &#8211; Bereite du bitte das Frühstück vor!“ Während ich alle Räuchermännchen auf den Kamin stelle, höre ich den Eierkocher summen. Plötzlich herrscht eine absolut verdächtige Stille. Verwundert schaue ich nach. Peter widmet sich hingebungsvoll einer künstlerischen Tätigkeit. „Du weißt, dass nicht Ostern, sondern Weihnachten vor der Tür steht“, lache ich und betrachte die individuell gestaltete Eiermannschaft.  &#160; &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Advent Besuch vom Nikolaus  Arme kleine Gans &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am ersten Adventsmorgen fragt mich mein Göttergatte verwundert:</p>
<p>„Wieso hast du meine Räuchermännchen nicht aufgestellt? Ich weiß, dass du kein großer Fan davon bist.“</p>
<p>„Oh, die habe ich vergessen“, sage ich schuldbewusst. „Das war wirklich keine Absicht. Ich hole sie sofort und stelle sie auf! &#8211; Bereite du bitte das Frühstück vor!“</p>
<p>Während ich alle Räuchermännchen auf den Kamin stelle, höre ich den Eierkocher summen. Plötzlich herrscht eine absolut verdächtige Stille. Verwundert schaue ich nach. Peter widmet sich hingebungsvoll einer künstlerischen Tätigkeit.</p>
<p>„Du weißt, dass nicht Ostern, sondern Weihnachten vor der Tür steht“, lache ich und betrachte die individuell gestaltete Eiermannschaft.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7874 size-medium" src="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_1048-300x225.jpeg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_1048-300x225.jpeg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_1048-1024x768.jpeg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_1048-768x576.jpeg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_1048-1536x1152.jpeg 1536w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2023/12/IMG_1048-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/advent/">Advent</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/besuch-vom-nikolaus/">Besuch vom Nikolaus </a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/arme-kleine-gans/">Arme kleine Gans</a></p>
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		<title>Von 0 auf 100</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2019 07:19:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[100]]></category>
		<category><![CDATA[Advent]]></category>
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		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[So geht es mir momentan. Ich fühle mich, als hätte mich jemand ins kalte Wasser geworfen. Ich muss nun von 0 auf 100 weihnachtliche Gefühle entwickeln.  „Wie kommt das?“, fragt Ihr. „Es ist bereits kurz vor dem 4. Advent. Da sollte man doch schon ein paar weihnachtliche Gefühle entwickelt haben“, sagt Ihr zu Recht. „Überall ist alles weihnachtlich dekoriert und schon lange kann man Plätzchen, Stollen und andere Leckereien für das Fest kaufen.“ „Das stimmt!“, gebe ich zu. „Allerdings habe ich in den letzten drei Wochen nichts oder nur sehr wenig davon mitbekommen. Nein, ich habe die Zeit nicht verschlafen, aber ich war trotzdem irgendwie nicht anwesend.“ Euer Stirnrunzeln sehe ich jetzt vor meinem geistigen Auge. Bestimmt denkt Ihr, ich rede wirres Zeug. Bei diesem Gedanken muss ich lächeln und will Euch erzählen, warum die Adventszeit ein bisschen an mir vorübergegangen ist. „Wir sind erst seit gestern wieder zurück in Deutschland und kämpfen momentan mit unserem Jetlag. Den Advent haben wir bisher in Thailand verbracht, da mein Mann dort zu einem Kongress war. Besonders im &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>So geht es mir momentan. Ich fühle mich, als hätte mich jemand ins kalte Wasser geworfen. Ich muss nun von 0 auf 100 weihnachtliche Gefühle entwickeln.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">„W</span>ie kommt das?“, fragt Ihr. „Es ist bereits kurz vor dem 4. Advent. Da sollte man doch schon ein paar weihnachtliche Gefühle entwickelt haben“, sagt Ihr zu Recht. „Überall ist alles weihnachtlich dekoriert und schon lange kann man Plätzchen, Stollen und andere Leckereien für das Fest kaufen.“</p>
<p>„Das stimmt!“, gebe ich zu. „Allerdings habe ich in den letzten drei Wochen nichts oder nur sehr wenig davon mitbekommen. Nein, ich habe die Zeit nicht verschlafen, aber ich war trotzdem irgendwie nicht anwesend.“</p>
<p>Euer Stirnrunzeln sehe ich jetzt vor meinem geistigen Auge. Bestimmt denkt Ihr, ich rede wirres Zeug. Bei diesem Gedanken muss ich lächeln und will Euch erzählen, warum die Adventszeit ein bisschen an mir vorübergegangen ist.</p>
<p>„Wir sind erst seit gestern wieder zurück in Deutschland und kämpfen momentan mit unserem Jetlag. Den Advent haben wir bisher in Thailand verbracht, da mein Mann dort zu einem Kongress war. Besonders im modernen Teil von Bangkok ist zu dieser Jahreszeit alles weihnachtlich geschmückt und erstrahlt im Lichterglanz. In den Malls, Hotels oder auf großen öffentlichen Plätzen stehen riesige Weihnachtsbäume, die Dekoration ist auf X-Mas abgestimmt, sogar Weihnachtslieder werden in englischer oder thailändischer Sprache gespielt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-6289 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4283-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4283-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4283-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4283-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4283-rotated.jpg 900w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-6290 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_E4370-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_E4370-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_E4370-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_E4370-1152x1536.jpg 1152w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_E4370-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_E4370.jpg 1200w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-6291 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4595-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4595-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4595-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4595-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4595.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6292 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4741-226x300.jpg" alt="" width="226" height="300" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4741-226x300.jpg 226w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4741-771x1024.jpg 771w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4741-768x1020.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4741-1156x1536.jpg 1156w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4741-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/12/1200px-IMG_4741.jpg 1199w" sizes="auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px" /></p>
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<p>Das ist alles wunderschön, aber hat in uns keine Weihnachtsstimmung erzeugt. Wie sollte es auch? 30 Grad und mehr passen irgendwie nicht mit diesem Fest zusammen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Tja, und jetzt ist es kurz vor dem 4. Advent und wir versuchen zu realisieren, dass schon nächste Woche Hl. Abend ist. Wenn die Koffer ausgepackt, die Wäsche gewaschen und alles wieder verstaut ist, wird die Weihnachtsdekoration herausgeholt, aufgestellt und alles weihnachtlich dekoriert. Schon Ende der Woche werden wir das Haus voller Gäste haben, die bis nach Silvester bei uns bleiben werden.</p>
<p>Also sage ich mir nun:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Los gehts! Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind und Ruhe einkehrt, werden auch die weihnachtlichen Gefühle aufkommen.“</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-3891 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6586-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6586-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6586-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6586-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6586-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6586.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Besuch im Weihnachtsland (13)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Dec 2018 07:30:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[erschrocken]]></category>
		<category><![CDATA[Flugzeug]]></category>
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		<category><![CDATA[Überraschung]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie hören es plötzlich alle, dieses seltsame Geräusch, das immer lauter wird und anscheinend auch näher kommt.&#160; Die ganze Engelschar, die Helferlein und selbst Rudi werden ganz aufgeregt.&#160; &#8222;Was ist das?&#8220; „Das habe ich noch nie gehört!“ „Sollten wir uns in Sicherheit bringen?“ „Wenn doch nur Weihnachtsmann Willi hier wäre, er wüsste, was zu tun ist. Aber Willi macht gerade ein kleines Nickerchen bevor er wieder zu seiner nächsten Tour aufbrechen muss“, denkt Rudi erschrocken. „Ihn dürfen wir nicht wecken.“ Rudi würde sich am liebsten verkriechen. Aber wo? Hinter dem Berg von eingepackten Geschenken?&#160; Noch ehe jemand von ihnen die Gelegenheit hat sich ein Versteck auszudenken, geschweige denn sich dorthin zu begeben, wird es dunkel und etwas scheint über ihnen zu schweben. „Das kann nur ein riesiges Ungeheuer sein und das seltsame Geräusch wird dann wohl sein Fauchen sein“, überlegt sich Rudi. Bevor Rudi seine Gedanken ordnen kann, kommt dieses eigenartige Ding näher und setzt zur Landung an. Es sieht aus, wie eine Mischung aus Schlitten und Flugzeug. „Hallo, hallo!“, schallt es auf einmal aus &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Sie hören es plötzlich alle, dieses seltsame Geräusch, das immer lauter wird und anscheinend auch näher kommt.&nbsp; Die ganze Engelschar, die Helferlein und selbst Rudi werden ganz aufgeregt.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Was ist das?&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das habe ich noch nie gehört!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sollten wir uns in Sicherheit bringen?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn doch nur Weihnachtsmann Willi hier wäre, er wüsste, was zu tun ist. Aber Willi macht gerade ein kleines Nickerchen bevor er wieder zu seiner nächsten Tour aufbrechen muss“, denkt Rudi erschrocken. „Ihn dürfen wir nicht wecken.“ Rudi würde sich am liebsten verkriechen. Aber wo? Hinter dem Berg von eingepackten Geschenken?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch ehe jemand von ihnen die Gelegenheit hat sich ein Versteck auszudenken, geschweige denn sich dorthin zu begeben, wird es dunkel und etwas scheint über ihnen zu schweben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das kann nur ein riesiges Ungeheuer sein und das seltsame Geräusch wird dann wohl sein Fauchen sein“, überlegt sich Rudi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor Rudi seine Gedanken ordnen kann, kommt dieses eigenartige Ding näher und setzt zur Landung an. Es sieht aus, wie eine Mischung aus Schlitten und Flugzeug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Hallo, hallo!“, schallt es auf einmal aus diesem merkwürdigen Gefährt. „Sind wir hier richtig im Weihnachtsland?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ja! Hier ist das Weihnachtsland“, rufen alle zurück.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt nimmt Rudi allen Mut zusammen und stellt die zwei entscheidenden Fragen:&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wer seid ihr?“&nbsp; &nbsp; und &nbsp; &nbsp; „Was wollt ihr?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir suchen den Weihnachtsmann Willi“, antworten die Fremden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wer sucht mich hier?“, tönt es auf einmal aus der hintersten Ecke des Weihnachtslandes, wo Willi sich für sein kurzes Schläfchen zurückgezogen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein alter Mann übernimmt jetzt die Gesprächsführung: „Ich bin es, Albert. Und das sind meine Freunde: Bruno, der Teddybär, dessen Wunsch es ist dich, Willi zu treffen und dich einmal auf deiner Tour begleiten zu dürfen. Das sind Kurt, der Schneemann, Hugo, der Waldmensch und die Eule Aurelia.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Oh, mein Freund Albert“, ruft Willi voller Freude aus und kommt zu dem kleinen Grüppchen. „Wie schön dich wiederzusehen. Und das sind also deine Freunde. Ich habe schon gehört, dass ihr den langen Weg zu mir auf euch genommen habt. Seid alle herzlich willkommen im Weihnachtsland.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt bricht unter den Anwesenden Jubel und Heiterkeit aus. Alle beginnen zu singen und zu jubilieren und fast hätten sie vergessen, dass es eigentlich noch so viel Arbeit bis zum Fest zu erledigen gibt. Doch Willi wäre nicht der Weihnachtsmann, wenn er nicht an die vielen Kinder denken würde, die sehnsüchtig auf ihn und die Geschenke warten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„So leid es mir tut, aber wir müssen wieder an die Arbeit“, erklärt er und angeführt von Rudi begeben sich alle Engelchen und Helferlein wieder in die Engelswerkstatt. „Wir haben schon viel zuviel Zeit verloren und brauchen im Grunde genommen ein kleines Wunder, um alles noch rechtzeitig zu schaffen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe da mal eine Idee!“, meldet sich sein Freund Albert ganz bescheiden zu Wort. „Willi nimm doch einfach mein düsenangetriebenes Gefährt. So bist du viel schneller bei den Kindern und Teddybär Bruno hilft dir beim Verteilen der Geschenke. Dann kann er auch einmal ein richtiger kleiner Weihnachtsmann sein. Und wir anderen helfen in der Engelswerkstatt. Mit vereinten Kräften schaffen wir das schon.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Du bist tatsächlich so klug und weise, wie alle behaupten, lieber Albert!“, lacht Willi und klopft seinem Freund auf die Schulter. Er winkt Bruno herbei, gibt ihm ein kleines Weihnachtsmannkostüm und schon düsen sie mit Höchstgeschwindigkeit los. Im Gepäck haben sie die Geschenke für die Kinder und selbst die Rentiere und Hirsche dürfen mitfahren.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Für dich, Bruno, habe ich noch eine Überraschung“, sagt Willi. „Ich will nämlich ganz zum Schluss noch zu einem niedlichen Jungen, dessen sehnlichster Wunsch es ist einen kleinen Weihnachtsmannteddybär zu bekommen und auf unserer Fahrt dorthin kannst du mir deine Geschichte erzählen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Lieber Weihnachtsmann Willi …“, beginnt Bruno, der Teddybär.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="text-align:center"><strong><em>Ich bedanke mich bei allen meinen Lesern für die Treue und wünsche Euch ein wunderschönes Weihnachtsfest. Kommt gut in das Neue Jahr und bleibt alle gesund und munter. Ich freue mich auch in 2019 auf unsere gegenseitigen Besuche. </em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="text-align:center"><strong><em>Herzliche Grüße </em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="text-align:center"><strong><em>Astrid Berg</em></strong><br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">*<em>Das Beitragsfoto habe ich von einer alten Weihnachtskarte der damaligen Firma BMW Rolls-Royce </em><strong><em>Aero</em></strong><em>Engines abfotografiert. Der Designer dieser Karte ist mir allerdings nicht bekannt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Bald ist Weihnachten (12)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2018 06:53:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Freund]]></category>
		<category><![CDATA[kommen]]></category>
		<category><![CDATA[Rettung]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhestand]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[Inzwischen ist es schon bald Weihnachten und Teddybär Bruno ist immer noch nicht bei Weihnachtsmann Willi eingetroffen. Die Rettung des Schneemanns ist geglückt und so wird hoffentlich auch alles andere ein gutes Ende finden.&#160; „Ach, der gute alte Willi“, sagt Albert. „Das ist doch mein bester Freund.“ Bruno und Kurt sind begeistert. Sie fühlen sich fast schon am Ziel ihrer Wünsche und Träume angekommen. Wenn der weise Mann mit Willi befreundet ist, dann weiß er auch wo das Weihnachtsland ist. „Klar, kenne ich den Weg dorthin. Ich hoffe nur, dass Willi auch da ist, denn seitdem er in den Ruhestand gegangen ist, reist er viel in der Gegend herum. Außerdem habe ich ihn schon lange nicht mehr gesehen. Hoffentlich geht es ihm gut“, meint Albert. Und schon wieder ist die Hoffnung der Drei ins Wanken geraten, aber Albert verspricht ihnen, dass er alle mit seinem düsenangetriebenen Gefährt ins Weihnachtsland bringt. Dort herrscht immer noch ein heilloses Durcheinander und die Engelchen wissen gar nicht, wo sie zuerst anfangen sollen. Überall ist so viel zu tun und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen ist es schon bald Weihnachten und Teddybär Bruno ist immer noch nicht bei Weihnachtsmann Willi eingetroffen. Die Rettung des Schneemanns ist geglückt und so wird hoffentlich auch alles andere ein gutes Ende finden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ach, der gute alte Willi“, sagt Albert. „Das ist doch mein bester Freund.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bruno und Kurt sind begeistert. Sie fühlen sich fast schon am Ziel ihrer Wünsche und Träume angekommen. Wenn der weise Mann mit Willi befreundet ist, dann weiß er auch wo das Weihnachtsland ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Klar, kenne ich den Weg dorthin. Ich hoffe nur, dass Willi auch da ist, denn seitdem er in den Ruhestand gegangen ist, reist er viel in der Gegend herum. Außerdem habe ich ihn schon lange nicht mehr gesehen. Hoffentlich geht es ihm gut“, meint Albert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und schon wieder ist die Hoffnung der Drei ins Wanken geraten, aber Albert verspricht ihnen, dass er alle mit seinem düsenangetriebenen Gefährt ins Weihnachtsland bringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort herrscht immer noch ein heilloses Durcheinander und die Engelchen wissen gar nicht, wo sie zuerst anfangen sollen. Überall ist so viel zu tun und alle gönnen sich nicht einen Moment Pause. Nur Rudi, der wegen seines gebrochenen Armes die Oberaufsicht in der Engelswerkstatt hat, ist guter Dinge. Er macht sich überhaupt keine Sorgen, denn bisher hat es jedes Jahr geklappt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es müssen noch alle Weihnachtskugeln poliert werden!“, ruft er gerade den Engelchen zu, die soeben das Basteln der Strohsterne beendet haben. „Und jeder Engel muss sich noch eine Haarsträhne abschneiden. Ihr wisst doch, dass sich die Menschen freuen, wenn sie Engelshaar am Weihnachtsbaum oder bei den Geschenken finden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle springen kreuz und quer. Sie erledigen das, was ihnen Rudi aufträgt und stellen die nächsten verpackten Geschenke bereit, die Willi gleich mit seinem Schlitten abholen und verteilen wird. „Dieses Jahr ist viel mehr zu tun, als im vergangenen Jahr“, so denken sie. Allerdings haben sie jedes Weihnachten dieses Gefühl und wie immer nehmen sie sich vor, beim nächsten Mal schon früher mit den Vorbereitungen zu beginnen. Doch dies ist ihnen erst erlaubt, wenn der Advent beginnt und dann muss alles bestens organisiert sein, damit keine Panne passiert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Da kommt er!“, ruft eines der Engelchen aus. „Alle bereithalten zum Geschenkeaufladen! Die Zeit drängt. Er muss gleich wieder weiter!&#8220; Weihnachtsmann Willi kommt von seiner neunhundertsechsundneunzigsten Tour zurück. Er sieht müde aus. Naja, er ist ja auch schon ein alter Weihnachtsmann. Auch die Rentiere und Hirsche, die seinen schwerbeladenen Schlitten ziehen, sind erschöpft und brauchen unbedingt eine Ruhepause. Leider kann diese nur von kurzer Dauer sein, denn es bleibt nicht mehr viel Zeit bis Weihnachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Hört ihr das auch?“, fragt ein anderes Engelchen plötzlich. Alle verharren wie gebannt und lauschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was meinst du?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Na, dieses seltsame Geräusch, das immer lauter wird und anscheinend auch näher kommt …<br></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Herzliche Weihnachtsgrüße</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Dec 2017 05:27:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Astrid]]></category>
		<category><![CDATA[bedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Grüße]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[An erster Stelle möchte ich mich entschuldigen, dass ich in der Adventszeit meine Besuche auf Euren Seiten etwas eingeschränkt habe. Ich war bis vor drei Tagen noch in Thailand, wo wir uns drei Wochen lang aufgehalten haben. Mein Mann hat in Bangkok auf mehreren Kongressen teilgenommen, Vorträge gehalten und war wie jedes Jahr an der King Mongkut&#8217;s University of Technology North Bangkok (KMUTNB) tätig, mit der er schon seit über einem Jahrzehnt eine Kooperation hat. Doch jetzt sind wir wieder da. Obwohl Bangkok  an bestimmten Plätzen auch sehr weihnachtlich geschmückt war, empfanden wir bei 32-34 Grad keine echte Weihnachtsstimmung. Jetzt allerdings laufen unsere Weihnachtsvorbereitungen auf Hochtouren. Gemeinsam mit den beiden Müttern, unserem Sohn und dessen Freudin wollen wir das Weihnachtsfest feiern. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen meinen Lesern für die zahlreichen und treuen Besuche und Kommentare auf meiner Seite bedanken. Ich freue mich auf unsere gegenseitigen Besuche auch im Jahre 2018. Auch meinen stillen und unbekannten Lesern gilt mein herzliches Dankeschön. Ich wünsche Euch allen und Euren Familien ein schönes und friedliches Weihnachtsfest &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>An erster Stelle möchte ich mich entschuldigen, dass ich in der Adventszeit meine Besuche auf Euren Seiten etwas eingeschränkt habe. Ich war bis vor drei Tagen noch in Thailand, wo wir uns drei Wochen lang aufgehalten haben. Mein Mann hat in Bangkok auf mehreren Kongressen teilgenommen, Vorträge gehalten und war wie jedes Jahr an der King Mongkut&#8217;s University of Technology North Bangkok (KMUTNB) tätig, mit der er schon seit über einem Jahrzehnt eine Kooperation hat.</p>
<p>Doch jetzt sind wir wieder da. Obwohl Bangkok  an bestimmten Plätzen auch sehr weihnachtlich geschmückt war, empfanden wir bei 32-34 Grad keine echte Weihnachtsstimmung. Jetzt allerdings laufen unsere Weihnachtsvorbereitungen auf Hochtouren. Gemeinsam mit den beiden Müttern, unserem Sohn und dessen Freudin wollen wir das Weihnachtsfest feiern.</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich mich bei allen meinen Lesern für die zahlreichen und treuen Besuche und Kommentare auf meiner Seite bedanken. Ich freue mich auf unsere gegenseitigen Besuche auch im Jahre 2018. Auch meinen stillen und unbekannten Lesern gilt mein herzliches Dankeschön.</p>
<p>Ich wünsche Euch allen und Euren Familien ein schönes und friedliches Weihnachtsfest mit Ruhe und Besinnlichkeit, Kinderlachen, Wärme und Liebe. Kommt gut in das Neue Jahr, das für uns alle nur Gutes und vor allen Dingen Gesundheit bereithalten möge.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><em><span style="color: #008000;"><strong>Merry Christmas <span style="color: #008000;">and</span> a happy new Year!</strong></span></em></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em><strong>Eure Astrid</strong></em></span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-4776 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/12/1200px-IMG_E0070-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/12/1200px-IMG_E0070-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/12/1200px-IMG_E0070-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/12/1200px-IMG_E0070-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/12/1200px-IMG_E0070.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht kennt Ihr diese Weihnachtsgeschichten von mir noch nicht:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/seine-letzte-tour/">Seine letzte Tour</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/total-ueberraschend-und-unverhofft/">Total überraschend und unverhofft</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ein-schoenes-geschenk/">Ein schönes Geschenk</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/babette-und-der-schneemann/">Babette und der Schneemann</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/arme-kleine-gans/">Arme kleine Gans</a></p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Jetzt geht&#8217;s erst richtig los</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Dec 2016 22:01:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Angebot]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwerk]]></category>
		<category><![CDATA[grenzenlos]]></category>
		<category><![CDATA[Kaufrausch]]></category>
		<category><![CDATA[los]]></category>
		<category><![CDATA[Rabatte]]></category>
		<category><![CDATA[Schlacht]]></category>
		<category><![CDATA[Umtausch]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Wollen wir es mal ganz nüchtern betrachten, vorbei, vorbei ist nun Weihnachten. Tage zuvor die Hektik und das Gerenne, Besinnlichkeit man darin nicht erkenne. Noch schnell hat man dies und das besorgt, dass man auch sei mit allem versorgt. Zwei Tage ohne jegliche Einkaufsmöglichkeit, in Angst und Schrecken versetzt diese Angelegenheit. Hunger und Durst könnte in dieser Zeit plagen, niemand soll über zu wenig Geschenke klagen. Gerannt wird von einem zum anderen Ort gekauft, geschleppt und verpackt in einem fort. Die Werbung sagt: Nimm drei, zahl nur zwei, schnell, sonst ist die Rabattaktion vorbei. Nach Weihnachten gibt es nichts mehr, ein jeder sich denkt,- so ungefähr. Nun ist vorbei die schöne Weihnachtszeit und der Handel hält neue Ware bereit. Hier ein Sonderpreis, dort saftige Rabatte, vom Computer bis hin zur Krawatte. Onkel, Tante, Sohn und Tochter sich bekennt, ihnen allen nicht gefällt das Präsent. Drum gibt es allerorts die Information, dass existiert eine große Umtauschaktion. Und schon wieder ist sie um uns herum entfacht, die berühmte nachweihnachtliche Schlacht. Alle hetzen und rennen, um zurückzubringen, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Wollen wir es mal ganz nüchtern betrachten,<br />
vorbei, vorbei ist nun Weihnachten.<br />
Tage zuvor die Hektik und das Gerenne,<br />
Besinnlichkeit man darin nicht erkenne.</p>
<p>Noch schnell hat man dies und das besorgt,<br />
dass man auch sei mit allem versorgt.<br />
Zwei Tage ohne jegliche Einkaufsmöglichkeit,<br />
in Angst und Schrecken versetzt diese Angelegenheit.</p>
<p>Hunger und Durst könnte in dieser Zeit plagen,<br />
niemand soll über zu wenig Geschenke klagen.<br />
Gerannt wird von einem zum anderen Ort<br />
gekauft, geschleppt und verpackt in einem fort.</p>
<p>Die Werbung sagt: Nimm drei, zahl nur zwei,<br />
schnell, sonst ist die Rabattaktion vorbei.<br />
Nach Weihnachten gibt es nichts mehr,<br />
ein jeder sich denkt,- so ungefähr.</p>
<p>Nun ist vorbei die schöne Weihnachtszeit<br />
und der Handel hält neue Ware bereit.<br />
Hier ein Sonderpreis, dort saftige Rabatte,<br />
vom Computer bis hin zur Krawatte.</p>
<p>Onkel, Tante, Sohn und Tochter sich bekennt,<br />
ihnen allen nicht gefällt das Präsent.<br />
Drum gibt es allerorts die Information,<br />
dass existiert eine große Umtauschaktion.</p>
<p>Und schon wieder ist sie um uns herum entfacht,<br />
die berühmte nachweihnachtliche Schlacht.<br />
Alle hetzen und rennen, um zurückzubringen,<br />
umzutauschen und neue Sachen heimzubringen.</p>
<p>Jedermann sollte nun glauben und denken,<br />
alle nun glücklich sind mit ihren Geschenken.<br />
Niemand braucht mehr zu laufen<br />
und alles Nötige und Unnötige kaufen.</p>
<p>Doch kaum ist die Umtauschaktion rum,<br />
ist die Werbung gar nicht dumm.<br />
Prospekte kommen direkt ins Haus geflogen,<br />
bunt wie ein schöner großer Regenbogen.</p>
<p>Schlussverkauf, Prozente, alles muss raus,<br />
wecken Wünsche wohl in jedem Haus.<br />
Was man vorher nicht gebraucht,<br />
ist nun als unbedingt notwendig aufgetaucht.</p>
<p>So wechselt ein Kaufrausch den anderen ab,<br />
macht alle am Abend müde und schlapp.<br />
So kann es einfach nicht mehr weitergehen,<br />
das ist nicht schwer zu verstehen.</p>
<p>Doch bevor das Jahr geht zu Ende,<br />
bevor das Kalenderblatt sich wendet,<br />
das Neue gebührend begrüßt werden will<br />
und das geht keineswegs leise und still.</p>
<p>Ein Feuerwerk soll erstrahlen am Himmelszelt,<br />
damit es wunderbar erhellt unsere Welt.<br />
Man kauft Raketen, Böller und Knaller auch<br />
sie enden am Himmel in Schall und Rauch.</p>
<p>Welcher Kaufrausch soll nun der nächste sein?<br />
Werden wir wieder einfach schlittern hinein?<br />
Fasching, Ostern oder auch der Muttertag,<br />
die Werbung wird uns sagen, was ein jeder mag.</p>
<p>Wir sehen und verstehen es sicherlich alle,<br />
tappen dann doch in die Werbungsfalle.<br />
Wahrlich: Jetzt geht’s erst richtig los,<br />
denn das Angebot ist einfach grenzenlos.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/babette-und-der-schneemann/">Babette und der Schneemann</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-zwei-alten/">Die zwei Alten</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ohje-das-faengt-ja-gut/">Ohje, das fängt ja gut an!</a></p>
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		<item>
		<title>Mein drittes Weihnachtsfest</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/mein-zweites-weihnachten/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/mein-zweites-weihnachten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2016 22:13:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[danke]]></category>
		<category><![CDATA[Frisur]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Teddy]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich wusste eigentlich, dass ich ein Foto besitze, das mich als kleines Kind vor dem Weihnachtsbaum zeigt. Was mir nicht mehr im Gedächtnis war, ist die Tatsache, dass darauf auch noch andere Dinge zu sehen sind. So habe ich mich riesig gefreut, als mir neulich dieses Foto in die Hände fiel. Ich dachte mir, ich muss es Euch unbedingt zeigen, denn es gibt Einiges dazu zu erzählen: Wir, das sind meine Eltern und ich, wohnten damals am Rande der Stadt in unmittelbarer Nähe eines Sägewerkes. Wenn ich mich recht entsinne, gab es in diesem Gebiet nur wenige Häuser, aber viele Kinder. Eigentlich war es ein bisschen wie Bullerbü. Wir waren immer draußen oder steckten sonst irgendwie zusammen. Ringsherum waren große Wiesen und Felder. Im Sommer pflückten wir Blumen und im Winter spielten wir im Schnee. Soll ich Euch noch etwas verraten? Wir spielten manchmal sogar in dem großen Haufen Sägemehl. Das müsste doch eigentlich fürchterlich gejuckt haben, so denke ich jetzt. Ich erinnere mich gerne an diese Zeit zurück. Ich hatte eine schöne Kindheit. Wegen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wusste eigentlich, dass ich ein Foto besitze, das mich als kleines Kind vor dem Weihnachtsbaum zeigt. Was mir nicht mehr im Gedächtnis war, ist die Tatsache, dass darauf auch noch andere Dinge zu sehen sind. So habe ich mich riesig gefreut, als mir neulich dieses Foto in die Hände fiel. Ich dachte mir, ich muss es Euch unbedingt zeigen, denn es gibt Einiges dazu zu erzählen:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3928 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-Teufel2-Scannen-1-700x1024.jpeg" width="700" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-Teufel2-Scannen-1-700x1024.jpeg 700w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-Teufel2-Scannen-1-205x300.jpeg 205w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-Teufel2-Scannen-1-768x1123.jpeg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-Teufel2-Scannen-1.jpeg 1199w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></p>
<p>Wir, das sind meine Eltern und ich, wohnten damals am Rande der Stadt in unmittelbarer Nähe eines Sägewerkes. Wenn ich mich recht entsinne, gab es in diesem Gebiet nur wenige Häuser, aber viele Kinder. Eigentlich war es ein bisschen wie Bullerbü. Wir waren immer draußen oder steckten sonst irgendwie zusammen. Ringsherum waren große Wiesen und Felder. Im Sommer pflückten wir Blumen und im Winter spielten wir im Schnee. Soll ich Euch noch etwas verraten? Wir spielten manchmal sogar in dem großen Haufen Sägemehl. Das müsste doch eigentlich fürchterlich gejuckt haben, so denke ich jetzt.</p>
<p>Ich erinnere mich gerne an diese Zeit zurück. Ich hatte eine schöne Kindheit. Wegen der Entfernung und weil meine Mutter kein Auto hatte, weil mein Vater damit zur Arbeit nach Frankfurt fuhr, konnte ich leider keinen Kindergarten besuchen. Aber mir fehlte nichts, denn die Kinder waren ja da. Ich war zwar ein Einzelkind, aber von morgens bis abends mit Kindern zusammen. Was will man mehr?</p>
<p>Dort feierte ich also viele Jahre mit meinen Eltern Weihnachten. Das Foto stammt aus dem Jahre 1962. Ich war also genau zweieinhalb Jahre alt. Meinem Gesicht nach zu urteilen, hatte ich keinerlei Lust mich fotografieren zu lassen und brav sitzenzubleiben. Wahrscheinlich wollte ich mich viel lieber mit meinen neuen Spielsachen vergnügen.</p>
<p>Seht ihr die Tolle auf meinem Kopf und die Zöpfe. Das war damals eine ganz modische Frisur, mit der sich wohl heute kein Kind mehr nach draußen trauen würde. Da meine Mutter Faltenröcke liebt, trug ich selbstverständlich zum Fest einen Faltenrock mit einer weißen Strumpfhose. Die Farbe des Rockes weiß ich nicht mehr, aber dafür kann ich mich an die Geschenke erinnern. In der Hand halte ich ein dickes, fettes, rosa Plastiksparschwein, das mich viele, viele Jahre begleitet hat. In späteren Jahren muss es wohl einmal &#8222;operiert&#8220; worden sein, denn es trug auf der Unterseite ein großes Pflaster. Unter dem Verband verbarg sich ein langer Schnitt. Warum wohl? Bestimmt könnt Ihr es erraten.</p>
<p>Vor mir liegt mein großer, dicker, fetter, gelber Teddy, den mir eine Tante meiner Mutter aus der &#8222;Ostzone&#8220; (wie wir damals sagten) geschickt hatte. Er erhielt von mir den Namen &#8222;Chruschtschow&#8220;.  Diesen hatte ich bei meinen Eltern aufgeschnappt und er gefiel mir anscheinend. Stolz erzählte ich auch immer jedem, der es wissen wollte, den Namen meines Teddys. Dies hatte allerdings auch Erklärungen meiner Eltern zur Folge, wie sie mir später erzählten, da die fragenden Personen sehr verwundert schauten. Auf jeden Fall liebte ich diesen Teddy sehr und habe ihn später einmal sogar mit ATA ( Scheuerpulver) sauber geschrubbt, was zur Folge hatte, dass er tüchtig staubte.</p>
<p>In der Schachtel neben mir, befindet sich mein Puppengeschirr. Das Kännchen spielt in meiner Kindheit auch eine besondere Rolle. Ich liebte das Haarewaschen überhaupt nicht und schrie jedesmal um Hilfe, wenn das Wasser über meinen Kopf lief. So erklärte ich meiner Mutter, dass sie doch bitte das kleine Kännchen nehmen und damit das Wasser über meinen Kopf schütten solle, um das Shampoo auszuwaschen. Naja, da hat dann wohl meine Mutter ein wenig geschummelt, denn ich merkte schon, dass die Wassermenge kaum in dieses kleine Kännchen gepasst hätte. Aber sie beruhigte mich immer wieder.</p>
<p>Seht Ihr die Struwwelliese? Oh, wie oft habe ich mir dieses Buch vorlesen lassen! Und ich habe es heute noch. Es liegt gut verwahrt in einem Schrank auf dem Dachboden, wo sich die Bilder- und Kinderbücher unseres Sohnes befinden.</p>
<p>Neben der Schachtel steht ein Auto. Ja, ich hatte schon damals ein Auto. Ich glaube es war ein Ford (oder ein Opel?). Mein Vater war KFZ-Meister und das Töchterchen sollte auch ein Auto zum Spielen haben. Doch am liebsten spielte ich mit Puppen&#8230; Es sieht so aus, als hätte mir damals das Christkind auch noch ein typisches Mädchenspielzeug  gebracht, denn hinter mir schaut neugierig ein Püppchen hervor.</p>
<p>Und Möbel für meine Puppenstube scheinen auch noch dabei gewesen zu sein. Anscheinend war es das Schlafzimmer und die Kücheneinrichtung. Soweit ich mich erinnere hatte mein Puppenhaus auch nur zwei Zimmer, &#8211; Küche und Schlafzimmer. Und Dach hatte es auch keines. Naja es war eben kein luxuriöses Haus, aber es war vollkommen ausreichend. Es muss ja nicht immer gleich eine Villa sein.</p>
<p>Habt Ihr schon den für die damalige Zeit typischen Aschenbecher auf drei Beinen entdeckt? Den hat wohl mein Vater bekommen. Und meiner Mutter hat das Christkind vermutlich ein Küchengerät gebracht. Ich kann ganz klein den Namen &#8222;Krupps&#8220; auf der Kiste erkennen, auf der ich sitze. Meine Mutter hatte einen Handmixer von Krupps, daran erinnere ich mich. Ob er in diesem Karton war? Ich sollte unbedingt mal nachfragen. Vielleicht weiß sie es noch.</p>
<p>Und noch etwas fällt mir auf: Das Lametta am Weihnachtsbaum. Wer hängt heutzutage noch Lametta an den Baum? Das war auch eine ganz schöne Arbeit, wenn man es ordentlich machen wollte. Später, als ich wusste, dass meine Eltern den Weihnachtsbaum schmückten und die Geschenke besorgten, durfte ich das Lametta an den Baum hängen. Ich habe Faden für Faden einzeln angehängt.</p>
<p>Und eine elektrische Lichterkette hatten wir schon damals, denn echte brennende Kerzen waren zu gefährlich. Ich glaube bei meinem Opa gab es sie aber noch. Und in der Anfangszeit, als ich gerade meinen Mann kennengelernt hatte, waren sowohl echte als auch elektrische Kerzen am Baum. Daneben stand immer ein Eimer mit Wasser.</p>
<p>Man sollte sich die alten Fotos tatsächlich ganz genau ansehen, denn man kann so viel darauf entdecken. Und das Erinnern macht großen Spaß. Ich hoffe auch Euch hat mein kleiner Ausflug in das Jahr 1962 gefallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Ich wünsche allen meinen Lesern ein  frohes und schönes Weihnachtsfest. Für das Jahr 2017 wünsche ich Euch alles Liebe und Gute und vor allen Dingen Gesundheit.</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Ich bedanke mich für Eure Treue und die vielen lieben Kommentare. Ich freue mich auch weiterhin auf unsere gegenseitigen Besuche. Auch den vielen stillen Lesern sage ich ein herzliches Dankeschön.</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Eure Astrid Berg</strong></em></p>
<p style="text-align: left;">Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/jetzt-faengt-mein-neues-leben-an/">Jetzt fängt mein neues Leben an</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/das-familien-b-c-2/">Das Familien &#8211; A B C</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Lilly, Milly und der freche Billy</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/lilly-milly-und-der-freche-billy/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2016 20:57:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[basteln]]></category>
		<category><![CDATA[Christkind]]></category>
		<category><![CDATA[Drillinge]]></category>
		<category><![CDATA[Eskimo]]></category>
		<category><![CDATA[frech]]></category>
		<category><![CDATA[Haar]]></category>
		<category><![CDATA[Hosentasche]]></category>
		<category><![CDATA[Schlitten]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselloch]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[An den Namen erkennt man ja schon, dass Lilly und Milly Mädchen sind. Zu ihnen gehört allerdings noch ihr Bruder Billy, der immerzu allerlei Flausen im Kopf hat. Die drei sind nicht nur Geschwister, sondern Drillinge. Seit Sommer besuchen die drei Kinder die erste Klasse der Grundschule. Lilly und Milly haben stets viel Spaß miteinander, denn sie gleichen sich nicht nur wie ein Ei dem anderen, was oftmals zu lustigen Verwechslungen führt, sondern sie verstehen sich auch prächtig. Billy hingegen ist ein kleiner Filou und ziemlich vorlaut und manchmal auch ein bisschen altklug. Er hat pausenlos irgendwelche Streiche im Kopf und seine Lieblingsbeschäftigung ist es, die beiden Mädchen zu ärgern. Deshalb wird er von allen immer nur „der freche Billy“ genannt. „Wir wollen noch ein Weihnachtsgeschenk für unsere Eltern basteln und dafür müssen wir noch einmal kurz in den Dorfladen gehen, um ein bisschen Klebstoff, Farben und Glanzpapier zu besorgen. Kommst du mit? Du kannst doch mit uns basteln. Wir haben sogar schon eine prima Idee“, schlägt Lilly vor. „Wir müssen uns auch beeilen, dass &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>An den Namen erkennt man ja schon, dass Lilly und Milly Mädchen sind. Zu ihnen gehört allerdings noch ihr Bruder Billy, der immerzu allerlei Flausen im Kopf hat. Die drei sind nicht nur Geschwister, sondern Drillinge. Seit Sommer besuchen die drei Kinder die erste Klasse der Grundschule. Lilly und Milly haben stets viel Spaß miteinander, denn sie gleichen sich nicht nur wie ein Ei dem anderen, was oftmals zu lustigen Verwechslungen führt, sondern sie verstehen sich auch prächtig. Billy hingegen ist ein kleiner Filou und ziemlich vorlaut und manchmal auch ein bisschen altklug. Er hat pausenlos irgendwelche Streiche im Kopf und seine Lieblingsbeschäftigung ist es, die beiden Mädchen zu ärgern. Deshalb wird er von allen immer nur „der freche Billy“ genannt.<br />
„Wir wollen noch ein Weihnachtsgeschenk für unsere Eltern basteln und dafür müssen wir noch einmal kurz in den Dorfladen gehen, um ein bisschen Klebstoff, Farben und Glanzpapier zu besorgen. Kommst du mit? Du kannst doch mit uns basteln. Wir haben sogar schon eine prima Idee“, schlägt Lilly vor.<br />
„Wir müssen uns auch beeilen, dass das Geschenk bis heute Abend fertig ist, denn immerhin ist heute schon Heiligabend. Weihnachten steht ja quasi schon vor der Tür, wie Mama heute beim Frühstück gesagt hat“, erklärt Milly.<br />
„Pah, was juckt mich Weihnachten“, entgegnet Billy frech. „Und das Basteln ist nichts für mich, so was kommt überhaupt nicht in die Tüte. Vielleicht wenn Weihnachten und Ostern zusammenfallen, dann könnte ich mich dazu herablassen etwas zu basteln.“<br />
„Du bist doof!“, ruft Milly verärgert. „Weihnachten und Ostern fallen nie zusammen.“<br />
„Doch, doch!“, beteuert Billy ernst. „Am Sankt Nimmerleinstag ist das so!“<br />
Die beiden Mädchen werden jetzt doch ein wenig unsicher und so fragt Milly vorsichtshalber noch einmal nach:<br />
„Wann genau ist dieser Sankt Nimmerleinstag denn?“<br />
„Schaut einfach mal im Kalender nach. Und wenn es dort nicht steht, dann steht es vielleicht in den Sternen“, antwortet der Bruder und grinst wie ein Honigkuchenpferd.<br />
„Ach, du bist gemein, immerzu musst du uns veralbern!“ Milly ist ein bisschen beleidigt. „Deshalb bekommst du sicher dieses Jahr auch keine Geschenke vom Christkind.“<br />
„Haha, das haut ja den stärksten Eskimo vom Schlitten. Ihr glaubt auch noch an das Christkind!“ Billy hält sich den Bauch vor Lachen. „Ihr seid wohl vom Baum der Dummheit gefallen! Hihi, vom Weihnachtsbaum, hihi!“ Billy fühlt sich richtig gut und freut sich wie ein Schneekönig, wenn sich die beiden Schwestern ärgern. Es macht ihm einfach riesigen Spaß die Mädchen zu verschaukeln.<br />
Während die beiden Mädchen am Nachmittag basteln, die Mutter das Essen vorbereitet, ist der Vater verschwunden. Angeblich muss er dem Christkind behilflich sein, das die Geschenke nicht alleine schleppen kann.<br />
„Da lachen ja die Hühner“, denkt sich Billy. Aber irgendwie ist er doch neugierig, was dort wohl hinter der verschlossenen Tür im Wohnzimmer so vor sich geht. Er schleicht sich schon mal an die Tür heran, doch die Mutter bemerkt ihn und sofort ruft sie ihm zu, dass er dort nichts zu suchen hat. Aber in einem unbemerkten Moment gelingt es ihm dann trotzdem ein wenig an der Tür zu lauschen. Seltsame Klänge dringen an sein Ohr. Ein Rascheln und ein leises Flüstern und ein ganz zartes Läuten von kleinen Glöckchen. Letztes Jahr hat Billy vor der Wohnzimmertür sogar ganz feine weiße Härchen gefunden, wie eine kleine Locke sahen sie aus.<br />
„Das ist Engelshaar!“, hat der Vater damals gesagt. „Das hat wohl das Christkind verloren!“<br />
„Ja, damals hab ich das auch noch geglaubt“, denkt Billy. „Aber jetzt bin ich doch schon ein großer Schuljunge und das ist doch alles Kinderkram, diese Sache mit dem Christkind!“, denkt sich Billy. „Ich will einmal durch das Schlüsselloch schauen, dann sehe ich ja, ob es ein Christkind gibt oder nicht.“<br />
Vorsichtig hält er nach der Mutter und den Schwestern Ausschau, aber niemand ist zu sehen. Alle sind beschäftigt und befinden sich irgendwo im Haus.<br />
„Jetzt kann ich die Gunst der Stunde nutzen und dann weiß ich es sicher, was es mit dem  Christkind auf sich hat.“<br />
Billy drückt das rechte Auge zu und presst das linke Auge auf das Schlüsselloch.<br />
„Ah!, entfährt es ihm vor Schreck.<br />
Das, was er sieht erschreckt und überrascht ihn gleichzeitig. Eigentlich sieht er gar nichts und doch etwas. Er wird regelrecht geblendet. Ein großes Licht erstrahlt in dem Raum, aber es blendet, so dass er nichts als weißes Licht erkennt. Und seltsam, er verspürt einen leichten Hauch. Er hat das Gefühl, dass sich etwas direkt vor seinem Auge bewegt hat, allerdings ohne dass er es erkennen oder sehen kann. Ihm läuft es eiskalt den Rücken hinunter. Billy wendet sich geblendet und erschrocken von dem Schlüsselloch ab. Fast ehrfürchtig geht er einen großen Schritt rückwärts. Als er auf seinen Arm blickt, erkennt er, dass dieser überzogen ist mit einer Gänsehaut.<br />
„War das das Christkind?“, durchfährt es ihn.<br />
Der Vater hatte im vergangenen Jahr auf das Drängen der Kinder hin erzählt:<br />
„Das Christkind ist ganz und gar von Licht umgeben.“<br />
Billy ist durcheinander. Sollten Milly und Lilly mit ihrem Glauben an das Christkind doch Recht haben? Er hat sie vorhin ausgelacht, doch jetzt ist er unsicher geworden.<br />
„Irgendetwas Geheimnisvolles geht da drinnen vor sich!“, denkt er gerade, als die Mutter mit Lilly und Milly die Treppe herunter kommt.<br />
„Was machst du denn da?“, fragt Lilly fast erschrocken. „Du darfst nicht hinein schauen. Das ist streng verboten.“<br />
„Du vertreibst doch das Christkind!“, ruft nun auch Milly aus.<br />
„Komm mit in die Küche“, sagt die Mutter. „Wir machen uns eine heiße Schokolade und ich lese euch noch die Weihnachtsgeschichte vor. Das Christkind ist bestimmt bald fertig.“<br />
„Billy bekommt sowieso nichts, weil er immer so gemein ist zu uns und außerdem glaubt er nicht an das Christkind“, erklärt Milly.<br />
„Naja“, gibt Billy kleinlaut zu. „Ich hab’ es ja nicht so gemeint.“<br />
„Was?“, will nun Lilly genau wissen. „Die Sache mit dem Ärgern oder die mit dem Christkind?“<br />
Billy zuckt mit den Schultern und geht mit gesenktem Blick in die Küche. Irgendwie fühlt er sich nicht ganz so wohl in seiner Haut. So richtig kann er sich dann auch nicht auf die Geschichte konzentrieren.<br />
Plötzlich ertönt ein intensives Glockenläuten aus dem Wohnzimmer und der Vater ruft:<br />
„Schnell, schnell kommt herein! Vielleicht könnt ihr noch kurzen Blick auf das Christkind erhaschen. Es ist gerade hier zum Fenster hinaus. Seht ihr, dort am Himmel…? Schade, jetzt ist es weg!“<br />
Billy betritt ganz vorsichtig und fast andächtig das Wohnzimmer, wo der geschmückte Weihnachtsbaum in einem strahlenden Glanz steht. Darunter liegen die eingepackten Geschenke. Doch diese erregen im Moment nicht Billys Aufmerksamkeit. Sein Blick heftet sich auf einen Punkt auf dem Fußboden, &#8211; genau auf eine Stelle vor seinem rechten Fuß. Dort liegt ein Büschel weißes Engelshaar. Billy bückt sich und hebt die Locke auf.<br />
„Eine Locke vom Christkind!“, denkt er und steckt es schnell und heimlich in seine Hosentasche.</p>
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		<title>Seine letzte Tour</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Nov 2016 02:56:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[helfen]]></category>
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		<category><![CDATA[Rentier]]></category>
		<category><![CDATA[schlafen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlitten]]></category>
		<category><![CDATA[Tolpatsch]]></category>
		<category><![CDATA[Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an Weihnachtsmann Willi. Letztes Jahr hat der alte Weihnachtsmann doch tatsächlich verschlafen und es herrschte große Aufregung unter den Menschen auf der Erde, aber auch im Himmel bei den Engeln. Doch Willi konnte geweckt werden und alles ging gut aus. Er hat sogar einen Weihnachtsmannlehrling ernannt, der ihm ein wenig geholfen hat. Dieses Jahr soll dieser noch einmal mit Willi die Aufgaben eines Weihnachtsmannes erledigen und ab nächstem Jahr ist dieser Lehrling dann selbst der Weihnachtsmann. Man sollte denken, dass jetzt alles in Ordnung sei und alles seinen geregelten Gang geht. Weit gefehlt, denn schon wieder ist im Himmel die größte Aufregung und alle Engel sind ratlos, was zu tun ist. „Habt Ihr schon gehört?: Der Weihnachtsmannlehrling Rudi ist krank. Ihm geht es total schlecht“, sagt ein kleines Engelchen zu der restlichen Engelschar in der Himmelswerkstatt. „Was hat er denn?“ „Wie können wir ihm helfen?“ „Ohje, er soll doch dem Weihnachtsmann helfen und ihn dann für die nächsten hundert Jahre ablösen.“ „Der Weihnachtsmann Willi schafft das nicht alleine und Weihnachten &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an Weihnachtsmann Willi. Letztes Jahr hat der alte Weihnachtsmann doch tatsächlich verschlafen und es herrschte große Aufregung unter den Menschen auf der Erde, aber auch im Himmel bei den Engeln. Doch Willi konnte geweckt werden und alles ging gut aus. Er hat sogar einen Weihnachtsmannlehrling ernannt, der ihm ein wenig geholfen hat. Dieses Jahr soll dieser noch einmal mit Willi die Aufgaben eines Weihnachtsmannes erledigen und ab nächstem Jahr ist dieser Lehrling dann selbst der Weihnachtsmann.</strong><br />
<span class="dropcap">M</span>an sollte denken, dass jetzt alles in Ordnung sei und alles seinen geregelten Gang geht. Weit gefehlt, denn schon wieder ist im Himmel die größte Aufregung und alle Engel sind ratlos, was zu tun ist.<br />
„Habt Ihr schon gehört?: Der Weihnachtsmannlehrling Rudi ist krank. Ihm geht es total schlecht“, sagt ein kleines Engelchen zu der restlichen Engelschar in der Himmelswerkstatt.<br />
„Was hat er denn?“<br />
„Wie können wir ihm helfen?“<br />
„Ohje, er soll doch dem Weihnachtsmann helfen und ihn dann für die nächsten hundert Jahre ablösen.“<br />
„Der Weihnachtsmann Willi schafft das nicht alleine und Weihnachten darf nicht ausfallen. Stellt Euch all die vielen traurigen Kinder vor, die schon sehnsüchtig auf den Weihnachtsmann warten!“<br />
Alle reden plötzlich durcheinander und keiner weiß einen Rat, wie dieses schwerwiegende Problem zu lösen ist. Da meldet sich der kleine Engel wieder zu Wort:<br />
„Rudis Bart ist schon ganz lang gewachsen, seine Engelsflügel sind verschwunden und er sieht auch sonst schon aus, wie ein richtiger Weihnachtsmann, aber er hat ganz starke Bauchweh. Er meint allerdings, dass er in drei Tagen bestimmt wieder fit ist und seine Arbeit machen kann.“<br />
„Solange kann der Weihnachtsmann Willi aber nicht warten. Er schafft es sonst nicht die Geschenke zu allen Kindern zu bringen. Jetzt ist wirklich guter Rat teuer“, meint die Chefin der Himmelswerkstatt verzweifelt.<br />
„Ich hätte da so eine Idee…“, mischt sich das kleine Engelchen wieder ein.<br />
Alle Blicke richten sich auf diesen Engel.<br />
„Ich könnte doch die drei Tage dem Weihnachtsmann helfen!“<br />
„Du?“<br />
„Du hast doch gar keine Ahnung und bist noch nicht einmal in die Lehre gegangen.“<br />
„Du bist doch nur für das Binden der Geschenkbänder zuständig. Und jetzt willst Du dem Weihnachtsmann Willi helfen?“<br />
„Nein, nein! Das ist keine gute Idee!“<br />
„Wer traut sich denn diese schwierige Aufgabe zu?“, fragt die Chefin in die Runde.<br />
Alle Engel senken ihre Blicke und schütteln den Kopf. Niemand traut es sich zu.<br />
„Tja, dann muss wohl Weihnachten dieses Jahr doch ausfallen.“<br />
Alle sehen ganz traurig aus, doch der kleine Engel meldet sich noch einmal zu Wort:<br />
„Mir macht es wirklich nichts aus. Ich traue mich auch. Bitte, bitte, lasst mich doch dem Weihnachtsmann Willi helfen. Ich habe immer alles von hier oben beobachtet und weiß genau, was ich tun muss. Es ist doch nur für drei Tage und dann ist Rudi, der Weihnachtsmannlehrling bestimmt wieder fit. Bitte!“<br />
„Na gut. Was bleibt uns denn sonst anderes übrig. Du bist zwar noch zu klein, aber besser ein kleiner Helfer, als gar kein Helfer“, sagt die Chefin der Himmelswerkstatt. „Wo bekomme ich nur so einen winzigen Weihnachtsmannanzug her, damit der kleine Kerl auf der Erde nicht friert?&#8220;, überlegt die Chefin weiter. &#8222;Ach ja, da gab es doch mal ein Püppchen, das einen solchen Anzug trug.&#8220;<br />
Sie lässt diesen Anzug bringen, schneidet eigenhändig zwei Schlitze für die Engelsflügel hinein und reicht ihn dem winzigen Engel.<br />
„Dann beeile Dich und wecke den Weihnachtsmann, sonst verschläft er auch dieses Jahr wieder. Er ist einfach schon zu alt und zu müde für diesen Job!“<br />
Und so macht sich der Kleinste aller Engel auf den Weg zum Weihnachtsmann, der im Winterwald ganz versteckt hinter der dicken alten Eiche liegt. Sein Schnarchen ist so laut, dass sich die Äste des Eichenbaumes biegen. Zum Glück dämpft der Schnee die Schnarchgeräusche und verhindert damit, dass sie an das menschliche Ohr dringen.<br />
„Hallo Weihnachtsmann Willi! Aufwachen! Es wird Zeit die Geschenke an die Kinder zu verteilen!“<br />
„Was? Wie? Wo?“, fragt der Weihnachtsmann verwirrt und blickt den kleinen Engel an.<br />
„Wer bist du denn?“, erkundigt er sich schlaftrunken und reibt sich die Augen.<br />
„Dein Gehilfe!“<br />
„Erzähl keinen Blödsinn oder bist du etwa der Weihnachtsmannlehrling Rudi? Dann sahst du aber letztes Jahr noch ganz anders aus. Vor allen Dingen warst du kein solcher Winzling. Und überhaupt, wo ist dein Bart und wieso hast du noch die Engelsflügel. Da kann doch etwas nicht stimmen.“<br />
„Rudi ist krank. Deshalb soll ich ihn drei Tage oder so vertreten. Ich bin Klein-Herbert. Also, was soll ich zuerst machen?“<br />
Willi, der Weihnachtsmann kratzt sich am Kopf und runzelt die Stirn. Er überlegt, was er mit diesem Winzling wohl anfangen kann, aber dann brummt er in seinen langen weißen Bart:<br />
„Pack alle Geschenke auf den Schlitten, die die Engel bereits aus der Himmelswerkstatt herunter gebracht und dort hinten aufgestapelt haben! Ich spann schon mal die Renntiere vor den Schlitten!“<br />
Klein-Herbert läuft so schnell los, um die Pakete zu holen, dass er gleich nach den ersten Schritten über seine eigenen Füße fällt, weil sein Weihnachtsmannanzug doch noch ein wenig zu groß ist. Bäuchlings landet er mit dem Gesicht im Schnee.<br />
„Brrr!“, kichert er und wischt sich den Schnee aus dem Gesicht.<br />
Weihnachtsmann Willi schüttelt den Kopf und denkt sich: „Das kann ja noch lustig werden mit diesem kleinen Kerl! Eine große Hilfe wird er wohl nicht sein!“<br />
Nachdem sich Klein-Herbert aufgerappelt hat, schnappt er sich fröhlich das kleinste Päckchen. Es ist federleicht, deshalb wirft er es sogleich pfeifend in die Luft, um es wieder aufzufangen und wieder hochzuwerfen.<br />
„Halt!“, ruft Weihnachtsmann Willi aus. „Was machst du denn da? Siehst du nicht den roten Punkt?“<br />
„Wo? Ach ja, da!“, das Engelchen dreht das Paket hin und her und meint nur: „Ist wohl besonders eilig, oder?“<br />
„Nein! Das bedeutet, dass man das Päckchen nicht werfen darf, weil etwas Zerbrechliches darin ist. Also pass gefälligst auf!“<br />
Und wieder kann der Weihnachtsmann nur den Kopf schütteln über Klein-Herbert. Dieser versucht jetzt alles genau richtig zu machen und hält zuerst nach dem roten Punkt Ausschau, bevor er das nächste Päckchen in die Luft wirft.<br />
„Hörst du jetzt bitte mit dem Unfug auf und konzentrierst dich auf deine Arbeit!“, ermahnt ihn Willi abermals.<br />
„Entschuldigung, Entschuldigung! Soll nicht mehr vorkommen!“, beteuert das kleine tollpatschige Engelchen und versucht stöhnend, aber vergeblich ein riesiges Paket auf den Schlitten zu hieven. Das Gewicht drückt ihn dabei so tief in den Schnee, dass er bis zu den Schultern darin versinkt. Willi bleibt nichts anderes übrig, als ihm das Packet abzunehmen und den mit den Armen zappelnden Herbert aus dem Schnee zu ziehen.<br />
„Pass mal auf, dort drüben sind kleine Säckchen mit Nüssen und Schokoladenweihnachtsmännern drin. Die sind nicht schwer, die schaffst du mit links“, schlägt Willi vor und in Gedanken schiebt er noch hinterher: „Wozu sonst könnte ich diesen kleinen Tollpatsch gebrauchen. Meine letzte Tour habe ich mir auch anders vorgestellt, &#8211; nicht so arbeitsintensiv für mich. Ich wollte sie richtig genießen und alles andere dem Weihnachtsmannlehrling überlassen.“<br />
Klein Herbert läuft geschwind zu den Säckchen und nimmt sogleich zwei in jede Hand. Immer wieder rennt er hin und her und verrichtet seine Arbeit. Zufrieden lächelt Weihnachtsmann Willi in sich hinein, denn er glaubt nun die richtige Aufgabe für Klein-Herbert gefunden zu haben. Er selbst muss eben die schweren Pakete schleppen. Nachdem ihm von der harten Arbeit die Schweißtropfen auf der Stirn stehen und es verdächtig ruhig um ihn herum geworden ist, blickt er sich nach Klein-Herbert um. Diesen findet er schließlich in einer Ecke sitzend vor. Der Mund ist schokoladenverschmiert, seine Hand liegt auf seinem Bauch und seine Augen sind geschlossen.<br />
„Ja, was ist denn hier los?“, ruft Willi entrüstet aus. „Du sollst die Schokolade doch nicht essen!“<br />
„Schlagartig reißt Klein-Herbert die Augen auf und beginnt sich stotternd zu entschuldigen:<br />
„Ich,.., ich hab doch nur… die waren alle schon ein bisschen kaputt…“ Und als er das fragende Gesicht von Willi sieht, fügt er mit gesenktem Blick noch hinzu: „…nachdem mir ein paar Säckchen runtergefallen sind.“<br />
Weihnachtsmann Willi kann nicht anders, aber er muss sich ein Schmunzeln verkneifen.<br />
„Komm her und setz dich hinten auf den Schlitten, unsere Fahrt geht los!“<br />
Als sie dann so mit dem Schlitten dahingleiten und die Glöckchen der Rentiere klingeln, jauchzt Klein-Herbert vor Freude und ruft Willi zu:<br />
&#8222;Darf ich hierbleiben, auch wenn der Weihnachtsmannlehrling Rudi keine Bauchschmerzen mehr hat und zu dir kommt? Das macht nämlich soooo viel Spaß mit dem Schlitten zu fahren!“<br />
Weihnachtsmann Willi hat den kleinen Tollpatsch inzwischen schon so sehr ins Herz geschlossen, dass er ihm diese Bitte nicht verwehren kann.<br />
„Wer weiß, vielleicht wächst Klein-Herbert ja noch ein bisschen und wird in hundert Jahren als Rudis Nachfolger ein fleißiger Weihnachtsmann“, denkt er schmunzelnd und schnalzt, damit die Rentiere ein bisschen schneller laufen.</p>
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		<item>
		<title>Die Begegnung</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/die-begegnung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2015 02:08:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Dankbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Unterkunft]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war kurz vor Weihnachten, dem Fest der Familie, der Liebe, des Friedens und der Stille. Doch die Adventswochen davor, die eigentlich zur Besinnung und zum Sinn des Weihnachtsfestes hinführen sollten, waren vollgepackt gewesen mit Hektik und Stress. So war es auch an diesem Tag spät geworden. Er hatte bis mitten in die Nacht hinein gearbeitet. Da es sich um eine Terminarbeit handelte, die schon in zwei Tagen beendet sein musste, war ihm nichts anderes übrig geblieben, als auch Nachtschichten einzulegen. Der Termin musste gehalten werden, denn sonst wäre das Projekt verloren. Ein Blick auf seine Armbanduhr zeigte ihm an, dass es bereits zwei Stunden nach Mitternacht war und er erst in den frühen Morgenstunden zu Hause sein würde. Er war mit dem Zug unterwegs von der Großstadt in Richtung seines mehr als hundert Kilometer entfernten Wohnortes. Einmal musste er umsteigen. Gerade fuhr der Zug in den Bahnhof ein. Der junge Mann, noch keine Dreißig, sprang aus dem Zug und marschierte strammen Schrittes über den Bahnsteig. Er musste seinen Anschlusszug erreichen, sonst würde er hier &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es war kurz vor Weihnachten, dem Fest der Familie, der Liebe, des Friedens und der Stille. Doch die Adventswochen davor, die eigentlich zur Besinnung und zum Sinn des Weihnachtsfestes hinführen sollten, waren vollgepackt gewesen mit Hektik und Stress.</strong><br />
<span class="dropcap">S</span>o war es auch an diesem Tag spät geworden. Er hatte bis mitten in die Nacht hinein gearbeitet. Da es sich um eine Terminarbeit handelte, die schon in zwei Tagen beendet sein musste, war ihm nichts anderes übrig geblieben, als auch Nachtschichten einzulegen. Der Termin musste gehalten werden, denn sonst wäre das Projekt verloren. Ein Blick auf seine Armbanduhr zeigte ihm an, dass es bereits zwei Stunden nach Mitternacht war und er erst in den frühen Morgenstunden zu Hause sein würde. Er war mit dem Zug unterwegs von der Großstadt in Richtung seines mehr als hundert Kilometer entfernten Wohnortes. Einmal musste er umsteigen. Gerade fuhr der Zug in den Bahnhof ein.<br />
Der junge Mann, noch keine Dreißig, sprang aus dem Zug und marschierte strammen Schrittes über den Bahnsteig. Er musste seinen Anschlusszug erreichen, sonst würde er hier festsitzen. Er war in Gedanken immer noch bei seiner Arbeit, überlegte, was noch alles zu tun war. Er war ehrgeizig und es war seine erste Arbeitsstelle nach seinem erfolgreichen Studienabschluss. Instinktiv griff er in seine Manteltasche und zog  sein Handy heraus. Schnell wollte er noch seine E-Mails checken, denn dazu war er bis jetzt noch nicht gekommen. So lief er mit auf sein Handy gesenktem Blick seinen Weg entlang.<br />
Ein paar Minuten hatte er nur, um zum nächsten Bahnsteig zu gelangen. Zu dieser Zeit war der Bahnhof recht verlassen. Wenige Menschen waren noch unterwegs. Es war eine sternenklare Nacht, kalt, aber trotzdem noch zu mild für diese Jahreszeit. Er zog leicht fröstelnd seinen Mantel zu.<br />
Gerade lief er an einem Mann vorbei. Er registrierte ihn nur aus den Augenwinkeln heraus. Den Zettel, den dieser ihm entgegenhielt, wischte er mit einer achtlosen Handbewegung zur Seite. „Schon wieder ein Bettler“, dachte er. In der Großstadt gab es viele davon und besonders am Bahnhof. Schnell war der junge Mann an ihm vorüber gehechtet, da durchfuhr ihn ein Gedanke.<br />
„Nein, das war bestimmt kein Bettler. Nicht hier an diesem Bahnhof und auch nicht zu dieser Uhrzeit. Vielleicht war es …“, er hielt inne und drehte sich um.<br />
Der Mann, den er erblickte, passte rein gar nicht in das Bild, das er erwartet hatte. Es war ein älterer Mann mit Schnauzer und von etwas kleinerer Statur. Er stand immer noch da. Allein,- niemand sonst war zu sehen. Reglos hielt er seinen Zettel hoch.<br />
Der junge Mann glaubte Traurigkeit und Einsamkeit in seinem Blick zu sehen, aber auch Herzlichkeit und Wärme. Er kannte ihn nicht, es war ein Fremder. Und doch war er für ihn schon mit diesem ersten Blickkontakt kein Fremder mehr, sondern ein Band der Vertrautheit entspann sich zwischen den beiden sich unbekannten Menschen.<br />
Der junge Mann ging beschämt zurück und sprach ihn an.<br />
„Es tut mir leid… Ich war in Gedanken vertieft&#8230; Kann ich Ihnen irgendwie helfen?“<br />
Doch der ältere Herr sprach kein Deutsch, auch kein Englisch. Seine Lippen formten jedoch ein Wort und sein Zeigefinger deutete auf eine Stelle seines Zettels. Es war ein amtliches Schreiben, in dem ein Ortsname mit schwarzen fettgedruckten Buchstaben hervorgehoben war. Dem jungen Mann war dieser Ortsname bekannt, denn die genannte Ortschaft lag an der Bahnstrecke, die auch er fahren musste. Also deutete er dem Herrn an, er solle mitkommen und unterstrich seine Gesten trotz der Sprachbarriere mit Worten:<br />
„Kommen Sie! Ich muss in die selbe Richtung.“<br />
Die Beiden bestiegen den Zug und nahmen auf gegenüberliegenden Sitzen Platz. Irgendwie waren sie sich auf Anhieb gegenseitig sympathisch. Der junge Mann war froh, nicht vorüber gegangen zu sein und der ältere Herr war dankbar endlich jemand gefunden zu haben, der sich seiner annahm. Er nahm seinen Rucksack ab, stellte ihn zwischen die Beine, und blickte den jungen Mann mit seinen braunen Augen freundlich an. Sein faltiges Gesicht zierte ein Schnauzer und ein Dreitagebart.<br />
So lächelten sie sich zunächst stumm an, doch dann versuchten sie mit Händen und Füßen eine kleine Unterhaltung zu gestalten. Der Ältere klopfte sich mit der Hand an die Brust und sprach ein paar Worte in seiner eigenen Sprache. Scheinbar handelte es sich um seinen Namen und das Land aus dem er stammte.  Auch der Jüngere tippte sich an die Brust und stellte sich mit seinem Vornamen vor. Gerne hätte er mehr erfahren, doch die gegenseitige Unkenntnis der vollkommen unterschiedlichen Sprachen ließ dies nicht zu. Aber manchmal können Blicke, Mimik und Gesten auch erzählen. So deutete der ältere Mann dem jüngeren mit seitlich auf seine gefalteten Hände geneigtem Kopf an, dass er dort, wo er hin wollte, schlafen könne. Vermutlich wollte er zu einer Unterkunft, die man ihm zugewiesen hatte. Er war nicht aufdringlich, eher zurückhaltend. Seine Ausstrahlung war freundlich. Auch schien er müde zu sein, was jedoch verständlich war, wenn man bedachte, was vermutlich alles hinter ihm lag. Dennoch schämte er sich dafür, dass seine Augen für einen kleinen Moment zufielen.<br />
Der junge Mann machte sich Gedanken, denn der angegebene Ort hatte keinen Bahnhof. Der ältere Herr musste fast noch zehn Kilometer überwinden, um dorthin zu gelangen. Zu Fuß? Er würde einen Fußmarsch von nahezu zwei Stunden vor sich haben, vielleicht sogar länger.<br />
„Und das mitten in der Nacht“, überlegte sich der junge Mann. „Um diese Zeit fährt kein Bus und die Straßen sind teilweise unbeleuchtet.“<br />
Mit den Fingern deutete er das Laufen an und sein Gegenüber nickte. Er fragte den Älteren, ob er Geld für ein Taxi habe, was dieser kopfschüttelnd verneinte.<br />
Spontan griff der junge Mann in seine Tasche. Er wollte ihm wenigstens ein wenig Kleingeld geben, damit der ältere Herr sich ein Taxi nehmen und somit zumindest den größten Teil des Weges damit überbrücken konnte.<br />
Der Jüngere musste feststellen, dass er keinerlei Kleingeld hatte, doch er fühlte in seiner Tasche einen Schein. Ein größerer Schein und für ihn, der noch nicht sein erstes Gehalt erhalten hatte, eine Menge Geld. Trotzdem verschwendete er keinen Gedanken an seine eigene Situation, sondern wollte seinem Gegenüber, das sichtlich erschöpft war, helfen.<br />
„Er braucht es dringlicher!“, dachte er.<br />
So reichte er ihm den Geldschein hinüber und verdeutlichte, dass dieser sich ein Taxi nehmen und den Rest behalten solle. Der Ältere schüttelte jedoch vehement den Kopf und schob die Hand des Jüngeren zurück. Dieser jedoch bestand darauf, dass das Geld angenommen werden sollte. Nur nach mehrmaligen Ablehnen und dann auch noch sehr zögerlich wechselte der Schein seinen Besitzer.<br />
Der Herr erhob sich dankbar und freundlich lächelnd. Er strich dem Jüngeren mit der Hand sanft über die Wange, dann faltete er die Hände und sprach etwas für den jungen Mann Unverständliches, aber dennoch so Herzliches und Schönes aus. Für einen Moment war ihm so, als würde er ihn verstehen.<br />
Nun griff der ältere Herr in seinen Rucksack und holte ein kleines Foto heraus. Es war schon vergilbt, an den Rändern heller und leicht gewellt. Es zeigte ihn und ein kleines Mädchen, das auf seinem Schoß saß. Beide lächelten in die Kamera und hielten sich fest umschlungen. Stolz lächelnd griff der Ältere sich an sein Herz und gab zu verstehen, dass es sich um seine Tochter handelte. Herzlich und gleichzeitig so sehnsüchtig lächelte er das Foto an.<br />
„Ist sie auch hier in Deutschland?“, fragte der junge Mann und gestikulierte zu seiner Frage.<br />
Er schien verstanden worden zu sein, denn ein trauriges Herbeiwinken und ein Schulterzucken, folgte als Antwort.<br />
Inzwischen erreichten sie den Bahnhof, wo der ältere Herr aussteigen musste.  Zum Abschied strich der Jüngere ihm liebevoll über die Schulter. Danach reichten sich beide schweigend, aber lächelnd die Hände. Noch vor weniger als einer Stunde waren sie noch völlig Fremde gewesen, doch beide Männer spürten, dass sie dies schon lange nicht mehr waren.<br />
Dann trennten sich ihre Wege, doch in Gedanken blieben sie noch miteinander verbunden. Für Beide war es eine wahrhaft weihnachtliche Begegnung.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Mit dieser auf einer wahren Begebenheit beruhenden </strong><br />
<strong>Geschichte</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>wünsche ich allen meinen Lesern ein friedliches und besinnliches</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong> Weihnachtsfest voller Liebe, Dankbarkeit, gegenseitiger Achtung</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong> und Zuwendung.</strong></p>
<p style="text-align: left;">Hier gibt es noch mehr Weihnachtsgeschichten:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/total-ueberraschend-und-unverhofft/">Total überraschend und unverhofft</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/ein-schoenes-geschenk/">Ein schönes Geschenk</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/santa-claus/">Santa Claus</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/liebes-christkind/">Liebes Christkind</a></p>
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		<item>
		<title>Weihnachtsmann Willi</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/weihnachtsmann-willi/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/weihnachtsmann-willi/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Dec 2015 08:29:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenke]]></category>
		<category><![CDATA[Glocke]]></category>
		<category><![CDATA[verschlafen]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
		<category><![CDATA[Winterwald]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=2424</guid>

					<description><![CDATA[Willi, der Weihnachtsmann stapft durch den verschneiten Winterwald…  Eigentlich sollte so die Geschichte beginnen, aber hier ist kein verschneiter Winterwald und auch Weihnachtsmann Willi kann ich nirgends entdecken. Irgendetwas stimmt hier nicht. Der Kalender zeigt an, dass es Dezember ist und sogar der dritte Advent ist schon vorüber. Zu dieser Zeit sollte es schneien und auch der Weihnachtsmann müsste im Grunde genommen unermüdlich seine Arbeit verrichten. Aber wo ist er nur? Keiner hat ihn bisher gesehen. Irgendetwas muss wohl passiert sein. Das hat es noch nie gegeben und wenn er nicht bald auftaucht, wird Weihnachten wohl ausfallen müssen. Die Kinder sollten in den warmen Stuben sitzen und fröhlich ihre Weihnachtslieder singen, aber auch sie merken, dass etwas anders ist als sonst. Eine große unerklärliche Traurigkeit hat sich im ganzen Land ausgebreitet. „Ich glaube Weihnachten fällt dieses Jahr aus“, hört Micha seinen Onkel Ben sagen. „Das glaube ich langsam auch“, antwortet Tante Gertrude. „Vermutlich hat er verschlafen, denn sonst hätte man doch schon einmal was von ihm gehört oder ihn gesehen.“ Was, der Weihnachtsmann soll verschlafen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Willi, der Weihnachtsmann stapft durch den verschneiten Winterwald… </strong></p>
<p><strong>Eigentlich sollte so die Geschichte beginnen, aber hier ist kein verschneiter Winterwald und auch Weihnachtsmann Willi kann ich nirgends entdecken. Irgendetwas stimmt hier nicht.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>er Kalender zeigt an, dass es Dezember ist und sogar der dritte Advent ist schon vorüber. Zu dieser Zeit sollte es schneien und auch der Weihnachtsmann müsste im Grunde genommen unermüdlich seine Arbeit verrichten. Aber wo ist er nur? Keiner hat ihn bisher gesehen. Irgendetwas muss wohl passiert sein. Das hat es noch nie gegeben und wenn er nicht bald auftaucht, wird Weihnachten wohl ausfallen müssen.<br />
Die Kinder sollten in den warmen Stuben sitzen und fröhlich ihre Weihnachtslieder singen, aber auch sie merken, dass etwas anders ist als sonst. Eine große unerklärliche Traurigkeit hat sich im ganzen Land ausgebreitet.<br />
„Ich glaube Weihnachten fällt dieses Jahr aus“, hört Micha seinen Onkel Ben sagen.<br />
„Das glaube ich langsam auch“, antwortet Tante Gertrude. „Vermutlich hat er verschlafen, denn sonst hätte man doch schon einmal was von ihm gehört oder ihn gesehen.“<br />
Was, der Weihnachtsmann soll verschlafen haben? Das kann doch gar nicht sein. Micha wundert sich sehr. Bisher hat er sich nie Gedanken gemacht, ob ein Weihnachtsmann überhaupt schläft. Aber Tante Gertrude wird es schon wissen und Micha fragt sie deshalb:<br />
„Wann wacht er denn immer auf?“<br />
„Normalerweise ist er am ersten Advent schon munter und beginnt seine Geschenke einzupacken und manchmal verteilt er auch schon ein paar davon. Man hört ihn dann, wenn er mit seinem Sack auf dem Rücken polternden Schrittes durch die Straßen marschiert und an den Türen klopft, um eingelassen zu werden. Aber dieses Jahr erzählen die Menschen im ganzen Land, dass er noch niemand aufgesucht hat.“<br />
Tante Getrude macht ein nachdenkliches Gesicht und auch Onkel Ben legt die Stirn in tiefe Falten.<br />
„Hat der Weihnachtsmann denn keinen Wecker?“, will Micha wissen.<br />
„Eigentlich braucht er keinen. Er fällt nach Weihnachten in einen tiefen und wohlverdienten Schlaf“, erklärt Onkel Ben. „Und dann schläft er das ganze Frühjahr, den ganzen Sommer und den ganzen Herbst durch. Wenn dann die Tage wieder kürzer und die Nächte länger werden, dann fängt er langsam an wach zu werden.“<br />
„Und dieses Jahr ist er nicht aufgewacht?“, erkundigt sich Micha.<br />
Onkel Ben zuckt ratlos mit den Schultern und auch Tante Gertrude schaut sorgenvoll umher.<br />
„Ist er vielleicht tot?“, fragt Micha mit tränenerstickter Stimme. „Die Schildkröte von Papa ist nicht mehr aus dem Winterschlaf aufgewacht, weil sie einfach gestorben ist.“<br />
„Nein, nein!“, sagt Onkel Ben ganz bestimmt und Tante Gertrude fügt erklärend hinzu:<br />
„Weihnachtsmänner sterben nicht. Aber wenn sie schon ziemlich alt sind und vom vielen Arbeiten müde geworden sind, dann kann es passieren, dass sie verschlafen. Und wenn sie vergessen haben einen Weihnachtsmannlehrling einzuarbeiten, dann muss in dem Jahr Weihnachten ausfallen.“<br />
„Ist das schon einmal passiert?“<br />
Micha wird es immer ängstlicher zumute.<br />
„Ja, man erzählt sich, dass es ein einziges Mal vor vielen hunderten von Jahren vorgekommen ist. Seither aber niemals wieder“, weiß Tante Gertrude zu berichten.<br />
„Aber, wo ist der Weihnachtsmann denn? Jemand muss ihn doch aufwecken oder einen Weihnachtsmannlehrling finden. Wollen wir ihn nicht suchen gehen?“<br />
Micha ist total aufgeregt und will schon seinen Anorak vom Garderobenhaken nehmen, um nach draußen und auf die Suche zu gehen.<br />
Nicht nur Micha und seine Familie suchen den schlafenden Weihnachtsmann. Nein, das ganze Land ist in Aufruhr und jeder, der laufen kann, ist auf der Suche. Weihnachten ohne den Weihnachtsmann ist undenkbar. Auch das Christkind braucht ihn, denn er ist immer eine große Hilfe für das Christkind. Doch, was soll man machen? Niemand weiß wo er stecken könnte. So herrscht auf der Erde, aber auch im himmlischen Weihnachtsland die helle Aufregung. Sowohl oben als auch unten schmiedet man Pläne, wie man ihn finden kann.<br />
„Egal, wo er steckt“, sagt einer der Engel oben im Himmel, „ er muss erst einmal geweckt werden, dann ergibt sich alles von selbst.“<br />
„Papa und Mama stellen sich immer einen Wecker, damit sie nicht verschlafen“, stellt Micha unten auf der Erde fest. „Wenn der Weihnachtsmann keinen Wecker hat, dann wacht er doch viel zu spät auf.“<br />
„Der Junge hat recht“, meint der Pfarrer. „Wir müssen ihn wecken. Wozu haben wir eine neue Glocke gekauft?!“<br />
Ja, das ist die Idee! Sie lassen einfach die Glocken läuten. Das kann man bis zum Nachbardorf hören. Und auch dort fangen die Glocken an zu läuten. Und im nächsten Dorf auch und in der Stadt gibt es sogar gleich zwei Kirchen, die ihre Glocken erklingen lassen. So kommt es, dass plötzlich im ganzen Land die Kirchenglocken läuten.<br />
Das hören auch die Engel im Himmel und sie beginnen zu singen:<br />
„Süßer die Glocken nie klingen, als zur Weihnachtszeit …“<br />
Irgendwo auf einem Berg, im tiefen Wald, dort wo ihn niemals ein Mensch finden könnte, dringen die Glockenklänge und der Gesang der Engel an die Ohren des Weihnachtsmann Willi und kitzeln ihn wach. Verschlafen reckt er seine müden Glieder und öffnet langsam erst ein Auge und dann auch noch das zweite Auge. Es ist dunkel, nur der Mond steht am Himmel und die Sterne funkeln zu ihm hinunter. Sie funkeln so wunderschön wie sie es nur in der Weihnachtszeit tun. Der Weihnachtsmann schaut in diesen Sternenhimmel, hört die Glocken klingen und die Engelein singen und bekommt einen Riesenschreck.<br />
„Ohje, ich habe verschlafen!“ Ich muss mich sputen! Die Menschen warten auf mich!“<br />
Er lässt einen lauten Pfiff ertönen, um seine Rentiere zu rufen. Auch sie haben noch geschlafen, kommen aber jetzt gehorsam herbei. Schnell spannt er sie vor den Schlitten und entschwebt mit ihnen direkt ins himmlische Weihnachtsland, &#8211; in die Engelswerkstatt. Dort wartet man schon aufgeregt auf ihn und lädt sofort all die großen und kleinen Geschenke auf den Schlitten.<br />
Weihnachtsmann Willi sitzt schon auf seinem Schlitten, doch bevor er den Rentieren das Kommando zum Loslaufen gibt, winkt er einen der Engel herbei und ernennt ihn zum Weihnachtsmannlehrling.<br />
„Komm und spring auf! Dieses Jahr wirst du alles lernen, was ein Weihnachtsmann wissen muss. Nächstes Jahr übernimmst du meine Aufgaben und ich werde dich ein letztes Mal begleiten, dann bist du der Weihnachtsmann. Ich bin schon alt und müde. Diesmal ging noch einmal alles gut, Weihnachten wird pünktlich stattfinden. Aber der Zeitpunkt ist für mich gekommen, einem Jüngeren meinen Posten als Weihnachtsmann zu übertragen.“<br />
Weihnachtsmann Willi nimmt die Zügel in die Hand, schnalzt mit der Zunge und ab geht die Fahrt durch den Sternenhimmel hinab zur Erde, wo die Menschen ihn sehnsuchtsvoll erwarten.<br />
Auch Micha ist glücklich, denn Weihnachten ist gerettet. Fröhlich blickt er aus dem Fenster, während es draußen zu schneien begonnen hat.<br />
Und wenn er ganz genau hinsieht, kann er ihn sehen:</p>
<p>Willi, der Weihnachtsmann stapft durch den verschneiten Winterwald…</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Liebes Christkind</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/liebes-christkind/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2014 13:19:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Bescherung]]></category>
		<category><![CDATA[Brief]]></category>
		<category><![CDATA[Briefumschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Christkind]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsenen]]></category>
		<category><![CDATA[Firmament]]></category>
		<category><![CDATA[Flöte]]></category>
		<category><![CDATA[Heiliger Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[Ritual]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibschrift]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Wünsche]]></category>
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					<description><![CDATA[Peter sitzt zu Hause in seinem Büro und sichtet die Unterlagen, die meine Mutter ihm zur Durchsicht und eventuellen Entsorgung mitgegeben hat. Ich bin oben in meinem Arbeitszimmer und klappe gerade meinen Laptop auf. Es dauert keine zehn Minuten, da kommt von unten der Ruf:  „Astrid, komm doch mal!“  Wahrscheinlich braucht er ganz dringend eine Telefonnummer oder er will mich bezüglich eines Rechtschreibproblems befragen“, überlege ich mir so und verhalte mich erst einmal still, denn eigentlich möchte ich jetzt meine Arbeit nicht unterbrechen. Mein Mann denkt nämlich ich sei ein wandelndes Telefonbuch und ein Duden auf zwei Beinen. Sein Ruf nach mir wird dringlicher: „Komm doch mal! Das interessiert dich!“ Jetzt werde ich doch neugierig, denn anscheinend habe ich mich in meiner Vermutung getäuscht. „Schau mal, was ich hier habe“, sagt er und hält mir einen etwas vergilbten Briefumschlag entgegen. „Das gibt es doch gar nicht! Wo hast du denn den her?“ Ich greife sofort zu dem Briefumschlag ohne die Antwort von Peter abzuwarten, denn ich kann mir auch so denken, dass er ihn zwischen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Peter sitzt zu Hause in seinem Büro und sichtet die Unterlagen, die meine Mutter ihm zur Durchsicht und eventuellen Entsorgung mitgegeben hat. Ich bin oben in meinem Arbeitszimmer und klappe gerade meinen Laptop auf. Es dauert keine zehn Minuten, da kommt von unten der Ruf: </strong></p>
<p><strong>„Astrid, komm doch mal!“ </strong></p>
<p><span class="dropcap">W</span>ahrscheinlich braucht er ganz dringend eine Telefonnummer oder er will mich bezüglich eines Rechtschreibproblems befragen“, überlege ich mir so und verhalte mich erst einmal still, denn eigentlich möchte ich jetzt meine Arbeit nicht unterbrechen. Mein Mann denkt nämlich ich sei ein wandelndes Telefonbuch und ein Duden auf zwei Beinen. Sein Ruf nach mir wird dringlicher:<br />
„Komm doch mal! Das interessiert dich!“<br />
Jetzt werde ich doch neugierig, denn anscheinend habe ich mich in meiner Vermutung getäuscht.<br />
„Schau mal, was ich hier habe“, sagt er und hält mir einen etwas vergilbten Briefumschlag entgegen.<br />
„Das gibt es doch gar nicht! Wo hast du denn den her?“<br />
Ich greife sofort zu dem Briefumschlag ohne die Antwort von Peter abzuwarten, denn ich kann mir auch so denken, dass er ihn zwischen den Unterlagen von meiner Mutter entdeckt hat.<br />
Ich kenne die kindliche Handschrift, die den Adressat des Briefes bestimmt:</p>
<p style="text-align: center;">„An das Christkind<br />
0000/ im Himmel“</p>
<p>„Der ist ja von mir!“, rufe ich freudig aus und öffne den Umschlag, auf dessen Rückseite tatsächlich mein Absender steht. Eilig entfalte ich den Brief, der auf ebenfalls vergilbtem Papier geschrieben ist. Anscheinend hatte ich nur einen Vokabelblock zur Verfügung, denn das linierte Blatt ist in der Mitte senkrecht durch einen roten Strich geteilt. Briefkopf und die Unterseite sind mit gemalten Tannenzweigen, auf denen bunte brennende Kerzen zu sehen sind, verziert. Dazwischen befindet sich der Text, der auf den 16.12.68 datiert ist. Ich habe diesen Brief also genau vor 46 Jahren geschrieben. Ich freue mich riesig und lese auch sofort diesen Wunschzettel an das Christkind:</p>
<p style="text-align: center;">„Liebes Christkind!</p>
<p style="text-align: center;">Kommst du auch dieses Jahr zu uns?<br />
Dann komm doch bitte auch zu mir. Ich<br />
warte schon so lange auf Dich und ich<br />
freue mich schon das ganze Jahr. Die<br />
anderen Kinder freuen sich auch. Aber<br />
Du sollst nicht nur uns Kindern etwas<br />
mitbringen, unsere Eltern sollen doch<br />
auch etwas bekommen. Ich möchte Dir<br />
verraten was ich mir wünsche. Ich<br />
wünsche mir: Eine Flöte mit Noten, ein<br />
Paar Skischuhe und ein Kleid.</p>
<p style="text-align: center;">Herzliche Grüße<br />
Deine Astrid“</p>
<p style="text-align: left;">In schönster und fehlerfreier Schreibschrift habe ich damals den Brief geschrieben. Und ich weiß auch noch, dass das Christkind mir damals meine Wünsche erfüllt hat. Die Flöte habe ich noch heute. Sie liegt in meinem ehemaligen Kinderzimmer bei meiner Mutter und manchmal greift sich Peter das Instrument und flötet in den höchsten Tönen. Die Skischuhe habe ich jetzt nicht mehr bildlich vor Augen, aber da ich als Kind fleißig mit meinen Skiern gefahren bin, habe ich die Skischuhe wohl auch bekommen. An das Kleid allerdings habe ich keine oder nur noch eine äußerst dunkle und verschwommene Erinnerung, aber das ist ja auch normal in Anbetracht der Zeit, die inzwischen schon verstrichen ist.<br />
Inzwischen sitzen Peter und ich im Wohnzimmer und lassen Erinnerungen an das Christkind an uns vorüberziehen:<br />
„Ich bin ja mal gespannt, ob du auch dieses Weihnachten nicht vergisst deine alljährliche Prozedur am Heiligen Abend vor der Bescherung zu vollziehen“, richte ich mich an Peter, der schelmisch zu strahlen beginnt:<br />
„Wie sollte ich das vergessen!“, versichert er mir. „Das ist ein Relikt aus meiner Kindheit und damals hat es mein Opa Hermann und später mein Vater immer vollzogen.“<br />
Dieses Ritual geht folgendermaßen von statten:<br />
Nach dem Essen sitzen wir noch ein bisschen zusammen und unterhalten uns. Es werden Weihnachtslieder vorgespielt und gesungen. Manchmal holt Peter auch sein Akkordeon hervor und spielt. Irgendwann steht er auf und verlässt kurzzeitig das Zimmer. Von fern vernimmt man zunächst ein Klopfen, als er wieder das Zimmer betritt und sich gerade hingesetzt hat, hört man leise ein Glöckchen klingen. Urplötzlich springt er dann mit einem lauten <strong>„Da, da!“</strong> auf. Er rennt zur offen stehenden Haustür und zeigt mit ausgestreckter Hand hoch in den Himmel.<br />
<strong>„Da! Da ist das Christkind!“</strong><br />
Obwohl wir alle hinter ihm hergerannt sind und brav in den dunklen und sternenklaren Himmel hinauf schauen, haben wir noch niemals das Glück gehabt das Christkind zu sehen.<br />
Ich kann mich überhaupt nur an einen einzigen Menschen erinnern, der einst das Christkind gesehen hat. Das war in meiner Kindheit ein Nachbarjunge und Klassenkamerad von mir. Dieser hatte am Heiligen Abend durch das Schlüsselloch heimlich ins elterliche Wohnzimmer geschaut. Und da hat er es entdeckt. Er sah im Kerzenschein etwas Weißes, das laut seinen Angaben durch das Zimmer schwebte. Das war für ihn ziemlich eindeutig und so rannte er auch gleich zu seiner Mutter, um ihr mit strahlenden Augen aufgeregt zu verkünden:<br />
„<strong>Ich</strong> habe das Christkind gesehen!“<br />
Die Nachbarin hat diese Geschichte irgendwann einmal meiner Mutter erzählt, die sie mir wiederum später in meiner Jugend berichtet hat. Die Nachbarin hat allerdings noch hinzugefügt, dass sich zum Zeitpunkt der kindlichen Spionage ihr Ehemann, bekleidet mit einem weißen Oberhemd, im Wohnzimmer befand.<br />
Ja, so ist das eben, jeder möchte als Kind gerne einmal das Christkind sehen, aber die Erwachsenen tun immer so geheimnisvoll und manchmal nehmen sie den Kindern sogar die Chance auch nur einen einzigen Blick darauf zu werfen.<br />
„Stimmt“, sage ich zu Peter. „Kannst du dich erinnern als Timo noch ziemlich klein war?“<br />
Ich warte jedoch keine Antwort von meinem Mann ab, sondern schwelge gleich weiter in meinen Erinnerungen:<br />
„Ich denke, er war damals vielleicht drei oder vier Jahre.“<br />
Während mein Mann, mein Schwiegervater und ich im offenen Wohn- Esszimmerbereich rund um den Weihnachtsbaum zugange waren, befand sich der Rest der Familie, also die beiden Mütter, Peters Schwester und Timo, in der Küche. Wie das eben bei kleinen Kindern so ist, haben diese immer zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt die dringendsten Bedürfnisse.<br />
„Ich muss mal Pipi!“, verkündete Timo und trat dabei schon von einem Bein auf das andere.<br />
Da man beim Gang zum Badezimmer bedingt durch das Öffnen der Küchentür die Tätigkeiten im sogenannten Bescherzimmer hätte sehen können, griff sich meine Schwägerin ein Geschirrtuch. Dies wurde zur Augenbinde für unseren Sohn, der dies als äußerst spannend erachtete und ihn nur noch neugieriger auf die Bescherung und das Christkind werden ließ. Somit war ihm allerdings die Gelegenheit genommen einen einzigen Blick auf dieses himmlische Wesen zu erhaschen.<br />
Selbst bei Peters anschließendem und oben beschriebenem Ritual, war dies Timo nicht möglich, obwohl er in Windeseile seinem Vater auf den nächtlichen Balkon folgte und das gesamte Firmament absuchte. Das Christkind war wieder einmal für Sekundenbruchteile schneller.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Frohe und gesegnete Weihnachten!</strong></p>
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		<title>Ein schönes Geschenk</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2014 20:06:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Advent]]></category>
		<category><![CDATA[alte Dame]]></category>
		<category><![CDATA[Fest]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Momente]]></category>
		<category><![CDATA[schenken]]></category>
		<category><![CDATA[Trubel]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Am dritten Adventswochenende haben wir uns kurzentschlossen in den Trubel gestürzt. „Lass uns nach Berlin fahren und uns dem Rausch des Weihnachtsshoppings hingegeben“, habe ich meinem Mann vorgeschlagen. Es war einfach nur unbeschreiblich und schon ein bisschen  seltsam, wenn anscheinend alle zur gleichen Zeit auf die gleiche Idee kommen. Menschenmassen strömten durch die Straßen Berlins hinein in das Getümmel in den Kaufhäusern und den Weihnachtsmärkten.  Vom ersten Stock des Alexa aus konnte ich den Menschenstrom beobachten, der sich durch die weit geöffnete Tür auf der einen Seite den Weg nach innen und auf der anderen Seite nach außen bahnte. „Der Mensch ist tatsächlich ein Herdentier!“, dachte ich mir und mischte mich ebenfalls unter das Volk. Überall nur Schlangen, vor den Eingangstüren der Kaufhäuser, an den Kassen, an den Ständen, vor den Parkhäusern und selbstverständlich vor den Toiletten. „Warum tun wir Menschen uns dies nur jedes Jahr immer wieder an? Werden wir denn nicht schlauer?“, frage ich mich insgeheim. Eigentlich schon. Man nimmt es sich jedenfalls vor, doch das vorletzte Wochenende vor Weihnachten packt uns dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am dritten Adventswochenende haben wir uns kurzentschlossen in den Trubel gestürzt. „Lass uns nach Berlin fahren und uns dem Rausch des Weihnachtsshoppings hingegeben“, habe ich meinem Mann vorgeschlagen. Es war einfach nur unbeschreiblich und schon ein bisschen  seltsam, wenn anscheinend alle zur gleichen Zeit auf die gleiche Idee kommen. Menschenmassen strömten durch die Straßen Berlins hinein in das Getümmel in den Kaufhäusern und den Weihnachtsmärkten. </strong></p>
<p><span class="dropcap">V</span>om ersten Stock des Alexa aus konnte ich den Menschenstrom beobachten, der sich durch die weit geöffnete Tür auf der einen Seite den Weg nach innen und auf der anderen Seite nach außen bahnte. „Der Mensch ist tatsächlich ein Herdentier!“, dachte ich mir und mischte mich ebenfalls unter das Volk. Überall nur Schlangen, vor den Eingangstüren der Kaufhäuser, an den Kassen, an den Ständen, vor den Parkhäusern und selbstverständlich vor den Toiletten. „Warum tun wir Menschen uns dies nur jedes Jahr immer wieder an? Werden wir denn nicht schlauer?“, frage ich mich insgeheim. Eigentlich schon. Man nimmt es sich jedenfalls vor, doch das vorletzte Wochenende vor Weihnachten packt uns dann doch wieder die Unvernunft und unter dem Vorwand nur ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, sind wir unversehens wieder mitten drin im Leben. Wie die Ameisen tragen wir unsere Schätze nach Hause. Dafür, dass wir und alle anderen eigentlich nichts brauchen, haben wir an diesem Nichts ganz schön zu schleppen. Zu Hause wird dieses Nichts hübsch verpackt, gut versteckt, dann am Heiligen Abend unter den Tannenbaum gelegt und bei der Bescherung an die Lieben verteilt.<br />
Weihnachten ist das Fest der Freude und der Liebe. Aus Freude über die Geburt Jesu brachten damals die drei Weisen aus dem Morgenland ebenfalls Geschenke mit, nämlich Gold, Myrrhe und Weihrauch.<br />
So liegt nichts näher als unseren Lieben an diesem Fest ebenfalls eine Freude zu machen. Beschenkt zu werden bereitet Freude, idealerweise sogar auf beiden Seiten. (Dass in unserer heutigen Gesellschaft Weihnachten und damit auch das Schenken weitestgehend kommerzialisiert wird, steht auf einem anderen Blatt und sei hier auch nur nebenbei erwähnt.)<br />
Wichtig ist auch, das richtige Versteck für unser Geschenk zu wählen, denn der oder die Beschenkten sollten es zu ihrer eigenen Freude auch erst am Heiligen Abend unter dem Weihnachtsbaum finden.<br />
Meine Mutter erzählte mir diesbezüglich vor langer Zeit einmal eine Geschichte aus ihrer eigenen Kindheit:<br />
Ihr Bruder wusste, dass sie gerne las und kaufte ihr ein Buch. Noch heute weiß meine Mutter den Titel dieses Buches: „Der Trotzkopf“. Mein Onkel hatte es auch gut versteckt, aber anscheinend nicht gut genug, jedenfalls nicht für meine Mutter. Ich frage mich, ob es ein zufälliger Fund war oder ob meine Mutter damals sehr systematisch alle Ecken ausgesucht hatte, um schon vor Weihnachten einen Blick auf die Geschenke werfen zu können. Sie entdeckte jedenfalls das genannte Buch und verzog sich damit an einen stillen Ort, wo sie so schnell niemand vermutete. Zunächst wollte sie nur ein wenig das Buch durchblättern, doch die Buchstaben schienen sie magisch anzuziehen, denn sie fing an zu lesen.<br />
„Nur ein paar Seiten“, überlegte sie wohl. „Dann lege ich das Buch wieder zurück.“<br />
Gesagt, &#8211; getan. Doch schon am nächsten Tag holte sie es in einem geeigneten Moment wieder hervor. Die Hauptperson des Buches, ein zu Beginn der Erzählung 15jähriges Mädchen und dessen Leben zogen meine Mutter so in den Bann, dass sie fortan in jeder geeigneten Minute das Buch hervorholte und las. So passierte, was passieren musste: Sie hatte das Buch noch vor dem Heiligen Abend zu Ende gelesen. Als ihr Bruder bei der Bescherung das Buch eingepackt in ihre Hände legte und schon ihr freudiges Lächeln erwartete, schob sie es etwas zu schnell zur Seite und meinte kleinlaut: „Ach, ein Buch!“<br />
Das wiederum verwunderte den Bruder sehr, denn er wusste, dass seine Schwester eine leidenschaftliche Leserin war. Gleichzeitig machte ihn das seltsame Verhalten auch stutzig und regte ihn zu einer nicht gerade unwahrscheinlichen Vermutung an:<br />
„Das kleine Os (Biest) hat das Buch gefunden und ausgelesen!“, sollen laut den Erinnerungen meiner Mutter seine Worte gewesen sein.<br />
Eigentlich schade! Ich kann mir gut vorstellen, wie enttäuscht mein Onkel gewesen sein muss. Er hatte meiner Mutter ein Geschenk machen wollen, an dem sie Freude hätte und er hatte es bestimmt mit Liebe und Bedacht ausgesucht. Es war ja wohl auch ein gelungenes Geschenk, denn Freude hatte es meiner Mutter offensichtlich bereitet. Nur leider zum falschen Zeitpunkt. So hatte der Bruder nichts von der eigentlichen Freude meiner Mutter gespürt und zum Zeitpunkt des Schenkens war die Freude schon verflogen.<br />
Man sieht beim Schenken sollte die Freude auf beiden Seiten sein.<br />
Ich freute mich als Kind immer so sehr drauf, dass der Beschenkte sich freute, dass ich mein Geheimnis nicht für mich behalten konnte. So sagte ich zu meiner Mutter: „Ich kann es dir ja verraten, was ich dir schenken will, aber du musst es gleich wieder vergessen.“<br />
Ähnlich ergeht es manchmal noch heute unserem Sohn, denn er hat mich schon gar manches Mal gefragt: „Ich kann es dir doch auch gleich geben, oder?“ Ich muss dazu sagen, ich habe bisher immer dieser Versuchung widerstanden und doch lieber abgewartet.<br />
Das größte Geschenk, das man einem Menschen machen kann, ist ihm Zeit zu schenken. Zeit, die man gemeinsam mit demjenigen verbringt. Ich habe neulich eine wahre Geschichte von einem Taxifahrer in New York gelesen, der einer alten Dame dieses Geschenk gemacht hat und ihr damit wahrscheinlich sogar eine große letzte Freude bereitet hat (http://www.steffenkirchner.de/blog/zeit-als-geschenk-eine-bewegende-geschichte/ Stand: 14.12.2014).<br />
Dieser Taxifahrer wurde zu einem Haus gerufen und der Fahrgast war eine 90jährige Dame. Ihr Fahrziel war ein Hospiz. Sie wollte unbedingt durch die Innenstadt fahren, obwohl dies einen erheblichen Umweg bedeutete. Sie zeigte dem Taxifahrer das Haus, in dem sie in jungen Jahren mit ihrem verstorbenen Mann gelebt hatte, das Hotel in dem sie an der Rezeption gearbeitet hatte, ein Möbelhaus, das früher eine Tanzbar gewesen war und wo sie selbst früher das Tanzbein geschwungen hatte. Sie fuhren die ganze Nacht durch die Stadt und manchmal bat sie den Taxifahrer an bestimmten Häusern oder Häuserreihen langsamer zu fahren. Schweigend betrachtete sie dann alles und es schien dem Taxifahrer als hätte sie sich auf eine Zeitreise begeben. Als schon der Morgen graute bat sie ihn dann zu ihrem eigentlichen Ziel zu fahren, wo man sie schon längst erwartet hatte. Sie hatte keine Familie mehr und war ganz allein. Der Arzt hatte ihr gesagt, dass sie nicht mehr lange zu leben hätte. Der Taxifahrer, der übrigens kein Geld für diese Fahrt verlangte, hatte ihr seine Zeit geschenkt, denn diese Fahrt sollte für den Abend seine letzte sein, dann hätte seine Schicht geendet. Mit dieser Zeit hatte er der alten Dame ein Geschenk gemacht, das unendlich mehr wert war als ein Sack voller Dollarscheine.<br />
In unserer oft hektischen Welt Zeit füreinander zu haben, auf einander einzugehen und sich freundlich zu begegnen ist ein Geschenk, das vielfach unterschätzt wird, das aber einfach nur selbstverständlich sein sollte. Dies konnte ich an dem hektischen 3. Adventwochenende gewissermaßen als Zeuge miterleben.<br />
Wir standen gerade in einem Kaufhaus vor einer Schmuckvitrine und betrachteten die Auslage, beziehungsweise ließen uns verschiedene Schmuckstücke zeigen. Auf einmal hörte ich eine junge Frau neben mir sagen: „Sie sind wie ein richtiges vorweihnachtliches Geschenk! Sie sind eine wirklich nette Verkäuferin!“<br />
Ich blickte von der jungen Frau zu der betreffenden Verkäuferin und konnte alles nachvollziehen, denn im Gegensatz zu der uns bedienenden Verkäuferin, die nur mürrisch ihre Arbeit verrichtete, hatte ihre Kollegin Freude an ihrer Arbeit. Sie machte sozusagen mit ihrer Zeit und Freundlichkeit der Kundin eine Freude. Beide strahlten sich an und schenkten sich gewissermaßen gegenseitig ihre Freude.</p>
<p style="text-align: center;">Es sind eben doch die kleinen Dinge im Leben, die uns Freude bereiten und uns strahlen lassen. Momente des Glücks inmitten einer hektischen Welt.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Ein schönes Geschenk!</strong></p>
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		<item>
		<title>Total überraschend und unverhofft</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/total-ueberraschend-und-unverhofft/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2014 15:37:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Besinnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt Jesu]]></category>
		<category><![CDATA[Hektik]]></category>
		<category><![CDATA[Herzen]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[schöne Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[traurige Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[überraschend]]></category>
		<category><![CDATA[unverhofft]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[Jedes Jahr nehme ich mir vor mich rechtzeitig auf Weihnachten vorzubereiten. „Gleich wenn wir aus dem Sommerurlaub kommen, schreibe ich mir alle Wünsche auf, die ein Familienmitglied so nebenbei erwähnt. Wenn ich etwas sehe, was einer von uns brauchen könnte, dann besorge ich das auch gleich“, überlege ich mir. Seltsamerweise wird nie etwas aus diesem guten Vorsatz und es ist jedes Jahr das selbe Spiel: Weihnachten kommt immer total überraschend und unverhofft. Bedingt durch unseren diesjährigen Aufenthalt in Abu Dhabi und Bangkok in den Wochen vor dem ersten Advent war für uns Weihnachten noch überraschender. Es war wie ein Sprung ins kalte Wasser. Umso intensiver sind jetzt unsere Bemühungen wieder in den Tritt zu kommen, d.h. alles zu erledigen, was eigentlich schon erledigt hätte sein sollen. Und das ist nicht gerade wenig. So werden jetzt Plätzchen gebacken, Einkäufe getätigt, die Gans bestellt, Geschenke gekauft, Weihnachtsfeiern vorbereitet und besucht, Weihnachtsschmuck hervor gekramt, der Weihnachtsbaum wird ausgesucht, aufgestellt und geschmückt. Die Mütter müssen aus einer Entfernung von sechshundert Kilometern abgeholt werden. Alles muss für das Festessen vorbereitet &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jedes Jahr nehme ich mir vor mich rechtzeitig auf Weihnachten vorzubereiten. „Gleich wenn wir aus dem Sommerurlaub kommen, schreibe ich mir alle Wünsche auf, die ein Familienmitglied so nebenbei erwähnt. Wenn ich etwas sehe, was einer von uns brauchen könnte, dann besorge ich das auch gleich“, überlege ich mir. Seltsamerweise wird nie etwas aus diesem guten Vorsatz und es ist jedes Jahr das selbe Spiel: Weihnachten kommt immer total überraschend und unverhofft.</strong></p>
<p><span class="dropcap">B</span>edingt durch unseren diesjährigen Aufenthalt in Abu Dhabi und Bangkok in den Wochen vor dem ersten Advent war für uns Weihnachten noch überraschender. Es war wie ein Sprung ins kalte Wasser. Umso intensiver sind jetzt unsere Bemühungen wieder in den Tritt zu kommen, d.h. alles zu erledigen, was eigentlich schon erledigt hätte sein sollen. Und das ist nicht gerade wenig. So werden jetzt Plätzchen gebacken, Einkäufe getätigt, die Gans bestellt, Geschenke gekauft, Weihnachtsfeiern vorbereitet und besucht, Weihnachtsschmuck hervor gekramt, der Weihnachtsbaum wird ausgesucht, aufgestellt und geschmückt. Die Mütter müssen aus einer Entfernung von sechshundert Kilometern abgeholt werden. Alles muss für das Festessen vorbereitet sein, nichts darf fehlen. Und das alles neben der eigentlichen und täglichen Arbeit, dem Beruf, den Terminen und Schriftlichkeiten. Der Kopf schwirrt, die Hektik bricht herein und der Stress ist da.<br />
Ich frage mich: „Wo bleibt die viel besungene Besinnlichkeit?“<br />
Man sollte sich Nischen schaffen, Momente der Ruhe und Besinnlichkeit, sonst bleibt nicht nur die Vorfreude auf der Strecke, sondern auch das Fest selbst.<br />
„Und das ist nicht Sinn der Sache“, überlege ich mir. „Weihnachten ist etwas anderes als Hektik und Stress.“<br />
Die Christen feiern an Weihnachten die Geburt Jesu und das seit über 2000 Jahren. Egal ob mit christlichem Hintergrund oder ohne, in jedem Fall ist es ein Fest der Familie und der Liebe, aber heutzutage rückt der Mensch alles andere in den Vordergrund. Der Perfektionismus ist wichtiger geworden als die Sache selbst.<br />
„So will ich das nicht!“, beschließe ich, öffne unseren Schrank mit den Fotoalben und fange an zu stöbern.<br />
„Da liegen ja auch meine alten Tagebücher“, stelle ich fest. „Mal sehen, was in meiner Jugend so um die Weihnachtszeit los war.“<br />
Mit 13 Jahren, so lese ich und erinnere mich wieder, hatte ich einen heimlichen Verehrer, der mir ein Päckchen mit einem Teddy und einer Kette mit einem Herzchen schickte.<br />
Mit 15 schenkte mir meine Mutter ein Armband, das sie einst von meinem Vater geschenkt bekam, im zarten Alter von 17 Jahren war ich verliebt und mit achtzehn Jahren saß ich Weihnachten gemeinsam mit meiner Mutter am Krankenbett meines Vaters, der in der Adventszeit einen Herzinfarkt erlitten hatte.<br />
Mit 19 erlebte ich dann meine ersten Weihnachten mit meinem geliebten Peter und im Sommer darauf finde ich den letzten Eintrag in meinem Tagebuch. Jetzt konnte und kann ich ja mit ihm alle meine kleinen und großen Freuden und Sorgen teilen.<br />
Ich blättere nun in den Fotoalben und finde ein Foto, auf dem unser damals fünfmonatiger Sohn Timo, Peter und ich abgebildet sind und zeige es Peter.<br />
„Ich kann mich noch ganz genau erinnern, das war ein ganz schönes Hin und Her!“, meint er.<br />
Wir hatten einen Termin beim Fotografen vereinbart, weil wir den stolzen Großeltern von Timo zum Weihnachtsfest ein Bild von uns Dreien schenken wollten.<br />
„Na ja“, grinse ich. „Erkläre mal einem Baby, dass es genau in die Kamera schauen und nach einer Stunde immer noch fröhlich lachen soll!“<br />
Die Fotografin hatte sich richtig Mühe gegeben, immer mit einem Spielzeug oberhalb der Kamera gewackelt und komische Laute von sich gegeben. Trotz aller Bemühungen fand unser Sohn anscheinend alles andere im Raum interessanter als das Quietscheentchen der Fotografin. Auf jeden Fall hatte die Fotografin keine einfache Aufgabe zu erfüllen, aber sie versuchte sich tapfer der Sache zu stellen. Allerdings hatte Timo nach fast einer Stunde die Nase gestrichen voll, so dass er dies auch deutlich zum Ausdruck brachte. Und genau in diesem Augenblick schaute er direkt in die Kamera und die junge Frau drückte auf den Auslöser. Was herauskam, war ein unvergesslicher Moment, in dem Timo grimmig in die Kamera schaute und einen Schmollmund aufsetzte. Und genau dieses Foto fanden wir soooo süß, dass wir es rahmen ließen und verschenkten. Noch heute hat eben dieses Foto in unserem Heim einen Ehrenplatz.<br />
In meinem Kopf ziehen plötzlich viele Weihnachtsabende vorüber:</p>
<p>Zu einem Weihnachtsfest, ich war damals zehn Jahre alt, erhielt ich meine erste mechanische Schreibmaschine. Ich sehe mich noch, als ich im Wohnzimmer mehr oder weniger unter dem Weihnachtsbaum begann meine erste Geschichte zu tippen, während meine Eltern auf dem Sofa eingeschlafen waren. Die Hauptperson hieß Dhana, soviel weiß ich noch, mehr aber nicht mehr.</p>
<p>Meist durfte ich schöne Weihnachten erleben, doch es gab auch traurige Weihnachten oder solche, die durch die kommenden Ereignisse zu traurigen wurden. So zum Beispiel das letzte Weihnachtsfest mit meinem Vater, dem im darauffolgenden Frühjahr eine schwere Herzoperation bevorstand und der davon überzeugt war, diese nicht zu überleben, was sich leider auch bewahrheitet hat. So konnte er unsere zwei Jahre spätere Hochzeit nicht mehr miterleben und hat nie seinen Enkelsohn kennengelernt, über den er sich mit Sicherheit sehr gefreut hätte.<br />
Traurig denke ich auch an das letzte Weihnachtsfest mit meinem Schwiegervater zurück, der dann in den ersten Wochen des neuen Jahres verstarb.<br />
Wenn ich bei Dunkelheit durch die weihnachtlich erleuchteten Straßen gehe oder fahre und die vielen Lichter hinter den Fenstern sehe, denke ich manchmal:<br />
„Wie mag es den Menschen hinter diesen Fenstern ergehen? Welche Freude oder welches Leid mag sich dahinter verbergen?“<br />
Das Märchen von Hans Christian Andersen, das von dem kleinen Mädchen mit den Schwefelhölzchen erzählt, kommt mir in den Sinn. Dieses Mädchen ist in einer kalten Winternacht erfroren. Auch kann ich mich an eine Erzählung von Werner Wollenberger erinnern, die auf einer wahren Begebenheit beruht und in der ein todkrankes Mädchen noch einmal Weihnachten erleben möchte. Ein ganzes Dorf spielt mit, wenn Weihnachten auf den 2. Dezember vorverlegt wird, weil das Mädchen es sonst nicht mehr erlebt hätte. Es stirbt 2 Tage nach dem Fest. (de.wikipedia.org/wiki/Janine_feiert_Weihnachten, Stand: 10.12. 2014)</p>
<p>Ich denke das lässt uns erkennen:<br />
Weihnachten ist mehr als nur Tannenbaum, Festessen, Geschenke und Besinnlichkeit.<br />
<strong>Wir sollten unsere Herzen öffnen, mit Freude und Liebe aufeinander zugehen, &#8211; aber nicht nur zur Weihnachtszeit!</strong></p>
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