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	<title>Schokolade &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Der Engel im Schnee</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Dec 2021 14:40:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
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		<category><![CDATA[Schnee]]></category>
		<category><![CDATA[Schokolade]]></category>
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					<description><![CDATA[Klein-Luisa ist mit Oma Susanne spazieren. Sie stapfen durch den Winterwald. Unter ihren Füßen knirscht der Neuschnee. Es ist herrlich und die Kleine hat viel Freude an der weißen Pracht. Sie verlassen den Wald und gelangen auf eine Wiese. „Schau mal Oma“, ruft Luisa aus. „Da liegt ein Engel im Schnee.“ „Ja, solche Engel haben wir früher auch immer gemacht“, erzählt die Großmutter. „Das geht ganz einfach. Wollen wir es versuchen?“ So kommt es, dass die Beiden sich auf den Rücken in den Schnee legen. Sie strecken die Arme links und rechts waagrecht im Schnee aus. Danach schieben sie mit den Armen den Schnee bogenförmig weg, so dass sich auf jeder Seite des Körpers ein Halbkreis bildet. Vorsichtig stehen sie wieder auf und vor ihnen liegen nun zwei Engel mit Flügeln.  Luisa ist so begeistert, dass sie sofort wieder an einer anderen Stelle im Schnee liegt. Als sie gerade die Flügel „zaubern“ will, hält sie etwas in der Hand. Zunächst denkt sie, dass es ein Stein ist, aber bei näherer Betrachtung entpuppt sich diese Etwas &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Klein-Luisa ist mit Oma Susanne spazieren. Sie stapfen durch den Winterwald. Unter ihren Füßen knirscht der Neuschnee. Es ist herrlich und die Kleine hat viel Freude an der weißen Pracht. Sie verlassen den Wald und gelangen auf eine Wiese.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„S</span>chau mal Oma“, ruft Luisa aus. „Da liegt ein Engel im Schnee.“</p>
<p>„Ja, solche Engel haben wir früher auch immer gemacht“, erzählt die Großmutter. „Das geht ganz einfach. Wollen wir es versuchen?“</p>
<p>So kommt es, dass die Beiden sich auf den Rücken in den Schnee legen. Sie strecken die Arme links und rechts waagrecht im Schnee aus. Danach schieben sie mit den Armen den Schnee bogenförmig weg, so dass sich auf jeder Seite des Körpers ein Halbkreis bildet. Vorsichtig stehen sie wieder auf und vor ihnen liegen nun zwei Engel mit Flügeln.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Luisa ist so begeistert, dass sie sofort wieder an einer anderen Stelle im Schnee liegt. Als sie gerade die Flügel „zaubern“ will, hält sie etwas in der Hand. Zunächst denkt sie, dass es ein Stein ist, aber bei näherer Betrachtung entpuppt sich diese Etwas als ein kleiner Engel. Er ist ganz aus Glas, hat zwei zarte Flügel, hält ein Herz in der Hand und über seinem Kopf schwebt ein Heiligenschein.</p>
<p>„Ist der schön!!!“, ruft das Mädchen aus. „Darf ich ihn mit nach Hause nehmen?“</p>
<p>„Wie er wohl hierher gekommen sein mag?“, überlegt Oma Susanne. „Hier ist niemand und uns ist auch niemand begegnet, der ihn verloren haben könnte.“</p>
<p>Luisa ist stolz auf ihren Fund und hat es plötzlich eilig nach Hause zu kommen. Das Engelchen hält sie fest umschlossen in ihrer kleinen Hand.</p>
<p>„Er ist sehr zerbrechlich“, sagt sie. Ich muss gut auf den Engel aufpassen.“</p>
<p>Vor lauter Aufregung, aber sicherlich auch aufgrund der winterlichen Temperaturen hat das Mädchen richtig rote Wangen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Eine halbe Stunde später sitzt sie in der warmen Stube vor einer Tasse heißer Schokolade und betrachtet strahlend den kleinen gläsernen Engel, der vor ihr auf dem Tisch steht. Die Großeltern sitzen ihr gegenüber und freuen sich mit der Enkeltochter.</p>
<p>„Wie er wohl dort in den Schnee gekommen ist?“, beginnt nun auch der Großvater zu überlegen.</p>
<p>„Oma meint, ihn hat jemand verloren“, gibt ihm Luisa zur Antwort. „Aber das glaube ich nicht.“</p>
<p>„Aha“, runzelt Opa Kurt die Stirn. „Welche Erklärung hast du denn?“</p>
<p>„Bestimmt ist er vom Himmel gefallen“, überlegt Luisa. „Er wollte zu uns Menschen auf die Erde.“</p>
<p>„Das hätte er auch gekonnt, wenn er an Weihnachten mit dem Christkind gekommen wäre. Ich glaube aber, dass es ganz anders passiert ist“, macht der Großvater das Mädchen neugierig.</p>
<p>„Wie denn? Bitte Opa, erzähl doch!“</p>
<p>„Das würde ich ja gerne, aber ich muss mich beeilen und noch schnell das Auto in die Werkstatt bringen. Dort holt mich Onkel Bernd ab. Ich soll ihm helfen den neuen Schrank im Wohnzimmer aufzubauen. Das wird sicher ein Weilchen dauern und ich werde erst am späten Abend zurück sein. Du wirst dann bestimmt schon schlafen.“</p>
<p>„Och!!! Bitte Opa!!! Es dauert doch gar nicht lange!!!“</p>
<p>Luisa ist enttäuscht, denn der Großvater schlüpft schon in seine Winterjacke, holt die Autoschlüssel und eilt zur Haustür hinaus.<br />
Das kleine Mädchen nimmt ihren gläsernen Engel und geht in ihr Kinderzimmer, das die Großeltern extra für sie eingerichtet haben. Sie setzt sich auf ihr Bett und betrachtet das Engelchen.</p>
<p>„Kannst du mir nicht verraten, wie du auf die Erde gekommen bist?“, sagt sie und bewundert, das zarte Figürchen, das allerdings stumm bleibt.</p>
<p>Doch plötzlich vernimmt Luisa ein helles Stimmchen:</p>
<p>„Naja, du weißt doch, dass sich nicht nur die Menschen auf der Erde auf Weihnachten freuen. Auch wir Engel im Himmel sind fröhlich, tanzen und singen vor Freude. Ja und ich habe wohl zu nahe am Rand der Wolke getanzt und dann bin ich runtergefallen. Zum Glück bin ich im Schnee gelandet und habe mir nichts gebrochen. Allerdings bin ich zu Eis geworden. Da es geschneit hat, lag ich nun unter dem Schnee und erst du hast mich gefunden. Als du mich in die Hand genommen hast, habe ich mich in Glas verwandelt. So konntest du mich mit nach Hause nehmen. Dafür bin ich dir sehr dankbar. Schau nur ich habe dir aus Dankbarkeit ein Herz mitgebracht und will dir damit Liebe und Glück schenken.“</p>
<p>Danach verstummt das Stimmchen und Luisa schläft noch ein Weilchen traumlos weiter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-weihnachtsmannmuetze/">Die Weihnachtsmannmütze</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/mein-zweites-weihnachten/">Mein drittes Weihnachtsfest</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/arme-kleine-gans/">Arme kleine Gans</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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		<title>Seine letzte Tour</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Dec 2020 09:53:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Gewicht]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrling]]></category>
		<category><![CDATA[Rentier]]></category>
		<category><![CDATA[Schokolade]]></category>
		<category><![CDATA[Tollpatsch]]></category>
		<category><![CDATA[Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an Weihnachtsmann Willi. Letztes Jahr hat der alte Weihnachtsmann doch tatsächlich verschlafen und es herrschte große Aufregung unter den Menschen auf der Erde, aber auch im Himmel bei den Engeln. Doch Willi konnte geweckt werden und alles ging gut aus. Er hat sogar einen Weihnachtsmannlehrling ernannt, der ihm ein wenig geholfen hat. Dieses Jahr soll dieser noch einmal mit Willi die Aufgaben eines Weihnachtsmannes erledigen und ab nächstem Jahr ist dieser Lehrling dann selbst der Weihnachtsmann. Man sollte denken, dass jetzt alles in Ordnung sei und alles seinen geregelten Gang geht. Weit gefehlt, denn schon wieder ist im Himmel die größte Aufregung und alle Engel sind ratlos, was zu tun ist. „Habt Ihr schon gehört?: Der Weihnachtsmannlehrling Rudi ist krank. Ihm geht es total schlecht“, sagt ein kleines Engelchen zu der restlichen Engelschar in der Himmelswerkstatt. „Was hat er denn?“ „Wie können wir ihm helfen?“ „Ohje, er soll doch dem Weihnachtsmann helfen und ihn dann für die nächsten hundert Jahre ablösen.“ „Der Weihnachtsmann Willi schafft das nicht alleine und Weihnachten &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an Weihnachtsmann Willi. Letztes Jahr hat der alte Weihnachtsmann doch tatsächlich verschlafen und es herrschte große Aufregung unter den Menschen auf der Erde, aber auch im Himmel bei den Engeln. Doch Willi konnte geweckt werden und alles ging gut aus. Er hat sogar einen Weihnachtsmannlehrling ernannt, der ihm ein wenig geholfen hat. Dieses Jahr soll dieser noch einmal mit Willi die Aufgaben eines Weihnachtsmannes erledigen und ab nächstem Jahr ist dieser Lehrling dann selbst der Weihnachtsmann.</b></p>
<p><span class="dropcap">M</span>an sollte denken, dass jetzt alles in Ordnung sei und alles seinen geregelten Gang geht. Weit gefehlt, denn schon wieder ist im Himmel die größte Aufregung und alle Engel sind ratlos, was zu tun ist.<br />
„Habt Ihr schon gehört?: Der Weihnachtsmannlehrling Rudi ist krank. Ihm geht es total schlecht“, sagt ein kleines Engelchen zu der restlichen Engelschar in der Himmelswerkstatt.<br />
„Was hat er denn?“<br />
„Wie können wir ihm helfen?“<br />
„Ohje, er soll doch dem Weihnachtsmann helfen und ihn dann für die nächsten hundert Jahre ablösen.“<br />
„Der Weihnachtsmann Willi schafft das nicht alleine und Weihnachten darf nicht ausfallen. Stellt Euch all die vielen traurigen Kinder vor, die schon sehnsüchtig auf den Weihnachtsmann warten!“<br />
Alle reden plötzlich durcheinander und keiner weiß einen Rat, wie dieses schwerwiegende Problem zu lösen ist. Da meldet sich der kleine Engel wieder zu Wort:<br />
„Rudis Bart ist schon ganz lang gewachsen, seine Engelsflügel sind verschwunden und er sieht auch sonst schon aus, wie ein richtiger Weihnachtsmann, aber er hat ganz starke Bauchweh. Er meint allerdings, dass er in drei Tagen bestimmt wieder fit ist und seine Arbeit machen kann.“<br />
„Solange kann der Weihnachtsmann Willi aber nicht warten. Er schafft es sonst nicht die Geschenke zu allen Kindern zu bringen. Jetzt ist wirklich guter Rat teuer“, meint die Chefin der Himmelswerkstatt verzweifelt.<br />
„Ich hätte da so eine Idee…“, mischt sich das kleine Engelchen wieder ein.<br />
Alle Blicke richten sich auf diesen Engel.<br />
„Ich könnte doch die drei Tage dem Weihnachtsmann helfen!“<br />
„Du?“<br />
„Du hast doch gar keine Ahnung und bist noch nicht einmal in die Lehre gegangen.“<br />
„Du bist doch nur für das Binden der Geschenkbänder zuständig. Und jetzt willst Du dem Weihnachtsmann Willi helfen?“<br />
„Nein, nein! Das ist keine gute Idee!“<br />
„Wer traut sich denn diese schwierige Aufgabe zu?“, fragt die Chefin in die Runde.<br />
Alle Engel senken ihre Blicke und schütteln den Kopf. Niemand traut es sich zu.<br />
„Tja, dann muss wohl Weihnachten dieses Jahr doch ausfallen.“<br />
Alle sehen ganz traurig aus, doch der kleine Engel meldet sich noch einmal zu Wort:<br />
„Mir macht es wirklich nichts aus. Ich traue mich auch. Bitte, bitte, lasst mich doch dem Weihnachtsmann Willi helfen. Ich habe immer alles von hier oben beobachtet und weiß genau, was ich tun muss. Es ist doch nur für drei Tage und dann ist Rudi, der Weihnachtsmannlehrling bestimmt wieder fit. Bitte!“<br />
„Na gut. Was bleibt uns denn sonst anderes übrig. Du bist zwar noch zu klein, aber besser ein kleiner Helfer, als gar kein Helfer“, sagt die Chefin der Himmelswerkstatt. „Wo bekomme ich nur so einen winzigen Weihnachtsmannanzug her, damit der kleine Kerl auf der Erde nicht friert?“, überlegt die Chefin weiter. „Ach ja, da gab es doch mal ein Püppchen, das einen solchen Anzug trug.“<br />
Sie lässt diesen Anzug bringen, schneidet eigenhändig zwei Schlitze für die Engelsflügel hinein und reicht ihn dem winzigen Engel.<br />
„Dann beeile Dich und wecke den Weihnachtsmann, sonst verschläft er auch dieses Jahr wieder. Er ist einfach schon zu alt und zu müde für diesen Job!“<br />
Und so macht sich der Kleinste aller Engel auf den Weg zum Weihnachtsmann, der im Winterwald ganz versteckt hinter der dicken alten Eiche liegt. Sein Schnarchen ist so laut, dass sich die Äste des Eichenbaumes biegen. Zum Glück dämpft der Schnee die Schnarchgeräusche und verhindert damit, dass sie an das menschliche Ohr dringen.<br />
„Hallo Weihnachtsmann Willi! Aufwachen! Es wird Zeit die Geschenke an die Kinder zu verteilen!“<br />
„Was? Wie? Wo?“, fragt der Weihnachtsmann verwirrt und blickt den kleinen Engel an.<br />
„Wer bist du denn?“, erkundigt er sich schlaftrunken und reibt sich die Augen.<br />
„Dein Gehilfe!“<br />
„Erzähl keinen Blödsinn oder bist du etwa der Weihnachtsmannlehrling Rudi? Dann sahst du aber letztes Jahr noch ganz anders aus. Vor allen Dingen warst du kein solcher Winzling. Und überhaupt, wo ist dein Bart und wieso hast du noch die Engelsflügel. Da kann doch etwas nicht stimmen.“<br />
„Rudi ist krank. Deshalb soll ich ihn drei Tage oder so vertreten. Ich bin Klein-Herbert. Also, was soll ich zuerst machen?“<br />
Willi, der Weihnachtsmann kratzt sich am Kopf und runzelt die Stirn. Er überlegt, was er mit diesem Winzling wohl anfangen kann, aber dann brummt er in seinen langen weißen Bart:<br />
„Pack alle Geschenke auf den Schlitten, die die Engel bereits aus der Himmelswerkstatt herunter gebracht und dort hinten aufgestapelt haben! Ich spann schon mal die Renntiere vor den Schlitten!“<br />
Klein-Herbert läuft so schnell los, um die Pakete zu holen, dass er gleich nach den ersten Schritten über seine eigenen Füße fällt, weil sein Weihnachtsmannanzug doch noch ein wenig zu groß ist. Bäuchlings landet er mit dem Gesicht im Schnee.<br />
„Brrr!“, kichert er und wischt sich den Schnee aus dem Gesicht.<br />
Weihnachtsmann Willi schüttelt den Kopf und denkt sich: „Das kann ja noch lustig werden mit diesem kleinen Kerl! Eine große Hilfe wird er wohl nicht sein!“<br />
Nachdem sich Klein-Herbert aufgerappelt hat, schnappt er sich fröhlich das kleinste Päckchen. Es ist federleicht, deshalb wirft er es sogleich pfeifend in die Luft, um es wieder aufzufangen und wieder hochzuwerfen.<br />
„Halt!“, ruft Weihnachtsmann Willi aus. „Was machst du denn da? Siehst du nicht den roten Punkt?“<br />
„Wo? Ach ja, da!“, das Engelchen dreht das Paket hin und her und meint nur: „Ist wohl besonders eilig, oder?“<br />
„Nein! Das bedeutet, dass man das Päckchen nicht werfen darf, weil etwas Zerbrechliches darin ist. Also pass gefälligst auf!“<br />
Und wieder kann der Weihnachtsmann nur den Kopf schütteln über Klein-Herbert. Dieser versucht jetzt alles genau richtig zu machen und hält zuerst nach dem roten Punkt Ausschau, bevor er das nächste Päckchen in die Luft wirft.<br />
„Hörst du jetzt bitte mit dem Unfug auf und konzentrierst dich auf deine Arbeit!“, ermahnt ihn Willi abermals.<br />
„Entschuldigung, Entschuldigung! Soll nicht mehr vorkommen!“, beteuert das kleine tollpatschige Engelchen und versucht stöhnend, aber vergeblich ein riesiges Paket auf den Schlitten zu hieven. Das Gewicht drückt ihn dabei so tief in den Schnee, dass er bis zu den Schultern darin versinkt. Willi bleibt nichts anderes übrig, als ihm das Packet abzunehmen und den mit den Armen zappelnden Herbert aus dem Schnee zu ziehen.<br />
„Pass mal auf, dort drüben sind kleine Säckchen mit Nüssen und Schokoladenweihnachtsmännern drin. Die sind nicht schwer, die schaffst du mit links“, schlägt Willi vor und in Gedanken schiebt er noch hinterher: „Wozu sonst könnte ich diesen kleinen Tollpatsch gebrauchen. Meine letzte Tour habe ich mir auch anders vorgestellt, – nicht so arbeitsintensiv für mich. Ich wollte sie richtig genießen und alles andere dem Weihnachtsmannlehrling überlassen.“<br />
Klein Herbert läuft geschwind zu den Säckchen und nimmt sogleich zwei in jede Hand. Immer wieder rennt er hin und her und verrichtet seine Arbeit. Zufrieden lächelt Weihnachtsmann Willi in sich hinein, denn er glaubt nun die richtige Aufgabe für Klein-Herbert gefunden zu haben. Er selbst muss eben die schweren Pakete schleppen. Nachdem ihm von der harten Arbeit die Schweißtropfen auf der Stirn stehen und es verdächtig ruhig um ihn herum geworden ist, blickt er sich nach Klein-Herbert um. Diesen findet er schließlich in einer Ecke sitzend vor. Der Mund ist schokoladenverschmiert, seine Hand liegt auf seinem Bauch und seine Augen sind geschlossen.<br />
„Ja, was ist denn hier los?“, ruft Willi entrüstet aus. „Du sollst die Schokolade doch nicht essen!“<br />
„Schlagartig reißt Klein-Herbert die Augen auf und beginnt sich stotternd zu entschuldigen:<br />
„Ich,.., ich hab doch nur… die waren alle schon ein bisschen kaputt…“ Und als er das fragende Gesicht von Willi sieht, fügt er mit gesenktem Blick noch hinzu: „…nachdem mir ein paar Säckchen runtergefallen sind.“<br />
Weihnachtsmann Willi kann nicht anders, aber er muss sich ein Schmunzeln verkneifen.<br />
„Komm her und setz dich hinten auf den Schlitten, unsere Fahrt geht los!“<br />
Als sie dann so mit dem Schlitten dahingleiten und die Glöckchen der Rentiere klingeln, jauchzt Klein-Herbert vor Freude und ruft Willi zu:<br />
„Darf ich hierbleiben, auch wenn der Weihnachtsmannlehrling Rudi keine Bauchschmerzen mehr hat und zu dir kommt? Das macht nämlich soooo viel Spaß mit dem Schlitten zu fahren!“<br />
Weihnachtsmann Willi hat den kleinen Tollpatsch inzwischen schon so sehr ins Herz geschlossen, dass er ihm diese Bitte nicht verwehren kann.<br />
„Wer weiß, vielleicht wächst Klein-Herbert ja noch ein bisschen und wird in hundert Jahren als Rudis Nachfolger ein fleißiger Weihnachtsmann“, denkt er schmunzelnd und schnalzt, damit die Rentiere ein bisschen schneller laufen.</p>
<p><span style="color: #008000;">Mit dieser Geschichte gehe ich nun an den Start für die letzten Vorbereitungen zum Weihnachtsfest. </span><br />
<span style="color: #008000;">Ich bedanke mich bei allen meinen Lesern und Bloggerfreunden für die Treue und das Lesen meiner Geschichten. Die Kommentare von Euch haben immer mein Herz erfreut. </span><br />
<span style="color: #008000;">Ich wünsche Euch ein schönes Weihnachtsfest. Mögen wir alle ein paar ruhige Stunden für ein gemütliches und friedliches Beisammensein im engsten Kreise finden. Die vergangenen Monate waren nicht einfach, aber sie haben uns gelehrt, dass Gesundheit, Familie und Freunde von größter Wichtigkeit sind. So wünsche ich Euch von Herzen: Bleibt alle gesund!!!!</span><br />
Nach Weihnachten gibt es hier an dieser Stelle wieder neue Geschichten. Vielleicht habt Ihr aber Lust in der Zwischenzeit noch diese Geschichten zu lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/weihnachtsmann-willi/">Weihnachtsmann Willi</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/lieber-weihnachtsmann-willi/">Lieber Weihnachtsmann Willi!</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/karl-und-pingy/">Karl und Pingy</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Aufregung um zwei Schokoladenhäschen</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/aufregung-um-zwei-schokoladenhaeschen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Nov 2017 17:40:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Brief]]></category>
		<category><![CDATA[Karotte]]></category>
		<category><![CDATA[Lächeln]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<category><![CDATA[Schokolade]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
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					<description><![CDATA[Oma Ina sitzt in ihrem Ohrensessel im Wohnzimmer und strickt an einem Schal für ihre Enkelin Nina. Die Kleine hockt im Schneidersitz auf dem Teppich und blättert in ihrem Bilderbuch. Plötzlich hält sie inne und schaut die Oma an. „Du Oma, hast du dich als Kind auch immer auf Weihnachten gefreut?“, will sie wissen. „Aber sicher! Ich wollte doch unbedingt den Weihnachtsmann sehen und außerdem gab es dann immer ein neues Kleidchen für meine Puppe oder ein neues Möbelstück für mein Puppenhaus.“ &#8222;Ich freue mich auch auf Weihnachten und den Weihnachtsmann möchte ich unbedingt sehen. Aber…“, die kleine Nina stockt, bevor sie dann hinzufügt: „Du kennst doch den Willi, den Nachbarsjungen.“ Oma nickt. „Der ist dieses Jahr schon in die Schule gekommen, oder?“ „Ja und der hat erzählt, dass es gar kein Christkind und auch keinen Weihnachtsmann gibt. Er hat über mich gelacht und gesagt, dass ich vom Baum der Dummheit gefallen wäre.“ „Da täuscht sich der kluge Willi aber!“, erhebt die Oma Einspruch. „Ich habe ihn nämlich als Kind ganz genau gesehen und sogar &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oma Ina sitzt in ihrem Ohrensessel im Wohnzimmer und strickt an einem Schal für ihre Enkelin Nina. Die Kleine hockt im Schneidersitz auf dem Teppich und blättert in ihrem Bilderbuch. Plötzlich hält sie inne und schaut die Oma an.</strong><br />
<strong>„Du Oma, hast du dich als Kind auch immer auf Weihnachten gefreut?“, will sie wissen.</strong><br />
<strong>„Aber sicher! Ich wollte doch unbedingt den Weihnachtsmann sehen und außerdem gab es dann immer ein neues Kleidchen für meine Puppe oder ein neues Möbelstück für mein Puppenhaus.“</strong><br />
<span class="dropcap">&#8222;I</span>ch freue mich auch auf Weihnachten und den Weihnachtsmann möchte ich unbedingt sehen. Aber…“, die kleine Nina stockt, bevor sie dann hinzufügt: „Du kennst doch den Willi, den Nachbarsjungen.“<br />
Oma nickt. „Der ist dieses Jahr schon in die Schule gekommen, oder?“<br />
„Ja und der hat erzählt, dass es gar kein Christkind und auch keinen Weihnachtsmann gibt. Er hat über mich gelacht und gesagt, dass ich vom Baum der Dummheit gefallen wäre.“<br />
„Da täuscht sich der kluge Willi aber!“, erhebt die Oma Einspruch. „Ich habe ihn nämlich als Kind ganz genau gesehen und sogar mit ihm gesprochen.“<br />
Nina bekommt ganz große Augen und fordert die Großmutter auf:<br />
„Bitte Oma Ina erzähl mir davon!“<br />
„Du weißt doch, dass ich eine Zwillingsschwester habe, die Isa.“<br />
Nina steht auf und rutscht auf Omas Schoß, damit ihr auch nichts von dem entgeht, was die Großmutter zu berichten weiß:<br />
„Die Eltern einer Klassenkameradin hatten eine Schokoladenfabrik. Um sie herum wimmelte es nur so von Schokolade in den verschiedensten Formen und Geschmacksrichtungen.&#8220;<br />
„Oh, ist das toll!“, ruft Nina begeistert aus. Ich würde mir den Bauch mit Schokolade vollstopfen, bis es nicht mehr ginge.“<br />
„Ach, das kann ich mir nicht vorstellen!“, lacht Oma Ina. „Sicher, es wäre gelogen, wenn meine Klassenkameradin nicht gerne diese Köstlichkeit gegessen hätte. Aber das, was man ständig haben kann, ist auf einmal gar nicht mehr so begehrenswert. Das ist im Leben mit vielen Dingen so, auch mit Schokolade. Das kannst du mir wirklich glauben. Manchmal aß das Mädchen wochenlang kein einziges Stückchen und zog sogar eine Karotte oder einen Apfel dieser Leckerei vor.“<br />
Nina schaut ihre Großmutter zwar etwas ungläubig an, aber sie möchte sie nicht unterbrechen.<br />
„Die Eltern der Klassenkameradin luden regelmäßig Schulklassen zur Besichtigung in die Fabrik ein. Auch kurz vor Weihnachten war es wieder soweit.“<br />
„Und da kam auch der Weihnachtsmann vorbei?“, will Nina wissen.<br />
„Nein, den haben wir erst später persönlich getroffen“, berichtet die Großmutter. „Nachdem ich einen langen Brief an ihn geschrieben hatte.“<br />
„Welchen Brief denn? Was stand da drin?“<br />
„Na, lass mich erst einmal weiter berichten“; bittet Oma Ina. „Meine Zwillingsschwester Isa und ich standen bei der Besichtigung ein bisschen abseits von der Gruppe. Wir haben die Gelegenheit genutzt und uns zwischen den Regalen umgesehen. Und da haben wir etwas ganz Seltsames erlebt. Es war uns so, als riefe jemand unsere Namen. Wir sahen allerdings niemand. Das Stimmchen war so zart gewesen, dass es nicht von einem Erwachsenen und auch nicht von einem anderen Kind stammen konnte.“<br />
Nina rutscht inzwischen völlig aufgeregt auf dem Schoß der Großmutter herum.<br />
„Als wir die Rufe nach uns wieder hörten, erkannten wir auch woher sie kamen. Im Regal links neben uns standen zwei kleine Skihasen. Als wir uns direkt vor sie stellten, flüsterten sie:<br />
‚Bitte, bitte helft uns! Man will uns einschmelzen und zu Weihnachtsmännern umarbeiten. Bitte, bitte rettet uns!‘“<br />
„Das ist ja schrecklich, &#8211; bestimmt habt ihr sie gerettet!?“<br />
„Wir konnten nicht, denn genau in diesem Moment stand der Lehrer schimpfend vor uns und war tüchtig sauer, dass wir uns von der Klasse entfernt hatten.“<br />
„Oh, die armen Skihäschen!“, sagt Nina sichtlich gerührt. „Dann sind sie doch eingeschmolzen worden!?“<br />
„Wir haben uns zu Hause sofort beraten, was wir tun könnten, um die Schokoladenhäschen zu retten. Ja, und so habe ich dem Weihnachtsmann einen langen Brief geschrieben, dass er sich doch bitte um die Rettung der Beiden kümmern möge. Am nächsten Morgen war der Brief verschwunden. Wir glaubten fest daran, dass dieser von Engeln geholt und dem Weihnachtsmann überbracht wurde. Er hat uns allerdings nicht geantwortet.“<br />
„Och!“<br />
„Als dann der Weihnachtsabend kam, waren meine Schwester Isa und ich ganz traurig. Meine Eltern konnten gar nicht verstehen, warum wir uns nicht so recht auf die Bescherung freuten. Gerade als unser Vater die Lichter am Weihnachtsbaum anzündete, klopfte es lautstark an unserer Haustür.“<br />
Nina hält sich erschrocken die Hand vor den geöffneten Mund, denn die Großmutter hatte von dem Kind unbemerkt beim Erzählen mit der Faust auf die Tischplatte geschlagen.<br />
„So sind wir damals auch erschrocken. Wir konnten uns gar nicht mehr rühren und standen wie erstarrt mit dem Blick zur Tür da. Mein Vater ging dann zum Öffnen zur Haustür. Und da stand er. Der Weihnachtsmann höchstpersönlich. Uns hatte es zunächst auch noch die Sprache verschlagen, aber unsere Mutter forderte uns auf artig ein Gedicht aufzusagen, was wir dann auch ein wenig stotternd gemacht haben.“<br />
„Und das war wirklich der echte Weihnachtsmann?“, will Nina wissen, denn ein bisschen zweifelt sie doch.<br />
„Aber sicher!“ Großmutters Stimme klingt fast ein wenig empört.<br />
„Er hat sich für das Gedicht bedankt und jedem von uns ein kleines Säckchen und einen Schokoladenweihnachtsmann überreicht. Isa hatte ihren ganzen Mut zusammen genommen und ihn gefragt, ob er unseren Brief erhalten hätte.“<br />
„Und?“<br />
„Nichts und! Er lachte nur laut sein ‚Hohoho!‘ und meinte er müsse schnell zu den anderen Kindern, die auch auf ihn warten würden.“<br />
„Schade, dann sind sie wohl tatsächlich eingeschmolzen worden. Das ist aber eine traurige Geschichte, Oma. Also hat der Willi doch recht. Es gibt einfach keinen Weihnachtsmann.“<br />
Nina springt von Oma Inas Schoss und will zu Mutter in die Küche gehen, aus der herrlicher Plätzchenduft kommt.<br />
„Willst du den Schluss der Geschichte nicht hören?“<br />
Nina ist erstaunt, denn sie hatte nicht gewusst, dass die Geschichte noch weiter geht.<br />
„Isa und ich hatten keine rechte Freude an den Geschenken des Weihnachtsmannes und auch die beiden Säckchen hatten wir achtlos zur Seite gepackt. Erst als wir schon in unseren Betten kuschelten und Mutter uns Gute Nacht sagen wollte, legte sie uns die Säckchen auf die Bettdecke.<br />
&#8218;Ich denke, der Weihnachtsmann wäre sehr traurig, wenn er wüsste, dass ihr nicht einmal hineinschaut!&#8216;, hatte sie gesagt.<br />
So taten wir ihr den Gefallen. Isa zog einen Apfel, ein kleines Schaukelpferd und ein Puppenkleid heraus. Ich hatte eine Orange, eine kleine Lokomotive und auch ein Puppenkleidchen darin. Achtlos legten wir alles beiseite. Dann kam auch Vater ins Zimmer und meinte: ‚Draußen vor der Haustür habe ich etwas in der Ecke stehen sehen. Kommt doch einmal mit!‘ Wir sind dann extra noch einmal aufgestanden und tatsächlich stand in der Ecke der große Sack des Weihnachtsmannes.“<br />
„Der richtige Weihnachtsmann hätte doch nie seinen Sack vergessen!“, empört sich Nina.<br />
„Das kann man vermuten, aber in dem Sack waren die beiden Skihäschen, die uns glücklich anlächelten!“</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Auch Männer und Frauen sind manchmal &#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Dec 2016 09:45:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Bangkok]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Krokodil]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Schokolade]]></category>
		<category><![CDATA[Tasse]]></category>
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					<description><![CDATA[Einige von Euch wissen ja, dass mein Mann Universitätsprofessor ist und zusätzlich im Rahmen eines Austauschprojektes einmal im Jahr an einer renommierten Universität in Bangkok unterrichtet. Das ist auch der Grund, warum wir die letzten drei Wochen wieder einmal in Bangkok und Abu Dhabi verbracht haben. Selbstverständlich habe ich Euch von dort auch wieder etwas mitgebracht. Heute ist es eine Geschichte über … Ach, ich will nicht zuviel verraten… Das Wochenende haben wir am Golf von Thailand verbracht und fahren noch ein bisschen in der Gegend herum, bevor wir die Rückfahrt nach Bangkok antreten. „Hast du nicht Lust irgendwo einen Kaffee zu trinken?“, frage ich als Teetrinkerin meinen Göttergatten. Allerdings liegt der wahre Grund meiner Frage in einem anderen Bedürfnis begründet. Na, ihr wisst schon, das Bedürfnis, das auch kleine und größere Prinzessinnen heimsucht. Mein Mann, der immer für ein Tässchen Kaffee zu begeistern ist, springt auch sofort darauf an, scheint aber auch den wahren Anlass meiner Nachfrage zu vermuten. „Na klar, wir gehen einfach da drüben in das Hotel, dort ist alles sauber und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Einige von Euch wissen ja, dass mein Mann Universitätsprofessor ist und zusätzlich im Rahmen eines Austauschprojektes einmal im Jahr an einer renommierten Universität in Bangkok unterrichtet. Das ist auch der Grund, warum wir die letzten drei Wochen wieder einmal in Bangkok und Abu Dhabi verbracht haben. Selbstverständlich habe ich Euch von dort auch wieder etwas mitgebracht. Heute ist es eine Geschichte über … Ach, ich will nicht zuviel verraten…</strong><br />
Das Wochenende haben wir am Golf von Thailand verbracht und fahren noch ein bisschen in der Gegend herum, bevor wir die Rückfahrt nach Bangkok antreten.<br />
„Hast du nicht Lust irgendwo einen Kaffee zu trinken?“, frage ich als Teetrinkerin meinen Göttergatten. Allerdings liegt der wahre Grund meiner Frage in einem anderen Bedürfnis begründet. Na, ihr wisst schon, das Bedürfnis, das auch kleine und größere Prinzessinnen heimsucht.<br />
Mein Mann, der immer für ein Tässchen Kaffee zu begeistern ist, springt auch sofort darauf an, scheint aber auch den wahren Anlass meiner Nachfrage zu vermuten.<br />
„Na klar, wir gehen einfach da drüben in das Hotel, dort ist alles sauber und ordentlich.“<br />
Während wir vor dem Hotel parken, fällt mein Blick auf ein Gebäude nebenan. Nicht das Gebäude selbst erweckt mein Interesse, sondern der Name der in großen Buchstaben darauf prangt: „Die Schokoladenfabrik“ (Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob es in deutscher oder englischer Sprache geschrieben stand) . Zielstrebig marschiere ich darauf zu, denn im Nu hat mich ein anderes Bedürfnis ereilt.<br />
„Das ist ja interessant“, sage ich und studiere eingehend die aufgestellten Informationstafeln. „Lass uns mal reingehen!“<br />
Da auch das Interesse meines Mannes geweckt ist, machen wir uns auf die Suche nach dem Eingang. Es stellt sich heraus, dass es ein Café ist, das wohl einer Schokoladenfabrik anderenorts angegliedert ist. Obwohl hier nur ein kleiner Teil der Köstlichkeiten produziert wird, kann man zusehen, wie Frauen hinter Glas Köstlichkeit aus Schokolade herstellen, beziehungsweise diese damit verzieren.<br />
Hier scheint es im Moment alles zu geben, was mein Herz begehrt. Nach meinem Besuch auf den besagten Örtlichkeiten, lassen wir uns auf der Terrasse nieder, genießen den Ausblick auf das Meer und geben einer freundlichen jungen Dame unsere Bestellung bekannt. Beide erhalten wir unseren Göttertrank: Mein Mann seinen Kaffee und ich selbstverständlich eine Tasse heiße Schokolade. Ich will gerade meinen ersten Schluck nehmen und hebe meine Tasse hoch.<br />
„Huch!“, sage ich und stelle die Tasse nochmals zurück auf die Untertasse. „Das ist ja echt toll!“<br />
Und wieder hebe ich meine Tasse hoch. Bisher habe ich noch keinen einzigen Schluck getrunken, da ich von einer anderen Sache total fasziniert bin. Eigentlich ist es ein Nichts. Um genauer zu sein ein kreisrundes Loch. Dieses befindet sich auf meiner Untertasse.<br />
Mein Peter schaut inzwischen auch interessiert auf meine Untertasse, die einen kreisrunden Ausschnitt in der Mitte hat, genau dort, wo man die Tasse abstellt. Er ahnt, welcher Wunsch in meinem Herzen entflammt ist.<br />
„Wir können ja mal fragen, vielleicht verkaufen sie uns eine Tasse!“<br />
„100 Baht!“, nickt die Bedienung, die allerdings sehr schlecht Englisch spricht und versteht.<br />
„Dann nehmen wir sechs Stück!“, gibt mein Mann der jungen Dame zu verstehen.<br />
Diese eilt davon und ein junger Mann erscheint an unserem Tisch, der jedoch unseren Wunsch zunichte macht. Anscheinend hatte die Bedienung das Getränk gemeint. Zum Glück können wir alles aufklären, denn sechs Tassen heiße Schokolade wären jetzt doch etwas zuviel für mich gewesen.<br />
Als ich mein köstliches Getränk genossen habe, kann ich es nicht lassen, die leere Tasse umzudrehen und nach einer Aufschrift auf der Unterseite zu suchen. Hier werde ich auch fündig: „Indexlivingmall“ kann ich dort lesen, was mir aber jetzt noch nicht viel sagt. Aber das liebe gute Internet macht es ja möglich, uns immer und überall Auskunft einzuholen. Also erfrage ich die Zugangsdaten und schwuppdiwupp bin ich bei Tante Google.<br />
„Schau mal“, sage ich zu meinem Mann. „Hier muss es irgendwo diese Mall geben. Bestimmt kann man die Tassen dort kaufen…“<br />
„Wir fahren jetzt aber nicht hier rum und suchen diese Mall. Wir müssen eigentlich heute Abend schon wieder in Bangkok sein“, zerschmettert mein Göttergatte meinen schönen Traum.<br />
Ob bewusst oder unbewusst, auf jeden Fall halte ich auf der Rückfahrt die Augen offen. Und glaubt es mir oder nicht, aber es ist noch keine halbe Stunde vergangen und ich rufe aus:<br />
„Dort drüben ist die Mall!“<br />
„Sollen wir umdrehen?“, erkundigt sich mein Peter bereitwillig und nachdem ich heftig mit dem Kopf nicke, ist auch schon der nächste U-Turn der unsere.<br />
Ja, und so landen wir in der besagten Mall, wo ich auch sogleich zur Porzellanabteilung marschiere, &#8211; gefolgt von meinem Mann.<br />
„Da stehen sie ja!“, freue ich mich und betrachte die Tassen, Teller, Milchkännchen, Zuckerdosen und Kannen.<br />
„Wieviel brauchst du?“, fragt mein Mann.<br />
„Mindestens vier sollte man schon haben und die Teekanne dazu auch noch.“<br />
Kaum habe ich dies gesagt, steht auch schon ein Verkäufer vor uns. Während er alles in einem Karton verpackt, ändere ich meine Meinung:<br />
„Sechs Stück sind aber besser!“<br />
Also wird die betreffende Anzahl eingepackt und wir gehen zügig in Richtung Kasse.<br />
„Wie sollen wir das alles heil nach Deutschland bekommen?“, beginne ich nun unser Unternehmen zu bezweifeln.<br />
„Das kriegen wir schon hin!“, sagt mein Mann und verschiebt das Problem damit auf später.<br />
Und wie das so ist, stehen kurz vor der Kasse noch bestimmte Verführungen. Mein Mann bleibt auch sogleich schlagartig stehen, während ich schon mit dem Geschirr zum Bezahlen gehe.<br />
„Halt!“, ruft Peter plötzlich. „Der will auch noch mit!“<br />
Als ich ihn etwas ungläubig anschaue, meint er nur: „Der hat mich mit seinen großen Augen so angeschaut, als wolle er sagen: Bitte, bitte nimm mich mit! Ja, und da konnte ich eben nicht widerstehen. Der kommt jetzt einfach auch noch mit.“<br />
Wir verbringen noch eine ganze Weile auf dem Parkplatz, denn mein Mann nimmt plötzlich das grüne Stofftier aus der Plastiktüte und lässt es zu mir sprechen.<br />
„Das ist aber lieb von euch, dass ich mit euch kommen darf. Ich bin auch immer ganz brav und ihr dürft mit mir kuscheln!“<br />
Ich muss lachen und beim Anblick des keinen grünen Krokodils muss ich an den Krokodilshund von Frau Schlotterbeck ( „Räuber Hotzenplotz“) denken.<br />
„Der ist echt süß“, sage ich und bin schon ein bisschen neidisch. „Gab es da noch mehrere?“<br />
„Ja, da lagen noch einige rum!“<br />
„Kannst du mir nicht auch noch einen holen?“, frage ich jetzt ganz spontan, denn der kleine grüne Kerl schaut mich so süß aus seinen schwarzen Knopfaugen an, dass ich förmlich dahin schmelze.<br />
Als hätte mein Mann nur darauf gewartet, dreht er sich um und geht zurück in die Mall, um ein paar Minuten später mit einer riesigen Plastiktüte wieder zu erscheinen. Ich bin total perplex und frage entgeistert:<br />
„Was hast du denn noch alles gekauft?“<br />
Peter öffnet die Tüte, so dass ich einen Blick auf den Inhalt werfen kann. Ich kann gar nicht glauben, was ich da sehe! Noch einmal drei kleine grüne Krokodile.<br />
„Für wen sind die denn?“<br />
„Mal sehen! Irgendwann wird es ja auch mal Enkelkinder geben, hab ich mir so gedacht. Dann sind wir auf alle Fälle schon mal vorbereitet“, erklärt er mir lächelnd.<br />
Auf der Rückfahrt nach Bangkok überlegen wir die ganze Zeit, welche Namen die Stofftiere bekommen sollen: Paul und Paulinchen haben wir die beiden getauft. Paul sitzt die ganze Fahrt über auf dem Schoß meines Mannes und Paulinchen bei mir.<br />
Ja, so ist es eben:</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Auch Männer und Frauen sind manchmal wie kleine Kinder.</strong></em></p>
<p style="text-align: left;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-3881 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6126-Kopie-1024x682.jpg" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6126-Kopie-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6126-Kopie-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6126-Kopie-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6126-Kopie-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-_DSC6126-Kopie.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p style="text-align: left;"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3882 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-IMG_4505-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-IMG_4505-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-IMG_4505-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-IMG_4505-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-IMG_4505.jpg 1200w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><img decoding="async" class="alignright wp-image-3883 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-IMG_4504-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-IMG_4504-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-IMG_4504-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-IMG_4504-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-IMG_4504.jpg 1200w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3887 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-IMG_4517-1-1024x375.jpg" width="840" height="308" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-IMG_4517-1-1024x375.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-IMG_4517-1-300x110.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-IMG_4517-1-768x281.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/12/1200px-IMG_4517-1.jpg 1174w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/same-same-but-different/">Same, same, but different</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/same-same-but-different-teil-2/">Same, same, but different (Teil 2)</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/hallo-taxi/">Hallo Taxi</a></p>
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		<title>Gut gemeint</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2016 08:46:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Appetit]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[gut gemeint]]></category>
		<category><![CDATA[Junge]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Pubertät]]></category>
		<category><![CDATA[Reha]]></category>
		<category><![CDATA[Schokolade]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir bringen gerade meine Mutter nach Burg zur Reha. Dazu gehört natürlich auch ein gemeinsamer Gang durch die gesamte Anlage. Wo ist ihr Zimmer, wo das Schwesternzimmer, die Therapieräume, die Cafeteria und die Kantine? Selbstverständlich werfen wir auch einen Blick in die Aufenthaltsräume. Im Fernsehzimmer hängt ein großer Bildschirm an der Wand. Niemand sitzt in diesem Raum, wahrscheinlich haben sich alle schon fix und fertig von den Strapazen der Therapien in ihre Zimmer zurückgezogen. „Komm lass uns einen Moment hier hinsetzen“, schlägt meine Mutter vor. Mein Mann macht es sich sogleich in einem der Sessel gemütlich. Ich erblicke einen Getränkeautomaten im Raum und bitte meinen Göttergatten um einen kleinen Gefallen: „Kannst du mir eine Limo kaufen? Ich habe nämlich kein Kleingeld einstecken.“ Das macht er natürlich gerne und sich selbst zieht er auch noch ein kleines Leckerlie. Strahlend steht er vor mir und meiner Mutter. „Appetit auf ein kleines Stückchen Vollmilchschokolade?“, fragt er und verteilt auch schon die Köstlichkeit. „Mmh! Lecker!“, sage ich und schiebe mir die Schokolade in den Mund. Sie zergeht auf meiner &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir bringen gerade meine Mutter nach Burg zur Reha. Dazu gehört natürlich auch ein gemeinsamer Gang durch die gesamte Anlage. Wo ist ihr Zimmer, wo das Schwesternzimmer, die Therapieräume, die Cafeteria und die Kantine? Selbstverständlich werfen wir auch einen Blick in die Aufenthaltsräume.</strong><br />
<span class="dropcap">I</span>m Fernsehzimmer hängt ein großer Bildschirm an der Wand. Niemand sitzt in diesem Raum, wahrscheinlich haben sich alle schon fix und fertig von den Strapazen der Therapien in ihre Zimmer zurückgezogen.<br />
„Komm lass uns einen Moment hier hinsetzen“, schlägt meine Mutter vor. Mein Mann macht es sich sogleich in einem der Sessel gemütlich. Ich erblicke einen Getränkeautomaten im Raum und bitte meinen Göttergatten um einen kleinen Gefallen:<br />
„Kannst du mir eine Limo kaufen? Ich habe nämlich kein Kleingeld einstecken.“<br />
Das macht er natürlich gerne und sich selbst zieht er auch noch ein kleines Leckerlie. Strahlend steht er vor mir und meiner Mutter.<br />
„Appetit auf ein kleines Stückchen Vollmilchschokolade?“, fragt er und verteilt auch schon die Köstlichkeit.<br />
„Mmh! Lecker!“, sage ich und schiebe mir die Schokolade in den Mund. Sie zergeht auf meiner Zunge und hinterlässt das Verlangen nach einem weiteren Stückchen Schokolade. Obwohl jeder von uns noch einen Nachschub einfordert, bleibt noch ein kleiner Rest der Tafel Schokolade übrig, den mein Mann wieder ordentlich einpackt und mir überreicht.<br />
„Steck das doch mal in deine Handtasche! Bei mir schmilzt sie sonst nur in meiner Hosentasche.“<br />
Beim Anblick der eingewickelten köstlichen Schokolade und seinen Worten startet bei mir das Kopfkino. Bilder laufen vor meinem geistigen Auge ab, die zu einem Geschehen gehören, das sich vor schätzungsweise dreiundvierzig Jahren abgespielt hat.<br />
„Lange ist es her!“, denke ich „Und trotzdem sind diese Bilder immer noch in meinem Kopf präsent.“<br />
Zu diesem Zeitpunkt befinde ich mich im zarten Alter von dreizehn Jahren und damit in der Pubertät. Mädchen werfen in diesem Alter schon kichernd neugierige Blicke auf Jungs und diese haben wohl auch schon entdeckt, dass es zweierlei Geschlechter gibt. Vorsichtige Kontakte werden geknüpft und scheue Blicke ausgetauscht. Fragt man sich, wo die meisten dieser Kontaktaufnahmen wohl stattfinden, so stellt man fest, dass dies vielfach in der Schule passiert.<br />
Ja, auch die Bilder in meinem Kopf stammen aus der Schule:<br />
Sittsam und ordentlich sitze ich mit meinen Mitschülern im Klassenraum. Wir haben gerade Unterricht. Ich weiß zwar nicht mehr, um welches Unterrichtsfach es sich handelt, aber mit Sicherheit ist es keine Französischstunde, denn unser Französischlehrer hat kein Tuscheln geduldet. Und wir haben es in seinen Unterrichtsstunden auch nicht gewagt.<br />
„Hochinteressant kann der Unterricht wohl nicht gewesen sein“, überlege ich so, „denn sonst könnte ich mich auch daran erinnern. Stattdessen muss ich an einen Jungen denken.“<br />
Das stimmt jedoch auch nicht ganz genau. Nicht der männliche Mitschüler hat mich so stark beeindruckt, sondern etwas anderes, was ich all die vielen Jahre hinweg nicht vergessen habe.<br />
Unsere Schulbänke sind in der Hufeisenform angeordnet. Allerdings stehen innerhalb dieser Form an den beiden Längsseiten noch ein paar Einzeltische. Dies führt dazu, dass manche Schüler drei Nachbarn haben. Ich habe zum Beispiel links und rechts jeweils eine Freundin sitzen und an dem angrenzenden Tisch sitzt ein Klassenkamerad.<br />
„Er war ja sehr nett und immer zuvorkommend und höflich“, erinnere ich mich in Gedanken. „Und ich gefiel ihm wohl besonders. Naja, nun muss dieses Gefallen ja nicht immer auf beiden Seiten der Fall sein. Manchmal ist es einfach nur die Nase, die bei dem anderen nicht auf dem rechten Fleck zu sitzen scheint, zu dick oder zu lang ist. In diesem Fall war mir die Nase des männlichen Klassenkameraden einfach nur zu dick“, muss ich mir wiederum gedanklich eingestehen. Doch mein Kopfkino läuft unaufhaltsam weiter:<br />
Ich erkenne, wie der Junge sich zu mir herüber beugt und mit mir tuschelt. Ich sehe aber auch noch etwas anderes. Der besagte Klassenkamerad greift in seine Hosentasche und reicht mir etwas rüber. Es ist etwas, das ich im Grunde genommen sehr mag und unter anderen Umständen sicherlich nicht verschmäht hätte.<br />
Er hält in seiner Hand ein Stückchen Schokolade, das vermutlich schon den halben Tag in seiner Hosentasche verweilt hat. Dementsprechend sieht es auch leicht gequetscht und etwas weich aus.<br />
„Möchtest du ein bisschen Schokolade?“, flüstert er mir zu.<br />
Nun höre ich auch mich etwas sagen:<br />
„Nein danke! Ich habe jetzt keinen Hunger!“<br />
So ein Quatsch! Für Schokolade braucht man keinen Hunger zu haben, Appetit reicht vollkommen aus. Aber der Appetit vergeht, wenn man weiß, dass das Stückchen Schokolade schon stundenlang in der Hosentasche eines Klassenkameraden zart schmelzend seine Form verloren hat.<br />
Mein Kopfkino flackert jetzt nur noch schwach, aber ich sehe noch, wie der Junge leicht frustriert den Schokoladenriegel wieder in seiner Hosentasche verschwinden lässt. Dann ist die Kinovorstellung beendet und ich grinse in mich hinein. Aber anscheinend haben sich auch meine Mundwinkel leicht nach oben gezogen, denn mein Mann fragt plötzlich:<br />
„Was grinst du eigentlich die ganze Zeit so?“<br />
„Ach, das Stück Schokolade hat mich gerade an N. erinnert“, gestehe ich etwas verschämt, „den kennst du doch auch?“<br />
„Ach ja? Den haben wir schon ewig nicht mehr gesehen. Was er wohl macht? Aber was hat er mit meiner Schokolade zu tun?“<br />
„Das willst du wissen? Na dann“, antworte ich frech, „lies einfach meine Geschichte!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier gibt es noch mehr Schokolade:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/glueckshormone/">Glückshormone</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/danke-fuer-die-schokolade/">Danke für die Schokolade</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/besuch-einer-sizilianischen-schokoladenmanufaktur/">Besuch in einer sizilianischen Schokoladenmanufaktur</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Besuch in einer sizilianischen Schokoladenmanufaktur</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/besuch-einer-sizilianischen-schokoladenmanufaktur/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/besuch-einer-sizilianischen-schokoladenmanufaktur/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2015 23:39:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Herstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Schokolade]]></category>
		<category><![CDATA[Schokoladenmanufaktur]]></category>
		<category><![CDATA[Tasse Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Verfahren]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute möchte ich von unserem Besuch in der Schokoladenmanufaktur Bonajuta auf Sizilien berichten. Diese gehört zu dem ältesten Schokoladengeschäft in Modica, das ich bereits in meinem ersten Schokoladenpost vorgestellt habe. Bevor wir zu dieser privaten kleinen Führung aufgebrochen sind, habe ich mir einen Videofilm von Ritter Sport* angesehen, der die Herstellung der Schokolade auf industrieller Basis aufzeigt. Da es sich hier in Modica auf Sizilien allerdings um eine Manufaktur handelt, die die ursprüngliche Schokoladenrezeptur benutzt, wird sich jeder denken können, dass auch dieser Betrieb sich von den hochmodernen und industriellen Fabriken der bekannten Schokoladenmarken unterscheidet. Wir kamen in den Genuss einer kleinen und hoch interessanten Privatführung durch den Schokoladenexperten dieser Firma und einer weiteren Mitarbeiterin, die uns alles ins Englische übersetzte. So erklärten sie uns zunächst, dass die Herstellung von Schokolade aus Modica auf einem traditionellen Rezept beruht. Dem gemahlenen Kakao wird die Kakaobutter nicht entzogen und in dieser Schokolade ist keine Milch, keine Butter, kein Pflanzenfett und kein Lezithin enthalten. Der Kakaogehält beträgt ungefähr 40-90%. Im ersten Raum, den man uns zeigte, war die &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute möchte ich von unserem Besuch in der Schokoladenmanufaktur Bonajuta auf Sizilien berichten. Diese gehört zu dem ältesten Schokoladengeschäft in Modica, das ich bereits in meinem ersten Schokoladenpost vorgestellt habe. Bevor wir zu dieser privaten kleinen Führung aufgebrochen sind, habe ich mir einen Videofilm von Ritter Sport* angesehen, der die Herstellung der Schokolade auf industrieller Basis aufzeigt. Da es sich hier in Modica auf Sizilien allerdings um eine Manufaktur handelt, die die ursprüngliche Schokoladenrezeptur benutzt, wird sich jeder denken können, dass auch dieser Betrieb sich von den hochmodernen und industriellen Fabriken der bekannten Schokoladenmarken unterscheidet.</strong></p>
<p><span class="dropcap">W</span>ir kamen in den Genuss einer kleinen und hoch interessanten Privatführung durch den Schokoladenexperten dieser Firma und einer weiteren Mitarbeiterin, die uns alles ins Englische übersetzte.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200pxFuehrung-JPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1592 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200pxFuehrung-JPG-1024x682.jpg" alt="1200pxFuehrung JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200pxFuehrung-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200pxFuehrung-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200pxFuehrung-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200pxFuehrung-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>So erklärten sie uns zunächst, dass die Herstellung von Schokolade aus Modica auf einem traditionellen Rezept beruht. Dem gemahlenen Kakao wird die Kakaobutter nicht entzogen und in dieser Schokolade ist keine Milch, keine Butter, kein Pflanzenfett und kein Lezithin enthalten. Der Kakaogehält beträgt ungefähr 40-90%.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-BonajutoJPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-436 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-BonajutoJPG-1024x682.jpg" alt="1200px BonajutoJPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-BonajutoJPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-BonajutoJPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-BonajutoJPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-BonajutoJPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Im ersten Raum, den man uns zeigte, war die Produktion bereits in vollem Gange. Wir befanden uns also inmitten eines kleinen industriellen Betriebes, in welchem allerdings alles sehr familiär wirkte und in einem eher geruhsamen Tempo vonstatten ging.</p>
<p>Somit wirkten nicht nur unsere beiden Führer sehr sympathisch, sondern das gesamte Drum und Dran. Man erlaubte mir hierüber in meinem Blog zu berichten und Fotos zu machen.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KakaoJPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-437 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KakaoJPG-1024x682.jpg" alt="1200px KakaoJPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KakaoJPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KakaoJPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KakaoJPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KakaoJPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>In der ersten Maschine wird der bereits aufbereitete Kakao temperiert, d.h. bei ca. 45 Grad in eine flüssige Form gebracht. Danach werden die weiteren Zutaten, wie zum Beispiel Zucker, Vanille, Chili, Zimt, Salz, Pfeffer… (je nach Geschmacksrichtung) bei einer Temperatur von ca. 31 Grad in der zweiten Maschine vermischt und ca. 15 Minuten gerührt.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-1.-MaschineJPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-438 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-1.-MaschineJPG-1024x682.jpg" alt="1200px 1. MaschineJPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-1.-MaschineJPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-1.-MaschineJPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-1.-MaschineJPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-1.-MaschineJPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Da es in früheren Zeiten noch keine Maschine gab, wurde diese Funktion durch das Walzen auf einem Stein über einem Feuer ausgeführt.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Modica-VitrineJPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-414 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Modica-VitrineJPG-1024x681.jpg" alt="1200px  Modica VitrineJPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Modica-VitrineJPG-1024x681.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Modica-VitrineJPG-300x199.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Modica-VitrineJPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Modica-VitrineJPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><span style="line-height: 1.73;">Bei beiden genannten Verfahren lösen sich die Zuckerkristalle nicht auf, daher ist diese Schokolade nach ihrer Fertigstellung auch gröber bzw. körniger als die Schokolade, die wir heutzutage kennen und bei uns kaufen.</span></p>
<p>In dem sizilianischen Geschäft hatte ich schon gesehen, dass die als Kostproben angebotene Schokolade an ihrer Oberfläche eine leicht gräuliche Färbung zeigt. Dies ist keinesfalls ein Zeichen dafür, dass die Schokolade alt ist, sondern dies hängt mit der ausgeschiedenen Kakaobutter zusammen. Durch ihren hohen Gehalt an Kakao hat die Schokolade natürlich auch einen intensiven Kakaogeschmack.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Modica-KostprobenJPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-418 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Modica-KostprobenJPG-1024x681.jpg" alt="1200px Modica KostprobenJPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Modica-KostprobenJPG-1024x681.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Modica-KostprobenJPG-300x199.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Modica-KostprobenJPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Modica-KostprobenJPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Jetzt kommt die dritte Maschine zum Einsatz, die dann die flüssige Schokolade in die Formen, entsprechend der Tafelgröße, füllt.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px2.-Maschine.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-439 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px2.-Maschine-1024x682.jpg" alt="1200px2. Maschine" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px2.-Maschine-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px2.-Maschine-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px2.-Maschine-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px2.-Maschine.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a>Anschließend übernimmt eine weitere Maschine das Rütteln der flüssigen Schokolade in den Formen, was aber ebenso von einem Mitarbeiter per Hand ausgeführt werden kann. Dieses Rütteln ist notwendig, damit die Luft entweicht und auch damit sich die flüssige Schokolade gut innerhalb der Form verteilt.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200pxHandarbeit.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-440 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200pxHandarbeit-1024x682.jpg" alt="1200pxHandarbeit" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200pxHandarbeit-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200pxHandarbeit-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200pxHandarbeit-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200pxHandarbeit.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /><br />
</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-RuettelnJPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1593 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-RuettelnJPG-1024x682.jpg" alt="1200px RuettelnJPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-RuettelnJPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-RuettelnJPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-RuettelnJPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-RuettelnJPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Jetzt stellt der Mitarbeiter alles in einen Kühlschrank, wo die Schokolade für 20 Minuten bei einer Temperatur zwischen 7 und 9 Grad bleibt und damit auch eine feste Form erreicht.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KuehlschrankJPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1594 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KuehlschrankJPG-1024x682.jpg" alt="1200px KuehlschrankJPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KuehlschrankJPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KuehlschrankJPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KuehlschrankJPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KuehlschrankJPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Danach kann die Schokolade aus den Formen geholt werden und die Verpackung der Schokolade erfolgt.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-FolienmaschineJPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-443 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-FolienmaschineJPG-1024x682.jpg" alt="1200px FolienmaschineJPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-FolienmaschineJPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-FolienmaschineJPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-FolienmaschineJPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-FolienmaschineJPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-FolieJPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-444 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-FolieJPG-1024x682.jpg" alt="1200px FolieJPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-FolieJPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-FolieJPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-FolieJPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-FolieJPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
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<p>Diese Maschine verpackt die Schokolade zunächst in eine Folie, erst danach erfolgt die Verpackung in den dafür vorgesehenen Karton.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KartonsJPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-445 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KartonsJPG-1024x682.jpg" alt="1200px KartonsJPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KartonsJPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KartonsJPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KartonsJPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-KartonsJPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Damit dieser jedoch noch das entsprechende Design erhält, gibt es verschiedene Labels dazu.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Labels-1-JPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-446 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Labels-1-JPG-1024x682.jpg" alt="1200px Labels 1 JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Labels-1-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Labels-1-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Labels-1-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Labels-1-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-447 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Labels-2-JPG-1024x682.jpg" alt="1200px Labels 2 JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Labels-2-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Labels-2-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Labels-2-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Labels-2-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
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<p><span style="line-height: 1.73;">Selbstverständlich werden in einer Schokoladenfabrik neben den verschiedenen Schokoladensorten, auch Pralinen oder saisonale Produkte wie z.B. Ostereier hergestellt.</span></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-kleine-Ostereier.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-448 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-kleine-Ostereier-1024x682.jpg" alt="1200px kleine Ostereier" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-kleine-Ostereier-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-kleine-Ostereier-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-kleine-Ostereier-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-kleine-Ostereier.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-PralineJPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-449 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-PralineJPG-1024x682.jpg" alt="1200px PralineJPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-PralineJPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-PralineJPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-PralineJPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-PralineJPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
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<p>Diese Führung war sehr interessant und wesentlich persönlicher als eine Führung in einer hoch modernen Schokoladenfabrik.</p>
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<p>Wer mag, kann jetzt bei einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Schokolade noch das Gedicht von Elke Heinze über Schokolade lesen: <a href="http://mainzauber.de/elke/fuer-astrid-dunkle-triebe">http://mainzauber.de/elke/fuer-astrid-dunkle-triebe</a></p>
<p>* Video von: <a href="http://www.ritter-sport.de/de/anbau-herstellung/Conchieren-So-gewinnt-die-Schokoladenmasse-an-Klasse-RITTER-SPORT">http://www.ritter-sport.de/de/anbau-herstellung/Conchieren-So-gewinnt-die-Schokoladenmasse-an-Klasse-RITTER-SPORT</a>/ (Stand: 30.3.2015)</p>
<p>** alle Fotos by Astrid Berg (alle Fotos bitte zur Vergrößerung einfach nur anklicken)</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Danke für die Schokolade</title>
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					<comments>https://lifetellsstories.de/danke-fuer-die-schokolade/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2015 22:45:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kakaobohnen]]></category>
		<category><![CDATA[Kakaobutter]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmetik]]></category>
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		<category><![CDATA[Schokoladensorten]]></category>
		<category><![CDATA[Zahlungsmittel]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Wort &#8222;Schokolade&#8220; allein lässt in mir die Sehnsucht nach diesem Genuss erwachen. Den „Erfindern“ dieser so göttlichen Köstlichkeit ist mein großer Dank gewiss. Weil es nicht nur mir so geht, sondern ganz vielen Menschen, ob Kind oder Erwachsener, gibt es mittlerweile eine riesige Vielfalt an Arten und Geschmacksrichtungen. Doch bevor ich meine Gedanken im nächsten Post der Herstellung widmen möchte, gedenke ich heute dem geschichtlichen Aspekt Raum einzuräumen. Schon vor über einem Jahrtausend, nämlich im 4. Jahrhundert nach Christi bauten bereits die Azteken in Mittelamerika, beziehungsweise in Mexiko Kakaobohnen an. Chocolatl eigentlich aber: Xocolatl, so nannten sie das bittere Kakaowasser, das sie auch als Göttertrunk bezeichneten. Hierbei haben sie die Kakaobohnen nicht nur für das Getränk benutzt, sondern sie nutzten diese auch als Zahlungsmittel. Ebenso wie heute mussten auch sie Steuern bezahlen. Leider gibt sich das Finanzamt heute nicht mit der Abgabe von Kakaobohnen zufrieden. Da haben sich die Zeiten doch geändert. Obendrein stellten schon die Azteken den Nutzen der Kakaobutter für die Kosmetik und die Gesundheit fest. In der Pharmazie hat man diese &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Wort &#8222;Schokolade&#8220; allein lässt in mir die Sehnsucht nach diesem Genuss erwachen. Den „Erfindern“ dieser so göttlichen Köstlichkeit ist mein großer Dank gewiss. Weil es nicht nur mir so geht, sondern ganz vielen Menschen, ob Kind oder Erwachsener, gibt es mittlerweile eine riesige Vielfalt an Arten und Geschmacksrichtungen. Doch bevor ich meine Gedanken im nächsten Post der Herstellung widmen möchte, gedenke ich heute dem geschichtlichen Aspekt Raum einzuräumen.</strong></p>
<p><span class="dropcap">S</span>chon vor über einem Jahrtausend, nämlich im 4. Jahrhundert nach Christi bauten bereits die Azteken in Mittelamerika, beziehungsweise in Mexiko Kakaobohnen an.</p>
<p><span class="dropcap">C</span>hocolatl eigentlich aber: Xocolatl, so nannten sie das bittere Kakaowasser, das sie auch als Göttertrunk bezeichneten.</p>
<p><span class="dropcap">H</span>ierbei haben sie die Kakaobohnen nicht nur für das Getränk benutzt, sondern sie nutzten diese auch als Zahlungsmittel. Ebenso wie heute mussten auch sie Steuern bezahlen. Leider gibt sich das Finanzamt heute nicht mit der Abgabe von Kakaobohnen zufrieden. Da haben sich die Zeiten doch geändert.</p>
<p><span class="dropcap">O</span>bendrein stellten schon die Azteken den Nutzen der Kakaobutter für die Kosmetik und die Gesundheit fest. In der Pharmazie hat man diese später zur Herstellung von Zäpfchen und Salben benutzt, wovon man heute allerdings aus herstellungsbedingten Gründen absieht.</p>
<p><span class="dropcap">K</span>osmetik ist allerdings ein Bereich, in welchem die Kakobutter immer noch zur Anwendung kommt. So wird sie zur Herstellung von Lippen- und Körperpflegeprodukten benutzt. Aber auch Seifen und Antifaltencremes sind Produkte, die von der Verwendung der Kakaobutter profitieren.</p>
<p><span class="dropcap">O</span>hne die Kakaobutter müsste auch die Lebensmittelindustrie auf einige Köstlichkeiten verzichten. Man benutzt sie beispielsweise zur Herstellung von weißer Schokolade, Kuvertüre, Pralinen oder Nugat.</p>
<p><span class="dropcap">L</span>obenswerterweise entdeckte Kolumbus im Jahre 1502 Amerika und auch die Kakaobohne.<br />
„Der Spanier Cortés eroberte 1519 bis 1522 das Aztekenreich auf brutale Weise. Auch er erkannte nur den Wert der Kakaobohnen als Zahlungsmittel und ließ eine große Plantage errichten, um Geld &#8222;zu züchten&#8220;. Das aztekische Kakaogetränk schmeckte den Eroberern nicht. Es war Cortés, der die ersten Kakaobohnen und die notwendigen Geräte zur Zubereitung der &#8222;Xocolatl&#8220; mit nach Spanien brachte.“ *</p>
<p><span class="dropcap">A</span>uch die Grafen von Modica auf Sizilien überlieferten wahrscheinlich die Schokoladenrezeptur von Spanien nach Italien.</p>
<p><span class="dropcap">D</span>ie Spanier hatten auch die Idee, dem Kakaogetränk noch Zucker und Vanille zuzufügen. Hierdurch wurde aus dem bitteren Kakaowasser erst ein süßes Getränk und damit auch eine Köstlichkeit.</p>
<p><span class="dropcap">E</span>hemals nur für die Reichen, wurde die Schokolade dann auch innerhalb des 19. Jahrhunderts für die Normalbevölkerung erschwinglich. Und erst „1848 brachte eine englische Firma zum ersten Mal eine essbare Schokolade aus Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker auf den Markt. Bis dahin konnte man Schokolade nur trinken.“ **</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jetzt werde ich mich erst einmal mit allen möglichen Schokoladensorten eindecken:</p>
<p><strong>Vollmilchschokolade </strong></p>
<p><strong>Weiße Schokolade</strong></p>
<p><strong>Bitterschokolade</strong></p>
<p><strong>Zartbitterschokolade</strong></p>
<p><strong>Halbbitterschokolade</strong></p>
<p>Immerhin muss man ja alles einmal gekostet haben, bevor man sich ein Urteil erlauben kann.</p>
<p><strong>Und dann gibt es noch Varianten mit</strong></p>
<p><strong>Füllung</strong></p>
<p><strong>Nüssen</strong></p>
<p><strong> Joghurt</strong></p>
<p><strong>Keks</strong></p>
<p><strong>Alkohol</strong></p>
<p><strong>Früchten …….</strong><br />
Ich glaube, das schaffe ich heute nicht alles. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Danke-Schoko-JPG1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-thumbnail wp-image-429 aligncenter" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Danke-Schoko-JPG1-150x150.jpg" alt="1200px-Danke Schoko JPG" width="150" height="150" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Danke-Schoko-JPG1-150x150.jpg 150w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/03/1200px-Danke-Schoko-JPG1-120x120.jpg 120w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* Zitat aus: http://www.schoko-seite.de/Schokolade/geschichte.html (Stand: 27.3.2015)</p>
<p>** Zitat aus: http://www.schoko-seite.de/Schokolade/geschichte.html<br />
(Stand: 27.3.2015)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>http://de.wikipedia.org/wiki/Kakaobutter (Stand: 27.3.2015)</p>
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		<title>Kindheitserinnerungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2014 11:32:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Freundin]]></category>
		<category><![CDATA[Haare]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich neulich meiner Mutter erzählte, dass wir mit Freunden auf einem Oktoberfest gewesen waren, zeigte sie mir ein wunderschönes kleines Dirndl. Es war mein Dirndl, das ich als Kleinkind getragen hatte. Auf einmal begann ich mein Gedächtnis nach Kindheitserinnerungen zu durchforsten. Und das ist dabei herausgekommen: Kein Kind mag das Haarewaschen besonders gern, aber heutzutage ist es nur halb so schlimm wie früher. Schon allein die Tatsache, das Wasser über den Kopf laufen zu lassen, ist nicht jedermanns Sache. Außerdem kann es zu dem unerwünschten Nebeneffekt kommen, dass Shampoo in die Augen gerät. Als ich noch ein kleines Kind war, hatte ich sehr lange Haare und somit war auch noch das Auskämmen nach dem Waschen eine Qual. Spülungen, die die Haare leichter kämmbar machten, gab es damals noch nicht. Es ziepte und zog an den Haaren. Ich schrie aus Leibeskräften: „Hilfe, Hilfe!“ Meine liebevolle Mutter war zwar sehr vorsichtig und versuchte mich auch zu beruhigen, aber leider vergeblich. Das hatte zur Folge, dass unsere damalige Vermieterin an der Wohnungstür klopfte: „Was machen Sie denn &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als ich neulich meiner Mutter erzählte, dass wir mit Freunden auf einem Oktoberfest gewesen waren, zeigte sie mir ein wunderschönes kleines Dirndl. Es war mein Dirndl, das ich als Kleinkind getragen hatte. Auf einmal begann ich mein Gedächtnis nach Kindheitserinnerungen zu durchforsten. Und das ist dabei herausgekommen:</strong></p>
<p><span class="dropcap">K</span>ein Kind mag das Haarewaschen besonders gern, aber heutzutage ist es nur halb so schlimm wie früher. Schon allein die Tatsache, das Wasser über den Kopf laufen zu lassen, ist nicht jedermanns Sache. Außerdem kann es zu dem unerwünschten Nebeneffekt kommen, dass Shampoo in die Augen gerät. Als ich noch ein kleines Kind war, hatte ich sehr lange Haare und somit war auch noch das Auskämmen nach dem Waschen eine Qual. Spülungen, die die Haare leichter kämmbar machten, gab es damals noch nicht. Es ziepte und zog an den Haaren. Ich schrie aus Leibeskräften: „Hilfe, Hilfe!“ Meine liebevolle Mutter war zwar sehr vorsichtig und versuchte mich auch zu beruhigen, aber leider vergeblich. Das hatte zur Folge, dass unsere damalige Vermieterin an der Wohnungstür klopfte:<br />
„Was machen Sie denn mit Ihrem Kind?“ fragte sie meine Mutter.<br />
„Ach“, meinte diese, „kommen Sie ruhig herein! Ich wasche meiner Tochter nur die Haare und das kann sie nicht leiden!“ Die Vermieterin sah mich mit meinen nassen und verzausten Haaren und lächelte:<br />
„Ja, ja das zieht ganz schön! Aber da bin ich beruhigt, dass alles in Ordnung ist!“</p>
<p><span class="dropcap">I</span>ch kann mich noch genau erinnern als mein Grundschullehrer uns Zweitklässler fragte:<br />
“Na, was habt ihr in den Sommerferien denn so gemacht? Erzählt doch mal!“ Sofort schnellte mein Finger in die Höhe, denn auch ich wollte von meinen Ferienerlebnissen erzählen. Irgendwann war es dann auch soweit, mein Lehrer forderte mich auf: „So, Astrid dann erzähle mal!“<br />
„Wir sind nach Rottach &#8211; Egern gefahren, das ist 600 Kilometer entfernt und liegt in der Nähe von München.“<br />
Vor inzwischen mehr als 40 Jahren war dies nahezu eine Weltreise und es würde mich nicht wundern, wenn ich eines der wenigen Kinder war, die damals schon so weit weg gereist waren.<br />
Interessiert fragte mein Lehrer auch weiter: „Was habt ihr denn dort gemacht?“<br />
„Wir haben dort die Tante meines Vaters und seine Oma besucht. Das ist nämlich meine Omaur“, berichtete ich stolz.<br />
„Astrid, das heißt ‚Uroma‘“, berichtigte mich der Lehrer.<br />
„Nein“, erklärte ich ihm inbrünstig, „das ist meine Omaur!“<br />
Das war sie und das bleib sie für mich zeitlebens. Auch wenn ich heute an meine Urgroßmutter zurückdenke, die mit ihren fast neunzig Jahren noch mit mir Federball gespielt hat, dann denke ich liebevoll an meine „Omaur“.</p>
<p>„<span class="dropcap">N</span>ein, ich esse meine Suppe nicht!“<br />
Diesen Satz des Suppenkaspers kennt wohl jeder aus dem Struwwelpeter. Ich war auch so ein kleiner Suppenkasper, denn ich kann mich genauestens erinnern, wenn meine Mutter ihre Lieblingssuppe auftischte. „Die schmeckt echt lecker!“, versuchte sie mir die Gemüsesuppe im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft zu machen. Ich versuchte auch artig meinen ohnehin nur halb vollen Teller zu leeren, was allerdings für mich unmöglich war. Ich konnte alle Zutaten in dieser Suppe sehen und genau dies ließ sich meinen Magen schon beim Anblick derselben umdrehen. Meine Mutter befürchtete schon, dass ich die drei oder vier mühsam und mit geschlossenen Augen in mich hinein beförderten halb gefüllten Löffel wieder von mir geben würde. Sie war meist auch mit ihren Überredungskünsten am Ende und kochte mir einen Grießbrei. Dann allerdings kam sie auf einen anderen Trick: Sie pürierte einfach die Zutaten und machte daraus eine Cremesuppe und siehe da, Klein-Astrid aß ohne zu murren ihren ganzen Teller Suppe auf und es schmeckte sogar. Bis zum heutigen Tag gibt es bei uns nur pürierte Suppen, denn auch unser Sohn ist ein solcher Suppenkasper.</p>
<p><span class="dropcap">D</span>en Reim vom Teddybär beim Seilspringen kennt bestimmt noch jeder, denn eigentlich wird er von Generation zu Generation mündlich überliefert:</p>
<p>„Teddybär, Teddybär dreh dich um!<br />
Teddybär, Teddybär mach dich krumm!<br />
Teddybär, Teddybär heb ein Bein….“<br />
Ich kann mich noch gut erinnern, wenn wir Kinder uns in unserer Straße zum Spielen trafen. Wir waren mehr als zehn Kinder im gleichen oder ähnlichen Alter und im Grundschulalter gingen wir nicht nur in die gleiche Schule, nein, zum Teil auch in die selbe Klasse. Damals fuhren kaum Autos durch unsere Straße, die in einem Neubaugebiet lag und außerdem noch eine Sackgasse mit Wendehammer war. Genau dieser Wendehammer bot uns ausreichend Platz für unsere Gummitwist-, Federball-, Versteck- und Seilspringspiele. Besonders, wenn es an Sommerabenden lange hell war oder auch, wenn es schon leicht dämmrig wurde, dann spielten wir Versteck im Dunkeln oder ließen unseren Federball über die über die Straße gespannte Beleuchtung fliegen.</p>
<p><span class="dropcap">H</span>aarige Geschichten kann ich außer der obigen noch mehrere erzählen. In den sechziger Jahren, zu deren Beginn ich geboren wurde, trugen die Mädchen ihre langen Haare selten offen. So hatte ich anfangs lange Zöpfe, einen dicken Zopf, einen Knoten auf dem Kopf oder einen Knoten am Hinterkopf, aus dem ein Pferdeschwanz herausfiel. Diese letzte Frisur entstammte dem Film „Bezaubernde Jeannie“ mit Barbara Eden und Larry Hagman. Sah auch wirklich bezaubernd bei mir aus, aber der Nachteil war, dass sich diese Frisur durch das Hüpfen beim Gummitwist regelmäßig auflöste. So saß ich dann oftmals im Schulunterricht mit offenen Haaren. Man wird es nicht glauben, aber ich schämte mich dann richtig und traute mich nicht nach vorne zu schauen. Wenn ich mich auf Fotos mit den bis zum Po reichenden offenen Haaren sehe, dann kann ich jetzt jedoch nur staunen. Sah einfach toll aus und ich kann selbst nicht verstehen, warum ich mich dessen geschämt habe. Immer wenn sich meine Mutter ihre Haare beim Frisör schneiden und frisieren ließ, fragte man mich aus Spaß, ob sie denn meine Zöpfe auch abschneiden sollten. Ich verneinte dies immer, bis zu dem Tag an dem ich ja sagte und alle versuchten mich umzustimmen. Trotzdem wagte ich diesen entscheidenden Schritt und die Zöpfe kamen ab. Ich erzählte allen, ich würde mir später davon einmal ein Haarteil machen lassen. Bis heute liegen diese beiden Zöpfe eingewickelt in Zeitungspapier in einer Schublade bei meiner Mutter. Sie haben all die Jahrzehnte unbeschadet überstanden und sehen aus, als hätte man sie mir gestern erst abgeschnitten.</p>
<p><span class="dropcap">E</span>ine Freundin von der Post hatte ich auch. Damals gab es noch ein Postamt und der Chef der ansässigen Post wohnte mit seiner Familie direkt über dem Postamt. Er war der Vater meiner Freundin und zugleich der Bruder meines Grundschullehrers. Wir waren richtig dicke Freundinnen und besuchten uns mehrmals in der Woche nach der Schule zum Spielen. Eines Tages ging meine Freundin gleich mit mir nach Hause ( wir wohnten an entgegengesetzten Enden der Stadt ). Auf die Nachfrage meiner Mutter, ob denn ihre Eltern Bescheid wüssten, antwortete sie nur, es sei schon in Ordnung. Damals hatten wir noch kein Telefon, also konnte meine Mutter auch die Eltern meiner Freundin nicht informieren. Doch dieses Problem sollte sich lösen. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was wir spielten, aber ich weiß noch genau, dass es Rahmspinat zum Mittagessen gab. Wir saßen gerade beim Essen, als es vor unserem Haus hupte. Vor der Tür stand ein Postauto: „Ist denn die Anne da?“, fragte der Briefträger. „Ihre Eltern haben sich schon gedacht, dass sie bei Astrid ist!“</p>
<p><span class="dropcap">I</span>ch war vielleicht zwei oder drei Jahre, als meine Eltern wieder einmal mit mir nach Rottach &#8211; Egern zu meiner Omaur (Uroma) fuhren. Ob ich mich selbst noch an diese Geschichte erinnern kann oder nur, weil man sie mir immer wieder erzählt hat, kann ich nicht mit Gewissheit sagen. Auf jeden Fall ging die Tante meines Vaters mit mir zu einem Bauern. Sie wollte mir eine Freude machen und so holten wir dort frische Milch, die wir in der Milchkanne transportierten. In der Küche setzte ich mich dann an den Tisch und die Tante stellte mir ein Glas Milch hin.<br />
„So Astrid, trink mal schön, die ist ganz frisch und lecker!“<br />
Ich sah sie mit großen Augen an. Zu Hause hatten wir auch eine Milchkanne und damit holten wir immer unsere Milch von Herrn und Frau Bickert, die in der Stadt umherfuhren und von einem Auto aus Milch, Eier, Butter, Käse usw. verkauften. Sie selbst hatten diese aus der Molkerei unserer Stadt geholt, die von den ortsansässigen Bauern beliefert wurde. Und so schaute Klein &#8211; Astrid jetzt von dem Glas Milch zu der Tante und meinte ganz ernst:<br />
„Nein, ich trinke keine Kuhmilch, &#8211; ich trinke nur Bickertsmilch!“</p>
<p><span class="dropcap">T</span>egernsee und Rottach &#8211; Egern sind für mich mit sehr schönen Erinnerungen verbunden. Zum einen, weil ich dort alljährlich mit meinen Eltern meine Omaur besuchte und zum anderen, weil ich dort auch Freunde gefunden hatte. Die Nachbarin der Tante bekam nämlich in den Ferien ebenfalls Besuch von ihrer Nichte und ihrem Neffen. Wir spielten dann immer zusammen und hatten sehr viel Spaß. Wir wateten mit den Füßen durch das eiskalte Bergwasser der Weißach, spazierten durch die Heide oder schwammen im Strandbad des Tegernsee. Während wir beiden Mädchen in einem Alter waren, gehörte der Neffe einer jüngeren Altersgruppe an. Er lernte erst noch das Schwimmen und Tauchen. Jetzt sollte man meinen, dass er dies im Strandbad geübt hätte, was für das Schwimmen auch zutraf, aber nicht für das Tauchen. Das übte er fleißig bei seiner Tante auf dem Grundstück in einem Regenfass.</p>
<p><span class="dropcap">S</span>chokolade und Kaugummi lieben alle Kinder. Auch hieran habe ich eine Kindheitserinnerung. Da ich aus Hessen komme, also aus den alten Bundesländern, waren bei uns die Amerikaner als Alliierte stationiert. Immer wenn diese Manöver hatten und mit den Panzern und ihren Jeeps durch die Gegend fuhren, standen wir Kinder am Straßenrand und riefen: „Chewinggum, Chewinggum!“<br />
Die Amerikaner strahlten uns dann an und warfen uns tatsächlich Kaugummi und Schokolade von ihren Fahrzeugen herunter. Das war für uns Kinder immer ein tolles Erlebnis.</p>
<p><span class="dropcap">E</span>rinnern kann ich mich noch ganz genau an Fahrten mit einem ganz besonderen Auto, das heute ein seltener, aber toller Oldtimer ist. Dieses Gefährt besaßen unsere damaligen Vermieter, ein älteres Ehepaar. Wir wohnten zu dieser Zeit am Rande der Kleinstadt Schotten und so fuhren die Beiden immer mit ihrem Auto zum Einkaufen in die Stadt. Wenn sie zurückkamen, liefen wir Kinder ihnen entgegen, um die letzten Meter mitgenommen werden zu können. Leider konnte sich dieser Wunsch immer nur für einen, höchstens zwei von uns erfüllen, denn normalerweise passen in eine Isetta ( das laut Lexikon übrigens ein Rollermobil von BMW ist und als Gefährt zwischen Motorrad und Automobil eingeordnet wird ) nur zwei Personen, Fahrer und Beifahrer. So wurde die vordere und einzige Flügeltür geöffnet und man ließ mich auf den Schoss des Fahrers. Ob zu diesem Zeitpunkt noch ein weiteres Kind auf dem Schoss der Beifahrerin saß, entzieht sich meiner Erinnerung.</p>
<p><span class="dropcap">R</span>egelmäßig hielten wir an der gleichen Stelle, an der wir auf die Amerikaner mit ihren Panzern und auf die Vermieter mit ihrer Isetta warteten, auch noch ein anderes Auto an. Hierbei handelte es sich um das Postauto und zwar um einen Transporter. Auch hier ließ man uns freudig zusteigen und wir durften die letzten paar Meter mitfahren. Wir waren sozusagen schon in zartem Kindesalter Tramper.<br />
Man muss dazu sagen, dass mich rückblickend meine Kindheit ein bisschen an Astrid Lindgrens Bullerbü erinnert, denn auch wir Kinder waren eine eingeschworene Gemeinschaft, wohl behütet, bei Postboten, Milchmann und Milchfrau etc. bekannt und verbrachten viel Zeit in der freien Natur. Eine Kindheit, die man nur jedem Kind wünschen kann.</p>
<p><span class="dropcap">I</span>nteressant fand ich auch immer die Fahrten mit meinem Vater. Manchmal nahm er mich sonntags im Auto mit, während meine Mutter zu Hause das Mittagessen vorbereitete. Dann hatte ich als Kind meinen Vater für ein oder zwei Stunden für mich ganz allein. Er war es auch, bei dem ich meine ersten Lenk- und Fahrversuche auf abgelegenen Feldwegen machen durfte. Wir redeten bei unseren kurzen Sonntagsausflügen über dies und das. Ich weiß nicht mehr, worüber wir redeten, aber es ist mir in sehr schöner und harmonischer Erinnerung geblieben. Leider habe ich nicht mehr die Gelegenheit dies meinem Vater zu sagen, denn er ist jetzt schon seit mehr als dreißig Jahren tot und hat zwar noch Peter kennengelernt und auch unsere Verlobung mitgefeiert, aber unsere Heirat und die Geburt unseres Sohnes Timo nicht mehr miterlebt.</p>
<p><span class="dropcap">N</span>eulich fing mein Mann plötzlich an zu husten. „Ist bei dir eine Erkältung im Anmarsch“, fragte ich ihn. Er konnte mich jedoch beruhigen, denn er hatte sich nur sozusagen an seiner eigenen Spucke verschluckt. Trotzdem fiel mir etwas aus meiner Kindheit ein:<br />
Ich denke, damals war ich ungefähr vier Jahre ( ich sollte nochmals bei meiner Mutter das genaue Alter erfragen). Ebenso wie in Bullerbü steckten wir Kinder immer zusammen und damit steckten wir uns auch gegenseitig mit Kinderkrankheiten an. Eine meiner kleinen Spielkameradinnen hatte ihren Cousin besucht und hatte sich bei ihm mit Keuchhusten angesteckt. Das brachte sie uns anderen dann gewissermaßen als Geschenk mit. So husteten und spuckten wir alle, was zur Folge hatte, dass niemand alleine war. Wir konnten alle getrost weiter miteinander spielen.<br />
Die Impfung gegen Keuchhusten gab es anscheinend damals noch nicht oder war noch nicht so verbreitet und als Timo geboren wurde, war sie noch etwas umstritten, soweit ich mich erinnere. Auch er machte den Keuchhusten durch. Das bewirkte dann allerdings, dass auch mein Mann einen seltsamen Husten etc. bekam, der jedoch laut Untersuchungen und Labortests kein Keuchhusten gewesen sein sollte. Es wunderte uns nur, dass im Endeffekt die halbe Firma, in der Peter damals arbeitete, ebenfalls von dieser Huster- und Spuckerei befallen war.</p>
<p><span class="dropcap">N</span>och immer existieren meine beiden Lieblingspuppen, ich glaube sie liegen auf dem Dachboden meiner Mutter. Die eine hieß Moni und hatte dunkle lockige Haare und die andere war eine Lauf- und Sprechpuppe mit langen braunen geraden Haaren. Sie war eigenhändig von mir über dem Waschbecken auf den Namen Rita getauft worden. Wenn ich sie auf den Boden stellte, sie wie ein kleines Kind an ihrer linken Hand hielt und ihren Arm leicht nach oben und unten bewegte, machte sie kleine Schritte und lief somit neben mir her. Zwischen ihren Schulterblättern konnte man eine Schnur herausziehen und beim Zurückziehen sprach sie Sätze wie:<br />
„Ich hab dich lieb, Mama!“<br />
Eines Tages jedoch zog sich der Faden nicht mehr zurück und Rita sprach kein Wort mehr. Ich war tieftraurig und weinte. Immer wieder fragte ich:<br />
„Wann kommt Papa nach Hause? Er muss mir meine Puppe wieder reparieren.“<br />
Mein Papa konnte nämlich alles wieder reparieren und „Geht nicht, &#8211; gibt’s nicht!“ war sein Leitspruch. Doch dieses Mal schienen seine Künste zu versagen, er konnte machen, was er wollte, aber das Schnürchen zog sich nicht zurück und Rita blieb stumm. Auch mein Bitten und Betteln half nichts. Meine Eltern waren angesichts meiner Trauer selbst schon geknickt, da legte mein Vater die Puppe auf den Rücken. Und siehe da! Das Wunder geschah und Rita sagte:<br />
„Ich bin sooo müde!“<br />
Jeder kann sich jetzt sicherlich das Strahlen im Gesicht der kleinen Astrid vorstellen!</p>
<p><span class="dropcap">E</span>igentlich kann ich mich nur noch an meinen Opa väterlicherseits erinnern. Meine Omi, also die Mutter meines Vaters, starb als ich gerade einmal zwei Jahre alt war. Meine Erinnerungen an sie stammen von Fotografien und Erzählungen. Die Eltern meiner Mutter habe ich leider nie kennengelernt, da sie lange vor meiner Geburt schon verstarben.<br />
Meinen Opa hatte ich sehr gerne und ich freute mich auch, wenn ich manchmal das Wochenende bei ihm verbringen durfte. Bei uns in der Stadt gab es damals ein kleines Café, in dem man auch Eis kaufen konnte. Ich glaube es hieß Café Rennstrecke. Immer wenn mein Opa dort einen Kaffee trank, bekam ich ein Eis. Ich dachte jedenfalls es sei ein Eis, da man mir das so erzählte, doch eigentlich war es Sahne. Aber eines Tages schickte mich mein Opa alleine ins Cafe hinein und er wartete draußen. Ich bestellte mir ein Eis in der Waffel und bekam auch ein Eis, aber es sah anders aus als sonst. Logisch! Später am Abend war es mir ganz schlecht, ich hatte Bauchschmerzen und spuckte. „Das kommt von dem komischen Eis!“, erklärte ich und aß fortan kein Eis mehr. Viele, viele Jahre vergingen quasi eislos und ich war schon in der Grundschule als ich es doch eines Tages mit einem Schokoladeneis versuchte. Es schmeckte mir und es blieb auch bei mir. Somit wurde Schokoladeneis bis zum heutigen Tage zu meinem Lieblingseis.</p>
<p><span class="dropcap">R</span>ichtig Spaß hat mir anscheinend das Ostereiersuchen im Kleinkindalter gemacht. Eigentlich weiß ich die Geschichte aus Erzählungen meiner Mutter. Demzufolge waren wir Kinder eingeladen im Garten eines Nachbarn nach Ostereiern zu suchen. Also nahm ich mein Körbchen und marschierte mit den anderen mit. Irgendwie scheine ich eine Art siebten Sinn gehabt zu haben, denn ich ging einfach nur von einem Nest zum anderen. Ich fand eigentlich alle versteckten Ostereier. Die anderen wären leer ausgegangen, hätten die Nachbarn nicht unauffällig für Nachschub gesorgt, damit die anderen Kinder auch noch ein paar Ostereier in ihre Körbchen legen konnten. Zum Schluss hatte ich ungefähr 30 bunte Eier gefunden und mir mussten die Erwachsenen helfen alles nach Hause zu tragen.</p>
<p>„<span class="dropcap">U</span>nd wollen wir mit den Rollschuhen fahren?“, fragte mich eine Schulkameradin. Ich liebte es und konnte es auch ziemlich gut, nicht so wie mein Mann, der es anscheinend nie gelernt hat. Und auch Timo tat sich mit den vier Rollen unter jedem Fuß etwas schwer als Kind, Inlineskaten stellte für ihn allerdings kein Problem dar.<br />
Doch zurück zu meiner Kindheit: Besagte Freundin stürzte an diesem Nachmittag. Sie lag auf dem Bauch und gab glucksende Laute von sich. Wir anderen standen um sie herum und lachten, denn wir deuteten diese Laute als Lachen. Doch schon bald merkten wir, dass es sich um Weinen handelte, das auch nach gutem Zureden nicht versiegte. Kurzum, sie hatte sich beide Arme gebrochen. Mir klingt noch heute dieses Weinen in den Ohren.</p>
<p><span class="dropcap">N</span>och eine Erinnerung habe ich an meinen Opa. Immer wenn wir das Haus verließen und in die Stadt gingen, setzte er seinen Hut auf. Begegneten wir auf unserem Weg Bekannten, so lüftete er seinen Hut und machte einen Diener. Dies war allerdings zu den damaligen Zeiten üblich. Eigentlich eine schöne Geste, doch heute längst überholt. Übrigens: Ich habe als kleines Mädchen auch gelernt einen Knicks zu machen, den ich noch heute einwandfrei beherrsche. Ob ich dabei jedoch in königlichen Kreisen bestehen könnte, bezweifele ich allerdings. Ich denke hierbei müsste ich doch noch ein wenig üben.</p>
<p><span class="dropcap">G</span>erüche können Erinnerungen hervorrufen. Dies ist eigentlich allbekannt und das habe ich auch am eigenen Leibe schon erfahren. Als ich mit meiner Familie vor fast zwei Jahrzehnten vom Westen in den Osten Deutschlands zog, erreichte meine Nase gar mancher „Duft“, der mich an meine Kindheit erinnerte. So zum Beispiel der Geruch von Rauch, der aus manchen Schornsteinen in den Himmel zog, weil die Bewohner des Hauses mit Holz und Kohle heizten. Oder der Geruch in dem alten Schulgebäude, das unser Sohn in den ersten Jahren seiner Schulzeit besuchte, war genau der Geruch des Schulgebäudes meiner Schulzeit. Zumindest meinte ich regelrecht meine Kindheit zu riechen.</p>
<p><span class="dropcap">E</span>in anderer Geruch wurde von meiner Mutter immer hochgepriesen. Wer jetzt denkt, dass ich hier von der Weihnachtsbäckerei schreibe, irrt sich gewaltig. Nein, die Rede ist von einem sogenannten Duft der Natur. Jedes Mal wenn wir durch eines der Dörfer fuhren, die rund um unsere Kleinstadt angesiedelt waren, meinte meine Mutter:<br />
„Tief durchatmen! Das ist gute Landluft! Die ist gesund!“<br />
Ich für meinen Teil konnte nichts Gutes daran finden. Ich fand einfach nur, dass diese Misthaufen ekelig stanken.</p>
<p><span class="dropcap">N</span>och Jahre bevor ich in die Schule kommen sollte, war ich auf einem Kindergeburtstag eingeladen. Der Onkel des Geburtstagskindes war auch anwesend. Als ich bei ihm saß und er sich mit mir unterhielt, fragte er mich, was ich einmal werden wolle:<br />
„Ich will einmal Lehrerin werden!“, verkündete ich stolz. Von diesem Zeitpunkt an stand mein Berufsziel fest. Aber nicht nur, dass ich tatsächlich Grundschullehrerin geworden bin, sondern auch, dass ich damals auf den Knien meines zukünftigen Grundschullehrers gesessen hatte, wird mir immer in Erinnerung bleiben.</p>
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