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	<title>Stern &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Das Glitzersternchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Dec 2020 11:58:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Halsband]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Mühe]]></category>
		<category><![CDATA[Schrank]]></category>
		<category><![CDATA[Sperrmüll]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war einmal ein kleines Glitzersternchen. Es lag mit vielen anderen Sternchen in einer Schachtel und diese stand in einem Schrank. Ganz hinten in der Ecke. Vor vielen Jahren hatte sie einst eine ältere Dame gekauft, dort abgestellt und vergessen. Niemand schenkte ihnen Beachtung. Manchmal wurden sie mitsamt der Schachtel ein bisschen nach links oder nach rechts verschoben. Kein Mensch hatte Interesse an ihnen, aber auch niemand entsorgte sie. So verbrachten sie ihr ganzes Leben in Dunkelheit. Zwar waren sie alle beisammen, aber sie fühlten sich nutzlos. Sie waren dafür bestimmt gewesen Menschen durch ihre Anwesenheit Freude zu schenken. Sie wollten auf einem schön gedeckten Tisch erstrahlen, funkelnd auf Geschenken oder Karten kleben. Immer wenn sich die Schranktür öffnete, hatten sie die Hoffnung nun endlich ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt zu werden. Doch leider hatten sie die ältere Dame, die die Besitzerin des Schrankes zu sein schien, schon lange nicht mehr gesehen. Auch die Schranktür wurde seit geraumer Zeit nicht mehr geöffnet.  Eines Tages jedoch leerten fremde Menschen den gesamten Schrankinhalt aus, doch die Packung mit &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es war einmal ein kleines Glitzersternchen. Es lag mit vielen anderen Sternchen in einer Schachtel und diese stand in einem Schrank. Ganz hinten in der Ecke. Vor vielen Jahren hatte sie einst eine ältere Dame gekauft, dort abgestellt und vergessen.</strong> <strong>Niemand schenkte ihnen Beachtung. Manchmal wurden sie mitsamt der Schachtel ein bisschen nach links oder nach rechts verschoben. Kein Mensch hatte Interesse an ihnen, aber auch niemand entsorgte sie.</strong></p>
<p><span class="dropcap">S</span>o verbrachten sie ihr ganzes Leben in Dunkelheit. Zwar waren sie alle beisammen, aber sie fühlten sich nutzlos. Sie waren dafür bestimmt gewesen Menschen durch ihre Anwesenheit Freude zu schenken. Sie wollten auf einem schön gedeckten Tisch erstrahlen, funkelnd auf Geschenken oder Karten kleben. Immer wenn sich die Schranktür öffnete, hatten sie die Hoffnung nun endlich ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt zu werden. Doch leider hatten sie die ältere Dame, die die Besitzerin des Schrankes zu sein schien, schon lange nicht mehr gesehen. Auch die Schranktür wurde seit geraumer Zeit nicht mehr geöffnet.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Eines Tages jedoch leerten fremde Menschen den gesamten Schrankinhalt aus, doch die Packung mit den Sternchen hatten sie vergessen herauszunehmen.</p>
<p>Irgendwann begann der Schrank sich wie von Geisterhand zu bewegen und sie rutschten mitsamt der Packung im Inneren des Schrankes hin und her. Sie stießen aneinander und taten sich gegenseitig weh. Tumult brach unter ihnen aus, jeder beschimpfte den anderen, diese Schubserei mit Absicht zu machen. So zerstritten sich die Sternchen und waren alle sehr traurig. Und vor lauter Traurigkeit versanken sie in einen langen, tiefen, aber traumlosen Schlaf.</p>
<p>Eines Tages jedoch wurden sie durch eine Kinderstimme geweckt. Es war keine laute und schrille Stimme. Nein, sie klang fröhlich und freundlich. Sie gehörte einem etwa fünfjährigem Mädchen namens Lena. Nur so rief sie niemand. Jeder sagte einfach Lenchen zu ihr:</p>
<p>„Das ist aber ein hübscher Schrank, Mama.“</p>
<p>„Ja, ich bin froh, dass der freundliche Herr aus dem Haus gegenüber ihn uns geschenkt hat. Er wollte ihn schon morgen zum Sperrmüll stellen. Der Schrank hat seiner Mutter gehört, aber die ist nun leider gestorben. Weißt du, sie war schon sehr alt und krank.“</p>
<p>Lenchen nickte traurig, aber nach einer kleinen Weile sagte sie:</p>
<p>„Das war doch richtig nett von dem Mann, dass er uns den Schrank gegeben hat. Ja und geholfen hat er auch noch ihn in unsere Wohnung zu tragen. “</p>
<p>Lenchen war total begeistert und hüpfte aufgeregt um ihre Mutter herum.</p>
<p>„Lass uns den Schrank einräumen. Hilfst du mir dabei?“, fragte die Mutter.</p>
<p>Ja und so kam es, dass Lenchen plötzlich die Schachtel mit den Glitzersternchen entdeckte.</p>
<p>„Schau nur Mama, was ich gefunden habe. Darf ich die behalten?“</p>
<p>Und damit waren die Sternchen wieder aus ihrem tiefen Schlaf erwacht. Sie wurden aus der Schachtel geschüttet. Sie purzelten durcheinander und freuten sich endlich auf dem Holztisch zu liegen und ihn durch ihr Funkeln zu schmücken. Sie wussten, dass sie schon bald ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt werden würden und das machte sie froh. Doch ein einziges Sternchen wollte nicht aus der Schachtel heraus. Es hielt sich am Rand des Bodens fest. Erst als Lenchen es bemerkte, ließ es sich bereitwillig herausnehmen.</p>
<p>„Du bist aber ein besonders hübsches Sternchen“, meinte Lenchen und drehte den kleinen Stern behutsam zwischen ihren zarten Fingerchen. „Du glitzerst viel schöner als die anderen.“</p>
<p>Das Sternchen freute sich und gab sich alle Mühe besonders intensiv zu strahlen und zu funkeln. Lenchen legte es auf das Fensterbrett in ihrem Zimmer und immer wenn das Mondlicht oder ein Sonnenstrahl auf es fielen, dann glitzerte es so prächtig, wie es das Mädchen niemals zuvor gesehen hatte.</p>
<p>Lenchen beschloss dem Sternchen einen Ehrenplatz zu geben. Sie malte ein Bild, auf dem ein Mädchen, ein Mann, eine Frau und ein Hund zu sehen waren. Sie alle waren in einem Garten mit vielen bunten Blumen und Bäumen. Für Lena war dies der Inbegriff einer glücklichen Familie. Dem Hund schenkte sie den Glitzerstern für sein Halsband.</p>
<p>Das Bild hängte sie über ihr Bett an die Wand. Jeden Abend vor dem Schlafengehen betrachtete sie es stumm und schickte dem Herrgott die Bitte der Mutter einen guten Mann zu schenken. Denn dann wären sie wieder eine richtige Familie. So wie früher als Lenas Vater noch lebte.</p>
<p>Die Tage vergingen und das Jahr begann sich dem Ende zuzuneigen. Der Herrgott schien ihre Bitte nicht erhören zu wollen, denn immer noch gab es nur Mutter und Lenchen, die bescheiden in der kleinen Dachgeschosswohnung lebten. Die Mutter hatte es nicht leicht, sie musste alleine das Geld verdienen, das die Beiden zum Leben brauchten.</p>
<p>Am Silvesterabend brachte die Mutter eine Packung Wunderkerzen mit nach Hause. Feuerwerk, so wie es in vielen Familien üblich war, konnte und wollte sie sich nicht leisten. Die Raketen waren zu teuer und das Geld zu schade, um es einfach in den Himmel zu schießen. Doch Lenchen war ein genügsames und dankbares Kind. Sie freute sich als die Mutter sie kurz vor Mitternacht weckte, ihr die Wunderkerzen gab und mit ihr hinunter auf die Straße ging, wo sich die Menschen versammelten, um das neue Jahr mit einem großen Feuerwerk zu begrüßen.</p>
<p>„Schau nur Mama!“, rief sie begeistert aus. „Es schneit und gleich wird das Feuerwerk beginnen!“</p>
<p>Die Turmuhr schlug zur Mitternachtsstunde und noch bevor der letzte Glockenschlag verklungen war, stiegen die ersten Raketen in den Nachthimmel auf und erhellten ihn in den buntesten und prächtigsten Farben.</p>
<p>„Oh, ist das schön! Und dort drüber das ist noch viel schöner! Nein, das hier ist noch tausendmal schöner!“</p>
<p>Lenchen kam gar nicht aus dem Staunen heraus.</p>
<p>„Prosit Neujahr!“, rief sie mit den Menschen um die Wette, hüpfte und tanzte vor Freude im Schnee, der mittlerweile die gesamte Straße bedeckte.</p>
<p>„Hoppla, junge Dame! Nicht so wild, sonst fällst du noch hin!“, hörte sie plötzlich eine sympathische Männerstimme, die sie aufblicken ließ.</p>
<p>„Mama, das ist doch der nette Herr, der uns den wunderschönen Schrank geschenkt hat!“, rief Lenchen aus und sah, wie die Mutter und der Mann sich die Hände reichten und sich gegenseitig ein gutes neues Jahr wünschten. Das Mädchen bemerkte, wie dabei ein Strahlen über das Gesicht der Mutter huschte und sie fast ein wenig verlegen aussah. Und noch etwas bemerkte Lenchen: Der nette Herr hielt einen niedlichen Hund an der Leine, an dessen Halsband ein kleiner glitzernder Stern baumelte.</p>
<p>Da wusste Lenchen ganz sicher, dass das neue Jahr ein gutes Jahr werden würde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;"><b>Happy </b><b>New</b><b> </b><b>Year!!!</b></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;"><b>Ich wünsche Euch allen ein gesundes neues Jahr!!!</b></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/ohje-das-faengt-ja-gut/">Ohje, das fängt ja gut an!</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-entfuehrung/">Die Entführung</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/aus-dem-leben-meiner-kuechenuhr/">Aus dem Leben meiner Küchenuhr</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Oma Lena und ihre Schatztruhe</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/oma-lena-und-ihre-schatztruhe/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Aug 2018 06:50:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Brief]]></category>
		<category><![CDATA[Hochzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzengel]]></category>
		<category><![CDATA[Stern]]></category>
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					<description><![CDATA[Magdalena sitzt in ihrem Lieblingssessel, die Hände im Schoß gefaltet und die Augen geschlossen. Ihr faltiges Gesicht zeugt von einem gelebten Leben, aber auch von einer inneren Zufriedenheit. Sie hält ein kleines Mittagsschläfchen, was ihr in ihrem hohen Alter von Herzen gegönnt sei. In wenigen Wochen wird sich ihr Geburtstag zum 103. mal jähren.  Sie war in den Wirren des Ersten Weltkrieges geboren und hatte ihre Eltern gleich zu Beginn des zweiten Weltkriegs verloren. Drei Jahre später fand sie ihr großes Glück, doch auch Edgar musste sie vor mehr als einem Jahrzehnt zu Grabe tragen. Mit ihm war sie in inniger Liebe verbunden. Drei Kindern schenkte sie das Leben, einem Jungen und zwei Mädchen.  „Ich bin schon eine ganz schön alte Schachtel“, pflegt sie zu sagen, wenn man sie auf ihr Alter anspricht. Ihre Stimme klingt kein bisschen zittrig, sondern fest und klar wie bei einer Achtzigjährigen. Inzwischen ist sie allerdings schon mehrfache Oma und stolze Urgroßmutter von einem Zwillingspärchen. Alle nennen sie einfach nur „Oma Lena“ und lieben sie abgöttisch. Während des zweiten Weltkrieges &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Magdalena sitzt in ihrem Lieblingssessel, die Hände im Schoß gefaltet und die Augen geschlossen. Ihr faltiges Gesicht zeugt von einem gelebten Leben, aber auch von einer inneren Zufriedenheit. Sie hält ein kleines Mittagsschläfchen, was ihr in ihrem hohen Alter von Herzen gegönnt sei. In wenigen Wochen wird sich ihr Geburtstag zum 103. mal jähren.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">S</span>ie war in den Wirren des Ersten Weltkrieges geboren und hatte ihre Eltern gleich zu Beginn des zweiten Weltkriegs verloren. Drei Jahre später fand sie ihr großes Glück, doch auch Edgar musste sie vor mehr als einem Jahrzehnt zu Grabe tragen. Mit ihm war sie in inniger Liebe verbunden. Drei Kindern schenkte sie das Leben, einem Jungen und zwei Mädchen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ich bin schon eine ganz schön alte Schachtel“, pflegt sie zu sagen, wenn man sie auf ihr Alter anspricht. Ihre Stimme klingt kein bisschen zittrig, sondern fest und klar wie bei einer Achtzigjährigen. Inzwischen ist sie allerdings schon mehrfache Oma und stolze Urgroßmutter von einem Zwillingspärchen. Alle nennen sie einfach nur „Oma Lena“ und lieben sie abgöttisch.<br />
Während des zweiten Weltkrieges fand sie nicht nur ihren Edgar, sondern mit ihm auch noch eine liebe Freundin. Luisa war die Schwester ihres Mannes<span class="Apple-converted-space">  </span>und damit ihre Schwägerin, aber vor allen Dingen ihre beste Freundin. Einige Jahre durften sie miteinander verbringen, dann heiratete diese und zog in eine andere Stadt, weit weg von Magdalena. Beide hielten den Kontakt durch Briefe, doch eines Tages erhielt Magdalena eine traurigen Nachricht von Luisas Mann. Sie war bei der Geburt ihres ersten Kindes verstorben. Da Luisas Gatte die Briefe von Magdalena fein säuberlich in einem Kästchen gefunden hatte, ließ er diese seiner Schreiberin wieder zukommen. Diese bewahrte sie bis zum heutigen Tag auf. Und noch mehr: Magdalena hatte nie aufgehört Luisa zu schreiben und von ihrem Leben zu berichten. Es gab Zeiten, da schrieb sie jeden Tag, dann Monate keine einzige Zeile, um dann wieder einen langen und ausführlichen Bericht folgen zu lassen. Erst mit 95 Jahren, als ihre Hände zittriger wurden und die Augen müder, beendete Magdalena ihre Schreiben an ihre liebe längst verstorbene Freundin. Magdalena hatte alle Briefe eines Jahres fein säuberlich mit einem farbigen Band gebündelt und ein Zettelchen mit der Jahreszahl angeheftet. Die Stapel wurden mit der Zeit kleiner und zum Schluss waren es nur noch zwei oder drei Briefe pro Jahr. Danach begann sie die unzähligen Briefe zu lesen oder später dann sich vorlesen zu lassen,- bis heute.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Mit diesen Briefen zieht ihr ganzes Leben wieder an ihr vorbei, sie durchlebt alle Höhen und Tiefen, jede Freude, aber auch jeden Kummer noch einmal. Sorgsam aufbewahrt hütet sie diese Briefe wie einen kostbaren Schatz in einer kleinen Schatztruhe.<br />
Auch heute darf eine kleine Lesestunde nicht fehlen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Bitte Klara“, fordert sie ihre Urenkelin auf, „lies mir ein bisschen vor.“<br />
Klara, die bereits in die dritte Klasse geht, nimmt einen Stapel aus der Truhe und öffnet die lila Schleife mit deren Band das Bündel zusammengehalten ist.<span class="Apple-converted-space">  </span>Das kleine Zettelchen mit der Jahreszahl trägt die Aufschrift „1993“.<br />
„Da haben mein Edgar und ich goldene Hochzeit gefeiert“, erinnert sie sich und ein Strahlen erhellt ihr Gesicht.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Lies nur, mein Kind! Es wird dir gefallen!“, ermutigt Oma Lena ihre Urenkeltochter Klara.</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><em>„Meine liebe Luisa,</em></span></p>
<p><span style="color: #0000ff;"><em>lange habe ich keinen Brief mehr an Dich geschrieben, weiß ich doch, dass Du von dort, wo Du bist, über mich und meine Familie wachst. Die Ereignisse besonders der letzten Tage möchte ich aber unbedingt mit Dir teilen. Du wirst Dich sicher sehr darüber freuen.</em></span><br />
<span style="color: #0000ff;"><em>Edgar und ich sind nun schon seit 50 Jahren glücklich verheiratet. Dachte ich doch damals kurz nach der Hochzeit, dass unsere Ehe unter einem schlechten Stern stehen würde. Du erinnerst Dich, ich habe ein paar Wochen nach unserer Vermählung bei Gartenarbeiten meinen Ehering verloren. Alle haben wir gebuddelt und gesucht, aber der Ehering blieb spurlos verschwunden. </em></span><br />
<span style="color: #0000ff;"><em>Edgar hat sich das Geld vom Mund abgespart und mir dann zu unserem zweiten Hochzeitstag einen neuen Ring gekauft, den ich noch heute mit Stolz an meinem rechten Ringfinger trage.</em></span><br />
<span style="color: #0000ff;"><em>Doch stell Dir vor, was am Tag unserer Goldenen Hochzeit passiert ist: </em></span><br />
<span style="color: #0000ff;"><em>Die Schwiegertochter meines Sohnes, Du weißt er lebt mit seiner Familie in unserem Haus, hat die Gartenarbeit als ihr Hobby auserkoren. Anna, so heißt sie, brauchte ein paar Karotten, denn sie wollte die Platten mit dem Schnittchen besonders schön dekorieren, also ging sie in den Garten. Edgar und ich saßen gerade auf unserem gemütlichen Balkon, als ein Schrei aus dem Garten kam. Und gleich darauf hörten wir jemand die Treppe zu unserer Wohnung hinauf  spurten. Sekunden später klopfte es heftig an unsere Wohnungstür. Als wir öffneten stand  Anna davor und hielt uns eine Karotte hin. </em></span><br />
<span style="color: #0000ff;"><em>„Schaut nur!“ rief sie aus und deutete auf<span class="Apple-converted-space">  </span>eine Stelle an der Karotte, die seltsam verdickt schien.</em></span><br />
<span style="color: #0000ff;"><em>Nun, die Karotte war kein besonderes Prachtexemplar, aber sie versetzte uns in ein Staunen, das zunächst seinen Ausdruck in Sprachlosigkeit fand und dann in Tränen<span class="Apple-converted-space">  </span>endete. Nein, es waren keine Tränen der Trauer, es waren Tränen der Freude.<span class="Apple-converted-space"> </span></em></span><br />
<span style="color: #0000ff;"><em>Vielleicht ahnst Du schon, was ich Dir erzählen möchte:<span class="Apple-converted-space"> </span></em></span><br />
<span style="color: #0000ff;"><em>Eingewachsen in die Karotte, glitzerte mein Ehering und strahlte uns entgegen. Naja, so sehr gestrahlt hat er zunächst nicht, aber Edgar brachte ihn noch am selben Morgen zum Juwelier und hat ihn tüchtig polieren lassen. Und am Nachmittag im Gottesdienst zu Ehren unserer Goldenen Hochzeit hat er ihn mir an den Ringfinger meiner linken Hand gesteckt.</em></span><br />
<span style="color: #0000ff;"><em>Ist das nicht schön?!!! Ich bin überglücklich und könnte die ganze Welt umarmen, doch besonders meinen Edgar.“</em></span><br />
<span style="color: #0000ff;"><em>Wärst Du jetzt bei mir, so würde ich auch Dich fest in die Arme schließen.</em></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #0000ff;"><em>Deine stets in tiefer Zuneigung verbundene Freundin</em></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #0000ff;"><em>Magdalena</em></span></p>
<p>Als Klara von dem Brief aufblickt, sieht sie wie ihrer Oma ein paar Tränen über das Gesicht kullern.<br />
„Du weinst ja“, sagt sie erschrocken. „Das war doch sooo eine schöne Geschichte!“<br />
„Das ist keine Geschichte,- das ist mein Leben. Und die Tränen sind Freudentränen, aber auch Tränen der Trauer um meinen geliebte Edgar und meine beste Freundin Luisa.“<br />
„Soll ich Dir etwas bringen?“, fragt Klara, die möchte, dass Oma Lena wieder strahlt.<br />
„Ja! Gib mir bitte das letzte Bündel Briefe.“<br />
„Es ist nur noch ein Einziger da!“, erwidert Klara und hält ihn hoch.<br />
„Gib mir bitte diesen Brief und dann kannst du mich ruhig alleine lassen und spielen gehen. Ich lese den letzten Brief selbst. Bestimmt warten deine Spielkameraden schon auf dich.“<br />
Als Anna eine Stunde später das Abendessen nach oben bringt, findet sie Oma Lena in ihrem Lehnsessel und den letzten Brief in der Hand haltend.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Bevor sie friedlich für immer eingeschlafen ist, hat sie mit zittriger Schrift noch einen letzten Satz unter die Zeilen des Briefes geschrieben:</p>
<p><span style="color: #0000ff;"><em>Luisa und Edgar waren meine Schutzengel, nun folge ich ihnen und wir wachen gemeinsam über Euch, meine geliebte Familie.</em></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #0000ff;"><em>In Liebe<span class="Apple-converted-space"> </span></em></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #0000ff;"><em>Oma Lena</em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/chaotische-familie/">Meine ganz normale, chaotische Familie</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-sache-mit-der-vorahnung/">Die Sache mit der Vorahnung</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/unser/">Unser zweites Kennenlernen</a></p>
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		<title>Das Glitzersternchen</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/das-glitzersternchen/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/das-glitzersternchen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Dec 2017 10:16:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[Schrank]]></category>
		<category><![CDATA[Stern]]></category>
		<category><![CDATA[Tumult]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=4788</guid>

					<description><![CDATA[Es war einmal ein kleines Glitzersternchen. Es lag mit vielen anderen Sternchen in einer Schachtel und diese stand in einem Schrank. Ganz hinten in der Ecke. Vor vielen Jahren hatte sie einst eine ältere Dame gekauft, dort abgestellt und vergessen. Niemand schenkte ihnen Beachtung. Manchmal wurden sie mitsamt der Schachtel ein bisschen nach links oder nach rechts verschoben. Kein Mensch hatte Interesse an ihnen, aber auch niemand entsorgte sie. So verbrachten sie ihr ganzes Leben in Dunkelheit. Zwar waren sie alle beisammen, aber sie fühlten sich nutzlos. Sie waren dafür bestimmt gewesen Menschen durch ihre Anwesenheit Freude zu schenken. Sie wollten auf einem schön gedeckten Tisch erstrahlen, funkelnd auf Geschenken oder Karten kleben. Immer wenn sich die Schranktür öffnete, hatten sie die Hoffnung nun endlich ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt zu werden. Doch leider hatten sie die ältere Dame, die die Besitzerin des Schrankes zu sein schien, schon lange nicht mehr gesehen. Auch die Schranktür wurde seit geraumer Zeit nicht mehr geöffnet. Eines Tages jedoch leerten fremde Menschen den gesamten Schrankinhalt aus, doch die Packung mit &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es war einmal ein kleines Glitzersternchen. Es lag mit vielen anderen Sternchen in einer Schachtel und diese stand in einem Schrank. Ganz hinten in der Ecke. Vor vielen Jahren hatte sie einst eine ältere Dame gekauft, dort abgestellt und vergessen. Niemand schenkte ihnen Beachtung. Manchmal wurden sie mitsamt der Schachtel ein bisschen nach links oder nach rechts verschoben. Kein Mensch hatte Interesse an ihnen, aber auch niemand entsorgte sie.</strong><br />
<span class="dropcap">S</span>o verbrachten sie ihr ganzes Leben in Dunkelheit. Zwar waren sie alle beisammen, aber sie fühlten sich nutzlos. Sie waren dafür bestimmt gewesen Menschen durch ihre Anwesenheit Freude zu schenken. Sie wollten auf einem schön gedeckten Tisch erstrahlen, funkelnd auf Geschenken oder Karten kleben. Immer wenn sich die Schranktür öffnete, hatten sie die Hoffnung nun endlich ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt zu werden. Doch leider hatten sie die ältere Dame, die die Besitzerin des Schrankes zu sein schien, schon lange nicht mehr gesehen. Auch die Schranktür wurde seit geraumer Zeit nicht mehr geöffnet. Eines Tages jedoch leerten fremde Menschen den gesamten Schrankinhalt aus, doch die Packung mit den Sternchen hatten sie vergessen herauszunehmen.<br />
Irgendwann begann der Schrank sich wie von Geisterhand zu bewegen und sie rutschten mitsamt der Packung im Inneren des Schrankes hin und her. Sie stießen aneinander und taten sich gegenseitig weh. Tumult brach unter ihnen aus, jeder beschimpfte den anderen, diese Schubserei mit Absicht zu machen. So zerstritten sich die Sternchen und waren alle sehr traurig. Und vor lauter Traurigkeit versanken sie in einen langen, tiefen, aber traumlosen Schlaf.<br />
Eines Tages jedoch wurden sie durch eine Kinderstimme geweckt. Es war keine laute und schrille Stimme. Nein, sie klang fröhlich und freundlich. Sie gehörte einem etwa fünfjährigem Mädchen namens Lena. Nur so rief sie niemand. Jeder sagte einfach Lenchen zu ihr.<br />
„Das ist aber ein hübscher Schrank, Mama.“<br />
„Ja, ich bin froh, dass der freundliche Herr aus dem Haus gegenüber ihn uns geschenkt hat. Er wollte ihn schon morgen zum Sperrmüll stellen. Der Schrank hat seiner Mutter gehört, aber die ist nun leider gestorben. Weißt du, sie war schon sehr alt und krank.“<br />
Lenchen nickt traurig, aber nach einer kleinen Weile sagt sie:<br />
„Das war doch richtig nett von dem Mann, dass er uns den Schrank gegeben hat. Ja und geholfen hat er auch noch ihn in unsere Wohnung zu tragen. “<br />
Lenchen ist total begeistert und hüpft aufgeregt um ihre Mutter herum.<br />
„Lass uns den Schrank einräumen. Hilfst du mir dabei?“, fragte die Mutter.<br />
Ja und so kam es, dass Lenchen plötzlich die Schachtel mit den Glitzersternchen entdeckte.<br />
„Schau nur Mama, was ich gefunden habe. Darf ich die behalten?“<br />
Und damit waren die Sternchen wieder aus ihrem tiefen Schlaf erwacht. Sie wurden aus der Schachtel geschüttet. Sie purzelten durcheinander und freuten sich endlich auf dem Holztisch zu liegen und ihn durch ihr Funkeln zu schmücken. Sie wussten, dass sie schon bald ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt werden würden und das machte sie froh. Doch ein einziges Sternchen wollte nicht aus der Schachtel heraus. Es hielt sich am Rand des Bodens fest. Erst als Lenchen es bemerkte, ließ es sich bereitwillig herausnehmen.<br />
„Du bist aber ein besonders hübsches Sternchen“, meinte Lenchen und drehte den kleinen Stern behutsam zwischen ihren zarten Fingerchen. „Du glitzerst viel schöner als die anderen.“<br />
Das Sternchen freute sich und gab sich alle Mühe besonders intensiv zu strahlen und zu funkeln. Lenchen legte es auf das Fensterbrett in ihrem Zimmer und immer wenn das Mondlicht oder ein Sonnenstrahl auf es fielen, dann glitzerte es so prächtig, wie es das Mädchen niemals zuvor gesehen hatte.<br />
Lenchen beschloss dem Sternchen einen Ehrenplatz zu geben. Sie malte ein Bild, auf dem ein Mädchen, ein Mann, eine Frau und ein Hund zu sehen waren. Sie alle waren in einem Garten mit vielen bunten Blumen und Bäumen. Für Lena war dies der Inbegriff einer glücklichen Familie. Dem Hund schenkte sie den Glitzerstern für sein Halsband.<br />
Das Bild hängte sie über ihr Bett an die Wand. Jeden Abend vor dem Schlafengehen betrachtete sie es stumm und schickte dem Herrgott die Bitte der Mutter einen guten Mann zu schenken. Denn dann wären sie wieder eine richtige Familie. So wie früher als Lenas Vater noch lebte.<br />
Die Tage vergingen und das Jahr begann sich dem Ende zuzuneigen. Der Herrgott schien ihre Bitte nicht erhören zu wollen, denn immer noch gab es nur Mutter und Lenchen, die bescheiden in der kleinen Dachgeschosswohnung lebten. Die Mutter hatte es nicht leicht, sie musste alleine das Geld verdienen, das die Beiden zum Leben brauchten.<br />
Am Silvesterabend brachte die Mutter eine Packung Wunderkerzen mit nach Hause. Feuerwerk, so wie es in vielen Familien üblich war, konnte und wollte sie sich nicht leisten. Die Raketen waren zu teuer und das Geld zu schade, um es einfach in den Himmel zu schießen. Doch Lenchen war ein genügsames und dankbares Kind. Sie freute sich als die Mutter sie kurz vor Mitternacht weckte, ihr die Wunderkerzen gab und mit ihr hinunter auf die Straße ging, wo sich die Menschen versammelten, um das neue Jahr mit einem großen Feuerwerk zu begrüßen.<br />
„Schau nur Mama!“, rief sie begeistert aus. „Es schneit und gleich wird das Feuerwerk beginnen!“<br />
Die Turmuhr schlug zur Mitternachtsstunde und noch bevor der letzte Glockenschlag verklungen war, stiegen die ersten Raketen in den Nachthimmel auf und erhellten ihn in den buntesten und prächtigsten Farben.<br />
„Oh, ist das schön! Und dort drüber das ist noch viel schöner! Nein, das hier ist noch tausendmal schöner!“<br />
Lenchen kam gar nicht aus dem Staunen heraus.<br />
„Prosit Neujahr!“, rief sie mit den Menschen um die Wette, hüpfte und tanzte vor Freude im Schnee, der mittlerweile die gesamte Straße bedeckte.<br />
„Hoppla, junge Dame! Nicht so wild, sonst fällst du noch hin!“, hörte sie plötzlich eine sympathische Männerstimme, die sie aufblicken ließ.<br />
„Mama, das ist doch der nette Herr, der uns den wunderschönen Schrank geschenkt hat!“, rief Lenchen aus und sah, wie die Mutter und der Mann sich die Hände reichten und sich gegenseitig ein gutes neues Jahr wünschten. Das Mädchen bemerkte, wie dabei ein Strahlen über das Gesicht der Mutter huschte und sie fast ein wenig verlegen aussah. Und noch etwas bemerkte Lenchen: Der nette Herr hielt einen niedlichen Hund an der Leine, an dessen Halsband ein kleiner glitzernder Stern baumelte.<br />
Da wusste Lenchen ganz sicher, dass das neue Jahr ein gutes Jahr werden würde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #0000ff;"><strong>Happy <span style="color: #ff0000;">New</span> <span style="color: #008000;">Year!!!</span></strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;"><strong>Ich wünsche Euch allen ein gesundes neues Jahr!!!</strong></span></p>
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]]></content:encoded>
					
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		<title>Der große Tag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2016 05:03:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[beschützt]]></category>
		<category><![CDATA[Fernrohr]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzengel]]></category>
		<category><![CDATA[Schützling]]></category>
		<category><![CDATA[Stern]]></category>
		<category><![CDATA[Tag]]></category>
		<category><![CDATA[Tee]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die kleine Schutzengelschülerin Felicita. Sie langweilte sich so sehr in der Schule und wollte doch so gerne ganz schnell ein richtiger Schutzengel sein. Deshalb bat sie den Mann im Mond um Hilfe und er konnte ihr sogar ein bisschen helfen. Doch in die Schule gehen, musste sie trotzdem noch &#8211; ein ganzes Jahr lang. Inzwischen ist sie ein ganzes Stück gewachsen und hat alle Prüfungen in der Schutzengelschule mit Bravur bestanden. Heute nun ist es endlich soweit. Der große Tag ist da. Sie hat ihr schönstes Kleid angezogen, das lange weiße Kleid mit den goldenen Punkten und Bordüren. Ein goldener Reif ziert ihr Haar, das in langen blonden Locken bis zu ihren Schultern reicht. Felicita tritt aufgeregt von einem Fuß auf den anderen. Zuerst erhält sie ihr Schutzengelzeugnis und ein dickes Lob der Lehrerin: „Du bist meine beste Schülerin und wer dich als Schutzengel bekommt, kann ganz beruhigt sein.“ „Dankeschön“, sagt Felicita und senkt bescheiden ihren Blick. „Mit Freude überreiche ich dir heute nun auch den Engelsstab mit dem &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die kleine Schutzengelschülerin <a href="http://lifetellsstories.de/felicita-und-der-mann-im-mond/">Felicita</a>. Sie langweilte sich so sehr in der Schule und wollte doch so gerne ganz schnell ein richtiger Schutzengel sein. Deshalb bat sie den Mann im Mond um Hilfe und er konnte ihr sogar ein bisschen helfen. Doch in die Schule gehen, musste sie trotzdem noch &#8211; ein ganzes Jahr lang.</strong></p>
<p><span class="dropcap">I</span>nzwischen ist sie ein ganzes Stück gewachsen und hat alle Prüfungen in der Schutzengelschule mit Bravur bestanden. Heute nun ist es endlich soweit. Der große Tag ist da. Sie hat ihr schönstes Kleid angezogen, das lange weiße Kleid mit den goldenen Punkten und Bordüren. Ein goldener Reif ziert ihr Haar, das in langen blonden Locken bis zu ihren Schultern reicht. Felicita tritt aufgeregt von einem Fuß auf den anderen. Zuerst erhält sie ihr Schutzengelzeugnis und ein dickes Lob der Lehrerin:<br />
„Du bist meine beste Schülerin und wer dich als Schutzengel bekommt, kann ganz beruhigt sein.“<br />
„Dankeschön“, sagt Felicita und senkt bescheiden ihren Blick.<br />
„Mit Freude überreiche ich dir heute nun auch den Engelsstab mit dem goldenen Stern an der Spitze“, sagt die Lehrerin in feierlichem Ton. „Jetzt bist du endlich ein richtiger Schutzengel und darfst einen Menschen auf der Erde beschützen. Denk daran, das ist keine leichte Aufgabe und manchmal muss man einen Menschen auch erst überzeugen, dass es uns Schutzengel gibt und er uns braucht.“<br />
Felicita ist unendlich stolz und strahlt über das ganze Gesicht.<br />
„Wissen Sie denn schon, wen ich beschützen soll?“, fragt sie die Lehrerin schüchtern.<br />
„Nein, liebe Felicita, das weiß ich nicht. Oh, mir fällt gerade ein, dass ich euch noch das Wichtigste von allem mit auf den Weg geben muss“, gesteht die Lehrerin.<br />
„Hört mal alle gut her!“, wendet sie sich an alle Schutzengelschüler, die heute ihr Abschlusszeugnis und ihren Engelsstab erhalten. „Eigentlich wird euch euer Schützling nicht zugeteilt, sondern ihr erwählt ihn selbst.“<br />
Jetzt bricht Unruhe unter den Schülern aus.<br />
„Wie soll das gehen?“<br />
„Was müssen wir tun?“<br />
„Wie finden wir diesen Menschen?“<br />
„Müssen wir das ganz alleine tun?“<br />
Alle fragen und rufen durcheinander und sind total aufgeregt. Wie konnte die Lehrerin dies nur vergessen? Oder durfte sie es erst jetzt verraten? Wahrscheinlich muss es solange ein Geheimnis bleiben, bis auch alle Prüfungen bestanden sind und jeder den Engelsstab erhalten hat. Die Engel überlegen hin und her und schließlich schauen sie die Lehrerin mit fragenden Augen an.<br />
„Nacheinander darf jetzt jeder von euch durch das lange Fernrohr blicken und die Menschen solange beobachten, bis jeder einzelne Schutzengel seinen Schützling gefunden hat“, erklärt sie nun.<br />
„Ich will zuerst!“<br />
„Nein, ich bin zuerst an der Reihe!“<br />
„Lass mich doch vor!“<br />
„Halt! Halt“, ermahnt die Lehrerin ihre Absolventen. „Schaut auf euren Stern am Engelsstab. Erst wenn er leuchtet, dann darf der betreffende Engel an das Fernrohr heran treten und seine Auswahl treffen.“<br />
Felicita steht ganz artig da und wartet geduldig ab, bis sie endlich an der Reihe ist und durch das Fernrohr zur Erde blicken darf. Doch dann reißt sie ihre blauen Augen ganz weit auf, damit ihr nichts entgeht und sie den Menschen findet, der nur <em>sie</em> braucht und für den <em>sie</em> bestimmt ist. Wenn sie diese Person sieht, dann wird sie sofort wissen: Hier ist jemand, der <em>meine</em> Hilfe braucht und den <em>ich</em> ein Leben lang beschützen werde.<br />
Ihr Blick fällt in eine Konditorei.<br />
„Oh, was gibt es hier leckere Sachen!“, denkt Felicita. „Aber ich darf mich nicht von meiner eigentlichen Aufgabe ablenken lassen. Ich muss mich gut konzentrieren, sonst kann ich meinen Schützling nicht finden und das wäre furchtbar.“<br />
Ein kurzer Moment vergeht und dann ist es passiert.<br />
„Da!“, ruft sie plötzlich aus. „Da ist der Mensch, den ich von nun an beschützen werde!“<br />
Filicita stellt das Fernrohr etwas schärfer ein und jetzt kann sie alles ganz genau sehen. Sie sieht eine junge Frau und einen jungen Mann. Beide stehen vor der Kuchentheke und bewundern die leckeren Torten. Während der Mann sich für ein Stück Obsttorte mit Sahne und einen Milchkaffee entscheidet, wählt die junge Frau eine Portion von der Eierlikörtorte und einen Tee aus. Felicita sieht wie der Mann mit Kaffee und Kuchen an einem runden Tisch in der hinteren Ecke des kleinen Cafés Platz nimmt. Die Frau stellt ihren Kuchenteller auf ein Tablett und die Bedienung reicht ihr auch noch das gefüllte Teeglas auf einem Unterteller. Felicita hält die Luft an, denn die ganze Angelegenheit sieht etwas wackelig aus. Die Untertasse und das Teeglas gehören definitiv nicht zusammen. Schon bei den ersten Schritten der Frau beginnt das mit Tee gefüllte Glas verdächtig zu wackeln und zu wanken.<br />
„Pass auf!“, ruft Felicita der jungen Frau zu, doch diese kann sie nicht hören. Auch hat diese anscheinend noch nicht bemerkt, dass das Glas immer mehr ins Wackeln gerät. Jetzt ist dringend Felicitas Hilfe gefragt. Aber was soll sie nur tun? Wenn das Glas umkippt, wird sich die Frau an dem kochenden Tee verbrühen. Blitzschnell denkt Felicita an all das, was sie in den vielen Jahren in der Schutzengelschule gelernt hat. Und jetzt weiß sie auch, was sie tun muss.<br />
Schnell ist der kleine Schutzengel Felicita unsichtbar an der Seite der jungen Frau. Sie tippt ihr sachte mit dem Engelsstab auf die Schulter. Die junge Frau zuckt ein wenig, denn anscheinend hat sie etwas gespürt. Plötzlich fällt wie durch Zufall ihr Blick auf das Glas. Sie versucht es auszubalancieren, damit es nicht umkippt. Doch eigentlich ist es schon fast zu spät, denn das Wackeln des Glases steigert sich. Felicita muss noch etwas anderes unternehmen. Schnell blickt sie sich im Raum um. Der Freund der jungen Frau sitzt zu weit entfernt und hat von alledem nichts bemerkt. Aber einige Schritte weiter sieht Felicita einen älteren sympathischen Herrn an einem anderen Tisch sitzen. Diesen berührt der kleine Schutzengel ebenfalls mit dem Engelsstab, woraufhin dieser die junge Frau erblickt und die Gefahr erkennt. Felicita eilt zurück zu ihrem Schützling und dann geht auf einmal alles ganz schnell.<br />
Die junge Frau gerät in Panik, da das Glas immer mehr ins Wanken gerät. Felicita dirigiert sie behutsam und unsichtbar in Richtung des älteren Herrn. Dieser erhebt sich spontan, während die junge Frau wie durch eine innere Eingebung schnurstracks auf ihn zuläuft. Der Herr eilt ihr mit ausgestreckten Armen zwei Schritte entgegen und ergreift geschickt mit beiden Händen das Teeglas.<br />
Nicht nur die junge Frau atmet erleichtert auf, sondern auch Felicita, denn sie hat soeben ihre erste Bewährungsprobe bestanden. Nun kennt sie ihren Schützling, die junge Frau, an deren Seite sie nun als Schutzengel tätig sein darf. Sie wird ihr Bestes tun, um sie bei kleinen und großen Gefahren zu beschützen. Und manchmal wird die junge Frau einen unerklärlichen Hauch oder ein zartes unsichtbares Berühren verspüren. Das ist dann Felicita, die sie auf all ihren Wegen begleitet und beschützt.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-3892 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6578-1024x682.jpg" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6578-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6578-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6578-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6578-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6578.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Ich wünsche uns allen jederzeit und auf all unseren Wegen einen Schutzengel an unserer Seite.</strong></em></p>
<p style="text-align: left;">Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/felicita-und-der-mann-im-mond/">Felicita und der Mann im Mond</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/danke-lieber-schutzengel/">Danke lieber Schutzengel</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/zotti-im-weihnachtsland/">Zotti im Weihnachtsland</a></p>
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