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	<title>Kind &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Vom Winde verweht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Oct 2021 06:55:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[dunkel]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Laub]]></category>
		<category><![CDATA[Maschine]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig.  Im Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht. Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<header class="entry-header">
<h1 class="entry-title"><strong style="font-size: 15px; color: #191919; font-family: 'Libre Baskerville', Georgia, serif;">Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig. </strong></h1>
</header>
<div class="entry-content">
<p><span class="dropcap">I</span>m Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht.<br />
Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann kahl und im Frühjahr kommen wieder neue grüne Blätter, also weitere Geschwister von mir. Das ist ein ewiger Kreislauf.<br />
Auch ich bin jetzt vom Baum gefallen und liege mit meinen Familienmitgliedern auf der Erde. Die ganze Wiese rund um den Baum haben wir inzwischen schon abgedeckt. Für die Käfer, Würmer, Igel, anderes kleines Getier und das Gras sind wir jetzt eine wärmende Schicht. Und gegenseitig halten wir uns natürlich auch warm, denn jetzt kann es schon ganz schön kalt werden in den Nächten und auch die Tage sind bereits kühler.<br />
Gerade waren Kinder auf der Wiese. Sie sind durch das Laub gestampft und haben uns in die Höhe geworfen. Dabei sind wir Blätter ganz schön durcheinander gerüttelt und geschüttelt worden. Plötzlich ist kein Blatt mehr da, wo es vorher lag. Auch ich liege jetzt weit von meinem Baum entfernt. Ich brauche aber keine Angst zu haben, denn ich bin ja nicht allein. Es hat Spaß gemacht herumzuwirbeln und ich warte auf eine Kinderhand, die mich wieder hoch wirft. Aber die Kinder müssen nach Hause, denn es wird gleich dunkel.<br />
Eigentlich fürchte ich die Dunkelheit nicht, weil ich ja schon immer Tag und Nacht draußen war.<br />
Inzwischen ist es stockdunkel und kalt. Plötzlich höre ich ein Geräusch. Ich kenne es schon. Das ist der Wind. Als ich noch grün an dem Baum hing, da hat mich der Baum festgehalten. So konnte ich nicht hinunter fallen, wenn der Wind tüchtig geblasen hat. Manchmal kam sogar ein Sturm daher. An meinem Baum hat er einen Ast abgeknickt und der Baum konnte ihn nicht mehr versorgen. Ich war damals sehr traurig. Ich habe die Blätter dieses Astes sehr vermisst.<br />
Der Wind ist inzwischen stärker geworden und kommt in Böen daher. Mit jedem Windstoß werde ich ein Stückchen weiter getragen. Mir ist schon ganz schwindelig von dem vielen Durcheinanderwirbeln. Ich schlage Purzelbäume, stecke auf einmal in den Zweigen eines Busches fest und werde kurz darauf wieder durch einen neuen Windstoß befreit. Er trägt mich zuerst hoch in die Luft, um mich dann neben einer Mauer fallen zu lassen. Links und rechts von mir liegen noch andere Blätter. Wir sind hier ein bisschen geschützt vor dem Wind, kuscheln zusammen und schlafen tatsächlich bis zum Morgengrauen ein.<br />
Als ich wieder aufwache, ist ein lautes Getöse neben mir und ich spüre wieder einen Luftzug. Ich blinzele und erkenne einen Menschen mit einer Maschine in der Hand, an der ein großer Sack befestigt ist. Ich fühle, dass dies eine große Gefahr ist, denn viele der anderen Blätter verschwinden in dem Rohr und wandern in den großen Sack.<br />
„Ich will da nicht hinein“, denke ich ängstlich. „Diese Maschine verschluckt uns alle.“<br />
Immer mehr presse ich mich in den kleinen Spalt zwischen Erde und der Mauer.<br />
„Vielleicht findet mich hier diese unheimliche Maschine nicht und saugt mich nicht auch noch auf“, so hoffe ich.<br />
Ich verhalte mich ganz still, damit mich kein Mensch bemerkt.<br />
Ich habe Glück, denn der Mensch mit seiner Maschine wandert weiter und entfernt sich immer mehr von mir.<br />
Neben mir kauert auch noch ein kleines Blatt.<br />
„Das war der Laubsauger“, sagt es zu mir.<br />
„Was passiert mit unseren Geschwistern und Freunden, die der Laubsauger gefressen hat?“, will ich wissen.<br />
„Ich habe die Igel sagen hören, dass die Blätter auf einen großen Haufen kommen und den Igeln und anderen kleinen Tieren Schutz bieten. Mit der Zeit werden die Blätter irgendwann zu Erde.“<br />
Als ich traurig auf das Blatt neben mir schaue, versucht es mich zu trösten.<br />
„Das ist nicht schlimm, denn wir werden alle zu Erde und wenn ein Samenkorn auf uns fällt, dann kann daraus wieder eine neue Pflanze wachsen und wir können ihr unsere Nährstoffe geben, damit sie groß und schön wird.“<br />
Ich würde dem kleinen Blatt gerne noch weiter zuhören, aber ein Mädchen steht auf einmal vor mir.<br />
„Schau mal!“, sagt es zu einem Jungen. „Das ist doch ein wunderschönes Blatt. Das nehme ich mit nach Hause.“<br />
Sie hebt mich auf und legt mich in einen Korb, in dem noch andere Blätter liegen. Sie sehen zwar alle unterschiedlich aus, aber wir sind alle Blätter und gehören doch auch irgendwie zusammen. Deshalb fürchte ich mich nicht, denn ich bin ja nicht allein.<br />
Zuhause angekommen legt das Mädchen mich auf ein Stück Zeitungspapier. Dann legt sie mich damit in ein Buch, deckt mich nochmals mit Zeitungspapier zu und dann klappt sie das Buch zu. Um mich herum ist es ganz dunkel. Zuerst ist mir ein bisschen unheimlich zumute, aber dann fühle ich mich eigentlich ganz wohl. Es ist warm, gemütlich und ganz still. Ich spüre, dass mir keinerlei Gefahr droht. Deshalb schlafe ich auch ganz beruhigt und lange ein.</p>
<p>Ich wache erst wieder auf als ich viele Kinderstimmen höre. Ich blinzele vorsichtig und blicke in staunende Kinderaugen. Das Mädchen, das mich in den Korb gelegt hatte, ist auch dabei.<br />
„Was ist geschehen?“, frage ich mich und schaue mich um.<br />
Die Kinder haben auf ein Stück Tapete einen großen prächtigen und kräftigen Baum gemalt. Jetzt darf jedes Kind die mitgebrachten Blätter an diesem Baum befestigen. Auch ich werde von dem Mädchen an einen Zweig, ganz oben in die Baumkrone gehängt.<br />
Ich bin glücklich, denn ich hänge gemeinsam mit vielen anderen und unterschiedlich aussehenden Blättern wieder an einem Baum.<br />
„Das habt ihr wirklich schön gemacht“, sagt eine Frau. „Das ist jetzt unser Klassenbaum und jeder darf seinen Namen neben ein Blatt schreiben.“<br />
Neben mir steht der Name des Mädchens, das mich aufgehoben und in seinen Korb gelegt hat:</p>
<p><em><strong>Bettina</strong></em></p>
<p>Unter dem Blatt neben mir schreibt ein anderes Mädchen seinen Namen:</p>
<p><em><strong>Zahira</strong></em></p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/herbstgedanken/">Herbstgedanken</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/5497-2/">Wetterprognosen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/hessische-herbstimpressionen/">Hessischer Herbst</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Jimmy, das Äffchen</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/jimmy-das-aeffchen/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/jimmy-das-aeffchen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2020 07:30:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Affe]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr]]></category>
		<category><![CDATA[keck]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>
		<category><![CDATA[Zoo]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich habe dich gesehen, schon war es um mich geschehen. Du hast berührt mein Herz, und das ist wahrlich kein Scherz. &#160; Als ich dich hab entdeckt, hast du Erinnerungen in mir geweckt. Meine Gedanken gingen zurück, meine Augen leuchteten vor Glück. &#160; Es war vor einer Ewigkeit, einst ein Buch in meiner Kindheit. Jimmy, so hieß der Held, ein kleines Äffchen entdeckt die Welt. &#160; Es war entflohen, einfach so, aus seinem großen Gehege im Zoo. Es wusste nicht wohin,  hatte aber ziemlich viel Unfug im Sinn. &#160; Es erschreckte die Marktfrauen, als es geschickt wollte Bananen klauen. Jimmy floh geschwind und freute sich schelmisch wie ein Kind. &#160; Kletterte ganz hoch hinauf, saß auf des Hauses Dach oben drauf. Blickte frech hinab, biss genüsslich von seiner Banane ab. &#160; Die Feuerwehr rückte aus, fuhr zur Rettung die große Leiter aus. Alle waren froh, als das Äffchen war zurück im Zoo. &#160; Lächeln muss ich nun, das hat mit den Erinnerungen zu tun. Waren lange weg, kamen plötzlich zurück, ganz keck. &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Ich habe dich gesehen,</p>
<p style="text-align: center;">schon war es um mich geschehen.</p>
<p style="text-align: center;">Du hast berührt mein Herz,</p>
<p style="text-align: center;">und das ist wahrlich kein Scherz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Als ich dich hab entdeckt,</p>
<p style="text-align: center;">hast du Erinnerungen in mir geweckt.</p>
<p style="text-align: center;">Meine Gedanken gingen zurück,</p>
<p style="text-align: center;">meine Augen leuchteten vor Glück.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Es war vor einer Ewigkeit,</p>
<p style="text-align: center;">einst ein Buch in meiner Kindheit.</p>
<p style="text-align: center;">Jimmy, so hieß der Held,</p>
<p style="text-align: center;">ein kleines Äffchen entdeckt die Welt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Es war entflohen, einfach so,</p>
<p style="text-align: center;">aus seinem großen Gehege im Zoo.</p>
<p style="text-align: center;">Es wusste nicht wohin,<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p style="text-align: center;">hatte aber ziemlich viel Unfug im Sinn.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Es erschreckte die Marktfrauen,</p>
<p style="text-align: center;">als es geschickt wollte Bananen klauen.</p>
<p style="text-align: center;">Jimmy floh geschwind</p>
<p style="text-align: center;">und freute sich schelmisch wie ein Kind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Kletterte ganz hoch hinauf,</p>
<p style="text-align: center;">saß auf des Hauses Dach oben drauf.</p>
<p style="text-align: center;">Blickte frech hinab,</p>
<p style="text-align: center;">biss genüsslich von seiner Banane ab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Die Feuerwehr rückte aus,</p>
<p style="text-align: center;">fuhr zur Rettung die große Leiter aus.</p>
<p style="text-align: center;">Alle waren froh,</p>
<p style="text-align: center;">als das Äffchen war zurück im Zoo.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Lächeln muss ich nun,</p>
<p style="text-align: center;">das hat mit den Erinnerungen zu tun.</p>
<p style="text-align: center;">Waren lange weg,</p>
<p style="text-align: center;">kamen plötzlich zurück, ganz keck.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Fliederbäumchen</title>
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					<comments>https://lifetellsstories.de/die-fliederbaeumchen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2018 10:21:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Flieder]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kleid]]></category>
		<category><![CDATA[Kniestrumpf]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute möchte ich Euch einen kleinen Fliedergruß schicken. Dieser ist kombiniert mit Erinnerungen an meine Kinderzeit. Als ich die schönen Blüten sah, musste ich einfach in unserem Fotoschrank stöbern, bis ich die entsprechende Aufnahme gefunden habe. „Das ist aber ein hübsches Foto“, sagt meine Mutter, bei einem ihrer Besuche bei uns. Sie betrachtet gedankenversunken die Schwarzweißaufnahme, wendet sie und schaut auf die Rückseite. Ich weiß warum, denn ich habe vor ein paar Minuten dies ebenfalls getan. Beide hofften wir ein Datum auf der Rückseite zu finden. Leider steht noch nicht einmal das Jahr dort vermerkt. So rätseln wir, wann es gewesen sein könnte und kommen zu dem Schluss, dass ich vielleicht so acht oder neun Jahre alt war, als das Foto geschossen wurde. Schnell springe ich nach oben und hole noch ein paar andere alte Aufnahmen, die ich gemeinsam mit meiner Mutter betrachte. „Schau mal“, mache ich sie auf etwas aufmerksam. „Diese beiden Fliederbäume sind mit mir aufgewachsen und waren anscheinend mit mir gemeinsam immer ein beliebtes Fotomotiv.“ Ich zeige meiner Mutter ein Foto aus &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute möchte ich Euch einen kleinen Fliedergruß schicken. Dieser ist kombiniert mit Erinnerungen an meine Kinderzeit. Als ich die schönen Blüten sah, musste ich einfach in unserem Fotoschrank stöbern, bis ich die entsprechende Aufnahme gefunden habe.</strong><br />
<span class="dropcap">„D</span>as ist aber ein hübsches Foto“, sagt meine Mutter, bei einem ihrer Besuche bei uns. Sie betrachtet gedankenversunken die Schwarzweißaufnahme, wendet sie und schaut auf die Rückseite. Ich weiß warum, denn ich habe vor ein paar Minuten dies ebenfalls getan. Beide hofften wir ein Datum auf der Rückseite zu finden. Leider steht noch nicht einmal das Jahr dort vermerkt. So rätseln wir, wann es gewesen sein könnte und kommen zu dem Schluss, dass ich vielleicht so acht oder neun Jahre alt war, als das Foto geschossen wurde.<br />
Schnell springe ich nach oben und hole noch ein paar andere alte Aufnahmen, die ich gemeinsam mit meiner Mutter betrachte.<br />
„Schau mal“, mache ich sie auf etwas aufmerksam. „Diese beiden Fliederbäume sind mit mir aufgewachsen und waren anscheinend mit mir gemeinsam immer ein beliebtes Fotomotiv.“<br />
Ich zeige meiner Mutter ein Foto aus dem Jahre 1962, das mich an Pfingsten als Zweijährige beim Gießen der Wiese im Garten meines Opas zeigt. Dort stehen nämlich die beiden Fliederbäumchen, die zum damaligen Zeitpunkt kaum größer waren als ich. Doch dann haben sie wohl rasant das Wachstum beschleunigt, denn im Sommer 1964 überragen sie mich schon gewaltig. Ein paar Jahre später halte ich mich locker an den Zweigen fest, um als Fotomodell in die Kamera zu lächeln.<br />
„Wie ein kleines Fräulein“, schmunzelt meine Mutter.<br />
„Ja und die Sonnenbrille war mir anscheinend wichtig.“<br />
„Ganz schön kess stehst du da.“<br />
„Ja, das habe ich mir bei meiner Tante abgeguckt“, kläre ich meine Mutter auf.<br />
Irgendwo hatte ich nämlich damals ein Foto von ihr als junge Frau gesehen und sie hatte sich darauf auch lässig an dem Fliederbaum festgehalten. Allerdings musste sie den Arm nicht so strecken wie ich, um einen der untersten Zweige zu erreichen.“<br />
Leider kann ich das betreffende Foto nicht finden, denn wahrscheinlich liegt es zuhause bei meiner Mutter in dem berühmten Schuhkarton. Dort befinden sich nämlich alle nicht einsortierten Fotos und es macht immer wieder fast mehr Spaß in ihm zu stöbern, als das Fotoalbum durchzublättern.<br />
„Und die Kniestrümpfe“, kichere ich. „Ich habe mich als Kind immer gefreut, wenn ich die lästigen Strumpfhosen nicht mehr anziehen musste und es endlich warm genug für Kniestrümpfe war.“<br />
„Sieht doch chic aus“, meint meine Mutter.<br />
„Naja“, erwidere ich. „Das hat man halt damals so getragen.“<br />
Leider können wir uns beide nicht an die Farbe des Flieders erinnern und auch das Foto, welches alles ohnehin nur in Schwarzweißtönen zeigt, gibt uns keinen Aufschluss auf die Farbe.<br />
„Vielleicht lila“, sinniere ich. „Möglicherweise aber auch weiß. Es könnte ja auch sein, dass von jeder Sorte ein Bäumchen in Opas Garten stand.“<br />
Meine Mutter zuckt nur mit den Schultern. So ist das eben mit den Erinnerungen, sie sind manchmal einfach nicht vorhanden oder verschwunden.<br />
„Wahrscheinlich war uns die Fliederfarbe nie so wichtig, dass wir sie in unserem Gedächtnis abgespeichert haben“, überlege ich.<br />
„Ein hübsches Sommerkleidchen war das.“<br />
„Das durfte ich immer nur sonntags tragen. Es war aus ganz zartem Stoff und hellblau, daran kann ich mich noch sehr gut erinnern“, plaudere ich munter los. „In der Taille war es bestickt mit kleinen Blüten. Und natürlich hatte es einen Faltenrock, weil du Faltenröcke so sehr magst.“<br />
„Du nicht?“<br />
„Nein, die sind nicht so mein Fall“, gestehe ich meiner Mutter. „Trotzdem habe ich dieses Kleid irgendwie gemocht und gerne angezogen. Da es allerdings ein Sonntagskleid und nur für wirklich warme Tage war, hatte ich sicher nicht so viele Gelegenheiten dazu.“<br />
„Man hat halt damals die Sachen geschont.“<br />
„Ich hatte doch gar keine Schwester, der ich es hätte vererben können“, denke ich leise. „Ich hätte gerne eine gehabt, allerdings habe ich mir immer eine ältere Schwester gewünscht.“<br />
Ich nicke und frage meine Mutter, ob sie noch weiß, dass wir dieses Sommerkleidchen nach meinem Herauswachsen verschenkt haben. Nachdem ich ihr ein paar Schlüsselreize zugeworfen habe, erinnert sie sich genau und weiß auch, was die Mutter des Mädchens damals zu ihr gesagt hat:<br />
„So schöne Sachen hatte ich noch nie für meine Kinder!“<br />
„Weitergeben macht doch Freude, besonders, wenn man merkt, dass es dankbar angenommen wird“, denke ich. „Und Freude haben uns jetzt auch diese kleinen Erinnerungen gemacht.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-5104 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/04/1200px-IMG_E2986-1024x768.jpg" alt="" width="840" height="630" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/04/1200px-IMG_E2986-1024x768.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/04/1200px-IMG_E2986-300x225.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/04/1200px-IMG_E2986-768x576.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/04/1200px-IMG_E2986.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/und-noch-mehr-kindheitserinnerungen/">Und noch mehr Kindheitserinnerungen</a></p>
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		<title>Durch die Lüfte getragen</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/durch-die-luefte-getragen/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/durch-die-luefte-getragen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Sep 2017 16:45:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[fliegt]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Lüfte]]></category>
		<category><![CDATA[Nichts]]></category>
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					<description><![CDATA[Mein Blick schweift umher und in der Ferne erblicke ich dich. Dein Anblick fesselt mich, doch Du entfernst Dich immer mehr. Schicke Dir meine Gedanken, auch meine Träume mit auf die Reise. Ganz still und leise, getragen durch die Lüfte ohne Schranken. Ich ahne es schon, bald wirst du Dich in Nichts auflösen. Ich muss meinen Blick von Dir lösen. Es gibt keine andere Option. Die nächste folgt Dir. Immer mehr steigen auf und am Himmel, ist das reinste Gewimmel. Werden dort zur Freude und schönen Zier. Wende den Blick herab, von wo sie gekommen und entstanden sind. Ein Kind fröhlich springt, jubelnder Ruf aus seinem Mund erklingt. Welche große Freude doch, eine solche zarte Seifenblase kann sein für Groß und Klein. Schau dort oben fliegt eine noch!!! &#160; &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Anton Sommerabschiedsgruß Von der Sonnenuhr zur Poesie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Blick schweift umher<br />
und in der Ferne erblicke ich dich.<br />
Dein Anblick fesselt mich,<br />
doch Du entfernst Dich immer mehr.</p>
<p>Schicke Dir meine Gedanken,<br />
auch meine Träume mit auf die Reise.<br />
Ganz still und leise,<br />
getragen durch die Lüfte ohne Schranken.</p>
<p>Ich ahne es schon,<br />
bald wirst du Dich in Nichts auflösen.<br />
Ich muss meinen Blick von Dir lösen.<br />
Es gibt keine andere Option.</p>
<p>Die nächste folgt Dir.<br />
Immer mehr steigen auf und am Himmel,<br />
ist das reinste Gewimmel.<br />
Werden dort zur Freude und schönen Zier.</p>
<p>Wende den Blick herab,<br />
von wo sie gekommen und entstanden sind.<br />
Ein Kind fröhlich springt,<br />
jubelnder Ruf aus seinem Mund erklingt.</p>
<p>Welche große Freude doch,<br />
eine solche zarte Seifenblase kann sein<br />
für Groß und Klein.<br />
Schau dort oben fliegt eine noch!!!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/anton/">Anton</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/sommerabschiedsgruss/">Sommerabschiedsgruß</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/von-der-sonnenuhr-zur-poesie/">Von der Sonnenuhr zur Poesie</a></p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Muttertagserinnerungen</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/muttertagserinnerungen/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/muttertagserinnerungen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2016 20:45:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was]]></category>
		<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[ich hab dich lieb]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Muttertag]]></category>
		<category><![CDATA[Schnuller]]></category>
		<category><![CDATA[Strauß]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Sonntag, den 8. Mai ist es wieder einmal soweit. Es ist Muttertag. Mir sind neulich einige kleine Geschenke, Fotos, gemalte Bilder, Gedichte und Briefe in die Hand gefallen, die mein Herz damals erfreuten und dies auch noch heute tun. Jede Mutter kennt sie, diese kleinen Aufmerksamkeiten, die einfach nur sagen: &#8222;Ich hab dich lieb!&#8220; Ich erinnere mich noch an meinen ersten Muttertag, an dem ich eigentlich noch gar keine richtige Mutter war. Ich war damals, an diesem zweiten Sonntag im Mai 1989, hochschwanger. Also war ich eine sogenannte werdende Mutter. Mein Mann schenkte mir damals stellvertretend für unser noch ungeborenes Kind einen Rosenstrauß. Wenn Ihr ihn Euch genauer anseht, dann könnt Ihr etwas erkennen. Ja, genau, einen Schnuller. Seltsam, es ist ein rosa Schnuller. Ich habe allerdings ein paar Wochen später einen kleinen Jungen auf die Welt gebracht. Dann hätte eigentlich ein blauer Schnuller in dem Strauß stecken sollen.  Naja, aber erstens hatten sie im Blumenladen nur noch rosa Schnuller da und zweitens wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, ob wir Eltern eines &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Sonntag, den 8. Mai ist es wieder einmal soweit. Es ist Muttertag. Mir sind neulich einige kleine Geschenke, Fotos, gemalte Bilder, Gedichte und Briefe in die Hand gefallen, die mein Herz damals erfreuten und dies auch noch heute tun. Jede Mutter kennt sie, diese kleinen Aufmerksamkeiten, die einfach nur sagen: </strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>&#8222;Ich hab dich lieb!&#8220;</strong></p>
<p><span class="dropcap">I</span>ch erinnere mich noch an meinen ersten Muttertag, an dem ich eigentlich noch gar keine richtige Mutter war. Ich war damals, an diesem zweiten Sonntag im Mai 1989, hochschwanger. Also war ich eine sogenannte werdende Mutter. Mein Mann schenkte mir damals stellvertretend für unser noch ungeborenes Kind einen Rosenstrauß.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3125 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1690-1-e1462566200536-1024x933.jpg" alt="1200px-_DSC1690" width="840" height="765" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1690-1-e1462566200536-1024x933.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1690-1-e1462566200536-300x273.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1690-1-e1462566200536-768x700.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1690-1-e1462566200536.jpg 1172w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Wenn Ihr ihn Euch genauer anseht, dann könnt Ihr etwas erkennen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3123 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-Muttertag-Scannen-1024x698.jpeg" alt="1200px-Muttertag-Scannen" width="840" height="573" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-Muttertag-Scannen-1024x698.jpeg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-Muttertag-Scannen-300x205.jpeg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-Muttertag-Scannen-768x524.jpeg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-Muttertag-Scannen.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Ja, genau, einen Schnuller.</p>
<p>Seltsam, es ist ein rosa Schnuller. Ich habe allerdings ein paar Wochen später einen kleinen Jungen auf die Welt gebracht. Dann hätte eigentlich ein blauer Schnuller in dem Strauß stecken sollen.  Naja, aber erstens hatten sie im Blumenladen nur noch rosa Schnuller da und zweitens wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, ob wir Eltern eines Jungen oder eines Mädchens werden würden. Wir hatten es uns nicht verraten lassen, denn wir wollten uns überraschen lassen.</p>
<p>Trotzdem fand ich es damals schade, dass in dem Strauß kein blauer Schnuller steckte, denn ich war felsenfest der Überzeugung, dass wir einen Jungen bekommen würden. Keine Ahnung, warum ich mir so sicher war. Ich hatte auf dem Ultraschallbild nichts Verräterisches gesehen und auch der Arzt hatte keinerlei Andeutung gemacht. Trotzdem war ich mir sicher.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3127 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1691-Kopie-1024x963.jpg" alt="1200px-_DSC1691 Kopie" width="840" height="790" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1691-Kopie-1024x963.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1691-Kopie-300x282.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1691-Kopie-768x723.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1691-Kopie.jpg 1182w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Wie Ihr seht, war damals alles schon für den kleinen neuen Erdenbürger bereit. Wir hatten die Wand über dem Kinderbettchen  bereits dekoriert und auch das Kinderzimmer war schon eingerichtet. Sogar ein Mobile hatten mein Mann und ich gebastelt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3119 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1701-e1462567285673-928x1024.jpg" alt="1200px-_DSC1701" width="840" height="927" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1701-e1462567285673-928x1024.jpg 928w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1701-e1462567285673-272x300.jpg 272w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1701-e1462567285673-768x848.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1701-e1462567285673.jpg 1197w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Beim nächsten Muttertag hielt ich unseren Sohn schon stolz im Arm. Und wenn ich mich richtig erinnere, war in dem Strauß jetzt sogar ein blauer Schnuller versteckt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-3121 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1705-1-1024x682.jpg" alt="1200px-_DSC1705" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1705-1-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1705-1-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1705-1-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1705-1-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/05/1200px-_DSC1705-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Ich wünsche allen Müttern einen wunderschönen Muttertag und sage auch meiner Mutter:</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>&#8222;Danke, dass es Dich gibt! Ich hab Dich lieb!&#8220;</strong></em></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/das-bin-ich-und-noch-viel-mehr/">Das bin ich &#8230; und noch viel mehr</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/ich-hab-da-eine-kleine-macke/">Ich hab&#8216; da eine kleine Macke</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/meine-mutter-und-die-zugspitze/">Meine Mutter und die Zugspitze</a></p>
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		<title>Große Aufregung in der Villa</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/grosse-aufregung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 May 2016 22:03:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufregung]]></category>
		<category><![CDATA[Fenster]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Leiter]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi]]></category>
		<category><![CDATA[Rauch]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Schreck]]></category>
		<category><![CDATA[Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Villa]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei Herrn und Frau Konfusi und den anderen Bewohnern der Villa ist immer etwas los. Ihnen wird es nie langweilig. Auch heute herrscht in dem Haus wieder große Aufregung, dabei fing der Tag ganz friedlich und vielversprechend an.  Am Morgen ahnte noch niemand etwas von der bevorstehenden großen Aufregung. Die Frühlingssonne scheint zu den Fenstern herein und lockt Herrn und Frau Konfusi zu einem kleinen Spaziergang nach draußen. Gerade sind sie wieder auf dem Heimweg, da fährt ein Feuerwehrauto an ihnen vorbei und biegt in die Straße ein, an deren Ende die Villa steht, in der sie wohnen. „Nanu?! Da muss irgendetwas passiert sein!“, überlegt Frau Konfusi laut und dreht sich reflexartig um. „Du kannst ganz beruhigt sein“, erklärt ihr Professor Konfusi, der den Blick seiner Frau nach hinten wahrgenommen hat. „Dieses Mal wirst du von keinem Känguru verfolgt. So schnell kann Karl, das Känguru nicht mehr aus seinem Gehege entwischen. Sie haben den Zaun nämlich erneuert.“ Frau Konfusi geht nicht auf das Gesagte ein, sondern überlegt krampfhaft, was sich denn wohl Schlimmes in der &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bei Herrn und Frau Konfusi und den anderen Bewohnern der Villa ist immer etwas los. Ihnen wird es nie langweilig. Auch heute herrscht in dem Haus wieder große Aufregung, dabei fing der Tag ganz friedlich und vielversprechend an.  Am Morgen ahnte noch niemand etwas von der bevorstehenden großen Aufregung.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>ie Frühlingssonne scheint zu den Fenstern herein und lockt Herrn und Frau Konfusi zu einem kleinen Spaziergang nach draußen. Gerade sind sie wieder auf dem Heimweg, da fährt ein Feuerwehrauto an ihnen vorbei und biegt in die Straße ein, an deren Ende die Villa steht, in der sie wohnen.<br />
„Nanu?! Da muss irgendetwas passiert sein!“, überlegt Frau Konfusi laut und dreht sich reflexartig um.<br />
„Du kannst ganz beruhigt sein“, erklärt ihr Professor Konfusi, der den Blick seiner Frau nach hinten wahrgenommen hat. „Dieses Mal wirst du von keinem Känguru verfolgt. So schnell kann Karl, das Känguru nicht mehr aus seinem Gehege entwischen. Sie haben den Zaun nämlich erneuert.“<br />
Frau Konfusi geht nicht auf das Gesagte ein, sondern überlegt krampfhaft, was sich denn wohl Schlimmes in der Straße ereignet haben könnte.<br />
„Ich werde doch nicht den Herd angelassen haben“, kommt es ihr plötzlich in den Sinn. „Vielleicht brennt es in unserer Wohnung.“<br />
„Dann würden wir doch Rauch sehen“, versucht sie ihr Mann zu beruhigen. „Wahrscheinlich fahren sie nur durch die Straße, weil sie eine Abkürzung nehmen wollen.“<br />
Doch gerade als er dies sagt, biegen sie selbst in die Straße ein und er erkennt, dass das Feuerwehrauto tatsächlich direkt vor der Villa anhält. Ihm wird es inzwischen auch etwas sonderbar in der Magengegend. Wortlos und beschleunigenden Schrittes marschieren die Beiden weiter. Ein wenig atemlos und mit klopfenden Herzen erreichen sie die Villa.<br />
„Schau doch nur, sie haben die Leiter ausgefahren!“, ruft Frau Konfusi erschrocken aus. „Ganz nach oben. Dort, wo das junge Pärchen wohnt, das erst kürzlich in die ausgebaute Dachgeschosswohnung eingezogen ist. Wie heißen sie nochmal?“<br />
„Frau Sommer und Herr Herbst.“<br />
„Stimmt! Frau Sommer steht am Wohnzimmerfenster, winkt ganz aufgeregt und deutet zu dem kleineren Nachbarfenster“, kommentiert Frau Konfusi das, was sich gerade vor ihren Augen abspielt. „Jetzt rennt sie wieder weg und der Feuerwehrmann öffnet das angekippte Nachbarfenster und klettert hinein. Es müsste das Fenster vom Wohnungsflur sein, wenn mich nicht alles täuscht.“<br />
„Ich glaube nicht, dass es brennt. Da scheint etwas anderes passiert zu sein“, sagt Professor Konfusi sichtlich nervöser als noch vor ein paar Minuten.<br />
Mittlerweile steckt der Feuerwehrmann seinen Kopf von innen nach außen durch das Fenster und signalisiert seinen Kameraden, dass sie die Leiter wieder einziehen sollen.<br />
Jetzt kommt auch Oma Schmidt über den Hof geschlurft und gesellt sich zu Herrn und Frau Konfusi. Auch sie weiß nicht, was hier eigentlich los ist, denn sie ist gerade aus ihrem Mittagsschläfchen erwacht. Marco ist noch in der Schule, seine Eltern und auch Herr Herbst sind arbeiten. Da das kleine Grüppchen die Feuerwehrleute nicht stören will, stellen sie sich alle in eine Hofecke, beobachten das Geschehen und warten ab.<br />
Endlich kommt Frau Sommer durch die Eingangstür aus dem Haus, gefolgt von dem Feuerwehrmann, der ein etwa zweijähriges kleines Mädchen auf dem Arm hält. Die Kleine weint herzerbarmend und streckt die Ärmchen nach Frau Sommer aus.<br />
„Ich glaube, es ist besser, wenn Sie sie erst einmal beruhigen“, meint der Feuerwehrmann und reicht das Kind der jungen Frau.<br />
„Du brauchst nicht weinen. Es ist doch alles gut gegangen, aber das darfst du nicht noch einmal machen!“, erklärt Frau Sommer dem Mädchen, das sich tränenüberströmt an sie schmiegt. „Schau mal auf dieser großen Leiter ist der Feuerwehrmann hochgeklettert und hat uns gerettet.“<br />
„Geht es Ihnen und der Kleinen gut?“, erkundigt sich Professor Konfusi. „Können wir Ihnen irgendwie helfen?“<br />
„Was ist überhaupt passiert?“, fragt Frau Konfusi und Oma Schmidt streichelt den Rücken des Mädchens behutsam.<br />
„Ach“, erzählt Frau Sommer, „ich habe meine kleine Nichte in unser Bett gelegt, damit sie ihren Mittagsschlaf machen kann.“<br />
„Ja, ja, so ein kleines Mädchen muss seine Ordnung haben und mittags noch schlafen. Ich übrigens auch!“, sagt Oma Schmidt und streichelt die Kleine weiter.<br />
„Ich bin dann ins Wohnzimmer gegangen und habe über Kopfhörer Musik gehört. Aber vorher habe ich sicherheitshalber noch die Wohnungstür abgesperrt. Nur für den Fall, dass die Kleine wach wird, mich sucht und ich sie nicht höre. Man weiß ja nie, was so kleinen Kindern alles einfällt. Man hat ja schon gelesen, dass sie einfach auf die Straße laufen.“<br />
Die junge Frau ist immer noch total aufgeregt.<br />
„Wie hätte ich das denn meiner Schwester erklären sollen?! Ich darf mir das gar nicht erst ausmalen.“<br />
„Aber was ist denn überhaupt passiert? Warum ist die Feuerwehr hier?“<br />
Alle sehen die junge Frau gespannt an, denn bisher ist ihnen der Feuerwehreinsatz noch ein Rätsel.<br />
„Marlis, meine Nichte, ist tatsächlich aufgewacht und aufgestanden. Sie hat das Schlafzimmer vom Flur aus abgesperrt und ist dann zur Wohnzimmertür gegangen und hat von außen den Schlüssel rumgedreht. Als ich es gemerkt habe, hatte sie mich schon eingesperrt. Jetzt saß ich im Wohnzimmer fest und die Kleine im Flur. Sie hat nach mir gerufen und zuerst habe ich versucht ihr zu erklären, dass sie den Schlüssel wieder umdrehen muss, um aufzuschließen. Das hat sie aber nicht mehr geschafft. Sie hat Angst bekommen und hat sich in eine Ecke gesetzt und geweint.“<br />
„Ach, du meine Güte!“, entfährt es Frau Konfusi und Oma Schmidt gleichzeitig.<br />
„Dann haben Sie also die Feuerwehr alarmiert“, stellt Professor Konfusi sachlich fest.<br />
„Ja, was hätte ich denn sonst tun sollen? Ich hatte zum Glück das Telefon im Wohnzimmer liegen, aber ich hatte keine Nummer von einem Schlüsseldienst. Die Notrufnummer von Polizei und Feuerwehr hat man allerdings immer im Kopf.“<br />
„Das haben Sie ganz richtig gemacht, junge Frau.“, erklärt der Feuerwehrmann und verabschiedet sich.<br />
„Ich mache Ihnen einen Vorschlag“, sagt Professor Konfusi. „Alle hier im Haus haben mir einen Zweitschlüssel gegeben, nur für den Fall der Fälle. Wenn Sie möchten, dann können Sie das auch tun. Und speichern Sie sich noch meine Nummer im Telefon ein. Dann brauchen wir das nächste Mal keinen Feuerwehreinsatz mehr, sondern ich komme einfach mit dem Zweitschlüssel die Treppe hoch gelaufen und errette Sie.“<br />
Dankbar und erschöpft, nickt die junge Frau. Verstohlen wischt sie sich eine Träne weg.<br />
„Aber jetzt mache ich der kleinen Marlis erst einmal einen schönen warmen Kakao“, schlägt Frau Konfusi vor und reicht dem Mädchen die Hand. „Komm mit, Marlis, die heiße Schokolade wird dir guttun. Magst du auch Kekse?“, fragt sie das kleine Mädchen, das begeistert nickt. „Für uns Erwachsene habe ich übrigens noch einen Mirabellenlikör und einen Eierlikör im Schrank stehen. Damit können wir den Schreck hinunterspülen.“</p>
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		<title>Danke lieber Schutzengel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2015 23:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[danke]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzengel]]></category>
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					<description><![CDATA[Jakob ist sehr gerne bei seinen Großeltern. In den Ferien oder an manchen Wochenenden darf er auch bei Oma und Opa schlafen. Darauf freut sich Jakob immer ganz besonders. Über Jakobs Bett bei den Großeltern hängt ein schönes altes Bild, ein Schutzengelbild. Eines abends fragt Jakob: “Omi, wie alt ist dieses Bild? Und was ist eigentlich ein Schutzengel?” “Naja, dieses Bild ist sicher schon bald hundert Jahre alt. Es war schon über meinem Bett, als ich so alt war wie du. Es ist für mich sehr wertvoll. Und nun zu deiner nächsten Frage: Was ist ein Schutzengel? Schutzengel sind Helfer, Boten Gottes. Jeder Mensch hat einen Schutzengel. Man kann sie nicht sehen, aber manchmal spürt man, dass sie uns beschützt haben. Und manchmal wird auch einer unserer Mitmenschen zu unserem Schutzengel.“ “Letzten Urlaub hatte ich auch einen Schutzengel“, sagt jetzt Jakob ganz ernst. Mama, Papa und ich waren im Meer schwimmen, dort wo es ganz tief ist. Plötzlich habe ich im Fuß einen Krampf bekommen und konnte nicht mehr schwimmen. Ich habe ganz laut nach Mama &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jakob ist sehr gerne bei seinen Großeltern. In den Ferien oder an manchen Wochenenden darf er auch bei Oma und Opa schlafen. Darauf freut sich Jakob immer ganz besonders. Über Jakobs Bett bei den Großeltern hängt ein schönes altes Bild, ein Schutzengelbild.</strong><br />
<strong>Eines abends fragt Jakob: “Omi, wie alt ist dieses Bild? Und was ist eigentlich ein Schutzengel?”</strong><br />
<strong>“Naja, dieses Bild ist sicher schon bald hundert Jahre alt. Es war schon über meinem Bett, als ich so alt war wie du. Es ist für mich sehr wertvoll.</strong><br />
<strong>Und nun zu deiner nächsten Frage: Was ist ein Schutzengel?</strong><br />
<span class="dropcap">S</span>chutzengel sind Helfer, Boten Gottes. Jeder Mensch hat einen Schutzengel. Man kann sie nicht sehen, aber manchmal spürt man, dass sie uns beschützt haben. Und manchmal wird auch einer unserer Mitmenschen zu unserem Schutzengel.“<br />
“Letzten Urlaub hatte ich auch einen Schutzengel“, sagt jetzt Jakob ganz ernst. Mama, Papa und ich waren im Meer schwimmen, dort wo es ganz tief ist. Plötzlich habe ich im Fuß einen Krampf bekommen und konnte nicht mehr schwimmen. Ich habe ganz laut nach Mama gerufen. Sie ist schnell zu mir geschwommen, hat mich gepackt und hat mich über Wasser gehalten, bis wir den Strand erreicht haben.”<br />
“Da war deine Mama dein Schutzengel!”, sagt Oma. “Ja, manchmal können auch Menschen füreinander Schutzengel sein.” …<br />
So sollte eigentlich meine Geschichte über Schutzengel beginnen, doch dann passierte etwas, das es nicht zulässt eine erfundene Geschichte zu schreiben:<br />
Ich begleitete meinen Mann nach Magdeburg zu einer Tagung. Selbstverständlich wollte ich diese Stadt näher kennenlernen.<br />
„Ich werde mit einem Doppeldeckerbus heute eine Stadtrundfahrt machen“, verkündete ich meinem Peter am Morgen.<br />
„Prima“, meinte er, „dann treffen wir uns nach meiner Tagung im Hotel und gehen anschließend gemeinsam zu der geplanten Abendveranstaltung.“<br />
Also machte ich mich auf den Weg und saß zwei Stunden später in dem besagten Doppeldecker, lauschte den Ausführungen und Erklärungen des überaus kompetenten Reiseführers und bestaunte die Sehenswürdigkeiten.<br />
„Wenn Sie jetzt bitte ihren Blick nach links wenden, dann sehen sie dort am Rande der Grünanlage eine Mädchenfigur aus Bronze.“<br />
Tatsächlich, ich sah sie und in der Hand hielt das Mädchen einen Tulpenstrauß. Kaum hatte ich die Figur ausfindig gemacht, wurden wir aufgefordert zur rechten Straßenseite zu blicken. Dort stand ein mehrstöckiges Gebäude. Das, was der Reiseführer dann erzählte, hörte sich an wie eine erfundene Geschichte, fast wie ein Märchen. Diese Begebenheit, die uns hier geschildert wurde, ereignete sich am 13. März 1969 in dem Haus auf der, dem Denkmal gegenüberliegenden Straßenseite.<br />
Ich weiß nicht mehr, ob es mehr als drei oder vier Sätze waren, in denen der Reiseführer uns die Geschehnisse dieses besagten Tages schilderte, um dann zur nächsten Sehenswürdigkeit überzugehen. Diese Sätze berührten mich allerdings derartig, dass ich am Abend meinem Mann davon erzählte und ihn bat:<br />
„Lass uns bitte morgen unbedingt dort noch einmal hinfahren. Ich möchte mir diese Bronzefigur genauer anschauen.“<br />
So standen wir dann auch heute Nachmittag davor und lasen die Inschrift, um uns dann mit unseren Blicken an die Fenster des fünften Stockwerkes des Hauses auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu heften.<br />
„Das kann doch gar nicht sein“, sagte ich immer wieder. Das Mädchen muss nicht nur einen Schutzengel gehabt haben. Das grenzt doch fast schon an ein Wunder.“<br />
„Komm, wir gehen einmal rüber!“, forderte mich mein Mann auf.<br />
„An dem Haus ist aber keine Plakette und auch kein Hinweis auf das Geschehen angebracht“, erklärte ich meinem Peter. „Das habe ich gelesen.“<br />
Trotzdem stellten wir uns vor das Haus und fotografierten gerade das Haus von unten nach oben in den Himmel, um die Höhe des Gebäudes in irgendeiner Art und Weise festzuhalten. Immer wieder unterhielten wir uns über das Unfassbare, als plötzlich ein Mann neben uns auftauchte und uns ansprach:<br />
„Möchten Sie von dem Fenster, aus dem die vierjährige Katharina Lehmann herausgefallen ist, ein Foto von der Bronzefigur gegenüber machen?“<br />
Ich schaute den Mann mit großen Augen an. Er erkannte meine Verwunderung und erklärte uns:<br />
„Die Familie Lehmann wohnte bis 2010 noch in der Wohnung. Dann kamen die beiden Eheleute in ein Altersheim in Berlin. Ich wohne seit 2010 in ihrer ehemaligen Wohnung und die Tochter Katharina lebt ebenfalls mit ihrem Mann in Berlin, der übrigens ein ehemaliger Studienkollege von mir war.“<br />
Jetzt kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir folgten dem freundlichen Herrn in seine Wohnung und riskierten einen Blick aus dem besagten Fenster im fünften Stock in die Tiefe.<br />
„Hat sich das alles tatsächlich so abgespielt, wie man es sich erzählt?“, fragte ich ihn.<br />
„Ja, so habe ich es auch berichtet bekommen: Es war am 13. März 1969. Die kleine Katharina war alleine im Wohnzimmer. Sie öffnete das Fenster und stieg auf die Heizung hier unter dem Fensterbrett. Aus irgendeinem Grund verlor sie ihren Schuh, der nach draußen fiel. Sie wollte ihn noch vor dem Herunterfallen schnell ergreifen. Dabei passierte das Schreckliche. Katharina verlor das Gleichgewicht und konnte sich gerade noch am Fensterbrett mit ihren kleinen Händchen festhalten. So hing sie außen an der Hauswand.<br />
Der 28jährige sowjetische Major Igor Alexejewitch Belikow kam auf der gegenüberliegenden Straßenseite vorbei, sah das Mädchen, erkannte die Gefahr und zögerte keinen Moment. Er eilte über die Straße und breitete seinen Mantel wie ein Sprungtuch zwischen seinen beiden Armen aus. Dies geschah gerade noch rechtzeitig, denn Katharina hatte nicht die Kraft sich am Fensterbrett festzuhalten und stürzte in die Tiefe. Der junge sowjetische Major fing in seinem Mantel das herabstürzende Mädchen auf. Der kleinen Katharina ist nichts passiert. Sie hat diesen Sturz aus 22 Metern Höhe unbeschadet überlebt.“<br />
Ich warf noch einmal einen Blick aus dem Fenster und konnte dieses Wunder immer noch nicht fassen.<br />
„Sie muss wohl sehr viele Schutzengel gehabt haben. Und der wichtigste dabei war der Major“, sagte ich.<br />
„Er setzte wohl das kleine Mädchen heil auf dem Bürgersteig ab und wollte weiter gehen, doch man hielt ihn auf&#8220;, berichtete uns der nette Herr weiter. &#8222;Man erzählte mir, dass er durch die Wucht des Auffangens des kleinen Körpers beide Arme gebrochen hatte. Für seine Heldentat hat man ihn zum Ehrenbürger der Stadt Magdeburg ernannt. Er ist in diesem Frühjahr im Rang eines Oberst verstorben.“<br />
Wir unterhielten uns noch einen Moment mit dem freundlichen Herrn, dann bedankten und verabschiedeten wir uns. Bevor wir in den Aufzug einstiegen, warf ich noch einen Blick den Treppenaufgang hinunter und hier wird mir die extreme Höhe dieses Stockwerkes noch einmal bewusst, aber auch welches Wunder sich hier ereignet hat.<br />
Ich glaube an Schutzengel und dieser Glaube hat sich durch dieses unglaubliche, aber wahre Ereignis vor 46 Jahren nur noch mehr verstärkt. Ich bin froh, dass es diese Schutzengel gibt, egal ob in menschlicher oder göttlicher Erscheinung.</p>
<p style="text-align: center;">Danke lieber Schutzengel</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06403.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1969 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06403-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC06403" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06403-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06403-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06403-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06403.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Die Inschrift lautet:</p>
<p style="text-align: left;">Hauptmann der Sowjetarmee Igor Alexejewitch Belikow fing die aus dem V stock fallende 4jährige Katharina Lehmann in seinem Mantel auf.</p>
<p style="text-align: left;">Geschehen am 13 III 69 W. Pieck Allee 24</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-1200px-Major.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1972 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-1200px-Major-1024x682.jpg" alt="1200px-1200px-Major" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-1200px-Major-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-1200px-Major-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-1200px-Major-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-1200px-Major.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06419.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1970 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06419-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC06419" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06419-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06419-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06419-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06419.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06405.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1973 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06405-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC06405" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06405-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06405-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06405-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06405.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Auf der Rückseite ist der Mantel abgebildet.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06424.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1971 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06424-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC06424" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06424-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06424-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06424-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06424.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Der Blick auf das Haus verdeutlicht die Fallhöhe von 22 Metern. Es handelt sich um das erste Fenster rechts neben dem vorgebauten Eingangsbereich im 5. Stockwerk (siehe oberstes Fenster innerhalb des Schattens und unterhalb des gelben Bereichs).</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06423.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1974 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06423-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC06423" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06423-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06423-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06423-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06423.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Das Fenster aus dem die Vierjährige fiel.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06448.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1975 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06448-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC06448" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06448-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06448-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06448-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06448.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Der Blick aus dem Fenster des 5. Stockwerkes verdeutlicht die Höhe.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06452.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1976 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06452-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC06452" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06452-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06452-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06452-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06452.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Der Blick aus dem Fenster auf das Bronzemädchen und die Gedenktafel</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06442.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1977 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06442-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC06442" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06442-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06442-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06442-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06442.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Auch im Treppenhaus wird die enorme Höhe ersichtlich.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06461.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1978 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06461-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC06461" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06461-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06461-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06461-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06461.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Zum Schluss noch ein letzter Blick nach oben zu dem Fenster.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06467.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1979 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06467-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC06467" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06467-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06467-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06467-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/10/1200px-DSC06467.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
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		<title>Unser persönliches Spiel mit dem Gedächtnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2015 22:13:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsener]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>
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		<category><![CDATA[Memory]]></category>
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					<description><![CDATA[In unserem Gedächtnis sind Informationen der verschiedensten Art abgespeichert. Wir unterscheiden zwischen Kurzeit- und Langzeitgedächtnis und sprechen sogar noch vom Ultrakurzzeitgedächtnis. Diese Einteilung betrifft die Dauer der jeweiligen abgespeicherten Information, denn nicht alles wird für immer und ewig benötigt. Unsere Speicher sollen nicht mit unnötigen Informationen überfüllt sein, deshalb ist u. a. auch das Vergessen ganz wichtig. Die „Grundlage bewusster Informationsverarbeitung ist das Kurzzeitgedächtnis (in einigen Modellen auch Arbeitsgedächtnis). Das Kurzzeitgedächtnis ist ein Speicher, der eine eng begrenzte Menge von Information in einem unmittelbar verfügbaren Zustand bereithält.&#8220;* Und hierum geht es heute an dieser Stelle. Das Gedächtnis will auch trainiert werden und das von Anfang an. Schon Neugeborene erkennen den Herzschlag der eigenen Mutter wieder, denn sie haben ihn schließlich im Mutterleib gehört. Für Kinder, aber auch für Erwachsene gibt es verschiedene Arten des Gedächtnistrainings und Gedächtnisübungen. Neulich erst habe ich mit meiner Mutter ein Spiel gespielt, das ich mit unserem Sohn auch im Kindesalter relativ häufig gespielt habe Memory. Allerdings habe ich beim Spiel mit meiner Mutter nicht das typische Memory von Ravensburg benutzt, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In unserem Gedächtnis sind Informationen der verschiedensten Art abgespeichert. Wir unterscheiden zwischen Kurzeit- und Langzeitgedächtnis und sprechen sogar noch vom Ultrakurzzeitgedächtnis. Diese Einteilung betrifft die Dauer der jeweiligen abgespeicherten Information, denn nicht alles wird für immer und ewig benötigt. Unsere Speicher sollen nicht mit unnötigen Informationen überfüllt sein, deshalb ist u. a. auch das Vergessen ganz wichtig.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>ie „Grundlage bewusster Informationsverarbeitung ist das Kurzzeitgedächtnis (in einigen Modellen auch Arbeitsgedächtnis). Das Kurzzeitgedächtnis ist ein Speicher, der eine eng begrenzte Menge von Information in einem unmittelbar verfügbaren Zustand bereithält.&#8220;* Und hierum geht es heute an dieser Stelle.<br />
Das Gedächtnis will auch trainiert werden und das von Anfang an. Schon Neugeborene erkennen den Herzschlag der eigenen Mutter wieder, denn sie haben ihn schließlich im Mutterleib gehört. Für Kinder, aber auch für Erwachsene gibt es verschiedene Arten des Gedächtnistrainings und Gedächtnisübungen. Neulich erst habe ich mit meiner Mutter ein Spiel gespielt, das ich mit unserem Sohn auch im Kindesalter relativ häufig gespielt habe Memory.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-MemorykartenJPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-674 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-MemorykartenJPG-1024x682.jpg" alt="1200px-MemorykartenJPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-MemorykartenJPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-MemorykartenJPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-MemorykartenJPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-MemorykartenJPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Allerdings habe ich beim Spiel mit meiner Mutter nicht das typische Memory von Ravensburg benutzt, sondern ein selbst gestaltetes Memory mit Motiven aus unserem Garten.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pflanzen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-675 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pflanzen-1024x682.jpg" alt="1200px-Pflanzen" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pflanzen-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pflanzen-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pflanzen-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Pflanzen.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Hierbei sind nicht nur Pflanzen abgebildet,</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Blume-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-676 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Blume-1-1024x682.jpg" alt="1200px-Blume 1" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Blume-1-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Blume-1-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Blume-1-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Blume-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Blume-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-677 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Blume-2-1024x682.jpg" alt="1200px-Blume 2" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Blume-2-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Blume-2-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Blume-2-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Blume-2.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Wein-.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-678 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Wein--1024x682.jpg" alt="1200px-Wein" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Wein--1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Wein--300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Wein--840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Wein-.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>sondern auch Tiere,</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Lottchen-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-679 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Lottchen-1-1024x682.jpg" alt="1200px-Lottchen 1" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Lottchen-1-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Lottchen-1-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Lottchen-1-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Lottchen-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Tier1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-680 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Tier1-1024x682.jpg" alt="1200px-Tier1" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Tier1-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Tier1-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Tier1-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Tier1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Gegenstände,</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation1-Gegenstände.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1600 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation1-Gegenstände-1024x682.jpg" alt="1200px-Situation1: Gegenstände" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation1-Gegenstände-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation1-Gegenstände-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation1-Gegenstände-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation1-Gegenstände.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Situationsaufnahmen,</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-683 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation-2-1024x682.jpg" alt="1200px-Situation 2" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation-2-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation-2-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation-2-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation-2.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation-3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-684 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation-3-1024x682.jpg" alt="1200px-Situation 3" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation-3-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation-3-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation-3-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Situation-3.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>lauschige Plätzchen,</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1601 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-1-1024x682.jpg" alt="1200px-lauschige Plaetze 1" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-1-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-1-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-1-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1602 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-3-1024x682.jpg" alt="1200px-lauschige Plaetze 3" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-3-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-3-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-3-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-3.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1603 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-2-1024x682.jpg" alt="1200px-lauschige Plaetze 2" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-2-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-2-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-2-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-lauschige-Plaetze-2.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>diverse Figuren</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Figur-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-693 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Figur-1-1024x682.jpg" alt="1200px-Figur 1" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Figur-1-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Figur-1-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Figur-1-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Figur-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-figur-3-.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-694 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-figur-3--1024x682.jpg" alt="1200px-figur 3" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-figur-3--1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-figur-3--300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-figur-3--840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-figur-3-.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Figur2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-695 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Figur2-1024x682.jpg" alt="1200px-Figur2" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Figur2-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Figur2-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Figur2-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Figur2.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motiv-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-689 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motiv-2-1024x682.jpg" alt="1200px-Motiv 2" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motiv-2-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motiv-2-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motiv-2-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motiv-2.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>oder andere Motive, die sich mir in unserem Garten geboten haben.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motiv-3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-691 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motiv-3-1024x682.jpg" alt="1200px-Motiv 3" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motiv-3-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motiv-3-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motiv-3-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motiv-3.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motive1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-692 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motive1-1024x682.jpg" alt="1200px-Motive1" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motive1-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motive1-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motive1-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Motive1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Dieses persönliche Memoryspiel (von dem ich an dieser Stelle nur einige Beispiele gezeigt habe) wurde aus meinen eigenen Fotoaufnahmen gestaltet. Ich habe es meinem Mann vor ein paar Jahren zum Geburtstag geschenkt.</p>
<p>Erst neulich habe ich einfach mal nachgeforscht, welche Informationen es zu diesem bekannten Spiel gibt. So stieß ich auf die Namen Heinrich Hurter und William Hurter. Der Schweizer Heinrich Hurter reiste einst nach London und brachte von dort seinen Enkeln ein Geschenk mit. Er hatte aus Zeitschriften Bildchen ausgeschnitten und diese auf Pappkärtchen aufgeklebt. „Hurters Kinder mochten das Spiel und die englischen Freunde tauften es rasch „memory-game“. Sein Sohn William Hurter, ein Schweizer Diplomat, stellte das Spiel dann dem Ravensburger Spieleverlag – damals noch Otto Maier Verlag – vor. Dort erkannte man das Potential der simplen aber faszinierenden Pärchensuche: Das erste offizielle Memory präsentierte der Verlag im Frühjahr 1959 auf der Nürnberger Spielwarenmesse. Ab dem 15. April 1959 erschien es im Handel und kostete 4,80 DM.“**<br />
Noch heute ist dieses Pärchensuchspiel überaus beliebt und wird in allen Herren Ländern (über 80 Länder) mit Begeisterung von jung und alt gespielt.<br />
Bis heute verkaufte sich dieses Spiel „75 Millionen Mal. Alle Kärtchen aneinander gelegt würden acht Mal den Erdball umrunden!“***</p>
<p>Dieses Spiel macht einfach nur Spaß. Spielen Erwachsene und Kinder gemeinsam, so sind es meist sogar die Kinder, die dieses Spiel gewinnen. Man könnte denken, dies liege daran, dass die Erwachsenen sich zu Gunsten der Kinder absichtlich zurückhalten. Weit gefehlt!<br />
Die Psychologieprofessorin Susanne Wilpers von der Hochschule in Heilbronn hat sich intensiv mit diesem Phänomen beschäftigt und einige überraschende Fakten geliefert. So sind die Gehirnzellen von Kindern mit 200 Billionen Synapsen um das Doppelte besser vernetzt als die der Erwachsenen. „Mit dieser ungebändigten Rechenkapazität erfassen Kinder sämtliche Details der Kärtchen und deren Position. Doch mit jedem Jahr schmilzt der Vorteil beim Memory dahin: Ab der Pubertät nimmt die Zahl der Synapsen deutlich ab nicht weil wir dümmer, sondern weil wir klüger werden, erklärt Wilpers. Mit dem Lernen weiß das Gehirn immer besser, auf welcher Synapsen-Autobahn es am schnellsten vorankommt und nutzt mit der Zeit weniger Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Nicht gebrauchte Synapsen baut das Hirn ab. Aber die sind nötig, um mit der vollen mentalen Kraft die Kartenpaare beim Memory zu finden.“****<br />
Also mal ran an die Kärtchen und fleißig üben, damit wir Erwachsenen zumindest mit den Kindern einigermaßen mithalten können.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Memorykarten-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-696 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Memorykarten-2-1024x682.jpg" alt="1200px Memorykarten 2" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Memorykarten-2-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Memorykarten-2-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Memorykarten-2-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Memorykarten-2.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* aus: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gedächtnis">http://de.wikipedia.org/wiki/Gedächtnis</a></p>
<p>** aus: http://www.gofeminin.de/familie/memory-spielen-d6655c140388.html (Stand 29.4.15)</p>
<p><a href="http://www.gofeminin.de/familie/memory-spielen-d6655c140388.html">memory</a></p>
<p>*** aus: http://www.gofeminin.de/familie/memory-spielen-d6655x30486.html (Stand 29.4.15)</p>
<p><a href="http://www.gofeminin.de/familie/memory-spielen-d6655x30486.html">memory</a></p>
<p>****aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Memory_(Spiel) /Stand 29.4.15<br />
<a href="http://www.gofeminin.de/familie/memory-spielen-d6655x30486.html (Stand 29.4.15)">memory</a></p>
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		<title>Kindheitserinnerungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2014 11:32:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich neulich meiner Mutter erzählte, dass wir mit Freunden auf einem Oktoberfest gewesen waren, zeigte sie mir ein wunderschönes kleines Dirndl. Es war mein Dirndl, das ich als Kleinkind getragen hatte. Auf einmal begann ich mein Gedächtnis nach Kindheitserinnerungen zu durchforsten. Und das ist dabei herausgekommen: Kein Kind mag das Haarewaschen besonders gern, aber heutzutage ist es nur halb so schlimm wie früher. Schon allein die Tatsache, das Wasser über den Kopf laufen zu lassen, ist nicht jedermanns Sache. Außerdem kann es zu dem unerwünschten Nebeneffekt kommen, dass Shampoo in die Augen gerät. Als ich noch ein kleines Kind war, hatte ich sehr lange Haare und somit war auch noch das Auskämmen nach dem Waschen eine Qual. Spülungen, die die Haare leichter kämmbar machten, gab es damals noch nicht. Es ziepte und zog an den Haaren. Ich schrie aus Leibeskräften: „Hilfe, Hilfe!“ Meine liebevolle Mutter war zwar sehr vorsichtig und versuchte mich auch zu beruhigen, aber leider vergeblich. Das hatte zur Folge, dass unsere damalige Vermieterin an der Wohnungstür klopfte: „Was machen Sie denn &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als ich neulich meiner Mutter erzählte, dass wir mit Freunden auf einem Oktoberfest gewesen waren, zeigte sie mir ein wunderschönes kleines Dirndl. Es war mein Dirndl, das ich als Kleinkind getragen hatte. Auf einmal begann ich mein Gedächtnis nach Kindheitserinnerungen zu durchforsten. Und das ist dabei herausgekommen:</strong></p>
<p><span class="dropcap">K</span>ein Kind mag das Haarewaschen besonders gern, aber heutzutage ist es nur halb so schlimm wie früher. Schon allein die Tatsache, das Wasser über den Kopf laufen zu lassen, ist nicht jedermanns Sache. Außerdem kann es zu dem unerwünschten Nebeneffekt kommen, dass Shampoo in die Augen gerät. Als ich noch ein kleines Kind war, hatte ich sehr lange Haare und somit war auch noch das Auskämmen nach dem Waschen eine Qual. Spülungen, die die Haare leichter kämmbar machten, gab es damals noch nicht. Es ziepte und zog an den Haaren. Ich schrie aus Leibeskräften: „Hilfe, Hilfe!“ Meine liebevolle Mutter war zwar sehr vorsichtig und versuchte mich auch zu beruhigen, aber leider vergeblich. Das hatte zur Folge, dass unsere damalige Vermieterin an der Wohnungstür klopfte:<br />
„Was machen Sie denn mit Ihrem Kind?“ fragte sie meine Mutter.<br />
„Ach“, meinte diese, „kommen Sie ruhig herein! Ich wasche meiner Tochter nur die Haare und das kann sie nicht leiden!“ Die Vermieterin sah mich mit meinen nassen und verzausten Haaren und lächelte:<br />
„Ja, ja das zieht ganz schön! Aber da bin ich beruhigt, dass alles in Ordnung ist!“</p>
<p><span class="dropcap">I</span>ch kann mich noch genau erinnern als mein Grundschullehrer uns Zweitklässler fragte:<br />
“Na, was habt ihr in den Sommerferien denn so gemacht? Erzählt doch mal!“ Sofort schnellte mein Finger in die Höhe, denn auch ich wollte von meinen Ferienerlebnissen erzählen. Irgendwann war es dann auch soweit, mein Lehrer forderte mich auf: „So, Astrid dann erzähle mal!“<br />
„Wir sind nach Rottach &#8211; Egern gefahren, das ist 600 Kilometer entfernt und liegt in der Nähe von München.“<br />
Vor inzwischen mehr als 40 Jahren war dies nahezu eine Weltreise und es würde mich nicht wundern, wenn ich eines der wenigen Kinder war, die damals schon so weit weg gereist waren.<br />
Interessiert fragte mein Lehrer auch weiter: „Was habt ihr denn dort gemacht?“<br />
„Wir haben dort die Tante meines Vaters und seine Oma besucht. Das ist nämlich meine Omaur“, berichtete ich stolz.<br />
„Astrid, das heißt ‚Uroma‘“, berichtigte mich der Lehrer.<br />
„Nein“, erklärte ich ihm inbrünstig, „das ist meine Omaur!“<br />
Das war sie und das bleib sie für mich zeitlebens. Auch wenn ich heute an meine Urgroßmutter zurückdenke, die mit ihren fast neunzig Jahren noch mit mir Federball gespielt hat, dann denke ich liebevoll an meine „Omaur“.</p>
<p>„<span class="dropcap">N</span>ein, ich esse meine Suppe nicht!“<br />
Diesen Satz des Suppenkaspers kennt wohl jeder aus dem Struwwelpeter. Ich war auch so ein kleiner Suppenkasper, denn ich kann mich genauestens erinnern, wenn meine Mutter ihre Lieblingssuppe auftischte. „Die schmeckt echt lecker!“, versuchte sie mir die Gemüsesuppe im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft zu machen. Ich versuchte auch artig meinen ohnehin nur halb vollen Teller zu leeren, was allerdings für mich unmöglich war. Ich konnte alle Zutaten in dieser Suppe sehen und genau dies ließ sich meinen Magen schon beim Anblick derselben umdrehen. Meine Mutter befürchtete schon, dass ich die drei oder vier mühsam und mit geschlossenen Augen in mich hinein beförderten halb gefüllten Löffel wieder von mir geben würde. Sie war meist auch mit ihren Überredungskünsten am Ende und kochte mir einen Grießbrei. Dann allerdings kam sie auf einen anderen Trick: Sie pürierte einfach die Zutaten und machte daraus eine Cremesuppe und siehe da, Klein-Astrid aß ohne zu murren ihren ganzen Teller Suppe auf und es schmeckte sogar. Bis zum heutigen Tag gibt es bei uns nur pürierte Suppen, denn auch unser Sohn ist ein solcher Suppenkasper.</p>
<p><span class="dropcap">D</span>en Reim vom Teddybär beim Seilspringen kennt bestimmt noch jeder, denn eigentlich wird er von Generation zu Generation mündlich überliefert:</p>
<p>„Teddybär, Teddybär dreh dich um!<br />
Teddybär, Teddybär mach dich krumm!<br />
Teddybär, Teddybär heb ein Bein….“<br />
Ich kann mich noch gut erinnern, wenn wir Kinder uns in unserer Straße zum Spielen trafen. Wir waren mehr als zehn Kinder im gleichen oder ähnlichen Alter und im Grundschulalter gingen wir nicht nur in die gleiche Schule, nein, zum Teil auch in die selbe Klasse. Damals fuhren kaum Autos durch unsere Straße, die in einem Neubaugebiet lag und außerdem noch eine Sackgasse mit Wendehammer war. Genau dieser Wendehammer bot uns ausreichend Platz für unsere Gummitwist-, Federball-, Versteck- und Seilspringspiele. Besonders, wenn es an Sommerabenden lange hell war oder auch, wenn es schon leicht dämmrig wurde, dann spielten wir Versteck im Dunkeln oder ließen unseren Federball über die über die Straße gespannte Beleuchtung fliegen.</p>
<p><span class="dropcap">H</span>aarige Geschichten kann ich außer der obigen noch mehrere erzählen. In den sechziger Jahren, zu deren Beginn ich geboren wurde, trugen die Mädchen ihre langen Haare selten offen. So hatte ich anfangs lange Zöpfe, einen dicken Zopf, einen Knoten auf dem Kopf oder einen Knoten am Hinterkopf, aus dem ein Pferdeschwanz herausfiel. Diese letzte Frisur entstammte dem Film „Bezaubernde Jeannie“ mit Barbara Eden und Larry Hagman. Sah auch wirklich bezaubernd bei mir aus, aber der Nachteil war, dass sich diese Frisur durch das Hüpfen beim Gummitwist regelmäßig auflöste. So saß ich dann oftmals im Schulunterricht mit offenen Haaren. Man wird es nicht glauben, aber ich schämte mich dann richtig und traute mich nicht nach vorne zu schauen. Wenn ich mich auf Fotos mit den bis zum Po reichenden offenen Haaren sehe, dann kann ich jetzt jedoch nur staunen. Sah einfach toll aus und ich kann selbst nicht verstehen, warum ich mich dessen geschämt habe. Immer wenn sich meine Mutter ihre Haare beim Frisör schneiden und frisieren ließ, fragte man mich aus Spaß, ob sie denn meine Zöpfe auch abschneiden sollten. Ich verneinte dies immer, bis zu dem Tag an dem ich ja sagte und alle versuchten mich umzustimmen. Trotzdem wagte ich diesen entscheidenden Schritt und die Zöpfe kamen ab. Ich erzählte allen, ich würde mir später davon einmal ein Haarteil machen lassen. Bis heute liegen diese beiden Zöpfe eingewickelt in Zeitungspapier in einer Schublade bei meiner Mutter. Sie haben all die Jahrzehnte unbeschadet überstanden und sehen aus, als hätte man sie mir gestern erst abgeschnitten.</p>
<p><span class="dropcap">E</span>ine Freundin von der Post hatte ich auch. Damals gab es noch ein Postamt und der Chef der ansässigen Post wohnte mit seiner Familie direkt über dem Postamt. Er war der Vater meiner Freundin und zugleich der Bruder meines Grundschullehrers. Wir waren richtig dicke Freundinnen und besuchten uns mehrmals in der Woche nach der Schule zum Spielen. Eines Tages ging meine Freundin gleich mit mir nach Hause ( wir wohnten an entgegengesetzten Enden der Stadt ). Auf die Nachfrage meiner Mutter, ob denn ihre Eltern Bescheid wüssten, antwortete sie nur, es sei schon in Ordnung. Damals hatten wir noch kein Telefon, also konnte meine Mutter auch die Eltern meiner Freundin nicht informieren. Doch dieses Problem sollte sich lösen. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was wir spielten, aber ich weiß noch genau, dass es Rahmspinat zum Mittagessen gab. Wir saßen gerade beim Essen, als es vor unserem Haus hupte. Vor der Tür stand ein Postauto: „Ist denn die Anne da?“, fragte der Briefträger. „Ihre Eltern haben sich schon gedacht, dass sie bei Astrid ist!“</p>
<p><span class="dropcap">I</span>ch war vielleicht zwei oder drei Jahre, als meine Eltern wieder einmal mit mir nach Rottach &#8211; Egern zu meiner Omaur (Uroma) fuhren. Ob ich mich selbst noch an diese Geschichte erinnern kann oder nur, weil man sie mir immer wieder erzählt hat, kann ich nicht mit Gewissheit sagen. Auf jeden Fall ging die Tante meines Vaters mit mir zu einem Bauern. Sie wollte mir eine Freude machen und so holten wir dort frische Milch, die wir in der Milchkanne transportierten. In der Küche setzte ich mich dann an den Tisch und die Tante stellte mir ein Glas Milch hin.<br />
„So Astrid, trink mal schön, die ist ganz frisch und lecker!“<br />
Ich sah sie mit großen Augen an. Zu Hause hatten wir auch eine Milchkanne und damit holten wir immer unsere Milch von Herrn und Frau Bickert, die in der Stadt umherfuhren und von einem Auto aus Milch, Eier, Butter, Käse usw. verkauften. Sie selbst hatten diese aus der Molkerei unserer Stadt geholt, die von den ortsansässigen Bauern beliefert wurde. Und so schaute Klein &#8211; Astrid jetzt von dem Glas Milch zu der Tante und meinte ganz ernst:<br />
„Nein, ich trinke keine Kuhmilch, &#8211; ich trinke nur Bickertsmilch!“</p>
<p><span class="dropcap">T</span>egernsee und Rottach &#8211; Egern sind für mich mit sehr schönen Erinnerungen verbunden. Zum einen, weil ich dort alljährlich mit meinen Eltern meine Omaur besuchte und zum anderen, weil ich dort auch Freunde gefunden hatte. Die Nachbarin der Tante bekam nämlich in den Ferien ebenfalls Besuch von ihrer Nichte und ihrem Neffen. Wir spielten dann immer zusammen und hatten sehr viel Spaß. Wir wateten mit den Füßen durch das eiskalte Bergwasser der Weißach, spazierten durch die Heide oder schwammen im Strandbad des Tegernsee. Während wir beiden Mädchen in einem Alter waren, gehörte der Neffe einer jüngeren Altersgruppe an. Er lernte erst noch das Schwimmen und Tauchen. Jetzt sollte man meinen, dass er dies im Strandbad geübt hätte, was für das Schwimmen auch zutraf, aber nicht für das Tauchen. Das übte er fleißig bei seiner Tante auf dem Grundstück in einem Regenfass.</p>
<p><span class="dropcap">S</span>chokolade und Kaugummi lieben alle Kinder. Auch hieran habe ich eine Kindheitserinnerung. Da ich aus Hessen komme, also aus den alten Bundesländern, waren bei uns die Amerikaner als Alliierte stationiert. Immer wenn diese Manöver hatten und mit den Panzern und ihren Jeeps durch die Gegend fuhren, standen wir Kinder am Straßenrand und riefen: „Chewinggum, Chewinggum!“<br />
Die Amerikaner strahlten uns dann an und warfen uns tatsächlich Kaugummi und Schokolade von ihren Fahrzeugen herunter. Das war für uns Kinder immer ein tolles Erlebnis.</p>
<p><span class="dropcap">E</span>rinnern kann ich mich noch ganz genau an Fahrten mit einem ganz besonderen Auto, das heute ein seltener, aber toller Oldtimer ist. Dieses Gefährt besaßen unsere damaligen Vermieter, ein älteres Ehepaar. Wir wohnten zu dieser Zeit am Rande der Kleinstadt Schotten und so fuhren die Beiden immer mit ihrem Auto zum Einkaufen in die Stadt. Wenn sie zurückkamen, liefen wir Kinder ihnen entgegen, um die letzten Meter mitgenommen werden zu können. Leider konnte sich dieser Wunsch immer nur für einen, höchstens zwei von uns erfüllen, denn normalerweise passen in eine Isetta ( das laut Lexikon übrigens ein Rollermobil von BMW ist und als Gefährt zwischen Motorrad und Automobil eingeordnet wird ) nur zwei Personen, Fahrer und Beifahrer. So wurde die vordere und einzige Flügeltür geöffnet und man ließ mich auf den Schoss des Fahrers. Ob zu diesem Zeitpunkt noch ein weiteres Kind auf dem Schoss der Beifahrerin saß, entzieht sich meiner Erinnerung.</p>
<p><span class="dropcap">R</span>egelmäßig hielten wir an der gleichen Stelle, an der wir auf die Amerikaner mit ihren Panzern und auf die Vermieter mit ihrer Isetta warteten, auch noch ein anderes Auto an. Hierbei handelte es sich um das Postauto und zwar um einen Transporter. Auch hier ließ man uns freudig zusteigen und wir durften die letzten paar Meter mitfahren. Wir waren sozusagen schon in zartem Kindesalter Tramper.<br />
Man muss dazu sagen, dass mich rückblickend meine Kindheit ein bisschen an Astrid Lindgrens Bullerbü erinnert, denn auch wir Kinder waren eine eingeschworene Gemeinschaft, wohl behütet, bei Postboten, Milchmann und Milchfrau etc. bekannt und verbrachten viel Zeit in der freien Natur. Eine Kindheit, die man nur jedem Kind wünschen kann.</p>
<p><span class="dropcap">I</span>nteressant fand ich auch immer die Fahrten mit meinem Vater. Manchmal nahm er mich sonntags im Auto mit, während meine Mutter zu Hause das Mittagessen vorbereitete. Dann hatte ich als Kind meinen Vater für ein oder zwei Stunden für mich ganz allein. Er war es auch, bei dem ich meine ersten Lenk- und Fahrversuche auf abgelegenen Feldwegen machen durfte. Wir redeten bei unseren kurzen Sonntagsausflügen über dies und das. Ich weiß nicht mehr, worüber wir redeten, aber es ist mir in sehr schöner und harmonischer Erinnerung geblieben. Leider habe ich nicht mehr die Gelegenheit dies meinem Vater zu sagen, denn er ist jetzt schon seit mehr als dreißig Jahren tot und hat zwar noch Peter kennengelernt und auch unsere Verlobung mitgefeiert, aber unsere Heirat und die Geburt unseres Sohnes Timo nicht mehr miterlebt.</p>
<p><span class="dropcap">N</span>eulich fing mein Mann plötzlich an zu husten. „Ist bei dir eine Erkältung im Anmarsch“, fragte ich ihn. Er konnte mich jedoch beruhigen, denn er hatte sich nur sozusagen an seiner eigenen Spucke verschluckt. Trotzdem fiel mir etwas aus meiner Kindheit ein:<br />
Ich denke, damals war ich ungefähr vier Jahre ( ich sollte nochmals bei meiner Mutter das genaue Alter erfragen). Ebenso wie in Bullerbü steckten wir Kinder immer zusammen und damit steckten wir uns auch gegenseitig mit Kinderkrankheiten an. Eine meiner kleinen Spielkameradinnen hatte ihren Cousin besucht und hatte sich bei ihm mit Keuchhusten angesteckt. Das brachte sie uns anderen dann gewissermaßen als Geschenk mit. So husteten und spuckten wir alle, was zur Folge hatte, dass niemand alleine war. Wir konnten alle getrost weiter miteinander spielen.<br />
Die Impfung gegen Keuchhusten gab es anscheinend damals noch nicht oder war noch nicht so verbreitet und als Timo geboren wurde, war sie noch etwas umstritten, soweit ich mich erinnere. Auch er machte den Keuchhusten durch. Das bewirkte dann allerdings, dass auch mein Mann einen seltsamen Husten etc. bekam, der jedoch laut Untersuchungen und Labortests kein Keuchhusten gewesen sein sollte. Es wunderte uns nur, dass im Endeffekt die halbe Firma, in der Peter damals arbeitete, ebenfalls von dieser Huster- und Spuckerei befallen war.</p>
<p><span class="dropcap">N</span>och immer existieren meine beiden Lieblingspuppen, ich glaube sie liegen auf dem Dachboden meiner Mutter. Die eine hieß Moni und hatte dunkle lockige Haare und die andere war eine Lauf- und Sprechpuppe mit langen braunen geraden Haaren. Sie war eigenhändig von mir über dem Waschbecken auf den Namen Rita getauft worden. Wenn ich sie auf den Boden stellte, sie wie ein kleines Kind an ihrer linken Hand hielt und ihren Arm leicht nach oben und unten bewegte, machte sie kleine Schritte und lief somit neben mir her. Zwischen ihren Schulterblättern konnte man eine Schnur herausziehen und beim Zurückziehen sprach sie Sätze wie:<br />
„Ich hab dich lieb, Mama!“<br />
Eines Tages jedoch zog sich der Faden nicht mehr zurück und Rita sprach kein Wort mehr. Ich war tieftraurig und weinte. Immer wieder fragte ich:<br />
„Wann kommt Papa nach Hause? Er muss mir meine Puppe wieder reparieren.“<br />
Mein Papa konnte nämlich alles wieder reparieren und „Geht nicht, &#8211; gibt’s nicht!“ war sein Leitspruch. Doch dieses Mal schienen seine Künste zu versagen, er konnte machen, was er wollte, aber das Schnürchen zog sich nicht zurück und Rita blieb stumm. Auch mein Bitten und Betteln half nichts. Meine Eltern waren angesichts meiner Trauer selbst schon geknickt, da legte mein Vater die Puppe auf den Rücken. Und siehe da! Das Wunder geschah und Rita sagte:<br />
„Ich bin sooo müde!“<br />
Jeder kann sich jetzt sicherlich das Strahlen im Gesicht der kleinen Astrid vorstellen!</p>
<p><span class="dropcap">E</span>igentlich kann ich mich nur noch an meinen Opa väterlicherseits erinnern. Meine Omi, also die Mutter meines Vaters, starb als ich gerade einmal zwei Jahre alt war. Meine Erinnerungen an sie stammen von Fotografien und Erzählungen. Die Eltern meiner Mutter habe ich leider nie kennengelernt, da sie lange vor meiner Geburt schon verstarben.<br />
Meinen Opa hatte ich sehr gerne und ich freute mich auch, wenn ich manchmal das Wochenende bei ihm verbringen durfte. Bei uns in der Stadt gab es damals ein kleines Café, in dem man auch Eis kaufen konnte. Ich glaube es hieß Café Rennstrecke. Immer wenn mein Opa dort einen Kaffee trank, bekam ich ein Eis. Ich dachte jedenfalls es sei ein Eis, da man mir das so erzählte, doch eigentlich war es Sahne. Aber eines Tages schickte mich mein Opa alleine ins Cafe hinein und er wartete draußen. Ich bestellte mir ein Eis in der Waffel und bekam auch ein Eis, aber es sah anders aus als sonst. Logisch! Später am Abend war es mir ganz schlecht, ich hatte Bauchschmerzen und spuckte. „Das kommt von dem komischen Eis!“, erklärte ich und aß fortan kein Eis mehr. Viele, viele Jahre vergingen quasi eislos und ich war schon in der Grundschule als ich es doch eines Tages mit einem Schokoladeneis versuchte. Es schmeckte mir und es blieb auch bei mir. Somit wurde Schokoladeneis bis zum heutigen Tage zu meinem Lieblingseis.</p>
<p><span class="dropcap">R</span>ichtig Spaß hat mir anscheinend das Ostereiersuchen im Kleinkindalter gemacht. Eigentlich weiß ich die Geschichte aus Erzählungen meiner Mutter. Demzufolge waren wir Kinder eingeladen im Garten eines Nachbarn nach Ostereiern zu suchen. Also nahm ich mein Körbchen und marschierte mit den anderen mit. Irgendwie scheine ich eine Art siebten Sinn gehabt zu haben, denn ich ging einfach nur von einem Nest zum anderen. Ich fand eigentlich alle versteckten Ostereier. Die anderen wären leer ausgegangen, hätten die Nachbarn nicht unauffällig für Nachschub gesorgt, damit die anderen Kinder auch noch ein paar Ostereier in ihre Körbchen legen konnten. Zum Schluss hatte ich ungefähr 30 bunte Eier gefunden und mir mussten die Erwachsenen helfen alles nach Hause zu tragen.</p>
<p>„<span class="dropcap">U</span>nd wollen wir mit den Rollschuhen fahren?“, fragte mich eine Schulkameradin. Ich liebte es und konnte es auch ziemlich gut, nicht so wie mein Mann, der es anscheinend nie gelernt hat. Und auch Timo tat sich mit den vier Rollen unter jedem Fuß etwas schwer als Kind, Inlineskaten stellte für ihn allerdings kein Problem dar.<br />
Doch zurück zu meiner Kindheit: Besagte Freundin stürzte an diesem Nachmittag. Sie lag auf dem Bauch und gab glucksende Laute von sich. Wir anderen standen um sie herum und lachten, denn wir deuteten diese Laute als Lachen. Doch schon bald merkten wir, dass es sich um Weinen handelte, das auch nach gutem Zureden nicht versiegte. Kurzum, sie hatte sich beide Arme gebrochen. Mir klingt noch heute dieses Weinen in den Ohren.</p>
<p><span class="dropcap">N</span>och eine Erinnerung habe ich an meinen Opa. Immer wenn wir das Haus verließen und in die Stadt gingen, setzte er seinen Hut auf. Begegneten wir auf unserem Weg Bekannten, so lüftete er seinen Hut und machte einen Diener. Dies war allerdings zu den damaligen Zeiten üblich. Eigentlich eine schöne Geste, doch heute längst überholt. Übrigens: Ich habe als kleines Mädchen auch gelernt einen Knicks zu machen, den ich noch heute einwandfrei beherrsche. Ob ich dabei jedoch in königlichen Kreisen bestehen könnte, bezweifele ich allerdings. Ich denke hierbei müsste ich doch noch ein wenig üben.</p>
<p><span class="dropcap">G</span>erüche können Erinnerungen hervorrufen. Dies ist eigentlich allbekannt und das habe ich auch am eigenen Leibe schon erfahren. Als ich mit meiner Familie vor fast zwei Jahrzehnten vom Westen in den Osten Deutschlands zog, erreichte meine Nase gar mancher „Duft“, der mich an meine Kindheit erinnerte. So zum Beispiel der Geruch von Rauch, der aus manchen Schornsteinen in den Himmel zog, weil die Bewohner des Hauses mit Holz und Kohle heizten. Oder der Geruch in dem alten Schulgebäude, das unser Sohn in den ersten Jahren seiner Schulzeit besuchte, war genau der Geruch des Schulgebäudes meiner Schulzeit. Zumindest meinte ich regelrecht meine Kindheit zu riechen.</p>
<p><span class="dropcap">E</span>in anderer Geruch wurde von meiner Mutter immer hochgepriesen. Wer jetzt denkt, dass ich hier von der Weihnachtsbäckerei schreibe, irrt sich gewaltig. Nein, die Rede ist von einem sogenannten Duft der Natur. Jedes Mal wenn wir durch eines der Dörfer fuhren, die rund um unsere Kleinstadt angesiedelt waren, meinte meine Mutter:<br />
„Tief durchatmen! Das ist gute Landluft! Die ist gesund!“<br />
Ich für meinen Teil konnte nichts Gutes daran finden. Ich fand einfach nur, dass diese Misthaufen ekelig stanken.</p>
<p><span class="dropcap">N</span>och Jahre bevor ich in die Schule kommen sollte, war ich auf einem Kindergeburtstag eingeladen. Der Onkel des Geburtstagskindes war auch anwesend. Als ich bei ihm saß und er sich mit mir unterhielt, fragte er mich, was ich einmal werden wolle:<br />
„Ich will einmal Lehrerin werden!“, verkündete ich stolz. Von diesem Zeitpunkt an stand mein Berufsziel fest. Aber nicht nur, dass ich tatsächlich Grundschullehrerin geworden bin, sondern auch, dass ich damals auf den Knien meines zukünftigen Grundschullehrers gesessen hatte, wird mir immer in Erinnerung bleiben.</p>
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		<title>Peinlich, peinlich&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Oct 2014 15:46:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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					<description><![CDATA[Manche sind berühmt und berüchtigt dafür, in jedes Fettnäpfchen zu treten und keines auszulassen. Zum Glück gehören weder ich noch eines meiner Familienmitglieder zu diesem ausgewählten Kreis! Trotzdem passieren auch uns irgendwelche Missgeschicke, die mehr oder weniger peinlich sind. Wenn ich so nachdenke, fallen mir da einige Episoden ein, die im Nachhinein lustig sind, doch steckt man gerade in der betreffenden Situation empfindet man sie als peinlich: Mein Mann und ich hatten gerade unsere erste gemeinsame Wohnung bezogen, &#8211; wir waren also noch jung und unerfahren. Das sollte man zur Rettung unserer Ehre sagen, aber auch, dass man aus Schaden klug wird oder aus Fehlern lernt. Es war an einem Samstag, so Ende September oder Anfang Oktober, wenn ich mich richtig erinnere. „Ich muss noch schnell im Supermarkt einkaufen, der Kühlschrank ist leer“, erklärte ich Peter. „Dann lass uns das mal gleich machen“, meinte dieser sofort. „Ich brauche auch noch Druckerpapier.“ Der Einkaufswagen war auch schnell mit allen notwendigen Sachen beladen als wir an einem Sonderstand im Mittelgang des Marktes auf dem Weg zur Kasse &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manche sind berühmt und berüchtigt dafür, in jedes Fettnäpfchen zu treten und keines auszulassen. Zum Glück gehören weder ich noch eines meiner Familienmitglieder zu diesem ausgewählten Kreis! Trotzdem passieren auch uns irgendwelche Missgeschicke, die mehr oder weniger peinlich sind. Wenn ich so nachdenke, fallen mir da einige Episoden ein, die im Nachhinein lustig sind, doch steckt man gerade in der betreffenden Situation empfindet man sie als peinlich:</strong></p>
<p><span class="dropcap">M</span>ein Mann und ich hatten gerade unsere erste gemeinsame Wohnung bezogen, &#8211; wir waren also noch jung und unerfahren. Das sollte man zur Rettung unserer Ehre sagen, aber auch, dass man aus Schaden klug wird oder aus Fehlern lernt.<br />
Es war an einem Samstag, so Ende September oder Anfang Oktober, wenn ich mich richtig erinnere.<br />
„Ich muss noch schnell im Supermarkt einkaufen, der Kühlschrank ist leer“, erklärte ich Peter.<br />
„Dann lass uns das mal gleich machen“, meinte dieser sofort. „Ich brauche auch noch Druckerpapier.“<br />
Der Einkaufswagen war auch schnell mit allen notwendigen Sachen beladen als wir an einem Sonderstand im Mittelgang des Marktes auf dem Weg zur Kasse vorbeikamen.<br />
„Komm, wir nehmen uns hiervon zwei Flaschen mit“, schlug Peter vor. „Stefan meinte neulich, das Zeug wäre wirklich gut.“<br />
Ich bin jetzt nicht gerade ein Weintrinker und ein Weinkenner ebenso wenig, aber ich wollte Peter die Freude nicht verderben. Und so luden wir alles in den Kofferraum und fuhren nach Hause.<br />
„Ist irgendetwas nicht in Ordnung?“, fragte unser Vermieter als er uns entsetzt vor dem geöffneten Kofferraum stehen sah. Beim Nähertreten schien er bedingt durch den ausstrahlenden Geruch jedoch schon eine Vermutung zu hegen, denn er fing plötzlich an zu lachen.<br />
„Das ist ja eine schöne Bescherung!“<br />
Zum Lachen war uns allerdings nicht zumute.<br />
„Vorhin waren sie noch voll!“, erzählte ich und ärgerte mich darüber, dass unser Kofferraum einer dringenden Reinigung bedurfte.<br />
„Da muss jemand daran herumgedreht haben“, ergänzte mich mein Mann.<br />
Unser Vermieter grinste und meinte nur: „Ach ihr habt Rauscher gekauft!“<br />
Das machte uns auch nicht fröhlicher und so fügte er hinzu:<br />
„Das passiert einem auch nur einmal! Dann weiß man, dass Federweiser nicht liegend transportiert oder gelagert werden darf. Er hat nämlich nur eine luftdurchlässige Haube als Verschluss, damit die Kohlensäure, die neben dem Alkohol beim Gärprozess entsteht, auch entweichen kann.“<br />
Schön, jetzt hatten wir uns zwar bis auf die Knochen blamiert, aber jetzt wussten wir auch, dass nicht nur die Kohlensäure entweicht, sondern auch die Flüssigkeit, wenn man die Flaschen hinlegt. Wir hatten wieder einmal etwas gelernt! An diesem Abend mussten wir dann notgedrungen den Zwiebelkuchen ohne Federweiser essen und somit blieb auch der Rausch aus.<br />
Dieser hatte sich bei der folgenden Peinlichkeit bei mir noch nicht eingestellt, aber anscheinend war ich schon etwas angeheitert. Ich jedenfalls fühlte mich recht wohl und es hätte mit Sicherheit auch niemand meinen klitzekleinen Schwips bemerkt, wäre es nicht hierzu gekommen:<br />
Wir waren auf der Sonneninsel Mallorca, genauer gesagt: Wir saßen nachts auf der Terrasse unseres Hotels in Alcudia und plauderten vergnüglich mit einem Pärchen, das wir in diesem Urlaub kennengelernt hatten. Während die Männer sich Bier bestellten, wählten wir zwei Frauen ein anderes Getränk: Lumumba. Ich trinke sehr selten und wenig Alkohol, aber im Laufe des Abends erlaubte ich mir zwei dieser Mixgetränke, die Rum beinhalten. Wir verstanden uns prima und wie das eben so ist, kommt man während des Gesprächs vom Hundertsten zum Tausendsten. So erzählten wir, dass wir drei Jahre zuvor nach Cottbus gezogen waren und dort auch ein Haus gebaut hatten.<br />
„Wir wollen nächstes Jahr auch bauen!“, erklärten sie uns.<br />
Das war die Stelle an der wir mit unserer Erfahrung punkten konnten, also legten wir los und erzählten mal die eine und mal die andere Story rund um unseren Hausbau. Irgendwie kamen wir dabei auf die Bodenbeläge und die Bäder zu sprechen.<br />
„Das war gar nicht so einfach, das Angebot ist ja riesengroß“, steigerte ich mich hinein. „Welche Vorstellung habt ihr denn?“<br />
Aber ich wartete gar nicht erst ihre Antwort ab, sondern feuerte sofort meine Beschreibung heraus:</p>
<p><strong>„Wir haben flänzende Gliesen!“</strong></p>
<p>Verwundert blickte ich in die Runde, denn plötzlich hatten alle angefangen zu lachen und ich schien die einzige zu sein, die nicht verstand warum. Also bat ich um Aufklärung, die ich auch sofort bekam. Der Alkohol hatte anscheinend angefangen zu wirken, denn aus meinem Mund waren Buchstabenkombinationen gekommen, die man unter normalen Umständen nicht so flüssig hervorbringt. Ich hatte nichts anderes als glänzende Fliesen gemeint. Peinlich, peinlich, wenn einem die Zunge nicht richtig gehorcht! Aber jetzt konnte ich wenigstens herzlich mitlachen. Was so manche Flüssigkeiten bewirken können!<br />
Apropo Flüssigkeiten, da fällt mir noch eine andere Begebenheit ein, die mich vor Peinlichkeit fast hätte im Boden versinken lassen:<br />
„Frauen und Autofahren!“, würden Männer hierbei wahrscheinlich sagen. Dabei passierte die Sache gar nicht, während ich am Steuer saß. Nein, ich stand neben meinem Auto und zwar an der hinteren rechten Seite. Mein Auto hingegen stand an der Tankstelle. Ich griff mir den Zapfhahn und steckte diesen in die Tanköffnung. Falsch: Das hätte ich gerne getan, das heißt, es war sozusagen mein geplantes Vorhaben. Der Wille war zwar vorhanden, doch irgendwie ließ sich dieser nicht in die Tat umsetzen. Weder schaffte ich es den Hahn in die Öffnung zu stecken, geschweige denn den Tank zu befüllen.<br />
„Was ist denn jetzt los?“, fragte ich mich und versuchte es erneut, allerdings vergeblich. Weil das ja eigentlich nicht sein konnte, startete ich den nächsten Versuch und noch einen und noch einen. Ich verstand die Welt nicht mehr und fragte mich schließlich:<br />
„Bin ich jetzt zu blöd zum Tanken?“<br />
Keine Ahnung, ob ich das in Gedanken oder laut zu mir selbst sagte, jedenfalls antwortete eine Frau an der nächsten Zapfsäule mit einer Gegenfrage:<br />
„Müssen sie denn wirklich Diesel tanken?“<br />
Uff! Natürlich nicht! Mein Auto war ein Benziner!<br />
„Noch peinlicher geht es wohl nicht“, ärgerte ich mich und bedankte mich bei der Frau. Möglichst unauffällig hängte ich den nicht in meine Tanköffnung passenden Zapfhahn wieder ein, griff mir den richtigen, tankte ohne weitere Komplikationen, bezahlte und sah zu, dass ich Land gewann.<br />
Auto und Frau, diese Kombination hat was. Besonders dann, wenn es sich dabei noch um ein altes Auto handelt. Ich war Anfang Zwanzig und besaß ein derartiges Automobil. Es war ein Jetta in silbermetallic. Soweit, so gut, aber irgendwann musste er auch wieder einmal zum TÜV. Ich wusste genau, dass er vorne links am Übergang vom Holm zum Bodenblech leichte Durchrostungserscheinungen haben könnte. Das würde dem TÜV &#8211; Prüfer hoffentlich nicht auffallen, aber sicher war ich mir dessen nicht. Also mussten die Waffen einer Frau zum Einsatz kommen. Ich schlüpfte in Minirock und Schuhe mit hohen Absätzen. Das Kompliment meines Mannes zeigte mir, dass ich meine Wirkung nicht verfehlen würde.<br />
Der TÜV &#8211; Prüfer war sehr freundlich, aber wie mir sogleich auffiel auch sehr gründlich. Trotzdem hatte er bisher keine Beanstandungen gefunden. Dann bat er mich das Auto über die Grube zu fahren. Mit einem Schraubendreher bewaffnet, war er zuvor in eben diese Grube gestiegen. Ich traute mich gar nicht zu atmen. Ich hörte, wie er mal da und mal dort klopfte, wie mir schien, aber nicht allzu fest. Plötzlich spürte ich einen Widerstand unter meiner Schuhsohle.<br />
„Nanu, was ist das ?“<br />
Ich blickte auf meine Füße und sah wie mich gerade die Spitze eines Schraubendrehers in den linken Fuß stach.<br />
„Es tut mir leid“, meinte der bereits wieder aufgetauchte TÜV &#8211; Prüfer. „Ich war schon total vorsichtig.“<br />
Sein Gesichtsausdruck verriet mir, dass er mein Spielchen durchblickt hatte, aber dieses trotzdem schiefgegangen war. Peinlich betroffen zog ich ohne TÜV &#8211; Plakette von dannen.<br />
Eine andere Begebenheit ereignete sich Jahrzehnte später, war aber nicht weniger peinlich für mich:<br />
Unser Sohn war aktives Mitglied im Schwimmverein und daher war zweimal wöchentlich nachmittags Schwimmen angesagt. An diesem Nachmittag fuhr ich ihn zum Training. Die Straße führte uns durch ein kleines Wäldchen und ich konnte im Augenwinkel rechts am Anfang eines Waldweges erkennen, dass dort etwas saß. Ich hätte nicht genau sagen können, was es war. Timo hatte es nicht gesehen und ich vermutete ein Tier habe dort gesessen. Irgendwie kam mir in den Sinn, es wäre ein Lama. Dies mag verwunderlich klingen, doch ich wusste, dass es in der nächsten Ortschaft auf einem Privatgrundstück zwei oder drei Lamas gab. Also machte ich mir weiter keine Gedanken hierüber, nahm mir aber vor am Rückweg darauf zu achten. Ich fuhr an diesem Tag noch insgesamt dreimal an dieser Stelle vorbei. Zweimal hatte ich die Sache total vergessen, doch als mein Mann und ich uns bei inzwischen tiefster Dunkelheit mit dem Auto dieser Stelle näherten, sah ich ganz deutlich zwei Augen unheimlich leuchten. Angst überfiel mich und ich bereute es, nicht bei Tageslicht nachgesehen zu haben. Peter sah das Leuchten ebenfalls und meinte:<br />
„Lass uns mal ranfahren und nachsehen. Es könnte ein Tier sein!“<br />
„Ich habe aber Angst, wer weiß was das ist!“, sagte ich mit bereits zittriger Stimme.<br />
„Vielleicht ist es ein verletzter Rehbock!“<br />
Okay, das war ein Argument, aber zugleich auch noch mehr furchterregend, zumindest für mich. Mein Mann fuhr so nah wie möglich heran, trotzdem war es in der Dunkelheit nicht eindeutig zu erkennen. Die leuchtenden Augen waren nicht mehr zu sehen, aber da kauerte irgendetwas . Unheimlich! Peter wollte sich aber nicht zurückhalten lassen. Er stieg aus und ging auf dieses unheimliche Etwas zu. Ich kam mir vor wie im falschen Film. Er bückte sich, hob etwas Großes auf, kam mit diesem gespenstigen Unbekannten auf dem Arm auf das Auto zu und trat an das Beifahrerfenster, hinter dem ich wie angewurzelt reglos saß. Plötzlich erschall ein schrecklicher, furchterregender langgestreckter Schrei, der durch Mark und Bein ging und mit Sicherheit weithin zu hören war.<br />
Niemand anders als ich hatte aus Leibeskräften, nahezu hysterisch geschrien und dabei beide Hände vor die Augen gehalten, denn ich wollte dieses schreckliche Wesen nicht sehen.<br />
„Geh weg damit!“ befahl ich meinem Mann, doch der lachte nur.<br />
„Mach doch die Augen auf und schau her!“<br />
Nach mehrmaliger Beteuerung, dass alles ganz harmlos sei, öffnete ich zaghaft meine Augen. Vor mir stand Peter mit einem alten kaputten Plastikreh, dessen Augen zuvor so schrecklich im Scheinwerferlicht geleuchtet hatten. Jetzt sah ich auch einen jungen Mann und eine Frau, die mit ihrem Auto ebenfalls gehalten hatten und uns verdutzt fragten, ob alles in Ordnung sei oder ob wir Hilfe brauchen würden. Vermutlich hatten sie meinen Schrei vernommen. Echt peinlich!</p>
<p>Jetzt habe ich aber genug von mir erzählt. Auf Anfragen bei meinem Mann, was ihm denn schon mal Peinliches passiert sei, erhielt ich lediglich die Antwort:<br />
„Mir ist nichts peinlich!“<br />
Naja, dafür wäre mir an seiner Stelle folgende Situation total peinlich gewesen:<br />
Unser damals noch sehr kleiner Sohn Timo war krank. Ich weiß nicht mehr, was er hatte, ob es Husten, Schnupfen und Fieber war, oder ob sich eine Kinderkrankheit anbahnte, &#8211; keine Ahnung. Ich kann mich auch nicht erinnern, warum ich verhindert war, aber auf jeden Fall schickte ich meinen Mann mit Timo zum Arzt. Die Sache wäre gar nicht passiert, wenn es ein Wochentag gewesen wäre. Dann wären sie einfach zu unserem Hausarzt marschiert. Nein, Kinder werden immer am Wochenende krank und man kann dann nur noch zum Not- bzw. Bereitschaftsdienst gehen. Zum Glück kannte der Arzt sich mit Kindern aus, untersuchte unseren Timo gründlich und meinte danach zu meinem Mann:<br />
„Ich brauche noch einige Angaben und Daten von Ihnen.“<br />
Das war auch alles gar kein Problem, denn die Fragen nach Wohnort und Straßennamen waren ja einfach zu beantworten. Schwieriger wurde die Sache dann allerdings als der Arzt meinte:<br />
„Gut, dann brauche ich nur noch das Geburtsdatum von dem kleinen Mann hier!“<br />
Schweigen breitete sich im Raum aus. Der Arzt schaute von meinem Mann zu Timo und dann wieder zu meinem Mann. Sowohl Timo als auch Peter schauten den Arzt mit großen Augen an. Schließlich zuckte mein Mann mit den Schultern und öffnete den Mund:<br />
„Ohhh!“<br />
Der Arzt durchschaute die Situation allerdings recht schnell, zückte seinen Stift und meinte nur lässig:<br />
„Ich muss schon irgendetwas hinschreiben! Wissen Sie denn wie alt er ist?“<br />
„Naja“, antwortete mein Mann, „so ungefähr zwei Jahre!“</p>
<p><strong>Also, wenn das nicht peinlich ist!…</strong></p>
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