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	<title>Möbel &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Gelungene Überraschung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Dec 2017 04:25:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Fäden]]></category>
		<category><![CDATA[Fitnessstudio]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Möbel]]></category>
		<category><![CDATA[Nachtigall]]></category>
		<category><![CDATA[Pyjama]]></category>
		<category><![CDATA[Sack]]></category>
		<category><![CDATA[Überraschung]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute möchte ich Euch wieder eine Geschichte erzählen, wie sie nur das Leben schreiben kann. Es ist eine wunderschöne Begebenheit aus dem Leben meiner lieben Freundin Conny. Als sich dies ereignete, kannten wir uns noch nicht, aber es sollte nicht mehr lange dauern, bis uns der Zufall zusammenführen würde. Und darüber bin ich sehr froh, denn wir haben bisher mit ihr und ihrem Mann viele schöne gemeinsame und oftmals sehr lustige Stunden verlebt. Nur noch soviel vorneweg: Ihren Mann kannten wir schon von verschiedenen Saunabesuchen, doch verlor sich dieser eher lockere Kontakt, nachdem wir zu einer anderen Saunalandschaft überwechselten… Conny sitzt mit ihrer erwachsenen Tochter in der Wohnung bei einem gemütlichen Adventsnachmittagskaffee. Ihre Blicke schweifen umher und in ihren Augen ist die Vorfreude deutlich zu erkennen: „Ich freue mich schon riesig auf meine neuen Möbel“, sagt sie zu ihrer Tochter. „Das dauert nun schon ziemlich lange, findest du nicht auch? Wann ist denn das Lieferdatum?“, fragt diese zurück. „Tja, eigentlich müsste es bald soweit sein, doch der nette Verkäufer meinte, dass es wohl noch ein &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute möchte ich Euch wieder eine Geschichte erzählen, wie sie nur das Leben schreiben kann. Es ist eine wunderschöne Begebenheit aus dem Leben meiner lieben Freundin Conny. Als sich dies ereignete, kannten wir uns noch nicht, aber es sollte nicht mehr lange dauern, bis uns der Zufall zusammenführen würde. Und darüber bin ich sehr froh, denn wir haben bisher mit ihr und ihrem Mann viele schöne gemeinsame und oftmals sehr lustige Stunden verlebt. Nur noch soviel vorneweg: Ihren Mann kannten wir schon von verschiedenen Saunabesuchen, doch verlor sich dieser eher lockere Kontakt, nachdem wir zu einer anderen Saunalandschaft überwechselten…</strong></p>
<p><span class="dropcap">C</span>onny sitzt mit ihrer erwachsenen Tochter in der Wohnung bei einem gemütlichen Adventsnachmittagskaffee. Ihre Blicke schweifen umher und in ihren Augen ist die Vorfreude deutlich zu erkennen:<br />
„Ich freue mich schon riesig auf meine neuen Möbel“, sagt sie zu ihrer Tochter.<br />
„Das dauert nun schon ziemlich lange, findest du nicht auch? Wann ist denn das Lieferdatum?“, fragt diese zurück.<br />
„Tja, eigentlich müsste es bald soweit sein, doch der nette Verkäufer meinte, dass es wohl noch ein Weilchen dauern könnte“, erklärt Conny. „Ich gehe jedoch jede Woche ins Möbelhaus. Dann setze ich mich vor die Möbel, die dort ausgestellt sind und die ich bestellt habe. Ich schaue sie mir an und freue mich, dass ich solche schönen Möbelstücke bald hier in meiner Wohnung stehen habe. Es wäre toll, wenn sie noch vor Weihnachten geliefert werden würden, habe ich erst gestern zu dem netten und freundlichen Verkäufer gesagt.“<br />
„Du Mama?! So langsam werde ich aber stutzig!“, lächelt die Tochter.<br />
„Wieso? Was meinst du?“, fragt Conny ein bisschen scheinheilig, denn sie vermutet schon worauf diese Äußerung abzielen könnte.<br />
„Du erzählst mir ständig von so einem netten Herrn aus dem Möbelgeschäft. Jetzt rück schon endlich mit der Sprache heraus! Gibt es da etwas, was ich noch nicht mitbekommen habe? Siehst du dir da wirklich nur die Möbel an?“<br />
Connys Tochter ist nun richtig neugierig geworden und sie ist gespannt, was die Mutter ihr berichten wird.<br />
„Naja“, druckst Conny etwas verlegen herum. „Er sieht schon ziemlich gut aus und ist immer sehr nett und zuvorkommend.“<br />
„Ja und…? Weiter!“<br />
„Ich hab mal bei seiner Kollegin ein bisschen nachgefragt.“<br />
„Was hast du nachgefragt? Konntest du ihm die Frage nicht selbst stellen?“<br />
„Nee! So was macht man doch nicht! Ich hab ja nur mal vorsichtig, so um ein paar Ecken herum angefragt, ob er schon vergeben ist. Ist doch gar nicht so abwegig, so wie er aussieht…“ , kommt Conny ins Schwärmen.<br />
„Und ist er?“<br />
„Ja und nein!“<br />
„Was soll das denn nun schon wieder heißen? Jetzt rede nicht ständig um den heißen Brei herum und lass dir vor allen Dingen nicht so die Würmer aus der Nase herausziehen!“, fordert die Tochter zum Weitererzählen auf.<br />
„Also:“, Conny holt tief Luft, um endlich mit der vollen Wahrheit herauszurücken: „Er ist ziemlich unglücklich in seiner Beziehung und möchte sich trennen. Im Grunde genommen ist er das schon &#8211; fast.“<br />
„Aha!“<br />
„Was heißt hier „Aha“?“<br />
„Nachtigall, ich hör dich trapsen!“, erwidert die Tochter.<br />
„Nichts trapst hier! Da ist nichts!“<br />
„Was nicht ist, kann ja noch werden“, erklärt die Tochter. „Du hast ein bisschen Glück verdient, Mama, nach den schweren Zeiten durch die Trennung. Ich will dich wieder froh und glücklich sehen.“<br />
„Das ist lieb, mein Kind. Ich möchte auch wieder unbeschwert lachen können. Und das kann ich mit ihm.“<br />
„Wie jetzt? Hab ich da noch was verpasst?“, will die Tochter wissen.<br />
„Wir haben uns mal nur so auf neutralem Boden getroffen“, berichtet Conny und wird immer euphorischer. „Stell dir vor, er geht in das selbe Fitnessstudio wie ich! Das haben wir rein zufällig festgestellt und da haben wir uns einfach mal dort verabredet.“<br />
„Ach Mama, ist das schön!“ Trefft ihr euch wieder?“<br />
Conny zuckt geheimnisvoll lächelnd mit den Schultern. Ihre Tochter steht auf, nimmt ihre Mutter liebevoll in den Arm und schlägt dann vor:<br />
„Weißt du was?! Ich geh jetzt in die Wanne und ziehe dann meinen Pyjama an. Wir machen uns jetzt einen richtigen gemütlichen Abend. So mit Kerzenschein und so…“<br />
Gesagt, getan. Eine Dreiviertelstunde später lümmeln sich die beiden Frauen in ihren Pyjamas auf die Couch.<br />
„Hihi! Wir sehen aus wie zwei Weihnachtsmänner!“ kichert Conny. „Ich wusste gar nicht, dass du auch einen roten Pyjama hast.“<br />
„Den habe ich mir auch gerade erst letzte Woche gekauft. Immerhin ist heute Nikolaus und da passt er doch ziemlich gut, oder?!“<br />
Gerade will Conny ein Fotoalbum mit Kinderfotos ihrer zwei Mädels aus dem Regal holen, da klingelt es an der Haustür.<br />
Die beiden Frauen schauen sich verwundert an, denn eigentlich erwarten sie keinen Besuch.<br />
„Nanu?!“, fragt Conny überrascht. „Wer ist das denn?“<br />
„Das wirst du wohl nie herausfinden, wenn du nicht aufmachst“, entgegnet die Tochter.<br />
Conny geht zur Gegensprechanlage und fragt nach: „Ja bitte?! Wer ist da?“<br />
„Der Weihnachtsmann!“, tönt es aus dem Hörer.<br />
Conny dreht sich zu ihrer Tochter um, die sie fragend ansieht. Dann schlägt sie sich die beiden Hände vor den Mund und reißt die Augen weit auf.<br />
„Ich… ich glaube…, das ist er!“<br />
„Wer? Der Weihnachtsmann?“, fragt die Tochter zurück.<br />
„Ja! Nein!“ Und als die Tochter sie immer noch mit fragendem Blick ansieht, fügt sie vollkommen verwirrt hinzu: „Na er, du weißt schon! Ich glaube, es ist seine Stimme!“<br />
Die Tochter hat es nun verstanden und fordert die Mutter auf: „Na, dann lass ihn doch endlich herein, oder soll er draußen vor der Tür festfrieren?!“<br />
„Aber, aber… Wir sind doch schon im Pyjama!“<br />
„Die sind doch immerhin rot und aus Satin, ist doch chic und passt auch irgendwie zum Weihnachtsmann!“<br />
Eine Minute später steht der Weihnachtsmann mit einem ziemlich leer wirkenden Sack vor der Wohnungstür und zwei kichernde Frauen stehen in ihren roten Weihnachtsschlafanzügen vor ihm.<br />
„Ich war gerade auf Tour und habe das Kind eines Freundes beschert“, sagt der Weihnachtsmann. „Da dachte ich mir, ich schau mal hier vorbei und bringe was mit.“<br />
Der Weihnachtsmann greift in seinen Sack, holt eine Schachtel „Mon cherie&#8220; heraus und überreicht sie Conny mit einem strahlenden Lächeln.<br />
„Komm herein!“, sagt Conny etwas verlegen, aber auch freudig überrascht und glückselig zugleich.<br />
Sie ahnt noch nicht, dass dieser Weihnachtsmann eines Tages ihr geliebter Ehemann sein wird. Aber auch nicht, dass wir uns noch vor ihrer Hochzeit zufällig an Silvester auf einer Veranstaltung treffen und wir vier (Astrid und Conny, Peter und Peter) richtig gute Freunde werden und gerne gemeinsame Stunden miteinander verbringen. Ist das nicht schön?!!! So schön kann das Leben seine Fäden miteinander verweben!!!</p>
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<p>Vielleicht möchtet Ihr auch folgende Geschichten noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/weihnachtsstimmung/">Weihnachtsstimmung</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/geruempel-oder-kostbarkeiten/">Gerümpel und Kostbarkeiten</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-sache-mit-der-vorahnung/">Die Sache mit der Vorahnung</a></p>
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<p>*Das Beitragsbild habe ich in Bangkok in einem Supermarkt von einem Verkaufsstand abfotografiert. Der Künstler ist mir unbekannt.</p>
<p>Da ich diese Geschichte bereits in 2016 geschrieben und eingestellt hatte, habe ich die damaligen Kommentare ebenfalls mit übernommen.</p>
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		<title>Verdammt lang her!</title>
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					<comments>https://lifetellsstories.de/lange-ist-es-her/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2015 22:25:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[denken gerne an die Zeit zurück]]></category>
		<category><![CDATA[erste Wohnung]]></category>
		<category><![CDATA[glücklich]]></category>
		<category><![CDATA[Möbel]]></category>
		<category><![CDATA[Paradies]]></category>
		<category><![CDATA[verdammt lang her]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Kinder, wie die Zeit vergeht.&#8220; &#8222;Verdammt lang her.&#8220; Diese Aussprüche hört man oft und sagt sie auch manchmal selbst. An den eigenen Kindern kann man dies am deutlichsten feststellen. Gerade erst gestern fand zum Beispiel ein wichtiger Abschnitt im Leben unseres Sohnes seinen krönenden Abschluss. Aber nicht nur Menschen zeigen uns auf, wie die Zeit vergeht und wie lange gewisse Begebenheiten schon zurückliegen. Selbst an leblosen Dingen nagt der Zahn der Zeit, doch auch hier ist gute Pflege das beste Mittel gegen das Altern.  Ich halte gerade ein Foto von einem Schrank in den Händen, der zwar immer noch in meinem Arbeitszimmer steht, aber auch schon in unserer ersten Wohnung vor fast 33 Jahren einen Platz hatte. Und das ist auch der Grund dafür, dass ich Euch heute von unserer ersten gemeinsamen Wohnung erzählen möchte, denn jedes einzelne Möbelstück hat seine ganz eigene Geschichte. Mein Mann studierte noch in Darmstadt und ich war gerade mit meinem Lehramtsstudium an der Justus-Liebig-Universität in Gießen fertig. Da wir uns immer nur am Wochenende sehen konnten, war es jetzt unser Wunsch &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Kinder, wie die Zeit vergeht.&#8220; &#8222;Verdammt lang her.&#8220; Diese Aussprüche hört man oft und sagt sie auch manchmal selbst. An den eigenen Kindern kann man dies am deutlichsten feststellen. Gerade erst gestern fand zum Beispiel ein wichtiger Abschnitt im Leben unseres Sohnes seinen krönenden Abschluss. Aber nicht nur Menschen zeigen uns auf, wie die Zeit vergeht und wie lange gewisse Begebenheiten schon zurückliegen. Selbst an leblosen Dingen nagt der Zahn der Zeit, doch auch hier ist gute Pflege das beste Mittel gegen das Altern. </strong></p>
<p><span class="dropcap">I</span>ch halte gerade ein Foto von einem Schrank in den Händen, der zwar immer noch in meinem Arbeitszimmer steht, aber auch schon in unserer ersten Wohnung vor fast 33 Jahren einen Platz hatte. Und das ist auch der Grund dafür, dass ich Euch heute von unserer ersten gemeinsamen Wohnung erzählen möchte, denn jedes einzelne Möbelstück hat seine ganz eigene Geschichte.<br />
Mein Mann studierte noch in Darmstadt und ich war gerade mit meinem Lehramtsstudium an der Justus-Liebig-Universität in Gießen fertig. Da wir uns immer nur am Wochenende sehen konnten, war es jetzt unser Wunsch gemeinsam eine Wohnung in Darmstadt zu mieten. Ich bemühte mich also um eine Referendarstelle in Darmstadt und wir fanden eine schöne gemütliche Zweizimmerwohnung in einem Mehrfamilienhaus in einem der Stadtteile.<br />
Betrat man diese Wohnung, so stand man zuerst in einem kleinen Flur. Von hier aus konnte man in die beiden Zimmer gehen. Es gab also ein Wohnzimmer und ein Schlafzimmer. Beide Räume hatten jeweils einen Zugang zu einem großen Balkon, der sich über die gesamte Breite der beiden Zimmer erstreckte. Weiterhin gab es eine komplett ausgestattete Kochnische und ein kleines Badezimmer mit Badewanne. Was wollten wir mehr?! Die Wohnung mit ihren 45 Quadratmetern erschien uns einfach riesig und war unser erstes gemeinsames Zuhause. Also gewissermaßen unser kleines Paradies.<br />
Dieses wollte allerdings auch eingerichtet sein. Viel Geld hatten wir beide nicht, da Peter ja noch studierte und ich gerade mit meinem Lehrerjob angefangen hatte. Somit waren wir für alles dankbar, das wir bekommen konnten. Die Eltern, Großeltern und Nachbarn freuten sich mit uns und so konnten wir hier etwas abgreifen und dort etwas ergattern. Nein, es ging nicht um Geld, sondern um Möbelstücke. Entsprechend zusammengewürfelt war die Einrichtung unserer Wohnung auch. Nichts, von wegen Ikea, &#8211; nein alles alte Stücke mit eigener Geschichte.<br />
Im Flur stand eine alte Kommode,</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Vitrine.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-2041 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Vitrine-1024x682.jpg" alt="1200px-Vitrine" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Vitrine-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Vitrine-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Vitrine-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Vitrine.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a>die wir als Schuhschrank deklarierten. Dann gab es da noch eine kleine Truhe, die eigentlich ursprünglich mal mit Wein gefüllt war und mein Schwiegervater einst geschenkt bekommen hatte. Im Grunde genommen war es nichts wert, aber für uns wurde es trotzdem zu einem wertvollen Möbelstück. Auch in unserer zweiten Wohnung fand es noch einen Platz im Flur und bot unserem kleinen Timo eine Sitzgelegenheit, wenn er seine Schuhchen angezogen bekam.<a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Weinkistchen2.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-2044 size-medium aligncenter" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Weinkistchen2-195x300.jpg" alt="1200px-Weinkistchen2" width="195" height="300" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Weinkistchen2-195x300.jpg 195w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Weinkistchen2-664x1024.jpg 664w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Weinkistchen2.jpg 1200w" sizes="(max-width: 195px) 100vw, 195px" /></a>Im Wohnzimmer hatten wir keine Couchgarnitur stehen, das konnten wir uns nicht leisten. Aber wir hatten noch das alte Sofa, das meine Eltern in ihrer ersten Wohnung in der Küche stehen hatten und auf dem ich als Kleinkind saß. Ich hatte in meiner Geschichte „<a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a>“ bereits davon erzählt. Ein kleines schmiedeeisernes Tischchen stand vor diesem Sofa und diente uns sozusagen als Wohnzimmertisch. Ein Nachbar von meinen Eltern hatte es uns geschenkt und wir waren dankbar und froh darüber.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Das-Sofa-in-der-KÃ¼che-jPG-840x560.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-2045 size-medium aligncenter" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Das-Sofa-in-der-KÃ¼che-jPG-840x560-300x200.jpg" alt="1200px-Das-Sofa-in-der-KÃ¼che-jPG-840x560" width="300" height="200" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Das-Sofa-in-der-KÃ¼che-jPG-840x560-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Das-Sofa-in-der-KÃ¼che-jPG-840x560.jpg 840w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Aber dieser Nachbar schenkte uns noch etwas anderes, nämlich ein altes Radio. Wir nennen es noch heute liebevoll „unser altes Dampfradio“.<a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Radio.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-2042 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Radio-1024x705.jpg" alt="1200px-Radio" width="840" height="578" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Radio-1024x705.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Radio-300x207.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-Radio.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a><br />
Einen Fernseher gab es natürlich auch. Zuerst hatten wir einen alten Schwarzweißfernseher und dann vererbte uns Tante Leni, von der ich bereits in der Geschichte  „<a href="http://lifetellsstories.de/clown-august-und-der-ententanz/">Clown August und der Ententanz</a>“ erzählt habe, einen Farbfernseher.</p>
<p>Das Schwarzweißgerät hatte Knöpfe, die man zum Ein-/Aus- und Umschalten drücken musste. Da es schon etwas altersschwach war, blieben diese Knöpfe nicht in der entsprechenden Position. Also mussten wir sie mit dem Brieföffner sozusagen erstechen. Wir klemmten ihn so ein, dass der Knopf in der entsprechenden Position festhielt.<br />
Einen Schaukelstuhl leisteten wir uns irgendwann einmal von unserem Geld.<br />
Vor dem großen Fenster, das eine ganze Wand einnahm, stand die alte Nähmaschine von der ich in einer anderen Geschichte bereits berichtet habe (<a href="http://lifetellsstories.de/die-jahre-gekommen/">In die Jahre gekommen</a>). Die Oma von meinem Peter hatte sie von einem älteren Herrn aus dem Altenclub für ein paar Mark extra für uns gekauft. Seine Frau, die bis zum Schluss darauf genäht hatte, war verstorben und er benötigte die Nähmaschine nicht mehr.<br />
Als Wohnzimmerschrank diente uns ein alter Eicheschrank, den jemand zum Sperrmüll gestellt hatte und dem zunächst eine Schublade fehlte. Auf das Klingeln von Peter im betreffenden Haus, bot man ihm an für 50 DM die fehlende Schublade rauszurücken. Er nahm das Angebot an und somit war der Schrank komplett. Mein Schwiegervater, der vor seinem Architekturstudium eine Schreinerlehre absolviert hatte, erkannte dass er diesen Schrank einst bearbeitet hatte.<br />
Über diesen Eicheschrank hängten wir ein altes Küchenoberteil, das  Peters Oma noch auf dem Dachboden entdeckt hatte und das ich dann in mühevoller Kleinarbeit abgeschliffen und bearbeitet habe ( siehe Beitragsbild).<br />
Als Esszimmertisch diente uns ein einfacher Holztisch, welcher ehemals Peters Opa als Schlachttisch gedient hatte. Aber auch diesen hatten wir wieder so aufgemöbelt, dass er recht ansehnlich war. Die Stühle dazu steuerten Peters Eltern bei und meine Mutter gab uns die passenden Tischdecken.<br />
Ach ja, einen großen Schreibtisch, den Peter schon in seiner Studentenbude stehen hatte, platzierten wir auch noch in einer Ecke des Wohnzimmers.<br />
Ins Schlafzimmer gehört logischerweise ein Bett. Das hatten wir auch, aber es war das Bett aus meiner Studentenbude und es maß höchstens nur 90cm auf 190cm. Wenn man jung ist, reicht auch dieser Platz vollkommen aus. Wir drehten uns einfach synchron um und alles war in bester Ordnung. Später stiftete uns der Freund meiner damals zukünftigen Schwägerin ein größeres Bett, das er eigentlich zum Sperrmüll stellen wollte.<br />
Ansonsten gab es von Peters Opa einen alten Sessel im Schlafzimmer und an der Wand brachten wir uns über die gesamte Länge ein Regal aus einfachen Bauhausbrettern an, denn unsere Bücherschätze mussten ja auch einen Platz finden. Ein alter und heute vermutlich kostbarer Schrank stand bei Peters Eltern als Werkzeugschrank im Keller. Wir durften ihn uns als Kleider- und Schlafzimmerschrank wieder aufmöbeln. Perfekt! Diesen Schrank besitzen wir heute auch noch. Nachdem er in unserer zweiten Wohnung als Kinderzimmerschrank diente, durfte er danach Jahre lang im Büro meines Mannes stehen. Allerdings musste er irgendwann einer neueren Büroeinrichtung weichen und hat jetzt wieder seinen Platz bei uns in der Garage als Werkzeugschrank gefunden. Aber weggeben werden wir ihn nie. Irgendwo hing noch ein alter Spiegel, passend zum Schrank. Dieser befindet sich ebenfalls noch in unserem Besitz.<br />
So, nun gehen wir in unser kleines Badezimmer. Die Wandfliesen waren in einem sanften leicht geflammten Grünton, was damals als modern galt.<br />
Eine Waschmaschine war auch von Nöten. Das Glück war uns hold und wir fanden beim Sperrmüll eine alte „Untertischwaschmaschine“, die wir unter das Waschbecken stellen konnten. Sie leistete nicht nur zum Waschen gute Dienste. Da sie direkt gegenüber von der Toilettenschüssel stand, wurde sie zur Ablage, wenn mein Peter am stillen Örtchen bewaffnet mit Büchern, Block und Stiften saß.<br />
Sogar Teppiche gab es in jedem Zimmer, natürlich auch nur von den Eltern.  Überall gab es Pflanzen und an den Wänden Bilder.<br />
Ich weiß nicht, ob Ihr es Euch vorstellen könnt, aber wir fühlten uns sehr wohl in dieser Wohnung und fanden sie gemütlich. Heutige junge Pärchen sind anders eingerichtet und moderner, meist mit Möbel vom Schweden. Eins jedoch haben wir mit den jungen Leuten von Heute gemeinsam. Wir alle sind und waren sehr glücklich in der allerersten gemeinsamen Wohnung. Und wir denken gerne an die Zeit zurück.</p>
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<p>Vielleicht möchtet Ihr noch das lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-jahre-gekommen/">In die Jahre gekommen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/clown-august-und-der-ententanz/">Clown August und der Ententanz</a></p>
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