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	<title>Maus &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Knöpflein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2019 09:19:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Baustelle]]></category>
		<category><![CDATA[Großvater]]></category>
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		<category><![CDATA[Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[Flori ist sechs Jahre und besucht die erst Klasse. Seit ein paar Tagen darf er den Schulweg ganz alleine gehen. Zuerst hat ihn die Mutter immer bis zur Schule begleitet, dann bis zur großen Kreuzung und gewartet, bis er ordnungsgemäß den mit einer Ampel versehenen Fußgängerüberweg überquert hat. Dann aber hat sie gesagt: „Flori, ich möchte jetzt wieder halbtags arbeiten. Und weil ich schon vor dir aus dem Haus gehen werde, musst du von nun an alleine zur Schule marschieren. Du kennst den Weg und weißt, wo man besonders gut aufpassen sollte und auch wann du dort sein musst.“ „Endlich hat sie kapiert, dass ich inzwischen ein großes Schulkind bin“, hat Flora sich gedacht und ihr versprochen nicht zu trödeln und immer pünktlich zu sein. Fünf mal wöchentlich geht er nun den selben Weg, der ihn an einer Baustelle vorbeiführt. Das Haus jeen Tag ein bisschen mehr und er winkt den Bauarbeitern immer freundlich zu. Aber er bleibt nie stehen, denn er hat es ja eilig. Eines Tages jedoch ist die Baustelle verlassen, das Haus &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Flori ist sechs Jahre und besucht die erst Klasse. Seit ein paar Tagen darf er den Schulweg ganz alleine gehen. Zuerst hat ihn die Mutter immer bis zur Schule begleitet, dann bis zur großen Kreuzung und gewartet, bis er ordnungsgemäß den mit einer Ampel versehenen Fußgängerüberweg überquert hat. Dann aber hat sie gesagt:</strong></p>
<p><span class="dropcap">„F</span>lori, ich möchte jetzt wieder halbtags arbeiten. Und weil ich schon vor dir aus dem Haus gehen werde, musst du von nun an alleine zur Schule marschieren. Du kennst den Weg und weißt, wo man besonders gut aufpassen sollte und auch wann du dort sein musst.“</p>
<p>„Endlich hat sie kapiert, dass ich inzwischen ein großes Schulkind bin“, hat Flora sich gedacht und ihr versprochen nicht zu trödeln und immer pünktlich zu sein.</p>
<p>Fünf mal wöchentlich geht er nun den selben Weg, der ihn an einer Baustelle vorbeiführt. Das Haus jeen Tag ein bisschen mehr und er winkt den Bauarbeitern immer freundlich zu. Aber er bleibt nie stehen, denn er hat es ja eilig.</p>
<p>Eines Tages jedoch ist die Baustelle verlassen, das Haus erst halb fertig. Man erzählt sich, dass es einen Baustopp gegeben hat. Warum weiß Flora nicht, aber er versteht, dass das Haus vorerst nicht fertig gebaut wird.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Auf seinem Heimweg bleibt er stehen und schaut neugierig durch den Bauzaun. An der Hauswand neben der Eingangstür ist ein rundes kleines Loch zu sehen und hier entdeckt er etwas.</p>
<p>„Da schaut ja ein kleines Mäuschen heraus. Ob es dort wohnt?“, überlegt Flori.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Hey!“, ruft er und lächelt.</p>
<p>Das Mäuschen scheint ihn gehört zu haben, denn es schaut in seine Richtung, verschwindet dann aber ganz schnell in seinem Versteck.</p>
<p>Auch am nächsten und am übernächsten Tag geht es so. Allerdings bleibt das Mäuschen immer ein bisschen länger stehen und schaut Flori aus seinen kleinen süßen Augen an, bevor es sich wieder versteckt.</p>
<p>„Ach komm doch wieder hervor! Ich tu dir doch nichts!“, ruft Flori.</p>
<p>Und tatsächlich lugt es nochmals vorsichtig hervor.</p>
<p>„Morgen bringe ich dir ein Stück Käse mit“, verspricht Flori. „Du hast doch bestimmt Hunger, jetzt wo alle Bauarbeiter weg sind und niemand mehr ein Krümelchen fallen lässt.“</p>
<p>Als am nächsten Morgen die Mutter das Haus verlässt, stibitzt Flori einen Käsewürfel aus dem Kühlschrank und steckt ihn in seine Hosentasche.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Das ist für Köpflein!“, denkt er sich.</p>
<p>Weil ihm die schönen kleinen Knopfaugen des Mäuschens so gut gefallen haben, hat er ihr insgeheim den Namen „Knöpflein“ gegeben.</p>
<p>Auch heute ist Knöpflein wieder da und schaut aus seinem Versteck, als würde es auf Flori warten.</p>
<p>„Schau mal, was ich dir mitgebracht habe!“, ruft der Junge und versucht den Käsewürfel dem Mäuschen zuzuwerfen. Aber durch den Bauzaun hindurch geht es nicht so gut und so landet das Stückchen Käse kurz hinter dem Zaun und weit weg von Knöpflein.</p>
<p>„Hol dir den Käse!“, ruft Flori. Aber das traut sich das Mäuschen nicht. Es schaut immer wieder zwischen dem Jungen und dem Käse hin und her, bleibt aber in seinem Versteck.</p>
<p>„Morgen bekommst du wieder Käse“, verspricht der Junge und setzt seinen Heimweg fort.</p>
<p>„Hoffentlich holt sich Knöpflein das Stückchen und hoffentlich wird es davon satt.“</p>
<p>Flori ist ganz besorgt, dass die niedliche Maus verhungern könnte. Und so bringt er auch am nächsten und an allen weiteren Tagen ein Stückchen Käse mit. Immer wenn Flori wiederkommt, ist der Käse vom Vortag verschwunden und das Mäuschen erwartet ihn. Allerdings traut es sich auch jeden Tag ein bisschen weiter an den Bauzaun heran. So erwartet Knöplein Flori eines Tages direkt hinter dem Zaun. Die Beiden sind inzwischen richtige Freunde geworden und Flori hat sogar das Gefühl, dass das Mäuschen ihn ebenso mag wie er sein Knöpflein. Sogar auf den Namen hört es schon. Sollte Flori mal ein bisschen früher oder später an der Baustelle vorbei kommen, dann braucht er nur leise zu rufen und schon kommt Knöpflein angetrippelt.</p>
<p>Doch eines Tages gehen die Arbeiten an der Baustelle weiter. Das Haus wird verputzt und Knöpflein ist in seinem Versteck nicht mehr sicher, deshalb hat es sich irgendwo anders versteckt. Traurig schaut die Maus Flori an, als sie sich nur getrennt vom Zaun gegenüberstehen.</p>
<p>„Ich werde dir helfen, damit du ein neues Zuhause hast“, gibt Flori dem kleinen Mäuschen das Versprechen.</p>
<p>Den ganzen restlichen Tag grübelt Flori und kann sich gar nicht auf seine Hausaufgaben konzentrieren.</p>
<p>„Was ist denn mit dir los?“, fragt der Großvater, der Floris Mathematikhausaufgaben nachschaut. „Du rechnest doch sonst alles fehlerfrei!“</p>
<p>Da bricht es aus Flori heraus und er vertraut dem Großvater seine Sorgen an.</p>
<p>„Warte mal!“,meint der Opa. „Ich glaube, ich hab&#8216; da eine Idee!“</p>
<p>Langsam geht der Großvater die Kellertreppe hinunter. Flori weiß, das bereitet seinem Opa große Mühe, denn sein Knie mag keine Treppen mehr steigen und schmerzt bei jeder Stufe.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nach einer Weile kommt der Großvater mit einem kleinen Vogelbauer wieder zurück.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Was anderes habe ich in der Eile nicht gefunden, aber es müsste seinen Zweck erfüllen.“</p>
<p>Mit mehreren Käsestückchen bewaffnet, laufen Flori und sein Opa zur Baustelle.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Knöpflein!“, ruft Flori. Doch erst nach mehrmaligen Rufen sehen sie das Mäuschen hinter einem Stein hervorlugen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Komm! Wir bringen dich in dein neues Zuhause! Hab keine Angst! Alles wird gut!“</p>
<p>Es dauert ziemlich lange, doch endlich traut sich Knöpflein vor den Zaun und lässt sich mit Hilfe des leckeren Käse dazu verlocken in den Vogelbauer zu schlüpfen. Flori redet dem Mäuschen den ganzen Weg über gut zu und versucht ihm die Angst zu nehmen.</p>
<p>Zuhause angekommen, gehen sie gleich in den Garten. Dort hat der Großvater in einer Ecke ein Rohr hingelegt. Das war eigentlich am alten ausrangierten Briefkasten befestigt gewesen. Hierin hatte der Briefträger immer die Zeitungen abgelegt. Jetzt ist es mit ein bisschen Gras ausgelegt und soll nun als Unterschlupf für Knöpflein dienen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Flori öffnet den Vogelbauer und ehe er sich versieht, entschlüpft Knöpflein seinem Gefängnis und versteckt sich in dem Rohr. Hier fühlt es sich sicher und nach ein paar Minuten schaut das Mäuschen mit strahlenden Augen wieder heraus.</p>
<p>„Hier wohne ich jetzt!“, scheint es Flori und dem Großvater zuzublinzeln. „Danke für mein neues Zuhause!“</p>
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		<title>Dreibein &#038; Co</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Mar 2019 07:30:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Affe]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Maulwurf]]></category>
		<category><![CDATA[Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Schlange]]></category>
		<category><![CDATA[Terrasse]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Heute habe ich eine Geschichte eingestellt, die ich vor langer Zeit geschrieben habe und die ich Euch nun vorstellen möchte: Wir frühstücken auf unserer Terrasse. Es ist Wochenende und die Sonne strahlt vom Himmel. Ich träume noch ein bisschen vor mich hin, da meint mein Mann: „Hier ist ganz schön was los!“ Verwirrt schaue ich ihn an. Irgendwie scheine ich gerade etwas verpasst zu haben. „Hörst du nichts?“ Ich lausche! Schulterzucken! Kopfschütteln! „Hör einfach genau hin!“ Wieder lausche ich. Es ist kein Krach oder Lärm zu vernehmen, weder der Rasenmäher unseres Nachbarn noch das Motorgeräusch eines Autos ist zu hören. Nichts! Jedenfalls nichts Außergewöhnliches. Und jetzt erkenne ich plötzlich was mein Mann meint: Dort oben im Baum zwitschert ein Vogel, davor sitzt lauernd unsere Katze Lottchen und macht gurrende Laute. Aus unserem Teich, der nebenbei bemerkt etwas mehr ist als eine überdimensionale Pfütze, höre ich einen Frosch quaken. Eine Wespe ist gerade im Anflug auf mein Nutellabrötchen, im Gras zirpst eine Grille und gerade kommt ein kleines Wollknäuel, Nachbars Mischlingshund, schwanzwedelnd und freudig bellend &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Heute habe ich eine Geschichte eingestellt, die ich vor langer Zeit geschrieben habe und die ich Euch nun vorstellen möchte:</strong></p>
<p><span class="dropcap">W</span>ir frühstücken auf unserer Terrasse. Es ist Wochenende und die Sonne strahlt vom Himmel. Ich träume noch ein bisschen vor mich hin, da meint mein Mann:</p>
<p>„Hier ist ganz schön was los!“<br />
Verwirrt schaue ich ihn an. Irgendwie scheine ich gerade etwas verpasst zu haben.<br />
„Hörst du nichts?“<br />
Ich lausche! Schulterzucken! Kopfschütteln!<br />
„Hör einfach genau hin!“<br />
Wieder lausche ich. Es ist kein Krach oder Lärm zu vernehmen, weder der Rasenmäher unseres Nachbarn noch das Motorgeräusch eines Autos ist zu hören. Nichts! Jedenfalls nichts Außergewöhnliches. Und jetzt erkenne ich plötzlich was mein Mann meint:<br />
Dort oben im Baum zwitschert ein Vogel, davor sitzt lauernd unsere Katze Lottchen und macht gurrende Laute. Aus unserem Teich, der nebenbei bemerkt etwas mehr ist als eine überdimensionale Pfütze, höre ich einen Frosch quaken. Eine Wespe ist gerade im Anflug auf mein Nutellabrötchen, im Gras zirpst eine Grille und gerade kommt ein kleines Wollknäuel, Nachbars Mischlingshund, schwanzwedelnd und freudig bellend auf mich zu gerannt. Unser Lottchen, das sich vorsichtshalber in eine andere Ecke verkrochen hat, erhält auch Besuch, nämlich von Kater Samy, den wir liebevoll Dreibein nennen, da ihm ein Bein amputiert werden musste.<br />
„Ja“, sage ich, „hier ist tatsächlich was los! Das reinste Biotop!“<br />
Ich habe noch nicht ausgeredet, da klingelt auch schon das Handy meines Göttergatten und er verzieht sich ins Haus. Mir ist jedoch gerade ein Gedanke gekommen:<br />
„Fehlt nur noch eine Schlange!“<br />
Aber das hatten wir ja auch schon. Damals spielte unser Sohn T. mit den Nachbarjungs vor dem Haus, mein Mann war ebenfalls draußen zugange und ich kümmerte mich um das Mittagessen. Plötzlich klopfte es am Fenster und gleichzeitig klingelte es an der Haustür.<br />
„Was ist denn? Ich kann gerade nicht!“, rief ich und rührte weiter in meinem Gulasch.<br />
Jetzt klopfte es auch noch an der Terrassentür im Esszimmer. Leicht genervt ging ich hin und sah Peter gestikulierend draußen vor der Scheibe stehen.<br />
„Da!“, rief er aufgeregt. „Eine Schlange!“<br />
„Immer diese Spielchen“, dachte ich und zeigte ihm einen Vogel. Als ich mich gerade umdrehen und weggehen wollte, klopfte er abermals, aber mittlerweile sehr energisch.<br />
Inzwischen waren unser Sohn und die Nachbarjungen ins Wohnzimmer gestürmt und suchten in allen Ecken.<br />
„Seid ihr gerade auf Großwildjagd oder was ist los?“, fragte ich sie.<br />
„Nein“, erklärte mir das Nachbarskind. „Frau Berg, hier ist eine Schlange drin!“<br />
Ich kam zu keiner Antwort mehr, denn schon stürmten sie alle in eine Ecke und tatsächlich lag dort eine Schlange. (Sie war durch die gekippte Terrassentür hereingekrochen und dabei von meinem Mann und den Jungs beobachtet worden.)<br />
„Geht mal alle zurück!“, rief ich besorgt. „Es könnte eine Giftschlange sein, die aus einem Terrarium ausgebüxt ist.“<br />
Während T. nach oben in sein Zimmer gerannt war, um sein Tier- und Pflanzenbestimmungsbuch zu holen, erschien mein Mann mit einer Schaufel in der Hand. Ich hatte es allerdings auch vorgezogen einige Schritte zurückzutreten, aber Peter nahm mutig, wie mir in diesem Moment schien, den Kampf mit der Schlange auf. Er nahm sie auf die Schaufel, ging auf uns zu und hielt sie uns unter die Nase. Sie lebte und bewegte sich. T., der mir das aufgeschlagene Buch unter die Nase hielt, meinte:<br />
„Sieht aus wie die hier!“<br />
„Schaff die aus unserem Wohnzimmer raus und nach draußen!“<br />
„Ist doch ganz harmlos!“, meinte jetzt auch der Nachbar, der alles mitbekommen und ins Haus gekommen war.<br />
Ja, ich hatte es inzwischen selbst erkannt, es war nur eine Ringelnatter, doch die wollte ich auch nicht im Wohnzimmer haben.<br />
Ebenso wenig mag ich die Mäuse im Haus haben, die Lottchen fängt. Zum Glück bringt sie uns keine, denn wir haben eine schlaue und lernfähige Katze. Peter, der Mitleid mit den armen Mäuschen hat, nimmt sie ihr nämlich jedes Mal ab. Daher bringt unser Lottchen die Mäuse seither zur Nachbarsfamilie.<br />
Manchmal missglückt eine solche Rettungsaktion allerdings auch, wie zum Beispiel die mit dem armen Maulwurf. Selbst sofortige Reanimationsversuche meines Gatten schlugen fehl und wir mussten dem kleinen Kerl neben unseren beiden Kaninchen und den beiden Meerschweinchen ein Grab schaufeln und ihn würdevoll beerdigen.<br />
Oder die zu rettende Maus wehrte sich mit allen Leibeskräften, die ihr zur Verfügung standen. Nachdem Peter sie aus Lottchens Fängen befreit hatte und sie behutsam in eine andere Ecke des Gartens tragen wollte, biss sie ihn aus lauter Panik in die Hand. Das wiederum hatte zur Folge, dass er sie mit sofortiger Wirkung auf die Erde setzte und sie um ihr Leben lief. Ob sie sich vor unserer Katze in Sicherheit bringen konnte, entzieht sich meiner Kenntnis. Peter jedenfalls stellte für die Maus keine Gefahr mehr dar.<br />
Peters Körperteile haben schon des Öfteren die Selbstverteidigungsmechanismen verschiedener Tiere zu spüren bekommen. So beispielsweise an unserer Hochzeit. Wir waren gerade mal ein oder zwei Stündchen vermählt und befanden uns im Kurpark zum Fototermin. Der Fotograf machte in dieser schönen Natur, mitten im Sommer, bei strahlendem Sonnenschein Aufnahmen von uns. Doch plötzlich schrie Peter auf:<br />
„Au! Verflixt! Was war das jetzt?“<br />
Eine Biene hatte sich unbemerkt auf meinem Brautkleid niedergelassen und als Peter seinen Arm um meine Taille legte, fühlte sie sich bedroht und stach zu.<br />
Dieses Körperteil schwoll damals zwar etwas an, bereitete aber ansonsten keinerlei Probleme. Ganz im Gegensatz zu dem Körperteil, das sich Jahre später ein anderes Tier aussuchte:<br />
Ich kann mich nicht mehr erinnern, welches Ersatzteil wir für unser Auto benötigten. Auf jeden Fall wollte Peter dieses Teil von einem Schrottplatz holen, um es dann selbst einzubauen. Der Eigentümer des besagten Platzes erklärte uns, dass er dieses vorrätig habe, allerdings müsse mein Mann es sich aus einem alten Auto erst ausbauen. So ging er voran, Peter hinterher und dahinter lief der Schäferhund des Schrottplatzbesitzers. So liefen sie im Entenmarsch über den Platz. Aus heiterem Himmel, ohne dass sich mein Mann etwas zu Schulden kommen hätte lassen und ohne Vorwarnung, biss der Hund ihn einfach in seinen Allerwertesten.<br />
„Au!“, schrie er auf. „Der hat mich gerade gebissen!“<br />
„Quatsch!“, antwortete das Herrchen. „Der beißt nicht!“<br />
Der Schäferhund schaute lässig von einem zum anderen, als könne er kein Wässerchen trüben.<br />
„Na, doch! Er hat mich aber gerade gebissen!“<br />
„Kann überhaupt nicht sein! Schauen Sie sich ihn doch an, der ist total lieb!“<br />
„Ist ja möglich, aber trotzdem hat er mich in mein Hinterteil gebissen.“<br />
So kam es, dass mein Mann außer dem Ersatzteil vom Schrottplatzbesitzer auch noch eine Tetanusspritze vom Arzt bekam.<br />
Aber nicht immer waren unsere Begegnungen mit fremden Tieren von Schmerz und Pein überlagert, wir hatten oft auch schon viel Spass mit folgenden (vierbeinigen) Lebewesen. Ich will hierbei gar nicht von meinen Ritten auf einem Esel, Kamel oder Elefanten erzählen, obwohl die sehr lustig waren und von vielen Schreien meinerseits begleitet wurden. Ich denke hierbei eher an zwei Ereignisse auf der schönen Insel Mallorca:<br />
Unser Sohn war noch im Grundschulalter, als wir auf unserer Lieblingsinsel Urlaub machten. Wir hatten einen Mietwagen und fuhren auf der Insel kreuz und quer. So kamen wir auch zu einem Safaripark. Die Tiere liefen frei herum und wir fuhren im Auto über das Gelände. T. freute sich riesig, die Löwen, Zebras oder Kängurus neben, vor und hinter uns in freier Wildbahn zu sehen. Wir waren ja im Inneren des Wagens gut geschützt. Doch wir hatten nicht mit den Affen gerechnet. Die sprangen nämlich auch auf das Auto und nicht nur auf die Motorhaube.<br />
„Achtung, Papa!“, schrie T. auf einmal voller Panik. „Die sind auf dem Dach!“<br />
„Ja und?“<br />
Wir schauten nach oben. Oh, verflixt! Wir hatten vergessen das Schiebedach zu schließen.<br />
„Los, alle Mann zu machen!“, befahl Peter.<br />
Mit vereinten Kräften zerrten wir am Schiebedach von innen, aber gleichzeitig zerrten auch zwei Affen von außen. Jetzt war die Frage, wer war schneller, beziehungsweise, wer hatte die größte Kraft. Wir siegten!!! Zum Glück schafften wir es, bevor einer der Affen in das Innere des Wagens dringen konnte. Da hätte der Spaß nämlich ein Ende gehabt.<br />
Spaß hatten mein Mann und ich auch viele Jahre später, als wir ohne unseren inzwischen erwachsenen Sohn diese Sonneninsel besuchten. Wir waren zur kulturellen Besichtigung auf dem Privatgut „La Granja“ und standen auf einmal etwas abseits des Weges vor einem Hundezwinger. Der süße Mischling kam auch sofort wedelnd an das Zwingergitter und ließ sich durch die Stäbe hindurch streicheln.<br />
„Du bist aber ein süßer kleiner Hund!“, sprach Peter auf ihn ein.<br />
Der Hund signalisierte ganz deutlich, dass er gerne rauskommen wollte.<br />
„Ich darf dich nicht rauslassen“, redete mein Mann weiter. „Aber die Tür kann ich ein bisschen aufmachen, das Schloss ist nämlich offen.“<br />
„Lass das lieber!“, rief ich noch aus, aber da war es auch schon zu spät.<br />
Peter hatte die Tür nur einen Spalt breit geöffnet, das reichte jedoch aus. Der Hund schlüpfte schnell hindurch. Zack, war er weg und Peter rannte hinterher. Das ging eine ganze Weile so, denn wir versuchten ihn dazu zu bewegen, wieder zurück in den Zwinger zu laufen. Leider vergeblich. Er entwischte uns! Aber da er auf das Gut gehörte, kannte er sich aus und fand alleine wieder zurück.</p>
<p>„Du sitzt ja immer noch hier draußen!“, stellt mein Mann fest, als er sein Telefonat beendet hat und wieder in den Garten kommt.<br />
„Ach“, entgegne ich. „Mir sind da gerade ein paar Erinnerungen in den Sinn gekommen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC02150.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-159" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC02150-150x150.jpg" alt="1200px-DSC02150" width="164" height="164" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC02150-150x150.jpg 150w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC02150-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 164px) 100vw, 164px" /></a></p>
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		<title>Die Abenteuer des kleinen Matz</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/die-abenteuer-des-kleinen-matz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2016 18:22:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Brüder]]></category>
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		<category><![CDATA[Mama]]></category>
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					<description><![CDATA[Piep und Matz sind zwei kleine Zwillingsmäusekinder, die mit ihren Eltern in einem Mauseloch, also ihrer Mäusewohnung leben. Diese befindet sich in einem schönen Garten nicht weit von der Gartenlaube entfernt. Piep und Matz sind ganz klein und müssen noch viel lernen. Deshalb dürfen sie nur gemeinsam mit ihren Eltern nach draußen in die große weite Welt. „Ihr Zwei bleibt schön zu Hause und wartet bis Papa und Mama zurück sind. Wir gehen auf Futtersuche und bringen Euch gleich was Leckeres mit“, sagt der Vater streng zu den beiden Mäusekindern. „Ihr wisst ja, dass es draußen ganz gefährlich ist und es auch eine Katze in dem Garten außerhalb unserer Mäusewohnung gibt. Seid schön artig und macht, was der Papa gesagt hat“, ermahnt die Mutter. Piep und Matz piepen ein „Jawohl, liebe Eltern!“ in ihrer Mäusesprache und kuscheln sich aneinander. Hier unten ist es schön warm und ihr Nestchen bietet ihnen Schutz und Behaglichkeit. Die Beiden fühlen sich sicher und entschwinden auch gleich in das Land der süßen Träume. Während Piep von einer großen Katze träumt, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Piep und Matz sind zwei kleine Zwillingsmäusekinder, die mit ihren Eltern in einem Mauseloch, also ihrer Mäusewohnung leben. Diese befindet sich in einem schönen Garten nicht weit von der Gartenlaube entfernt. Piep und Matz sind ganz klein und müssen noch viel lernen. Deshalb dürfen sie nur gemeinsam mit ihren Eltern nach draußen in die große weite Welt.</strong><br />
<span class="dropcap">„I</span>hr Zwei bleibt schön zu Hause und wartet bis Papa und Mama zurück sind. Wir gehen auf Futtersuche und bringen Euch gleich was Leckeres mit“, sagt der Vater streng zu den beiden Mäusekindern.<br />
„Ihr wisst ja, dass es draußen ganz gefährlich ist und es auch eine Katze in dem Garten außerhalb unserer Mäusewohnung gibt. Seid schön artig und macht, was der Papa gesagt hat“, ermahnt die Mutter.<br />
Piep und Matz piepen ein<br />
„Jawohl, liebe Eltern!“<br />
in ihrer Mäusesprache und kuscheln sich aneinander. Hier unten ist es schön warm und ihr Nestchen bietet ihnen Schutz und Behaglichkeit. Die Beiden fühlen sich sicher und entschwinden auch gleich in das Land der süßen Träume. Während Piep von einer großen Katze träumt, die ihn als einen leckeren Happen verschlingt, sieht Matz ein großes Stück Käse in seinen Träumen. Piep schrickt mit einem lauten Piep auf und zittert vor Angst.<br />
„Nein, nein! Bitte, bitte lass mich wieder frei und zerbeiße mich nicht mit deinen Zähnen!“, schreit er voller Angst und reißt ganz plötzlich die Augen auf. Sein Herz bubbert wie wild und seine Augen sind riesengroß. Er stupst den schlafenden und schmatzenden Matz an, damit ihn dieser vor der grauenvollen Katze beschützen soll.<br />
„Was ist denn?“, fragt dieser ganz mürrisch. „Ich hatte gerade ein leckeres Stückchen Käse direkt vor meiner Nase. Ich wollte in dem Moment reinbeißen, als du mit deinem Geschrei angefangen hast. Das ist ganz schön gemein!“<br />
„Die Katze wollte mich doch fressen“, verteidigt sich Piep.<br />
„Papalapap! Hier ist keine Katze! Ruhe jetzt!“ Matz ist richtig böse, denn mittlerweile knurrt auch sein Magen ganz heftig. Vielleicht kann er ja noch einmal einschlafen und einfach weiter träumen. Er versucht es und drückt die Augen so fest zu, wie er nur kann. Aber sein Magen knurrt und knurrt und lässt ihn nicht mehr in das Land der Träume entschwinden.<br />
Wenn doch endlich Papa und Mama mit den versprochenen Leckereien kommen würden. Aber bisher regt sich nichts, obwohl die Eltern nun schon eine gefühlte Ewigkeit weg sind.<br />
„Ich gehe jetzt nach oben und halte mal Ausschau nach Papa und Mama“, sagt Matz zu seinem Zwillingsbruder.<br />
„Nein, bleib hier!“, ruft Bruder Piep erschrocken aus. „Du hast doch gehört, was unsere Eltern gesagt haben. Wir sind noch zu klein und draußen lauern große Gefahren!“, warnt Piep.<br />
„Ich will doch auch nur aus dem Mauseloch raus schauen“, beruhigt ihn Matz. „Das ist ganz ungefährlich.“<br />
„Aber komm sofort wieder. Wenn Papa und Mama dich erwischen, dann ist aber ganz schön was los. Dann bekommst du bestimmt für den Rest der Woche Hausarrest“, ermahnt Piep den kleinen Matz.<br />
Doch das hört der Zwillingsbruder schon nicht mehr. Er ist längst oben angekommen und blinzelt der Sonne entgegen. Von den Mäuseeltern ist weit und breit nichts zu sehen. Stattdessen sieht er tatsächlich ganz viele Leckereien. Auf dem Gartentisch auf der Terrasse steht eine tolle Sahnetorte. Dem kleinen Matz läuft das Wasser nur so in seinem winzigen Mäusemund zusammen.<br />
„Soll ich oder soll ich nicht?“, überlegt er einen Moment. „Wenn ich flink genug bin, dann kann ich mir schnell einen süßen Happen von der Torte holen. Und einen zweiten Happen für meinen Bruder Piep auch noch.“<br />
Matz sieht sich noch einmal kurz um und erkennt keinerlei Gefahr. Weder Mensch noch Tier sind zu erkennen.<br />
„Ach, was soll es“, beschließt er. „Ich bin in Null Komma Nichts wieder hier und keiner bemerkt von meinem kleinen Ausflug etwas. Piep wird wird mich schon nicht verraten, denn er bekommt ja auch ein Stückchen Torte“, überlegt der kleine Matz weiter.<br />
Schwuppdiwupp ist er draußen auf der Wiese und rennt in Richtung Terrasse.<br />
„Stopp!“, erschallt plötzlich ein lauter Warnruf und Matz erstarrt.<br />
Zwei große grüne Augen blicken ihn an und eine Schnauze kommt verdächtig nahe.<br />
„Wohin des Weges, du kleiner Hosenscheißer?“, fragt ihn eine braun getigerte Katze.<br />
„Ich, …ich… hab so großen Hunger und da dachte ich…“<br />
„Du hast hier gar nichts zu denken. Das ist mein Revier und Hunger hab ich übrigens auch. Und zwar auf kleine Mäusekinder wie dich!“, schallt es zu Matz hinüber.<br />
„Bitte, bitte, tu mir nichts!“, piepst er total erschrocken zurück. „Ich bin doch noch so klein und wusste nicht, dass das dein Revier ist.“<br />
„Ein bisschen klein bist du tatsächlich. Gerade genug für einen hohlen Zahn“, überlegt die Katze.<br />
„Ja und ich schmecke auch gar nicht gut“, versucht Matz seinem Feind glaubhaft zu machen.<br />
„Das überlass mal ruhig mir. Was mir schmeckt, das werde ich doch wohl besser wissen als du!“, kontert die Katze. Aber ich überlege mir das noch, ob ich dich jetzt sofort fresse oder dich einfach ziehen lasse.“<br />
„Ach ja, bitte. Ich komme auch nicht mehr in dein Revier! Versprochen!“, beteuert Matz ganz hoffnungsvoll.<br />
„Lass uns ein bisschen Nachlauf und Verstecken spielen“, schlägt nun die Katze vor und gibt Matz mit ihrer Tatze einen Schups. „Ich liebe es nämlich mit kleinen Mäuschen zu spielen!“<br />
Entsetzt macht Matz einen Satz nach vorne und rennt so schnell, wie ihn seine kleinen Füßchen tragen können. „Hoffentlich ist das kein Trick!“, überlegt er, doch da kommt ihm die Katzenpfote schon wieder verdächtig nahe.<br />
„Ich muss versuchen, so schnell wie möglich mein Mauseloch zu erreichen“, schießt es ihm durch den Kopf.<br />
„Glaub nur nicht, dass du mich austricksen kannst. Ich lasse dich sowieso nicht in dein Mauseloch!“, warnt die Katze und sperrt ihr Maul verdächtig weit auf. Sie rennt hinter Matz her, um dann aber plötzlich vor ihm zu stehen und ihm den Weg zu versperren.<br />
Matz rennt mal links, mal rechts, mal vor, mal zurück. Inzwischen ist er voller Panik und weiß weder ein noch aus.<br />
„Mama! Papa!“, schreit er. „Helft mir doch!“<br />
Doch die Eltern sind noch nicht von ihrem Ausflug zurück und sein Bruder Piep kann ihm sowieso nicht helfen, außerdem hört er ihn auch gar nicht. Matz ist ganz alleine auf sich gestellt. Das Knurren in seinem Magen ist auch verstummt, denn dieser ist anscheinend genauso verängstigt, wie Matz selbst.<br />
Schon wieder schlägt die Katzentatze nach dem kleinen Mausekind und hätte ihm fast mit dem kräftigen Hieb den Garaus gemacht. Matz zittert und bibbert und kann sich auf einmal gar nicht mehr rühren.<br />
„Gleich ist es vorbei“, denkt er gerade noch, da spürt er etwas über sich. Es wird dunkel um ihn herum und plötzlich geht alles ganz schnell. Etwas greift nach ihm und hebt ihn hoch und dann verlassen Matz die Sinne. Er wird einfach ohnmächtig.<br />
Als er wieder zu sich kommt und die Augen öffnet, sieht er zwei Augen und spürt, dass jemand zärtlich über seinen kleinen Körper streicht.<br />
„Bin ich jetzt im Mäusehimmel?“, denkt er sich.<br />
Doch dann bemerkt er, dass ihn eine Menschenhand vor dem Verderb gerettet hat und ihn nun direkt vor seinem Mauseloch absetzt.<br />
„Lottchen verschwinde und lass das arme Mäuschen in Frieden!“, ruft dieser Mensch der Katze zu und zu Matz sagt er: „Lauf ganz schnell hinein, dann kann dir das Lottchen nichts mehr tun.“<br />
Matz rennt um sein Leben, immer weiter die Gänge entlang nach unten zu seiner Mäusewohnung.<br />
„Da bist du ja endlich!“, ruft ihm Piep entgegen. Wo warst du denn so lange? Die Eltern werden gleich kommen.“<br />
„Das erzähle ich dir später, jetzt muss ich erst einmal verschnaufen“, sagt Matz, kuschelt sich zu seinem Zwillingsbruder und ist auch schon eingeschlafen.<br />
„Schau nur, wie gehorsam unsere beiden Kinder sind und wie friedlich sie schlafen“, sagt die Mäusemutter ganz stolz zu ihrem Mäusemann, als sie mit den Leckereien zurück sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch diese Geschichten noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/emma/">Emma</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/katz-und-maus/">Katz und Maus</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/dreibein-co-2/">Dreibein &amp; Co</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Emma</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/emma/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2016 23:47:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Atelier]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Ferien]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[gefallen]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Kuchen]]></category>
		<category><![CDATA[Leckerei]]></category>
		<category><![CDATA[Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine heutige Geschichte gehört zwar in die Kategorie &#8222;Erdachtes&#8220;, beinhaltet aber trotzdem einige wahre Momente. So hat mir eine gute Freundin ein Handyfoto zugeschickt, das ich als heutiges Beitragsfoto genommen habe. Weiterhin hatten wir am letzten Tag unseres Kurzurlaubes an der Ostsee ein schönes Erlebnis. Beide Begebenheiten haben mich dazu veranlasst die folgende Geschichte zu schreiben. Mehr verrate ich Euch heute noch nicht. Na, neugierig geworden? Dann lest einfach weiter und kommt auch das nächste Mal wieder vorbei:  „Hey! Wer bist du denn?“ &#160; „Sag nur du kennst mich nicht?“ „Bist du etwa die Ateliersmaus?“ „Na also, du kennst mich ja doch!“ So begann eine großartige Freundschaft. Eine Freundschaft zwischen mir und einer kleinen Maus. Sie lebte in einem Atelier, ganz hinten in einer Ecke. In der Fußbodenleiste war ein kleines Loch und dort hinein verkroch sie sich immer, wenn Trubel im Atelier herrschte. Vorsichtig guckte sie immer heraus und beobachtete das Treiben. Nichts entging ihr. Und so merkte sie auch sofort als ich einen Teller mit leckerem Kuchen auf meinen Arbeitstisch stellte. Doch schon &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meine heutige Geschichte gehört zwar in die Kategorie &#8222;Erdachtes&#8220;, beinhaltet aber trotzdem einige wahre Momente. So hat mir eine gute Freundin ein Handyfoto zugeschickt, das ich als heutiges Beitragsfoto genommen habe. Weiterhin hatten wir am letzten Tag unseres Kurzurlaubes an der Ostsee ein schönes Erlebnis. Beide Begebenheiten haben mich dazu veranlasst die folgende Geschichte zu schreiben. Mehr verrate ich Euch heute noch nicht. Na, neugierig geworden? Dann lest einfach weiter und kommt auch das nächste Mal wieder vorbei: </strong></p>
<p><span class="dropcap">„H</span>ey! Wer bist du denn?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Sag nur du kennst mich nicht?“<br />
„Bist du etwa die Ateliersmaus?“<br />
„Na also, du kennst mich ja doch!“<br />
So begann eine großartige Freundschaft. Eine Freundschaft zwischen mir und einer kleinen Maus. Sie lebte in einem Atelier, ganz hinten in einer Ecke. In der Fußbodenleiste war ein kleines Loch und dort hinein verkroch sie sich immer, wenn Trubel im Atelier herrschte. Vorsichtig guckte sie immer heraus und beobachtete das Treiben. Nichts entging ihr. Und so merkte sie auch sofort als ich einen Teller mit leckerem Kuchen auf meinen Arbeitstisch stellte. Doch schon nach dem zweiten Bissen klingelte mein Handy und ich verließ kurz zum Telefonieren das Atelier. Immerhin wollte ich die anderen nicht beim Arbeiten stören.<br />
Als ich wieder zu meinem Arbeitsplatz zurückkehrte, musste ich feststellen, dass sich ein kleines niedliches Tierchen an meinem Kuchen gütlich tat. Vorsichtig trat ich näher und stellte das süße kleine Mäuschen zur Rede.<br />
„Schämst du dich denn gar nicht, dich so einfach über meinen Kuchen herzumachen?“<br />
„Bitte, bitte, tu mir nichts! Ich hab doch so großen Hunger!“<br />
Ja, da saß sie nun und beobachtete mich mit ihren Knopfäuglein ganz ängstlich. Und auch ich konnte meinen Blick nicht von ihr wenden. Ich gestehe, auch ich hatte ein wenig Angst. Warum nur, frage ich mich. Was sollte mir dieses kleine Wesen tun? Nichts! Und das tat sie auch. Aber auch ich tat ihr nichts. Ich ließ sie einfach weiter meinen Kuchen futtern.<br />
Von diesem Tag an brachte ich immer eine kleine Leckerei mit und stellte sie so auf meinen Arbeitstisch, dass das Mäuschen sie auch von ihrem Mauseloch aus sehen konnte. Und tatsächlich sie wagte sich aus ihrem Versteck und krabbelte auf meinen Arbeitstisch. Mit der Zeit verlor sie die Angst vor mir und ich vor ihr.<br />
„Wie heißt du eigentlich?“, fragte ich sie eines Tages.<br />
„Emma, ich bin Emma!“, antwortete sie mir und fiepte dabei ein kleines bisschen.<br />
Emma wuchs mir sehr ans Herz und ich glaube, ich ihr auch. Sie verlor vollkommen jegliche Angst und Scheu auch den anderen Ateliersbesuchern und -mitarbeitern gegenüber. Und von allen erhielt sie Leckereien. Es ging ihr richtig gut, wären da nicht die herannahenden Ferien gewesen.<br />
„Was, ihr wollt alle weg und lasst mich ganz alleine hier?“<br />
„Wir kommen doch wieder!“, versuchte ich sie zu trösten, aber ich verstand ihren Kummer. Auch mir tat der Abschied leid. Doch ich konnte sie nicht einfach mitnehmen.<br />
Als könne Emma meine Gedanken lesen, fiepte sie mir eine Bitte ins Ohr. Sie saß auf meiner Schulter und piepste in den höchsten Mäusetönen.<br />
„Bitte, bitte nimm mich mit! Ich will nicht alleine sein und außerdem muss ich ja dann verhungern!“<br />
„Solltest du dir nicht lieber einen Mäusemann suchen und eine Familie gründen?“, fragte ich Emma.<br />
„Oh ja, das wäre schön!“, meinte sie leise und sah ganz verträumt aus.<br />
„Aber wo soll ich den denn finden? Da draußen werde ich nur gefangen oder totgefahren. Hier war ich die ganze Zeit in Sicherheit und hier geht es mir doch gut.“<br />
„Alleine kannst du hier nicht bleiben und mitnehmen kann ich dich auch nicht einfach. Das wäre auch kein schönes Mäuseleben“, erklärte ich ihr.<br />
Da ich allerdings ihren tieftraurigen Blick sah, fügte ich schnell hinzu:<br />
„Ich komme morgen vor meiner Abreise noch einmal vorbei. Vielleicht ist mir bis dahin eine Lösung eingefallen.“<br />
Die ganze Nacht konnte ich nicht schlafen, denn meine Gedanken kreisten ständig um Emma. Was sollte ich nur mit ihr machen. Am nächsten Morgen schon wollte ich an die Ostsee fahren. Einen Zwischenstopp würde ich bei meiner Oma einlegen. Ob sie sich vielleicht um Emma kümmern könnte? Ganz früh am Morgen griff ich nach dem Telefon und wählte die Nummer meiner Oma.<br />
„Ach Markus, das ist aber schön, dass du mich besuchen möchtest. Ich freue mich schon!“<br />
„Ich freue mich auch, aber da gibt es im wahrsten Sinne des Wortes ein klitzekleines Problem.“<br />
Ich erzählte meiner Oma von Emma. Sie hörte mir stillschweigend zu. Noch bevor ich sie fragen konnte, ob sie vielleicht für ein paar Wochen Emma in Pflege nehmen könnte, machte sie mir einen Vorschlag.<br />
„Ach Markus, bring Emma ruhig mit. Ich glaube ich habe da eine ganz prima Idee.“<br />
Mehr verriet mir meine Großmutter nicht, aber ich war mir sicher, dass sie Emma helfen würde. Also besorgte ich mir in der Zoohandlung einen kleinen Käfig, holte Emma aus dem Atelier und verfrachtete den Käfig mitsamt der kleinen süßen Maus auf dem Rücksitz meines Autos.<br />
Als ich bei meiner Oma ankam, stand sie schon in ihrem schönsten Sonntagskleid und der Handtasche um den Arm in ihrem Hausflur.<br />
„Lass Emma gleich im Auto, wir wollen mit ihr einen Ausflug machen. Sie wird sich freuen!“<br />
Ich hatte keine Ahnung, was meine Großmutter vor hatte, aber ich war mir sicher, dass es nur zu Emmas Besten sein würde.<br />
Oma dirigierte mich durch die Stadt hindurch und auf einem großen Parkplatz außerhalb der Stadt sollte ich mein Fahrzeug abstellen und Emma gut geschützt in meine Hand nehmen. Meine Oma führte uns durch einen Wald und ich befürchtete schon ich solle Emma hier aussetzen und den wilden Tieren zum Fraß da lassen. Das hätte ich niemals über das Herz gebracht.<br />
Nach einer Viertelstunde kamen wir an ein Holzhäuschen und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich verstand jetzt, was meine Oma beabsichtigte. An dem Haus war nämlich ein Schild angebracht. Hierauf stand mit großen Buchstaben geschrieben:</p>
<p style="text-align: center;">Hier in diesem Haus<br />
wohnt Familie Maus.</p>
<p>Die Tür stand sperrangelweit offen und so traten wir gemeinsam mit Emma ein. Was ich sah, übertraf meine kühnsten Erwartungen. Wir standen direkt im Wohnzimmer von Familie Maus. Es war anscheinend eine Großfamilie, denn in allen Ecken wimmelte es von Mäusen. Im Schrank, unter dem Tisch, auf dem Tisch, auf den Stühlen, im Fernseher und aus den Mauselöchern schauten ebenfalls lauter kleine süße Mäuschen hervor.<br />
Emmas Augen wurden immer größer und sie zappelte unruhig in meiner Hand. Und das Schönste war, dass es aus allen Richtungen zu fiepen und zu piepsen begann. Es schien mir als würden alle ganz laut rufen:<br />
„Herzlich willkommen, kleine Emma. Lass dich ruhig bei uns nieder. Hier kannst du bleiben und ein Mitglied unserer Familie werden. Komm schnell zu uns!“<br />
Emma sprang mir fast aus der Hand. Mit sehnsüchtigen Blicken verfolgte sie das Treiben rund um uns herum. Danach warf sie mir einen flehenden Blick zu.<br />
„Ich glaube, liebe Emma, hier kann ich dich getrost lassen. Hier bist du willkommen und hier fühlst du dich wohl!“<br />
Emma fiepte mir ein „Dankeschön!“ und ein „Leb wohl!“ zu.<br />
Sanft setzte ich sie auf den Tisch und streichelte zart über ihr Mausefell.<br />
„Mach es gut, kleine Emma!“<br />
In Sekundenschnelle war Emma umringt von den anderen Mäusen, die sie zu einem festlichen Willkommensmahl mit Brot, Käse, Gemüse und vielen anderen Leckereien einluden. Emma war angekommen und hatte eine Familie gefunden.<br />
„Ich werde dich nie vergessen!“, rief sie mir nach, als ich mit meiner Oma das Haus der Familie Maus verließ.</p>
<p>Das nächste Mal werde ich Euch dieses Haus der Familie Maus zeigen. Ich war nämlich dort und habe ganz viele Fotos mitgebracht. Lasst Euch überraschen. Es wird Euch dort gefallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bestimmt möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/purzel/">Purzel</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/der-gekaufte-braeutigam/">Der gekaufte Bräutigam</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/unser-persoenliches-spiel-mit-dem-gedaechtnis/">Unser persönliches Spiel mit dem Gedächtnis</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Katz und Maus</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/katz-und-maus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2016 18:02:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Herrchen]]></category>
		<category><![CDATA[Käfer]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Katzenklappe]]></category>
		<category><![CDATA[Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Schmetterling]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Vogel]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ich liege noch in meinem Körbchen, das ganz hinten im Haus steht, dort wo auch meine Katzenklappe ist. Zum Fenster scheint schon die schöne Frühlingssonne herein und kitzelt mich mit ihren Strahlen an der Nase. Ob ich will oder nicht, jetzt muss ich meine Augen aufmachen und meine Ohren natürlich auch.  Oh, draußen ist es schön und die Vögel zwitschern! Da muss ich raus! Wo bleibt nur das Frauchen? Sie muss mir unbedingt die Katzenklappe aufmachen! Warum kommt sie denn nicht endlich? Sie weiß doch ganz genau, dass ich unbedingt nach draußen will! Na gut, wenn es noch ein Weilchen dauert, dann springe ich einfach mal schnell auf das Fensterbrett. Von dort kann ich ganz genau sehen, was draußen im Garten los ist. Und da ist eine ganze Menge los, es wimmelt nur so von Köstlichkeiten und Spielgelegenheiten. Alle sind sie dort im Garten versammelt: Die Vögel fliegen und setzen sich in die Äste der Bäume, dort fliegt ein Schmetterling, da sehe ich sogar einen Käfer über die Grashalme klettern und gerade ist direkt vor &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Ich liege noch in meinem Körbchen, das ganz hinten im Haus steht, dort wo auch meine Katzenklappe ist. Zum Fenster scheint schon die schöne Frühlingssonne herein und kitzelt mich mit ihren Strahlen an der Nase. Ob ich will oder nicht, jetzt muss ich meine Augen aufmachen und meine Ohren natürlich auch. </strong></p>
<p><span class="dropcap">Oh</span>, draußen ist es schön und die Vögel zwitschern! Da muss ich raus! Wo bleibt nur das Frauchen? Sie muss mir unbedingt die Katzenklappe aufmachen! Warum kommt sie denn nicht endlich? Sie weiß doch ganz genau, dass ich unbedingt nach draußen will!<br />
Na gut, wenn es noch ein Weilchen dauert, dann springe ich einfach mal schnell auf das Fensterbrett. Von dort kann ich ganz genau sehen, was draußen im Garten los ist. Und da ist eine ganze Menge los, es wimmelt nur so von Köstlichkeiten und Spielgelegenheiten.<br />
Alle sind sie dort im Garten versammelt: Die Vögel fliegen und setzen sich in die Äste der Bäume, dort fliegt ein Schmetterling, da sehe ich sogar einen Käfer über die Grashalme klettern und gerade ist direkt vor meinem Fenster eine kleine Maus vorbei gehuscht.<br />
Wann kommt denn Frauchen endlich?<br />
Jetzt ärgere ich mich aber!<br />
Hat sie mich vergessen?<br />
Nein, das glaube ich nicht, denn mein Frauchen ist ganz lieb und vergessen hat sie mich noch nie.<br />
Ach, jetzt höre ich auch, dass sich was im Hause tut. Schritte nähern sich. Ich stelle mich schon mal an die Kellertür, denn gleich muss sie aufgehen.“<br />
„Guten Morgen Lottchen!“<br />
„Ja, ja! Du kommst aber spät! Ich muss dringend raus!“, meckere ich mein Frauchen an und vergesse ganz ihr einen freundlichen Morgengruß entgegenzurufen.“<br />
„Na, du hast es aber heute Morgen eilig! Ich muss doch erst einmal Deine Katzenklappe aufmachen!“<br />
„Die interessiert mich jetzt nicht! Ich will raus, aber doch nicht durch diese enge Katzenklappe. Das wäre ja noch schöner! Hinten zur Terrassentür will ich raus, die soll mir mein Frauchen aufmachen. Ich renne schon mal hin, dann kapiert sie das schon!“<br />
„Willst du denn gleich raus?“<br />
„Na klar, sonst würde ich doch nicht hier stehen und mit meiner Nasenspitze an der Fensterscheibe kleben! Jetzt mach schon! Bitte!<br />
Am besten mache ich ganz große flehende Augen, das kommt immer gut an.<br />
Sie hat es kapiert und hat ihre Hand auch schon an der Türklinge, doch dann hält sie inne.“<br />
„Willst du nicht erst noch ein bisschen Milch trinken?“<br />
„Die hab ich ja ganz vergessen! Das ist natürlich auch verlockend!<br />
Da höre ich einen Vogel zwitschern und schon ist mir die Milch egal.<br />
Ich will raus! Schnell, schnell!<br />
Endlich!<br />
Ich bin draußen! Und was mache ich jetzt?<br />
Erst einmal setze ich mich an den Rand des Rasens und sondiere die Lage und orientiere mich.<br />
Ein Schmetterlinge! Na warte, dich fange ich! Ich brauche nur ein bisschen hochzuspringen, dann habe ich dich!<br />
Was soll denn das? Du willst Dich nicht von mir fangen lassen?<br />
Ich krieg dich schon! Du denkst wohl, wenn Du dich einfach dort vorne auf die Hollywoodschaukel setzt, dann kann ich dich nicht fangen. Da hast du dich aber getäuscht!<br />
Erst einmal schleiche ich mich lautlos an, das bekommst du gar nicht mit. Und jetzt warte ich ganz still, bis du dich in Sicherheit fühlst. Dann springe ich auf die Schaukel und hab dich mit einem Schnapp!<br />
Hey, warum bist du schon wieder weg und sitzt jetzt auf dem Ast dort drüben? Aber ich bin ja eine Katze und da komme ich auch hin.<br />
Aber was erblicken denn meine geschulten Katzenaugen gleich rechts von dir?<br />
Einen Vogel!<br />
Der gefällt mir aber noch besser!<br />
Mein Magen knurrt sowieso schon und das wäre jetzt ein ordentlicher Bissen.<br />
Jetzt ist meine Geduld gefragt und ich muss ihn erst einmal in Lauerposition beobachten. Irgendwann bietet sich schon meine Gelegenheit. Ich bewege mich kein bisschen, dann vergisst er, dass ich da bin. Ich fixiere ihn, vielleicht kann ich ihn damit hypnotisieren.<br />
Was raschelt denn andauernd hinter meinem Rücken?<br />
Ach egal, ich muss mich auf den Vogel konzentrieren, wenn ich ihn haben will. Aber neugierig macht mich dieses Rascheln hinter mir doch! Ich stelle mal eben meine Ohren so ein, dass ich die Geräusche besser empfangen kann. Ansonsten bleibe ich einfach bewegungslos sitzen.<br />
Dieses Rascheln macht mich schon etwas nervös. Ob ich es wage und mich ganz vorsichtig umdrehe? Als Katze kann ich das doch kaum hörbar und der Vogel ist sowieso mit seinem blöden Gezwitschere beschäftigt.<br />
Vorsichtig drehe ich mich um und drücke mich ganz dich auf die Erde in Höhe der Grashalme.<br />
Und was sehe ich?<br />
Ich blicke genau in zwei klitzekleine Augen. Die schauen ganz erschrocken zurück.<br />
Ein Mäuschen!<br />
Und jetzt ist meine Schnelligkeit und Geschicklichkeit gefragt. Ich mache einen Satz und schon habe ich sie zwischen den Tatzen.<br />
Über mir spüre ich einen Flügelschlag. Dich hole ich mir später, aber im Moment ist erst einmal dieser kleine köstlich Happen an der Reihe. Der ist zwar nur was für den hohlen Zahn, aber man kann vorher so schön mit ihm spielen.<br />
Ganz erschrocken starrt das Mäuschen mich an. Na, beruhige dich erst einmal. Ich leg dich vor meine Füße und berühre dich auch ganz vorsichtig. Was du willst weg?<br />
Nichts da!<br />
Dann fange ich dich doch gleich wieder. Und wenn du nicht still bist, dann nehme ich dich zwischen meine Zähne. Ach, macht das einen Spaß dich zappeln zu lassen und erst ein bisschen mit dir zu spielen. Katz und Maus heißt dieses Spiel. Aber ich bin immer der Gewinner, das musst du wissen. Denn ich bin größer und stärker und auch schlauer als du. Dein Schicksal ist besiegelt.“<br />
„Was hast du denn da, Lottchen! Lass endlich das keine Mäuschen los! Es hat dir doch nichts getan!“<br />
„Ohje, Herrchen! Jetzt schnell mit meiner Beute weg!, denke ich noch. Doch Herrchen ist hinter mir her. Und das dumme kleine Dinge fängt auch noch an zu zappeln. Ich zwicke es mit meinen Zähnen ein bisschen fester, aber ich mache ihm noch nicht den Garaus. Nur so zur Betäubung, dann kann ich das Mäuschen kurz mal ablegen.<br />
Das ist allerdings mein Fehler! Das Mäuschen liegt zwar da wie betäubt, aber Herrchen steht auch schon wieder neben mir. Ich kann gar nicht so schnell schauen, da hat er das Mäuschen in seiner Hand.“<br />
„Schau nur, es ist noch so klein! Du bist ganz schön brutal! Das Mäuschen bekommst du nicht, dafür werde ich jetzt sorgen! Ich bringe es vor dir in Sicherheit. Zum Glück ist es noch nicht verletzt und lebt noch. Nur das Herzchen schlägt wie wild vor Angst!“<br />
„Er schimpft mit mir, dabei bin ich doch eine Katze und Katzen fangen eben mal Mäuse. Ich frage mich, was ich falsch gemacht habe. Jetzt geht er doch tatsächlich mit dem Leckerbissen weg. Ich laufe ihm erst gar nicht hinterher, denn aus Erfahrung weiß ich, dass das nichts mehr bringt.<br />
Da fällt mir plötzlich Frauchen ein. Hat sie nicht vorhin etwas von Milch erzählt? Auch nicht schlecht! Die läuft wenigstens nicht weg!<br />
Also marschiere ich ins Haus und direkt in die Küche zu Frauchen. Dort setze ich mich brav vor den Kühlschrank. Und siehe da! Sie öffnet die Kühlschranktür, nimmt die köstliche Katzenmilch heraus und gießt sie in mein Schälchen.<br />
Mit der Milch kann man zwar nicht so schön spielen wie mit dem Mäuschen, aber sie schmeckt mindestens genauso gut und die nimmt mir niemand weg.<br />
Frauchen ist doch die Beste!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch noch diese Geschichten lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kleiner-filou/">Mopsi und Filou</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/dreibein-co-2/">Dreibein &amp; Co</a></p>
<p>Katzenalarm</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Timo und die kleinen Tierchen in meiner Küche</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/timo-und-die-kleinen-tierchen-meiner-kueche/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/timo-und-die-kleinen-tierchen-meiner-kueche/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2015 16:08:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[fatured]]></category>
		<category><![CDATA[Fliege]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Läuse]]></category>
		<category><![CDATA[Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Missverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Sohn]]></category>
		<category><![CDATA[Tierchen]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Aufräumen in meinem Arbeitszimmer ist mir eine blaue DIN A-4 Mappe in die Hände gefallen. Es ist einfach nur eine Sammelmappe ohne Aufschrift und ich kann mir schon denken, dass hier Handlungsbedarf besteht. Wahrscheinlich habe ich irgendwann einmal alles Mögliche und Unmögliche einfach nur hier hinein gesteckt, weil ich es nicht wegwerfen wollte, aber sonst nicht wusste wohin damit. Also löse ich die Gummiringe und öffne die Mappe. Vor mir liegen viele beschriftete Seiten auf denen ich u.a. Erlebnisse und Begebenheiten mit unserem damals noch kleinen Sohn in Worte gefasst habe und plötzlich sind alle Erinnerungen wieder da: Es war ein schöner Sommertag mit viel Sonnenschein und blauem Himmel. Ich stand in unserer Küche in Darmstadt und bereitete das Mittagessen vor. Unser etwa zweijähriger Timo spielte im Wohnzimmer mit seinen Bauklötzchen. Alles war friedlich und ich überlegte gerade, was wir nach Timos Mittagsschlaf unternehmen könnten, als unser Sohn zu mir in die Küche kam. Er setzte sich auf den Fußboden, um mir zuzusehen. Plötzlich wurde ich durch Timos zartes Stimmchen aus meinen Gedanken gerissen: &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beim Aufräumen in meinem Arbeitszimmer ist mir eine blaue DIN A-4 Mappe in die Hände gefallen. Es ist einfach nur eine Sammelmappe ohne Aufschrift und ich kann mir schon denken, dass hier Handlungsbedarf besteht. Wahrscheinlich habe ich irgendwann einmal alles Mögliche und Unmögliche einfach nur hier hinein gesteckt, weil ich es nicht wegwerfen wollte, aber sonst nicht wusste wohin damit. Also löse ich die Gummiringe und öffne die Mappe.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">V</span>or mir liegen viele beschriftete Seiten auf denen ich u.a. Erlebnisse und Begebenheiten mit unserem damals noch kleinen Sohn in Worte gefasst habe und plötzlich sind alle Erinnerungen wieder da:<br />
Es war ein schöner Sommertag mit viel Sonnenschein und blauem Himmel. Ich stand in unserer Küche in Darmstadt und bereitete das Mittagessen vor. Unser etwa zweijähriger Timo spielte im Wohnzimmer mit seinen Bauklötzchen. Alles war friedlich und ich überlegte gerade, was wir nach Timos Mittagsschlaf unternehmen könnten, als unser Sohn zu mir in die Küche kam. Er setzte sich auf den Fußboden, um mir zuzusehen. Plötzlich wurde ich durch Timos zartes Stimmchen aus meinen Gedanken gerissen:<br />
„Mama, Maus!“, plapperte er vor sich hin.<br />
Ich blickte zu ihm hinunter und sah, dass er ein Stofftier in den Händen hielt.<br />
„Nein Timo, das ist doch dein kleines Hundchen“, berichtigte ich ihn.<br />
Einen Moment war es ruhig, doch dann meinte er wieder:<br />
„Mama, Maus!“<br />
„Nein Timo, hier ist keine Maus. Das ist ein Hund!“, erklärte ich ihm nochmals und streichelte sowohl Timo über sein Haar als auch den Hund über sein Fell.<br />
Wieder wand ich mich dem Essen auf dem Herd zu und ich dachte schon alles sei in Ordnung, da protestierte mein Sohn abermals:<br />
„Mama, Maus!“<br />
Jetzt wurde es mir doch etwas seltsam zumute und ich fragte mich insgeheim, ob er Recht hatte und sich eine Maus in unsere Küche eingeschlichen hatte. Sichtlich unwohl, spürte ich wie mir eine Gänsehaut den Rücken hinunterlief. Mäuse mögen ja niedliche kleine Tierchen sein und sie tun niemand etwas zu Leide, aber ich hatte und habe trotzdem Angst vor Mäusen. Ich wusste genau, wenn hier irgendwo tatsächlich eine Maus wäre, würde ich mein Kind an der Hand nehmen und das Weite suchen. Ja, ich würde ohne zu zögern mit Timo aus der Wohnung rennen und diese dem kleinen Vierbeiner überlassen. Peter war nicht da, er befand sich gerade auf einer Dienstreise und würde erst spät am Abend wieder zurückkehren. Es fehlte also unser großer Beschützer, der in einer solchen Situation sicherlich zum großen Helden mutiert wäre, &#8211; zumindest in Timos und meinen Augen. Also musste ich jetzt überlegen, was zu tun war. Vielleicht sollten wir bei unseren Vermietern Zuflucht suchen oder wir würden zu meiner Freundin laufen. Möglicherweise waren diese Personen keine solchen Angsthasen und liefen auch nicht vor Mäusen davon.<br />
„Ich darf vor Timo keine Angst zeigen“, überlegte ich mir, „sonst hat er auch Angst und weint.“<br />
Während ich mir so meinen Schlachtplan zurecht legte, zupfte Timo wieder an meinem Rockzipfel und behauptete abermals:<br />
„Mama, Maus!“<br />
Dieses Mal deutete er auch mit seinem ausgestreckten Ärmchen in die Richtung, in der er die Maus gesehen hatte. Ich überlegte, ob sich dort unter meiner Arbeitsplatte irgendwo das Tierchen versteckt hielt. Mutig schaute ich nach, allerdings mit gebührendem Abstand und sozusagen sprungbereit, um gemeinsam mit Timo zu flüchten. Ich nahm ihn vorsichtshalber schon mal auf den Arm und fragte mich insgeheim, wer von uns beiden jetzt wen beschützte. Vermutlich suchte ich eher bei Timo Schutz, denn er sah eigentlich eher fröhlich und gar nicht erschrocken oder ängstlich aus, sondern strahlte mich an und deutete weiter mit seinem Fingerchen auf die …<br />
„Maus!“, fipste Timo.<br />
Ja, und da sah ich sie! Die Maus! Sie saß nicht unter meiner Arbeitsplatte, sondern oberhalb. Genauer gesagt, sie saß auf der Fensterscheibe und war …</p>
<p style="text-align: center;">eine Fliege.</p>
<p>Man kann sich sicherlich meine Erleichterung vorstellen. Alle Angst fiel von mir ab und ich herzte und drückte erleichtert unser Söhnchen an mich. Nachdem ich fast schon Freudentränen in den Augen hatte, klärte ich Timo über das Missverständnis auf und er verwechselte fortan auch niemals mehr diese beiden Tierchen.<br />
Allerdings sollten sich, wie mir schien, noch andere kleine Tierchen in meine Küche verirren. Timo muss schon etwas älter gewesen sein, denn er ging bereits in den Kindergarten. Nach dem abendlichen Bad setzte er sich auf sein Stühlchen in der Küche und aß artig sein Abendbrot. Danach blieb er sitzen und betrachtete noch ein kleines Weilchen ein Bilderbuch.<br />
Da das Telefon klingelte, lief ich in den Flur und nahm das Gespräch dort entgegen. Es war kein sehr langes Gespräch und so kam ich nach wenigen Minuten wieder zurück in die Küche. Timo „las“ immer noch in seinem Bilderbuch und alles hätte friedlich und in Ordnung sein können, wenn nicht…<br />
Ja, wenn mein Blick nicht plötzlich auf Timos Kopf gefallen wäre.<br />
„Oh nein!“, rief ich erschrocken aus.<br />
Timo sah mich fragend an, denn er hatte ja nichts angestellt und war sich demzufolge auch keiner Schuld bewusst.<br />
„Jetzt haben wir sie also auch!“, dachte ich mir, „so ein Pech!“<br />
Timos Kopf oder besser gesagt, seine Haare waren über und über voll davon. Überall hatten sie sich verbreitet.<br />
„So schlimm ist das also! Was mache ich jetzt bloß? Immer abends oder am Wochenende passiert so etwas.“<br />
Ich war mir vollkommen sicher. Das waren Läuse! Im Kindergarten kursierten sie, das war mir ja bekannt. Jedes Jahr zur &#8222;Kapuzenzeit&#8220; traf es einige Kinder und selbstverständlich deren Eltern, denn die hatten dann die ganze Arbeit mit den kleinen Tierchen.<br />
„Das kann ja jetzt lustig werden“, dachte ich missmutig. „Nur komisch, dass mir vorhin beim Baden nichts aufgefallen ist. Ich habe doch noch genauestens hinter den Ohren nachgeschaut, wo sie angeblich ihre Eier ablegen.“<br />
Ich hatte so gehofft, dieses Schicksal würde an uns vorübergehen, aber anscheinend kann man diesen Tierchen nicht davonrennen, so kurz deren Beinchen auch immer sein mögen. Mittlerweile durchsuchte ich Timos Kopf ganz genau und unser Söhnchen hatte inzwischen auch schon einen etwas ängstlichen Blick aufgesetzt.<br />
„Komm wir gehen noch einmal ins Badezimmer und waschen die Haare“, forderte ich ihn auf, als mein Blick auf Timos kleines Tischchen fiel. Jetzt musste ich aber auf einmal lauthals lachen und Timo schaute mich verwirrt an. Vermutlich dachte er, dass seine Mutter nun vollkommen übergeschnappt sei. Ich aber war total erleichtert, denn ich hatte plötzlich erkannt, was sich da auf Timos Kopf tummelte. Es waren keine Läuse, denen waren wir zum Glück entgangen. Nein, ich hatte unserem Söhnchen noch ein paar Erdnussflips in ein Schälchen auf den Tisch gestellt, die hatte er gefuttert und sich anscheinend mit den Fingern durch die Haare gefahren. So kamen die Krümeltierchen auf seinen Kopf.</p>
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